Das Ressort Sportentwicklung kümmert sich um Belange des Breitensports.
Dabei geht es neben der Interessenvertretung für Vereine und den Paratriathlon auch darum, aktuelle Fragen von Prävention und Gesundheit, Gleichstellung, Folgen des demographischen Wandels und Herausforderungen der Integration und des Umweltschutzes zu beantworten.

Die Termine für die Bayerischen Meisterschaften 2023 stehen fest: Zwei Duathlon- und fünf Triathlon-Veranstaltungen locken Sportler*innen aller Altersklassen zu attraktiven Rennen in ganz Bayern. Ein Novum: Erstmalig können Vereins-Teams in Hof um den Titel in der Team Relay Meisterschaft kämpfen. Aber auch alle anderen Wettbewerbe bieten attraktive Rahmenbedingungen und großartiges Flair.

Zu Jahresbeginn locken zwei Duathlon-Distanzen in Hörmannsdorf (Kurzdistanz) und in Planegg-Krailling (Sprintdistanz). Jürgen Rödl und Christian Schlierf, vom Team des Duathlon Hörmannsdorf, freute sich über die Möglichkeit, das erste Mal eine BM ausrichten zu dürfen, ebenso wie Sebastian Vorherr aus Obernzenn. Dort werden die Meistertitel über die Triathlon Sprintdistanz vergeben, bevor es zum Traditions-Rennen in Erding über die Kurzdistanz geht. 
Stefanie Guillon, leitende Organisatorin  des Erlangener Triathlon freut sich besonders über den Zuschlag zur Mitteldistanz-Meisterschaft. „Der TV 1848 Erlangen e.V. feiert im nächsten Jahr sein 175-jähriges Jubiläum. Dass zu den Feierlichkeiten dann die Bayerischen Meisterschaften ausgetragen werden, ist natürlich die Krönung. Sportler*innen können sich auf spannende Wettkämpfe mit tollen Strecken freuen.“

Für alle Ambitionierten mit klassischem Straßenrad gibt es beim Triathlon Trebgast die Möglichkeit ein rasantes Rennen mit Windschattenfreigabe mitzumachen und dort um Meistertitel zu kämpfen.

Die BM-Termine und Orte in der Übersicht

DuathlonKurzdistanz1. Mai 2023Duathlon Hörmansdorf
DuathlonSprintdistanz7. Mai 2023Duathlon Planegg-Krailling
TriathlonSprintdistanz11. Juni 2023Triathlon Obernzenn
TriathlonKurzdistanz18. Juni 2023Stadttriathlon Erding
TriathlonKurzdistanz windschattenfrei25. Juni 2023Tennet Power Triathlon Trebgast
TriathlonTeam Relay15. Juli 2023Gealan-Triathlon Ifl Hof
TriathlonMitteldistanz23. Juli 2023M-net Erlanger Triathlon

Die Termine für Nachwuchsveranstaltungen werden in Kürze veröffentlicht.

Frauen gehen oft anders an den Sport heran. Sie beginnen ihn mit größerer Vorsicht und detaillierter Vorbereitung: Stressfrei soll es sein, in kollegialer Stimmung, mit Raum für Fragen. Einmal Spaß am Sport gefunden, steht die Freude am gemeinsamen Training mit anderen oft im Vordergrund.
In den Workshops der BTV-Frauen Reihe bieten namenhafte Sportlerinnen und Trainerinnen Seminare zu verschiedensten Themenbereichen.

Winter zur Fortbildung nutzen

Rund um das Thema Radtechnik dreht sich der MTB-Workshop mit Christine Waitz in Roth am 10. Dezember. In diesem Kurs erarbeitest Du die Grundlagen der Radtechnik: vom Bike Check über Balance, das richtige Bremsen, bis zur idealen Kurventechnik. Der Workshop ist für Einsteigerinnen und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet.

Du willst Dein Schwimmen verbessern? Dann schau dir den Schwimm-Workshop mit Julia Seibt am 17. Dezember in Oberhaching an. Damit Dir der Sprung in das Nass leichter fällt, zeigt Dir Coach Julia die ideale Technik. Im Workshop bekommst Du auch individuelle Tipps und Übungsstrategien mit.

Du suchst schon lange eine gute Trainingsalternative für den Winter? Dann bist Du beim Skating Einsteigerinnen-Seminar genau richtig. Lisa und Anna unterstützen Dich am 8. Januar in Oberstdorf beim Start auf der Loipe.

Kursgebühren, Teilnehmerinnenzahl und Anmeldung

Die Kursgebühr beträgt 65,- € pro Workshop. Darin enthalten sind neben den beschriebenen Inhalten, die vollumfängliche Nutzung der Sportstätten. 

Wir begrenzen die Teilnehmerzahl pro Kurs auf 15 Personen, um eine möglichst individuelle Beratung anbieten zu können. 

Die Anmeldung erfolgt über das Online-Meldeportal Phoenix. Solltest Du noch keinen Nutzer-Account haben, musst Du Dich neu registrieren. Die Rechnungsstellung erfolgt nach dem Kurs durch die Geschäftsstelle des BTV. Eine Vorab-Überweisung ist nicht nötig.

Die Seminare können zur Lizenzverlängerung eingebracht werden. Fragen beantworten wir Dir gerne unter workshop@triathlonbayern.de.

Wettkämpfe für Frauen im BTV

Von der Anfängerin bis zur Iron-Woman – in Bayern begeistern sich Frauen für den Triathlon auf jedem Niveau. Über 1000 Frauen nutzen die Chance, mit einem Startpass an regionalen, nationalen und internationalen Bewerben teilzunehmen. Viele von ihnen trainieren in einem der rund 380 aktiven bayerischen Vereine.

Besondere Angebote für Frauen bestehen in der Regional- und Bayernliga. Hier versammeln sich Damenmannschaften aus dem gesamten Verbandsgebiet zum gemeinsamen Wettkämpfen.
Einen reinen Triathlon für Frauen gibt es zwar noch nicht, dafür haben aber mehrere Triathlon-Veranstaltungen Frauenläufe in ihrem Rahmenprogramm: Zum Beispiel der LadiesRUN im Rahmen des Triathlon Ingolstadt oder der Challenge Women Frauenlauf in Roth

„Wir haben aus den Corona-Jahren viel gelernt“, sagt Organisator des Mainfranken Triathlons, Dieter Göpfert. „Interessanterweise auch, was Müllvermeidung betrifft. Wir hatten nur drei Müllsäcke im Rahmen der Veranstaltung. Mehr nicht!“ Natürlich kann keine Veranstaltung ganz ohne Müll auskommen. Doch machen sich mittlerweile viele Veranstalterinnen und Veranstalter Gedanken, wie sich Events umweltschonender gestalten lassen.

Für Dieter Göpfert führten die Erkenntnisse der vergangenen Jahre zu neuen Überlegungen. Deshalb wird 2023 erstmals eine Möglichkeit der Organisation gemeinsamer Anreise angeboten. Mit Hilfe der Anwendung „Ride2Go“ können Sportler*innen eigenständig Fahrgemeinschaften anbieten und suchen. Stößt eine Anzeige auf Interesse, können sich die Nutzer*innen direkt kontaktieren.

„Wir haben die besten Voraussetzungen für gemeinsame Anfahrt“

Als Citytriathlon in Stadtnähe hat der Triathlon Kitzingen beste Voraussetzungen für solch eine Initiative. „Wir haben kurze Wege zu allen wettkampfrelevanten Örtlichkeiten, der Bahnhof Kitzingen ist nur zwei Kilometer vom Renngeschehen entfernt, es gibt einen Großparkplatz ganz in der Nähe, von dem aus alles zu Fuß erreichbar ist“, sagt der Organisator.

Daneben steht an vielen anderen Stellen Nachhaltigkeit im Fokus – ohne, dass der Athlet dadurch etwas vermisst: Die Müllvermeidung wird durch Einsparen von Einweggeschirr oder Wechseltüten erreicht. In Verpflegung und Catering werden regionale Produkte angeboten. Veranstaltungsmaterial wird mehrere Jahre genutzt und zum Beispiel nicht mit Datum bedruckt.

„Wir hoffen, dass das Angebot zum Carpooling – so die englische Bezeichnung für die gemeinsame Nutzung eines Fahrzeuges für den Transport von Personen von einem Ort zum nächsten – rege genutzt wird“, betont Göpfert.

Link zu den Informationen auf der Website des Mainfranken Triathlon Kitzingen.

Ein Mal beim Ironman Hawaii an den Start gehen. Für viele Triathletinnen und Triathleten ist das ein Traum. Die Weltmeisterschaft auf Big Island wurde auch durch bildgewaltige Sport-Geschichten zu einem Wettkampf-Mythos: Titelkämpfe, körperlicher Einsatz bist auf’s Letzte, unbändige Freude im Ziel. Doch wie ist es, das Rennen tatsächlich zu erleben? Wir haben uns mit Daniel König unterhalten, der in diesem Jahr das erste Mal als Altersklassenathlet starten konnte. Mit der gesamten Familie reiste der Abenberger nach Kona und erlebte einen harten, aber einmaligen Tag.

Hallo Daniel, seit wann war es Dein Ziel einmal auf Hawaii zu starten?

Mein Ziel, auf Hawaii zu starten, stand schon seit 2019 fest, als ich mich beim IRONMAN Hamburg, meiner ersten Langdistanz, qualifizieren konnte. Durch Corona wurde der Start dann leider um zwei Jahre verschoben.

Du durftest das Rennen bereits am Donnerstag bestreiten. Wie lief es?

Das Rennen lief soweit ok. Es war keine sportliche Höchstleistung, aber den Umständen entsprechend darf ich mich über mein Ergebnis wirklich nicht beschweren.

Daniel König im Ziel

Es gab viel Kritik an den zwei Rennen und dem aufgeblähten Starterfeld. Wie war Dein Eindruck von der Insel, dem Programm und der Stimmung?

Die Kritik an den zwei Tagen ist vollkommen rechtens. Es wurde zwar ein super Rahmenprogramm auf die Beine gestellt, und es lief alles wirklich super ab, jedoch war das kleine Örtchen Kona einfach überfüllt. Dass mein Start, als einer der jüngsten Jahrgänge, am Donnerstag in der letzten Startgruppe war, dazu will ich nichts sagen, das war nicht gut. Dazu kommen die horrenden Preise, welche dieses Event nur noch einem kleinen Teil an Agegroupern zugänglich machen.

Ein paar gute Freunde habe ich getroffen und die ein oder andere positive Bekanntschaft hat sich auch ergeben. Gefühlt bestand das Starterfeld jedoch aus egozentrischen Athleten, die sich irgendwas selbst beweisen müssen. Vor allem am Wettkampftag selbst hat man bei einigen gemerkt, dass es hier nicht ums sportliche Miteinander geht, sondern nur um die eigene Profilierung.

Die Insel selbst ist auf jeden Fall einen Urlaub wert, für mich in Zukunft jedoch ohne den Triathlonzirkus.

Du warst mit Deiner Familie vor Ort und warst im Vorfeld schon zur Akklimatisierung angereist. Was bedeutete es für dich, dass alle dabei waren? 

Natürlich ist es etwas ganz besonderes, von seiner Familie diese Form von Rückhalt zu bekommen. Es ja ein sehr kostenintensiver und zeitlich aufwendiger Urlaub. Glücklicherweise konnten wir das Meiste bereits buchen, bevor die Preise explodiert sind, sonst wäre dies gar nicht möglich gewesen.
Ich bin sehr glücklich darüber, dass mich meine Familie, so gut es geht, im Sport unterstützt!

Du bist in der TSG 08 Roth schon seit dem Jugendalter aktiv. Welchen Anteil hat die Vereinsumgebung möglicherweise an Deinen Erfolgen?

Vor allem über das Kinder-und Jugendtraining im Verein darf ich mich sehr glücklich schätzen! Es war immer eine sehr gute Gemeinschaft und man wurde perfekt an die größeren Distanzen herangeführt. Leider ist es etwas schade, dass die Trainingspartner dann in höherem Leistungsbereich etwas knapp werden. Trotzdem konnte ich mit einigen TSG Mitgliedern immer wieder Unterstützung bei den Einheiten finden.
Die meisten Triathleten können sich nicht so glücklich schätzen, eine derartig gute Vereinsstruktur um sich herum zu haben und den Vorteil der Gemeinschaft beim Training nutzen zu können.

Was sind deine nächsten Pläne?

Theoretisch bin ich noch für den Challenge Roth nächstes Jahr angemeldet. Momentan bin ich jedoch mental mit Triathlon erst einmal durch. Ein Grund: Das ist nicht mehr die Sportwelt, in die ich vor 15 Jahren reingewachsen bin, und die Entwicklung gefällt mir nicht. Jetzt heißt es erstmal arbeiten und die Hawaii-Reise wieder reinwirtschaften. Mein Zeitrad steht auch zum Verkauf – wer weiß wann ich das wieder sinnvoll nutze?

Danke und alles Gute!

Fotos: Finisherpix

Am 20. November 2022 bietet der SV Bayreuth einen inklusiven Triathlon-Tag an. Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung zwischen 8 und 16 Jahren können dann in ein tolles Sport-Programm hineinschnuppern. Am Vormittag ab 10.00 Uhr gibt es Trainings-Spaß in der Turnhalle, bevor am Nachmittag ins Schwimmbad gewechselt wird.

Mitmachen können alle, die schwimmen können. Eine Anmeldung muss bis spätestens 13. November 2022 erfolgen und sollte folgende Informationen enthalten: Vorname, Name, Emailadresse, Verein, Geburtsdatum sowie das aktuelle Trainingsniveau (Beginner, Youngster, Tristar). Die Kontaktdaten zur Anmeldung finden sie in der Einladung.

PDF mit der vollständigen Einladung und Zeitplan.

Die Deutsche Triathlon Union (DTU) hat den Großteil der Deutschen Meisterschaften für 2023 vergeben. Besonders erfreulich ist die Vergabe der Deutschen Meisterschaften Crossduathlon nach Burglengenfeld. Die Organisatoren des „Jag de Wuidsau“-Rennen, das in diesem Jahr noch ansteht und Bayerische Meisterschaften austrägt, werden so auch für ihre engagierte und leidenschaftliche Arbeit der vergangenen Jahre ausgezeichnet. Am 30. September 2023 werden Sportler*innen beim Jag de Wuidsau – Burglengfelder CrossDuathlon um Titel kämpfen.

Titelrennen zwischen April und September

Die ersten Meisterschaftsehren werden im Duathlon vergeben. Am 30. April 2023 fällt nicht nur in Alsdorf im Rahmen des POWERMAN der Startschuss zu den Deutschen Meisterschaften über die Mitteldistanz, sondern auch in Halle (Saale) bei den Deutschen Meisterschaften der Jugend sowie Juniorinnen und Junioren, die im Rahmen des GISAduathlon ausgetragen werden.

Richtig Fahrt nimmt die DM-Saison dann aber im Sommer auf. Neben den Deutschen Meisterschaften über die Mitteldistanz, die im Rahmen des 16. indeland Triathlons in Düren für die Altersklassenathletinnen und –athleten sowie die Elite ausgerichtet werden (18. Juni 2023), finden auch die DM der Elite-Aktiven über die Sprintdistanz in Nordrhein-Westfalen statt – und zwar vom 6. bis 9. Juli 2023 in Düsseldorf als Teil des Multisport-Events „Die Finals“. 

Die Besten über die Langdistanz (AK, Elite) werden am 6. August erneut beim OstseeMan in Glücksburg gesucht, die schnellsten AK-Sportlerinnen und –Sportler über die Kurzdistanz am 27. August 2023 beim V-Card-Triathlon in Viernheim, bei dem tags zuvor die Para-Triathleten ihre nationalen Sieger über die Supersprintdistanz küren werden. Die Deutschen Meisterschaften der AK-Athletinnen und –Athleten über die Sprintdistanz werden am 13. August in Bremen ausgetragen. 

Die Deutschen Meisterschaften im Swim and Run steigen am 5. August in Halle (Saale). Am 19. August 2023 werden die Deutschen Meistertitel (AK, Elite) im Crosstriathlon vergeben.

„Wir sind froh, dass wir erneut zeitnah einen Großteil der DM-Veranstaltungen vergeben konnten, um so frühzeitig allen Aktiven die bestmögliche Saisonvorbereitung zu ermöglichen“, sagt Rüdiger Sauer, Leiter Veranstaltungswesen bei der Deutschen Triathlon Union. Allerdings könnten weitere Termine in den kommenden Wochen noch hinzukommen: „Es sind noch nicht alle Deutschen Meisterschaften vergeben. Für einige führen wir aber bereits aussichtsreiche Gespräche, bei anderen nehmen wir noch Bewerbungen an.“ 

Jugend-Termine ebenfalls fixiert

Außerdem bestätigte die DTU die Termine für den Triathlon-Jugendcup sowie die Deutschen Meisterschaften der Jugend sowie Juniorinnen und Junioren. 

Bereits am 14. Mai 2023 steigt wie 2022 das erste Jugendcup-Rennen in Forst. Außerdem findet am 11. Juni 2023 wieder eines in Jena statt. Als weiterer Saisonhöhepunkt werden am 13. August 2023 im Rahmen des gochNESSTRIathlon die Deutschen Meisterschaften der Jugend sowie Juniorinnen und Junioren abgehalten.

„Ich bin sehr beeindruckt und erstaunt mit welcher Motivation alle Teilnehmer*innen teilgenommen haben,“ berichtet Tim Feuerlein. Erstmalig veranstaltete der Bayerische Triathlon-Verband einen Talent-Tag für Menschen mit Handicap. Eingeladen waren sowohl Interessierte mit körperlicher als auch mit geistiger Behinderung. Ambitionierte Athlet*innen, die sich dem Bundestrainer zeigen wollten, waren ebenso dabei wie Teilnehmer*innen, die einfach mal hineinschnuppern wollten.

Schon morgens versammelten sich rund ein Dutzend Teilnehmer*innen zwischen 9 und 40 Jahren im Foyer des Hallenbad Langwasser. Vizepräsident Leistungssport, Thomas Burger, begrüßte die Anwesenden gemeinsam mit dem Bundestrainer Para-Triathlon, Tom Kosmehl, und dem Landestrainer Para-Schwimmen Christian Balaun. „Die Teilnehmer*innen mit unterschiedlichen Behinderungsformen hatten Platz im Becken, um dem Trainerteam ihre Schwimmkenntnisse zu demonstrieren und Übungsaufgaben zu absolvieren“, schildert Christian Balaun die Gegebenheiten. „Die Meisten brachten schon etwas Erfahrung mit. Die vorhandenen Fähigkeiten im Schwimmen differierten aber schon aufgrund der großen Altersspanne. Erfreulich ist, dass einige Talente dabei waren, die wir in den kommenden Wochen und Monaten zur spezifischen Sichtung im Rahmen von Lehrgängen des Landesstützpunkt Para Schwimmen im BVS Bayern einladen werden.“

Auch am Nachmittag wurden am Sportplatz Bewegungsangebote für alle Voraussetzungen angeboten. „Es war zwar nicht einfach alle auf einen Nenner zu bekommen aber ich denke, es ist uns recht gut gelungen“, sagt Vizepräsident Leistungssport, Thomas Burger. Der Beauftragte für Sportentwicklung, Tim Feuerlein, ergänzt: „Die Begeisterung der Teilnehmer*innen ist auf jeden Fall auf mich übergesprungen und deshalb werden wir definitiv in naher Zukunft weitere Workshops anbieten.“ Und Para-Triathlon Bundestrainer Tom Kosmehl meint: „Der sehr gut organisierte und erfolgreich durchgeführte Talenttag war der erste dieser Form in unserer inklusiven Sportart in Deutschland. Ich hoffe wir konnten das Interesse einiger Athleten wecken und andere Athleten auf uns aufmerksam machen.“

Fotos: Tim Feuerlein

Die TG 48 Schweinfurt blickt schon jetzt auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Im Mai ging die neue Triathlon-Veranstaltung, die nun das bereits angestammte Lauf-Event ergänzt, gut über die Bühne. Abteilungsleiter David Kiesel war damals froh und bedankte sich bei allen Helfer*innen. Auf den Schweinfurter, der dieses Jahr in Roth die 9-Stunden-Marke unterbot, wartet am 8. Oktober ein weiteres Highlight des Jahres. Er geht beim Ironman Hawaii an den Start. Neben ihm steht dann Vereinskamerad Christian Albert. „Schon am Start zu stehen ist ein großer Erfolg“, sind sich die beiden einig.

Sportliche Erfolge im Triathlon lassen sich kaum ohne immensen Trainingsfleiß, Disziplin und Durchhaltevermögen erzielen. Oft hat dabei eine gute Vereins-Gemeinschaft einen Anteil – gemeinsam trainiert sich einfach besser. Wie ist das bei euch?

David Kiesel: „Ich bestätige das absolut! Trainingsfleiß, Disziplin und Durchhaltevermögen sind Eigenschaften, die unglaublich wichtig sind – vor allem auf der Langdistanz. Oftmals haben wir das ganze Jahr über hohe Trainingsumfänge. Da kommt dem Vereinstraining eine große Bedeutung zu. Bei uns gibt es zum Beispiel pro Woche fünf Schwimmtrainingszeiten, zu denen wir gemeinsam trainieren. Gerade beim Schwimmen ist es schön, wenn man mit der richtigen Gruppe trainieren kann. Auch beim Radfahren und Laufen versuchen wir viel zusammen zu machen. Klar, jeder hat etwas andere Ziele und so trainiert man auch mal alleine, aber Vereinsgemeinschaft ist schon sehr, sehr wichtig.“

Christian Albert: „Unser Verein, die TG48 Schweinfurt, bietet ein breites Spektrum an Trainingsangeboten. Speziell das Schwimmangebot mit einem Trainer nutze ich sehr gerne. Ebenfalls verbindet das Vereinsleben und bereichert den Trainingsalltag. In der Gruppe motiviert man sich gegenseitig und kann neue Reize setzen.“

Während sich David nach erfolgreicher Quali in Italien 2021 schon ein Jahr lang auf die lange Reise freuen und vorbereiten konnte, konnte Christian erst im August nach dem Ironman  Gdynia in die Planungen gehen. Wie unterschiedlich war demnach eure Vorbereitung?

David Kiesel: „Wir hatten schon unterschiedliche Vorbereitungen. Nach meiner Quali hatte ich viel Ruhe und Zeit meinen Aufbau neu zu beginnen und dann im Frühling verschiedene Trainingszyklen zu durchlaufen. Für mich war von vorne herein klar, dass in diesem Jahr der Ironman Hawaii mein großes Ziel ist. Darauf war auch alles ausgerichtet. Auf der anderen Seite musste der lange Zeitraum auch mit einem Zwischenziel überbrückt werden. Das sollte dann der Challenge Roth mit dem Fokus auf einer Sub9-Zeit sein. Das Ziel habe ich erreicht, und das war auch wichtig für mich, um nicht ein Jahr lang dahintrainieren zu müssen.
Christian im Gegenzug hat wirklich neun Wochen ganz fokussiert und spezifisch auf das Rennen hintrainiert. Die Entscheidung, das Qualirennen zu machen, fiel auch recht spontan nach einem gemeinsamen Trainingslager in Südtirol. Wir sind beste Freunde und dass die Quali bei ihm dann geklappt hat, ist natürlich grandios!“

Christian Albert: „Für mich erfüllte sich mit der Qualifikation in Gdynia ein Traum, der zunächst auf der Kippe stand, da ich einen Trainingsunfall hatte. Ein Auto hatte mir bei einer Radausfahrt die Vorfahrt genommen und ich stürzte. Da zwischen Qualifikation und dem Ironman auf Hawaii nicht so viel Zeit liegt, lag der Fokus zunächst auf Regeneration und liegt nun seit ein paar Wochen wieder auf dem Formaufbau. Die Form ist aus meiner Sicht recht gut und ich denke, dass ich eine solide Leistung zeigen kann. Jetzt heißt es, gestärkt an den Start zu gehen und hoffen, dass man sich keine Erkrankung oder dergleichen einfängt…

Erstmalig hat euer Verein dieses Jahr ein Triathlon-Event organisiert. Wie wirkt sich solch eine eigene Veranstaltung auf die Motivation aus?

Christian Albert: „Wir waren mit der Erstauflage des ZF-MainCityTriathlons sehr zufrieden und es motiviert natürlich ungemein. Man fiebert mit den Athleten mit und freut sich über die strahlenden Gesichter. Ebenfalls bekommt man am Start Gänsehaut und möchte am liebsten direkt mit starten! Mit diesen positiven Eindrücken startete auch meine Triathlonsaison, da dies in diesem Jahr die erste Veranstaltung war, bei der ich anwesend war.“

David Kiesel: „Klar, mein eigener Antrieb ist immer da. Ich liebe und lebe Triathlon seit zehn Jahren. Nichts desto trotz war es für unsere sehr aktive Triathlon-Abteilung ein Ziel in der Region eine Triathlon-Veranstaltung zu etablieren. Das war eine Herzensangelegenheit. Als Vollbluttriathleten wissen wir auch, worauf es bei einer Triathlonveranstaltung ankommt. Entsprechend sind wir bei der Organisation herangegangen und haben geschaut, dass wir den Athletinnen und Athleten ein bestmögliches Flair bieten. Ich glaube, alle waren sehr glücklich und zufrieden. Das wiederum sorgt bei uns für Motivation!“

Was sind eure Ziele für den 8. Oktober?

David Kiesel: “ Mein Ziel ist ins Ziel zu kommen. Das steht bei solch einem Tag, solch Investitionen und solch hohem Aufwand, den man dafür auch in Kauf nimmt, über allem. Meine ganze Familie ist mit dabei. Sie alle haben in den vergangenen Wochen und Monaten viel auf mich verzichtet. Ihnen möchte ich an dem Tag etwas zurückgeben. Ich wünsche mir natürlich das Rennen meines Lebens. Wenn alles top läuft, und ich alles abrufen kann, wäre eine Top10 bis Top20 Platzierung ein absoluter Traum, auch wenn das nicht zu planen ist.“

Christian Albert: „Das primäre Ziel liegt auf einem soliden finish. Geplant ist, im unteren Leistungsbereich zu starten und zu fühlen, wie man mit den Bedingungen Vorort klar kommt. Sollte ich gegen Ende, noch über Reserven verfügen, kann ich ab dem Halbmarathon versuchen das Tempo zu steigern. Ob das möglich sein wird, wird sich zeigen. Ich freue mich auf jeden Fall, dass ich den IM auf Hawaii wahrnehmen kann und werde versuchen die Atmosphäre auch etwas zu genießen.“

Wir wünschen euch viel Erfolg!

Foto: Axel Kort

Als Einziger trat er in der Klasse der Gehörlosen am vergangenen Wochenende bei den Bayerischen Meisterschaften an. „Ich wollte gar nicht auf das Sieger-Treppchen, aber man hat mich dennoch aufgerufen“, berichtet Volker Marks. Dabei waren die Bayerischen Meisterschaften der Gehörlosen im Rahmen des Seenland-Triathlons ein wichtiger Schritt für seine Vorbereitung auf den Ironman Hawaii.

Drei Jahre lang hatte der Unterschleißheimer um die Qualifikation für die Weltmeisterschaften gekämpft. Einmal reichte es knapp nicht. Dann funkte Corona dazwischen und kaum lief der Rennbetrieb wieder an, wurde er beim Lauftraining von hinten von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Aufgeben war für den 54-jährigen jedoch keine Option. Beim Ironman Kalmar im vergangenen Monat klappte es dann endlich. Marks, der von Geburt an gehörlos ist, holte sich den Quali-Platz. Nun gilt die gesamte Konzentration dem Rennen im Oktober.

Hallo Volker,
nur noch wenige Wochen, bis du dir deinen großen Traum vom Start in Kona verwirklichen darfst. Wie fühlst Du Dich?

Natürlich richtig gut 😉Ich habe immer an mich geglaubt und dafür wirklich sehr hart trainiert. Dass es dann auch geklappt hat, ist so ein tolles Gefühl und es zeigt wirklich, dass es klappen kann, wenn man an sich glaubt und dafür hart kämpft.

Volker Marks am Seenland Triathlon

Wenn man sich jahrelang auf solch ein Ereignis vorbereitet hat, was würdest du rückblickend anders oder genauso wieder machen?

Ich denke, dass ich alles richtig gemacht habe. Vor 14 Jahren fing ich mit Triathlon an, war einige Jahre nur auf der Volksdistanz und Kurzdistanz unterwegs. 2015 dann meine erste Mittel- und Langdistanz. Da habe ich gemerkt, dass meine Stärke die Langdistanz ist. So wuchs dann auch der Traum, einmal bei der Weltmeisterschaft auf Hawaii dabei zu sein.

Ich wusste, dass es nicht einfach sein wird, dann kam noch Corona dazu. Dann die große Verletzung letztes Jahr und trotzdem habe ich es durchgezogen. Da bin ich jetzt selber sehr stolz auf mich.

Ja, ich habe alles richtig gemacht!!!!!

Durch ein Hörimplantat kannst Du recht uneingeschränkt den Alltag absolvieren. Welche Hindernisse gibt es besonders auf solchen Reisen dennoch?

So ganz uneingeschränkt kann ich den Alltag nicht absolvieren. Das Hörgerät ist eine große Erleichterung, aber trotzdem versteht man nicht alles. Probleme gibt es z.B., wenn viele durcheinander reden. Dann hört man so, als ob alle Stimmen durcheinander gewürfelt wären und man hat nur noch Geräusche-„Salat“. Bei der Wettkampfbesprechung ist es so zum Beispiel nicht so ganz einfach alles zu verstehen. Daher lese ich immer sorgfältig den Athletenguide durch. Beim Wettkampf darf man dann kein Hörgerät tragen und daher sind meine „Augen„ gleichzeitig meine Ohren. 

Ich nehme dann alles visuell wahr, beobachte und erkenne Menschen an der Strecke sofort. Das funktioniert auch ganz gut!

Was ist Dein Ziel für das Rennen auf Big Island?

Es wird auf Hawaii viel von Athleten abverlangt, wegen der Hitze, Luftfeuchtigkeit und Wind und trotzdem freue ich mich drauf! Natürlich möchte ich ins Ziel kommen, aber wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht nur einfach ins Ziel kommen will, sondern auch da meine beste Leistung abrufen will.

Wir wünschen Dir viel Erfolg!

Danke

Fotos: privat

St. Pölten war der außergewöhnliche Austragungsort für die Deutschen Meisterschaften im Para-Triathlon. In Österreich trafen sich nicht nur die deutschen Sportler*innen mit Handicap, sondern auch die Österreicher und Schweizer. Dabei schnitt auch ein bayerisches Duo in der internationalen Konkurrenz gut ab: Der sehbehinderte Rother Tim Kleinwächter siegte in der Klasse M-PTVI gemeinsam mit seinem Tandempartner Silas Schmitt.

Als Gesamt-Sechste erreichten die beiden Athleten das Ziel und sicherten sich damit den DM-Titel in ihrer Klasse. Dabei absolvierte das Duo zum ersten Mal gemeinsam ein Rennen. Erst in den letzten Wochen hatten die beiden Sportler gemeinsam trainiert. 

Internationale Rennen im Blick

Tim Kleinwächter ist seit seinem 17. Lebensjahr fast vollständig blind, sieht lediglich Schemen. Sein Tandempartner trägt einiges an Verantwortung. Er hat für die Orientierung im Wasser zu sorgen, auf dem Renntandem zu steuern und auf der Laufstrecke den Weg zu leiten und mögliche Stolperfallen zu kommunizieren. 

„Ich war vorher noch nie auf einem Tandem gesessen und der Einstieg war wirklich spannend. Mittlerweile sind wir aber aus der Findungsphase fast raus, würde ich sagen und für das erste Mal im Rennen hat das richtig gut geklappt“, freut sich Steuermann Silas Schmitt, der am Bundesstützpunkt Nürnberg trainiert. „Auch bei den Knackpunkt-Stellen, wie dem Wechsel, schaue ich recht positiv in die Zukunft – je häufiger wir das machen, umso besser klappt es auch.“
Auch Tim Kleinwächter ist zufrieden mit dem Rennen: „Ein paar Kleinigkeiten gibt es sicher noch zu verbessern, aber zum momentanen Zeitpunkt habe ich schon das Maximum an Leistung rausgeholt.“

Das Duo möchte auch in Zukunft gemeinsam Wettkämpfe absolvieren und hofft auf der internationalen Wettkampfbühne gemeinsam Rennen bestreiten zu können.