Von Alzenau über Würzburg bis Kitzingen. Von Miltenberg über Karlstadt bis Eltmann – der westlichste Bezirk Bayerns bietet zahreiche Triathlon-Angebote für jede Ambition.

Gestern fand trotz der Corona Auflagen der erste Triathlon im Bezirk Unterfranken der Saison 2021 statt. Beim 12. Main-Post Mainfrankentriathlon in Kitzingen waren rund 580 Teilnehmer am Start – ein großes Teilnehmerfeld nach einer einjährigen Corona Pause.

Das Wetter spielte den Athleten gut in die Karten. Bewölkter Himmel und ca. 22 Grad bedeuteten sehr angenehme Temperaturen. Alle Athleten freuten sich, dass sie endlich wieder einen Wettkampf bestreiten konnten.

Die Ergebnislisten können auf der Website des Main Post Mainfrankentriathlon eingesehen werden.

Im Rahmen des Rennens konnten die ersten fünf neu Auszubildenden Kampfrichter aus dem Bezirk Unterfranken auch ihre Prüfung abschließen. Wir wüschen ihnen alles gute und das nötige Fingerspitzengefühl als Landeskampfrichter.

© Text/Bild: Oliver Schmidt [07.08.2021]

 

Auch der westliche Triathlon Bezirk Bayerns veröffentlicht nun seine Website unter dem Dach des Bayerischen Triathlon-Verbands. Wir nutzen die Veröffentlichung, um uns mit dem Bezirksvorsitzenden Dieter Göpfert zu unterhalten.

Hallo Dieter,
die Bezirksstruktur unter dem Landesverband ist in Bayern einmalig in Triathlon-Deutschland. Welche Aufgaben habt ihr als Bezirk?

Wir haben im Bezirk vieles zu erledigen. Die Aufgaben sind deshalb auf mehrere Schultern verteilt. Der Vorstand kommuniziert mit Vereinen, besucht Veranstaltungen, führt den Erfahrungsaustausch mit Veranstaltern, ist zuständig für die Abrechnung der Veranstaltungen und die Meldungen beim BTV. Zudem müssen jährlich zwei Verbandsratssitzungen und ein Bezirkstag organisiert werden. Der Kampfrichterobmann genehmigt Veranstaltungen und teilt die Kampfrichter dafür ein. Unser Jugendwart kümmert sich um die Jugendveranstaltungen, organisiert den UnterfrankenCup und wertet ihn aus, besorgt die Jugendpräsente und übergibt sie. Unsere neu geschaffene Stelle im Vorstand ist unser Jugendcoach, der mit seinem Wissen den Jugendwart unterstützt. Nicht zu vergessen unser Kassenprüfer: Er fährt durch halb Unterfranken, um die Kasse zu prüfen.

Man sieht schon, der Bezirk hat viel zu bewältigen. Mit unserem tollen Team ist das jedoch kein Problem. All unsere Ehrenamtlichen arbeiten aus Überzeugung und Leidenschaft mit. Unser 2. Vorstand und Schatzmeister, Dr. Kurt Vogel, geht mit seinen 81 Jahren mit bestem Beispiel voran!

Fast 50 Vereine mit Triathlon-Angeboten sind in Unterfranken beheimatet. Welche Angebote stechen besonders heraus?

Unsere Vereine sind ganz unterschiedlich aufgestellt. Die einen konzentrieren sich insbesondere auf Kinder- und Jugendarbeit, die anderen bieten Mitgliedern ein 50 Meter Sportbecken. Auch vom Angebot für erwachsene Einsteiger bis zum Training für ambitionierte Athletinnen und Athleten ist alles dabei. Genauer kann ich es gar nicht sagen, aber irgendwie fehlt es an nichts!

11 Ausdauersport-Veranstaltungen sind in Unterfranken 2021 geplant. Darunter finden sich die Bezirksmeisterschaften in Hofheim, der Main-Post Mainfrankentriathlon als das Rennen, das du selbst organisierst, und neu, erstmals eine Langdistanz. Welche Hürden stellen sich dir als Veranstalter derzeit und wie kann diese Erfahrung auch anderen Veranstaltern zu einer Durchführung verhelfen? 

Die große Hürde ist die Pandemie mit dem nicht definierten Ende. Keiner kann die Situation abschätzen, die sich kurz vor dem Veranstaltungstag darstellen wird, und schlussendlich darüber entscheidet, ob das Rennen stattfindet oder nicht. Es ist auch für mich sehr schwierig eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Man plant ins Ungewisse und das kostet Nerven! Ich versuche gelassen zu bleiben. Ganz nach dem Moto: Es kommt wie es kommt! Ich möchte nicht noch einmal verschieben. Doch wenn die Situation eine Durchführung nicht ermöglicht, dann werden wir zwangsläufig auf 2022 verschieben.
Mich freut besonders, dass die angemeldeten Sportler dafür Verständnis haben und dem Main-Post-Mainfrankentriathlon treu bleiben. Wir nehmen euch gerne mit auf 2022, wenn es sein muss.
Ich möchte insbesondere Sportlerinnen und Sportlern eines mitgeben: Bitte bleibt positiv und bleibt eueren Veranstaltungen und Vereinen treu….. Denn wir haben in Unterfranken ganz tolle Events, super Vereine und hochmotivierte Triathletinnen und Triathleten.

Du bist selbst nicht nur Bezirksvorsitzender und Veranstalter, sondern auch Ausdauersportler. Was macht dir besonders Freude, was sind deine Ziele?

Der Triathlon-Sport stellt große Herausforderungen an Vereine und Veranstalter. Es ist nicht einfach Trainingsangebote und Wettkämpfe auf die Beine zu stellen. Ich stehe mit meiner Erfahrung immer gerne mit Rat und Tat zur Verfügung. Ich habe einen Hang zum Extremen habe und fühle mich im Triathlonsport richtig aufgehoben. Nach vielen Jahren kann ich heute immer noch sagen: Triathlon ist ein wichtiger Teil meines Lebens.

Ich würde mich sehr freuen, wenn noch mehr Sportler Triathlon für sich entdecken und sich in Vereinen anmelden. Im Verein erhält man die wichtigen Informationen rund um Training und Wettkämpfe und man kann sich mit Kolleginnen und Kollegen messen. Sport in der Gemeinschaft motiviert noch mehr und macht Spaß. Das sind nur zwei Gründe, warum sich eine Vereinsmitgliedschaft lohnt.

Vielen Dank für das Interview!

Sie finden die neue Internetpräsenz des Bezirks unter www.btv-info.de/unterfranken

© Text: Christine Waitz; Foto: Main Franken Triathlon [24.03.2021]

Am 26.02.2021 fand der Bezirkstag als erstes Online Meeting in Unterfranken statt. Aufgrund der geltenden Beschlüsse der CORONA Pandemie war eine gewohnte Veranstaltung wie in der Vergangenheit nicht möglich. Unser 1. Vorsitzende Dieter Göpfert konnte sich einer regen Teilnahme von Veranstaltern, Kampfrichter und Interessierten erfreuen. Als Gast war auch unser Präsident des Bayrischen Triathlon Verbandes Gerd Rucker anwesend.

Vorstandschaft einstimmig wiedergewählt

Es gab einen Positionswechsel in der Vorstandschaft. Unser Jugendwart Uve Wunderlich musste aus beruflichen Gründen sein Amt niederlegen. Sein Nachfolger als Jugendwart ist Horst Armowitz. Wir bedanken uns bei der Arbeit von Uve Wunderlich für seine geleistete Arbeit als Jugendwart und wünschen ihm alles gute. Er steht uns aber weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.

Das ausführliche Protokoll wird in kürze auf der Web Site veröffentlicht werden.

© Text: Oliver Schmidt; [07.03.2021]

 

Liebe(r) Vereinsvorsitzende, Veranstalter, Triathleten/innen,

hiermit laden wir zum Bezirksabend des BayerischenTriathlonVerband Bezirk Unterfranken ein. Aufgrund der Infektionslage und Vorschriften werden wir den Bezirksabend online veranstalten.

Alle Teilnehmer melden sich bitte bis spätestens 19. Februar per E-Mail unterfranken@btv-info.de damit wir vorab die Information zur Einwahl in das Online-Meeting verteilen können.

Die gesamte Vorstandschaft würde sich über eine rege Teilnahme sehr freuen.

© Text: Dieter Göpfert; [14.02.2021];

Mit 21 Jahren gehört Pauline Schweens zu den sicherlich Jüngsten in den Reihen der BTV Kampfrichter. Auch außergewöhnlich ist, dass sie selbst keine Triathletin ist, sondern vom Schwimmen kommt. Warum die Kulmbacherin dennoch Freude an der Arbeit hat und wie sie dazu kam, erzählt sie im Interview im Rahmen der Serie “Aus dem Leben eines Kampfrichters”.

Hallo Pauline, wie bist Du zum Triathlonsport gekommen?

Ich selbst mache keine Triathlonwettkämpfe. Ich bin Schwimmerin und starte ab und zu als Staffelschwimmerin bei Triathlonrennen. Mein persönliches Highlight war die Teilnahme mit der Bayern Drei Staffel am Challenge Roth 2019. Dort durfte ich mit den Profi Damen schwimmen und war nicht die Letzte. Zum Triathlonsport bin ich durch meine Mama gekommen – sie ist Triathletin und auch Kampfrichterin.

Was hat Dich bewogen, Kampfrichterin zu werden?

Meine Eltern haben beide die Kampfichterausbildung gemacht und hatten dabei große Freude. Da wir in meiner Heimat Kulmbach zwei Triathlonveranstaltungen haben, und dafür immer Kampfrichter benötigen, habe ich mir gedacht, es wäre doch ganz gut, wenn ich die Ausbildung auch machen würde. In dem Jahr, in dem ich 18 geworden bin, habe ich das dann auch direkt gemacht. Ich war vorher schon Kampfrichterin beim Schwimmen und auch die Arbeit im Triathlon bereitet mir viel Freude.

Welcher ist Dein Lieblingstriathlon? Und warum?

Mein Lieblingstriathlon ist der Triathlon in Trebgast, da ich hier schon seitdem ich acht Jahre alt bin als Helferin an der Strecke im Einsatz war. Ich habe die Entwicklung der Veranstaltung miterlebt. Was mir jetzt so gut an dem Wettkampf gefällt ist, dass dort viele verschiedene Leistungsklassen am Start sind. Von der 2. Bundesliga bis zum Sportler, der auf der Schnupperdistanz vielleicht seinen ersten Triathlon bestreitet. Ich bin auch selbst schon als Schwimmerin hier gestartet.

Worauf achtest Du, entsprechend dem Regelwerk, in Deinem Einsatzgebiet?

Ganz grundsätzlich ist natürlich wichtig, dass sich die Sportler an die Regeln halten. Mir ist aber auch wichtig, bei Veranstaltungen, bei denen viele neue Sportler am Start sind (wie bei unserem Volkstriathlon in Kulmbach), diesen die Regeln zu erklären. Denn das Ziel soll doch sein, dass sie diesen Fehler nicht nochmal machen.

Als Kampfrichter am Abstiegsbalken achte ich auf den korrekten Abstieg vom Rad vor dem Balken. Andernfalls gibt es eine Zeitstrafe. Weiter, in der Wechselzone, habe ich ein Auge darauf, dass Sportlerinnen und Sportler ihren Helm erst am Rad öffnen und ihre Sachen an den richtigen Platz legen.

Welches besondere Erlebnis kannst Du aus Deiner Kampfrichtertätigkeit berichten?

Bei unserem Heimtriathlon, dem Volkstriathlon in Kulmbach, gab es eine besondere Begebenheit. Als wir Kampfrichter um 8:00 Uhr zum Veranstaltungsort kamen, saß bei der Startnummernausgabe ein junger Eritreer. Er war schon seit 6:00 Uhr dort und fragte immer wieder nach einem der Organisatoren. Als der dann endlich ankam, stellte sich heraus, dass der junge Mann laufen wollte. Er dachte nämlich, hier wäre ein Laufwettkampf. Die 15 km von seiner Unterkunft zum Wettkampfort war er morgens vor 6:00 Uhr auch schon gelaufen. Nun, da es ja ein Triathlon war, war er schwer enttäuscht. Spontan entschlossen sich dann zwei Einzelstarter nach ihrem Wettkampf noch eine Staffel gemeinsam mit ihm zu machen. Er war tatsächlich ein exzellenter Läufer,  das Trio gewann die Staffelwertung und der Mann war glücklich – das war ein besonders schöner Moment für alle.

© Text: Pauline Schweens/Christine Waitz; [26.01.2021]; Bilder: Titelbild/ Symbolbild Klaus Pfister; privat

In unserer Serie “Aus dem Leben eines Kampfrichters” stellen wir euch die Menschen vor, die ihr sonst nur in den gelben Westen kennt. Als Kampfrichter bewirken sie weit mehr, als dass Athletinnen und Athleten Regeln befolgen oder dass Verstöße geahndet werden. Den Auftakt zu unserer Serie macht einer der wenigen Bundeskampfrichter in den Reihen des BTV: Oliver Schmidt. Wir haben uns mit dem Obmann aus Unterfranken über seinen sportlichen Werdegang und seine Arbeit unterhalten.

Hallo Oliver, wie bist Du zum Triathlonsport gekommen?

Ich habe mich 2007 mit dem Triathlonsport infizieren lassen weil es mich fasziniert hat drei verscheidene Sportarten in einen Wettkampf zu integrieren.

Was hat Dich dazu bewogen, Kampfrichter zu werden?

Die Faszination und die Begeisterung für diesen Sport. Ich finde es immer noch beeindruckend, wenn man sich in drei unterschiedlichen Sportarten beweisen muss.

Welcher ist Dein Lieblingstriathlon?

Oliver Schmidt (links) beim Mainfranken Triathlon. Foto: privat

Da gibt es mehrere: in Unterfranken den Triathlon in Niedernberg , aber auch Frankfurt am Main und in Roth gehören zu meinen Favoriten.
Sie alle haben gemeinsam, dass die Abwicklung und Organisation des Wettkampfes kaum Verbesserungspotential aus Sicht eines Kampfrichters haben.

Was ist dir in Deiner Arbeit als Kampfrichter, in der Ausübung Deines Einsatzgebiets besonders wichtig?

Es sind viele kleine Dinge, die ein faires und umweltverträgliches Rennen ausmachen. Beispielsweise ist mir auf allen Strecken wichtig, dass das Müllentsorgen nur an den ausgewiesenen Stellen geschieht und „wildes“ Wegwerfen zur sofortigen Disqualifikation führt. Insbesondere auf der Laufstrecke achte ich darauf, dass Sportlerinnen und Sportler keine Unterstützung von außen durch Trainer und Betreuende erhalten und auf die Einhaltung der Kleiderordnung: Der Oberkörper muss bekleidet und die Startnummer muss von vorne sicht- und lesbar sein.

Welches besondere Erlebnis kannst Du aus Deiner Kampfrichtertätigkeit berichten?

In Wiesbaden beim 70.3 saß ich auf der Laufstrecke auf einer Parkbank. Von dort aus konnte ich beobachten, wie Athletinnen und Athleten reihenweise versuchten abzukürzen. Nachdem sie mich dann gesehen haben, liefen sie teils erschrocken und teils frustriert wieder zurück und machten die Strecke nochmals auf dem richtigen Weg.

© Text: Oliver Schmidt/Christine Waitz; [26.01.2021]; Bilder: privat/DTU

Seit 2015 arbeitet Oliver Schmidt in Bayern als Kampfrichter. Zunächst als Landeskampfrichter – der ersten von insgesamt fünf Ausbildungsstufen. 2018 bildete er sich zum Technischen Delegierten und Einsatzleiter weiter. Ende Februar bestand er die Prüfung zum Bundeskampfrichter. Zehn Absolventen verzeichnete die DTU in dem Lehrgang. Insgesamt gibt es in Deutschland damit 57 Bundeskampfrichterinnen und -kampfrichter.

Wir haben uns mit Oliver Schmidt über seinen sportlichen Werdegang und die Arbeit als Kampfrichter unterhalten.

Hallo Oliver, eine Leidenschaft zum Triathlon muss ja vorhanden sein, wenn Du Dich als Kampfrichter engagierst. Bist du selbst auch aktiver Triathlet?

Zwischen 2007 und 2009 habe ich mit Begeisterung selbst Triathlon betrieben. 2010 wollte ich beim 70.3 St.Pölten starten. Leider zwang mich mein Körper mit gesundheitlichen Problemen zum Aufhören. Wenig später fand ich glücklicherweise einen neuen Wirkungskreis im Sport.

Wie kamst Du zu dem Engagement als Kampfrichter?

Oliver Schmidt (rechts) beim Main-Post Mainfrankentriathlon Triathlon. Foto: privat

Bereits 2011 und 2012 konnte ich Erfahrungen beim Ironman Frankfurt und beim 70.3 Wiesbaden sammeln. Freunde brachten mich mit der Firma in Kontakt, die die Kampfrichter-Einsätze dort koordinierte und plante. An einem Samstag vor dem ersten Einsatz im Jahr, bekamen wir die theoretische Einweisung zu dem Einsatz. Mittlerweile setzt die DTU bundesweit lizensierte Kampfrichter für alle Veranstaltungen ein.

Was hat Dich dazu bewogen, die Kampfrichterausbildung zu machen, und Dich weiter fortzubilden?

Die Faszination und die Begeisterung für diesen Sport. Ich finde es immer noch beeindruckend, wenn man sich in drei verschiedenen Sportarten beweisen und abhängig von der Distanz für eine sehr lange Zeit höchste Leistung erbringen muss.

Was sind Deine persönlichen Ziele im Rahmen des Engagements als Kampfrichter?

Mit der Ausbildung zum Bundeskampfrichter habe ich aktuell mein persönliches Ziel im Kampfrichterwesen erreicht – schließlich muss alles unter einen Hut passen: Beruf, Familie, Hobby und Freizeit. Da ich zudem Kampfrichterobmann im Bezirk Unterfranken bin, ist meine Zeit im Sommer schon sehr begrenzt.

Bundeskampfrichter-Ausbildung der DTU 2020. Oliver Schmidt (links hinten) ist einer der zehn Absolventen. Foto: DTU

Welche Grundsätze möchtest Du im Sport noch mehr verwirklicht sehen?

Ich denke, der Triathlonsport ist auf einem sehr guten Weg. In den Reglements müssen meist nur noch Kleinigkeiten angepasst werden. Vor allem dann, wenn die Industrie neue Technik auf dem Markt bringt.
Was mich sehr freut: Die Fairness der Teilnehmenden gegenüber anderen Athletinnen und Athleten wird weitestgehend eingehalten. Ich würde sogar sagen, dass diese Bereitschaft, Regeln zu kennen und sich dann auch regelkonform zu verhalten, die letzten Jahre gewachsen ist. Ein Faktor dabei ist sicherlich, dass die Kampfrichter in ihrer Arbeit akzeptiert und respektiert werden.

Gibt es eine besondere Situation, die Dir aus Deiner bisherigen Laufbahn in Erinnerung geblieben ist?

Oliver Schmidt (links) beim Main-Post Mainfrankentriathlon Triathlon. Foto: privat

Ich erinnere mich an ein Erlebnis beim Laufstil Würzburg Triathlon in Erlabrunn im letzten Jahr. Ein junger Anfänger im Triathlon fuhr auf der Radstrecke erst in die falsche Radrunde und stürzte dann mit seinem Fahrrad mitten im Anstieg mit Schwindelanfällen. Ich kam als Motorrad-Kampfrichter kurz nach dem Vorfall hinzu. Gemeinsam mit anderen half ich ihm sofort und rief den Rettungswagen. Der junge Mann war so glücklich, dass sich bis zum Eintreffen des Arztes jemand um ihn kümmerte. Er erholte sich danach recht schnell wieder und bedankte sich später im Zielbereich nochmals.

Wenn Dich jemand fragt, warum es sich lohnt, als Kampfrichter tätig zu sein, was antwortest Du ihm?

Es lohnt sich immer dabei zu sein, wenn man diesen Sport liebt. Das Gefühl ist toll – egal, ob man als Athlet, Helfer oder Verantwortlicher involviert ist.

Der BTV gratuliert Oliver Schmidt zur bestandenen Ausbildung zum Bundeskampfrichter.

Haben Sie Fragen zum Kampfrichterwesen, oder möchten sich auch engagieren? Dann finden Sie hier Ansprechpartner und weitere Informationen.

© Text: Christine Waitz; [24.3.2020]; Fotos: privat/ DTU