Vier Mal 250 m Schwimmen, 5,2 km Radfahren, 1,7 km Laufen galt es bei den Deutschen Meisterschaften Mixed Relay in Berlin zu absolvieren. Zwei bayerische Mannschaften schickten dort ihre Besetzung in der Reihenfolge Mann, Frau, Mann, Frau in das Rennen: Der SV05 Würzburg mit Markus Klinder, Jule Resselberger, Manuel Lessing und Vera Nickel, sowie der TV 1848 Erlangen mit Jannik Hoffmann, Juliane Möllers, Pablo Warter Rubio und Simone Kraft. Es ging um nichts weniger als die Frage, wer das schnellste Team in Deutschland ist.
Kopf an Kopf der bayerischen Teams
Mit Rang sieben für die Würzburger und Rang acht für die Erlangener kamen beachtliche Ergebnisse zustande. Als erster der Würzburger startete Markus Klinder, der auf Platz 10 an Jule Resselberger übergab. Seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter, Jule Resselberger, Manuel Lessing und Vera Nickel, konnten sich im Rennverlauf auf einen beachtlichen siebten Platz nach vorne arbeiten. „Eine starke Leistung der Vier!“, kommentiert der Verein auf seiner Website.
Chance für das Team aus Erlangen
Das Team des TV Erlangen in Berlin
„Über die Chance als Team aus der zweiten Triathlon Bundesliga wieder bei der Deutschen Mixed Team Relay im Rahmen der Finals teilnehmen zu dürfen, haben wir uns sehr gefreut,“ berichtet Juliane Möllers. „Im letzten Jahr war das Event ja leider sehr durch Corona Maßnahmen beschränkt. Dafür hat der Veranstalter dieses Jahr gleich doppelt einen draufgesetzt. Wir waren von dem Aufwand sehr begeistert: Der komplette Parkplatz vor dem olympischen Stadion war zu einem riesigen Triathlonschauplatz umfunktioniert. Überall waren an den Absperrungen Banner mit dem Logo der Finals und Sponsoren befestigt. Im Wechselbereich wurde eine riesige Tribüne aufgebaut. Auf dem selben Weg lag auch der lange blaue Teppich für den Zieleinlauf, direkt vor den olympischen Ringen des Stadions.“
Das Team aus Erlangen hatte in der Vorbereitung etwas Pech: Krankheit, Corona und eine Oberschenkelzerrung. Deswegen standen die Vier Sportler*innen unter dem Motto am Start: Hauptsache dabei sein, Spaß haben und die olympische Atmosphäre genießen. „Die geänderte Startreihenfolge, in der ein Mann startet und eine Frau ins Ziel läuft, bedingt eine ganz andere Renndynamik und Taktik“, erklärt Möllers die im Vergleich zum Vorjahr geänderten Bedingungen.
Starker Start
Der Startschuss fiel und Jannik Hoffmann ging ins Rennen. Er zeigte starke Leistung zum Auftakt. Als er als Sechster zum Wechsel kam, entlockte die Leistung seinen Mitstreiter*innen Freudensprünge. „Das gab mir gleich noch mehr Motivation für mein Rennen, da es völlig unerwartet kam“, berichtet Juliane Möllers und fügt hinzu: „Leider musste ich im Laufen eine Athletin aus Köln ziehen lassen und übergab an siebter Position liegend. Doch Pablo und Simone bildeten ein starkes Schlusslicht und so reichte es am Ende für Platz acht.“ – Eine Platzierung, mit der die Mittelfranken sehr zufrieden sind. „Das lag weit über unseren Erwartungen.“ Ein Dank an die Team Sponsoren (Puma und die Fahrradecke), schließt Juliane Möllers gleich noch an.
Nach der Bayerischen Meisterschaft im Sprint in Erding geht es am 26. Juni auch für die Elite-Athletinnen und Athleten über die Distanz von 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen um die Meisterwürde. In diesem Jahr werden erneut beim Traditionsrennen in Trebgast die Schnellsten der Schnellen gesucht. Zuschauen lohnt sich.
Taktik und Tempo
Denn das Rennen der Elite wird, im Gegensatz zu den Altersklassenrennen, mit Windschattenfreigabe durchgeführt. Die Möglichkeit, wie im Radsport im Pulk zu fahren, bringt zusätzliche Dynamik und eine taktische Komponente in das Wettkampfgeschehen. Wer schafft nach dem Schwimmen den Sprung in die Führungsgruppe? Funktioniert eine Gruppe gut, sodass die Verfolger keine Chance haben, oder sie an die vorhergehende Gruppe Anschluss finden kann? Wer kann wertvolle Kräfte schonen, um beim abschließenden Lauf das entscheidende Quäntchen Energie für den Schlussspurt zu haben?
Die Teilnehmenden der BM starten in einer separaten Startwelle mit den Sportlern der Regionalliga vor dem Breitensportwettkampf. Los geht es traditionell am Trebgaster Badesee. Die zehn Kilometer lange Radstrecke führt in einem mehrmals zu durchfahrenden Rundkurs über Lindau und Waldau zurück an das Naherholungsgebiet. Von dort aus geht es in den Laufschuhen um den See.
Weitere Meisterschafts-Rennen
Benedikt Deichsel, der Organisator des Rennens freut sich bereits auf ein spannendes Renngeschehen und das vielfältige Wettkampfprogramm: „Wir freuen uns sehr darüber, die Bayerischen Meisterschaften bei unserem Triathlon in Trebgast zu Gast zu haben. Darüber hinaus heißen wir auch die Deutsche Meisterschaft der Justiz und die Deutsche Meisterschaft der Gehörlosen Willkommen.“ Hiermit einen Beitrag zur Inklusion im Triathlonsport leisten zu können ist den Organisatoren sehr wichtig.
Neben den Landesmeisterschaften macht zudem auch die 2. Bundesliga Süd in Trebgast halt, um Punkte für die Ligawertung zu sammeln. Auch hier werden spannende Zweikämpfe und ein schnelles Rennen um die Podiumsplätze erwartet.
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/Trebgast-Damen-scaled.jpg17072560Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2022-06-20 00:24:002022-06-15 16:36:35Meisterschaften en Masse beim Triathlon in Trebgast – Elite sucht die Schnellsten auf der Sprintdistanz
Am 10. Juli 2022 von 9 Uhr bis 17 Uhr, mitten in der Wettkampf-Saison, laden wir zu einer Kampfrichter-Ausbildung ein.
Wir sprechen Interessierte aus den bayerischen Vereinen an, die bereits Wettkampferfahrung haben, sei es als Athlet*in oder als Veranstalter*in, oder die unseren schönen Sport aus einem anderen Blickwinkel kennenlernen wollen. Kampfrichter*innen sorgen im Verlauf eines Wettbewerbs für die Sicherheit und Fairness unter den Teilnehmer*innen.
In dem eintägigen Workshop vermitteln wir euch das nötige Knowhow, um mit dem gebotenen Augenmaß auf das Einhalten der Spielregeln achten zu können.
Meldet Euch beim Kampfrichter-Obmann des Bezirks Oberbayern kro-obb@triathlonbayern.de oder bei Eurem Verein. Hier bekommt ihr alle Details.
Gerade erst konnte Para-Triathlet Martin Schulz seinen zehnten EM Titel in Folge feiern, nun kündigt sich der 32-jährige zweifache Olympiasieger zum Memmert Rothsee Triathlon an.
Para-Triathlon ist der Teil des Triathlons, in dem Menschen mit Behinderung in verschiedenen Wertungsklassen teilnehmen. Im Fall von Martin Schulz nennt sich die Klasse „PT4 – moderate Beeinträchtigung“. Das bedeutet, dass er eine unterstützende Vorrichtung am Rad nutzen kann, ansonsten aber keine weiteren Hilfsmittel. Martin Schulz fehlt seit Geburt der linke Unterarm. Schon mit sechs kam er zum Schwimmsport, später entwickelte er sich im Triathlon zum Ausnahmesportler und sammelt seither Welt- und Europameistertitel ebenso wie Olympia und zahlreiche weitere Medaillen.
Zu erwarten ist, dass der Sport- und Fitnesskaufmann unter den schnellsten Sportlern der Kurzdistanz aus dem Wasser kommt und auch in der Folge ganz vorne mitmischt. „Ich wollte unbedingt an diesem Wochenende ein Rennen machen. Der Triathlon am Rothsee ist ja sehr bekannt und meistens ist die Konkurrenz dort auch sehr gut, was mir wichtig war. Ich finde die Gegend und den Rothsee sehr schön und die Anreise aus Leipzig ist nicht zu weit!,“ begründet er die Entscheidung.
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/Martin-Schulz-Pitch-This-GmbH-e1654866456229.jpeg499680Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2022-06-12 07:26:002022-06-10 15:09:11Para-Triathlon Weltmeister Martin Schulz startet am Memmert Rothsee Triathlon
Die 27. Auflage des Stadttriathlon Erding erwartet Sportler*innen am Sonntag, den 19. Juni 2022. Das Rennen in Oberbayern ist Magnet für Nachwuchssportler*innen ebenso wie für Einsteiger*innen und Ambitionierte. Denn neben den Kinderrennen gibt es eine Volksdistanz, eine Olympische Distanz (1,5 km/ 40 km/ 10 km) und die Bayerischen Altersklassen-Meisterschaften über die Sprintdistanz.
Das Naherholungsgebiet Erding Nord und der Kronthaler Weiher sind Ausgangspunkt für die Wettkämpfe. Eine rasante Wendepunktstrecke wartet in der zweiten Disziplin auf die Startenden, bevor die Laufstrecke hinein in die Innenstadt führt, wo zweifelsohne mit dem belebten Ziel-Areal das Highlight des Tages wartet.
„In diesem Jahr haben wir ein weiteres besonderes Highlight für unsere Athleten, denn sie dürfen das Schwedenlager durchlaufen. Rund alle fünf Jahre spielt die Laienspielgruppe Altenerding den Überfall der Schweden in Erding anno 1642 nach – mitten auf unserer Laufstrecke. Also mussten wir flexibel sein, was für die Läufer letztendlich zu einem einmaligen Erlebnis werden dürfte,“ kündigt Jürgen Feyerabend-Syré, Gesamtkoordinator des Rennens, an.
Anpassung der Strecke für Bayerische Meisterschaft
„Neu ist, dass wir für die Bayerischen Meisterschaften auf der Sprintdistanz die Schwimmstrecke auf 750 Meter verlängert haben. Das ist eine klare Abgrenzung zur Volksdistanz mit 400 Metern und somit eine größere Herausforderung an die Athleten*innen!,“ sagt Martin Schönfelder, Ressortleiter Wechselzone und Teil der Hauptorganisation.
Egal, ob in der BM-Wertung oder nicht, unter allen Finishern wird einer der begehrten Startplätze beim Inferno-Triathlon verlost, denn der Stadttriathlon Erding und Inferno Triathlon Mürren (www.inferno.ch) gehen seit 2018 gemeinsame Wege. „Wir freuen uns sehr, dass uns mit dem Inferno Triathlon in der Schweiz eine dauerhafte Partnerschaft verbindet und wir auch in diesem Jahr einen Gaststarter des Schweizer Triathlons im August zum Warm-up bei uns in Erding beim Stadttriathlon begrüßen können,“ sagt Sirko Papperitz, Geschäftsführer der Trisport Erding Event GmbH.
Nur zwei Para-Triathlet*innen fanden ihren Weg zu den Bayerischen Meisterschaften Para-Triathlon im Rahmen des REGIOMED Main Triathlon im Kommunen-Dreieck Altenkunstadt, Burgkunstadt, Weismain. Und doch war das Rennen ein voller Erfolg. Denn die beiden Teilnehmenden erreichten die Ziellinie des Wettkampfes sichtlich begeistert und zeigten eindrucksvoll, dass Triathlon eine Sportart ist, die sich mit (fast) jeder Voraussetzung meistern lässt. Andererseits finishten gemeinsam mit den beiden BM-Teilnehmenden rund 160 weitere Sportler*innen.
Auszeichnung von Helmut Dorsch für seine Verdienste am Triathlonsport
Dass die Veranstaltung nach durchaus schweren und unsicheren Jahren noch existiert, dass gerade ein solch kleines Rennen reizvoll ist und dass dort auch Wertungen zu finden sind, die sonst selten angeboten werden, dafür ist Veranstalter Helmut Dorsch federführend verantwortlich. Dafür und für viele weitere positive Momente im Triathlonsport in Bayern und im Leben von (angehenden) Sportler*innen.
Eine der herausragenden Qualitäten Helmut Dorschs, so BTV-Präsident Gerd Rucker bei der Auszeichnung, sei seine Fähigkeit Menschen – Sportler*innen, Helfer*innen, Interessierte – zu motivieren. Triathlon Urgestein Gerhard Müller hatte extra zum Anlass sein umfangreiches Archiv durchsucht und hatte das Finisher–Shirt, die Ergebnislisten und einen Zeitungsartikel der allerersten Auflage der Veranstaltung dabei.
Die Ehrung, die Übergabe des Präsentkorbs und das Umhängen der Medaille nahm Helmut Dorsch gerührt und nahezu sprachlos entgegen. „Die Goldmedaille gebührt nicht mir, sondern genauso all denjenigen, die sich schon seit Jahren mit einsetzen und mich unterstützen“, gibt er die Auszeichnung auch an seine Mitstreiter*innen weiter.
Chris Kolbeck Bayerischer Meister
Doch zurück zu denen, die an dem Tag sportliche Höchstleistung vollbrachten: Den Titel über die Distanz von 200m Schwimmen, 20km Radfahren und sieben Kilometer Laufen sicherte sich Chris Kohlbeck vom TV Burglengenfeld in 1:36:36. Neben ihm war Para-Sportlerin Susanne Böhme (PS Karlsruhe Triathlon) am Start, die in 2:07:20 finishte.
Das Kurzdistanz-Rennen gewannen Anna-Lena Klee (TSV Mellrichstadt) und Tom Hug (SV Bayreuth). Den ersten Platz im Jedermann Rennen holten Luna Sommerfeld als eine der jüngsten Teilnehmerinnen und Patrick Kilian (Tristar Regensburg) .
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/Regiomed-Tria-2022_S645302-scaled.jpg17072560Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2022-06-07 12:00:542022-06-08 07:39:06Bayerische Meisterschaft Para-Triathlon: Triathlon ist für alle; Helmut Dorsch für Engagement geehrt
„Hauptsache Spaß an der Bewegung!“ Hanna Kraus kümmert sich im Bayerischen Triathlon-Verband um Angebote für den Nachwuchs, die Jede*n zum Mitmachen motivieren. Egal, ob in Vereinen, am BSP Nürnberg oder zu besonderen Anlässen. Einer dieser Anlässe ist der Challenge Roth am ersten Juli-Wochenende. Schon am Freitag zuvor bieten die Trainerin und ihr Team am Rothsee ein Schnupper-Triathlon-Training an. Es wird in spielerischer Form geschwommen und gelaufen. „Jede*r der sicher schwimmen kann, ist eingeladen!,“ sagt sie. Das Training ist kostenfrei und ohne Anmeldung wahrnehmbar.
Du schwimmst sicher, läufst gerne und bist am Challenge-Wochenende vor Ort? Dann haben wir was für Dich!
Am Freitag, den 1. Juli bieten wir dir zwei Stunden voller Action und Spaß am Rothsee. Auf Dich wartet eine Kombination aus Schwimm und Lauftraining mit abwechslungsreichen Technik-, Taktik- und Spielformen in den Disziplinen Schwimmen und Laufen.
Ort: Segelzentrum am großen Rothsee vor der Station der Wasserwacht
Uhrzeit: 16:00 bis 18:30 Uhr
Alter: 9 – 14 Jahre
Material: Schwimm- und Laufbekleidung (ggf. Einteiler), Badekappe, Schwimmbrille, Laufschuhe
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/Nachwuchscamp-Training-c-Chris-Gawens.jpg5631000Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2022-06-02 05:47:142022-06-07 12:04:24Mitmach-Angebot für Kinder und Jugendliche am Challenge-Wochenende
Triathlon ist eine Freiluftsportart. Dies mussten viele der 2.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Triathlon Ingolstadt gestern am eigenen Leib erfahren. Eiskalter Regen und kühler Wind sorgte vor allem auf der Mitteldistanz über 1,9 km Schwimmen, 80 km Radfahren und 20,9 km Laufen für extreme Bedingungen. Am besten damit zurechtkamen die Zirndorferin Lena Gottwald (4:03:45 Stunden) und der Hallenser Wilhelm Hirsch (3:30:18 Stunden), die sich die Gesamtsiege und die Deutschen Meistertitel in der Eliteklasse sicherten.
„Ich habe nur gefroren und wollte fast schon aufgeben“
Lena Gottwald machte ihren Sieg im Alleingang perfekt. Die Zirndorferin startete wie die am Ende zweitplatzierte Ungarin Anna Weinhardt aus der zweiten Startgruppe und hatte mit einem starken Schwimmen den fünfminütigen Startrückstand auf die aus der ersten Gruppe startenden Mitfavoritinnen Magda Nieuwoudt (Südafrika) und der Frankfurterin Laura Chacon Biebach fast wettgemacht. Im Halbmarathon blieb Gottwald nach einem wegen der Kälte sehr langsamen Wechsel am Drücker und lief so zum Sieg und DM-Titel. Hinter Weinhardt sicherte sich Laura Chacon Biebach den dritten Platz und Rang zwei in der DM-Elitewertung. Nieuwoudt verpasste als Vierte mit nur sechs Sekunden Rückstand ganz knapp das Podium.
„Es war superhart heute. Ich habe nie gewusst, wo ich liege, denn bei dem Regen auf der Radstrecke hat man gar nicht mehr gesehen, ob dir da Männer oder Frauen entgegenkommen. Allerdings war ich auch mehr mit mir selbst beschäftigt. Auf dem Rad habe ich nur gefroren und wollte fast schon aufgeben. Beim Wechsel hatte ich riesengroße Probleme, da ich den Helm nicht aufbekam und auch nicht richtig in die Schuhe schlüpfen konnte. Nach vier Kilometern bin ich langsam aufgetaut und dann ging es eigentlich richtig gut. Ich bin dann einfach mein Tempo nach Hause gelaufen“, resümierte Lena Gottwald nach dem Rennen und ergänzt: „Dass es für mich sogar zum Titel gereicht hat freut mich umso mehr und ich schöpfe daraus enorm viel Motivation und freue mich auf die kommenden Rennen. Saisoneinstieg geglückt!“
Lena Gottwald im Ziel.
Wilhelm Hirsch kam bereits als Führender aus dem Ingolstädter Baggersee, bevor er bei einsetzendem Regen bald Gesellschaft von Thomas Ott aus Gemünden bekam. Ott ging anschließend mit knappem Vorsprung auf die Laufstrecke. Doch dahinter lauerten schon Hirsch und auch der Bayreuther Finn Große-Freese (2./3:31:57), die auf der zweiten Laufrunde noch an Ott vorbeizogen (3:32:27). „Das Schwimmen war noch das Wärmste heute. Ich kam gut aus dem Wasser. Als dann der Regen einsetzte, konnte ich meine Wattwerte nicht mehr halten und habe dann bewusst etwas rausgenommen. Beim zweiten Wechsel bekam ich wegen der Kälte die Laufschuhe nicht an. Nach ein paar Kilometern war ich dann aber warm und ich konnte die Pace bis zur Finishline richtig hochhalten“, so Wilhelm Hirsch im Ziel.
Bayerische AK-Erfolge
Aufgrund des zum Beginn des Radfahrens einsetzenden starken Regens, fiel die Lufttemperatur innerhalb kürzester Zeit unter die 10 Grad-Marke. Viele Athletinnen und Athleten hatten die äußerst kühlen Witterungsbedingungen leider unterschätzt und mussten das Rennen unterkühlt und entkräftet aufgeben. Dennoch erkämpften sich zahlreiche bayerische Athletinnen und Athleten Erfolge in ihren Altersklassen. DM-Titel gingen an Eva Schien (Tristar Regensbug, AK20), Birte Rahmsdorf (SCW München Triathlon, AK35), Matthias Ewender (SC 53 Landshut, AK40), Kerstin Hagerer (CIS Amberg, AK45) Tom Weikert (VfL Kaufering Triathlon, AK45), Hanno Nüsslein (TSV Chieming Triathlon, AK50) und Christiane Göttner (TuS Fürstenfeldbruck e.V., AK70).
Thomas Ott auf der Radstrecke
Sonne im Ziel für die Finisher auf der Olympischen und Sprintdistanz
Bei der später gestarteten Olympischen Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10,6 km Laufen) besserte sich das Wetter wieder und so konnten dort nahezu alle gestarteten Athletinnen und Athleten den Jubel an der Finishline genießen. Den Sieg sicherte sich Lokalmatador Andreas Wittmann (2:01:00) vom TSV Gaimersheim, der sich knapp vor den beiden Göppersdorfern Jonas (2:01:22) und Lukas Stengel (2:02:17) durchsetzte. Bei den Frauen ging der Sieg an Katja Schneider (2:21:37/Spiridon Frankfurt), gefolgt von Claudia Mai (2:22:51/CIS Amberg) und Anne Kirsten (2:28:25/Böhnlein Sports Bamberg).
Eine Sekundenentscheidung gab es bei den Männern auf der Sprintdistanz (0,75 km Schwimmen, 20 km Radfahren, 4,6 km Laufen). Der Kleinostheimer Tobias Erbacher holte sich Dank der besten Laufzeit in 58:17 min den Sieg vor dem Rother Elias Knoll (58:32) und Claudio Schanze (58:41) aus Erlangen. Absolut überlegen war hingegen Maja Gralki (LTC Wangen) unterwegs. Die Westallgäuerin gewann in 1:04:01 Stunden überlegen vor Kristina Kos (1:10:31/TSV Gaimersheim) und Birgit Nixdorf (1:10:39/ToNi-Bike) und konnte ihren Sieg sogar mit etwas Sonnenschein feiern.
Alle Ergebnisse des Audi Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL finden Sie hier.
Bayerische Erfolge der Altersklassen
AK20
2. Platz Herren: GROSSE-FREESE Finn (SV Bayreuth) 3. Platz Herren: OTT Thomas (ESV Gemünden)
1. Platz Damen: SCHIEN Eva (Tristar Regensburg e.V.)
AK25
1. Platz Damen: GOTTWALD Lena (TSV Zirndorf) 3. Platz Damen: BEICHE Conny (LifePark Max Ingolstadt)
AK30
2. Platz Herren: BRAEUTIGAM Tim (Spannrit Team TSG Kleinostheim)
AK35
2. Platz Herren: ZIMMERMANN David (Spannrit Team TSG Kleinostheim)
1. Platz Damen: RAHMSDORF Birte (SCW München Triathlon)
AK40
1. Platz Herren: EWENDER Matthias (SC 53 Landshut) 2. Platz Herren: STRZEZYK Peter (TG 48 Schweinfurt)
2. Platz Damen: HACKL Sonja (Tristar Regensburg
AK45
1. Platz Herren: WEIKERT Tom, VfL Kaufering Triathlon
1. Platz Damen: HAGERER Kerstin (CIS Amberg) 3. Platz Damen: REIDL Susi (TV Planegg Krailling)
AK50
1. Platz Herren: NÜßLEIN Hanno (TSV Chieming Triathlon)
AK55
2. Platz Herren: STILLER Frank (Team Baier Landshut e.V.) 3. Platz Herren: DIEPOLD Josef (SC-Delphin Ingolstadt)
AK65
2. Platz Herren: DITTMAR Volker (TV Fürth 1860) 3. Platz Herren: SCHUR Wolfgang (Geh-Punkt Weißenburg e.V.)
AK70
1. Platz Damen: GÖTTNER Christiane (TuS Fürstenfeldbruck e.V.)
Text: Triathlon Ingolstadt; Anpassungen: Christine Waitz; Fotos: Harald Eggebrecht
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/DM_MD_Elite_Top3-scaled.jpg17032560Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2022-05-30 15:20:122022-05-31 11:37:41Audi Triathlon Ingolstadt : Eisenharter Kampf gegen die Elemente
Im polnischen Olsztyn fanden am gestrigen Samstag die Europameisterschaften über die Supersprint-Distanz statt. Für deutsche Athletinnen und Athleten gab es überragende acht Mal Edelmetall, darunter fünf Titel. Im Elite-/U23-Bereich gingen sogar drei der vier Goldmedaillen nach Deutschland. Eine davon ging nach Bayern: Simon Henseleit, Athlet des Bundesstützpunkt Triathlon in Nürnberg, errang den EM-Titel in der U23. Im Gesamtklassement der Elite-Starter wurde der gebürtige Schongauer darüber hinaus Fünfter.
Simon Henseleit im Sprint gegen Simon Westermann
Bereits am Freitag erreichte Henseleit im Vorlauf nach einem Zielsprint gegen den Schweizer Simon Westermann Platz Drei. Am Tag darauf gelang ihm dann sein bisher wohl größter Erfolg, zu dem er meint: „Es war ein Top-Rennen. Ich kann es noch nicht fassen, dass ich U23-Europameister geworden bin. Es lief von Anfang an. Ich bin vorne mitgeschwommen, habe versucht das Rennen auf dem Rad zu bestimmen und konnte als Erster auf die Laufstrecke gehen. Ich habe mich dann dort festgebissen und hatte sogar noch ein paar Körner für den Sprint um Platz fünf übrig.“
Darüber hinaus sicherte sich Valentin Wernz in der Hauptklasse seinen ersten EM-Titel und feierte damit nach einem nicht optimal verlaufenen Jahr 2021 einen starken Erfolg. Im Eliterennen der Frauen gab es einen deutschen Doppelsieg durch Nina Eim, die sich erstmals eine europäische Krone aufsetzte, und Lena Meißner. Eim setzte sich bei dem über zwei Runden (Vorlauf und Finale) über jeweils 300 Meter Schwimmen, 8 Kilometer Radfahren und 2 Kilometer Laufen ausgetragenen Titelkämpfen in 25:12 Minuten mit vier Sekunden Vorsprung vor Meißner durch. Die Erlangenerin Tanja Neubert erreichte Platz 30 im Gesamtklassement und Rang 19 in der U23-Wertung.
Gold für Nachwuchs-Staffel und Para-Triathlon-Ass
Im Juniorenbereich gewann Deutschland zum dritten Mal in Folge den Titel im Mixed Relay. Jaspar Ortfeld, Julia Bröcker, Fabian Schönke und Jule Behrens gewannen vor Frankreich und den Briten. Der zweimalige Paralympics-Sieger Martin Schulz fügte seiner beeindruckend sportlichen Vita einen weiteren Erfolg hinzu und sich sicherte sich in Olsztyn den Europameistertitel in der Startklasse PTS5. Es ist sein insgesamt zehnter EM-Titel.
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/image3-scaled.jpeg24112560Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2022-05-29 18:06:082022-05-29 18:06:10Europameister-Titel für Simon Henseleit
Seit 2001 gibt es den Triathlon im Kommunaldreieck Burgkurstadt – Altenkurstadt – Weismain. Zwei Jahre lang musste das Rennen nun pausieren, doch dieses Jahr präsentiert Organisator Helmut Dorsch mit seinem Team die zwanzigste Ausgabe des oberfränkischen Wettkampfs. Gemeinsam mit dem Orga Team des TV Strössendorf steht er in den letzten Zügen der Vorbereitung zur Jubiläumsveranstaltung, die auch die Bayerischen Meisterschaften im Para-Triathlon präsentiert.
Würdigung für besondere Verdienste im Triathlonsport
Im Rahmen des Events wird Helmut Dorsch auch für seine Verdienste am Triathlon-Sport durch BTV-Präsidenten Gerd Rucker und Bezirksvorsitzenden Stefan Leidenberger ausgezeichnet.
„Ich kenne Helmut seit etwa zehn Jahren als sehr engagierten Veranstalter und Organisator des Triathlon in Altenkunstadt“, blickt Gerd Rucker zurück. „Viele Bemerkenswerte Momente zeichnen unsere Zusammenarbeit seither aus: Nach dem Aus des Kulmbacher Triathlon 2017 sprang Helmut als Orgaleiter ein und organisierte den „Kapuziner Alkoholfrei Triathlon“ am Trebgaster See mit neuer Radstrecke. Gleichzeitig war diese Veranstaltung der Startschuss für ein weiteres Rennen der 2. Bundesliga Süd in Bayern. Die Verantwortlichen der DTU waren begeistert von dem Rennen, sodass man bis heute dort Halt macht. Als Kommentator für Liga-Wettkämpfe und verschiede Bayerische Meisterschaften fiel mir Helmut immer wieder als Triathlon Experte auf. Zu würdigen ist auch sein Engagement im Behindertensport.“
Helmut Dorsch, Moderator Triathlon Liga Bayern, links im Bild
Die Ehrung erfolgt vor dem Start am Pfingstsonntag.
Was motiviert Menschen wie Helmut Dorsch zu solch außergewöhnlichem Engagement? Wir haben nachgefragt!
Hallo Helmut,
es war, wie für viele andere Rennen, eine lange Durststrecke bis zum Re-Start. Du kannst mit Deinem Team gleich mehrfach motiviert rangehen. Neben dem Jubiläum feiert ihr eine Neuauflage mit neuem Hauptsponsor. Was verbindet euch und wie kamt ihr zusammen?
Der Kontakt kam eigentlich über mehrere Personen Zustande. Dann waren es noch ein paar nette Gespräche mit der Geschäftsführung von REGIOMED und jetzt sind wir Partner.
Auf ein Volksdistanzrennen über 0,5 km Schwimmen, 20 km Radfahren und sieben Kilometer Laufen, eine Olympische Distanz und die seltene Para-Triathlon-Wertung dürfen sich Teilnehmende und Zuschauende am Sonntag, den 5. Juni freuen. Worauf freust Du dich besonders?
Erst einmal, dass wieder Triathlon im Kommunendreieck Burgkunstadt, Altenkunstadt, Weismain möglich ist und dass wieder viele nette engagierte Menschen an diesem Tag zusammen kommen!
Mit der Para-Triathlon-Wertung, die in diesem Jahr Bayerische Meisterschaft ist, habt ihr seit Jahren ein außergewöhnliches Angebot im Programm. Warum bereichert diese Wertung das Event?
Para-Sport, in welchem Bereich auch immer, sollte überall eine Bedeutung finden. Das ist ein Teil unserer Gesellschaft und eine wichtige Botschaft!
Seit 20 Jahren findet euer Rennen am Pfingstsonntag statt. Schwimmen im Weismain, radeln auf einem selektiven Rundkurs, Zieleinlauf mit Musik auf dem Marktplatz. Seit Anbeginn bist Du Orga-Leiter. Worauf blickst du besonders stolz zurück?
Auf viele tolle Veranstaltungen mit vielen netten Menschen ob Wettkämpfer*innen oder Zuschauer*innen und ganz besonders auf die unzähligen helfenden Hände, die uns seit 20 Jahren begleiten und verbinden.
Was nehmt ihr euch als Orga-Team für die nächsten Jahre vor und welche Projekte möchtet ihr im Rahmen des Rennens gerne noch umsetzen?
Den Triathlonsport weiterhin als Breitensport zu etablieren und die Gesundheit eines jeden Einzelnen damit zu fördern.
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/4508KAG-scaled.jpg18832560Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2022-05-28 06:48:002022-05-29 19:52:31Jubiläum in Altenkunstadt mit BM Paratriathlon
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Deutsche Meisterschaft Mixed Relay Berlin: Würzburg und Erlangen erfolgreich
VereineVier Mal 250 m Schwimmen, 5,2 km Radfahren, 1,7 km Laufen galt es bei den Deutschen Meisterschaften Mixed Relay in Berlin zu absolvieren. Zwei bayerische Mannschaften schickten dort ihre Besetzung in der Reihenfolge Mann, Frau, Mann, Frau in das Rennen: Der SV05 Würzburg mit Markus Klinder, Jule Resselberger, Manuel Lessing und Vera Nickel, sowie der TV 1848 Erlangen mit Jannik Hoffmann, Juliane Möllers, Pablo Warter Rubio und Simone Kraft. Es ging um nichts weniger als die Frage, wer das schnellste Team in Deutschland ist.
Kopf an Kopf der bayerischen Teams
Mit Rang sieben für die Würzburger und Rang acht für die Erlangener kamen beachtliche Ergebnisse zustande.
Als erster der Würzburger startete Markus Klinder, der auf Platz 10 an Jule Resselberger übergab. Seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter, Jule Resselberger, Manuel Lessing und Vera Nickel, konnten sich im Rennverlauf auf einen beachtlichen siebten Platz nach vorne arbeiten. „Eine starke Leistung der Vier!“, kommentiert der Verein auf seiner Website.
Chance für das Team aus Erlangen
„Über die Chance als Team aus der zweiten Triathlon Bundesliga wieder bei der Deutschen Mixed Team Relay im Rahmen der Finals teilnehmen zu dürfen, haben wir uns sehr gefreut,“ berichtet Juliane Möllers. „Im letzten Jahr war das Event ja leider sehr durch Corona Maßnahmen beschränkt. Dafür hat der Veranstalter dieses Jahr gleich doppelt einen draufgesetzt. Wir waren von dem Aufwand sehr begeistert: Der komplette Parkplatz vor dem olympischen Stadion war zu einem riesigen Triathlonschauplatz umfunktioniert. Überall waren an den Absperrungen Banner mit dem Logo der Finals und Sponsoren befestigt. Im Wechselbereich wurde eine riesige Tribüne aufgebaut. Auf dem selben Weg lag auch der lange blaue Teppich für den Zieleinlauf, direkt vor den olympischen Ringen des Stadions.“
Das Team aus Erlangen hatte in der Vorbereitung etwas Pech: Krankheit, Corona und eine Oberschenkelzerrung. Deswegen standen die Vier Sportler*innen unter dem Motto am Start: Hauptsache dabei sein, Spaß haben und die olympische Atmosphäre genießen. „Die geänderte Startreihenfolge, in der ein Mann startet und eine Frau ins Ziel läuft, bedingt eine ganz andere Renndynamik und Taktik“, erklärt Möllers die im Vergleich zum Vorjahr geänderten Bedingungen.
Starker Start
Der Startschuss fiel und Jannik Hoffmann ging ins Rennen. Er zeigte starke Leistung zum Auftakt. Als er als Sechster zum Wechsel kam, entlockte die Leistung seinen Mitstreiter*innen Freudensprünge. „Das gab mir gleich noch mehr Motivation für mein Rennen, da es völlig unerwartet kam“, berichtet Juliane Möllers und fügt hinzu: „Leider musste ich im Laufen eine Athletin aus Köln ziehen lassen und übergab an siebter Position liegend. Doch Pablo und Simone bildeten ein starkes Schlusslicht und so reichte es am Ende für Platz acht.“ – Eine Platzierung, mit der die Mittelfranken sehr zufrieden sind. „Das lag weit über unseren Erwartungen.“ Ein Dank an die Team Sponsoren (Puma und die Fahrradecke), schließt Juliane Möllers gleich noch an.
Fotos: Georg Schneider
Meisterschaften en Masse beim Triathlon in Trebgast – Elite sucht die Schnellsten auf der Sprintdistanz
VeranstaltungenNach der Bayerischen Meisterschaft im Sprint in Erding geht es am 26. Juni auch für die Elite-Athletinnen und Athleten über die Distanz von 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen um die Meisterwürde. In diesem Jahr werden erneut beim Traditionsrennen in Trebgast die Schnellsten der Schnellen gesucht. Zuschauen lohnt sich.
Taktik und Tempo
Denn das Rennen der Elite wird, im Gegensatz zu den Altersklassenrennen, mit Windschattenfreigabe durchgeführt. Die Möglichkeit, wie im Radsport im Pulk zu fahren, bringt zusätzliche Dynamik und eine taktische Komponente in das Wettkampfgeschehen. Wer schafft nach dem Schwimmen den Sprung in die Führungsgruppe? Funktioniert eine Gruppe gut, sodass die Verfolger keine Chance haben, oder sie an die vorhergehende Gruppe Anschluss finden kann? Wer kann wertvolle Kräfte schonen, um beim abschließenden Lauf das entscheidende Quäntchen Energie für den Schlussspurt zu haben?
Die Teilnehmenden der BM starten in einer separaten Startwelle mit den Sportlern der Regionalliga vor dem Breitensportwettkampf. Los geht es traditionell am Trebgaster Badesee. Die zehn Kilometer lange Radstrecke führt in einem mehrmals zu durchfahrenden Rundkurs über Lindau und Waldau zurück an das Naherholungsgebiet. Von dort aus geht es in den Laufschuhen um den See.
Weitere Meisterschafts-Rennen
Benedikt Deichsel, der Organisator des Rennens freut sich bereits auf ein spannendes Renngeschehen und das vielfältige Wettkampfprogramm: „Wir freuen uns sehr darüber, die Bayerischen Meisterschaften bei unserem Triathlon in Trebgast zu Gast zu haben. Darüber hinaus heißen wir auch die Deutsche Meisterschaft der Justiz und die Deutsche Meisterschaft der Gehörlosen Willkommen.“ Hiermit einen Beitrag zur Inklusion im Triathlonsport leisten zu können ist den Organisatoren sehr wichtig.
Neben den Landesmeisterschaften macht zudem auch die 2. Bundesliga Süd in Trebgast halt, um Punkte für die Ligawertung zu sammeln. Auch hier werden spannende Zweikämpfe und ein schnelles Rennen um die Podiumsplätze erwartet.
Fotos:
Neu-Ausbildung für Kampfrichter*innen
OberbayernAm 10. Juli 2022 von 9 Uhr bis 17 Uhr, mitten in der Wettkampf-Saison, laden wir zu einer Kampfrichter-Ausbildung ein.
Wir sprechen Interessierte aus den bayerischen Vereinen an, die bereits Wettkampferfahrung haben, sei es als Athlet*in oder als Veranstalter*in, oder die unseren schönen Sport aus einem anderen Blickwinkel kennenlernen wollen. Kampfrichter*innen sorgen im Verlauf eines Wettbewerbs für die Sicherheit und Fairness unter den Teilnehmer*innen.
In dem eintägigen Workshop vermitteln wir euch das nötige Knowhow, um mit dem gebotenen Augenmaß auf das Einhalten der Spielregeln achten zu können.
Meldet Euch beim Kampfrichter-Obmann des Bezirks Oberbayern kro-obb@triathlonbayern.de oder bei Eurem Verein. Hier bekommt ihr alle Details.
Para-Triathlon Weltmeister Martin Schulz startet am Memmert Rothsee Triathlon
Paratriathlon, VeranstaltungenGerade erst konnte Para-Triathlet Martin Schulz seinen zehnten EM Titel in Folge feiern, nun kündigt sich der 32-jährige zweifache Olympiasieger zum Memmert Rothsee Triathlon an.
Para-Triathlon ist der Teil des Triathlons, in dem Menschen mit Behinderung in verschiedenen Wertungsklassen teilnehmen. Im Fall von Martin Schulz nennt sich die Klasse „PT4 – moderate Beeinträchtigung“. Das bedeutet, dass er eine unterstützende Vorrichtung am Rad nutzen kann, ansonsten aber keine weiteren Hilfsmittel. Martin Schulz fehlt seit Geburt der linke Unterarm. Schon mit sechs kam er zum Schwimmsport, später entwickelte er sich im Triathlon zum Ausnahmesportler und sammelt seither Welt- und Europameistertitel ebenso wie Olympia und zahlreiche weitere Medaillen.
Zu erwarten ist, dass der Sport- und Fitnesskaufmann unter den schnellsten Sportlern der Kurzdistanz aus dem Wasser kommt und auch in der Folge ganz vorne mitmischt. „Ich wollte unbedingt an diesem Wochenende ein Rennen machen. Der Triathlon am Rothsee ist ja sehr bekannt und meistens ist die Konkurrenz dort auch sehr gut, was mir wichtig war. Ich finde die Gegend und den Rothsee sehr schön und die Anreise aus Leipzig ist nicht zu weit!,“ begründet er die Entscheidung.
Foto: Pitch This GmbH
Bayerische Meisterschaft Sprint der Altersklassen in Erding
VeranstaltungenDie 27. Auflage des Stadttriathlon Erding erwartet Sportler*innen am Sonntag, den 19. Juni 2022. Das Rennen in Oberbayern ist Magnet für Nachwuchssportler*innen ebenso wie für Einsteiger*innen und Ambitionierte. Denn neben den Kinderrennen gibt es eine Volksdistanz, eine Olympische Distanz (1,5 km/ 40 km/ 10 km) und die Bayerischen Altersklassen-Meisterschaften über die Sprintdistanz.
Das Naherholungsgebiet Erding Nord und der Kronthaler Weiher sind Ausgangspunkt für die Wettkämpfe. Eine rasante Wendepunktstrecke wartet in der zweiten Disziplin auf die Startenden, bevor die Laufstrecke hinein in die Innenstadt führt, wo zweifelsohne mit dem belebten Ziel-Areal das Highlight des Tages wartet.
„In diesem Jahr haben wir ein weiteres besonderes Highlight für unsere Athleten, denn sie dürfen das Schwedenlager durchlaufen. Rund alle fünf Jahre spielt die Laienspielgruppe Altenerding den Überfall der Schweden in Erding anno 1642 nach – mitten auf unserer Laufstrecke. Also mussten wir flexibel sein, was für die Läufer letztendlich zu einem einmaligen Erlebnis werden dürfte,“ kündigt Jürgen Feyerabend-Syré, Gesamtkoordinator des Rennens, an.
Anpassung der Strecke für Bayerische Meisterschaft
„Neu ist, dass wir für die Bayerischen Meisterschaften auf der Sprintdistanz die Schwimmstrecke auf 750 Meter verlängert haben. Das ist eine klare Abgrenzung zur Volksdistanz mit 400 Metern und somit eine größere Herausforderung an die Athleten*innen!,“ sagt Martin Schönfelder, Ressortleiter Wechselzone und Teil der Hauptorganisation.
Egal, ob in der BM-Wertung oder nicht, unter allen Finishern wird einer der begehrten Startplätze beim Inferno-Triathlon verlost, denn der Stadttriathlon Erding und Inferno Triathlon Mürren (www.inferno.ch) gehen seit 2018 gemeinsame Wege. „Wir freuen uns sehr, dass uns mit dem Inferno Triathlon in der Schweiz eine dauerhafte Partnerschaft verbindet und wir auch in diesem Jahr einen Gaststarter des Schweizer Triathlons im August zum Warm-up bei uns in Erding beim Stadttriathlon begrüßen können,“ sagt Sirko Papperitz, Geschäftsführer der Trisport Erding Event GmbH.
Die Anmeldung ist noch bis 12. Juni hier möglich.
Foto: Fotografie Riedel
Bayerische Meisterschaft Para-Triathlon: Triathlon ist für alle; Helmut Dorsch für Engagement geehrt
Paratriathlon, VeranstaltungenNur zwei Para-Triathlet*innen fanden ihren Weg zu den Bayerischen Meisterschaften Para-Triathlon im Rahmen des REGIOMED Main Triathlon im Kommunen-Dreieck Altenkunstadt, Burgkunstadt, Weismain. Und doch war das Rennen ein voller Erfolg. Denn die beiden Teilnehmenden erreichten die Ziellinie des Wettkampfes sichtlich begeistert und zeigten eindrucksvoll, dass Triathlon eine Sportart ist, die sich mit (fast) jeder Voraussetzung meistern lässt. Andererseits finishten gemeinsam mit den beiden BM-Teilnehmenden rund 160 weitere Sportler*innen.
Auszeichnung von Helmut Dorsch für seine Verdienste am Triathlonsport
Dass die Veranstaltung nach durchaus schweren und unsicheren Jahren noch existiert, dass gerade ein solch kleines Rennen reizvoll ist und dass dort auch Wertungen zu finden sind, die sonst selten angeboten werden, dafür ist Veranstalter Helmut Dorsch federführend verantwortlich. Dafür und für viele weitere positive Momente im Triathlonsport in Bayern und im Leben von (angehenden) Sportler*innen.
Eine der herausragenden Qualitäten Helmut Dorschs, so BTV-Präsident Gerd Rucker bei der Auszeichnung, sei seine Fähigkeit Menschen – Sportler*innen, Helfer*innen, Interessierte – zu motivieren. Triathlon Urgestein Gerhard Müller hatte extra zum Anlass sein umfangreiches Archiv durchsucht und hatte das Finisher–Shirt, die Ergebnislisten und einen Zeitungsartikel der allerersten Auflage der Veranstaltung dabei.
Die Ehrung, die Übergabe des Präsentkorbs und das Umhängen der Medaille nahm Helmut Dorsch gerührt und nahezu sprachlos entgegen. „Die Goldmedaille gebührt nicht mir, sondern genauso all denjenigen, die sich schon seit Jahren mit einsetzen und mich unterstützen“, gibt er die Auszeichnung auch an seine Mitstreiter*innen weiter.
Chris Kolbeck Bayerischer Meister
Doch zurück zu denen, die an dem Tag sportliche Höchstleistung vollbrachten: Den Titel über die Distanz von 200m Schwimmen, 20km Radfahren und sieben Kilometer Laufen sicherte sich Chris Kohlbeck vom TV Burglengenfeld in 1:36:36. Neben ihm war Para-Sportlerin Susanne Böhme (PS Karlsruhe Triathlon) am Start, die in 2:07:20 finishte.
Das Kurzdistanz-Rennen gewannen Anna-Lena Klee (TSV Mellrichstadt) und Tom Hug (SV Bayreuth). Den ersten Platz im Jedermann Rennen holten Luna Sommerfeld als eine der jüngsten Teilnehmerinnen und Patrick Kilian (Tristar Regensburg) .
Alle Ergebnisse des Rennens finden Sie hier.
Fotos: Stefan Leidenberger
Mitmach-Angebot für Kinder und Jugendliche am Challenge-Wochenende
Jugendsport„Hauptsache Spaß an der Bewegung!“ Hanna Kraus kümmert sich im Bayerischen Triathlon-Verband um Angebote für den Nachwuchs, die Jede*n zum Mitmachen motivieren. Egal, ob in Vereinen, am BSP Nürnberg oder zu besonderen Anlässen. Einer dieser Anlässe ist der Challenge Roth am ersten Juli-Wochenende. Schon am Freitag zuvor bieten die Trainerin und ihr Team am Rothsee ein Schnupper-Triathlon-Training an. Es wird in spielerischer Form geschwommen und gelaufen. „Jede*r der sicher schwimmen kann, ist eingeladen!,“ sagt sie. Das Training ist kostenfrei und ohne Anmeldung wahrnehmbar.
Du schwimmst sicher, läufst gerne und bist am Challenge-Wochenende vor Ort? Dann haben wir was für Dich!
Am Freitag, den 1. Juli bieten wir dir zwei Stunden voller Action und Spaß am Rothsee. Auf Dich wartet eine Kombination aus Schwimm und Lauftraining mit abwechslungsreichen Technik-, Taktik- und Spielformen in den Disziplinen Schwimmen und Laufen.
Fragen beantwortet Hanna Kraus unter coachthecoach@triathlonbayern.de
Hier gibt es den Flyer zum Download.
Audi Triathlon Ingolstadt : Eisenharter Kampf gegen die Elemente
BreitensportTriathlon ist eine Freiluftsportart. Dies mussten viele der 2.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Triathlon Ingolstadt gestern am eigenen Leib erfahren. Eiskalter Regen und kühler Wind sorgte vor allem auf der Mitteldistanz über 1,9 km Schwimmen, 80 km Radfahren und 20,9 km Laufen für extreme Bedingungen. Am besten damit zurechtkamen die Zirndorferin Lena Gottwald (4:03:45 Stunden) und der Hallenser Wilhelm Hirsch (3:30:18 Stunden), die sich die Gesamtsiege und die Deutschen Meistertitel in der Eliteklasse sicherten.
„Ich habe nur gefroren und wollte fast schon aufgeben“
Lena Gottwald machte ihren Sieg im Alleingang perfekt. Die Zirndorferin startete wie die am Ende zweitplatzierte Ungarin Anna Weinhardt aus der zweiten Startgruppe und hatte mit einem starken Schwimmen den fünfminütigen Startrückstand auf die aus der ersten Gruppe startenden Mitfavoritinnen Magda Nieuwoudt (Südafrika) und der Frankfurterin Laura Chacon Biebach fast wettgemacht. Im Halbmarathon blieb Gottwald nach einem wegen der Kälte sehr langsamen Wechsel am Drücker und lief so zum Sieg und DM-Titel. Hinter Weinhardt sicherte sich Laura Chacon Biebach den dritten Platz und Rang zwei in der DM-Elitewertung. Nieuwoudt verpasste als Vierte mit nur sechs Sekunden Rückstand ganz knapp das Podium.
„Es war superhart heute. Ich habe nie gewusst, wo ich liege, denn bei dem Regen auf der Radstrecke hat man gar nicht mehr gesehen, ob dir da Männer oder Frauen entgegenkommen. Allerdings war ich auch mehr mit mir selbst beschäftigt. Auf dem Rad habe ich nur gefroren und wollte fast schon aufgeben. Beim Wechsel hatte ich riesengroße Probleme, da ich den Helm nicht aufbekam und auch nicht richtig in die Schuhe schlüpfen konnte. Nach vier Kilometern bin ich langsam aufgetaut und dann ging es eigentlich richtig gut. Ich bin dann einfach mein Tempo nach Hause gelaufen“, resümierte Lena Gottwald nach dem Rennen und ergänzt: „Dass es für mich sogar zum Titel gereicht hat freut mich umso mehr und ich schöpfe daraus enorm viel Motivation und freue mich auf die kommenden Rennen. Saisoneinstieg geglückt!“
Wilhelm Hirsch kam bereits als Führender aus dem Ingolstädter Baggersee, bevor er bei einsetzendem Regen bald Gesellschaft von Thomas Ott aus Gemünden bekam. Ott ging anschließend mit knappem Vorsprung auf die Laufstrecke. Doch dahinter lauerten schon Hirsch und auch der Bayreuther Finn Große-Freese (2./3:31:57), die auf der zweiten Laufrunde noch an Ott vorbeizogen (3:32:27). „Das Schwimmen war noch das Wärmste heute. Ich kam gut aus dem Wasser. Als dann der Regen einsetzte, konnte ich meine Wattwerte nicht mehr halten und habe dann bewusst etwas rausgenommen. Beim zweiten Wechsel bekam ich wegen der Kälte die Laufschuhe nicht an. Nach ein paar Kilometern war ich dann aber warm und ich konnte die Pace bis zur Finishline richtig hochhalten“, so Wilhelm Hirsch im Ziel.
Bayerische AK-Erfolge
Aufgrund des zum Beginn des Radfahrens einsetzenden starken Regens, fiel die Lufttemperatur innerhalb kürzester Zeit unter die 10 Grad-Marke. Viele Athletinnen und Athleten hatten die äußerst kühlen Witterungsbedingungen leider unterschätzt und mussten das Rennen unterkühlt und entkräftet aufgeben. Dennoch erkämpften sich zahlreiche bayerische Athletinnen und Athleten Erfolge in ihren Altersklassen. DM-Titel gingen an Eva Schien (Tristar Regensbug, AK20), Birte Rahmsdorf (SCW München Triathlon, AK35), Matthias Ewender (SC 53 Landshut, AK40), Kerstin Hagerer (CIS Amberg, AK45) Tom Weikert (VfL Kaufering Triathlon, AK45), Hanno Nüsslein (TSV Chieming Triathlon, AK50) und Christiane Göttner (TuS Fürstenfeldbruck e.V., AK70).
Sonne im Ziel für die Finisher auf der Olympischen und Sprintdistanz
Bei der später gestarteten Olympischen Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10,6 km Laufen) besserte sich das Wetter wieder und so konnten dort nahezu alle gestarteten Athletinnen und Athleten den Jubel an der Finishline genießen. Den Sieg sicherte sich Lokalmatador Andreas Wittmann (2:01:00) vom TSV Gaimersheim, der sich knapp vor den beiden Göppersdorfern Jonas (2:01:22) und Lukas Stengel (2:02:17) durchsetzte. Bei den Frauen ging der Sieg an Katja Schneider (2:21:37/Spiridon Frankfurt), gefolgt von Claudia Mai (2:22:51/CIS Amberg) und Anne Kirsten (2:28:25/Böhnlein Sports Bamberg).
Eine Sekundenentscheidung gab es bei den Männern auf der Sprintdistanz (0,75 km Schwimmen, 20 km Radfahren, 4,6 km Laufen). Der Kleinostheimer Tobias Erbacher holte sich Dank der besten Laufzeit in 58:17 min den Sieg vor dem Rother Elias Knoll (58:32) und Claudio Schanze (58:41) aus Erlangen. Absolut überlegen war hingegen Maja Gralki (LTC Wangen) unterwegs. Die Westallgäuerin gewann in 1:04:01 Stunden überlegen vor Kristina Kos (1:10:31/TSV Gaimersheim) und Birgit Nixdorf (1:10:39/ToNi-Bike) und konnte ihren Sieg sogar mit etwas Sonnenschein feiern.
Alle Ergebnisse des Audi Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL finden Sie hier.
Bayerische Erfolge der Altersklassen
AK20
2. Platz Herren: GROSSE-FREESE Finn (SV Bayreuth)
3. Platz Herren: OTT Thomas (ESV Gemünden)
1. Platz Damen: SCHIEN Eva (Tristar Regensburg e.V.)
AK25
1. Platz Damen: GOTTWALD Lena (TSV Zirndorf)
3. Platz Damen: BEICHE Conny (LifePark Max Ingolstadt)
AK30
2. Platz Herren: BRAEUTIGAM Tim (Spannrit Team TSG Kleinostheim)
AK35
2. Platz Herren: ZIMMERMANN David (Spannrit Team TSG Kleinostheim)
1. Platz Damen: RAHMSDORF Birte (SCW München Triathlon)
AK40
1. Platz Herren: EWENDER Matthias (SC 53 Landshut)
2. Platz Herren: STRZEZYK Peter (TG 48 Schweinfurt)
2. Platz Damen: HACKL Sonja (Tristar Regensburg
AK45
1. Platz Herren: WEIKERT Tom, VfL Kaufering Triathlon
1. Platz Damen: HAGERER Kerstin (CIS Amberg)
3. Platz Damen: REIDL Susi (TV Planegg Krailling)
AK50
1. Platz Herren: NÜßLEIN Hanno (TSV Chieming Triathlon)
AK55
2. Platz Herren: STILLER Frank (Team Baier Landshut e.V.)
3. Platz Herren: DIEPOLD Josef (SC-Delphin Ingolstadt)
AK65
2. Platz Herren: DITTMAR Volker (TV Fürth 1860)
3. Platz Herren: SCHUR Wolfgang (Geh-Punkt Weißenburg e.V.)
AK70
1. Platz Damen: GÖTTNER Christiane (TuS Fürstenfeldbruck e.V.)
Text: Triathlon Ingolstadt; Anpassungen: Christine Waitz; Fotos: Harald Eggebrecht
Europameister-Titel für Simon Henseleit
LeistungssportIm polnischen Olsztyn fanden am gestrigen Samstag die Europameisterschaften über die Supersprint-Distanz statt. Für deutsche Athletinnen und Athleten gab es überragende acht Mal Edelmetall, darunter fünf Titel. Im Elite-/U23-Bereich gingen sogar drei der vier Goldmedaillen nach Deutschland. Eine davon ging nach Bayern: Simon Henseleit, Athlet des Bundesstützpunkt Triathlon in Nürnberg, errang den EM-Titel in der U23. Im Gesamtklassement der Elite-Starter wurde der gebürtige Schongauer darüber hinaus Fünfter.
Bereits am Freitag erreichte Henseleit im Vorlauf nach einem Zielsprint gegen den Schweizer Simon Westermann Platz Drei. Am Tag darauf gelang ihm dann sein bisher wohl größter Erfolg, zu dem er meint: „Es war ein Top-Rennen. Ich kann es noch nicht fassen, dass ich U23-Europameister geworden bin. Es lief von Anfang an. Ich bin vorne mitgeschwommen, habe versucht das Rennen auf dem Rad zu bestimmen und konnte als Erster auf die Laufstrecke gehen. Ich habe mich dann dort festgebissen und hatte sogar noch ein paar Körner für den Sprint um Platz fünf übrig.“
Darüber hinaus sicherte sich Valentin Wernz in der Hauptklasse seinen ersten EM-Titel und feierte damit nach einem nicht optimal verlaufenen Jahr 2021 einen starken Erfolg. Im Eliterennen der Frauen gab es einen deutschen Doppelsieg durch Nina Eim, die sich erstmals eine europäische Krone aufsetzte, und Lena Meißner. Eim setzte sich bei dem über zwei Runden (Vorlauf und Finale) über jeweils 300 Meter Schwimmen, 8 Kilometer Radfahren und 2 Kilometer Laufen ausgetragenen Titelkämpfen in 25:12 Minuten mit vier Sekunden Vorsprung vor Meißner durch. Die Erlangenerin Tanja Neubert erreichte Platz 30 im Gesamtklassement und Rang 19 in der U23-Wertung.
Gold für Nachwuchs-Staffel und Para-Triathlon-Ass
Im Juniorenbereich gewann Deutschland zum dritten Mal in Folge den Titel im Mixed Relay. Jaspar Ortfeld, Julia Bröcker, Fabian Schönke und Jule Behrens gewannen vor Frankreich und den Briten.
Der zweimalige Paralympics-Sieger Martin Schulz fügte seiner beeindruckend sportlichen Vita einen weiteren Erfolg hinzu und sich sicherte sich in Olsztyn den Europameistertitel in der Startklasse PTS5. Es ist sein insgesamt zehnter EM-Titel.
Die Ergebnisse finden Sie hier.
Fotos: Sven Seele
Jubiläum in Altenkunstadt mit BM Paratriathlon
Paratriathlon, VeranstaltungenSeit 2001 gibt es den Triathlon im Kommunaldreieck Burgkurstadt – Altenkurstadt – Weismain. Zwei Jahre lang musste das Rennen nun pausieren, doch dieses Jahr präsentiert Organisator Helmut Dorsch mit seinem Team die zwanzigste Ausgabe des oberfränkischen Wettkampfs. Gemeinsam mit dem Orga Team des TV Strössendorf steht er in den letzten Zügen der Vorbereitung zur Jubiläumsveranstaltung, die auch die Bayerischen Meisterschaften im Para-Triathlon präsentiert.
Würdigung für besondere Verdienste im Triathlonsport
Im Rahmen des Events wird Helmut Dorsch auch für seine Verdienste am Triathlon-Sport durch BTV-Präsidenten Gerd Rucker und Bezirksvorsitzenden Stefan Leidenberger ausgezeichnet.
„Ich kenne Helmut seit etwa zehn Jahren als sehr engagierten Veranstalter und Organisator des Triathlon in Altenkunstadt“, blickt Gerd Rucker zurück. „Viele Bemerkenswerte Momente zeichnen unsere Zusammenarbeit seither aus: Nach dem Aus des Kulmbacher Triathlon 2017 sprang Helmut als Orgaleiter ein und organisierte den „Kapuziner Alkoholfrei Triathlon“ am Trebgaster See mit neuer Radstrecke. Gleichzeitig war diese Veranstaltung der Startschuss für ein weiteres Rennen der 2. Bundesliga Süd in Bayern. Die Verantwortlichen der DTU waren begeistert von dem Rennen, sodass man bis heute dort Halt macht. Als Kommentator für Liga-Wettkämpfe und verschiede Bayerische Meisterschaften fiel mir Helmut immer wieder als Triathlon Experte auf. Zu würdigen ist auch sein Engagement im Behindertensport.“
Die Ehrung erfolgt vor dem Start am Pfingstsonntag.
Was motiviert Menschen wie Helmut Dorsch zu solch außergewöhnlichem Engagement? Wir haben nachgefragt!
Hallo Helmut,
es war, wie für viele andere Rennen, eine lange Durststrecke bis zum Re-Start. Du kannst mit Deinem Team gleich mehrfach motiviert rangehen. Neben dem Jubiläum feiert ihr eine Neuauflage mit neuem Hauptsponsor. Was verbindet euch und wie kamt ihr zusammen?
Der Kontakt kam eigentlich über mehrere Personen Zustande. Dann waren es noch ein paar nette Gespräche mit der Geschäftsführung von REGIOMED und jetzt sind wir Partner.
Auf ein Volksdistanzrennen über 0,5 km Schwimmen, 20 km Radfahren und sieben Kilometer Laufen, eine Olympische Distanz und die seltene Para-Triathlon-Wertung dürfen sich Teilnehmende und Zuschauende am Sonntag, den 5. Juni freuen. Worauf freust Du dich besonders?
Erst einmal, dass wieder Triathlon im Kommunendreieck Burgkunstadt, Altenkunstadt, Weismain möglich ist und dass wieder viele nette engagierte Menschen an diesem Tag zusammen kommen!
Mit der Para-Triathlon-Wertung, die in diesem Jahr Bayerische Meisterschaft ist, habt ihr seit Jahren ein außergewöhnliches Angebot im Programm. Warum bereichert diese Wertung das Event?
Para-Sport, in welchem Bereich auch immer, sollte überall eine Bedeutung finden. Das ist ein Teil unserer Gesellschaft und eine wichtige Botschaft!
Seit 20 Jahren findet euer Rennen am Pfingstsonntag statt. Schwimmen im Weismain, radeln auf einem selektiven Rundkurs, Zieleinlauf mit Musik auf dem Marktplatz. Seit Anbeginn bist Du Orga-Leiter. Worauf blickst du besonders stolz zurück?
Auf viele tolle Veranstaltungen mit vielen netten Menschen ob Wettkämpfer*innen oder Zuschauer*innen und ganz besonders auf die unzähligen helfenden Hände, die uns seit 20 Jahren begleiten und verbinden.
Was nehmt ihr euch als Orga-Team für die nächsten Jahre vor und welche Projekte möchtet ihr im Rahmen des Rennens gerne noch umsetzen?
Den Triathlonsport weiterhin als Breitensport zu etablieren und die Gesundheit eines jeden Einzelnen damit zu fördern.
Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg!