Frauen gehen oft anders an den Sport heran. Sie beginnen ihn mit größerer Vorsicht und detaillierter Vorbereitung: Stressfrei soll es sein, in kollegialer Stimmung, mit Raum für Fragen. Einmal Spaß am Sport gefunden, steht die Freude am gemeinsamen Training mit anderen oft im Vordergrund. In den Workshops der BTV-Frauen Reihe bieten namenhafte Sportlerinnen und Trainerinnen Seminare zu verschiedensten Themenbereichen.
Winter zur Fortbildung nutzen
Rund um das Thema Radtechnik dreht sich der MTB-Workshop mit Christine Waitz in Roth am 10. Dezember. In diesem Kurs erarbeitest Du die Grundlagen der Radtechnik: vom Bike Check über Balance, das richtige Bremsen, bis zur idealen Kurventechnik. Der Workshop ist für Einsteigerinnen und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet.
Du willst Dein Schwimmen verbessern? Dann schau dir den Schwimm-Workshop mit Julia Seibt am 17. Dezember in Oberhaching an. Damit Dir der Sprung in das Nass leichter fällt, zeigt Dir Coach Julia die ideale Technik. Im Workshop bekommst Du auch individuelle Tipps und Übungsstrategien mit.
Die Kursgebühr beträgt 65,- € pro Workshop. Darin enthalten sind neben den beschriebenen Inhalten, die vollumfängliche Nutzung der Sportstätten.
Wir begrenzen die Teilnehmerzahl pro Kurs auf 15 Personen, um eine möglichst individuelle Beratung anbieten zu können.
Die Anmeldung erfolgt über das Online-Meldeportal Phoenix. Solltest Du noch keinen Nutzer-Account haben, musst Du Dich neu registrieren. Die Rechnungsstellung erfolgt nach dem Kurs durch die Geschäftsstelle des BTV. Eine Vorab-Überweisung ist nicht nötig.
Die Seminare können zur Lizenzverlängerung eingebracht werden. Fragen beantworten wir Dir gerne unter workshop@triathlonbayern.de.
Wettkämpfe für Frauen im BTV
Von der Anfängerin bis zur Iron-Woman – in Bayern begeistern sich Frauen für den Triathlon auf jedem Niveau. Über 1000 Frauen nutzen die Chance, mit einem Startpass an regionalen, nationalen und internationalen Bewerben teilzunehmen. Viele von ihnen trainieren in einem der rund 380 aktiven bayerischen Vereine.
Besondere Angebote für Frauen bestehen in der Regional- und Bayernliga. Hier versammeln sich Damenmannschaften aus dem gesamten Verbandsgebiet zum gemeinsamen Wettkämpfen. Einen reinen Triathlon für Frauen gibt es zwar noch nicht, dafür haben aber mehrere Triathlon-Veranstaltungen Frauenläufe in ihrem Rahmenprogramm: Zum Beispiel der LadiesRUN im Rahmen des Triathlon Ingolstadt oder der Challenge Women Frauenlauf in Roth
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/Flyer-Frauen-1.png11692442Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2022-11-08 14:15:542022-11-11 10:40:22Workshops und Veranstaltungen für Power-Frauen
Bike-Action, Natur, viel Spaß und ein Topstar. Beim Nachwuchs-Camp des Bezirks Oberfanken war allerlei geboten. Sicherlich besonders motivierend aber war der Besuch von Profi-Triathlet Andreas Dreitz. Im Interview berichtet Jugendwart Patrick Pirhala, warum solche Begegnungen lange nachhalten.
Hallo Patrick,
du bist selbst aktiver Triathlet. Erinnerst Du Dich an deinen ersten Kontakt mit Triathlon?
Meinen ersten Kontakt mit Triathlon hatte ich als kleiner Junge 2003 beim Mönchshof Triathlon in Kulmbach als Norman Stadler an mir vorbeigelaufen ist. Es hat dann auch nicht lange gedauert, bis ich bei unserem kleinen familiären Volkstriathlon im Freibad einfach mal mitgemacht habe. Damals wusste ich aber noch nicht, dass Triathlon so sehr mein Leben bestimmen wird.
Die Gruppe auf MTB-TourRast am SeeBeim Mountainbike-Technik-TrainingGruppenbild beim RadfahrenBeim Mountainbiken
Gemeinsam mit Deinem Orga-Team hast Du am Trainings-Wochenende rund 40 Kinder und Jugendliche betreut. Was nehmen die Kids mit nach Hause, was nehmt ihr als Trainer mit nach Hause?
Die Kinder haben neue Freundschaften, viel Motivation und ein paar sportliche Hausaufgaben mit nach Hause genommen, aus denen sie viel Kraft und Energie gezogen haben. Als größte Motivation und gleichzeitig auch Reflexion sind wohl die Worte von Andreas Dreitz zu sehen, dass es vor allem an der persönlichen Einstellung zum Sport oder Triathlon liegt, wie „erfolgreich“, ganz individuell betrachtet, man werden kann. Diese Aussage greifen wir Trainer als Auftrag für unser Nachwuchstraining natürlich auf, indem wir durch kind- und jugendgerechtes Training auch die psycho-sozialen Fähigkeiten bestärken und nicht nur das konditionell-koordinative System trainieren.
Sport-Vorbilder können eine große Motivation darstellen. Welche Fragen prasselten auf den Star ein?
Das waren ganz unterschiedliche Fragen (lach). Zum Beispiel wurde er gefragt, was seine größten Erfolge waren, der lustigste Moment in einem Triathlon, wie man seine Ausdauer noch besser trainieren kann, wie viele Liegestütze Andi schafft, was man ernährungstechnisch beachten sollte, ob er schon mal aufgegeben hat und wie er damit umgegangen ist oder auch und was er vom Konzept der Norweger hält. All diese Fragen haben uns Trainern gezeigt, wie intensiv sich die Jugendlichen jetzt schon mit Triathlon und der Szene beschäftigen und auch identifizieren.
Die Gruppe scharte sich um Andreas Dreitz
Welche Aktionen habt ihr neben dem Trainingsprogramm durchgeführt und gibt es eine Wiederholung des Wochenendes?
Neben dem Besuch von Andi Dreitz im Sportcamp Nordbayern und dem wirklich vollen Trainingsprogramm von Parkourspielen, Klettern, Mountainbiken und Laufen haben wir keine weiteren Aktionen planen wollen, da man den Jugendlichen auch mal Zeit zum Durchschnaufen, zur Nachbereitung, zum Kennenlernen und Essen geben muss. Beim Mittagessen am Sonntag haben wir schon in ziemlich müde, aber lächelnde Gesichter blicken dürfen und selbstverständlich wird es eine Wiederholung geben, das wurde uns Trainern von Seiten der jungen Athleten sehr deutlich gemacht in der Abschlussbesprechung.
Was würdest Du Dir im Bereich der Nachwuchsarbeit für noch besseres Gelingen wünschen?
Ich finde, dass wir im Verband gute Strukturen aufgebaut haben, gerade nach Corona mit der Wiederbelebung des Tri-Point Konzeptes. In Oberfranken haben wir ein sehr gutes Netzwerk und einen konstruktiven Austausch zwischen den Jugendabteilungen der Vereine entwickelt. Allerdings sehe ich das nicht in ganz Bayern und bekomme in Gesprächen mit Trainern aus anderen Bezirken den Eindruck, dass noch mehr an der Wertschätzung für ehrenamtliche Jugendarbeit getan werden kann. Es benötigt intensivere und transparentere Kommunikation nicht nur zwischen den Vereinen sondern auch zwischen Nachwuchs und Leistungssport, zum Beispiel über wiederkehrende Meetings, gern online, in denen wir Ziele für den Nachwuchs in Bayern definieren und gemeinsame Projekte als BTJ entwickeln können.
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/20221022_140300395_iOS.jpg9001200Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2022-11-04 13:00:372022-11-04 13:00:39Oberfränkische Tri-Kids lassen sich von Andreas Dreitz motivieren
Über 40 Kinder und Jugendliche toben durch die Sporthalle. Springen über Hindernisse, klettern, balancieren, schwingen an Seilen. Am Rande des bunten Sport-Parcours steht Hanna Kraus. Die Bambergerin ist seit einem Jahr für die Nachwuchsarbeit in der Breite zuständig. Sie geht in Vereine und Schulen und bietet dort niedrigschwellige Sportangebote für jeden Leistungsstand an.
Wir haben uns mit ihr unterhalten. Was macht ein gutes Nachwuchstraining aus? Warum macht es Freude seine Energie dort zu investieren und was erhofft man sich?
Hallo Hanna,
Du bereist vom BTV aus Vereine und Schulen. Wie kamst Du zu dieser Arbeit?
Ich komme selbst aus dem Schwimmsport und habe dann ab 2014 neben meinem eigenen Sport als Trainerin gearbeitet. 2016 bin ich dann selbst zum Triathlon gewechselt und habe auch Triathleten trainiert – vor allem im Erwachsenenbereich. Zusätzlich habe ich ein Sportwissenschaftsstudium absolviert. Durch die unterschiedlichen Erfahrungen habe ich gemerkt, dass mich die Arbeit mit Kindern erfüllt. Als der BTV 2021 die Stelle für das Projekt Coach the Coach ausgeschrieben hat, dachte ich mir, dass das etwas für mich sein könnte, und habe mich beworben. Mittlerweile bin ich gut in meiner Stelle angekommen und ich denke für haben bereits gute Fortschritte in der Nachwuchsarbeit im Triathlon in Bayern gemacht und können auch weiterhin viel bewirken.
Was macht Dir an der Arbeit besonders Freude?
Mir macht es vor allem Freude, den Kids die schönen Seiten des Sports zu zeigen und auch den ehrenamtlichen Trainern und Vereinsvertretern unter die Arme greifen zu können. Denn diese leisten alle tolle Arbeit aber oft fehlt eben die Zeit, um neben einem Vollzeitjob und Familie, alles umsetzen zu können. Genau hier können wir mit unserem Projekt „Coach the Coach“ helfen.
„Kinder bewegen sich nicht mehr“, hört man oft. Was ist Deine Einschätzung? Wie bringt man Kinder und Jugendliche zum Spaß an der Bewegung?
Leider sehe ich genau diese Entwicklung auch! Als Verband und Verein kann man vieles anbieten und ich denke in Triathlon-Bayern fehlt es nicht an tollen Veranstaltungen für Kids. Erste Anlaufstelle sind natürlich die Eltern. Wenn Bewegung zuhause kein Thema ist, dann können viele Angebote geschaffen werden, diese werden aber nicht genutzt werden. Deshalb müsste, meiner Meinung nach, Sport in den Schulen ein noch größeres Thema sein. In den Grundschulen könnten viele Dinge zum Beispiel in Verbindung mit Bewegung gelehrt werden. Hier müsste ganz oben an den Lehrplänen bzw dem Schulsystem in Deutschland angesetzt werden. Das ist aber ein langes Thema, das hier den Rahmen sprengen würde.
Schulkinder beim Triathlon-Training
Was sind die Ziele Deiner Arbeit?
Förderung von engagierten Triathlon Vereinen in Bayern, die Nachwuchsarbeit betreiben. Schaffung einer Art Gemeinschaft in Bayern bereits bei den Kindern ab 10 Jahren. Außerdem bildet meine Arbeit auch sowas wie die Schnittstelle zwischen Breiten- und Leistungssport.
Was ist Dein schönstes Erlebnis im Rahmen Deines Engagements?
Ich habe keine bestimmte Situation im Kopf, aber das Schönste ist eigentlich zu sehen, wie sich die Kinder zwischen den einzelnen Trainingsangeboten weiterentwickeln und auch von den Eltern zu hören, dass die BTV-Trainingstage für die Kids einen großen Motivationsbooster darstellen. Das ist super, denn das ist auch unser Ziel.
Nachwuchs-Training muss Spaß machen.
Wenn es nach Dir ginge, wie müsste gezielte Nachwuchsförderung aussehen?
Gezielte Nachwuchsförderung müsste meiner Meinung nach in der Schule ansetzen, also eine Zusammenarbeit aus Schule und Verein. So kann am besten Nachwuchs gewonnen werden. Im Verein selbst wäre dann die Zusammenarbeit mit Schwimm- und Leichtathletikvereinen perfekt, denn eine Spezialisierung auf Triathlon im Kindesalter macht keinen Sinn. Gute Grundausbildungen im Schwimmen und Laufen sind die perfekte Grundlage für den Triathlon. Zusätzlich können auf dem Mountainbike die Sicherheit und Technik trainiert werden. Ballsportarten können als Ergänzung auch super sein, um die koordinative Fähigkeiten und Schnelligkeit gut zu entwickeln. Alles sollte im Kinderbereich spielerisch gestaltet werden und niemals anhand von Stunden/Strecke oder Ähnliches gemessen werden. Spiel, Spaß und Technik sollten im Nachwuchsbereich absolut im Vordergrund stehen.
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/Hanna-Krauss-scaled.jpg13022560Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2022-11-01 10:02:032022-11-01 10:02:05Dezentrale Nachwuchsförderung: In bayerischen Vereinen und Schulen wird viel gemacht
„Wir haben aus den Corona-Jahren viel gelernt“, sagt Organisator des Mainfranken Triathlons, Dieter Göpfert. „Interessanterweise auch, was Müllvermeidung betrifft. Wir hatten nur drei Müllsäcke im Rahmen der Veranstaltung. Mehr nicht!“ Natürlich kann keine Veranstaltung ganz ohne Müll auskommen. Doch machen sich mittlerweile viele Veranstalterinnen und Veranstalter Gedanken, wie sich Events umweltschonender gestalten lassen.
Für Dieter Göpfert führten die Erkenntnisse der vergangenen Jahre zu neuen Überlegungen. Deshalb wird 2023 erstmals eine Möglichkeit der Organisation gemeinsamer Anreise angeboten. Mit Hilfe der Anwendung „Ride2Go“ können Sportler*innen eigenständig Fahrgemeinschaften anbieten und suchen. Stößt eine Anzeige auf Interesse, können sich die Nutzer*innen direkt kontaktieren.
„Wir haben die besten Voraussetzungen für gemeinsame Anfahrt“
Als Citytriathlon in Stadtnähe hat der Triathlon Kitzingen beste Voraussetzungen für solch eine Initiative. „Wir haben kurze Wege zu allen wettkampfrelevanten Örtlichkeiten, der Bahnhof Kitzingen ist nur zwei Kilometer vom Renngeschehen entfernt, es gibt einen Großparkplatz ganz in der Nähe, von dem aus alles zu Fuß erreichbar ist“, sagt der Organisator.
Daneben steht an vielen anderen Stellen Nachhaltigkeit im Fokus – ohne, dass der Athlet dadurch etwas vermisst: Die Müllvermeidung wird durch Einsparen von Einweggeschirr oder Wechseltüten erreicht. In Verpflegung und Catering werden regionale Produkte angeboten. Veranstaltungsmaterial wird mehrere Jahre genutzt und zum Beispiel nicht mit Datum bedruckt.
„Wir hoffen, dass das Angebot zum Carpooling – so die englische Bezeichnung für die gemeinsame Nutzung eines Fahrzeuges für den Transport von Personen von einem Ort zum nächsten – rege genutzt wird“, betont Göpfert.
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/MFT-Schwimmen-im-Main-02.jpg10801920Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2022-10-29 13:52:122022-10-29 13:52:14In Kitzingen wird an der Nachhaltigkeit gearbeitet
Ein Mal beim Ironman Hawaii an den Start gehen. Für viele Triathletinnen und Triathleten ist das ein Traum. Die Weltmeisterschaft auf Big Island wurde auch durch bildgewaltige Sport-Geschichten zu einem Wettkampf-Mythos: Titelkämpfe, körperlicher Einsatz bist auf’s Letzte, unbändige Freude im Ziel. Doch wie ist es, das Rennen tatsächlich zu erleben? Wir haben uns mit Daniel König unterhalten, der in diesem Jahr das erste Mal als Altersklassenathlet starten konnte. Mit der gesamten Familie reiste der Abenberger nach Kona und erlebte einen harten, aber einmaligen Tag.
Hallo Daniel,seit wann war es Dein Ziel einmal auf Hawaii zu starten?
Mein Ziel, auf Hawaii zu starten, stand schon seit 2019 fest, als ich mich beim IRONMAN Hamburg, meiner ersten Langdistanz, qualifizieren konnte. Durch Corona wurde der Start dann leider um zwei Jahre verschoben.
Du durftest das Rennen bereits am Donnerstag bestreiten. Wie lief es?
Das Rennen lief soweit ok. Es war keine sportliche Höchstleistung, aber den Umständen entsprechend darf ich mich über mein Ergebnis wirklich nicht beschweren.
Daniel König im Ziel
Es gab viel Kritik an den zwei Rennen und dem aufgeblähten Starterfeld. Wie war Dein Eindruck von der Insel, dem Programm und der Stimmung?
Die Kritik an den zwei Tagen ist vollkommen rechtens. Es wurde zwar ein super Rahmenprogramm auf die Beine gestellt, und es lief alles wirklich super ab, jedoch war das kleine Örtchen Kona einfach überfüllt. Dass mein Start, als einer der jüngsten Jahrgänge, am Donnerstag in der letzten Startgruppe war, dazu will ich nichts sagen, das war nicht gut. Dazu kommen die horrenden Preise, welche dieses Event nur noch einem kleinen Teil an Agegroupern zugänglich machen.
Ein paar gute Freunde habe ich getroffen und die ein oder andere positive Bekanntschaft hat sich auch ergeben. Gefühlt bestand das Starterfeld jedoch aus egozentrischen Athleten, die sich irgendwas selbst beweisen müssen. Vor allem am Wettkampftag selbst hat man bei einigen gemerkt, dass es hier nicht ums sportliche Miteinander geht, sondern nur um die eigene Profilierung.
Die Insel selbst ist auf jeden Fall einen Urlaub wert, für mich in Zukunft jedoch ohne den Triathlonzirkus.
Du warst mit Deiner Familie vor Ort und warst im Vorfeld schon zur Akklimatisierung angereist. Was bedeutete es für dich, dass alle dabei waren?
Natürlich ist es etwas ganz besonderes, von seiner Familie diese Form von Rückhalt zu bekommen. Es ja ein sehr kostenintensiver und zeitlich aufwendiger Urlaub. Glücklicherweise konnten wir das Meiste bereits buchen, bevor die Preise explodiert sind, sonst wäre dies gar nicht möglich gewesen. Ich bin sehr glücklich darüber, dass mich meine Familie, so gut es geht, im Sport unterstützt!
Du bist in der TSG 08 Roth schon seit dem Jugendalter aktiv. Welchen Anteil hat die Vereinsumgebung möglicherweise an Deinen Erfolgen?
Vor allem über das Kinder-und Jugendtraining im Verein darf ich mich sehr glücklich schätzen! Es war immer eine sehr gute Gemeinschaft und man wurde perfekt an die größeren Distanzen herangeführt. Leider ist es etwas schade, dass die Trainingspartner dann in höherem Leistungsbereich etwas knapp werden. Trotzdem konnte ich mit einigen TSG Mitgliedern immer wieder Unterstützung bei den Einheiten finden. Die meisten Triathleten können sich nicht so glücklich schätzen, eine derartig gute Vereinsstruktur um sich herum zu haben und den Vorteil der Gemeinschaft beim Training nutzen zu können.
Was sind deine nächsten Pläne?
Theoretisch bin ich noch für den Challenge Roth nächstes Jahr angemeldet. Momentan bin ich jedoch mental mit Triathlon erst einmal durch. Ein Grund: Das ist nicht mehr die Sportwelt, in die ich vor 15 Jahren reingewachsen bin, und die Entwicklung gefällt mir nicht. Jetzt heißt es erstmal arbeiten und die Hawaii-Reise wieder reinwirtschaften. Mein Zeitrad steht auch zum Verkauf – wer weiß wann ich das wieder sinnvoll nutze?
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/image00002-e1666870268315.jpeg8321440Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2022-10-27 13:32:522022-10-27 13:56:47Daniel König: Ein Mal auf Hawaii starten – und dann?
Zukunftsweisende Arbeit – das hatte sich das Präsidium des Bayerischen Triathlon-Verbandes im vergangenen Jahr im Rahmen der Vorstellungen vor den Neuwahlen auf die Fahnen geschrieben. Nach einem Jahr lassen sich erste Erfolge erkennen: Der neue Ablauf der Abrechnungen für Veranstaltungen hat sich bereits eine Saison lang bewährt, eine Plattform für die Koordination von Kampfrichtereinsätzen steht in den Startlöchern und auch weitere Digitalisierungsschritte sind bereits geplant.
Der Verbandstag fand sowohl in Präsenz im Landratsamt Roth, als auch online statt. Präsident Gerd Rucker warf einen zufriedenen Blick zurück auf das vergangene Jahr, auch wenn das Gefühl von der Schweigeminute für den verstorbenen langjährigen Vizepräsidenten Finanzen, Max Dachauer, überschattet wurde.
Volle Leistung voraus
Im Leistungssport läuft es rund: Vor allem die B-Jugendlichen dominierten in diesem Jahr die Konkurrenz. Die Ergebnisse des Nachwuchs, aber auch die immer breiter werdende Arbeit des Leistungssport-Teams, lassen Vizepräsidenten Thomas Burger positiv in die Zukunft blicken. Neben der Spitzensport-Förderung wird mit Hilfe von TriDays, TriPoints, Vereins- und Schulkooperationen an der Sicherung von Nachwuchs an der Basis gearbeitet. Die Ressorts Schulsport und Ausbildung unterstützen diese Anstrengungen unter anderem durch Aus- und Weiterbildung von Trainer*innen und Lehrkräften.
Fast Hand in Hand geht die Arbeit des Leistungssports mit der der BTV-Jugend. Camps zur EC2022 oder zur Super League waren die Highlights der Saison, bei weitem aber nicht die einzigen Aktionen. „Dass Initiativen von festen Mitarbeiterinnen geplant und durchgeführt werden, hat sich gut bewährt“, findet Jugendleiter Henrik Jörgens. „Vor allem, weil sich – wie in allen Ehrenämtern – nur schwer Freiwillige zur Mitarbeit finden. Das sieht man an unserem Jugendgremium.“ Der Münchener will sich zum nächsten Jugendverbandstag aus der Leitungsposition zurückziehen und hofft das Amt des Jugendwarts an Jüngere übergeben zu können.
Die Regelbeauftragten freuten sich über das neue und einheitliche Erscheinungsbild der 144 Kampfrichter*innen. Dank neuer Kleidung erhofft man sich bessere Sichtbarkeit. Gemeinsam mit weiteren Werbeaktionen soll so auch im nächsten Jahr verstärkt nach dringend benötigtem Nachwuchs gesucht werden. Dabei könnte auch die Digitalisierung des Kampfrichterwesens helfen: Eine neue Plattform wurde bereits erarbeitet und soll 2023 Einsätze effektiver plan- und durchführbar machen.
Mehr Kommunikation erforderlich
Der neu geschaffene Bereich Sportentwicklung muss sich unter der Leitung von Tim Feuerlein noch Anfangshürden stellen. Geplante Einsteiger-, Lauf- und Frauenseminare und Workshops mussten aufgrund zu geringer Anmeldezahlen abgesagt werden. Als ein möglicher Grund wurden die noch nicht vorhandenen Verteiler in Vereine und zu Sportler*innen identifiziert. Auf den Aufbau dieser soll in Zukunft ein besonderes Augenmerk gelegt werden.
Rund um Kommunikation drehte sich auch die Arbeit der Veranstaltervertreterin. Erstmalig wurde, neben den regelmäßigen Veranstalter-Talks, ein Workshop durchgeführt. Denn der Veranstaltungsbereich hatte trotz weitestgehend wegfallender Einschränkungen mit Problemen zu kämpfen: Kleine Starterfelder, zu wenig Helfer*innen, steigende Kosten und schwer zu erfüllende Auflagen. An Lösungen soll in Zukunft verstärkt gemeinsam gearbeitet werden.
Bezirks-Workshop für bessere Vernetzung
Bereits am Tag vor dem Verbandstag trafen sich Vertreter*innen aus den Bezirken zu einem Workshop. Wo und wie kann Zusammenarbeit besser funktionieren? Welche Prozesse müssen neu gedacht werden, um Vereine und Veranstalter mitzunehmen? Vier Stunden wurden Ideen gesammelt und Lösungsmöglichkeiten diskutiert. Auch hier soll die Mischung aus Haupt-, Neben- und Ehrenamtlichen Kräften und einer regelmäßigen Kommunikation aller Beteiligten Fortschritte erzielen.
Am 20. November 2022 bietet der SV Bayreuth einen inklusiven Triathlon-Tag an. Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung zwischen 8 und 16 Jahren können dann in ein tolles Sport-Programm hineinschnuppern. Am Vormittag ab 10.00 Uhr gibt es Trainings-Spaß in der Turnhalle, bevor am Nachmittag ins Schwimmbad gewechselt wird.
Mitmachen können alle, die schwimmen können. Eine Anmeldung muss bis spätestens 13. November 2022 erfolgen und sollte folgende Informationen enthalten: Vorname, Name, Emailadresse, Verein, Geburtsdatum sowie das aktuelle Trainingsniveau (Beginner, Youngster, Tristar). Die Kontaktdaten zur Anmeldung finden sie in der Einladung.
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/IMG_1186-scaled.jpg17072560Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2022-10-25 06:52:372022-10-25 06:52:39Inklusions Tri-Kids Day in Bayreuth
Am Samstag, 22. Oktober wurde der Bayerische Sportpreis 2022 in insgesamt acht Kategorien vergeben. Zum ersten Mal in der zwanzigjährigen Geschichte des Preises ging dabei der Preis an eine Sportveranstaltung. In der Kategorie „Herausragende Förderung des Sports“ wurde der Triathlon in Roth, das größte One-Day-Sport-Event in Bayern, gewürdigt. Niemand Geringeres als die zweifache Roth-Siegerin Anne Haug übergab den Preis im feierlichen Rahmen in der BMW-Welt München an Alice, Kathrin und Felix Walchshöfer vom Organisationsteam, sowie Landrat Herbert Eckstein und den Bürgermeister der Stadt Roth Andreas Buckreus, stellvertretend für alle Städte und Gemeinden im Landkreis Roth.
„Was für eine hervorragende Organisation!“
Anne Haug sprach in ihrer Laudatio über die Einzigartigkeit des Events und die vielen Helferinnen und Helfer, die den Challenge Roth zu dem machen, was es ist. „Wenn man Sportlerinnen und Sportler fragt, die hier, beim größten Triathlon der Welt, bereits gestartet sind, ist die Antwort meistens gleich: Was für eine hervorragende Organisation! Ohne Familie Walchshöfer, die Stadt Roth, den Landkreis wäre das alles nämlich gar nicht möglich. Am Tag der Challenge koordinieren Sie tausende Helfer, das Ehrenamt, Wettkampfrichter und, und, und. Ihr Einsatz macht die Challenge Roth überhaupt erst zu dem strahlenden Event, als welches diese überall wahrgenommen wird.“
Die Preisverleihung im TV und in der BR Mediathek
Am Sonntag, 23. Oktober, 22.05 Uhr, zeigt das BR Fernsehen die Verleihung des Bayerischen Sportpreises 2022. Die Aufzeichnung ist danach auch abrufbar in der BR Mediathek.
Unter den Ausgezeichneten sind neben dem Triathlon in Roth auch Rennrodlerin Natalie Geisenberger und das Doppelsitzer-Duo Tobias Arlt/Tobias Wendl, die jeweils für ihre „herausragende bayerische Sportkarriere“ prämiert werden, außerdem die bei den European Championships sensationell Gold-dekorierten Sprinterinnen Gina Lückenkemper und Alexandra Burghardt. Preisträger in der Kategorie „Bayerische Sportgeschichte“ ist Langlauf-Bundestrainer Peter Schlickenrieder. Der persönliche Preis des Ministerpräsidenten geht an FC Bayern-Fußballprofi Thomas Müller, der mit nun elf deutschen Meistertiteln einen Bundesligarekord aufgestellt hat.
Du willst fit ins neue Jahr starten? Dann aufgepasst! Wir wollen mit Dir zusammen die letzten Tage des alten Jahres genießen und 2022 gemeinsam abschließen. Der Bayerische Triathlon-Verband e.V. bietet für maximal 20 Jugendliche und drei Betreuer*innen ein Camp im BLSV Sportcamp in Inzell an. Der Fokus der Veranstaltung liegt zum Einen auf dem Vorsilvesterlauf in Aschau am 29. Dezember, aber auch auf gemeinsamen Trainieren und vor allem viel Spiel & Spaß.
Geeignet ist das Camp für Jugendliche zwischen 10-14 Jahren. Die Anmeldung erfolgt online (zum Anmeldeformular). Anmeldeschluss ist der 15. Dezember 2022 oder wenn die maximale Zahl an Teilnehmenden erreicht ist.
Bestes Wettkampfwetter und packende Kämpfe gab es bei der Wuidsaujagd in Burglengenfeld mit den Bayerischen Meisterschaften. Anna Schmidt (TV 48 Erlangen) kürte sich mit einem Start-Zielsieg erstmals zur „Wuidsaukönigin“. Der weitgereiste, mittlerweile als Profi startende, Scott Anderson (ESV Eintracht Hammeln) wiederholte seinen Vorjahreserfolg. Knapp dahinter finishte Felix Wagner vom ausrichtenden Verein TV Burglengenfeld als Gesamtzweiter und neuer Bayerischer Meister.
Im Dunst der farbigen Nebelkerzen starteten die Sportler*innen beim Hauptwettkampf der Wuidsaujagd hinaus in die Flur. Wie schon 2021 setzte sich der letztjährige ITU-Weltmeister Scott Anderson gleich an die Spitze des Feldes. Mit zwei Laufbestzeiten und zweitbester MTB-Zeit finishte er als Erster. Einen starken Eindruck hinterließ TV-ler Felix Wagner, der langsam begann und dann mit Radbestzeit Anderson nahe kam. Nach tollem Kampf lief er freudestrahlend als Zweiter und neuer Bayerischer Meister ins Ziel. Der Dritte, Jonas Rabenstein, finishte schon mit fünf Minuten Rückstand als Bayerischer Vizemeister.
Das hochkarätig besetzte Damenrennen entschied die ehemalige Kaderathletin Anna Schmidt klar für sich. Mit Bestzeiten auf beiden Laufstrecken setzte sie sich klar in Front und finishte erstmals mit der Wuidsaumaske, sowie als neue bayerische Meisterin. Mit toller Radbestzeit pedalierte sich die Siegerin von 2018, Katja Walz, auf Rang 2 und gab diesen bis ins Ziel nicht mehr her. Dauersiegerin Claudia Mai vom CIS Amberg, nach dem ersten Lauf Part noch auf Rang 2, musste diesmal mit der Bronzemedaille vorliebnehmen. Pech hatte das TV-Mädel Emma Roidl. Für die letztjährige Zweite waren nach einem Platten alle Chancen vorbei.
Ein Novum gab es bei den Staffeln, wo das erste Team mit Markus Gleißl und Michel Venus, sowie auch das zweite Team mit Markus und Johannes Ostfalk erstmals in der 9-jährigen Wuidsaugeschichte schneller waren als die Einzelstarter. Die Frauen Konkurrenz gewann hier Mira Lang – Theresa Hagn.
Burglengenfelder Nachwuchs im Sprint stark
Bei der kleinen Ausgabe, dem Jagdsprint, dominierte der Nachwuchs des TV Burglengenfeld mit einem Dreifacherfolg durch Ludwig Sigl, Michi Schoyerer und Max Conrad.
Bei den Staffeln sicherte sich das Duo Nele Leibelt/ Max Stefan als Zweite die Städtedreiecksmeisterschaft hinter dem Siegerduo Martin und Max Schimmelpfennig. Levi und Zoe Schmalzbauer sicherten sich als Dritte die Städtedreiecksmeisterschaft bei der Jugend, hinter dem Siegerduo Liam Parker/Quirin Bach und den Zweiten Emma Leupold/Nico Kronburger.
Einen tollen Job erledigte die Crew der FFW Burglengenfeld bei der Streckenabsicherung und für den Fall der Fälle stand ein starker Fahrzeugtross der BRK-Bereitschaft Burglengenfeld zur Stelle. Daneben sorgten die rund 100 Helfer des TV Burglengenfeld dafür das es den Sportlern an nichts fehlte.
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/1.-Felix-Wagner-TV-BUL-Bay.-Meister-scaled-e1665308597928.jpg14462169Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2022-10-09 11:43:332022-10-09 11:46:54Spannende BM- Rennen beim Crossduathlon Jag de Wuidsau: Felix Wagner Bayerischer Meister
Workshops und Veranstaltungen für Power-Frauen
Aus- und Fortbildung, Gleichstellung, Kurse, Workshops, Fortbildungen, SportentwicklungFrauen gehen oft anders an den Sport heran. Sie beginnen ihn mit größerer Vorsicht und detaillierter Vorbereitung: Stressfrei soll es sein, in kollegialer Stimmung, mit Raum für Fragen. Einmal Spaß am Sport gefunden, steht die Freude am gemeinsamen Training mit anderen oft im Vordergrund.
In den Workshops der BTV-Frauen Reihe bieten namenhafte Sportlerinnen und Trainerinnen Seminare zu verschiedensten Themenbereichen.
Winter zur Fortbildung nutzen
Rund um das Thema Radtechnik dreht sich der MTB-Workshop mit Christine Waitz in Roth am 10. Dezember. In diesem Kurs erarbeitest Du die Grundlagen der Radtechnik: vom Bike Check über Balance, das richtige Bremsen, bis zur idealen Kurventechnik. Der Workshop ist für Einsteigerinnen und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet.
Du willst Dein Schwimmen verbessern? Dann schau dir den Schwimm-Workshop mit Julia Seibt am 17. Dezember in Oberhaching an. Damit Dir der Sprung in das Nass leichter fällt, zeigt Dir Coach Julia die ideale Technik. Im Workshop bekommst Du auch individuelle Tipps und Übungsstrategien mit.
Du suchst schon lange eine gute Trainingsalternative für den Winter? Dann bist Du beim Skating Einsteigerinnen-Seminar genau richtig. Lisa und Anna unterstützen Dich am 8. Januar in Oberstdorf beim Start auf der Loipe.
Kursgebühren, Teilnehmerinnenzahl und Anmeldung
Die Kursgebühr beträgt 65,- € pro Workshop. Darin enthalten sind neben den beschriebenen Inhalten, die vollumfängliche Nutzung der Sportstätten.
Wir begrenzen die Teilnehmerzahl pro Kurs auf 15 Personen, um eine möglichst individuelle Beratung anbieten zu können.
Die Anmeldung erfolgt über das Online-Meldeportal Phoenix. Solltest Du noch keinen Nutzer-Account haben, musst Du Dich neu registrieren. Die Rechnungsstellung erfolgt nach dem Kurs durch die Geschäftsstelle des BTV. Eine Vorab-Überweisung ist nicht nötig.
Die Seminare können zur Lizenzverlängerung eingebracht werden. Fragen beantworten wir Dir gerne unter workshop@triathlonbayern.de.
Wettkämpfe für Frauen im BTV
Von der Anfängerin bis zur Iron-Woman – in Bayern begeistern sich Frauen für den Triathlon auf jedem Niveau. Über 1000 Frauen nutzen die Chance, mit einem Startpass an regionalen, nationalen und internationalen Bewerben teilzunehmen. Viele von ihnen trainieren in einem der rund 380 aktiven bayerischen Vereine.
Besondere Angebote für Frauen bestehen in der Regional- und Bayernliga. Hier versammeln sich Damenmannschaften aus dem gesamten Verbandsgebiet zum gemeinsamen Wettkämpfen.
Einen reinen Triathlon für Frauen gibt es zwar noch nicht, dafür haben aber mehrere Triathlon-Veranstaltungen Frauenläufe in ihrem Rahmenprogramm: Zum Beispiel der LadiesRUN im Rahmen des Triathlon Ingolstadt oder der Challenge Women Frauenlauf in Roth
Oberfränkische Tri-Kids lassen sich von Andreas Dreitz motivieren
Jugendsport, OberfrankenBike-Action, Natur, viel Spaß und ein Topstar. Beim Nachwuchs-Camp des Bezirks Oberfanken war allerlei geboten. Sicherlich besonders motivierend aber war der Besuch von Profi-Triathlet Andreas Dreitz. Im Interview berichtet Jugendwart Patrick Pirhala, warum solche Begegnungen lange nachhalten.
Hallo Patrick,
du bist selbst aktiver Triathlet. Erinnerst Du Dich an deinen ersten Kontakt mit Triathlon?
Meinen ersten Kontakt mit Triathlon hatte ich als kleiner Junge 2003 beim Mönchshof Triathlon in Kulmbach als Norman Stadler an mir vorbeigelaufen ist. Es hat dann auch nicht lange gedauert, bis ich bei unserem kleinen familiären Volkstriathlon im Freibad einfach mal mitgemacht habe. Damals wusste ich aber noch nicht, dass Triathlon so sehr mein Leben bestimmen wird.
Gemeinsam mit Deinem Orga-Team hast Du am Trainings-Wochenende rund 40 Kinder und Jugendliche betreut. Was nehmen die Kids mit nach Hause, was nehmt ihr als Trainer mit nach Hause?
Die Kinder haben neue Freundschaften, viel Motivation und ein paar sportliche Hausaufgaben mit nach Hause genommen, aus denen sie viel Kraft und Energie gezogen haben. Als größte Motivation und gleichzeitig auch Reflexion sind wohl die Worte von Andreas Dreitz zu sehen, dass es vor allem an der persönlichen Einstellung zum Sport oder Triathlon liegt, wie „erfolgreich“, ganz individuell betrachtet, man werden kann. Diese Aussage greifen wir Trainer als Auftrag für unser Nachwuchstraining natürlich auf, indem wir durch kind- und jugendgerechtes Training auch die psycho-sozialen Fähigkeiten bestärken und nicht nur das konditionell-koordinative System trainieren.
Sport-Vorbilder können eine große Motivation darstellen. Welche Fragen prasselten auf den Star ein?
Das waren ganz unterschiedliche Fragen (lach). Zum Beispiel wurde er gefragt, was seine größten Erfolge waren, der lustigste Moment in einem Triathlon, wie man seine Ausdauer noch besser trainieren kann, wie viele Liegestütze Andi schafft, was man ernährungstechnisch beachten sollte, ob er schon mal aufgegeben hat und wie er damit umgegangen ist oder auch und was er vom Konzept der Norweger hält. All diese Fragen haben uns Trainern gezeigt, wie intensiv sich die Jugendlichen jetzt schon mit Triathlon und der Szene beschäftigen und auch identifizieren.
Welche Aktionen habt ihr neben dem Trainingsprogramm durchgeführt und gibt es eine Wiederholung des Wochenendes?
Neben dem Besuch von Andi Dreitz im Sportcamp Nordbayern und dem wirklich vollen Trainingsprogramm von Parkourspielen, Klettern, Mountainbiken und Laufen haben wir keine weiteren Aktionen planen wollen, da man den Jugendlichen auch mal Zeit zum Durchschnaufen, zur Nachbereitung, zum Kennenlernen und Essen geben muss. Beim Mittagessen am Sonntag haben wir schon in ziemlich müde, aber lächelnde Gesichter blicken dürfen und selbstverständlich wird es eine Wiederholung geben, das wurde uns Trainern von Seiten der jungen Athleten sehr deutlich gemacht in der Abschlussbesprechung.
Was würdest Du Dir im Bereich der Nachwuchsarbeit für noch besseres Gelingen wünschen?
Ich finde, dass wir im Verband gute Strukturen aufgebaut haben, gerade nach Corona mit der Wiederbelebung des Tri-Point Konzeptes. In Oberfranken haben wir ein sehr gutes Netzwerk und einen konstruktiven Austausch zwischen den Jugendabteilungen der Vereine entwickelt. Allerdings sehe ich das nicht in ganz Bayern und bekomme in Gesprächen mit Trainern aus anderen Bezirken den Eindruck, dass noch mehr an der Wertschätzung für ehrenamtliche Jugendarbeit getan werden kann. Es benötigt intensivere und transparentere Kommunikation nicht nur zwischen den Vereinen sondern auch zwischen Nachwuchs und Leistungssport, zum Beispiel über wiederkehrende Meetings, gern online, in denen wir Ziele für den Nachwuchs in Bayern definieren und gemeinsame Projekte als BTJ entwickeln können.
Vielen Dank!
Dezentrale Nachwuchsförderung: In bayerischen Vereinen und Schulen wird viel gemacht
Jugendsport, TriPointÜber 40 Kinder und Jugendliche toben durch die Sporthalle. Springen über Hindernisse, klettern, balancieren, schwingen an Seilen. Am Rande des bunten Sport-Parcours steht Hanna Kraus. Die Bambergerin ist seit einem Jahr für die Nachwuchsarbeit in der Breite zuständig. Sie geht in Vereine und Schulen und bietet dort niedrigschwellige Sportangebote für jeden Leistungsstand an.
Wir haben uns mit ihr unterhalten. Was macht ein gutes Nachwuchstraining aus? Warum macht es Freude seine Energie dort zu investieren und was erhofft man sich?
Hallo Hanna,
Du bereist vom BTV aus Vereine und Schulen. Wie kamst Du zu dieser Arbeit?
Ich komme selbst aus dem Schwimmsport und habe dann ab 2014 neben meinem eigenen Sport als Trainerin gearbeitet. 2016 bin ich dann selbst zum Triathlon gewechselt und habe auch Triathleten trainiert – vor allem im Erwachsenenbereich. Zusätzlich habe ich ein Sportwissenschaftsstudium absolviert. Durch die unterschiedlichen Erfahrungen habe ich gemerkt, dass mich die Arbeit mit Kindern erfüllt. Als der BTV 2021 die Stelle für das Projekt Coach the Coach ausgeschrieben hat, dachte ich mir, dass das etwas für mich sein könnte, und habe mich beworben. Mittlerweile bin ich gut in meiner Stelle angekommen und ich denke für haben bereits gute Fortschritte in der Nachwuchsarbeit im Triathlon in Bayern gemacht und können auch weiterhin viel bewirken.
Was macht Dir an der Arbeit besonders Freude?
Mir macht es vor allem Freude, den Kids die schönen Seiten des Sports zu zeigen und auch den ehrenamtlichen Trainern und Vereinsvertretern unter die Arme greifen zu können. Denn diese leisten alle tolle Arbeit aber oft fehlt eben die Zeit, um neben einem Vollzeitjob und Familie, alles umsetzen zu können. Genau hier können wir mit unserem Projekt „Coach the Coach“ helfen.
„Kinder bewegen sich nicht mehr“, hört man oft. Was ist Deine Einschätzung? Wie bringt man Kinder und Jugendliche zum Spaß an der Bewegung?
Leider sehe ich genau diese Entwicklung auch! Als Verband und Verein kann man vieles anbieten und ich denke in Triathlon-Bayern fehlt es nicht an tollen Veranstaltungen für Kids. Erste Anlaufstelle sind natürlich die Eltern. Wenn Bewegung zuhause kein Thema ist, dann können viele Angebote geschaffen werden, diese werden aber nicht genutzt werden. Deshalb müsste, meiner Meinung nach, Sport in den Schulen ein noch größeres Thema sein. In den Grundschulen könnten viele Dinge zum Beispiel in Verbindung mit Bewegung gelehrt werden. Hier müsste ganz oben an den Lehrplänen bzw dem Schulsystem in Deutschland angesetzt werden. Das ist aber ein langes Thema, das hier den Rahmen sprengen würde.
Was sind die Ziele Deiner Arbeit?
Förderung von engagierten Triathlon Vereinen in Bayern, die Nachwuchsarbeit betreiben. Schaffung einer Art Gemeinschaft in Bayern bereits bei den Kindern ab 10 Jahren. Außerdem bildet meine Arbeit auch sowas wie die Schnittstelle zwischen Breiten- und Leistungssport.
Was ist Dein schönstes Erlebnis im Rahmen Deines Engagements?
Ich habe keine bestimmte Situation im Kopf, aber das Schönste ist eigentlich zu sehen, wie sich die Kinder zwischen den einzelnen Trainingsangeboten weiterentwickeln und auch von den Eltern zu hören, dass die BTV-Trainingstage für die Kids einen großen Motivationsbooster darstellen. Das ist super, denn das ist auch unser Ziel.
Wenn es nach Dir ginge, wie müsste gezielte Nachwuchsförderung aussehen?
Gezielte Nachwuchsförderung müsste meiner Meinung nach in der Schule ansetzen, also eine Zusammenarbeit aus Schule und Verein. So kann am besten Nachwuchs gewonnen werden. Im Verein selbst wäre dann die Zusammenarbeit mit Schwimm- und Leichtathletikvereinen perfekt, denn eine Spezialisierung auf Triathlon im Kindesalter macht keinen Sinn. Gute Grundausbildungen im Schwimmen und Laufen sind die perfekte Grundlage für den Triathlon. Zusätzlich können auf dem Mountainbike die Sicherheit und Technik trainiert werden. Ballsportarten können als Ergänzung auch super sein, um die koordinative Fähigkeiten und Schnelligkeit gut zu entwickeln. Alles sollte im Kinderbereich spielerisch gestaltet werden und niemals anhand von Stunden/Strecke oder Ähnliches gemessen werden. Spiel, Spaß und Technik sollten im Nachwuchsbereich absolut im Vordergrund stehen.
Vielen Dank!
Fotos: Hanna Kraus, Andreas Müller
In Kitzingen wird an der Nachhaltigkeit gearbeitet
Sportentwicklung, Veranstaltungen„Wir haben aus den Corona-Jahren viel gelernt“, sagt Organisator des Mainfranken Triathlons, Dieter Göpfert. „Interessanterweise auch, was Müllvermeidung betrifft. Wir hatten nur drei Müllsäcke im Rahmen der Veranstaltung. Mehr nicht!“ Natürlich kann keine Veranstaltung ganz ohne Müll auskommen. Doch machen sich mittlerweile viele Veranstalterinnen und Veranstalter Gedanken, wie sich Events umweltschonender gestalten lassen.
Für Dieter Göpfert führten die Erkenntnisse der vergangenen Jahre zu neuen Überlegungen. Deshalb wird 2023 erstmals eine Möglichkeit der Organisation gemeinsamer Anreise angeboten. Mit Hilfe der Anwendung „Ride2Go“ können Sportler*innen eigenständig Fahrgemeinschaften anbieten und suchen. Stößt eine Anzeige auf Interesse, können sich die Nutzer*innen direkt kontaktieren.
„Wir haben die besten Voraussetzungen für gemeinsame Anfahrt“
Als Citytriathlon in Stadtnähe hat der Triathlon Kitzingen beste Voraussetzungen für solch eine Initiative. „Wir haben kurze Wege zu allen wettkampfrelevanten Örtlichkeiten, der Bahnhof Kitzingen ist nur zwei Kilometer vom Renngeschehen entfernt, es gibt einen Großparkplatz ganz in der Nähe, von dem aus alles zu Fuß erreichbar ist“, sagt der Organisator.
Daneben steht an vielen anderen Stellen Nachhaltigkeit im Fokus – ohne, dass der Athlet dadurch etwas vermisst: Die Müllvermeidung wird durch Einsparen von Einweggeschirr oder Wechseltüten erreicht. In Verpflegung und Catering werden regionale Produkte angeboten. Veranstaltungsmaterial wird mehrere Jahre genutzt und zum Beispiel nicht mit Datum bedruckt.
„Wir hoffen, dass das Angebot zum Carpooling – so die englische Bezeichnung für die gemeinsame Nutzung eines Fahrzeuges für den Transport von Personen von einem Ort zum nächsten – rege genutzt wird“, betont Göpfert.
Link zu den Informationen auf der Website des Mainfranken Triathlon Kitzingen.
Daniel König: Ein Mal auf Hawaii starten – und dann?
BreitensportEin Mal beim Ironman Hawaii an den Start gehen. Für viele Triathletinnen und Triathleten ist das ein Traum. Die Weltmeisterschaft auf Big Island wurde auch durch bildgewaltige Sport-Geschichten zu einem Wettkampf-Mythos: Titelkämpfe, körperlicher Einsatz bist auf’s Letzte, unbändige Freude im Ziel. Doch wie ist es, das Rennen tatsächlich zu erleben? Wir haben uns mit Daniel König unterhalten, der in diesem Jahr das erste Mal als Altersklassenathlet starten konnte. Mit der gesamten Familie reiste der Abenberger nach Kona und erlebte einen harten, aber einmaligen Tag.
Hallo Daniel, seit wann war es Dein Ziel einmal auf Hawaii zu starten?
Mein Ziel, auf Hawaii zu starten, stand schon seit 2019 fest, als ich mich beim IRONMAN Hamburg, meiner ersten Langdistanz, qualifizieren konnte. Durch Corona wurde der Start dann leider um zwei Jahre verschoben.
Du durftest das Rennen bereits am Donnerstag bestreiten. Wie lief es?
Das Rennen lief soweit ok. Es war keine sportliche Höchstleistung, aber den Umständen entsprechend darf ich mich über mein Ergebnis wirklich nicht beschweren.
Es gab viel Kritik an den zwei Rennen und dem aufgeblähten Starterfeld. Wie war Dein Eindruck von der Insel, dem Programm und der Stimmung?
Die Kritik an den zwei Tagen ist vollkommen rechtens. Es wurde zwar ein super Rahmenprogramm auf die Beine gestellt, und es lief alles wirklich super ab, jedoch war das kleine Örtchen Kona einfach überfüllt. Dass mein Start, als einer der jüngsten Jahrgänge, am Donnerstag in der letzten Startgruppe war, dazu will ich nichts sagen, das war nicht gut. Dazu kommen die horrenden Preise, welche dieses Event nur noch einem kleinen Teil an Agegroupern zugänglich machen.
Ein paar gute Freunde habe ich getroffen und die ein oder andere positive Bekanntschaft hat sich auch ergeben. Gefühlt bestand das Starterfeld jedoch aus egozentrischen Athleten, die sich irgendwas selbst beweisen müssen. Vor allem am Wettkampftag selbst hat man bei einigen gemerkt, dass es hier nicht ums sportliche Miteinander geht, sondern nur um die eigene Profilierung.
Die Insel selbst ist auf jeden Fall einen Urlaub wert, für mich in Zukunft jedoch ohne den Triathlonzirkus.
Du warst mit Deiner Familie vor Ort und warst im Vorfeld schon zur Akklimatisierung angereist. Was bedeutete es für dich, dass alle dabei waren?
Natürlich ist es etwas ganz besonderes, von seiner Familie diese Form von Rückhalt zu bekommen. Es ja ein sehr kostenintensiver und zeitlich aufwendiger Urlaub. Glücklicherweise konnten wir das Meiste bereits buchen, bevor die Preise explodiert sind, sonst wäre dies gar nicht möglich gewesen.
Ich bin sehr glücklich darüber, dass mich meine Familie, so gut es geht, im Sport unterstützt!
Du bist in der TSG 08 Roth schon seit dem Jugendalter aktiv. Welchen Anteil hat die Vereinsumgebung möglicherweise an Deinen Erfolgen?
Vor allem über das Kinder-und Jugendtraining im Verein darf ich mich sehr glücklich schätzen! Es war immer eine sehr gute Gemeinschaft und man wurde perfekt an die größeren Distanzen herangeführt. Leider ist es etwas schade, dass die Trainingspartner dann in höherem Leistungsbereich etwas knapp werden. Trotzdem konnte ich mit einigen TSG Mitgliedern immer wieder Unterstützung bei den Einheiten finden.
Die meisten Triathleten können sich nicht so glücklich schätzen, eine derartig gute Vereinsstruktur um sich herum zu haben und den Vorteil der Gemeinschaft beim Training nutzen zu können.
Was sind deine nächsten Pläne?
Theoretisch bin ich noch für den Challenge Roth nächstes Jahr angemeldet. Momentan bin ich jedoch mental mit Triathlon erst einmal durch. Ein Grund: Das ist nicht mehr die Sportwelt, in die ich vor 15 Jahren reingewachsen bin, und die Entwicklung gefällt mir nicht. Jetzt heißt es erstmal arbeiten und die Hawaii-Reise wieder reinwirtschaften. Mein Zeitrad steht auch zum Verkauf – wer weiß wann ich das wieder sinnvoll nutze?
Danke und alles Gute!
Fotos: Finisherpix
BTV auf Kurs: Verbandstag belegt den Vorwärtsdrang
Nachrichten des BTVZukunftsweisende Arbeit – das hatte sich das Präsidium des Bayerischen Triathlon-Verbandes im vergangenen Jahr im Rahmen der Vorstellungen vor den Neuwahlen auf die Fahnen geschrieben. Nach einem Jahr lassen sich erste Erfolge erkennen: Der neue Ablauf der Abrechnungen für Veranstaltungen hat sich bereits eine Saison lang bewährt, eine Plattform für die Koordination von Kampfrichtereinsätzen steht in den Startlöchern und auch weitere Digitalisierungsschritte sind bereits geplant.
Der Verbandstag fand sowohl in Präsenz im Landratsamt Roth, als auch online statt. Präsident Gerd Rucker warf einen zufriedenen Blick zurück auf das vergangene Jahr, auch wenn das Gefühl von der Schweigeminute für den verstorbenen langjährigen Vizepräsidenten Finanzen, Max Dachauer, überschattet wurde.
Volle Leistung voraus
Im Leistungssport läuft es rund: Vor allem die B-Jugendlichen dominierten in diesem Jahr die Konkurrenz. Die Ergebnisse des Nachwuchs, aber auch die immer breiter werdende Arbeit des Leistungssport-Teams, lassen Vizepräsidenten Thomas Burger positiv in die Zukunft blicken. Neben der Spitzensport-Förderung wird mit Hilfe von TriDays, TriPoints, Vereins- und Schulkooperationen an der Sicherung von Nachwuchs an der Basis gearbeitet. Die Ressorts Schulsport und Ausbildung unterstützen diese Anstrengungen unter anderem durch Aus- und Weiterbildung von Trainer*innen und Lehrkräften.
Fast Hand in Hand geht die Arbeit des Leistungssports mit der der BTV-Jugend. Camps zur EC2022 oder zur Super League waren die Highlights der Saison, bei weitem aber nicht die einzigen Aktionen. „Dass Initiativen von festen Mitarbeiterinnen geplant und durchgeführt werden, hat sich gut bewährt“, findet Jugendleiter Henrik Jörgens. „Vor allem, weil sich – wie in allen Ehrenämtern – nur schwer Freiwillige zur Mitarbeit finden. Das sieht man an unserem Jugendgremium.“ Der Münchener will sich zum nächsten Jugendverbandstag aus der Leitungsposition zurückziehen und hofft das Amt des Jugendwarts an Jüngere übergeben zu können.
Die Regelbeauftragten freuten sich über das neue und einheitliche Erscheinungsbild der 144 Kampfrichter*innen. Dank neuer Kleidung erhofft man sich bessere Sichtbarkeit. Gemeinsam mit weiteren Werbeaktionen soll so auch im nächsten Jahr verstärkt nach dringend benötigtem Nachwuchs gesucht werden.
Dabei könnte auch die Digitalisierung des Kampfrichterwesens helfen: Eine neue Plattform wurde bereits erarbeitet und soll 2023 Einsätze effektiver plan- und durchführbar machen.
Mehr Kommunikation erforderlich
Der neu geschaffene Bereich Sportentwicklung muss sich unter der Leitung von Tim Feuerlein noch Anfangshürden stellen. Geplante Einsteiger-, Lauf- und Frauenseminare und Workshops mussten aufgrund zu geringer Anmeldezahlen abgesagt werden. Als ein möglicher Grund wurden die noch nicht vorhandenen Verteiler in Vereine und zu Sportler*innen identifiziert. Auf den Aufbau dieser soll in Zukunft ein besonderes Augenmerk gelegt werden.
Rund um Kommunikation drehte sich auch die Arbeit der Veranstaltervertreterin. Erstmalig wurde, neben den regelmäßigen Veranstalter-Talks, ein Workshop durchgeführt. Denn der Veranstaltungsbereich hatte trotz weitestgehend wegfallender Einschränkungen mit Problemen zu kämpfen: Kleine Starterfelder, zu wenig Helfer*innen, steigende Kosten und schwer zu erfüllende Auflagen. An Lösungen soll in Zukunft verstärkt gemeinsam gearbeitet werden.
Bezirks-Workshop für bessere Vernetzung
Bereits am Tag vor dem Verbandstag trafen sich Vertreter*innen aus den Bezirken zu einem Workshop. Wo und wie kann Zusammenarbeit besser funktionieren? Welche Prozesse müssen neu gedacht werden, um Vereine und Veranstalter mitzunehmen? Vier Stunden wurden Ideen gesammelt und Lösungsmöglichkeiten diskutiert. Auch hier soll die Mischung aus Haupt-, Neben- und Ehrenamtlichen Kräften und einer regelmäßigen Kommunikation aller Beteiligten Fortschritte erzielen.
Inklusions Tri-Kids Day in Bayreuth
Jugendsport, Paratriathlon, TriPointAm 20. November 2022 bietet der SV Bayreuth einen inklusiven Triathlon-Tag an. Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung zwischen 8 und 16 Jahren können dann in ein tolles Sport-Programm hineinschnuppern. Am Vormittag ab 10.00 Uhr gibt es Trainings-Spaß in der Turnhalle, bevor am Nachmittag ins Schwimmbad gewechselt wird.
Mitmachen können alle, die schwimmen können. Eine Anmeldung muss bis spätestens 13. November 2022 erfolgen und sollte folgende Informationen enthalten: Vorname, Name, Emailadresse, Verein, Geburtsdatum sowie das aktuelle Trainingsniveau (Beginner, Youngster, Tristar). Die Kontaktdaten zur Anmeldung finden sie in der Einladung.
PDF mit der vollständigen Einladung und Zeitplan.
Anne Haug übergibt Bayerischen Sportpreis an Organisatoren des Challenge Roth
VeranstaltungenAm Samstag, 22. Oktober wurde der Bayerische Sportpreis 2022 in insgesamt acht Kategorien vergeben. Zum ersten Mal in der zwanzigjährigen Geschichte des Preises ging dabei der Preis an eine Sportveranstaltung. In der Kategorie „Herausragende Förderung des Sports“ wurde der Triathlon in Roth, das größte One-Day-Sport-Event in Bayern, gewürdigt. Niemand Geringeres als die zweifache Roth-Siegerin Anne Haug übergab den Preis im feierlichen Rahmen in der BMW-Welt München an Alice, Kathrin und Felix Walchshöfer vom Organisationsteam, sowie Landrat Herbert Eckstein und den Bürgermeister der Stadt Roth Andreas Buckreus, stellvertretend für alle Städte und Gemeinden im Landkreis Roth.
„Was für eine hervorragende Organisation!“
Anne Haug sprach in ihrer Laudatio über die Einzigartigkeit des Events und die vielen Helferinnen und Helfer, die den Challenge Roth zu dem machen, was es ist. „Wenn man Sportlerinnen und Sportler fragt, die hier, beim größten Triathlon der Welt, bereits gestartet sind, ist die Antwort meistens gleich: Was für eine hervorragende Organisation! Ohne Familie Walchshöfer, die Stadt Roth, den Landkreis wäre das alles nämlich gar nicht möglich. Am Tag der Challenge koordinieren Sie tausende Helfer, das Ehrenamt, Wettkampfrichter und, und, und. Ihr Einsatz macht die Challenge Roth überhaupt erst zu dem strahlenden Event, als welches diese überall wahrgenommen wird.“
Die Preisverleihung im TV und in der BR Mediathek
Am Sonntag, 23. Oktober, 22.05 Uhr, zeigt das BR Fernsehen die Verleihung des Bayerischen Sportpreises 2022. Die Aufzeichnung ist danach auch abrufbar in der BR Mediathek.
Unter den Ausgezeichneten sind neben dem Triathlon in Roth auch Rennrodlerin Natalie Geisenberger und das Doppelsitzer-Duo Tobias Arlt/Tobias Wendl, die jeweils für ihre „herausragende bayerische Sportkarriere“ prämiert werden, außerdem die bei den European Championships sensationell Gold-dekorierten Sprinterinnen Gina Lückenkemper und Alexandra Burghardt. Preisträger in der Kategorie „Bayerische Sportgeschichte“ ist Langlauf-Bundestrainer Peter Schlickenrieder. Der persönliche Preis des Ministerpräsidenten geht an FC Bayern-Fußballprofi Thomas Müller, der mit nun elf deutschen Meistertiteln einen Bundesligarekord aufgestellt hat.
Text: Challenge Roth; Fotos: TEAMCHALLENGE / Heiko Wörrlein
BTV JUGEND-CAMP zu SILVESTER
JugendsportDu willst fit ins neue Jahr starten? Dann aufgepasst!
Wir wollen mit Dir zusammen die letzten Tage des alten Jahres genießen und 2022 gemeinsam abschließen. Der Bayerische Triathlon-Verband e.V. bietet für maximal 20 Jugendliche und drei Betreuer*innen ein Camp im BLSV Sportcamp in Inzell an. Der Fokus der Veranstaltung liegt zum Einen auf dem Vorsilvesterlauf in Aschau am 29. Dezember, aber auch auf gemeinsamen Trainieren und vor allem viel Spiel & Spaß.
Geeignet ist das Camp für Jugendliche zwischen 10-14 Jahren. Die Anmeldung erfolgt online (zum Anmeldeformular). Anmeldeschluss ist der 15. Dezember 2022 oder wenn die maximale Zahl an Teilnehmenden erreicht ist.
Zur Ausschreibung mit Elternvertrag.
Spannende BM- Rennen beim Crossduathlon Jag de Wuidsau: Felix Wagner Bayerischer Meister
VeranstaltungenBestes Wettkampfwetter und packende Kämpfe gab es bei der Wuidsaujagd in Burglengenfeld mit den Bayerischen Meisterschaften. Anna Schmidt (TV 48 Erlangen) kürte sich mit einem Start-Zielsieg erstmals zur „Wuidsaukönigin“. Der weitgereiste, mittlerweile als Profi startende, Scott Anderson (ESV Eintracht Hammeln) wiederholte seinen Vorjahreserfolg. Knapp dahinter finishte Felix Wagner vom ausrichtenden Verein TV Burglengenfeld als Gesamtzweiter und neuer Bayerischer Meister.
Im Dunst der farbigen Nebelkerzen starteten die Sportler*innen beim Hauptwettkampf der Wuidsaujagd hinaus in die Flur. Wie schon 2021 setzte sich der letztjährige ITU-Weltmeister Scott Anderson gleich an die Spitze des Feldes. Mit zwei Laufbestzeiten und zweitbester MTB-Zeit finishte er als Erster. Einen starken Eindruck hinterließ TV-ler Felix Wagner, der langsam begann und dann mit Radbestzeit Anderson nahe kam. Nach tollem Kampf lief er freudestrahlend als Zweiter und neuer Bayerischer Meister ins Ziel. Der Dritte, Jonas Rabenstein, finishte schon mit fünf Minuten Rückstand als Bayerischer Vizemeister.
Das hochkarätig besetzte Damenrennen entschied die ehemalige Kaderathletin Anna Schmidt klar für sich. Mit Bestzeiten auf beiden Laufstrecken setzte sie sich klar in Front und finishte erstmals mit der Wuidsaumaske, sowie als neue bayerische Meisterin. Mit toller Radbestzeit pedalierte sich die Siegerin von 2018, Katja Walz, auf Rang 2 und gab diesen bis ins Ziel nicht mehr her. Dauersiegerin Claudia Mai vom CIS Amberg, nach dem ersten Lauf Part noch auf Rang 2, musste diesmal mit der Bronzemedaille vorliebnehmen. Pech hatte das TV-Mädel Emma Roidl. Für die letztjährige Zweite waren nach einem Platten alle Chancen vorbei.
Ein Novum gab es bei den Staffeln, wo das erste Team mit Markus Gleißl und Michel Venus, sowie auch das zweite Team mit Markus und Johannes Ostfalk erstmals in der 9-jährigen Wuidsaugeschichte schneller waren als die Einzelstarter. Die Frauen Konkurrenz gewann hier Mira Lang – Theresa Hagn.
Burglengenfelder Nachwuchs im Sprint stark
Bei der kleinen Ausgabe, dem Jagdsprint, dominierte der Nachwuchs des TV Burglengenfeld mit einem Dreifacherfolg durch Ludwig Sigl, Michi Schoyerer und Max Conrad.
Bei den Staffeln sicherte sich das Duo Nele Leibelt/ Max Stefan als Zweite die Städtedreiecksmeisterschaft hinter dem Siegerduo Martin und Max Schimmelpfennig. Levi und Zoe Schmalzbauer sicherten sich als Dritte die Städtedreiecksmeisterschaft bei der Jugend, hinter dem Siegerduo Liam Parker/Quirin Bach und den Zweiten Emma Leupold/Nico Kronburger.
Einen tollen Job erledigte die Crew der FFW Burglengenfeld bei der Streckenabsicherung und für den Fall der Fälle stand ein starker Fahrzeugtross der BRK-Bereitschaft Burglengenfeld zur Stelle. Daneben sorgten die rund 100 Helfer des TV Burglengenfeld dafür das es den Sportlern an nichts fehlte.
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