Als Breiten-, Gesundheits- und Hobbysport ist Triathlon bestens geeignet, denn er vereint gesunde Ausdauersportart und variable, vielseitige Belastungen zu einem Sport, der sich sowohl alleine, als auch in Gemeinschaft perfekt gestalten lässt. Veranstaltungen und Wettkämpfe gibt es in Bayern für jedes Leistungsniveau.

Zwei Veranstaltungstage mit zahlreichen Starts, vielen Helferinnen und Helfern sowie mehreren Teilnehmendenrekorden prägten das Wochenende in Schweinfurt. Der MainCityRun und der MainCityTriathlon am Schweinfurter Baggersee waren erneut ein voller Erfolg. Neben den DACH Meisterschaften im Para Triathlon war insbesondere die BM Sprint ein Highlight.

Schon der Samstag stand ganz im Zeichen des Laufsports. Bereits am Morgen gingen die Teilnehmenden über zehn Kilometer und die Halbmarathondistanz an den Start. Bei noch kühlen Temperaturen herrschte früh eine gute Stimmung auf dem Gelände. Besonders erfolgreich verlief das Rennen über 10 Kilometer für die TG 48 Schweinfurt: Jana Vollert gewann die Frauenwertung in 37:15 Minuten, Ahmed Hussein Nur setzte sich bei den Männern in 32:46 Minuten durch. Im Anschluss rückten die Schülerläufe in den Mittelpunkt. Mehr als 700 Kinder der ersten bis vierten Klassen absolvierten die 1,3 Kilometer lange Strecke. Bei den älteren Jahrgängen gingen nahezu ebenso viele Schülerinnen und Schüler über 3,1 Kilometer an den Start. Dazwischen sorgte der Bambini-Lauf erneut für einen besonderen Moment auf dem Eventgelände. Zum Abschluss des Lauftages wurde beim Firmenlauf über 5,3 Kilometer ein neuer Teilnehmendenrekord verzeichnet. Rund 1200 Läuferinnen und Läufer gingen auf die Strecke.

Multisport-Sonntag mit mehreren Highlights

Der Sonntag brachte den Wechsel zum Multisport beim MainCityTriathlon. Trotz der niedrigen Temperaturen wurde das Schwimmen planmäßig ausgetragen.

Bei den bayerischen Meisterschaften auf der Sprintdistanz (500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen) wurden die Titel in den Altersklassen vergeben. Bei der weiblichen Jugend A siegte Dana Schörner (IfL Hof) mit einer Endzeit von 1:06:08 Stunden vor Katharina Lorenz (TSG 08 Roth) in 1:08:09 Stunden und Andrea Gradl (1.FC Deining), die nach 1:26:30 Stunden das Podium komplettierte. Die Altersklasse 20 der Frauen entschied Charlotte Doseth (SV Würzburg 05) in 1:04:56 Stunden für sich; hier belegte die Schweinfurterin Pia Diemer den zweiten Platz, während Julia Sterk (SV Würzburg 05) in 1:09:39 Stunden Rang drei erreichte. In der AK 25 blieb Antonia Sommer (SV Würzburg 05) mit einer Zeit von 1:08:22 Stunden ohne Konkurrenz auf dem Podium. Ein ähnliches Bild zeigte sich in der AK 30, die Lea Cagol (SV Würzburg 05) in 1:04:39 Stunden vor Susanne Wachter (TB Erlangen, 1:24:04 Stunden) gewann.

In den höheren Klassen der Frauen waren die Felder dünner besetzt, was die erbrachten Leistungen bei den kühlen Bedingungen jedoch nicht schmälert. In der AK 45 war Indira Leyk (TS Herzogenaurach) die einzige Starterin und finishte nach 1:24:43 Stunden. Auch in der AK 50 gab es mit Astrid Zunner (Twin Neumarkt) nur eine Athletin im Ziel, die eine Zeit von 1:10:07 Stunden vorlegte. Die AK 55 ging an Petra Sticker (TS Herzogenaurach) in 1:19:48 Stunden, gefolgt von Sabine Schörner (IfL Hof) in 1:23:47 Stunden. Drei Finisherinnen verzeichnete die AK 60: Christine Schrenker-Schöpf (TV 1848 Coburg) holte sich den Klassensieg in 1:21:59 Stunden vor Walburga Dieterich (TB Erlangen, 1:25:13 Stunden) und Annette Hofmann (TS Herzogenaurach, 1:30:32 Stunden).

Frau und Mann auf Rad vor grünem Hintergrund

Auch die Titel in den Männerklassen waren heiß umkämpft. Bei den Junioren setzte sich Moritz Kaunz (1.FC Deining) in 1:00:21 Stunden durch, während die Plätze zwei und drei an das Duo des TSV Zirndorf gingen, namentlich Tim Dudziak (1:05:04 Stunden) und Noah Hopf (1:06:53 Stunden). Ein einsames Rennen an der Spitze der AK 20 lief Georg Schneider (TV 1848 Erlangen), der nach 58:01 Minuten ins Ziel kam. Die AK 25 brachte die Tagesbestzeit des gesamten Meisterschaftsfeldes hervor: Carl Sommer (SV Würzburg 05) siegte in 56:39 Minuten vor Alber Maximilian von der TG 48 Schweinfurt (58:59 Minuten) und Nicolas Albrecht (BSV Flughafen München, 1:11:02 Stunden). Nur knapp dahinter sortierte sich der Sieger der AK 30 ein: Thomas Wittmann (Twin Neumarkt) benötigte 56:54 Minuten und verwies Manuel Stottele (TC Hofheim, 1:07:06 Stunden) sowie Jan Teigelkötter (TV Schweinheim 1885, 1:14:05 Stunden) auf die Plätze zwei und drei. In der AK 35 gab es eine knappe Entscheidung, die Florian Ziegler (TSV Hawaii Gerbrunn) in 1:11:51 Stunden mit lediglich fünf Sekunden Vorsprung vor Michael Spick (SSV Forchheim, 1:11:56 Stunden) für sich entschied; Dritter wurde hier Florian Döll (TSV Karlstadt-Triathlon) in 1:13:03 Stunden.

Die AK 40 sah Dominic Wimmer (Post SV Weilheim) in 1:03:08 Stunden ganz vorne, gefolgt von Patrick Göll (SG Poing, 1:05:08 Stunden) und Frank Weber (La Carrera TriTeam Rothsee, 1:06:05 Stunden). Ein größeres Feld bot die AK 45, in der Florian Bock (TG Kitzingen) nach 1:03:16 Stunden den Titel gewann. Roman Binner (TV 1848 Erlangen) folgte auf dem zweiten Platz in 1:04:15 Stunden, während Schramm Sören (TSV Katzwang 05) mit einer Zeit von 1:06:07 Stunden Rang drei belegte. Steffen Kunkel (SV Dachau) sicherte sich den Sieg in der AK 50 nach 1:04:01 Stunden vor Albrecht Waschke (SV Herschfeld, 1:06:26 Stunden) und Martin Woerner (SG Poing, 1:08:24 Stunden). In der AK 55 reichten zwei Starter für das Klassement: Geirg Harbauer (LG Würzburg) gewann in 1:11:25 Stunden vor Andreas Roos (TV Haibach, 1:16:34 Stunden).

In den älteren Klassen setzten sich die Routiniers durch. Christian Wolfarth (Twin Neumarkt) entschied die AK 60 in 1:09:00 Stunden für sich, deutlicher vor Martin Seitz (TV Haibach, 1:20:46 Stunden) und Thomas Heid (Ski-Club Rothenberg Schnaittach e.V., 1:24:51 Stunden). Hans-Eberhard Wolff (TS Lichtenfels) war in der AK 65 alleiniger Finisher in 1:13:33 Stunden. In der AK 70 gewann Theo Däxl (TSV Eintracht Karlsfeld) in 1:19:45 Stunden vor Dieter Seewald (TSV 1860 Staffelstein, 1:42:45 Stunden). Die AK 75 verzeichnete drei Athleten auf dem Podium: Joachim Masatz (ESC Höchstadt/Aisch) siegte in 1:25:20 Stunden vor Dieter Nußgräber (ASV Triathlon Kulmbach, 1:32:06 Stunden) und Wolfgang Janisch (SV Langenbach, 1:39:09 Stunden). Den Erfolg mit den meisten Jahren und wahrscheinlich meisten gefinishten Rennen erzielte schließlich Gerhard Müller (TDM-Franken), der in der AK 80 nach 2:02:47 Stunden das Ziel erreichte.

„Ein besonderer Dank gilt allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die sowohl an den Veranstaltungstagen als auch in der Vorbereitung im Einsatz waren. Ebenso trugen das Technische Hilfswerk, die Freiwillige Feuerwehr Schonungen, das BRK und die Wasserwacht zum reibungslosen Ablauf bei. Auch die Sponsoren leisteten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Veranstaltung“, betonen die Organisatoren.

Altersklassensieger:innen BM Sprint

Frauen

  • Jugend A: Dana Schörner – IfL Hof
  • AK 20: Charlotte Doseth – SV Würzburg 05
  • AK 25: Antonia Sommer – SV Würzburg 05
  • AK 30: Lea Cagol – SV Würzburg 05
  • AK 45: Indira Leyk – TS Herzogenaurach
  • AK 50: Astrid Zunner – Twin Neumarkt
  • AK 55: Petra Sticker – TS Herzogenaurach
  • AK 60: Christine Schrenker-Schöpf – TV 1848 Coburg

Männer

  • Junioren: Moritz Kaunz – 1.FC Deining
  • AK 20: Georg Schneider – TV 1848 Erlangen
  • AK 25: Carl Sommer – SV Würzburg 05
  • AK 30: Thomas Wittmann – Twin Neumarkt
  • AK 35: Florian Ziegler – TSV Hawaii Gerbrunn
  • AK 40: Dominic Wimmer – Post SV Weilheim
  • AK 45: Florian Bock – TG Kitzingen
  • AK 50: Steffen Kunkel – SV Dachau
  • AK 55: Geirg Harbauer – LG Würzburg
  • AK 60: Christian Wolfarth – Twin Neumarkt
  • AK 65: Hans-Eberhard Wolff – TS Lichtenfels
  • AK 70: Theo Däxl – TSV Eintracht Karlsfeld
  • AK 75: Joachim Masatz – ESC Höchstadt/Aisch
  • AK 80: Gerhard Müller – TDM-Franken

Fotos: TG48 Schweinfurt

Bei der Deutschen Meisterschaft im Duathlon Sprint in Halle stellten sich Athleten aus ganz Deutschland dem kurzen aber intensiven Rennen über 5 km Laufen, 21 km Radfahren und 3 km Laufen. Aus bayerischer Sicht gab es mehrere erfreuliche Ergebnisse: Insgesamt vier Altersklassensiege, ein zweiter und zwei dritte Plätze sprangen im Altersklassenrennen heraus.

Erfolgreicher DM Debütant Ben Czirnich

Florian Puchta (IfL-Hof) überzeugte mit einem starken Wettkampf und sicherte sich in der Altersklasse M30 den Sieg. Mit einer konstanten Leistung über alle drei Disziplinen zeigte er eine der besten bayerischen Tagesleistungen. Ebenfalls ganz oben auf dem Podium stand Ben Czirnich (TV Schweinheim), der die Jugendklasse (MJA) für sich entscheiden konnte. Besonders auf der Radstrecke konnte er sich entscheidend positionieren. Im Nachgang resümiert der Nachwuchssportler: „Ich bin sehr zufrieden mit dem gesamten Rennverlauf, weil die Dinge, die ich mir vorgenommen hatte sehr gut geklappt haben. Ich wollte einen kontrollierten ersten Lauf machen, saubere Wechsel hinlegen und unfallfreies Fahren in einer hoffentlich starken Gruppe. Für den abschließenden zweiten Lauf habe ich ein bisschen auf meine Laufstärke gesetzt. Insgesamt bin ich sehr glücklich, dass mein Debüt bei einer Deutschen Meisterschaft dieses tolle Ergebnis gebracht hat.“
Reinhard Joas (Herrieder Aquathleten) gewann bereits zum dritten Mal souverän die Altersklasse M75 und unterstrich damit seine Erfahrung und Ausdauer. Wolfgang Janisch (SV Langenbach) rundete das bayerische Ergebnis mit Rang drei in dieser Altersklasse ab.

Bei den Frauen zeigte harlotte Doseth (SV Würzburg 05) ein herausragendes Rennen und sicherte sich in der Altersklasse AK20 souverän den Deutschen Meistertitel. Mit der starken Gesamtleistung war sie zudem die viertschnellste Athletin des Tages.

Stefan Doseth (SV Würzburg 05) sicherte sich nach 1:14:20 Stunden mit Rang zwei in der Altersklasse M55 die einzige Silbermedaille aus bayerischer Sicht.

Auch in der Altersklasse AK50 gab es Grund zur Freude: Nadine Zidek (Tristar Regensburg) belegte einen starken dritten Platz und erreichte damit den einzigen bayerischen Podiumsrang drei.

Felix Bydkiewski (Team Oberpfalz) zeigte in der Altersklasse M65 eine engagierte Leistung und belegte Rang sieben. Martin Holler (Laufteam Fürth 2010) erreichte in der Altersklasse M55 einen sechsten Platz, Bastian Metz (TV1848 Erlangen) erreichte in der stark besetzten Altersklasse M20 einen soliden achten Platz.

Alle Ergebnisse sind hier zu finden.

Foto: © DTU/Winni Penno

Ein perfekter Tag für die Duathlon-BM: Bei frischen Temperaturen am Morgen und zunehmend angenehmen Bedingungen im Tagesverlauf präsentierte sich der Duathlon in Krailling einmal mehr als früher Formtest mit spannenden Titelkämpfen. Die 32. Auflage des Rennens bot dabei wie so oft hochklassige Leistungen aber auch einige organisatorische Neuerungen. Am Ende feierte die Favoritin Cornelia Griesche einen hauchdünnen Sieg und Titelverteidiger Max Hoffmanns Pläne wurden von Tom Hug durchkreuzt.

Im Frauenrennen entwickelte sich von Beginn an ein spannender Zweikampf an der Spitze. Vanessa Aberham diktierte gleich im ersten Lauf das Tempo und konnte sich zunächst leicht von Cornelia Griesche absetzen. „Anfangs habe ich versucht, Anschluss zu halten, musste sie nach etwa fünf Kilometern aber ziehen lassen und mein eigenes Tempo finden – der Wettkampf war ja noch lang“, schilderte Griesche später.
Auf dem Rad wendete sich dann das Blatt: Mit starker Leistung holte die Athletin des TSV Gaimersheim den Rückstand nach rund zehn Kilometern wieder auf und suchte ihrerseits die Entscheidung. Doch Aberham ließ sich nicht abschütteln. Es entwickelte sich ein  Duell mit mehreren Führungswechseln, das beiden Athletinnen sichtlich Kraft abverlangte. „Die ständigen Antritte kosteten viel Energie, deshalb habe ich mich entschieden, mit etwas Abstand hinter ihr zu bleiben“, so Griesche. Gemeinsam erreichten sie schließlich die zweite Wechselzone.

Frau läuft vor grüner Wiese

Cornelia Griesche erkämpfte sich den Sieg

Auch auf dem abschließenden Lauf blieb das Rennen lange offen. Aberham forcierte erneut das Tempo, Griesche heftete sich an ihre Fersen und hielt den Kontakt. Erst auf dem letzten Kilometer konnte sich Aberham kurz lösen, ehe Griesche auf den finalen Metern noch einmal alles mobilisierte. Mit einem starken Schlussspurt fing sie ihre Konkurrentin tatsächlich noch ab und sicherte sich in 1:57:39 Stunden den Sieg sowie – nach 2023 und 2025 – erneut den Titel der Bayerischen Meisterin. Nur drei Sekunden dahinter lief Aberham (TSG 08 Roth) über die Ziellinie. Rang drei ging an Lokalmatadorin Helen Graf (TV Planegg-Krailling).

„Insgesamt lief das Rennen doch etwas anders, als ich es mir im Vorfeld vorgestellt hatte“, gab die Siegerin im Nachgang zu und ergänzt: „aber wenn man am Ende als erstes die Ziellinie überquert, ist der Rest Nebensache. Zwischenzeitlich hatte ich den Sieg auch nicht mehr für möglich gehalten, aber es ist ein gutes Gefühl, wenn man über seine Grenzen gehen kann und dafür belohnt wird.“

Titelverteidigung wurde durchkreuzt

Titelverteidiger Maximilian Hoffmann ging im Rennen der Männer als einer der Favoriten ins Rennen. Doch schon beim ersten Lauf ließ sich erahnen, dass mit Tom Hug an diesem Tag ein ernsthafter Konkurrent am Start war. Der Profi setzte sich früh an die Spitze und legte gleich zu Beginn mit der schnellsten Laufzeit den Grundstein für seinen späteren Erfolg. Hug dominierte auch auf dem Rad und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Auch im abschließenden Lauf ließ er nichts mehr anbrennen und brachte seinen Vorsprung von am Ende über drei Minuten souverän ins Ziel. Dahinter zeigte Wolfgang Teuchner als schnellster Athlet der Altersklasse M40 eine starke Leistung und lief auf Rang drei der Gesamtwertung.

Sieger und Bayerischer Meister Tom Hug

„Der Duathlon in Krailling war mein erstes Rennen, nachdem ich vor gut einem Jahr einen schweren Radunfall hatte“, berichtet Sieger Tom Hug. „Entsprechend schwierig war es für mich einzuschätzen, wo ich aktuell stehe. Ich habe mir im Vorfeld bewusst nicht zu viel Druck gemacht und wollte das Rennen einfach solide und vor allem schmerzfrei durchbringen – und endlich wieder Wettkampfatmosphäre aufsaugen. Dass mein Comeback letztendlich so gut gelungen ist, macht mich natürlich umso glücklicher. Besonders gefreut hat mich außerdem, so viele bekannte Gesichter am Streckenrand zu sehen. Während meiner Zeit in München habe ich regelmäßig mit dem TV Planegg-Krailling trainiert. Damit hat es sich für mich fast wie ein Heimspiel angefühlt.“

Die Siegerehrung wurde erstmals in die Veranstaltungshalle verlegt und bot ein schönes Ambiente. Ein besonderer Moment war die Ehrung von Konrad Puk, der als ältester Starter des Feldes den Ehrenpreis „Legende des Rennens“ erhielt.

Alle Ergebnisse des Rennens sind hier zu finden.

Altersklassensiegerinnen

AK20: 1. Franziska Seifert (SSV Forchheim)
AK25: 1. Vanessa Aberham (TSG 08 Roth e.V.)
AK30: 1. Cornelia Griesche (TSV Gaimersheim)
AK35: 1. Nadine Reißner (TG Viktoria Augsburg)
AK40: 1. Katrin Esefeld (LG Mettenheim)
AK45: 1. Patricia Popp (MTV Pfaffenhofen)
AK50: 1. Nicole Kufner (SVG Ruhstorf)
AK55: 1. Claudia Bregulla-Linke (SC Riederau)
AK60: 1. Christine Schrenker-Schöpf (TV 1848 Coburg)
AK65: 1. Susanne Sommer (SVG Ruhstorf)

Altersklassensieger

AK18-19: 1. Ferdinand Van Aaken (TV Planegg-Krailling)
AK20: 1. Alexander Rieckmann (ATSV Kirchseeon)
AK25: 1. Tom Hug (SV Grün-Weiß Holzkirchen)
AK30: 1. Maximilian Hoffmann (TSG 08 Roth e.V.)
AK35: 1. Christian Schwarz (LC Buchendorf)
AK40: 1. Wolfgang Teuchner (TuS Fürstenfeldbruck e.V.)
AK45: 1. Christian Jais (TuS Fürstenfeldbruck e.V.)
AK50: 1. Alexander Kirsch (TSV Grünwald)
AK55: 1. Hermann Schmaderer (Schwimmverein Straubing)
AK60: 1. Thomas Blum (TV 1860 Immenstadt)
AK65: 1. Andreas Büttner (TSV Ottobrunn)
AK70: 1. Werner Fendt (RSC Aichach 1977 e.V.)
AK75: 1. Konrad Puk (SV Grün-Weiß Holzkirchen)

Fotos: private Aufnahmen

Im Rahmen der Multisport-Veranstaltung „Die Finals“ werden vom 23. bis 26. Juli in Hannover in 25 Sportarten die nationalen Meisterinnen und Meister ermittelt. Doch nur eine Disziplin bietet Breitensportlerinnen und -sportlern die Möglichkeit, auf denselben Streckenabschnitten und Wettkampfstätten anzutreten wie die Elite: der Triathlon. Die Anmeldung für das Amateurrennen und die DM Sprintdistanz der Altersklassen startet am 15. April 2026.

Teilnehmende des Sprint Triathlons Steinhuder Meer können am Samstag, 25. Juli, zwischen dem Einzelrennen (750 m Schwimmen, 18 km Radfahren, 5 km Laufen) und einer Sprintstaffel wählen, bei der jeweils ein Teammitglied eine der drei Disziplinen absolviert. Ambitionierte Starterinnen und Starter können am Sonntag, 26. Juli, zudem bei den DTU Deutschen Meisterschaften Sprintdistanz der Altersklassen selbst um nationale Titel kämpfen. Voraussetzung ist der Besitz eines gültigen Startpasses der Deutschen Triathlon Union (DTU) sowie die deutsche Staatsbürgerschaft.

Geschwommen wird im Steinhuder Meer, bevor die Strecke auf einem abwechslungsreichen Radkurs entlang des Ufers des Steinhuder Meers führt – bis zum Hagenburger Kanal und durch das Naturschutzgebiet zurück in Richtung Altenhagen. Anschließend geht es weiter nach Wunstorf und durch den Ort Steinhude wieder zu den Strandterrassen. Die Laufstrecke verläuft zunächst durch den Ortskern von Steinhude und anschließend entlang der Promenade – ein stimmungsvolles Highlight für Aktive und Zuschauer gleichermaßen, zumal die Amateurinnen und Amateure mit Ausnahme des Naturschutzgebietes und einer etwas größeren Laufrunde auf identischen Strecken wie die Profis unterwegs sind.

DTU Veranstaltungsdirektor Oliver Schiek betont: „Der Triathlon nimmt bei den Finals eine besondere Rolle ein: Keine andere Sportart öffnet ihr Eventformat so konsequent für Amateurinnen und Amateure. Wer hier startet, erlebt den Spirit eines Multisport-Festivals aus nächster Nähe – auf größtenteils denselben Kursen, im selben Setting. Das macht unseren Sport einzigartig.“

Die Amateurrennen finden am Samstag, 25. Juli 2026, im Vorfeld des Eliterennens statt. Am Sonntag, 26. Juli 2026, werden – ebenfalls unmittelbar vor dem Elite-Wettbewerb – die DTU Deutschen Meisterschaften der Altersklassen ausgetragen. Der Start ist jeweils in Wellen zwischen 7:00 bis 7:45 Uhr geplant.

Die Anmeldung für das Triathlon-Highlight in der Region Hannover startet am 15. April 2026. Informationen zu Teilnahmebedingungen und Abläufen stehen hier zur Verfügung. Die Anmeldung ist hier möglich.

Foto: © DTU/Petko Beier

Kaum in die Saison gestartet, wartete in Deutschland schon das erste Highlight auf Sportlerinnen und Sportler. Die Duathlon-Europameisterschaft über die Mitteldistanz (10 km Laufen, 60 km Radfahren, 10 km Laufen) im nordrhein-westfälischen Alsdorf bot nationale und internationale Klasse. Während Merle Brunnée aus Baden-Württemberg ihren EM-Titel in der Elite verteidigen konnte, zeigten im Altersklassen-Rennen die Athletinnen aus dem Freistaat, dass die Form bereits stimmt. Parallel zur EM wurden auch die DM-Titel vergeben.

Comeback für Susanne Sommer nach schwerem Unfall

Ein überzeugendes Rennen lieferte Susanne Sommer ab. In der Altersklasse 65 ließ sie der internationalen Konkurrenz keine Chance und finishte nach 3:37:07 Stunden. Damit geht einer der begehrten EM-Titel direkt nach Bayern. Die Sportlerin der SVG Ruhstorf war als Dritte nach dem ersten Lauf schnell gewechselt, überzeugte mit einer starken Radleistung und ließ sich die so errungene Spitzenposition auch auf dem abschließenden Lauf nicht mehr nehmen. „Nach fast dreijähriger Verletzungspause war ich extrem nervös, weil ich meine Leistungsfähigkeit nicht einschätzen konnte“, berichtet die Erfolgsathletin. „Zwar wusste ich, dass ich auf dem Rad gut bin, aber das Laufen ist einfach noch in der Aufbauphase. So wollte ich beim ersten Lauf keines Falls überziehen, war aber dann doch schneller als gedacht. Ich kam auf Platz drei in die Wechselzone mit knappem Vorsprung auf Vier – das war ok. ‚Meine Zeit kommt in den nächsten 60 Kilometern, hoffentlich‘, dachte ich. Und tatsächlich setzte ich mich bereits nach sieben Kilometern an die Spitze, konnte den Vorsprung aber doch nur marginal ausbauen. Hinter mir gab es einen harten Positionskampf. Der zweite Wechsel war wieder recht gut. Ich hörte in meine Beine hinein – besser als erwartet. Kilometer um Kilometer spulte ich recht gleichmäßig ab, wurde von meinem Mann unterwegs mit den nötigen Informationen versorgt und wusste in der letzten von den vier Laufrunden, dass mir der Sieg nicht mehr zu nehmen ist.
Was für ein Gefühl! Gequält habe ich mich bis zum Schluss, aber es war Genuss pur. So ein Comeback ist ein Traum, nachdem mir nach meinem schweren Radunfall mit zertrümmertem Sprunggelenk und Wirbelbruch eher das Ende meiner sportlichen Laufbahn prophezeit wurde. Aber Aufgeben war keine Option. Meine Motivation liegt wohl genau darin. Und dieses Flair rund um die Wettkämpfe, zu Freunden gewordene Sportler von überall wieder zu sehen, sind für mich etwas ganz Wertvolles.“

In der Altersklasse 25 musste Vanessa Aberham (TSG 08 Roth) nur der Britin Olivia Harrod den Vortritt lassen. Die Athletin aus der Triathlonhochburg Roth bewältigte die selektive Strecke in einer Gesamtzeit von 2:53:20 Stunden. Mit diesem Ergebnis sicherte sie sich nicht nur die Silbermedaille in der Europameisterschaftswertung, sondern kürte sich gleichzeitig zur Deutschen Meisterin ihrer Klasse.

Rita Steger schaffte ebenfalls den Sprung aufs EM-Treppchen. In der AK 40 bis 44 setzte sie sich in einem spannenden Duell um die Bronzemedaille durch. In der DM-Wertung reichte es dann zum vierten Platz für die Athletin des SSV Forchheim.

Die Ergebnisse der bayerischen Starter führt Marco Sahm vom IfA Nonstop Bamberg an. Er holte in der AK 50 bis 54 den Bronzerang und wurde in der DM-Wertung Zweiter.

Im Feld der Elite-Frauen hielt Maja Betz (SC Ostheim) die bayerischen Farben hoch. In einem kleinen aber feinen internationalen Feld belegte sie in 2:51:59 Stunden den fünften Rang.

Der Weißhauswald in Trier bot die Kulisse für die diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Crossduathlon, die im Rahmen des 18. Int. X-Duathlon ausgetragen wurden. Während an der Spitze des Gesamtfeldes Linda Detering (1:34:33 Stunden) und Julius Drees (1:22:07 Stunden) die Titel einfuhren, waren die bayerischen Athleten in den Altersklassen-Wertungen erfolgreich.

Reinhard Joas

Das Rennen verlangte den Startern auf den 5 Kilometern Crosslauf, den anschließenden 23,2 Kilometern auf dem Mountainbike und dem finalen 2,5-Kilometer-Lauf alles ab. Besonders in den erfahrenen Klassen finden sich Sportler aus bayerischen Vereinen an der Spitze.
Reinhard Joas von den Herrieder Aquathleten sicherte sich in der Klasse M75 souverän den deutschen Meistertitel. „Damit war ich zufrieden, zumal durch das schlechte Wetter im Vorfeld schwierige Trainingsbedingungen herrschten und ich das Radtraining oftmals auf die Rolle und das Lauftraining auf dem Laufband absolvieren musste.“ Mit einer Endzeit von 2:24:03 Stunden bewies der Senior dennoch einmal mehr seine Ausdauer auf dem Mountainbike und den anspruchsvollen Laufstrecken.

Endlich Gold!

Ebenfalls ganz oben auf dem Podium stand Thomas Blum vom TV 1860 Immenstadt. Er holte sich den Titel in der M60 mit einer Zeit von 1:46:42 Stunden und fasste das Rennen so zusammen: „Nach einem zweiten und dritten Platz in den vergangenen Jahren sollte es dieses Mal endlich mit dem Titel in der AK 60 klappen. Schon beim Start habe ich gemerkt, dass die Form stimmt. Auf dem Rad konnte ich das Tempo in den vier Runden stetig steigern, und der abschließende Lauf verging wie im Flug. Ein tolles Gefühl, im Ziel zu stehen und zu wissen: Es hat gereicht! Ein großes Lob an den Veranstalter für die super Stimmung und die perfekte Organisation.“

Auch der Nachwuchs aus dem Freistaat zeigte sich gut in Form. In der hart umkämpften M20 sicherte sich Ludwig Sigl vom TV Burglengenfeld 1875 e.V. den dritten Platz. Nach 1:36:49 Stunden überquerte er die Ziellinie und komplettierte damit das bayerische Erfolgsergebnis in Trier.

Alle Ergebnisse des Rennens sind hier zu finden.

Foto: DTU/Ingo Kutsche

Während sich die meisten Triathleten hierzulande auf die ersten Radausfahrten im Freien vorbereiten, ging es für eine kleine bayerische Delegation am vergangenen Wochenende noch einmal in den Winter. Im italienischen Padola, auf 1.200 Metern Höhe in den Belluneser Dolomiten gelegen, suchten die Wintertriathleten ihre Weltmeister. Für die Sportlerinnen und Sportler aus dem Bayerischen Triathlon-Verband wurde die Reise nach Venetien zu einem vollen Erfolg: Ein guter Teil der 14 deutschen Medaillen ging auf das Konto der Athletinnen und Athleten aus dem Freistaat.

Elite-Bronze für das bayerische Duo

Das Highlight aus bayerischer Sicht lieferten Lorena Erl und Sebastian Neef im 2×2-Mixed-Relay-Wettbewerb. Das Duo bewies auf dem anspruchsvollen Kurs aus Laufen, Mountainbiken und Skilanglauf Nervenstärke. Nach 1:08:25 Stunden sicherten sie sich hinter den Teams aus Italien und der Slowakei die Bronzemedaille.

Besonders bemerkenswert: Sebastian Neef, der eigentlich nach der XTERRA-WM im vergangenen Herbst seinen Rückzug aus dem Elite-Sport angekündigt hatte, gab für dieses Event noch einmal alles und bewies mit Rang sechs im Einzel sowie dem Staffel-Edelmetall, dass er dem Sport treu bleibt. Er resümiert nach dem Rennen: „Dass ich mich ohne Druck und Plan vorbereitet habe, war mein größter Vorteil. Nach zwölf Jahren im Leistungssport habe ich gelernt, auf mein Körpergefühl zu hören. Mit der Medaille in dieser Multisportart schließt sich für mich nun auch ein Kreis: Ich habe nun in der Elite sowohl im Straßen- als auch im Cross- und Wintertriathlon Medaillen bei Meisterschaften geholt. Darauf bin ich stolz – so kann man guten Gewissens einen Gang zurückschalten… was auch immer das bei mir genau heißt, wird sich dann dieses Jahr zeigen.“

Auch Lorena Erl bestätigte ihre Form mit einem starken fünften Platz im Einzelrennen, bei dem sie nur knapp an den Medaillenrängen vorbeischrammte. Michael Fuchs rundete das gute Abschneiden der bayerischen Elite mit einem sechsten Platz in der U23-Wertung (18. Gesamtrang) ab.

Starke Rennen in den Altersklassen

In den Agegroup-Rennen waren die bayerischen Starterinnen und Starter ebenfalls erfolgreich. Die Strecken in der Region Val Comelico verlangten den Teilnehmern technisch alles ab – insbesondere die MTB-Passagen auf festgetretenem Schnee und die schnellen Skating-Runden forderten volle Konzentration.

Gertrud Härer (AK 65–69) und Wolfgang Leonhard (AK 70–74) zeigten sich in bester Form und sicherten sich gleich doppeltes Gold: Beide gewannen sowohl im Wintertriathlon als auch im Winterduathlon ihre Altersklassen souverän. Erfolgsgarantin Claudia Bregulla-Linke (AK 55–59), sicherte sich den Weltmeistertitel im Duathlon und steuerte im Triathlon mit Bronze eine weitere Medaille bei.

Für die Athleten geht es nun mit reichlich Rückenwind in die Vorbereitung auf die Sommersaison – die Medaillen aus den Dolomiten dürften dabei für die nötige Motivation sorgen.

Die Ergebnisse der Rennen finden Sie hier.

Foto: Franz Pretzl

Der Winter ist da, die Tage sind kurz, die Trainingsmotivation gelegentlich eingeschneit. Doch genau jetzt beginnt die beste Zeit, um an Kraft, Technik und Teamgeist zu feilen. Deshalb gibt’s bei uns dieses Jahr etwas ganz Besonderes: Während andere Plätzchen zählen, zählen wir Wiederholungen! Mit dem BTV Adventskalender für Trainingsgruppen, TriKids, YoungStars, Masters schenken wir euch Impulse für das nächste Vereinstraining.

Hinter jedem Türchen wartet ein kleiner Trainings-Booster mit Übungsvorschlägen für euer Vereinstraining. Mal spielerisch, mal technikorientiert, mal richtig knackig. Perfekt für den Nachwuchs, aber auch ideal für Erwachsene, die etwas Schwung in ihren Trainings-Trott bringen möchten.

Viele der Einheiten stammen aus keinem geringeren Werk als dem Trainings-Büchlein von Roland Knoll – randgefüllt mit jahrzehntelanger Erfahrung. Und wer noch mehr kreative Trainingsimpulse erwartet, darf sich freuen: Auch Trainerin Hanna Krauss und einige Vereine haben ihre besten Ideen beigesteuert.

Also: Schuhe binden, Trikot überziehen und los geht es – jeden Tag eine neue Einheit, direkt nutzbar für euer Wintertraining.
Das sind eure Türchen:

  1. Dezember: 1. Adventskalender-Türchen: Vier kreative Trainingsformen für dein Hallentraining aus Roland Knolls Ideen-Kiste
  2. Dezember: 2. Adventskalender-Türchen: Leiterspiel mit Athletik-Aufgaben
  3. Dezember: 3. Adventskalender-Türchen: Leiterspiel mit Lauf-Aufgaben
  4. Dezember: 4. Adventskalender-Türchen: Lauf- und Konditionsparcours
  5. Dezember: 5. Adventskalender-Türchen: Karlsfelder 6-Tage-Rennen
  6. Dezember: 6. Adventskalender-Türchen: Ausdauer- & Koordinationsparcours
  7. Dezember: 7. Adventskalender-Türchen: Langbankzirkel
  8. Dezember: 8. Adventskalender-Türchen: Trampolin-Parcours
  9. Dezember: 9. Adventskalender-Türchen: Reifen-Parcours
  10. Dezember: 10. Adventskalender-Türchen: Synchronspringen
  11. Dezember: 11. Adventskalender-Türchen: Memory-Staffel
  12. Dezember: 12. Adventskalender-Türchen: Formel 1 in der Halle
  13. Dezember: 13. Adventskalender-Türchen: Orientierungssprint
  14. Dezember: 14. Adventskalender-Türchen: Hockey-Parcours
  15. Dezember: 15. Adventskalender-Türchen: Reaktions- und Jonglierparcours
  16. Dezember: 16. Adventskalender-Türchen: Ballzirkel
  17. Dezember: 17. Adventskalender-Türchen: Partnerübungen für das Schwimmtraining
  18. Dezember: 18. Adventskalender-Türchen: Perfektioniere Deinen Brustbeinschlag
  19. Dezember: 19. Adventskalender-Türchen: Piraten-Abenteuer
  20. Dezember: 20. Adventskalender-Türchen: Trockenübung für deine erste Rollwende
  21. Dezember: 21. Adventskalender-Türchen: Dschungel-Abenteuer
  22. Dezember: 22. Adventskalender-Türchen: Balance-Battle
  23. Dezember: 23. Adventskalender-Türchen: (Fast) alles, was ihr für euer Nachwuchstraining braucht
  24. Dezember: 24. Adventskalender-Türchen: Bringt eure Ideen in das nächste Training ein!

 

Wechseltraining gehört zu den zentralen Bausteinen des Triathlons – besonders in den Nachwuchsklassen entscheidet ein perfekter Wechsel schließlich oft über die Platzierung mit. Doch wie trainiert Triathlonbayern den Wechsel und wie lässt sich das Training dazu optimal gestalten?
Diesen Fragen geht derzeit ein Forschungsprojekt der Technischen Universität München nach, das im Sommer seinen Anfang im TriDay der TUM gemeinsam mit Roland Knoll genommen hatte.

Um das Projekt im Rahmen einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit weiter zu vertiefen, sucht das Forscherteam nun Triathlontrainer, die an einer kurzen Online-Umfrage teilnehmen. Ziel ist es, ein genaueres Bild davon zu erhalten, wie relevant Wechseltraining in der praktischen Trainingsarbeit eingeschätzt wird und welche Methoden sich in Vereinen bewährt haben.

Alle Informationen zur Studie sowie den Link zur Umfrage findet Ihr hier.

Foto: Tom Mayer

Der Körper verändert sich – und mit ihm muss sich oft auch das Training anpassen. Für viele Frauen markiert der menopausale Übergang eine Phase großer Umstellungen: hormonell, körperlich und emotional. Anstatt die sportliche Aktivität zurückzuschrauben, kann gerade jetzt Bewegung ein Schlüssel zu mehr Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität sein. Beim Verbands- und Thementag des Bayerischen Triathlon-Verbandes zeigt Dr. Katja Bartsch auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse, wie Frauen in der Peri- und Postmenopause ihr Training gezielt anpassen können.

Schwankende oder sinkende Östrogenspiegel können Muskeln, Knochen, Regeneration und Psyche beeinflussen. Die gute Nachricht: Wer die physiologischen Prozesse versteht, kann individuelle Strategien entwickeln, um weiterhin gesund, stark und motiviert zu bleiben. Wie kann ich trotz (oder gerade wegen) hormoneller Veränderungen mein Training optimal gestalten? Welche Strategien helfen, Beschwerden zu lindern und langfristig leistungsfähig zu bleiben? All das wird im Vortrag beleuchtet. Bringt euch am 8. November in Ingolstadt auf den neuesten Forschungsstand und erhaltet konkrete, praxisnahe Ansätze für Training und Lebensstil.

Vorab haben wir Katja Bartsch schonmal ein paar Fragen gestellt.

Frau Bartsch, Sie beschäftigen sich mit dem Thema Menopause und Sport – was hat Sie zu diesem Forschungsschwerpunkt geführt?

Portrait einer Frau mit BrilleEine Kombination aus wissenschaftlicher Neugier und praktischer Beobachtung. Im Bereich der Sportwissenschaften wird zunehmend sichtbar, wie stark Frauen in der Lebensmitte in der Forschung unterrepräsentiert sind. Tatsächlich fehlen uns zu vielen wichtigen Fragen belastbare Daten – insbesondere Studien, die gezielt Frauen in der Peri- und Postmenopause einbeziehen. Gleichzeitig zeigt sich: Immer mehr Frauen bleiben auch in der Lebensmitte und darüber hinaus körperlich aktiv – und setzen sportlich beeindruckene Zeichen: Die US-amerikanische Marathonläuferin Jeannie Rice läuft mit über 75 Jahren eine Marathonzeit von 3:33 Stunden, und seit 2025 hält eine 80-jährige Athletin den Rekord als älteste Finisherin des Ironman Hawai’i. Das sind natürlich eindrucksvolle Beispiele dafür, warum Frauen nach der reproduktiven Lebensphase mehr Aufmerksamkeit in der Sport- und Bewegungsforschung verdienen.

Im Austausch mit Frauen, für die das Thema Menopause allmählich in den Fokus rückt, wird darüber hinaus deutlich: Es gibt viele offene Fragen, Unsicherheiten – aber auch ein wachsendes Interesse an fundierter Information.  Was es aktuell aus meiner Sicht daher braucht, ist zweierlei: zum einen mehr qualitativ hochwertige Forschung mit weiblichen Probandinnen in dieser Lebensphase, und zum anderen einen besseren Transfer des bereits vorhandenen Wissens in die Praxis. Dabei ist es mir wichtig, wissenschaftliche Erkenntnisse so aufzubereiten, dass sie zugänglich und verständlich sind – ohne dabei die Komplexität oder die Differenzierung wissenschaftlicher Aussagen zu verlieren.

Warum ist es wichtig, dass wir im Sport mehr über die Peri- und Postmenopause sprechen?

Weil wir nur dann wirklich bedarfsgerechte Angebote – z.B. in Form von zielgruppengerechten Trainingskonzepten und Vereinsstrukturen – schaffen können, wenn wir die physiologischen Veränderungen und individuellen Bedürfnisse von Frauen in dieser Lebensphase verstehen und ernst nehmen.

In der Peri- und Postmenopause können hormonelle Veränderungen zu weitreichenden Ausiwrkungen führen – z.B. auf Muskelmasse, Knochendichte, Regenerationsfähigkeit, Schlafqualität, Herzkreislaufrisiofaktoren und mentale Konstitution. Diese Veränderungen werden individuell sehr unterschiedlich erlebt.

Mehr Wissen, Offenheit und Sensibilität für dieses Thema tragen nicht nur dazu dabei, Vorurteile und Stigmata abzubauen, sondern ermöglichen es Trainer:innen sowie den Frauen selbst, Bewegung gezielter und effektiver einzusetzen – zur Gesundheitsförderung, Leistungssteigerung und Verbesserung der Lebensqualität.

Welche Mythen oder Fehlannahmen begegnen Ihnen im Zusammenhang mit Sport in der Menopause am häufigsten?

Viele gehen davon aus, dass die Wechseljahre erst mit etwa 50 ein Thema werden. Tatsächlich beginnen die hormonellen Veränderungen bei vielen Frauen aber schon deutlich früher, z.B. in den späten 30ern oder frühen 40ern. Im Hinblick auf manche Aspekte, die im Kontext der Menopause eine wichtige Rolle einnehmen, wie z.B. Knochendichte und Osteoporoserisiko, werden die Weichen mitunter noch viel früher gestellt – vor allem in Sportarten, in denen RED-S (Relative Energieverfügbarkeit im Sport) eine Rolle spielt. Das ist z.B. bei Ausdauersportarten wie dem Triathlon der Fall. Es lohnt sich also, sich frühzeitig mit dem Thema Menopause zu befassen.

Darüber hinaus vermitteln aktuelle Diskussionen und mediale Trends häufig den Eindruck, dass bestimmte Trainingsansätze universell oder vorranging wirksame Strategien für diese Lebensphase darstellen. Meiner Ansicht nach braucht es hier jedoch eine differenziertere Sichtweise: Verschiedene Trainingsformen und -methoden können auf vielfältige und individuelle Weise dazu beitragen, die körperlichen und mentalen Veränderungen der Peri- und Postmenopause positiv zu begleiten.

Vielen Dank! Mehr Infos gibt es am 8. November in Ingolstadt.

Mehr zum Verbandstag und Anmeldung.

Foto: Oliver Gold/ private Aufnahme