Der Däne Magnus Ditlev überraschte alle beim Challenge Roth. Mit einer Zeit von 7:35:48 Stunden verpasste er Jan Frodenos Streckenrekord aus dem Jahr 2016 um gerade neun Sekunden. Frodeno selbst musste zu Beginn des Marathons verletzungsbedingt aussteigen. Zweiter wurde Titelverteidiger Patrick Lange in 7:44:52 Stunden, Rainaldo Colucci aus Brasilien blieb als Dritter mit 7:52:36 Stunden ebenfalls noch deutlich unter der Acht-Stunden-Marke. Das Frauenrennen konnte Weltmeisterin Anne Haug nach einer ambitionierten Aufholjagd für sich entscheiden, ihre Zeit: sensationelle 8:22:42 Stunden. Die über lange Zeit führende Britin Fenella Langridge wird am Ende verdiente Zweite, als Drittplatzierte überquert Judith Corachàn aus Spanien die Ziellinie im Rother Triathlon-Stadion.
Während an der Spitze um Rekordzeiten und Platzierungen gekämpft wurde, ging es im Feld oft um das erfolgreiche Finish. Rund 3.000 Einzelstarter*innen und 650 Staffeln probierten es zusammen mit 7.000 Helferinnen und Helfern. Zahlreiche bayerische Athletinnen und Athleten trotzten den warmen Temperaturen und konnten persönliche Erfolge feiern. Einer von ihnen: Konrad Puk (RSLC Holzkirchen, SV Grün-Weiß Holzkirchen). Mit 73 Jahren erreichte der Holzkirchener als zweitältester Teilnehmer nach 16:00:31 Stunden die Ziellinie.
Konrad Puk im Ziel (Foto: Marathonfoto)
„Es ist nie zu spät zu beginnen“
Glücklich, gesund und zufrieden stand Puk im Ziel und meinte: „Ich habe jeden Kilometer genossen!“ Im vollbesetzten Stadion bat man ihn auf das Podium, wo er motivierte: „Leute fangt an euch zu bewegen. Ich war mit 66 Jahren zum ersten Mal in Roth, heute habe ich zum sechsten Mal die Ziellinie hier erreicht. Es ist nie zu spät etwas zu tun und wer nicht anfängt, der hat schon verloren“.
Körperlich und mental war der Tag für den oberbayerischen Athleten natürlich trotz des glücklichen Finishs sehr anstrengend: „Ich hatte meine Höhen und Tiefen“, berichtet er. „Das Schwimmen lief ganz gut, bis die nächste Startwelle von hinten kam, derer noch viele folgen sollten. Immer wieder habe ich mir ruhigere Gewässer gesucht, um dem Getümmel zu entkommen. So war ich heil froh, als ich mit nur kleineren Blessuren wieder festen Boden unter den meinen Füßen hatte und nicht zu viel Kanalwasser verkostet hatte. Beim Radfahren habe ich mich nach Plan versorgt, mein Gel aus der Flasche und Wasser zur Kühlung des Körpers und zum Trinken. An jeder Station habe ich mir von den Helfern Flaschen reichen lassen. Damit kein Körperteil in der Aeroposition verkrampft, waren ein paar Lockerungsübungen sehr hilfreich. Richtig anstrengend waren die Berge, Gredinger Berg, Kränzleinsberg, Solarer Berg, wo mich immer ein phantastisches Publikum mit viel Begeisterung nach oben ‚gebrüllt‘ hat. Für mich war das Gänsehaut pur.“
Besondere Motivation am Streckenrand
Ein ganz besonderer (stiller) Motivator war Michel – einer von tausenden Zuschauern für Konrad Puk. „Er verkleidet sich als Clown mit einer Perücke in den französischen Farben. Jedes Jahr steht er an den gleichen Stellen in Roth und sorgt für Unterstützung und Stimmung. Zufällig hatte ich Michel zuvor bei der „Challenge Woman“ getroffen und mich bei ihm für die Unterstützung in den Vorjahren bedankt. Da erzählte er mir, dass er Marathonläufer war und jetzt 83 Jahre alt ist. Inzwischen weiß ich, dass „Michel on tour“ als „Spaßpräsident“ unterwegs ist und für soziale Projekte Spenden einsammelt. Ein toller Mensch, ein toller Franzose und es war mir eine sehr große Freude so einen Menschen und seine Energie zu spüren.“
Foto: Marathonfoto
Auf der Marathonstrecke ging es für Puk gut voran. „Die Veranstalter haben das alles mit den vielen freundlichen Helfern hervorragend aufbereitet,“ lobt er. „Ab und zu gab es auch ein kleines Schwätzchen, um mich bei den Helfern zu bedanken. Das hat meinen Puls beruhigt und mir neue Energie gegeben. Nach den ersten zehn Kilometern beim Laufen wusste ich, dass ich rechtzeitig ins Ziel kommen kann.“
Am Ende sprang sogar der Sieg in der AK 70 heraus. „Das erste und das letzte Mal“, sagt Puk und fügt schmunzelnd hinzu: „Ach ja, nächstes Jahr komme ich wieder nach Roth, dann in der Altersklasse 75.“
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/Konrad-Puk.jpg656976Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2022-07-12 15:08:372022-07-13 05:52:10Challenge Roth: Mit 73 Jahren erfolgreich ins Ziel
Zum zweiten Mal organisiert das P-Seminar „Let’s TRI“in diesem Jahr einen Schülertriathlon an der Peter-Vischer-Schule in Nürnberg. Am 27. Juli werden Schülerinnen und Schüler, die sich gerne ausprobieren und messen, mit kleinen Distanzen zum Triathlonmachen eingeladen.
Schwimmen gilt es im Becken des Westbads zu absolvieren, die Fahrradstrecke ist im angrenzenden Wiesengrund zu überwinden und eine die Laufstrecke ist entlang der Pegnitz zu meistern. Die Distanzen sind für Jede*n machbar und bewegen sich zwischen 50m Schwimmen, 4km Radfahren und 1km Laufen für die Jüngsten und 200m Schwimmen, 16km Radfahren und 4km Laufen für die Ältesten. Das Mindestalter zur Teilnahme ist 10 Jahre.
„Wir würden uns freuen, wenn am 27. Juli zahlreiche Jugendliche im Rahmen des Schulsports in den Triathlon hineinschnuppern würden“, sagt der Vizepräsident Leistungssport im BTV, Thomas Burger. Der Nürnberger unterstützt das Projekt aktiv und kümmert sich sogar um Wechselbeutel, die die Sportler*innen im Anschluss mit nach Hause nehmen dürfen.
Die Anmeldung zum Schülertriathlon ist noch möglich. Eingeladen sind Schülerinnen und Schüler jeden Alters (ab Jahrgang 2012) und jeder Schulform.
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/Schuelertriathlon-Peter-Vischer-Schule.png719834Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2022-07-08 00:51:002022-07-07 17:09:29Nürnberger Schülertriathlon an der Peter-Vischer-Schule am 27. Juli
Vier Mal 250 m Schwimmen, 5,2 km Radfahren, 1,7 km Laufen galt es bei den Deutschen Meisterschaften Mixed Relay in Berlin zu absolvieren. Zwei bayerische Mannschaften schickten dort ihre Besetzung in der Reihenfolge Mann, Frau, Mann, Frau in das Rennen: Der SV05 Würzburg mit Markus Klinder, Jule Resselberger, Manuel Lessing und Vera Nickel, sowie der TV 1848 Erlangen mit Jannik Hoffmann, Juliane Möllers, Pablo Warter Rubio und Simone Kraft. Es ging um nichts weniger als die Frage, wer das schnellste Team in Deutschland ist.
Kopf an Kopf der bayerischen Teams
Mit Rang sieben für die Würzburger und Rang acht für die Erlangener kamen beachtliche Ergebnisse zustande. Als erster der Würzburger startete Markus Klinder, der auf Platz 10 an Jule Resselberger übergab. Seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter, Jule Resselberger, Manuel Lessing und Vera Nickel, konnten sich im Rennverlauf auf einen beachtlichen siebten Platz nach vorne arbeiten. „Eine starke Leistung der Vier!“, kommentiert der Verein auf seiner Website.
Chance für das Team aus Erlangen
Das Team des TV Erlangen in Berlin
„Über die Chance als Team aus der zweiten Triathlon Bundesliga wieder bei der Deutschen Mixed Team Relay im Rahmen der Finals teilnehmen zu dürfen, haben wir uns sehr gefreut,“ berichtet Juliane Möllers. „Im letzten Jahr war das Event ja leider sehr durch Corona Maßnahmen beschränkt. Dafür hat der Veranstalter dieses Jahr gleich doppelt einen draufgesetzt. Wir waren von dem Aufwand sehr begeistert: Der komplette Parkplatz vor dem olympischen Stadion war zu einem riesigen Triathlonschauplatz umfunktioniert. Überall waren an den Absperrungen Banner mit dem Logo der Finals und Sponsoren befestigt. Im Wechselbereich wurde eine riesige Tribüne aufgebaut. Auf dem selben Weg lag auch der lange blaue Teppich für den Zieleinlauf, direkt vor den olympischen Ringen des Stadions.“
Das Team aus Erlangen hatte in der Vorbereitung etwas Pech: Krankheit, Corona und eine Oberschenkelzerrung. Deswegen standen die Vier Sportler*innen unter dem Motto am Start: Hauptsache dabei sein, Spaß haben und die olympische Atmosphäre genießen. „Die geänderte Startreihenfolge, in der ein Mann startet und eine Frau ins Ziel läuft, bedingt eine ganz andere Renndynamik und Taktik“, erklärt Möllers die im Vergleich zum Vorjahr geänderten Bedingungen.
Starker Start
Der Startschuss fiel und Jannik Hoffmann ging ins Rennen. Er zeigte starke Leistung zum Auftakt. Als er als Sechster zum Wechsel kam, entlockte die Leistung seinen Mitstreiter*innen Freudensprünge. „Das gab mir gleich noch mehr Motivation für mein Rennen, da es völlig unerwartet kam“, berichtet Juliane Möllers und fügt hinzu: „Leider musste ich im Laufen eine Athletin aus Köln ziehen lassen und übergab an siebter Position liegend. Doch Pablo und Simone bildeten ein starkes Schlusslicht und so reichte es am Ende für Platz acht.“ – Eine Platzierung, mit der die Mittelfranken sehr zufrieden sind. „Das lag weit über unseren Erwartungen.“ Ein Dank an die Team Sponsoren (Puma und die Fahrradecke), schließt Juliane Möllers gleich noch an.
Nach der Bayerischen Meisterschaft im Sprint in Erding geht es am 26. Juni auch für die Elite-Athletinnen und Athleten über die Distanz von 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen um die Meisterwürde. In diesem Jahr werden erneut beim Traditionsrennen in Trebgast die Schnellsten der Schnellen gesucht. Zuschauen lohnt sich.
Taktik und Tempo
Denn das Rennen der Elite wird, im Gegensatz zu den Altersklassenrennen, mit Windschattenfreigabe durchgeführt. Die Möglichkeit, wie im Radsport im Pulk zu fahren, bringt zusätzliche Dynamik und eine taktische Komponente in das Wettkampfgeschehen. Wer schafft nach dem Schwimmen den Sprung in die Führungsgruppe? Funktioniert eine Gruppe gut, sodass die Verfolger keine Chance haben, oder sie an die vorhergehende Gruppe Anschluss finden kann? Wer kann wertvolle Kräfte schonen, um beim abschließenden Lauf das entscheidende Quäntchen Energie für den Schlussspurt zu haben?
Die Teilnehmenden der BM starten in einer separaten Startwelle mit den Sportlern der Regionalliga vor dem Breitensportwettkampf. Los geht es traditionell am Trebgaster Badesee. Die zehn Kilometer lange Radstrecke führt in einem mehrmals zu durchfahrenden Rundkurs über Lindau und Waldau zurück an das Naherholungsgebiet. Von dort aus geht es in den Laufschuhen um den See.
Weitere Meisterschafts-Rennen
Benedikt Deichsel, der Organisator des Rennens freut sich bereits auf ein spannendes Renngeschehen und das vielfältige Wettkampfprogramm: „Wir freuen uns sehr darüber, die Bayerischen Meisterschaften bei unserem Triathlon in Trebgast zu Gast zu haben. Darüber hinaus heißen wir auch die Deutsche Meisterschaft der Justiz und die Deutsche Meisterschaft der Gehörlosen Willkommen.“ Hiermit einen Beitrag zur Inklusion im Triathlonsport leisten zu können ist den Organisatoren sehr wichtig.
Neben den Landesmeisterschaften macht zudem auch die 2. Bundesliga Süd in Trebgast halt, um Punkte für die Ligawertung zu sammeln. Auch hier werden spannende Zweikämpfe und ein schnelles Rennen um die Podiumsplätze erwartet.
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/Trebgast-Damen-scaled.jpg17072560Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2022-06-20 00:24:002022-06-15 16:36:35Meisterschaften en Masse beim Triathlon in Trebgast – Elite sucht die Schnellsten auf der Sprintdistanz
Am 10. Juli 2022 von 9 Uhr bis 17 Uhr, mitten in der Wettkampf-Saison, laden wir zu einer Kampfrichter-Ausbildung ein.
Wir sprechen Interessierte aus den bayerischen Vereinen an, die bereits Wettkampferfahrung haben, sei es als Athlet*in oder als Veranstalter*in, oder die unseren schönen Sport aus einem anderen Blickwinkel kennenlernen wollen. Kampfrichter*innen sorgen im Verlauf eines Wettbewerbs für die Sicherheit und Fairness unter den Teilnehmer*innen.
In dem eintägigen Workshop vermitteln wir euch das nötige Knowhow, um mit dem gebotenen Augenmaß auf das Einhalten der Spielregeln achten zu können.
Meldet Euch beim Kampfrichter-Obmann des Bezirks Oberbayern kro-obb@triathlonbayern.de oder bei Eurem Verein. Hier bekommt ihr alle Details.
Gerade erst konnte Para-Triathlet Martin Schulz seinen zehnten EM Titel in Folge feiern, nun kündigt sich der 32-jährige zweifache Olympiasieger zum Memmert Rothsee Triathlon an.
Para-Triathlon ist der Teil des Triathlons, in dem Menschen mit Behinderung in verschiedenen Wertungsklassen teilnehmen. Im Fall von Martin Schulz nennt sich die Klasse „PT4 – moderate Beeinträchtigung“. Das bedeutet, dass er eine unterstützende Vorrichtung am Rad nutzen kann, ansonsten aber keine weiteren Hilfsmittel. Martin Schulz fehlt seit Geburt der linke Unterarm. Schon mit sechs kam er zum Schwimmsport, später entwickelte er sich im Triathlon zum Ausnahmesportler und sammelt seither Welt- und Europameistertitel ebenso wie Olympia und zahlreiche weitere Medaillen.
Zu erwarten ist, dass der Sport- und Fitnesskaufmann unter den schnellsten Sportlern der Kurzdistanz aus dem Wasser kommt und auch in der Folge ganz vorne mitmischt. „Ich wollte unbedingt an diesem Wochenende ein Rennen machen. Der Triathlon am Rothsee ist ja sehr bekannt und meistens ist die Konkurrenz dort auch sehr gut, was mir wichtig war. Ich finde die Gegend und den Rothsee sehr schön und die Anreise aus Leipzig ist nicht zu weit!,“ begründet er die Entscheidung.
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/Martin-Schulz-Pitch-This-GmbH-e1654866456229.jpeg499680Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2022-06-12 07:26:002022-06-10 15:09:11Para-Triathlon Weltmeister Martin Schulz startet am Memmert Rothsee Triathlon
Die 27. Auflage des Stadttriathlon Erding erwartet Sportler*innen am Sonntag, den 19. Juni 2022. Das Rennen in Oberbayern ist Magnet für Nachwuchssportler*innen ebenso wie für Einsteiger*innen und Ambitionierte. Denn neben den Kinderrennen gibt es eine Volksdistanz, eine Olympische Distanz (1,5 km/ 40 km/ 10 km) und die Bayerischen Altersklassen-Meisterschaften über die Sprintdistanz.
Das Naherholungsgebiet Erding Nord und der Kronthaler Weiher sind Ausgangspunkt für die Wettkämpfe. Eine rasante Wendepunktstrecke wartet in der zweiten Disziplin auf die Startenden, bevor die Laufstrecke hinein in die Innenstadt führt, wo zweifelsohne mit dem belebten Ziel-Areal das Highlight des Tages wartet.
„In diesem Jahr haben wir ein weiteres besonderes Highlight für unsere Athleten, denn sie dürfen das Schwedenlager durchlaufen. Rund alle fünf Jahre spielt die Laienspielgruppe Altenerding den Überfall der Schweden in Erding anno 1642 nach – mitten auf unserer Laufstrecke. Also mussten wir flexibel sein, was für die Läufer letztendlich zu einem einmaligen Erlebnis werden dürfte,“ kündigt Jürgen Feyerabend-Syré, Gesamtkoordinator des Rennens, an.
Anpassung der Strecke für Bayerische Meisterschaft
„Neu ist, dass wir für die Bayerischen Meisterschaften auf der Sprintdistanz die Schwimmstrecke auf 750 Meter verlängert haben. Das ist eine klare Abgrenzung zur Volksdistanz mit 400 Metern und somit eine größere Herausforderung an die Athleten*innen!,“ sagt Martin Schönfelder, Ressortleiter Wechselzone und Teil der Hauptorganisation.
Egal, ob in der BM-Wertung oder nicht, unter allen Finishern wird einer der begehrten Startplätze beim Inferno-Triathlon verlost, denn der Stadttriathlon Erding und Inferno Triathlon Mürren (www.inferno.ch) gehen seit 2018 gemeinsame Wege. „Wir freuen uns sehr, dass uns mit dem Inferno Triathlon in der Schweiz eine dauerhafte Partnerschaft verbindet und wir auch in diesem Jahr einen Gaststarter des Schweizer Triathlons im August zum Warm-up bei uns in Erding beim Stadttriathlon begrüßen können,“ sagt Sirko Papperitz, Geschäftsführer der Trisport Erding Event GmbH.
Nur zwei Para-Triathlet*innen fanden ihren Weg zu den Bayerischen Meisterschaften Para-Triathlon im Rahmen des REGIOMED Main Triathlon im Kommunen-Dreieck Altenkunstadt, Burgkunstadt, Weismain. Und doch war das Rennen ein voller Erfolg. Denn die beiden Teilnehmenden erreichten die Ziellinie des Wettkampfes sichtlich begeistert und zeigten eindrucksvoll, dass Triathlon eine Sportart ist, die sich mit (fast) jeder Voraussetzung meistern lässt. Andererseits finishten gemeinsam mit den beiden BM-Teilnehmenden rund 160 weitere Sportler*innen.
Auszeichnung von Helmut Dorsch für seine Verdienste am Triathlonsport
Dass die Veranstaltung nach durchaus schweren und unsicheren Jahren noch existiert, dass gerade ein solch kleines Rennen reizvoll ist und dass dort auch Wertungen zu finden sind, die sonst selten angeboten werden, dafür ist Veranstalter Helmut Dorsch federführend verantwortlich. Dafür und für viele weitere positive Momente im Triathlonsport in Bayern und im Leben von (angehenden) Sportler*innen.
Eine der herausragenden Qualitäten Helmut Dorschs, so BTV-Präsident Gerd Rucker bei der Auszeichnung, sei seine Fähigkeit Menschen – Sportler*innen, Helfer*innen, Interessierte – zu motivieren. Triathlon Urgestein Gerhard Müller hatte extra zum Anlass sein umfangreiches Archiv durchsucht und hatte das Finisher–Shirt, die Ergebnislisten und einen Zeitungsartikel der allerersten Auflage der Veranstaltung dabei.
Die Ehrung, die Übergabe des Präsentkorbs und das Umhängen der Medaille nahm Helmut Dorsch gerührt und nahezu sprachlos entgegen. „Die Goldmedaille gebührt nicht mir, sondern genauso all denjenigen, die sich schon seit Jahren mit einsetzen und mich unterstützen“, gibt er die Auszeichnung auch an seine Mitstreiter*innen weiter.
Chris Kolbeck Bayerischer Meister
Doch zurück zu denen, die an dem Tag sportliche Höchstleistung vollbrachten: Den Titel über die Distanz von 200m Schwimmen, 20km Radfahren und sieben Kilometer Laufen sicherte sich Chris Kohlbeck vom TV Burglengenfeld in 1:36:36. Neben ihm war Para-Sportlerin Susanne Böhme (PS Karlsruhe Triathlon) am Start, die in 2:07:20 finishte.
Das Kurzdistanz-Rennen gewannen Anna-Lena Klee (TSV Mellrichstadt) und Tom Hug (SV Bayreuth). Den ersten Platz im Jedermann Rennen holten Luna Sommerfeld als eine der jüngsten Teilnehmerinnen und Patrick Kilian (Tristar Regensburg) .
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/Regiomed-Tria-2022_S645302-scaled.jpg17072560Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2022-06-07 12:00:542022-06-08 07:39:06Bayerische Meisterschaft Para-Triathlon: Triathlon ist für alle; Helmut Dorsch für Engagement geehrt
„Hauptsache Spaß an der Bewegung!“ Hanna Kraus kümmert sich im Bayerischen Triathlon-Verband um Angebote für den Nachwuchs, die Jede*n zum Mitmachen motivieren. Egal, ob in Vereinen, am BSP Nürnberg oder zu besonderen Anlässen. Einer dieser Anlässe ist der Challenge Roth am ersten Juli-Wochenende. Schon am Freitag zuvor bieten die Trainerin und ihr Team am Rothsee ein Schnupper-Triathlon-Training an. Es wird in spielerischer Form geschwommen und gelaufen. „Jede*r der sicher schwimmen kann, ist eingeladen!,“ sagt sie. Das Training ist kostenfrei und ohne Anmeldung wahrnehmbar.
Du schwimmst sicher, läufst gerne und bist am Challenge-Wochenende vor Ort? Dann haben wir was für Dich!
Am Freitag, den 1. Juli bieten wir dir zwei Stunden voller Action und Spaß am Rothsee. Auf Dich wartet eine Kombination aus Schwimm und Lauftraining mit abwechslungsreichen Technik-, Taktik- und Spielformen in den Disziplinen Schwimmen und Laufen.
Ort: Segelzentrum am großen Rothsee vor der Station der Wasserwacht
Uhrzeit: 16:00 bis 18:30 Uhr
Alter: 9 – 14 Jahre
Material: Schwimm- und Laufbekleidung (ggf. Einteiler), Badekappe, Schwimmbrille, Laufschuhe
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/Nachwuchscamp-Training-c-Chris-Gawens.jpg5631000Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2022-06-02 05:47:142022-06-07 12:04:24Mitmach-Angebot für Kinder und Jugendliche am Challenge-Wochenende
Triathlon ist eine Freiluftsportart. Dies mussten viele der 2.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Triathlon Ingolstadt gestern am eigenen Leib erfahren. Eiskalter Regen und kühler Wind sorgte vor allem auf der Mitteldistanz über 1,9 km Schwimmen, 80 km Radfahren und 20,9 km Laufen für extreme Bedingungen. Am besten damit zurechtkamen die Zirndorferin Lena Gottwald (4:03:45 Stunden) und der Hallenser Wilhelm Hirsch (3:30:18 Stunden), die sich die Gesamtsiege und die Deutschen Meistertitel in der Eliteklasse sicherten.
„Ich habe nur gefroren und wollte fast schon aufgeben“
Lena Gottwald machte ihren Sieg im Alleingang perfekt. Die Zirndorferin startete wie die am Ende zweitplatzierte Ungarin Anna Weinhardt aus der zweiten Startgruppe und hatte mit einem starken Schwimmen den fünfminütigen Startrückstand auf die aus der ersten Gruppe startenden Mitfavoritinnen Magda Nieuwoudt (Südafrika) und der Frankfurterin Laura Chacon Biebach fast wettgemacht. Im Halbmarathon blieb Gottwald nach einem wegen der Kälte sehr langsamen Wechsel am Drücker und lief so zum Sieg und DM-Titel. Hinter Weinhardt sicherte sich Laura Chacon Biebach den dritten Platz und Rang zwei in der DM-Elitewertung. Nieuwoudt verpasste als Vierte mit nur sechs Sekunden Rückstand ganz knapp das Podium.
„Es war superhart heute. Ich habe nie gewusst, wo ich liege, denn bei dem Regen auf der Radstrecke hat man gar nicht mehr gesehen, ob dir da Männer oder Frauen entgegenkommen. Allerdings war ich auch mehr mit mir selbst beschäftigt. Auf dem Rad habe ich nur gefroren und wollte fast schon aufgeben. Beim Wechsel hatte ich riesengroße Probleme, da ich den Helm nicht aufbekam und auch nicht richtig in die Schuhe schlüpfen konnte. Nach vier Kilometern bin ich langsam aufgetaut und dann ging es eigentlich richtig gut. Ich bin dann einfach mein Tempo nach Hause gelaufen“, resümierte Lena Gottwald nach dem Rennen und ergänzt: „Dass es für mich sogar zum Titel gereicht hat freut mich umso mehr und ich schöpfe daraus enorm viel Motivation und freue mich auf die kommenden Rennen. Saisoneinstieg geglückt!“
Lena Gottwald im Ziel.
Wilhelm Hirsch kam bereits als Führender aus dem Ingolstädter Baggersee, bevor er bei einsetzendem Regen bald Gesellschaft von Thomas Ott aus Gemünden bekam. Ott ging anschließend mit knappem Vorsprung auf die Laufstrecke. Doch dahinter lauerten schon Hirsch und auch der Bayreuther Finn Große-Freese (2./3:31:57), die auf der zweiten Laufrunde noch an Ott vorbeizogen (3:32:27). „Das Schwimmen war noch das Wärmste heute. Ich kam gut aus dem Wasser. Als dann der Regen einsetzte, konnte ich meine Wattwerte nicht mehr halten und habe dann bewusst etwas rausgenommen. Beim zweiten Wechsel bekam ich wegen der Kälte die Laufschuhe nicht an. Nach ein paar Kilometern war ich dann aber warm und ich konnte die Pace bis zur Finishline richtig hochhalten“, so Wilhelm Hirsch im Ziel.
Bayerische AK-Erfolge
Aufgrund des zum Beginn des Radfahrens einsetzenden starken Regens, fiel die Lufttemperatur innerhalb kürzester Zeit unter die 10 Grad-Marke. Viele Athletinnen und Athleten hatten die äußerst kühlen Witterungsbedingungen leider unterschätzt und mussten das Rennen unterkühlt und entkräftet aufgeben. Dennoch erkämpften sich zahlreiche bayerische Athletinnen und Athleten Erfolge in ihren Altersklassen. DM-Titel gingen an Eva Schien (Tristar Regensbug, AK20), Birte Rahmsdorf (SCW München Triathlon, AK35), Matthias Ewender (SC 53 Landshut, AK40), Kerstin Hagerer (CIS Amberg, AK45) Tom Weikert (VfL Kaufering Triathlon, AK45), Hanno Nüsslein (TSV Chieming Triathlon, AK50) und Christiane Göttner (TuS Fürstenfeldbruck e.V., AK70).
Thomas Ott auf der Radstrecke
Sonne im Ziel für die Finisher auf der Olympischen und Sprintdistanz
Bei der später gestarteten Olympischen Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10,6 km Laufen) besserte sich das Wetter wieder und so konnten dort nahezu alle gestarteten Athletinnen und Athleten den Jubel an der Finishline genießen. Den Sieg sicherte sich Lokalmatador Andreas Wittmann (2:01:00) vom TSV Gaimersheim, der sich knapp vor den beiden Göppersdorfern Jonas (2:01:22) und Lukas Stengel (2:02:17) durchsetzte. Bei den Frauen ging der Sieg an Katja Schneider (2:21:37/Spiridon Frankfurt), gefolgt von Claudia Mai (2:22:51/CIS Amberg) und Anne Kirsten (2:28:25/Böhnlein Sports Bamberg).
Eine Sekundenentscheidung gab es bei den Männern auf der Sprintdistanz (0,75 km Schwimmen, 20 km Radfahren, 4,6 km Laufen). Der Kleinostheimer Tobias Erbacher holte sich Dank der besten Laufzeit in 58:17 min den Sieg vor dem Rother Elias Knoll (58:32) und Claudio Schanze (58:41) aus Erlangen. Absolut überlegen war hingegen Maja Gralki (LTC Wangen) unterwegs. Die Westallgäuerin gewann in 1:04:01 Stunden überlegen vor Kristina Kos (1:10:31/TSV Gaimersheim) und Birgit Nixdorf (1:10:39/ToNi-Bike) und konnte ihren Sieg sogar mit etwas Sonnenschein feiern.
Alle Ergebnisse des Audi Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL finden Sie hier.
Bayerische Erfolge der Altersklassen
AK20
2. Platz Herren: GROSSE-FREESE Finn (SV Bayreuth) 3. Platz Herren: OTT Thomas (ESV Gemünden)
1. Platz Damen: SCHIEN Eva (Tristar Regensburg e.V.)
AK25
1. Platz Damen: GOTTWALD Lena (TSV Zirndorf) 3. Platz Damen: BEICHE Conny (LifePark Max Ingolstadt)
AK30
2. Platz Herren: BRAEUTIGAM Tim (Spannrit Team TSG Kleinostheim)
AK35
2. Platz Herren: ZIMMERMANN David (Spannrit Team TSG Kleinostheim)
1. Platz Damen: RAHMSDORF Birte (SCW München Triathlon)
AK40
1. Platz Herren: EWENDER Matthias (SC 53 Landshut) 2. Platz Herren: STRZEZYK Peter (TG 48 Schweinfurt)
2. Platz Damen: HACKL Sonja (Tristar Regensburg
AK45
1. Platz Herren: WEIKERT Tom, VfL Kaufering Triathlon
1. Platz Damen: HAGERER Kerstin (CIS Amberg) 3. Platz Damen: REIDL Susi (TV Planegg Krailling)
AK50
1. Platz Herren: NÜßLEIN Hanno (TSV Chieming Triathlon)
AK55
2. Platz Herren: STILLER Frank (Team Baier Landshut e.V.) 3. Platz Herren: DIEPOLD Josef (SC-Delphin Ingolstadt)
AK65
2. Platz Herren: DITTMAR Volker (TV Fürth 1860) 3. Platz Herren: SCHUR Wolfgang (Geh-Punkt Weißenburg e.V.)
AK70
1. Platz Damen: GÖTTNER Christiane (TuS Fürstenfeldbruck e.V.)
Text: Triathlon Ingolstadt; Anpassungen: Christine Waitz; Fotos: Harald Eggebrecht
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/DM_MD_Elite_Top3-scaled.jpg17032560Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2022-05-30 15:20:122022-05-31 11:37:41Audi Triathlon Ingolstadt : Eisenharter Kampf gegen die Elemente
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Challenge Roth: Mit 73 Jahren erfolgreich ins Ziel
Breitensport, Sportentwicklung, VeranstaltungenDer Däne Magnus Ditlev überraschte alle beim Challenge Roth. Mit einer Zeit von 7:35:48 Stunden verpasste er Jan Frodenos Streckenrekord aus dem Jahr 2016 um gerade neun Sekunden. Frodeno selbst musste zu Beginn des Marathons verletzungsbedingt aussteigen. Zweiter wurde Titelverteidiger Patrick Lange in 7:44:52 Stunden, Rainaldo Colucci aus Brasilien blieb als Dritter mit 7:52:36 Stunden ebenfalls noch deutlich unter der Acht-Stunden-Marke. Das Frauenrennen konnte Weltmeisterin Anne Haug nach einer ambitionierten Aufholjagd für sich entscheiden, ihre Zeit: sensationelle 8:22:42 Stunden. Die über lange Zeit führende Britin Fenella Langridge wird am Ende verdiente Zweite, als Drittplatzierte überquert Judith Corachàn aus Spanien die Ziellinie im Rother Triathlon-Stadion.
Während an der Spitze um Rekordzeiten und Platzierungen gekämpft wurde, ging es im Feld oft um das erfolgreiche Finish. Rund 3.000 Einzelstarter*innen und 650 Staffeln probierten es zusammen mit 7.000 Helferinnen und Helfern. Zahlreiche bayerische Athletinnen und Athleten trotzten den warmen Temperaturen und konnten persönliche Erfolge feiern. Einer von ihnen: Konrad Puk (RSLC Holzkirchen, SV Grün-Weiß Holzkirchen). Mit 73 Jahren erreichte der Holzkirchener als zweitältester Teilnehmer nach 16:00:31 Stunden die Ziellinie.
„Es ist nie zu spät zu beginnen“
Glücklich, gesund und zufrieden stand Puk im Ziel und meinte: „Ich habe jeden Kilometer genossen!“ Im vollbesetzten Stadion bat man ihn auf das Podium, wo er motivierte: „Leute fangt an euch zu bewegen. Ich war mit 66 Jahren zum ersten Mal in Roth, heute habe ich zum sechsten Mal die Ziellinie hier erreicht. Es ist nie zu spät etwas zu tun und wer nicht anfängt, der hat schon verloren“.
Körperlich und mental war der Tag für den oberbayerischen Athleten natürlich trotz des glücklichen Finishs sehr anstrengend: „Ich hatte meine Höhen und Tiefen“, berichtet er. „Das Schwimmen lief ganz gut, bis die nächste Startwelle von hinten kam, derer noch viele folgen sollten. Immer wieder habe ich mir ruhigere Gewässer gesucht, um dem Getümmel zu entkommen. So war ich heil froh, als ich mit nur kleineren Blessuren wieder festen Boden unter den meinen Füßen hatte und nicht zu viel Kanalwasser verkostet hatte. Beim Radfahren habe ich mich nach Plan versorgt, mein Gel aus der Flasche und Wasser zur Kühlung des Körpers und zum Trinken. An jeder Station habe ich mir von den Helfern Flaschen reichen lassen. Damit kein Körperteil in der Aeroposition verkrampft, waren ein paar Lockerungsübungen sehr hilfreich. Richtig anstrengend waren die Berge, Gredinger Berg, Kränzleinsberg, Solarer Berg, wo mich immer ein phantastisches Publikum mit viel Begeisterung nach oben ‚gebrüllt‘ hat. Für mich war das Gänsehaut pur.“
Besondere Motivation am Streckenrand
Ein ganz besonderer (stiller) Motivator war Michel – einer von tausenden Zuschauern für Konrad Puk. „Er verkleidet sich als Clown mit einer Perücke in den französischen Farben. Jedes Jahr steht er an den gleichen Stellen in Roth und sorgt für Unterstützung und Stimmung. Zufällig hatte ich Michel zuvor bei der „Challenge Woman“ getroffen und mich bei ihm für die Unterstützung in den Vorjahren bedankt. Da erzählte er mir, dass er Marathonläufer war und jetzt 83 Jahre alt ist. Inzwischen weiß ich, dass „Michel on tour“ als „Spaßpräsident“ unterwegs ist und für soziale Projekte Spenden einsammelt. Ein toller Mensch, ein toller Franzose und es war mir eine sehr große Freude so einen Menschen und seine Energie zu spüren.“
Auf der Marathonstrecke ging es für Puk gut voran. „Die Veranstalter haben das alles mit den vielen freundlichen Helfern hervorragend aufbereitet,“ lobt er. „Ab und zu gab es auch ein kleines Schwätzchen, um mich bei den Helfern zu bedanken. Das hat meinen Puls beruhigt und mir neue Energie gegeben. Nach den ersten zehn Kilometern beim Laufen wusste ich, dass ich rechtzeitig ins Ziel kommen kann.“
Am Ende sprang sogar der Sieg in der AK 70 heraus. „Das erste und das letzte Mal“, sagt Puk und fügt schmunzelnd hinzu: „Ach ja, nächstes Jahr komme ich wieder nach Roth, dann in der Altersklasse 75.“
Fotos: Marathonfoto; Privat
Nürnberger Schülertriathlon an der Peter-Vischer-Schule am 27. Juli
SchulsportZum zweiten Mal organisiert das P-Seminar „Let’s TRI“ in diesem Jahr einen Schülertriathlon an der Peter-Vischer-Schule in Nürnberg. Am 27. Juli werden Schülerinnen und Schüler, die sich gerne ausprobieren und messen, mit kleinen Distanzen zum Triathlonmachen eingeladen.
Schwimmen gilt es im Becken des Westbads zu absolvieren, die Fahrradstrecke ist im angrenzenden Wiesengrund zu überwinden und eine die Laufstrecke ist entlang der Pegnitz zu meistern. Die Distanzen sind für Jede*n machbar und bewegen sich zwischen 50m Schwimmen, 4km Radfahren und 1km Laufen für die Jüngsten und 200m Schwimmen, 16km Radfahren und 4km Laufen für die Ältesten. Das Mindestalter zur Teilnahme ist 10 Jahre.
„Wir würden uns freuen, wenn am 27. Juli zahlreiche Jugendliche im Rahmen des Schulsports in den Triathlon hineinschnuppern würden“, sagt der Vizepräsident Leistungssport im BTV, Thomas Burger. Der Nürnberger unterstützt das Projekt aktiv und kümmert sich sogar um Wechselbeutel, die die Sportler*innen im Anschluss mit nach Hause nehmen dürfen.
Die Anmeldung zum Schülertriathlon ist noch möglich. Eingeladen sind Schülerinnen und Schüler jeden Alters (ab Jahrgang 2012) und jeder Schulform.
Hier geht es zum Anmeldeformular.
Bild: Peter-Vischer-Schule
Deutsche Meisterschaft Mixed Relay Berlin: Würzburg und Erlangen erfolgreich
VereineVier Mal 250 m Schwimmen, 5,2 km Radfahren, 1,7 km Laufen galt es bei den Deutschen Meisterschaften Mixed Relay in Berlin zu absolvieren. Zwei bayerische Mannschaften schickten dort ihre Besetzung in der Reihenfolge Mann, Frau, Mann, Frau in das Rennen: Der SV05 Würzburg mit Markus Klinder, Jule Resselberger, Manuel Lessing und Vera Nickel, sowie der TV 1848 Erlangen mit Jannik Hoffmann, Juliane Möllers, Pablo Warter Rubio und Simone Kraft. Es ging um nichts weniger als die Frage, wer das schnellste Team in Deutschland ist.
Kopf an Kopf der bayerischen Teams
Mit Rang sieben für die Würzburger und Rang acht für die Erlangener kamen beachtliche Ergebnisse zustande.
Als erster der Würzburger startete Markus Klinder, der auf Platz 10 an Jule Resselberger übergab. Seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter, Jule Resselberger, Manuel Lessing und Vera Nickel, konnten sich im Rennverlauf auf einen beachtlichen siebten Platz nach vorne arbeiten. „Eine starke Leistung der Vier!“, kommentiert der Verein auf seiner Website.
Chance für das Team aus Erlangen
„Über die Chance als Team aus der zweiten Triathlon Bundesliga wieder bei der Deutschen Mixed Team Relay im Rahmen der Finals teilnehmen zu dürfen, haben wir uns sehr gefreut,“ berichtet Juliane Möllers. „Im letzten Jahr war das Event ja leider sehr durch Corona Maßnahmen beschränkt. Dafür hat der Veranstalter dieses Jahr gleich doppelt einen draufgesetzt. Wir waren von dem Aufwand sehr begeistert: Der komplette Parkplatz vor dem olympischen Stadion war zu einem riesigen Triathlonschauplatz umfunktioniert. Überall waren an den Absperrungen Banner mit dem Logo der Finals und Sponsoren befestigt. Im Wechselbereich wurde eine riesige Tribüne aufgebaut. Auf dem selben Weg lag auch der lange blaue Teppich für den Zieleinlauf, direkt vor den olympischen Ringen des Stadions.“
Das Team aus Erlangen hatte in der Vorbereitung etwas Pech: Krankheit, Corona und eine Oberschenkelzerrung. Deswegen standen die Vier Sportler*innen unter dem Motto am Start: Hauptsache dabei sein, Spaß haben und die olympische Atmosphäre genießen. „Die geänderte Startreihenfolge, in der ein Mann startet und eine Frau ins Ziel läuft, bedingt eine ganz andere Renndynamik und Taktik“, erklärt Möllers die im Vergleich zum Vorjahr geänderten Bedingungen.
Starker Start
Der Startschuss fiel und Jannik Hoffmann ging ins Rennen. Er zeigte starke Leistung zum Auftakt. Als er als Sechster zum Wechsel kam, entlockte die Leistung seinen Mitstreiter*innen Freudensprünge. „Das gab mir gleich noch mehr Motivation für mein Rennen, da es völlig unerwartet kam“, berichtet Juliane Möllers und fügt hinzu: „Leider musste ich im Laufen eine Athletin aus Köln ziehen lassen und übergab an siebter Position liegend. Doch Pablo und Simone bildeten ein starkes Schlusslicht und so reichte es am Ende für Platz acht.“ – Eine Platzierung, mit der die Mittelfranken sehr zufrieden sind. „Das lag weit über unseren Erwartungen.“ Ein Dank an die Team Sponsoren (Puma und die Fahrradecke), schließt Juliane Möllers gleich noch an.
Fotos: Georg Schneider
Meisterschaften en Masse beim Triathlon in Trebgast – Elite sucht die Schnellsten auf der Sprintdistanz
VeranstaltungenNach der Bayerischen Meisterschaft im Sprint in Erding geht es am 26. Juni auch für die Elite-Athletinnen und Athleten über die Distanz von 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen um die Meisterwürde. In diesem Jahr werden erneut beim Traditionsrennen in Trebgast die Schnellsten der Schnellen gesucht. Zuschauen lohnt sich.
Taktik und Tempo
Denn das Rennen der Elite wird, im Gegensatz zu den Altersklassenrennen, mit Windschattenfreigabe durchgeführt. Die Möglichkeit, wie im Radsport im Pulk zu fahren, bringt zusätzliche Dynamik und eine taktische Komponente in das Wettkampfgeschehen. Wer schafft nach dem Schwimmen den Sprung in die Führungsgruppe? Funktioniert eine Gruppe gut, sodass die Verfolger keine Chance haben, oder sie an die vorhergehende Gruppe Anschluss finden kann? Wer kann wertvolle Kräfte schonen, um beim abschließenden Lauf das entscheidende Quäntchen Energie für den Schlussspurt zu haben?
Die Teilnehmenden der BM starten in einer separaten Startwelle mit den Sportlern der Regionalliga vor dem Breitensportwettkampf. Los geht es traditionell am Trebgaster Badesee. Die zehn Kilometer lange Radstrecke führt in einem mehrmals zu durchfahrenden Rundkurs über Lindau und Waldau zurück an das Naherholungsgebiet. Von dort aus geht es in den Laufschuhen um den See.
Weitere Meisterschafts-Rennen
Benedikt Deichsel, der Organisator des Rennens freut sich bereits auf ein spannendes Renngeschehen und das vielfältige Wettkampfprogramm: „Wir freuen uns sehr darüber, die Bayerischen Meisterschaften bei unserem Triathlon in Trebgast zu Gast zu haben. Darüber hinaus heißen wir auch die Deutsche Meisterschaft der Justiz und die Deutsche Meisterschaft der Gehörlosen Willkommen.“ Hiermit einen Beitrag zur Inklusion im Triathlonsport leisten zu können ist den Organisatoren sehr wichtig.
Neben den Landesmeisterschaften macht zudem auch die 2. Bundesliga Süd in Trebgast halt, um Punkte für die Ligawertung zu sammeln. Auch hier werden spannende Zweikämpfe und ein schnelles Rennen um die Podiumsplätze erwartet.
Fotos:
Neu-Ausbildung für Kampfrichter*innen
OberbayernAm 10. Juli 2022 von 9 Uhr bis 17 Uhr, mitten in der Wettkampf-Saison, laden wir zu einer Kampfrichter-Ausbildung ein.
Wir sprechen Interessierte aus den bayerischen Vereinen an, die bereits Wettkampferfahrung haben, sei es als Athlet*in oder als Veranstalter*in, oder die unseren schönen Sport aus einem anderen Blickwinkel kennenlernen wollen. Kampfrichter*innen sorgen im Verlauf eines Wettbewerbs für die Sicherheit und Fairness unter den Teilnehmer*innen.
In dem eintägigen Workshop vermitteln wir euch das nötige Knowhow, um mit dem gebotenen Augenmaß auf das Einhalten der Spielregeln achten zu können.
Meldet Euch beim Kampfrichter-Obmann des Bezirks Oberbayern kro-obb@triathlonbayern.de oder bei Eurem Verein. Hier bekommt ihr alle Details.
Para-Triathlon Weltmeister Martin Schulz startet am Memmert Rothsee Triathlon
Paratriathlon, VeranstaltungenGerade erst konnte Para-Triathlet Martin Schulz seinen zehnten EM Titel in Folge feiern, nun kündigt sich der 32-jährige zweifache Olympiasieger zum Memmert Rothsee Triathlon an.
Para-Triathlon ist der Teil des Triathlons, in dem Menschen mit Behinderung in verschiedenen Wertungsklassen teilnehmen. Im Fall von Martin Schulz nennt sich die Klasse „PT4 – moderate Beeinträchtigung“. Das bedeutet, dass er eine unterstützende Vorrichtung am Rad nutzen kann, ansonsten aber keine weiteren Hilfsmittel. Martin Schulz fehlt seit Geburt der linke Unterarm. Schon mit sechs kam er zum Schwimmsport, später entwickelte er sich im Triathlon zum Ausnahmesportler und sammelt seither Welt- und Europameistertitel ebenso wie Olympia und zahlreiche weitere Medaillen.
Zu erwarten ist, dass der Sport- und Fitnesskaufmann unter den schnellsten Sportlern der Kurzdistanz aus dem Wasser kommt und auch in der Folge ganz vorne mitmischt. „Ich wollte unbedingt an diesem Wochenende ein Rennen machen. Der Triathlon am Rothsee ist ja sehr bekannt und meistens ist die Konkurrenz dort auch sehr gut, was mir wichtig war. Ich finde die Gegend und den Rothsee sehr schön und die Anreise aus Leipzig ist nicht zu weit!,“ begründet er die Entscheidung.
Foto: Pitch This GmbH
Bayerische Meisterschaft Sprint der Altersklassen in Erding
VeranstaltungenDie 27. Auflage des Stadttriathlon Erding erwartet Sportler*innen am Sonntag, den 19. Juni 2022. Das Rennen in Oberbayern ist Magnet für Nachwuchssportler*innen ebenso wie für Einsteiger*innen und Ambitionierte. Denn neben den Kinderrennen gibt es eine Volksdistanz, eine Olympische Distanz (1,5 km/ 40 km/ 10 km) und die Bayerischen Altersklassen-Meisterschaften über die Sprintdistanz.
Das Naherholungsgebiet Erding Nord und der Kronthaler Weiher sind Ausgangspunkt für die Wettkämpfe. Eine rasante Wendepunktstrecke wartet in der zweiten Disziplin auf die Startenden, bevor die Laufstrecke hinein in die Innenstadt führt, wo zweifelsohne mit dem belebten Ziel-Areal das Highlight des Tages wartet.
„In diesem Jahr haben wir ein weiteres besonderes Highlight für unsere Athleten, denn sie dürfen das Schwedenlager durchlaufen. Rund alle fünf Jahre spielt die Laienspielgruppe Altenerding den Überfall der Schweden in Erding anno 1642 nach – mitten auf unserer Laufstrecke. Also mussten wir flexibel sein, was für die Läufer letztendlich zu einem einmaligen Erlebnis werden dürfte,“ kündigt Jürgen Feyerabend-Syré, Gesamtkoordinator des Rennens, an.
Anpassung der Strecke für Bayerische Meisterschaft
„Neu ist, dass wir für die Bayerischen Meisterschaften auf der Sprintdistanz die Schwimmstrecke auf 750 Meter verlängert haben. Das ist eine klare Abgrenzung zur Volksdistanz mit 400 Metern und somit eine größere Herausforderung an die Athleten*innen!,“ sagt Martin Schönfelder, Ressortleiter Wechselzone und Teil der Hauptorganisation.
Egal, ob in der BM-Wertung oder nicht, unter allen Finishern wird einer der begehrten Startplätze beim Inferno-Triathlon verlost, denn der Stadttriathlon Erding und Inferno Triathlon Mürren (www.inferno.ch) gehen seit 2018 gemeinsame Wege. „Wir freuen uns sehr, dass uns mit dem Inferno Triathlon in der Schweiz eine dauerhafte Partnerschaft verbindet und wir auch in diesem Jahr einen Gaststarter des Schweizer Triathlons im August zum Warm-up bei uns in Erding beim Stadttriathlon begrüßen können,“ sagt Sirko Papperitz, Geschäftsführer der Trisport Erding Event GmbH.
Die Anmeldung ist noch bis 12. Juni hier möglich.
Foto: Fotografie Riedel
Bayerische Meisterschaft Para-Triathlon: Triathlon ist für alle; Helmut Dorsch für Engagement geehrt
Paratriathlon, VeranstaltungenNur zwei Para-Triathlet*innen fanden ihren Weg zu den Bayerischen Meisterschaften Para-Triathlon im Rahmen des REGIOMED Main Triathlon im Kommunen-Dreieck Altenkunstadt, Burgkunstadt, Weismain. Und doch war das Rennen ein voller Erfolg. Denn die beiden Teilnehmenden erreichten die Ziellinie des Wettkampfes sichtlich begeistert und zeigten eindrucksvoll, dass Triathlon eine Sportart ist, die sich mit (fast) jeder Voraussetzung meistern lässt. Andererseits finishten gemeinsam mit den beiden BM-Teilnehmenden rund 160 weitere Sportler*innen.
Auszeichnung von Helmut Dorsch für seine Verdienste am Triathlonsport
Dass die Veranstaltung nach durchaus schweren und unsicheren Jahren noch existiert, dass gerade ein solch kleines Rennen reizvoll ist und dass dort auch Wertungen zu finden sind, die sonst selten angeboten werden, dafür ist Veranstalter Helmut Dorsch federführend verantwortlich. Dafür und für viele weitere positive Momente im Triathlonsport in Bayern und im Leben von (angehenden) Sportler*innen.
Eine der herausragenden Qualitäten Helmut Dorschs, so BTV-Präsident Gerd Rucker bei der Auszeichnung, sei seine Fähigkeit Menschen – Sportler*innen, Helfer*innen, Interessierte – zu motivieren. Triathlon Urgestein Gerhard Müller hatte extra zum Anlass sein umfangreiches Archiv durchsucht und hatte das Finisher–Shirt, die Ergebnislisten und einen Zeitungsartikel der allerersten Auflage der Veranstaltung dabei.
Die Ehrung, die Übergabe des Präsentkorbs und das Umhängen der Medaille nahm Helmut Dorsch gerührt und nahezu sprachlos entgegen. „Die Goldmedaille gebührt nicht mir, sondern genauso all denjenigen, die sich schon seit Jahren mit einsetzen und mich unterstützen“, gibt er die Auszeichnung auch an seine Mitstreiter*innen weiter.
Chris Kolbeck Bayerischer Meister
Doch zurück zu denen, die an dem Tag sportliche Höchstleistung vollbrachten: Den Titel über die Distanz von 200m Schwimmen, 20km Radfahren und sieben Kilometer Laufen sicherte sich Chris Kohlbeck vom TV Burglengenfeld in 1:36:36. Neben ihm war Para-Sportlerin Susanne Böhme (PS Karlsruhe Triathlon) am Start, die in 2:07:20 finishte.
Das Kurzdistanz-Rennen gewannen Anna-Lena Klee (TSV Mellrichstadt) und Tom Hug (SV Bayreuth). Den ersten Platz im Jedermann Rennen holten Luna Sommerfeld als eine der jüngsten Teilnehmerinnen und Patrick Kilian (Tristar Regensburg) .
Alle Ergebnisse des Rennens finden Sie hier.
Fotos: Stefan Leidenberger
Mitmach-Angebot für Kinder und Jugendliche am Challenge-Wochenende
Jugendsport„Hauptsache Spaß an der Bewegung!“ Hanna Kraus kümmert sich im Bayerischen Triathlon-Verband um Angebote für den Nachwuchs, die Jede*n zum Mitmachen motivieren. Egal, ob in Vereinen, am BSP Nürnberg oder zu besonderen Anlässen. Einer dieser Anlässe ist der Challenge Roth am ersten Juli-Wochenende. Schon am Freitag zuvor bieten die Trainerin und ihr Team am Rothsee ein Schnupper-Triathlon-Training an. Es wird in spielerischer Form geschwommen und gelaufen. „Jede*r der sicher schwimmen kann, ist eingeladen!,“ sagt sie. Das Training ist kostenfrei und ohne Anmeldung wahrnehmbar.
Du schwimmst sicher, läufst gerne und bist am Challenge-Wochenende vor Ort? Dann haben wir was für Dich!
Am Freitag, den 1. Juli bieten wir dir zwei Stunden voller Action und Spaß am Rothsee. Auf Dich wartet eine Kombination aus Schwimm und Lauftraining mit abwechslungsreichen Technik-, Taktik- und Spielformen in den Disziplinen Schwimmen und Laufen.
Fragen beantwortet Hanna Kraus unter coachthecoach@triathlonbayern.de
Hier gibt es den Flyer zum Download.
Audi Triathlon Ingolstadt : Eisenharter Kampf gegen die Elemente
BreitensportTriathlon ist eine Freiluftsportart. Dies mussten viele der 2.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Triathlon Ingolstadt gestern am eigenen Leib erfahren. Eiskalter Regen und kühler Wind sorgte vor allem auf der Mitteldistanz über 1,9 km Schwimmen, 80 km Radfahren und 20,9 km Laufen für extreme Bedingungen. Am besten damit zurechtkamen die Zirndorferin Lena Gottwald (4:03:45 Stunden) und der Hallenser Wilhelm Hirsch (3:30:18 Stunden), die sich die Gesamtsiege und die Deutschen Meistertitel in der Eliteklasse sicherten.
„Ich habe nur gefroren und wollte fast schon aufgeben“
Lena Gottwald machte ihren Sieg im Alleingang perfekt. Die Zirndorferin startete wie die am Ende zweitplatzierte Ungarin Anna Weinhardt aus der zweiten Startgruppe und hatte mit einem starken Schwimmen den fünfminütigen Startrückstand auf die aus der ersten Gruppe startenden Mitfavoritinnen Magda Nieuwoudt (Südafrika) und der Frankfurterin Laura Chacon Biebach fast wettgemacht. Im Halbmarathon blieb Gottwald nach einem wegen der Kälte sehr langsamen Wechsel am Drücker und lief so zum Sieg und DM-Titel. Hinter Weinhardt sicherte sich Laura Chacon Biebach den dritten Platz und Rang zwei in der DM-Elitewertung. Nieuwoudt verpasste als Vierte mit nur sechs Sekunden Rückstand ganz knapp das Podium.
„Es war superhart heute. Ich habe nie gewusst, wo ich liege, denn bei dem Regen auf der Radstrecke hat man gar nicht mehr gesehen, ob dir da Männer oder Frauen entgegenkommen. Allerdings war ich auch mehr mit mir selbst beschäftigt. Auf dem Rad habe ich nur gefroren und wollte fast schon aufgeben. Beim Wechsel hatte ich riesengroße Probleme, da ich den Helm nicht aufbekam und auch nicht richtig in die Schuhe schlüpfen konnte. Nach vier Kilometern bin ich langsam aufgetaut und dann ging es eigentlich richtig gut. Ich bin dann einfach mein Tempo nach Hause gelaufen“, resümierte Lena Gottwald nach dem Rennen und ergänzt: „Dass es für mich sogar zum Titel gereicht hat freut mich umso mehr und ich schöpfe daraus enorm viel Motivation und freue mich auf die kommenden Rennen. Saisoneinstieg geglückt!“
Wilhelm Hirsch kam bereits als Führender aus dem Ingolstädter Baggersee, bevor er bei einsetzendem Regen bald Gesellschaft von Thomas Ott aus Gemünden bekam. Ott ging anschließend mit knappem Vorsprung auf die Laufstrecke. Doch dahinter lauerten schon Hirsch und auch der Bayreuther Finn Große-Freese (2./3:31:57), die auf der zweiten Laufrunde noch an Ott vorbeizogen (3:32:27). „Das Schwimmen war noch das Wärmste heute. Ich kam gut aus dem Wasser. Als dann der Regen einsetzte, konnte ich meine Wattwerte nicht mehr halten und habe dann bewusst etwas rausgenommen. Beim zweiten Wechsel bekam ich wegen der Kälte die Laufschuhe nicht an. Nach ein paar Kilometern war ich dann aber warm und ich konnte die Pace bis zur Finishline richtig hochhalten“, so Wilhelm Hirsch im Ziel.
Bayerische AK-Erfolge
Aufgrund des zum Beginn des Radfahrens einsetzenden starken Regens, fiel die Lufttemperatur innerhalb kürzester Zeit unter die 10 Grad-Marke. Viele Athletinnen und Athleten hatten die äußerst kühlen Witterungsbedingungen leider unterschätzt und mussten das Rennen unterkühlt und entkräftet aufgeben. Dennoch erkämpften sich zahlreiche bayerische Athletinnen und Athleten Erfolge in ihren Altersklassen. DM-Titel gingen an Eva Schien (Tristar Regensbug, AK20), Birte Rahmsdorf (SCW München Triathlon, AK35), Matthias Ewender (SC 53 Landshut, AK40), Kerstin Hagerer (CIS Amberg, AK45) Tom Weikert (VfL Kaufering Triathlon, AK45), Hanno Nüsslein (TSV Chieming Triathlon, AK50) und Christiane Göttner (TuS Fürstenfeldbruck e.V., AK70).
Sonne im Ziel für die Finisher auf der Olympischen und Sprintdistanz
Bei der später gestarteten Olympischen Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10,6 km Laufen) besserte sich das Wetter wieder und so konnten dort nahezu alle gestarteten Athletinnen und Athleten den Jubel an der Finishline genießen. Den Sieg sicherte sich Lokalmatador Andreas Wittmann (2:01:00) vom TSV Gaimersheim, der sich knapp vor den beiden Göppersdorfern Jonas (2:01:22) und Lukas Stengel (2:02:17) durchsetzte. Bei den Frauen ging der Sieg an Katja Schneider (2:21:37/Spiridon Frankfurt), gefolgt von Claudia Mai (2:22:51/CIS Amberg) und Anne Kirsten (2:28:25/Böhnlein Sports Bamberg).
Eine Sekundenentscheidung gab es bei den Männern auf der Sprintdistanz (0,75 km Schwimmen, 20 km Radfahren, 4,6 km Laufen). Der Kleinostheimer Tobias Erbacher holte sich Dank der besten Laufzeit in 58:17 min den Sieg vor dem Rother Elias Knoll (58:32) und Claudio Schanze (58:41) aus Erlangen. Absolut überlegen war hingegen Maja Gralki (LTC Wangen) unterwegs. Die Westallgäuerin gewann in 1:04:01 Stunden überlegen vor Kristina Kos (1:10:31/TSV Gaimersheim) und Birgit Nixdorf (1:10:39/ToNi-Bike) und konnte ihren Sieg sogar mit etwas Sonnenschein feiern.
Alle Ergebnisse des Audi Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL finden Sie hier.
Bayerische Erfolge der Altersklassen
AK20
2. Platz Herren: GROSSE-FREESE Finn (SV Bayreuth)
3. Platz Herren: OTT Thomas (ESV Gemünden)
1. Platz Damen: SCHIEN Eva (Tristar Regensburg e.V.)
AK25
1. Platz Damen: GOTTWALD Lena (TSV Zirndorf)
3. Platz Damen: BEICHE Conny (LifePark Max Ingolstadt)
AK30
2. Platz Herren: BRAEUTIGAM Tim (Spannrit Team TSG Kleinostheim)
AK35
2. Platz Herren: ZIMMERMANN David (Spannrit Team TSG Kleinostheim)
1. Platz Damen: RAHMSDORF Birte (SCW München Triathlon)
AK40
1. Platz Herren: EWENDER Matthias (SC 53 Landshut)
2. Platz Herren: STRZEZYK Peter (TG 48 Schweinfurt)
2. Platz Damen: HACKL Sonja (Tristar Regensburg
AK45
1. Platz Herren: WEIKERT Tom, VfL Kaufering Triathlon
1. Platz Damen: HAGERER Kerstin (CIS Amberg)
3. Platz Damen: REIDL Susi (TV Planegg Krailling)
AK50
1. Platz Herren: NÜßLEIN Hanno (TSV Chieming Triathlon)
AK55
2. Platz Herren: STILLER Frank (Team Baier Landshut e.V.)
3. Platz Herren: DIEPOLD Josef (SC-Delphin Ingolstadt)
AK65
2. Platz Herren: DITTMAR Volker (TV Fürth 1860)
3. Platz Herren: SCHUR Wolfgang (Geh-Punkt Weißenburg e.V.)
AK70
1. Platz Damen: GÖTTNER Christiane (TuS Fürstenfeldbruck e.V.)
Text: Triathlon Ingolstadt; Anpassungen: Christine Waitz; Fotos: Harald Eggebrecht