Wenn in Amberg am Kurfürstenbad die große, schwarze Piratenflagge gehisst wird, ist eins klar: Bald geht er los, der Amberger Piratentriathlon. Bei der 24. Ausgabe überzeugte der Nachwuchs des CIS Amberg einmal mehr mit starken, sportlichen Leistungen. Trotz sommerlicher Temperaturen von rund 30 Grad gingen insgesamt 102 Sportler an den Start.

Viele Eltern und Zuschauer waren an die Strecke gekommen, um spannende Rennen zu erleben und die jungen Athleten anzufeuern. Geschwommen wurde im Kurfürstenbad, danach ging es raus zur Bleichwiese in die Wechselzone. Dort mussten die Kids so schnell wie möglich rein in die Laufschuhe, Helm aufsetzen, Startnummer nicht vergessen, rauf aufs Rad und ab ins Landesgartenschaugelände. Zurück in der Wechselzone musste das Rad im richtigen Ständer abgestellt werden und dann ging es auch schon auf die Wendepunkt-Laufstrecke in Richtung Stadtgraben und zuletzt über die Ziellinie.

Neben den Gesamtwertungen in den einzelnen Altersklassen wurde in diesem Jahr erstmals auch die Amberger Stadtmeisterschaft ausgetragen. Der CIS-Nachwuchs überzeugte dabei mit zahlreichen Siegen und Podestplätzen. Besonders erfreulich: Gleich acht Stadtmeistertitel gingen an das Team des CIS Amberg. Über den Titel freuen durften sich Jona Dirschl, Marie Stobizer, Leonie Schardt, Elias Demleitner, Laurenz Dirschl, Frida Haberl, Guilherme Ferreira und Veronika Nehrei.

Auch abseits der sportlichen Erfolge war die Veranstaltung ein besonderes Erlebnis. Alle Finisher erhielten unmittelbar im Ziel eine Erinnerungsmedaille. Wer sich einen Podestplatz erkämpft hatte, wurde bei der Siegerehrung zusätzlich mit einer großen Medaille ausgezeichnet. Zudem bekam jeder Teilnehmer ein Piratentriathlon Shirt, die neuen Stadtmeister zusätzlich ein exklusives Stadtmeister Shirt. Den gelungenen Abschluss bildete eine Tombola, an der alle Finisher teilnahmen.

Weitere Ergebnisse sind auf der Homepage des CIS-Amberg zu finden (www.cis-amberg.de).

Fotos: Piratentriathlon Amberg

Das Gelände rund um den Untreusee bei Hof verwandelte sich am vergangenen Wochenende zwei Tage lang in einen Treffpunkt für Bayerns Triathlonfamilie. Das XXL-Triathlon-Wochenende wartete mit der Bayerischen Meisterschaft Team Relay, Liga-Rennen, dem BTV Memmert Nachwuchscup und Rennen für Jedermann und -frau aus. Bei der Bayerischen Meisterschaft Team Relay wurde aus drei Einzelrennen eine gemeinsame Leistung und auch der Nachwuchs demonstrierte eindrucksvoll, dass Triathlon weit mehr ist als eine Einzelsportart. Am Sonntag verlagerte sich der Fokus dann auf die Liga-Wettkämpfe und offene Rennen.

Bayerische Meisterschaft Team Relay: Sekunden entscheiden über Gold

Am Samstag standen die Bayerischen Meisterschaften im Team Relay im Mittelpunkt des Programms. Drei Athletinnen beziehungsweise Athleten pro Mannschaft absolvierten nacheinander einen kompletten Supersprint – jeder Wechsel musste sitzen, jeder Fehler kostete wertvolle Sekunden. Entsprechend eng und taktisch geprägt verliefen die Entscheidungen.

Bei den Männern sicherte sich Timeless Planet TG Viktoria Augsburg in 55:08 Minuten den Bayerischen Meistertitel. Felix Schiller, Philipp Meyer und Maximilian Lippert setzten sich mit einer konstant starken Mannschaftsleistung gegen den Post SV Nürnberg (Nick Wolfarth, Tobias Heining, Henning Hubbert) durch. Bronze ging an den TSV Harburg mit Simon Naschwitz, Joel Westphal und Leo Österlein.

Auch das Frauenrennen bot Spannung. Bayerische Meisterinnen wurde das Team des RSC AUTO BROSCH Kempten. Anna Weizenegger, Julia Heim und Sandra Echteler gewannen nach drei nahezu fehlerfreien Einzelrennen in 1:04:53 Stunden vor dem TV Planegg-Krailling und dem TSV Harburg. Gut 30 Sekunden trennten Gold und Silber.

Klassische Triathlon-Formate am Sonntag

Nach dem Relay am Samstag rückten am Sonntag wieder die klassischen Ligaformate in den Mittelpunkt.

In der Regionalliga der Männer sicherte sich Kilian Bauer (TSG 08 Roth II by guttenberger lichtwerbung) den Tagessieg vor Philipp Meyer (Timeless Planet TG Viktoria Augsburg) und Tian Densa (TV Planegg-Krailling). Den Sieg in der Mannschaftswertung holte sich jedoch Timeless Planet TG Viktoria Augsburg. Mit den Einzelplatzierungen zwei, vier, sechs, acht und neun zeigte das Team Ausgeglichenheit und verwies die TSG 08 Roth II sowie den Post SV Nürnberg auf die weiteren Podestplätze.

Auch die Regionalliga der Frauen stand ganz im Zeichen einer starken Teamleistung. Laura Mederer (TSG 08 Roth I) setzte sich vor ihrer Teamkollegin Anne Schmidhuber (TSG 08 Roth I) durch und machte den Doppelsieg für die Mittelfränkinnen perfekt. Rang drei ging an Pia Gutsmiedl (TV Planegg-Krailling). Mit den Plätzen eins, zwei und acht war der Tagessieg in der Mannschaftswertung für die TSG 08 Roth I ungefährdet. Der TV Planegg-Krailling belegte Rang zwei vor dem RSC AUTO BROSCH Kempten.

Ebenso spannend verliefen die Entscheidungen in der Bayernliga. Bei den Männern setzte sich die MainzlGroup TriTeam TSV 1860 Rosenheim dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung durch. Zwar gewann Noah Treptow (TWin Neumarkt II) die Einzelwertung, doch mit den Plätzen zwei, drei und elf sammelten die Rosenheimer die entscheidenden Punkte für den Mannschaftserfolg. Der TWin Neumarkt II wurde Zweiter, während sich der TSV Gaimersheim und der SV Bayreuth mit jeweils 38 Team-Punkten punktgleich Rang drei teilten – es geht eng zu, in der Bayernliga.

Die Wettbewerbe der Bayernliga Frauen rundeten das umfangreiche Ligaprogramm in Hof ab. Hier siegte Larissa Bauer vom TRISTAR Regensburg II vor Elena Heinloth ‚(Post SV Weilheim) und Teamkameradin Clara-Maria Bader. Der Team-Sieg ging an den Post SV Nürnberg vor den Frauen Würzburg.

Nachwuchs einzeln und im Team stark

Mindestens ebenso sehenswert waren die Rennen des BTV Memmert Nachwuchscups. In allen Altersklassen wurden vom ersten Meter an offensiv und mutig die Rennen gestaltet.

Bei den Schülerinnen A setzte sich Mathilda Kujala (La Carrera TriTeam Rothsee) vor Zoé Thoulouze (TSV Gaimersheim) und Norah Adler (TV 1875 Burglengenfeld) durch. Das Rennen der Schüler A gewann Mika Fankel (SV Bayreuth Triathlon) vor Maximilian Tack (SC Wasserfreunde München) und Tom Weinbrenner.

Enzo Thouluze (TSV Gaimersheim gewann bei den Schülern B klar vor Mika Rüker (ASC Marktrodach) und Jonah Unden (SSV Forchheim). Bei den Schülerinnen B feierte Lotte Fankel (SV Bayreuth Triathlon) einen ungefährdeten Sieg vor Lara Loos (SSV Forchheim) und Clara Gerdes (Post SV Nürnberg).

In der Jugend B behauptete sich Sophia Grießemer (TSV Katzwang 05) vor Jana Maas (TSV Gaimersheim) und Inara Zeiner (TV 1848 Erlangen). Bei den Jungen machte Lando Spielberger (Sektion Hersbruck des DAV e. V.) das Rennen vor Konstantin Koop vom TSV Eintracht Karlsfeld und Maximilian Rudolph (TSG 08 Roth).

Bei den Jugend-A-Mädchen führte kein Weg an Annika Fink (SV Straubing) vorbei. Dahinter belegten Viktoria Meier-Schnabel (1. FC Deining) und Andrea Gradl (1. FC Deining) die weiteren Podiumsplätze. Alexander Tresselt vom Tri Team Schongau setzte sich gegen Joel Westphal und Kilian Wanninger durch.

Als ein Highlight der Nachwuchsrennen sorgte die Mixed Team Relay für beste Stimmung. Jede Sekunde zählte, auch für die jungen Sportlerinnen udn Sportler, die sich ein bisschen fühlen durften, wie ihre Vorbilder, die am Tag darauf in Hamburg ihr Rennen machen sollten. Besonders eng verlief das Rennen der Altersklassen Schüler A und Jugend B. Gerade einmal 23 Sekunden trennten am Ende die beiden besten Staffeln. Den Sieg holte sich das Team „GUTE KÄSE“ mit Julius Wöhler, Josephine Kujala, Lando Spielberger und Inara Zeiner. Platz zwei sicherten sich die „RENNSCHNECKEN“ mit Maximilian Rudolph, Mathilda Kujala, Ben Dyker und Sophia Grießemer, Rang drei ging an „TEAM PULS 180“ mit Ludwig Ramian, Mathilda Zapf, Lukas Mundt und Lia Sophie Fuchs. Auch bei den älteren Nachwuchsathletinnen und -athleten fiel die Entscheidung denkbar knapp aus. Die TRIRITTER ROTHSEE mit Tizian Träger, Elisabeth Poplawski, Leander Träger und Viktoria Meier setzten sich nach einem spannenden Staffelrennen vor LECH-DONAU-XTREME mit Alexander Tresselt, Alicia Tresselt, Silas Ott und Andrea Gradl durch. Lediglich zwölf Sekunden lagen zwischen beiden Teams.

Nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch war das Wochenende rundum gelungen. Rund 1.000 Starterinnen und Starter sorgten an beiden Wettkampftagen für ein volles Gelände rund um den Untreusee. Erstmals wurde die Versorgungszone aus der Wechselzone heraus verlegt, wodurch die Abläufe entzerrt und Kreuzungspunkte auf der Strecke reduziert wurden. Veranstaltungsleiter Helmut Dorsch zog bereits während des Rennwochenendes ein positives Fazit und lobte insbesondere das Zusammenspiel der zahlreichen Helferinnen und Helfer von DLRG, BRK, THW, Feuerwehr und Polizei.

Fotos: Guntram Rudolph

 

Bei besten Bedingungen ging am Samstag der Ammersee-Triathlon in Riederau über die Bühne. Auf der Sprintdistanz kämpften die Teams der Landesliga Süd Männer sowie der Landesliga der Frauen um die letzten Punkte der Saison.

Der warme Ammersee sorgte für ein Neoprenverbot. Nach dem Schwimmen mussten die Athletinnen und Athleten zunächst einen ungewöhnlich langen Wechselweg von rund 800 Metern zur Wechselzone bewältigen, ehe es auf die 20 Kilometer lange Radstrecke ging. Der fünfmal zu fahrende Rundkurs wurde mit Windschattenfreigabe ausgetragen, sodass ein guter Start ins Rennen und der Anschluss an die richtige Radgruppe besonders wichtig waren.

Auch die Laufstrecke hatte ihre Tücken. Der fünf Runden lange Kurs über Wiesen- und Schotterwege erinnerte eher an einen Crosslauf als an einen klassischen Straßenlauf. Gleichzeitig sorgte die kompakte Runde für viel Spannung: Die Konkurrenz war jederzeit in Sicht, Zuschauer bekamen einen guten Überblick über das Renngeschehen. Allerdings führte das wiederholt auch zu Verwirrung – einige Athletinnen und Athleten verzählten sich und liefen eine Runde zu früh ins Ziel, bevor sie zurück auf die Strecke mussten.

Die Radstrecke mit ihren Wendepunkten bot ebenfalls beste Möglichkeiten, die Mitstreiter immer wieder zu sehen. Bei angenehmen Sommertemperaturen – deutlich moderater als zuletzt in Bad Tölz – fanden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahezu ideale Wettkampfbedingungen vor

Mannschaftswertungen

Die schnellsten Einzelzeiten des Tages gingen an Paul Steuer (TG Viktoria Augsburg) und Margit Elfers (SV Bayreuth).

Für die Ligawertung zählte dann am Ende die geschlossene Mannschaftsleistung: Bei den Frauen gewann Timeless Planet TG Viktoria Augsburg II vor dem VfL Kaufering Triathlon und dem TSV Eintracht Karlsfeld. In der Landesliga Süd der Männer setzte sich der SC 53 Landshut vor IfA Nonstop Bamberg und ATSV Kirchseeon durch. Damit wurde am Ammersee zugleich der Schlussstrich unter die Saison der Frauenliga und der Landesliga Süd der Männer gezogen.

Fotos: Theresa Grasskamp

Mit der World Triathlon Para Series (WTPS) machte am Wochenende erstmals die höchste internationale Rennserie im Para Triathlon Station in Deutschland. Bei dem Rennen beim World Triathlon Hamburg gingen auch zwei Athletinnen und Athleten aus Bayern an den Start. Zu Buche standen am Ende ein Podestplatz für Anja Renner und Guide Maria Paulig und eine weitere Top-Fünf-Platzierung für Valentin Hanzer.

Gemeinsam mit ihrer Guide Maria Paulig belegte Anja Renner in der Klasse der sehbeeinträchtigten Athletinnen (PTVI) den zweiten Platz. In 1:05:06 Stunden mussten sich die beiden lediglich der Spanierin Susana Rodriguez geschlagen geben. Damit stand Renner nach ihrem zweiten Platz in Montreal erneut auf dem Podium der World Triathlon Para Series und schloss die diesjährige Rennserie mit einem weiteren starken Ergebnis ab.

Im Ziel zeigte sich die Bayerin entsprechend zufrieden. Vor allem mit Blick auf die unterschiedlichen Startklassen ordnete sie das Rennen so ein: „Ich bin sehr zufrieden. Platz eins ist immer schwer zu erreichen aufgrund der „Compensation Time“ der B1-Athleten. Wir starten 3:21 Minuten hinter den B1-Athleten. Das auf der Sprintdistanz aufzuholen, da muss vorne schon ordentlich was schiefgehen. Im B2-B3-Feld waren wir die Schnellsten. Das ist das Minimalziel, was wir erreichen konnten. Ich bin megastolz, dass wir das geschafft haben.“

Für Valentin Hanzer endete das Rennen in der Klasse PTS3 auf Rang fünf. Der Bayer erreichte nach 1:08:02 Stunden das Ziel und sammelte damit weitere wichtige internationale Erfahrung. Erst Ende Juni war ihm in Montreal mit Platz drei in der World Triathlon Para Series ein beachtliches Ergebnis gelungengelungen.

Den deutschen Tag prägte außerdem Martin Schulz. Der zweimalige Paralympics-Sieger gewann die Konkurrenz der Klasse PTS5 in 57:39 Minuten und sicherte dem deutschen Team den einzigen Sieg beim Heimrennen. Insgesamt erreichte das sechsköpfige Aufgebot der Deutschen Triathlon Union zwei Podestplätze.

Mit dem Rennen in Hamburg ging zugleich die diesjährige World Triathlon Para Series zu Ende. Für Renner und Hanzer richtet sich der Blick nun auf die weiteren internationalen Höhepunkte der Saison, allen voran die Weltmeisterschaften im spanischen Pontevedra im September.

Foto: private Aufnahme

Am 3. und 4. Juli war das Freizeitbad Roth erneut Schauplatz der Challenge-forAll sowie der Junior-Challenge Roth. Bereits zum 22. Mal bot die Veranstaltung Nachwuchs-, Hobby- und Breitensportlerinnen und -sportlern die Möglichkeit, im Rahmen des Challenge-Wochenendes Wettkampfluft zu schnuppern. Vom Bambini-Rennen bis zum Sprinttriathlon fanden Teilnehmende aller Alters- und Leistungsklassen passende Wettbewerbe.

Den Auftakt machte am Freitag der Challenge-SprintDay. Am Samstag gehörte die Bühne dann beim Challenge-FamilyDay den Kindern, Jugendlichen und Hobbysportlerinnen und -sportlern, die auf den verschiedenen Distanzen an den Start gingen.

Eine Neuerung gab es in diesem Jahr beim Schwimmen: Erstmals wurde im Rolling-Start gestartet. Dabei gingen die Athletinnen und Athleten in kurzen Zeitabständen nacheinander ins Wasser. Das entzerrte das Teilnehmerfeld von Beginn an, sorgte für mehr Platz auf der Schwimmstrecke und trug zu einem ruhigen sowie sicheren Wettkampfstart bei.

Die Challenge-forAll hat sich längst als fester Bestandteil des Challenge-Roth-Wochenendes etabliert. Neben dem sportlichen Wettbewerb zeichnet die Veranstaltung vor allem ihre familiäre Atmosphäre aus. Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten entlang der Strecke für Stimmung und unterstützten die Teilnehmenden bis ins Ziel – ein Markenzeichen des Triathlon-Wochenendes in Roth.

Foto: Challenge for All

Was passiert, wenn aus Fremden ein Team wird? Wenn Geschwindigkeit und Können keine Rolle spielt, dafür gegenseitige Unterstützung umso mehr? Der inklusive TriDay in Hilpoltstein hat gezeigt, wie Sport Menschen verbindet und Inklusion ganz selbstverständlich erlebbar macht.

Eine Kooperation des Bildungsbüros des Landkreises Roth mit dem Bayerischen Triathlon-Verband, der Realschule Hilpoltstein und Regens Wagner machte es möglich: Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung kamen in Hilpoltstein zusammen. Es war ein Dienstagmorgen, im Stadtbad herrschte die Ruhe eines bedeckten, aber durchaus schönen Sommertages. Unter denen, die sich im Eingangsbereich versammelten waren zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Regens-Wagner-Einrichtung Zell sowie die Mountainbikeklasse der Anton-Seitz-Schule Hilpoltstein, aber auch Gäste.

Bald schon war die Morgenruhe im Freibad vorbei. Die Kinder und Jugendlichen waren doch etwas aufgeregt, genossen den etwas anderen Schulmorgen und selbstverständlich stieg der Lärmpegel. Nur einen Teil der Teilnehmenden störte das. Der andere Teil hatte für das Schwimmen die oft vorhandenen Hörimplantate bereits trocken verstaut und wurde von da an mit Gebärden über den Ablauf informiert.

Zunächst wurden die Realschülerinnen und Schüler mit den Teilnehmenden von Regens Wagner und den Gästen in Zweier- oder auch mal Dreierteams eingeteilt. In diesen gemischten Teams sollten die drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen gemeistert werden. Gemeinsam und immer mit dem Ziel, aufeinander zu achten.

Dabei ging es nicht um Bestzeiten oder Wettkampf. Viel wichtiger war, sich kennenzulernen, Vertrauen aufzubauen und die Stärken jedes Einzelnen einzubringen. Zusammen entscheiden, gegenseitig motivieren, Rücksicht nehmen und Erfolge teilen – genau diese Erfahrungen machten den TriDay zu etwas Besonderem.

„Inklusion gelingt dort, wo Menschen sich begegnen und gemeinsam aktiv werden. Der TriDay schafft genau diesen Raum. Hier erleben Kinder und Jugendliche, dass Unterschiedlichkeit kein Hindernis ist, sondern eine Bereicherung für das Miteinander“, sagt Bildungskoordinatorin Christine Waitz.

Ob auf dem Fahrrad, dem Roller oder dem Kettkart – jede und jeder fand den passenden Weg, um Teil des Teams zu sein. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch David Matheisl mit der Mountainbikeklasse der Realschule Hilpoltstein, vom TV Hilpoltstein, dem Bayerischen Triathlon-Verband mit Thomas Burger und Team und dem Team von Regens Wagner mit Ines Kretschmer. Ihr Engagement trug dazu bei, dass alle Teilnehmenden die Freude an der Bewegung und am gemeinsamen Erleben in den Mittelpunkt stellen konnten.

Wie schnell Inklusion dann klappen kann, zeigte sich ganz am Ende der Veranstaltung am Mittag. Fast noch wäre die Stimmung gekippt, als die Schülerinnen und Schüler bemerkten, dass sie die Gelegenheit verpasst hatten, sich von „ihren“ Partnern zu verabschieden. Kurzerhand hielten die Busse von Regens Wagner nochmals am Sammelpunkt der Realschüler, um auch den Abschied noch zelebrieren zu können.

Die Veranstaltung wurde unterstützt durch den BVS Bayern, den Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband, sowie das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.“

Kaum eine Veranstaltung vereint so viele Facetten des Triathlonsports wie der 43. GEALAN Triathlon der IfL Hof. Wenn am 11. und 12. Juli das große Triathlon-Wochenende an den Untreusee lockt, stehen Bayerische Meisterschaften, Ligawettkämpfe, Nachwuchsrennen und Breitensport auf dem Programm. Für die Zuschauer bedeutet das zwei Tage voller abwechslungsreicher Rennen, für die Athletinnen und Athleten geht es um Titel, Ligapunkte, Cupwertungen und persönliche Bestleistungen.

Den sportlichen Höhepunkt des Samstags bildet die Bayerische Meisterschaft Team Relay. Das rasante Staffel-Format zählt zu den zuschauerfreundlichsten Varianten des Triathlonsports: Drei Athletinnen beziehungsweise drei Athleten eines Vereins absolvieren nacheinander einen kurzen, intensiven Triathlon, ehe sie ihre Teamkollegin oder ihren Teamkollegen auf die Strecke schicken. Schnelle Wechsel, Windschattenfreigabe auf der Radstrecke und ständig wechselnde Rennsituationen garantieren Spannung bis zum Schluss. Für die Vereine geht es dabei nicht nur um die Meistertitel, sondern auch um Prestige in einer Disziplin, in der Teamgeist und taktisches Geschick ebenso gefragt sind wie individuelle Stärke.

Für die Mannschaften der Regional- und Bayernliga markiert das Staffelrennen gleichzeitig den Auftakt eines harten Doppelrennens. Die Ergebnisse der Team Relay fließen gemeinsam mit der Kurzdistanz am Sonntag in die Ligawertung ein. Dieses Format verlangt den Teams einiges ab: Während am Samstag Geschlossenheit und perfekt abgestimmte Wechsel gefragt sind, entscheidet am Sonntag auf der Kurzdistanz über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen die Leistung jedes einzelnen Teammitglieds. Erst die Kombination beider Rennen ergibt das Gesamtergebnis – und macht Hof seit Jahren zu einer besonderen Herausforderung im bayerischen Ligakalender.

BM Team Relay in Hof

Nicht weniger spannend wird es am Samstag für den Triathlon-Nachwuchs. Der BTV Memmert Nachwuchscup macht erneut Station in Oberfranken und bringt Bayerns beste jungen Triathletinnen und Triathleten an den Untreusee. Für die Schülerinnen und Schüler sowie die Jugendklassen geht es um wichtige Punkte in der Cupwertung. Auch für sie gibt es das Programm mit Team-Relay, bei der ebenfalls Teamgeist und Renndynamik im Mittelpunkt stehen, und Einzelwettkampf.

Traditionell gehören natürlich auch die Jedermann-Wettbewerbe zu den tragenden Säulen der Veranstaltung in Hof. Ob Kinderrennen, oder Erwachsene auf der Volks-, Sprint- oder Kurzdistanz, als Einzelstarter oder in der Staffel – das Wettkampfangebot richtet sich immer auch an ambitionierte Hobbytriathletinnen und Hobbytriathleten sowie an Einsteiger, die erstmals Wettkampfluft schnuppern möchten.

Fotos: Elea Bayreuther

Die Starterinnen und Starter der Bayernliga in Landshut und der Regionalliga in Trebgast mussten am vergangenen Wochenende mit außergewöhnlichen Bedingungen zurechtkommen. Temperaturen von über 40 Grad in der Sonne stellten sie, aber auch Helferteams, Kampfrichter und Veranstalter vor große Herausforderungen. Dass beide Veranstaltungen dennoch erfolgreich über die Bühne gingen, war vor allem einer guten Organisation und flexiblen Entscheidungen vor Ort zu verdanken.

Schnell reagiert in Landshut

Schon vor dem ersten Start war klar: Der ursprüngliche Zeitplan muss angepasst werden. Gemeinsam entschieden sich Veranstalter und Liga-Verantwortliche kurzfristig, den Wettkampf um eine Stunde vorzuziehen. Gleichzeitig wurde die Laufstrecke verkürzt, zusätzliche Wasserstellen eingerichtet und ein Hitzekonzept konsequent umgesetzt. Selbst die Technik geriet an ihre Grenzen – kurzfristig musste sogar ein Ersatz-iPad für den Moderator einspringen. Passend zu den Extrem-Bedingungen gab Andreas Groß den Satz aus, der den Tag wohl am besten zusammenfasste: „DNF ist heute eine Option.“ Wer angesichts der Hitze ausstieg, traf keine schlechte, sondern eine vernünftige Entscheidung.

Doch die schnellen Anpassungen zeigten Wirkung: Trotz der extremen Temperaturen gab es keine medizinischen Zwischenfälle – der wohl schönste Erfolg des Tages.

Sportlich verlangte vor allem die anspruchsvolle Radstrecke den Ligastarterinnen und Ligastartern einiges ab. Der berüchtigte Anstieg mit rund 100 Höhenmetern machte das Rennen zu einer echten Herausforderung. Mit einer starken Mannschaft präsentierte sich dabei das Herrenteam des TSV Gaimersheim. Nach einer geschlossenen Leistung auf der Schwimm- und Radstrecke sowie einem starken Lauf sicherte sich Bastian Glockshuber den Tagessieg. Gemeinsam mit Anton Kress, Max Zech und dem kurzfristig eingesprungenen Lukas Dittmar gelang dem Team zudem erstmals der Sieg in der Mannschaftswertung der Bayernliga. Michael Fuchs (TSV Burglengenfeld) und Matthias Türk (Böhnlein Sports Bamberg) komplettierten die Podestplätze.
In der Teamwertung der Männer führt nach dem Rennen der MRRC München II vor dem TSV Burglengenfeld und dem SV Bayreuth.

In der Einzelwertung der  Frauen setzte sich Anja Beck (TWin Neumarkt) durch. Julia Sterk (SV Würzburg 05 II), Hanna Ehnis (SSV Forchheim II) folgten. Spitzenreiter der Liga-Tabelle nach zwei Rennen ist nun der SSV Forchheim II vor dem Post SV Nürnberg und Tristar Regensburg II.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte außerdem ein junger spanischer Profi, der außerhalb der Liga an den Start ging. Der Mathematik- und Datenanalyse-Student der TU München absolviert derzeit seine erste Profisaison, kann bereits mehrere spanische Meistertitel vorweisen und bringt eine Halbmarathon-Bestzeit von beeindruckenden 1:02 Stunden mit – ein Name, den man sich merken sollte.

Trebgast: Wenn Durchkommen schon eine Leistung ist

Während Landshut mit einem angepassten Wettkampfformat auf die Hitze reagierte, stand in Trebgast das reguläre Programm auf dem Plan. Die hohen Temperaturen forderten jedoch auch hier allen Beteiligten alles ab. Entsprechend diszipliniert gingen die Athletinnen und Athleten das Rennen an, teilten ihre Kräfte klug ein und lieferten trotz der extremen Bedingungen starke Leistungen ab.

Bei den Frauen entwickelte sich ein spannendes Rennen, das Anna Weizenegger (RSC Kempten) knapp für sich entschied. Nur gut eine Sekunde dahinter folgte die erst 17-jährige Dana Schörner vom Tri Team der IfL Hof. Dritte wurde Nina Mayer (TSV Harburg).

Das Männerrennen gewann Felix Schiller (Timeless Planet TG Viktoria Augsburg) in 50:56 Minuten. Sebastian Neef und Kilian Bauer (beide TSG 08 Roth II) komplettierten das Podium.

In der Teamwertung der Frauen führt derzeit der TV Planegg-Krailing vor der TSG 08 Roth und dem TSV Harburg. Bei den Männern liegt die TG Viktoria Augsburg an der Spitze, gefolgt vom TV 1848 Erlangen und der TSG 08 Roth II.

Nach diesem heißen Rennwochenende richtet sich der Blick nun auf den nächsten Ligastopp: Beim Doppelrennwochenende in Hof wartet bereits die nächste Bewährungsprobe auf die Teams der Bayerischen Triathlonligen.

Foto: Thomas Knodt

Der Brombachseetriathlon ist weiter auf Erfolgskurs: Bereits mehrere Wochen vor dem Start am 30. August sind alle Startplätze für die zweite Auflage vergeben. Mehr als 1.100 Athletinnen und Athleten werden im Seezentrum Allmannsdorf bei Pleinfeld erwartet. Sowohl die Einzelstarts als auch die Staffelwettbewerbe sind vollständig ausgebucht.

Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr war das Interesse groß. Die Mitteldistanz mit 1,9 Kilometern Schwimmen, 90 Kilometern Radfahren und einem abschließenden Halbmarathon hat sich innerhalb kurzer Zeit als fester Termin im bayerischen Triathlon-Kalender etabliert. „Die Vorfreude auf die zweite Ausgabe war überall deutlich spürbar. Dass wir erneut Wochen vor dem Start komplett ausgebucht sind und mehr als 1.100 Athletinnen und Athleten begrüßen dürfen, freut uns riesig. Das zeigt, dass unser Konzept in der Triathlon-Community sehr gut ankommt“, sagt Stefan Schwenk vom Organisationsteam.

Auch Pleinfelds Bürgermeister Stefan Frühwald blickt mit großer Freude auf das bevorstehende Event: „Die überwältigende Nachfrage nach der zweiten Auflage des Brombachseetriathlons bei uns in Pleinfeld erfüllt mich mit Stolz und Freude. Es zeigt, wie sehr dieser Wettkampf nicht nur die Athletinnen und Athleten, sondern auch die gesamte Region begeistert. Ich bin überzeugt, dass wir wieder ein unvergessliches Sportereignis inmitten unserer einzigartigen Seenlandschaft erleben werden.“

Triathlon im fränkischen Seenland

Geschwommen wird im Großen Brombachsee. Die Radstrecke führt durch das Fränkische Seenland, bevor der Halbmarathon entlang des Seeufers zurück ins Ziel verläuft. Start, Wechselzone und Ziel befinden sich erneut im Seezentrum Allmannsdorf und bieten kurze Wege sowie beste Bedingungen für Aktive und Zuschauer.

Für das Organisationsteam ist der Rückhalt in der Region ein entscheidender Erfolgsfaktor. „Eine Veranstaltung dieser Größenordnung ist nur mit dem Verständnis und der Unterstützung der Anwohner möglich“, betont Stefan Schwenk. „Deshalb möchten wir uns bereits jetzt herzlich für die Geduld und das Verständnis für die notwendigen Verkehrs- und Zufahrtseinschränkungen am Veranstaltungstag bedanken. Dieses Miteinander trägt wesentlich dazu bei, den Brombachseetriathlon sicher und erfolgreich durchführen zu können.“

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie die Möglichkeit zur Eintragung in die Warteliste gibt es unter www.brombachseetriathlon.de.

Foto: Baboons/ Ingo Kutsche

Die TriDays des Bayerischen Triathlon-Verbands (BTV) sind feste Bestandteile im Nachwuchskalender: Bei den bayernweiten Trainingstagen treffen sich regelmäßig Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Vereinen, um gemeinsam zu trainieren, Erfahrungen auszutauschen und neue Impulse für ihre sportliche Entwicklung mitzunehmen.

Wie bereits im vergangenen Jahr fand der TUM TriDay auf dem modernen Campus im Olympiapark der Technischen Universität München statt. Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam von der TU München, dem Trisport Erding e.V. und dem Bayerischen Triathlon-Verband. Im Mittelpunkt stand erneut die „vierte Disziplin“ des Triathlons – der Wechsel zwischen Schwimmen, Radfahren und Laufen.

Gerade im Nachwuchsbereich spielt ein schneller und sauberer Wechsel eine entscheidende Rolle. Je kürzer die Wettkampfdistanz, desto größer ist der Einfluss der Wechselzeit auf das Gesamtergebnis. Verlorene Sekunden lassen sich anschließend nur mit erheblichem Mehraufwand wieder aufholen. Deshalb ist es wichtig, neben den ausdauerrelevanten Fähigkeiten auch die technischen und koordinativen Abläufe in der Wechselzone gezielt zu trainieren. Unter Zeitdruck und körperlicher Belastung müssen die Bewegungsabläufe sicher, flüssig und effizient funktionieren.

Ein Erlebnis für alle Beteiligten: Der TUM Triaday war ein voller Erfolg

Passend dazu entwickelten Studierende der Sportwissenschaften unter der Leitung von Valentin Nusser und Martin Schönfelder gemeinsam mit dem BTV ein neues Testkonzept. Im Mittelpunkt stand ein speziell konzipierter Wechseltest, bei dem die Teilnehmenden nach einem simulierten Schwimmen kurze Rad- und Laufstrecken absolvierten. Ziel war es, die Handlungsabläufe während des Wechsels genauer zu analysieren und wertvolle Erkenntnisse für Training und Talententwicklung zu gewinnen. Ergänzt wurde das Programm durch weitere sportmotorische Untersuchungen, darunter Testverfahren des Deutschen Motorik-Tests, die in den Diagnoselaboren der TU München durchgeführt wurden.

Auch der Spaß kam nicht zu kurz: Den Abschluss bildete ein abwechslungsreicher Cross-Duathlon über den Campus. Neben Lauf- und Radpassagen galt es zahlreiche Hindernisse wie Treppen, Erdwellen, Böschungen und Paletten zu überwinden. Diese abwechslungsreiche Streckenführung sorgte nicht nur für Begeisterung bei den Teilnehmenden, sondern förderte gleichzeitig die Radbeherrschung und das sichere Fahren – Fähigkeiten, die sowohl im Wettkampf als auch im Straßenverkehr von großer Bedeutung sind.

Trotz der sommerlich hohen Temperaturen blicken alle Beteiligten auf einen rundum gelungenen TriDay zurück. Nun richtet sich der Blick gespannt auf die Auswertung der gewonnenen Messdaten – und natürlich bereits auf die nächste Auflage im kommenden Jahr, wenn es wieder heißt: TUM TriDay 2027.

Fotos: TUM