Die Bayerische Triathlonjugend ist für die Belange von Kindern und Jugendlichen verantwortlich. Ihre Ausrichtung ist breitensportlicher Natur und orientiert sich in ihrem Leitbild an den Vorgaben der Deutschen Sportjugend (dsj). Zu den Aufgaben zählt die Förderung der sportlichen Jugendarbeit, die Wahrnehmung überfachlicher Aufgaben der Jugendbildung, -erziehung und -hilfe, sowie die Vertretung gemeinsamer Interessen im Sinne der Satzung des BTV.

Liebe Vereinsvertreterinnen und Vereinsvertreter in den Bezirken,
liebe Trainerinnen und Trainer, liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde,


wir möchten Euch gemäß § 4.2 der BTJ-Jugendordnung fristgerecht sehr herzlich zum Verbandsjugendtag 2023 einladen. Die Veranstaltung wird erstmalig in einer Onlinesitzung via Zoom durchgeführt.

Datum: Donnerstag, 02.03.2023
Beginn: 18:30 Uhr bis ca. 20:00 Uhr
Ort: Online via Zoom

Ergänzende Anträge zur nachstehend veröffentlichten Tagesordnung können bis 16.02.2023 (zwei Wochen vorher) bei der Geschäftsstelle des Bayerischen Triathlon-Verbandes schriftlich eingereicht werden.

Zur Einladung mit Einwahl-Link.

T A G E S O R D N U N G

  • TOP 1 Feststellen der ordnungsgemäßen Einberufung/Genehmigung der Tagesordnung
  • TOP 2 Bericht des Verbandsjugendwarts
  • TOP 3 Berichte aus den Bezirken
  • TOP 4 Aktuelles aus dem BTV
  • Top 5 Aussprache zu TOP 2-4
  • TOP 6 BTV Memmert Nachwuchscup
  • TOP 7 BTV Jugendcamps
  • TOP 8 Aussprache zu TOP 6 – 7
  • TOP 9 Neuwahlen bzw. Bestätigung der kommissarischen Jugendwartin
  • TOP 10 Anträge
  • TOP 11 Verschiedenes
  • TOP 12 Termin- und Ortsbestimmung des Verbandsjugendtages 2024

In Oberbayern werden die Schülerwettkämpfe auch 2023 zum Obb-Kidscup zusammengefasst und die oberbayerischen Nachwuchs-Meister gekürt.

Die Serienveranstaltungen 2023 sind

  • 13. Mai                        Schongauer Kindertriathlon                  Schüler A-D und Jugend B (alle MTB)
  • 20. Mai                        Triathlon.de-Cup Oberschleißheim       Schüler A-D und Jugend B
  • 18. Juni                        Stadttriathlon Erding                            Schüler A-D und Jugend B
  • 25. Juni                        Cross-Duathlon des TSV Brannenburg  Schüler A-D und Jugend B
  • 8. Juli                           Riederau (Ammersee)                          Schüler A-D und Jugend B

Bei der letzten Veranstaltung in Riederau wird die Siegerehrung stattfinden. Es werden sowohl die Altersklassensieger geehrt als auch die Teilnehmer, die bei allen fünf Wettkämpfen dabei waren. Eine Anmeldung für die Serie ist nicht notwendig, alle Nachwuchsathleten, die für einen obberbayerischen Verein starten oder in Oberbayern wohnen, aber ohne Verein sind, kommen automatisch in die Wertung.

Für Schongau, den triathlon.de-Cup, den Stadttriathlon Erding und Brannenburg ist das Anmeldeportal bereits offen.

Du bist zwischen 10 und 15 Jahren alt, willst dich optimal auf die neue Triathlon-Saison vorbereiten, andere Triathleten aus Bayern kennenlernen und mit uns eine coole Zeit verbringen? Dann haben wir genau das Richtige für dich! 

Melde dich für unser Oster-Trainingslager vom 2.-6. April in Bischofsgrün an und freue dich auf vier Tage Mountainbiken, Schwimmen, Laufen aber auch Spiel und Spaß zusammen mit uns und vielen anderen motivierten Sportler*innen

Wir freuen uns auf dich!

Geeignet ist das Camp für Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren. Die Anmeldung erfolgt online (zum Anmeldeformular). Anmeldeschluss ist der 15. März 2023 oder wenn die maximale Zahl an Teilnehmenden erreicht ist.

Zur Ausschreibung mit Elternvertrag.

Wann?

02.04. bis 06.04.2023; Anreise ab 9.00 Uhr – Abreise: 16.00 Uhr

Wo?

Am Sportcamp 1, 95493 Bischofsgrün

Wer?

max. 20 Jugendliche zwischen 10-15 Jahren und 3 Betreuende

Kosten:

200€ pro Teilnehmer 

Inbegriffen: Unterkunft, alle Mahlzeiten inkl. Getränke und Snacks

Foto: Henrik Jörgens

Gemeinsam starten wir direkt im neuen Jahr durch! Der Bayerische Triathlon-Verband e.V. bietet für maximal 20 Jugendliche und drei Betreuende ein Camp in der Sportschule Oberhaching an. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf gemeinsamem Trainieren und vor allem viel Spiel & Spaß.

Geeignet ist das Camp für Jugendliche zwischen 10-14 Jahren. Die Anmeldung erfolgt online (zum Anmeldeformular). Anmeldeschluss ist der 8. Februar 2023 oder wenn die maximale Zahl an Teilnehmenden erreicht ist.

Zur Ausschreibung mit Elternvertrag.

Wann?

17.02. bis 19.02.2023; Anreise ab 16.00 Uhr – Abreise: 12.30 Uhr

Wo?

Sportschule Oberhaching; Im Loh 2, 82041 Oberhaching

Wer?

max. 20 Jugendliche zwischen 10-14 Jahren und 3 Betreuende

Kosten:

75€ pro Teilnehmer

Foto: Andreas Müller

Die erfahrene Athletin und lizenzierte Trainerin wird direkt in die Jugend-Themen des Bezirks Oberbayern einsteigen.

Der BTV Memmert Nachwuchscup kommt auch 2023 zurück – so vielfältig wie lange nicht. Bei vier Swim & Run-, zwei Crossduathlon- und fünf Triathlonrennen können sich Schüler*innen und Jugendliche messen. Dabei soll es vor allem um den Spaß am Sport gehen. Die Serienwertung kann ein Ziel für die Ambitionierten sein, ebenso sind aber auch Neueinsteiger*innen eingeladen, sich auszuprobieren.

Auch für Jüngere

2023 wird auch für die jüngere Schüler-Klasse B eine kleine Serienwertung angeboten. Dafür fallen die Läufe der Junioren weg, die in den letzten Jahren nur noch wenig Zulauf hatten. Das Ziel: Möglichst viele Kinder und Jugendliche für die Rennen zu begeistern.

Für die Ambitionierten aller Klassen gibt es das BM-Rennen Crossduathlon in Deining. Organisator Harald Kaunz freut sich auf das sportliche Highlight, in dessem Rahmen die Cross-Duathlon Nachwuchs-Meistertitel vergeben werden. Für Schüler A, Jugend A und Jugend B wird die Bayerische Meisterschaft im Triathlon in einer Serienwertung vergeben.
Mit in der Serie sind auch wieder Team-Rennen, die jedoch nicht in die Wertung einfließen, statdessen zum gemeinsamen Sport-Spaß einladen.

Hauptsponsor weiterhin dabei

Mit Memmert ist weiterhin auch der Namensgeber und Hauptsponsor der Nachwuchs-Serie engagiert. „Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung, die dem Nachwuchssport in Bayern hilft“, sagt Vizepräsident Leistungssport, Thomas Burger. In diesem Jahr soll mit Hilfe der Unterstützung das Rahmenprogramm des Cups organisiert werden, das die Anreise zu den oft nur kurzen Rennen noch attraktiver macht.

Alle Informationen und die Durchführungsbestimmungen mit wichtigen Regeln findest Du hier.

Die Termine

Swim & Run12. Februar 2023WürzburgZur Website.
Swim & Run26. Februar 2023AmbergZur Website.
Swim & Run19. März 2023NürnbergZur Website.
Swim & Run30. April 2023Rothenburg o.d.T.Zur Website.
Crossduathlon13. Mai 2023Duathlon DeiningZur Website.
Triathlon18. Juni 2023Stadttriathlon ErdingZur Website.
Triathlon23./24. Juni 2023RothZur Website.
Triathlon8. Juli 2023Triathlon MarktredwitzZur Website.
Triathlon15. Juli 2023Gealan-Triathlon HofZur Website.
Triathlon23. Juli 2023Triathlon HarburgZur Website.
Crossduathlon17. September 2023Wendelstein 

Foto: Heiko Trurnit

Teresa Knoll betreut den Landeskader 2 im Bayerischen Triathlon-Verband. Sie führt die Kinder und Jugendlichen an ambitioniertere Ziele heran und vermittelt dabei vor allem die Freude am Sport. Wir haben uns mit ihr unterhalten.

Hallo Teresa,
Du bist seit Jahren im Nachwuchssport aktiv. Was ist deine Aufgabe beim Bayerischen Triathlon-Verband und wie kamst du dazu?  

Ich bin als Landestrainerin für den Landeskader 2 zuständig. Das heißt, für die meist jüngeren Kids der Schüler A und Jugend B sowie ältere Quereinsteiger. Neben der Durchführung von regelmäßigen Lehrgängen mit dem Landekader 2, gehört die Sichtung von neuen Talenten zu meinen Hauptaufgaben.
Ich bin durch dazu gekommen, als klar wurde, dass es eine Gruppe zwischen dem LK1 und dem Jugendsport geben muss, um die jüngeren Kids etwas früher aber mit viel Spaß an den Leistungssport heranzuführen. Da ich zu dem Zeitpunkt gerade nach einer neuen Herausforderung als Triathlontrainerin im Nachwuchsbereich suchte – ohne mich dabei fix an einen Ort oder Verein zu binden – war das vor über sechs Jahren ein wirklich glücklicher Zufall.

Als Trainerin des LK2 bekommst du viel von den Kindern mit. Was ist besonders bei den Mädchen die Motivation zum Sport, warum steigen dennoch viele im Jugendalter aus? 

Ich glaube, dass es in der Motivation grundsätzlich keinen Unterschied zwischen Jungs und Mädchen gibt. Beide Geschlechter haben einfach den Ehrgeiz sich sportlich zu vergleichen und sich durch Training soweit zu verbessern, dass sie eben der Beste/ die Beste werden. Diese intrinisische Motivation ist auch das Wichtigste, um langfristig dabei zu bleiben.

Allerdings ist es ebenso so, dass ab der Jugend A die Distanzen länger werden, und damit das Training deutlich gesteigert werden muss. Das trifft bei den Mädchen meist auf die Zeit, wo durch die Pubertät die meisten körperlichen Änderungen geschehen und das macht das Training komplexer und erfordert nochmal ein ganz anderes Maß an Durchhaltevermögen. Dieses Durchhaltevermögen macht dann am Ende meist den Unterschied zu denen, die diesen Aufwand (durchaus verständlicherweise) nicht mehr betreiben wollen oder können. Es gibt aber auch immer einige Jungs, die zu diesem Zeitpunkt andere Prioritäten setzten. Das heißt, so groß ist der Unterschied dann am Ende gar nicht.

Vor fünf Jahren war es z.B. so, dass im Juniorinnenbereich die nationalen Wettkämpfe sehr schwach mit 15 Starterinnen besetzt waren – wohingegen die Junioren Starterfelder von 40 oder mehr Athleten hatten. Im Jahr 2022 ist dieser Unterschied schon deutlich geringer: bis zu 30 Starterinnen zeichnen sich im Juniorinnen-Bereich ab. Es freut mich, dass also die Unterschiede deutlich abnehmen.

Trotzdem gebe ich den Jugendlichen immer mit auf den Weg, dass es eben nicht jede/r zum Leistungssportler schaffen kann, sondern es einfach wichtig ist, dass sie Spaß an Bewegung haben und dies ihr Leben lang behalten sollen. Und die Tür zum Leistungssport schließt sich ja vielleicht auch nicht für immer, sondern man kann ja später immer noch einen Versuch starten, ob man nicht einen Fuß in die Tür bekommt. Viele ermuntere ich auch, sich als Trainer auszuprobieren – hier hoffe ich, dass wir in den nächsten Jahren auch noch mehr weibliche Triathlontrainer in den Vereinen und im Verband bekommen.

Bist du selbst auch sportlich aktiv?  

Ich mache noch alle drei Sportarten – also Schwimmen, Radfahren, aber v.a. eher Offroad mit dem Gravelbike sowie natürlich Laufen. Ich bin aber auch viel Outdoor unterwegs z.B. beim Langlaufen oder Wandern. Nur auf Wettkämpfe habe ich, zumindest derzeit, wenig Lust – auch weil ich dann das Ganze mit mehr Ernsthaftigkeit verfolgen müsste 🙂

Oft vermittelst du zwischen Breiten- und Leistungssport: Kinder kommen aus den Vereinen zu dir und wachsen in den Leistungssport hinein. Welche Unterstützung brauchen Kinder und Jugendliche dann?

Ich passe das Training individuell an die entsprechenden Fähigkeiten und/oder die erforderliche Wettkampfdistanz an – dadurch habe ich während des Trainings oftmals Geschlecht-gemischte Untergruppen. Auch zwischen Leistungs- und Breitensport sehe ich im Bereich der Schüler A und ersten Jugend Jahre noch einen großen fließenden Übergang. D.h. der Sprung vom Breitensport zum Leistungssport ist relativ klein – das ist ja auch im Vereinstraining gar nicht anders zu handhaben. Dort haben die Trainer ja selten eine so homogene Trainingsgruppe oder eben 3-4 Untergruppen wie ich bei meinen Lehrgängen.

Wichtig ist mir hier nochmal zu betonen, dass man keinesfalls das Erwachsenentraining auf Kinder- und Jugendtraining runter brechen kann, sondern vielseitiges, altersgerechtes Training mit einem hohen Spaßfaktor anbieten sollte – Ernst wird es früh genug ;). Dabei sollte v.a. das Schwimmen fokussiert werden, da das Schwimmen später einfach schwieriger zu erlernen ist, aber gleichzeitig die Grundvoraussetzung für eine solide Leistung im Triathlon ist.

Was macht dir an der Arbeit besonders Spaß?

Ich finde es einfach schön, die Kids am Anfang ihrer sportlichen Entwicklung zu begleiten und verfolge sie und ihre Entwicklung dann natürlich auch weiterhin. Das schönste ist für mich, wenn sich Sportler Jahre später an mich wenden und sich bedanken, dass ich sie eben auf ihrem Weg motiviert und unterstützt habe. 

Vielen Dank für das Interview!

Das Interview ist Teil des Adventskalenders 2022. Mehr starke Frauen gibt es dort.

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Foto: Carla Nagel

Sofia Warter Rubio Ist beim TV 1848 Erlangen als Nachwuchstrainerin stark engagiert. Die 23-jährige profitiert dabei von vielen eigenen Erfahrungen. Wir haben uns mit ihr unterhalten.

Hallo Sofia,
warum engagierst du dich neben deinem Alltag und dem eigenen Sport im Triathlon?

Als Athletin, die Triathlon seit Jugendzeiten betreibt, und Trainerin, konte ich verschiedene Perspektiven des Sports bereits kennenlernen. Als Jugendliche habe ich selber an Trainingscamps, Feriencamps und natürlich den BTV-Jugendcups teilgenommen. Das hilft, um zu verstehen, worauf es dabei ankommt. Als Trainerin beim TV Erlangen habe ich Kontakt zu vielen jungen Sportler*innen und mir macht es sehr viel Spaß den Nachwuchs auf seinem Weg zu begleiten

Du hast vorbildliche Vereins- und Verbandsarbeit selbst erfahren: Beim TV 1848 Erlangen wurde und wird seit jeher viel Engagement in die Ausbildung des Triathlon-Nachwuchs investiert. Später warst du Kaderathletin im Bayerischen Triathlon-Verband. Was hast Du aus dieser Zeit für dich an wertvollen Erfahrungen mitgenommen?

Ich denke die Eindrücke aus dem eigenen Training, sowohl von meinem ersten Trainer im Verein, wie dann auch von Roland Knoll und Ute Schäfer, und die Erfahrungen, die ich als Trainerin im Verein gemacht habe, haben mich auf jeden Fall geprägt. Vieles bekomme ich auch über meinen Vater mit, der als Jugendleiter der Jugendabteilung des TV Erlangen sehr viel Zeit in Organisation und Planung investiert. Man merkt aber auch direkt, dass gute Arbeit sich auszahlt. Wichtig ist ein strukturiertes Vorgehen, am besten, ohne dass es die jungen Triathleten merken. Für Sie sollen der Spaß und die Freude am Sport im Vordergrund stehen.

Du bist selbst noch sportlich aktiv. Welchen Stellenwert hat Sport heute noch für Dich?

Seitdem ich 2013 vom Leistungsturnen zum Triathlon gewechselt bin, habe ich auch nicht mehr damit aufgehört. Sport steht also schon immer ziemlich weit oben auf meiner Liste. Vor allem die Coronapandemie, als ich auf einmal wieder mehr Zeit hatte, hat mich extrem motiviert, wieder strukturiert zu trainieren. Das hatte dann natürlich auch Auswirkungen auf die Wettkämpfe. Dieses Jahr habe ich mich einem spanischen Erstligateam angeschlossen und dort sehr schöne Wettkämpfe absolviert. Auch die Teilnahme bei den Finals in Berlin war ein Highlight mit dem tollen Starterfeld, auch wenn ich am Tag danach richtig krank war und daher wohl auch im Wettkampf nicht wirklich gut war.

Welche ist die schönste sportliche Erfahrung, an die Du Dich gerne zurückerinnerst?

Da gibt es Einige die ich nennen könnte… Meine Teilnahme am Junior Europacup in Kitzbühel 2016 fällt mir spontan ein, wo ich zum ersten Mal im Internationalen Feld an den Start gegangen bin, mit großen Namen wie zum Beispiel Taylor Knibb. Das Ligafinale in A Coruña mit dem Spanischen Team,  aber auch die eine Woche beim Bundesfinale in Berlin mit der Schulmannschaft des Ohmgymnasiums Erlangen, wo ich das Team begleiten und betreuen durfte. 

Vielen Dank für das Interview!

Das Interview ist Teil des Adventskalenders 2022. Mehr starke Frauen gibt es dort.

Link zur Übersichtsseite.

„The World’s Biggest Tri“. 2023 finden Weltmeisterschaften in Hamburg statt und die Deutsche Triathlonjugend will mit Euch diese verrückten Tage gemeinsam gestalten und erleben. Seid dabei, wenn neben den weltbesten Profi-Athletinnen mehrere tausende Triathletinnen die Stadt in ein riesiges Sportfest verwandeln. Auf Euch warten nicht nur die Profi-Wettkämpfe, sondern auch ein abwechslungsreiches Programm.

Eingeladen teilzunehmen sind Jugendliche im Alter von 14-17 Jahren. Die Teilnahmegebühr enthält Unterkunfts- und Programmkosten sowie Halbpension. Die An- und Abreise erfolgt eigenständig. Die Teilnahme am Programm ist verpflichtend. Die Anmeldung endet am 28.04.2023 oder bei vorherigem Erreichen der Teilnehmendenplätze.

  • Ort: Jugendherberge „Am Stintfang“; Alfred-Wegener-Weg 5; 20459 Hamburg
  • Termin: Beginn: Freitag, 14.07. um 17 Uhr; Ende: Sonntag, 16.07. um 10 Uhr
  • Kosten: 98€ pro Person

Zur Ausschreibung der DTJ mit Anmeldeformular.

Foto: Mirco Beyer


Portrait von Sophie Rohr

Sophie Rohr hat im Sport schon viel erreicht: 2017 war sie Deutsche Meisterin, 2018 war sie Eliteschülerin des Sports in Nürnberg, bestritt national und international hochkarätige Rennen. Mittlerweile studiert sie in Grundschullehramt. Dem Sport ist sie treu geblieben und startet in der 1. Triathlon Bundesliga ebenso wie bei Rennen auf der ganzen Welt. Aber auch ihre sportlichen Wurzeln hat die Sportlerin des WSV Bad Tölz nicht vergessen. Im BTV ist sie als Trainerin bei Jugendcamps aktiv und zu ihrem Heimatverein hält sie immer noch Verbindung.

Hallo Sophie,
Du warst in diesem Jahr bei einigen Nachwuchsveranstaltungen im Verband als Trainerin aktiv. Was gefällt dir an dieser Arbeit?

Allgemein gefällt mir die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sehr gut und es macht mir Spaß ein vielseitiges und kreatives Trainingsprogramm für unterschiedliche Altersgruppen auf die Beine zu stellen. Ich selbst lasse mich auch gerne zum Mitspielen und Mitsporteln begeistern, was, glaube ich, für die Kinder auch ein besonderer Anreiz war, alles zu geben. Ich muss aber auch hervorheben, dass alle Kinder, die an den bisherigen Trainingslagern teilgenommen haben, mit Feuereifer bei der Sache „Sport“ waren, immer (über)pünktlich zu den Trainingseinheiten erschienen und uns Trainern das Leben echt unkompliziert gemacht haben.

Du warst selbst lange Jahre im Nachwuchskader. Was sind die schönsten Erinnerungen an diese Zeit und was hast du für dich mitgenommen, was dich heute noch begleitet?

Es gibt viele schöne Momente, an die ich mich sehr gerne zurückerinnere. Besondere Highlights waren erfolgreiche Wettkämpfe international und national. Aber auch die Trainingslager mit dem/n Kader(n) machten mir immer viel Spaß. Unser „Klassiker“ als Bayernkader war ja zu den deutschen Meisterschaften mit Dirndl und in, Lederhose zu erscheinen. Da war schon unser „Auftritt“ ein tolles Erlebnis. Darüber hinaus bleiben mir noch die unzählig schönen Momente in meiner Internatszeit sowie in der anschließenden Triathlon WG in Nürnberg positiv in Erinnerung. Gemeinsam den Sportalltag zu meistern, erzeugte doch eine große Verbundenheit und führte in vielen Fällen zu guten Freundschaften. Dafür bin ich sehr dankbar.

Mittlerweile wohnst und studierst du in Regensburg, ursprünglich kommst du jedoch aus Bad Tölz. Wie sind ist deine Verbindungen nach Hause und auch zu deinem Heimatverein noch?

Studientechnisch bedingt – alles an einem Standort – wechselte ich in meinem Studium Sport Lehramt von Nürnberg/Erlangen nach Regensburg und habe dort auch eine kleine Trainingsgruppe, mit der ich ab und zu trainiere. Meinem Heimatverein dem WSV Bad Tölz habe ich die gute Förderung in meinen ersten jungen Sportlerjahren zu verdanken. So werde ich auch nächste Saison meinen Verein, der neu in der Bayernliga antritt, gerne unterstützen und für ihn an den Start gehen.

Podiumserfolg von Sophie Rohr: Die Sektdusche
Podiumserfolg von Sophie Rohr

Triathlon bietet dir die Chance viel in der Welt herumzureisen. Was war dein besonderstes Erlebnis?

Ganz besondere Ereignisse waren die beiden Starts bei den Europameisterschaften in Tartu und in Weert. Bei internationalen Wettkämpfen an den Start zu gehen ist ein unbeschreibliches Gefühl und dann 2018 in Tartu auch noch mit dem Mixed Really Team auf dem Podium zu stehen, und die erste Sekt-Dusche für „Silber“ zu feiern, war der Hammer.

Würde dich eine deiner Schülerinnen fragen, warum sich Engagement im Sport – sei es als Athletin oder als Trainerin – lohnt, was würdest du antworten? Schließlich hat man in Kinder- und Jugendjahren, doch auch anderes im Kopf, oder?

Ich würde allen meinen Schüler*innen immer empfehlen viele verschiedene Sportarten auszuprobieren, egal ob Mannschaftssportarten oder Individualsportarten. Meistens entwickeln Kinder selbst ein gutes Gefühl für ihre „richtige Sportart“ und zeigen großen Ehrgeiz und hohe Motivation, sobald sie merken, dass sie in dieser Sportart Erfolg haben. Dass Sport dabei hilft persönliche Ziele zu definieren und zu verfolgen, und insbesondere auch dazu beitragen kann gut mit Erfolgen wie Misserfolgen umzugehen, sind wichtige Punkte im Leben. Darüber hinaus entwickeln Kinder und Jugendliche so nebenbei mit und durch den Sport ein gutes Maß an Fairness sowie ein gesundes Selbstbewusstsein. Natürlich muss bei Kindern und Jugendlichen auch immer der Spaß im Vordergrund stehen und damit auch die Gelegenheit gegeben sein neue Teamkollegen und letztlich auch Freunde kennenzulernen. Dieser spielerischen Herangehensweise an den (Leistungs-)Sport ist einer meiner Schwerpunkte und gilt meine besondere Aufmerksamkeit.

Danke, Sophie!

Das Interview ist Teil des Adventskalenders 2022. Mehr starke Frauen gibt es dort.

Link zur Übersichtsseite.

Fotos: Sportograf/ Neubert