Das aus- und Fortbildungsangebot des Bayerischen Triathlon-Verbandes hält im zweiten Halbjahr noch einige Möglichkeiten für Trainer*innen bereit sich über aktuelle Themen zu informieren und Unterrichtseinheiten für die Trainerscheinverlängerung sammeln.

„Besonders freuen wir uns auf die Möglichkeit trainerisches Handwerkszeug wieder in Präsenz vermitteln zu können“, sagt Philipp Peter, Lehrwart des BTV. „Natürlich werden Online-Formate weiterhin angeboten. Jedoch ist im Trainer*innenbereich die persönliche Interaktion ein essenzieller Bestandteil, gerade in Vereinen, sodass wir weiterhin einen Fokus auf Ausbildungen vor Ort legen werden.“

Fortbildungsangebot quer durch alle Disziplinen

Am 19. September geht es um die Theorie & Praxis zum Freiwasserschwimmen. Technik, Training und die speziellen Anforderungen des Freiwasserschwimmens stehen im Fokus der 8UE bei München. Auf das Mountainbike geht es am 8. Oktober in Greding bei dem Seminar „Theorie & Praxis zum Radtraining mit dem MTB„, das die Themen Technik, Koordination, Spielformen umfasst. Theorie & Praxis zum Athletiktraining für Triathlet/-innen mit Functional Training, Stabilität & Mobilität gibt es am 15./16. Oktober 2022 in der Sportschule Oberhaching.

Ergänzend können Trainer am TriDay am 3. Oktober bei einer Hospitation 8UE erhalten.

Alle Angebote und die Links zur Anmeldung finden Sie stets hier.

Fotos: BTV/ Philipp Peter

Samstag Abend zur besten Zeit ab 18.00 Uhr findet in Schongau das Rennen um die BM-Titel der Elite auf der Sprintdistanz statt. Starten können alle, die sich dem rasanten Rennen gewachsen fühlen. Zu erwarten ist jedoch, dass die Sportler*innen der Regionalliga und weitere Startende sich heiße Kämpfe liefern.

Mit dem Schwimmen im Lech, der extra aufgestaut wird, beginnt der Wettkampf. Dabei können Zuschauende von der Lechbrücke an der Peitinger Straße einen guten Blick auf den Auftakt werfen. Schließlich entscheidet hier schon mit, wer es in die Radgruppen schafft und wer nicht. Die zweite Disziplin mit Windschattenfreigabe auf der Wendepunktstrecke ist technisch anspruchsvoll. Wenn die Pulks durch die engen Gassen der oberbayerischen Stadt rasen, ist einiges geboten. In der Altstadt lässt sich dann auch das große Finale verfolgen, in dem sich entscheidet, wer neue*r bayerische*r Meister*in ist.

„Wir freuen uns auf die Bayerische Meisterschaft mit Regionalliga im Schongau“, sagt Andrea Becker-Pennrich, Ligavorsitzende des BTV. Wir gehen davon aus, dass die Favoriten aus den letzten Rennen, der RSC Kempten, wieder ganz vorne im Kampf um den Sieg mitspielen wird. Bei den Frauen ist mein Favorit das Team aus Forchheim. Dort wird es aber sicher spannend, denn im letzten Jahr waren die Frauen der TG 48 Schweinfurt noch stark und auch die Rückkehrerinnen aus der zweiten Bundesliga des La Carrera TriTeam Rothsee darf man nicht unterschätzen.“

Weitere Informationen finden sich unter www.schongau-triathlon.de

Foto: Julian Rohn

Die Erfolgsbilanz des BTV-Nachwuchs in den vergangenen Wochen kann sich sehen lassen: Bei den deutschen Meisterschaften dominierten die A-Jugendlichen das Feld und belegten die ersten vier und zwei weitere Top-Ten-Plätze. Auch in der weiblichen Jugend B war ein Podium zu feiern. Beim DTU Jugendcup in Jena gab es ebenfalls Podiumserfolge samt eines Sieges. Die Trainer Stephen Bibow und Johnny Zipf sind stolz auf die „Bibowbande“, wie der Nachwuchs in Nürnberg genannt wird.

Denn die Ergebnisse der vergangenen Rennen sprechen für sich: Bei den Frauen schickt sich Anna Brugger vom ASV Triathlon Kulmbach mit Platz 3 bei den Deutschen Meisterschaften und Platz 2 beim Nachwuchs-Cup in Jena an, zu den aussichtsreichsten Talenten zu entwickeln.
Schier unschlagbar scheinen die Jungs der Jugend A. Bei den Deutschen Meisterschaften siegte Justus Oeckl (CIS Amberg), Jan Semmler (TV 48 Erlangen), Mark Bittner (Trisport Erding) und Luis Hörra (TSG 08 Roth) folgten auf den weiteren Plätzen. Damit nicht genug: mit Manuel Lessing (SV Würzburg) und Tim Semmler erreichten zwei weitere Bayern die Top-Ten.
Auch in Jena gab sich ein ähnliches Bild: Dort gewann Jan Semmler. Manuel Lessing, Luis Rühl (TSV Harburg) und Tim Semmler (TV 48 Erlangen) kamen unter die besten Zehn. „Hervorzuheben ist für mich das konstant starke Abschneiden von Jan, der ja wirklich bei allen wichtigen Rennen vorne dabei war“, sagt Trainer Stephen Bibow.

Jan Semmler siegt in Jena. (Foto: DTU/ Jan Papenfuss)

Stephen, worauf führst Du die starken Leistungen der Jugendlichen zurück?

Ich würde sagen, hier spielt das gute und konstant arbeitende Team am BSP Nürnberg eine erhebliche Rolle. Angefangen bei Teresa Knoll, die den LK2 soweit aufgebaut hat, dass Athletinnen und Athleten den Weg zum Sport und zu uns finden. Damals wurden schon die Türen für Tim und Jan, Mark, Justus und auch Ben geöffnet. So bekam ich überhaupt die Chance, solch eine hervorragende Gruppe in Nürnberg betreuen zu können. Dass das so gut funktioniert, dafür bin ich sehr dankbar.

Natürlich haben wir auch konsequent an einem sinnvollen Training und Trainingsaufbau gearbeitet, der individuelle Voraussetzungen sehr stark beachtet. Dazu kommt die Eigendynamik der Gruppe. Im Training ist das gegenseitige „Pushen“ ein wichtiges Element, zumal alle auf ähnlichem Leistungsstand sind und sich gegenseitig motivieren. Bemerkenswert ist, dass das Niveau der gesamten Gruppe schon sehr hoch ist und sie durchaus auch im Juniorenbereich schon konkurrenzfähig sind, wie man am Ergebnis des Nachwuchs-Cups in Forst sehen kann.

Was würdest Du Dir für die weitere Entwicklung des BSP Nürnberg und der Bibowbande wünschen?

Ersteinmal wünsche ich mir, dass die Zusammenarbeit weiterhin so gut funktioniert, wie derzeit und das unser Team genau so bleibt.

Daneben hoffe ich eine noch engere Zusammenarbeit mit den Vereinen aufbauen zu können, um auch Athletinnen und Athleten, die nicht zu uns kommen können oder wollen, zu Hause fördern und entwickeln zu können. Das klappt natürlich nur dann, wenn die Vereine auch Bereitschaft zur Zusammenarbeit zeigen. Eine gute und starke Jugendarbeit und starke Vernetzung der Partner in den Vereinen und bei uns im Verband ist einfach essenziell zur Gewinnung von Talenten. Diese Vernetzung zu stärken und dort einen Akzent zu setzen, das wäre mein größter Wunsch!

Johnny, Du ergänzt seit eineinhalb Jahren das Trainerteam am BSP Nürnberg. Wie hat sich nach Deinem Wechsel vom Athlet zum Trainer Deine Sicht der Dinge verändert und wie fühlt es sich an, den Erfolg auf der anderen Seite mitzutragen?

Die Arbeit am BSP macht mir mittlerweile sehr viel Spaß. Anfangs war es sicher nicht einfach, nach über 17 Jahren Leistungssport. Im zweiten Jahr habe ich jetzt deutlich mehr Sicherheit bezüglich meiner Einschätzung was die Sportler*innen angeht. Es gibt immer noch viele Dinge, die ich aus meiner aktiven Zeit auf die „Bande“ projizieren kann. Aber ich habe auch gelernt, dass alle individuell sind und man den Athletinnen und Athleten die Freiheiten geben muss sich auch individuell zu entwickeln. 

Eigene Erfolge und die Erfolge aus der Gruppe lassen sich natürlich nur bedingt vergleichen. Selber war ich zu 100% akkurat und habe dem Sport alles untergeordnet, was die Erfolge dann sehr besonders macht. 

Diesen Druck sollen junge Heranwachsende noch nicht spüren, sondern Stück für Stück durch viel Struktur im Alltag, Schule und Leistungssport hineinwachsen. Der Spaß spielt noch eine große Rolle. Auch wenn Erfolge für mich temporär nicht an erster Stelle stehen, habe ich mich natürlich sehr darüber gefreut. Vor allem aber weil hinter jedem Erfolg eine individuelle Geschichte der letzten zwei Jahre steckt, die ich natürlich kenne.   

Justus, Du hast Dich gegen drei Teamkameraden im Kampf um den Sieg durchgesetzt. War es einfacher oder schwerer als gegen Konkurrenz, die man nicht so gut kennt?

Man weiß natürlich besser über die Stärken und Schwächen der Konkurrenten bescheid, wenn man jeden Tag zusammen trainiert und über die Jahre hinweg die Rennen beobachtet. Deshalb wusste ich, dass ich mich im Endspurt wahrscheinlich durchsetzten kann. Das macht die Entscheidungen im Rennen einfacher, auch wenn man natürlich immer überrascht werden kann.

Was sind Deine Ziele?

Mein Hauptziel für die nächste Saison ist vor allem mein Schwimmniveau zu verbessern, damit ich mich nicht immer nur durch das Laufen retten muss.

Anna, du kommst ursprünglich vom Schwimmen und fasst gerade erfolgreich Fuß im Triathlon. Was gefällt Dir am Dreisport?

Von den drei Disziplinen gefällt mir Schwimmen am meisten, da ich vom Schwimmen komme. Da jetzt aber noch Laufen und Radfahren hinzukommen, ist das ganze abwechslungsreicher und macht mir somit viel mehr Spaß, als das Schwimmen alleine. Außerdem muss man eine Disziplin nicht zu 100% können, da man den Rückstand in den anderen Disziplinen aufholen kann.

Wie fühlte sich der Zieldurchlauf bei der DM an?

Der Zieleinlauf hat sich toll angefühlt, einerseits weil ich es geschafft hab ins Ziel zu kommen und andrerseits wusste, einen Podestplatz erreicht zu haben.

Fotos: Rouven Oeckl, DTU/ Jan Papenfuss

Knapp 350 Altersklassen-Triathletinnen und -Triathleten hauchten dem Mythos Alpentriathlon Schliersee am 17. Juli 2022 neues Leben ein. Nachdem die Traditionsveranstaltung in den letzten Jahren aufgrund der Coronaeinschränkungen nicht durchgeführt werden konnte, fand die 33. Auflage bei besten Triathlon-Bedingungen endlich wieder statt. 

Sprint- statt Kurzdistanz

Allerdings anders als geplant. Trotz intensiver Bemühungen aller beteiligten Organisationen hatten nicht ausreichend Streckenposten zur Absicherung der Rad-Route der Kurzdistanz akquiriert werden können, woraufhin die Veranstalter schweren Herzens die beliebte Streckenführung über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen absagen mussten.

Da aber mehr als 200 der gemeldeten Altersklassensportlerinnen und –sportler von der Möglichkeit Gebrauch gemacht hatten, auf die erstmals angebotene Sprintdistanz zu wechseln, stürmten am Sonntag kurz nach 12:00 Uhr mehr als 350 Menschen in den Schliersee, um den 500 Meter langen Schwimmkurs unweit der Vitalwelt in Angriff zu nehmen.

Nach dem ersten Wechsel folgte die 15,5 Kilometer lange Rad-Strecke. Zunächst entlang des Schliersees und weiter durch Neuhaus bis zum Wendepunkt nach Aurach, war die Route noch wenig anspruchsvoll. Das änderte sich aber mit dem Herzstück des Events: dem knapp vier Kilometer langen und mit einer Durchschnittsteigung von 9 % garnierte Aufstieg zum Spitzingsattel (1.127m).

Der sorgt nicht nur regelmäßig für ein Ausscheidungsfahren wie kurz zuvor bereits beim dritten Stopp der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga, die sich im Rahmen der Veranstaltung nach 2013 mit knapp 150 Profis wieder ein Stelldichein in der oberbayerischen Voralpenwelt gegeben hatte, sondern taugt als einer der herausforderndsten Teilstücke eines Triathlons durchaus zur Legendenbildung.

Nach der kurzen aber nicht wenig rasanten Abfahrt zur Wechselzone am Ufer des Spitzingsees bildete der fünf Kilometer lange Laufabschnitt vor einzigartiger Bergkulisse den krönenden Abschluss des Altersklassenrennens.

René Höchenberger siegt

Am schnellsten meisterte René Höchenberger die herausfordernde Strecke des Altersklassenrennens. Der Triathlet des RSC Auto Brosch Kempten überquerte die Ziellinie am Spitzingsee auch dank einer erstklassigen Radperformance, dank der er die deutlich stärkeren Schwimmer Simon Nicolaas Den Barber und Lukas Juranek noch einfing, in 58:40 Minuten.

Zweiter wurde Ben Böhm vom 1. TTC Innsbruck, der in 59:55 Minuten ebenfalls noch unter der Stundenschallmauer blieb. Der Niederländer Den Barber rundete das Podium der Männer als Dritter ab (1:00:24). Vierter wurde der Tscheche Juranek (1:00:48).

„Es hat mir in die Karten gespielt, dass wir mit Neoprenanzug schwimmen durften. Ich bin mit der Spitzengruppe aus dem Wasser gekommen. Dann habe ich abgewartet bis zum Anstieg, weil ich die Entscheidung auf dem Rad suchen wollte. Ich hatte dann genügend Körner und einen guten Vorsprung am Wendepunkt. Ich bin die ersten Kilometer hart angelaufen und bin dann relativ kontrolliert in Ziel gelaufen“, sagte Höchenberger.

Gerechnet hatte der Sieger mit seinem Triumph aber nicht. Allerdings: „Ich habe schon damit geliebäugelt, weil die Strecke mir vom Athletenprofil recht gut liegt. Dass es dann geklappt hat, ist umso schöner. Es gibt in jeder Region gute Triathleten, von daher ist gewinnen nie selbstverständlich. Hier ist es etwas Besonderes. Wenn eine halbe Stunde vor einem die Bundesligaathleten ins Wasser gehen und man die dann auf der gleichen Strecke jagen und nachempfinden darf, wie es ihnen ergangen ist. Der Sieg bedeutet mir sehr, sehr viel.“

Spannung bei den Damen

Einen deutlich knapperen Zieleinlauf gab es bei den Frauen zu verfolgen. Schon beim Schwimmen hatten sich Renate Forstner (BaderMainzl TriTeam TSV1860 Rosenheim), Lea Cagol (SV Würzburg 05) und Kirsi Schmidt (Triteam ein Freiburg) ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert.

Auf dem Rad konnte sich dann Forstner deutlich im Anstieg zum Spitzingsattel, der vor allem auf den letzten Metern von zahlreichen lautstarken Zusehenden frequentiert worden war, absetzen.

Allerdings holte das Verfolgerduo auf den abschließenden fünf Kilometern entlang des Spitzingsees wieder auf und hätte Forstner fast noch kassiert, die am Ende aber einen knappen Vorsprung von gerade einmal 14 Sekunden ins Ziel rettete (1:09:44). Platz zwei ging an Cagol (1:09:58), die bereits Bundesligaerfahrung gesammelt hat, Rang drei an Schmidt (1:10:22).

„Ich freue mich jedes Mal auf das Rennen hier, weil ich aus der Nähe komme. Ich habe mich so gefreut, dass es endlich wieder stattfindet. Das Sprintformat war heute einfach bombig“, sagte die aus Großholzhausen bei Rosenheim stammende Forstner.

„Ich wusste, dass man bei dem Sprintformat alles geben muss“, so die 45-Jährige. Dann war ich nach dem Radfahren erste Frau, weil ich vielleicht den Vorteil hatte, die Strecke zu kennen. Beim Laufen habe ich mir nur gedacht: ‚Renn! Entweder es kommt jemand oder du kommst durch.‘“

Bundesliga: Ejot Team TV Buschhütten übernimmt Führungsposition der Männer

Die beiden Mannschaften des EJOT Team TV Buschhütten haben am Sonntag (17. Juli) das dritte Rennen der Saison der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga am Schliersee gewonnen. Die Männer aus dem Siegerland übernahmen damit auch die Tabellenführung. Bei den Frauen bleibt Triathlon Potsdam an der Spitze.

Alle Ergebnislisten zur Veranstaltung sind online einzusehen.

Text:  Deutsche Triathlon gGmbH
Fotos: Foto: Oliver Kraus

Der Bayerische Triathlon-Verband trauert um Max Dachauer, der am 12. Juli im Alter von 79 Jahren verstorben ist.

Seit 1989 leistete Max Dachauer im Bayerischen Triathlon-Verband e.V. ehrenamtliche Arbeit. Über 32 Jahre lang kümmerte er sich um die Finanzen des Verbands und begleitete den BTV als Kassier auch durch turbulente Zeiten. Erst im vergangenen Jahr zog sich der Oberpfälzer im Alter von 78 Jahren in den Ruhestand zurück.

Gerd Rucker, Präsident des Bayerischen Triathlon-Verbands, zeigte sich vom Tod Max Dachauers erschüttert: „Wir werden Max stets in ehrender Erinnerung behalten. Triathlon-Bayern hat Max Dachauer viel zu verdanken: Außergewöhnlich ist nicht nur sein jahrzehntelanges Engagement, sondern auch seine zuverlässige Arbeit, Voraussicht und Loyalität. Auch dank ihm steht der BTV auf gesunder finanzieller Basis.
In den Präsidien des BTV war seine Meinung und sein Wissen über all die Jahre stets geschätzt. Der Verlust eines treuen Weggefährten und Freundes wiegt schwer. Seiner Familie wünsche ich viel Kraft in diesen schweren Stunden.“

Die Deutsche Triathlon Union nominierte in dieser Woche je fünf Athletinnen und Athleten für die Europameisterschaften im Triathlon auf der Olympischen Distanz, die im Rahmen der European Championships vom 11. bis 21. August in München stattfinden.

Neben Olympia-Starterin Anabel Knoll vertreten die deutschen Farben auch die Olympia-Achte und aktuelle Deutsche Meisterin auf der Sprintdistanz, Laura Lindemann, Lisa Tertsch, Annika Koch und Marlene Gomez-Göggel. Bei den Männern hoffen Lasse Lührs, Lasse Priester, Olympia-Starter Jonas Schomburg sowie Jannik Schaufler im Kampf um die Medaillen mitmischen zu können.

„Ich bin super happy, dass die Nominierung am Ende geklappt hat und freue mich wahnsinnig bei meinem Heimrennen an den Start zu gehen. Ich glaube die Stimmung vor Ort wird richtig cool und ich hoffe, dass auch einige bekannte Gesichter vor Ort sein werden!“, reagiert die Ingolstädterin, die in Nürnberg trainiert, auf die Nachricht.

Anabel Knoll bei den Olympischen Spielen in Tokyo

„Wir sind froh, dass wir nach einer leistungssportlichen Durststrecke nun bei unserem Heimspiel in München eine leistungsstarke Mannschaft entsenden können“, sagt DTU-Sportdirektor Jörg Bügner und fügt an: „Unsere Athletinnen und Athleten werden selbstbewusst an den Start gehen, denn sie haben in den vergangenen Wochen und Monaten starke Ergebnisse in Rennen gegen die Besten der Welt erzielt. Dies stimmt uns zuversichtlich für die Europameisterschaften und lässt uns auf starke Auftritte hoffen.“

Das Rennen der Frauen findet am Freitag, 12. August, um 17:15 Uhr statt. Die Männer sind einen Tag später um 16:00 Uhr dran. Am Sonntag, 14. August, folgt dann noch das Rennen im Mixed Relay (18:00 Uhr) mit zwei deutschen Athletinnen und zwei deutschen Athleten. Im Mixed Relay gewann Deutschland bei den vergangenen beiden Europameisterschaften jeweils die Silbermedaille.

Fotos: Carla Nagel, privat

Der Däne Magnus Ditlev überraschte alle beim Challenge Roth. Mit einer Zeit von 7:35:48 Stunden verpasste er Jan Frodenos Streckenrekord aus dem Jahr 2016 um gerade neun Sekunden. Frodeno selbst musste zu Beginn des Marathons verletzungsbedingt aussteigen. Zweiter wurde Titelverteidiger Patrick Lange in 7:44:52 Stunden, Rainaldo Colucci aus Brasilien blieb als Dritter mit 7:52:36 Stunden ebenfalls noch deutlich unter der Acht-Stunden-Marke. Das Frauenrennen konnte Weltmeisterin Anne Haug nach einer ambitionierten Aufholjagd für sich entscheiden, ihre Zeit: sensationelle 8:22:42 Stunden. Die über lange Zeit führende Britin Fenella Langridge wird am Ende verdiente Zweite, als Drittplatzierte überquert Judith Corachàn aus Spanien die Ziellinie im Rother Triathlon-Stadion.

Während an der Spitze um Rekordzeiten und Platzierungen gekämpft wurde, ging es im Feld oft um das erfolgreiche Finish. Rund 3.000 Einzelstarter*innen und 650 Staffeln probierten es zusammen mit 7.000 Helferinnen und Helfern. Zahlreiche bayerische Athletinnen und Athleten trotzten den warmen Temperaturen und konnten persönliche Erfolge feiern. Einer von ihnen: Konrad Puk (RSLC Holzkirchen, SV Grün-Weiß Holzkirchen). Mit 73 Jahren erreichte der Holzkirchener als zweitältester Teilnehmer nach 16:00:31 Stunden die Ziellinie.

Konrad Puk im Ziel (Foto: Marathonfoto)

„Es ist nie zu spät zu beginnen“

Glücklich, gesund und zufrieden stand Puk im Ziel und meinte: „Ich habe jeden Kilometer genossen!“ Im vollbesetzten Stadion bat man ihn auf das Podium, wo er motivierte: „Leute fangt an euch zu bewegen. Ich war mit 66 Jahren zum ersten Mal in Roth, heute habe ich zum sechsten Mal die Ziellinie hier erreicht. Es ist nie zu spät etwas zu tun und wer nicht anfängt, der hat schon verloren“.

Körperlich und mental war der Tag für den oberbayerischen Athleten natürlich trotz des glücklichen Finishs sehr anstrengend: „Ich hatte meine Höhen und Tiefen“, berichtet er. „Das Schwimmen lief ganz gut, bis die nächste Startwelle von hinten kam, derer noch viele folgen sollten. Immer wieder habe ich mir ruhigere Gewässer gesucht, um dem Getümmel zu entkommen. So war ich heil froh, als ich mit nur kleineren Blessuren wieder festen Boden unter den meinen Füßen hatte und nicht zu viel Kanalwasser verkostet hatte. Beim Radfahren habe ich mich nach Plan versorgt, mein Gel aus der Flasche und Wasser zur Kühlung des Körpers und zum Trinken. An jeder Station habe ich mir von den Helfern Flaschen reichen lassen. Damit kein Körperteil in der Aeroposition verkrampft, waren ein paar Lockerungsübungen sehr hilfreich. Richtig anstrengend waren die Berge, Gredinger Berg, Kränzleinsberg, Solarer Berg, wo mich immer ein phantastisches Publikum mit viel Begeisterung nach oben ‚gebrüllt‘ hat. Für mich war das Gänsehaut pur.“

Besondere Motivation am Streckenrand

Ein ganz besonderer (stiller) Motivator war Michel – einer von tausenden Zuschauern für Konrad Puk. „Er verkleidet sich als Clown mit einer Perücke in den französischen Farben. Jedes Jahr steht er an den gleichen Stellen in Roth und sorgt für Unterstützung und Stimmung. Zufällig hatte ich Michel zuvor bei der „Challenge Woman“ getroffen und mich bei ihm für die Unterstützung in den Vorjahren bedankt. Da erzählte er mir, dass er Marathonläufer war und jetzt 83 Jahre alt ist. Inzwischen weiß ich, dass „Michel on tour“ als „Spaßpräsident“ unterwegs ist und für soziale Projekte Spenden einsammelt. Ein toller Mensch, ein toller Franzose und es war mir eine sehr große Freude so einen Menschen und seine Energie zu spüren.“

Foto: Marathonfoto

Auf der Marathonstrecke ging es für Puk gut voran. „Die Veranstalter haben das alles mit den vielen freundlichen Helfern hervorragend aufbereitet,“ lobt er. „Ab und zu gab es auch ein kleines Schwätzchen, um mich bei den Helfern zu bedanken. Das hat meinen Puls beruhigt und mir neue Energie gegeben. Nach den ersten zehn Kilometern beim Laufen wusste ich, dass ich rechtzeitig ins Ziel kommen kann.“

Am Ende sprang sogar der Sieg in der AK 70 heraus. „Das erste und das letzte Mal“, sagt Puk und fügt schmunzelnd hinzu: „Ach ja, nächstes Jahr komme ich wieder nach Roth, dann in der Altersklasse 75.“

Fotos: Marathonfoto; Privat

Zum zweiten Mal organisiert das P-Seminar „Let’s TRI“ in diesem Jahr einen Schülertriathlon an der Peter-Vischer-Schule in Nürnberg. Am 27. Juli werden Schülerinnen und Schüler, die sich gerne ausprobieren und messen, mit kleinen Distanzen zum Triathlonmachen eingeladen.

Schwimmen gilt es im Becken des Westbads zu absolvieren, die Fahrradstrecke ist im angrenzenden Wiesengrund zu überwinden und eine die Laufstrecke ist entlang der Pegnitz zu meistern. Die Distanzen sind für Jede*n machbar und bewegen sich zwischen 50m Schwimmen, 4km Radfahren und 1km Laufen für die Jüngsten und 200m Schwimmen, 16km Radfahren und 4km Laufen für die Ältesten. Das Mindestalter zur Teilnahme ist 10 Jahre.

„Wir würden uns freuen, wenn am 27. Juli zahlreiche Jugendliche im Rahmen des Schulsports in den Triathlon hineinschnuppern würden“, sagt der Vizepräsident Leistungssport im BTV, Thomas Burger. Der Nürnberger unterstützt das Projekt aktiv und kümmert sich sogar um Wechselbeutel, die die Sportler*innen im Anschluss mit nach Hause nehmen dürfen.

Die Anmeldung zum Schülertriathlon ist noch möglich. Eingeladen sind Schülerinnen und Schüler jeden Alters (ab Jahrgang 2012) und jeder Schulform.

Hier geht es zum Anmeldeformular.

Bild: Peter-Vischer-Schule

Vier Mal 250 m Schwimmen, 5,2 km Radfahren, 1,7 km Laufen galt es bei den Deutschen Meisterschaften Mixed Relay in Berlin zu absolvieren. Zwei bayerische Mannschaften schickten dort ihre Besetzung in der Reihenfolge Mann, Frau, Mann, Frau in das Rennen: Der SV05 Würzburg mit Markus Klinder, Jule Resselberger, Manuel Lessing und Vera Nickel, sowie der TV 1848 Erlangen mit Jannik Hoffmann, Juliane Möllers, Pablo Warter Rubio und Simone Kraft. Es ging um nichts weniger als die Frage, wer das schnellste Team in Deutschland ist.

Kopf an Kopf der bayerischen Teams

Mit Rang sieben für die Würzburger und Rang acht für die Erlangener kamen beachtliche Ergebnisse zustande.
Als erster der Würzburger startete Markus Klinder, der auf Platz 10 an Jule Resselberger übergab. Seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter, Jule Resselberger, Manuel Lessing und Vera Nickel, konnten sich im Rennverlauf auf einen beachtlichen siebten Platz nach vorne arbeiten. „Eine starke Leistung der Vier!“, kommentiert der Verein auf seiner Website.

Chance für das Team aus Erlangen

Das Team des TV Erlangen in Berlin

„Über die Chance als Team aus der zweiten Triathlon Bundesliga wieder bei der Deutschen Mixed Team Relay im Rahmen der Finals teilnehmen zu dürfen, haben wir uns sehr gefreut,“ berichtet Juliane Möllers. „Im letzten Jahr war das Event ja leider sehr durch Corona Maßnahmen beschränkt. Dafür hat der Veranstalter dieses Jahr gleich doppelt einen draufgesetzt. Wir waren von dem Aufwand sehr begeistert: Der komplette Parkplatz vor dem olympischen Stadion war zu einem riesigen Triathlonschauplatz umfunktioniert. Überall waren an den Absperrungen Banner mit dem Logo der Finals und Sponsoren befestigt. Im Wechselbereich wurde eine riesige Tribüne aufgebaut. Auf dem selben Weg lag auch der lange blaue Teppich für den Zieleinlauf, direkt vor den olympischen Ringen des Stadions.“

Das Team aus Erlangen hatte in der Vorbereitung etwas Pech: Krankheit, Corona und eine Oberschenkelzerrung. Deswegen standen die Vier Sportler*innen unter dem Motto am Start: Hauptsache dabei sein, Spaß haben und die olympische Atmosphäre genießen. „Die geänderte Startreihenfolge, in der ein Mann startet und eine Frau ins Ziel läuft, bedingt eine ganz andere Renndynamik und Taktik“, erklärt Möllers die im Vergleich zum Vorjahr geänderten Bedingungen.

Starker Start

Der Startschuss fiel und Jannik Hoffmann ging ins Rennen. Er zeigte starke Leistung zum Auftakt. Als er als Sechster zum Wechsel kam, entlockte die Leistung seinen Mitstreiter*innen Freudensprünge. „Das gab mir gleich noch mehr Motivation für mein Rennen, da es völlig unerwartet kam“, berichtet Juliane Möllers und fügt hinzu: „Leider musste ich im Laufen eine Athletin aus Köln ziehen lassen und übergab an siebter Position liegend. Doch Pablo und Simone bildeten ein starkes Schlusslicht und so reichte es am Ende für Platz acht.“ – Eine Platzierung, mit der die Mittelfranken sehr zufrieden sind. „Das lag weit über unseren Erwartungen.“ Ein Dank an die Team Sponsoren (Puma und die Fahrradecke), schließt Juliane Möllers gleich noch an.

Fotos: Georg Schneider

Nach der Bayerischen Meisterschaft im Sprint in Erding geht es am 26. Juni auch für die Elite-Athletinnen und Athleten über die Distanz von 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen um die Meisterwürde. In diesem Jahr werden erneut beim Traditionsrennen in Trebgast die Schnellsten der Schnellen gesucht. Zuschauen lohnt sich.

Taktik und Tempo

Denn das Rennen der Elite wird, im Gegensatz zu den Altersklassenrennen, mit Windschattenfreigabe durchgeführt. Die Möglichkeit, wie im Radsport im Pulk zu fahren, bringt zusätzliche Dynamik und eine taktische Komponente in das Wettkampfgeschehen. Wer schafft nach dem Schwimmen den Sprung in die Führungsgruppe? Funktioniert eine Gruppe gut, sodass die Verfolger keine Chance haben, oder sie an die vorhergehende Gruppe Anschluss finden kann? Wer kann wertvolle Kräfte schonen, um beim abschließenden Lauf das entscheidende Quäntchen Energie für den Schlussspurt zu haben? 

Die Teilnehmenden der BM starten in einer separaten Startwelle mit den Sportlern der Regionalliga vor dem Breitensportwettkampf. Los geht es traditionell am Trebgaster Badesee. Die zehn Kilometer lange Radstrecke führt in einem mehrmals zu durchfahrenden Rundkurs über Lindau und Waldau zurück an das Naherholungsgebiet. Von dort aus geht es in den Laufschuhen um den See. 

Weitere Meisterschafts-Rennen

Benedikt Deichsel, der Organisator des Rennens freut sich bereits auf ein spannendes Renngeschehen und das vielfältige Wettkampfprogramm: „Wir freuen uns sehr darüber, die Bayerischen Meisterschaften bei unserem Triathlon in Trebgast zu Gast zu haben. Darüber hinaus heißen wir auch die Deutsche Meisterschaft der Justiz und die Deutsche Meisterschaft der Gehörlosen Willkommen.“ Hiermit einen Beitrag zur Inklusion im Triathlonsport leisten zu können ist den Organisatoren sehr wichtig. 

Neben den Landesmeisterschaften macht zudem auch die 2. Bundesliga Süd in Trebgast halt, um Punkte für die Ligawertung zu sammeln. Auch hier werden spannende Zweikämpfe und ein schnelles Rennen um die Podiumsplätze erwartet.

Fotos: