Im Bayerischen Triathlon-Verband und seinen Bezirken sind ca. 380 Vereine mit Triathlon-Sparten gemeldet. Sie bieten vielfältige Angebote für jedes Alter und jede Leistungsstufe. Der DTU-Startpass kann über Vereine bezogen werden.

Die Turngemeinde Schweinfurt 1848 e.V. gehört zu den ältesten und größten Breitensportvereinen in Bayern und besteht aus mehr als 20 verschiedenen Abteilungen. Der Verein stemmt im nächsten Jahr unter der Initiative der Laufabteilung ein Ausdauer-Wochenende. Der MainCityRun wird dann zum achten Mal der ausgetragen werden. Am Sonntag, den 15. Mai, findet dann die Premiere des MainCityTriathlon statt. Beide Veranstaltungen haben ihr Start und Ziel am Schweinfurter Baggersee.

Die Abteilung Laufen/Triathlon entstand aus einer früheren Laufgruppe, die in den 1990er Jahren ein eher loser Zusammenschluss von Läuferinnen und Läufern aus Schweinfurt war. Zwei Mal pro Woche schnürten sie die Laufschuhe. In den vergangenen Jahren wuchs die Abteilung stark, sowohl was die Anzahl der Mitglieder als auch die Trainingsangebote anbelangt. Mittlerweile haben sich über 200 im Lauf- oder Triathlonsport aktive Mitglieder gefunden. Die Trainingsangebote erreichen das komplette Altersspektrum. Schon die Kleinsten sind im Tria-Kids Team aktiv. Daneben gibt es die Jugendlichen im Junior-Running Team, sehr erfolgreiche Junioren in den Damen- und Herren-Ligamannschaften (Regional- und Landesliga) und Erwachsene aller Altersklassen, die bei regionalen- und überregionalen Lauf- und Triathlonveranstaltungen starten. Allein im Jahr 2021 gab es sechs Athleten und Athletinnen, die ihr Debüt auf der Triathlon Langdistanz feierten und hierbei von „alten Hasen“ unterstützt und angefeuert wurden.

Das Wachstum der Abteilung war nur durch ein großes Team von sehr engagierten Übungsleitern möglich, die die knapp 20 Trainingsangebote pro Woche mit großer Zuverlässigkeit leiten. Den nötigen finanziellen Spielraum konnte sich die Abteilung in den letzten Jahren durch die Veranstaltung des MainCityRuns, der größten Breitensportveranstaltung in der Region Main-Rhön mit über 2.600 Teilnehmern im Jahr 2019, erarbeiten. Hierdurch bestehen auch sehr gute Kontakte zu den Behörden und zu vielen Sponsoren, so dass nun mit einer eigenen Triathlonveranstaltung, dem MainCityTriathlon, ein neues Highlight für die Ausdauersportler*innen geschaffen werden soll.

Der MainCityRun soll zum achten Mal der ausgetragen werden, diesmal am Samstag, den 14. Mai. Am Sonntag, den 15. Mai findet dann der erste MainCityTriathlon statt. Beide Veranstaltungen haben ihr Start und Ziel am Schweinfurter Baggersee.

Gewinne einen Startplatz

Wir verlosen pünktlich zum Weihnachtsfest einen Startplatz. Zur Teilnahme füllen Sie das Formular aus. Das Los entscheidet über den/die Gewinner*in. Der/ die Gewinner*in wird per E-Mail benachrichtigt.

Teilnahmezeitraum: 19. Dezember 2021 bis 4. Januar 2022

Zum Gewinnspiel-Formular.

Zur Website der Veranstaltungen.

Zur Beitrags-Übersicht der Advents-Serie 2021.

© Turngemeinde Schweinfurt 1848 e.V.; Foto: Turngemeinde Schweinfurt 1848 e.V. [15.12.2021]

Der Stadttriathlon Erding war 2021 das erste Rennen, das sich die Durchführung traute. „Wir haben bewiesen, dass sich Corona und Ausdauersportevents nicht unbedingt ausschließen, sondern mit viel Vorsicht, Rücksicht und Liebe zum Sport von allen Seiten – Veranstaltern, Athleten*innen und auch Behörden – möglich ist. Wir hatten tolle, sichere Events, die die Freude an Bewegung vermitteln konnten“, berichten die Organisatoren und lassen den einwöchigen Organisationsmarathon zwischen Genehmigung und Durchführung unerwähnt.

2022 hofft man natürlich auch in Erding wieder „normale“ Rennen abhalten zu können. Am 19. Juni geht der Wettkampf in die 27. Auflage. Beim Stadtlauf am 25. September feiert der Verein gar 20. Jubiläum.

Nachwuchsförderung im Fokus

Der Trisport Erding steht jedoch nicht nur für zwei perfekt organisierte Veranstaltungen. Gemeinsames Sporttreiben und die Nachwuchsförderung sind ein besonderes Anliegen zahlreicher Ehrenamtlicher. Gerade in Zeiten von Corona konnte man das sehen: Da gab es Trainingstage für Kinder und Jugendliche (wir berichteten), ein virtuelles Rennen (wir berichteten) oder wurden vereinsinterne Wettkämpfe ausgetragen (wir berichteten).

Gerade die Nachwuchssportlerinnen und Sportler danken das ehrenamtliche Engagement mit Treue und Fleiß. „Das zeigt unser Bild für die Advents-Serie mit unseren TriKids Adam Ahmed (Startnummer 1081) und Yannis Schönfelder (1073) beim 5km-Stadtlauf 2021. Unsere Nachwuchssportler blieben durch alle Phasen der letzten 20 Monate motiviert am Ball“, berichtet Caroline Cornfine.

Im nächsten Jahr finden im Rahmen des Stadttriathlon Erding auch die Bayerischen Meisterschaften auf der Sprintdistanz für Altersklassenatleten*innen statt.

Mehr Informationen finden Sie auf der Website der Veranstaltung.

© Text: Christine Waitz; Foto: Fotografie Riedel [3.12.2021]

Wie können (potenzielle) Mitglieder aktiviert und (wieder) angesprochen werden? Vor diesen Überlegungen stehen derzeit viele Vereine. Verschiedene Förderungen machen es möglich, insbesondere im Bereich der Nachwuchsarbeit außergewöhnliche Aktionen durchführen zu können. So können neue Mitglieder geworben und Kinder und Jugendliche motiviert werden.

Aufholpaket nach Corona der dsj

„Mit dem dsj-Aufholpaket sollen die Strukturen der Kinder- und Jugendarbeit im Sport gestärkt werden, um niedrigschwellige Angebote für Bewegung, Spiel und Sport für Kinder und Jugendliche in Deutschland sowie einen Neustart der Internationalen Jugendarbeit zu ermöglichen.“ (Zitat dsj)

So kann einerseits Personal inform von Aufbaumanager*innen für Bewegung, Spiel und Sport oder Aufbaumanager*innen für Internationale Jugendarbeit im Sport gefördert werden.

Zudem können Aktivitäten (Festbetragsfinanzierung) und Kleinaktivitäten (Fehlbedarfsfinanzierung) beantragt werden. Mögliche Maßnahmen könnten sein: Bewegungs- und Abenteuercamps, Informationsveranstaltungen zur Internationalen Jugendarbeit, thematische Workshops zu Bewegungsangeboten, Mobilisierung, Austauschzusammenarbeit etc., Online-Projekte, Druckerzeugnisse oder Unterstützung der dsj-Bewegungskampagne, z.B. im Hinblick auf die geplanten Aktionstage und vieles mehr.

Die Beantragung erfolgt durch DTJ für Vereine. Jedoch muss der Verein 10%-Eigenanteil der Ausgaben tragen!

Mehr Informationen zum Aufholpaket.

Bewegungskampagne MOVE der dsj

„Die Deutsche Sportjugend möchte Kinder und Jugendliche nach den Einschränkungen während der Corona-Pandemie wieder in Bewegung bringen. Dabei steht vor allem der Spaß an der Bewegung im Vordergrund, welche durch eine enge Verknüpfung von Sport und Musik erreicht werden soll.“ (Zitat dsj)

Für Mai oder September 2022 können bereits Fördermittel für Aktionstage angefragt werden. Je nachdem, wie groß der Aktionstag mit offenem Sportangebot sein soll (mindestens 20, 50 oder 100 Teilnehmende), können 200 bis 1000 Euro Förderung bezogen werden.

Hier gibt es mehr Informationen.

Hier geht es direkt zur Anfrage.

Eine Zusammenfassung der Fördermöglichkeiten hat DTU Jugend-Sekretär, Mirco Beyer, erstellt.

© Text: Christine Waitz; [10.11.2021]; Titelbild: Jan Papenfuß

Gemeinsam sporteln, neue Impulse für das Training bekommen, vor allem aber Spaß an der Bewegung haben. Der erste TriDay nach coronabedingter Pause war ein voller Erfolg. Über 70 Kinder und Jugendliche kamen aus vielen bayerischen Vereinen nach Nürnberg. Gemeinsam mit ihnen besuchten auch einige Trainer*innen das Angebot des BTV, um vom Erfahrungsaustausch zu profitieren.

Hauptsache Spaß an der Bewegung

Die große Halle des Langwasserbad bot ausreichend Platz für ein gemeinsames Aufwärmen. Der ehemalige Vize-Weltmeister und BTV Nachwuchstrainer Johnny Zipf sorgte dafür, dass die jungen Athlet*innen bereit für den sportlichen Tag waren. An verschiedenen Stationen wurde im Anschluss gruppenweise trainiert. Wobei das Training alles andere als eintönig war: Beim Turmspringen wurde vom Kopfsprung bis zum Salto alles ausprobiert, bei der Staffel wurden im Team Hindernisse überschwommen oder durchtaucht, beim Würfelspiel brauchte es neben sportlichem Geschick auch etwas Glück.

Auch am Nachmittag zeigte das Trainer-Team mit Stephen Bibow, Hanna Kraus, Johnny Zipf, Tom Voit, Theresa Baumgärtel und Andrea Runte, dass das spielerische Herangehen an Sport nicht nur Freude macht, sondern auch gute Trainingseffekte bringt. Auf dem Hindernis-Parcours wurden alle Elemente der Koordination geschult. Auf dem Sportplatz ging es in Spielen um Teamfähigkeit und Schnelligkeit, aber auch um Lauftechnik.

Während gerannt, gesprungen und balanciert wurde, erklärte Chris Gawens den Trainer*innen warum gerade das koordinativ anspruchsvolle und abwechslungsreiche Herangehen für den Nachwuchs wichtig ist und Spaß macht.

 

So zogen alle Beteiligte am Ende des Tages das Fazit: „Gut, dass gemeinsames Sporttreiben endlich wieder in Präsenz möglich ist.“

© Text: Christine Waitz; Fotos: Christine Waitz [4.10.2021]

Mit dem Bewegungsförderungsprogramm des Bayerischen Staatsministeriums soll eine flächendeckende Bewegungsförderung von Schulkindern der ersten bis vierten Jahrgangsstufe sichergestellt werden. Durch eine finanzielle Unterstützung im Aktionszeitraum soll der Beitritt zu einem Verein erleichtert und damit die Bewegungsförderung unterstützt werden.

Die Eckdaten zum Programm lauten:

  • Aktionszeitraum: 14.09.2021 bis einschl. 13.09.2022
  • Gutscheinhöhe: 30,00 EUR/Schülerin bzw. Schüler
  • gilt für Grundschüler der Klassen 1 bis 4
  • Voraussetzung ist der Vereinseintritt in einen BLSV-Mitgliedsverein

Unter folgendem Link stellt der BLSV eine ausführliche Programmbeschreibung sowie umfangreiche FAQs zur Verfügung. Darin finden BLSV-Mitgliedsvereine auch alle Hinweise zur Abwicklung und Abrechnung der Gutscheine:

FAQ Bewegungsförderungsprogramm „Vereinsgutscheine“

© Text: BLSV; Anpassungen Christine Waitz [09.09.2021]; Bild: T. Baumgärtel

Die deutschen Altersklassenathletinnen und -athleten trafen sich in Bremen, um ihre Meister über die Kurzdistanz zu finden. Bei dem flachen und windigen Rennen über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen feierten zwei Teilnehmende des SV Würzburg 05 besondere Erfolge: Lisa Heinrichs und Julian Müller erkämpften sich im Gesamtklassement jeweils Platz drei.

„Bremen war bereits 2019 ein gutes Pflaster für uns Würzburger bei der Deutschen Altersklassenmeisterschaft über die Sprintdistanz“, berichtet Lisa Heinrichs. „Auch das Wochenende dort und der Wettkampf haben uns vor zwei Jahren schon sehr gut gefallen. Als wir gesehen haben, dass in Bremen die Deutschen Meisterschaften über die Kurzdistanz ausgetragen werden, kam in der alten WhatsApp Gruppe gleich die Frage auf, wer denn wieder mitkommt; mit dem Ziel ähnlich gute Ergebnisse abliefern zu können, was uns auch gelungen ist.“

„Könnte ein knappes Ding werden“

Julian Müller

Julian Müller berichtet von seinem engen Rennen: „Mein Ziel war es, eine Medaille in meiner Altersklasse zu holen. Die Konkurrenz war vergleichbar mit der vor zwei Jahren bei der Deutschen Altersklassenmeisterschaft über die Sprintdistanz. Daher wusste ich ziemlich gut einzuschätzen, was die anderen Jungs drauf haben, und dass es ein knappes Ding werden könnte.
Nach dem Schwimmen hatte ich eine perfekte Ausgangssituation. Beim Radfahren konnte ich meine Kontrahenten auf Distanz halten. Am Ende des Radfahrens hatte ich eine Minute Vorsprung in meiner Altersklasse auf Marc Günther vom VfL Wolfsburg. Daher bin ich den Lauf kontrolliert angegangen. Am Wendepunkt nach 2,5 Kilometer war der Abstand jedoch nur noch sehr gering. Das war eine sehr schwierige Situation, da ich wusste, dass Marc schneller laufen kann als ich. Daher musste ich auf der zweiten Hälfte deutlich schneller werden, um noch eine Chance auf die Goldmedaille zu haben. Dies gelang mir sehr gut und ich konnte auf den letzten fünf Kilometern mein Tempo noch einmal deutlich erhöhen. Am Ende trennten uns lediglich fünf Sekunden. Dass es zum dritten Gesamtplatz gereicht hat, ist für mich ein sehr großer Erfolg. Während des Laufs konnte man ganz gut sehen, dass wir bei der Teamwertung mit meinen Kumpels Yannis und Carl auch die Goldmedaille holen werden und die Wolfsburger auf den Silberrang verdrängen können. Das hat uns zusätzlich gepusht und war unser großes Ziel.“

Für Julian Müller bedeutete das starke Finish nach 1:58:24 Stunden auch den Deutschen Meister-Titel der Altersklasse 25.

Mit Konstanz zum Sieg

Lisa Heinrichs

In der gleichen Altersklasse feierte Lisa Heinrichs nach 2:217:02 den Sieg und damit die Meisterschaft.

„Ich konnte in allen drei Disziplinen eine solide Leistung abrufen und hatte im Vergleich zu den anderen Frauen keine Schwäche, was dann zu dem guten Ergebnis führte. Mein Ziel war es, eine Medaille in meiner Altersklasse zu holen und mich im Gesamtfeld möglichst gut zu platzieren. Dass es zu Rang drei im gesamten Damenfeld gereicht hat, ist für mich der größere Erfolg, als der Titel in meiner Altersklasse, da es auf der Kurzdistanz nur diese eine Meisterschaft gibt. Mit einem Podiumsplatz im Gesamtfeld habe ich nicht gerechnet und freue mich sehr, dass sich das Training ausgezahlt hat und so ein Ergebnis rausgekommen ist.“

Bei den Frauen der Altersklasse 40 schaffte Daniela Unger (TV Lauingen Triathlon) einen mit über drei Minuten Vorsprung überlegenen Sieg. Beate Pointner (SC53 Landshut) wurde in der TW45 Dritte, Ingrid Patzak vom MRRC München wurde deutsche Vize-Meisterin der Altersklasse 60. Einen weiteren Deutschen Meister-Titel gab es für Manfred Theis (RSG Vilstal; TM70).

Mannschafts-Titel für den SV Würzburg 05

Das erfolgreiche Wochenende rundete für die Würzburger Athleten der Gewinn des Mannschafts-Titels ab. Julian Müller, Yannis Hippe und Carl Sommer setzten sich hier gegen den VFL Wolfsburg klar durch. „Wenn man zusammen auf einen Wettkampf fährt und dann auch noch gemeinsam erfolgreich ist, macht es noch mehr Spaß,“ schwärmt Lisa Heinrichs vom Team-Erfolg.“

Zu den Ergebnissen.

© Text: Christine Waitz; [19.08.2021]; Foto: Horst Heinrichs

Eine Bewegungskampagne der Deutschen Sportjugend will Sportvereine dazu motivieren, einen Aktionstag durchzuführen. Dieser Aktionstag soll offene und niederschwellige Angebote für Kinder und Jugendliche bieten: etwa ein Spielfest oder einen Tag der offenen Tür. Dafür stehen insgesamt eintausend Pakete mit Materialien – Sportgeräte, Bewegungsideen, Spielmaterialien – zur Verfügung. Ihr könnt auch eine finanzielle Förderung des Aktionstages beantragen. Nähere Infos findet Ihr hier. Kampagnenstart ist der 2. Oktober 2021.

Möchtet ihr auch einen Aktionstag durchführen? Dann bestellt hier direkt online ein hochwertiges Aktionspaket! Die Bestellung ist hier möglich. Die Deutschen Sportjugend schickt es euch bis Ende September kostenfrei zu. Im Nachgang muss lediglich ein Evaluationsbogen mit einem kurzen Bericht und einige Fotos ausgefüllt werden.

Weitere Aktionstage sind für Mai und September 2022 geplant.

© Text: dsj; Anpassungen: Christine Waitz; [17.08.2021]; Bild: dsj

 

 

Fünf Monate Praktikum bei Trisport Erding. Vollzeit, und unter Coronabedingungen weitgehend virtuell vom Homeoffice aus. Das war der Arbeitsschwerpunkt von Luisa Peintner von März bis Ende Juli dieses Jahres. Zum Abschluss revanchiert sich der Verein mit einem Interview bei der angehenden Sportwissenschaftlerin für ihr Engagement. Und sie sagt, was für sie den Verein ausmacht: Herzblut und Zusammenhalt.
Luisa Peintner studiert im vierten Semester Sportwissenschaft an der TU München und absolvierte zwischen März und Juli ihr Vollzeitpraktikum bei Trisport Erding. Am 23.07.2021 war ihr letzter Praktikumstag. Mit ihr sprach der langjährige Vereinsvorstand Winfried Kretschmer über ihre Erfahrungen und Eindrücke der letzten Monate.

Luisa, deine letzte Praktikumswoche hat begonnen – fünf Monate bei Trisport Erding, wie hat‘s dir denn gefallen?

Richtig gut. Ich hatte gar nicht so viele Erwartungen am Anfang, aber ich habe viele neue Eindrücke bekommen und durfte viele verschiedene Sachen machen. Es war eine sehr schöne und erfahrungsreiche Zeit.

Wie hat man sich denn ein Praktikum bei Trisport vorzustellen? Der Verein hat ja keine Geschäftsstelle, wo man sich am ersten Tag meldet und einen Arbeitsplatz zugewiesen bekommt …

Wir hatten jede Woche am Montag um 20:30 Uhr einen Jour Fixe online über Zoom. Das war immer mein wöchentlicher Termin zur Abstimmung – als die meisten wahrscheinlich schon mit der Arbeit fertig waren, ging es bei mir nochmal weiter. Gleich am ersten Tag habe ich mich am Montag mit meinen Praktikumsbetreuern Martin Schönfelder und Sirko Papperitz online zusammengesetzt und die ersten Aufgaben besprochen, und das haben wir dann jede Woche so gemacht. Vor allem am Anfang habe ich auch mit der Geschäftsstelle telefoniert und mit dem Vorstand, um mal alle kennenzulernen.

Es gab ja auch eine Aufgabenbeschreibung für dein Praktikum. Was waren denn die Aufgaben, die du erfüllen solltest, so im groben Überblick?

Von Beginn ausgemacht war, dass ich die wissenschaftlichen Texte für den Fortbildungskongress, für die Verlängerung von Trainerlizenzen, im September verfasse und dass ich beim Training und beim Trainingswochenende für die TriKids unterstütze – da durfte ich dann sogar paarmal das Lauftraining übernehmen. Daneben habe ich eine Sponsorenübersicht erarbeitet und eine Liste mit neuen Ideen für den Verein zusammengestellt. Das waren die vorab festgelegten Aufgaben, dann kamen aber auch einige andere Sachen hinzu. Anders als geplant, weil es sich einfach so ergeben hat.
Zum Beispiel der virtuelle Lauf: Das war am Anfang eher eine Idee, und ich sollte schauen, ob sie durchführbar wäre, schließlich habe ich dann viel an Planung, Durchführung und Nachbereitung übernehmen dürfen. Am Anfang war das ein kleiner Punkt, am Ende hat es über einen Monat meines Praktikums in Anspruch genommen. Aber das war eine sehr interessante und spannende Sache, die Spaß gemacht hat! Außerdem konnte ich mich in die Webseiten-Gestaltung einarbeiten.

In der Aufgabenbeschreibung für dein Praktikum findet sich auch der Begriff „New Normal“. Gemeint ist damit die neue Normalität, die sich mit der Coronapandemie eingestellt hat. Welche Herausforderungen birgt diese neue Normalität für Sportvereine? Und wie gehen diese damit um?

Durch die Pandemie musste das Training in fast allen Vereinen umgestellt werden. Die meisten haben sich die notwendige Ausrüstung angeschafft und Training online angeboten. Auch als Training in Präsenz wieder erlaubt war, wurden Änderungen vorgenommen. Es musste zum Beispiel in kleineren Gruppen trainiert werden. Bei dieser Aufgabe habe ich nicht nur Neuheiten, die durch die Pandemie entstanden sind, recherchiert, sondern auch geschaut, was andere Vereine machen und ob es neue Ideen gibt, die Trisport auch einführen könnte.
Eine Idee ist zum Beispiel ein Trisport-Adventskalender, der auf der Webseite veröffentlicht wird. Hinter jedem Türchen verbirgt sich dann eine Sportaufgabe oder Challenge. Außerdem ist die Idee aufgekommen, dass Strecken aus der Umgebung zum Laufen oder Radfahren auf der Webseite gezeigt werden. Das Ziel dabei ist, dass die Mitglieder neue Motivation für ihr Training bekommen, wenn sich nicht immer die gleiche Strecke fahren oder laufen.

Was würdest du sagen: Was macht den Verein Trisport Erding aus?

Erst einmal fand ich es schade, dass ich leider nur einen kleinen Teil persönlich kennenlernen konnte. Aber ich hatte total viel Spaß mit allen, vor allem beim Aufbau für den Triathlon und im Training mit den TriKids. Deswegen ein großes Dankeschön an alle, da mich fast jeder mal in irgendeiner Weise unterstützt hat. Ich hoffe, ich sehe ein paar von euch mal wieder.

© Text und Bild: Trisport Erding e.V.; [24.07.2021]

Seit April ergänzt Hanna Krauß das Trainer-Team des Bayerischen Triathlon-Verbands. Ihre Aufgabe wird eine ganz Besondere sein. Die 28-jährige Sportwissenschaftlerin wird nicht nur als Coach arbeiten, sondern insbesondere als Netzwerkerin. Die Bambergerin wird ausgehend von Nürnberg Verknüpfungen zwischen bayerischen Vereinen, der Verbandsjugend und dem Bundesstützpunkt Triathlon herstellen. Wir haben uns mit ihr unterhalten.

Hallo Hanna,

Du kommst aus dem Leistungssport Schwimmen. Wann und wie hat es Dich zum Triathlon gezogen?

Das Schwimmen hat mich immer sehr erfüllt. Auch als ich wusste, dass mir nicht die große Karriere bevorsteht, hat es mir einfach Spaß gemacht zu trainieren. Mit der Zeit hatte ich dann das Bedürfnis nach einer neuen Herausforderung. Gelaufen bin ich schon immer gerne, was für Schwimmer ja eher untypisch ist. Durch einen Triathleten bei uns im Schwimmverein bin ich dann 2016 zum SSV Forchheim gekommen und  direkt bei meinem ersten Rennen in der Bayernliga gestartet. Das war ziemlich schwierig, da ich noch nie Windschatten gefahren bin. Aber es hat mir sehr viel Spaß gemacht und so bin ich dabei geblieben und habe angefangen triathlonspezifisch zu trainieren.

Seine Leidenschaft zum Beruf machen zu können, ist etwas Besonderes. Wann wusstest Du, dass Du im Sport arbeiten willst, und wie war Dein beruflicher Werdegang?

Direkt nach dem Abi hatte ich im Kopf Sportwissenschaften zu studieren. Das habe ich mir jedoch ausreden lassen, da von allen Seiten gesagt wurde, dass man damit schwer einen Job finden würde. Dann bin ich in eine ganz andere Richtung gegangen und habe Medizintechnik studiert. Währenddessen habe ich 2014 begonnen als Übungsleiterin bei der SG Bamberg im Schwimm- und Athletikbereich zu arbeiten. Dabei habe ich gemerkt, dass der Sportbereich wohl doch genau das Richtige für mich ist. Dann habe ich mein Studium abgebrochen und Sportwissenschaften studiert. Nebenbei war ich dauerhaft als Trainerin aktiv und war in verschiedene Projekte involviert. Jetzt bin ich hier und freue mich auf die Arbeit im BTV.

Mit Kopfsprung in ein neues Projekt: Seit mehreren Wochen gibst Du in Zusammenarbeit mit dem Leistungssport-Team und der Jugend des BTV Vollgas. Was erhoffst Du Dir von Deiner Arbeit?

Ich hoffe gemeinsam mit dem BTV die Vereine in ihrer Nachwuchsarbeit unterstützen zu können und durch die Zusammenarbeit allen Athlet*innen und Trainer*innen in Bayern die Türen zum Bundesstützpunkt öffnen zu können. Von einem regelmäßigen Austausch können beide Seiten profitieren. Ich bin seit ein paar Wochen regelmäßig im Training am Stützpunkt in Nürnberg dabei und sehe die gute Arbeit, die dort vom Trainerteam geleistet wird. Diese Erfahrungen und das Wissen an andere Athleten und Trainer weiter zu geben, und einen gemeinsamen Weg im Nachwuchs(-leistungs-)sport zu gehen, ist, denke ich, ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Du hast schon im Vorfeld mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Was möchtest Du besonders mit in die Vereine nehmen, mit denen Du zusammenarbeiten wirst?

Ich denke, das Wichtigste ist zunächst den Kindern Spaß an der Bewegung zu vermitteln und ihnen zu zeigen, wie vielseitig man das Triathlontraining gestalten kann.

Vielen Dank für das Interview! Wir wünschen Dir viel Freude und Erfolg für Deine neue Aufgabe.

© Text: Christine Waitz; Foto: Hanna Krauß  [11.06.2021]

„Wir haben da etwas in der Mache“, sagt Johnny Zipf und kündigt eine umfassende Initiative zur Unterstützung für Vereine und Nachwuchsathlet*innen an. In den nächsten Tagen werden die Details dazu veröffentlicht.