Der Memmert Rothsee Triathlon bot in diesem Jahr zahlreiche sportliche Höhepunkte. Einer davon war der DTU Jugendcup. Die besten Nachwuchssportlerinnen und -sportler deutschlands lieferten sich packende Rennen um jeden Rang. Schließlich ging es auch um die Qualifikation für die Junioren Europameisterschaften. Bei ihrem Heimspiel lieferten die bayerischen Athleten die beste Leistung aller Landesverbände in der Breite. Auch bei den Spitzenplätzen hatten sie einiges mitzureden. Jan Semmler holte gar das EM-Ticket, ein weiteres Ticket kann noch dazukommen.

Zahlreiche Top-Ten-Platzierungen und ein EM-Ticket

Die Rennen gestalteten sich auch aufgrund der selektiven Strecke allesamt als sehr spannend. Radgruppen jagten über den Kurs, die Möglichkeit für Rangänderungen war immer da.

Mit den Top-Ten-Platzierungen für die weiblichen und männlichen Starter der Jugend B zeigt sich Coach Johnny Zipf vollkommen zufrieden. Es siegten Lina Veith (Team HTV) und Wilhelm Saborrosch (Team BTU).

Bei den A-Jugendlichen wurde hart gekämpft. „Moritz Hägel und Moritz Hartman haben wirklich alles gegeben, um den Anschluss an die Ausreißergruppe zu halten“, analysiert der Trainer. Dass am Ende ein vierter Platz für Moritz Hartmann raussprang und Moritz Hägel sogar eine Lücke von 45 Sekunden schloss und zum Sieg lief, war „sehr, sehr stark“.

In den Juniorenrennen ging es noch darum, EM-Tickets zu vergeben. Bei den Männern waren drei bayerische Athleten in der ersten Schwimmgruppe: Jan Semmler, Manuel Lessing und Luis Rühl. Tim Semmler hatte den Anschluss dieses Mal verpasst. „Jan Semmler hat in dem Rennen seine Karten sehr gut gespielt“, freut sich Johnny Zipf. „Trotz seiner starken Radleistung hat er sich dort zurückgehalten und konnte sich so beim Laufen den zweiten Platz sichern.“ Nachdem der Erstplatzierte bereits das Ticket hat, darf sich Jan Semmler nun auf die Teilnahme bei den Europameisterschaften in der Türkei freuen.

Hoffen auf ein zweites Ticket

Die Athletinnen der Jugend A und Juniorinnen starteten gemeinsam. Bei den Juniorinnen war schon im Vorfeld ein spannendes Rennen zu erwarten. Sollte Kjara Reckmann, die in der Vorwoche noch Deutsche Junioren-Meisterin im Einzelzeitfahren wurde, ihre Radstärke ausspielen können? Mehrmals versuchte sie auf dem Rad zu attackieren, dennoch kam es in der letzten Radrunde zum Zusammenschluss zweier Radgruppen. Reckmann ging noch als erste auf die Laufrunde, musste dann jedoch den Atacken Tribut zollen. Mit Platz drei kämpfte sich stattdessen Chiara Göttler auf das Podium, Riekmann wurde Fünfte.

Den spannendsten Moment lieferte A-Jugendliche Carlotta Bülck, die im Zielspurt der beiden Jahrgänge nur knapp hinten lag, damit aber immer noch ihre Altersklasse gewann. Mit diesem Ergebnis wird sie der Bundestrainer für die EM noch vorschlagen – ein wenig Bangen um das Ticket muss sie aber noch.

„Zusammenfassend kann man sagen, dass die Athleten das Maximum an diesem Wochenende herausgeholt haben,“ fällt das abschließende Urteil des Trainers aus.

Top-Ten-Ergebnisse bayerischer Athletinnen und Athleten:

Jugend B weiblich:
Platz 7: Matylda Jozwiak
Platz 8: Josefine Doseth

Jugend B männlich:
Platz 6: Joseph Hof
Platz 10: Alexander Tresselt

Jugend A weiblich:
Platz 1: Carlotta Bülck

Jugend A männlich:
Platz 1: Moritz Hägel
Platz 4: Moritz Hartmann

Juniorinnen:
Platz 3: Chiara Göttler
Platz 5: Kjara Reckmann
Platz 7: Sarah Walther
Platz 10: Onel Venter

Junioren:
Platz 2: Jan Semmler
Platz 4: Manuel Lessing
Platz 5: Luis Rühl

Alle Ergebnisse sind hier zu finden (Link).

Fotos: Sportfotografie Gold/ Oliver Gold

„Noch nie zuvor hatten wir ein solch großes Starterfeld in Trebgast zu Gast“, freuen sich Kilian und Benedikt Deichsel. Die beiden Hauptorganisatoren des Traditionsrennens sind überaus zufrieden mit den Teilnehmerzahlen. Knapp 700 Starter werden am 30. Juni 2024 um die Ränge kämpfen. Der Startschuss fällt um 9 Uhr und wie schon in den letzten Jahren konzentriert sich das Sportgeschehen rund um den Trebgaster Badesee.

„Es freut uns riesig, dass unser familiärer Triathlon im Herzen Frankens so gut bei den Teilnehmern ankommt. Es zeigt uns, dass das Herzblut, das von allen ehrenamtlichen Helfern in den Triathlon gesteckt wird, überaus wertgeschätzt wird. Auch das Zielbuffet, in dem es neben Obst ausschließlich selbstgebackene Kuchen gibt, sucht in Bayern seinesgleichen!“

Vom Einsteiger bis zum Liga-Routinier

Ab 9 Uhr gibt es für die Zuschauer wieder rasante Renn-Action, dienn die Athleten der 2. Triathlon Bundesliga Süd und der Regionalliga sind wieder am Start. Die Triathlon-Routiniers werden in Startwellen etwa jede halbe Stunde ins Wasser springen, so dass für die Zuschauer durchgängig sportliche Highlights geboten sind. Ab 11 Uhr werden dann zunächst die Triathlonneulinge, sowie die jüngsten Teilnehmer über die Schnupperdistanz an den Start gehen, bevor es mit der Volks- und Kurzdistanz weitergeht. Wer gerne als Zuschauer dabei sein möchte, findet direkt am Trebgster Badesee den Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltung. Hier kommen die Athleten während ihres Wettkampfes bis zu 12 Mal vorbei.

Nachmeldungen sind auf Grund des Teilnehmerrekords auf allen Strecken nur noch begrenzt möglich. Kurzentschlossene können ihr Glück am Sonntag direkt vor Ort versuchen.

Weitere Informationen rund um den TenneT POWERTRIATHLON Trebgast sind auf www.triathlon-trebgast.de zu finden.

Fotos: TenneT Power Triathlon Trebgast

84 Teams aus dem gesamten Verbandsgebiet sind mittlerweile in der Triathlon-Liga Bayern vertreten. Sie kämpfen in der Regional-, Bayern- und in zwei Landesligen um Platzierungen und Punkte. Einer kennt sie alle – und das seit nunmehr 25 Jahren: Moderator Andreas Groß. Zeit für eine Vorstellung!

Hallo Andreas,
seit mehreren Jahrzehnten begleitest du die Liga-Wettbewerbe in Bayern. In welchen Situationen wirst du dir dessen bewusst?

Zum Beispiel gerade jetzt, wo du mich das fragst (lacht). Aber im Ernst: Eben hieß Raider heißt noch Twix – das muss so 1990 gewesen sein – zu der Zeit war ich schon etliche Jahre aktiv. Und plötzlich stellst du erstaunt fest, dass mittlerweile Töchter und Söhne meiner ehemaligen Wettkampfgenossen in der Liga performen. Viele der jungen Sportlerinnen und Sportler nehmen gar nicht so richtig wahr, dass die Triathlon Liga Bayern schon seit Jahrzehnten von einer Stimme und einem Gesicht begleitet wird. Eben meinem, Andreas „Anderl“ Groß. Ich werde seit ebenso langer Zeit unterstützt von Helmut Dorsch, der ein sehr erfahrener Athlet und Veranstalter ist.

Mann mit Mikrofon
Moderator Andreas Groß

Wie kamst du dazu, die Liga zu moderieren?

Ich bin Triathlet der ersten Stunden und war in den späten 80er / frühen 90ern auf Europaniveau für Triathlon Karlsfeld unterwegs. Später habe ich dann meine Passion für Triathlon mit meiner Leidenschaft für Fernsehen und Radio verbunden.
Seitdem bin ich als Moderator bei den großen und internationalen Sportveranstaltungen am Mikrofon: Roth, Frankfurt, Wiesbaden, Regensburg, Heilbronn, Berlin, Hamburg und viele andere mehr.
Und die Liga-Sportler als die bayerischen Vorzeigetriathleten durch die Saison zu begleiten, ist mir seit vielen Jahren eine Ehre und ein persönliches Anliegen.
Und wenn ich nicht als Sportmoderator unterwegs bin, erkläre ich als Börsenmoderator denen, die es wissen wollen, die Welt der Finanzen.

Was macht den Job als Moderator so besonders?

Ich liebe es, kleine und große Geschichten zu erzählen. Geschichten über unseren großartigen Sport, über Leistung und Leidenschaft. Über euch. Ich liebe es, aus Menschen, die gut schwimmen, Rad fahren und laufen können, große und kleine Helden zu machen. Und daher meine Bitte an euch: Versorgt mich und meine Kollegen am Mikrofon mit diesen Geschichten und Episoden. Das ist es, was unseren Sport so einzigartig macht. Und das ist auch Stück weit mein Markenzeichen, mit echter Leidenschaft einen Triathlontag zu einem Event zu machen.

Welche Episoden sind dir besonders in Erinnerung geblieben?

Jeder Wettkampf hat seine eigenen Geschichten und Besonderheiten. Manchmal geht was schief, da musst du als Moderator locker bleiben und die richtige Mischung aus Information und Gelassenheit rüberbringen. Gar nicht so einfach, wenn sich der Start verzögert, weil das SEK der Polizei erst noch einen Typen mit einer Waffe ruhigstellen muss. Absolut genial dagegen sind Veranstaltungen mit kleinen Kindern, das ist Spaß pur und geht ans Herz, du musst nur die aufgeregten Eltern beruhigen. Oder die Finishlines der großen Events in Roth, Frankfurt, Wiesbaden oder Regensburg, wo sich am Ende alle Moderatoren, DJ, Veranstalter usw. fix und fertig aber glücklich in den Armen liegen und wissen: Das war die geilste Finishline aller Zeiten. Wir hatten die glücklichsten Athleten aller Zeiten.
Und beim nächsten Wettkampf legst du wieder eine Schippe drauf und gibst wieder alles. Die durchtrainierten Jungs und Mädels machen das ja auch.

Ich bin Andi “Anderl” Groß, die Stimme des Triathlon und sorge dafür, dass ihr einen großartigen Tag habt.

Fotos: Torsten de Souza Santos / Michael von Aichberger / Christoph Raithel

Am 02. Juni fand der beim TSV Eintracht Karlsfeld ein Community Event statt, das sich speziell an Einsteigerinnen und Einsteiger richtete. Mit 30 Teilnehmenden war der erste „Triathlon Rookie Day“ ein Erfolg. Das volle Programm lohnte sich aber auch.

In zwei Gruppen ging es los, um erste Erfahrungen im Triathlon zu machen. Die erste Gruppe startete mit einem Lauftechniktraining. Bei verschiedenen Übungen konnte getestet werden, wie der Laufstil und die Körperhaltung das Laufgefühl beeinflussen. Zusätzlich wurde ein Lauf-ABC durchgeführt, um die Lauftechnik zu verbessern, und zu lernen wie man seinen Laufstil auch trainieren kann.
Die zweite Gruppe startete mit einem Wechseltraining. Zunächst wurden das Gefühl und die Technik zum Schieben des Rades in der Wechselzone und das Auf- und Absteigen trainiert und geübt. Darauf baute dann die Einrichtung eines Wechselplatzes mit einer Erklärung aller wichtigen Regeln auf. Nach dem die Regeln zum richtigen Wechsel besprochen wurden, hieß es: „Übung festigt“. Auf Rollbrettern wurde das Schwimmen simuliert, dann kam der erste Wechsel aufs Rad. Nach einer kurzen Radrunde erfolgte der 2. Wechsel zum Laufen.
Nach rund einer Stunde intensivem Üben gab es eine Pause, im Anschluss wurden die Gruppen getauscht.

Bike & Run und gemütlicher Ausklang

Zum Abschluss konnte jeder, der wollte, bei einem Bike and Run mitmachen. Dazu wurden Pärchen nach Größe gebildet. Jedes Paar hatte ein Rad und es wurden eine oder zwei Runden um den Karlsfelder See (ca 2,5 km) im Wechsel gelaufen und gefahren (ca. alle 2 min). Die meisten waren so motiviert, dass sie sogar noch die zweite Runde in Angriff nahmen.

Nach dem Bike and Run sorgte ein Treffen im Stadion für einen gemütlichen Ausklang und die Möglichkeit zum Austausch.

Mehr Informationen zu den BTV Community-Events findest Du hier (Link).

Fotos: TSV Eintracht Karlsfeld

Endlich Triathlon-Saison! Der bayerische Sport-Nachwuchs hatte bereits einige Rennen im Swim & Run-Format hinter sich, bevor es am Wochenende erstmals in allen drei Disziplinen darum ging, das Können unter Beweis zu stellen. Dabei muss es nicht immer um Spitzen-Platzierungen gehen. Allein das Finish zählt. Über 200 Nachwuchsathleten, von 6 bis 17 Jahren, wagten sich insgesamt an die altersgerechten Strecken.

Für den Veranstalter Trisport Erding e.V. ist der Nachwuchssport ein besonderes Anliegen. Parallel zum BTV Memmert Nachwuchscup gibt es auch für den oberbayerischen Nachwuchs eine Sonderwertung. Neben dem Schüler- und Jugend-Event im Rahmen des großen und traditionsreichen Erdinger Stadttriathlons wird auch unter dem Jahr viel Engagement investiert.

Doch zurück zum Rennen: Bei den Schülern A sicherte sich Finn Jasinski (TSG 08 Roth) den Sieg in 38:06 Min. Bei den Schülerinnen A stand Lotta Rüger (TSV Brannenburg) ganz oben auf dem Treppchen. In der nächsthöheren Klasse siegten Alexander Tresselt (Tri-Team Schongau) in 34:13 Min. und Matylda Jozwiak (TSV Brannenburg) in 36:37. Die Jugend A startete zusammen mit der Volksdistanz über 400 m, 20 km, 5 km. Ganz oben auf dem Treppchen standen am Ende Moritz Kaunz (1. FC Deining) in 57:32 min und Milla Rudolf (Trisport Erding e.V.) in 1:06:49

Die nächste Station des BTV Memmert Nachwuchscup ist direkt am kommenden Wochenende am 22. Juni im Rahmen des Memmert Rothsee Triathlons. Auf Teilnehmende uns Zuschauer wartet ein sportliches Großereignis mit zahlreichen Highlights (wir berichteten – Link).

Schüler A

1. Platz: Lotta Rüger (TSV Brannenburg)
1. Platz: Finn Jasinski (TSG 08 Roth)

Jugend B

1. Platz: Matylda Jozwiak (TSV Brannenburg)
1. Platz: Alexander Tresselt (Tri-Team Schongau)


Jugend A

1. Platz: Milla Rudolf (Trisport Erding e.V.)
1. Platz: Moritz Kaunz (1. FC Deining)

Alle Ergebnisse des 29. Stadttriathlon Erding gibt es hier.

Fotos: Hans Sterr und Stadttriathlon Erding

Vor rund einem Monat war es endlich so weit: Mit einem achten Platz meldete sich Anabel Knoll beim Europacup-Rennen in Caorle zurück. Eine langwierige Verletzung hatte die Geduld der Olympia-Teilnehmerin ordentlich auf die Probe gestellt. Seit Ende letzten Jahres bereits hatte sich die Verletzung gezogen. Doch all das Warten, all die Maßnahmen zur Regeneration haben sich gelohnt. Zwei Wochen nach Caorle kam dann der endgültige Durchbruch: Die Ingolstädterin siegt im polnischen Kielce. Und dass das keine Eintagsfliege war, bewies sie auch am vergangenen Wochenende beim Europacup im österreichischen Kitzbühel, wo sie trotz Magen-Problemen im Vorfeld einen dritten Platz erreichte. Alles wieder beim Alten, also? Wir haben Anabel Knoll gefragt.

Hallo Anabel,

Herzlichen Glückwunsch zu den starken Ergebnissen der letzten Wochen. Wie groß ist die Erleichterung, dass es nun wieder läuft?

Sehr groß! Nach so langer Verletzungszeit, und vor allem nach so langer Zeit in der keine Besserung in Sicht war, bin ich inzwischen einfach nur froh wieder schmerzfrei laufen zu können. Auch, wenn noch in sehr vermindertem Umfang.

Wie gehst Du mit solchen Verletzungen um? Wie behält man währenddessen die Ruhe und auch danach die Bedenken in Schach? 

Ich habe versucht mich abzulenken. Ich habe im Winter meine Masterarbeit fertig geschrieben und das war auf jeden Fall eine gute Ablenkung. Daneben habe ich mich auf die Dinge fokussiert, die ich machen konnte: zum Beispiel mich im Schwimmen und Radfahren nochmals zu verbessern. Alternativ zum Laufen habe ich sehr viel Zeit auf dem Stepper und Crosstrainer verbracht. Das hilft dann schon. Oder zumindest gibt es einem das Gefühl, nicht untätig zu sein.

Welche Regenerations-Strategien haben Dir zur Genesung verholfen und was würdest Du Sportlern raten, die sich ebenfalls mit Verletzungen herumplagen?

Bei mir hat leider einfach nur Geduld geholfen. Und ich denke auch, das ist das Wichtigste. Es bringt nichts, es immer wieder zu versuchen. Man muss einfach auch mal abwarten und sich auf das fokussieren, was geht. Es ist, glaube ich, auch ganz wichtig, nicht zu verbissen zu sein, sondern ruhig zu bleiben.

Was sind Deine nächsten Ziele?

Meine nächsten Ziele sind wieder zurück ins internationale Wettkampfgeschehen zu finden. Ich möchte dieses Jahr wieder bei Weltcups und WTC-Rennen das Renngeschehen mitbestimmen. Für welche Platzierung es am Ende dann reicht, ist da erstmal zweitrangig.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg!

Foto: Carla Nagel

Die Sport­schule Ober­ha­ching feierte am 15. Juni 2024 ihr 30-jähri­ges Bestehen. Ein Sommerfest mit zahlreichen Aktionen lockte Sportbegeisterte und Interessierte. Bei der „Mini-Olym­piade“ konnten die Gäste an vielen verschie­de­nen Statio­nen ihr sport­li­ches Talent zeigen oder neue Sport­ar­ten auspro­bie­ren und dabei tolle Preise gewin­nen. Auch der Bayerische Triathlon-Verband e.V. war mit vor Ort. „Es war eine richtig coole Veranstaltung mit extrem vielen Mitmach-Ange­bo­ten aus vielen verschiedenen Sportarten und mit vielen Tests von Herstellern“, zeigt sich BTV-Vertreterin Hanna Krauss begeistert.

Training an Sportplatz mit Koordinationsleiter
Viel Spaß für Groß und Klein bei der Mini-Olympiade

Wechseln üben mit Spaß

Bei der Mini-Olympiade konnten alle Besucher von Station zu Station ziehen und Stempel einsammeln, indem sie sich an den Sport-Angeboten beteiligten. Um am Ende an der großen Verlosung teilzunehmen, mussten mindestens zehn Stempel gesammelt werden.
Die Station des BTV beinhaltete eine kleine Wechselzone. Dort musste der Helm aufgesetzt , nach der Aufstiegslinie aufs Fahrrad aufgestiegen werden und anschließend musste ein Radparcours absolviert und an der Abstiegslinie wieder abgestiegen werden. Dann wurde das Rad in die Wechselzone geschoben, der Helm abgesetzt und noch eine kurze Laufstrecke mit Koordinationsleiter als kleines Hindernis absolviert werden. Damit nicht genug: angetreten wurde immer im direkten Wettkampf mit einem weiteren Teilnehmer. „Hier konnten teilweise die Kids ihren Eltern zeigen, wo der Hammer hängt“, lacht Hanna Krauss und zieht ein positives Fazit der Aktion: „Alle Kleinen und auch Großen, die an unserer Station waren, hatten großen Spaß und zeigten großes Interesse an unserem Sport Triathlon.“

„Ein richtig tolles Wochenende,“ schwärmte Thomas Burger, der Vizepräsident Leistungssport des BTV, der den MainCity Triathlon besuchte. Die Veranstaltung, die durch die TG 48 Schweinfurt, Abteilung Laufen-Triathlon, ausgerichtet wurde, zog rund 450 Triathletinnen und Triathleten an. Am Tag zuvor waren schon runs 3.000 Läuferinnen und Läufer unterwegs. Im Rahmen des Großevents wurden am Sonntag auch die Bayerischen Meister im Para Triathlon ermittelt.

Triathletin läuft vor Publikum

Die Bedingungen dazu waren gut: blauer Himmel und Sonnenschein bei nicht allzu hohen Temperaturen boten eine perfekte Kulisse. Geschwommen wurde im Schweinfurter Baggersee, eine Wendepunktstrecke im Grünen bot schnelle Radzeiten und der Lauf zwischen See und Wald machte den Abschluss.
Mit Jordan Tissink gewann eine für den SV Würzburg 05 startende Südafrikanerin das Kurzdistanzrennen an diesem Tag. Bei den Männern war Alexander Richter von der TSG 08 Roth am schnellsten. Auch auf der Jedermanndistanz zeigten die Mitglieder des SV Würzburg 05 ihre Klasse. Jannis Hippe und Katharina Schmidt setzten sich gegen die Konkurrenz durch.

Para und SOD-Sportler am Start

Dass beim MainCity Triathlon sportliche Leistungen, Teamgeist und Freude an der Sache perfekt kombiniert werden, das merkt man an jeder Ecke. Rührend wurde sich um Athleten gekümmert, wurden Fragen beantwortet, wurde Versorgung geleistet. Die Stimmung im großen Team ist bestens. Besonders fällt das auf, wenn die Sportlerinnen und Sportler mit Handicap unterwegs sind. Sechs Para Athleten, teils mit ihren Guides, drei Special Olympics (SOD) Starter und weitere drei SOD-Staffeln waren in verschiedenen Klassen am Start.

Chris Kolbeck (PTS4; TV Burglengenfeld ), Julian Winter, Julian (PTVI3; Post SV Nürnberg), Jan Froede (PTWC2; LAZ Mosbach/Elztal e.V.), Annalena Tank (PTS2; LLC Marathon Regensburg Sarah Steinke (PTS5; Post SV Nürnberg) und Michelle Wagner (PTVI1; Post SV Nürnberg) gewannen jeweils ihre Klassen.
Bei den Special Olympica Athleten freuten sich Stefan Welt (Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren), Stefan Weidner (Mainfränkische Werkstätten Würzburg) und Roman Wachter (Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren) über das Finish.

„Es ist einfach großartig gelaufen!,“ zieht am Ende auch Mitorganisator Norbert Huhn das Fazit und freut sich schon auf das nächste Jahr.

Fotos: TG 48 Schweinfurt

Sportler rennt ins Wasser

Seit 35 Jahren bereits gibt es den Rothsee Triathlon. Damit gehört das Rennen im Fränkischen zu den ältesten im Verbandsgebiet. In seinen Anfängen wurde, wie beim Challenge Roth, noch im Main-Donau-Kanal geschwommen, bevor der Start an den Rothsee verlegt wurde. Auch der Zielort hat sich in all den Jahren verändert. Von Roth direkt an das Ufer des Rothsees nach Hilpoltstein. Doch eines ist gleich geblieben: die Faszination, Gastfreundschaft und Begeisterung aller Beteiligten. Zum Jubiläum des Traditionsrennens am 22. und 23. Juni 2024 wird es ein Sport-Wochenende der Superlative geben. Neben den gewohnten Rennen werden Spitzensportler aus ganz Deutschland um Plätze in Sonderwertungen kämpfen – darunter auch die Bayerische Meisterschaft Kurzdistanz.

Frank Kräker und Matthias Fritsch, die den Memmert Rothsee Triathlon federführend organisieren, hatten in den vergangenen Monaten viel Koordinationsarbeit zu leisten. Gleich drei Meisterschaftsrennen galt es zusätzlich in das Programm einzuarbeiten. Erstmalig wird die Bayerische Meisterschaft auf der Kurzdistanz am Rothsee ausgetragen. Daneben suchen Polizisten in der Polizeimeisterschaft die schnellsten Kollegen. Fast schon angestammt wird auch die Mittelfränkische Meisterschaft durchgeführt. Dem allen nicht genug ist auch die 2. Bundesliga Süd zu Gast.

Zwei Sportler laufen über Wiese

Natürlich nehmen die Wertungen nur einen kleinen Teil der Veranstaltung ein. Denn der Großteil der Sportlerinnen und Sportler wird das Mitmachen bei familiärem Ambiente und schöner Umgebung einfach nur genießen. Den Start machen am Samstag die Kinder- und Jugendwertungen, die Liga legt ein schnelles Intermezzo ein, bevor bei der Jedermann-Wertung in den Triathlon hineingeschnuppert werden kann. Am Sonntag geht es traditionell über die Kurzdistanz.

Nachwuchs ganz groß

Ein besonderes Augenmerk wird am 22. Juni auf dem Nachwuchs liegen. Die höchste deutsche Nachwuchs-Serie, der DTU Nachwuchscup, wird ambitionierte und leistungsstarke Jungsportler an den Rothsee bringen. Auch für bayerische Youngsters lohnt sich das Kommen. Erstmals ist das mittelfränkische Traditionsrennen Teil des BTV Memmert Nachwuchscup.

Community Event: Anfeuern und Spaß haben

Das BTV Community-Event im Rahmen des Rothsee Triathlons am 22. Juni lädt alle ein, die die Top-Sportlerinnen und Sportler im Nachwuchsbereich lautstark unterstützen möchten. Trommeln, klatschen, Lärm machen, damit andere Höchstleistung erzielen können. Das Community-Event fordert weniger sportliche Leistung, als vielmehr Stimmgewalt ab. Treffpunkt ist gegen 11.00 Uhr nach dem Schüler- und Jugend B-Rennen am Eingang des Mini-Golf-Platzes. Die Teilnahme ist auch spontan und ohne Anmeldung möglich.

Link zur Anmeldung.

Fotos: Memmert Rothsee Triathlon

Anker im Hochwasser

Die Folgen des Jahrhundert-Hochwassers treffen nun auch den Lauinger Traditions-Triathlon. Der für das kommende Wochenende (15./16. Juni) geplante 18. VR-Triathlon kann zum geplanten Zeitpunkt nicht stattfinden. Er muß auf 27./28. Juli verschoben werden.

Das teilte Erich Gruber, Chef des TV Lauingen Triathlon schweren Herzens nach Gesprächen mit den Verantwortlichen von Stadt und Feuerwehr mit. Das von den Wassermassen betroffene Gelände um den Auwaldsee und Richtung Weisingen könne noch nicht für eine derartige Großveranstaltung wie den Triathlon genutzt werden. Zudem seien die Kapazitäten der Helfer und Helferinnen vom Bauhof bis zur Feuerwehr durch die Folgen des Hochwasser noch zu stark eingeschränkt. Auch die Wasserqualität des Auwaldsees sei noch höchst problematisch. Selbst Treibholz sei dort noch vorzufinden. Die Ergebnisse von Wasserproben würden aber erst am Donnerstag zur Verfügung stehen.

Der 27./28. Juli war nach Angaben von Gruber „der einzige so kurzfristig noch mögliche Termin“. Ansonsten hätte die Großveranstaltung, zu der bislang über 600 Teilnehmer zugesagt hatten, ausfallen müssen. Sportler, die keine Zeit haben, können ihren Startplatz einem anderen überschreiben.

Text und Foto: Lauinger Triathlon