Hinter dem 23. Türchen versteckt sich ein komplettes Übungsheft. Dies bündelt sämtliche Inhalte der vergangenen Wochen, führt sie in einem umfassenden Leitfaden zusammen und beinhaltet noch viele weitere Inspirationen. Damit möchten wir euch Trainerinnen und Trainern eine Grundlage für ein kind- und jugendgerechtes Training an die Hand geben, das Entwicklung ermöglicht, Freude an Bewegung fördert und langfristig Motivation schafft. Denn uns ist wichtig: Nachwuchstraining ist mehr als das Aneinanderreihen von Übungen. Es geht darum, Kinder und Jugendliche dort abzuholen, wo sie stehen, und ihnen Räume zu eröffnen, in denen sie sich ausprobieren, dazulernen und Erfolgserlebnisse sammeln können.

Kinder lernen anders

Ein zentrales Leitmotiv des Übungshefts ist die Erkenntnis, dass Kinder keine kleinen Erwachsenen sind. Sie lernen über Spiel, Abwechslung und Emotionen. Trainingseinheiten müssen vielseitig, bewegungsreich und erlebnisorientiert gestaltet werden. Statt monotone Wiederholungen oder frühe Spezialisierung stehen grundlegende Fähigkeiten wie Koordination, Schnelligkeit, Gleichgewicht und Körpergefühl im Vordergrund.

Wir liefern euch deshalb viele kleine Variationen, kreative Spielformen und wechselnde Aufgabenstellungen, die einfache Übungen zu immer wieder neuen Herausforderungen machen können. So bleibt das Training spannend und gleichzeitig wirksam.

Passgenau für langfristige Motivation

Kinder brauchen Herausforderungen, aber sie müssen bewältigbar sein. Überforderung wirkt ebenso demotivierend wie ein reines „Spaßprogramm“ ohne erkennbare Entwicklung. Das Übungsheft macht Mut, individuelle Fortschritte in den Mittelpunkt zu stellen und nicht nur den Vergleich untereinander zu betonen.

Neben der Vielzahl an Übungs- und Spielideen bietet das PDF eine Orientierung für den Aufbau von Trainingseinheiten. Eine sinnvolle Struktur – vom Aufwärmen über koordinative Inhalte und Schnelligkeit bis hin zu Spielen und einem ruhigen Ausklang – hilft euch dabei, Training zielgerichtet und altersgerecht zu gestalten. Diese Struktur ist nicht als starres Schema zu verstehen, sondern als Hilfestellung. Je nach Gruppe, Rahmenbedingungen und Tagesform können Inhalte angepasst, verkürzt oder erweitert werden. Genau hier liegt die Stärke des Materials: Es liefert Impulse, keine festen Rezepte.

Nur noch einmal schlafen…

Kurz vor Weihnachten laden wir euch mit diesem Heft ein, weiterzudenken und Ideen an die eigenen Trainingsgruppen anzupassen. Der Leitfaden soll euch Inspiration sein, Mut machen und Lust darauf, Training im Kinder- und Jugendbereich bewusst, kreativ und entwicklungsorientiert zu gestalten. Wir wünschen euch viel Freude beim Stöbern, Ausprobieren und Umsetzen und euren Gruppen viele positive Bewegungserlebnisse.

Und versprochen, morgen gibt es noch ein tolles Weinachtsgeschenk!

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Heute wird gewackelt, balanciert und gelacht! Im „Balance-Battle“ geht es nicht darum, perfekt zu sein, sondern darum, die Balance bestmöglich zu halten – alleine, zu zweit und als Gruppe. So lernen die Kinder, Gleichgewicht auch unter wechselnden Bedingungen zu halten, Bewegungen zu kontrollieren und Ruhe zu bewahren.

Die Einheit

Die Halle ist in mehrere Balancstationen eingeteilt, die alle unterschiedliche Anforderungen an Gleichgewicht und Koordination stellen. Die Kinder bewegen sich in Kleingruppen durch diese Stationen. Jede Station wird für eine fest vorgegebene Zeit belegt, dann wird gewechselt.

Diese Stationen stehen im Plan:

  • Balancieren auf Gymnastikbällen
    Auf instabilen Unterlagen erproben die Kinder verschiedene Positionen – vom Sitzen über den Kniestand bis hin zu Liege- und Standvarianten. Mit Hilfestellung und Sicherung steht hier die kontrollierte Körperspannung im Fokus.
  • Balancieren über eine niedrige Reckstange
    Über eine niedrig eingestellte Reckstange wird vorwärts und rückwärts balanciert. Zusätzliche Aufgaben mit Ball oder Zuwerfen erhöhen die Anforderungen an Koordination und Gleichgewicht.
  • Tennisball auf dem Klemmbrett
    Ein Tennisball liegt auf einem Klemmbrett und darf nicht herunterfallen. Während Kniebeugen, Standwaage oder Einbeinstand ausgeführt werden, ist ruhige Bewegungskontrolle gefragt.
  • Umgedrehte Langbänke und Kästen
    Schmale Balancewege aus Langbänken und Kästen fordern sichere Fortbewegung und Orientierung. Mit Ball und einfachen Passaufgaben wird das Gleichgewicht zusätzlich herausgefordert.
  • Balancieren mit Gymnastikstäben
    Ein Gymnastikstab wird auf Hand, Fuß oder Stirn balanciert. Zusätzliche Aufgaben wie Hinsetzen, Aufstehen oder Balancieren auf der Bank steigern den Schwierigkeitsgrad.

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Luca ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der bayerischen Triathlon-Community . Er ist aktiver Sportler, vor allem aber engagierter Trainer, Mitarbeiter im Verein und verlässlicher Ansprechpartner im Kinder- und Jugendtraining vor Ort. Nach einem schweren Unfall im April 2025 hat sich Lucas Leben schlagartig verändert. Seitdem ist er von der Brust abwärts querschnittsgelähmt und steht vor großen körperlichen und finanziellen Herausforderungen. Aktuell kämpft er sich mit derselben Disziplin und Willenskraft, die ihn zuvor im Sport ausgezeichnet haben, durch seine Rehabilitation.

Freunde und Wegbegleiter haben die Spendenaktion „Gemeinsam für Luca“ ins Leben gerufen, um ihn auf diesem Weg zu unterstützen – für notwendige Therapien, Reha-Maßnahmen und Hilfsmittel, die ihm mehr Selbstständigkeit und Perspektive ermöglichen sollen.

Wir wünschen Luca viel Kraft und Zuversicht für seinen weiteren Weg.

Weitere Informationen zur Spendenaktion finden sich unter:
https://www.gofundme.com/f/gemeinsam-fuer-luca

Willkommen im Dschungel! Heute verwandelt sich die Halle in eine aufregende Abenteuerlandschaft voller Herausforderungen, Tiere und versteckter Schätze. Die Kinder klettern, balancieren, springen, schwingen und entdecken gemeinsam, wie sie mit Mut, Geschicklichkeit und Teamgeist jedes Hindernis meistern können. Ein bewegungsreiches Erlebnis, das Kraft, Koordination und Fantasie gleichermaßen fördert!

Die Einheit

Die Kinder tauchen in eine Fantasiewelt ein, in der sie als mutige Entdeckerinnen und Entdecker unterwegs sind. An verschiedenen Stationen warten Herausforderungen, die Geschick, Kraft und Kreativität erfordern. Dabei arbeiten sie zusammen, helfen sich gegenseitig und erleben die Halle aus ganz neuen Perspektiven.

Einstieg (5–10 Minuten): „Tiere wecken“

Die Kinder bewegen sich frei durch den Raum. Die Trainerin ruft Tiere, die die Kinder mit passenden Bewegungen darstellen:

  • Tiger: schnelle Sprints durch die Halle
  • Schlange: flach über den Boden kriechen
  • Affe: hüpfend und kletternd fortbewegen
  • Känguru: große, federnde Sprünge

 

Stationsbetrieb
Station 1 – „Lianen-Swing“

An den Seilen dürfen die Kinder mutig wie Dschungeltiere schwingen.
Bewegungsaufgaben:

  • frei am Seil schwingen
  • kleine Sprünge mitnehmen (seitlich zu Kästen; von Kästen, auf Kästen)
  • Richtungswechsel ausprobieren
  • Schwünge unterschiedlich stark ausführen

Station 2 – „Schnell wie der Gepard“

Entlang des Mittelkreises fordert die Gepardenjagd Schnelligkeit und Vielseitigkeit.
Die Kinder bewegen sich:

  • vorwärts
  • rückwärts
  • seitwärts
  • mit Ball

im Fang- bzw. Verfolgungsmodus

Station 3 – „Über die Krokodilschlucht“

Eine Langbank dient als schmaler Steg über die gefährliche „Schlucht“. Links und rechts liegen Matten als Wasser.
Aufgabenvarianten:

  • sicher vorwärts balancieren
  • rückwärts gehen
  • mit Ball balancieren
  • zu zweit überqueren

Station 4 – „Schatzsucher“

Unter Hütchen sind kleine Schätze versteckt (farbige Zettel, Symbole, Bälle, Schlüssel u.ä.). Aufgabe: Die Kinder decken Hütchen auf und suchen passende Paare.
Steigerung: Zwischen den Hütchen müssen kleine Bewegungsaufgaben ausgeführt werden:

  • einbeinig springen
  • Froschsprünge
  • fahren auf Rollbrettern

Station 5 – „Affentheater“

Kleine Kästen, Langbänke und eine verbundene Rutschbahn bilden einen Dschungel-Hindernisweg.
Bewegungsmöglichkeiten:

  • Hindernisse überwinden
  • über die Bank klettern
  • an der Sprossenwand hochsteigen/runterklettern
  • über die Rutschbahn hinabsausen

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Bereit für die perfekte Rollwende? Mit dieser Vorübung im Gymnastikraum oder in der Sporthalle erleben Kids spielerisch, wie sich eine schnelle, saubere Wende anfühlt! Kraft, Körperspannung und eine blitzschnelle Rolle werden trainiert, während der Spaßfaktor nicht zu kurz kommt. Ideal, um ein Gefühl für den Ablauf zu entwickeln und die Wende später im Becken sicher umzusetzen.

Die Einheit

Vorübungen 
1. Vorwärtsrolle auf der Matte üben

Die Kinder führen eine saubere Rolle vorwärts auf einer Matte aus. Sie achten darauf, sich rund zu machen, das Kinn zur Brust zu nehmen und weich abzurollen. Diese Bewegung bereitet optimal darauf vor, später kontrolliert in die Rollbewegung der Wende zu gehen.

2. Abstoßen aus der Hockposition

Die Kids liegen auf dem Mattenwagen/der Matte dicht vor einer Wand, gehen in die Hocke und stoßen sich mit den Füßen kräftig nach hinten ab – dabei kommen die Arme in eine lange Streckposition. Diese Übung fördert das Gefühl für eine explosive Abstoß-Bewegung und lehrt die richtige Körperhaltung.

3. Körperspannung in Streckposition halten

Die Kinder legen sich lang ausgestreckt auf die Matte, Arme über dem Kopf, Beine geschlossen. Sie spannen den ganzen Körper an, als wollten sie „wie ein Pfeil“ durchs Wasser gleiten. Diese Haltung hilft später beim sauberen Abstoß in der Rollwende.

Hauptübung: Rollwende an Land (Schritt 1–3)
Aufbau

Ein Mattenwagen oder eine Matte wird so an die Wand geschoben, dass sie beim Abstoßen leicht nach hinten rutschen kann. Die rutschige Seite der Matte zeigt nach unten, wenn nur die Matte genutzt wird.
Der Abstand zur Wand wird so gewählt, dass die Kinder bei der Rollwende die Füße an der Wand aufsetzen können und ihre Knie etwa in einem 90-Grad-Winkel stehen.

Durchführung Schritt für Schritt
1. Rolle auf die Matte

Die Kids führen eine saubere Vorwärtsrolle auf dem Mattenwagen oder der Matte aus und landen kontrolliert in Position vor der Wand.
So erleben sie den Bewegungsablauf der eigentlichen Rollwende in sicherer Umgebung.

2. Füße platzieren und Position vorbereiten

Nach der Rolle setzen sie die Füße an der Wand auf: Knie ungefähr im 90-Grad-Winkel.
Nun bringen sie die Arme blitzschnell in eine lange Streckposition wie beim Gleiten im Wasser.

3. Kraftvoll abstoßen

Aus der kompakten Position stoßen sich die Kids kräftig von der Wand ab und bleiben dabei in maximaler Streckung.
Durch den Stoß rutscht die Matte oder der Wagen ein Stück nach hinten..

Spielerische Steigerung: Der Mini-Wettbewerb

„Wer bewegt die Matte am weitesten und bleibt dabei in perfekter Streckposition?“
Die Kinder versuchen, durch eine kräftige und technisch saubere Bewegung den Mattenwagen möglichst weit zu verschieben.

So geht’s

 

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Auf ins Piratenabenteuer! Bei dieser spannenden Kletter- und Schwungaufgabe entdecken die Kids spielerisch, wie viel Kraft in ihnen steckt. Mit Mut, guter Körperspannung, Kraft und jeder Menge Spaß hangeln sie sich Seil für Seil vorwärts. Eine perfekte Mischung aus Abenteuerlust und Training!

Die Einheit

Vorübungen
1. Hängen an den Tauen mit gestreckten Armen

Die Kinder greifen das Tau mit beiden Händen und lassen sich mit gestreckten Armen hängen. Sie halten diese Position so lange wie möglich. Dabei lernen sie, ihr eigenes Körpergewicht zu tragen und spüren, welche Muskeln aktiviert werden. Diese Übung stärkt den Griff und die Schultern und bereitet optimal auf das Hangeln vor.

2. Das Tau hochklettern (Füße einsetzen)

Die Kids klemmen das Tau zwischen ihre Füße und nutzen sowohl Arme als auch Beine, um Stück für Stück nach oben zu klettern. Durch das richtige Einsetzen der Füße erfahren sie, wie viel leichter das Klettern dadurch wird. Diese Vorübung schult Koordination und Technik und baut gleichzeitig Kraft im gesamten Körper auf.

3. Von Punkt zu Punkt schwingen

Zwischen zwei Markierungen oder Griffpunkten schwingen sich die Kinder mit Schwung am Tau weiter. Sie lernen, den Körper bewusst mitzubewegen und den richtigen Moment für den nächsten Griff zu nutzen. Das verbessert Rhythmusgefühl und Körperspannung.

4. Über ein Hindernis schwingen

Ein kleiner Kasten, ein Reifen oder eine weiche Erhöhung kann als Hindernis dienen. Die Kids schwingen sich am Tau darüber hinweg. Das gibt ihnen spielerisch ein Erfolgserlebnis und fordert ihre Kraft sowie das Vertrauen in die eigene Bewegung.

Hauptübung: Hangeln entlang von Tauen (Die Piraten-Aufgabe)

Die Kinder stellen sich vor, als mutige Piraten von Tau zu Tau zu hangeln, um sicher an Bord zu gelangen. Sie greifen das erste Tau fest mit beiden Händen, ziehen sich hoch und setzen dann Hand über Hand einen Griff nach dem anderen. Dabei bewegen sie sich seitwärts oder vorwärts entlang der Taureihe.
Die Aufgabe fordert den gesamten Körper: Arme, Schultern, Rumpf und sogar die Beine arbeiten mit, um die Bewegung stabil zu halten. Gleichzeitig verbessert das Hangeln die Koordination und das Gefühl für das eigene Körpergewicht. Durch den spielerischen Rahmen bleiben die Kids motiviert und erleben, wie stark sie bereits sind und wie viel sie noch schaffen können!

Die Übung kann perfekt auch in einen großen Balancier-Parcours eingebaut werden, bei dem der Boden nicht berührt werden darf.

So geht’s

 

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Am 18. Dezember gibt’s eine einfache, kindgerechte Bewegungsanleitung, die den Einstieg in den Brustschwimm-Beinschlag erleichtert oder Technik hilft zu verbessern! Die Kids erleben, wie sich die korrekte Bewegung anfühlt, und entwickeln durch häufiges Wiederholen ein sicheres Bewegungsgefühl. Ideal, um Grundlagen zu festigen, Erfolgserlebnisse zu fördern und die Freude am Schwimmen weiter wachsen zu lassen.

Der Vorschlag der Übung kommt von Böhnlein Sports Bamberg e.V.

Die Einheit

Die kleine Übung für die Kleinen (und manchmal auch für größere) dient dem Erlernen oder Verbessern des Brustbeinschlags. Die Übung kann auf einer niedrigen Bank o.ä. gemacht werden. Wenn die Fußsohlen immer am Boden bleiben, dann ist die Fußstellung automatisch richtig. Die Kids sollen sich die Bewegung einprägen und oft wiederholen (gerne auch als Hausaufgabe). Die Muskeln erinnern sich und den Kids fällt es leichter den Brustbeinschlag richtig auszuführen.

So geht’s

 

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Ab in’s Wasser! Heute werden aber keine Kacheln gezählt, sondern Partnerübungen absolviert. Was wie eine Spielerei aussieht, schult wichtige Grundfähigkeiten für das Schwimmen: Gleiten in Bauch- und Rückenlage, Auftrieb spüren und nutzen, Balancegefühl und vieles mehr. Darüber hinaus machen die Übungen natürlich Spaß!

Die Einheit

Unsere Partnerübungen im Wasser vereinen Stabilität, Koordination und Kraft. Die Aufgaben können sehr variabel gestaltet werden. Schieben, Ziehen, Synchronschwimmen, Abklatschen: alles ist erlaubt und es dürfen je nach Leistungsstand auch Hilfsmittel wie Pullbuoy oder Flossen dazugenommen werden. Aus zwei Partnern kann auch eine ganze Schlange gemacht werden.

So geht’s

 

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Kräftig werfen, schnell reagieren, stabil bleiben: Unser Ball-Parcours bringt Bewegung, Dynamik und Power in dein Adventstraining. Der Parcours besteht aus sieben Stationen, die in 2er-Teams durchgeführt werden.

Die Einheit

Ziel: Alle Übungen sollen möglichst präzise und fehlerfrei ausgeführt werden. Gleichzeitig stärken sie Rumpfkraft, Reaktionsvermögen und Athletik – ideale Bausteine für Triathlet:innen.
Standardintervall: 45 Sekunden Üben / 45 Sekunden Pause, für Fortgeschrittene 45/30 Sekunden, mit 2–3 Durchgängen und 3 Minuten Serienpause.

Die sieben Stationen im Überblick

Station 1 – Medizinball-Burpee-Challenge

  • Zweck: Ganzkörperaktivierung, dynamische Kraft und Teamarbeit
  • Ablauf:
    • Zwei Sportler liegen sich in der Liegestützposition gegenüber, vor ihnen liegt der Medizinball.
    • Sprung mit beiden Füßen zu den Händen → Landung in der Hocke
    • Eine Person nimmt den Ball auf
    • Beide springen explosiv hoch (Strecksprung), während der Ball zur anderen Person gepasst wird
    • Ball wird wieder vor die Hände gelegt
    • Rücksprung in die Liegestützposition

Station 2 – Dribbel-Laufparcours mit Abschlusswurf

  • Zweck: Verbesserung von Beweglichkeit, Ballkoordination und Präzision
  • Ablauf:
    • Mit dem Basketball wird ein Slalom durch Hütchen gedribbelt – am Ende steht ein sauberer Abschlusswurf.

Station 3 – Farb-Pass (Reaktionslauf & Zuspiel)

  • Zweck: Verbindung aus Reaktionsschnelligkeit, Orientierung und Passgenauigkeit
  • Ablauf:
    • Eine Person steht in der Mitte eines Hütchenkreises. Die Partnerin bzw. der Partner ruft eine Farbe – z. B. „rot“.
    • Sprint zum passenden Hütchen → zurück in die Mitte
    • Zuspiel und direkter Rückpass
  • Steigerungen:
    • Mehrere Farben nacheinander
    • Farben bedeuten das gegenüberliegende Hütchen
    • Erweiterung des Kreises

Station 4 – Standwaage mit Ball

  • Zweck: Stabilität, Balance und Rumpfkraft
  • Ablauf:
    • Aus dem beidbeinigen Stand wird der Ball mit gestreckten Armen in Vorhalte gehalten.
    • Einbeinstand
    • Oberkörper nach vorn beugen, hinteres Bein waagerecht strecken → 2–3 Sekunden halten
    • Zurück in den Einbeinstand mit Kniehub
    • Anschließend ein Ausfallschritt
    • Seitenwechsel

Station 5 – Bauch-Twist im Schwebesitz

  • Zweck: Rumpfstabilität, seitliche Core-Muskulatur
  • Ablauf:
    • Die Sportler sitzen seitlich nebeneinander im Schwebesitz (Beine über dem Boden, Oberkörper leicht zurückgelehnt).
    • Person A führt einen seitlichen Twist mit Ball aus
    • Person B führt die gleiche Bewegung spiegelverkehrt aus
    • Bei Blickkontakt wird der Ball übergeben

Station 6 – Plank mit Ballrollen

  • Zweck: Isometrische Rumpfkraft & koordinative Oberkörperkontrolle
  • Ablauf:
    • Aus dem Unterarmstütz wird der Medizinball mit einer Hand seitlich herausgerollt und wieder zurückgeführt – abwechselnd links und rechts.

Station 7 – Power-Push an der Wand

  • Zweck: Kraft, Schnelligkeit
  • Ablauf:
    • Aus 2–3 m Entfernung wird der Medizinball kräftig gegen die Wand geworfen. Danach folgt ein kurzer Sprint zum Ball und zurück zur Startlinie.

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Der Reaktions- und Jonglierparcours ist eine spielerisch-abwechslungsreiche Trainingsform, die Athleten jeder Alters- und Leistungsstufe anspricht. In fünf Stationen werden Reaktionsfähigkeit, Koordination, Aufmerksamkeit sowie komplexe Bewegungsabläufe geschult. Die Übungen eignen sich ideal für Hallentraining oder Athletikstunden.

Die Einheit

Der Fokus der Aufgaben liegt darauf, jede Übung möglichst präzise und fehlerfrei durchzuführen. Gleichzeitig werden konditionelle und koordinative Fähigkeiten verbessert, die im Triathlon vor allem beim Start, in engen Wechselzonen oder in hektischen Rennsituationen entscheidend sind.

Natürlich könnt ihr den Parcours auch anders gestalten.

Die fünf Stationen im Überblick

Station 1 – Sprungkoordinationslauf („Zahlen & Buchstaben“)

  • Material: Seil
  • Ablauf: Athleten arbeiten in Zweiergruppen. Ein Seil dient als Mittellinie:
    • Rechtes Bein rechts vom Seil: steht für eine Zahl
    • Linkes Bein links vom Seil: steht für einen Buchstaben
    • Der Partner ruft eine beliebige Kombination – z. B. „A – acht – zwei – Z“ – und die springende Person setzt diese Abfolge korrekt um.

Station 2 – Jonglieren mit Tüchern

  • Material: Jongliertücher
  • Ablauf: Die Athleten üben das kontrollierte Werfen und Fangen der Tücher – ideal für Anfänger, da das langsame Sinken der Tücher das Erlernen erleichtert.

Station 3 – Farblauf („Hütchen-Reaktionstraining“)

  • Material: Hütchen in verschiedenen Farben
  • Ablauf: Eine Person steht in der Mitte eines Kreises aus Hütchen. Die Partnerin oder der Partner ruft eine Farbe – z. B. „rot“ – und die Person sprintet zum passenden Hütchen und zurück.
    Steigerungen sind möglich: Mehrere Farben hintereinander; „Farbtausch“: Rot bedeutet Gelb, Gelb bedeutet Rot usw.; Erweiterung des Farbfeldes

Station 4 – Ballwurf- und Fangkoordination

  • Material: Tennisbälle
  • Die Übungen steigern sich von einfach zu anspruchsvoll:
    • Zwei Bälle gleichzeitig werfen und in derselben Hand wieder fangen
    • Arme kreuzen und die geworfenen Bälle „getauscht“ fangen
    • Ein Ball hoch, ein Ball weniger hoch – beide sicher fangen
    • Ball hochwerfen, 360°-Drehung und wieder fangen
    • Ballwurf + Körperklopfmuster (Schulter, Hüfte)

Station 5 – Lauf- & Koordinationsaufgaben mit Farben

  • Ablauf: Eine Person läuft, die andere zeigt ein farbiges Hütchen und bestimmt damit die Bewegungsform:
    • Rot → seitliches Übersetzen
    • Blau → rückwärts laufen
    • Gelb → Kniehebelauf
    • Grün → Hocksprünge
  • Steigerungen:
    • Zusätzlich wird eine Zahl gerufen, die vorgibt, welches Körperteil vor dem Wechsel angetippt wird (z. B. „1 = rechte Schulter“, „2 = linkes Knie“)
    • Eine Farbe wird zur „No-Go-Farbe“: Bei ihr muss gestoppt und eine 360°-Drehung absolviert werden

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