Der Bayerische Triathlon-Verband untergliedert sich in die sieben Bezirke Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz, Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken und Schwaben. In den Bezirken werden Meisterschaften, Nachwuchsserien und regionale Ligawertungen ausgetragen.

Für alle Jugendlichen, die Interesse am Schnuppern in den Triathlonssport haben, oder auch schon länger dabei sind, führt der Bezirk Oberfranken im und rund um das SVB Hallenbad einen Trainingsnachmittag durch. Mitmachen können Kinder, die das Brustschwimmern sicher beherrschen und zwischen 7 und 17 Jahre alt sind. Wir freuen uns, mit euch einen bewegungsintensiven Nachmittag zu verbringen, bei dem der Spaß natürlich nicht zu kurz kommt.

  • Teilnehmerlimit: 20 Jugendliche
  • Unkostenbeitrag: 10€
  • Treffpunkt: 08.02.26 um 14:00Uhr im Eingangsbereich des SV Bayreuth Hallenbads

Folgender Ablauf ist geplant:

  • 14:00 – 14:45 Uhr: Lauftraining
  • 14:45 – 15:30 Uhr: Athletik- und Koordinationstraining
  • 15:30 – 16:00 Uhr: Pause
  • 16:00 – 18:00 Uhr: Schwimmtraining
  • Ab 18:00 Uhr: Verabschiedung

Mitzubringen sind:

  • Dem Wetter angepasste funktionelle Laufbekleidung
  • Badehose/Badeanzug, Schwimmbrille sowie Pullkick, Flossen evtl. Schnorchel

In euerer Anmeldung, die Ihr bitte bis spätestens bis 4.2.26 bei untenstehender Emailadresse einreicht, nennt ihr bitte euren Verein, euer Geburtsdatum sowie euer Schwimmniveau: Beginner, Youngster, Tristar.

Wir freuen uns sehr mit euch einen schönen, lehrreichen und bewegungsintensiven Tag mit viel Spiel und Spaß zu gestalten.

Sportliche Grüße!
Patrick Pirhala-Moritz

Zum PDF mit Ausschreibung.

 

Gute Nachrichten für den Triathlon-Nachwuchs in und um München: Ab dem 15. Januar startet ein offenes Stützpunkt-Training des Bayerischen Triathlon-Verbandes für Kinder und Jugendliche der Jahrgänge 2014 bis 2008. Das Besondere daran: Eine Vereinsmitgliedschaft ist nicht erforderlich!

Das Training richtet sich an sportlich motivierte Talente, die Lust haben, sich weiterzuentwickeln und unter professionellen Bedingungen zu trainieren. Geleitet werden die Einheiten von erfahrenen Trainerinnen und Trainern des BTV, die ihr Know-how gezielt weitergeben.

Der Schwerpunkt liegt zunächst auf dem Schwimmtraining. Jeden Donnerstag von 17:00 bis 18:00 Uhr wird im Schwimmbad Welzenbachstraße in München trainiert. Zusätzlich gibt es samstags von 17:00 bis 19:00 Uhr eine weitere Schwimmeinheit in der Engadiner Straße. Ein Lauftraining ist bereits in Planung und wird demnächst in der Werner-von-Linde-Halle angeboten.

Du hast Lust auf strukturiertes Training, neue Impulse und Triathlon auf Stützpunkt-Niveau? Dann nutze die Chance und werde Teil des neuen offenen Stützpunkt-Trainings in München!

Alle Informationen gibt’s im Flyer.

Anmeldung erforderlich

Die Teilnahme erfolgt nach dem Leistungsprinzip und ist abhängig von der Verfügbarkeit der Plätze, das Angebot selbst ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Interessierte senden bitte eine E-Mail mit Name, Jahrgang, E-Mail-Adresse sowie Angaben zum Verein und Vereinstrainer an
stuetzpunkt.muenchen@triathlonbayern.de

Der MTV München blickt auf eine erfolgreiche Teilnahme beim Wassersportfestival zurück. Die Nachfrage war in diesem Jahr so hoch wie nie zuvor: Bereits nach fünf Tagen waren sämtliche Startplätze für die vier angebotenen Schnupper-Triathlons restlos ausgebucht. Ein neuer Rekord und ein Hinweis auf nach wie vor wachsendes Interesse am Triathlonsport.

Auffallend viele Einsteiger und ein starkes Nachwuchs-Feld

Obwohl der Fokus erneut auf einsteigerfreundlichen Formaten lag, konnten diesmal besonders viele sportlich bereits vorgebildete Triathloninteressierte begrüßt werden. Auch zahlreiche Kinder und Jugendliche wagten sich an den Start und überzeugten mit beeindruckenden Leistungen im Feld der Erwachsenen. „Diese positive Entwicklung möchten wir künftig noch stärker fördern“, berichtet Stefan Duschek.

Menschen auf Spinningbikes

Der Wettkampf: kompakt, übersichtlich und für alle machbar

Geschwommen wurden 200 Meter im Wettkampfbecken der Olympia-Schwimmhalle, auf einem klar markierten Rundkurs. Anschließend warteten zehn Minuten auf dem Spinning Bike direkt am Beckenrand, bevor es auf die Drei-Kilometer-Laufstrecke rund um den kleinen Olympiasee ging. Der Zieleinlauf führte die Teilnehmenden schließlich zurück in die Schwimmhalle.

Erstmals setzte der MTV München auf ein direktes Betreuungskonzept: Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhielt einen persönlichen Ansprechpartner für Fragen, Unsicherheiten und organisatorische Abläufe. Gerade für die vielen Erststarter war dieses Angebot ein echter Gewinn: Die Athletinnen und Athleten fühlten sich bestens begleitet, blieben nach ihren Wettkämpfen noch lange vor Ort und nutzten die Gelegenheit, sich ausführlich über unseren Sport zu informieren.

Niedrigschwelliger Einstieg wirkt Hemmschwellen entgegen

Trotz der ungebrochenen Popularität des Triathlons besteht in der breiten Bevölkerung weiterhin großer Respekt vor dieser vielseitigen Sportart. Darauf wollten Stefan Duschek und das MTV-Team reagieren: „Unser Ziel war es, genau diese Hemmschwelle zu senken und einen kontrollierten, sicheren und gut machbaren Rahmen zu schaffen, in dem jede und jeder erste Triathlonluft schnuppern kann.“
Das Konzept hat überzeugt und zeigt, wie wichtig niedrigschwellige Angebote für den Zugang zur Triathlonwelt sind.

Fotos: MTV München von 1879 e.V.

Zum Jahresende trafen sich die Landeskampfrichter des BTV-Bezirks Oberpfalz, zu einem gemeinsamen Jahresabschlusstreffen im Turmrestaurant in Klardorf.
In gemütlicher Atmosphäre bot das Treffen die Gelegenheit, das vergangene Triathlon Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen und den Blick nach vorne zu richten.
Bei einem gemeinsamen Essen kamen die Kampfrichterinnen und Kampfrichter ins Gespräch und tauschten Erfahrungen aus zahlreichen Wettkämpfen aus.
Neben der fachlichen Komponente stand vor allem das Miteinander im Mittelpunkt – ein wichtiger Aspekt für eine harmonische und reibungslose Zusammenarbeit an den Wettkampftagen.
Bezirks-Kampfrichterobmann Matthias Schießl bedankte sich bei allen Anwesenden für ihren engagierten Einsatz im Jahr 2025.
Auch der Vorsitzende des Bezirks Oberpfalz, Franz Duscher, richtete persönliche Worte an die Runde und würdigte die zuverlässige und faire Arbeit der Kampfrichter, die einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der Triathlonveranstaltungen leisten.

Als kleine Anerkennung gab es für die Anwesenden sogar ein kleines Weihnachtsgeschenk – eine nette Überraschung.
Mit vielen guten Gesprächen und einem positiven Ausblick auf die Saison 2026 klang das Treffen aus  – getragen von Zusammenhalt, Engagement und der gemeinsamen Leidenschaft für den Triathlonsport in der Oberpfalz und in Bayern.

Horst Heiberger (1. Vorstand) & Gerhard Müller (2. Vorstand)

am Dienstag 11.11.2025 wurde beim außerordentlichen Bezirkstag in Roth ein neuer Vorstand gewählt – nachdem im Febr. 2025 – vier Vorstandsmitglieder ihren Rücktritt erklärt haben.

Als kommissarische Vorstand habe ich (Gerh. Müller) bis zum 11.11. die Arbeit des Vorstandes übernommen und die Probleme geklärt und in dem a.o. Bezirkstag angesprochen – wodurch die Probleme sich ausgebreitet haben.

Als neues „Tandem“ wollen Horst Heiberger und Gerhard Müller – durch ihre beruflichen vorhandenen Funktionen (Führungs- & Personal- & Konfliktkompetenz) Probleme schon bei oder vor Beginn erkennen und lösen. Dadurch wird es solche Fälle – wie bisher – unter ihrer Führung nicht mehr geben.

Leitspruch:

Es ist nicht entscheidend „was ich“ sage – sondern wie es der „Andere versteht“ !!

Hier unsere BITTE an alle Athleten – Kampfrichter – Ausrichter -Abteilungsleiter – unterstützt den gesamten Vorstand – wie wir EUCH !!! Wir haben immer ein „offenes Ohr“ DEINE Probleme.

 

Gruppenbild

Neuwahlen im Bezirk Mittelfranken: v.l. Michaela Bock (Regelbeauftragte Süd, BTV), Horst Heiberger, Sören Schramm, Gerhard Müller, Magnus Friedel, Gerd Rucker (Präsident BTV)

 

Liebe Triathlon-Sportfreunde,

der Bezirk Mittelfranken lädt zum Bezirkstag sehr herzlich ein.

Datum:            Dienstag, den 11. November 2025 – um 19:00 Uhr  (!!)

Ort:                 Vereins-Gaststätte des  TSG  R o t h – Ostring 28

 

 

T A G E S O R D N U N G

 

  • TOP  – 01 –      Eröffnung  &  Begrüßung, Feststellen der ordnungsgemäßen Einberufung
  •                         1.1 Genehmigung der Tagesordnung
  • TOP  – 02 –      Bericht des Bezirks-Vorstand über 2025
  •                                          (mit Planung 2026)
  • TOP  – 03 –      Begründungen der ausgeschiedenen Vorstände (Protokoll vom Febr. 2025)
  • TOP  – 04 –      Termine für Triathlon- & Duathlon-Wettkämpfe in Mittelfranken 2026
  •                                                Mittelfränkische Meisterschaften (Sprint – OD – MD)
  • TOP  – 05 –      Info´s über die BTV-Verbands-Sitzung (Sa. 08.11. in Ingolstadt)  
  • TOP  – 06 –      Kampfrichter-Situation                    
  • TOP  – 07 –      Ehrungen
  • TOP  – 08 –      NEUWAHLEN  – Bezirksvorstand – (4 Jahre)
  • TOP  – 09 –      verschiedenes & Termin der  FRÜHJAHRS-Sitzung 2026

 

Am 25.10. lud Kampfrichter-Obmann in Oberbayern Stefan Pohl die KampfrichterInnen des Bezirks zum traditionellen Saisonabschluss-Treffen ein. Im Vereinsheim des Obstgartenvereins in Weilheim wurden am Nachmittag intensiv alle Besonderheiten und Kuriositäten der oberbayerischen Saison diskutiert. Der Austausch unter den 18 Kampfrichterinnen und Kampfrichter ist eine willkommene Gelegenheit, mehr über jene Veranstaltungen zu erfahren, die man selbst nicht betreuen konnte. So können Akzente gesetzt und Kritisches beim Kampfrichterobmann plaziert werden, um noch besser für die kommende Saison gewappnet zu sein.

Nach der Durchsprache aller diesjahrigen Veranstaltungen, wird ein Blick auf die kommende Saison geworfen. Manche Veranstalter haben bereits Neuerungen im Ablauf angekündigt, auf die mit ausreichend Vorlauf gut reagiert werden kann. Für alle Teilnehmenden stand das Thema Sicherheit und Fairness  an vorderster Stelle. Dadurch wird es für einige der Veranstaltungen wieder Streckenbesichtigungen im Vorfeld einer Genehmigung geben.

Obwohl Oberbayern derzeit über einen erfahrenen Stamm an KampfrichterInnen verfügt, wird es im Frühjahr wieder wichtig sein, neue InteressentInnen für die Ausbildung zu gewinnen. Insbesondere Vereine mit über 20 Startpässen und eigener Liga-Mannschaft sind aufgerufen, KampfrichterkandidatInnen zur Ausbildung im kommenden März zu schicken. Das entlastet die Stammbelegschaft, verhindert, dass mehr als 3 Einsätze pro Sasion gemacht werden müssen und reduziert Anfahrtzeiten und dadurch die Kosten für Veranstalter.

Ehrung von Toni Morböck

Unser Gastgeber in Weilheim, Toni Morböck, ist gleichzeitg einer der dienstältestens Kampfrichter in Oberbayern. In diesem Jahr lies er uns wissen, dass „ich nach insgesamt 38 Jahre als Kampfrichter diese schöne und unvergessene Zeit“ nun abschließen möchte. Der gesamte Vorstand und die anwesenden KampfrichterInnen bedankten sich bei Toni für die vielen Jahre kollegialer Zusammenarbeit.

Mit großer Vorfreude schauen der Bezirksvorstand und die Kampfrichter einer spannenden Saison 2026 entgegen.

 

 

 

Dass ein Herz richtig funktioniert, ist die Grundvoraussetzung nicht nur für sportliche Aktivität, sondern für das gesamte Leben. Doch was passiert, wenn dieses zentrale Organ schwer erkrankt? In manchen Fällen kann nur noch eine Herztransplantation helfen. Eine solche Operation bedeutet medizinisch wie emotional einen tiefen Einschnitt in das Leben von Betroffenen. Aber sie kann auch der Beginn eines neuen Kapitels sein, geprägt von Lebensqualität, neuer Energie und sogar sportlichen Erfolgen. Regina Richtmann ist ein Beispiel dafür. Die Starnbergerin erhielt vor rund zwei Jahren nach langer Krankheitsgeschichte ein Spenderherz – und hat sich seitdem Schritt für Schritt zurück ins aktive Leben und in den Wettkampfsport gekämpft.

Schon als Neugeborene wurde bei ihr eine Verdickung des Herzmuskels diagnostiziert, es folgten Jahre voller medizinischer und körperlicher Einschränkungen. 2022 kam sie auf die Hochdringlichkeitsliste, wenig später wurde sie transplantiert. Nur ein Jahr später nahm sie bereits beim Organspendelauf teil. 2025 ging sie bei weiteren Wettbewerben an den Start, unter anderem der Organspendenlauf in München sowie dem Sprintdistanz Triathlon der World Transplant Games in Dresden über 500 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen.

Das ist eine immense persönliche Leistung. Die Geschichte zeigt aber auch, dass Leistungssport nicht nur Medaillen bedeutet: Er kann neue Energie schenken, Struktur geben und Perspektiven eröffnen, gerade nach einschneidenden Erlebnissen wie einer Organtransplantation. Wir haben uns mit ihr unterhalten.

Regina, wie würdest du deinen Weg von der Diagnose bis zu deiner Rückkehr in den Sport zusammenfassen?

Sportlerin und Sportler mit Medaille

Regina Richtmann mit Felix Friedrich aus Starnberg, ein lebertranspantierter Triathlet, der bei den World Transplant Games in seiner Altersklasse Gold holen konnte.

Der Weg von der Diagnose bis zu meiner Rückkehr in den Sport war eine Gratwanderung zwischen Leben und Tod – begleitet von Angst, Unsicherheit und Momenten tiefer Verzweiflung. Immer wieder bin ich gestolpert, habe Kraft verloren und musste mich neu aufrichten. Doch dank meiner Familie, medizinischem Fachpersonal und meinen Freunden hatte ich Menschen an meiner Seite, die mich getragen und mir Mut gegeben haben, wenn ich selbst keinen mehr hatte.
Ohne diese Unterstützung hätte ich diesen Weg nicht bis ans Ziel geschafft. Heute, nach meiner Transplantation, blicke ich mit Dankbarkeit und Stolz zurück. Ich habe gelernt, dass wahre Stärke nicht bedeutet, alles allein zu schaffen, sondern weiterzugehen – trotz Rückschlägen.
Mit meinem Spenderherz lebe ich nicht nur für mich, sondern auch für meine*n Spender*in. Ich treibe Sport, um meine Gesundheit zu stärken, aber auch, um anderen zu zeigen: Es gibt immer Hoffnung – und es lohnt sich, niemals aufzugeben.

Was hat dich motiviert, so schnell wieder sportlich aktiv zu werden?

Als ich selbst keinen Sport machen konnte, habe ich immer die Menschen bewundert, die Sport treiben. Ich habe zu ihnen aufgeschaut und mir gesagt, dass ich eines Tages auch ohne Ängste und Sorgen in völliger Freiheit Sport machen kann. Jetzt, wo es so weit ist, möchte ich für die, die es selbst nicht mehr können, Schwimmen, Radeln und Laufen.

Plötzlich klingelt das Telefon. Jetzt geht es los. Welche Gedanken gingen dir durch den Kopf, als du die Nachricht von der Transplantation erhalten hast?

Durch die Wartezeit von drei Jahren und vier Monaten dachte ich, dass ich mich gut auf den Zeitpunkt vorbereiten konnte. Doch als der Moment kam und mir nach vier Monaten auf Intensivstation in der Nacht um 3:30 gesagt wurde, dass ein Spenderherz für mich da ist, konnte ich nicht anders als in Tränen auszubrechen. Der Moment, auf den ich so viele Jahre hoffte, war greifbar nah. Plötzlich traute ich mich wieder darüber nachzudenken, wie es wohl sein wird, dank meines Spenderherzens zu laufen, Treppen zu steigen, ohne Pausen nach jeder Stufe einlegen zu müssen oder einfach mit meiner Familie im See zu schwimmen. Ich hatte viele Träume als es für mich in den OP ging, aber das größte war es, 10 Meter am Stück zu laufen, ohne Angst um mein Leben haben zu müssen. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass ich nur eineinhalb Jahre später meinen ersten Triathlon mache.

Triathlon mit Spenderherz – geht das überhaupt? Welche medizinischen Rahmenbedingungen musst du heute im Training besonders beachten?

Als ich meine Kardiologin aus der Transplantationsambulanz fragte, auf was ich beim Sport – insbesondere Leistungssport – achten sollte, lächelte sie mich verschmitzt an und sagte: „Wenn sie nicht mehr können, werden sie das schon merken.“ Nach dem Motto mache ich Sport – also eigentlich so wie jede*r andere auch.
In unserer Gesellschaft besteht leider nach wie vor der Irrglaube, dass man ein transplantiertes Organ schonen muss. Ganz im Gegenteil aber kann der Sport wie eine Art Medizin für Transplantierte angesehen werden. Jede Art von Bewegung – egal in welchem Ausmaß und Rhythmus – sind wichtig für unseren Körper und das Spenderorgan.
Im Fall der Herztransplantation werden die Nerven zum Herz gekappt, was bedeutet, dass die Kommunikation zwischen Hirn und Spenderherz nicht funktioniert. Erst durch Adrenalin, das der Körper zum Beispiel beim Sport ausschüttet, merkt das Herz, dass es schneller schlagen muss. Durch Sport werden also regelmäßig Impulse an das Spenderherz gegeben, was dazu führen kann, dass die Nervenbahnen zwischen Gehirn und Spenderherz teilweise wiederhergestellt werden können. Sportmediziner und Kardiologen sind sich in meinem Fall einig, da mein Puls so schnell ansteigt, dass zumindest ein paar Nerven wiederhergestellt sein müssen, was wahrhaftig ein Wunder ist.

Radfahrerin

Regina Richtmann beim Tegernsee Triathlon © www.sportshot.de

Welche sportlichen Ziele hast du dir für die nächsten Jahre gesetzt?

Die meisten ambitionierten Sportler arbeiten auf eine Medaille oder eine neue Bestzeit hin und da möchte ich mich nicht ausschließen. Natürlich versuche auch ich meine Zeiten zu optimieren und eventuell die ein oder andere Medaille mit nach Hause zu nehmen. Aber selbst wenn ich das nicht schaffe, bin ich nicht enttäuscht, denn wenn ich ehrlich bin, trage ich die wertvollste Medaille schon eine Weile in meiner Brust.
Mein größtes Ziel für die nächsten Jahre ist es zu zeigen, dass wir Transplantierte nicht wie ein rohes Ei behandelt werden müssen, sondern auch ein ganz normales Leben führen können. Ich möchte eine Motivation für Wartepatienten oder bereits Transplantierte sein und den verbliebenen Angehörigen verschiedenster Spenderfamilien zu zeigen, dass ihre Entscheidung zur Organfreigabe nicht umsonst war. Deshalb steht für mich als nächstes eine Mitteldistanz an, auf die ich mich schon fleißig vorbereite.

Was bedeutet dir der Sport heute im Vergleich zu der Zeit vor deiner Transplantation?

Der Sport bedeutet für mich Freiheit und lebendig sein. Vor meiner Transplantation wäre nicht ansatzweise an Sport – geschweige denn Leistungssport – zu denken gewesen. Jetzt kann ich, wann immer ich möchte, ohne Einschränkungen Sport treiben und diese Freiheit in vollen Zügen genießen, die mir meine ganze Kindheit und Jugend verwehrt blieb.
Früher war der Begriff Sport für mich etwas Unerreichbares, was ich immer nur bei anderen sehen konnte, aber nie selbst erleben durfte. Dank meines Spenders/ meiner Spenderin darf ich nicht nur mein zweites Leben genießen, sondern auch erfahren, wie sich der Körper anfühlt, wenn man an sein Limit geht und alles gibt.
Vor der Transplantation bedeutete ein Puls von über 120 Angst vor dem nächsten Kammerflimmern, Angst vor dem Tod, dem ich so viele Male nur knapp entkommen bin. Deshalb gibt es kein größeres Geschenk als das Spenderherz in meinem Kopf schlagen zu spüren, das mir zeigt: ich bin am Leben.

Lächelnde Sportlerin

Regina Richtmann beim Tegernsee Triathlon 2025 © www.sportshot.de

Welche Botschaft möchtest du anderen Menschen mit auf den Weg geben, die selbst gesundheitliche Herausforderungen meistern müssen?

Gesundheitliche Herausforderungen zwingen uns oft neu zu denken – über das Leben, über uns selbst und über das, was wirklich zählt. Ich wünsche jeder Person, die gerade kämpft, dass sie nicht den Mut verliert. Es ist okay, schwach zu sein, es ist okay, Hilfe anzunehmen und es ist völlig in Ordnung, neue Wege zu gehen. Es gibt immer Hoffnung und manchmal beginnt die Stärke genau dort, wo wir dachten, keine mehr zu haben.

Vielen Dank und weiterhin viel Freude am Sport!

Fotos: ©️WTG2025/YesVideography, ©www.sportshot.de und private Aufnahme

Strahlende Gesichter, sportliche Höchstleistungen und tolle Stimmung am Seeufer: Der Brombachseetriathlon feierte am vergangenen Wochenende seine erfolgreiche Premiere. Rund 1.000 Sportler gingen an den Start und stellten sich der Mitteldistanz im Fränkischen Seenland. Die Athleten lobten die hervorragende Organisation, die landschaftlich reizvolle Strecke sowie die motivierende Atmosphäre entlang der gesamten Route.

Bei optimalen Bedingungen fanden sowohl ambitionierte Athleten als auch Breitensportler ideale Voraussetzungen vor. Besonderes Highlight waren die vielen Zuschauer, die die Sportler mit Applaus, Musik und Begeisterung ins Ziel trugen. Neben den sportlichen Spitzenleistungen bot die Veranstaltung ein stimmungsvolles Rahmenprogramm mit Musik, kulinarischen Angeboten und Aktionen am See.

Für das sportliche Highlight sorgte Lokalmatador Lukas Stengel (Arriba Göppersdorf), der mit einer Siegerzeit von 3:50:35 Stunden die Premiere für sich entschied. Sein Heimatverein verwandelte Göppersdorf in einen wahren Triathlon-Stimmungshotspot – zahlreiche Fans begleiteten ihn lautstark an die Spitze und machten das Rennen zu einem unvergesslichen Erlebnis.v Auf Platz zwei folgte Jakob Heeß (SV Ludwigsburg, 3:56:18), der vor allem auf der Radstrecke seine Stärke zeigte. Felix Schiller (Team Ausdauercoach) komplettierte in 3:58:55 Stunden das Podium.
Knapp dahinter belegte Sebastian Schiele (RSC Auto Brosch Kempten) mit 4:00:51 Stunden Rang vier. Der fünfte Platz ging an den erfahrenen Athleten Per van Vlerken (LC Dübener Heide).

Bei den Frauen setzte sich Eleisa Haag (SV Würzburg 05) in 4:23:37 Stunden hauchdünn vor Laura Mederer (TSG 08 Roth, 4:23:41) durch. Dritte wurde Tina Grieger (MaliCrew e.V., 4:31:51), gefolgt von Inès Mommen (TCA, 4:37:23) und der jungen Hanna Pfannes (MRRC München, 4:38:14). In der Staffelwertung siegte Team ToJoMo in 3:56:56 Stunden, vor GEO-Drohne (4:02:57) und Chri-Do-Se (4:09:55). Knapp dahinter landeten FitterTec (4:18:02) und der DAV Hersbruck (4:21:55) auf den Plätzen vier und fünf.

 

Wechselzone Brombachsee Triathlon

Premiere des Brombachsee Triathlons 2025

Neuauflage 2026 noch ungewiss

Aktuell gibt es noch keine konkreten Vorbereitungen für eine Fortsetzung des Brombachseetriathlons auch im nächsten Jahr. Das positive Echo von Sportlern, Zuschauern und Partnern zeigt jedoch, dass das Rennen großes Potenzial hat.

Christoph Döbler vom Veranstalter OAI e.V. zeigt sich auch überaus zufrieden mit der Veranstaltung: „Wir möchten uns von Herzen bei allen Helfern, den Feuerwehren, der Wasserwacht, allen weiteren Rettungskräften, den beteiligten Behörden und der Polizei bedanken – ohne dieses große Miteinander wäre eine Premiere in dieser Form nicht möglich gewesen. Wir sind glücklich, dass es den Teilnehmern so gut gefallen hat und wir so viel positives Feedback bekommen haben. Jetzt müssen wir aber erst einmal durchschnaufen und die Veranstaltung intern in Ruhe reviewen. Danach schauen wir weiter, wie es mit dem Brombachseetriathlon in Zukunft weitergehen kann.“

Fotos: Baboons/ Ingo Kutsche