Triathlon ist im Programm von „Jugend trainiert für Olympia“ die am stärksten wachsende Sportart. Wie viele andere wird sie von der Landesstelle für den Schulsport gefördert. Deshalb wachsen die Bestrebungen, die Lehreraus- und fortbildung durchzuführen, um im Nachmittagsunterricht an mehr Schulen präsent zu sein und weitere Sportarbeitsgemeinschaften (SAGs) zu gründen.

Blick in ein Freibad mit Kindern

Triathlon ist ein idealer Sport für jede und jeden. Denn die drei Disziplinen sind nicht nur gesund, sie lassen sich auch relativ einfach überall umsetzen. Nicht verwunderlich also, dass Triathlon auch in Schulen immer beliebter wird. Damit der Sport dort jedoch kind- und schulgerecht umgesetzt wird, braucht es Fachwissen und gute Anleitung. Eine der Schlüsselfiguren, die eben das in Schulen bringt, ist Hanna Krauss. Als Triaktivistin des Bayerischen Triathlon-Verbandes (BTV) sorgt sie dafür, dass Lehrkräfte einfach umsetzbare Inhalte für Triathlon in der Schule mitbekommen und der Sport in der Folge für alle Kinder erlebbar wird. Besonders deutlich wird ihre Arbeit in Kelheim: Dort unterstützt sie die Kooperation zwischen dem Donau-Gymnasium und der Cabrini-Schule Offenstetten und ist so Teil eines Inklusionsprojekts, das weit über den bloßen Wettkampftag hinausreicht.

Lehrerausbildung als Erfolgsmodell

Die Grundlage für solche Erfolgsprojekte legt der BTV bereits in der Lehrerfortbildung. Seit 2023 bildet der Verband Sportlehrkräfte gezielt zu C-Trainern für den Schulsport aus. Denn Triathlon in Schulen zu bringen, hat oft bürokratische Hürden: Viele Pädagogen sind zwar Profis in Leichtathletik und Schwimmen, dürfen aber mangels spezifischer Ausbildung mit Schülergruppen nicht im öffentlichen Raum Rad fahren. In einer intensiven fünftägigen Ausbildung schließt der BTV diese Lücke. Das Ziel ist die Gründung von Sportarbeitsgemeinschaften (SAG) oder die Organisation von Schultriathlons durch die speziell geschulten Lehrkräfte. Dass dieses Konzept aufgeht, beweisen die inzwischen über 100 ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer, die das Programm durchlaufen haben.

Einer von ihnen ist Christoph Heide, Fachschaftsleiter Sport am Donau-Gymnasium Kelheim. Nach seiner Ausbildung im Jahr 2024 setzte er das Gelernte unmittelbar um und organisierte 2025 den ersten inklusiven Schultriathlon Bayerns. Insgesamt 138 Teilnehmende, ca. ein Drittel davon Schülerinnen und Schüler an Förderzentren für geistige Entwicklung, gingen gemeinsam an den Start. Was damals ein Pilotprojekt war, hat sich 2026 zu einem sportlichen Leuchtturmprojekt entwickelt. In diesem Jahr geht die Initiative noch einen Schritt weiter: Ziel sind 300 bis 400 Begeisterte, das Cabrini-Zentrum Offenstetten ist als Co-Organisator eingebunden und auch die Vorbereitung findet nun gemeinsam statt. Hanna Krauss unterstützt einige Trainingseinheiten an der Cabrini-Schule und verzahnt so die Zusammenarbeit der verschiedenen Schulformen schon vor dem Wettkampf eng miteinander.

Gruppe von Menschen unter Zeltdach

Team beim ersten inbklusiven Schultriathlon Kehlheim

Effekte weit über Schulsport hinaus

Dieser Einsatz vor Ort ist der Motor für eine Entwicklung, die mittlerweile auch die Lokalpolitik und Wirtschaft vor Ort erfasst hat. Die Stadt Kelheim steht hinter dem Projekt, stellt mit dem Staädtischen Stadion am Rennweg und dem Freibad Keldorado die notwendige Infrastruktur zur Verfügung, während das P-Seminar des Gymnasiums beeindruckende 10.000 Euro an Spenden- und Sponsorengeldern akquirieren will. Unterstützung kommt zudem vom Bayerischen Behindertensportverband (BVS) und natürlich vom BTV, der das Event finanziell bezuschusst und die nötigen Kampfrichter stellt.

Und Hanna Krauss zeigt als Triaktivistin, als Ansprechpartnerin und Unterstützerin im Vorfeld und am Renntag, dass der Verband nicht nur Urkunden verteilt, sondern die Basisarbeit aktiv mitgestaltet. „Ich habe super viel Spaß an dem Projekt und freue mich darüber, dass die Entwicklung so positiv ist!“

Eindrücke von dem inklusiven Event findet ihr im Video (Link).

Fotos: Team Triathlon Kehlheim

Mit dem April beginnt für Bayerns Triathletinnen und Triathleten die Phase, in der endlich Wettkampfluft weht. Vor den Aktiven steht eine Saison, die mit über 80 Rennen, Meisterschaften und Höhepunkten für alle das etwas bereithält.

Während im BTV Memmert Nachwuchscup in Würzburg, Coburg und Nürnberg bereits die ersten Swim & Runs absolviert wurden, steht der nächste Test für die Talente am 12. April in Rothenburg ob der Tauber an. Auch der Kampf um die bayerischen Meistertitel startet bereits am 26. April beim Duathlon in Krailling. Kurz darauf rückt Schweinfurt in den Fokus des Geschehens: Der MainCity Triathlon am 17. Mai beheimatet die BM im Sprint und Para-Triathlon und bietet den Rahmen für die DACH-Meisterschaft der Para-Athleten.

Vom Weltklasse-Event bis zur ersten Triathlon-Erfahrung

In den Folgemonaten verdichtet sich das Programm merklich. Während Ingolstadt Mitte Juni  die BM Kurzdistanz ausrichtet, folgt am 5. Juli das internationale Spitzenrennen mit Weltklasse-Starterfeld: Der Challenge Roth.

Kurz darauf verlangt der Wettkampf in Hof echtes Teamplay bei den Meisterschaften der Team Relay. Die Mitteldistanz-Spezialisten kommen am 26. Juli beim Triathlon Niederbayern auf ihre Kosten, während die Entscheidung im Gelände traditionell später fällt: Ende September ermittelt „Jag de Wuidsau“ in Burglengenfeld die bayerischen Meister im Cross Duathlon.

Flankiert wird dieses Programm von der Liga-Saison. Die fünf verschiedenen bayerischen Ligen versprechen rasante Rennen, während die Gastspiele der Bundesliga für nationales Spitzenniveau sorgen. Immenstadt im Allgäu ist Schauplatz der 1. Bundesliga, während die zweite Liga am Rothsee und in Trebgast gastiert.

Besonders bemerkenswert sind zudem schon jetzt die Meldezahlen bei den Schultriathlons in Bayern. Hier bahnt sich ein Rekordjahr an.

Foto: Elea Bayreuther

Der bayerische Triathlon-Nachwuchs steuert schon jetzt auf Topform zu. So freuen sich die Verantwortlichen über einen absoluten Melderekord beim Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ (JtfO). Insgesamt 184 Teams haben sich für die diesjährigen Wettbewerbe angemeldet – ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr, als 157 Teams gemeldet waren.

Konsequente Förderung zeigt Erfolge

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In der Vorentscheidung Nord gehen 100 Teams mit insgesamt 472 Kindern an den Start, während im Süden 84 Teams mit 400 jungen Sportlerinnen und Sportlern um die Qualifikation kämpfen. Diese gute Resonanz ist auch das Ergebnis einer konsequenten Verbandsarbeit. Der Bayerische Triathlon-Verband engagiert sich seit Jahren intensiv im schulischen Bereich, sei es durch spezielle C-Trainer-Ausbildungen für Lehrkräfte oder die Unterstützung bei der Bildung von Sportarbeitsgemeinschaften (SAGs).

„Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung“, so die Verantwortliche für den Schulsport im BTV, Ina Al-Sultan. „Es zeigt, dass Triathlon immer besser im Schulsport ankommt und die Begeisterung bei den Jugendlichen stetig wächst.“ Als Anerkennung für den sportlichen Einsatz hält der BTV für jedes Kind ein besonderes Präsent bereit: Ein hochwertiges Stirnband im exklusiven Design wartet auf alle Finisher.

Road to Ingolstadt: Das Landesfinale

Das große Ziel der Schulteams ist das Landesfinale in Ingolstadt am 15. Juli 2026. Dort entscheidet sich, wer Bayern beim Bundesfinale vertreten darf. Doch auch abseits von JtfO ist der Kalender prall gefüllt. Der Sommer 2026 bietet bayernweit zahlreiche Gelegenheiten für Schülerinnen und Schüler, Wettkampfluft zu schnuppern . Den Auftakt macht dabei ein besonderes inklusives Event in Kelheim.

Die bayerischen Schultriathlon-Termine 2026 im Überblick:

  • 11.06.2026 JtfO Quali Nord (Weiden)
  • 18.06.2026 JtfO Quali Süd (Grafing)
  • 15.07.2026 JtfO Landesfinale (Ingolstadt)

 

  • 17.06.2026 Inklusiver Schultriathlon Kelheim
  • 14.07.2026 Apian Schultriathlon
  • 21.07.2026 Schülertriathlon Höchstadt
  • 22.07.2026 Fürther Schul-Triathlon
  • 22.07.2026 Heroldsberg Schüler-Triathlon
  • 22.07.2026 Nürnberger Schul-Triathlon
  • 24.07.2026 Erlanger Schüler-Triathlon

 

  • Deggendorfer Schul-Triathlon

Im März 2026 verwandelt sich die Sportschule Oberhaching wieder in ein kleines Triathlon-Zentrum: Der Bayerische Triathlon-Verband bietet eine kompakte Lehrerfortbildung an, die Sportlehrkräften die Tür in die spannende Welt des Schul-Triathlons öffnet. Ziel der Fortbildung ist es, Lehrkräfte fit für differenzierten Sportunterricht zu machen und ihnen die Leitung von Triathlon-SAGs oder Stützpunkten zu ermöglichen. Am Ende der Woche halten Teilnehmende nicht nur jede Menge Praxisideen, sondern auch die C-Trainer-Lizenz Triathlon in den Händen.

Jede Menge Praxis

Das Programm ist abwechslungsreich und praxisnah. Im Mittelpunkt stehen die typischen Wechsel vom Schwimmen zum Radfahren und vom Radfahren zum Laufen – schließlich machen sie den Triathlon erst so besonders. Dazu kommen Einblicke in den Einsatz des Mountainbikes im Unterricht, kreative Spiel- und Wettkampfformen, die triathlonspezifisch angepasst sind, sowie eine kompakte Regelkunde. Theorie und Praxis greifen dabei eng ineinander, sodass die Lehrkräfte das Gelernte direkt erproben und reflektieren können.

Teilnehmen können Sportlehrkräfte mit Unterrichtsberechtigung – egal ob vertieft oder nicht vertieft – an Gymnasien, Realschulen oder Mittelschulen. Wichtig: Das Didaktikfach Sport ist nicht zugelassen. Die entsprechenden Nachweise müssen mit der Anmeldung eingereicht werden; die Bestätigung erfolgt über die Geschäftsstelle des BTV.

Die Fortbildung findet vom 16. bis 20. März 2026 in der Sportschule Oberhaching statt. Maximal 18 Lehrkräfte können teilnehmen, wobei pro Schule nur ein Platz vergeben wird. Für Übernachtung und Vollverpflegung liegt die Teilnahmegebühr bei 300 Euro, wer ohne Übernachtung dabei ist und lediglich das Mittagessen bucht, zahlt 150 Euro.

Rahmendaten

  • Termin: 16.03.2026 (10 Uhr) – 20.03.2026 (16 Uhr)
  • Ort: Sportschule Oberhaching
  • Teilnehmerzahl: max. 18 (pro Schule nur eine Lehrkraft)
  • Kosten: 300 € inkl. Übernachtung & Verpflegung / 150 € ohne Übernachtung mit Mittagessen
  • Ferienlehrgang: nein
  • Durchführung: Ausbildungsteam des Bayerischen Triathlon-Verbandes e.V.

Die Anmeldung läuft ausschließlich über FIBS (https://fibs.alp.dillingen.de/lehrgangssuche)

„Berlin calling“ hieß es in diesem Jahr erstmalig für das Apian-Gymnasium aus Ingolstadt. Das Team trat beim Herbst-Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ an, wo Ende September die besten Schul-Triathletinnen und -triathleten Deutschlands im Olympiapark aufeinandertrafen. Für die Schule hatte der Weg dorthin zuvor über die Regionalentscheide geführt: die Teams qualifizierten sich im Nordbayernfinale in Hilpoltstein oder im Südbayernfinale (Erding) sowie im bayerischen Landesfinale in Ingolstadt, bei dem das Apian-Team ganz oben stand.

Für das Apian-Gymnasium war die Teilnahme ein echter Meilenstein: Zum ersten Mal durfte die Ingolstädter Mannschaft Bayern beim Bundesfinale vertreten. Die „Apianer“ gaben alles – auch wenn sie in Berlin leider nicht vom Glück verfolgt waren. Schon am ersten Wettkampftag kam es knüppeldick: Einer der stärksten Athleten stürzte unglücklich auf dem Rad und fiel dadurch für beide Wettbewerbe – Einzel wie Staffel – aus. Dazu kam eine 10-Sekunden-Penalty wegen vermeintlich verspäteten Absteigens beim Radwechsel. Dennoch hielt sich das Team nach den Einzelläufen mit Platz 8 in der Gesamtwertung in einer guten Ausgangsposition für die Staffel-Entscheidung am zweiten Tag.

Viel Pech dabei

Jugend trainiert für Olympia (Triathlon) am 23. September 2025 in Berlin

Doch auch dieser verlief nicht wie erhofft. Die erste Staffel wurde nach einem Missverständnis disqualifiziert: Ein Athlet fuhr durch ein Handzeichen eines Kampfrichters verunsichert eine Runde zu wenig Rad und bog zu früh in die Wechselzone ab. Das Ergebnis war bitter – die Staffel erhielt die langsamste Zeit plus 90 Sekunden Strafe, wodurch das Ziel einer einstelligen Platzierung unerreichbar wurde.

Trotz all dieser Rückschläge bewies das Team Moral und kämpfte bis zum letzten Meter. In der Endabrechnung belegte das Apian-Gymnasium den 12. Platz mit einer Gesamtzeit von 3:13:22. Bei den Einzelstarts waren Jakob Sengl (Platz 13), Jan Walter (Platz 18) und Felix Dachs (Platz 19) die bestplatzierten; auch die Mädchen schlugen sich bei der Premiere auf nationalem Parkett wacker (u. a. Greta Hanselmann Platz 11, Sophia Frank Platz 35, Paulina Heuschmid Platz 38).

Den Sieg sicherte sich die CJD Christophorusschule Rostock, die ihren Vorjahreserfolg eindrucksvoll wiederholte. Für das Apian-Gymnasium bleibt trotz aller Pechsträhne ein klar positives Fazit: Die Premiere auf Bundesebene war eine wertvolle Erfahrung, das Team hat Charakter bewiesen und gezeigt, dass es mit den besten Sportklassen Deutschlands mithalten kann. Zudem machte die Reise nach Berlin spürbar Lust auf mehr – auch wenn die ältesten Jahrgänge (2010) im kommenden Jahr nicht mehr startberechtigt sind, ist die Motivation im Team groß, neue Talente heranzuführen und 2026 vielleicht erneut den berühmten Satz zu hören: „Wir fahren nach Berlin.“

Für die Erlanger Schülerinnen und Schüler ist es jedes Jahr ein ganz besonderer Tag. Denn wer es sich zutraut den Schüler-Triathlon zu meistern, bekommt nicht nur eine coole Finisher-Medaille sonder sogar einen Tag schulfrei! 1024 Nachwuchs-Triathleten der Jahrgänge 2017 bis 2009 aus den Erlanger Grund- und Mittelschulen, den Realschulen, der Erlanger Wirtschaftsschule und der Erlanger Gymnasien hatten sich seit April für die 35. Ausgabe des Triathlons angemeldet. Und wieder waren die Startplätze so schnell vergeben, dass sogar eine Nachrücker-Liste eingerichtet wurde für den Fall, daß Kinder abgemeldet wurden.

Kind schiebt Fahrrad

Die Räder werden in der Wechselzone bis zur Aufstiegslinie geschoben und dann geht’s los auf die Radstrecke Richtung Kanal…

 

Alle helfen mit

Das Konzept der erfolgreichen Nachwuchs-Veranstaltung steht seit vielen Jahren: Geschwommen wird im Erlanger Westbad, die Radstrecke verläuft entlang des Main-Donau-Kanals und die Laufstrecke am Kanal und im Waldgebiet der Mönau endet mit einem großen Ziel-Einlauf im TV48-Stadion.
Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein ging es schon  früh los: das Westbad war voll und die Stimmung leicht angespannt. Aber das legte sich schnell! 16 Startgruppen waren geplant und vor jedem Start sorgte ein gemeinsames Aufwärm-Programm mit Musik für viel Spaß und gute Laune bei allen. Da durfte das „Turnerla“, das vereinseigene Maskottchen, natürlich nicht fehlen und hüpfte fleißig mit.

Außerdem im Einsatz: rund 60 Lehrkräfte und 200-Schüler-Helfer sowie viele weitere ehrenamtliche Helfer – verteilt an den Strecken sowie im Start- und Ziel-Bereich, denn nur so lässt sich eine solche Groß-Veranstaltung reibungslos “wuppen”. Für die Sicherheit der Athletinnen und Athleten sorgten  zudem Einsatzkräfte der Polizei, des BRK und der Wasserwacht. „Vielen herzlichen Dank an das gesamte Helfer-Team!“, betont Steffi Guillon vom Gastgeberverein  TV 1848 Erlangen.

Blick in Freibad mit vielen Menschen

Ein volles Freibad: alle machen mit beim gemeinsamen Aufwärm-Programm

Gewinnen wie die Großen

Das große Ziel-Tor, durch das auch die Athleten des M-net Erlanger-Triathlons am Sonntag laufen, wird für die Schülerwettbewerbe extra schonfrüher  aufgebaut, damit auch die Nachwuchs-Athleten in den Genuss dieses Ziel-Einlaufs kommen. 916 Schülerinnen und Schüler schafften es stolz ins Ziel und erhielten ihre Finisher-Medaille, viele davon überreichte das Turnerla. Danach hieß es erst einmal: relaxen und die leeren Speicher mit kühlen Getränken, Obst und Kuchen füllen.

Organisiert wurde der Wettkampftag dieses Jahr zum ersten Mal von einem neuen Lehrer-Trio. Drei Grundschullehrerinnen der Max-und-Justine-Elsner Grundschule – Bruck, der Adalbert-Stifter Grundschule und der Mönau-Grundschule, die mit großem Engagement und viel Herzblut schon bei den Vorplanungen dabei waren, und maßgeblich zum Erfolg dieser Veranstaltung beitrugen, waren am Ende froh, dass alles gut verlief.
Der Erlanger Schüler-Triathlon war übrigens zum zweiten Mal Teil der DTU Triathlon-Schul-Tour.

Ein großes Dankeschön geht an die Partner des Schüler-Triathlos sowie die Justine Elsner Stiftung, die den Wettkampf nicht nur finanziell sondern auch mit Material, Wissen und Zeit unterstützt haben!

Text: Steffi Guillon; Fotos: Uwe Friedrich

Mit knapp 800 Teilnehmenden aus sechs Höchstädter Einrichtungen war der diesjährige Schultriathlon am Dienstag, den 22. Juli 2025, ein sportlicher Höhepunkt zum Schuljahresabschluss. 230 Staffeln und 30 Einzelstarter sorgten für buntes und energiegeladenes Treiben im und um das Höchstädter Freibad, ganz im Zeichen des Teamgedankens und sportlichen Miteinanders. Daran änderte auch das regnerische Wetter nichts. Triathlonpower gab es am Tag darauf auch in Fürth: 1.800 Einzelstarter waren beim Schülertriathlon in der Kleeblattstadt am Start.

Perfekte Organisation und engagierte Helferteams in Höchstadt

Dank der guten Organisation und der tatkräftigen Unterstützung zahlreicher Helfer aus allen teilnehmenden Schulen konnte der Triathlon in Höchstadt reibungslos und sicher durchgeführt werden. Jede Schule startete in einem eigenen Zeitfenster, die Wechsel zwischen den Disziplinen waren minutiös abgestimmt: Während eine Startgruppe ins Becken sprang, warteten die Radfahrerinnen dieser Gruppe bereits an der Übergabestelle. Die Räder wurden von Helfenden übergeben und nach dem Radpart auch wieder entgegengenommen. Der fließende Wechsel zum Laufen funktionierte dank der eingespielten Abläufe hervorragend.

Je nach Altersklasse variierten die Strecken: Von 50 m Schwimmen, 2 km Radfahren und 600 m Laufen bei den Jüngsten bis hin zu 200 m Schwimmen, 6 km Radfahren und 800 m Laufen für die älteren Schüler. Die besten drei Staffeln jeder Wettkampfklasse wurden mit Pokalen und Preisen ausgezeichnet. Ein besonderes Schmankerl: Unter allen Finishern wurde ein hochwertiges Mountainbike verlost, das für zusätzliche Motivation sorgte.

Freibad mit vielen Menschen und grünem Schirm

Teilnehmerrekord in Fürth

Nur einen Tag später ging es in Fürth sportlich weiter: Beim Fürther Schülertriathlon stellten sich unglaubliche 1.800 junge Einzelstarter der Herausforderung und setzten damit ein starkes Zeichen für den Schulsport in Bayern.

Unterstützt wurde das Großevent mit viel Engagement vom Sportservice der Stadt Fürth sowie dem TV Fürth 1860, der mit seinem Team tatkräftig unterstützte. Der Aufbau für das Event startete bereits am Vortag, und am Veranstaltungstag selbst waren die Helfer von früh morgens um 6:30 Uhr bis in den Abend hinein im Einsatz – eine logistische Meisterleistung, die reibungslose Abläufe und ein großartiges Erlebnis für alle Schülerinnen und Schüler ermöglichte.

Foto: Michaela Bock

Rund 200 Kinder aus der Region durften kürzlich beim allerersten Schüler-Triathlon in Heroldsberg Triathlonluft schnuppern. Hinter der Idee und Umsetzung mit Herzblut und Vision steckte Sophie Dowkes, selbst Triathletin, Mutter und kreative Initiatorin. Nicht zuletzt ihr Engagement sorgte dafür, dass das sportliche Highlight  nicht nur den kleinen Athletinnen und Athleten, sondern auch den Zuschauenden lange in Erinnerung bleiben wird.

„Als Mama und Triathletin hatte ich diesen Traum schon länger: Ein Triathlon für Schüler, der Sport, Gemeinschaft und Begeisterung verbindet. Genau das haben wir in Heroldsberg gemeinsam auf die Beine gestellt!“, erzählt Sophie Dowkes. In Zusammenarbeit mit der Grundschule Heroldsberg, dem Gymnasium Eckental sowie der Mittelschule Eckental, der Gemeinde Heroldsberg, dem Bayerischen Triathlon-Verband unterstützt durch Thomas Burger und dem 1. FCN Schwimmen Nürnberg als Veranstalter wurde aus einer Idee Wirklichkeit. Besonders Bürgermeister Jan König und Claus Swatosch vom 1. FCN unterstützten das Projekt tatkräftig.

Blick auf radfahrende Kinder von hintenKindgerechte Strecken sorgten für Erfolgserlebnisse

Im Freibad Heroldsberg ging es für die Grundschulkinder im Swim&Run (100 m Schwimmen / 400 m Laufen) an den Start. Die Schülerinnen der weiterführenden Schulen meisterten einen kompletten Triathlon mit 200 m Schwimmen, 4 km Radfahren und 1 km Laufen – inklusive knackiger Steigungen. „Es heißt hier nicht umsonst Heroldsberg!“, lacht Sophie Dowkes. Auch ein Staffelstart war möglich. Hier zeigte sich der besondere Spirit des Tages: als die Teams gemeinsam ins Ziel liefen, war der Jubel groß.

Die Begeisterung übertrug sich spürbar auf alle Beteiligten – auch auf die Eltern. Eine Mutter schilderte ihre Eindrücke: „Es war mit Abstand die beste Schulsportveranstaltung, die ich je erlebt habe – sowohl aus meiner eigenen Schulzeit als auch als Elternteil. Die professionelle Organisation, Zeitmessung, Musik und Moderation – alles war rundum gelungen. Die Kinder waren stolz auf ihre Leistungen, die Siegerehrung war wertschätzend und motivierend. Für mich ein echter Game Changer für den Schulsport!“

Schülerinnen und Schüler mit Startnummer laufen

Promi reißt Schüler*innen mit

Besonders stolz waren die Veranstalter, als Paralympics-Sieger Taliso Engel überraschend zur Siegerehrung erschien. Er überreichte den Kindern nicht nur Urkunden und Preise, sondern vor allem bleibende Eindrücke und Motivation. Die zahlreichen Helferinnen und Helfer, die professionelle Streckenabsicherung und der engagierte Einsatz offizieller Kampfrichter machten den Tag zu einem echten sportlichen Ereignis für Kinder, Lehrer, Eltern und Organisatoren gleichermaßen.

Auch für Sophie Dowkes steht fest: „Es war ein großartiger Tag voller Energie, Teamgeist und Emotionen. Ich hoffe sehr, dass wir im kommenden Jahr wieder gemeinsam so etwas auf die Beine stellen – vielleicht ja mit noch mehr Publikum und Unterstützern.“

Ein Dank geht an die Unterstützer: Sparkasse und VR Bank sowie Edeka und Rewe in Heroldsberg. Viele tolle Preise der Siegerehrung sind Firmen in der Nähe zu verdanken.

Blick in ein Freibad mit Kindern

„Es geht darum, dass die Kinder Spaß haben“, sagt Vizepräsident Leistungssport, Thomas Burger, im Interview. Der ehemalige Lehrer weiß es seit jeher nicht nur Kinder für Bewegung zu begeistern, sondern Sport auch für Inklusion zu nutzen. Gerade weil der Nürnberger selbst so viel in diesen Bereichen gearbeitet hat, sind ihm die Förderung von Schulsport und Inklusion heute so wichtig. Zwei Veranstaltungen in Kelheim und Regensburg zeigten in den letzten Wochen eindrucksvoll, wie Triathlon als integrativer Sport junge Menschen begeistert und zusammenbringt. Der Bayerische Triathlon-Verband unterstützt solche Initiativen und freut sich über das wachsende Engagement an den Schulen.

Gruppe von Menschen unter Zeltdach

Team beim ersten inklusiven Schultriathlon Kehlheim

Erster inklusiver Schüler-Triathlon in Kelheim: Ein starkes Zeichen für Vielfalt

Am 19. Mai 2025 verwandelte sich Kelheim in eine Bühne gelebter Inklusion: Der erste inklusive Schüler-Triathlon fand statt und brachte Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung gemeinsam an den Start. Organisiert wurde das Event von einem engagierten P-Seminar des Donau-Gymnasiums Kelheim, das nicht nur die Idee entwickelte, sondern auch die gesamte Umsetzung verantwortete. Der betreuende Lehrer, Christoph Heide absolvierte zuletzt die Triathlon C-Trainer Ausbildung für Lehrer in Oberhaching. Dort konnten viele Ideen für die Umsetzung so eines Events gesammelt werden. Unterstützt wurde das Team von Armin Wolf, während Landrat Martin Neumeyer die Schirmherrschaft übernahm. Die Strecke führte die Teilnehmenden durch die malerische Kulisse Kelheims – vom Keldorado über die Europabrücke bis zum Pflegerspitz. Das Schöne: Der Wettbewerb setzte nicht auf Leistungsdruck, sondern auf gemeinsames Erleben und gegenseitige Unterstützung. Alle Teilnehmenden waren Sieger, unabhängig von ihrer individuellen Leistung.

Vorbereitung am Von-Müller-Gymnasium: Tri-Tag als Trainingsauftakt

Auch in Regensburg wird der Triathlon-Gedanke aktiv gelebt. Am 8. Mai 2025 veranstaltete das Von-Müller-Gymnasium seinen ersten „Tri-Tag“ zur Vorbereitung auf den anstehenden Schultriathlon. Organisiert von Sportlehrer Armin Adler, bot der Tag den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung von Paul Schönberger, Coach im Bayerischen Triathlon-Verband, spezifische Techniken zu erlernen. Im Fokus stand das Wechseltraining – der fließende Übergang zwischen Schwimmen, Radfahren und Laufen. Obwohl das Schwimmen aus organisatorischen Gründen nur als Trockentraining simuliert wurde, konnten die Teilnehmenden wertvolle Erfahrungen sammeln. Die Trainingseinheiten fanden auf dem nahegelegenen Sportgelände Post Süd statt und wurden von den Schülerinnen und Schülern mit großer Begeisterung aufgenommen.

Fotos: Christoph Heide

 

 

Die DTU Triathlon-Schultour powered by Suzuki besteht in diesem Jahr aus 45 Veranstaltungen und wird über 15.000 Mädchen und Jungen an den Ausdauerdreikampf heranführen. Wie schon im Vorjahr fördert dabei Suzuki Deutschland den Triathlonsport auf Schulebene. Auch in Bayern sind viele Schulen aktiv, darunter die Peter Vischer Schule in Nürnberg, das Apian Gymnasium in Ingolstadt, Schulen in Fürth, Erlangen und Höchstadt. Neu sind der Herokids-Triathlon in Heroldsberg und Kehlheim als inklusive Veranstaltung.

Im Rahmen der Schultour haben Schülerinnen und Schüler zwischen Mitte Mai und Ende September 2025 die Chance, Triathlonluft zu schnuppern und ein Zeichen gegen Bewegungsarmut zu setzen. „Bewegung spielt eine entscheidende Rolle für die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern“, sagt Daniel Schnell, Deputy Managing Director der Suzuki Deutschland GmbH. „Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, gemeinsam mit der DTU das Thema Triathlon weiterhin proaktiv in die Schulen zu tragen – und so neben dem Spaßfaktor auch einen Beitrag zur Förderung der nächsten Generation von Triathletinnen und Triathleten in Deutschland zu leisten.“

Spas an Bewegung finden und gemeinsam Ziele erreichen

Bei der Schultour steht der Spaß am Sport im Vordergrund: „Es geht nicht darum, wer individuell der oder die Beste ist, sondern darum, aufzuzeigen, was man gemeinsam im Klassenverband erreichen kann“, erklärt Mirco Beyer, Jugendsekretär der Deutschen Triathlon Union, und fügt an: „Wir fiebern den diesjährigen Schultour-Veranstaltungen mit großer Vorfreude entgegen und sind uns sicher, dass die Schülerinnen und Schüler tolle Erlebnisse rund ums Schwimmen, Radfahren und Laufen mitnehmen werden.“ Auch der Vizepräsident Leistungssport des BTV freut sich auf die Veranstaltungen: „Es ist toll zu sehen, dass sich so viele im Schul- und Vereinsbetrieb für den Sport engagieren und unterstützen diese Bemühungen im Verband durch Förderung jeder Veranstaltungauch in diesem Jahr.“

Schulen als Bewegungsort fördern

Ziel der DTU Triathlon-Schultour powered by Suzuki ist es, den aus Schwimmen, Radfahren und Laufen bestehenden Ausdauerdreikampf noch häufiger in Deutschlands Schulen zu bringen. Die Teilnahme steht allen Schulformen offen. Möglich sind Triathlon-, Duathlon- oder Swim&Run-Wettbewerbe auf altersgerechten Strecken, im Einzel- oder im Staffelformat, schulintern oder schulübergreifend. Die Deutsche Triathlonjugend (DTJ) und der BTV fördern Kooperationen von Vereinen und Schulen mit finanziellen Mitteln und attraktiven Angeboten.

Weitere Informationen der DTU gibt es hier.
Weitere Informationen des BTV gibt es hier.

Foto: Ina Al-Sultan