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Erfolgreiche Duathletinnen in Bayern
Breitensport„Duathlon ist immer etwas das Stiefkind“, meint Susanne Apfel. „Dabei ist er ja nicht gerade einfacher als Triathlon.“ Dass die Kombination aus Laufen, Radfahren und Laufen nicht so populär ist, könnte gerade daran liegen: Duathlon ist ein intensives und forderndes Sporterlebnis. Dennoch finden sich im Verbandsgebiet einige Sportler*innen, die ihre Leidenschaft für diese Variante des Multisports auch bei internationalen Rennen zeigen – und dabei noch äußerst erfolgreich sind. Susanne Apfel und Sandra Morawitz sind zwei von ihnen.
Bei den deutschen Meisterschaften über die Duathlon Mitteldistanz in diesem Jahr siegten Sandra Morawitz und Susanne Apfel in ihren Altersklassen. Bei der EM gab es den Vize-Titel für Susanne Apfel und bei der Duathlon Weltmeisterschaft im dänischen Viborg holte sie den Sieg über zehn Kilometer Laufen, 60 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen. Sandra Morawitz schaffte es mit Platz drei auf das Podium.
Wir haben uns mit den beiden Spezialistinnen unterhalten.
Liebe Susanne, liebe Sandra,
was macht für euch den besonderen Reiz des Duathlon-Formats aus?
Susanne: Der Reiz des Duathlons ist für mich, dass man den Sport praktisch ganzjährig betreiben kann und nicht auf für Triathlon entsprechende Infrastruktur (Bäder, passendes Freiwasser) angewiesen ist. Und dass es durchaus fordernd ist mit schon belasteten Beinen aufs Rad zu steigen.
Sandra: Duathlon macht einfach Spaß. Laufen und Radfahren liegen mir einfach mehr. Ich mag es einfach nicht, so früh morgens in kaltes Wasser zu springen, was beim Triathlon ja der Fall ist – und in Deutschland ist das Wasser nunmal meistens kalt.
Seid ihr trotz eurer Leidenschaft für Duathlon auch im Triathlon unterwegs?
Susanne: Ausflüge in den Triathlon habe ich auch schon gemacht, aber praktisch ohne Schwimmtraining. Das reichte gerade mal zur Stadtmeisterin oder auch mal zum dritten Platz bei der Cross-Triathlon-EM. Es gibt ja viele Triathleten, die nicht besonders gut schwimmen können. Deshalb wundert es mich, dass nicht mehr auf Duathlon umsteigen. Der Grund dafür liegt für mich darin, dass der Duathlon bei uns einfach nicht so populär ist und es auch kaum Angebote gibt.
Sandra: Ja, ich starte neben dem Duathlon auch im Triathlon.
Gerade aufgrund der geringeren Popularität des Duathlons sind nationale und internationale Wettkämpfe ein bisschen wie Familientreffen: Man kennt sich untereinander, man kennt seine direkten Konkurrentinnen. Wie geht ihr damit um – gerade auch, wenn die Vorbereitung einmal nicht so lief?
Susanne: Es stimmt, dass Duathlons wie Familientreffen sind. Man kennt und schätzt sich und freut sich, die anderen wieder zu treffen. Altersklassenübergreifend, deutschlandweit, international. Ich habe zum Beispiel bei der WM 2018 in Odense (Dänemark) eine Sportlerin (Diana Mull) aus Bornhöved (LV Schleswig-Holstein) kennengelernt. Seitdem reisen wir, wenn möglich, zu allen internationalen Meisterschaften gemeinsam. Auch Sandra treffe ich seit Aviles 2016 immer wieder.
Sandra: Im Duathlon, aber auch im Triathlon kennt man sich. Es ist wie eine große Familie. Man freut sich andere wieder zu treffen. Wie zuletzt in Viborg. Ich habe mich gefreut Maria Buchvoll wieder zu treffen. Wir kennen uns schon aus Alsdorf und Viborg 2019. Wir kämpfen zwar gegeneinander, aber wir gönnen der Anderen auch, wenn sie den besseren Tag erwischt. Es werden auch gemeinsame Fotos gemacht und dann ausgetauscht.
Die „Familie“ merkt man z.B. auch in der Wechselzone. In Viborg war eine sehr aufgeregte Norwegerin dabei. Sie wurde dann einfach durch andere beruhigt und ihr wurde gut zugeredet.
Was würdet ihr euch für den Duathlonsport in Bayern, Deutschland und international an Veränderungen und Entwicklung wünschen?
Susanne: Ich würde mir wünschen, dass das Angebot an Duathlon-Rennen mehr wird. International ist es ja ganz ordentlich, aber in Deutschland ist es schon schwierig. Es gibt zum Beispiel aktuell keine Meisterschaft über die Kurzdistanz mehr.
Sandra: Ich würde mich auch freuen, wenn es mehr Duathlon-Veranstaltungen geben würde. Bislang überwiegen da schon eindeutig die Triathlon-Wettkämpfe.
Vielen Dank für das Interview!
Das Interview ist Teil des Adventskalenders 2022. Mehr starke Frauen gibt es dort.
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Sophie Rohr: „Es gibt viele schöne Momente, an die ich mich sehr gerne zurückerinnere“
JugendsportSophie Rohr hat im Sport schon viel erreicht: 2017 war sie Deutsche Meisterin, 2018 war sie Eliteschülerin des Sports in Nürnberg, bestritt national und international hochkarätige Rennen. Mittlerweile studiert sie in Grundschullehramt. Dem Sport ist sie treu geblieben und startet in der 1. Triathlon Bundesliga ebenso wie bei Rennen auf der ganzen Welt. Aber auch ihre sportlichen Wurzeln hat die Sportlerin des WSV Bad Tölz nicht vergessen. Im BTV ist sie als Trainerin bei Jugendcamps aktiv und zu ihrem Heimatverein hält sie immer noch Verbindung.
Hallo Sophie,
Du warst in diesem Jahr bei einigen Nachwuchsveranstaltungen im Verband als Trainerin aktiv. Was gefällt dir an dieser Arbeit?
Allgemein gefällt mir die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sehr gut und es macht mir Spaß ein vielseitiges und kreatives Trainingsprogramm für unterschiedliche Altersgruppen auf die Beine zu stellen. Ich selbst lasse mich auch gerne zum Mitspielen und Mitsporteln begeistern, was, glaube ich, für die Kinder auch ein besonderer Anreiz war, alles zu geben. Ich muss aber auch hervorheben, dass alle Kinder, die an den bisherigen Trainingslagern teilgenommen haben, mit Feuereifer bei der Sache „Sport“ waren, immer (über)pünktlich zu den Trainingseinheiten erschienen und uns Trainern das Leben echt unkompliziert gemacht haben.
Du warst selbst lange Jahre im Nachwuchskader. Was sind die schönsten Erinnerungen an diese Zeit und was hast du für dich mitgenommen, was dich heute noch begleitet?
Es gibt viele schöne Momente, an die ich mich sehr gerne zurückerinnere. Besondere Highlights waren erfolgreiche Wettkämpfe international und national. Aber auch die Trainingslager mit dem/n Kader(n) machten mir immer viel Spaß. Unser „Klassiker“ als Bayernkader war ja zu den deutschen Meisterschaften mit Dirndl und in, Lederhose zu erscheinen. Da war schon unser „Auftritt“ ein tolles Erlebnis. Darüber hinaus bleiben mir noch die unzählig schönen Momente in meiner Internatszeit sowie in der anschließenden Triathlon WG in Nürnberg positiv in Erinnerung. Gemeinsam den Sportalltag zu meistern, erzeugte doch eine große Verbundenheit und führte in vielen Fällen zu guten Freundschaften. Dafür bin ich sehr dankbar.
Mittlerweile wohnst und studierst du in Regensburg, ursprünglich kommst du jedoch aus Bad Tölz. Wie sind ist deine Verbindungen nach Hause und auch zu deinem Heimatverein noch?
Studientechnisch bedingt – alles an einem Standort – wechselte ich in meinem Studium Sport Lehramt von Nürnberg/Erlangen nach Regensburg und habe dort auch eine kleine Trainingsgruppe, mit der ich ab und zu trainiere. Meinem Heimatverein dem WSV Bad Tölz habe ich die gute Förderung in meinen ersten jungen Sportlerjahren zu verdanken. So werde ich auch nächste Saison meinen Verein, der neu in der Bayernliga antritt, gerne unterstützen und für ihn an den Start gehen.
Triathlon bietet dir die Chance viel in der Welt herumzureisen. Was war dein besonderstes Erlebnis?
Ganz besondere Ereignisse waren die beiden Starts bei den Europameisterschaften in Tartu und in Weert. Bei internationalen Wettkämpfen an den Start zu gehen ist ein unbeschreibliches Gefühl und dann 2018 in Tartu auch noch mit dem Mixed Really Team auf dem Podium zu stehen, und die erste Sekt-Dusche für „Silber“ zu feiern, war der Hammer.
Würde dich eine deiner Schülerinnen fragen, warum sich Engagement im Sport – sei es als Athletin oder als Trainerin – lohnt, was würdest du antworten? Schließlich hat man in Kinder- und Jugendjahren, doch auch anderes im Kopf, oder?
Ich würde allen meinen Schüler*innen immer empfehlen viele verschiedene Sportarten auszuprobieren, egal ob Mannschaftssportarten oder Individualsportarten. Meistens entwickeln Kinder selbst ein gutes Gefühl für ihre „richtige Sportart“ und zeigen großen Ehrgeiz und hohe Motivation, sobald sie merken, dass sie in dieser Sportart Erfolg haben. Dass Sport dabei hilft persönliche Ziele zu definieren und zu verfolgen, und insbesondere auch dazu beitragen kann gut mit Erfolgen wie Misserfolgen umzugehen, sind wichtige Punkte im Leben. Darüber hinaus entwickeln Kinder und Jugendliche so nebenbei mit und durch den Sport ein gutes Maß an Fairness sowie ein gesundes Selbstbewusstsein. Natürlich muss bei Kindern und Jugendlichen auch immer der Spaß im Vordergrund stehen und damit auch die Gelegenheit gegeben sein neue Teamkollegen und letztlich auch Freunde kennenzulernen. Dieser spielerischen Herangehensweise an den (Leistungs-)Sport ist einer meiner Schwerpunkte und gilt meine besondere Aufmerksamkeit.
Danke, Sophie!
Das Interview ist Teil des Adventskalenders 2022. Mehr starke Frauen gibt es dort.
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Fotos: Sportograf/ Neubert
Denise Hiemann: „Aus dem Sport schöpfe ich Energie“
Breitensport, SportentwicklungIm Altersklassenbereich spitze: Das kann Denise Hiemann spätestens seit diesem Jahr von sich behaupten. Beim Ironman Frankfurt sicherte sich die Athletin des TV 1848 Coburg einen Vize-Europameisterinnen-Titel – und war zurecht überglücklich. Immerhin war das Rennen zugleich ihr Langdistanz-Debüt! Doch wie bringt man Alltag und Amateursport auf hohem Niveau zusammen? Wir haben die 31-jährige gefragt.
Hallo Denise,
der zweite Altersklassenplatz beim Ironman Frankfurt in diesem Jahr war eines deiner sportlichen Highlights. Was war an diesem Tag besonders?
Es war einfach ein Tag wie man ihn sich als Athlet wünscht. Es hat alles funktioniert, was ich Wochen- und Monatelang trainiert habe, das Wetter war perfekt und die Atmosphäre vorm Start atemberaubend. Ich war selten so aufgereget und gleichzeitig motiviert wie an diesem Morgen. Das Schwimmen lief so gut wie noch nie, beim Wechsel habe ich meine Supporter gesehen, der Wechsel aufs Rad lief gut und ich habe selbst gemerkt wie ich Platzierung für Platzierung nch vorne fahre. Beim Wechsel zum Laufen hatte ich zuerst Angst, da ich etwas überzogen hatte gegen Ende Rades. Aber nach den ersten Schritten aus dem Wechselzelt, war mir klar ich habe super Laufbeine und musste mich regelrecht bremsen um nicht zu schnell loszulaufen. Es waren so viele anfeuerten Zuschauer an der Laufstrecke – das hat einfach nur Spaß gemacht.
Darüber hinaus konntest du beispielsweise in diesem Jahr die Kurzdistanz des Triathlon Schweinfurt gewinnen, der das erste Mal ausgetragen wurde. Was ist der Reiz von Großevents, was der Reiz von Vereinsveranstaltungen?
Ich setze mir gerne ein großes Highlight, meist ein Großevent, in der Saison. Auf diesen ist meine gesamte Saison ausgerichtet. Jedoch finde ich es genauso wichtig die lokalen Vereinsveranstaltungen zu unterstützen. Deswegen setzte ich kleinere Veranstaltungen oft als Vorbereitungswettkämpfe ein. Das schöne daran ist für mich, die familiärere Atmosphäre bei lokalen Wettbewerben und die Tatsache, dass man immer bekannte Leute antrifft. So ein Event zu organisieren ist ein großer Aufwand und ich finde es wichtig, die Vereine zu unterstützen, die so viel Zeit in die Austragung investieren.
Selbst im Amateursport ist Triathlon aufwändig, denn ohne einen gewissen Trainingsumfang geht es nicht. Wie viele Stunden pro Woche trainierst du durchschnitlich und wie schaffst du es, dir diese Zeit einzuplanen?
Das kommt ein bisschen natürlich auf den Zeitpunkt in der Saison an, aber im Schnitt würde ich sagen es sind ca. 15-20h in der Woche. Ich habe das große Glück einen Arbeitgeber zu haben, der mir große Freiheiten gibt und ich kann mir meine Arbeitszeiten sehr flexibel einteilen. Zudem arbeite ich zum Großteil aus dem Home Office, sodass ich mir Wegzeit spare. Dadurch ist es relativ leicht möglich zwei Trainingseinheiten am Tag unterzubekommen. Ca. 20% meiner Tätigkeit bin ich auf Geschäftsreisen. Hier nehme ich mein Rennrad einfach mit und fahre z.B. im Winter abends im Hotel auf der Rolle. Ein Schwimmbad gibt es auch fast überall und Laufen geht sowie immer. Das bedeuted manchmal einen logistischen Extraaufwand, aber bisher habe ich immer einen Weg gefunden meine Trainingseinheiten zu absolvieren.
Beruf, Familie, Sport und der ganz normale Alltagswahnsinn – gibt’s das bei dir nicht? Oder hast du gute Strategien, um alles unter einen Hut zu bringen?
Das gibt es bei mir natürlich genauso. Für mich ist der Sport bzw. die Trainingseinheiten aber keine Belastung, sondern sie tun mir gut. Nach einem sehr stressigen Arbeitstag erhole ich mich super gut bei einem lockeren Lauf oder lockeren Radausfahrt, schöpfe dabei neue Energie und bin danach erholt und ausgeglichen um etwas mit Freunden und Familie zu unternehmen. Allerdings hat auch mein Tag nur 24h und oft müssen Familie oder Freunde zurückstecken. In meinem engeren Freundes- und Familienkreis wissen aber auch alle, dass meine Prio 1 die Arbeit ist, direkt gefolgt vom Sport und danach erst Familie und Freunde kommen. Meine Familie unterstützt mich dabei meine Ziele zu erreichen und mein Freundeskreis hat sich schon etwas reduziert seitdem ich so viele Stunden mit Training verbringe. Aber das ist okay für mich.
Was sind deine Ziele im Sport und im ganz normalen Leben?
Sportlich ist es mein Ziel in den nächsten 1-2 Jahren an den Weltmeisterschaften der Altersklassenathleten auf der Mittel- und Langdistanz teilzunehmen. Meine Leidenschaft ist die Langdistanz und ich hoffe diese Distanz irgendwann in <9h59 zu finishen.
Im normalen Leben möchte ich noch viele schöne Orte mit meinem Freund bereisen, gerne auch in Kombination mit dem einem oder anderen sportlichen Event 😉
Danke, Denise!
Das Interview ist Teil des Adventskalenders 2022. Mehr starke Frauen gibt es dort.
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Fotos: Sportograf
Tatjana Bub: Ein Mal ganz oben stehen
Breitensport, ParatriathlonHeute ist Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung und natürlich haben wir auch in Bayern starke Frauen mit Behinderung. Eine von ihnen ist Tatjana Bub. Die Rotherin gewann in diesem Jahr den Inklusionswettkampf in Moosburg und war bei den Special Olympics in Berlin am Start. Tatjana hat das Down-Syndrom und zeigt schon seit vielen Jahren, dass inklusion im Sport möglich ist.
Vor zehn Jahren machte Tatjana ihren ersten Triathlon am Rothsee. Schon zuvor trainierte sie in der Nachwuchsgruppe ihres Heimatvereins TSG 08 Roth mit. Auf die Frage, was ihr am Triathlon und am Sport am besten gefällt, meint sie: „einfach dabeisein und finishen“ und trifft damit den Nerv des Sports. Ein weiterer Grund: „dass es im Ziel oft Cola gibt“ – so schön können kleine Dinge sein!
In Berlin erfolgreich
Die 22-jährige war dieses Jahr erstmalig bei den Special Olympics in Berlin am Start. Den Wettkampf mit 250m schwimmen, 4,3km Radfahren und 1,7 km Laufen finishte sie als Vierte. Anders als bei den Wettkämpfen, die sie vorher gemacht hatte, durfte sie bei dieses Rennen nicht mit einer Begleitperson gemeinsam absolvieren – schon deshalb war die Leistung besonders stark. Und doch ist ihr tollstes Erlebnis ganz nahe an zu Hause: Auf Nachfrage nennt sie den Junior-Challenge in Roth und strahlt über das ganze Gesicht.
Unterstützt wird die Athletin stets von Familie und Freunden. Und ihr Ziel? „Ein Mal Erste werden!“ Dafür trainiert Tatjana Bub fleißig.
Das Interview ist Teil des Adventskalenders 2022. Mehr starke Frauen gibt es dort.
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Neujahrs-Camp für den Nachwuchs
JugendsportGemeinsam starten wir direkt im neuen Jahr durch! Der Bayerische Triathlon-Verband e.V. bietet für maximal 20 Jugendliche und drei Betreuer*innen ein Camp in der Sportschule Oberhaching an. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf gemeinsamem Trainieren und vor allem viel Spiel & Spaß. Teilnehmen können Jugendliche oder Trainingsgruppen im Alter von 10-14 Jahren.
Zur Ausschreibung des Camps.
Direkt zur Anmeldung.
Foto: Andreas Müller
Hanna Krauß: „Ich will Vereine in ihrer Nachwuchsarbeit unterstützen“
Jugendsport, VereineSeit einiger Zeit ergänzt Hanna Krauß das Trainer-Team des Bayerischen Triathlon-Verbands. Ihre Aufgabe ist eine ganz Besondere. Die 28-jährige Sportwissenschaftlerin arbeitet nicht nur als Coach, sondern insbesondere als Netzwerkerin. Die Bambergerin stellt ausgehend von Nürnberg Verknüpfungen zwischen bayerischen Vereinen, der Verbandsjugend und dem Bundesstützpunkt Triathlon her. Wir haben uns mit ihr unterhalten.
Hallo Hanna,
Du kommst aus dem Leistungssport Schwimmen. Wann und wie hat es Dich zum Triathlon gezogen?
Das Schwimmen hat mich immer sehr erfüllt. Auch als ich wusste, dass mir nicht die große Karriere bevorsteht, hat es mir einfach Spaß gemacht zu trainieren. Mit der Zeit hatte ich dann das Bedürfnis nach einer neuen Herausforderung. Gelaufen bin ich schon immer gerne, was für Schwimmer ja eher untypisch ist. Durch einen Triathleten bei uns im Schwimmverein bin ich dann 2016 zum SSV Forchheim gekommen und direkt bei meinem ersten Rennen in der Bayernliga gestartet. Das war ziemlich schwierig, da ich noch nie Windschatten gefahren bin. Aber es hat mir sehr viel Spaß gemacht und so bin ich dabei geblieben und habe angefangen triathlonspezifisch zu trainieren.
Seine Leidenschaft zum Beruf machen zu können, ist etwas Besonderes. Wann wusstest Du, dass Du im Sport arbeiten willst, und wie war Dein beruflicher Werdegang?
Direkt nach dem Abi hatte ich im Kopf Sportwissenschaften zu studieren. Das habe ich mir jedoch ausreden lassen, da von allen Seiten gesagt wurde, dass man damit schwer einen Job finden würde. Dann bin ich in eine ganz andere Richtung gegangen und habe Medizintechnik studiert. Währenddessen habe ich 2014 begonnen als Übungsleiterin bei der SG Bamberg im Schwimm- und Athletikbereich zu arbeiten. Dabei habe ich gemerkt, dass der Sportbereich wohl doch genau das Richtige für mich ist. Dann habe ich mein Studium abgebrochen und Sportwissenschaften studiert. Nebenbei war ich dauerhaft als Trainerin aktiv und war in verschiedene Projekte involviert.
Seit über einem Jahr gibst Du in Zusammenarbeit mit dem Leistungssport-Team und der Jugend des BTV Vollgas. Was ist das Ziel Deiner Arbeit?
Ich unterstütze die Vereine in ihrer Nachwuchsarbeit und öffne durch die Zusammenarbeit allen Athlet*innen und Trainer*innen in Bayern auch die Türen zum Bundesstützpunkt. Von einem regelmäßigen Austausch können beide Seiten profitieren. Ich bin regelmäßig im Training am Stützpunkt in Nürnberg dabei und sehe die gute Arbeit, die dort vom Trainerteam geleistet wird. Diese Erfahrungen und das Wissen an andere Athleten und Trainer weiter zu geben, und einen gemeinsamen Weg im Nachwuchssport zu gehen, ist, denke ich, ein großer Schritt in die richtige Richtung.
Du hast schon im Vorfeld mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Was nimmst Du besonders mit in die Vereine, mit denen Du zusammenarbeitest?
Ich denke, das Wichtigste ist, den Kindern Spaß an der Bewegung zu vermitteln und ihnen zu zeigen, wie vielseitig man das Triathlontraining gestalten kann.
Vielen Dank für das Interview!
Das Interview ist Teil des Adventskalenders 2022. Mehr starke Frauen gibt es dort.
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Gerd Rucker folgt Einladung des Ministerpräsidenten
Nachrichten des BTVZu Beginn der Woche lud Ministerpräsident Dr. Markus Söder Vertreterinnen und Vertreter der Sportverbände und Vereine sowie verdiente Sportlerinnen und Sportler zu einem festlichen Abendessen in das ehrwürdige Antiquarium der Residenz München. Eingeladen war auch Gerd Rucker, Präsident des Bayerischen TTriathlon-Verbandes e.V.
Ministerpräsident Söder bedankte sich bei den geladenen Gästen für die hervorragende Arbeit, den Zusammenhalt und insbesundere für die Anstrengungen während der Pandemie. Präsident des BLSV, Jörg Ammon, würdigte auch das Engagement der Familie Walchshöfer um den Triathlonsport. Erst kürzlich hatten die Organisatoren des Challenge Roth die Ehrung zum Sportpreis 2022 erhalten und erhielten zum wiederholtem mal die Auszeichnung zum besten Langdistanzrennen nach Wahl der Sportlerinnen und Sportler.
Sportlerin und Kampfrichterin Silke Wolff: „Ich engagiere mich einfach gerne!“
Breitensport, SchwabenSilke Wolff ist eine von wenigen Kampfrichterinnen im Bayerischen Triathlon-Verband. Daneben ist sie Schriftführerin im Bezirk Schwaben und selbst aktive Sportlerin. Im Sommer ist sie fast jedes Wochenende unterwegs – und genießt das. „Ich hebe gerne die Hand, wenn es etwas zu tun gibt und engagiere mich!“, sagt die Athletin des ASV Hegge. Wir haben uns mit ihr unterhalten.
Hallo Silke, Schriftführerin, Kampfrichterin und aktive Sportlerin – wie bekommt man denn so viele Aufgaben unter einen Hut?
Für mich gehört es zu meinem Hobby „Sport“ dazu. Ich sehe es nicht als Arbeit, sondern als Teil meiner Freizeitgestaltung. Schon als Kind habe ich meinen Sportverein bei Events unterstützt, daher kenne ich es nicht anders. Der eigene Sport steht dann schon mal hinten an. Die Zeit, um Kraulen zu lernen, habe ich z.B. immer noch nicht gefunden. Daher bin ich beim Triathlon noch nicht über die Volksdistanz hinausgekommen.
Wie kamst du zum Triathlon und welche sportlichen Ziele verfolgst du heute?
Ich habe 2018 einen Freund zu den Championship Samorin begleitet. Ich hatte vorher keine Ahnung von dieser sportlichen Herausforderung, war aber begeistert. Ein paar Veranstaltungen später wollte ich es selbst probieren und habe mich beim MUC Triathlon angemeldet. Als Alleinerziehende fehlt mir die Zeit drei Disziplinen zu trainieren. Meine große Leidenschaft ist das Laufen. Nächstes Jahr steht mein erster Marathon an und ein Radmarathon.
Als aktive Triathletin kennst du beide Seiten – die der Sportlerin und die der Kampfrichterin. Ein Vorteil? Welche Ratschläge würdest du der jeweils anderen Seite gerne mitgeben?
Es ist auf jeden Fall ein Vorteil beide Seiten zu kennen. Für mich aber kein Muss. Die Regeln sind den Kampfrichtern meist besser bekannt als den Teilnehmern. Daher mein Tip für die Athletinnen und Athleten: Macht Euch mit den Regeln gut vertraut, bevor ihr an den Start geht. Dazu gehört auch die Wettkampfbesprechung im Vorfeld. Sonst kassiert ihr womöglich ungewollt Zeitstrafen.
Die Aufgabe der Kampfrichter ist in erster Linie für einen sicheren und fairen Wettkampf zu sorgen. Statt mit bunten Karten zu winken, kann man den Sportler auch freundlich ansprechen und an die Regel erinnern. Das nehmen die Teilnehmer meistens freundlich und dankend an. Die Zeit ist dann quasi auch „abgesessen“, aber wird nicht als Strafe gesehen.
Was macht für dich Triathlon auch abseits der Rennstrecke zum attraktiven Betätigungsfeld?
Es gibt so viele Möglichkeiten. Laufen, Radfahren, Schwimmen. Drei Sportarten die man eigentlich ganzjährig und überall machen kann. Und es sind Bewegungsformen, die selbst im Kindesalter schon beherrscht werden. Das macht Triathlon auch für Kinder und im Schulsport interessant. Die verschiedenen Distanzen ermöglichen auch Hobby-Sportlerinnen und Sportlern teilzunehmen. Veranstaltungen finden fast ganzjährig statt. Das geht nur wenn es genügend Ehrenamtliche gibt, die abseits der Strecke planen, vorbereiten und am Veranstaltungstag helfen. Ich liebe diesen Trubel und freue mich zu einem Team zu gehören, das die Veranstaltungen ermöglicht. Wenn die Teilnehmer sich dann noch lächelnd für unsere Unterstützung bedanken, weiß ich wie wertvoll unsere Arbeit ist!
Danke, Silke!
Das Interview ist Teil des Adventskalenders 2022. Mehr starke Frauen gibt es dort.
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MTB-Seminar am 4. März
Aus- und Fortbildung, Kurse, Workshops, FortbildungenRund um das Thema Radtechnik dreht sich der MTB-Workshop mit Christine Waitz in Roth am 4. März. In diesem Kurs erarbeitest Du die Grundlagen der Radtechnik: vom Bike Check über Balance, das richtige Bremsen, bis zur idealen Kurventechnik. Der Workshop ist für Einsteigerinnen und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet.
Inhalte des Workshops
Der Workshop befasst sich vor allem mit den Grundlagen der MTB-Technik. Einsteiger*innen erarbeiten Schritt für Schritt ein Gefühl für sich und das Rad, bauen Angst ab und schaffen Sicherheit durch Erproben und theoretisches Wissen. Für Fortgeschrittene macht die Beschäftigung mit den Grundlagen Sinn, um Feinheiten zu korrigieren und mit noch mehr Wissen nach Hause zu gehen.
Der erste Teil des Workshops findet örtlich begrenzt in geeignetem flachen und ebenem Gelände statt. Im zweiten Teil des Workshops kann das Erlernte auf einer Tour (ca. 28 km; max. 200hm) erprobt werden.
Ablauf
Erforderliche Ausrüstung:
• Mountainbike/Crossrad in technisch einwandfreiem Zustand
• Flat Pedals (ideal: Pin-Pedale; KEINE Klickpedale)
• Feste Turn-/Sportschuhe
• Radhelm
• Radbrille
• Radhandschuhe
• Trinkflaschen/Trinkrucksack
• Riegel oder andere Verpflegung
• Radbekleidung für alle Witterungsverhältnisse
Das Ausschreibungs-PDF.
Zur Anmeldung.
Neuigkeiten und Weihnachtsgrüße aus Schwaben
SchwabenLiebe Sportler, Vereine und Veranstalter,
langsam neigt sich das Jahr dem Ende zu. An dieser Stelle möchten wir uns für die Zusammenarbeit im vergangenen Kalenderjahr bedanken.
Durch eine kurzfristige personelle Änderung in der Vorstandschaft, haben wir den noch ausstehenden Bezirkstag auf das neue Jahr verschoben.
Stefan Rothmeier hat das Amt des 1. Vorsitzenden mit sofortiger Wirkung abgegeben. Mit Ingo Spiegel der bereits als Kampfrichterobmann im Vorstand tätig ist, konnte die Position kommissarisch besetzt werden.
Die Termine für die Saison 2023 stehen bereits fest. Wir freuen uns schon jetzt auf spannende Rennen und einen anregenden Austausch in der nächsten Saison.
Wir wünschen Euch eine magische Weihnachtszeit und kommt alle gut ins neue Jahr.
Mit den herzlichsten Grüßen aus dem Allgäu