Leistungssport und Talentförderung ist ein wichtiger Teil der Arbeit im Bayerischen Triathlon-Verband e.V. Der BTV unterhält zudem in Nürnberg einen Bundesstützpunkt Triathlon.

Alle ambitionierten Sportler*innen dürfen sich den Termin für den nächsten Kadertest vormerken. Dieser findet am 9. Oktober in Nürnberg im Langwasserbad und an der Bertolt-Brecht-Schule statt.

Bereits in der Woche darauf ist am 16. Oktober ein Qualifikanten-Trainingstag als zusätzliche Sichtungsmaßnahme ebenfalls in Nürnberg geplant.

Alle Informationen rund um den Test und Antworten auf die Frage, wie Du Dich für den Kader qualifizieren kannst, findest Du hier.

Hier geht es direkt zur Anmeldung.

Foto: Tom Mayer

„Es war wieder ein spektakuläres Event“, bei dieser Einordnung der Super League, die am Wochenende in München stattfand, sind sich alle Beteiligten einig. Für Triathlon-Bayern gab es ganz unterschiedliche Berührungspunkte: Als Kampfrichter*in, als Teilnehmer*in am Nachwuchs-Camp oder als Staffel-Starter im Nachwuchsrennen.

Nachwuchs schnuppert Elite-Luft

Für einige bayerische Jugendliche war das Wochenende besonders unvergesslich: Im Rahmenprogramm der rasanten Profirennen und unter Nutzung der professionellen Infrastruktur durften sie überraschend an der Nachwuchs-Relay teilnehmen.

Die Nominierung des rein bayerischen Teams erfolgte kurzfristig nach Absage eines österreichischen Teams. Moritz Göttler, Louis Hörra, Chiara Göttler und Juliane Möllers erreichten einen fünften Platz. „Für mich war der Start sehr spontan, da ich dieses Jahr krankheitsbedingt an keinen relevanten Wettkämpfen teilnehmen konnte“, freute sich Moritz Göttler über das unverhoffte Highlight. „Ich durfte für unser Team den Anfang machen und bin zufrieden, dass ich sowohl mit den deutschen, als auch mit den internationalen Staffeln, die teilweise mit ihren WM Startern angetreten sind, auf Augenhöhe war. Auch mit unserer Teamleistung bin ich sehr zufrieden!“ Mit Chiara Göttler und Luis Hörra waren auch zwei Sportler am Start, die das erste Mal internationale Erfahrungen sammeln durften. 

Für zwei deutsche Relay-Teams starteten die Brüder Tim und Jan Semmler. „Als Saisonabschluss war es ein echtes Highlight“, schwärmt Jan Semmler. „Vor allem nach meinem verpatzen Start die Woche zuvor in Bled, konnte ich nochmal die Form unter Beweis stellen und eine sehr erfolgreiche Saison mit einem 3. Platz im Team Germany II abschließen. Es war toll auf den Strecken der Profis zu starten und man hat sogar Profis getroffen, da man Zugang zu denselben Bereichen hatte.“
Bruder Tim schaffte mit Mannschaftskameraden Lukas Meckel, Emma Fahrenson und Felipa Herrmannden den Sprung auf das oberste Siegertreppchen und fand: „Das Rennen war eine sehr schöne und wichtige Erfahrung, da man unter denselben Bedingungen wie die besten Triathleten der Welt starten konnte.“

Nachwuchs-Camp macht Lust auf Sport

Bereits am Freitag startete ein Nachwuchs-Camp des BTV mit einer Kennenlernen Runde unter Jugendlichen. Anschließend stand ein Lauftraining mit etwas Tempo an. Nach einer kurzen Snackpause ging es zum Spiele-Turnier mit Hockey, Brennball, Beachvolleyball und Sprintspielen. Der erste Abend klang mit Pizza aus. Am nächsten Tag brachte die Trampolinhalle Spielspaß und eine Sightseeing Radtour kulturelle Impulse. Am Sonntag ging bereits um 5:30 das Licht in der Turnhalle an und die Gruppe brach Richtung Olympiapark auf, um bei der Superleague zu helfen und die Topstars der Triathlonszene anzufeuern. 

„Das Wochenende war wirklich sehr schön und hat den Kindern viel Spaß gemacht. Toll war, dass sich sofort alle untereinander verstanden haben und das Gruppenengagement sehr hoch war“, berichtet Betreuerin Sophie Rohr.

Kampfrichter*innen bei der Super League München
Dr. Martin Schönfelder, Stefan Pohl, Ulla Chwalisz und Bela Varga (v.l.)

Kampfrichter beeindruckt vom Flair

Neben den Sportlerinnen und Sportlern waren auch bayerische Kampfrichter*innen beeindruckt vom Flair der Veranstaltung. „Bei solch einem Rennen unterstützen zu dürfen macht natürlich besonders viel Freude“, meint Kampfrichterin Ulla Chwalisz.

Fotos: Super League, Sophie Rohr

Die deutsche Mixed-Staffel hat im abschließenden Triathlon-Wettbewerb der Europameisterschaft 2022 in München die Silber-Medaille gewonnen. Valentin Wernz, Nina Eim, BTV-Athlet Simon Henseleit und Laura Lindemann sicherten damit der Deutschen Triathlon Union zum dritten Mal in Folge den zweiten Platz bei einer EM-Entscheidung im Mixed Relay. 

Dieses Mal überquerte das schwarz-rot-goldene Quartett nach 1:26:03 Stunden und damit 33 Sekunden nach Frankreich vor einem frenetisch feiernden Munich 2022-Tribünen-Publikum die Ziellinie. Die Équipe Tricolore sicherte sich nur wenige Wochen nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft in Montreal in der Kombination Léo Bergere, Emma Lombardi, Dorian Coninx und Cassandre Beaugrand auch den Europameister-Titel (1:25:30). Rang drei ging an die Schweizer Max Studer, Cathia Schär, Simon Westermann und Julie Derron (1:26:19).

„Das Rennen werde ich sicher noch lange in Erinnerung behalten!“, meint Simon Henseleit. „Ich war definitiv etwas nervös, wollte die Chance der Nominierung aber nutzen und zeigen was ich drauf habe. Auch wenn wir nicht von Anfang an mit um die Medaillen gekämpft haben, sind wir cool geblieben und haben uns wieder nach vorne gekämpft. Mit meiner Leistung bin ich super zufrieden und auch das ganze Setting war einfach Wahnsinn.“

Europameisterschaften in München im Rahmen der European Championships 2022 am 14.8.2022 © DTU / Petko Beier

Entscheidend für den erneuten europäischen Vize-Meistertitel des DTU-Quartetts war einmal mehr die Fähigkeit der deutschen Starterinnen und Starter, im Vollgas-Format der Mixed Relay über vier Mal 300 Meter Schwimmen, 7,2 Kilometer Radfahren und 1,6 Kilometer Laufen (1,8 Kilometer für die Schlussathletin) alles aus sich rauszuholen.

Denn nachdem Starter Valentin Wernz nach einem für ihn enttäuschenden Auftakt mit Rückstand übergeben musste, standen seine Teamkollegen unter Zugzwang. „Es lief nicht so, wie ich es mir ausgemalt hatte“, gab der amtierende Sprint-Europameister unumwunden zu. „Ich habe Anfang der zweiten Runde versucht, mich vorne einzuordnen, war dann aber vor dem Wendepunkt zu weit innen und musste die Lücke wieder schließen. Dann war ich aber, als die Post abging, so voll mit Laktakt, dass ich die Kräfte nicht mehr hatte. Aber die anderen haben es gut gemacht.“

Als Erste nahm Nina Eim die Herausforderung Aufholjagd an. Und wie bei ihrem vierten Platz vom vergangenen Freitag zeigte die 24-Jährige einmal mehr ihr Qualitäten auf dem Rad und der Laufstrecke. Sekunde um Sekunde, Meter um Meter machte Eim auf die Konkurrenz gut und schob sich von Platz neun nach dem Schwimmen noch vor auf Rang drei.

Simon Henseleit „mega zugrieden“

Simon Henseleit laufend

Simon Henseleit nahm dann die Verfolgung des an Rang zwei platzierten Schweizers Westermann auf. Der in Nürnberg wohnhafte Nachwuchskader-Athlet, der erst vor Kurzem in seiner Heimatstadt sein erstes Bundesligarennen gewonnen hatte, stürmte, getragen von den erneut mehr als 20.000 Zuschauern entlang der Strecke im Olympiapark, an seinen Kontrahenten heran, stellte ihn und übergab mit wenigen Sekunden Vorsprung den virtuellen Staffelstab. 

„Ich bin mega zufrieden mit meiner Aufholjagd, auch wenn das Laufen hinten raus hart war. Ich wollte die Lücke schließen und hatte gute Beine. Wir haben dann gut zusammengearbeitet, wodurch ich mich ein bisschen für das Laufen erholen konnte“, sagte Henseleit.

Schluss-Athletin Laura Lindemann präsentierte sich dann im Grand Finale bärenstark. Zwar konnte Eidgenössin Derron zwischenzeitlich auf dem Rad noch einmal die Lücke schließen, doch auf der Laufstrecke ließ die 26-Jährige, die bereits am Freitag zu Silber im Einzelrennen gestürmt war, ihrer Rivalin im Kampf um die Vize-Meisterschaft keine Chance.

„Ich habe gar nicht realisiert, dass die Lücke so schnell da war. Normalerweise hört man, wo die andere hinter einem ist, aber hier hört man nichts. Ich konnte es überhaupt nicht einschätzen, erst als es über die Brücke ging, konnte ich zurückschauen. Es ist unglaublich, so eine Stimmung habe ich beim Triathlon bislang noch nicht erlebt. Hamburg ist richtig cool und ähnlich, aber das war hier schon krass.“

Ein ähnliches Fazit zog auch DTU-Präsident Prof. Dr. Martin Engelhardt: „Es war ein perfektes Wochenende, Werbung für München, Werbung für Deutschland, perfekte Werbung für Triathlon. Es war genau das, was wir uns erhofft hatten. Wir waren gute Gastgeber, und unsere Athletinnen und Athleten haben sich in einem wirklich spektakulären Feld toll geschlagen. Das ist nach Hamburg eine weitere spektakuläre Veranstaltung, die wir im Triathlon-Geschehen haben. Wir können stolz sein!“

Ergebnis
Die komplette Ergebnisliste steht hier zur Verfügung.

Text: DTU; Fotos: DTU / Petko Beier

Im zweiten Triathlon-Wettbewerb der Europameisterschaft 2022 in München hat Jonas Schomburg als Siebter des Männer-Einzelrennens über die Olympische Distanz (1,5km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen) für das vierte Top-10-Ergebnis des deutschen Teams in München gesorgt. Einen Tag nach Silber von Laura Lindemann zeigte der Hannoveraner beim Dreifach-Triumph der Franzosen Léo Bergere (1:41:09), Pierre le Corre (1:41:17) und Dorian Coninx (1:41:24), dass auch die deutschen Männer zur europäischen Spitze gehören. Nach 1:42:08 Stunden beendete der 28-Jährige unter dem frenetischen Jubel der vollbesetzten Tribüne seinen Auftritt in München – und freute sich am Ende über das beste EM-Resultat seiner bisherigen Karriere. Bayerische Athleten waren nicht am Start.

„Ich muss ein großes Dankeschön an die Zuschauer sagen“, meint Schomburg. „Es war ein Spektakel. Sowas gibt es im Weltzirkus ganz selten. München hat sich von der besten Seite gezeigt.“

Jonas Schomburg

Wie gestern hatten auch heute wieder über 20.000 Zuschauer die kontinentale Elite entlang der Strecke angefeuert und für ein wahres Triathlonfest gesorgt.

Auf sein eigenes Ergebnis angesprochen antwortete Schomburg: „Natürlich wäre ein bisschen mehr besser gewesen. Von einer Medaille darf man ja träumen. Aber ich habe mein bislang bestes EM-Ergebnis erreicht. Außerdem ist es das erste Mal in diesem Jahr, dass ich wieder vorne mit dabei war. Das gibt Selbstvertrauen für die nächsten Rennen, nachdem ich zuletzt nicht das abrufen konnte, was ich drauf habe.“

Die Grundlage für seine starke Platzierung legte der 1,90 m große Olympionike bereits im Wasser sowie auf den anschließenden acht Radrunden, die er gemeinsam mit Teamkollege Tim Hellwig in der Spitzengruppe verbrachte

Anders als Hellwig, der beim Laufen dem hohen Tempo Tribut zollen musste und schlussendlich 21ter wurde (1:44:07), konnte Schomburg lange Zeit Sichtkontakt halten. Erst auf der dritten von vier Laufrunden durch den Olympiapark, als der spätere Titelträger Bergere im Anstieg zum Olympiaberg, der wie am Vortag mit seiner herausfordernden Streckenführung den Scharfrichter gab, die entscheidende Attacke setzte, musste er endgültig reißen und die drei Franzosen sowie den später viertplatzierten Csongor Lehmann (1:41:30) ziehen lassen.

„Ich kenne die Jungs ja, habe zwei, drei Jahre mit ihnen trainiert. Von daher war es wirklich eine coole Sache, mit denen vorne mit dabei zu sein. Die Zuschauer haben uns zwar den Berg hochgetragen, aber es war sehr hart. Auch wenn die Franzosen in der Weltspitze vorne dabei sind, musste ich mich nicht verstecken.“ 

Lührs kämpft sich in die Top-20

Mit Lasse Lührs schaffte es ein weiterer Athlet der Deutschen Triathlon Union in die Top-20. Mit einer Minute Rückstand war der 26-Jährige in die Wechselzone gekommen, in der er sich zu allem Überfluss eine Zeitstrafe für zu frühes Aufsteigen einhandelte. Zwar konnte er dann in der Verfolgergruppe ein wenig Zeit auf die Führenden gut machen, doch den Penalty von 15 Sekunden musste Lührs kurz vor der Ziellinie noch absitzen. Mit großem Einsatz sicherte er am Ende aber dennoch Platz 18 (1:43:38):

„Ich bin schon enttäuscht, aber so ist es eben manchmal. Da läuft es einmal nicht richtig und schon ist man weit weg vom Podium. Ich weiß gar nicht genau, woran es gelegen hat, aber heute war einfach nicht mehr drin. Ich habe mich nicht schlecht gefühlt, aber eben auch nicht 100% fit. Und dann geht es eben schnell, dass man nicht vorne mitmischt, sondern im Mittelfeld.“ Einmal in der Analyse angekommen, schob Lührs nach: „Es ist natürlich bitter, dass ich hier bei dieser Stimmung nicht alles zeigen konnte. Das ist hier schon sehr besonders gewesen. Ich habe selten so etwas erlebt. Es war trotzdem, auch wenn ich nicht meinen besten Tag hatte, eine super coole Laufstrecke. Ich hoffe, dass die Veranstalter zukünftig häufiger so etwas einbauen, denn das macht es spannend.“

Jannik Schaufler, kam als 35ter in Ziel (1:45:41), während Lasse Priester nach der zweiten Laufrunde verletzungsbedingt aussteigen musste.

Mixed Relay mit Simon Henseleit zum Abschluss

Im morgigen letzten Triathlon-Wettbewerb der Europameisterschaften geht es im Mixed-Relay um Gold, Silber und Bronze. Das deutsche Quartett, das im Titelrennen ein Wörtchen mitreden will, besteht aus Valentin Wernz, Nina Eim, Simon Henseleit sowie Laura Lindemann.
Bei den beiden vergangenen Europameisterschaften hatte Deutschland jeweils Silber geholt.

Zeitplan

Mixed Relay, Sonntag, 14. August, 18:00 Uhr, ab ca. 17.45 Uhr in der ARD

Text: DTU; Fotos: DTU/Petko Beier

Deutsche Athletinnen und Athleten fiebern dem Heimspiel entgegen

Es hätte ein Heimspiel-Highlight werden sollen. Stattdessen musste sie Ingolstädterin Anabel Knoll gestern eine herbe Niederlage verkraften – nicht im Rennen, sondern bereits im Vorfeld. Die Olympiastarterin von Tokio 2021 hatte auf der Hinfahrt zum Eventgelände einen Hubbel übersehen und war, nachdem es ihr den Lenker aus der Hand geschlagen hatte, zu Fall gekommen. Beim Sturz verletzte sich die 26-Jährige am rechten Knie, biss aber auf die Zähne und fightete vor der lautstarken Kulisse unermüdlich. 

Nach starker Schwimm- und Radperformance musste die Ingolstädterin dann aber ihrer schmerzhaften Verletzung Tribut zollen und stieg aus: „Ich bin losgelaufen, auch wenn es auf dem Rad schon sehr weh tat. Ich wollte es einfach versuchen, obwohl ich wusste, dass es eigentlich keinen Sinn macht. Es hat leider überhaupt nicht funktioniert. Ich hätte vielleicht zehn Kilometer durchhumpeln können, aber da stellt sich dann auch die Frage, ob es das wert ist.“

Lindemann sorgt für Medaille

Im ersten Triathlon-Wettbewerb der Europameisterschaft 2022 in München sorgte stattdessen Laura Lindemann für die erste deutsche Medaille. Im Frauen-Einzelrennen über die Olympische Distanz belohnte sich die 26-Jährige für einen imposanten Auftritt mit Silber. Lindemann, die vom Schwimmstart weg das Rennen an der Spitze eindrucksvoll mitbestimmt hatte, musste sich nach aufopferungsvollen Kampf nur der Britin Non Stanford geschlagen geben (1:52:10), die in Runde drei im Anstieg zum Olympiaberg den Turbo zündete und ein Loch reißen konnte. Am Ende fehlten der Potsdamerin neun Sekunden zu Gold (1:52:19). Rang drei ging an die Französin Emma Lombardi (1:52:22), die Lindemann im Zielsprint hatte abschütteln können.

Laura Lindemann mit Medaille
Laura Lindemann mit Medaille

„Es war ein megagutes Rennen für mich. Von vorne bis hinten ist alles gut gelaufen. Ich habe mich gut gefühlt und bin jetzt einfach glücklich, den Vizemeistertitel geholt zu haben. Mein Ziel war eine Medaille, von daher Ziel erreicht, auch wenn ich natürlich mit Gold noch zufriedener wäre, aber Non Stanford war einfach stärker“, sagte Lindemann, die nicht nur lobende Worte für die Titelträgerin, sondern auch für das frenetisch unterstützende Publikum fand:

„Es waren sehr viele Menschen da. Vor allem auf dem Olympiaberg oben; es war unglaublich, wie laut es dort war. Es hat Spaß gemacht, das Rennen hier zu machen.“ Und das, obwohl der Kurs mit den zähen Anstiegen auf der vier Mal zu absolvierenden Laufrunde äußerst fordernd war.

„Es war natürlich nicht einfach, aber durch die ganzen Zuschauer wurde es uns einfacher gemacht. Wenn am Sonntag beim Mixed-Rennen mindestens genauso viele Zuschauer sind, dann wird es Spaß machen. Ich denke, dass die deutsche Staffel richtig gute Chancen hat, hier gut abzuschneiden.“

Eim mit grandioser Aufholjagd zu Rang vier

Etwas weniger als 30 Sekunden nach dem Spitzen-Trio des Tages überquerte Nina Eim als Vierte die Ziellinie (1:52:51). Die 24-Jährige war nach dem Schwimmen auf dem acht Mal zu umfahrenden Rad-Rundkurs maßgeblich an der Führungsarbeit der Verfolgergruppe beteiligt gewesen war und hatte dann auf der Laufstrecke ihre Qualitäten voll ausspielen können.

Radrennen der Europameisterschaften in München im Rahmen der European Championships 2022

„Ich bin wirklich sehr glücklich über die Platzierung“, freute sich Eim über ihre geglückte Aufholjagd. „Ich denke, dass ich für meine Verhältnisse ganz gut aus dem Wasser gekommen bin. Auf dem Rad haben wir dann ganz gut zusammengearbeitet und hatten sie dann ganz zum Schluss fast. Beim Laufen habe ich die ersten beiden Runden versucht, meinen eigenen Rhythmus zu laufen. Das hat sich sehr gut angefühlt. Ich habe immer versucht, den Abstand zu den ersten dreien zu minimieren, aber auf der letzten Runde habe ich gesehen, dass der Abstand wächst. Ich habe dann versucht, einfach so schnell es geht zu laufen und den vierten Platz ins Ziel zu bringen.“

Annika Koch als Zehnte (1:53:44) und Lisa Tertsch als 13te (1:54:03) trugen ebenfalls zum starken deutschen Mannschaftsergebnis bei, das Marlene Gomez-Göggel, die auf der letzten Radrunde weggerutscht und gestürzt war und zudem noch die Kette verloren hatte, als 19te (1:56:13) komplettierte.

Die deutschen Ergebnisse:

Platz 2 – Laura Lindemann
Platz 4 – Nina Eim
Platz 10 – Annika Koch
Platz 13 – Lisa Tertsch
Platz 19 – Marlene Gomez-Göggel
DNF – Anabel Knoll

Die komplette Ergebnisübersicht steht hier zur Verfügung.

Fünf deutsche Männer gegen starke internationale Konkurrenz

Die deutschen Männer kämpfen am heutigen Samstag ab 16:00 Uhr (live auf ZDF) um Top-Platzierungen. Neben Lasse Lührs, dieses Jahr zweimal in den Top-Ten bei Rennen der WTC-Serie, sind dies Lasse Priester, im vergangenen Jahr Sieger des Weltcups in Karlsbad über die Olympische Distanz, Tim Hellwig, U23-Vize-Weltmeister über die Olympische Distanz 2021, Olympia-Starter Jonas Schomburg sowie Jannik Schaufler.

Große Chance Mixed Relay

Im die Europameisterschaften abschließenden Mixed-Relay-Wettbewerb holte Deutschland bei den vergangenen beiden Europameisterschaften jeweils die Silbermedaille. Top-Favorit auf den Titel ist Weltmeister Frankreich. Das deutsche Team gewann das Mixed-Relay-Rennen in diesem Jahr in Leeds und belegte in Hamburg – trotz zweier Zeitstrafen – Rang drei.

Für Deutschland starten Stand jetzt Laura Lindemann, Nina Eim, Simon Henseleit und Valentin Wernz.

Zeitplan

Männer, Samstag, 13. August, 16:00 Uhr, ab ca. 16 Uhr im ZDF
Mixed Relay, Sonntag, 14. August, 18:00 Uhr, ab ca. 17.45 Uhr in der ARD

Text: DTU; Fotos: DTU/Petko Beier

Ein Saisonhöhepunkt für die deutschen Kurzdistanz-Athletinnen und –Athleten steht an: Bei den Europameisterschaften auf der Olympischen Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer Laufen) in München hoffen die elf Sportlerinnen und Sportler der DTU ab Freitag bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitreden zu können. Die EM-Wettbewerbe im Einzel für Frauen und Männer sowie der Mixed-Relay-Wettbewerb finden im Rahmen der European Championships statt.

Den Auftakt beim Heimspiel in München machen am Freitag (12. August) die Frauen. Ab 17.15 Uhr heißt es für Laura Lindemann, Anabel Knoll, Lisa Tertsch, Marlene Gomez-Göggel, Annika Koch und Nina Eim nicht nur das besondere Flair einer Heim-EM aufzusaugen, sondern sich vor allem auch bestmöglich in Szene zu setzen.
Neben der Olympia-Achten und Deutschen Meisterin Lindemann hat aus deutscher Sicht vor allem Lisa Tertsch gute Aussichten auf eine Top-Platzierung. Die 23-Jährige belegte beim Rennen der World Triathlon Championships Series (WTCS) in Hamburg im Juli Rang drei über die Sprintdistanz (750 m Schwimmen, 20 km Radfahren, 5 km Laufen) und zeigte drei Wochen vor der EM mit Rang zwei beim Weltcup in Pontevedra (Spanien), dass auch auf der Olympischen Distanz mit ihr zu rechnen ist.

Koch reist als U23-Vize-Europameisterin und WM-Dritte auf der Olympischen Distanz nach München und auch Anabel Knoll hat dieses Jahr einige Top-Ten-Resultate in WTCS-Rennen auf der Sprintdistanz erreicht.

Im Kampf um die Medaillen mitmischen werden Rachel Klamer (Niederlande), Olympia-Vierte von Tokio, Cassandre Beaugrand (Frankreich), Gewinnerin des Rennens WTCS-Rennens in Leeds dieses Jahr, ihre Landsfrau Leonie Periault, Non Stanford (Großbritannien), Siegerin des WTCS Rennens in Hamburg 2019, oder Petra Kurikova (Tschechien), Erste des Weltcups in Pontevedra.

Rennen der WTC-Series in Hamburg am 9. bzw. 10 Juli 2022 © DTU/Steffen Hoffmann

Fünf deutsche Männer gegen starke internationale Konkurrenz

Die deutschen Männer kämpfen am Samstag ab 16:00 Uhr um Top-Platzierungen. Neben Lasse Lührs, dieses Jahr zweimal in den Top-Ten bei Rennen der WTC-Serie, sind dies Lasse Priester, im vergangenen Jahr Sieger des Weltcups in Karlsbad über die Olympische Distanz, Tim Hellwig, U23-Vize-Weltmeister über die Olympische Distanz 2021, Olympia-Starter Jonas Schomburg sowie Jannik Schaufler.

Die deutschen Männer müssen sich mit starker internationaler Konkurrenz auseinandersetzen. Für Frankreich starten unter anderem Léo Bergere, zuletzt einige Male auf dem Podium in der WTC-Serie, und Vincent Luis, Weltmeister 2020, für Belgien Marten Van Riel und Jelle Geens, für Spanien Sergio Baxter Cabrera, Sieger des Weltcups in Pontevedra, und Mario Mola, dreimaliger Weltmeister auf der Kurzdistanz. Zudem sind mit Max Studer (Schweiz) der Olympia-Neunte und mit Vasco Vilaca (Portugal) der Vize-Weltmeister von 2020 am Start. 

Große Chance Mixed Relay 

Im die Europameisterschaften abschließenden Mixed-Relay-Wettbewerb holte Deutschland bei den vergangenen beiden Europameisterschaften jeweils die Silbermedaille. Top-Favorit auf den Titel ist Weltmeister Frankreich. Das deutsche Team gewann das Mixed-Relay-Rennen in diesem Jahr in Leeds und belegte in Hamburg – trotz zweier Zeitstrafen – Rang drei.

Für Deutschland starten Laura Lindemann, Nina Eim, Simon Henseleit und Valentin Wernz.

Zeitplan

  • Frauen: Freitag, 12. August, 17:15 Uhr, ab ca. 17.05 Uhr in der ARD
  • Männer: Samstag, 13. August, 16:00 Uhr, ab ca. 16 Uhr im ZDF
  • Mixed Relay: Sonntag, 14. August, 18:00 Uhr, ab ca. 17.45 Uhr in der ARD

Text: DTU; Fotos: DTU/Steffen Hoffmann

„Überragend, dass mir das hier zu Hause gelingt“, sagte Simon Henseleit zu seinem Sieg beim Rennen der 1. Triathlon Bundesliga am Sonntag: „Das ist auf jeden Fall eines der bisherigen Top-drei-Ergebnisse meiner Karriere.“ Der seit acht Jahren in Nürnberg lebende U23-Europameister hatte sich bei dem aus einem Prolog (250 m Schwimmen, 6,1 km Radfahren, 1,5 km Laufen) und einem zwei Stunden später folgenden Verfolgungsrennen (500 m Schwimmen, 12,2 km Radfahren, 3,5 km Laufen) bestehenden Wettkampf schon im Prolog einen Vorsprung von 22 Sekunden herausgearbeitet. Den verteidigte der für sein starkes Radfahren bekannte Athlet in der Verfolgung und siegte vor Wernz und Vogel.

Für das hep Team SUN, für das Henseleit startet, sah es damit lange sogar nach dem ersten Sieg in der Geschichte der 1. Triathlon-Bundesliga aus. Am Ende gelang der Mannschaft mit Rang zwei das dritte Podium in diesem Jahr. Den Sieg trug erneut das EJOT Team TV Buschhütten davon, das nach drei Siegen aus vier Rennen nun mit 78 Punkten ganz oben steht. Auf Rang zwei folgt der Titelverteidiger Hylo Team Saar. Die Saarländer, die mit zwei Erfolgen in die Saison gestartet waren, erreichten nach Rang fünf vor drei Wochen am Schliersee nun Platz drei.

EJOT Team macht Meisterrennen spannend

Bei den Frauen gehen das EJOT Team TV Buschhütten und Triathlon Potsdam punktgleich (78 Zähler) in den fünften Saisonwettkampf am 3. September in Hannover. Allerdings hat Titelverteidiger Buschhütten die bessere Ausgangssituation aufgrund der etwas besseren Platzziffer (48 zu 58). 

Buschhütten siegte in Nürnberg durch einen „Sweep“ von Lena Meißner, Natalie Van Coevorden und Lisa Tertsch mit der Minimalplatzziffer sechs vor Potsdam (19). Rang drei in der Tageswertung ging an das Triathlon Team DSW Darmstadt und das TRO KTT 01 (jeweils 49). Beide Mannschaften erreichten damit das beste Ergebnis dieser Saison. Die Kölnerinnen machten damit in der Tabelle die drei Punkte Rückstand auf triathlon.one Witten wett. Somit ist auch im Kampf um Gesamtrang drei Spannung im Saisonfinale geboten.

Meißner war bereits im Prolog die Schnellste und konnte sich im Verfolger auf der Laufstrecke von Van Coevorden lösen. Tertsch platzierte sich als Beste der Verfolgergruppe. Für Meißner war es der zweite Bundesliga-Einzelsieg ihrer Karriere. „Ich freue mich, dass mir der Erfolg gelungen ist. Die vergangenen Wochen und Monate liefen, was die Wettkämpfe angeht, nicht immer gut für mich. Der Sieg gibt mir sehr viel Selbstvertrauen.“

Knapp 550 Triathletinnen und Triathleten im Jedermann-Rennen

Nachdem im Vorjahr coronabedingt nur die beiden Rennen der Bundesliga in Nürnberg ausgetragen werden konnten, war diesen Sommer auch ein Start von Altersklassen-Athletinnen und –Athleten über Kurz- und Sprintdistanz möglich. Von den über 400 Amateuren gingen knapp 200 Frauen und Männer bei strahlend blauem Himmel auf der beliebten Kurzdistanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen) an den Start.

Am schnellsten meisterte diese Herausforderung Kilian Bauer. Der Triathlet des SV Wacker Burghausen/enduranceshop bewältigte die Kurzdistanz in 1:50:29 Stunden. Damit war der Zweitliga-erfahrene Athlet nur etwas mehr als eine Minute schneller als Mattia Weßling (1:51:33). Der Starter des SSF Bonn Triathlon, ebenfalls schon in der 2. Triathlon-Bundesliga in Erscheinung getreten, hatte noch nach dem Schwimmen in Front gelegen, ehe Bauer ihn auf der Radstrecke stellte und dann auf dem abschließenden 10km-Lauf davonzog. Rang drei ging an Niklas Ludwig vom TSV Jahn Freising 1861 (1:56:26), der damit ebenfalls noch unter der Zwei-Stunden-Schallmauer blieb.

Bei den Damen setzte sich Sophia Ramsauer vom Team Wohlleben durch, die zwar hinter der späteren zweitplatzierten Belgierin Isabel Gillain vom Datagroup & Friends Endurance Team (2:21:10) aus dem Wasser kam, dann aber richtig in die Vollen ging. Vor allem auf der Radstrecke ließ Ramsauer der Konkurrenz keine Chance und feierte schlussendlich mit mehr als zehn Minuten Vorsprung ihren Sieg (2:11:06). Mit einer Zeit von 2:24:59 Stunden rundete Emma Roßdeutscher vom Team Optimum / RC Wendelstein das Frauenpodium als Dritte ab.

Die Hälfte der Distanz hatten die Athletinnen und Athleten auf der Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen) zu absolvieren. Hier setzten sich Daniel Reindl vom FC Sindlbach – Triathlon (58:35 Minuten) und Franziska Richartz vom Team Fitter TEC (1:06:55) durch.Rang zwei ging an den Franzosen Amaury Parrot von adidas (1:02:19) sowie Antje Ungewickell vom Team Berlin / TuS Neukölln Berlin (1:07:45). Platz drei sicherten sich Ivan Golenko (1:02:44) und Lokalmatadorin Michelle Rosenthal (1:08:37). 

Fotos: DTU/Marcel Hilger

Das Titelrennen in der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga könnte in diesem Jahr kaum spannender sein. Die Abstände an der Tabellenspitze sind sehr eng. Trotzdem kann am Sonntag (7. August) beim vierten von fünf Stopps der Serie in Nürnberg schon eine Vorentscheidung im Kampf um den Titel fallen – wenn sich die derzeitigen Spitzenreiter in der Frankenmetropole durchsetzen.

Werden die Serienmeisterinnen entthront?

Bei den Frauen hat der Tabellenführer Triathlon Potsdam beim dritten Saisonrennen am Schliersee Mitte Juli durch Rang zwei zwar einen Zähler seines Vorsprungs auf Verfolger EJOT Team TV Buschhütten eingebüßt. Die Potsdamerinnen führen die Tabelle allerdings noch mit einem Zähler vor den Siegerländerinnen an. Landen sie in Nürnberg vor Buschhütten, hätten sie beste Voraussetzungen, beim Saisonfinale in Hannover (3. September) den Serienmeister Buschhütten zu entthronen. Die Buschhüttenerinnen wiederum sollten in Nürnberg besser als die Potsdamerinnen abschneiden, wenn sie ihrer imposanten Erfolgsserie den zehnten Titel in Folge hinzufügen möchten.

Mit Lisa Tertsch und Lena Meißner bietet Buschhütten zwei Athletinnen auf, die bereits in der Bundesliga Tages(einzel)siege erringen konnten. Hinzu kommt Natalie Van Coevorden (Australien), Zweite im Kraichgau 2019, und Tanja Neubert, die dieses Jahr zwei Continental-Cup-Rennen gewinnen konnte.

Potsdam will mit einer sehr jungen Mannschaft dagegenhalten, hat mit Tilda Mansson (Schweden), Jule Behrens und Julia Bröcker die Erste, Zweite und Sechste der Junioren-WM im Aufgebot. Hinzu kommt Audrey Merle, mit Frankreich in diesem Jahr Dritte bei der WM im Mixed Relay.

Am Schliersee hat triathlon.one Witten seinen Vorsprung im Kampf um Platz drei im Gesamtklassement fast verspielt. Die Konkurrenz vom TSV Amicitia Viernheim und dem TRO KTT 01 (Köln) ist bis auf zwei beziehungsweise drei Zähler an Witten herangerückt. Witten kann nun jedoch wieder Olympiastarterin Anabel Knoll aufbieten. Gute Chancen auf eine Podiumsplatzierung in Nürnberg haben auch das Triathlon Team DSW Darmstadt und das SSF Bonn Triathlon Team, bereits Dritter am Schliersee.

Kann das Hylo Team Saar kontern?

Bei den Männern hatte sich das Hylo Team Saar nach zwei Rennen (und zwei Siegen) eine gute Ausgangssituation im Meisterschaftsrennen erarbeitet. Durch Rang fünf am Schliersee verspielte der Titelverteidiger diesen Vorsprung jedoch – und hat nun zwei Zähler Rückstand auf das EJOT Team TV Buschhütten. 

Das Hylo Team Saar, dementsprechend schon zum Siegen verdammt, tritt mit Valentin Wernz, dem Deutschen Meister von 2019, und Ian Manthey (Irland), Vierter im Kraichgau, und Chris Ziehmer an. Das EJOT Team TV Buschhütten möchte mit Johannes Vogel, Dritter am Schliersee, Joao Silva, Zweiter in Berlin 2019, Max Sperl und Till Kramp den nächsten Schritt zum Titel machen.

Gute Chancen auf Rang drei hat das hep Team SUN, das unter anderem mit dem in Nürnberg lebenden Simon Henseleit antritt. Die Mannschaft aus Neckarsulm würde mit einer Podestplatzierung einen großen Schritt hin zu einem Rang unter den Top drei im Endklassement machen. Im Kampf um das

Geschwommen wird im Wöhrder See, im Anschluss geht es mit dem Rad auf einen Wendepunktkurs auf der Bundestraße 19, ehe die Laufstrecke alle entlang der Pegnitz auf einem mehrfach zu absolvierenden Rundkurs zum Hauptmarkt in den Stadtkern der Frankenmetropole führt. 

Fast 600 Altersklassenportler*innen erwartet

Neben den rund 150 Bundesliga-Profis werden fast 600 Hobby-Triathletinnen und –Triathleten erwartet, wovon über 250 die Kurzdistanz bewältigen wollen und rund 200 die auch für Rookies geeignete Sprintdistanz. Alle anderen verteilen sich auf Staffeln, die sich auf den unterschiedlichen Distanzen den Weg teilen.
Der erste Start erfolgt um 8:30 Uhr für die Kurzdistanz-Athletinnen und –Athleten, zwei Stunden später folgt der für die Startenden über die Sprintdistanz. 

Um 13:00 Uhr gehen die Bundesliga-Frauen erstmals im Rahmen des Prologs ins Wasser, der 20 Minuten danach für die Schnellsten bereits wieder vorbei ist. Die männlichen Profis absolvieren ihren Vorkampf, den die Besten in knapp 15 Minuten bewältigen dürften, um 14:00 Uhr. Das Verfolgungsrennen beginnt dann um 15:10 Uhr mit den Frauen, die Männer starten ab 16:15 Uhr.

Text: DTU; Fotos: DTU/Marcel Hilger

„Ein Triathlon bei dem der Triathlet zum Zuschauer und der Zuschauer zum Triathleten kommt“, sagt Josef Zeller zu ’seinem‘ Saturday Night Schongau Triathlon. Durch die Lage von Schwimm- Rad- und Laufstrecke mitten in und an der historischen Altstadt von Schongau ist das Zuschauen vom Ufer und der Lechbrücke aus, sowie unmittelbar an den Radhotspots, wie am Frauentor oder an der Laufstrecke am Knotenpunkt Marienplatz, bestens zu verfolgen. Während bei der zehnten Auflage des Rennens Nina Koller souverän den Meistertitel der Elite-Damen holte und das Feld mit über fünf Minuten Vorsprung regelrecht dominierte, wurde es bei den Männern eng. Innerhalb von 16 Sekunden wurden die Podiumsplätze vergeben. Am Ende hatte Stefan Betz (TG 48 Schweinfurt) die Nase vorne.

Souverän zum Sieg

„Ich hatte schon die Erwartung, ganz vorne mitzumischen“, gibt Nina Koller zu. Ganz sicher war sich die Athletin des TSV 1862 Bad Reichenhall aber nicht. Immerhin war es das erste Mal, dass sie seit 2019 einen Ausflug in die Regionalliga machte – normalerweise startet sie in der 2. Bundesliga. „Ich habe einfach probiert, von Anfang an alleine wegzukommen und zu pokern, ob sie mich mit Windschattenfahren aufholen. Hat für mich geklappt!“, strahlt sie. Schon beim Schwimmen war sie mit fast zwei Minuten Vorsprung vorne, auf dem Rad fuhr sie auch solo die schnellste Zeit. „Beim Laufen habe ich dann gesagt bekommen, dass ich fünf Minuten Abstand habe und dann bin ich es einfach nach Hause gelaufen.“ Hinter ihr erreichten Teresa Wild (La Carrera TriTeam Rothsee) und Kristina Sendel (MaliCrew e.V.) die weiteren Plätze.

Auch eine Penalty konnte Stefan Betz (in Rot) nicht aufhalten. Foto: Norbert Huhn

Eine Penalty macht es spannend

Auch Stefan Betz ging mit Siegesambitionen in das Rennen – so leicht ging es dann jedoch nicht: „Nachdem ich vorne aus dem Wasser kam, bildete sich auf dem Rad eine fünfköpfige Spitzengruppe, die richtig gut harmoniert hat. An den Anstiegen musste ich immer alles geben, um die Gruppe nicht zu verlieren. Kurz vor der zweiten Wechselzone habe ich dann nochmal Zeit an einem Anstieg verloren und bin als fünfter auf die Laufstrecke.“
Vor ihm zu diesem Zeitpunkt: Tim Frisch, Lukas Stengel, Tobias Heining und Simon Langwieser. „Nach einem Kilometer lief ich jedoch schon auf Rang drei und nach circa fünf Kilometern führte ich das Rennen an,“ erinnert sich Betz. Eine zehnsekündige Zeitstrafe machte den Einsatz jedoch zunächst zunichte und ließ Frisch und Stengel wieder vorbeiziehen. Unbeeindruckt holte der Athlet der TG 48 Schweinfurt jedoch wieder auf, zog vorbei und „brachte das Rennen kontrolliert zu Ende“, wie er sagt. Tim Frisch sicherte sich den Vize-Titel vor Lukas Stengel.

„Rennen mit Windschattenfreigabe sind eine coole Abwechslung“

Auf die Frage, was den Reiz am Start in der Elite ausmacht, antworten beide begeistert:

„An der Liga reizt mich einfach das Mannschaftsfeeling, was bei Einzelstarts fehlt. E macht halt extrem viel Spaß, gemeinsam als Mannschaft einen Wettkampf zu absolvieren und sich gegenseitig zu pushen, genauso wie auch die gemeinsame An- und Abreise, Essen gehen und vieles mehr. Es steht einfach der Spaß im Vordergrund. Und ein Rennen mit Windschattenfreigabe ist auch mal eine coole Abwechslung und so nur in der Liga möglich“, findet Stefan Betz.

Nina Koller meint: „Am Ligabetrieb ist das schöne, dass man mit der Zeit die Gesichter kennt und es doch immer wieder schön ist zusammen zu racen. Auch hat man immer sein Team dabei und steht nicht alleine da, dass macht schon nochmal mehr Spaß abseits des Rennens selber.“

Kein Triathlon Schongau 2023

Rund 250 Helfer*innen – so viele wie Starter*innen – machten das Event überhaupt erst möglich. Daneben ist ein immenser Material- und Orgaaufwand zu leisten, wie Organisator Josef Zeller darstellt. Er selbst leistet über 200 Arbeitsstunden, beantwortet zighundert Mails und Anrufe, und führt viele Gespräche mit den Genehmigungsbehörden. Für den Routinier übersteigt jedoch mittlerweile der Aufwand den Rahmen und so verkündet er nach dem Wettkampf: „Summa summarum, habe ich beschlossen keinen Schongau Triathlon mehr zu organisieren.“ – Triathlonbayern verliert damit ein stimmungsvolles und besonderes Rennen.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

Foto: Privat, Norbert Huhn

Die Erfolgsbilanz des BTV-Nachwuchs in den vergangenen Wochen kann sich sehen lassen: Bei den deutschen Meisterschaften dominierten die A-Jugendlichen das Feld und belegten die ersten vier und zwei weitere Top-Ten-Plätze. Auch in der weiblichen Jugend B war ein Podium zu feiern. Beim DTU Jugendcup in Jena gab es ebenfalls Podiumserfolge samt eines Sieges. Die Trainer Stephen Bibow und Johnny Zipf sind stolz auf die „Bibowbande“, wie der Nachwuchs in Nürnberg genannt wird.

Denn die Ergebnisse der vergangenen Rennen sprechen für sich: Bei den Frauen schickt sich Anna Brugger vom ASV Triathlon Kulmbach mit Platz 3 bei den Deutschen Meisterschaften und Platz 2 beim Nachwuchs-Cup in Jena an, zu den aussichtsreichsten Talenten zu entwickeln.
Schier unschlagbar scheinen die Jungs der Jugend A. Bei den Deutschen Meisterschaften siegte Justus Oeckl (CIS Amberg), Jan Semmler (TV 48 Erlangen), Mark Bittner (Trisport Erding) und Luis Hörra (TSG 08 Roth) folgten auf den weiteren Plätzen. Damit nicht genug: mit Manuel Lessing (SV Würzburg) und Tim Semmler erreichten zwei weitere Bayern die Top-Ten.
Auch in Jena gab sich ein ähnliches Bild: Dort gewann Jan Semmler. Manuel Lessing, Luis Rühl (TSV Harburg) und Tim Semmler (TV 48 Erlangen) kamen unter die besten Zehn. „Hervorzuheben ist für mich das konstant starke Abschneiden von Jan, der ja wirklich bei allen wichtigen Rennen vorne dabei war“, sagt Trainer Stephen Bibow.

Jan Semmler siegt in Jena. (Foto: DTU/ Jan Papenfuss)

Stephen, worauf führst Du die starken Leistungen der Jugendlichen zurück?

Ich würde sagen, hier spielt das gute und konstant arbeitende Team am BSP Nürnberg eine erhebliche Rolle. Angefangen bei Teresa Knoll, die den LK2 soweit aufgebaut hat, dass Athletinnen und Athleten den Weg zum Sport und zu uns finden. Damals wurden schon die Türen für Tim und Jan, Mark, Justus und auch Ben geöffnet. So bekam ich überhaupt die Chance, solch eine hervorragende Gruppe in Nürnberg betreuen zu können. Dass das so gut funktioniert, dafür bin ich sehr dankbar.

Natürlich haben wir auch konsequent an einem sinnvollen Training und Trainingsaufbau gearbeitet, der individuelle Voraussetzungen sehr stark beachtet. Dazu kommt die Eigendynamik der Gruppe. Im Training ist das gegenseitige „Pushen“ ein wichtiges Element, zumal alle auf ähnlichem Leistungsstand sind und sich gegenseitig motivieren. Bemerkenswert ist, dass das Niveau der gesamten Gruppe schon sehr hoch ist und sie durchaus auch im Juniorenbereich schon konkurrenzfähig sind, wie man am Ergebnis des Nachwuchs-Cups in Forst sehen kann.

Was würdest Du Dir für die weitere Entwicklung des BSP Nürnberg und der Bibowbande wünschen?

Ersteinmal wünsche ich mir, dass die Zusammenarbeit weiterhin so gut funktioniert, wie derzeit und das unser Team genau so bleibt.

Daneben hoffe ich eine noch engere Zusammenarbeit mit den Vereinen aufbauen zu können, um auch Athletinnen und Athleten, die nicht zu uns kommen können oder wollen, zu Hause fördern und entwickeln zu können. Das klappt natürlich nur dann, wenn die Vereine auch Bereitschaft zur Zusammenarbeit zeigen. Eine gute und starke Jugendarbeit und starke Vernetzung der Partner in den Vereinen und bei uns im Verband ist einfach essenziell zur Gewinnung von Talenten. Diese Vernetzung zu stärken und dort einen Akzent zu setzen, das wäre mein größter Wunsch!

Johnny, Du ergänzt seit eineinhalb Jahren das Trainerteam am BSP Nürnberg. Wie hat sich nach Deinem Wechsel vom Athlet zum Trainer Deine Sicht der Dinge verändert und wie fühlt es sich an, den Erfolg auf der anderen Seite mitzutragen?

Die Arbeit am BSP macht mir mittlerweile sehr viel Spaß. Anfangs war es sicher nicht einfach, nach über 17 Jahren Leistungssport. Im zweiten Jahr habe ich jetzt deutlich mehr Sicherheit bezüglich meiner Einschätzung was die Sportler*innen angeht. Es gibt immer noch viele Dinge, die ich aus meiner aktiven Zeit auf die „Bande“ projizieren kann. Aber ich habe auch gelernt, dass alle individuell sind und man den Athletinnen und Athleten die Freiheiten geben muss sich auch individuell zu entwickeln. 

Eigene Erfolge und die Erfolge aus der Gruppe lassen sich natürlich nur bedingt vergleichen. Selber war ich zu 100% akkurat und habe dem Sport alles untergeordnet, was die Erfolge dann sehr besonders macht. 

Diesen Druck sollen junge Heranwachsende noch nicht spüren, sondern Stück für Stück durch viel Struktur im Alltag, Schule und Leistungssport hineinwachsen. Der Spaß spielt noch eine große Rolle. Auch wenn Erfolge für mich temporär nicht an erster Stelle stehen, habe ich mich natürlich sehr darüber gefreut. Vor allem aber weil hinter jedem Erfolg eine individuelle Geschichte der letzten zwei Jahre steckt, die ich natürlich kenne.   

Justus, Du hast Dich gegen drei Teamkameraden im Kampf um den Sieg durchgesetzt. War es einfacher oder schwerer als gegen Konkurrenz, die man nicht so gut kennt?

Man weiß natürlich besser über die Stärken und Schwächen der Konkurrenten bescheid, wenn man jeden Tag zusammen trainiert und über die Jahre hinweg die Rennen beobachtet. Deshalb wusste ich, dass ich mich im Endspurt wahrscheinlich durchsetzten kann. Das macht die Entscheidungen im Rennen einfacher, auch wenn man natürlich immer überrascht werden kann.

Was sind Deine Ziele?

Mein Hauptziel für die nächste Saison ist vor allem mein Schwimmniveau zu verbessern, damit ich mich nicht immer nur durch das Laufen retten muss.

Anna, du kommst ursprünglich vom Schwimmen und fasst gerade erfolgreich Fuß im Triathlon. Was gefällt Dir am Dreisport?

Von den drei Disziplinen gefällt mir Schwimmen am meisten, da ich vom Schwimmen komme. Da jetzt aber noch Laufen und Radfahren hinzukommen, ist das ganze abwechslungsreicher und macht mir somit viel mehr Spaß, als das Schwimmen alleine. Außerdem muss man eine Disziplin nicht zu 100% können, da man den Rückstand in den anderen Disziplinen aufholen kann.

Wie fühlte sich der Zieldurchlauf bei der DM an?

Der Zieleinlauf hat sich toll angefühlt, einerseits weil ich es geschafft hab ins Ziel zu kommen und andrerseits wusste, einen Podestplatz erreicht zu haben.

Fotos: Rouven Oeckl, DTU/ Jan Papenfuss