Kaum eine Veranstaltung vereint so viele Facetten des Triathlonsports wie der 43. GEALAN Triathlon der IfL Hof. Wenn am 11. und 12. Juli das große Triathlon-Wochenende an den Untreusee lockt, stehen Bayerische Meisterschaften, Ligawettkämpfe, Nachwuchsrennen und Breitensport auf dem Programm. Für die Zuschauer bedeutet das zwei Tage voller abwechslungsreicher Rennen, für die Athletinnen und Athleten geht es um Titel, Ligapunkte, Cupwertungen und persönliche Bestleistungen.

Den sportlichen Höhepunkt des Samstags bildet die Bayerische Meisterschaft Team Relay. Das rasante Staffel-Format zählt zu den zuschauerfreundlichsten Varianten des Triathlonsports: Drei Athletinnen beziehungsweise drei Athleten eines Vereins absolvieren nacheinander einen kurzen, intensiven Triathlon, ehe sie ihre Teamkollegin oder ihren Teamkollegen auf die Strecke schicken. Schnelle Wechsel, Windschattenfreigabe auf der Radstrecke und ständig wechselnde Rennsituationen garantieren Spannung bis zum Schluss. Für die Vereine geht es dabei nicht nur um die Meistertitel, sondern auch um Prestige in einer Disziplin, in der Teamgeist und taktisches Geschick ebenso gefragt sind wie individuelle Stärke.

Für die Mannschaften der Regional- und Bayernliga markiert das Staffelrennen gleichzeitig den Auftakt eines harten Doppelrennens. Die Ergebnisse der Team Relay fließen gemeinsam mit der Kurzdistanz am Sonntag in die Ligawertung ein. Dieses Format verlangt den Teams einiges ab: Während am Samstag Geschlossenheit und perfekt abgestimmte Wechsel gefragt sind, entscheidet am Sonntag auf der Kurzdistanz über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen die Leistung jedes einzelnen Teammitglieds. Erst die Kombination beider Rennen ergibt das Gesamtergebnis – und macht Hof seit Jahren zu einer besonderen Herausforderung im bayerischen Ligakalender.

BM Team Relay in Hof

Nicht weniger spannend wird es am Samstag für den Triathlon-Nachwuchs. Der BTV Memmert Nachwuchscup macht erneut Station in Oberfranken und bringt Bayerns beste jungen Triathletinnen und Triathleten an den Untreusee. Für die Schülerinnen und Schüler sowie die Jugendklassen geht es um wichtige Punkte in der Cupwertung. Auch für sie gibt es das Programm mit Team-Relay, bei der ebenfalls Teamgeist und Renndynamik im Mittelpunkt stehen, und Einzelwettkampf.

Traditionell gehören natürlich auch die Jedermann-Wettbewerbe zu den tragenden Säulen der Veranstaltung in Hof. Ob Kinderrennen, oder Erwachsene auf der Volks-, Sprint- oder Kurzdistanz, als Einzelstarter oder in der Staffel – das Wettkampfangebot richtet sich immer auch an ambitionierte Hobbytriathletinnen und Hobbytriathleten sowie an Einsteiger, die erstmals Wettkampfluft schnuppern möchten.

Fotos: Elea Bayreuther

Die Starterinnen und Starter der Bayernliga in Landshut und der Regionalliga in Trebgast mussten am vergangenen Wochenende mit außergewöhnlichen Bedingungen zurechtkommen. Temperaturen von über 40 Grad in der Sonne stellten sie, aber auch Helferteams, Kampfrichter und Veranstalter vor große Herausforderungen. Dass beide Veranstaltungen dennoch erfolgreich über die Bühne gingen, war vor allem einer guten Organisation und flexiblen Entscheidungen vor Ort zu verdanken.

Schnell reagiert in Landshut

Schon vor dem ersten Start war klar: Der ursprüngliche Zeitplan muss angepasst werden. Gemeinsam entschieden sich Veranstalter und Liga-Verantwortliche kurzfristig, den Wettkampf um eine Stunde vorzuziehen. Gleichzeitig wurde die Laufstrecke verkürzt, zusätzliche Wasserstellen eingerichtet und ein Hitzekonzept konsequent umgesetzt. Selbst die Technik geriet an ihre Grenzen – kurzfristig musste sogar ein Ersatz-iPad für den Moderator einspringen. Passend zu den Extrem-Bedingungen gab Andreas Groß den Satz aus, der den Tag wohl am besten zusammenfasste: „DNF ist heute eine Option.“ Wer angesichts der Hitze ausstieg, traf keine schlechte, sondern eine vernünftige Entscheidung.

Doch die schnellen Anpassungen zeigten Wirkung: Trotz der extremen Temperaturen gab es keine medizinischen Zwischenfälle – der wohl schönste Erfolg des Tages.

Sportlich verlangte vor allem die anspruchsvolle Radstrecke den Ligastarterinnen und Ligastartern einiges ab. Der berüchtigte Anstieg mit rund 100 Höhenmetern machte das Rennen zu einer echten Herausforderung. Mit einer starken Mannschaft präsentierte sich dabei das Herrenteam des TSV Gaimersheim. Nach einer geschlossenen Leistung auf der Schwimm- und Radstrecke sowie einem starken Lauf sicherte sich Bastian Glockshuber den Tagessieg. Gemeinsam mit Anton Kress, Max Zech und dem kurzfristig eingesprungenen Lukas Dittmar gelang dem Team zudem erstmals der Sieg in der Mannschaftswertung der Bayernliga. Michael Fuchs (TSV Burglengenfeld) und Matthias Türk (Böhnlein Sports Bamberg) komplettierten die Podestplätze.
In der Teamwertung der Männer führt nach dem Rennen der MRRC München II vor dem TSV Burglengenfeld und dem SV Bayreuth.

In der Einzelwertung der  Frauen setzte sich Anja Beck (TWin Neumarkt) durch. Julia Sterk (SV Würzburg 05 II), Hanna Ehnis (SSV Forchheim II) folgten. Spitzenreiter der Liga-Tabelle nach zwei Rennen ist nun der SSV Forchheim II vor dem Post SV Nürnberg und Tristar Regensburg II.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte außerdem ein junger spanischer Profi, der außerhalb der Liga an den Start ging. Der Mathematik- und Datenanalyse-Student der TU München absolviert derzeit seine erste Profisaison, kann bereits mehrere spanische Meistertitel vorweisen und bringt eine Halbmarathon-Bestzeit von beeindruckenden 1:02 Stunden mit – ein Name, den man sich merken sollte.

Trebgast: Wenn Durchkommen schon eine Leistung ist

Während Landshut mit einem angepassten Wettkampfformat auf die Hitze reagierte, stand in Trebgast das reguläre Programm auf dem Plan. Die hohen Temperaturen forderten jedoch auch hier allen Beteiligten alles ab. Entsprechend diszipliniert gingen die Athletinnen und Athleten das Rennen an, teilten ihre Kräfte klug ein und lieferten trotz der extremen Bedingungen starke Leistungen ab.

Bei den Frauen entwickelte sich ein spannendes Rennen, das Anna Weizenegger (RSC Kempten) knapp für sich entschied. Nur gut eine Sekunde dahinter folgte die erst 17-jährige Dana Schörner vom Tri Team der IfL Hof. Dritte wurde Nina Mayer (TSV Harburg).

Das Männerrennen gewann Felix Schiller (Timeless Planet TG Viktoria Augsburg) in 50:56 Minuten. Sebastian Neef und Kilian Bauer (beide TSG 08 Roth II) komplettierten das Podium.

In der Teamwertung der Frauen führt derzeit der TV Planegg-Krailing vor der TSG 08 Roth und dem TSV Harburg. Bei den Männern liegt die TG Viktoria Augsburg an der Spitze, gefolgt vom TV 1848 Erlangen und der TSG 08 Roth II.

Nach diesem heißen Rennwochenende richtet sich der Blick nun auf den nächsten Ligastopp: Beim Doppelrennwochenende in Hof wartet bereits die nächste Bewährungsprobe auf die Teams der Bayerischen Triathlonligen.

Foto: Thomas Knodt

Das dritte Rennen der Landesliga Süd der Männer am 21. Juni 2026 in Bad Tölz verlangte den Athleten über die Kurzdistanz alles ab. Bereits um 7:00 Uhr morgens startete der Tag für die Mannschaften mit der obligatorischen Teambesprechung. Logistisch bedeutete die Traditionsveranstaltung wie gewohnt einen erhöhten Aufwand, da die beiden Wechselzonen an unterschiedlichen Orten lagen und die Athletenbeutel im Vorfeld transportiert werden mussten. Pünktlich um 8:30 Uhr fiel schließlich der Startschuss bei sommerlichen Temperaturen, die bereits am Morgen so hoch waren, dass ein offizielles Neoprenanzug-Verbot ausgesprochen wurde.

Auf der Radstrecke, die über zwei Runden von Dietramszell nach Bad Tölz führte, fanden die Teilnehmer im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verbesserte Bedingungen vor. Die frisch asphaltierte Straße rollte hervorragend und entschädigte für den ehemals schlechten Zustand des Untergrunds. Nach dem zweiten Wechsel, der wie das Ziel im Stadion des Gymnasiums Bad Tölz lag, wartete auf die Athleten die eigentliche Belastungsprobe des Tages. Zwei Laufrunden auf der schattenlosen Laufstrecke mussten bei mittlerweile 33 Grad Celsius absolviert werden.

In der Einzelwertung dominierte Felix Michl vom SV Grün-Weiß Holzkirchen das Geschehen und sicherte sich mit einer Endzeit von 2:01:28 Stunden den Tagessieg, gefolgt von Paul Garreis (TSV Eintracht Karlsfeld; 2:04:52 Stunden) und Tim Wolf (MRRC München III; 2:05:08 Stunden). In der Mannschaftswertung kam es an der Spitze zu einem hauchdünnen Ausgang: Der TSV Eintracht Karlsfeld und die Gastgeber des WSV Bad Tölz II erreichten mit der exakt gleichen Platzziffer 29 den gemeinsamen ersten Platz. Das Podium komplettierte der SV Grün-Weiß Holzkirchen auf dem dritten Rang mit der Platzziffer 31.

Alle Ergebnisse des Rennens sind hier zu finden (Link).

Foto: Theresa Grasskamp

Traditionell fällt beim Triathlon in Weiden der erste Triathlon-Startschuss des Jahres. Neben zahlreichen Jedermännern und -Frauen ist damit auch die Bayerische Triathlon Liga in die neue Saison gestartet. Nicht nur deshalb ist das Rennen besonders: Was Pierre Jander und sein Team in den vergangenen Jahren aufgebaut haben, ist ein wahres Saison-Start-Fest. Mit Bayernliga, Regionalliga und Landesliga der Damen und Herren waren insgesamt sechs Ligabereiche vertreten. Hinzu kamen offene Rennen über die Supersprint-, Sprint- und olympische Distanz.

„Die Veranstaltung hat sich enorm entwickelt“, sagte Moderator Andreas Groß, der seit vielen Jahren in Weiden vor Ort ist. Besonders die kompakte Anlage prägt den Charakter der Veranstaltung. „Du musst dir das vorstellen wie eine kleine Arena. Vor dir der See, den du komplett überblicken kannst. Rundherum die Laufstrecke. Die Zuschauer sind hautnah dabei.“

Genau daraus entsteht in Weiden eine Dynamik, die Athletinnen, Athleten und Zuschauer mitnimmt. Rund um das Gelände reihten sich Pavillons und „Teamstützpunkte“ aneinander, dazwischen wurde gefachsimpelt, vorbereitet, angefeuert und regeneriert. Die Massagebereiche der Töpfer-Schulen lagen mitten im Geschehen. Trotz des Ernstes im Kampf um Punkte und Sekunden wirkte der gesamte Renntag  entspannt. „Inzwischen fühlt sich das alles wie eine große Familie an“, meinte Groß. „Die Teams reisen mit ihren Pavillons an, daraus entsteht fast eine kleine Zeltstadt. Alles wirkt offen und freundschaftlich – und gleichzeitig geht es sportlich um absolute Spitzenleistungen.“

Volles Programm und knappe Rennen zum Auftakt

Dabei war das Programm alles andere als klein. Mit Bayernliga, Regionalliga und Landesliga der Damen und Herren waren insgesamt sechs Ligarennen vertreten. Dazu kamen offene Wettkämpfe über die Supersprint-, Sprint- und olympische Distanz. Schon am Morgen zeigte sich, wie eingespielt die Abläufe inzwischen sind. Der Einzelsprint mit Zehn-Sekunden-Startabständen lief ohne größere Verzögerungen durch. „Alle waren pünktlich am Start und extrem diszipliniert. Das muss man wirklich loben“, so Groß. Dass ein Renntag mit dieser Größe trotzdem so ruhig ablief, blieb für viele eines der auffälligsten Merkmale. Wechselzonen, Zielbereich und Laufstrecke waren über Stunden stark frequentiert – Hektik entstand dennoch kaum. „Eigentlich perfekte Voraussetzungen für Chaos“, meinte Groß rückblickend. „Aber genau das Gegenteil war der Fall. Alle haben aufeinander Rücksicht genommen. Kein Stress, kein lautes Wort.“

Eventgelände mit grüner Wiese, Menschen und See im Hintergrund

In der Regionalliga waren am Ende die Frauen der TSG 08 Roth I erfolgreich nachdem Laura Mederer und Anne Schmidhuber schon in der Prolog-Einzelwertung die ersten zwei Plätze belegten und dann auch die Mannschaftsverfolgung knapp für sich entschieden. Im Männer-Prolog der Regionalliga sah es zunächst ähnlich aus: Kilian Bauer und Jan Pluta von der TSG 08 Roth belegten die ersten beiden Treppchenplätze vor Lukas Stengel (TV 1848 Erlangen). In der Mannschaftsverfolgung setzten sich dann jedoch die Erlangener durch.

Am Stärksten in der Bayernliga präsentierten sich die Damen des SSV Forchheim II dank einer geschlossenen Teamleistung und während die Herren des MRRC München II nach dem Prolog noch auf Platz zwei lagen, erkämpften sie sich in der Mannschaftsverfolgung den Sieg.

Besonders stark präsentierten sich die Teilnehmerinnen der erstmals ausgetragene Landesliga der Frauen. Fast 15 Teams gingen an den Start und fügten sich perfekt in den Ligabetrieb ein. „Die Frauen wirkten direkt, als wären sie schon seit Jahren Teil der Liga“, sagte Groß. „Professionell, gleichzeitig locker und familiär. Das hat richtig Spaß gemacht.“ Die stärkste Mannschaftsleistung zeigt an diesem Tag das Team TV 1848 Erlangen II. In der Wertung der Landesliga Nord der Männer war dank den Plätzen 1,2 und 4 der Mannschaftssieg von „run& bike Kehlheim“ unvermeidbar.

Auch BTV-Präsident Gerd Rucker verfolgte das Geschehen vor Ort und sprach über die Entwicklung des Sports in Bayern. Dabei würdigte er nicht nur die Arbeit des Organisationsteams um Pierre Jander, sondern auch die positive Entwicklung des Triathlonsports insgesamt.

Alle Ergebnisse des Rennens im Detail gibt es hier.

Fotos: Andreas Groß

Es gibt Momente im Sport, die so schnell vergehen, dass das bloße Auge sie kaum erfassen kann. Doch wenn das Licht perfekt fällt, die Kamera im richtigen Bruchteil einer Sekunde auslöst und ein Athlet über sich hinauswächst, entstehen faszinierende Bilder. Ein solches Bild ist „Der Wasserläufer“. Es zeigt den Triathleten Robert „Quinn“ Gould vom TV 1848 Erlangen während der Mixed Relay bei den Finals 2025 in Dresden. Das Foto wurde vor kurzem mit dem renommierten Sven-Simon-Preis als „Sportfoto des Jahres 2025“ ausgezeichnet.

Eine Auszeichnung mit Tradition und Strahlkraft

Der Sven-Simon-Preis wird jährlich von der „Welt am Sonntag“ verliehen und gilt als die wichtigste und mit 10.000 Euro am höchsten dotierte Auszeichnung für Sportfotografie in Deutschland. Benannt ist er nach dem Pseudonym des verstorbenen Axel Springer jr., der selbst ein leidenschaftlicher Fotograf war. Die Entscheidung trifft keine gewöhnliche Jury: Große Namen des deutschen Sports, darunter Legenden wie Bastian Schweinsteiger, Dirk Nowitzki, Franziska van Almsick und Katarina Witt, wählen das Bild aus, das das Wesen des Sports ihrer Meinung nach am eindrucksvollsten einfängt. In diesem Jahr fiel die Wahl auf das Werk des dpa-Fotografen Robert Michael.

Betrachtet man das Motiv „Wasserläufer“, scheint die Schwerkraft für einen Moment aufgehoben. Quinn Gould befindet sich mitten im Lauf in die Elbe. Doch die Perspektive und der exakte Zeitpunkt des Auslösens erzeugen eine faszinierende Illusion: Es wirkt nicht, als würde der Athlet ins Wasser eintauchen, sondern als würde er mit kraftvollen Schritten über die glitzernde Oberfläche des Flusses rennen. Das Wasser spritzt unter den Füßen auf, wie es sonst nur bei festem Untergrund zu erwarten wäre, was den Eindruck des „Laufes auf dem Wasser“ verstärkt. Die Lichtreflexionen auf der Wasseroberfläche wirken wie ein Teppich, der den Triathleten trägt. Das Bild lässt auch die Grenze zwischen Anstrengung und Leichtigkeit verschwimmen.

Von der Kunst zum Wettkampf: Die Finals 2025

Das magische Foto entstand am 31. Juli 2025 in Dresden. Die sächsische Landeshauptstadt bot an sich schon einen spektakulären Rahmen für die Deutschen Meisterschaften im Triathlon. Inmitten dieses hochkarätigen Feldes fanden sich auch Starter der Triathlon-Abteilung des TV 1848 Erlangen. Der Verein, der auch für seine jahrzehntelange ambitionierte Nachwuchsarbeit und seinen Teamgeist bekannt ist, schickte mit der Mixed-Relay-Staffel ein Quartett ins Rennen, das sich im Konzert der Großen behaupten wollte.

So gingen Giulia Göttler, Johannes Bader, Matylda Jozwiak und eben Quinn (Robert) Gould an den Start. Quinn Gould absolvierte seinen Einsatz als Schlussstarter in einer Gesamtzeit von 19:10 Minuten. Am Ende sicherte sich das Team des TV 1848 Erlangen mit einer Gesamtzeit von 1:20:39 Stunden den 10. Platz in der Gesamtwertung der Deutschen Meisterschaft Mixed Relay.

Länger als dieses Ergebnis bleibt nun sicher das Foto in Erinnerung. Wir haben den Sportler selbst dazu interviewt.

Quinn, das Foto von deinem Sprung in die Elbe ist nun das „Sportfoto des Jahres“. Wie fühlt es sich an, zu wissen, dass Sportikonen wie Dirk Nowitzki oder Bastian Schweinsteiger genau dieses Bild von dir als das beste des Jahres ausgewählt haben?

Ich fühle mich sehr geehrt, dass dieses tolle Bild als Sportfoto des Jahres ausgewählt wurde. Es ist natürlich etwas besonderes das Sportikonen dieses Bild so positiv bewerten und hoffentlich dem Triathlon eine größere Bühne gewähren. Der Fotograf hat hier meiner Meinung nach einen hervorragenden Moment erwischt und ich freue mich besonders das ich auf diesem Bild dargestellt bin.

Auf dem Bild sieht es so aus, als würdest du über das Wasser laufen. Kannst du dich noch an den Moment des Eintauchens in Dresden erinnern, oder warst du in diesem Augenblick rein im Tunnel des Wettkampfs?

Ich erinnere mich noch gut an diesem Moment. In den ersten Sekunden war ich wahnsinnig aufgeregt, da es mein Debüt auf so einer großen Bühne war. Aber ich wusste, was wir als Team geleistet hatten, und das hat mir Vertrauen gegeben. Die Vorfreude, das harte Training der letzten Wochen endlich auf die Strecke zu bringen, war einfach größer als die Nervosität. Wir hatten uns in der Mannschaft vorgenommen, trotz des Fokus den Moment auch zu genießen – und ich finde, dieses Gefühl fängt das Foto perfekt ein. 

Die Mixed Relay ist ein extrem spannendes, aber auch emotionales Format. Wie hast du die Atmosphäre in Dresden und im Team während der Finals 2025 erlebt?

Eine Atmosphäre wie bei den Finals in Dresden habe ich bisher noch nie erlebt. Da es den ganzen Vormittag geregnet hatte, hatten wir anfangs die Sorge, vor leeren Rängen zu starten. Doch kurz vor dem Wettkampf kam die Sonne heraus und mit ihr auch die Menschenmassen an der Strecke. Besonders beim Radfahren am Terrassenufer wurde man von den Jubelschreien förmlich getragen. Auch die Stimmung auf der Brücke während der Laufstrecke war einfach unvergesslich. Es ist großartig zu sehen, dass der Triathlon im Rahmen der Finals ein so riesiges Publikum begeistert.

Ein solches Foto rückt dich plötzlich ins Rampenlicht. Welche sportlichen Ziele hast du dir für die kommende Saison gesetzt, um auch ohne „magische“ Fotografie wieder ganz vorne dabei zu sein?

Klar freue ich mich über das Bild, aber das Lob dafür gehört dem Fotografen – ich konzentriere mich lieber weiter auf mein Training. Die Motivation für die kommende Saison ist riesig. Gemeinsam mit meinem Team will ich in der zweiten Bundesliga oben mitmischen. Mein Hauptziel ist die Bundesliga, aber ich will bei so vielen Rennen wie möglich dabei sein, weil ich den Wettkampfmodus einfach liebe. Am Ende geht es mir darum, Erfahrung zu sammeln, Spaß zu haben und mich als Sportler weiterzuentwickeln.

Foto: private Aufnahme

Das große Liga-Finale in Schongau bot alles, was das Triathlon-Herz begehrt – nur eben kein Schwimmen. Der Lech führte derart viel Wasser, dass der sonst für das Schwimmen genutzte Abschnitt nicht wie geplant gestaut werden konnte. Damit war früh klar: Aus dem Triathlon wird ein Duathlon. Schon einige Tage vor dem Finale mussten die Veranstalter schweren Herzens das Schwimmen streichen. Die Wassermassen, die aus den Bergen herabströmten, machten eine sichere Durchführung unmöglich. Die Ligastarterinnen und Starter nahmen die Anpassung sportlich. Andreas Groß fasste vor Ort treffend zusammen: „Wenn du siehst, was da für Wassermassen durchgehen und welcher Zug da drauf ist – da brauchst du acht Stunden für 1,5 Kilometer.“

Trotzdem: „Es war ein geniales Finale“, schwärmte Moderator Andreas Groß, der die Saison über die Rennen begleitete. „Manche Wertung war total klar, manche Platzierung wurde hauchdünn erkämpft.“ Für die Teams ging es noch einmal im Mannschaftswettkampf über die Sprintdistanz. Trotz des untypischen Duathlon-Formats wurde die Strecke ihrem Ruf gerecht. Direkt nach dem Radstart wartete ein knackiger Anstieg. Wer da nicht schnell in die Schuhe kam, hatte das Nachsehen. Die Athletinnen und Athleten meisterten die technischen Anforderungen mit Bravour. Kleinere Stürze blieben glücklicherweise ohne größere Folgen. Die Stimmung an der Strecke: familiär und herzlich und damit typisch Schongau.

Regionalliga Männer: Neumarkt dominiert die Saison

Sportlich legten die Männer vom Triathlon Team Neumarkt eine eindrucksvolle Saison hin. Als Favoriten ins Finale gestartet, machten sie in Schongau mit dem Tagessieg nach 1:02:48 Stunden auch den Gesamtsieg klar und steigen verdient in die 2. Bundesliga auf. Auch die weiteren Podestplätze wurden mit starken Leistungen untermauert und sorgten für ein rundum spannendes Finale in der höchsten bayerischen Liga. Der MRRC München kam nur fünf Sekunden hinter den Neumarktern ins Ziel. Auf Platz drei folgte das La Carrera Triteam Rothsee mit gutem Saisonabschluss.

Regionalliga Frauen: Würzburg zittert sich zum Titel

Deutlich spannender ging es bei den Damen zu: Nach vier souveränen Siegen geriet Würzburg beim Liga-Finale ins Straucheln. Mit Platz acht in der Tageswertung wurde der Saisonsieg zur Zitterpartie. Am Ende reichte es mit hauchdünnem Vorsprung noch für Pokal. An diesem Tag legten die Kemptener Frauen eine klasse Vorstellung hin. Das Team aus Roth versuchte auch mit einem Vormarsch von Topathletin Vanessa Aberham dagegenzuhalten, musste sich aber am Ende um einen Wimpernschlag geschlagen geben. Ein echtes Krimi-Finale! Den dritten Podestplatz sichere sich der TSV Gaimersheim.

Bayernliga Männer: Kirchseeon überrascht

In der Bayernliga der Männer war Spannung garantiert: Harburg, der Munich Triathlon Club und Würzburg gingen fast punktgleich ins Rennen. Während Harburg nicht den besten Tag erwischte und sich mit Platz fünf aus dem Rennen um den Saisonsieg katapultierte, nutzte der ATSV Kirchseeon die Gunst der Stunde. Mit einem überraschenden Tagessieg sicherte sich das Team aus dem Münchner Umland wichtige Punkte und schob sich damit weit nach vorne. Die Saisonkrone holte sich schließlich der Munich Triathlon Club, dem eine konstante Saison und Tagesplatz zwei den Gesamtsieg bescherte. Es folgte das Team SV Würzburg 05 III.

Bayernliga Damen: Klarer Sieg für den Munich Triathlon Club

Bei den Damen war der Fall klar: Der Munich Triathlon Club dominierte die Saison nach Belieben. Mit drei Siegen in drei Rennen ließen hatten sie bis dato schon keinen Zweifel an ihrer Klasse aufkommen lassen. Auch in Schongau blieben sie ungeschlagen: „Souverän, souverän – ein verdienter Gesamtsieg!“ kommentierte Andreas Groß. Knapper war an diesem Tag der Kampf um Platz zwei und drei, den schlussendlich die SG Allgäu-Chiemgau um 14 Sekunden gegen den TWin Neumarkt verteidigte.

Moderator Andreas, der bereits zum 13. Mal in Schongau mit dabei war, brachte es abschließend auf den Punkt: „Konstanz zahlt sich aus. Nichtsdestotrotz war es toll zu sehen, dass immer wieder Teams mit grandiosen Tagesleistungen dazwischenfunkten!“

Die finalen Ergebnisse sowie alle Auf- und Absteiger der Ligen finden sich wie gewohnt unter: https://triathlonbayern.de/liga/

Die Ergebnisse aus Schongau gibt es unter https://my.raceresult.com/322257/results

Foto: Tom Mayer

Der Triathlon Hof gehört seit jeher zu den Veranstaltungen, die für wirklich jeden etwas bieten. Vom Kinder-, über das Hobby-Rennen bis hin zum zweitägigen Liga-Highlight. Letzteres wurde in diesem Jahr erneut durch den Wettkampf der Bayerischen Meisterschaft Team Relay aufgewertet und damit zum packenden Rennen um Sekunden.

Samstag: Spannendes Staffelrennen bei nasskaltem Wetter

Der Samstag forderte die Athletinnen und Athleten sportlich und mental: Bei 13 °C und anhaltendem Nieselregen herrschten harte Bedingungen. Dennoch traten in zwei Startgruppen insgesamt 55 Teams über die Team-Relay-Distanz (0,2 km Schwimmen, 5,1 km Radfahren, 1,5 km Laufen) an. Den Auftakt machten die Frauen-Teams der Regionalliga und Bayernliga (je 10 bzw. 15 Teams), gefolgt von den Männern (jeweils 15 Teams in beiden Ligen).

In der Regionalliga der Frauen legte Laura Mederer (TSG 08 Roth) einen furiosen ersten Abschnitt hin. Die Siegerin des Rothsee-Triathlons von vor drei Wochen übergab mit deutlichem Vorsprung auf die Konkurrenz. Doch bereits im zweiten Lauf übernahm der SV Würzburg 05 in der Besetzung Josefine Doseth, Lea Cagol undCharlotte Doseth das Kommando und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. Die TSG 08 Roth sicherte sich Rang zwei, gefolgt vom TSV Harburg. In exakt dieser Reihenfolge wurde auch die Bayerische Meisterschaft in der Team Relay vergeben – eine starke Teamleistung der Würzburgerinnen, die an diesem Wochenende Bestform zeigten.

In der Bayernliga der Frauen setzte sich der Munich Triathlon Club (Johanna Lorenz|Anne Seifen|Katrin Reischmann) durch und verwies die SG Allgäu-Chiemgau sowie SV Würzburg II auf die Plätze zwei und drei.

Männerstaffeln: Hochspannung, Stürze und ein packendes Finish

Bei den Männern zeichnete sich in der Regionalliga schnell eine Spitzengruppe ab: Die Teams von Jahn Freising, TSG 08 Roth, TWIN Neumarkt und La Carrera TriTeam Rothsee dominierten den Wettkampf. Mehrfach wechselte die Führung, was das Rennen extrem spannend gestaltete. Überschattet wurde der Wettbewerb von mehreren Radstürzen – am schwersten traf es Tim Frisch (La Carrera TriTeam Rothsee), der mit einem Schlüsselbeinbruch das Rennen vorzeitig beenden musste.
Im packenden Finale auf den letzten 500 Metern überholte Thomas Wittmann (TWIN Neumarkt) den bis dahin führenden Kilian Bauer (TSG 08 Roth) und sicherte seinem Team ( Tobias Ulbrich|Gabriel Noderer|Thomas Wittmann) den Sieg. Rang drei ging an den MRRC München. In der gesonderten Wertung zur Bayerischen Meisterschaft, in der nur Teams mit ausschließlich Athleten mit Erststartrecht berücksichtigt wurden, setzte sich ebenfalls TWIN Neumarkt durch, gefolgt von MRRC und Viktoria Augsburg. Die Lokalmatadoren vom IfL Hof verpassten das Podest nur knapp.

In der Bayernliga der Männer zeigte das Team des TSV Harburg mit Simon Naschwitz, Stefan Richter und Leo Österlein erneut seine gute Form und gewann vor dem Munich Triathlon Club und SV Würzburg III.

Sonntag: Einzelrennen bei besseren Bedingungen

Der Sonntag brachte bessere äußere Bedingungen: Bei trockener Witterung und bis zu 22 °C, herrschten gute Voraussetzungen für die Kurzdistanz mit Windschattenfreigabe der Ligen. Die Wassertemperatur von 20,7 °C bedeutete allerdings ein Neoverbot. Der Startschuss für die Regionalliga Männer fiel bereits früh um 08:30 Uhr – ein straffer Zeitplan war notwendig, um alle Rennen unterzubringen.

Kilian Bauer (TSG 08 Roth) zeigte sich gut erholt vom Vortag und gewann das Einzelrennen der Regionalliga Männer vor Niklas Ludwig (Jahn Freising) und Tobias Heining (Post SV Nürnberg). In der Teamwertung setzte sich die TSG 08 Roth souverän durch, gefolgt von TWIN Neumarkt und MRRC.

Der TSV Harburg zeigte auch im Einzelrennen Konstanz und wiederholte seinen Tagessieg vom Samstag. Auf Platz zwei landete erneut der Munich Triathlon Club, Rang drei ging wie am Vortag an SV Würzburg III.

Regionalliga Frauen: Mederer dominiert erneut – Würzburg holt Mannschaftssieg

Laura Mederer (TSG 08 Roth) war einmal mehr die dominierende Athletin im Feld der Regionalliga Frauen. Mit einem eindrucksvollen Solo-Sieg verwies sie Eleisa Haag (SV Würzburg 05) und Cornelia Grische (TSV Gaimersheim) deutlich auf die Plätze. In der Teamwertung setzte sich diesmal der SV Würzburg 05 durch, gefolgt von TSV Gaimersheim und der TSG 08 Roth.

In der Bayernliga der Frauen ließ der Munich Triathlon Club nichts anbrennen und gewann die Teamwertung. Böhnlein Sports Bamberg folgte auf Platz zwei, Rang drei sicherte sich das zweite Team des SV Würzburg.

Den Sieg beim traditionellen Rennen der Kurzdistanz ohne Windschattenfreigabe holte sich Lokalmatador Sebastian Marx vom GEALAN Tri Team IfL Hof vor Max Blank und Marcel Ottiger. Das Rennen der Frauen entschied Julia Skala (Team P3) vor Maja Betz (SC Ostheim/Rhön) und Markéta Musilová für sich.

Alle Ergebnisse sind hier zu finden.

Foto: Elea Bayreuther

Der traditionsreiche TenneT Power-Triathlon am Trebgaster Badesee hat wieder einmal die Messlatte höher gelegt. Wahrscheinlich war das Rennen sportlich wie atmosphärisch noch nie so hochklassig wie 2025. Mit über 700 gemeldeten Athletinnen und Athleten war die Veranstaltung fast ausgebucht und sportlich eine Bühne für die besten Triathletinnen und Triathleten Süddeutschlands. Im Fokus standen besonders die Rennen der Regionalliga Bayern sowie der 2. Triathlon-Bundesliga Süd.

Nervenkitzel vor dem Startschuss

Bei brütender Hitze und hochsommerlichen Bedingungen am Trebgaster Badesee erlebten Zuschauer und Athleten eine perfekte Mischung aus professionellem Wettkampfgeschehen und familiärer Stimmung. Langweilig wurde es bei dem vielfältigen Programm, den zuschauerfreundlichen Strecken und den rasanten Formaten nicht.

Getragen wird die Veranstaltung seit einigen Jahren schon vom jungen Organisationsteam um die Brüder Kilian und Benedikt Deichsel. Besonders der neue dramaturgische Ablauf bei den Starts der 2. Bundesliga sorgte für Gänsehaut: Nach einer musikalisch inszenierten Teamvorstellung wurde der Herzschlag der Athleten symbolisch in Form von tiefen Drums („BAM – BAM – BAM“) eingespielt. Es folgte ein Moment völliger Stille – ehe plötzlich der Startschuss fiel. „Die Leute um mich herum hatten Gänsehaut, es war wie beim Weltcup“, schildert der Moderator Andreas Groß, der selbst sichtlich beeindruckt war.

Bayerischer Athlet tagesschnellster

Die Geschwindigkeit der Athleten der 2. Bundesliga ließ Zuschauenden manchmal gar den Überblick verlieren. Am Ende hatte ein bayerischer Nachwuchsathlet, der für das Team DSW Darmstadt am Start stand, die Nase vorne. Luis Rühl setzte sich gegen Christian Mario Ache (VfL Münster REACard Triathlon Team) und Finn Sattler vom RSC AUTO BROSCH Kempten durch. Die beste Mannschaftsleistung feierte dann auch das Team DSW Darmstadt, gefolgt vom VfL Münster REACard Triathlon Team und der SG Elz/Limbach. Der SV Würzburg 05 verpasste das Podium nur knapp.

Bei den Frauen setzte sich  Ursula Trützschler vom team Nikar Heidelberg gegen Rebecca Adam (Eintracht Frankfurt) und Teamkameradin Pia Wolf durch, was den Sieg der Heidelberger bedeutete. Platz zwei der Mannschaftswertung schaffte die Eintracht Frankfurt vor dem VfL Münster REACard Triathlon Team.

Die Regionalliga stand in Tempo und Renndynamik der 2. Bundesliga kaum nach. „In Professionalität und Tempo lassen sich die beiden Ligen fast nicht mehr unterscheiden“, staunte Andreas Groß. Im Damenrennen dominierte der SV Würzburg 05 I dank Tagessieg von Eleisa Haag. Mannschafts- sowie Tagesplatz zwei gingen an die TSG 08 Roth e.V. mit Laura Mederer als schnellste aus dem Team. Julia Skala vom IfL Hof wurde in der Einzelwertung Dritte, doch der dritte Team-Rang ging an Timeless Planet Viktoria Augsburg II.

Im Männerrennen gab es einen Doppelsieg des Team TWIN Neumarkt mit Tobias Ulbrich und Thomas Wittmann. Fast wäre der Podiums-Triumph bei den Oberpfälzern perfekt gewesen, hätte sich nicht noch Lennart Walter vom La Carrera TriTeam Rothsee vor den nächsten TWIN’ler geschoben. Für die Mannschaftswertung bedeutete das trotzdem einen klaren Sieg des TWIN Neumarkt. Auf den Plätzen folgten das La Carrera TriTeam Rothsee und Timeless Planet Viktoria Augsburg I.

Großes Programm für alle

Abgerundet wurde das Wochenende durch zahlreiche weitere Wettbewerbe: Von Schnupperdistanzen über die Volksdistanz bis hin zur olympischen Distanz waren alle Formate vertreten. Die Atmosphäre blieb trotz sportlichen Höchstleistungen entspannt und herzlich.
Auch der Präsident des Bayerischen Triathlon-Verbands war vor Ort – allerdings nicht in dieser offiziellen Funktion, sondern als Vertreter der 2. Bundesliga im Einsatz und lobte die Orga-Leistung des Teams: „Das Rennen ist wirklich ein tolles Aushängeschild!“

Alle Ergebnisse des Rennens gibt es hier (Link).

Foto: TenneT Power-Triathlon Trebgast

Was 1993 mit wenigen Teilnehmenden begann, ist heute ein überregionales Sportereignis, das sowohl Spitzen- als auch Breitensportler begeistert: Der 30. Stadttriathlon Erding lockte erneut rund 1.600 Athletinnen und Athleten in die Stadt, um sich auf verschiedenen Distanzen zu messen. Natürlich konnten wie gewohnt Stars auf der Kurzdistanz, Liga-Action und Nachwuchs-Sportler beim BTV Memmert Nachwuchscup verfolgt werden. Das Jubiläum stand aber auch im Zeichen der Inklusion: Erstmals wurden im Rahmen des Stadttriathlons die Bayerischen und Deutschen Meisterschaften der Gehörlosen über die Volksdistanz ausgetragen. 

Fast jedoch, wäre es zum Duathlon gekommen, denn noch am Tag zuvor war das Wasser des Kronthaler Weihers zu kalt. Bei frischen 19,1 °C Wassertemperatur konnten am Renntag alle Teilnehmenden tief durchschnaufen und es konnte wie geplant geschwommen werden.

Nachwuchs kämpft um Cup-Punkte

Zahlreiche Kinder und Jugendliche waren am Start und nahmen häufig auch an der Wertung des BTV Memmert Nachwuchscups teil. „Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Begeisterung und Ehrgeiz die jungen Athletinnen und Athleten dabei sind“, sagte ein Trainer vor Ort.
Die jüngste Klasse der Schüler D geaannen Simon Lisk (SV Ottobrunn) und Jelena Teuchner (o.V.). Thies Wißmann (Tri-Team Schongau) und Charlotte Veith (Tri-Force Fulda) setzten sich bei den Schülern C durch. Klar die Nase vorne hatten bei den Schülern B Jasim Al-Sultan (SC Wfr. München) und Magdalena Doege (SV Bayreuth). Lukas Mundt (LV Deggendorf) und Mathilda Kujala (La Carrera Team Rothsee) gewannen bei den Schülern A. In der ältesten Startklasse der Jugend und Junioren  waren Felix Feith (Tri Force Fulda) und Frederike Bülck (TV 1848 Erlangen) am schnellsten.

Das nächste Rennen des BTV Memmert Nachwuchscups findet am 21. Juni beim Memmert Rothsee Triathlon statt.

Schwimmer kommen aus einem See

Im Hauptrennen mit Landesliga-Süd ging es heiß her, auch wenn das Wasser frisch war.

Dreitz dominiert das Hauptrennen

Prominentester Starter an diesem Tag war Triathlon-Profi Andreas Dreitz, der das Hauptrennen klar vor den ersten Finishern der Landesliga Süd erreichte. Schnellster Liga-Athlet war Hugo Hottebart vom MRRC München II gefolgt von Sven Pollert (SG Poing Triathlon).
Marie Pöllinger vom TRISTAR Regensburg setzte sich im Frauen-Feld gegen Routinier Kathrin Esefeld (LG Mettenheim) und Paulina Böhme (TSV Chieming Triathlon) durch.

Zeichen für mehr Teilhabe im Sport

17 Gehörlosensporlerinnen und -sportler nahmen an der Sprint-Distanz teil und suchten im Rahmen des Rennens ihre Deutschen und Bayerischen Meister. Stärkster Sportler an diesem Tag war Volker Marks (GBF München / SV Ismaning). Er freute sich besonders über den Sieg, nachdem er in den letzten Wochen noch auf längeren Distanzen unterwegs was: „Dass ich so gut von Mitteldistanz-Tempo auf Sprint umschalten kann, hat mich wirklich überrascht – ich bin sehr zufrieden!“ Er setzte sich gegen Max Zellmer und Sebastian Schölzel (beide GSBV Halle) durch.
Anette Schulze vom GTSV Essen behauptete sich bei den Frauen vor der Bayerischen Meisterin Claudia Platzeck (GSV Bayreuth) und Katrin Hanke (GSV Landshut).

Alle Ergebnisse gibt es hier (Link).

Fotos: Martin Schönfelder und Theresa Grasskamp

Am Sonntag, den 25. Mai 2025, wurde Bamberg zum Schauplatz breit aufgestellter Triathlon-Action. Beim traditionsreichen 31. IfA Nonstop Bamberg Triathlon trotzten die Teilnehmenden des BTV Memmert Nachwuchscups, der Landesliga Nord und der Breitensportrennen durchwachsenen Wetterbedingungen mit kühlen Temperaturen um 14 Grad und zeitweiligem Nieselregen. Die nassen Straßen verlangten auf der Radstrecke besonderes technisches Können, dennoch verliefen die Rennen insgesamt reibungslos. Erstmals war die Veranstaltung Teil des BTV Memmert Nachwuchscups und richtete darüber hinaus ein Wertungsrennen der Landesliga Nord aus.

Mit dabei war auch ein sehbehinderter Sportler aus dem Raum Bamberg. Darüber freute sich Organisator Oliver Prath besonders: „Der Sportler hatte bei uns im Vorfeld angefragt, ob er starten könne, und natürlich sprach nichts dagegen.“ Daneben freute sich der Bamberger über die zahlreich erschienenen Zuschauer und Nachmeldungen am Renntag trotz Regenwetters. „Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet“, staunte er im Nachgang.

Wetterbedingte Anpassungen in den Nachwuchsrennen

Aufgrund zu niedriger Wassertemperatur konnte in den Schülerklassen nicht geschwommen werden und es wurde jeweils ein Duathlon absolviert. Auch bei Jugend A und B mussten die geplanten 2x bzw 3x Rennen etwas abgeändert werden: zuerst wurde die volle Schwimmdistanz geschwommen und danach ein 2x bzw 3x bike-run angehängt.

In der Altersklasse Schüler A setzte sich bei den Jungen Ole Steinbuß vom TV 1848 Erlangen mit einer Zeit von 28:45 Minuten souverän durch. Ihm folgten Lukas Mundt (LV Deggendorf) in 28:58 Minuten und Max Schedel (TV 1848 Coburg) in 29:11 Minuten. Bei den Mädchen dominierte Jana Maas vom TSV Gaimersheim das Feld in 30:36 Minuten, vor Mathilda Zapf (SV Bayreuth, 31:00 Min) und Lena Glanz (LaFaCe-Team Weiden, 31:57 Min).

Auch die Schüler B zeigten starke Leistungen. Mika Fankel vom SV Bayreuth war bei den Jungen nicht zu schlagen und gewann in 19:53 Minuten vor Enzo Thoulouze (TSV Gaimersheim, 20:14 Min) und Leonard Thomann (Team Stegaurach, 20:20 Min). Bei den Mädchen war Magdalena Doege (SV Bayreut) mit 20:51 Minuten erfolgreich. Mia Schöffel vom SV Postbauer (21:47 Min) und Elisabeth Ramian (TSV Eintracht Karlsfeld, 22:07 Min) komplettierten das Podium.

Wechselzone eines Triathlons mit Fahrrädern

In der Jugend B (Jahrgang 2010/2011) setzte sich bei den Jungen Alexander Tresselt vom Tri-Team Schongau mit einer Zeit von 35:51 Minuten durch. Joel Westphal (TSV Harburg) und Lando Spielberger (DAV Hersbruck) folgten auf den Plätzen zwei und drei. Bei den Mädchen siegte Laura Binder (LV Deggendorf) souverän in 40:55 Minuten. Luisa Zenk (SG Reisensburg-Leinheim, 41:45 Min) und Josephine Kujala (LaCarrera TriTeam, 42:30 Min) zeigten ebenfalls starke Leistungen.

In der ältesten Nachwuchsklasse, der Jugend A (Jahrgang 2008/2009), war Simon Naschwitz vom TSV Harburg in 55:17 Minuten der Schnellste bei den Jungen, gefolgt von Jonas Beyer (TV Planegg-Krailling, 57:40 Min) und Linus Morbach (TV 1848 Erlangen, 59:10 Min). Jennifer Bilz vom TV 1848 Coburg gewann das Rennen der Mädchen in 1:19:04 Stunden. Bei den Junioren siegten Lena Fischer und David Wölfel (beide TV1848 Coburg).

Ein echtes Highlight des Tages war das Rennen der Landesliga Nord über die Sprintdistanz. Bei den Männern setzte sich Jonas Stengel (Arriba Göppersdorf II) in 56:42 Minuten an die Spitze, dicht gefolgt von Lukas Scherl (SV Bayreuth, 57:49 Min) und Tim Wolf (Team Icehouse Bayreuth, 59:01 Min).

Fotos: Guntram Rudolph

Die Ergebnisse in der Übersicht:

Schüler A

  • Jungen: 1. Ole Steinbuß, 2. Lukas Mundt, 3. Max Schedel

  • Mädchen: 1. Jana Maas, 2. Mathilda Zapf, 3. Lena Glanz

Schüler B

  • Jungen: 1. Mika Fankel, 2. Enzo Thoulouze, 3. Leonard Thomann

  • Mädchen: 1. Magdalena Doege, 2. Mia Schöffel, 3. Elisabeth Ramian,

Jugend B

  • Jungen: 1. Alexander Tresselt, 2. Joel Westphal, 3. Lando Spielberger

  • Mädchen: 1. Laura Binder, 2. Luisa Zenk, 3. Josephine Kujala

Jugend A

  • Jungen: 1. Simon Naschwitz, 2. Jonas Beyer, 3. Linus Morbach

  • Mädchen: 1. Jennifer Bilz

Landesliga Nord

  • Männer: 1. Jonas Stengel, 2. Lukas Scherl, 3. Tim Wolf

Alle Ergebnisse sind unter diesem Link zu finden.