Mit einem breiten Spektrum an Maßnahmen im Nachwuchs-Bereich verfolgt der BTV ein klares Ziel: die nachhaltige Sichtung, Förderung und Bindung junger Talente im Triathlon. Neben dem Bundesstützpunkt in Nürnberg als strukturellem Zentrum bilden die Eliteschule des Sports, das Internat und das „Haus der Triathleten“ die Grundlage für eine leistungsorientierte Ausbildung. Ab Herbst rückt zudem die U23-Gruppe wieder stärker in den Fokus.

Förderung im gesamten Verbandsgebiet

Darüber hinaus bietet der BTV dezentrale Förderstrukturen, die gezielt den Einstieg in den Triathlonsport erleichtern. Der BTV Memmert Nachwuchscup verzeichnet jährlich über 1.000 Teilnehmende und fungiert als niederschwelliger Zugang für Kinder und Jugendliche. Nachwuchscamps, offene Trainings, TriPoint-Tage und Schulprojekte sorgen bayernweit für Sichtbarkeit, Einstiegsmöglichkeiten und Talentsichtung vor Ort.

Flankierend stellt der Verband Heimtrainern strukturierte monatliche Trainingspläne, Videoinhalte und Fortbildungsangebote zur Verfügung, um auch außerhalb des Bundesstützpunkts eine hohe Trainingsqualität zu gewährleisten. Durch diesen ganzheitlichen Ansatz gelingt es dem BTV, Talente frühzeitig zu identifizieren, systematisch zu entwickeln und langfristig in den Leistungssport zu überführen.

Frischer Wind im Trainer-Team

Verantwortlich für die umfangreichen Maßnahmen sind die Bundesstützpunkttrainer Johnny Zipf und Roland Knoll, Trainerin Teresa Knoll, Schul- und Vereinskoordinatorin Hanna Kraus und Jugendleiterin Sophie Rohr. Nun hat das Team prominente und kompetente Verstärkung erhalten: Spitzenathlet Simon Henseleit steigt als Trainer ein.

 

Wie sieht der typische Weg eines Nachwuchstalents beim BTV aus – vom Einstieg bis zur Kadernominierung?

Roland Knoll: Ob es einen typischen Weg gibt, darüber kann diskutiert werden. Häufig läuft es aber so: Die Kids kommen über die Eltern, Schule oder einen Verein zu den ersten Kinder- und Schülerwettbewerben im Bereich Triathlon – wobei es sich meist um Swim&Runs, Staffeln oder auch Duathlon (Lauf-Rad-Lauf) handelt und gar nicht so oft um einen reinen Triathlon aus den klassischen drei Disziplinen. Dadurch sammeln die Kinder und Menschen rund um die Kinder, von den Eltern über Lehrkräfte bis hin zu Vereinsverantwortlichen, erste Erfahrungen und haben (hoffentlich) Spaß. Dadurch animiert werden weitere Wettkämpfe oder bestenfalls Vereins- oder Landesverbands-Maßnahmen wie Sichtungen, Trainingstage oder Camps zu besucht.

Es hat sich gezeigt, dass der Weg über die Nachwuchs-Maßnahmen des Verbandes, wie Sichtungen (Herbst u. Frühjahr), Trainingstage (TriDays) oder Camps der BTV Jugend, als ein sehr guter und wirkungsvoller Weg für alle – also für Nachwuchsathleten und den Verband – darstellt. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: die Athleten-Seite bekommt einen Einblick in die Struktur und Arbeit des Landesverbandes, lernt andere Gleichgesinnte kennen (sehr wichtig!), vor allem aber auch neue Übungsanleitungen und Bewegungserfahrungen werden gesammelt. Somit verbessert sich Schritt für Schritt das Verständnis für eine umfassend notwendige allgemein sportliche Ausbildung weg vom klassischen Triathlon-Erwachsenentrainings („IRONMAN“).
Die Verbands-Seite bekommt durch Maßnahmen und  Wettkampfteilnahmen im BTV Memmert Nachwuchscup eine Übersicht über interessante, junge Kids und beginnt diese in der Altersstufe Schüler A (12-13 Jahre) gezielter mit Lehrgängen zu fördern, auszubilden und weiter zu sichten.

Diese Form der Nachwuchsrekrutierung und -ausbildung verstärkt sich im Jugend B Bereich (14-15 Jahre) massiv und führt dann zwangsläufig zu den ersten Landeskadernominierungen. Aber auch in den anschließenden Altersklassen, der Jugend A und den Junioren, ist über entsprechende Leistungen in entsprechenden Sichtungen im Herbst bzw. Frühjahr und Wettkampfleistungen eine Einladung zu Kadermaßnahmen möglich und bestenfalls erfolgt eine anschließende Kadernominierung bei entsprechender Entwicklung.

Für uns Trainer heißt es stets die Augen offenzuhalten, um talentierte und motivierte Kids zu entdecken.

Welche Rolle spielt der Bundesstützpunkt in Nürnberg in der langfristigen Entwicklung der Athletinnen und Athleten?

Roland Knoll: Ein Bundesstützpunkt (BSP) gilt als die höchste Stufe im Bereich der Förderstrukturen im Leistungssport. Er ist die zentrale Einrichtung, um Spitzensport auszuüben. Im Wesentlichen geht es um die Bereitstellung von geeigneten Trainingsstätten, qualifiziertes Trainer- und Betreuungspersonal und die Unterstützung des Athleten im Bereich Training, Regeneration und umfassender Förderung. 

Für uns als Landesverband Bayern (BTV) ist der BSP Nürnberg das wichtigste und größte Standbein im Leistungssport, um in der sehr trainings- und zeitintensiven Sportart Triathlon jungen Athleten den Weg in den Hochleistungssport  zu ermöglichen, zu unterstützen und weiter zu fördern. Es zeigt sich immer mehr, dass ein Weg außerhalb dieser Förderstruktur fast nicht mehr möglich ist, um das notwendige umfangreiche und strukturierte Training, die eigene Ausbildung und die Regenerationsmaßnahmen unter einen Hut zu bekommen. Auch die hochqualitative Betreuung durch das entsprechende Trainerpersonal und die Infrastruktur mit dem Ziel der kurzen Wege ist anderswo fast unmöglich zu erreichen. Dazu kommt noch die nicht zu unterschätzende Rolle der großen und starken Trainingsgruppe vor Ort in Nürnberg.

Rechts: BTV-Trainer Roland Knoll

Wie gelingt die Balance zwischen sportlichem Anspruch und schulischer Ausbildung?

Roland Knoll: Mit die wichtigsten Punkte sind die kurzen Wege zwischen Unterkunft, Schule, Trainingsstätten, aber auch medizinischen und physiotherapeutischen Angeboten. Alles muss in wenigen Minuten erreichbar sein, um wenig Zeit für die unbedingt erforderlichen regenerativen Maßnahmen und auch das Lernen und Arbeiten für die Schule zu verlieren.

Ein weiteres wichtiges Element ist das Vorhandensein einer Eliteschule des Sports (EdS), ohne die es nur schwer möglich wäre, den Anforderungen des Leistungssports gerecht zu werden. Zum Beispiel werden dort spezielle Trainingszeitfenster am frühen Vormittag ermöglicht, um die erste Trainingseinheit des Tages schon vor der Schule zu schaffen. Oder auf den Weg zum Abitur kann die Oberstufe von normal zwei, auf drei Jahre gestreckt werden, was die Anzahl der Schul-Wochenstunden deutlich reduziert und mehr Raum für Training, Erholung und Lernen lässt. Aber auch Befreiungen für notwendige Trainings- oder Wettkampfmaßnahmen sind sehr unkompliziert in Absprache mit den verantwortlichen Lehrkräften, der Sportkoordination und den Trainern zu realisieren.
Zusätzlich wird an den Tagen, an denen oft Lehrgangs- und Wettkampfmaßnahmen stattfinden, Montag und Freitag, versucht, diese überwiegend klausurenfrei zu halten. Auch ist es möglich bei Schwierigkeiten in bestimmten Fächern gezielt Nachhilfe durch die Schule zu bekommen.

 Foto: Foto Gold Simon Henseleit

Simon, du bist selbst ein erfolgreicher Triathlet – was hat dich motiviert, nun auch als Trainer aktiv zu werden?

Nachdem ich letzten Herbst aufgrund meiner Herzerkrankung die harte Entscheidung getroffen habe, meine Karriere zu beenden, musste ich mich erst einmal neu orientieren. Mir wurde aber ziemlich schnell klar, dass ich weiter im Sport aktiv sein will und dass mir der Triathlon weiterhin sehr viel bedeutet. In die Trainerschiene bin ich dann eher zufällig hineingewachsen. Wenn ich aber auf meine Karriere zurückblicke, haben mich doch schon sehr viele unterschiedliche Dinge in diese Richtung geführt und es ist vielleicht doch nicht ganz so zufällig, dass ich jetzt hier gelandet bin. Sei es meine eigene Erfahrung, die vielen Stunden als Schwimmtrainer für die verschiedensten Leistungsklassen, den ein- oder anderen Trainerschein, Vorträge für Sponsoren vor größeren Gruppen, viele Verletzungen und Wettkämpfe aus der Zuschauerperspektive und vieles mehr… Das alles macht mich sicher nicht direkt zum perfekten Trainer, aber ich merke tagtäglich, dass ich sehr viel Energie in den Job stecken kann, ohne dass es sich danach anfühlt. Gleichzeitig gibt es mir sehr viel zurück, wenn die Athlet*innen positives Feedback geben und sich nicht nur sportlich, sondern auch menschlich stetig weiterentwickeln.

Wie bringst du deine eigenen Erfahrungen aus dem Leistungssport in die Arbeit mit dem Nachwuchs ein?

Gerade lerne ich selbst viel dazu und versuche mich neben der objektiven Belastungssteuerung auch immer in die Athlet*Innen hineinzuversetzen. Nur weil eine bestimmte Trainingsmethode bei mir gut angeschlagen hat, heißt das noch lange nicht, dass das jetzt für die Athlet*Innen genauso funktionieren wird. Allerdings habe ich eine sehr gute Vorstellung davon, die tagtäglichen Einheiten auch noch mit der Schule und dem restlichen Leben zu vereinbaren. Auch wenn wir hier am Stützpunkt sehr gute Bedingungen haben, darf man nie vergessen, dass die Kids noch lange keine Vollprofis sind und es neben dem Sport einfach auch noch viele andere Belastungen gibt. Diese muss man in die Trainingsplanung mit einbeziehen.

Was war bisher dein persönliches Highlight als Trainer im BTV-Team?

Ich war als Athlet schon ein Wettkampftyp und das wird sich vermutlich auch als Trainer nicht verändern. Die wöchentliche Trainingsroutine ist die Basis, auf die man seine Leistungsfähigkeit aufbaut und ich finde es phasenweise sehr angenehm und auch spannend eine solche Routine zu entwickeln und zu festigen. Trotzdem werden die Highlights für mich immer die Rennen sein! Dieses Jahr waren das bis jetzt die zwei Jugendcups und das erste Bundesligarennen im Kraichgau. Ich habe es mir äußerlich zwar nicht anmerken lassen, aber ich war bei meinen letzten eigenen Starts entspannter, als jetzt kurz vor dem Start meiner Athlet*Innen. Das ist allerdings wie früher auch schon keine negative, sondern vielmehr eine positive Anspannung und freudige Erwartung auf den hoffentlich endlich fallenden Startschuss!

Welche Stärken siehst du im aktuellen Nachwuchs in Bayern?

Unsere Stärke hier ist in allererster Line die Gruppe an sich. Sicher gibt es hier und da mal etwas Uneinigkeit beim Pacing einer Intervalleinheit oder kleinere Spannungen in der Gruppe, aber insgesamt haben wir aus meiner Sicht nicht nur eine sehr starke Truppe im sportlichen Sinn, sondern auch im Zusammenhalt untereinander. Das zeigt sich auch an den vielen Neuanmeldungen für den Stützpunkt dieses Jahr. Neben der Gruppe haben wir inzwischen einfach auch sehr professionelle Strukturen, die über die letzten 11 Jahre – seit ich damals nach Nürnberg gezogen bin 😉 – gewachsen sind. Sei es das Trainer- und Verbandsteam um die Sportler*Innen herum, die Trainingsstätten oder die Schule, es gibt immer Optimierungsmöglichkeiten, aber wir sind hier inzwischen schon sehr gut aufgestellt.

Was möchtest du jungen Athletinnen und Athleten mit auf den Weg geben – sportlich wie menschlich?

Ich hatte ein sehr gutes Vorbild in meinem langjährigen Trainer Roland Knoll. Durch ihn habe ich nicht nur gelernt, was es bedeutet ein professioneller Athlet zu sein, sondern habe auch den Sport an sich verstanden und lieben gelernt. Die harte Wahrheit ist, dass nur ein Bruchteil alller jungen Athlet*Innen später einmal Profiathlet*Innen werden und natürlich ist es unser Ziel am Stützpunkt, allen die Erreichung dieses Ziels zu ermöglichen. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass es auch viele andere spannende Berufe da draußen gibt und der Sport einem viel fürs Leben mitgeben kann. Wenn die Jungs und Mädels am Ende nur halb so positiv auf Ihre Zeit hier zurückblicken wie ich das heute tun kann, dann wäre ich schon sehr zufrieden mit unserer Arbeit.

Vielen Dank für euren Einsatz und viel Erfolg für die restliche Saison!

 

 

 

Am 10. August 2025 ist es wieder so weit: Die Frankenmetropole verwandelt sich zum fünften Mal in eine Bühne für Triathletinnen und Triathleten. Der Triathlon Nürnberg feiert Jubiläum und präsentiert frische Strecken, neue Formate und ein buntes Rahmenprogramm.

Wer am frühen Sonntagmorgen ins Wasser des Wöhrder Sees springt, darf sich auf ein tolles City-Rennen freuen und mit neuer Logistik rechnen: Der Rolling Start sorgt für sanften Einstieg ins Schwimmen, und falls das Wasser nicht mitspielt, steht die Norikusbucht als Backup bereit. Danach geht es aufs Rad, durch schattige Alleen und über flache, schnelle Straßen Nürnbergs Nordstadt. Und der finale Lauf? Der führt durch das Herz der Stadt vom Wöhrder See durch die historische Altstadt, über das Kopfsteinpflaster des Hauptmarkts und neu, zurück zum Startort, der nun auch Zielort ist.

Das Hauptprogramm bietet zwei klassische Distanzen: die Sprintdistanz (0,5 km Schwimmen, 20 km Rad, 5 km Lauf) und die Kurzdistanz (1,5 km / 40 km / 10 km). Beide stehen Einzelsportlern wie Staffelteams offen. Frisch im Programm ist auch der Para-Cup, der Inklusion auf sportlichem Terrain nicht nur fordert, sondern lebt – mit einem gemeinsamen Startfeld, das den Fokus klar auf Teilhabe legt.

Neu: Kinderlauf am Vortag

Kind renntDoch nicht nur Triathleten bekommen hier ihre Bühne: Wer mit Kind und Kegel kommt, findet neu auch Side-Events, die das Sportereignis in ein familienfreundliches Sommerfestival verwandeln. So etwa beim Kids Run am Vortag (Samstag, 9. August), wenn Kinds in den Altersklassen U8 bis U14 um die Wette flitzen. Für Wasserratten gibt es außerdem die Swim Night (bereits am 26. Juni), bei der Neos getestet und Zuglängen gezählt werden – unter professioneller Anleitung. Und nicht zuletzt lädt die Familienstaffel dazu ein, generationsübergreifend den Staffelstab zu übergeben.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Interessierte unter www.nuernberg-triathlon.de.

Foto: DTU/Marcel Hilger

Die Qualifikation für die Europameisterschaft im spanischen Melilla war auch ein Ziel der BTV-Nachwuchsathletinnen und -athleten beim Rothsee Triathlon am Wochenende.Wie bekannt, krönte Carlotta Bülck ihren Auftritt dort mit dem Deutschen Meistertitel und unterstrich eindrucksvoll ihre aktuelle Topform. Die starke Leistung am Rothsee bedeutete nicht nur nationale Spitze, sondern sicherte ihr auch direkt das EM-Ticket. Große Freude gab es im gesamten Team nun im Nachgang, denn weitere Athletinnen und Athleten wurden für die EM nominiert.

Mit ihren Leistungen vom vergangenen Samstag haben sich Moritz Hägel und Kjara Reckmann ebenfalls für den internationalen Wettbewerb empfohlen und wurden nun nachnominiert. Noch hoffen darf Luis Rühl, der sich aktuell auf der Warteliste befindet und damit weiterhin realistische Chancen auf einen Start hat.

Die Europameisterschaften in Melilla werden Anfang Juli ausgetragen.

Foto: DTU/ Winni Penno

„Ich habe ja schon viel mitgemacht, als Moderator“, startet Andreas Groß seinen Bericht zum triathlon.de Cup Landshut, „aber das war wirklich brutal heute!“ Dafür, dass es mit weit über 30 Grad so heiß war, haben sie die Teilnehmenden aber gut geschlagen, findet er. Über 1.000 Athletinnen und Athleten begeisterten die Zuschauer und sorgten für spannende Wettkämpfe von der Schnupper- bis zur olympischen Distanz. Die Meister-Krone holte sich am Ende Maximilian Hoffmann von der TSG 08 Roth, der seiner diesjährigen Sammlung damit einen weiteren Titel hinzufügte. Bei den Frauen siegte überlegen Antonia Reich vom SV Würzburg 05.

Bayerischer Meister in Serie

Maximilian Hoffmann bot ein „faszinierendes Rennen“, wie der Moderator im Nachgang berichtet. Nach einem soliden Schwimmen legte er auf der gegenüber dem Vorjahr anspruchsvolleren Radstrecke den Grundstein für seinen Erfolg. Der neue Kurs führte nicht nur entlang der Isar, sondern bot mit einem Anstieg eine zusätzliche Herausforderung. Hoffmann konnte hier einen entscheidenden Vorsprung herausfahren, den er auf der Laufstrecke mit kluger Renneinteilung verteidigte. „Bei dieser Hitze weißt du nie, was passiert“, sagte er im Ziel und betonte, dass er auf den letzten Kilometern nur noch den Vorsprung absicherte. Nach seinem Titel bei den Deutschen Meisterschaften in Heilbronn war dieser Erfolg ein weiterer Höhepunkt seiner Saison.

Hinter ihm kam Sven Pollert von der SG Poing fast zehn Minuten später ins Ziel. Der wiederum hatte Jonas Wiehler (TG Viktoria Augsburg) fast vier Minuten abgenommen.

Bei den Frauen glänzte Antonia Reich, die von Beginn an ein beeindruckendes Rennen zeigte und sich verdient den Bayerischen Meistertitel sicherte. „Sie hat da wirklich gezaubert, vom Anfang bis zum Ende“, fand Moderator Andreas Groß. 4:28:24 Stunden brauchte die Sportlerin. Kerstin Hagerer von der CIS Amberg setzte sich auf den weiteren Plätzen knapp vor Kirstin Greilinger (TriSport Isartal) durch.

Steile Entwicklung des Rennens in Niederbayern

Der Veranstaltungstag begann früh mit der Schnupperdistanz, gefolgt von der Mitteldistanz, der offenen Wertung sowie weiteren Rennen über Volks- und olympische Distanzen. Auch die Landesliga Süd war am Start. So sorgten zahlreiche Startwellen für einen abwechslungsreichen, kurzweiligen und herausfordernden Tag.
Besonders die Entscheidung bei den Frauen auf der olympischen Distanz war ein Highlight: Nur 50 Sekunden trennten die beiden Führenden aus unterschiedlichen Startwellen.

Trotz der extremen Temperaturen und kleinerer logistischer Herausforderungen zogen Veranstalter, Athletinnen und Athleten ein durchweg positives Fazit. Die Zahl der Teilnehmer verdoppelte sich im Vergleich zur Premiere im Vorjahr auf rund 1.000 Starterinnen und Starter. „Das Ding hat richtig, richtig Potenzial“, meint auch Andreas Groß, der immerhin mit 30 Jahren Triathlon- und Moderationserfahrung darauf blicken kann.

Alle Ergebnisse gibt es hier (Link).

Fotos: triathlon.de

Heiß umkämpfte Plätze bei heißen Temperaturen: Deutschlands Triathlon-Nachwuchselite lieferte sich am Wochenende beim Rothsee Triathlon spannende Rennen. Die bayerischen Athletinnen und Athleten lieferten vor allem ein geschlossen starkes Mannschaftsergebnis ab, an das kein anderer Landesverband herankam. Drei aus vier Mannschaftsmeistertitel bleiben im Freistaat. Heraus stach an diesem Tag Carlotta Bülck, die sich den DM-Titel der Juniorinnen und damit das letzte verbliebene EM-Ticket sicherte.

17 Sekunden Vorsprung bedeuteten am Ende für Carlotta Bülck einen souveränen Sieg. Sie setzte sich nach einem starken Wettkampf über die 750 Meter Schwimmen, 18,1 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen in 58:00 Minuten gegen Julia Bodenschatz aus NRW durch. Mit ihrem Erfolg sicherte sich die Athletin aus Bayern nicht nur den Deutschen Meistertitel, sondern auch die Qualifikation für die Junioren-Europameisterschaft, die am 20. Juli im spanischen Melilla stattfindet. Für zusätzliche Freude sorgte Kjara Reckmann, die mit einer starken Leistung auf Platz drei das Podium komplettierte. Gemeinsam mit Sarah Walter (Platz 5) und Chiara Göttler (Platz 6) gewannen die bayerischen Juniorinnen den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters.

Starkes Junioren-Team – Platz 3 für Moritz Hägel und Mannschaftsgold

Auch im Rennen der Junioren gab es einen Podiumserfolg zu feiern. Moritz Hägel sicherte sich mit einer Zeit von 51:53 Minuten den dritten Platz. Erst vor einer Woche hatte der Hofer Triathlet beim Europacup in Wels einen Sieg errungen. Knapp dahinter folgte Teamkollege Luis Rühl auf Platz vier, während Moritz Hartmann als Siebter das sehr gute Mannschaftsergebnis abrundete. Diese geschlossene Teamleistung wurde mit einem weiteren Deutschen Mannschaftsmeistertitel belohnt.

Bei der Jugend A weiblich zeigten die BTV-Athletinnen ihr Können und schafften es unter die besten Zehn. Giulia Göttler belegte Rang fünf, Annika Bernhuber folgte auf Platz sieben und Matylda Jozwiak auf Platz neun. Das Trio sicherte sich ebenfalls den Deutschen Mannschaftsmeistertitel. Nina Mayer komplettierte das bayerische Team mit einem soliden 16. Platz.

In der Jugend A männlich erreichte Jonas Seeling Platz 13. Lennart Walter und Tom Kaebel teilten sich Rang 18 in einem stark besetzten Teilnehmerfeld.

Abschalten und Energietanken

BTV-Landestrainer Johnny Zipf zog ein positives Fazit: „Die Ergebnisse sprechen für sich. Wir sind stolz auf die Leistungen unserer Athletinnen und Athleten. Nach den intensiven Wettkämpfen ist es nun wichtig, kurz abzuschalten, neue Energie zu tanken und den Körper regenerieren zu lassen.“ Für die Juniorinnen und Junioren steht in den kommenden Wochen bereits die Vorbereitung auf die nächsten internationalen Rennen auf dem Programm.

Die vollständigen Ergebnisse des Rennens gibt es hier (Link).

Fotos: DTU/ Winni Penno

Beim TriDay des Trisport Erding e.V., der TU München und des Bayerischen Triathlon-Verbands (BTV) drehte sich in diesem Jahr alles um die oft unterschätzte vierte Disziplin im Triathlon: den Wechsel. Über 70 Nachwuchsathletinnen und -athleten aus ganz Bayern folgten der Einladung an den modernen TUM Campus im Olympiapark München.

Praxisnahes Training am Olympiapark

Der Trisport Erding e.V. und die TU München organisierteb den Tag gemeinsam mit dem Bayerischen Triathlon-Verband e.V. Ziel war es, den Kindern und Jugendlichen wichtige Wechseltechniken unter realistischen Bedingungen zu vermitteln. Gerade bei kurzen Distanzen – ob im Nachwuchs- oder Erwachsenenbereich – kann ein perfekter Wechsel entscheidende Sekunden bringen.

Sport-Test

Auch Balance-Tests wurden abgefragt.

Ein Team von Studierenden der Sportwissenschaften unter Leitung von Martin Schönfelder entwickelte mit Landestrainer Roland Knoll ein neues Testsystem. Dabei wurden die Wechsel mit simuliertem Schwimmen sowie kurzen Rad- und Laufstrecken kombiniert. Neben dem Praxistest standen auch ein Koordinations- und Geschicklichkeitstraining sowie sportmotorische Diagnostiken in den Laboren der TU München auf dem Programm.

Der TriDay bot den Teilnehmenden wertvolle Erfahrungen und lieferte zudem spannende Daten für die weitere Trainingsarbeit. Der BTV bedankt sich bei allen Beteiligten für einen gelungenen Tag!

Fotos: Dr. Martin Schönfelder/ Trisport Erding e.V.

Der Nachwuchskader im Bayerischen Triathlon-Verband arbeitet seit Wochen auf dieses Ereignis hin: die Deutschen Meisterschaften für die Altersklassen der Jugend A und der Junioren beim Rothsee Triathlon – ein Heimspiel! Am Samstag, dem 21. Juni ist es nun endlich so weit und der Deutsche Nachwuchs trifft sich bei dem Traditionsrennen.

„Wir haben gut trainiert, die Athletinnen und Athleten kennen den Kurs und jetzt geht es nur noch darum, die Trainingsleistungen auf die Straße zu bekommen“, fasst Landestrainer Johnny Zipf die Situation zusammen. Am Samstag geht es ab 12.30 Uhr um die Plätze und für die Juniorinnen und Junioren auch um ein begehrtes EM-Ticket.
Alle Triathlon-Fans können im Rahmen des Community-Events anfeuern und mitfiebern. Mehr Informationen dazu gibt es hier (Link).

 

Kinder feuern Sportler an

22.06.2024 — Rothsee Triathlon 2024 — 35. Memmert Rothsee Triathlon — Foto: Sport-/Foto-Gold / OGo —

Länderparade am Freitag zur Einstimmung

Schon am Freitag, dem 20. Juni 2025, wartet ein ganz besonderes Highlight am Segelzentrum Rothsee. In feierlichem Rahmen findet eine Länderparade statt, bei der sich die Nachwuchselite aus allen Bundesländern dem Publikum, der Fachwelt und den Medien präsentiert. Von 18.00 bis 19.00 Uhr stehen die jungen Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland im Rampenlicht. Die Teams treten mit ihren Landesfarben auf die Bühne, stellen sich vor und geben einen spannenden Ausblick auf die kommenden Meisterschaftsrennen: Welche Bundesländer schicken die Favoriten ins Rennen? Wer bringt bereits Titel und Erfolge mit? Welche neuen Gesichter sollte man im Blick behalten?

Moderiert wird die Veranstaltung von Frank Heimerdinger, Bundestrainer Nachwuchs der Deutschen Triathlon Union, und Christine Waitz, Beauftragte für Presse- und Medienarbeit des Bayerischen Triathlon-Verbandes e.V. Mit ihrer Expertise und Begeisterung für den Sport sorgen sie für einen informativen wie unterhaltsamen Auftakt des Meisterschaftswochenendes.

Foto: Oliver Gold

Am 22. Juni 2025 wird der triathlon.de CUP Landshut erstmals Austragungsort der Bayerischen Meisterschaft über die Triathlon-Mittel-Distanz. Damit rückt die niederbayerische Stadt in den Fokus der bayerischen Triathlon-Szene. Die Strecke rund um das Naherholungsgebiet Gretlmühle bietet dafür ideale Voraussetzungen: abwechslungsreich, anspruchsvoll und landschaftlich reizvoll. Kein Wunder, dass das Starterfeld längst ausgebucht ist.

Läufer auf Feldweg

Auch landschaftlich hat die Bayerische Meisterschaft über die Mittel-Distanz in diesem Jahr viel zu bieten.

„Dass wir die Teilnehmerzahl innerhalb eines Jahres fast verdoppeln konnten, zeigt, wie gut unser Konzept ankommt – sportlich anspruchsvoll, aber gleichzeitig familiär, nahbar und professionell organisiert. Das motiviert uns ungemein, den triathlon.de CUP in Landshut weiterzuentwickeln und als festen Bestandteil im bayerischen Triathlonkalender zu etablieren“, sagt Ralph Schick, Renndirektor und Geschäftsführer von triathlon.de. Bereits bei der Premiere 2024 nahmen 500 Starterinnen und Starter teil – nun steht ein neuer Meilenstein bevor: Über 900 Athletinnen und Athleten sind bereits angemeldet, mit Nachmeldungen werden rund 1.000 Teilnehmer an der Gretlmühle erwartet.

Schnupper-, Volks-, Olympische und Mittel Distanz im Programm

Das Rennen bietet ein breites Spektrum an Distanzen für Einzelstarter und Staffeln. Die Athleten der Landesliga Süd absolvieren ihr drittes Liga-Rennen in diesem Jahr über die Volksdistanz im Rahmen des Triathlon Landshut. In diesem Jahr steht jedoch vor allem die BM auf der Mitteldistanz im Fokus: Der Wettkampf beginnt mit 1,9 Kilometern Schwimmen im klaren Wasser der Gretlmühle. Geschwommen wird über zwei Runden mit Landgang direkt an der Liegewiese.  Anschließend geht es auf die 80 Kilometer lange Radstrecke, die in vier Runden zu je 20 Kilometern gefahren wird. Dank kleinerer Veränderungen ist der Kurs in diesem Jahr etwas anspruchsvoller als bisher. Jede Runde fordert die Radfahrer mit rund 200 Höhenmetern, insgesamt sind also etwa 800 Höhenmeter zu bewältigen. Aber keine Sorge: durch die mehrfache Durchfahrt der Zuschauerzonen gibt es regelmäßig zusätzliche Motivation.
Die abschließende Laufstrecke führt über vier flache Runden vom Wechselgarten in Richtung des Isar-Stausees Altheim, dann entlang des Ufers zurück zur Wechselzone. Der Laufkurs ist nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch zuschauerfreundlich gestaltet, sodass Athletinnen und Athleten auch hier immer wieder Motivation tanken können.

Rund 70 Starterinnen und Starter sind für das Meisterschaftsrennen gemeldet. Sie werden sich unter die vollständig ausgebuchte Konkurrenz mischen. Im vergangenen Jahr sicherten sich der Bayreuther Finn Große-Freese und Dajana Pechtl aus München die Titel. In Abwesenheit des Titelverteidigers dürfte der frisch gebackene Deutsche Meister auf der Distanz, Maximilian Hoffmann von der TSG 08 Roth, auch beste Aussichten auf diesen Titel haben. Es wäre nach der BM Duathlon schon der Zweite in diesem Jahr. Auch bei den Frauen ist die Vorjahressiegerin nicht am Start und es dürfte ein spannendes Rennen geben.

Fotos: triathlon.de/ Claus Zettl

Der Trisport Erding e.V. und der BTV laden am Donnerstag, den 19. Juni 2025 (Fronleichnam) ca. 25-30 Kinder und Jugendliche zu einem gemeinsamen Trainingstag an den TUM Campus im Olympiapark ein. Die Veranstaltung wird geleitet von den Vereinstrainern Valentin Nusser (Trainer B Leistungssport) und Dr. Martin Schönfelder (Trainer A Leistungssport) in Zusammenarbeit mit unserem Landestrainer Roland Knoll.

Der Trainingstag wird von einer Studierendengruppe von angehenden Sportwissenschaftlern auf dem TUM Campus im Olympiapark angeboten. Es wird eine Kombination aus Training und Leistungsmessung geben. An diesem Tag habt Ihr die einmalige Gelegenheit auf einer der größten universitären Sportanlagen in Deutschland zu trainieren.

  • Wann? Donnerstag, 19.06.2025 (Fronleichnam)
  • Ausrichter? Trisport Erding e.V. / BTV
  • Treffpunkt/ Beginn: 10:00 Uhr; Ende gegen 16:00 Uhr
  • Wo? Zentrale Hochschulsportanlage der Technischen Universität München, Am Olympiacampus 11, 80809 München
  • Wer? 25-30 Kinder u. Jugendliche von Jahrgang 2013-2008,
    Schüler A (2012/13), Jugend B (2010/11), Jugend A (2008/2009)
  • Mitzubringen: Motivation für Sporttests, Rennrad (mit Klickpedale), Rennradschuhe, Radhelm, Startnummernband, Rad-/Lauf-/Triathlonbekleidung (indoor/outdoor), ggf. wetterfeste Bekleidung, Badekappe, Schwimmbrille, T-Shirt zum Drüberziehen, Laufschuhe mit Schnelleinstieg (Gummischürsenkel)
  • Verpflegung: bitte selbst mitbringen, kleiner Snack und ein Getränk werden gestellt.
  • Voraussetzung: Aufsteigen mit (Rad-)Schuhen am Fahrrad

Programm

  • Bis 9:45 Uhr: Anreise und Parken (siehe link)
  • 10:00-10:15 Uhr: Begrüßung und Gruppeneinteilung in zwei Gruppen
  • 10:15-12:30 Uhr: Zwei Paralleltest: Komplexer Wechseltest und verschiedene Labortest zu Koordination und Gleichgewicht
  • 12:30-13:00 Uhr: Mittagspause
  • 13:00-15:30 Uhr Gruppenwechsel
  • 15:30-16:00 Uhr: Abschluss und Verabschiedung

Anmeldung unter: https://trisport-erding.de/anmeldeformulare/anmeldung-tridaytum/

Der TSV Bad Gögging e.V. veranstaltet am Wochenende vom 21. und 22. Juni 2025 bereits zum dritten Mal den Neustädter Triathlon, diesmal mit einer Neuheit: Am Samstag, 21. Juni, um 10 Uhr feiert ein Kindertriathlon Premiere – ein eigenständiges Rennen für Nachwuchsathleten und die, die es werden möchten.

Die jungen Sportler der Jahrgänge 2015–2019 starten am Freibad Geibenstetten, wo sie je nach Altersklasse zwischen 50 m Schwimmen, bis zu 1.900 m Radfahren und 200–400 m Laufen absolvieren. Eine kindgerechte Wechselzone beim Feuerwehrhaus sowie Begleitende, Verpflegung und ein Finisher‑T‑Shirt sollen für ein gelungenes Gesamterlebnis sorgen. Denn der Spaß an der Bewegung steht im Vordergrund, Zeitmessung und Wertung gibt es bewusst nicht.  „Mit dem Kindertriathlon wollen wir unseren Nachwuchs spielerisch für den Sport begeistern und gleichzeitig das große Gemeinschaftsgefühl am Veranstaltungstag ausbauen“, erklärt Uwe Tuschke, Leiter der Triathlonabteilung. Organisatorin des Kindertriathlons ist seine TSV Bad Gögging-Abteilungskollegin Sylvia Treffer. Sie und ihr Team, das auch die DLRG OV Neustadt/Donau e.V., Fit & Fun Mühlhausen sowie die FFW Geibenstetten unterstützen, werden den Kids einen tollen Tag bieten.

Am Sonntag, 22. Juni, sporteln dann ab 9 Uhr die Erwachsenen beim 3. Neustädter Triathlon auf der  Sprintdistanz: 600 m Schwimmen im Stadtweiher, 21 km Radfahren und 5,5 km Laufen Richtung Rathausplatz Neustadt. Einzel- und Staffelstarter sind willkommen, insgesamt stehen 150 Plätze für Einzelstarter und 20 für Staffeln zur Verfügung.

Mehr Informationen gibt es auf der Website des Rennens unter tsv-bad-goegging.de