Manche Triathlonveranstaltungen beeindrucken durch ihre Größe. Andere durch ihre Geschichte. Der Altmühltriathlon in Leutershausen schafft beides auf seine ganz eigene Weise. Wer Anfang Juli ins westmittelfränkische Altmühltal kommt, findet keinen riesigen Eventpark, keine kilometerlangen Expo-Meilen und keine Großveranstaltung. Stattdessen erlebt man einen Wettkampf, der seit Jahrzehnten vom Engagement eines Vereins getragen wird und gerade deshalb eine treue Fangemeinde besitzt.

2026 steht bereits die 35. Auflage auf dem Programm – ein schönes Jubiläum für eine Veranstaltung, die sich über all die Jahre ihren ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Veranstalter ist der TV 1862 Leutershausen, der den Wettkampf seit vielen Jahren mit großer Leidenschaft organisiert.

Wo Triathlon noch familiär ist

Der Altmühltriathlon gehört zu jenen Rennen, bei denen viele Teilnehmer die Organisatoren persönlich kennen. Wer einmal gestartet ist, kommt oft wieder. Das liegt nicht zuletzt an der besonderen Atmosphäre rund um das Altmühlbad, das seit Jahrzehnten Start- und Zielpunkt der Veranstaltung ist. Hier trifft man Vereinskameraden, Konkurrenten und Freunde des Sports oft schon vor dem Start und später wieder bei der Siegerehrung.

Mit einer Teilnehmerbegrenzung von rund 120 Startern und Staffeln bleibt die Veranstaltung klein. Und so sind die Startplätze stets schnell vergeben. Dieses Jahr innerhalb von einer Stunde!

Schwimmen im Flussbad – eine Seltenheit in Bayern

Das eigentliche Herzstück des Altmühltriathlons ist jedoch seine Wettkampfstrecke. Bereits der Auftakt hebt das Rennen von vielen anderen Veranstaltungen ab. Geschwommen wird nicht in einem See und auch nicht in einem Freibad, sondern in der Altmühl selbst – genauer gesagt im traditionsreichen Altmühlbad von Leutershausen.

Damit gehört der Wettkampf zu den wenigen Triathlons in Bayern, bei denen das Schwimmen in einem Flussbad stattfindet. Die 500 Meter lange Schwimmstrecke sorgt Jahr für Jahr für Gesprächsstoff. Mal präsentiert sich die Altmühl angenehm temperiert, mal erinnert sie die Teilnehmer daran, dass Freiwasserwettkämpfe ihren eigenen Charakter haben. Die Veranstalter scherzen seit Jahren über den Ruf ihres Rennens als „härtester Triathlon nach Hawaii“ – eine augenzwinkernde Anspielung auf legendäre Austragungen, bei denen Athleten entweder mit eisigem Wasser oder sommerlicher Hitze kämpfen mussten.

Blick über einen Fluss mit Schwimmern

Nach dem Schwimmen geht es auf die rund 22 Kilometer lange Radstrecke. Auf den ersten Blick wirkt das Gelände rund um Leutershausen eher sanft. Wer die Region kennt, weiß jedoch, dass die Ausläufer der Frankenhöhe durchaus anspruchsvolle Passagen bereithalten.

Die Strecke führt durch die fränkische Kulturlandschaft mit ihren kleinen Dörfern, Feldern und Wäldern. Sie verlangt weniger reine Kletterqualitäten als vielmehr einen gleichmäßigen Rhythmus und ein gutes Gespür für Tempo. Wind spielte in der Geschichte des Rennens immer wieder eine entscheidende Rolle. Mehr als einmal wurde das Feld auf der Radstrecke von kräftigen Böen gefordert.

Anschließend folgt der fünf Kilometer lange Lauf entlang der Altmühl. Gerade hier zeigt sich der besondere Charme des Wettkampfs. Die Strecke ist überschaubar, die Zuschauer nah an den Athleten und das Ziel am Altmühlbad nie wirklich weit entfernt. Für viele Teilnehmer entsteht genau daraus jene Atmosphäre, die den Altmühltriathlon so besonders macht.

Dass der Altmühltriathlon heute seine 35. Auflage feiern kann, ist keineswegs selbstverständlich. Die Veranstaltung hat verschiedene Entwicklungen des Triathlonsports erlebt: den Boom der 1990er Jahre, die Professionalisierung vieler Rennen und den Wandel von kleinen Vereinsveranstaltungen zu großen Eventformaten.

In Leutershausen entschied man sich bewusst für einen anderen Weg. Statt immer größer zu werden, blieb man den eigenen Wurzeln treu. Der Wettkampf entwickelte sich weiter, ohne seine Identität zu verlieren. Ein Beispiel dafür war die Anpassung der Radstrecke im Jahr 2019, als unter neuer Organisationsleitung einzelne Abläufe modernisiert und die Strecke an aktuelle Vorgaben angepasst wurden.

Das Erfolgsgeheimnis: Ehrenamt

Wer mit Organisatoren und langjährigen Teilnehmern spricht, hört immer wieder denselben Grund für den Erfolg der Veranstaltung: die Menschen dahinter. Rund 120 freiwillige Helfer sorgen Jahr für Jahr dafür, dass das Rennen funktioniert. Unterstützt werden sie von der Stadt, der Wasserwacht, dem Altmühlbadverein und zahlreichen weiteren Partnern aus der Region.

Gerade diese Verwurzelung in der Vereinsgemeinschaft hat über die Jahre zahlreiche Geschichten hervorgebracht, die den besonderen Charakter des Rennens bis heute prägen. Vielleicht beginnt die bemerkenswerteste bereits bei der Entstehung des Triathlons selbst. Obwohl der TV Leutershausen bis heute keine eigene Triathlonabteilung besitzt, wird die Veranstaltung seit jeher gemeinsam von mehreren Sparten getragen. Gegründet wurde der Wettkampf 1990 sogar von Erolf Bock, der damals aus der Tischtennisabteilung heraus die Initiative ergriff und später erster Vorsitzender des Hauptvereins wurde. Bis heute packen Leichtathleten, Fußballer, Tennisspieler und Tischtennisspieler gemeinsam mit an, wenn Anfang Juli der Startschuss fällt.

Besonders groß ist die Identifikation der Leutershäuser mit „ihrem“ Triathlon. Seit vielen Jahren wird ein Wanderpokal für die schnellste Teilnehmerin und den schnellsten Teilnehmer aus Leutershausen vergeben – unabhängig davon, ob sie für den TVL starten oder in der Gemeinde wohnen. Zum Jubiläumsrennen 2026 werden allein rund 30 Athletinnen und Athleten aus Leutershausen an den Start gehen.

Sportler läuft durch das Ziel

Auch sportlich hat die Veranstaltung ihre eigenen Legenden hervorgebracht. Eine davon schrieb Dr. Florian Holzinger am 5. Juli 2008. Nach mehreren Anläufen gelang ihm beim 19. Altmühltriathlon erstmals der Sprung unter die magische Marke von einer Stunde. Seine Zeit von 59:05 Minuten auf der damaligen, noch 25 Kilometer langen Radstrecke galt lange als Maßstab. Erst nach der späteren Streckenanpassung wurde diese Bestmarke unterboten. Der aktuelle Streckenrekord liegt seit 2023 bei 57:03 Minuten und wird von Tim Frisch gehalten.

Fast schon ein Anachronismus in Zeiten elektronischer Chipsysteme ist die Zeitmessung. In Leutershausen wird bis heute von Hand gestoppt. Möglich macht dies ein eingespieltes Team, dessen Mitglieder teilweise seit mehr als zwei Jahrzehnten gemeinsam im Einsatz sind. Die Genauigkeit leidet darunter keineswegs – vielmehr gehört auch diese Tradition für viele Teilnehmer zum unverwechselbaren Charakter der Veranstaltung.

Eine besondere Rolle spielt zudem die enge Freundschaft zum Triathlon in Oettingen. Die Veranstalter des TSV Oettingen, die in der Wörnitz ebenfalls einen traditionsreichen Flussbad-Triathlon organisieren, begleiten den Altmühltriathlon seit seinen Anfängen. Jahr für Jahr reisen zahlreiche Athleten aus Oettingen nach Leutershausen und sorgen damit für eine Verbundenheit, die über den sportlichen Wettbewerb hinausgeht.

Vielleicht ist genau das das Geheimnis des Altmühltriathlons: Rekorde und Platzierungen gehören dazu, doch in Erinnerung bleiben vor allem die Menschen, die diesen Wettkampf seit Jahrzehnten tragen. Nach 35 Austragungen ist der Altmühltriathlon deshalb weit mehr als nur ein Rennen. Er ist ein Stück Leutershäuser Sportgeschichte – und für viele Teilnehmer längst eine lieb gewonnene Tradition.

Zur Website des Rennens.

Fotos: TV 1862 Leutershausen e. V.

Mit Rückenwind von den Europameisterschaften und ihrem ersten Start in der diesjährigen Serie überzeugte das deutsche Para Duo Anja Renner und Valentin Hanzer beim Stopp der World Triathlon Para Series (WTPS) im kanadischen Montreal.

Anja Renner (PTVI) sicherte sich beim dritten Rennen der Para Serie gemeinsam mit Guide Maria Paulig die Silbermedaille. In einer Zeit von 1:05:51 Stunden zeigte das Duo ein starkes Rennen: Nach Platz vier im Schwimmen arbeiteten sich Renner und Paulig insbesondere auf dem Rad entscheidend nach vorne und wurden wie im Vorjahr Zweite. Den Sieg in der Klasse PTVI sicherte sich Susana Rodriguez (Spanien) in 1:03:48 Stunden. Platz drei ging an die US-Amerikanerin McClain Hermes (1:06:07).

Valentin Hanzer (PTS3) überzeugte bei seinem ersten Auftritt in Montreal ebenfalls: Souverän wurde der Perspektivkader-Athlet in seiner Klasse Dritter (1:08:07). In der PTS3-Konkurrenz stand Hanzer gemeinsam mit dem Franzosen Cedric Denuziere (1:06:42), der das Rennen gewann, sowie dem Griechen Stylianos Malakopoulos (1:07:34) auf dem Podium.

Foto: Julia Fankel

Der 37. Memmert Rothsee Triathlon stand am vergangenen Wochenende auch im Zeichen der DM-Titelkämpfe. Bei hochsommerlichen Bedingungen wurden bei dem bayerischen Triathlon-Klassiker die Deutschen Meisterschaften der Altersklassen über die Kurzdistanz ausgetragen. Über die Distanzen von 1,5 Kilometer Schwimmen, 42 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen setzten sich Jonas Wechsler und Laura Mederer als Tagesschnellste durch und sicherten sich die begehrten Meistertitel.

Im Rennen der Männer zeigte Lokalmatador Jonas Wechsler (TSG 08 Roth) eine beeindruckende Leistung vor heimischem Publikum. Bereits beim Schwimmen distanzierte er die Konkurrenz und stieg mit einem komfortablen Vorsprung von rund eineinhalb Minuten aus dem Rothsee. Auf dem Rad baute der Rother seine Führung kontinuierlich aus und ließ auch auf der abschließenden Laufstrecke am Kanal nichts mehr anbrennen. Nach 1:56:09 Stunden überquerte er die Ziellinie als neuer Deutscher Meister. „Mega cooles Rennen heute – ich habe mich von Anfang an richtig gut gefühlt und konnte mein Ding durchziehen. Dass am Ende der Sieg dabei rauskommt, macht es natürlich nochmal extra schön“, meinte er im Nachgang. Den zweiten Gesamtplatz sicherte sich Felix Schiller (Team Ausdauercoach). Das Gesamtopodiuum komplettierte Matthias Betz (TG 48 Schweinfurt) in 2:01:50 Stunden.

Bei den Frauen entwickelte sich ein taktisch geprägtes Rennen, das Laura Mederer (TSG 08 Roth) auf dem Rad zu ihren Gunsten entschied. Nach dem Schwimmen noch auf Rang drei liegend, drückte sie auf der Radstrecke mächtig aufs Tempo und übernahm die Spitzenposition. Mit einem kontrollierten Zehn-Kilometer-Lauf verteidigte sie ihren Vorsprung und krönte sich nach 2:12:56 Stunden zur nationalen Championess. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Theresa Lowinus (Tri Team Freiburg; 2:15:31 Stunden) und Eva Estler (Post SV Tübingen; 2:16:03 Stunden).

Laura Mederer triumphierte bei ihrem Heimrennen

Die Siegerin nach dem Rennen: „Auf den Rothsee-Triathlon hatte ich mich schon lange gefreut – und es war wieder ein besonderer Tag. Das Schwimmen ist zwar nach wie vor nicht meine Paradedisziplin, aber die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr zeigt, dass die Entwicklung stimmt. Auf dem Rad habe ich mich sehr wohlgefühlt und konnte meine Stärken ausspielen. Als klar wurde, dass ich in Führung liege, hat mir das zusätzlich Rückenwind gegeben. Die Stimmung entlang der Strecke mit den vielen Zuschauern, Freunden und Familienmitgliedern war wie immer großartig. Die Hitze hat das Rennen allerdings extrem anspruchsvoll gemacht und vor allem auf dem Lauf viel Kraft gekostet. Umso mehr freue ich mich über das gute Gefühl, wieder mittendrin zu sein und mit viel Freude und Motivation auf die kommenden Wettkämpfe zu blicken.“

Zahlreiche bayerische Altersklassen-Champions

Neben den Gesamtsiegen im Elite-Feld spiegelte sich die bayerische Dominanz auch in den einzelnen Altersklassenwertungen wider. Zahlreiche Athleten aus dem Freistaat nutzten den Heimvorteil am Rothsee und sicherten sich die Goldmedaille in ihren Kategorien.

Bei den Männern gingen fast alle Titel im jüngeren und mittleren Alterssegment nach Bayern: Moritz Kaunz (1. FC Deining) siegte in der AK 18–19 mit einer Zeit von 2:11:12 Stunden. Jonas Wechsler (TSG 08 Roth) gewann neben dem Gesamtsieg auch die AK 20. In der AK 30 triumphierte Jonas Endres vom La Carrera TriTeam Rothsee in 2:04:09 Stunden, dicht gefolgt von Bastian Glockshuber (TSV 1862 Neuburg), der die AK 35 in 2:04:15 Stunden für sich entschied. Matthias Grosser (TSG 08 Roth; 2:10:22 Stunden) in der AK 40, Niki Abel (TSV Altenfurt; 2:10:48 Stunden) in der AK 45 und Volker Dittmar (TSV Zirndorf; 2:59:36 Stunden) in der AK 70 komplettierten die starke bayerische Bilanz der Männer.

Auch bei den Frauen blieben viele Meistertitel im Freistaat. Anna Liepold (TSV Gaimersheim) holte Gold in der AK 20 mit einer Endzeit von 2:29:52 Stunden. Gesamtsiegerin Laura Mederer (TSG 08 Roth) stand zeitgleich in der AK 25 ganz oben auf dem Podest. In der AK 30 setzte sich Sophia Ibert (Post SV Nürnberg) in 2:21:57 Stunden durch. Weitere bayerische Titelträgerinnen des Wochenendes sind Rita Stegler (SSV Forchheim; 2:29:02 Stunden) in der AK 40, Renate Forstner (TSV 1860 Rosenheim; 2:31:09 Stunden) in der AK 45 sowie Astrid Zunner (Twin Neumarkt; 2:36:05 Stunden) in der AK 50.

Alle Ergebnisse gibt es hier (Link).

 

Nachwuchs begeistert am Rothsee – starke Leistungen beim BTV Memmert Nachwuchscup

Doch der Rothsee Triathlon bot nicht nur den Erwachsenen eine große Bühne – auch der bayerische Triathlon-Nachwuchs zeigte beim BTV Memmert Nachwuchscup eindrucksvoll sein Können. Bei großartiger Atmosphäre entlang der Strecke kämpften die jungen Athletinnen und Athleten in den Altersklassen Schüler B bis hin zu den Juniorinnen und Junioren um jede Sekunde.

Mit viel Begeisterung und beeindruckendem Einsatz gingen die Schülerinnen und Schüler B an den Start. Bei den Jungen setzte sich in der Altersklasse Lasse Müller (TSV Katzwang 05) souverän durch. Dahinter komplettierten Enzo Thoulouze (TSV Gaimersheim) und Matteo Malavolta (TSV Gaimersheim) das Podium.
Bei den Mädchen war Lara Loos (SSV Forchheim) die Schnellste der Altersklasse. Lotte Fankel (SV Bayreuth Triathlon) und Lena Sitta (TSV Oettingen) sicherten sich die weiteren Podestplätze.

In der Schüler-A-Klasse wurde bereits deutlich, wie hoch das Niveau im bayerischen Nachwuchstriathlon ist. Bei den Jungen gewann Mika Fankel (SV Bayreuth Triathlon) knapp vor Jasim Al Sultan (SC Wfr. München) und Timo Stecher (TV 1848 Erlangen). I
Bei den Mädchen sicherte sich Mathilda Kujala (La Carrera TriTeam Rothsee) den Sieg vor Zoé Thoulouze (TSV Gaimersheim) und Leni Arthofer (TSV Eintracht Karlsfeld).

Bei den Jungen der Jugend B entwickelte sich ein spannendes Rennen, das Lando Spielberger (Sektion Hersbruck des DAV e.V.) knapp vor Konstantin Koop (TSV Eintracht Karlsfeld) gewann. Maximilian Rudolph (TSG 08 Roth e.V.) sicherte sich Rang drei.
Bei den Mädchen ließ Sophia Grießemer (TSV Katzwang 05) nichts anbrennen und gewann vor Josephine Kujala (La Carrera TriTeam Rothsee). Inara Zeiner (TV 1848 Erlangen) komplettierte das Podium.

Die Jugend-A-Athleten zeigten starke Rennen. Bei den Jungen setzte sich Alexander Tresselt (Tri-Team Schongau) durch. Joel Westphal (TSV Harburg) und Kilian Wanninger (TV 1881 Furth im Wald) folgten auf den weiteren Podestplätzen.
Bei den Mädchen gewann Maja Zidek (Tri-Team Schongau) mit einer starken Gesamtleistung. Raija Pollermann und Franca Pollermann, beide vom TWin Neumarkt, belegten die Plätze zwei und drei.

Den Abschluss des BTV Memmert Nachwuchscups bildeten die Rennen der Juniorinnen und Junioren, die bereits mit viel Rennerfahrung und hohem Tempo unterwegs waren. Bei den Juniorinnen gewann Sophia Bäuml vor Josefine Mendler (TSV Zirndorf) und Lilly Hiebinger (La Carrera TriTeam Rothsee).
Bei den Junioren setzte sich Noah Hopf (TSV Zirndorf) durch. Jonas Beyer (TV Planegg-Krailling) und Leander Träger (SV Postbauer) erreichten die Plätze zwei und drei.

Fotos: Guntram Rudolph

Das dritte Rennen der Landesliga Süd der Männer am 21. Juni 2026 in Bad Tölz verlangte den Athleten über die Kurzdistanz alles ab. Bereits um 7:00 Uhr morgens startete der Tag für die Mannschaften mit der obligatorischen Teambesprechung. Logistisch bedeutete die Traditionsveranstaltung wie gewohnt einen erhöhten Aufwand, da die beiden Wechselzonen an unterschiedlichen Orten lagen und die Athletenbeutel im Vorfeld transportiert werden mussten. Pünktlich um 8:30 Uhr fiel schließlich der Startschuss bei sommerlichen Temperaturen, die bereits am Morgen so hoch waren, dass ein offizielles Neoprenanzug-Verbot ausgesprochen wurde.

Auf der Radstrecke, die über zwei Runden von Dietramszell nach Bad Tölz führte, fanden die Teilnehmer im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verbesserte Bedingungen vor. Die frisch asphaltierte Straße rollte hervorragend und entschädigte für den ehemals schlechten Zustand des Untergrunds. Nach dem zweiten Wechsel, der wie das Ziel im Stadion des Gymnasiums Bad Tölz lag, wartete auf die Athleten die eigentliche Belastungsprobe des Tages. Zwei Laufrunden auf der schattenlosen Laufstrecke mussten bei mittlerweile 33 Grad Celsius absolviert werden.

In der Einzelwertung dominierte Felix Michl vom SV Grün-Weiß Holzkirchen das Geschehen und sicherte sich mit einer Endzeit von 2:01:28 Stunden den Tagessieg, gefolgt von Paul Garreis (TSV Eintracht Karlsfeld; 2:04:52 Stunden) und Tim Wolf (MRRC München III; 2:05:08 Stunden). In der Mannschaftswertung kam es an der Spitze zu einem hauchdünnen Ausgang: Der TSV Eintracht Karlsfeld und die Gastgeber des WSV Bad Tölz II erreichten mit der exakt gleichen Platzziffer 29 den gemeinsamen ersten Platz. Das Podium komplettierte der SV Grün-Weiß Holzkirchen auf dem dritten Rang mit der Platzziffer 31.

Alle Ergebnisse des Rennens sind hier zu finden (Link).

Foto: Theresa Grasskamp

Über 1.000 Starterinnen und Starter, eine neue Bergwertung und Triathlon-Action rund um die Gretlmühle: Der triathlon.de CUP Landshut zählt mittlerweile zu den großen Rennen in Bayern. Am 28. Juni wartet in Niederbayern wieder ein vielseitiger Wettkampftag auf Startende, inklusive einer Premiere am „Maximal Mountain“.

Nach dem Sprung über die Marke von 1.000 Starterinnen und Startern im Vorjahr knüpft das Rennen auch dieses Jahr an das starke Wachstum an. Teilnehmende aus ganz Deutschland werden rund um die Gretlmühle erwartet und sorgen für ein buntes Starterfeld vom Einsteiger bis zum erfahrenen Langdistanz-Athleten. Mit vier Wettbewerben bietet der triathlon.de CUP Landshut für sie erneut ein breites Angebot auf unterschiedlichen Leistungsniveaus: Von der Schnupperdistanz über Volks- und Olympische Distanz bis hin zur Mitteldistanz reicht das Programm. Geschwommen wird in der Gretlmühle, ehe die Athletinnen und Athleten auf die Radstrecke Richtung Niederaichbach und anschließend auf die Laufstrecke gehen.

Neue Herausforderung mit Steigung

Eine Neuerung sorgt in diesem Jahr für zusätzliche Spannung: Erstmals wird die sogenannte K.O.M.M. Challenge (King Of Maximal Mountain) ausgetragen. Im Mittelpunkt steht der Anstieg nach Zaitzkofen – unter Athletinnen und Athleten längst als „Maximal Mountain“ bekannt. Je nach Wettkampfdistanz muss der Anstieg unterschiedlich oft bewältigt werden: einmal auf der Volksdistanz, zweimal auf der Olympischen Distanz und viermal auf der Mitteldistanz.
Für die Sonderwertung wird die Zeit vom Fuß des Anstiegs bis zum höchsten Punkt gemessen. Die schnellste Athletin und der schnellste Athlet über alle Wettbewerbe hinweg dürfen sich am Ende „King“ beziehungsweise „Queen of Maximal Mountain“ nennen.

Auch für Zuschauerinnen und Zuschauer soll der Wettkampf erneut besondere Erlebnisse bieten. Vor allem der Maximal Mountain gilt als einer der zentralen Hotspots an der Strecke, wo Moderation, Musik und zahlreiche Fans traditionell für besondere Stimmung sorgen. Um den Zugang zu erleichtern, richtet das Organisationsteam erneut kostenlose Shuttlebusse zwischen Gretlmühle, Ta.la und dem Zuschauerbereich am Anstieg ein.

Kurzentschlossene können sich noch anmelden: Nach Angaben des Veranstalters sind bei der Startunterlagenausgabe am 27. und 28. Juni noch Plätze in allen Wettkampfformaten verfügbar.

Alle Infos gibt es unter www.triathlon-landshut.de

Foto: triathlon.de/ Claus Zettl

Der bayerische Schultriathlon boomt: Bei den Qualifikationswettkämpfen „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ in Weiden und Grafing gingen insgesamt 530 Schülerinnen und Schüler an den Start – so viele wie noch nie zuvor. Mit 270 Starterinnen und Startern beim Qualifikationswettkampf Nord in Weiden und weiteren 260 Teilnehmenden beim Qualifikationswettkampf Süd in Grafing wurde ein neuer Melderekord erreicht. Das große Ziel der qualifizierten Teams ist nun das Landesfinale am 15. Juli in Ingolstadt.

Ein besonderer Dank gilt den engagierten Ausrichterschulen und ihren Organisatorinnen und Organisatoren. In Weiden sorgte die Lobkowitz-Realschule mit Ramon Gomez-Islinger für eine hervorragende Durchführung des Wettkampftages. Die Qualifikation Süd in Grafing wurde mit großem Einsatz von der Realschule Ebersberg unter der Leitung von Birgitt Schemmel ausgerichtet.

In spannenden Wettkämpfen wurden die begehrten Plätze für das Landesfinale vergeben. Die jeweils drei erstplatzierten Schulen der Wettkampfklassen III Mixed sowie IV männlich und IV weiblich konnten sich für das Landesfinale in Ingolstadt qualifizieren. Die Wettkampfklasse III endet mit der Qualifikation, sodass hier die besten Teams ihre Saison erfolgreich abschließen konnten.

Das Allgäu gilt seit jeher als eine der Hochburgen des Triathlonsports. Zwischen Bergen, Seen und saftigen Wiesen wurde schon geschwommen, geradelt und gelaufen, als Triathlon noch längst nicht überall bekannt war. Kein Wunder also, dass sich hier einige echte Traditionsveranstaltungen etabliert haben. Eine davon ist der Unterallgäuer Triathlon in Ottobeuren, der in diesem Jahr sein 35. Jubiläum feiert.

Seit über drei Jahrzehnten treffen sich hier ambitionierte Athletinnen und Athleten, motivierte Einsteiger, Staffelteams und leidenschaftliche Hobbysportler, um sich den drei klassischen Disziplinen zu stellen. Mit etwas mehr als 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hat sich die Veranstaltung dabei ihren familiären Charme bewahrt. Hier kennt man sich, feuert sich an und findet selbst im Zielbereich noch Zeit für einen Plausch – sofern die Beine mitspielen.

Der Unterallgäuer Triathlon ist gelebte Vereinskultur und längst zu einem Gemeinschaftsprojekt des gesamten Vereins geworden. Hinter der Veranstaltung steht seit jeher die Triathlonabteilung des TSV Ottobeuren, unterstützt von einer beeindruckenden Zahl ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer. Seit vielen Jahren sind so zahlreiche Abteilungen des TSV Ottobeuren fest in die Organisation eingebunden und leisten ihren Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung. Ob Streckenposten, Verpflegung, Auf- und Abbau oder Betreuung der Athleten – der Unterallgäuer Triathlon zeigt Jahr für Jahr, was möglich ist, wenn ein Verein gemeinsam an einem Strang zieht. Viele von ihnen sind seit Jahren dabei, einige sogar seit den Anfängen. Sie haben Regen, Hitze, organisatorische Herausforderungen und vermutlich auch die ein oder andere kreative Ausrede für einen platten Reifen erlebt. Ihr Engagement macht den Wettkampf zu dem, was er heute ist: eine Veranstaltung, bei der sich Athleten und Zuschauer gleichermaßen willkommen fühlen.

Ein Triathlon, der perfekt ins Allgäu passt

Von Anfang an war der Unterallgäuer Triathlon für alle gedacht – und genau das macht ihn bis heute aus. Auf dem Programm stehen die Sprintdistanz mit 500 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen sowie die Olympische Distanz über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen. Wer die Herausforderung lieber gemeinsam angeht, kann in der Staffelwertung antreten.

Triathlon soll für alle erlebbar bleiben, das war in Ottobeuren schon immer ein wichtiger Grundgedanke. Deshalb werden die Startgebühren seit Jahren bewusst fair und familienfreundlich gehalten. Denn die Begeisterung für den Sport soll nicht am Geldbeutel scheitern. Gerade Einsteiger und Nachwuchsathleten finden hier ideale Bedingungen, um ihre ersten Erfahrungen im Triathlonsport zu sammeln.

Auch landschaftlich zeigt sich der Wettkampf von seiner schönsten Seite. Der Startschuss fällt an den Baggerseen bei Attenhausen. Dort geht es zunächst ins Wasser, bevor die Athletinnen und Athleten auf die Radstrecke durch das Unterallgäu wechseln. Sanfte Hügel, weite Wiesen und idyllische Ortschaften sorgen für echtes Allgäu-Panorama. Wobei „sanfte Hügel“ natürlich eine sehr freundliche Umschreibung ist. Wer die Region kennt, weiß: Das Allgäu hat eine ganz eigene Vorstellung von flach. Auf der olympischen Distanz summieren sich die Höhenmeter auf rund 475 – genug, um die Oberschenkel daran zu erinnern, dass Triathlon kein Spaziergang ist. Anschließend führt die Laufstrecke nach Ottobeuren. Vom Stadion am Galgenberg geht es hinaus ins Grüne und wieder zurück. Besonders auf den letzten Metern entsteht jene Atmosphäre, die viele Teilnehmer Jahr für Jahr zurückkehren lässt: Zuschauer am Streckenrand, lautstarke Anfeuerungen, glückliche Gesichter und das unbeschreibliche Gefühl, es geschafft zu haben.

 

Frau mit Fahrrad fährt an Zuschaern vorbei

Mehr als nur ein Rennen

Der Unterallgäuer Triathlon hat sich so über die Jahre hinweg einen Namen gemacht. Er ist Treffpunkt für die Triathlonfamilie, Bühne für den Nachwuchs, Motivation für Erststarter und sportliche Herausforderung für erfahrene Athletinnen und Athleten gleichermaßen.

Gleichzeitig steht die Veranstaltung für Werte, die weit über den Sport hinausgehen. Aus den Erlösen werden soziale Projekte unterstützt und gesellschaftliches Engagement gefördert. Darüber hinaus fließt der Reinerlös der Veranstaltung konsequent in die Jugendarbeit des TSV Ottobeuren. Jeder Start, jede Anmeldung und jede helfende Hand trägt somit dazu bei, junge Menschen für Sport, Bewegung und Gemeinschaft zu begeistern.

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Erfolgsgeschichte sind auch die zahlreichen Sponsoren und Partner aus der Region. Viele von ihnen begleiten den Unterallgäuer Triathlon bereits seit vielen Jahren und sind zu verlässlichen Wegbegleitern geworden. Diese enge Verbundenheit mit lokalen Unternehmen zeigt, wie tief die Veranstaltung in der Region verwurzelt ist und welche Wertschätzung sie genießt.

Stillstand war dabei nie eine Option. Trotz der langen Tradition entwickelt sich der Unterallgäuer Triathlon kontinuierlich weiter. Jahr für Jahr werden Abläufe optimiert, neue Ideen umgesetzt und die Qualität der Veranstaltung weiter gesteigert. Das Ziel ist dabei immer dasselbe geblieben: den Athletinnen und Athleten ein bestmögliches Wettkampferlebnis zu bieten und gleichzeitig den familiären Charakter zu bewahren, der den Unterallgäuer Triathlon seit 35 Jahren auszeichnet.

Vielleicht ist genau das das Geheimnis, warum der Unterallgäuer Triathlon nach 35 Jahren noch immer so lebendig ist wie am ersten Tag:

35 Jahre Unterallgäuer Triathlon bedeuten 35 Jahre Leidenschaft, unzählige Geschichten, tausende absolvierte Kilometer und vermutlich ebenso viele müde Beine. Vor allem aber stehen sie für eine Gemeinschaft, die den Triathlonsport im Herzen des Allgäus mit Begeisterung lebt.

35 Jahre bedeuten Ehrenamt, Zusammenhalt, Innovation, Nachwuchsförderung und die Unterstützung von Menschen und Projekten weit über den Sport hinaus. Sie stehen für einen Verein, eine Region und viele engagierte Persönlichkeiten, die gemeinsam etwas Besonderes geschaffen haben.

Auf die nächsten 35 Jahre Unterallgäuer Triathlon Ottobeuren!

Zur Website des Rennens.

Fotos: Unterallgäuer Triathlon

 

Am Sonntag, 21. Juni, stehen gleich zwei Deutsche Meisterschaften im Triathlon auf dem Programm: Während in Schleswig die Titelkämpfe über die Mitteldistanz für Elite und Altersklassen ausgetragen werden, gehen am Rothsee die Athletinnen und Athleten der Altersklassen über die Kurzdistanz an den Start.

Kampf um Gold am Rothsee
Nachdem bereits am Vortag die 2. Triathlon-Bundesliga Süd im Rahmen des 37. Memmert Rothsee Triathlons zu Gast war, folgen am Sonntag die Wettbewerbe der Altersklassen über die Kurzdistanz – und damit zugleich die Deutschen Meisterschaften.

Der Wettkampf beginnt mit einer 1,5 Kilometer langen Schwimmstrecke im Rothsee, die in einer Runde mit zwei Bojen absolviert wird. Nach dem Wechsel aufs Rad erwartet die Teilnehmenden ein 42 Kilometer langer Radkurs mit einigen Anstiegen und Abfahrten. Die abschließende Laufstrecke von 5 Kilometer muss zwei Mal durchlaufen werden, ehe die Athletinnen und Athleten ins Ziel kommen.

Der erste Startschuss für die Altersklassen fällt um 9:00 Uhr, die nächste Startgruppe folgt um 9:10 Uhr.

Die Teilnehmerlisten sind online einsehbar..

Parallel dazu gastiert die Deutsche Meisterschaft über die Mitteldistanz beim 5. Viking Triathlon in Schleswig.

Wer an einem Frühsommertag am Kirchsee bei Sachsenkam steht, versteht schnell, warum der Tölzer Triathlon seit Jahren zu den besonderen Veranstaltungen im bayerischen Rennkalender zählt. Normalerweise liegt der See ruhig inmitten des Naturschutzgebiets, die Voralpen zeichnen sich am Horizont ab, doch einmal im Jahr herrscht dort geschäftiges Triathlon-Treiben. In diesem Jahr feiert der Tölzer Triathlon sein 35-jähriges Jubiläum – Zeit für ein Porträt!

Aus einer kleinen Triathlon-Abteilung entstand eine Erfolgsgeschichte

Die Wurzeln des Tölzer Triathlons sind eng verbunden mit der Entwicklung des Triathlonsports in Bad Tölz. Der Wassersportverein Bad Tölz wurde bereits 1953 gegründet und war zunächst ausschließlich dem Schwimmsport gewidmet. Erst 1985 kam mit der Gründung der Triathlon-Abteilung eine zweite Sparte hinzu. Zu dieser Zeit galt Triathlon in Deutschland noch als vergleichsweise junge Sportart.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Abteilung kontinuierlich weiter. Aus einer kleinen Gruppe begeisterter Ausdauersportler entstand eine lebendige Triathlon-Gemeinschaft, die nicht nur Ligamannschaften hervorbrachte, sondern mit dem Tölzer Triathlon auch eine Veranstaltung schuf, die heute über die Region hinaus bekannt ist. Besonders bemerkenswert: Während mancherorts Rennen von professionellen Agenturen organisiert werden, gilt in Bad Tölz bis heute das Motto „Von Triathleten für Triathleten“. Genau dieser Gedanke prägt die Veranstaltung.

Der Kirchsee als perfekte Bühne

Was den Tölzer Triathlon von vielen anderen Rennen unterscheidet, ist seine Kulisse. Der Wettkampf beginnt am Kirchsee bei Sachsenkam, einem der schönsten Naturseen Oberbayerns. Das Schwimmen findet mitten im Naturschutzgebiet statt – eine Seltenheit im Triathlonsport und für viele Teilnehmer eines der Highlights des Rennens.

Von dort führt der Kurs hinaus ins Tölzer Voralpenland. Die Radstrecke bietet alles, was die Region auszeichnet: sanfte Anstiege, schnelle Passagen und ständig wechselnde Ausblicke auf Wiesen, Wälder und die Berge des Alpenvorlands.

Der abschließende Lauf führt am Stadtrand entlang ins Grüne, ehe die Athletinnen und Athleten schließlich das Ziel am Sportplatz des Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums Bad Tölz erreichen.

Herzstück des Rennens ist die Olympische Distanz mit 1,5 Kilometern Schwimmen, knapp 40 Kilometern Radfahren und rund zehn Kilometern Laufen. Ergänzt wird das Angebot durch einen Volkstriathlon sowie Staffelwettbewerbe.

Gerade diese Mischung macht den Reiz der Veranstaltung aus. Ambitionierte Athleten nutzen die Olympische Distanz als sportliche Standortbestimmung, während Einsteiger auf der Volksdistanz erste Erfahrungen im Dreikampf sammeln können. Viele Triathletinnen und Triathleten aus Oberbayern erinnern sich noch heute daran, dass ihre ersten Wettkampfschritte genau hier stattgefunden haben.

Schwimmer in See mit einem Stand Up Paddler

Mehr als nur ein Wettkampf

Der Tölzer Triathlon ist längst zu einem sportlichen Aushängeschild der Region geworden. Er verbindet die landschaftlichen Reize des Oberlandes mit der Leidenschaft einer engagierten Triathlon-Abteilung und schafft damit etwas, das viele Veranstaltungen anstreben, aber nur wenige erreichen: Authentizität.

Und diese Authentizität findet sich vor allem in den vielen kleinen Geschichten aus 35 Jahren. Einmal, beispielsweise, wäre fast der Zieleinlauf schiefgegangen: Denn zehn Minuten, bevor der erste Athlet im Zielbereich eintreffen sollte, war plötzlich der Strom weg. Der aufblasbare Zielbogen sank in sich zusammen und lag quer über der Ziellinie. Fieberhaft wurde nach der Ursache und dem Sicherungskasten am Sportplatz gesucht. Wie sich herausstellte, war jedoch lediglich eine Kabeltrommel nicht komplett abgewickelt worden und löste dadurch den Schutzschalter aus. In letzter Sekunde konnte der Zielbogen wieder aufgeblasen werden, bevor der Gesamtsieger ins Ziel lief.

Noch etwas brenzliger, im wahrsten Sinne, war es einmal am Wettkampftag kurz nach sieben Uhr morgens. Der Feuerwehrkommandant ruft den Orgaleiter an: „An der Radstrecke brennt es“. Der Orgaleiter berichtet: „Ich bin sofort hingefahren und vor Ort sehe ich, dass ein Haus am Straßenrand kurz vor dem Zielbereich brennt. Feuerwehrschläuche liegen quer über die Fahrbahn inklusive Schaumteppich. Nach Klärung der Lage mit dem Kommandanten meint er, dass er versucht die Straße bis zum Eintreffen des ersten Radlers wieder freizuräumen. Das hat dann tatsächlich auch geklappt und der Wettkampf konnte durchgeführt werden.“

Natürlich gibt es auch die amüsanten Geschichten: Zwei Teilnehmer hatten eine Wette verloren und wurden deshalb von ihren Freunden für ihren ersten Triathlon angemeldet. Dummerweise war am Vorabend eine große Party in Sachsenkam, die „Mexican Night“. Die Sporler in Spe waren bis in die frühen Morgenstunden auf der Party und gingen von da aus, noch nicht ganz nüchtern, direkt zum Start. Nach dem Schwimmen musste sich der erste den Vorabend nochmal durch den Kopf gehen lassen. Nach 15 Minuten in der Wechselzone war er endlich in der Lage auf das Rad zu steigen. Auf der Radstrecke wurde er dann noch von einem Radlerin mit Kinderanhänger überholt, die zufällig auf der Strecke war. „Als Schlußradler auf der Laufstrecke musste ich ihn permanent motivieren, wenigsten zu versuchen ein paar Meter zu laufen“, berichtet ein Helfer. Nach über drei Stunden auf der Sprintdistanz war er dann endlich im Ziel. Die beiden wurden nie wieder beim Triathlon gesehen.

Zur Website des Rennens.

Fotos: Stefan Wengenmayr

 

 

Beim 31. Stadttriathlon Erding trafen rund um den Kronthaler Weiher erneut Breitensport, Liga-Wettkämpfe, Gehörlosen-Meisterschaften und Nachwuchssport aufeinander. Eine Mischung, die den traditionsreichen Wettkampf seit Jahren ganz besonders macht. Mitten im Geschehen: der BTV Memmert Nachwuchscup, der in Erding die nächste wichtige Station machte, sowie die Landesliga Süd der Männer und die Frauen-Landesliga.

Schon am Vormittag herrschte rund um Wechselzone und Zielbereich tolle Wettkampfstimmung. Trotz kühler Bedingungen am Morgen mit viel Wind, rund 19 Grad Wassertemperatur und erlaubtem, aber nicht verpflichtendem Neoprenanzug, entwickelte sich ein gelungener Wettkampftag. Im Verlauf setzte sich glücklicherweise dann auch die Sonne durch. Die Organisation mit dem Team des Trisport Erding sorgte für zufriedene Athletinnen und Athleten und einen reibungslosen Ablauf.

Die Radstrecke musste mit dem Mountainbike bewältigt werden

Den Auftakt im Nachwuchsbereich machten die jüngsten Starterinnen und Starter der Schüler D. Bei den Jungen spielte Andreas Kraatz (Eichenau) seine Stärke auf dem Rad aus und setzte sich vor Jonathan Wolf (VfL Waldkraiburg Leichtathletik) sowie Linus Leitmeier (SV Inning) durch. Bei den Mädchen dominierte Lea Weiss (SpVgg Röhrmoos) das Rennen und gewann vor Katharina Niedermeier (TSV Erding Abt. Schwimmen/Delphine) und Greta Zimmerer (TRI Team Schongau).

In der Schüler-C-Klasse setzte sich Jakob Rohrhofer (MRRC München) bei den Jungen nach starker Radleistung knapp vor Valentin Jung (SC53 Landshut) und Simon Lisk (SV Ottobrunn) durch. Bei den Mädchen überzeugte Solveig Kretschmann (SC Riederau) mit einem konstanten Rennen und verwies Valentina Auer (Bockhorn) sowie Jelena Teuchner (SG Neptun Germering) auf die Plätze.

Bei den Schülern B erwischte Enzo Thoulouze (TSV Gaimersheim) einen nahezu perfekten Tag und gewann vor Hanno Wißmann (TRI Team Schongau) und Milan Mayr (Burggen). Das Rennen der Mädchen entschied Lotte Fankel (SV Bayreuth Triathlon) für sich, gefolgt von Nura Al-Sultan (SC Wasserfreunde München) und Verena Griesbeck (TV Furth im Wald – Triathlon).

In der Schüler-A-Klasse lief Max Tack (SC Wasserfreunde München) mit der schnellsten Laufzeit zum Sieg vor Mika Fankel (SV Bayreuth) und Jasim Al-Sultan (SC Wasserfreunde München). Bei den Schülerinnen gewann Mathilda Kujala (La Carrera Tri Team Rothsee 09 e.V.) vor Norah Adler (TV Burglengenfeld 1875 e.V.) und Zoé Thoulouze (TSV Gaimersheim).

Zum Abschluss des Nachwuchstages zeigte die Jugend B ihre Form. Lukas Mundt (LV Deggendorf) gewann bei den Jungen vor Julius Wöhler (TV 1848 Erlangen) und Lukas Wein (TV Burglengenfeld 1875 e.V.). Bei den Mädels entschied das Rennen Jana Maas (TSV Gaimersheim) deutlich für sich. Auf den weiteren Plätzen folgten Lotta Rüger (TSV Brannenburg) und Jana Wagner (TSV Zirndorf).

Bereits am kommenden Wochenende geht es beim Rothsee Triathlon in die nächste Wertungsrunde des BTV Memmert Nachwuchscups.

Liga-Starter setzen sich an die Spitze des Feldes

Neben dem Nachwuchscup standen auch die Wettkämpfe der Landesliga im BTV-Fokus. In Erding gingen die Landesliga Frauen (LLF) über die Olympische Distanz an den Start, während die Landesliga Süd Männer (LSM) die Volksdistanz absolvierte. Besonders bemerkenswert: Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern gingen die Sieger der jeweiligen Liga gleichzeitig als Gesamtsieger hervor.

Bei den Frauen gewann Margrit Elfers (SV Bayreuth ZielOn) die gesamte Wertung der Olympischen Distanz in 2:08:39 Stunden und führte ihr Team zugleich zum Tagessieg vor Timeless Planet TG Viktoria Augsburg III und dem SC 53 Landshut.
Bei den Männern setzte sich Felix Michl (SV Grün-Weiß Holzkirchen) in 55:18 Minuten an die Spitze des Feldes und gewann damit die Gesamtwertung der Volksdistanz. In der Teamwertung der Landesliga Süd Männer sicherte sich der TSV Eintracht Karlsfeld den Tagessieg vor Timeless Planet TG Viktoria Augsburg II und dem VfL Kaufering Triathlon.

Fotos: Theresa Grasskamp, Trisport Erding