Die Wettkampflandschaft in Bayern bietet Triathletinnen und Triathleten die volle Bandbreite an Herausforderungen. Von Angeboten für Einsteiger*innen, über traditionsreiche Veranstaltungen über die Olympische Distanz und die Mitteldistanz, bis hin zur größten Triathlon Langdistanz der Welt, dem Challenge Roth.

Am 3. und 4. Juli war das Freizeitbad Roth erneut Schauplatz der Challenge-forAll sowie der Junior-Challenge Roth. Bereits zum 22. Mal bot die Veranstaltung Nachwuchs-, Hobby- und Breitensportlerinnen und -sportlern die Möglichkeit, im Rahmen des Challenge-Wochenendes Wettkampfluft zu schnuppern. Vom Bambini-Rennen bis zum Sprinttriathlon fanden Teilnehmende aller Alters- und Leistungsklassen passende Wettbewerbe.

Den Auftakt machte am Freitag der Challenge-SprintDay. Am Samstag gehörte die Bühne dann beim Challenge-FamilyDay den Kindern, Jugendlichen und Hobbysportlerinnen und -sportlern, die auf den verschiedenen Distanzen an den Start gingen.

Eine Neuerung gab es in diesem Jahr beim Schwimmen: Erstmals wurde im Rolling-Start gestartet. Dabei gingen die Athletinnen und Athleten in kurzen Zeitabständen nacheinander ins Wasser. Das entzerrte das Teilnehmerfeld von Beginn an, sorgte für mehr Platz auf der Schwimmstrecke und trug zu einem ruhigen sowie sicheren Wettkampfstart bei.

Die Challenge-forAll hat sich längst als fester Bestandteil des Challenge-Roth-Wochenendes etabliert. Neben dem sportlichen Wettbewerb zeichnet die Veranstaltung vor allem ihre familiäre Atmosphäre aus. Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten entlang der Strecke für Stimmung und unterstützten die Teilnehmenden bis ins Ziel – ein Markenzeichen des Triathlon-Wochenendes in Roth.

Foto: Challenge for All

Kaum eine Veranstaltung vereint so viele Facetten des Triathlonsports wie der 43. GEALAN Triathlon der IfL Hof. Wenn am 11. und 12. Juli das große Triathlon-Wochenende an den Untreusee lockt, stehen Bayerische Meisterschaften, Ligawettkämpfe, Nachwuchsrennen und Breitensport auf dem Programm. Für die Zuschauer bedeutet das zwei Tage voller abwechslungsreicher Rennen, für die Athletinnen und Athleten geht es um Titel, Ligapunkte, Cupwertungen und persönliche Bestleistungen.

Den sportlichen Höhepunkt des Samstags bildet die Bayerische Meisterschaft Team Relay. Das rasante Staffel-Format zählt zu den zuschauerfreundlichsten Varianten des Triathlonsports: Drei Athletinnen beziehungsweise drei Athleten eines Vereins absolvieren nacheinander einen kurzen, intensiven Triathlon, ehe sie ihre Teamkollegin oder ihren Teamkollegen auf die Strecke schicken. Schnelle Wechsel, Windschattenfreigabe auf der Radstrecke und ständig wechselnde Rennsituationen garantieren Spannung bis zum Schluss. Für die Vereine geht es dabei nicht nur um die Meistertitel, sondern auch um Prestige in einer Disziplin, in der Teamgeist und taktisches Geschick ebenso gefragt sind wie individuelle Stärke.

Für die Mannschaften der Regional- und Bayernliga markiert das Staffelrennen gleichzeitig den Auftakt eines harten Doppelrennens. Die Ergebnisse der Team Relay fließen gemeinsam mit der Kurzdistanz am Sonntag in die Ligawertung ein. Dieses Format verlangt den Teams einiges ab: Während am Samstag Geschlossenheit und perfekt abgestimmte Wechsel gefragt sind, entscheidet am Sonntag auf der Kurzdistanz über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen die Leistung jedes einzelnen Teammitglieds. Erst die Kombination beider Rennen ergibt das Gesamtergebnis – und macht Hof seit Jahren zu einer besonderen Herausforderung im bayerischen Ligakalender.

BM Team Relay in Hof

Nicht weniger spannend wird es am Samstag für den Triathlon-Nachwuchs. Der BTV Memmert Nachwuchscup macht erneut Station in Oberfranken und bringt Bayerns beste jungen Triathletinnen und Triathleten an den Untreusee. Für die Schülerinnen und Schüler sowie die Jugendklassen geht es um wichtige Punkte in der Cupwertung. Auch für sie gibt es das Programm mit Team-Relay, bei der ebenfalls Teamgeist und Renndynamik im Mittelpunkt stehen, und Einzelwettkampf.

Traditionell gehören natürlich auch die Jedermann-Wettbewerbe zu den tragenden Säulen der Veranstaltung in Hof. Ob Kinderrennen, oder Erwachsene auf der Volks-, Sprint- oder Kurzdistanz, als Einzelstarter oder in der Staffel – das Wettkampfangebot richtet sich immer auch an ambitionierte Hobbytriathletinnen und Hobbytriathleten sowie an Einsteiger, die erstmals Wettkampfluft schnuppern möchten.

Fotos: Elea Bayreuther

Der Brombachseetriathlon ist weiter auf Erfolgskurs: Bereits mehrere Wochen vor dem Start am 30. August sind alle Startplätze für die zweite Auflage vergeben. Mehr als 1.100 Athletinnen und Athleten werden im Seezentrum Allmannsdorf bei Pleinfeld erwartet. Sowohl die Einzelstarts als auch die Staffelwettbewerbe sind vollständig ausgebucht.

Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr war das Interesse groß. Die Mitteldistanz mit 1,9 Kilometern Schwimmen, 90 Kilometern Radfahren und einem abschließenden Halbmarathon hat sich innerhalb kurzer Zeit als fester Termin im bayerischen Triathlon-Kalender etabliert. „Die Vorfreude auf die zweite Ausgabe war überall deutlich spürbar. Dass wir erneut Wochen vor dem Start komplett ausgebucht sind und mehr als 1.100 Athletinnen und Athleten begrüßen dürfen, freut uns riesig. Das zeigt, dass unser Konzept in der Triathlon-Community sehr gut ankommt“, sagt Stefan Schwenk vom Organisationsteam.

Auch Pleinfelds Bürgermeister Stefan Frühwald blickt mit großer Freude auf das bevorstehende Event: „Die überwältigende Nachfrage nach der zweiten Auflage des Brombachseetriathlons bei uns in Pleinfeld erfüllt mich mit Stolz und Freude. Es zeigt, wie sehr dieser Wettkampf nicht nur die Athletinnen und Athleten, sondern auch die gesamte Region begeistert. Ich bin überzeugt, dass wir wieder ein unvergessliches Sportereignis inmitten unserer einzigartigen Seenlandschaft erleben werden.“

Triathlon im fränkischen Seenland

Geschwommen wird im Großen Brombachsee. Die Radstrecke führt durch das Fränkische Seenland, bevor der Halbmarathon entlang des Seeufers zurück ins Ziel verläuft. Start, Wechselzone und Ziel befinden sich erneut im Seezentrum Allmannsdorf und bieten kurze Wege sowie beste Bedingungen für Aktive und Zuschauer.

Für das Organisationsteam ist der Rückhalt in der Region ein entscheidender Erfolgsfaktor. „Eine Veranstaltung dieser Größenordnung ist nur mit dem Verständnis und der Unterstützung der Anwohner möglich“, betont Stefan Schwenk. „Deshalb möchten wir uns bereits jetzt herzlich für die Geduld und das Verständnis für die notwendigen Verkehrs- und Zufahrtseinschränkungen am Veranstaltungstag bedanken. Dieses Miteinander trägt wesentlich dazu bei, den Brombachseetriathlon sicher und erfolgreich durchführen zu können.“

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie die Möglichkeit zur Eintragung in die Warteliste gibt es unter www.brombachseetriathlon.de.

Foto: Baboons/ Ingo Kutsche

Der Juli ist und bleibt das Herzstück der bayerischen Triathlonsaison. Es gibt kein Wochenende, an dem nicht irgendwo im Freistaat gestartet, angefeuert, gefinisht und sportlich gefeiert wird. Zwischen Weltklasse-Events, Liga-Rennen, Nachwuchsformaten und traditionsreichen Jedermannveranstaltungen zeigt sich die ganze Bandbreite des Sports.

Auftakt im Frankenland mit großer Bühne in Roth

Den Auftakt macht das fränkische Triathlon-Mekka Roth bereits am 3. Juli mit der Challenge for All und der Junior Challenge, die als feste Säulen der weltberühmten Challenge-Woche insbesondere Familien und Einsteigern eine Bühne bieten. Nur einen Tag später blickt der Altmühltriathlon Leutershausen auf sein 35-jähriges Bestehen zurück und punktet in Mittelfranken mit ehrenamtlicher Herzlichkeit. Das sportliche Hauptaugenmerk des Wochenendes liegt jedoch zweifellos auf der legendären Langdistanz des Challenge Roth, bei der Hunderttausende Zuschauer die Athleten am Solaren Berg, am Kanal und im Stadion zu Höchstleistungen peitschen. Zeitgleich zieht der Tegernsee Triathlon mit seinem anspruchsvollen Streckenprofil vor einer imposanten Alpenkulisse die Sportler in den Süden.

Volles Programm in Hof

Am darauffolgenden Wochenende verlagert sich das Geschehen unter anderem an den Ammersee, wo die 26. Auflage des Triathlons in Riederau nicht nur mit einer Uferstrecke aufwartet, sondern auch wichtige Punkte für die Landesligen bereithält. Wer es abseits des Asphalts mag, findet am selben Tag beim 11. Wuggi-Triathlon ein knackiges Cross-Format, während in der Oberpfalz die jüngsten Sportler beim Piratentriathlon Amberg spielerisch gefordert werden. Der Sonntag gehört dann dem traditionsreichen 43. GEALAN Triathlon der IfL Hof. In Oberfranken kreuzen sich die Wege der Bayerischen Triathlonliga und des BTV Memmert Nachwuchscups, zudem werden auf der schnellen Strecke die Bayerischen Meistertitel im Team Relay vergeben. Abgerundet wird dieses vollgepackte Wochenende durch den Churfranken Triathlon in Niedernberg sowie den Cross-Triathlon in Karlstadt.

Für jeden etwas am dritten Juli-Wochenende

In Velburg verschmelzen zur Monatsmitte beim 39. Kirchweihtriathlon sportlicher Ehrgeiz und bayerisches Brauchtum, flankiert von einem Crossduathlon und Crosstriathlon für Jugendliche. Natur- und Landschaftsgenießer kommen zeitgleich beim familiären Triathlon am Höglwörther See in Oberbayern auf ihre Kosten. Die Jugendförderung steht im schwäbischen Harburg beim 8. Schüler- und Jugendtriathlon im Fokus, wo zudem wichtige Punkte für den BTV Memmert Nachwuchscup vergeben werden. Eine Premiere feiert das erste Schüler- und Jugend-Swim & Run im oberbayerischen Flintsbach. Ein echtes Kontrastprogramm im Münchner Umland liefert schließlich der 36. Karlsfelder Triathlon am 19. Juli, der auf seinen flachen Strecken sowohl Bestzeitenjäger als auch Neulinge anlockt.

BM Mitteldistanz zum Monatsende

Zum Monatsende schlägt zunächst die Stunde der Schulen und Vereine: Der Schülertriathlon in Höchstadt, der HeroKids Schüler-Triathlon in Eckental, der Fürther Schultriathlon und der 36. Erlanger Schüler-Triathlon führen tausende Kinder an den Ausdauersport heran. Das finale Juli-Wochenende bündelt dann noch einmal hochkarätige Entscheidungen und große Jubiläen. Während der 33. Hofheimer Triathlon Aktive in den Naturpark Haßberge lockt, kämpfen Athletinnen und Athleten beim Triathlon Niederbayern um die Bayerischen Meisterschaften auf der Mitteldistanz. Gleich zwei bayerische Urgesteine feiern zeitgleich Geburtstag: Der 40. Wörthsee-Triathlon blickt auf vier Jahrzehnte Historie zurück und gilt, ebenso wie der zeitgleich stattfindende 35. M-net Erlanger Triathlon, als absoluter Vorreiter für ökologische Nachhaltigkeit und ressourcenschonende Organisation im Sport.

Wir wünschen allen Starterinnen und Startern viel Erfolg!

Foto: Elea Bayreuther

Blick in ein Freibad mit Kindern

Der inklusive Schüler-Triathlon in Kelheim hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einer echten Erfolgsgveranstaltung entwickelt. Bei der zweiten Auflage verwandelten rund 240 Kinder und Jugendliche das Gelände rund um das Stadion am Rennweg und das Keldorado in eine große Triathlonarena. Damit konnte die Teilnehmerzahl gegenüber der Premiere im vergangenen Jahr deutlich gesteigert werden.

Organisiert wurde die Veranstaltung von den Schülerinnen und Schülern des P-Seminars der 11. Jahrgangsstufe des Donau-Gymnasiums Kelheim. Mit viel Engagement und Liebe zum Detail sorgten sie dafür, dass vom Check-in über die Wettkämpfe bis hin zur Siegerehrung alles reibungslos funktionierte. Unterstützt wurden sie dabei von zahlreichen Helferinnen und Helfern sowie vielen Partnern aus der Region.

Der inklusive Gedanke war dabei an jeder Stelle spürbar. Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gingen gemeinsam an den Start und zeigten eindrucksvoll, wie selbstverständlich Sport Menschen verbindet. Ergänzt wurde der Wettkampf durch zahlreiche Mitmachangebote, bei denen die Teilnehmenden unter anderem Blindenbaseball ausprobieren oder einen Rollstuhlparcours absolvieren konnten. So wurde Inklusion nicht nur thematisiert, sondern aktiv erlebt. Für einen besonderen Auftakt sorgte Simon Henseleit. Der U23-Triathlon-Weltmeister von 2022, der inzwischen beim BTV als Trainer arbeitet, brachte die jungen Athletinnen und Athleten beim gemeinsamen Warm-up auf Betriebstemperatur.

Dabei was schon am frühen Vormittag die Vorfreude überall spürbar. Im Schwimmbecken wurden die letzten Bahnen gezogen, auf der Radstrecke herrschte reges Treiben und entlang der Laufstrecke feuerten Betreuerinnen, Betreuer und Zuschauer den Nachwuchs lautstark an. Ob als Einzelstarterin oder Einzelstarter oder gemeinsam im Team – im Mittelpunkt standen nicht Bestzeiten, sondern die Freude an der Bewegung, der Teamgeist und das gemeinsame Erlebnis. Natürlich wurden bei der abschließenden Siegerehrung auch die schnellsten Einzelstarterinnen und Einzelstarter sowie die erfolgreichsten Teams ausgezeichnet. Medaillen gab es für die Siegerinnen und Sieger der verschiedenen Alters- und Wertungsklassen. Den passenden Rahmen gestaltete die Tanzgruppe des Cabrini-Zentrums Offenstetten mit einer mitreißenden Aufführung.

Nach dem großen Zuspruch dürfte deshalb schon jetzt klar sein: Die dritte Auflage des inklusiven Schüler-Triathlons in Kelheim ist schon gesetzt.

Bei der dritten Ausgabe des triathlon.de CUP Landshut herrschten außergewöhnliche Bedingungen. Bei Temperaturen bis zu 40 Grad stellten sich knapp 1.000 Athletinnen und Athleten den Herausforderungen auf den Strecken rund um das Naherholungsgebiet Gretlmühle bei Landshut. Trotz oder gerade wegen der herausfordernden Bedingungen herrschte entlang den Wettkampfstrecken eine hervorragende Stimmung. Zahlreiche Zuschauer sorgten an den verschiedenen Hotspots für lautstarke Unterstützung und trugen zu einer mitreißenden Atmosphäre bei. Die Begeisterung entlang der Strecke motivierte viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu, auch in den entscheidenden Rennphasen noch einmal alles aus sich herauszuholen.

Besonders anspruchsvoll präsentierte sich erneut die Radstrecke mit dem berüchtigten „Maximal Mountain“ mit bis zu 16% Steigung. Je nach Wettkampfdistanz musste dieser Anstieg bis zu vier Mal bewältigt werden. Die hohen Temperaturen verlangten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf allen Streckenabschnitten alles ab und machten eine kluge Renneinteilung sowie eine optimale Verpflegung zu entscheidenden Erfolgsfaktoren.

Keine Vorkommnisse dank durchdachtem Hitzekonzept

Dank des im Vorfeld ausgearbeiteten Hitzekonzepts des Veranstalters und der klugen Renneinteilung der Athleten verlief der Veranstaltungstag komplett reibungslos. In enger Abstimmung mit dem Sanitätsdienst konnten alle Wettkämpfe sicher für alle Athleten und Zuschauer durchgeführt werden. Medizinische Vorfälle blieben komplett aus.

Entlang der Strecken standen den Athletinnen und Athleten jederzeit ausreichend Wasser und große Mengen Eis zur Verfügung, sodass eine kontinuierliche Versorgung gewährleistet war. Für zusätzliche Erfrischung sorgte eine Sprinkleranlage auf der Laufstrecke, die von den Teilnehmenden dankbar angenommen wurde und angesichts der hohen Temperaturen für willkommene Abkühlung sorgte. Insgesamt zeigte sich, dass die umfangreichen Maßnahmen zum Schutz der Sportlerinnen und Sportler hervorragend griffen und maßgeblich zum erfolgreichen Verlauf der Veranstaltung beitrugen.

Beeindruckende Siegerzeiten auf der Mitteldistanz

Trotz extremer Temperaturen und der aus Sicherheitsgründen von vier auf drei Laufrunden verkürzten Laufstrecke lieferten die Athletinnen und Athleten auf der Mitteldistanz beeindruckende Leistungen ab. Bei den Männern setzte sich Lukas Michels (TSV Hohenbrunn) in starken 3:38:27 Stunden durch. Die Plätze zwei und drei gingen an Tim Koniarski (3:42:26 Stunden) und Thomas Angerer (Tri Team Hallein, 3:42:50 Stunden).

Bei den Frauen triumphierte Judith Weghofer in beeindruckenden 4:08:50 Stunden und gewann mit einem deutlichen Vorsprung von rund 36 Minuten auf Kristina Facius (FTZ Mühldorf Team Siebzehnrübel, 4:44:46 Stunden). Rang drei sicherte sich Julia Zeller in 4:55:18 Stunden.

Foto: Laura Damnitz

 

Manche Triathlonveranstaltungen beeindrucken durch ihre Größe. Andere durch ihre Geschichte. Der Altmühltriathlon in Leutershausen schafft beides auf seine ganz eigene Weise. Wer Anfang Juli ins westmittelfränkische Altmühltal kommt, findet keinen riesigen Eventpark, keine kilometerlangen Expo-Meilen und keine Großveranstaltung. Stattdessen erlebt man einen Wettkampf, der seit Jahrzehnten vom Engagement eines Vereins getragen wird und gerade deshalb eine treue Fangemeinde besitzt.

2026 steht bereits die 35. Auflage auf dem Programm – ein schönes Jubiläum für eine Veranstaltung, die sich über all die Jahre ihren ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Veranstalter ist der TV 1862 Leutershausen, der den Wettkampf seit vielen Jahren mit großer Leidenschaft organisiert.

Wo Triathlon noch familiär ist

Der Altmühltriathlon gehört zu jenen Rennen, bei denen viele Teilnehmer die Organisatoren persönlich kennen. Wer einmal gestartet ist, kommt oft wieder. Das liegt nicht zuletzt an der besonderen Atmosphäre rund um das Altmühlbad, das seit Jahrzehnten Start- und Zielpunkt der Veranstaltung ist. Hier trifft man Vereinskameraden, Konkurrenten und Freunde des Sports oft schon vor dem Start und später wieder bei der Siegerehrung.

Mit einer Teilnehmerbegrenzung von rund 120 Startern und Staffeln bleibt die Veranstaltung klein. Und so sind die Startplätze stets schnell vergeben. Dieses Jahr innerhalb von einer Stunde!

Schwimmen im Flussbad – eine Seltenheit in Bayern

Das eigentliche Herzstück des Altmühltriathlons ist jedoch seine Wettkampfstrecke. Bereits der Auftakt hebt das Rennen von vielen anderen Veranstaltungen ab. Geschwommen wird nicht in einem See und auch nicht in einem Freibad, sondern in der Altmühl selbst – genauer gesagt im traditionsreichen Altmühlbad von Leutershausen.

Damit gehört der Wettkampf zu den wenigen Triathlons in Bayern, bei denen das Schwimmen in einem Flussbad stattfindet. Die 500 Meter lange Schwimmstrecke sorgt Jahr für Jahr für Gesprächsstoff. Mal präsentiert sich die Altmühl angenehm temperiert, mal erinnert sie die Teilnehmer daran, dass Freiwasserwettkämpfe ihren eigenen Charakter haben. Die Veranstalter scherzen seit Jahren über den Ruf ihres Rennens als „härtester Triathlon nach Hawaii“ – eine augenzwinkernde Anspielung auf legendäre Austragungen, bei denen Athleten entweder mit eisigem Wasser oder sommerlicher Hitze kämpfen mussten.

Blick über einen Fluss mit Schwimmern

Nach dem Schwimmen geht es auf die rund 22 Kilometer lange Radstrecke. Auf den ersten Blick wirkt das Gelände rund um Leutershausen eher sanft. Wer die Region kennt, weiß jedoch, dass die Ausläufer der Frankenhöhe durchaus anspruchsvolle Passagen bereithalten.

Die Strecke führt durch die fränkische Kulturlandschaft mit ihren kleinen Dörfern, Feldern und Wäldern. Sie verlangt weniger reine Kletterqualitäten als vielmehr einen gleichmäßigen Rhythmus und ein gutes Gespür für Tempo. Wind spielte in der Geschichte des Rennens immer wieder eine entscheidende Rolle. Mehr als einmal wurde das Feld auf der Radstrecke von kräftigen Böen gefordert.

Anschließend folgt der fünf Kilometer lange Lauf entlang der Altmühl. Gerade hier zeigt sich der besondere Charme des Wettkampfs. Die Strecke ist überschaubar, die Zuschauer nah an den Athleten und das Ziel am Altmühlbad nie wirklich weit entfernt. Für viele Teilnehmer entsteht genau daraus jene Atmosphäre, die den Altmühltriathlon so besonders macht.

Dass der Altmühltriathlon heute seine 35. Auflage feiern kann, ist keineswegs selbstverständlich. Die Veranstaltung hat verschiedene Entwicklungen des Triathlonsports erlebt: den Boom der 1990er Jahre, die Professionalisierung vieler Rennen und den Wandel von kleinen Vereinsveranstaltungen zu großen Eventformaten.

In Leutershausen entschied man sich bewusst für einen anderen Weg. Statt immer größer zu werden, blieb man den eigenen Wurzeln treu. Der Wettkampf entwickelte sich weiter, ohne seine Identität zu verlieren. Ein Beispiel dafür war die Anpassung der Radstrecke im Jahr 2019, als unter neuer Organisationsleitung einzelne Abläufe modernisiert und die Strecke an aktuelle Vorgaben angepasst wurden.

Das Erfolgsgeheimnis: Ehrenamt

Wer mit Organisatoren und langjährigen Teilnehmern spricht, hört immer wieder denselben Grund für den Erfolg der Veranstaltung: die Menschen dahinter. Rund 120 freiwillige Helfer sorgen Jahr für Jahr dafür, dass das Rennen funktioniert. Unterstützt werden sie von der Stadt, der Wasserwacht, dem Altmühlbadverein und zahlreichen weiteren Partnern aus der Region.

Gerade diese Verwurzelung in der Vereinsgemeinschaft hat über die Jahre zahlreiche Geschichten hervorgebracht, die den besonderen Charakter des Rennens bis heute prägen. Vielleicht beginnt die bemerkenswerteste bereits bei der Entstehung des Triathlons selbst. Obwohl der TV Leutershausen bis heute keine eigene Triathlonabteilung besitzt, wird die Veranstaltung seit jeher gemeinsam von mehreren Sparten getragen. Gegründet wurde der Wettkampf 1990 sogar von Erolf Bock, der damals aus der Tischtennisabteilung heraus die Initiative ergriff und später erster Vorsitzender des Hauptvereins wurde. Bis heute packen Leichtathleten, Fußballer, Tennisspieler und Tischtennisspieler gemeinsam mit an, wenn Anfang Juli der Startschuss fällt.

Besonders groß ist die Identifikation der Leutershäuser mit „ihrem“ Triathlon. Seit vielen Jahren wird ein Wanderpokal für die schnellste Teilnehmerin und den schnellsten Teilnehmer aus Leutershausen vergeben – unabhängig davon, ob sie für den TVL starten oder in der Gemeinde wohnen. Zum Jubiläumsrennen 2026 werden allein rund 30 Athletinnen und Athleten aus Leutershausen an den Start gehen.

Sportler läuft durch das Ziel

Auch sportlich hat die Veranstaltung ihre eigenen Legenden hervorgebracht. Eine davon schrieb Dr. Florian Holzinger am 5. Juli 2008. Nach mehreren Anläufen gelang ihm beim 19. Altmühltriathlon erstmals der Sprung unter die magische Marke von einer Stunde. Seine Zeit von 59:05 Minuten auf der damaligen, noch 25 Kilometer langen Radstrecke galt lange als Maßstab. Erst nach der späteren Streckenanpassung wurde diese Bestmarke unterboten. Der aktuelle Streckenrekord liegt seit 2023 bei 57:03 Minuten und wird von Tim Frisch gehalten.

Fast schon ein Anachronismus in Zeiten elektronischer Chipsysteme ist die Zeitmessung. In Leutershausen wird bis heute von Hand gestoppt. Möglich macht dies ein eingespieltes Team, dessen Mitglieder teilweise seit mehr als zwei Jahrzehnten gemeinsam im Einsatz sind. Die Genauigkeit leidet darunter keineswegs – vielmehr gehört auch diese Tradition für viele Teilnehmer zum unverwechselbaren Charakter der Veranstaltung.

Eine besondere Rolle spielt zudem die enge Freundschaft zum Triathlon in Oettingen. Die Veranstalter des TSV Oettingen, die in der Wörnitz ebenfalls einen traditionsreichen Flussbad-Triathlon organisieren, begleiten den Altmühltriathlon seit seinen Anfängen. Jahr für Jahr reisen zahlreiche Athleten aus Oettingen nach Leutershausen und sorgen damit für eine Verbundenheit, die über den sportlichen Wettbewerb hinausgeht.

Vielleicht ist genau das das Geheimnis des Altmühltriathlons: Rekorde und Platzierungen gehören dazu, doch in Erinnerung bleiben vor allem die Menschen, die diesen Wettkampf seit Jahrzehnten tragen. Nach 35 Austragungen ist der Altmühltriathlon deshalb weit mehr als nur ein Rennen. Er ist ein Stück Leutershäuser Sportgeschichte – und für viele Teilnehmer längst eine lieb gewonnene Tradition.

Zur Website des Rennens.

Fotos: TV 1862 Leutershausen e. V.

Der 37. Memmert Rothsee Triathlon stand am vergangenen Wochenende auch im Zeichen der DM-Titelkämpfe. Bei hochsommerlichen Bedingungen wurden bei dem bayerischen Triathlon-Klassiker die Deutschen Meisterschaften der Altersklassen über die Kurzdistanz ausgetragen. Über die Distanzen von 1,5 Kilometer Schwimmen, 42 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen setzten sich Jonas Wechsler und Laura Mederer als Tagesschnellste durch und sicherten sich die begehrten Meistertitel.

Im Rennen der Männer zeigte Lokalmatador Jonas Wechsler (TSG 08 Roth) eine beeindruckende Leistung vor heimischem Publikum. Bereits beim Schwimmen distanzierte er die Konkurrenz und stieg mit einem komfortablen Vorsprung von rund eineinhalb Minuten aus dem Rothsee. Auf dem Rad baute der Rother seine Führung kontinuierlich aus und ließ auch auf der abschließenden Laufstrecke am Kanal nichts mehr anbrennen. Nach 1:56:09 Stunden überquerte er die Ziellinie als neuer Deutscher Meister. „Mega cooles Rennen heute – ich habe mich von Anfang an richtig gut gefühlt und konnte mein Ding durchziehen. Dass am Ende der Sieg dabei rauskommt, macht es natürlich nochmal extra schön“, meinte er im Nachgang. Den zweiten Gesamtplatz sicherte sich Felix Schiller (Team Ausdauercoach). Das Gesamtopodiuum komplettierte Matthias Betz (TG 48 Schweinfurt) in 2:01:50 Stunden.

Bei den Frauen entwickelte sich ein taktisch geprägtes Rennen, das Laura Mederer (TSG 08 Roth) auf dem Rad zu ihren Gunsten entschied. Nach dem Schwimmen noch auf Rang drei liegend, drückte sie auf der Radstrecke mächtig aufs Tempo und übernahm die Spitzenposition. Mit einem kontrollierten Zehn-Kilometer-Lauf verteidigte sie ihren Vorsprung und krönte sich nach 2:12:56 Stunden zur nationalen Championess. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Theresa Lowinus (Tri Team Freiburg; 2:15:31 Stunden) und Eva Estler (Post SV Tübingen; 2:16:03 Stunden).

Laura Mederer triumphierte bei ihrem Heimrennen

Die Siegerin nach dem Rennen: „Auf den Rothsee-Triathlon hatte ich mich schon lange gefreut – und es war wieder ein besonderer Tag. Das Schwimmen ist zwar nach wie vor nicht meine Paradedisziplin, aber die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr zeigt, dass die Entwicklung stimmt. Auf dem Rad habe ich mich sehr wohlgefühlt und konnte meine Stärken ausspielen. Als klar wurde, dass ich in Führung liege, hat mir das zusätzlich Rückenwind gegeben. Die Stimmung entlang der Strecke mit den vielen Zuschauern, Freunden und Familienmitgliedern war wie immer großartig. Die Hitze hat das Rennen allerdings extrem anspruchsvoll gemacht und vor allem auf dem Lauf viel Kraft gekostet. Umso mehr freue ich mich über das gute Gefühl, wieder mittendrin zu sein und mit viel Freude und Motivation auf die kommenden Wettkämpfe zu blicken.“

Zahlreiche bayerische Altersklassen-Champions

Neben den Gesamtsiegen im Elite-Feld spiegelte sich die bayerische Dominanz auch in den einzelnen Altersklassenwertungen wider. Zahlreiche Athleten aus dem Freistaat nutzten den Heimvorteil am Rothsee und sicherten sich die Goldmedaille in ihren Kategorien.

Bei den Männern gingen fast alle Titel im jüngeren und mittleren Alterssegment nach Bayern: Moritz Kaunz (1. FC Deining) siegte in der AK 18–19 mit einer Zeit von 2:11:12 Stunden. Jonas Wechsler (TSG 08 Roth) gewann neben dem Gesamtsieg auch die AK 20. In der AK 30 triumphierte Jonas Endres vom La Carrera TriTeam Rothsee in 2:04:09 Stunden, dicht gefolgt von Bastian Glockshuber (TSV 1862 Neuburg), der die AK 35 in 2:04:15 Stunden für sich entschied. Matthias Grosser (TSG 08 Roth; 2:10:22 Stunden) in der AK 40, Niki Abel (TSV Altenfurt; 2:10:48 Stunden) in der AK 45 und Volker Dittmar (TSV Zirndorf; 2:59:36 Stunden) in der AK 70 komplettierten die starke bayerische Bilanz der Männer.

Auch bei den Frauen blieben viele Meistertitel im Freistaat. Anna Liepold (TSV Gaimersheim) holte Gold in der AK 20 mit einer Endzeit von 2:29:52 Stunden. Gesamtsiegerin Laura Mederer (TSG 08 Roth) stand zeitgleich in der AK 25 ganz oben auf dem Podest. In der AK 30 setzte sich Sophia Ibert (Post SV Nürnberg) in 2:21:57 Stunden durch. Weitere bayerische Titelträgerinnen des Wochenendes sind Rita Stegler (SSV Forchheim; 2:29:02 Stunden) in der AK 40, Renate Forstner (TSV 1860 Rosenheim; 2:31:09 Stunden) in der AK 45 sowie Astrid Zunner (Twin Neumarkt; 2:36:05 Stunden) in der AK 50.

Alle Ergebnisse gibt es hier (Link).

 

Nachwuchs begeistert am Rothsee – starke Leistungen beim BTV Memmert Nachwuchscup

Doch der Rothsee Triathlon bot nicht nur den Erwachsenen eine große Bühne – auch der bayerische Triathlon-Nachwuchs zeigte beim BTV Memmert Nachwuchscup eindrucksvoll sein Können. Bei großartiger Atmosphäre entlang der Strecke kämpften die jungen Athletinnen und Athleten in den Altersklassen Schüler B bis hin zu den Juniorinnen und Junioren um jede Sekunde.

Mit viel Begeisterung und beeindruckendem Einsatz gingen die Schülerinnen und Schüler B an den Start. Bei den Jungen setzte sich in der Altersklasse Lasse Müller (TSV Katzwang 05) souverän durch. Dahinter komplettierten Enzo Thoulouze (TSV Gaimersheim) und Matteo Malavolta (TSV Gaimersheim) das Podium.
Bei den Mädchen war Lara Loos (SSV Forchheim) die Schnellste der Altersklasse. Lotte Fankel (SV Bayreuth Triathlon) und Lena Sitta (TSV Oettingen) sicherten sich die weiteren Podestplätze.

In der Schüler-A-Klasse wurde bereits deutlich, wie hoch das Niveau im bayerischen Nachwuchstriathlon ist. Bei den Jungen gewann Mika Fankel (SV Bayreuth Triathlon) knapp vor Jasim Al Sultan (SC Wfr. München) und Timo Stecher (TV 1848 Erlangen). I
Bei den Mädchen sicherte sich Mathilda Kujala (La Carrera TriTeam Rothsee) den Sieg vor Zoé Thoulouze (TSV Gaimersheim) und Leni Arthofer (TSV Eintracht Karlsfeld).

Bei den Jungen der Jugend B entwickelte sich ein spannendes Rennen, das Lando Spielberger (Sektion Hersbruck des DAV e.V.) knapp vor Konstantin Koop (TSV Eintracht Karlsfeld) gewann. Maximilian Rudolph (TSG 08 Roth e.V.) sicherte sich Rang drei.
Bei den Mädchen ließ Sophia Grießemer (TSV Katzwang 05) nichts anbrennen und gewann vor Josephine Kujala (La Carrera TriTeam Rothsee). Inara Zeiner (TV 1848 Erlangen) komplettierte das Podium.

Die Jugend-A-Athleten zeigten starke Rennen. Bei den Jungen setzte sich Alexander Tresselt (Tri-Team Schongau) durch. Joel Westphal (TSV Harburg) und Kilian Wanninger (TV 1881 Furth im Wald) folgten auf den weiteren Podestplätzen.
Bei den Mädchen gewann Maja Zidek (Tri-Team Schongau) mit einer starken Gesamtleistung. Raija Pollermann und Franca Pollermann, beide vom TWin Neumarkt, belegten die Plätze zwei und drei.

Den Abschluss des BTV Memmert Nachwuchscups bildeten die Rennen der Juniorinnen und Junioren, die bereits mit viel Rennerfahrung und hohem Tempo unterwegs waren. Bei den Juniorinnen gewann Sophia Bäuml vor Josefine Mendler (TSV Zirndorf) und Lilly Hiebinger (La Carrera TriTeam Rothsee).
Bei den Junioren setzte sich Noah Hopf (TSV Zirndorf) durch. Jonas Beyer (TV Planegg-Krailling) und Leander Träger (SV Postbauer) erreichten die Plätze zwei und drei.

Fotos: Guntram Rudolph

Über 1.000 Starterinnen und Starter, eine neue Bergwertung und Triathlon-Action rund um die Gretlmühle: Der triathlon.de CUP Landshut zählt mittlerweile zu den großen Rennen in Bayern. Am 28. Juni wartet in Niederbayern wieder ein vielseitiger Wettkampftag auf Startende, inklusive einer Premiere am „Maximal Mountain“.

Nach dem Sprung über die Marke von 1.000 Starterinnen und Startern im Vorjahr knüpft das Rennen auch dieses Jahr an das starke Wachstum an. Teilnehmende aus ganz Deutschland werden rund um die Gretlmühle erwartet und sorgen für ein buntes Starterfeld vom Einsteiger bis zum erfahrenen Langdistanz-Athleten. Mit vier Wettbewerben bietet der triathlon.de CUP Landshut für sie erneut ein breites Angebot auf unterschiedlichen Leistungsniveaus: Von der Schnupperdistanz über Volks- und Olympische Distanz bis hin zur Mitteldistanz reicht das Programm. Geschwommen wird in der Gretlmühle, ehe die Athletinnen und Athleten auf die Radstrecke Richtung Niederaichbach und anschließend auf die Laufstrecke gehen.

Neue Herausforderung mit Steigung

Eine Neuerung sorgt in diesem Jahr für zusätzliche Spannung: Erstmals wird die sogenannte K.O.M.M. Challenge (King Of Maximal Mountain) ausgetragen. Im Mittelpunkt steht der Anstieg nach Zaitzkofen – unter Athletinnen und Athleten längst als „Maximal Mountain“ bekannt. Je nach Wettkampfdistanz muss der Anstieg unterschiedlich oft bewältigt werden: einmal auf der Volksdistanz, zweimal auf der Olympischen Distanz und viermal auf der Mitteldistanz.
Für die Sonderwertung wird die Zeit vom Fuß des Anstiegs bis zum höchsten Punkt gemessen. Die schnellste Athletin und der schnellste Athlet über alle Wettbewerbe hinweg dürfen sich am Ende „King“ beziehungsweise „Queen of Maximal Mountain“ nennen.

Auch für Zuschauerinnen und Zuschauer soll der Wettkampf erneut besondere Erlebnisse bieten. Vor allem der Maximal Mountain gilt als einer der zentralen Hotspots an der Strecke, wo Moderation, Musik und zahlreiche Fans traditionell für besondere Stimmung sorgen. Um den Zugang zu erleichtern, richtet das Organisationsteam erneut kostenlose Shuttlebusse zwischen Gretlmühle, Ta.la und dem Zuschauerbereich am Anstieg ein.

Kurzentschlossene können sich noch anmelden: Nach Angaben des Veranstalters sind bei der Startunterlagenausgabe am 27. und 28. Juni noch Plätze in allen Wettkampfformaten verfügbar.

Alle Infos gibt es unter www.triathlon-landshut.de

Foto: triathlon.de/ Claus Zettl

Das Allgäu gilt seit jeher als eine der Hochburgen des Triathlonsports. Zwischen Bergen, Seen und saftigen Wiesen wurde schon geschwommen, geradelt und gelaufen, als Triathlon noch längst nicht überall bekannt war. Kein Wunder also, dass sich hier einige echte Traditionsveranstaltungen etabliert haben. Eine davon ist der Unterallgäuer Triathlon in Ottobeuren, der in diesem Jahr sein 35. Jubiläum feiert.

Seit über drei Jahrzehnten treffen sich hier ambitionierte Athletinnen und Athleten, motivierte Einsteiger, Staffelteams und leidenschaftliche Hobbysportler, um sich den drei klassischen Disziplinen zu stellen. Mit etwas mehr als 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hat sich die Veranstaltung dabei ihren familiären Charme bewahrt. Hier kennt man sich, feuert sich an und findet selbst im Zielbereich noch Zeit für einen Plausch – sofern die Beine mitspielen.

Der Unterallgäuer Triathlon ist gelebte Vereinskultur und längst zu einem Gemeinschaftsprojekt des gesamten Vereins geworden. Hinter der Veranstaltung steht seit jeher die Triathlonabteilung des TSV Ottobeuren, unterstützt von einer beeindruckenden Zahl ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer. Seit vielen Jahren sind so zahlreiche Abteilungen des TSV Ottobeuren fest in die Organisation eingebunden und leisten ihren Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung. Ob Streckenposten, Verpflegung, Auf- und Abbau oder Betreuung der Athleten – der Unterallgäuer Triathlon zeigt Jahr für Jahr, was möglich ist, wenn ein Verein gemeinsam an einem Strang zieht. Viele von ihnen sind seit Jahren dabei, einige sogar seit den Anfängen. Sie haben Regen, Hitze, organisatorische Herausforderungen und vermutlich auch die ein oder andere kreative Ausrede für einen platten Reifen erlebt. Ihr Engagement macht den Wettkampf zu dem, was er heute ist: eine Veranstaltung, bei der sich Athleten und Zuschauer gleichermaßen willkommen fühlen.

Ein Triathlon, der perfekt ins Allgäu passt

Von Anfang an war der Unterallgäuer Triathlon für alle gedacht – und genau das macht ihn bis heute aus. Auf dem Programm stehen die Sprintdistanz mit 500 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen sowie die Olympische Distanz über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen. Wer die Herausforderung lieber gemeinsam angeht, kann in der Staffelwertung antreten.

Triathlon soll für alle erlebbar bleiben, das war in Ottobeuren schon immer ein wichtiger Grundgedanke. Deshalb werden die Startgebühren seit Jahren bewusst fair und familienfreundlich gehalten. Denn die Begeisterung für den Sport soll nicht am Geldbeutel scheitern. Gerade Einsteiger und Nachwuchsathleten finden hier ideale Bedingungen, um ihre ersten Erfahrungen im Triathlonsport zu sammeln.

Auch landschaftlich zeigt sich der Wettkampf von seiner schönsten Seite. Der Startschuss fällt an den Baggerseen bei Attenhausen. Dort geht es zunächst ins Wasser, bevor die Athletinnen und Athleten auf die Radstrecke durch das Unterallgäu wechseln. Sanfte Hügel, weite Wiesen und idyllische Ortschaften sorgen für echtes Allgäu-Panorama. Wobei „sanfte Hügel“ natürlich eine sehr freundliche Umschreibung ist. Wer die Region kennt, weiß: Das Allgäu hat eine ganz eigene Vorstellung von flach. Auf der olympischen Distanz summieren sich die Höhenmeter auf rund 475 – genug, um die Oberschenkel daran zu erinnern, dass Triathlon kein Spaziergang ist. Anschließend führt die Laufstrecke nach Ottobeuren. Vom Stadion am Galgenberg geht es hinaus ins Grüne und wieder zurück. Besonders auf den letzten Metern entsteht jene Atmosphäre, die viele Teilnehmer Jahr für Jahr zurückkehren lässt: Zuschauer am Streckenrand, lautstarke Anfeuerungen, glückliche Gesichter und das unbeschreibliche Gefühl, es geschafft zu haben.

 

Frau mit Fahrrad fährt an Zuschaern vorbei

Mehr als nur ein Rennen

Der Unterallgäuer Triathlon hat sich so über die Jahre hinweg einen Namen gemacht. Er ist Treffpunkt für die Triathlonfamilie, Bühne für den Nachwuchs, Motivation für Erststarter und sportliche Herausforderung für erfahrene Athletinnen und Athleten gleichermaßen.

Gleichzeitig steht die Veranstaltung für Werte, die weit über den Sport hinausgehen. Aus den Erlösen werden soziale Projekte unterstützt und gesellschaftliches Engagement gefördert. Darüber hinaus fließt der Reinerlös der Veranstaltung konsequent in die Jugendarbeit des TSV Ottobeuren. Jeder Start, jede Anmeldung und jede helfende Hand trägt somit dazu bei, junge Menschen für Sport, Bewegung und Gemeinschaft zu begeistern.

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Erfolgsgeschichte sind auch die zahlreichen Sponsoren und Partner aus der Region. Viele von ihnen begleiten den Unterallgäuer Triathlon bereits seit vielen Jahren und sind zu verlässlichen Wegbegleitern geworden. Diese enge Verbundenheit mit lokalen Unternehmen zeigt, wie tief die Veranstaltung in der Region verwurzelt ist und welche Wertschätzung sie genießt.

Stillstand war dabei nie eine Option. Trotz der langen Tradition entwickelt sich der Unterallgäuer Triathlon kontinuierlich weiter. Jahr für Jahr werden Abläufe optimiert, neue Ideen umgesetzt und die Qualität der Veranstaltung weiter gesteigert. Das Ziel ist dabei immer dasselbe geblieben: den Athletinnen und Athleten ein bestmögliches Wettkampferlebnis zu bieten und gleichzeitig den familiären Charakter zu bewahren, der den Unterallgäuer Triathlon seit 35 Jahren auszeichnet.

Vielleicht ist genau das das Geheimnis, warum der Unterallgäuer Triathlon nach 35 Jahren noch immer so lebendig ist wie am ersten Tag:

35 Jahre Unterallgäuer Triathlon bedeuten 35 Jahre Leidenschaft, unzählige Geschichten, tausende absolvierte Kilometer und vermutlich ebenso viele müde Beine. Vor allem aber stehen sie für eine Gemeinschaft, die den Triathlonsport im Herzen des Allgäus mit Begeisterung lebt.

35 Jahre bedeuten Ehrenamt, Zusammenhalt, Innovation, Nachwuchsförderung und die Unterstützung von Menschen und Projekten weit über den Sport hinaus. Sie stehen für einen Verein, eine Region und viele engagierte Persönlichkeiten, die gemeinsam etwas Besonderes geschaffen haben.

Auf die nächsten 35 Jahre Unterallgäuer Triathlon Ottobeuren!

Zur Website des Rennens.

Fotos: Unterallgäuer Triathlon