Triathlon ist ein idealer Sport für jede und jeden. Denn die drei Disziplinen sind nicht nur gesund, sie lassen sich auch relativ einfach überall umsetzen. Nicht verwunderlich also, dass Triathlon auch in Schulen immer beliebter wird. Damit der Sport dort jedoch kind- und schulgerecht umgesetzt wird, braucht es Fachwissen und gute Anleitung. Eine der Schlüsselfiguren, die eben das in Schulen bringt, ist Hanna Krauss. Als Triaktivistin des Bayerischen Triathlon-Verbandes (BTV) sorgt sie dafür, dass Lehrkräfte einfach umsetzbare Inhalte für Triathlon in der Schule mitbekommen und der Sport in der Folge für alle Kinder erlebbar wird. Besonders deutlich wird ihre Arbeit in Kelheim: Dort unterstützt sie die Kooperation zwischen dem Donau-Gymnasium und der Cabrini-Schule Offenstetten und ist so Teil eines Inklusionsprojekts, das weit über den bloßen Wettkampftag hinausreicht.
Lehrerausbildung als Erfolgsmodell
Die Grundlage für solche Erfolgsprojekte legt der BTV bereits in der Lehrerfortbildung. Seit 2023 bildet der Verband Sportlehrkräfte gezielt zu C-Trainern für den Schulsport aus. Denn Triathlon in Schulen zu bringen, hat oft bürokratische Hürden: Viele Pädagogen sind zwar Profis in Leichtathletik und Schwimmen, dürfen aber mangels spezifischer Ausbildung mit Schülergruppen nicht im öffentlichen Raum Rad fahren. In einer intensiven fünftägigen Ausbildung schließt der BTV diese Lücke. Das Ziel ist die Gründung von Sportarbeitsgemeinschaften (SAG) oder die Organisation von Schultriathlons durch die speziell geschulten Lehrkräfte. Dass dieses Konzept aufgeht, beweisen die inzwischen über 100 ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer, die das Programm durchlaufen haben.
Einer von ihnen ist Christoph Heide, Fachschaftsleiter Sport am Donau-Gymnasium Kelheim. Nach seiner Ausbildung im Jahr 2024 setzte er das Gelernte unmittelbar um und organisierte 2025 den ersten inklusiven Schultriathlon Bayerns. Insgesamt 138 Teilnehmende, ca. ein Drittel davon Schülerinnen und Schüler an Förderzentren für geistige Entwicklung, gingen gemeinsam an den Start. Was damals ein Pilotprojekt war, hat sich 2026 zu einem sportlichen Leuchtturmprojekt entwickelt. In diesem Jahr geht die Initiative noch einen Schritt weiter: Ziel sind 300 bis 400 Begeisterte, das Cabrini-Zentrum Offenstetten ist als Co-Organisator eingebunden und auch die Vorbereitung findet nun gemeinsam statt. Hanna Krauss unterstützt einige Trainingseinheiten an der Cabrini-Schule und verzahnt so die Zusammenarbeit der verschiedenen Schulformen schon vor dem Wettkampf eng miteinander.
Effekte weit über Schulsport hinaus
Dieser Einsatz vor Ort ist der Motor für eine Entwicklung, die mittlerweile auch die Lokalpolitik und Wirtschaft vor Ort erfasst hat. Die Stadt Kelheim steht hinter dem Projekt, stellt mit dem Staädtischen Stadion am Rennweg und dem Freibad Keldorado die notwendige Infrastruktur zur Verfügung, während das P-Seminar des Gymnasiums beeindruckende 10.000 Euro an Spenden- und Sponsorengeldern akquirieren will. Unterstützung kommt zudem vom Bayerischen Behindertensportverband (BVS) und natürlich vom BTV, der das Event finanziell bezuschusst und die nötigen Kampfrichter stellt.
Und Hanna Krauss zeigt als Triaktivistin, als Ansprechpartnerin und Unterstützerin im Vorfeld und am Renntag, dass der Verband nicht nur Urkunden verteilt, sondern die Basisarbeit aktiv mitgestaltet. „Ich habe super viel Spaß an dem Projekt und freue mich darüber, dass die Entwicklung so positiv ist!“
Eindrücke von dem inklusiven Event findet ihr im Video (Link).
Fotos: Team Triathlon Kehlheim



Elea Bayreuther, einmalig
Ina Al-Sultan frei
Ina Al-Sultan, frei
DTU, frei
Uwe Friedrich, einmalig

Michaela Bock, frei
Sophie Dowkes, frei
Kindgerechte Strecken sorgten für Erfolgserlebnisse
Hanna Krauss, frei