„Ein würdigeres Finale hätte die Ligasaison 2026 kaum finden können“, findet Liga Moderator und Urgestein Andreas Groß. Nicht nur aus seiner Sicht trafen beim Schongau-Triathlon hochklassiger Sport, packende Entscheidungen und emotionale Momente auf perfekte äußere Bedingungen. So wurden auf den anspruchsvollen Strecken entlang des Lechs die Titel vergeben – teilweise fielen die Entscheidungen erst mit den allerletzten Schritten ins Ziel.

„Das war einer der schönsten Schongau-Triathlons überhaupt“, lehnt sich Andreas Groß sogar aus dem Fenster. Dass dieser Eindruck entstand, lag nicht allein an den sportlichen Leistungen. Helfer, Sponsoren, Zuschauer und Athleten sorgten gemeinsam für eine besondere Atmosphäre. Auch das Wetter spielte einigermaßen mit – und das ist gerade im Schongau alles andere als selbstverständlich. Sogar der traditionell für den Wettkampf aufgestaute Lech präsentierte sich ruhig, die Wassertemperatur lag bei knapp 20 Grad und bot nahezu ideale Bedingungen.

Nicht selbstverständlich: Gute Bedingungen im aufgestauten Lech

Anspruchsvolle Strecke verlangt den Athleten alles ab

Nach dem traditionellen Fußmarsch zum Schwimmstart werden die Startgruppen von Böllerschützen auf die Reise geschickt. Bereits wenige Meter nach dem ersten Wechsel wartet die erste harte Prüfung: Ein kurzer, aber äußerst steiler Anstieg zwingt die Athletinnen und Athleten sofort in den roten Bereich – ja, der Schongauer Kurs besitzt gerade deshalb längst Kultstatus. Auch die zehn Kilometer lange Radstrecke verlangt mit ihrem welligen Profil höchste Aufmerksamkeit, ehe auf der abschließenden Laufstrecke die Positionskämpfe unmittelbar vor den Zuschauern ausgetragen werden.

1:05:40 war die schnellste Endzeit des Tages im Mannschaftsrennen der Regionalliga Männer. Die leistete das Team der TG Viktoria Augsburg (Meyer, Malleczek, Mahl, Hohenadl, Lippert). Für die Schwaben bedeutete der Tagessieg gleichzeitig den Gesamtsieg nach einer konstant starken Saison.

Für das größte Drama des Tages sorgte in diesem Rennen die TSG 08 Roth. Sportlich kämpfte das Team bis zum Schluss um die Spitzenplätze, ehe eine übersehene Zeitstrafe die Wertung auf den Kopf stellte. Zwar bemerkte die Mannschaft den Fehler noch und wollte die Strafe nachträglich absitzen, doch zu diesem Zeitpunkt war die Ziellinie bereits überquert. Das Reglement ließ keinen Spielraum und die Folge war die Disqualifikation. Damit platzte für die Rother der Traum vom zweiten Gesamtrang – in der Saisonwertung reicht es nun nur für Platz fünf. Nutznießer war der Post SV Nürnberg, der auf Rang zwei vorrückte. Noch größer dürfte die Freude beim Tri-Team Schongau gewesen sein. Vor heimischem Publikum schien ein Platz auf dem Podium zunächst außer Reichweite. Nach einem starken Wettkampf und der Disqualifikation der Konkurrenz durfte das Gastgeberteam schließlich doch noch über Gesamtrang drei jubeln.

Regionalliga Männer

Bayernliga Männer: Rosenheim macht den Titel perfekt

Als Tabellenführer war das TriTeam des TSV 1860 Rosenheim nach Schongau gereist und sollte den Eindruck im Finale bestätigen. In der Besetzung Mandl, Steigmiller, Maier und Sautter krönten die Oberbayern ihre konstant starke Saison und sicherten sich mit vier Sekunden zwar knapp, aber verdient den Tagessieg, was gleichzeitig den Spitzenplatz in der Endwertung bedeutet. Das Team des TSV Gaimersheim hatte zwar bis zuletzt gekämpft, musste sich aber am Ende des Tages mit Platz zwei zufrieden geben. Der dritte Treppchenplatz ging hingegen recht eindeutig an den SV Bayreuth.
In der Saisontabelle sichert sich der SV Bayreuth Platz zwei, vor die Gaimersheimer schiebt sich trotz guten Tagesergebnisses noch der MRRC München II auf das Treppchen

Regionalliga Frauen: Roth gewinnt das direkte Duell

Die vielleicht größte Spannung bot das Rennen der Frauen-Regionalliga. Punktgleich gingen die TSG 08 Roth und der TV Planegg-Krailling in das Saisonfinale und lieferten sich einen Showdown. Am Ende setzte sich die junge Rother Mannschaft mit Anne Schmidhuber, Selina Noderer, Vanessa Aberham und Nele Bott mit 25 Sekunden Vorsprung jedoch durch. Mit dem Tagessieg sicherten sie sich gleichzeitig auch den Gesamtsieg der Regionalliga. Planegg-Krailling durfte sich nach einer ebenfalls starken Saison über Rang zwei freuen. Platz drei sicherte sich an diesem Tag der MRRC München II, in der Saisonwertung freuen sich die Frauen des RSC Kempten über den dritten Rang.

Auch bei den Frauen der Bayernliga war die Rennentscheidung bis zum Schluss offen. Tabellenführer Post SV Nürnberg musste sich hier im Finale einem überraschend starken TSV Weilheim stellen, der sich trotz seiner Ausgangsposition im Mittelfeld der Tabelle früh in den Kampf um den Tagessieg einschaltete. Erst auf den letzten Kilometern der Laufstrecke fiel die Entscheidung: Am Ende behauptete der Post SV Nürnberg (Bader, Etzold, Eberlein, Seeberger) mit knappen zehn Sekunden Vorsprung seine Spitzenposition und die Mädels durften über den Gesamtsieg im Rennen und auch in der Saisonwertung jubeln. Trotz Wettkampfes überwog im Ziel der gegenseitige Respekt – beide Mannschaften gratulierten sich unmittelbar nach Rennende fair und herzlich.
In der Endtabelle finden sich der SV Würzburg 05 auf der zweiten und TWin Neumarkt auf der dritten Position.

Sport steht für gegenseitigen Respekt im Rennen und darüber hinaus

„Ich hoffe sehr, dass diese traditionsreiche Veranstaltung eine Zukunft hat“, fasst Moderator Andreas Groß den ereignisreichen Tag am Ende zusammen. Hinter den Kulissen sei der organisatorische Aufwand enorm, zudem sorgten Straßensperrungen nicht überall für Zustimmung. Neben den Liga-Wettkämpfen zeigte aber vor allem auch das Rahmenprogramm, dass Sport stets für gegenseitigen Respekt, friedliches Miteinander und Lösungen steht.

Vor dem ersten Start des Tages hatte Pfarrer Michael Bischoff, selbst begeisterter Triathlet, die traditionelle Andacht gesprochen. Über dem Veranstaltungstag lag natürlich auch der Schatten der tragischen Ereignisse am Schongauer Welfengymnasium. Die Organisatoren hatten sich bewusst für einen stillen, würdevollen Umgang mit dem Thema entschieden. Die Worte des Pfarrers erinnerten an die Betroffenen, rückten aber zugleich Gemeinschaft, Zusammenhalt und Hoffnung in den Mittelpunkt – Werte, die den gesamten Veranstaltungstag prägten und unter denen auch die Rennen über die Volks- und Olympische Distanz für Jedermann abliefen. Den emotionalen Abschluss bildete der Langauer Inklusionslauf, bei dem Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam auf die Strecke gingen. „Der Sport sollte an diesem Tag verbinden und zugleich ein Zeichen gegen Gewalt setzen. Ich finde, genau das ist gelungen“, ist Andreas Gr0ß überzeugt.

Die Ergebnisse des Tages sind hier (Link) zu finden.

Fotos: Andrea Gutmann

 

 

Das Gelände rund um den Untreusee bei Hof verwandelte sich am vergangenen Wochenende zwei Tage lang in einen Treffpunkt für Bayerns Triathlonfamilie. Das XXL-Triathlon-Wochenende wartete mit der Bayerischen Meisterschaft Team Relay, Liga-Rennen, dem BTV Memmert Nachwuchscup und Rennen für Jedermann und -frau aus. Bei der Bayerischen Meisterschaft Team Relay wurde aus drei Einzelrennen eine gemeinsame Leistung und auch der Nachwuchs demonstrierte eindrucksvoll, dass Triathlon weit mehr ist als eine Einzelsportart. Am Sonntag verlagerte sich der Fokus dann auf die Liga-Wettkämpfe und offene Rennen.

Bayerische Meisterschaft Team Relay: Sekunden entscheiden über Gold

Am Samstag standen die Bayerischen Meisterschaften im Team Relay im Mittelpunkt des Programms. Drei Athletinnen beziehungsweise Athleten pro Mannschaft absolvierten nacheinander einen kompletten Supersprint – jeder Wechsel musste sitzen, jeder Fehler kostete wertvolle Sekunden. Entsprechend eng und taktisch geprägt verliefen die Entscheidungen.

Bei den Männern sicherte sich Timeless Planet TG Viktoria Augsburg in 55:08 Minuten den Bayerischen Meistertitel. Felix Schiller, Philipp Meyer und Maximilian Lippert setzten sich mit einer konstant starken Mannschaftsleistung gegen den Post SV Nürnberg (Nick Wolfarth, Tobias Heining, Henning Hubbert) durch. Bronze ging an den TSV Harburg mit Simon Naschwitz, Joel Westphal und Leo Österlein.

Auch das Frauenrennen bot Spannung. Bayerische Meisterinnen wurde das Team des RSC AUTO BROSCH Kempten. Anna Weizenegger, Julia Heim und Sandra Echteler gewannen nach drei nahezu fehlerfreien Einzelrennen in 1:04:53 Stunden vor dem TV Planegg-Krailling und dem TSV Harburg. Gut 30 Sekunden trennten Gold und Silber.

Klassische Triathlon-Formate am Sonntag

Nach dem Relay am Samstag rückten am Sonntag wieder die klassischen Ligaformate in den Mittelpunkt.

In der Regionalliga der Männer sicherte sich Kilian Bauer (TSG 08 Roth II by guttenberger lichtwerbung) den Tagessieg vor Philipp Meyer (Timeless Planet TG Viktoria Augsburg) und Tian Densa (TV Planegg-Krailling). Den Sieg in der Mannschaftswertung holte sich jedoch Timeless Planet TG Viktoria Augsburg. Mit den Einzelplatzierungen zwei, vier, sechs, acht und neun zeigte das Team Ausgeglichenheit und verwies die TSG 08 Roth II sowie den Post SV Nürnberg auf die weiteren Podestplätze.

Auch die Regionalliga der Frauen stand ganz im Zeichen einer starken Teamleistung. Laura Mederer (TSG 08 Roth I) setzte sich vor ihrer Teamkollegin Anne Schmidhuber (TSG 08 Roth I) durch und machte den Doppelsieg für die Mittelfränkinnen perfekt. Rang drei ging an Pia Gutsmiedl (TV Planegg-Krailling). Mit den Plätzen eins, zwei und acht war der Tagessieg in der Mannschaftswertung für die TSG 08 Roth I ungefährdet. Der TV Planegg-Krailling belegte Rang zwei vor dem RSC AUTO BROSCH Kempten.

Ebenso spannend verliefen die Entscheidungen in der Bayernliga. Bei den Männern setzte sich die MainzlGroup TriTeam TSV 1860 Rosenheim dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung durch. Zwar gewann Noah Treptow (TWin Neumarkt II) die Einzelwertung, doch mit den Plätzen zwei, drei und elf sammelten die Rosenheimer die entscheidenden Punkte für den Mannschaftserfolg. Der TWin Neumarkt II wurde Zweiter, während sich der TSV Gaimersheim und der SV Bayreuth mit jeweils 38 Team-Punkten punktgleich Rang drei teilten – es geht eng zu, in der Bayernliga.

Die Wettbewerbe der Bayernliga Frauen rundeten das umfangreiche Ligaprogramm in Hof ab. Hier siegte Larissa Bauer vom TRISTAR Regensburg II vor Elena Heinloth ‚(Post SV Weilheim) und Teamkameradin Clara-Maria Bader. Der Team-Sieg ging an den Post SV Nürnberg vor den Frauen Würzburg.

Nachwuchs einzeln und im Team stark

Mindestens ebenso sehenswert waren die Rennen des BTV Memmert Nachwuchscups. In allen Altersklassen wurden vom ersten Meter an offensiv und mutig die Rennen gestaltet.

Bei den Schülerinnen A setzte sich Mathilda Kujala (La Carrera TriTeam Rothsee) vor Zoé Thoulouze (TSV Gaimersheim) und Norah Adler (TV 1875 Burglengenfeld) durch. Das Rennen der Schüler A gewann Mika Fankel (SV Bayreuth Triathlon) vor Maximilian Tack (SC Wasserfreunde München) und Tom Weinbrenner.

Enzo Thouluze (TSV Gaimersheim gewann bei den Schülern B klar vor Mika Rüker (ASC Marktrodach) und Jonah Unden (SSV Forchheim). Bei den Schülerinnen B feierte Lotte Fankel (SV Bayreuth Triathlon) einen ungefährdeten Sieg vor Lara Loos (SSV Forchheim) und Clara Gerdes (Post SV Nürnberg).

In der Jugend B behauptete sich Sophia Grießemer (TSV Katzwang 05) vor Jana Maas (TSV Gaimersheim) und Inara Zeiner (TV 1848 Erlangen). Bei den Jungen machte Lando Spielberger (Sektion Hersbruck des DAV e. V.) das Rennen vor Konstantin Koop vom TSV Eintracht Karlsfeld und Maximilian Rudolph (TSG 08 Roth).

Bei den Jugend-A-Mädchen führte kein Weg an Annika Fink (SV Straubing) vorbei. Dahinter belegten Viktoria Meier-Schnabel (1. FC Deining) und Andrea Gradl (1. FC Deining) die weiteren Podiumsplätze. Alexander Tresselt vom Tri Team Schongau setzte sich gegen Joel Westphal und Kilian Wanninger durch.

Als ein Highlight der Nachwuchsrennen sorgte die Mixed Team Relay für beste Stimmung. Jede Sekunde zählte, auch für die jungen Sportlerinnen udn Sportler, die sich ein bisschen fühlen durften, wie ihre Vorbilder, die am Tag darauf in Hamburg ihr Rennen machen sollten. Besonders eng verlief das Rennen der Altersklassen Schüler A und Jugend B. Gerade einmal 23 Sekunden trennten am Ende die beiden besten Staffeln. Den Sieg holte sich das Team „GUTE KÄSE“ mit Julius Wöhler, Josephine Kujala, Lando Spielberger und Inara Zeiner. Platz zwei sicherten sich die „RENNSCHNECKEN“ mit Maximilian Rudolph, Mathilda Kujala, Ben Dyker und Sophia Grießemer, Rang drei ging an „TEAM PULS 180“ mit Ludwig Ramian, Mathilda Zapf, Lukas Mundt und Lia Sophie Fuchs. Auch bei den älteren Nachwuchsathletinnen und -athleten fiel die Entscheidung denkbar knapp aus. Die TRIRITTER ROTHSEE mit Tizian Träger, Elisabeth Poplawski, Leander Träger und Viktoria Meier setzten sich nach einem spannenden Staffelrennen vor LECH-DONAU-XTREME mit Alexander Tresselt, Alicia Tresselt, Silas Ott und Andrea Gradl durch. Lediglich zwölf Sekunden lagen zwischen beiden Teams.

Nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch war das Wochenende rundum gelungen. Rund 1.000 Starterinnen und Starter sorgten an beiden Wettkampftagen für ein volles Gelände rund um den Untreusee. Erstmals wurde die Versorgungszone aus der Wechselzone heraus verlegt, wodurch die Abläufe entzerrt und Kreuzungspunkte auf der Strecke reduziert wurden. Veranstaltungsleiter Helmut Dorsch zog bereits während des Rennwochenendes ein positives Fazit und lobte insbesondere das Zusammenspiel der zahlreichen Helferinnen und Helfer von DLRG, BRK, THW, Feuerwehr und Polizei.

Fotos: Guntram Rudolph

 

Bei besten Bedingungen ging am Samstag der Ammersee-Triathlon in Riederau über die Bühne. Auf der Sprintdistanz kämpften die Teams der Landesliga Süd Männer sowie der Landesliga der Frauen um die letzten Punkte der Saison.

Der warme Ammersee sorgte für ein Neoprenverbot. Nach dem Schwimmen mussten die Athletinnen und Athleten zunächst einen ungewöhnlich langen Wechselweg von rund 800 Metern zur Wechselzone bewältigen, ehe es auf die 20 Kilometer lange Radstrecke ging. Der fünfmal zu fahrende Rundkurs wurde mit Windschattenfreigabe ausgetragen, sodass ein guter Start ins Rennen und der Anschluss an die richtige Radgruppe besonders wichtig waren.

Auch die Laufstrecke hatte ihre Tücken. Der fünf Runden lange Kurs über Wiesen- und Schotterwege erinnerte eher an einen Crosslauf als an einen klassischen Straßenlauf. Gleichzeitig sorgte die kompakte Runde für viel Spannung: Die Konkurrenz war jederzeit in Sicht, Zuschauer bekamen einen guten Überblick über das Renngeschehen. Allerdings führte das wiederholt auch zu Verwirrung – einige Athletinnen und Athleten verzählten sich und liefen eine Runde zu früh ins Ziel, bevor sie zurück auf die Strecke mussten.

Die Radstrecke mit ihren Wendepunkten bot ebenfalls beste Möglichkeiten, die Mitstreiter immer wieder zu sehen. Bei angenehmen Sommertemperaturen – deutlich moderater als zuletzt in Bad Tölz – fanden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahezu ideale Wettkampfbedingungen vor

Mannschaftswertungen

Die schnellsten Einzelzeiten des Tages gingen an Paul Steuer (TG Viktoria Augsburg) und Margit Elfers (SV Bayreuth).

Für die Ligawertung zählte dann am Ende die geschlossene Mannschaftsleistung: Bei den Frauen gewann Timeless Planet TG Viktoria Augsburg II vor dem VfL Kaufering Triathlon und dem TSV Eintracht Karlsfeld. In der Landesliga Süd der Männer setzte sich der SC 53 Landshut vor IfA Nonstop Bamberg und ATSV Kirchseeon durch. Damit wurde am Ammersee zugleich der Schlussstrich unter die Saison der Frauenliga und der Landesliga Süd der Männer gezogen.

Fotos: Theresa Grasskamp

Kaum eine Veranstaltung vereint so viele Facetten des Triathlonsports wie der 43. GEALAN Triathlon der IfL Hof. Wenn am 11. und 12. Juli das große Triathlon-Wochenende an den Untreusee lockt, stehen Bayerische Meisterschaften, Ligawettkämpfe, Nachwuchsrennen und Breitensport auf dem Programm. Für die Zuschauer bedeutet das zwei Tage voller abwechslungsreicher Rennen, für die Athletinnen und Athleten geht es um Titel, Ligapunkte, Cupwertungen und persönliche Bestleistungen.

Den sportlichen Höhepunkt des Samstags bildet die Bayerische Meisterschaft Team Relay. Das rasante Staffel-Format zählt zu den zuschauerfreundlichsten Varianten des Triathlonsports: Drei Athletinnen beziehungsweise drei Athleten eines Vereins absolvieren nacheinander einen kurzen, intensiven Triathlon, ehe sie ihre Teamkollegin oder ihren Teamkollegen auf die Strecke schicken. Schnelle Wechsel, Windschattenfreigabe auf der Radstrecke und ständig wechselnde Rennsituationen garantieren Spannung bis zum Schluss. Für die Vereine geht es dabei nicht nur um die Meistertitel, sondern auch um Prestige in einer Disziplin, in der Teamgeist und taktisches Geschick ebenso gefragt sind wie individuelle Stärke.

Für die Mannschaften der Regional- und Bayernliga markiert das Staffelrennen gleichzeitig den Auftakt eines harten Doppelrennens. Die Ergebnisse der Team Relay fließen gemeinsam mit der Kurzdistanz am Sonntag in die Ligawertung ein. Dieses Format verlangt den Teams einiges ab: Während am Samstag Geschlossenheit und perfekt abgestimmte Wechsel gefragt sind, entscheidet am Sonntag auf der Kurzdistanz über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen die Leistung jedes einzelnen Teammitglieds. Erst die Kombination beider Rennen ergibt das Gesamtergebnis – und macht Hof seit Jahren zu einer besonderen Herausforderung im bayerischen Ligakalender.

BM Team Relay in Hof

Nicht weniger spannend wird es am Samstag für den Triathlon-Nachwuchs. Der BTV Memmert Nachwuchscup macht erneut Station in Oberfranken und bringt Bayerns beste jungen Triathletinnen und Triathleten an den Untreusee. Für die Schülerinnen und Schüler sowie die Jugendklassen geht es um wichtige Punkte in der Cupwertung. Auch für sie gibt es das Programm mit Team-Relay, bei der ebenfalls Teamgeist und Renndynamik im Mittelpunkt stehen, und Einzelwettkampf.

Traditionell gehören natürlich auch die Jedermann-Wettbewerbe zu den tragenden Säulen der Veranstaltung in Hof. Ob Kinderrennen, oder Erwachsene auf der Volks-, Sprint- oder Kurzdistanz, als Einzelstarter oder in der Staffel – das Wettkampfangebot richtet sich immer auch an ambitionierte Hobbytriathletinnen und Hobbytriathleten sowie an Einsteiger, die erstmals Wettkampfluft schnuppern möchten.

Fotos: Elea Bayreuther

Die Starterinnen und Starter der Bayernliga in Landshut und der Regionalliga in Trebgast mussten am vergangenen Wochenende mit außergewöhnlichen Bedingungen zurechtkommen. Temperaturen von über 40 Grad in der Sonne stellten sie, aber auch Helferteams, Kampfrichter und Veranstalter vor große Herausforderungen. Dass beide Veranstaltungen dennoch erfolgreich über die Bühne gingen, war vor allem einer guten Organisation und flexiblen Entscheidungen vor Ort zu verdanken.

Schnell reagiert in Landshut

Schon vor dem ersten Start war klar: Der ursprüngliche Zeitplan muss angepasst werden. Gemeinsam entschieden sich Veranstalter und Liga-Verantwortliche kurzfristig, den Wettkampf um eine Stunde vorzuziehen. Gleichzeitig wurde die Laufstrecke verkürzt, zusätzliche Wasserstellen eingerichtet und ein Hitzekonzept konsequent umgesetzt. Selbst die Technik geriet an ihre Grenzen – kurzfristig musste sogar ein Ersatz-iPad für den Moderator einspringen. Passend zu den Extrem-Bedingungen gab Andreas Groß den Satz aus, der den Tag wohl am besten zusammenfasste: „DNF ist heute eine Option.“ Wer angesichts der Hitze ausstieg, traf keine schlechte, sondern eine vernünftige Entscheidung.

Doch die schnellen Anpassungen zeigten Wirkung: Trotz der extremen Temperaturen gab es keine medizinischen Zwischenfälle – der wohl schönste Erfolg des Tages.

Sportlich verlangte vor allem die anspruchsvolle Radstrecke den Ligastarterinnen und Ligastartern einiges ab. Der berüchtigte Anstieg mit rund 100 Höhenmetern machte das Rennen zu einer echten Herausforderung. Mit einer starken Mannschaft präsentierte sich dabei das Herrenteam des TSV Gaimersheim. Nach einer geschlossenen Leistung auf der Schwimm- und Radstrecke sowie einem starken Lauf sicherte sich Bastian Glockshuber den Tagessieg. Gemeinsam mit Anton Kress, Max Zech und dem kurzfristig eingesprungenen Lukas Dittmar gelang dem Team zudem erstmals der Sieg in der Mannschaftswertung der Bayernliga. Michael Fuchs (TSV Burglengenfeld) und Matthias Türk (Böhnlein Sports Bamberg) komplettierten die Podestplätze.
In der Teamwertung der Männer führt nach dem Rennen der MRRC München II vor dem TSV Burglengenfeld und dem SV Bayreuth.

In der Einzelwertung der  Frauen setzte sich Anja Beck (TWin Neumarkt) durch. Julia Sterk (SV Würzburg 05 II), Hanna Ehnis (SSV Forchheim II) folgten. Spitzenreiter der Liga-Tabelle nach zwei Rennen ist nun der SSV Forchheim II vor dem Post SV Nürnberg und Tristar Regensburg II.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte außerdem ein junger spanischer Profi, der außerhalb der Liga an den Start ging. Der Mathematik- und Datenanalyse-Student der TU München absolviert derzeit seine erste Profisaison, kann bereits mehrere spanische Meistertitel vorweisen und bringt eine Halbmarathon-Bestzeit von beeindruckenden 1:02 Stunden mit – ein Name, den man sich merken sollte.

Trebgast: Wenn Durchkommen schon eine Leistung ist

Während Landshut mit einem angepassten Wettkampfformat auf die Hitze reagierte, stand in Trebgast das reguläre Programm auf dem Plan. Die hohen Temperaturen forderten jedoch auch hier allen Beteiligten alles ab. Entsprechend diszipliniert gingen die Athletinnen und Athleten das Rennen an, teilten ihre Kräfte klug ein und lieferten trotz der extremen Bedingungen starke Leistungen ab.

Bei den Frauen entwickelte sich ein spannendes Rennen, das Anna Weizenegger (RSC Kempten) knapp für sich entschied. Nur gut eine Sekunde dahinter folgte die erst 17-jährige Dana Schörner vom Tri Team der IfL Hof. Dritte wurde Nina Mayer (TSV Harburg).

Das Männerrennen gewann Felix Schiller (Timeless Planet TG Viktoria Augsburg) in 50:56 Minuten. Sebastian Neef und Kilian Bauer (beide TSG 08 Roth II) komplettierten das Podium.

In der Teamwertung der Frauen führt derzeit der TV Planegg-Krailing vor der TSG 08 Roth und dem TSV Harburg. Bei den Männern liegt die TG Viktoria Augsburg an der Spitze, gefolgt vom TV 1848 Erlangen und der TSG 08 Roth II.

Nach diesem heißen Rennwochenende richtet sich der Blick nun auf den nächsten Ligastopp: Beim Doppelrennwochenende in Hof wartet bereits die nächste Bewährungsprobe auf die Teams der Bayerischen Triathlonligen.

Foto: Thomas Knodt

Das dritte Rennen der Landesliga Süd der Männer am 21. Juni 2026 in Bad Tölz verlangte den Athleten über die Kurzdistanz alles ab. Bereits um 7:00 Uhr morgens startete der Tag für die Mannschaften mit der obligatorischen Teambesprechung. Logistisch bedeutete die Traditionsveranstaltung wie gewohnt einen erhöhten Aufwand, da die beiden Wechselzonen an unterschiedlichen Orten lagen und die Athletenbeutel im Vorfeld transportiert werden mussten. Pünktlich um 8:30 Uhr fiel schließlich der Startschuss bei sommerlichen Temperaturen, die bereits am Morgen so hoch waren, dass ein offizielles Neoprenanzug-Verbot ausgesprochen wurde.

Auf der Radstrecke, die über zwei Runden von Dietramszell nach Bad Tölz führte, fanden die Teilnehmer im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verbesserte Bedingungen vor. Die frisch asphaltierte Straße rollte hervorragend und entschädigte für den ehemals schlechten Zustand des Untergrunds. Nach dem zweiten Wechsel, der wie das Ziel im Stadion des Gymnasiums Bad Tölz lag, wartete auf die Athleten die eigentliche Belastungsprobe des Tages. Zwei Laufrunden auf der schattenlosen Laufstrecke mussten bei mittlerweile 33 Grad Celsius absolviert werden.

In der Einzelwertung dominierte Felix Michl vom SV Grün-Weiß Holzkirchen das Geschehen und sicherte sich mit einer Endzeit von 2:01:28 Stunden den Tagessieg, gefolgt von Paul Garreis (TSV Eintracht Karlsfeld; 2:04:52 Stunden) und Tim Wolf (MRRC München III; 2:05:08 Stunden). In der Mannschaftswertung kam es an der Spitze zu einem hauchdünnen Ausgang: Der TSV Eintracht Karlsfeld und die Gastgeber des WSV Bad Tölz II erreichten mit der exakt gleichen Platzziffer 29 den gemeinsamen ersten Platz. Das Podium komplettierte der SV Grün-Weiß Holzkirchen auf dem dritten Rang mit der Platzziffer 31.

Alle Ergebnisse des Rennens sind hier zu finden (Link).

Foto: Theresa Grasskamp

Traditionell fällt beim Triathlon in Weiden der erste Triathlon-Startschuss des Jahres. Neben zahlreichen Jedermännern und -Frauen ist damit auch die Bayerische Triathlon Liga in die neue Saison gestartet. Nicht nur deshalb ist das Rennen besonders: Was Pierre Jander und sein Team in den vergangenen Jahren aufgebaut haben, ist ein wahres Saison-Start-Fest. Mit Bayernliga, Regionalliga und Landesliga der Damen und Herren waren insgesamt sechs Ligabereiche vertreten. Hinzu kamen offene Rennen über die Supersprint-, Sprint- und olympische Distanz.

„Die Veranstaltung hat sich enorm entwickelt“, sagte Moderator Andreas Groß, der seit vielen Jahren in Weiden vor Ort ist. Besonders die kompakte Anlage prägt den Charakter der Veranstaltung. „Du musst dir das vorstellen wie eine kleine Arena. Vor dir der See, den du komplett überblicken kannst. Rundherum die Laufstrecke. Die Zuschauer sind hautnah dabei.“

Genau daraus entsteht in Weiden eine Dynamik, die Athletinnen, Athleten und Zuschauer mitnimmt. Rund um das Gelände reihten sich Pavillons und „Teamstützpunkte“ aneinander, dazwischen wurde gefachsimpelt, vorbereitet, angefeuert und regeneriert. Die Massagebereiche der Töpfer-Schulen lagen mitten im Geschehen. Trotz des Ernstes im Kampf um Punkte und Sekunden wirkte der gesamte Renntag  entspannt. „Inzwischen fühlt sich das alles wie eine große Familie an“, meinte Groß. „Die Teams reisen mit ihren Pavillons an, daraus entsteht fast eine kleine Zeltstadt. Alles wirkt offen und freundschaftlich – und gleichzeitig geht es sportlich um absolute Spitzenleistungen.“

Volles Programm und knappe Rennen zum Auftakt

Dabei war das Programm alles andere als klein. Mit Bayernliga, Regionalliga und Landesliga der Damen und Herren waren insgesamt sechs Ligarennen vertreten. Dazu kamen offene Wettkämpfe über die Supersprint-, Sprint- und olympische Distanz. Schon am Morgen zeigte sich, wie eingespielt die Abläufe inzwischen sind. Der Einzelsprint mit Zehn-Sekunden-Startabständen lief ohne größere Verzögerungen durch. „Alle waren pünktlich am Start und extrem diszipliniert. Das muss man wirklich loben“, so Groß. Dass ein Renntag mit dieser Größe trotzdem so ruhig ablief, blieb für viele eines der auffälligsten Merkmale. Wechselzonen, Zielbereich und Laufstrecke waren über Stunden stark frequentiert – Hektik entstand dennoch kaum. „Eigentlich perfekte Voraussetzungen für Chaos“, meinte Groß rückblickend. „Aber genau das Gegenteil war der Fall. Alle haben aufeinander Rücksicht genommen. Kein Stress, kein lautes Wort.“

Eventgelände mit grüner Wiese, Menschen und See im Hintergrund

In der Regionalliga waren am Ende die Frauen der TSG 08 Roth I erfolgreich nachdem Laura Mederer und Anne Schmidhuber schon in der Prolog-Einzelwertung die ersten zwei Plätze belegten und dann auch die Mannschaftsverfolgung knapp für sich entschieden. Im Männer-Prolog der Regionalliga sah es zunächst ähnlich aus: Kilian Bauer und Jan Pluta von der TSG 08 Roth belegten die ersten beiden Treppchenplätze vor Lukas Stengel (TV 1848 Erlangen). In der Mannschaftsverfolgung setzten sich dann jedoch die Erlangener durch.

Am Stärksten in der Bayernliga präsentierten sich die Damen des SSV Forchheim II dank einer geschlossenen Teamleistung und während die Herren des MRRC München II nach dem Prolog noch auf Platz zwei lagen, erkämpften sie sich in der Mannschaftsverfolgung den Sieg.

Besonders stark präsentierten sich die Teilnehmerinnen der erstmals ausgetragene Landesliga der Frauen. Fast 15 Teams gingen an den Start und fügten sich perfekt in den Ligabetrieb ein. „Die Frauen wirkten direkt, als wären sie schon seit Jahren Teil der Liga“, sagte Groß. „Professionell, gleichzeitig locker und familiär. Das hat richtig Spaß gemacht.“ Die stärkste Mannschaftsleistung zeigt an diesem Tag das Team TV 1848 Erlangen II. In der Wertung der Landesliga Nord der Männer war dank den Plätzen 1,2 und 4 der Mannschaftssieg von „run& bike Kehlheim“ unvermeidbar.

Auch BTV-Präsident Gerd Rucker verfolgte das Geschehen vor Ort und sprach über die Entwicklung des Sports in Bayern. Dabei würdigte er nicht nur die Arbeit des Organisationsteams um Pierre Jander, sondern auch die positive Entwicklung des Triathlonsports insgesamt.

Alle Ergebnisse des Rennens im Detail gibt es hier.

Fotos: Andreas Groß

Es gibt Momente im Sport, die so schnell vergehen, dass das bloße Auge sie kaum erfassen kann. Doch wenn das Licht perfekt fällt, die Kamera im richtigen Bruchteil einer Sekunde auslöst und ein Athlet über sich hinauswächst, entstehen faszinierende Bilder. Ein solches Bild ist „Der Wasserläufer“. Es zeigt den Triathleten Robert „Quinn“ Gould vom TV 1848 Erlangen während der Mixed Relay bei den Finals 2025 in Dresden. Das Foto wurde vor kurzem mit dem renommierten Sven-Simon-Preis als „Sportfoto des Jahres 2025“ ausgezeichnet.

Eine Auszeichnung mit Tradition und Strahlkraft

Der Sven-Simon-Preis wird jährlich von der „Welt am Sonntag“ verliehen und gilt als die wichtigste und mit 10.000 Euro am höchsten dotierte Auszeichnung für Sportfotografie in Deutschland. Benannt ist er nach dem Pseudonym des verstorbenen Axel Springer jr., der selbst ein leidenschaftlicher Fotograf war. Die Entscheidung trifft keine gewöhnliche Jury: Große Namen des deutschen Sports, darunter Legenden wie Bastian Schweinsteiger, Dirk Nowitzki, Franziska van Almsick und Katarina Witt, wählen das Bild aus, das das Wesen des Sports ihrer Meinung nach am eindrucksvollsten einfängt. In diesem Jahr fiel die Wahl auf das Werk des dpa-Fotografen Robert Michael.

Betrachtet man das Motiv „Wasserläufer“, scheint die Schwerkraft für einen Moment aufgehoben. Quinn Gould befindet sich mitten im Lauf in die Elbe. Doch die Perspektive und der exakte Zeitpunkt des Auslösens erzeugen eine faszinierende Illusion: Es wirkt nicht, als würde der Athlet ins Wasser eintauchen, sondern als würde er mit kraftvollen Schritten über die glitzernde Oberfläche des Flusses rennen. Das Wasser spritzt unter den Füßen auf, wie es sonst nur bei festem Untergrund zu erwarten wäre, was den Eindruck des „Laufes auf dem Wasser“ verstärkt. Die Lichtreflexionen auf der Wasseroberfläche wirken wie ein Teppich, der den Triathleten trägt. Das Bild lässt auch die Grenze zwischen Anstrengung und Leichtigkeit verschwimmen.

Von der Kunst zum Wettkampf: Die Finals 2025

Das magische Foto entstand am 31. Juli 2025 in Dresden. Die sächsische Landeshauptstadt bot an sich schon einen spektakulären Rahmen für die Deutschen Meisterschaften im Triathlon. Inmitten dieses hochkarätigen Feldes fanden sich auch Starter der Triathlon-Abteilung des TV 1848 Erlangen. Der Verein, der auch für seine jahrzehntelange ambitionierte Nachwuchsarbeit und seinen Teamgeist bekannt ist, schickte mit der Mixed-Relay-Staffel ein Quartett ins Rennen, das sich im Konzert der Großen behaupten wollte.

So gingen Giulia Göttler, Johannes Bader, Matylda Jozwiak und eben Quinn (Robert) Gould an den Start. Quinn Gould absolvierte seinen Einsatz als Schlussstarter in einer Gesamtzeit von 19:10 Minuten. Am Ende sicherte sich das Team des TV 1848 Erlangen mit einer Gesamtzeit von 1:20:39 Stunden den 10. Platz in der Gesamtwertung der Deutschen Meisterschaft Mixed Relay.

Länger als dieses Ergebnis bleibt nun sicher das Foto in Erinnerung. Wir haben den Sportler selbst dazu interviewt.

Quinn, das Foto von deinem Sprung in die Elbe ist nun das „Sportfoto des Jahres“. Wie fühlt es sich an, zu wissen, dass Sportikonen wie Dirk Nowitzki oder Bastian Schweinsteiger genau dieses Bild von dir als das beste des Jahres ausgewählt haben?

Ich fühle mich sehr geehrt, dass dieses tolle Bild als Sportfoto des Jahres ausgewählt wurde. Es ist natürlich etwas besonderes das Sportikonen dieses Bild so positiv bewerten und hoffentlich dem Triathlon eine größere Bühne gewähren. Der Fotograf hat hier meiner Meinung nach einen hervorragenden Moment erwischt und ich freue mich besonders das ich auf diesem Bild dargestellt bin.

Auf dem Bild sieht es so aus, als würdest du über das Wasser laufen. Kannst du dich noch an den Moment des Eintauchens in Dresden erinnern, oder warst du in diesem Augenblick rein im Tunnel des Wettkampfs?

Ich erinnere mich noch gut an diesem Moment. In den ersten Sekunden war ich wahnsinnig aufgeregt, da es mein Debüt auf so einer großen Bühne war. Aber ich wusste, was wir als Team geleistet hatten, und das hat mir Vertrauen gegeben. Die Vorfreude, das harte Training der letzten Wochen endlich auf die Strecke zu bringen, war einfach größer als die Nervosität. Wir hatten uns in der Mannschaft vorgenommen, trotz des Fokus den Moment auch zu genießen – und ich finde, dieses Gefühl fängt das Foto perfekt ein. 

Die Mixed Relay ist ein extrem spannendes, aber auch emotionales Format. Wie hast du die Atmosphäre in Dresden und im Team während der Finals 2025 erlebt?

Eine Atmosphäre wie bei den Finals in Dresden habe ich bisher noch nie erlebt. Da es den ganzen Vormittag geregnet hatte, hatten wir anfangs die Sorge, vor leeren Rängen zu starten. Doch kurz vor dem Wettkampf kam die Sonne heraus und mit ihr auch die Menschenmassen an der Strecke. Besonders beim Radfahren am Terrassenufer wurde man von den Jubelschreien förmlich getragen. Auch die Stimmung auf der Brücke während der Laufstrecke war einfach unvergesslich. Es ist großartig zu sehen, dass der Triathlon im Rahmen der Finals ein so riesiges Publikum begeistert.

Ein solches Foto rückt dich plötzlich ins Rampenlicht. Welche sportlichen Ziele hast du dir für die kommende Saison gesetzt, um auch ohne „magische“ Fotografie wieder ganz vorne dabei zu sein?

Klar freue ich mich über das Bild, aber das Lob dafür gehört dem Fotografen – ich konzentriere mich lieber weiter auf mein Training. Die Motivation für die kommende Saison ist riesig. Gemeinsam mit meinem Team will ich in der zweiten Bundesliga oben mitmischen. Mein Hauptziel ist die Bundesliga, aber ich will bei so vielen Rennen wie möglich dabei sein, weil ich den Wettkampfmodus einfach liebe. Am Ende geht es mir darum, Erfahrung zu sammeln, Spaß zu haben und mich als Sportler weiterzuentwickeln.

Foto: private Aufnahme

Das große Liga-Finale in Schongau bot alles, was das Triathlon-Herz begehrt – nur eben kein Schwimmen. Der Lech führte derart viel Wasser, dass der sonst für das Schwimmen genutzte Abschnitt nicht wie geplant gestaut werden konnte. Damit war früh klar: Aus dem Triathlon wird ein Duathlon. Schon einige Tage vor dem Finale mussten die Veranstalter schweren Herzens das Schwimmen streichen. Die Wassermassen, die aus den Bergen herabströmten, machten eine sichere Durchführung unmöglich. Die Ligastarterinnen und Starter nahmen die Anpassung sportlich. Andreas Groß fasste vor Ort treffend zusammen: „Wenn du siehst, was da für Wassermassen durchgehen und welcher Zug da drauf ist – da brauchst du acht Stunden für 1,5 Kilometer.“

Trotzdem: „Es war ein geniales Finale“, schwärmte Moderator Andreas Groß, der die Saison über die Rennen begleitete. „Manche Wertung war total klar, manche Platzierung wurde hauchdünn erkämpft.“ Für die Teams ging es noch einmal im Mannschaftswettkampf über die Sprintdistanz. Trotz des untypischen Duathlon-Formats wurde die Strecke ihrem Ruf gerecht. Direkt nach dem Radstart wartete ein knackiger Anstieg. Wer da nicht schnell in die Schuhe kam, hatte das Nachsehen. Die Athletinnen und Athleten meisterten die technischen Anforderungen mit Bravour. Kleinere Stürze blieben glücklicherweise ohne größere Folgen. Die Stimmung an der Strecke: familiär und herzlich und damit typisch Schongau.

Regionalliga Männer: Neumarkt dominiert die Saison

Sportlich legten die Männer vom Triathlon Team Neumarkt eine eindrucksvolle Saison hin. Als Favoriten ins Finale gestartet, machten sie in Schongau mit dem Tagessieg nach 1:02:48 Stunden auch den Gesamtsieg klar und steigen verdient in die 2. Bundesliga auf. Auch die weiteren Podestplätze wurden mit starken Leistungen untermauert und sorgten für ein rundum spannendes Finale in der höchsten bayerischen Liga. Der MRRC München kam nur fünf Sekunden hinter den Neumarktern ins Ziel. Auf Platz drei folgte das La Carrera Triteam Rothsee mit gutem Saisonabschluss.

Regionalliga Frauen: Würzburg zittert sich zum Titel

Deutlich spannender ging es bei den Damen zu: Nach vier souveränen Siegen geriet Würzburg beim Liga-Finale ins Straucheln. Mit Platz acht in der Tageswertung wurde der Saisonsieg zur Zitterpartie. Am Ende reichte es mit hauchdünnem Vorsprung noch für Pokal. An diesem Tag legten die Kemptener Frauen eine klasse Vorstellung hin. Das Team aus Roth versuchte auch mit einem Vormarsch von Topathletin Vanessa Aberham dagegenzuhalten, musste sich aber am Ende um einen Wimpernschlag geschlagen geben. Ein echtes Krimi-Finale! Den dritten Podestplatz sichere sich der TSV Gaimersheim.

Bayernliga Männer: Kirchseeon überrascht

In der Bayernliga der Männer war Spannung garantiert: Harburg, der Munich Triathlon Club und Würzburg gingen fast punktgleich ins Rennen. Während Harburg nicht den besten Tag erwischte und sich mit Platz fünf aus dem Rennen um den Saisonsieg katapultierte, nutzte der ATSV Kirchseeon die Gunst der Stunde. Mit einem überraschenden Tagessieg sicherte sich das Team aus dem Münchner Umland wichtige Punkte und schob sich damit weit nach vorne. Die Saisonkrone holte sich schließlich der Munich Triathlon Club, dem eine konstante Saison und Tagesplatz zwei den Gesamtsieg bescherte. Es folgte das Team SV Würzburg 05 III.

Bayernliga Damen: Klarer Sieg für den Munich Triathlon Club

Bei den Damen war der Fall klar: Der Munich Triathlon Club dominierte die Saison nach Belieben. Mit drei Siegen in drei Rennen ließen hatten sie bis dato schon keinen Zweifel an ihrer Klasse aufkommen lassen. Auch in Schongau blieben sie ungeschlagen: „Souverän, souverän – ein verdienter Gesamtsieg!“ kommentierte Andreas Groß. Knapper war an diesem Tag der Kampf um Platz zwei und drei, den schlussendlich die SG Allgäu-Chiemgau um 14 Sekunden gegen den TWin Neumarkt verteidigte.

Moderator Andreas, der bereits zum 13. Mal in Schongau mit dabei war, brachte es abschließend auf den Punkt: „Konstanz zahlt sich aus. Nichtsdestotrotz war es toll zu sehen, dass immer wieder Teams mit grandiosen Tagesleistungen dazwischenfunkten!“

Die finalen Ergebnisse sowie alle Auf- und Absteiger der Ligen finden sich wie gewohnt unter: https://triathlonbayern.de/liga/

Die Ergebnisse aus Schongau gibt es unter https://my.raceresult.com/322257/results

Foto: Tom Mayer

Der Triathlon Hof gehört seit jeher zu den Veranstaltungen, die für wirklich jeden etwas bieten. Vom Kinder-, über das Hobby-Rennen bis hin zum zweitägigen Liga-Highlight. Letzteres wurde in diesem Jahr erneut durch den Wettkampf der Bayerischen Meisterschaft Team Relay aufgewertet und damit zum packenden Rennen um Sekunden.

Samstag: Spannendes Staffelrennen bei nasskaltem Wetter

Der Samstag forderte die Athletinnen und Athleten sportlich und mental: Bei 13 °C und anhaltendem Nieselregen herrschten harte Bedingungen. Dennoch traten in zwei Startgruppen insgesamt 55 Teams über die Team-Relay-Distanz (0,2 km Schwimmen, 5,1 km Radfahren, 1,5 km Laufen) an. Den Auftakt machten die Frauen-Teams der Regionalliga und Bayernliga (je 10 bzw. 15 Teams), gefolgt von den Männern (jeweils 15 Teams in beiden Ligen).

In der Regionalliga der Frauen legte Laura Mederer (TSG 08 Roth) einen furiosen ersten Abschnitt hin. Die Siegerin des Rothsee-Triathlons von vor drei Wochen übergab mit deutlichem Vorsprung auf die Konkurrenz. Doch bereits im zweiten Lauf übernahm der SV Würzburg 05 in der Besetzung Josefine Doseth, Lea Cagol undCharlotte Doseth das Kommando und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. Die TSG 08 Roth sicherte sich Rang zwei, gefolgt vom TSV Harburg. In exakt dieser Reihenfolge wurde auch die Bayerische Meisterschaft in der Team Relay vergeben – eine starke Teamleistung der Würzburgerinnen, die an diesem Wochenende Bestform zeigten.

In der Bayernliga der Frauen setzte sich der Munich Triathlon Club (Johanna Lorenz|Anne Seifen|Katrin Reischmann) durch und verwies die SG Allgäu-Chiemgau sowie SV Würzburg II auf die Plätze zwei und drei.

Männerstaffeln: Hochspannung, Stürze und ein packendes Finish

Bei den Männern zeichnete sich in der Regionalliga schnell eine Spitzengruppe ab: Die Teams von Jahn Freising, TSG 08 Roth, TWIN Neumarkt und La Carrera TriTeam Rothsee dominierten den Wettkampf. Mehrfach wechselte die Führung, was das Rennen extrem spannend gestaltete. Überschattet wurde der Wettbewerb von mehreren Radstürzen – am schwersten traf es Tim Frisch (La Carrera TriTeam Rothsee), der mit einem Schlüsselbeinbruch das Rennen vorzeitig beenden musste.
Im packenden Finale auf den letzten 500 Metern überholte Thomas Wittmann (TWIN Neumarkt) den bis dahin führenden Kilian Bauer (TSG 08 Roth) und sicherte seinem Team ( Tobias Ulbrich|Gabriel Noderer|Thomas Wittmann) den Sieg. Rang drei ging an den MRRC München. In der gesonderten Wertung zur Bayerischen Meisterschaft, in der nur Teams mit ausschließlich Athleten mit Erststartrecht berücksichtigt wurden, setzte sich ebenfalls TWIN Neumarkt durch, gefolgt von MRRC und Viktoria Augsburg. Die Lokalmatadoren vom IfL Hof verpassten das Podest nur knapp.

In der Bayernliga der Männer zeigte das Team des TSV Harburg mit Simon Naschwitz, Stefan Richter und Leo Österlein erneut seine gute Form und gewann vor dem Munich Triathlon Club und SV Würzburg III.

Sonntag: Einzelrennen bei besseren Bedingungen

Der Sonntag brachte bessere äußere Bedingungen: Bei trockener Witterung und bis zu 22 °C, herrschten gute Voraussetzungen für die Kurzdistanz mit Windschattenfreigabe der Ligen. Die Wassertemperatur von 20,7 °C bedeutete allerdings ein Neoverbot. Der Startschuss für die Regionalliga Männer fiel bereits früh um 08:30 Uhr – ein straffer Zeitplan war notwendig, um alle Rennen unterzubringen.

Kilian Bauer (TSG 08 Roth) zeigte sich gut erholt vom Vortag und gewann das Einzelrennen der Regionalliga Männer vor Niklas Ludwig (Jahn Freising) und Tobias Heining (Post SV Nürnberg). In der Teamwertung setzte sich die TSG 08 Roth souverän durch, gefolgt von TWIN Neumarkt und MRRC.

Der TSV Harburg zeigte auch im Einzelrennen Konstanz und wiederholte seinen Tagessieg vom Samstag. Auf Platz zwei landete erneut der Munich Triathlon Club, Rang drei ging wie am Vortag an SV Würzburg III.

Regionalliga Frauen: Mederer dominiert erneut – Würzburg holt Mannschaftssieg

Laura Mederer (TSG 08 Roth) war einmal mehr die dominierende Athletin im Feld der Regionalliga Frauen. Mit einem eindrucksvollen Solo-Sieg verwies sie Eleisa Haag (SV Würzburg 05) und Cornelia Grische (TSV Gaimersheim) deutlich auf die Plätze. In der Teamwertung setzte sich diesmal der SV Würzburg 05 durch, gefolgt von TSV Gaimersheim und der TSG 08 Roth.

In der Bayernliga der Frauen ließ der Munich Triathlon Club nichts anbrennen und gewann die Teamwertung. Böhnlein Sports Bamberg folgte auf Platz zwei, Rang drei sicherte sich das zweite Team des SV Würzburg.

Den Sieg beim traditionellen Rennen der Kurzdistanz ohne Windschattenfreigabe holte sich Lokalmatador Sebastian Marx vom GEALAN Tri Team IfL Hof vor Max Blank und Marcel Ottiger. Das Rennen der Frauen entschied Julia Skala (Team P3) vor Maja Betz (SC Ostheim/Rhön) und Markéta Musilová für sich.

Alle Ergebnisse sind hier zu finden.

Foto: Elea Bayreuther