Es gibt Momente im Sport, die so schnell vergehen, dass das bloße Auge sie kaum erfassen kann. Doch wenn das Licht perfekt fällt, die Kamera im richtigen Bruchteil einer Sekunde auslöst und ein Athlet über sich hinauswächst, entstehen faszinierende Bilder. Ein solches Bild ist „Der Wasserläufer“. Es zeigt den Triathleten Robert „Quinn“ Gould vom TV 1848 Erlangen während der Mixed Relay bei den Finals 2025 in Dresden. Das Foto wurde vor kurzem mit dem renommierten Sven-Simon-Preis als „Sportfoto des Jahres 2025“ ausgezeichnet.
Eine Auszeichnung mit Tradition und Strahlkraft
Der Sven-Simon-Preis wird jährlich von der „Welt am Sonntag“ verliehen und gilt als die wichtigste und mit 10.000 Euro am höchsten dotierte Auszeichnung für Sportfotografie in Deutschland. Benannt ist er nach dem Pseudonym des verstorbenen Axel Springer jr., der selbst ein leidenschaftlicher Fotograf war. Die Entscheidung trifft keine gewöhnliche Jury: Große Namen des deutschen Sports, darunter Legenden wie Bastian Schweinsteiger, Dirk Nowitzki, Franziska van Almsick und Katarina Witt, wählen das Bild aus, das das Wesen des Sports ihrer Meinung nach am eindrucksvollsten einfängt. In diesem Jahr fiel die Wahl auf das Werk des dpa-Fotografen Robert Michael.
Betrachtet man das Motiv „Wasserläufer“, scheint die Schwerkraft für einen Moment aufgehoben. Quinn Gould befindet sich mitten im Lauf in die Elbe. Doch die Perspektive und der exakte Zeitpunkt des Auslösens erzeugen eine faszinierende Illusion: Es wirkt nicht, als würde der Athlet ins Wasser eintauchen, sondern als würde er mit kraftvollen Schritten über die glitzernde Oberfläche des Flusses rennen. Das Wasser spritzt unter den Füßen auf, wie es sonst nur bei festem Untergrund zu erwarten wäre, was den Eindruck des „Laufes auf dem Wasser“ verstärkt. Die Lichtreflexionen auf der Wasseroberfläche wirken wie ein Teppich, der den Triathleten trägt. Das Bild lässt auch die Grenze zwischen Anstrengung und Leichtigkeit verschwimmen.
Von der Kunst zum Wettkampf: Die Finals 2025
Das magische Foto entstand am 31. Juli 2025 in Dresden. Die sächsische Landeshauptstadt bot an sich schon einen spektakulären Rahmen für die Deutschen Meisterschaften im Triathlon. Inmitten dieses hochkarätigen Feldes fanden sich auch Starter der Triathlon-Abteilung des TV 1848 Erlangen. Der Verein, der auch für seine jahrzehntelange ambitionierte Nachwuchsarbeit und seinen Teamgeist bekannt ist, schickte mit der Mixed-Relay-Staffel ein Quartett ins Rennen, das sich im Konzert der Großen behaupten wollte.
So gingen Giulia Göttler, Johannes Bader, Matylda Jozwiak und eben Quinn (Robert) Gould an den Start. Quinn Gould absolvierte seinen Einsatz als Schlussstarter in einer Gesamtzeit von 19:10 Minuten. Am Ende sicherte sich das Team des TV 1848 Erlangen mit einer Gesamtzeit von 1:20:39 Stunden den 10. Platz in der Gesamtwertung der Deutschen Meisterschaft Mixed Relay.
Länger als dieses Ergebnis bleibt nun sicher das Foto in Erinnerung. Wir haben den Sportler selbst dazu interviewt.
Quinn, das Foto von deinem Sprung in die Elbe ist nun das „Sportfoto des Jahres“. Wie fühlt es sich an, zu wissen, dass Sportikonen wie Dirk Nowitzki oder Bastian Schweinsteiger genau dieses Bild von dir als das beste des Jahres ausgewählt haben?
Ich fühle mich sehr geehrt, dass dieses tolle Bild als Sportfoto des Jahres ausgewählt wurde. Es ist natürlich etwas besonderes das Sportikonen dieses Bild so positiv bewerten und hoffentlich dem Triathlon eine größere Bühne gewähren. Der Fotograf hat hier meiner Meinung nach einen hervorragenden Moment erwischt und ich freue mich besonders das ich auf diesem Bild dargestellt bin.
Auf dem Bild sieht es so aus, als würdest du über das Wasser laufen. Kannst du dich noch an den Moment des Eintauchens in Dresden erinnern, oder warst du in diesem Augenblick rein im Tunnel des Wettkampfs?
Ich erinnere mich noch gut an diesem Moment. In den ersten Sekunden war ich wahnsinnig aufgeregt, da es mein Debüt auf so einer großen Bühne war. Aber ich wusste, was wir als Team geleistet hatten, und das hat mir Vertrauen gegeben. Die Vorfreude, das harte Training der letzten Wochen endlich auf die Strecke zu bringen, war einfach größer als die Nervosität. Wir hatten uns in der Mannschaft vorgenommen, trotz des Fokus den Moment auch zu genießen – und ich finde, dieses Gefühl fängt das Foto perfekt ein.
Die Mixed Relay ist ein extrem spannendes, aber auch emotionales Format. Wie hast du die Atmosphäre in Dresden und im Team während der Finals 2025 erlebt?
Eine Atmosphäre wie bei den Finals in Dresden habe ich bisher noch nie erlebt. Da es den ganzen Vormittag geregnet hatte, hatten wir anfangs die Sorge, vor leeren Rängen zu starten. Doch kurz vor dem Wettkampf kam die Sonne heraus und mit ihr auch die Menschenmassen an der Strecke. Besonders beim Radfahren am Terrassenufer wurde man von den Jubelschreien förmlich getragen. Auch die Stimmung auf der Brücke während der Laufstrecke war einfach unvergesslich. Es ist großartig zu sehen, dass der Triathlon im Rahmen der Finals ein so riesiges Publikum begeistert.
Ein solches Foto rückt dich plötzlich ins Rampenlicht. Welche sportlichen Ziele hast du dir für die kommende Saison gesetzt, um auch ohne „magische“ Fotografie wieder ganz vorne dabei zu sein?
Klar freue ich mich über das Bild, aber das Lob dafür gehört dem Fotografen – ich konzentriere mich lieber weiter auf mein Training. Die Motivation für die kommende Saison ist riesig. Gemeinsam mit meinem Team will ich in der zweiten Bundesliga oben mitmischen. Mein Hauptziel ist die Bundesliga, aber ich will bei so vielen Rennen wie möglich dabei sein, weil ich den Wettkampfmodus einfach liebe. Am Ende geht es mir darum, Erfahrung zu sammeln, Spaß zu haben und mich als Sportler weiterzuentwickeln.
Foto: private Aufnahme
Jugendcamp des BTV in Rothenburg – ein gelungenes Wochenende voller Sport, Spaß und Teamgeist
Camp-Angebote, JugendsportZum Ende der Osterferien traf sich eine kleine, motivierte Gruppe junger Triathletinnen und Triathleten zum Jugendcamp des Bayerischen Triathlon-Verbands in Rothenburg ob der Tauber. Untergebracht in einer Jugendherberge mitten in der historischen Altstadt bot das Wochenende den perfekten Rahmen, um gemeinsam zu trainieren, neue Kontakte zu knüpfen und sich gezielt auf den anstehenden Wettkampf des Memmert Cups vorzubereiten.
Der Auftakt am Freitag hätte kaum besser sein können: Bei einem lockeren Lauf durch die malerischen Gassen der Altstadt wurde direkt die besondere Atmosphäre Rothenburgs spürbar. Im Anschluss folgte ein ausführliches Lauf-ABC mit Sprints, Steigerungen und abwechslungsreichen Staffeln. Neben der Technik stand hier vor allem eines im Mittelpunkt: Spaß an der Bewegung und ein erster Hauch von Wettkampfgefühl. Der Abend klang entspannt mit gemeinsamen Spielen wie Werwolf und Tischtennis aus – eine ideale Gelegenheit, sich besser kennenzulernen und den Teamgeist zu stärken.
Am Samstag stand zunächst eine Schwimmeinheit auf dem Programm. Mit Blick auf den Wettkampf wurde bewusst locker, aber dennoch mit gezielten intensiven Reizen trainiert. Der Vorteil der kleinen Gruppe zeigte sich dabei besonders deutlich: Die Trainer konnten individuell auf die Athletinnen und Athleten eingehen, gezielte Technikverbesserungen anstoßen und neue Impulse geben, die im regulären Vereinstraining oft zu kurz kommen. Nach dem Mittagessen wurde die gemeinsame Zeit mit Gesellschaftsspielen genutzt, bevor am Nachmittag ein kurzer Lauf folgte. Dabei wurde nicht nur die Wettkampfstrecke erkundet, sondern auch ein weiteres abwechslungsreiches Lauf-ABC absolviert. Aktivierungsläufe im geplanten Wettkampftempo sowie spielerische Reaktionsübungen sorgten für gute Stimmung und eine optimale Vorbereitung. Der Samstagabend stand ganz im Zeichen der Gemeinschaft: Beim gemeinsamen Pizzaessen und einer wohlverdienten Kugel Eis – schließlich heißt es nicht umsonst „Eis macht schnell“ – wurde noch einmal Energie getankt. Anschließend gab es eine kurze interne Wettkampfbesprechung mit wertvollen Tipps vom Trainerteam, bevor der Tag traditionell mit einer letzten Runde Werwolf beendet wurde.
Am Sonntag war es dann so weit: Wettkampftag beim Swim & Run des Memmert Cups. Alle Teilnehmenden gingen hochmotiviert an den Start und zeigten tolle Leistungen. Das Schwimmen fand im Hallenbad statt, bevor es nach einer kurzen Pause in den Lauf ging – im Massenstart über eine anspruchsvolle Strecke durch das Taubertal. Die meisten Athletinnen und Athleten konnten mit ihren Ergebnissen sehr zufrieden sein, vor allem aber stand der Spaß im Vordergrund. Eine rundum gelungene Organisation und die besondere Atmosphäre machten den Wettkampf zu einem würdigen Abschluss des Wochenendes.
Ein tolles Camp mit viel Spaß, wertvollen Trainingseinheiten, neuen Freundschaften und einer gelungenen Wettkampfvorbereitung. Genau so soll Jugendarbeit im Triathlon aussehen!
Wer jetzt Lust bekommen hat, selbst dabei zu sein, sollte sich das nächste BTV Jugendcamp nicht entgehen lassen! Dieses findet zu Beginn der Pfingstferien in Furth im Wald statt – wir freuen uns auf viele bekannte und neue Gesichter!
Hier gibt es eine Übersicht der anstehenden Camp-Angebote (Link).
Foto: Andreas Weigel
Bayerische Erfolge bei der Duathlon-EM in Alsdorf
BreitensportKaum in die Saison gestartet, wartete in Deutschland schon das erste Highlight auf Sportlerinnen und Sportler. Die Duathlon-Europameisterschaft über die Mitteldistanz (10 km Laufen, 60 km Radfahren, 10 km Laufen) im nordrhein-westfälischen Alsdorf bot nationale und internationale Klasse. Während Merle Brunnée aus Baden-Württemberg ihren EM-Titel in der Elite verteidigen konnte, zeigten im Altersklassen-Rennen die Athletinnen aus dem Freistaat, dass die Form bereits stimmt. Parallel zur EM wurden auch die DM-Titel vergeben.
Comeback für Susanne Sommer nach schwerem Unfall
Ein überzeugendes Rennen lieferte Susanne Sommer ab. In der Altersklasse 65 ließ sie der internationalen Konkurrenz keine Chance und finishte nach 3:37:07 Stunden. Damit geht einer der begehrten EM-Titel direkt nach Bayern. Die Sportlerin der SVG Ruhstorf war als Dritte nach dem ersten Lauf schnell gewechselt, überzeugte mit einer starken Radleistung und ließ sich die so errungene Spitzenposition auch auf dem abschließenden Lauf nicht mehr nehmen. „Nach fast dreijähriger Verletzungspause war ich extrem nervös, weil ich meine Leistungsfähigkeit nicht einschätzen konnte“, berichtet die Erfolgsathletin. „Zwar wusste ich, dass ich auf dem Rad gut bin, aber das Laufen ist einfach noch in der Aufbauphase. So wollte ich beim ersten Lauf keines Falls überziehen, war aber dann doch schneller als gedacht. Ich kam auf Platz drei in die Wechselzone mit knappem Vorsprung auf Vier – das war ok. ‚Meine Zeit kommt in den nächsten 60 Kilometern, hoffentlich‘, dachte ich. Und tatsächlich setzte ich mich bereits nach sieben Kilometern an die Spitze, konnte den Vorsprung aber doch nur marginal ausbauen. Hinter mir gab es einen harten Positionskampf. Der zweite Wechsel war wieder recht gut. Ich hörte in meine Beine hinein – besser als erwartet. Kilometer um Kilometer spulte ich recht gleichmäßig ab, wurde von meinem Mann unterwegs mit den nötigen Informationen versorgt und wusste in der letzten von den vier Laufrunden, dass mir der Sieg nicht mehr zu nehmen ist.
Was für ein Gefühl! Gequält habe ich mich bis zum Schluss, aber es war Genuss pur. So ein Comeback ist ein Traum, nachdem mir nach meinem schweren Radunfall mit zertrümmertem Sprunggelenk und Wirbelbruch eher das Ende meiner sportlichen Laufbahn prophezeit wurde. Aber Aufgeben war keine Option. Meine Motivation liegt wohl genau darin. Und dieses Flair rund um die Wettkämpfe, zu Freunden gewordene Sportler von überall wieder zu sehen, sind für mich etwas ganz Wertvolles.“
In der Altersklasse 25 musste Vanessa Aberham (TSG 08 Roth) nur der Britin Olivia Harrod den Vortritt lassen. Die Athletin aus der Triathlonhochburg Roth bewältigte die selektive Strecke in einer Gesamtzeit von 2:53:20 Stunden. Mit diesem Ergebnis sicherte sie sich nicht nur die Silbermedaille in der Europameisterschaftswertung, sondern kürte sich gleichzeitig zur Deutschen Meisterin ihrer Klasse.
Rita Steger schaffte ebenfalls den Sprung aufs EM-Treppchen. In der AK 40 bis 44 setzte sie sich in einem spannenden Duell um die Bronzemedaille durch. In der DM-Wertung reichte es dann zum vierten Platz für die Athletin des SSV Forchheim.
Die Ergebnisse der bayerischen Starter führt Marco Sahm vom IfA Nonstop Bamberg an. Er holte in der AK 50 bis 54 den Bronzerang und wurde in der DM-Wertung Zweiter.
Im Feld der Elite-Frauen hielt Maja Betz (SC Ostheim) die bayerischen Farben hoch. In einem kleinen aber feinen internationalen Feld belegte sie in 2:51:59 Stunden den fünften Rang.
Swim & Run in Rothenburg: Tolle Leistungen trotz nasskalten Wetters
NachwuchscupMNC die Vierte: Beim Swim & Run in Rothenburg ob der Tauber fiel am 12. April der nächste Startschuss im BTV Memmert Nachwuchscup. Kurz vor dem Start der Triathlon-Saison zeigte sich, wie stark der bayerische Triathlonnachwuchs schon aufgestellt ist. Im „RothenburgBad“ und auf der anschließenden Laufstrecke standen vor allem die Kinder- und Jugendklassen im Mittelpunkt, die nicht nur um Tagessiege, sondern auch um wertvolle Punkte in der Cupwertung kämpften. „Das bleibt mir sicher in Erinnerung“, kommentiert Orga-Chef Sebastian Vorherr im Nachgang die Veranstaltung und spricht die Motivation und die Ergebnisse der Sportlerinnen und Sportler an, die sich mit aprilhaften Bedingungen herumschlagen mussten.
Bereits in den jüngsten Altersklassen wurde aber trotz der Gegebenheiten deutlich, mit welcher Begeisterung und Ernsthaftigkeit sie bei der Sache sind. In der Schüler-D-Klasse (Jg. 2019/2020) setzte sich bei den Mädchen Wilhelmine von Koskull (SV Würzburg 05) vor Ida Wülfert (Post SV Nürnberg) durch. In der Schüler-C-Klasse (Jg. 2017/2018) zeigte sich ein recht ausgeglichenes Feld, in dem sich bei den Jungen Valentin Friedberger vom RSC Waldkirchen mit einer Sekundee Vorsprung gegen Mateo Plenkers (TB Erlangen) durchsetzte. Bei den Mädchen standen Melina Wülfert (Post SV), Maria Krischdat (TSV Oettingen) und Ella Rintschwentner (TV 1848 Schwabach) auf dem Podest.
In der Schüler-B-Klasse (Jg. 2015/2016) ging es bereits deutlich routinierter zur Sache: Bei den Mädchen sicherten sich Lotte Fankel (SV Bayreuth), Valentina Plenkers (TB Erlangen) und Mia Schöffel (SV Postbauer) die Siegerplätze, während bei den Jungen Enzo Thouluze vom TSV Gaimersheim vor Balduin von Koskull (SV Würzburg 05) und Jonah Unden (SSV Forchheim) durchs Ziel lief.
In der Schüler-A-Klasse (Jg. 2013/2014), gab es mit Mika Fankel (SV Bayreuth) und Zoe Thoulouze (TSV Gaimersheim) jeweils eindeutige Sieger. Die weiteren Ränge gingen an Quinn Ellrich (Platz 2; TSV Harburg) und Hendrik Gerdes (Post SV Nürnberg) sowie Mathilda Kujala (Platz 2; La Carrera Tri Team Rothsee) und Lia Hammer (TuS Feuchtwangen).
Keinen Zweifel an seiner Form ließ Lando Spielberger vom DAV Hersbruck, der die Klasse der Jugend B (Jg. 2011/2012) mit veritablem Vorsprung für sich entschied. Dahinter jedoch ging es deutlich spannender zu und Florian Dormeier (TSV Gaimersheim) schnappte Laurenz Jais (TSV Eintracht Karlsfeld) mit sieben Sekunden Vorsprung die Silbermedaille weg. Bei den Mädchen setzte sich Sophia Grießemer mit gutem Lauf gegen Inara Zeiner durch. Platz drei ging an Klara Binder (TuS Feuchtwangen).
Die engen Abstände im Ziel zeigen, wie umkämpft die Platzierungen auch in der Altersklasse Jugend A sind. Alexander Tresselt (Tri-Team Schongau) ließ die Konkurrenz auf der Laufstrecke stehen. Ihm folgten Simeon Funck (LV Deggendorf) und Joel Westphal (TSV Harburg) nach hartem Rennen. Johanna Schaller (ohne Verein) siegte vor drei Mädels des 1. FC Deining mit Viktoria Meyer-Schnabel und Sophie Dierl.
Der Wettkampf in Rothenburg stellte dabei bereits das vierte Rennen der Serie dar und bringt die Nachwuchsathletinnen und -athleten einen weiteren Schritt in Richtung Gesamtwertung. „Ich bin zufrieden mit der Veranstaltung und freue mich über die positive Resonanz der Athleten und Betreuer“, sagt Sebastian Vorherr, und wirft schon den Blick weit voraus: „wir freuen uns auf 2027 mit einem weiteren tollen Swim & Run in Rothenburg“. Doch zunächst startet am 7. Juni in Bamberg die Triathlon-Saison.
Neben dem sportlichen Geschehen sorgte auch das parallel stattfindende BTV Nachwuchscamp für ein rundum gelungenes Wochenende. Über zehn Kinder nutzten die Gelegenheit, gemeinsam zu trainieren, Wettkampfluft zu schnuppern und sich vereinsübergreifend auszutauschen.
Alle Ergebnisse des Rennens gibt es hier (Link).
Fotos: Sebastian Vorherr
Bezirkstag Oberbayern 2026 in München
Nachrichten des BTV, OberbayernAm Samstag, den 11. April 2026 fand der Bezirkstag Oberbayern in München statt.
Highlight der diesjährigen Sitzung war die Verabschiedung von Stefan Pohl aus dem Amt des Kampfichter-Obmann und die Ernennung seiner Nachfolgers Marcus Engelke. Die Position ist bis zur nächsten Vorstandswahl im Frühjahr 2028 kommissarisch besetzt. Stefan Pohl wurde nach über 10 Jahren als Kampfrichter und jeweils zwei Amtszeiten in Oberfranken und Oberbayern als Kampfrichter-Obmann vom BTV-Präsidenten Gerd Rucker und der Regelbeauftragten-Süd Michaela Bock gebührend verabschiedet.
Ebenfalls verabschiedet wurde Rolf Nöding, ein Kampfrichter-Urgestein in Oberbayern. Rolf hat über mehrere Jahrzehnte bei oberbayerischen Veranstaltungen mit Sachverstand und Feingefühl allen Athleten zu fairen Bedingungen im Wettbewerb verholfen.
Weiterhin werden InteressentInnen für die Position des Jugendwarts im Bezirk gesucht.
Infos und Anfragen nimmt der Vorstand immer gerne entgegen. vizevorstand-obb@triathlonbayern.de
Triathlonbayern gedenkt Heinz Rüger
Nachrichten des BTVDer Bayerische Triathlon-Verband gedenkt Heinz Rüger. Mit seinem Tod verliert der Triathlonsport in Bayern und darüber hinaus eine prägende Persönlichkeit, einen leidenschaftlichen Gestalter und einen Menschen, der den Sport über Jahrzehnte hinweg mit viel Herz und unermüdlichem Einsatz geprägt hat.
Seit den 1980er Jahren war Heinz Rüger ein Macher in der deutschen Triathlonszene. Als Mitbegründer der Triathlon-Abteilung des TV 1848 Erlangen im Januar 1987 legte er den Grundstein für eine Entwicklung, die bis heute nachwirkt. Der Erlanger Triathlon, den er bis 2003 als Chef maßgeblich aufbaute, trägt seine Handschrift, ebenso wie die Abteilung selbst, die er bis 2012 mit großem Engagement leitete.
Als sportlicher Leiter schaffte er es mit den Damen des TV Erlangen über Jahre hinweg Erfolge zu feiern und erreichte 2011 mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft einen verdienten Höhepunkt. Unter seiner Leitung und mit seinem feinen Gespür für Talent entwickelten sich Athletinnen wie Anne Haug, Anja Beranek, Kristin Möller, Sophia Saller und Tanja Neubert zu international erfolgreichen Sportlerinnen. Er förderte nicht nur, sondern begleitete als Mentor, Organisator und Wegbereiter.
Auch über Erlangen hinaus übernahm Heinz Rüger Verantwortung: im Bayerischen Triathlon-Verband als Vizepräsident, Ausrichtervertreter und Kampfrichter ebenso wie in der Deutschen Triathlon Union. Sein Wirken als Funktionär war geprägt von Zuverlässigkeit, Weitblick und immer dem festen Willen, den Triathlonsport weiterzuentwickeln.
Was ihn besonders auszeichnete, war seine Persönlichkeit: seine Direktheit, seine Leidenschaft, sein Humor, seine Ausdauer und seine Verbundenheit mit dem Triathlonsport. Er war jemand, der Dinge anpackte, bewegte und bleibende Spuren hinterlässt.
Der Bayerische Triathlon-Verband wird Heinz Rüger ein ehrendes Andenken bewahren. Sein Engagement, seine Energie und seine Art werden fehlen.
Foto: Frank Übelhack
Erfolgsprojekt „Inklusiver Schultriathlon in Kehlheim: Triaktivistin Hanna Krauss ist mittendrin
SchulsportTriathlon ist ein idealer Sport für jede und jeden. Denn die drei Disziplinen sind nicht nur gesund, sie lassen sich auch relativ einfach überall umsetzen. Nicht verwunderlich also, dass Triathlon auch in Schulen immer beliebter wird. Damit der Sport dort jedoch kind- und schulgerecht umgesetzt wird, braucht es Fachwissen und gute Anleitung. Eine der Schlüsselfiguren, die eben das in Schulen bringt, ist Hanna Krauss. Als Triaktivistin des Bayerischen Triathlon-Verbandes (BTV) sorgt sie dafür, dass Lehrkräfte einfach umsetzbare Inhalte für Triathlon in der Schule mitbekommen und der Sport in der Folge für alle Kinder erlebbar wird. Besonders deutlich wird ihre Arbeit in Kelheim: Dort unterstützt sie die Kooperation zwischen dem Donau-Gymnasium und der Cabrini-Schule Offenstetten und ist so Teil eines Inklusionsprojekts, das weit über den bloßen Wettkampftag hinausreicht.
Lehrerausbildung als Erfolgsmodell
Die Grundlage für solche Erfolgsprojekte legt der BTV bereits in der Lehrerfortbildung. Seit 2023 bildet der Verband Sportlehrkräfte gezielt zu C-Trainern für den Schulsport aus. Denn Triathlon in Schulen zu bringen, hat oft bürokratische Hürden: Viele Pädagogen sind zwar Profis in Leichtathletik und Schwimmen, dürfen aber mangels spezifischer Ausbildung mit Schülergruppen nicht im öffentlichen Raum Rad fahren. In einer intensiven fünftägigen Ausbildung schließt der BTV diese Lücke. Das Ziel ist die Gründung von Sportarbeitsgemeinschaften (SAG) oder die Organisation von Schultriathlons durch die speziell geschulten Lehrkräfte. Dass dieses Konzept aufgeht, beweisen die inzwischen über 100 ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer, die das Programm durchlaufen haben.
Einer von ihnen ist Christoph Heide, Fachschaftsleiter Sport am Donau-Gymnasium Kelheim. Nach seiner Ausbildung im Jahr 2024 setzte er das Gelernte unmittelbar um und organisierte 2025 den ersten inklusiven Schultriathlon Bayerns. Insgesamt 138 Teilnehmende, ca. ein Drittel davon Schülerinnen und Schüler an Förderzentren für geistige Entwicklung, gingen gemeinsam an den Start. Was damals ein Pilotprojekt war, hat sich 2026 zu einem sportlichen Leuchtturmprojekt entwickelt. In diesem Jahr geht die Initiative noch einen Schritt weiter: Ziel sind 300 bis 400 Begeisterte, das Cabrini-Zentrum Offenstetten ist als Co-Organisator eingebunden und auch die Vorbereitung findet nun gemeinsam statt. Hanna Krauss unterstützt einige Trainingseinheiten an der Cabrini-Schule und verzahnt so die Zusammenarbeit der verschiedenen Schulformen schon vor dem Wettkampf eng miteinander.
Team beim ersten inbklusiven Schultriathlon Kehlheim
Effekte weit über Schulsport hinaus
Dieser Einsatz vor Ort ist der Motor für eine Entwicklung, die mittlerweile auch die Lokalpolitik und Wirtschaft vor Ort erfasst hat. Die Stadt Kelheim steht hinter dem Projekt, stellt mit dem Staädtischen Stadion am Rennweg und dem Freibad Keldorado die notwendige Infrastruktur zur Verfügung, während das P-Seminar des Gymnasiums beeindruckende 10.000 Euro an Spenden- und Sponsorengeldern akquirieren will. Unterstützung kommt zudem vom Bayerischen Behindertensportverband (BVS) und natürlich vom BTV, der das Event finanziell bezuschusst und die nötigen Kampfrichter stellt.
Und Hanna Krauss zeigt als Triaktivistin, als Ansprechpartnerin und Unterstützerin im Vorfeld und am Renntag, dass der Verband nicht nur Urkunden verteilt, sondern die Basisarbeit aktiv mitgestaltet. „Ich habe super viel Spaß an dem Projekt und freue mich darüber, dass die Entwicklung so positiv ist!“
Eindrücke von dem inklusiven Event findet ihr im Video (Link).
Fotos: Team Triathlon Kehlheim
BTV Memmert Nachwuchscup: Großes Wochenende in Rothenburg schließt Swim&Run-Serie ab
Nachwuchscup, VeranstaltungenDer BTV Memmert Nachwuchscup geht in die nächste Runde! Am 12. April 2026 haben junge Triathletinnen und Triathleten die Möglichkeit, sich in Rothenburg ob der Tauber beim vierten Rennen der Saison zu messen. Neben den sportlichen Herausforderungen erwartet Kinder und Jugendliche am gesamten Wochenende eine tolle Atmosphäre, in der Fairness, Spaß und Teamgeist im Mittelpunkt stehen.
Formtest oder Schnupper-Rennen?
Egal ob Teilnehmende schon Erfahrung im Triathlon haben oder erst in die Welt des Ausdauersports eintauchen – das Rennen in Rothenburg ist eine gute Gelegenheit, die aktuellen Fähigkeiten im Schwimmen und Laufen unter Beweis zu stellen. In verschiedenen Altersklassen treten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über unterschiedliche Distanzen an. Auch für Einsteiger und Hobbysportler gibt es mit der Jedermann-Kategorie eine spannende Möglichkeit, Wettkampfluft zu schnuppern.
Wer noch mehr aus dem Wochenende herausholen möchte, hat die Chance, am BTV Jugend-Camp teilzunehmen. Vom 10. bis 12. April können junge Sportlerinnen und Sportler im Alter von 10 bis 15 Jahren unter professioneller Anleitung trainieren, ihre Technik verbessern und wertvolle Tipps für den Wettkampf bekommen. Das Camp beinhaltet nicht nur gezielte Trainingseinheiten, sondern auch die gemeinsame Teilnahme am Swim & Run.
Zur Camp-Anmeldung.
Zur Website der Veranstaltung.
Fotos: Andreas Weigel
Der BTV wünscht ein frohes Osterfest
Nachrichten des BTVOstern bedeutet Zeit mit Familie und Freunden – und für viele Triathletinnen und Triathleten auch: gemeinsam trainieren. Kurz vor dem Saisonstart werden die Feiertage gerne genutzt, um noch einmal ein paar schöne und intensive Trainingsstunden in der Gruppe zu verbringen. Ob auf dem Rad, in den Laufschuhen oder vielleicht sogar schon im Wasser – zusammen macht die Vorbereitung einfach am meisten Spaß, bevor es danach zum gemütlichen Teil mit der Familie geht.
Die Vorfreude auf die kommende Saison ist spürbar, die Form nimmt Gestalt an und die ersten Wettkämpfe stehen schon vor der Tür.
Der Bayerische Triathlon-Verband wünscht allen Athletinnen und Athleten eine weiterhin gute und vor allem verletzungsfreie Vorbereitung, viele motivierende Trainingseinheiten und natürlich frohe sowie erholsame Osterfeiertage.
Bayern startet in eine Triathlonsaison mit Programm der Spitzenklasse
Nachrichten des BTV, Schulsport, VeranstaltungenMit dem April beginnt für Bayerns Triathletinnen und Triathleten die Phase, in der endlich Wettkampfluft weht. Vor den Aktiven steht eine Saison, die mit über 80 Rennen, Meisterschaften und Höhepunkten für alle das etwas bereithält.
Während im BTV Memmert Nachwuchscup in Würzburg, Coburg und Nürnberg bereits die ersten Swim & Runs absolviert wurden, steht der nächste Test für die Talente am 12. April in Rothenburg ob der Tauber an. Auch der Kampf um die bayerischen Meistertitel startet bereits am 26. April beim Duathlon in Krailling. Kurz darauf rückt Schweinfurt in den Fokus des Geschehens: Der MainCity Triathlon am 17. Mai beheimatet die BM im Sprint und Para-Triathlon und bietet den Rahmen für die DACH-Meisterschaft der Para-Athleten.
Vom Weltklasse-Event bis zur ersten Triathlon-Erfahrung
In den Folgemonaten verdichtet sich das Programm merklich. Während Ingolstadt Mitte Juni die BM Kurzdistanz ausrichtet, folgt am 5. Juli das internationale Spitzenrennen mit Weltklasse-Starterfeld: Der Challenge Roth.
Kurz darauf verlangt der Wettkampf in Hof echtes Teamplay bei den Meisterschaften der Team Relay. Die Mitteldistanz-Spezialisten kommen am 26. Juli beim Triathlon Niederbayern auf ihre Kosten, während die Entscheidung im Gelände traditionell später fällt: Ende September ermittelt „Jag de Wuidsau“ in Burglengenfeld die bayerischen Meister im Cross Duathlon.
Flankiert wird dieses Programm von der Liga-Saison. Die fünf verschiedenen bayerischen Ligen versprechen rasante Rennen, während die Gastspiele der Bundesliga für nationales Spitzenniveau sorgen. Immenstadt im Allgäu ist Schauplatz der 1. Bundesliga, während die zweite Liga am Rothsee und in Trebgast gastiert.
Besonders bemerkenswert sind zudem schon jetzt die Meldezahlen bei den Schultriathlons in Bayern. Hier bahnt sich ein Rekordjahr an.
Foto: Elea Bayreuther
Die Magie des flüchtigen Augenblicks: Quinn Gould und der „Wasserläufer“ von Dresden
Leistungssport, LigaEs gibt Momente im Sport, die so schnell vergehen, dass das bloße Auge sie kaum erfassen kann. Doch wenn das Licht perfekt fällt, die Kamera im richtigen Bruchteil einer Sekunde auslöst und ein Athlet über sich hinauswächst, entstehen faszinierende Bilder. Ein solches Bild ist „Der Wasserläufer“. Es zeigt den Triathleten Robert „Quinn“ Gould vom TV 1848 Erlangen während der Mixed Relay bei den Finals 2025 in Dresden. Das Foto wurde vor kurzem mit dem renommierten Sven-Simon-Preis als „Sportfoto des Jahres 2025“ ausgezeichnet.
Eine Auszeichnung mit Tradition und Strahlkraft
Der Sven-Simon-Preis wird jährlich von der „Welt am Sonntag“ verliehen und gilt als die wichtigste und mit 10.000 Euro am höchsten dotierte Auszeichnung für Sportfotografie in Deutschland. Benannt ist er nach dem Pseudonym des verstorbenen Axel Springer jr., der selbst ein leidenschaftlicher Fotograf war. Die Entscheidung trifft keine gewöhnliche Jury: Große Namen des deutschen Sports, darunter Legenden wie Bastian Schweinsteiger, Dirk Nowitzki, Franziska van Almsick und Katarina Witt, wählen das Bild aus, das das Wesen des Sports ihrer Meinung nach am eindrucksvollsten einfängt. In diesem Jahr fiel die Wahl auf das Werk des dpa-Fotografen Robert Michael.
Betrachtet man das Motiv „Wasserläufer“, scheint die Schwerkraft für einen Moment aufgehoben. Quinn Gould befindet sich mitten im Lauf in die Elbe. Doch die Perspektive und der exakte Zeitpunkt des Auslösens erzeugen eine faszinierende Illusion: Es wirkt nicht, als würde der Athlet ins Wasser eintauchen, sondern als würde er mit kraftvollen Schritten über die glitzernde Oberfläche des Flusses rennen. Das Wasser spritzt unter den Füßen auf, wie es sonst nur bei festem Untergrund zu erwarten wäre, was den Eindruck des „Laufes auf dem Wasser“ verstärkt. Die Lichtreflexionen auf der Wasseroberfläche wirken wie ein Teppich, der den Triathleten trägt. Das Bild lässt auch die Grenze zwischen Anstrengung und Leichtigkeit verschwimmen.
Von der Kunst zum Wettkampf: Die Finals 2025
Das magische Foto entstand am 31. Juli 2025 in Dresden. Die sächsische Landeshauptstadt bot an sich schon einen spektakulären Rahmen für die Deutschen Meisterschaften im Triathlon. Inmitten dieses hochkarätigen Feldes fanden sich auch Starter der Triathlon-Abteilung des TV 1848 Erlangen. Der Verein, der auch für seine jahrzehntelange ambitionierte Nachwuchsarbeit und seinen Teamgeist bekannt ist, schickte mit der Mixed-Relay-Staffel ein Quartett ins Rennen, das sich im Konzert der Großen behaupten wollte.
So gingen Giulia Göttler, Johannes Bader, Matylda Jozwiak und eben Quinn (Robert) Gould an den Start. Quinn Gould absolvierte seinen Einsatz als Schlussstarter in einer Gesamtzeit von 19:10 Minuten. Am Ende sicherte sich das Team des TV 1848 Erlangen mit einer Gesamtzeit von 1:20:39 Stunden den 10. Platz in der Gesamtwertung der Deutschen Meisterschaft Mixed Relay.
Länger als dieses Ergebnis bleibt nun sicher das Foto in Erinnerung. Wir haben den Sportler selbst dazu interviewt.
Quinn, das Foto von deinem Sprung in die Elbe ist nun das „Sportfoto des Jahres“. Wie fühlt es sich an, zu wissen, dass Sportikonen wie Dirk Nowitzki oder Bastian Schweinsteiger genau dieses Bild von dir als das beste des Jahres ausgewählt haben?
Auf dem Bild sieht es so aus, als würdest du über das Wasser laufen. Kannst du dich noch an den Moment des Eintauchens in Dresden erinnern, oder warst du in diesem Augenblick rein im Tunnel des Wettkampfs?
Ich erinnere mich noch gut an diesem Moment. In den ersten Sekunden war ich wahnsinnig aufgeregt, da es mein Debüt auf so einer großen Bühne war. Aber ich wusste, was wir als Team geleistet hatten, und das hat mir Vertrauen gegeben. Die Vorfreude, das harte Training der letzten Wochen endlich auf die Strecke zu bringen, war einfach größer als die Nervosität. Wir hatten uns in der Mannschaft vorgenommen, trotz des Fokus den Moment auch zu genießen – und ich finde, dieses Gefühl fängt das Foto perfekt ein.
Die Mixed Relay ist ein extrem spannendes, aber auch emotionales Format. Wie hast du die Atmosphäre in Dresden und im Team während der Finals 2025 erlebt?
Eine Atmosphäre wie bei den Finals in Dresden habe ich bisher noch nie erlebt. Da es den ganzen Vormittag geregnet hatte, hatten wir anfangs die Sorge, vor leeren Rängen zu starten. Doch kurz vor dem Wettkampf kam die Sonne heraus und mit ihr auch die Menschenmassen an der Strecke. Besonders beim Radfahren am Terrassenufer wurde man von den Jubelschreien förmlich getragen. Auch die Stimmung auf der Brücke während der Laufstrecke war einfach unvergesslich. Es ist großartig zu sehen, dass der Triathlon im Rahmen der Finals ein so riesiges Publikum begeistert.
Ein solches Foto rückt dich plötzlich ins Rampenlicht. Welche sportlichen Ziele hast du dir für die kommende Saison gesetzt, um auch ohne „magische“ Fotografie wieder ganz vorne dabei zu sein?
Klar freue ich mich über das Bild, aber das Lob dafür gehört dem Fotografen – ich konzentriere mich lieber weiter auf mein Training. Die Motivation für die kommende Saison ist riesig. Gemeinsam mit meinem Team will ich in der zweiten Bundesliga oben mitmischen. Mein Hauptziel ist die Bundesliga, aber ich will bei so vielen Rennen wie möglich dabei sein, weil ich den Wettkampfmodus einfach liebe. Am Ende geht es mir darum, Erfahrung zu sammeln, Spaß zu haben und mich als Sportler weiterzuentwickeln.
Foto: private Aufnahme