Der Bayerische Triathlon-Verband bietet Seminaren und Workshops speziell für Frauen, das den Einstieg in die Ausdauersportart Triathlon erleichtern soll. Dadurch hoffen wir, hier in Bayern möglichst viele Mädchen und Frauen für Triathlon begeistern zu können. Auch unterstützen wir die DTU-Initiative „Familienfreundlicher Triathlon.

Das Team des Olympiastützpunkt München organisiert am 25. Juni erstmalig einen Karrieretag speziell für Frauen im Umfeld Sport. Im Olympiapark München versammeln sich erfolgreiche und inspirierende Persönlichkeiten aus Sport, Wirtschaft und Politik. Sie teilen mit Sportlerinnen, Studentinnen, Verbands-/ und Vereins-Mitarbeiterinnen, Schülerinnen ab der Oberstufe und allen Interessierten ihre Erfahrungen und geben konkrete Tipps, die Frauen auf dem Weg zu einer Karriere im Sport unterstützen.

Unter dem Titel #breakingtraditions – Frauen.Karriere.Sport haben junge Frauen am 25.06.2022 in den neuen Räumlichkeiten des TUM Campus im Olympiapark nicht nur die Möglichkeit, sich mit erfolgreichen und inspirierenden Frauen auszutauschen, sondern erhalten auch ganz praktische Hilfen für den Start einer beruflichen Karriere im Umfeld „Sport“. Dabei werden verschiedene Themenfelder wie „Female Leadership“, „Karriere in der Sportorganisation“ und „Sport und Politik“ ebenso abgebildet, wie „Persönlichkeitsentwicklung“, „Female Networking“ oder „Karriereplanung und Zielsetzung“. Unter den Referentinnen sind beispielsweise DOSB Vizepräsidentin Verena Bentele, DFB Trainerin Julia Simic oder HR DirectorRed Bull Deutschland, Steffi Rothweiler.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Für die Teilnahme am Aktionstag #breakingtraditions ist eine verbindliche Anmeldung im Vorfeld notwendig.
Anmeldeschluss ist der 14. Juni 2022.

Zur Website der Veranstaltung.

Girls-Power im Triathlon – dass Frauen das stärkere Geschlecht sind, weiß sicherlich Jeder 😉 Und doch sind Mädels von Natur aus oft etwas zurückhaltender. Bei unserem Girls-Day können alle Mädels beim gemeinsamen Training voll aus sich herauskommen!

Unter diesem Motto wird der 1. Girls-Day des Bayerischen Triathlon-Verband e.V. am 20.02.22 in Nürnberg stattfinden. Für Maximal 20 Mädels und zwei Betreuende steht ein Tag mit einer Schwimmeinheit und einer Lauf- und Athletikeinheit in Nürnberg an. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf Spaß beim gemeinsamen Trainieren. Teilnehmen können Mädels und junge Frauen im Alter von 12 bis 18 Jahren.

Die Anmeldung erfolgt online hier. Es wird zunächst keine Anmeldebestätigung versendet. Diese wird nach Anmeldeschluss versendet. Anmeldeschluss ist der 11.02.2022 oder wenn Teilnehmermaximum erreicht ist.

Zur Ausschreibung im PDF.

Die Eckpunkte

  • Wann?
    20.Februar 2022
  • Wo?
    Treffpunkt: Langwasserbad, Breslauer Str. 251, 90471 Nürnberg
  • Wer?
    max. 20 Mädels zwischen 12-16 Jahren und 2 Betreuende
  • Kosten
    Die Kosten des Lehrgangs werden vom Bayerischen Triathlonverband e.V. getragen.
  • Mitzubringen:
    • Schwimmutensilien (Badeanzug, Schwimmbrille, Badekappe, Handtuch, Pullkick, Flossen)
    • Sportkleidung/-schuhe für die Halle und Freigelände
  • Verpflegung:
    • Gemeinsames Mittagessen an der Berthold-Brecht-Schule. Hier wird es Nudeln mit Tomaten- und Bolognesesoße geben.
    • für Getränke und Snacks ist ebenfalls gesorgt

Zeitplan:

20.02.2022

  • 08:45 Uhr: Treffpunkt vor dem Langwasserbad
  • 9-11Uhr: Schwimmen
  • 12-13Uhr: Mittagessen im Bistro
  • 14-16Uhr: Lauf,  Athletik, Spiel und Spaß Sportplatz/Turnhalle Berthold-Brecht-Schule
  • Ca 16:15Uhr: Ende, Abholung

© Text: Hanna Krauß; [17.01.2022]; Titelbild: BTV

Welche Herausforderungen, aber vor allem auch Vorteile haben Mädchen und Frauen im Triathlon? Wie gelingt der Einstieg in den Ausdauersport? Wie können wir den Frauenanteil in der Vereins-und Verbandsarbeit stärken? Wie behaupten sich Frauen im Triathlon-Business, wo liegen die Stärken von Mädchen und Frauen?

Diese und weitere Fragestellungen diskutiert die DTU mit Interessierten und geladenen Teilnehmerinnen. Die Veranstaltung findet hybrid statt. Wer nicht persönlich vor Ort ist, kann den Talk über einen Facebook-Livestream verfolgen. Geladen sind 

  • Annette Albers – Gründerin swimpower.de & Geschäftsführerin von Eventpower.info 
  • Julia Heckmann – Bundeskampfrichterin & Vizepräsidentin des BWTV 
  • Ann-Kathrin Ernst – Bloggerin triathlove.de 
  • Cosima Cawein – Trainerin Triathlon Verein Berlin 
  • Sowie eine Profi-Triathletin 

Termin

Samstag, 30.10.2021 LINDNER Hotel & Sports Academy; Otto-Fleck-Schneise 8; ab 18.00 Uhr
Live-Stream: 18.30-19.30 Uhr 60528 Frankfurt

Die Anmeldung erfolgt über die Website der DTU.

Oder online auf der Facebook-Präsenz der DTU.

© Text: DTU; Fotos: (Symbolbild) E. Möllers

Für  Sportbegeisterte waren die vergangenen Tage trotz des außergewöhnlichen Rahmens, in dem die Olympischen Spiele in Tokio stattfanden, eine wahre Freude. Schon morgens die Ergebnisse der Nacht in der Zusammenfassung nachschauen, Bilder sportlicher Spitzenleistungen erleben und bei Wettkämpfen mitfiebern. Dass in den Übertragungen sowohl Männer als auch Frauen-Rennen Beachtung finden ist heute ein gewohntes Bild. Vor exakt 100 Jahren jedoch, mussten Frauen in Monte Carlo noch ihre eigene „Frauen-Olympiade“ durchführen, da sie in den meisten Disziplinen der Weltspiele nicht zugelassen waren. Und auch heute noch kämpfen Frauen um eine gleichberechtigte Sportberichterstattung. Wir haben uns mit Nina Probst unterhalten, die ein Portal für Nachrichten über Frauen im Sport betreibt.

Hallo Frau Probst,
unter sportfrauen.net finden sich sportliche Nachrichten von Frauen über Frauen. Man möchte meinen, dass starke Sportlerinnen in den vergangenen 100 Jahren erfolgreich für Gleichberechtigung gekämpft haben. Woran sehen Sie, dass es noch hapert?

Da gibt es viele Anhaltspunkte, ein besonders großes Manko – und deswegen gibt es ja auch Sportfrauen – sehe ich in der Berichterstattung. Das bestätigen sogar Studien. Nur fünf Prozent der Sportmedien berichten über Frauen, wenn nicht gerade Olympia stattfindet. Natürlich gibt es auch Männersportarten, die hinter dem Fußball anstehen und auch nicht entsprechend vertreten sind. Aber Frauen grundsätzlich kommen viel zu selten in den Medien vor, und das, obwohl sie so tolle Leistungen zeigen. Das haben wir ja jetzt bei Olympia wieder deutlich gesehen. Und diese Leistungen sollten entsprechend gewürdigt werden, finde ich. Die geringe Berichterstattung führt meiner Meinung nach noch zu weiteren Ungleichheiten im deutschen Spitzensport. Weniger Sponsoren, weniger Fans, weniger professionelle Umstände. Viele Sportlerinnen müssen neben dem Profisport ja noch arbeiten gehen oder studieren. Diese Doppelbelastung zu meistern ist sicher enorm und kann natürlich nicht immer zu Höchstleistungen führen.

Die „Gender Pay Gap“, also die Gehaltsunterschiede von Frauen und Männern im Sport, ist in vielen Sportarten zumindest bei Preisgeldern geschlossen. Für einen Sieg erhalten Frauen und Männer meist den gleichen Lohn. Und doch klafft die Lücke in der Realität teils massiv auseinander. Wie könnte man diesen Missstand in Ihren Augen beheben?

Da komme ich wieder auf die Berichterstattung zurück. Zum einen muss über diese Missstände berichtet werden, denn ich glaube, viele Menschen wissen davon nichts. Zum anderen kann eine qualitativ hochwertige und regelmäßige Berichterstattung Sponsoren und andere Geldgeber dazu motivieren, mehr in den Frauensport zu investieren. Aber das verlangt auch von den Sportlerinnen, dass sie aufstehen und sich für Equal Pay starkmachen. Ich habe leider schon manchmal gehört, dass Sportlerinnen gesagt haben: Wir sind ja auch nicht so gut wie die Männer, dann verdienen wir auch nicht dasselbe Geld. Das halte ich für absolut falsch. Einerseits sollte man Männer- und Frauensport nie direkt gegenüberstellen was die Leistung angeht, das macht ja schon aus anatomischen Gründen keinen Sinn. Andererseits strengen sich die Mädchen und Frauen genauso an, geben oft sogar noch mehr für den Traum der Profisportlerin auf – und dass muss auch entsprechend entlohnt werden.

Profisport ist heute weit mehr als Sportlersein. PR, Social Media, Sponsorenakquise und -pflege – um diese Bereiche perfekt zu beherrschen braucht es entweder ein gutes Händchen oder aber professionelle Unterstützung. Was würden Sie angehenden Profisportlerinnen raten?

Die vielen jungen Sportlerinnen kennen sich zum Glück schon gut mit Social Media aus und viele von ihnen nutzen die Plattformen, um sich selbst zu vermarkten. Und das scheint bei einigen von ihnen auch ganz gut zu funktionieren. Trotzdem würde ich raten, zumindest zu Beginn das Gespräch mit PR-Fachleuten zu suchen, die auch den Umgang mit Journalistinnen und Journalisten erklären können. Hier könnten einige Sportlerinnen sicher noch professioneller an die Sache herangehen und sich besser vermarkten. Ab einem gewissen Bekanntheitsgrad macht es auch durchaus Sinn, sich nicht mehr selbst um das Thema der Öffentlichkeitsarbeit zu kümmern. Natürlich ist das auch wieder eine Frage des Geldes, aber die Sportlerinnen sollten sich nicht scheuen, sich bei diesen Themen Hilfe zu holen.

Sie wollen Ihre Plattform Sportfrauen.net ausbauen und haben dazu ein Crowdfunding-Projekt gestartet. Was sind Ihre Pläne?

Wir betreiben unsere Seite schon seit vier Jahren und bislang immer ehrenamtlich. Mittlerweile ist das Interesse so groß geworden und es haben sich so viele Möglichkeiten aufgetan, dass wir dieses Pensum nicht mehr stemmen können. Wir wollen mit dem Geld unsere Redaktion ausbauen und auch unsere Webseite neu gestalten. Sie soll nutzerfreundlicher werden und wir planen spannende Funktionen wie etwa eine Fan-Plattform. Auch ein Podcast sowie Videomaterial sollen bei Sportfrauen künftig einen Platz finden.

Vielen Dank für das Interview!

Wer die Online-Nachrichtenplattform, die über Spitzensportlerinnen sowie Frauen im Sportbusiness berichtet, unterstützen will, kann sich am Crowdfunding beteiligen. So sollen auch in Zukunft Interviews, Berichte und Porträts zu rund 30 verschiedenen Sportarten umgesetzt und das Ziel, mehr Aufmerksamkeit auf Frauen im Sport zu lenken und für mehr Gleichberechtigung in der Sportberichterstattung zu sorgen, weiterverfolgt werden. Mit den angepeilten 40.000 Euro an Crowdfundinggeldern kann die Arbeit sogar noch ausgebaut werden.

Zum Crowdfunding.

www.sportfrauen.net

© Text: Christine Waitz; Fotos: sportfrauen.net  [03.08.2021]

Seit fast 100 Jahren wird am 8. März der internationale Frauentag begangen. An diesem Datum thematisieren viele Organisationen, Initiativen und Stellen die Gleichberechtigung aller Geschlechter. Ein Thema, das auch heute noch stetiges Engagement erfordert. Auch wenn im Triathlon in den letzten Jahren an gleichberechtigter Medienpräsenz, Bezahlung und fairen Rennbedingungen gearbeitet wurde – von einer echten Gleichstellung dürfte der Sport, wie viele andere, noch entfernt sein. Den Weltfrauentag möchten wir deshalb zum Anlass für eine Themenwoche nehmen. Wir führen Interviews mit Athletinnen aus dem Verbandsgebiet, die besondere Leistungen und besonderen Einsatz zeigen.

Frauen im BTV

4.400 Athletinnen sind derzeit Mitglieder in Vereinen des Bayerischen Triathlon-Verbands. Über 1.000 von ihnen nutzen einen DTU-Startpass, um aktiv am Renngeschehen in Bayern, Deutschland und international teilzunehmen. Neun Damen-Teams kämpfen in der Regionalliga, zwölf in der Bayernliga, drei in der 2. Bundesliga Süd. 38 Kampfrichterinnen sind ehrenamtlich zur Unterstützung von Athletinnen und Athleten auf den bayerischen Wettkampfstrecken unterwegs. Unzählige Sportbegeisterte leisten im Verband und in Vereinen an verschiedensten Positionen wertvolle Arbeit.

Sowohl im Leistungs-, als auch im Altersklassensport sind Bayerinnen an der Spitze vertreten. Allen voran die gebürtige Bayreutherin Anne Haug als Ironman Weltmeisterin 2019. Helena Pretzl und Lena Gottwald als Weltmeisterinnen ihrer Altersklassen im Wintertriathlon und auf der ITU Kurzdistanz-WM. Franca Henseleit ist eine der Bayerischen Hoffnungsträgerinnen im Leistungssport und Mitglied des DTU Nachwuchskaders.

Der Frauenanteil bei Wettkämpfen beträgt dennoch lediglich zwischen 23,2 % (Kurzdistanz des Rothsee Triathlon) und 30,5 % (Kurzdistanz des Triathlon Erlangen) oder zwischen 19 % (Mitteldistanz des Triathlon Ingolstadt 2019) und 27 % (Mitteldistanz des Chiemsee Triathlon). Woran liegt das? Die Gründe dafür sind vielschichtig.

Teilnehmerinnen des BTV Frauen-Freiwasser-Seminars 2019

Andere Herangehensweisen und Bedürfnisse

Für Berufstätige und gleichzeitig Familien-Managerinnen mit kleinem Zeitbudget mag Triathlontraining in seiner Komplexität eine große Hemmschwelle darstellen. Immer mehr finden dennoch Spass am Sport und an Wettkämpfen. Fitness, Gesundheitsbewusstsein und der Ausgleich zum Arbeits- und Familienleben sind häufige Motivationsfaktoren. Auch die soziale Komponente des Trainings spielt bei Athletinnen eine Rolle.
An eben diesem Punkt unterscheiden sie sich von männlichen Sportskollegen. Die Freude an der sportlichen Betätigung ohne Wettbewerbscharakter steht bei ihnen häufig im Vordergrund. Sportlerinnen schätzen gemeinsame Gespräche, die körperliche Aktivität an sich, den Austausch und die gemeinsam verbrachte Zeit unter Gleichgesinnten ganz ohne Rivalität.
Auch die Herangehensweise an den neuen Sport unterscheidet sich: Beginnerinnen nehmen sich mehr Zeit, um die einzelnen Disziplinen für sich auszuprobieren, sich vorzubereiten, nachzufragen, Details zu erkunden, bevor sie eine Wettbewerbsteilnahme planen.

Das Angebot wird vielfältiger

Aufgrund dieser anderen Herangehensweisen und Bedürfnisse, gerade von Einsteigerinnen, entwickeln sich zunehmend spezielle Angebote. Beginnend bei Seminaren und Workshops, über Trainingslager bis hin zu passendem Material. Im bayerischen Triathlon-Verband bietet Frauenbeauftragte Sabine Kaspar-Gawens seit 2017 spezielle Kurse, Seminare und Workshops. Die DTU präsentiert in diesem Jahr erstmalig eine Initiative für familienfreundliche Triathlons. Das Veranstalter-Label wurde zusammen mit der DTU-Beauftragten für Sportentwicklung und Vize Präsidentin in Bayern Ulla Chwalisz auf den Weg gebracht. Gemeinsam wird so das Ziel, mehr Frauen zum Triathlonsport zu bringen, verfolgt.

Beiträge

© Text: Christine Waitz; [4.3.2020] Bilder: Julian Rohn/ BTV/ DTU