Aus Brannenburg, Karlsfeld, Würzburg, Hof oder Schongau – aus ganz Bayern kamen am 3. Oktober Kinder und Jugendliche zum Triday. Viele „Tristars“, also die, die schon im Triathlon aktiv sind, aber auch „Youngstars“ und „Beginner“ besuchten das Trainingsangebot des Bayerischen Triathlon-Verbands in Nürnberg. Dabei ging es an diesem Tag vor allem um den Spaß an der Bewegung.

Spielerisch Spaß am Sport

Im Schwimmbad brachten morgens mehrere Stationen Abwechslung in den Bewgungs-Alltag. Bei Technik, Wassergefühl und Koordination musste auch mit Köpfchen geschwommen werden. Entlastung gab es bei der Station mit Spielen, Staffeln und Tauchen und an Station drei lockte ein kleines Schwimmprogramm. Auch am Nachmittag wurde Lauftraining spielerisch umgesetzt: Beim Dribbel-Spaß an der Koordinations-Leiter, beim Balance-Parcours oder beim Ballspiel.

Trainer*innen nehmen Impulse mit

Im Rahmen des TriDay nutzen regelmäßig auch Trainer*innen die Gelegenheit Impulse für das Vereinstraining mitzunehmen. Denn Triathlon-Training für Kinder und Jugendliche muss sich von dem von erwachsenen unterscheiden, muss viele verschiedene Elemente enthalten, muss Koordination und Schnelligkeit fördern. Das demonstrieren die zahlreichen Spielformen der zwei Mal im Jahr stattfindenden TriDays.

„Es war ein super abwechslungsreicher Trainingstag und trotz der vielen krankheitsbedingten Ausfälle waren knapp 50 Kinder aus ganz Bayern mit dabei! Alle waren sehr motiviert, das hat es dem Trainerteam sehr einfach gemacht. Wir freuen uns jetzt schon auf das BTV Herbstcamp vom 28. Oktober bis 1. November – auch dann wird Triathlon wieder spielerisch und mit viel Spaß praktiziert“, sagt Hanna Kraus, TriPoint-Koordinatorin im BTV.

Fotos: Andreas Müller

Zum ersten Mal organisierte die Triathlon-Abteilung des TSV Brannenburg im Sportpark Brannenburg eine Cross-Duathlon-Veranstaltung. Trotz widriger Wetterbedingungen gingen mehr als 130 Sportler*innen allen Alters aus Deutschland und Österreich an den Start. Viele Kinder sammelten die letzten wichtigen Punkte für ihre Wertungen im Oberbayern-Kids-Cup, und im ASVÖ Kinder-Triathlon-Zug Tirol oder wollten um die bberbayerischen Meistertitel im Cross-Duathlon mitkämpfen. 

Herausfordernde Strecke rund um den Sportpark

Der Organisationsleiter Mario Blersch plante zusammen mit seinem großen Helferteam eine herausfordernde Strecke: Nach dem ersten Lauf rund um den Sportpark Brannenburg wechselten die Athlet*innen auf eine anspruchsvolle Radstrecke Richtung Hawaiisee, den Innauen und wieder zurück in den Sportpark. Nach der Absolvierung der zweiten Laufrunde erfolgte der Zieleinlauf für alle Altersklassen, angefeuert von den Zuschauern, direkt vor der Tribüne. 

Daniela Arthofer läuft ins Ziel
Die schnellste Frau bei den Erwachsenen – Daniela Arthofer (TSV Eintracht Karlsfeld)

Als erstes gingen im strömenden Regen am Morgen die erwachsenen Sportler*innen an den Start. Auf sie warteten 5 km Laufen, 22 km Radfahren und 2,4 km Laufen. Der schnellste Starter Fabian Mottl (RADsyndikat Rosenheim) absolvierte diese Strecke in nur 1:10:16 Stunden, gefolgt von Benedikt Feuerecker (MRRC München) und Alexander Pachler (Schwimmteam Oberland). Schnellste Frau wurde Daniela Arthofer (TSV Eintracht Karlsfeld – Triathlon). Aaron Drechsler vom TSV Brannenburg ging als einziger Sportler der Jugend A auf die Strecke und erkämpfte sich gegen Wind und Starkregen die Goldmedaille.

Fast 20 Sportler gingen anschließend in der Jugend B (Jg. 2007/2008) an den Start und bezwangen 2 km Laufen, 7,5 km Rad und 1 km Laufen. In dem schnellen Rennen konnte Salomo Schuhböck (TSV Palling) bei den Jungen und Rosa Schmidt-Moll (Triathlonverein Kitzbühel) die Goldmedaille erringen. Der Brannenburg Mark Knabe verpasste das Stockerl knapp auf Platz 4.

Unter noch immer dunklen Wolken startete die Schülerklasse A (Jg. 2009/2010) über dieselbe Distanz wie die Jugend B. Bei den Mädchen dominierten hier die Brannenburger Athletinnen das Feld: Anita Blersch konnte mit einer starken Leistung auch alle Jungen hinter sich lassen und erkämpfte sich einmal mehr souverän die Goldmedaille, Matylda Jozwiak wurde starke Silbergewinnerin. Nora Bots folgte auf Platz 4. Bei den Jungs setzte sich Jonas Hümmer vom TSV Brannenburg von Anfang an an die Spitze und konnte sich die Goldmedaille sichern.

Noch vormittags wurden die Athleten der Schülerklasse B (Jg. 2011/2012) auf die Strecke von 2 km Laufen, 5 km Radfahren und 1 km Laufen geschickt. Auch hier konnten die Brannenburger noch einmal Medaillen erreichen: Lotta Rüger musste sich nur Leni Lapper (RS Oberland/TV Miesbach) geschlagen geben und gewann so Silber, Lotta Schmidberger errang Bronze. Mia Pohlmann finishte auf Platz 5, Leni Maier auf Platz 8. Bei den Jungs gewann Sebastian Jeremadse vom TSV Bad Tölz.

Nach einer kurzen Umbaupause hieß es dann Bahn frei für die mehr als 30 Starter der Schüler C (Jg. 2013/2014). Hier lieferte sich Maxim Blersch auf den 400 m Run – 1,8 km Bike – 400 m Run einen harten Fight mit seinem Vereinskollegen Emil Schmidberger. Am Ende domierte Maxim und sicherte sich die Goldmedaille vor Emil. Matty Knabe verpasste das Stockerl knapp auf Platz 4. Bei den Mädchen siegte Sofie Lapper (RS Oberland). Die Brannenburgerin Rosalie Schröppel Bronze konnte erringen. 

Kinder rennen
Start der Schülerinnen C – am Ende konnte sich Lena Pohlmann (links, Nr. 146) an die Spitze setzen.

Weitere Medaillen für den TSV Brannenburg gab es auf 200 m Run – 900 m Bike – 200 m Run in der Schülerklasse D (2015/2016): Niklas Bots hatte bei den Jungs die Nase vorn und gewann Gold, sein Vereinskollege Lenas Lackinger sicherte sich Bronze. Auch für Lena Pohlmann gab es Gold. Olivia Sillimann kam auf Platz 4. 

Den Abschluss machten die allerjüngsten der Schülerklasse E (Jg. 2017/2018) mit 100 m Laufen, 400 m Rad und 100 m Sprint ins Ziel. Unter dem Jubel der Zuschauer kamen die sieben kleinen Starter erfolgreich ins Ziel. Gewinner bei den Jungen war der Brannenburger Moritz Schmidberger vor Johannes Braun.

Bei der anschließenden großen Siegerehrung am Sportheim fand auch die Abschluss-Ehrung des Oberbayerischen Kids-Cups 2020/21 statt. Alle Triathleten, die an mindestens drei Veranstaltungen der Wettkampfserie teilgenommen hatten, kamen hier in die Wertung. 

Dank geht an die Förderung durch den Bayerischen Aktionsplan Jugend sowie an die Hilfe Verwandten, Freunden und der Feuerwehr Flintsbach. So konnte eine gelungene Veranstaltung auf die Beine gestellt werden. Für 2023 ist eine Wiederholung geplant.

Alle Ergebnisse und Zeiten finden sich auf der Vereins-Website www.triathlon-brannenburg.com.

Text und Fotos: Petra Bots

Im Naturfreundehaus „Lorenz Erhardt“, Holzhofstr. 36, 83262 Weilheim, treffen wir uns zum zweiten Bezirkstag des Jahres. Themen sind der Rückblick auf eine erfolgreiche Saison mit den Ehrungen der Oberbayrischen MeisterInnen. Um 10 Uhr beginnen wir und freuen uns auf viele Interessierte vor Ort.

Der Bezirkstag ist wieder als hybride Veranstaltung geplant, es kann also auch digital teilgenommen werden. Für die Planung bitten wir um Anmeldung bis 5.10.2022. Zugangsdaten versenden wir kurz vor der Veranstaltung bei entsprechender Anmeldung.

„Ich bin sehr beeindruckt und erstaunt mit welcher Motivation alle Teilnehmer*innen teilgenommen haben,“ berichtet Tim Feuerlein. Erstmalig veranstaltete der Bayerische Triathlon-Verband einen Talent-Tag für Menschen mit Handicap. Eingeladen waren sowohl Interessierte mit körperlicher als auch mit geistiger Behinderung. Ambitionierte Athlet*innen, die sich dem Bundestrainer zeigen wollten, waren ebenso dabei wie Teilnehmer*innen, die einfach mal hineinschnuppern wollten.

Schon morgens versammelten sich rund ein Dutzend Teilnehmer*innen zwischen 9 und 40 Jahren im Foyer des Hallenbad Langwasser. Vizepräsident Leistungssport, Thomas Burger, begrüßte die Anwesenden gemeinsam mit dem Bundestrainer Para-Triathlon, Tom Kosmehl, und dem Landestrainer Para-Schwimmen Christian Balaun. „Die Teilnehmer*innen mit unterschiedlichen Behinderungsformen hatten Platz im Becken, um dem Trainerteam ihre Schwimmkenntnisse zu demonstrieren und Übungsaufgaben zu absolvieren“, schildert Christian Balaun die Gegebenheiten. „Die Meisten brachten schon etwas Erfahrung mit. Die vorhandenen Fähigkeiten im Schwimmen differierten aber schon aufgrund der großen Altersspanne. Erfreulich ist, dass einige Talente dabei waren, die wir in den kommenden Wochen und Monaten zur spezifischen Sichtung im Rahmen von Lehrgängen des Landesstützpunkt Para Schwimmen im BVS Bayern einladen werden.“

Auch am Nachmittag wurden am Sportplatz Bewegungsangebote für alle Voraussetzungen angeboten. „Es war zwar nicht einfach alle auf einen Nenner zu bekommen aber ich denke, es ist uns recht gut gelungen“, sagt Vizepräsident Leistungssport, Thomas Burger. Der Beauftragte für Sportentwicklung, Tim Feuerlein, ergänzt: „Die Begeisterung der Teilnehmer*innen ist auf jeden Fall auf mich übergesprungen und deshalb werden wir definitiv in naher Zukunft weitere Workshops anbieten.“ Und Para-Triathlon Bundestrainer Tom Kosmehl meint: „Der sehr gut organisierte und erfolgreich durchgeführte Talenttag war der erste dieser Form in unserer inklusiven Sportart in Deutschland. Ich hoffe wir konnten das Interesse einiger Athleten wecken und andere Athleten auf uns aufmerksam machen.“

Fotos: Tim Feuerlein

„Miteinander gestalten – voneinander profitieren – gemeinsam Sport treiben!“, unter diesem Motto stand die Großveranstaltung des Erlanger Triathlon im Juni. Dass dabei wirklich alle gemeint waren, das zeigte sich schon an den Tagen vor dem „großen“ Rennen. Denn bereits am Freitag nahmen über 1.000 Schüler*innen aus Erlanger Grund- und Mittelschulen, Realschulen,  der Erlanger Wirtschaftsschule und der Gymnasien am 32. Erlanger Schüler-Triathlon teil. Wir haben uns mit den Verantwortlichen aus Schulen, Verein und des Triathlons unterhalten.

Lehrerin Anja Ritter vertritt die Schulen in dem Event, Trainer Constantin Warter ist beim TV 1884 Erlangen für die Nachwuchsarbeit zuständig und Stefanie Guillon hat in diesem Jahr erstmalig federführend den Erlanger Triathlon organisiert.

Schultriathlon Erlangen Schwimmen

Stellt man sich eine Schulklasse mit 30 Kindern und Jugendlichen vor, ist das schon eine Herausforderung. Wie klappt ein Event mit fast 1.000 Schülerinnen und Schülern, Frau Guillon?

Das Event ist aus unserer Sicht sehr gut verlaufen die Zusammenarbeit des Orga-Teams Schüler-Triathlon mit dem Orga-Team Erlanger Triathlon hat bestens funktioniert. Zudem werden wir unterstützt von vielen ehrenamtlichen Helfern Eltern Lehrern und älteren Schülern, die z.B. die Einweisung in der Wechselzone übernehmen oder die Verpflegungsstellen managen. Insgesamt waren 260 Helfer beim Schüler-Triathlon im Einsatz. Unsere 1000 Schüler verteilen sich auf insgesamt 18 Startgruppen so dass in jeder Startgruppe ca. 40 bis 60 Kids starten, so bleibt das Ganze überschaubar. Besonders wichtig ist uns, dass beim Einchecken die Räder und Helme aller Schüler genau kontrolliert werden. Hierbei werden wir von einem der Fahrradecke Erlangen unterstützt: alle Räder die den Check zufriedenstellend durchlaufen haben werden mit einem Aufkleber markiert bevor sie in die Wechselzone rollen.

Gerade Corona scheint den Nachwuchs oft noch etwas weiter vom eigenen Sport und vom aktiven Sporttreiben entfernt zu haben. Was ist Ihr Eindruck, Frau Ritter? Beweist der Schülertriathlon in Erlangen das Gegenteil?

Die Coronasituation war für alle eine sehr schwierige Situation. Wir Lehrkräfte haben versucht, die Kinder durch diverse Sportangebote auch unter schwierigen Bedingungen, weiterhin zum Sporttreiben zu motivieren. Die hohen Anmeldezahlen beim Schülertriathlon zeigen, dass die Freude am Sport immer noch da ist. Die positive Atmosphäre am Schülertriathlontag, das Feedback vieler Starterinnen und Starter, die Mails von Kolleginnen und Kollegen und auch der Eltern zeigen, dass die Schülerinnen und Schüler (und auch die Eltern) sich gefreut haben, dass es endlich wieder losgeht. Einen weiteren positiven Aspekt des Schülertriathlons sehe ich im Bereich Schwimmen. Da man für die Teilnahme am Schülertriathlon mindestens 50m schwimmen können muss, ergibt sich eine hohe intrinsische Motivation der Grundschüler*innen, im Unterricht das Schwimmen zu erlernen und erfolgreich das Seepferdchen abzulegen.

Schultriathlon Erlangen Rad
Blick auf die Radstrecke des Schultriathlon Erlangen am Kanal

Seit Jahren ist die Nachwuchsarbeit in Erlangen erfolgreich: Das zeigt sich bei den starken Platzierungen bei Jugend trainiert für Olympia ebenso, wie bei Kadernominierungen und Ergebnislisten von bayerischen, deutschen und internationalen Rennen. Herr Warter, was denken sie, hat Schulsport einen Anteil am Erfolg?

Der Schulsport ist enorm wichtig als Grundlage für eine erfolgreiche Hinführung zum Leistungssport. Wir haben in Erlangen den Glücksfall, dass gleich mehrere Lehrer sich für Triathlon engagieren. Ganz besonders hervorzuheben sind Anja Ritter als treibende Kraft für den Schülertriathlon und Manfred Reinhart als Leiter der Schulsport-AG Triathlon am Ohm-Gymnasium. Wenn der Schülertriathlon nicht stattfinden kann, wie in den zwei Coronajahren, merken wir einen deutlichen Rückgang unserer Neumitglieder. Die tollen Erfahrungen der Kids beim Schülertriathlon machen einfach oft Lust auf mehr und die schöne Einbettung in unsere Triathlonveranstaltung hat natürlich gleich ein professionelles Flair. Der Schulsport schafft so eine breite Basis von Athleten, aus denen sich regelmäßig tolle Talente entwickeln. Als bestes Beispiel sei Tanja Neubert genannt, die tatsächlich durch den Schultriathlon in unseren Verein gekommen ist.

Schule, Veranstaltung und Verein in Kooperation – wer profitiert in welcher Weise?

Anja Ritter: „Das Erlanger Triathlon Wochenende ist eine gelungene Kooperation zwischen Schule und Verein. Von schulischer Seite aus profitieren wir vom Austausch mit dem TV 1848 Erlangen, von den Sportstätten des Vereins und dem Material, welches uns der TV 48 zur Verfügung stellt. Vorab sind viele Absprachen und Treffen nötig, doch die Zusammenarbeit ist zielführend und erleichternd. Wir haben zum Beispiel den Zielaufbau des Schülertriathlons an den Zielaufbau des M-Net-Triathlons angepasst, damit die Helfer*innen beider Veranstaltungen gemeinsam aufbauen können. Für die Starter*innen bietet sich durch die Kooperation mit dem TV 48 die Möglichkeit, in eine neue Sportart hineinzuschnuppern und direkt vor Ort Kontakt zum Verein zu knüpfen. Der eine oder andere Starter bzw. die eine oder andere Starterin war mit Sicherheit auch beim Triathlon am Sonntag als Zuschauer*in vor Ort und kann vielleicht die Eltern im nächsten Jahr motivieren, beim „großen Triathlon“ zu starten. Dies ist natürlich auch umgekehrt möglich. Neu war in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit Constantin Warter, der  erstmals ein auf den Schülertriathlon abgestimmtes Schwimmtraining anbieten konnte.“

Warum lohnt es sich, solch eine Kooperation – trotz der Arbeit, die damit verbunden ist, einzugehen?

Anja Ritter: „Durch die konstruktive Zusammenarbeit ergeben sich immer wieder neue Projekte, wie zum Beispiel in diesem Jahr das auf den Schülertriathlon abgestimmte Schwimmtraining vom TV 48. Wir haben neue Ideen, die sich nur durch diese Zusammenarbeit verwirklichen lassen und die beiden Veranstaltungen immer weiter zusammenwachsen lassen.“

Constantin Warter: „Wie schon oben erwähnt profitiert der Verein von vielen neuen Kids, die beim Schülertriathlon Blut geleckt haben. Aber wir unterstützen als Verein natürlich auch die Schule. So hat unsere Trainerin für alle Starter beim Bundesfinale JTFO Trainingspläne geschrieben, egal ob es Vereinstriathleten waren oder nicht. Und alle Schüler, die in der Schulsport- Arbeitsgemeinschaft Triathlon sind, können jederzeit beim Vereinstraining mittrainieren. Die Zusammenarbeit mit den Lehrern klappt hier wirklich vorbildlich.“

Danke für euer Engagement!

Fotos: Triathlon Erlangen/ Krista Mikk

Die TG 48 Schweinfurt blickt schon jetzt auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Im Mai ging die neue Triathlon-Veranstaltung, die nun das bereits angestammte Lauf-Event ergänzt, gut über die Bühne. Abteilungsleiter David Kiesel war damals froh und bedankte sich bei allen Helfer*innen. Auf den Schweinfurter, der dieses Jahr in Roth die 9-Stunden-Marke unterbot, wartet am 8. Oktober ein weiteres Highlight des Jahres. Er geht beim Ironman Hawaii an den Start. Neben ihm steht dann Vereinskamerad Christian Albert. „Schon am Start zu stehen ist ein großer Erfolg“, sind sich die beiden einig.

Sportliche Erfolge im Triathlon lassen sich kaum ohne immensen Trainingsfleiß, Disziplin und Durchhaltevermögen erzielen. Oft hat dabei eine gute Vereins-Gemeinschaft einen Anteil – gemeinsam trainiert sich einfach besser. Wie ist das bei euch?

David Kiesel: „Ich bestätige das absolut! Trainingsfleiß, Disziplin und Durchhaltevermögen sind Eigenschaften, die unglaublich wichtig sind – vor allem auf der Langdistanz. Oftmals haben wir das ganze Jahr über hohe Trainingsumfänge. Da kommt dem Vereinstraining eine große Bedeutung zu. Bei uns gibt es zum Beispiel pro Woche fünf Schwimmtrainingszeiten, zu denen wir gemeinsam trainieren. Gerade beim Schwimmen ist es schön, wenn man mit der richtigen Gruppe trainieren kann. Auch beim Radfahren und Laufen versuchen wir viel zusammen zu machen. Klar, jeder hat etwas andere Ziele und so trainiert man auch mal alleine, aber Vereinsgemeinschaft ist schon sehr, sehr wichtig.“

Christian Albert: „Unser Verein, die TG48 Schweinfurt, bietet ein breites Spektrum an Trainingsangeboten. Speziell das Schwimmangebot mit einem Trainer nutze ich sehr gerne. Ebenfalls verbindet das Vereinsleben und bereichert den Trainingsalltag. In der Gruppe motiviert man sich gegenseitig und kann neue Reize setzen.“

Während sich David nach erfolgreicher Quali in Italien 2021 schon ein Jahr lang auf die lange Reise freuen und vorbereiten konnte, konnte Christian erst im August nach dem Ironman  Gdynia in die Planungen gehen. Wie unterschiedlich war demnach eure Vorbereitung?

David Kiesel: „Wir hatten schon unterschiedliche Vorbereitungen. Nach meiner Quali hatte ich viel Ruhe und Zeit meinen Aufbau neu zu beginnen und dann im Frühling verschiedene Trainingszyklen zu durchlaufen. Für mich war von vorne herein klar, dass in diesem Jahr der Ironman Hawaii mein großes Ziel ist. Darauf war auch alles ausgerichtet. Auf der anderen Seite musste der lange Zeitraum auch mit einem Zwischenziel überbrückt werden. Das sollte dann der Challenge Roth mit dem Fokus auf einer Sub9-Zeit sein. Das Ziel habe ich erreicht, und das war auch wichtig für mich, um nicht ein Jahr lang dahintrainieren zu müssen.
Christian im Gegenzug hat wirklich neun Wochen ganz fokussiert und spezifisch auf das Rennen hintrainiert. Die Entscheidung, das Qualirennen zu machen, fiel auch recht spontan nach einem gemeinsamen Trainingslager in Südtirol. Wir sind beste Freunde und dass die Quali bei ihm dann geklappt hat, ist natürlich grandios!“

Christian Albert: „Für mich erfüllte sich mit der Qualifikation in Gdynia ein Traum, der zunächst auf der Kippe stand, da ich einen Trainingsunfall hatte. Ein Auto hatte mir bei einer Radausfahrt die Vorfahrt genommen und ich stürzte. Da zwischen Qualifikation und dem Ironman auf Hawaii nicht so viel Zeit liegt, lag der Fokus zunächst auf Regeneration und liegt nun seit ein paar Wochen wieder auf dem Formaufbau. Die Form ist aus meiner Sicht recht gut und ich denke, dass ich eine solide Leistung zeigen kann. Jetzt heißt es, gestärkt an den Start zu gehen und hoffen, dass man sich keine Erkrankung oder dergleichen einfängt…

Erstmalig hat euer Verein dieses Jahr ein Triathlon-Event organisiert. Wie wirkt sich solch eine eigene Veranstaltung auf die Motivation aus?

Christian Albert: „Wir waren mit der Erstauflage des ZF-MainCityTriathlons sehr zufrieden und es motiviert natürlich ungemein. Man fiebert mit den Athleten mit und freut sich über die strahlenden Gesichter. Ebenfalls bekommt man am Start Gänsehaut und möchte am liebsten direkt mit starten! Mit diesen positiven Eindrücken startete auch meine Triathlonsaison, da dies in diesem Jahr die erste Veranstaltung war, bei der ich anwesend war.“

David Kiesel: „Klar, mein eigener Antrieb ist immer da. Ich liebe und lebe Triathlon seit zehn Jahren. Nichts desto trotz war es für unsere sehr aktive Triathlon-Abteilung ein Ziel in der Region eine Triathlon-Veranstaltung zu etablieren. Das war eine Herzensangelegenheit. Als Vollbluttriathleten wissen wir auch, worauf es bei einer Triathlonveranstaltung ankommt. Entsprechend sind wir bei der Organisation herangegangen und haben geschaut, dass wir den Athletinnen und Athleten ein bestmögliches Flair bieten. Ich glaube, alle waren sehr glücklich und zufrieden. Das wiederum sorgt bei uns für Motivation!“

Was sind eure Ziele für den 8. Oktober?

David Kiesel: “ Mein Ziel ist ins Ziel zu kommen. Das steht bei solch einem Tag, solch Investitionen und solch hohem Aufwand, den man dafür auch in Kauf nimmt, über allem. Meine ganze Familie ist mit dabei. Sie alle haben in den vergangenen Wochen und Monaten viel auf mich verzichtet. Ihnen möchte ich an dem Tag etwas zurückgeben. Ich wünsche mir natürlich das Rennen meines Lebens. Wenn alles top läuft, und ich alles abrufen kann, wäre eine Top10 bis Top20 Platzierung ein absoluter Traum, auch wenn das nicht zu planen ist.“

Christian Albert: „Das primäre Ziel liegt auf einem soliden finish. Geplant ist, im unteren Leistungsbereich zu starten und zu fühlen, wie man mit den Bedingungen Vorort klar kommt. Sollte ich gegen Ende, noch über Reserven verfügen, kann ich ab dem Halbmarathon versuchen das Tempo zu steigern. Ob das möglich sein wird, wird sich zeigen. Ich freue mich auf jeden Fall, dass ich den IM auf Hawaii wahrnehmen kann und werde versuchen die Atmosphäre auch etwas zu genießen.“

Wir wünschen euch viel Erfolg!

Foto: Axel Kort

Beim Veranstalter-Workshop des Bayerischen Triathlon-Verbandes wurde intensiv gemeinsam gearbeitet. Zahlreiche Veranstalter, sowie Vertreter*innen aus den Bezirken und dem Präsidium widmeten sich den Fragen, wo derzeit Schwierigkeiten in der Veranstaltungsorganisation bestehen und welche Probleme möglicherweise auch zukünftig angegangen werden müssen.

Schwierigkeiten im Verbandsgebiet decken sich

Zunächst analysierte jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer die individuellen Problemstellen. In der Präsentation offenbarten sich große Schnittmengen bei den Veranstaltenden, die allesamt aus Vereinen stammten: Orga-Unterstützung und Helfer*innen zu bekommen, wird zunehmend schwierig. Die Kosten in der Durchführung generell, insbesondere aber in der Zusammenarbeit mit Rettungskräften, steigen massiv und erfordern zwangsläufig höhere Meldegebühren. Auch die Zusammenarbeit mit den Behörden ist häufig mit Hindernissen verbunden. Hat das Team die Organisation gestemmt, gibt es nicht selten Terminüberschneidungen mit anderen Rennen und man kämpft um die Gunst der Starter*innen.

Den Großteil des Nachmittags widmeten sich Teilnehmende der Lösungssuche. Patentrezepte konnten hier, wie erwartet, zwar nicht gefunden werden. Dennoch: „Der Erfahrungsaustausch hat uns viel geholfen und auf jeden Fall Impulse für unsere Veranstaltung gebracht“, meint einer der Organisatoren.

BTV arbeitet an Arbeitsplattform und bereitet weitere Digitalisierungsschritte vor

Einige Punkte auf der Liste der Problemfelder sollen im nächsten Jahr mit der Einführung einer neuen Arbeits-Plattform des Bayerischen Triathlon-Verbandes gelöst werden. Zunächst dient das Tool als Kommunikationsschnittstelle zwischen Veranstaltenden, Kamprichter*innen und Verband. Bereits zum Workshop wurde jedoch das Potenzial analysiert, das Veranstalter mit der Plattform nutzen könnten: Bessere Terminabsprachen, einfachere Genehmigung und Bewerbung für besondere Formate, schnelle Abrechnung und eine vereinheitlichte Erstellung von Ausschreibungen. „Wir hoffen, mit euch gemeinsam, mit euren Ideen und Wünschen, die Plattform schnell und bedarfsgerecht weiterentwickeln zu können“, betont Veranstaltervertreterin Christine Waitz den Teilnehmenden gegenüber.

Nachhaltigkeit ein Diskussions-Thema

Bereits in der Analyse am Vormittag tauchte das Thema Nachhaltigkeit auf. Erste Vorreiter im Verbandsgebiet widmen sich bereits verstärkt dem Thema. Der BTV greift die Nachfrage nach Leitlinien auf und stellte den ersten Entwurf vor, der nun gemeinsam mit Veranstalterinnen und Veranstaltern finalisiert werden soll. Am Ende können Events sich für ein Label bewerben. „Veranstaltungen, die sich besonders um Nachhaltigkeit bemühen, wollen wir auszeichnen“, meint der Mitentwickler des Konzepts und Beauftragte für Sportentwicklung, Tim Feuerlein.

Das Fazit des Workshops: Gemeinsam nach Lösungen suchen bringt alle weiter. Eine Wiederholung des Formats soll deshalb im nächsten Jahr erfolgen.

Foto: Seenland Triathlon

Nach der Saison ist vor der Saison! Gemeinsam mit euch wollen wir mit viel Spaß in die neue Triathlon-Runde starten. Der Bayerische Triathlon-Verband e.V bietet für maximal 20 Jugendliche und drei Betreuende ein Camp im BLSV Sportcamp Inzell an. Der Fokus des Camps liegt auf gemeinsamem Trainieren, Wandern und vor allem viel Spiel und Spaß. Für den Halloween-Abend gibt zudem eine coole Überraschung.

Geeignet ist das Camp für Jugendliche zwischen 10-15 Jahren. Die Anmeldung erfolgt online (zum Anmeldeformular). Anmeldeschluss ist der 15. Oktober 2022 oder wenn die maximale Zahl an Teilnehmenden erreicht ist.

Zur Ausschreibung mit Elternvertrag.

Foto: Christoph Gawens

„Uns ist mit dem Umzug auf andere Seeseite ein Einstand nach Maß gelungen“, freut sich Organisator Christian Betzlbacher. Zum kleinen Jubiläum hatten sich die Organisatoren des Seenland Triathlon einen neuen Start- und Ziel-Bereich ausgesucht. „Wir wollten die tolle Atmosphäre und beeindruckende Kulisse um die Erlebnisholzkugel am Steinberger See nicht ungenutzt lassen“, meint Dieter Vogel.

So wurde den vielen Sportler*innen in der Region eine vollkommen neue Schwimm- und Laufstrecke geboten. Als kleines Highlight wurde im Rahmen des Rennens erneut die Bayerische Meisterschaft der Gehörlosen auf der Sprintdistanz ausgetragen. Belohnt wurde dieses Engagement und die zusätzliche Arbeit der Neuplanung mit einem Teilnehmerrekord und sehr vielen Zuschauenden.

„Besonders bedanken wir uns bei den rund 100 Helfer*innen, die im Einsatz waren“, sagen die beiden Hauptverantwortlichen Dieter Vogl und Christian Betzlbacher.

Frau läuft beim Seenland Triathlon

Schnelle Rennen im Super Sprint und Sprint

Auf der Supersprint-Distanz (300m Schwmmen, 14 km Radfahren, 3km Laufen) konnten Einsteiger*innen erste Erfahrungen sammeln oder Spezialisten ein schnelles Rennen hinlegen. Mit rasanten 45:15 Minuten siegte Konstantin Hubmann vom Peppex Sports Team vor Alexis Cardona Gahon (Post SV Weilheim) und Youngster Vinzenz Ackstaller (Radfreunde Hilpoltstein). Die schnellsten Frauen des Tages waren Sabrina Erhard (Twin Neumarkt), Sandra Zimmermann (TRISTAR Regensburg) und Monika Soder (Twin Neumarkt).

Die Sprintdistanz (750m Schwimmen, 24km Radfahren und 5.5km Laufen) entschieden Jolantha Rauh (ohne Verein) und Thomas Wittmann (Twin Neumarkt) für sich. Auf den weiteren Plätzen: Julian Hegel (DAV Triahtlon Hersbruck und Noah Treptow sowie Verena Dormehl (TG Viktoria Ausgburg) und Ida Kubrová (TSV Regen).

Die Bayerische Meisterschaft der Gehörlosen gewannen Volker Marks vom GBF München / SV Ismaning (wir berichteten) und Claudia Platzeck (GSV Bayreuth).

Details und Infos gibt es unter: www.seenland-triathlon.de

Einüben neuer motorischer Muster, abwechslungsreiche Trainingsmöglichkeiten, Spaß und ganz nebenbei Verbessern des Radgefühls, der Technik, der Frequenzvariabilität und vielem mehr. Das bietet Mountainbike Training. Die Fortbildung Mountainbike über 8UE vermittelt Grundpfeiler der MTB-Technik und passende Übungs- und Spielformen: Wie bremst man richtig? Wie hält man auch im Stand Gleichgewicht auf dem Rad? Wie fährt man sicher eine Kurve? 

Die Fortbildung bietet einen Einstieg in die Fahrtechnik. Es sind keine Grundkenntnisse erforderlich.

Es sind noch Plätze frei. Hier anmelden.

Übersicht

DATUM: 8. Oktober; 9.00 bis 17.00 Uhr

ORT: Greding; Parkplatz am Hallenbad

FORTBILDUNG: 8 UE

LEHRGANGSLEITUNG:  Christine Waitz

Ablauf

9.00 Uhr                               Treffpunkt: Parkplatz am Hallenbad

9.30 Uhr                               Materialcheck, Einführung, Basis-Wissen Teil 1

12.00 Uhr                             Mittagspause

13.00 Uhr                             Basis-Wissen Teil 2 + Anwenden im Gelände