Die Wettkampflandschaft in Bayern bietet Triathletinnen und Triathleten die volle Bandbreite an Herausforderungen. Von Angeboten für Einsteiger*innen, über traditionsreiche Veranstaltungen über die Olympische Distanz und die Mitteldistanz, bis hin zur größten Triathlon Langdistanz der Welt, dem Challenge Roth.

„Ein echtes Highlight“, beurteilten Eltern und Betreuer den Abschluss des BTV Memmert Nachwuchscup in Wendelstein. Die, um die es ging, der sportliche Nachwuchs, waren im Moment der Unterhaltung noch beschäftigt, Simon Henseleit mit Fragen zu löchern. Denn die Abschlussveranstaltung der diesjährigen Serie beim RC Wendelstein hatte viel mehr zu bieten, als einen Crossduathlon.

Camp zum Aufwärmen

Bereits am Freitag begann ein weiteres Nachwuchs-Camp der BTV-Jugend. Auch, wenn es beim Turnhallen-Camping schon ganz schön frisch war, waren die teilnehmenden Kids wieder begeistert. Das Programm reichte von Spielen, über Schwimmen, bis hin zu Koordinations-Trainings. Auch der Pizza-Besuch am Abend durfte nicht fehlen. „Es ist wirklich toll zu sehen, welch eine Gemeinschaft zwischen den Kindern und Jugendlichen aus verschiedensten Vereinen entstanden ist“, schreibt ein Elternteil im Nachgang. „Die Unterstützung für die lokalen Vereine und der Mehrwert für den Triathlonsport in Bayern sind großartig.“

Gelungene Duathlon Premiere

Für das kleine und junge „Team Optimum“, das beim RC Wendelstein erstmalig den Duathlon organisierte, war es ein Mammut-Projekt, das jedoch durchwegs positiv aufgenommen wurde. Im Erwachsenenrennen ging es oft um den gelungenen Saisonabschluss und im Nachwuchsbereich kämpften Kinder und Jugendliche um die letzten Cup-Punkte. „Tolle Veranstaltung, vor allem die schnelle Radstrecke war einfach klasse!“, war nur eine von zahlreichen positiven Bewertungen.

Am Ende des Tages waren Franziska Richartz (DAV Triathlon Hersbruck) vor Sonja Müller (TSV Katzwang 05) und Tamara Zeltner (CIS Amberg) sowie Jonas Wechsler (TSG 08 Roth Triathlon e.V.) vor Bernd Hagen (Team twenty.six e.V. Roth) und Tim Freitag (Arriba Göppersdorf) am schnellsten. Doch bei toller Atmosphäre und bestem Spätsommerwetter kam es nicht unbedingt auf die Platzierung an.

In den Schüler- und Jugendklassen ging es mit dem Mountainbike beim Cross-Duathlon über Stock und Stein. Als Sieger durften sich feiern lassen: Moritz Kaunz (FC Deining) und Alba Warter Rubio (TV 48 Erlangen) in der Jugend A, Leopold Sigl (TV 1875 Burglengenfeld) und Annika Bernhuber (IfL Hof) in der Jugend B, Hellena Hugenberg (TV Bad Mergentheim) und Alexander Tresselt (Tri-Team Schongau) bei den Schülern A, Mathilda Kujala (TV 1879 Hilpoltstein) und Manolo Klingsporn (SV Postbauer Kettenritter) bei den Schülern B, Leonard Thomann (Team Stegaurach) und Eva Satsevich (TV Fürth 1860) bei den Schülern C und Lorenz Thomann (Team Stegaurach) und Clara Gerdes (Post-SV Nürnberg) bei den Jüngsten.

Henseleit und Robisch als Promi-Gäste

Auf den Nachwuchs wartete auch nach nach der Anstrengung noch eine Überraschung. Mit Simon Henseleit und Rebecca Robisch standen zwei international erfolgreiche Sportler Rede und Antwort. Profi Simon Henseleit zu der Veranstaltung: “ Ich komme immer gerne zu regionalen Triathlon Veranstaltungen und diese sind in meinen Augen enorm wichtig für den Nachwuchs! Ohne Wettkämpfe macht das Training nur halb so viel Spaß und diese Rennen haben auch mir sehr dabei geholfen, dabei zu bleiben und einen gesunden Ehrgeiz zu entwickeln. Ich hoffe ich konnte den Kids eine Freude bereiten und etwas Motivation für das nächste Jahr mitgeben.“

Die Ergebnisse des BTV Memmert Nachwuchscup sind hier zu finden. Link zur Ergebnis-Seite.

Fotos: Foto-Gold

Eine Menge an Sportlern mit Neoprenanzug und Bademütze

Vor 30 Jahren sah Triathlon noch etwas anders aus: Nur wenige wagten sich damals an den außergewöhnlichen Sport heran und das Material war alles andere als spezialisiert. Erfinderreichtum war gefragt. In Bamberg, besser gesagt Breitengüßbach, gab es damals eine Premiere. Nach einigen Umzügen wird in diesem Jahr Jubiläum in Ebing gefeiert. Der Verein der IfA Bamberg organisiert mit Herzblut und wenige Tage vor dem Rennen haben wir uns mit ihnen unterhalten.

Wie viele Starter waren bei der ersten Auflage dabei? Wie viele sind es heute?

Bei der ersten Auflage – damals gab es nur eine Olympische Distanz – waren 38 Leute am Start. Es wurde am Baggersee in Breitengüßbach gestartet. Später zogen wir mit dem Rennen nach Bamberg um, zwischenzeitlich mussten wir nach Baunach ausweichen. Dann waren wir wieder in Bamberg im Hain, bis dort ein seltener Vogel zu brüten begann. Zwei Mal war die Veranstaltung dann auf dem Gelände der Landesgartenschau in Bamberg. Zum 30. Triathlon ziehen wir nun erstmals nach Ebing in den Landkreis. Wir rechnen mit ca. 250 Teilnehmern am Sonntag zur Olympischen Distanz und zum Sprint. Zu Spitzenzeiten, als wir auch die Regionalliga und Bayernliga am Start hatten und Kinderrennen ausrichteten, hatten wir bis zu 600 Teilnehmer im Rennen.

Was hat sich im Unterschied zur Premierenveranstaltung verändert?

Die Unterschiede zu heute sind gar nicht so groß: Allerdings wurde in den Anfängen die Zeit noch mit Stoppuhren gemessen. Einer sagt die Zeiten durch, der zweite die Startnummern, der dritte notiert das alles auf einem Zettel. Und die Gänge am Fahrrad wurden noch am Rahmen geschaltet. Neoprenanzüge waren auch selten, viele starteten in Badehosen oder bunten Badeanzügen. Triathlon damals war exotisch.         

Ein See mit einer Gruppe von Schwimmern

Was zeichnet euer Rennen aus?

Unser Triathlon ist keine kommerzielle Veranstaltung. Wir haben keinen Namens-Sponsor, wir werden in der Regel von kleinen, regionalen Firmen unterstützt. Unser Verein hat ca. 130 Mitglieder, am Wettkampftag sind sehr viele von ihnen als Helfer dabei. Wir sind ein familiärer Verein. Wir sind vor allem immer wieder stolz auf das Feedback unserer Teilnehmer, die unsere Organisation und die Strecken loben.

Worauf legt ihr besonders wert/ worauf seid ihr stolz?

Obwohl wir im Gegensatz zur lokalen „Konkurrenz“ unseren Mitgliedern keinen finanziellen Anreiz bieten bei uns zu sein, haben wir doch beachtliche sportliche Erfolge vorzuweisen. Zum Beispiel konnten unsere Mitglieder dieses Jahr drei Bayerische Meister-Titel in ihren AKs Erlangen holen. Wir sind auch stolz auf zwei Deutsche Meister-Titel in der AK im Triathlon und Duathlon durch Marko Sahm oder den 3. Gesamtplatz durch Felix Hentschel beim Challenge Roth 2021.   

Vielen Dank und viel Erfolg!

Die diesjährige Triathlon-Saison in Oberbayern hat schon ein paar Highlights gesehen – und doch kommt im September ein neues hinzu: der 1. SwimRun in Poing am 10. September. Zum ersten Mal findet diese Veranstaltung im Osten von München statt und wir haben Organisator Patrick Göll eine Woche vor dem Event gebeten, uns ein paar Fragen zu beantworten:

Was hat Dich zu dieser neuen Veranstaltung motiviert?

Unsere Trainingsgruppe der SG Poing hat sich in den letzten Jahren immer mal wieder an kleinen Wettrennen ausprobiert. Das machte uns so viel Spaß, dass wir auf die Idee kamen, ein offizielles Sport-Event zu planen. Zum Einstieg veranstalten wir nun einen SwimRun und können es kaum erwarten, dass es endlich soweit ist! Wir wollen damit den Interessierten aus der Umgebung zeigen, wie viel Spaß unser Sport macht – und natürlich auch für unsere tolle Trainingsgruppe der SG Poing werben 🙂

Wie lief die Vorbereitung?

Da es unsere erste offizielle Veranstaltung ist, haben wir uns im Vorfeld viel Zeit für die Planung genommen und uns langsam herangetastet. Jetzt kann das Event kommen!

Beschreibe die Strecke: ist sie anspruchsvoll, hast Du sie selbst verprobt?

Den Bergfeldsee nutzen viele unserer Triathleten regelmäßig im Training. Da der See nicht so groß ist, kann man sich gut orientieren und die Wassertemperatur ist gerade im Hochsommer perfekt fürs Training. Die Laufstrecke führt um den See herum. Die ist natürlich auch bestens von uns erprobt und auch immer wieder Teil unseres Lauftrainings.

Zum Setting des Bewerbs: was ist das Highlight, warum soll man unbedingt teilnehmen?

Die SG Poing ist noch ein eher kleiner Verein – jeder kennt jeden – und genau diese familiäre Atmosphäre wird es auch bei unserem SwimRun geben: Klein aber fein! Wir wollen gemeinsam mit allen Teilnehmenden Spaß haben und einen schönen Sporttag verbringen.

Für wen ist das Format besonders gut geeignet?

Unser SwimRun ist ein Familienevent, d.h. es ist für jeden etwas dabei: für Kinder haben wir einen Wettlauf mit Wasserhindernis, für die, die es einfach mal ausprobieren wollen, eine Volksdistanz und für die Ambitionierten das Hauptrennen.

Zur Belohnung haben wir leckeres Essen und Trinken und für die kleinen Gäste wird es eine Hüpfburg geben.

Soll das Event jedes Jahr stattfinden?

Wir hoffen, dass wir Teilnehmende und Gäste mit unserem SwimRun begeistern und wir die Veranstaltung dann nächstes Jahr wiederholen können. Vielleicht bauen wir den SwimRun auch zum Triathlon aus und werden zu einem festen Bestandteil im Rennkalender vieler SwimRun- bzw. Tri-Athleten.

Vielen Dank, Patrick. Eure Begeisterung ist wirklich spürbar und nun regnet es hoffentlich reichlich Anmeldungen. Hier gibt’s die Infos zum SwimRun am 10.09.2023 in Poing.

Mehr als 500 Triathletinnen und Triathleten haben sich beim Triathlon Nürnberg am 13. August der sportlichen Herausforderung gestellt. Dieses Jahr nicht wie üblich in drei Disziplinen, sondern in Form eines Duathlons. Die finale Überprüfung der Wasserqualität des Wöhrder Sees hatte ergeben, dass einer der drei Richtwerte die vom Triathlon-Weltverband vorgegebenen Standards nicht mehr erfüllte. Folglich kam Plan B ins Spiel: auf der Kurzdistanz begann das Rennen mit 10 Kilometern Laufen, bevor 40 Kilometer auf dem Rad bewältigt wurden, um abschließend noch einmal 5 Kilometer zu laufen. 

„Ich wollte unbedingt hier starten!“

Um 9:10 Uhr begann der Wettkampf in der Norikusbucht. Die Sportlerinnen und Sportler gaben alles und zeigten eine leidenschaftliche Performance. Über den Sieg freuten sich schließlich Franziska Richartz (DAV Triathlon Hersbruck) und Matteo Wiedemann. Letztgenannter erreichte den Nürnberger Hauptmarkt mit einer Zeit von 1:58:56 Stunden. „Es ist mein erster Sieg bei einem Triathlon-Wettbewerb. Es ist wirklich sehr cool. Ich hätte nicht geglaubt, dass es heute passieren wird“, so Wiedemann.
Der Jura-Student aus Passau konnte trotz Krämpfen auf dem Rad die Strecke in der Frankenmetropole sehr genießen: „Die Zuschauer hier waren super. So konnte ich nochmal das letzte Quäntchen aus mir herausholen.“ 

Das Podium teilt er sich mit Lars Pelke (1:59:04 Stunden/POST SV Nürnberg Triathlon) und Stefan Rothdach (1:59:25 Stunden/SV Würzburg 05).

Die Siegerin auf der Kurzdistanz Franziska Richartz hatte bereits im vergangenen Jahr gute Erfahrungen mit dem Wettbewerb in Nürnberg gemacht: „Ich habe 2022, bei meinem zweiten Triathlon überhaupt, die Sprintdistanz gewonnen und wollte mich diesmal auf der Kurzdistanz ausprobieren.“  Mit einer Zeit von 2:08:37 Stunden kam die 25-Jährige fast 15 Minuten vor der Zweitplatzierten Franziska Geigl (2:23:32) ins Ziel. Das Treppchen komplettierte Sophie Arzberger (2:24:44/TSV Jahn Freising 1861). Dabei war ein heutiger Start für Richartz zunächst ungewiss: „Ich habe gestern noch überlegt, ob ich das Rennen absolviere, da ich mich nicht ganz fit gefühlt habe, aber ich wollte unbedingt, weil es beim letzten Mal so cool war.“

Die weiteren Ergebnisse sind hier zu finden.

Gaidamak und Digel gewinnen auf der Sprintdistanz

Ein paar Minuten später applaudierten die Zusehenden erneut einer jubelnden Gewinnerin. Johanna Gidamak (1:06:16/RSC AUTO BROSCH Kempten) war auf der Sprintdistanz (5 Kilometer Laufen, 20 Kilometer Radfahren, 2,5 Kilometer Laufen) die Schnellste. Platz zwei und drei belegten Anne Neidhardt (1:06:28 / Karlsruher Lemminge) sowie Jana Schmidt (1:09:18/ Datagroup & Friends).

In der Männer-Konkurrenz triumphierte Patrick Digel (0:57:54/MRRC München / Sugar and Pain). Der Silberrang ging an Amaury Parrot (0:58:20/Adidas), während Stefan Wachter (1:01:02/RSC AUTO BROSCH Kempten) sich Position drei sicherte.

Die weiteren Ergebnisse sind hier zu finden.

Neben der Altersklasse gingen die Aktiven (Ergebnisse Frauen und Ergebnisse Männer) der 2. Triathlon-Bundesliga Süd ebenso in Nürnberg an den Start und trugen ihr viertes Saison-Rennen aus. 

Text & Fotos: DTU/Raphael Schmidt

Am 13. August 2023 findet der DATAGROUP Triathlon Nürnberg zum dritten Mal in Serie statt. Auch in diesem Jahr nehmen wieder mehrere Hundert Breitensportlerinnen und Breitensportler das Abenteuer In-City-Triathlon in Angriff – und verwandeln so die Innenstadt der Frankenmetropole in ein Triathlon-Mekka. Abgerundet wird das Event durch die Teams der 2. Triathlon-Bundesliga Süd, die für ihren vierten Saisonstopp Station in Mittelfranken machen.

Attraktivere Radstrecke

Im Vergleich zum Set-up des Vorjahrs hat sich allerdings etwas geändert. Die Radstrecke wurde neu definiert. Während wie 2022 im Wöhrder See geschwommen wird und die Laufstrecke erneut von der Wechselzone auf dem Norikus-Parkplatz über die Wöhrder Wiese entlang der Pegnitz Richtung Innenstadt bis zum Ziel auf dem Hauptmarkt führt, wurde die Route der zweiten Teildisziplin angepasst, um eine attraktivere Strecke zu ermöglichen.

Diese führt zwar zunächst wieder über die Kressengartenstraße und den Wöhrder Talübergang über die Pegnitz, nimmt dann aber einen Schlenker über die Bartholomäusstraße zum ersten Wendepunkt. Von dort geht es zunächst zurück, ehe rechts Richtung Cramer-Klett-Park abgebogen wird. Über die Bayreutherstraße erreichen die Teilnehmenden dann den Stadtpark, der umfahren wird, bevor die Runde mit einem Abstecher über Marientorgraben und Prinzregentenufer wieder am Norikus-Parkplatz endet.

Rund 550 Startende

Knapp 550 Breitensportlerinnen und –sportler kommen in den Genuss des neuen, mit den örtlichen Behörden entwickelten Streckenkonzepts, durch das der Nahverkehr weniger beeinträchtigt wird.

Insgesamt verteilen sich die Startenden wie folgt: An die 200 Triathletinnen und Triathleten versuchen sich an der SUZUKI Sprintdistanz mit ihren 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen. Etwas mehr als 250 Aktive werden die doppelt so lange Kurzdistanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) bewältigen. Hinzu kommen rund zehn Staffeln über die SUZUKI Sprintdistanz und 20 über die Kurzdistanz.

Heimspiel für Teams der 2. Liga – TSG 08 Roth im Fokus

Die Athletinnen und Athleten der 2. Triathlon-Bundesliga, die ihren vierten von fünf Saison-Stopps in Nürnberg haben, bilden mit ihrem Auftritt das sportliche Highlight des DATAGROUP Triathlon Nürnberg.

Während zunächst alle vier Teammitgliederinnen und –mitglieder für sich 350 Meter im Staffelformat schwimmen, zählt dann Teamwork auf der 20 km-Radabschnitt und dem abschließenden 5 km-Laufen, da beide Disziplinen gemeinsam als Mannschaft absolviert werden.

Im Fokus steht dabei vor allem ein Männerteam: die TSG 08 Roth kann bei einem erfolgreich gestalteten Heimrennen einen großen Schritt Richtung Aufstieg machen. Wer zu deren Konkurrenten gehört, und wer zu den Favoriten bei den Frauen zählt, ist hier nachzulesen.

Während die Männer das Rennen der 2. Bundesliga um 12:05 Uhr eröffnen, beginnt der Frauen-Wettkampf um 12:45 Uhr. Zuvor absolvieren die Breitensportlerinnen und –sportler ihre Wettbewerbe. Um 9:10 erfolgt der Startschuss für die Kurzdistanz, um 10:45 für die SUZUKI Sprintdistanz.

Weitere Informationen zum DATAGROUP Triathlon Nürnberg gibt es hier

Text/Foto: © DTU/Marcel Hilger

Am 17. September veranstaltet die Triathlon-Abteilung des RC Wendelstein erstmalig einen Duathlon. Das noch junge Abteilungs-Team hat ein ambitioniertes Ziel: „Wir wollen ein Highlight zum Saisonabschluss schaffen!“, sagt Abteilungsleiter Tim Feuerlein. So soll für jede*n etwas dabei sein – von Klein bis Groß, vom ambitionierten Athleten bis zur Familie.

Natürlich dreht sich vieles in der Planung und auch am Wettkampftag um das Rennen der Erwachsenen: 8 km Laufen, 30 km Radfahren und noch einmal 3 km Laufen gilt es rund um das Vereinsheim des RC Wendelstein zu absolvieren. Um 9 Uhr sind Ambitionierte, aber auch Schnupperer eingeladen, sich der Herausforderung zu stellen. Wem die Distanzen allein zu viel sind, der kann sich auch Staffelpartner*innen suchen.

Einsatz für den Nachwuchs

Besonderen Einsatz zeigt das Orga-Team jedoch für den Nachwuchs. Der darf mit dem Mountainbike beim Cross-Duathlon um die letzten Punkte der Serienwertung im BTV Memmert Nachwuchscup kämpfen. Daneben wird Kids ab sechs Jahren aber auch ein tolles Rahmenprogramm geboten: Schon ab 15. September ist das Jugend-Team des Bayerischen Triathlon-Verbandes vor Ort und bietet ein Camp an, das den Kids gemeinsamen Bewegung-Spaß und großartige Erlebnisse ermöglicht.

Nach dem Rennen am Sonntag stehen beim Abschlussfest echte Triathlon-Stars Rede und Antwort. Ex-Profi, Blogger und Podcast-Star Niclas Bock, zum Beispiel. Oder der frisch gebackene Team Relay-Weltmeister Simon Henseleit.

Familienfreundliches und nachhaltiges Rennen

„Uns ist es wichtig, nicht nur einen schönen Wettkampf mit Platzkämpfen zu bieten“, betont Tim Feuerlein. „Wir wollen einen tollen Tag für die ganze Familie schaffen. Vielleicht auch noch mehr Menschen aus der Region begeistern, die noch nicht mit dem Sport in Kontakt sind. Das Label „Familienfreundlicher Triathlon“, das wir von der DTU erhalten haben, war uns deshalb wichtig.

Bei all dem Aufwand bemüht sich das gesamte Team um möglichst nachhaltige Arbeit. So wird weitestgehend auf Druckprodukte verzichtet, werden im Catering möglichst regionale Produkte genutzt, die die ehrenamtlichen Helfer*innen aus dem Verein verkaufen. Der Erlös kommt wiederum der Abteilung zugute.

„Klar, wir haben uns viel vorgenommen,“ ist sich der Orga-Chef bewusst, „aber wir haben auch richtig Lust auf die Veranstaltung und hoffen, dass am 17. September viele Sportler*innen dieses Erlebnis mit uns teilen!“

Die Anmeldung ist unter spoferan.com/events/duathlon-wendelstein möglich.

Ein klarer Sieg bei den Damen und ein Favoritensieg bei den Herren – das ist das Ergebnis der Bayerischen Meisterschaft auf der Mitteldistanz. Im Rahmen des Erlangener Triathlons liefen Tina Sendel (Mali Crew e.V. Bayreuth) und Lukas Stengel (Arriba Göppersdorf) als schnellste bayerische Starter über die Ziellinie am Schlossplatz in Erlangen. Das Rennen fand ganz unter dem Zeichen der Jubiläumsfeier des TV 1848 Erlangen statt.

Oberbürgermeister Dr. Florian Janik hatte sich zum Jubiläum den Zieleinlauf der Traditionsveranstaltung in der Innenstadt gewünscht. Für das ehrenamtliche Orga-Team bot das einerseits eine noch bessere Sichtbarkeit, andererseits auch einen hohen organisatorischen Mehraufwand. Der jedoch, lohnte sich: „Ihr habt ein unglaubliches Event für Athlet*innen, Zuschauer*innen und die ganze Stadt auf die Beine gestellt. Es war wirklich großartig daran teilzunehmen und zu sehen, wie gut das angenommen wurde“, schwärmte Erlangens Oberbürgermeister. Ein Teilnehmer schreibt: „Klasse Organisation! Es war fantastisch! Großer Dank auch an die vielen freiwilligen Helfer. Das Ziel im Schlossgarten schreit nach Wiederholung. Besser kann man die Zuschauer nicht für dieses tolle Event mobilisieren.“

Tina Sendel trumpft auf

„Ich hatte die Woche vor dem Rennen die Startliste angesehen und mir gedacht, dass das Feld richtig stark besetzt ist und ich einfach mein Bestes geben werde. Aber an den Titel habe ich nie gedacht“, sagt Tina Sendel nach ihrem überlegenen Rennen. 4:18:46 benötigte die Sportlerin und nahm damit sogar der Favoritin auf den Gesamtsieg, Elena Illeditsch, fast sechs Minuten ab.

Den entscheidenden Vorsprung erarbeite sie sich auf der Radstrecke. „Beim Schwimmen bin ich recht gut durchgekommen und freute mich richtig auf das Radfahren,“ berichtet sie im Nachgang. „Dort lief es dann einfach richtig richtig gut. Ich konnte die drei Frauen, die vor mir aus den Wasser kamen, einsammeln, und wechselte kurz vor Sofia Ibert auf die Laufstrecke. Das war dann richtig hart. Der Wind unten am Kanal kostete mich einige Körner und ich konnte gar nicht glauben, dass ich so viel Vorsprung hatte. Deswegen versuchte ich einfach mein Tempo zu halten. Beim Zieleinlauf konnte ich immer noch nicht so ganz glauben, was da heute passiert war.“

Tina Sendel auf der Radstrecke Triathlon Erlangen 2023
Auf der Radstrecke legte Tina Sendel die Grundlage für Ihren Sieg. Foto: Cara Berg

Die zweitschnellste Bayerin war Sophia Ibert (Post SV Nürnberg) vor Katja Stöcker (Team Icehouse e.V.).

Lukas Stengel, im Vorfeld schon aufgrund seiner Leistungen auf der Kurzdistanz des Allgäu Triathlon im letzten Jahr mit in der Favoritenrolle, setzte sich im Kampf um den Bayerischen-Meister-Titel gegen Marius Theuerer (Ifa Nonstop Mamberg) und Kilian Bauer (TV 1848 Erlangen) durch.

Am Ende standen nicht nur viele glückliche Finisher*innen am Erlangener Schlossplatz, sondern auch das Angebot des Oberbürgermeisters, das Ziel im nächsten Jahr erneut dort aufzubauen. „Wir sind rundum zufrieden. Es hat alles prima geklappt und wir haben sehr viel Lob für unsere Veranstaltung bekommen“, freut sich Orga-Leiterin Stefanie Guillon.
„Der Ziel-Einlauf im Schlossgarten mit der Ehren-Runde um den Hugenottenbrunnen war einfach mega-schön und das absolute Highlight! Ob wir noch einmal den Mehraufwand stemmen können und den Ziel-Einlauf in den Schlossgarten verlegen, werde ich jetzt in den nächsten Wochen mit meinem Team besprechen.“

BM-Ergebnisse der Altersklassen

AK18-19

Anne Schmidhuber (TSV Essleben)

AK20

Lukas Stengel (Arriba Göppersdorf)

Regina Schweiger (Post SV Weilheim)

AK25

Kilian Bauer (TV 1848 Erlangen)

Sophia Ibert (Post SV Nürnberg)

AK30

Marius Theuerer (Ifa Nonstap Bamberg)

Jessica Ittner (TSV 1860 Staffelstein)

AK35

Martin Brandl (SG Poing)

Kristina Sendel (MaliCrew e.V. Bayreuth)

AK40

Daniel Haußner (Ifa Nonstop Bamberg)

Katja Stöcker (Team Icehouse e.V.)

AK45

Bernd Hagen (Team twenty.six e.V. Roth)

Doris Jambor (Triathlon Günzburg)

AK50

Marco Sahm (Ifa Nonstop Bamberg)

Marion Sünkel (Team Klinikum Nürnberg)

AK55

Claus Regenberg (Team M-net)

Susanne Schubardt (TV 1848 Erlangen)

AK60

Wolfgang Schmatz ((Team twenty.six e.V. Roth)

Cordula Gruber (Herrieder Aquathleten e.V.)

AK65

Johannes Bergmann (BaderMainzl TriTeam TSV 1860 Rosenheim)

AK70

Walter Ullrich (Team Klinikum Nürnberg e.V.)

Fotos: Sven Vollberg, Cara Berg

Habt ihr auch so große Lust wie wir, auf die 10. Auflage der Veranstaltung ‚Jag de Wuidsau‘?“, fragen die Veranstalter in ihrer aktuellen Pressemeldung. Die Wahrscheinlichkeit, dass viele Athletinnen und Athleten darauf mit „Ja!“ antworten, ist groß. Bereits zum zehnten Mal wird am 07. Oktober 2023 die Veranstaltung in Burglengenfeld ausgetragen und hat sich in den vergangenen Jahren zum echten Magneten entwickelt. Ein Highligt ist in diesem Jahr die Austragung der Deutschen Meisterschaft.

Wie in der Vergangenheit warten verschiedenste Herausforderungen auf begeisterte Sportler*innnen: Die Jüngsten dürfen sich wieder auf den abwechslungsreichen Frischlingsrun mit vielen Hindernissen freuen. Neu ist die verkürzte und entschärfte Strecke der Schupperjagd, die sich perfekt auch zum Reinschnuppern für Einsteiger und Staffeln eignet. Hier werden im Rahmen der Städtedreiecksmeisterschaft die schnellsten Einsteiger-Crossduathlon-Staffeln des Städtedreiecks ermittelt. Es gibt viele verschiedene Wertungsklassen, auch eine Jugendwertung ab 14 Jahren! Auf der Strecke der Wuidsaujagd finden ambitionierte Hobbyathleten und Profis ihre Herausforderung. Erstmals wird in Burglengenfeld um die Titel der Deutschen Meister im Crossduathlon gekämpft – auch in der Mannschaftswertung.

Läufer laufen den Berg im Crossrennen hinauf
Erstmalig wird es einen Crosslauf geben

Neu ist der Trailrun auf dem Original-MTB-Kurs der Deutschen Meisterschaften. Im ersten Wettbewerb des Tages geht es im Laufschritt auf den Pfaden und Trails rauf auf den Kreuzberg, runter zum Lanzenanger, raus nach Greinhof und zum Schluss durch den Fuchsbau ins Ziel, wo ihr von den Crossduathleten, die ihrem Start entgegenfiebern, empfangen werdet.

Der Lanzenanger ist dieses Jahr nicht nur Dreh- und Angelpunkt während des Wettkampfes. Nach den Strapazen kann in der Party-Area im beheizten Bierzelt gleich weitergefeiert werden.

Bis zum 31.08.2023 könnt ihr von der vergünstigten Startgebühr profitieren. Der Anmeldeschluss für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft ist bereits am 24.09.2023.

Link zur Anmeldung.

Fotos: TV Burglengenfeld, Franz Pretzl

Mit über 600 Sportlerinnen und Sportlern fand in Hof die Jubiläumsveranstaltung des Gealan Triathlon statt. Die 40. Auflage lockte Athlet*innen und Zuschauer*innen aus der Region und darüber hinaus an und bot spannende Wettkämpfe in verschiedenen Disziplinen. Nur ein Highlight des diesjährigen Triathlons war zweifelsohne die Bayerische Meisterschaft im Mixed Team Relay-Format. Vier Vereine stellten sich der neuen Herausforderung und lieferten den Zuschauern packende Wettkämpfe.

1:24:01, 1:24:25, 1:24:44 – nur Sekunden trennten die ersten Drei Plätze voneinander. Das Mixed Team Relay-Format ist eine spannende Variante, bei der jeweils vier Athleten eines Teams nacheinander ihre Rennen absolvieren. Jeder Athlet absolviert dabei einen Super-Sprint, bestehend aus 250 Metern Schwimmen, 5 Kilometern Radfahren und einem abschließenden 1,2 Kilometer langen Lauf. Die Spannung steigt, da die Teams in engem Kontakt die Staffelübergaben vornehmen und so für mitreißende Wettkämpfe sorgen.

In dem packenden Wettkampf am Untreusee konnten sich am Ende die Sportlerinnen und Sportler des 1848 Erlangen den Titel der Bayerischen Meister im Mixed Team Relay sichern. Sofia Warter Rubio, Pablo Warter Rubio, Alba Warter Rubio und Gabriel Bauernfeind zeigten beeindruckende Leistungen und konnten ihre Konkurrenz mit Teamdynamik und hervorragenden Einzelleistungen hinter sich lassen. Dem Heim-Team des IfL Hof mit Mia Langheinrich, Moritz Hägel, Nadja Schörner und Paul Schönberger nutzte der Vorteil nicht. Sie wurden Zweite, gefolgt vom Team des SV Würzburg mit Sarah Karollus, Yannis Hippe, Katharina Schmidt und Jan Eyring.

Kinder beim Triathlon Hof 2023
Wie immer ein Highlight: Das Kinderrennen am Samstag

Neben der Bayerischen Meisterschaft bot das Traditionsrennen auch die gewohnten Wettkämpfe über Kinder und Jugenddistanzen am Samstag, Volks-, Sprint- und Kurzdistanz am Sonntag an, was für ein breites Teilnehmerfeld und spannende Rennen sorgte. Durch die Präsenz von Bayern-, Regional- und Landesliga waren Athletinnen und Athleten aller Altersklassen und Leistungsniveaus vertreten, was die Veranstaltung zu einem Erlebnis für die ganze Familie machte.

Link zu den Ergebnissen.

Fotos: Elea Bernreuther

Am 15. Juni 1985, so steht es in der Vereins-Historie des TV 1848 Erlangen, fand in der Traglufthalle des Röthelheimbad der erste Erlangener Triathlon statt. Neun Teilnehmer waren dabei. Freilich unter vollkommen anderen Bedingungen, als man sie heute kennt. Ohne spezielles Material, ohne Wechselzone und viele Helfer. Die Faszination fasste dennoch Fuß und währte fort. In diesem Jahr feiert der Erlanger Triathlon seine 32. Auflage und vor allem das 175-jährige Jubiläum des Hauptvereins. Das verschafft ihm einen Zieleinlauf im Schlossgarten und zum wiederholten Mal die Austragung der Bayerischen Meisterschaft auf der Mitteldistanz.

Wie ging es nun weiter nach der Premiere 1985? Bis Ende 1986 wurden bereits sieben Triathlons über 0,7 km Schwimmen, 21 km Radfahren und 7,5 km Laufen veranstaltet. Die Teilnehmerzahlen stiegen kontinuierlich und so wurde im Januar 1987 eine eigene Triathlon-Abteilung gegründet, der zunächst Hubert Schwark, bald aber schon Heinz Rüger vorstand. Letzterer leitete über zweieinhalb Jahrzehnte lang die Geschicke der Abteilung. Ihm kann man einen großen Anteil an den Erfolgen der Abteilung und damit verbunden, dem Rennen, zuschreiben. 1987 gab es erstmalig eine Kurzdistanz, in den Folgejahren bereits Stadtmeisterschaften und Anfang August 1990 schließlich den 1. Erlanger Mitteltriathlon.

Schultriathlon Erlangen Schwimmen
Schüler*innen nutzen bereits am Freitag die Strukturen des Erlanger Triathlon.

Ehrenamtliches Team stemmt Triathlon-Wochenende

Die Organisation des Traditionsrennens wird auch heute noch von einem ehrenamtlichen Team bewältigt. Auf Orga-Chef Heinz Rüger folgten 2004 Ulrike Rabenstein, 2017 Jennifer Steib und heute steht Stephanie Guillon an der Spitze der Großveranstaltung. Diese zieht sich mittlerweile über drei Tage. Bereits am Freitag nutzen Schülerinnen und Schüler aus der Umgebung die Infrastrukturen des Rennens beim Erlanger Schülertriathlon. Samstag gibt es die Startunterlagen und Wettkampfbesprechung, bevor sich am Sonntag über 800 Kurz- und Mitteldistanzstarter*innen in den Rennen messen. Die Favoriten für das Wochenende? Die sind schwer auszumachen. Lukas Stengel (Arriba Göpperdorf), war letztes Jahr beim Allgäu Triathlon auf der Kurzdistanz Zweiter, Kilian Bauer (TV 48 Erlangen) hatte dort auf der Mitteldistanz den AK-BM-Titel geholt. Bei den Damen ist Elena Illeditsch klar in der Favoritinnenrolle.

Für alle aber wartet am Ende das große Highlight: Aufgrund des Jubiläums findet der Zieleinlauf im Schlossgarten inmitten Erlangens statt.

Link zur Website des Rennens.

Fotos: ETM Daniel Böhm und TV 1848 Erlangen/ Krista Mikk