40 Jahre Wörthsee Triathlon: Weil’s einfach schön ist!

Der Wörthsee-Triathlon gehört seit vier Jahrzehnten zu genau den Veranstaltungen, zu denen viele Sportlerinnen und Sportler immer wieder gerne zurückkommen . Nicht, weil hier Rekorde fallen oder Preisgelder locken. Sondern weil viele Athletinnen und Athleten oft ihre eigene Geschichte mit diesem Rennen verbinden. Der erste Startpass. Das erste Mal über die Olympische Distanz. Das Wiedersehen mit Trainingspartnern. Oder einfach ein Sonntagmorgen an einem der schönsten Seen Bayerns. Am kommenden Wochenende steigt die 40. Auflage des Wörthsee-Triathlons.

Auch wenn seit dem ersten Rennen 1985 immer wieder Dinge angepasst wurden – Triathlon hat sich schließlich entwickelt –  fühlt sich der Wörthsee-Triathlon bis heute angenehm unaufgeregt an. Hier geht es nicht um Superlative. Sondern darum, einen guten Wettkampf an einem besonderen Ort auszurichten. Dazu trägt schon der See selbst bei. Wer morgens am Ufer steht, versteht schnell, warum viele den Wörthsee zu den schönsten Wettkampforten Bayerns zählen. Das klare Wasser bietet einen wunderbaren Auftakt, bevor die Radstrecke durchs Fünfseenland führt. Sie verlangt durchaus Aufmerksamkeit: welliges Profil, einige knackige Anstiege und immer wieder schnelle Passagen, in denen Rhythmus wichtiger ist als rohe Wattzahlen. Zum Jubiläum wartet zudem eine leicht veränderte Radstrecke, die viele Teilnehmende bereits im Vorfeld besichtigt haben. Im Ziel angekommen bleibt oft noch Zeit, den Blick über den See schweifen zu lassen – etwas, das bei vielen Rennen kaum möglich ist. Vielleicht ist genau das einer der Gründe, warum die Stimmung in Wörthsee oft entspannter wirkt als anderswo. Ehrgeiz und Wettkampf gehören selbstverständlich dazu. Trotzdem scheint hier niemand vergessen zu haben, dass Triathlon auch ein Sommersport ist.

Zum Jubiläum stehen wieder die Olympische Distanz und die Volksdistanz auf dem Programm, jeweils auch als Staffel. Die Startplätze waren früh vergeben. Viele Namen finden sich Jahr für Jahr in den Startlisten wieder. Andere kommen zum ersten Mal. Genau diese Mischung hat den Wörthsee-Triathlon über Jahrzehnte geprägt.

Organisation mit Blick auf Details

Wer mit den Organisatoren spricht, merkt schnell, dass sich hinter dem Rennen weit mehr verbirgt als ein minutiös getakteter Zeitplan. Der Wettkampf lebt von einem großen ehrenamtlichen Team, von Vereinen aus der Region und von Menschen, die seit Jahren dafür sorgen, dass am letzten Juliwochenende alles ineinandergreift. Vieles läuft fast selbstverständlich – gerade weil hinter den Kulissen monatelange Vorbereitung steckt. Dass der Wörthsee-Triathlon seit vielen Jahren auch vorausdenkt, zeigt sich in vielen kleinen Details. Bereits 2023 wurde die Veranstaltung mit dem Nachhaltigkeits-Label des Bayerischen Triathlon-Verbands ausgezeichnet. Dahinter steckt ein durchaus ambitioniertes Gesamtkonzept: Finisher-Shirts werden nur auf Vorbestellung produziert, um Überproduktion zu vermeiden, bei der Verpflegung kommen regionale und saisonale Produkte sowie Mehrweggeschirr zum Einsatz, überschüssige Lebensmittel werden weitergegeben. Nachhaltigkeit gehörte damals schon selbstverständlich zur Organisation des Rennens.

Frauen schenken Wasser in Becher

Mehrwegbecher sorgen für eine nachhaltigere Veranstaltung

Ebenso trägt der Wörthsee-Triathlon das BTV-Label „Familienfreundlicher Triathlon“. Das passt zum Charakter der Veranstaltung: kurze Wege zwischen den Wettkampfstätten, Staffelangebote für Teams, viel Platz zum Zuschauen und Verweilen sowie eine Atmosphäre, in der sich nicht nur die Athletinnen und Athleten wohlfühlen. Während auf der Strecke um Sekunden gekämpft wird, verbringen viele Familien den Tag gemeinsam am See – ein Konzept, das den Wörthsee-Triathlon seit Jahren auszeichnet und ihn weit über den eigentlichen Wettkampf hinaus zu einem besonderen Sommererlebnis macht.

Und wer nach dem Zieleinlauf nicht sofort die Heimreise antreten möchte, findet rund um den Rathausvorplatz beste Voraussetzungen, den Renntag entspannt ausklingen zu lassen. Das TriTeam SC Wörthsee versorgt Teilnehmende und Gäste mit frisch gebackener Bio-Pizza aus dem Holzofen, dazu gibt es Getränke, Gebäck und weitere Verpflegung. Direkt gegenüber lädt die Chillout Area an der Segelschule Lago Mio dazu ein, den Nachmittag am Wasser zu verbringen – mit Beach-Bar, Bademöglichkeit und Blick auf den See. Live-Musik sorgt für Unterhaltung und ganz nebenbei unterstützt das Rennen auch noch zwei Spendenaktionen zugunsten „Brillen für Afrika!“ und der Feuerwehr Walchstadt.

Wir wünschen allen ein tolles Wettkampfwochenende!

Fotos: Wörthsee Triathlon