Wie haben die Sportlerinnen und Sportler des Bundesstützpunkt Triathlon Nürnberg die Corona-Zeit und deren Einschränkungen überstanden? Wie konnte man den Nachwuchs motivieren? Diese und einige andere Fragen beantwortete BTV Landestrainer Roland Knoll in der Sportkabine des Franken Fernsehen. In dem fast halbstündigen Beitrag geht es zudem um die Triathlon WG und neue Projekte des Ressorts Leistungssport. Den Beitrag gibt es zum nachsehen unter diesem Link.

www.frankenfernsehen.tv/mediathek/video/toto-sportkabine-mit-roland-knoll/

© Text: Christine Waitz; [20.8.2020]; Foto: BTV

Unter Leitung von Jugendwart Philipp Peter bietet der Bezirk Oberbayern auch in diesem Jahr ein Nachwuchs-Triathlon-Camp in Garmisch-Partenkirchen an. Aktive Triathletinnen und Triathleten zwischen 12 und 17 Jahren werden von Freitag, den 30. Oktober bis Sonntag, den 01. November gemeinsam schwimmen, mountainbiken und laufen. Daneben warten Athletik- und Koordinationstraining, sowie abwechslungsreiche Spiele und Gruppenprojekte auf die Teilnehmenden.

Die Anmeldung ist bis 26. August 2020 möglich. Die maximale Teilnehmerzahl beträgt 20 Personen.

Die Ausschreibung erfolgt vorbehaltlich der zum Zeitpunkt der Durchführung geltenden Hygiene- und Abstandsvorschriften. Wir behalten uns eine Änderung des Ablaufs und der Inhalte sowie eine Absage oder zeitliche Verschiebung vor.

Alle Informationen finden Sie im PDF.

© Text: Christine Waitz; [11.05.2020]; Fotos: Philipp Peter

Mit Wirkung zum 13. August 2020 zieht Ulla Chwalisz ihr ehrenamtliches Engagement im Präsidium des Bayerischen Triathlon-Verbands zurück. „Aus persönlichen und privaten Gründen wird es mir zukünftig nicht möglich sein, die Aufgaben der Vizepräsidentin mit dem erforderlichen Elan auszuführen,“ begründet sie den Schritt.

Ulla Chwalisz war seit 2019 im Amt der Vizepräsidentin. Sie war maßgeblich an der Gestaltung der Verbandskommunikation im inneren und nach außen beteiligt. Darunter fällt beispielsweise das Einrichten einer Veranstaltersprechstunde. „Wir bedauern die Entscheidung, danken Ulla Chwalisz jedoch für ihr Engagement!,“ sagt BTV-Präsident Gerd Rucker.

Die Position wird bis zum BTV Verbandstag im Herbst unbesetzt bleiben.

© Text: Christine Waitz ; [17.08.2020]; Bild: BTV

Ausgerechnet in dem Jahr, in dem der Großteil der Veranstaltungen abgesagt wurde, dürfen wir ein neues Rennen ankündigen. Am Sonntag dem 6. September 2020 fällt um 10 Uhr am Perlsee in Waldmünchen der Startschuss zu einem Wettbewerb über die Olympische Distanz (1,5km Schwimmen, 37,6km Radfahren, 10,5km Laufen).

In den vergangenen Wochen hat das Team der oberpfälzer Firma Spoosty Tag und Nacht daran gearbeitet, diese Veranstaltung unter allen Vorgaben von Hygiene und Abstand auf den Weg zu bringen. Gemeinsam mit dem Landratsamt Cham, der Stadt Waldmünchen, der Freiwilligen Feuerwehr und der Wasserwacht Waldmünchen wurden alle Register gezogen. Es wurde insbesondere ein eigenes Abstands- und Hygienekonzept entwickelt, das sich zum Einen streng an die Vorgaben des Bayerischen Staatsministeriums des Inneren für Sport und Integration hält und sich zum anderen am „Konzept zur Durchführung eines Triathlons bei Kontaktbeschränkungen“ der Deutschen Triathlon Union orientiert.

„Wir freuen uns riesig in diesem Jahr doch noch ein Rennen veranstalten zu können“, freut sich Spoosty CEO Paetrick Arndt und ergänzt: „Ohne die Hilfe der Stadt Waldmünchen und des Landkreises Cham wäre die Organisation eines solchen Events in der Kürze der Zeit nicht möglich.“ 

Einige wichtige Unterschiede zu einem normalen Triathlon sind:

  • Die Wettkampfbesprechung wird online zwei Tage vor der Veranstaltung durchgeführt
  • Die Startnummern und alles weitere für die Athletinnen und Athleten werden in der Wechselzone platziert, wo die Teilnehmer*nnen sie selbst abholen
  • Der Schwimmstart erfolgt als sog. rolling start, d.h. alle 5 Sekunden gehen drei Schwimmer über einen Startkanal ins Wasser
  • Auf der Radstrecke und beim Laufen müssen der Sicherheitsabstand von 12, bzw. 2 Metern nach vorne und zur Seite eingehalten werden
  • Verpflegungsstellen werden stark reduziert
  • Duschmöglichkeiten werden nicht angeboten
  • Eine Siegerehrung findet nicht statt
  • Zuschauer sind nicht zugelassen

Um die Abstände in der Wechselzone gewährleisten zu können, ist die Teilnehmerzahl auf 240 beschränkt.

Eine Anmeldung ist seit Samstag, den 01.08.2020 unter www.spoosty.de möglich. 

© Text: Spoosty; Anpassungen Christine Waitz; [6.08.2020]; Foto: Spoosty

Mit der 32. Auflage des Oettinger Triathlons schaffte es am Wochenende eine weitere Traditionsveranstaltung, ein Rennen im außergewöhnlichen Jahr 2020 durchzuführen. Insgesamt 132 Triathletinnen und Triathleten überquerten die Ziellinie. „Sowohl den Veranstaltern und Helfern, als auch den Athleten kann ich nur gratulieren. Alles hat reibungslos und ohne große Worte gepasst“, sagt Schwabens Kampfrichterobmann Ingo Spiegel.

Die Maßnahmen zum reibungslosen Ablauf des Wettkampfes umfassten unter anderem den Versand der Startunterlagen per Post, das Bereitstellen umfassender Informationen und Hinweise für alle Beteiligten, die Aufteilung in Gruppen und das Rolling-Start-Prozedere, sowie der Wegfall der Wettkampfbesprechung oder Siegerehrung. Trotz alledem „habe ich nur Lob gehört und viel Freude in den Gesichtern der Athleten gesehen“, berichtet Ingo Spiegel.

Alle 32 Auflagen mitgemacht

Schnellster Sportler des Tages über die 500m, 32,2km und 5,2km war Lokalmatador Timo Schmitz vom TSV Oettingen. Sigrid Mutscheller (SG Niederwangen) platzierte sich als schnellste Frau sogar unter den besten Zehn. Unter den Finishern finden sich übrigens auch vier „Eiserne“. Andi Steppich (TSV Harburg), Michael Häcker (Wasserwacht Bäumenheim), Stefan Zeitlmann (TSV Harburg) und Gerhard Seiler (TSV Oettingen) waren bei bisher allen Ausgaben des Triathlon Oettingen am Start. Wobei diese sicherlich in besonderer Erinnerung bleiben wird.

Zu den Ergebnissen des Rennens.

© Text: Christine Waitz; [3.08.2020]; Foto: Tina Schramm

Seit 1984 besteht die Triathlon-Abteilung des SV Würzburg 05. Der traditionsreiche unterfränkische Wassersport-Verein kann dank seiner starken Mitgliederbasis ein breites triathlon-spezifisches Angebot bereithalten. Neben Altersklassen-Sportlerinnen und -sportlern sind der Jugendbereich und der leistungsorientierte Sport gut vertreten. Mit Carolin Lehrieder (Siegerin Ironman Emilia-Romagna), Laura Zimmermann (Zweite Ironman Barcelona), Lukasz Wojt (Sieger Ironman 70.3 Luxemburg, Olympionike von Peking 2008) und Johannes Moldan starten aktuell auch vier Profis für den SVW05.

Gleich drei Liga-Teams bringen die Würzburger an den Start. Wir sprachen mit Pressewart und Trainer Marcus Wieser darüber, wie durch Motivation und Durchhaltevermögen das starke Gemeinschaftsgefühl hoch gehalten wird.

Hallo Marcus,
statt Bundesliga-Nervosität fiebern auch die Würzburger Damen- und Herren-Mannschaften derzeit auf virtuelle Events in den eigenen vier Wänden hin. Wie schafft ihr es, den Gemeinschaftsgedanken dennoch zu pflegen?

Das war während des Lockdowns natürlich sehr schwierig, insbesondere als man nur alleine Laufen oder Radfahren durfte. Zunächst hatten wir – es blieb uns ja nichts anders übrig – über unsere Social-Media-Kanäle Gruppenausfahrten auf Zwift organisiert. Mit den Lockerungen wurde es dann nach und nach leichter. Im Mai sollte eigentlich der 20. iWelt Würzburg Marathon stattfinden, zu dem Claudia Ernst angemeldet war und ihre persönliche Bestzeit verbessern wollte. Wir haben dann zwei Autos mit Verpflegung an die Strecke gestellt und ich bin als Tempomacher den Marathon mit ihr gelaufen – immerhin in 3:29 h. Wir spielten immer wieder Live-Streams ins Internet, wo wir besonders von Vereinsmitgliedern angefeuert wurden. Ein Mitglied kam spontan mit dem Rad an die Strecke und hat uns Wasser gebracht.

Vor kurzem gab es dann auch eine gemeinsame Triathlon-Aktion. Unser stellvertretender Abteilungsleiter Andreas Mergler hat den sogenannten WTT (Würzburger Triathlon Test) konzipiert und es ging nach 1,8 km Schwimmen im Main, 73 km Radfahren mit 1.000 Höhenmetern abschließend auf eine 12 km Laufrunde zu allen Hügeln und Sehenswürdigkeiten rund um Würzburg. Da ging es natürlich nicht um Platzierungen – Finisher-Radler und Urkunde gab es aber trotzdem im Ziel.

Besonders das angeleitete Training der Kinder und Jugendlichen hat in den vergangenen Wochen Lücken hinterlassen. Wie plant ihr den Wiedereinstieg?

Da ich selbst die Jugendabteilung trainiere, habe ich immer wieder Anfragen von den Eltern bekommen, wann es denn endlich wieder losgeht. Während der Beschränkungen waren uns allerdings die Hände gebunden. Ich habe mich dann umso mehr gefreut, als mir Eltern Fotos von gemeinsamen Trainingseinheiten mit ihren Kindern geschickt haben. Unser Schwimmtraining läuft inzwischen wieder. Nach den Sommerferien wollen wir dann auch wieder Laufen anbieten.

Neben erfolgreicher Arbeit im Nachwuchs- und im ambitionierten Sport feiern auch Würzburger Altersklassenathleten regelmäßig Erfolge. Was zeichnet eure Gemeinschaft in Training und Freizeit besonders aus? 

Unser gemeinsames Highlight ist unser alljährlicher Swim&Run, den wir im Rahmen des Memmert-BTV-Jugendcups ausrichten. Da ist die gesamte Abteilung von frühmorgens bis spätabends auf den Beinen und stellt ein schönes Nachwuchs-Event auf die Beine. Ich denke darauf können wir sehr stolz sein.

Als Triathlon-Abteilung in einem klassischen Schwimmverein wird bei uns traditionell viel geschwommen – nämlich drei Mal pro Woche. Mit Lukasz Wojt und Markus Klinder haben wir dort Trainer am Start, die sich in ihrer Materie extrem gut auskennen und deren Trainingseinheiten deshalb auch stets gut besucht sind. Hinzu kommen vereinzelt gemeinsame Radausfahrten oder der bereits genannte WTT.

Vielen Dank für das Interview!

© Text: Christine Waitz; [13.07.2020]; Foto: Jan Diekow 2019

Während die älteren Kaderathleten am Wochenende beim Mostiman ein Rennen absolvieren konnten (den Rennbericht lesen Sie hier), gab es für die jüngeren Sportlerinnen und Sportler unter Leitung von Landestrainer Stephen Bibow eine Test-Woche, die mit einem geschlossenen Rennen am Sonntag ihren Abschluss fand.

Die Trainingsrennen, die den Schülerinnen und Schülern als Saisonabschluss dienten, begannen bereits am Montag mit einem Schwimmtest. Zunächst galt es 50 Meter im maximalen Tempo zu absolvieren. Nach kurzer Lockerung standen für die Jugend 200 Meter und für die Junioren 300 Meter auf dem Programm. Mit 25,39 Sekunden war Silas Schmitt Schnellster im Sprint. Tim Semmler war mit 2:23 Minuten schnellster Jugendlicher. Silas Schmitt hatte auch bei den 300 Metern mit 3:21 Minuten knapp die Nase vor Neilan Kempmann und Valentin Krems (beide 3:22 Minuten).

Zur Fotostrecke auf Facebook.

Lauf-Test mit Laktatmessung und Bergzeitfahren

Der zweite Testtag für die „Bibowbande“, wie sich der Teil der jüngeren Athletinnen und Athleten nennt, enthielt einen 400-Meter-Lauf mit Laktatmessung und einen 1500 Meter Test.
Tagesschnellster in beiden Disziplinen war Silas Schmitt mit 54,54 Sekunden und 4:14 Minuten. Mark Bittner war führender Jugendathlet in 55,55 Sekunden und 4,16 Minuten. Isabel Altendorfer, die nächstes Jahr neu am Stützpunkt sein wird, zeigte eine sehr starke Leistung über die 400 Meter in 1:02 Minuten. Der Rekordlaktatwert des Tages lag bei 17,3 von Valentin Krems.

Am Donnerstag wurde ein Rad-Sprinttest und ein Bergzeitfahren durchgeführt. Gesamtschnellster am Moritzberg war Luis Steiert, dicht gefolgt von Silas Schmitt. Jan Semmler entschied das Rennen der B-Jugendlichen für sich und belegte einen starken Gesamtrang vier. Bei den Damen war Franca Henseleit schnellste Teilnehmerin. Die Jugend A-Wertung gewann Isabel Altendorfer.

Zur Fotostrecke auf Facebook.

Highlight der Woche: Ein geschlossenes Testrennen

Am Sonntag wartete mit dem geschlossenen Testrennen auf dem Firmengelände des Sponsors Memmert das Highlight der Woche auf die jungen Athletinnen und Athleten. In vier Gruppen wurde im Firmen-Pool geschwommen, rund um die Fabrikhallen auf einem kurvenreichen und anspruchsvollen Kurs geradelt und gelaufen. Am Ende zeigt sich Trainer Stephen Bibow mit den Leistungen zufrieden: „Wir konnten heute eine ungewöhnliche Saison mit ehrgeizigen Rennen, aber auch viel Spaß an der Sache abschließen. Dabei gab es viele sehr gute und sogar einige herausragende Leistungen.“ Die Athleten gehen nun in die verdiente Sommerpause.

© Text: Christine Waitz; [27.07.2020]; Foto: Eberhard Möllers; Video: Marco Eckstein mit Musik von FayezalNimri auf #SoundCloud

Die österreichische Staatsmeisterschaft lockte am Samstag neben nationalen Spitzensportlern auch internationale Topathleten an. Immerhin gibt es in diesem außergewöhnlichen Jahr kaum Möglichkeiten sich zu messen. In der Startaufstellung, die unter Hygieneauflagen genehmigt wurde, fanden sich auch bayerische Teilnehmer. Die Athletinnen und Athleten gingen mit je zehn Sekunden Abstand in das Rennen über 750 Meter Schwimmen, 19 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer laufen, das aufgrund der Umstände sogar Fernsehminuten und eine Live-Übertragung auf triathlon.tv bekam.

Anabel Knoll (SC Delphin Ingolstadt) stieg nach 10:29 Minuten als Zweite auf das Rad. Doch die österreichischen Damen mit Therese Feuersinger, Lisa Perterer und Julia Hauser kämpften sowohl auf der Rad-, als auch auf der Laufstrecke um das Heim-Podium. Am Ende wurde es so für Anabel Knoll Platz vier in 1:02:18. Ihr folgte BTV-Athletin Marlene Gomez-Islinger (DJK Weiden, 1:02:50). Sophie Rohr erreichte Platz zehn (WSV Bad Tölz, 1:04:55).

Simon Henseleit holt Podiumsplatzierung

Einzig den starken Norweger Christian Blumenfelt musste Simon Henseleit (Tri-Team Schongau) an diesem Tag ziehen lassen. Für den 20-jährigen aus Steingaden ein erfolgreiches Comeback nach überstandener Verletzungspause. Dabei hatte Henseleit das Rennen lange vor Frederic Funk (Triathlon Grassau), der die schnellste Radzeit des Tages hinlegte, sogar angeführt. Erst auf der Laufstrecke hatte Blumenfelt seinen Rückstand aus dem Schwimmen wett gemacht und verwies den BTV-Sportler mit starker Laufzeit auf den zweiten Platz. Der jedoch war mehr als zufrieden mit seinem Rennen: „Mit meiner Schwimm- und Radleistung war ich wirklich extrem zufrieden. Insgesamt habe ich mich auch sehr über das Ergebnis gefreut, vor allem, da ich im Vorfeld nicht damit rechnen konnte.“
Der neue österreichische Staatsmeister, Alois Knabl, platzierte sich nur eine Sekunde vor Maximilian Sperl (SC Delphin Ingolstadt) auf dem dritten Podiumsrang. „Es war natürlich schwierig, weil das Renngeschehen aufgrund der zeitversetzten Einzelstarts so unübersichtlich war. Dass es dann eine Sekunde am Podium und fünf Sekunden an Platz 2 vorbei war ist natürlich bitter. Dennoch war es schön wieder einmal einen Wettkampf gemacht zu haben,“ sagt Max Sperl nach dem Rennen.
Auf Platz fünf findet sich mit Frederik Funk ebenfalls ein bayerischer Starter und Trainingspartner der Kaderathleten. Das gute Ergebnis des BTV-Teams komplettierte Magnus Männer (TSV 1860 München e.V.) auf Rang neun. Er konnte für sich die zweitbeste Schwimmzeit des Tages verzeichnen.

v.l.: Jonathan Zipf, Jan Stratmann, Magnus Männer, Simon Henseleit, Max Sperl, Frederik Funk

„Wir konnten heute eine geschlossen starke Leistung abliefern,“ zieht BTV-Landestrainer Roland Knoll nach dem Rennen Resümee. „Die Ergebnisse reflektieren einerseits unser gut angepasstes Training während der Corona-Zeit und zeigen andererseits die Perspektive auf, die wir in der nächsten Saison haben: Mehrere sehr starke Sportlerinnen und Sportler mit Potenzial.“

Ebenfalls am Start waren Jonathan Zipf (Team Memmert e.V.), der sich krankheitsbedingt mit Platz 15 begnügen musste, und Thomas Ott (ESV Gemünden), der die Top 20 knapp verpasste.

© Text: Christine Waitz; [26.07.2020]; Fotos: Theresa Baumgärtel

Über 100 BTV-Mitgliedsvereine finden sich im Bezirk Oberbayern. Zahlreiche Angebote sind dabei verständlicherweise in und um München beheimatet. Wir stellen euch heute mit der Triathlon Abteilung des MTV München von 1879 ein ganz junges Team aus dem Ballungsraum vor.

2017 begann Martina Wayand die Gründung einer Triathlonabteilung beim MTV voranzutreiben. Über mehrere Jahre hinweg kämpfte sie um Aufbau, Konzeptumsetzung und Fortbestand der Sparte. Heute steht sie gemeinsam mit ihren zwei Sportskolleginnen Heike Bubenzer und Anna Furmaniak der Abteilung vor. Ein kleiner, feiner Trainerstab kümmert sich neben Martina Wayand als sportlicher Leiterin um den Trainingsbetrieb: Munira Abdulrahman, Stefan Duschek, Tim Seeberg und Martin Klotz stellen ein alles andere als gewöhnliches Programm auf die Beine. Vom Crossover-Lauf, über gemeinsame Rennradausfahrten, Trail Running, Rad-Technik Training mit dem MTB oder Rennrad, bis hin zum Early Morning Run. Das regelmäßige Training ergänzen zahlreiche Aktionen, wie Wochenend-Specials oder Tri-Camps. Wie die 36 Mitglieder den Neustart in das Training meistern, haben wir Martina Wayand gefragt.

Hallo Martina,
die vergangenen Wochen dürften gerade für eure sehr junge Trainingsgruppe eine echte Herausforderung gewesen sein. Schließlich trainiert ihr noch nicht lange gemeinsam. Wie habt ihr es dennoch geschafft, in Kontakt zu bleiben?

Nun ja, wir Ausdauersportler hatten ja das Glück, dass wir wenigstens alle unseren Sport weiter betreiben konnten, wenn auch alleine. Und als es dann die ersten Öffnungen gab, konnten wir im Rahmen der Hygiene- und Abstandsvorschriften zumindest mal wieder zu zweit laufen oder radeln gehen. Die Hallen- oder Teamsportler hatten es also sicherlich schwerer als wir.

Außerdem haben wir eine WhatsApp-Gruppe, über die auch mal kurzfristig Lauftreffs ausgemacht oder Radausfahrten organisiert werden. So ist man immer auf dem Laufenden (…im wahrsten Sinne des Wortes!) und kann sich auch mal privat zum Sport verabreden.

Trailrunning-Impressionen

Wir haben noch einen weiteren Vorteil: Da wir eine recht kleine Abteilung mit vielen Angeboten sind, konnten die Lauf- und Radeinheiten sofort nach den ersten Lockerungen mit vier Personen plus Trainer starten und alle Interessierten konnten sich auf die verschiedenen Angebote verteilen und haben einen Platz bekommen. Um das Ganze zu steuern und nachvollziehen zu können, wer teilnimmt, müssen die Sportler sich aber im Vorfeld online anmelden. Das klappt sehr gut und gibt den TrainerInnen Planungssicherheit. Ich muss sagen, dass wir seit den Lockerungen viele Interessierte haben und einige Neu-Mitglieder gewinnen konnten, was uns natürlich sehr freut. Die Quarantäne scheint viele Personen motiviert zu haben, mit Ausdauersport anzufangen bzw. diesen dann in einem Verein mit anderen Gleichgesinnten und unter trainingswissenschaftlicher Anleitung auszuüben.

Euer sportliches Angebot sticht aus dem vieler Triathlon-Abteilungen heraus. Neben klassischem Schwimm- Rad- und Lauftraining organisiert ihr regelmäßig alternative Bewegungsangebote, die beispielsweise Ski, Inlinescates, Walkingstöcke umfassen. Wie hilft euch diese Flexibilität gerade beim Neustart?

Da wir keine Triathlonabteilung im klassischen Sinne sind, sondern unseren Fokus darauf legen, den Spaß am Ausdauersport zu wecken, sprechen unsere Angebote unterschiedlich Interessierte an. Zudem haben wir festgestellt, dass ein Fokus auf Triathlon bei vielen Personen zu ehrfürchtiger Schnappatmung führt und manchmal eher abschreckend wirkt: Leider verbinden viele Menschen mit Triathlon nur die außergewöhnlichen Leistungen im Rahmen des Ironmans auf Hawaii und sie trauen sich nicht zu, sportlich einzusteigen.

Durch unser Angebot wollen wir Berührungsängste nehmen und zeigen, dass Ausdauersport,  und vor allem Triathlon, breitensportorientiert betrieben werden kann und optimale Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Inzwischen haben schon einige unserer Mitglieder den Spaß an der Kombi aus drei Sportarten entdeckt und sich mit Rennrad und Neo eingedeckt… obwohl sie zu Beginn eigentlich nur laufen wollten!

Worauf legst Du als Sportwissenschaftlerin in der sportlichen Leitung der Abteilung Wert?

Mir ist es besonders wichtig, den Sportlerinnen und Sportlern ein abwechslungsreiches Angebot und damit ein vielseitiges Training zu bieten.  Triathlon ist per se schon ein Multisport, aber auch hier kann man mit alternativen Bewegungsmustern noch enorme koordinative und technische Verbesserungen der Ausdauerkapazität erreichen. Ganz zu schweigen von der Verletzungsprophylaxe durch unterschiedliche Belastungsreize und Ergänzung des Trainings mit Athletik- bzw. Koordinationseinheiten. Nicht zuletzt bringt Abwechslung mehr Spaß ins Training und gerade im Breitensport sollte darauf das Hauptaugenmerk liegen.

Trailrunning entlang der Isar.

Neben regelmäßigem Training bietet ihr normalerweise Workshops, einen Stammtisch, Wochenendaktionen, bei denen auch der Gemeinschaftsgedanke und der Austausch im Vordergrund stehen. Welche Aktionen plant ihr diesen Sommer?

Da Ausdauersportler eher als Einzelkämpfer gelten (und dies sehr oft auf Grund des individuellen Trainingsplans auch sein müssen), sehen wir unsere Aktionen und Workshops als ideale Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, auch oder gerade wenn man sich auf unterschiedlichen Leistungsniveaus befindet. Und seit wieder der Besuch von Biergärten möglich ist, werden wir wohl unseren Stammtisch wiederbeleben und nach draußen in die schönen Münchner Biergärten verlegen. Natürlich nicht, ohne vorher ordentlich trainiert zu haben!

Bitte ergänze: Das besondere an unserem Verein ist ….

…dass wir eine kleine, aber feine Abteilung in einem der größten Breitensportvereine Münchens, dem MTV München von 1879 e.V. sind. Wir genießen das Training im kleinen Kreis, können aber auch von den tollen Angeboten des Hauptvereins profitieren. Wo sonst kann man zusätzlich zum Ausdauertraining auf ein großes Fitnessstudio mit qualifizierten Trainern zurückgreifen oder mit Yoga oder Boxen die eigene Fitness pushen?

© Text: Christine Waitz; [09.07.2020]; Fotos: Martin Klotz

Ein Ersatz für den Erdinger Stadttriathlon sollte der vereinsinterne Triathlon des Trisport Erding e.V. für Klein und Groß ursprünglich sein – und dann wurde deutlich mehr daraus. Gelungen ist dem Trisport-Team ein Gemeinschaftserlebnis, bei dem einer der Sieger die gute Laune war. Nebel, Wind und kühle Temperaturen konnten die 42 Teilnehmenden (16 Kinder, 15 Jugendliche und 11 Erwachsene) nicht abhalten. „Der Trainingswettkampftag 2020 – ein ganz besonderes Event, das zum ersten, aber vermutlich nicht zum letzten Mal stattgefunden hat,“ schreibt Caroline Cornfine im Bericht auf der Website.

Mitorganisator Dr. Martin Schönfelder und Christian Schmidtner stellten einen zwölfminütigen Film über die Premiere zusammen. Der ausführliche Bericht beschreibt auf der Website des Vereins die sportlich-mutige Aktion.

© Text: Christine Waitz; [15.07.2020]; Foto: Harald Bronold 2020; Video: Dr. Martin Schönfelder & Christian Schmidtner 2020