Der Juni 2025 bringt nicht nur Sonne und lange Tage, er bringt vor allem Training, Wettkämpfe und ganz viel Begeisterung! Denn im Verbandsgebiet des Bayerischen Triathlon-Verbandes jagt ein Event das nächste. Vom 1. bis zum 29. Juni stehen in allen Regionen Bayerns spannende Rennen auf dem Plan – für Profis, Einsteiger, Kinder und Inklusionssportler. Besonders ins Rampenlicht rückt dabei Schweinfurt, das mit einem einzigartigen Triathlon-Doppel punktet. Ein Überblick, der Lust aufs Mitmachen oder Anfeuern macht.
Ein fulminanter Start: Schweinfurt zeigt, wie’s geht
Gleich am 1. Juni steht ein echtes Highlight an: In Schweinfurt steigt der MainCityTriathlon – und das gleich mit mehreren wichtigen Wertungen. Das Event startet mit einem Kurzdistanz-Rennen. Dann wird es besonders: Mittags gehört die Bühne den Parasportlern und Special Olympics Startern. Dabei geht es bei der DACH-Meisterschaft für Parasportler auf der Sprintdistanz auch um Titel. Am Nachmittag geht’s dann mit der Bayerischen Meisterschaft über die Sprintdistanz weiter. Es locken ein rasanter Kurs, flache, schnelle Radstrecken und ein stimmungsvoller Zieleinlauf am Schweinfurter Baggersee. Schweinfurt macht vor, wie moderner Triathlon aussieht: offen, inklusiv und mitreißend.
Auch in Forchheim wird am 1. Juni in die Saison gestartet. Beim StadtTriathlon, der übrigens mit dem Nachhaltigkeits-Label des BTV ausgezeichnet ist, geht es rund um die Altstadt und das Königsbad. Mit am Start ist hier auch die Landesliga Nord. Ebenfalls am selben Tag versammelt sich in Ingolstadt deutsche und internationale Triathlon-Elite zum Audi Triathlon, bei dem auf Mittel Distanz, Olympischer Distanz und Sprint alles geboten wird, was das Triathleten-Herz begehrt. Erstmalig werden hier auch Top-Profis um Punkte für die PTO Rankings kömpfen. Nicht weniger aufregend, aber auch stimmungsvoll geht es beim 30. Stadttriathlon Erding zu. Auf Sportlerinnen und Sportler wartet eine Jubiläumsausgabe mit Kultstatus. Hier trifft Jedermann-Charme auf sportliche Klasse, denn der BTV Memmert Nachwuchscup ist bei dem Traditionsrennen ebenso am Start wie die Landesliga Süd.

Der Audi Triathlon Ingolstadt powered by Büchel ist eines der großen Highlights im Juni; Foto: Christoph Raithel
Bayerns Vielfalt: Von Kallmünz bis Lauingen
Am 7. Juni folgt mit dem Kallmünzer Sparkassen-Triathlon ein weiteres Traditionsrennen. Die Strecke führt durch die malerische Oberpfalz, und wer’s etwas hügeliger mag, ist hier genau richtig. Mitte des Monats, am 15. Juni, zeigen dann zwei Städte, wie vielseitig Triathlon sein kann: In Würzburg/Erlabrunn bietet der Lifestyle Triathlon bekannte und ungewöhnliche Formate – neu ist zum Beispiel die Aquabike-Wertung, während im schwäbischen Lauingen beim VR Triathlon familiäre Atmosphäre und Donaublick überzeugen.
Am 21. Juni steht der Nachwuchs im Mittelpunkt: In Bad Gögging findet der 1. Neustädter Kindertriathlon statt. Liebevoll organisiert, mit viel Herzblut und einem klaren Ziel: Spaß an Bewegung. Nur einen Tag später, am 22. Juni, verwandelt sich der Neustadt an der Donau zum Hotspot für Ausdauersport: Der 3. Neustädter Triathlon bietet eine knackige Sprintdistanz. Zeitgleich lädt der triathlon.de CUP in Landshut zum Leistungsvergleich. Das Rennen hält von der Sprint, über Kurz- bis hin zur Mitteldistanz alle bereit, was Triathleten-Herzen höher schlagen lässt. Das Highlight: Wer in den Kampf um die Bayerische Meisterschaft Mitteldistanz einsteigen möchte, der sollte sich schnell noch anmelden.
Zugegeben, an diesem Wochenende kann man sich kaum entscheiden. Denn auch das Rothsee Triathlon Festival bietet über zwei Tage hinweg spektakuläre Rennen. In diesem Jahr mit noch weiterreichender überregionaler Strahlkraftdank der erstmaligen Austragung der Deutschen Meisterschaften der Jugend A und Junioren. Am Samstag stehen die Nachwuchsathleten im Fokus. Kinder- und Jugendrennen ab 6 Jahren sowie der Jedermann-Triathlon bieten ideale Einstiegsmöglichkeiten. Zudem messen sich Teams der 2. Triathlon-Bundesliga Süd in spannenden Wettkämpfen. Der Sonntag ist der Olympischen Distanz gewidmet. Dieses Rennen zählt gleichzeitig als Mittelfränkische Meisterschaft und zieht sowohl ambitionierte Amateure als auch erfahrene Athleten an.
Wer es urig und etwas ruhiger mag, ist zeitgleich beim Zusser Schwarzbräu Nullinger Triathlon gut aufgehoben: Naturbadesee, schnelle Radstrecke und vielleicht ein kühles Bier im Ziel – bayerischer geht’s kaum.

Tradition am Trebgaster Badeseee
Endspurt mit viel Auswahl
Das letzte Juni-Wochenende (28.–29. Juni) bringt noch einmal Triathlon-Möglichkeiten in allen Himmelsrichtungen. Für die Jüngsten startet am 28. Juni in Furth im Wald der Kinder- & Jugend-Drachenduathlon, während am gleichen Tag in Ottobeuren der Unterallgäuer Triathlon mit herrlichem Voralpen-Flair lockt. Der Wemdinger Waldsee Triathlon am 29. Juni bietet Natur pur, der Powertriathlon Trebgast bringt wieder einmal mit Schnupper-, Volks, Kurzdistanz und Regionalliga-Action auf die Strecke, und beim Hersbrucker Volkstriathlon kommt auch der letzte Hobbysportler in Fahrt. In Feuchtwangen wartet ein entspannter, bodenständiger Abschluss, während der Drachentriathlon in Furth im Wald mit seiner besonderen Kulisse punktet. Und wer’s ganz klassisch mag, findet beim 38. Puma Herzoman ein familiäres Event mit viel Herzblut.
Unser Fazit zum Juni-Programm: Jetzt ist Triathlon-Zeit! Ob Sprint oder Mitteldistanz, ob Volksrennen oder Profi-Event, ob Kids, Inklusionssportler oder Routinier; der Juni 2025 bietet im BTV-Verbandsgebiet für alle etwas.
Fotos: Oliver Gold, Christoph Raithel, Triathlon Liga Bayern
MainCityTriathlon: Inklusion und Spitzenleistungen am Schweinfurter Baggersee
Breitensport, Paratriathlon, VeranstaltungenEs war die perfekte Bühne: Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Wettkampfbedingungen feierten rund 3.000 Athletinnen und Athleten sowie zahlreiche Zuschauer ein Fest der Inklusion und sportlichen Höchstleistungen bei der vierten Auflage des MainCityTriathlons, organisiert von der Abteilung Laufen-Triathlon der TG 48 Schweinfurt. Der Höhepunkt des sportlichen Wochenendes waren die DACH und Deutschen Meisterschaften im Para-Triathlon aber auch die Bayerische Meisterschaft über die Sprint Distanz.
Topstars und internationale Gäste
Nach dem Rennen in Altenkunstadt 2023, war Bayern bereits das zweite Mal Gastgeber der DACH-Meisterschaften. Ein großes Para Feld hatte sich in Schweinfurt versammelt – insgesamt waren 36 Sporlerinnen und Sportler in sechs Klassen angetreten. Auch Österreichier und Schweizer hatten die weite Anreise auf sich genommen. Besonders die bayerischen Para Athletinnen und Athleten ließen sich natürlich einen Start beim Heimspiel nicht nehmen und zeigten am Ende des Tages starke Leistungen: Valentin Hanzer (1. FCN Schwimmen) siegte in der Klasse PTS3 vor Max Gelhaar, Chris Kolbeck (TV Burglengenfeld) dominierte die Klasse PTS4, Julian Winter (Post SV Nürnberg) holte Gold in der PTVI. Bei den Frauen zeigte Sarah Steinke (Post SV Nürnberg)starke Leistung in der Klasse PTS5 und Paralympics-Starterin Anja Renner (1. FCN Schwimmen) gewann deutlich die PTVI.
Julian Winter und Tim Wolf
Dank an die Veranstalter
Ein großes Rennen mit Para und Special Olympics-Wertungen auszustatten ist zwar nicht so kompliziert, wie man sich vorstellen mag, es fordert dennoch Mut und Engagement. „Den Veranstaltern gebührt gerade dafür besonderer Dank“, drückt BTV Präsident Gerd Rucker aus. Die TG 48 Schweinfurt wurde für ihr Engagement im inklusiven Sport schon mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem zweiten Preis bei der Aktion „Zeichen setzen“ der Mediengruppe Main-Post und dem „Felix“-Sonderpreis der Stadt Schweinfurt.Diese Ehrungen unterstreichen die Vorreiterrolle des Vereins in der Förderung von Vielfalt und Teilhabe im Sport.
Zumal das Organisieren solch einer Großveranstaltung zunehmend mehr Engagement erfordert. Vor Ort war es in diesem Jahr besonders arbeitsaufwändig die vollgesperrte Radstrecke genehmig zu bekommen. Bis zuletzt war man mit den Behörden im Gespräch.
BM-Titel gehen nach Augsburg und Würzburg
Parallel wurden auch die Bayerischen Meisterschaften auf der Sprintdistanz ausgetragen. In der Gesamtwertung der Männer setzte sich Carl Sommer (SV Würzburg 05) souverän durch. Mit einer konstant starken Pace und einem kraftvollen Schlussspurt sicherte sich der Würzburger Athlet den ersten Platz in 57:06 Minuten. Knapp dahinter folgte der junge Lorenz Rumpel (Tuttlinger Sportfreunde), der als Vertreter der männlichen Jugend A mit 58:07 Minuten ein echtes Ausrufezeichen setzte. Auf Rang drei lief Sebastian Kern vom TV 1848 Erlangen (AK 35) ein, der mit 59:24 Minuten ebenfalls unter der Marke von einer Stunde blieb.
Magdalena Mayer
Bei den Frauen überzeugte Magdalena Mayer von der TG Viktoria Augsburg. Die Juniorin zeigte ein bemerkenswertes Rennen, in dem sie von Beginn an das Tempo bestimmte und mit einer Zeit von 1:05:32 Stunden die Frauenwertung für sich entschied.“Nach langen Fokus auf meine Abitur Prüfungen war mein großes Ziel für den Wettkampf einfach Spaß zu haben und ihn zu genießen“, berichtet sie. „Für meinen ersten Triathlon dieses Jahr waren meine Ambitionen tatsächlich eher niedrig und als Juniorin mit dem Sieg in der Damenwertung hatte ich auf keinen Fall gerechnet. Aber es macht mich unglaublich glücklich und zufrieden. Das Rennen verlief auch Dank der super Organisation sehr gut, und trotzdem nehme ich für mich natürlich Sachen mit, an denen ich gerne arbeiten möchte.“
Antonia Sommer (SV Würzburg 05) belegte mit 1:07:27 Stunden den zweiten Platz. Komplettiert wurde das Podium von Astrid Zunner (Twin Neumarkt, AK 50), die mit einer starken Zeit von 1:08:47 Stunden finishte.
Alle Ergebnisse inklusive der AK-Ergebnisse gibt es hier (Link).
Fotos: Tim Wolf und Julia Fankel
Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL: Uderstadt und Huckschlag triumphieren im Klenzepark
VeranstaltungenJana Uderstadt und Nils Huckschlag, die beide für den DSW 12 Darmstadt starten, haben das Eliterennen beim Audi Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL über die Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen, 86 km Radfahren, 20 km Laufen) gewonnen und sich die 2.500 Euro Siegprämie gesichert. Huckschlag, im Vorjahr noch Zweiter, stellte die Weichen im abschließenden Lauf auf Siegkurs. Zuvor gab es mehrere Führungswechsel. Nach dem Schwimmen hatte wie erwartet Schwimmspezialist Lukasz Wojt das Feld angeführt. Die Soloflucht des Würzburgers war allerdings bald beendet und auf dem Rad setzten Laurin Wehrle (beste Radzeit: 1:56:32) vom AST Süßen, Niclas Ludwig (TSV Jahn Freising) und Huckschlag die Akzente.
„Nicht glauben, dass der Vorsprung reicht“
Nachdem Ludwig noch knapp vor Wehrle in die Laufschuhe wechselte, war anschließend Nils Huckschlag (Siegzeit: 3:38:20) trotz zwischenzeitlicher Beinkrämpfe nicht mehr zu halten. Mit der zweitbesten Laufzeit (1:12:44) verwies er Niclas Ludwig noch klar auf Rang zwei. „Siegessicher war ich mir allerdings erst auf der finalen Runde durch den Klenzepark. Ich versuche immer möglichst lange mental stabil zu bleiben und nicht vorab zu glauben, dass der Vorsprung reicht. Einfach weiterkämpfen und investieren war meine Devise,“ erklärte Nils Huckschlag im Ziel.
Während Laurin Wehrle bis auf Rang fünf zurückfiel, lief der Bamberger Felix Hentschel mit Laufbestzeit kurz vor dem Ziel noch an Alexander Richter (TSG 08 Roth) vorbei und auf den letzten freien Podiumsplatz.
Jana Uderstadt verliert ihre Kette
Jana Uderstadt kam zusammen mit der Jenaerin Carolin Meyer und der Schweizerin Alice Fritzsche aus dem Wasser. Anschließend kristallisierte sich ein Radduell zwischen Uderstadt und Meyer heraus. Durch einen Kettenabwurf von Uderstadt enteilte Meyer zwischenzeitlich, bevor beide doch wieder gemeinsam, nur um wenige Sekunden voneinander getrennt, die zweite Wechselzone erreichten. Jana Uderstadt gelang ein Blitzwechsel und schnappte sich so die alleinige Führung. Die 29-jährige gebürtige Wormserin, die sich Ende März mit Rang sechs beim Ironman Südafrika die Qualifikation für den Ironman Hawaii gesichert hatte, lief in 4:01:22 Stunden zum überlegenen Sieg vor Carolin Meyer (4:05:06). Dahinter sicherte sich die Schweizerin Olivia Keiser (4:15:04) mit der besten Laufzeit (1:15:52) Rang drei.
„Auf dem Rad habe ich mich anfangs nicht so gut gefühlt und dann hatte ich am Anstieg vor der Wende noch einen Kettenabwurf. Da war Caro (Meyer) dann erstmal weg. Ich musste ordentlich investieren, um die 40 Sekunden Rückstand wieder zuzufahren. Ich konnte dann die Battle um die Einfahrt in Richtung T2 für mich entscheiden. Mit einem sehr schnellen Wechsel ging ich in Führung und konnte den Vorsprung dann ausbauen“, resümierte die Siegerin Jana Uderstadt ihr Rennen.
Schwimmstart der Mitteldistanz
Lokalmatadorin jubelt auf der Olympischen Distanz
Über die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) setzte sich Jakob Schmaus (RSC Aichach 1977) durch. Die Entscheidung zum Sieg in 1:53:47 Stunden fiel auf der Laufstrecke, als Schmaus dem zweitplatzierten Tom Hohenadl (RSC Auto Brosch Kempten/1:54:44) die entscheidenden Meter abnehmen konnte. Rang drei sicherte sich wie im Vorjahr Hans-Jörg Stolz (Triathlon Grassau/1:57:30). In der Frauenkonkurrenz durfte die Lokalmatadorin Cornelia Griesche jubeln. Die Athletin des TSV Gaimersheim, die bereits 2023 in Ingolstadt über die Olympische Distanz triumphierte, siegte in 2:15:23 Stunden knapp vor der Österreicherin Yasmin Rieger (TRI-X-Kufstein/2:16:49) und der Vorjahressiegerin Sina Böhne (Innsbruck/2:17:09).
Auf der Sprintdistanz (0,75 km Schwimmen, 20 km Radfahren, 5 km Laufen) sorgten Philipp Meyer (1:00:18) und Maximilian Lippert (1:02:53) für einen Doppelsieg für die TG Victoria Augsburg. Dennis Born (Endurance Unlimited/1:06:50) komplettierte das Podium.Bei den Frauen stürmte die Juniorenathletin Franka Fleckenstein vom ESV Gemünden dank der besten Laufzeit in 1:11:49 Stunden zum Sieg. Mit nur gut 40 Sekunden Rückstand folgte Johanna Schubert (TSV Gaimersheim/1:12:33) auf Rang zwei. Die Jugend A-Athletin Katharina Lorenz (TSG 08 Roth/1:13:36) wurde Dritte.
Wetterglück in Ingolstadt – 750 Helfer für die 2.200 Teilnehmenden
Nachdem während der Rennen der Himmel über Ingolstadt noch wechselnd bewölkt war und es zeitweise auch leicht regnete, war zu den stimmungsvollen Siegerehrungen auf der Klenzepark-Wiese strahlender Sonnenschein angesagt. Entsprechend positiv fiel auch das Fazit von Rennorganisator Gerhard Budy aus: „Wir hatten großes Glück mit dem Wetter. Die Prognose mit dem Starkregen und Gewitter ist nicht eingetroffen. Die Temperaturen waren ideal. Das Wasser im Baggersee hatte 21 Grad und die Außentemperatur war perfekt. Es kam zwar etwas Regen auf, aber ab 13 Uhr hat die Sonne wieder gestrahlt. Es war sehr schön, dass dann noch so viele Athletinnen und Athleten bei den Siegerehrungen anwesend waren. Unser großer Dank gilt unserem super Helferteam, ohne die so ein Tag wie heute nicht möglich wäre. 750 Personen waren im Einsatz. Von unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus den Vereinen, bis zu den Ordnungs- und Rettungskräften der Polizei, der Feuerwehren, dem BRK und der Wasserwacht.“
Nächstes Jahr am 14. Juni
Bekannt ist auch schon der nächste Austragungstermin. Der Audi Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL findet am 14. Juni 2026 statt.
Text und Bild: Audi Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL
„Tour the Berlin – Die Wahnsinntour“: Zwei Männer, ein Ziel
Allgemein, BreitensportWas passiert, wenn ein austrainierter Triathlet und ein überzeugter Schreibtischtäter sich gemeinsam auf eine außergewöhnliche Reise begeben? Richtig: Es wird spannend – und dient einem guten Zweck. Aus einer spontanen zweier Menschen entstand eine Challenge, wie sie verrückter kaum sein könnte: Ingo, passionierter bayerischer Triathlet mit unzähligen Kilometern in den Beinen, trifft auf Frank, Anwalt und bekennender Bürostuhlakrobat. Zwei Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Nun vereint sie ein Ziel: Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenslagen zu helfen.
Von Bayern bis in die Hauptstadt mit dem Rad
Um das zu schaffen, begaben die beiden sich auf eine Spendenfahrt. Die Strecke ist ebenso ambitioniert wie symbolträchtig: Von Waakirchen in Oberbayern geht es in sieben Tagen über 640 Kilometer und rund 4.500 Höhenmeter bis nach Berlin. Die „Tour the Berlin – Die Wahnsinntour“ ist dabei weit mehr als ein sportliches Abenteuer. Sie ist ein Statement für Zusammenhalt, Mut, Durchhaltevermögen und für soziales Engagement.
Spenden für den guten Zweck: jeder Kilometer zählt
Unterstützt wird die Aktion durch eine eigens eingerichtete Website: https://wahnsinn.raser-anwalt.de/
Hier kann jeder, der die beiden auf ihrem Weg unterstützen möchte, spenden – transparent, unkompliziert und mit Einblick in das Spendenziel. Auch auf Facebook unter „Tour the Berlin – die Wahnsinntour“ wird regelmäßig über den aktuellen Stand der Tour berichtet.
Die gesammelten Gelder kommen Einrichtungen zugute, die sich für Kinder und Jugendliche einsetzen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Jeder gespendete Euro hilft – und macht die Mühen auf dem Rad doppelt wertvoll. „Wir wollten raus aus der Komfortzone – und rein in ein Abenteuer, das nicht nur uns verändert, sondern vielleicht auch ein klein wenig die Welt“, sagt Frank. Und Ingo ergänzt: „Es geht nicht darum, wer fitter ist. Es geht darum, gemeinsam etwas zu bewegen.“
Fotos: private Aufnahmen
BTV-Nachwuchs überzeugt beim Europe Triathlon Junior Cup in Olsztyn
LeistungssportAm 24. Mai 2025 gingen vier Nachwuchsathletinnen und -athleten des Bayerischen Triathlon-Verbands beim Europe Triathlon Junior Cup im polnischen Olsztyn an den Start. Die Veranstaltung bot eine anspruchsvolle Bühne: Bei kühlen Außentemperaturen und kaltem Wasser war insbesondere das Schwimmen eine mentale und körperliche Herausforderung.
Das Männerrennen gewann um Haaresbreite der Schweizer Thibault Rivier. Doch schon eine Sekunde dahinter folgte BTV-Sportler Luis Rühl. Hinter ihm komplettierte der Pole Jakub Suchan das Podium.
„Ich bin ohne große Erwartungen angereist“, gibt Luis Rühl zu. „Für mich war es vor allem ein weiterer Wettkampf zur Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft und eine gute Gelegenheit, internationale Erfahrung zu sammeln. Aber die Location war richtig cool: Schwimmen im eiskalten See mit nur 14,4 Grad, eine anspruchsvolle Radstrecke mit einem Berg und einem technischen Abschnitt durch die Wechselzone, und auch beim Laufen ging’s nochmal den Berg rauf. Ich kam als Achter aus dem Wasser, konnte durch einen schnellen Wechsel in die erste Radgruppe springen und dort viel Tempoarbeit machen. Nach einem guten zweiten Wechsel bin ich als Erster auf die Laufstrecke gegangen und konnte bis zum Ziel vorne mitlaufen. Am Ende wurde es Platz zwei – damit bin ich super zufrieden, vor allem weil ich ohne Erwartungen ins Rennen gegangen bin.“
Das Ergebnis des Frauenrennens ließt sich ähnlich: Die Schweizerin Anouk Danna siegt dort eindeutig vor Carlotta Bülck und der Polin Hanna Foltyniewicz.
Charlotta Bülck
Carlotta Bülck berichtet zufrieden von ihrem anspruchsvollen Rennen: „Ich denke, wir sind alle mit der Erwartung angereist, dass wir internationale Rennerfahrung sammeln. Das war auch mit dem Bundestrainer so abgesprochen. Dass es dann so gut wurde, ist aber natürlich umso schöner! Die Location war toll, die Strecke fand ich persönlich ganz cool. Der See war aber mit 13 Grad sehr, sehr kalt. Trotzdem: Mit meinem Rennen bin sehr zufrieden, es verlief sehr gut, auch, wenn ich mir das ein oder andere anders gewünscht hätte. Zum Beispiel waren wir eine relativ große Radgruppe und haben versucht, ein bisschen wegzufahren, aber das hat nicht ganz geklappt. Am Ende lief es dann auf eine Laufentscheidung hinaus. Aber das hat ja dann gut geklappt.“
Auch Sarah Walter zeigte mit Platz vier eine beeindruckende Leistung. Trotz einer späten Startplatz-Zuteilung gelang es ihr, sich in die erste Radgruppe einzureihen. Beim abschließenden Lauf musste sie lediglich die spätere Drittplatzierte aus Polen ziehen lassen. Sarah resümiert: „Ich habe mich sehr auf das Wochenende gefreut, da es für mich schon großartig war, überhaupt dabei sein zu dürfen. Die Location war sehr schön. Ich war sehr aufgeregt, da ich seit zwei Jahren kein internationales Rennen mehr gestartet bin. Obwohl ich als drittletzte aufgerufen wurde und somit keine große Startplatz-Auswahl mehr hatte, bin ich trotzdem gut weggekommen und habe es in die erste Radgruppe geschafft. Das Laufen hat sich sehr gut angefühlt, auch wenn ich die halb so große Drittplatzierte aus Polen am Berg ziehen lassen musste. Ich bin sehr zufrieden mit dem Rennen und freue mich auf die kommenden!“
Alle Ergebnisse des Rennens sind hier zu finden (Link).
Fotos: private Aufnahme/ DTU; Winnie Penno
Gold für Valentin Hanzer beim World Triathlon Para Cup in Samarkand
ParatriathlonAm 24. Mai 2025 triumphierte der bayerische Para-Triathlet Valentin Hanzer beim World Triathlon Para Cup in Samarkand, Usbekistan, und sicherte sich die Goldmedaille. Trotz herausfordernder Bedingungen mit Temperaturen um die 30 Grad Celsius und böigem Wind zeigte Hanzer eine beeindruckende Leistung. Bereits beim Schwimmen setzte Hanzer ein Ausrufezeichen und verließ das Wasser als Erster. Auf der 20 Kilometer langen Radstrecke musste er jedoch den ehemaligen Weltmeister Viktor Chebotarev passieren lassen, der ihm rund 30 Sekunden abnahm. Doch Hanzer bewies Kampfgeist: Nach nur zwei Kilometern auf der Laufstrecke holte er Chebotarev wieder ein und übernahm die Führung. Mit einem starken Finish sicherte er sich schließlich den Sieg.
Mit diesem Erfolg verbessert sich Hanzer in der Weltrangliste auf Platz 11. Zuvor hatte er bereits beim Saisonauftakt in Abu Dhabi im Februar 2025 den zweiten Platz belegt, hinter dem Briten Ryan Taylor.
Valentin Hanzer, der im Oktober 2024 seine Para-Weltcup-Premiere im portugiesischen Alhandra mit einem Sieg feierte, etabliert sich damit weiter in der internationalen Spitze der PTS3-Klasse. Seine kontinuierlichen Top-Leistungen machen ihn zu einem ernstzunehmenden Kandidaten für weitere internationale Rennen. Der World Triathlon Para Cup in Samarkand war Teil einer Serie von internationalen Wettkämpfen, die Athleten aus aller Welt die Möglichkeit bieten, sich auf höchstem Niveau zu messen und wichtige Punkte für die Weltrangliste zu sammeln.
Hanzer selbst zeigte sich nach dem Rennen zufrieden: „Obwohl die Bedingungen nicht einfach waren, konnte ich meine Strategie umsetzen und bin stolz auf meine Leistung. Es motiviert mich, weiter hart zu arbeiten und mich auf die nächsten Herausforderungen vorzubereiten.“
Erfolgreiche Schwimmsichtung im Langwasser Bad Nürnberg: Ein gelungener Tag für den Nachwuchssport
JugendsportNürnberg – Strahlende Gesichter, engagierte Trainer und viele talentierte Kinder: Die Schwimmsichtung im Langwasser Bad Nürnberg am Donnerstag, dem 29. Mai war ein voller Erfolg. 61 Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren hatten die Gelegenheit, ihr können im Wasser unter Beweis zu stellen und wurden dabei von einem bestens organisierten Team unterstützt. Veranstaltet wurde die Sichtung in enger Zusammenarbeit zwischen dem Bayerischen Triathlon-Verband und dem Bayerischen Schwimmverband. Gemeinsam mit einem engagierten Trainerteam und zahlreichen Helferinnen und Helfern wurde ein reibungsloser Ablauf sichergestellt . Die Veranstaltung bot den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur erste Einblicke in den leistungsorientierten Schwimmsport sondern auch jede Menge Spaß und Motivation.
Starke Kooperation zwischen Bayerischem Triathlon-Verband und Bayerischem Schwimmverband
Die Zusammenarbeit der beiden Verbände war in dieser Form ein Novum und hat sich gleich gelohnt: Die Sichtung zeigte, wie Nachwuchsförderung sportartenübergreifend funktionieren kann. Auch die Eltern waren begeistert, denn die Mischung aus professioneller Struktur und kindgerechtem Zugang war an diesem Tag perfekt abgestimmt.
Neben Technikübungen und kleinen Wettkampfformaten stand vor allem die Freude an der Bewegung im Wasser im Vordergrund. Gleichzeitig konnten die Trainer vielversprechende kleine Talente sichten, die künftig gezielt gefördert werden sollen- sei es im Triathlon oder im Schwimmsport. „Solche Sichtungen sind ein wichtiger Bestandteil der Nachwuchsarbeit. Gerade in den jungen Altersklassen ist es wichtig, Freude am Sport zu wecken und gleichzeitig gezielt Kinder zu fördern, die besondere Fähigkeiten mitbringen“, sind sich die Verantwortlichen beider Verbände einig.
Mit Blick auf die Zukunft soll die Zusammenarbeit deshalb auch weiter intensiviert werden, um möglichst vielen Kindern einen erfolgreichen und freudvollen Einstieg in den Schwimm- und Triathlonsport zu ermöglichen. Denn: „Wenn alle an einem Strang ziehen, profitieren vor allem die Kinder- und damit die Zukunft des Sports“, lautete das Fazit.
Text & Bild: Christiane Brandner
Triathlon Ingolstadt: Spannendes Profirennen erwartet, 2.200 Teilnehmende am Start
VeranstaltungenErstmals ist der Audi Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL am kommenden Sonntag, 01. Juni 2025, ein Rennen mit Bronze-Status der Professional Triathletes Organisation (PTO). Unter den Podiumsplatzierten wird ein Preisgeld von 10.000 EUR ausgeschüttet und zudem geht es um wertvolle Punkte im PTO World Ranking. Los geht der vollgepackte Triathlon-Sonntag in der Donaustadt mit 2.200 Teilnehmenden um Punkt 08:00 Uhr. Dann gibt Ingolstadts Oberbürgermeister Michael Kern den Startschuss für die Mitteldistanz über 1,9 km Schwimmen, 86 km Radfahren und 20 km Laufen.
Wer holt sich das Preisgeld?
In Abwesenheit des Vorjahressiegers Finn Große-Freese gilt der Vorjahreszweite Nils Huckschlag vom DSW12 Darmstadt Triathlon zum Kreis der Topfavoriten. Für den Hessen wird es aber ganz sicher kein Alleingang werden. Ein Quartett mit Fabian Günther (ProEnzym Tri Team Hamburg), Lukasz Wojt (Pewag Racing Team/SV Würzburg 05), Felix Hentschel (IfA Nonstop Bamberg) und Alexander Richter (Team Memmert/TSG 08 Roth) wird Huckschlag das Rennen schwer machen. Wojt, der 2017 in Ingolstadt auf der Mitteldistanz triumphierte, gilt trotz seiner 43 Jahre als bester Schwimmer im Feld. Hentschel, im Jahr 2023 Zweiter, könnte mit seiner Laufstärke den Unterschied machen. Spannend wird auch der Auftritt von Richter, der im Vorjahr die Olympische Distanz für sich entschied, und am Sonntag erstmals mit einer Profilizenz an der Startlinie steht.
Im Elitefeld der Frauen musste Svenja Thoes ihren geplanten Start leider absagen. Die Favoritenrolle hat nun Jana Uderstadt (DSW12 Darmstadt) inne, die sich Ende März beim Ironman Südafrika mit einem herausragenden sechsten Platz die Qualifikation für den Ironman Hawaii sicherte. Ihre direkten Konkurrentinnen sind Carolin Meyer (Triathlon Jena), sowie ein Schweizer Duo mit Alice Fritzsche und Olivia Keiser. Mit der Kroatin Dajana Pechtl (MRRC München), ist zudem die Vorjahressiegerin mit dabei, die als Altersklassenathletin an den Start gehen wird.
Auf der Olympischen Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) sind mit Jonas Wechsler (TSG 08 Roth) und Hans-Jörg Stolz (Triathlon Grassau) der Vorjahreszweite und -dritte gemeldet. Dazu kommt Tom Hohenadl (RSC Auto BROSCH Kempten), der 2023 über die Olympische Distanz gewann. Bei den Frauen könnte es zwischen Sina Böhne und der Lokalmatadorin Cornelia Griesche vom TSV Gaimersheim zum Duell der Siegerinnen aus den beiden Vorjahren kommen.
Die Sprintdistanz (0,75 km Schwimmen, 20 km Radfahren, 5 km Laufen) steht ganz im Zeichen der Einsteiger, die in den Triathlon-Sport hineinschnuppern. Besonders beliebt ist in diesem Jahr die wieder eingeführte Sprint-Staffel. Über 40 Staffelteams sind gemeldet, darunter 10 vom Titelsponsor Audi. Zu den Ehrengästen wird am Sonntag deshalb auch Audi Personalvorstand Xavier Ros zählen, der die Siegerehrung mit vornehmen wird.
Erneut großer Zuspruch für den Goals for Kids RUN
Bevor am Sonntagmittag die Triathletinnen und Triathleten ins Ziel im historischen Klenzepark einlaufen, sind die Jüngsten beim Goals for Kids RUN an der Reihe. Über 500 Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren sind aktuell gemeldet und gehen über 750 bzw. 1.500 m an den Start.
Hautnah dabei im Livestream ab 7:45 Uhr
Nach der gelungenen Premiere im Vorjahr steht auch diesmal wieder ein Livestream für die Zuschauer und Fans zur Verfügung. Ab 07:45 Uhr läuft die Liveübertragung. Als Neuerung gibt es diesmal eine Video-Leinwand im Zielbereich auf der Klenzeparkwiese, wo die Zuschauer die Livebilder von der Strecke verfolgen können.
Fotos: Triathlon Ingolstadt
Triathlon-Sommer in Bayern: Der Juni wird heiß!
VeranstaltungenDer Juni 2025 bringt nicht nur Sonne und lange Tage, er bringt vor allem Training, Wettkämpfe und ganz viel Begeisterung! Denn im Verbandsgebiet des Bayerischen Triathlon-Verbandes jagt ein Event das nächste. Vom 1. bis zum 29. Juni stehen in allen Regionen Bayerns spannende Rennen auf dem Plan – für Profis, Einsteiger, Kinder und Inklusionssportler. Besonders ins Rampenlicht rückt dabei Schweinfurt, das mit einem einzigartigen Triathlon-Doppel punktet. Ein Überblick, der Lust aufs Mitmachen oder Anfeuern macht.
Ein fulminanter Start: Schweinfurt zeigt, wie’s geht
Gleich am 1. Juni steht ein echtes Highlight an: In Schweinfurt steigt der MainCityTriathlon – und das gleich mit mehreren wichtigen Wertungen. Das Event startet mit einem Kurzdistanz-Rennen. Dann wird es besonders: Mittags gehört die Bühne den Parasportlern und Special Olympics Startern. Dabei geht es bei der DACH-Meisterschaft für Parasportler auf der Sprintdistanz auch um Titel. Am Nachmittag geht’s dann mit der Bayerischen Meisterschaft über die Sprintdistanz weiter. Es locken ein rasanter Kurs, flache, schnelle Radstrecken und ein stimmungsvoller Zieleinlauf am Schweinfurter Baggersee. Schweinfurt macht vor, wie moderner Triathlon aussieht: offen, inklusiv und mitreißend.
Auch in Forchheim wird am 1. Juni in die Saison gestartet. Beim StadtTriathlon, der übrigens mit dem Nachhaltigkeits-Label des BTV ausgezeichnet ist, geht es rund um die Altstadt und das Königsbad. Mit am Start ist hier auch die Landesliga Nord. Ebenfalls am selben Tag versammelt sich in Ingolstadt deutsche und internationale Triathlon-Elite zum Audi Triathlon, bei dem auf Mittel Distanz, Olympischer Distanz und Sprint alles geboten wird, was das Triathleten-Herz begehrt. Erstmalig werden hier auch Top-Profis um Punkte für die PTO Rankings kömpfen. Nicht weniger aufregend, aber auch stimmungsvoll geht es beim 30. Stadttriathlon Erding zu. Auf Sportlerinnen und Sportler wartet eine Jubiläumsausgabe mit Kultstatus. Hier trifft Jedermann-Charme auf sportliche Klasse, denn der BTV Memmert Nachwuchscup ist bei dem Traditionsrennen ebenso am Start wie die Landesliga Süd.
Der Audi Triathlon Ingolstadt powered by Büchel ist eines der großen Highlights im Juni; Foto: Christoph Raithel
Bayerns Vielfalt: Von Kallmünz bis Lauingen
Am 7. Juni folgt mit dem Kallmünzer Sparkassen-Triathlon ein weiteres Traditionsrennen. Die Strecke führt durch die malerische Oberpfalz, und wer’s etwas hügeliger mag, ist hier genau richtig. Mitte des Monats, am 15. Juni, zeigen dann zwei Städte, wie vielseitig Triathlon sein kann: In Würzburg/Erlabrunn bietet der Lifestyle Triathlon bekannte und ungewöhnliche Formate – neu ist zum Beispiel die Aquabike-Wertung, während im schwäbischen Lauingen beim VR Triathlon familiäre Atmosphäre und Donaublick überzeugen.
Am 21. Juni steht der Nachwuchs im Mittelpunkt: In Bad Gögging findet der 1. Neustädter Kindertriathlon statt. Liebevoll organisiert, mit viel Herzblut und einem klaren Ziel: Spaß an Bewegung. Nur einen Tag später, am 22. Juni, verwandelt sich der Neustadt an der Donau zum Hotspot für Ausdauersport: Der 3. Neustädter Triathlon bietet eine knackige Sprintdistanz. Zeitgleich lädt der triathlon.de CUP in Landshut zum Leistungsvergleich. Das Rennen hält von der Sprint, über Kurz- bis hin zur Mitteldistanz alle bereit, was Triathleten-Herzen höher schlagen lässt. Das Highlight: Wer in den Kampf um die Bayerische Meisterschaft Mitteldistanz einsteigen möchte, der sollte sich schnell noch anmelden.
Zugegeben, an diesem Wochenende kann man sich kaum entscheiden. Denn auch das Rothsee Triathlon Festival bietet über zwei Tage hinweg spektakuläre Rennen. In diesem Jahr mit noch weiterreichender überregionaler Strahlkraftdank der erstmaligen Austragung der Deutschen Meisterschaften der Jugend A und Junioren. Am Samstag stehen die Nachwuchsathleten im Fokus. Kinder- und Jugendrennen ab 6 Jahren sowie der Jedermann-Triathlon bieten ideale Einstiegsmöglichkeiten. Zudem messen sich Teams der 2. Triathlon-Bundesliga Süd in spannenden Wettkämpfen. Der Sonntag ist der Olympischen Distanz gewidmet. Dieses Rennen zählt gleichzeitig als Mittelfränkische Meisterschaft und zieht sowohl ambitionierte Amateure als auch erfahrene Athleten an.
Wer es urig und etwas ruhiger mag, ist zeitgleich beim Zusser Schwarzbräu Nullinger Triathlon gut aufgehoben: Naturbadesee, schnelle Radstrecke und vielleicht ein kühles Bier im Ziel – bayerischer geht’s kaum.
Tradition am Trebgaster Badeseee
Endspurt mit viel Auswahl
Das letzte Juni-Wochenende (28.–29. Juni) bringt noch einmal Triathlon-Möglichkeiten in allen Himmelsrichtungen. Für die Jüngsten startet am 28. Juni in Furth im Wald der Kinder- & Jugend-Drachenduathlon, während am gleichen Tag in Ottobeuren der Unterallgäuer Triathlon mit herrlichem Voralpen-Flair lockt. Der Wemdinger Waldsee Triathlon am 29. Juni bietet Natur pur, der Powertriathlon Trebgast bringt wieder einmal mit Schnupper-, Volks, Kurzdistanz und Regionalliga-Action auf die Strecke, und beim Hersbrucker Volkstriathlon kommt auch der letzte Hobbysportler in Fahrt. In Feuchtwangen wartet ein entspannter, bodenständiger Abschluss, während der Drachentriathlon in Furth im Wald mit seiner besonderen Kulisse punktet. Und wer’s ganz klassisch mag, findet beim 38. Puma Herzoman ein familiäres Event mit viel Herzblut.
Unser Fazit zum Juni-Programm: Jetzt ist Triathlon-Zeit! Ob Sprint oder Mitteldistanz, ob Volksrennen oder Profi-Event, ob Kids, Inklusionssportler oder Routinier; der Juni 2025 bietet im BTV-Verbandsgebiet für alle etwas.
Fotos: Oliver Gold, Christoph Raithel, Triathlon Liga Bayern
MainCityTriathlon Schweinfurt: Hochkarätiger Sport und gelebte Inklusion
VeranstaltungenAm Wochenende des 31. Mai und 1. Juni 2025 verwandelt sich das Erholungsgelände am Schweinfurter Baggersee erneut in eine Bühne für Ausdauersport. Der MainCityTriathlon und der MainCityRun, organisiert von der Abteilung Laufen-Triathlon der TG 48 Schweinfurt, bieten ein vielfältiges Programm für Ambitionierte, Hobbysportler und Menschen mit Behinderung. Besonders im Fokus stehen in diesem Jahr die Bayerische Meisterschaft über die Sprintdistanz sowie die DACH-Meisterschaft im Para-Triathlon mit starker bayerischer Beteiligung.
Bayerische Meisterschaft Sprintdistanz: Spannung auf der schnellen Strecke
Die Bayerische Meisterschaft über die Sprintdistanz wird am Sonntag, den 1. Juni 2025, im Rahmen des MainCityTriathlons ausgetragen. Die Athletinnen und Athleten erwartet ein attraktiver Kurs: 500 Meter Schwimmen im klaren Wasser des Baggersees, gefolgt von 20 Kilometern Radfahren auf einer für den Verkehr gesperrten Strecke und abschließend fünf Kilometer Laufen entlang des Sees. Die Meister des Vorjahres über die Kurzdistanz, Justine Jendro und Alexander Richter, sind nicht gemeldet – das Rennen ist also vollkommen offen.
DACH-Meisterschaft Para-Triathlon: Inklusion auf höchstem Niveau
Ein besonderes Highlight des Wochenendes ist die DACH-Meisterschaft im Para-Triathlon über die Sprintdistanz. Die TG 48 Schweinfurt hat bereits in den vergangenen Jahren Maßstäbe in Sachen Inklusion gesetzt. Mit vollgesperrten Strecken, die ausreichend Platz für Handbikes, Rennrollstühle und Tandems bieten, sowie einer barrierefreien Wechselzone wurde ein Umfeld geschaffen, das den Bedürfnissen aller Teilnehmenden gerecht wird.
Der amtierende Deutsche Meister, Julian Winter, ist auch am Start und meint: „Ich freu mich auf dem Wettkampf in Schweinfurt! Ich habe den Wettkampf ja letztes Jahr schon gemacht. Die Radstrecke ist perfekt fürs Tandem mit nur einem U-Turn und sonst flacher gerader Strecke. Für mich ist es auch eine gute Gelegenheit um zu sehen ob und wie sehr ich mich im Vergleich zum letzten Jahr verbessert habe und wo ich gerade so stehe. Außerdem will ich natürlich meinen Deutschen Meistertitel verteidigen.“
Julian Winter und Guide Tim Wolf
Valentin Hanzer freut wich besonders darauf, das erste Mal im blauen Einteiler am Start zu stehen: „Der Aufbau und die Aufnahme in den BTV Para Kader im letzten Jahr haben für mich sehr viel bedeutet – einer Mannschaft anzugehören ist nochmal ein ganz anderes Gefühl als die Saison alleine zu stemmen. Deswegen freue ich mich vor allem darauf mit den bayrischen Kollegen am Sonntag gemeinsam an den Start gehen zu dürfen.“
Sarah Steinke war bereits zwei mal am Start und freut sich auf das Event: „Ich fand das Rennen total super organisiert.“ Mit einer Anmeldung in letzter Minute gerade noch so in das Lineup gerutscht, ist die dritte der paralympischen Spiele, Anja Renner. Sie ist sicherlich die Favoritin in ihrer Wertung.
Neben den Para Sportlern gibt es auch eine eigene Wertung für Special Olympics Athleten – und das ist durchaus ein Alleinstellungsmerkmal des Rennens. Bisher nämlich gibt es kaum Angebote für diese Athletengruppe. Norbert Huhn, Ansprechpartner für Inklusion innerhalb der Abteilung Laufen-Triathlon, betont: „Wir hatten eine Anfrage, ob wir den Wettbewerb für ‚Special Olympics‘ Sportler öffnen könnten. Der erste Gedanke dabei war: ‚Na klar, warum denn nicht?‘“
Der Triathlon Schweinfurt ist nicht nur damit eine der wichtigsten und vorbildhaftesten Veranstaltungen im Verbandsgebiet. Wir wünschen dem Team und allen Athletinnen und Athleten ein erfolgreiches Rennen.
Foto: MainCity Triathlon Schweinfurt
Triathlon Bamberg: BTV Memmert Nachwuchscup und Landesliga Nord bei nassem Oberfranken-Highlight
Liga, NachwuchscupAm Sonntag, den 25. Mai 2025, wurde Bamberg zum Schauplatz breit aufgestellter Triathlon-Action. Beim traditionsreichen 31. IfA Nonstop Bamberg Triathlon trotzten die Teilnehmenden des BTV Memmert Nachwuchscups, der Landesliga Nord und der Breitensportrennen durchwachsenen Wetterbedingungen mit kühlen Temperaturen um 14 Grad und zeitweiligem Nieselregen. Die nassen Straßen verlangten auf der Radstrecke besonderes technisches Können, dennoch verliefen die Rennen insgesamt reibungslos. Erstmals war die Veranstaltung Teil des BTV Memmert Nachwuchscups und richtete darüber hinaus ein Wertungsrennen der Landesliga Nord aus.
Mit dabei war auch ein sehbehinderter Sportler aus dem Raum Bamberg. Darüber freute sich Organisator Oliver Prath besonders: „Der Sportler hatte bei uns im Vorfeld angefragt, ob er starten könne, und natürlich sprach nichts dagegen.“ Daneben freute sich der Bamberger über die zahlreich erschienenen Zuschauer und Nachmeldungen am Renntag trotz Regenwetters. „Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet“, staunte er im Nachgang.
Wetterbedingte Anpassungen in den Nachwuchsrennen
Aufgrund zu niedriger Wassertemperatur konnte in den Schülerklassen nicht geschwommen werden und es wurde jeweils ein Duathlon absolviert. Auch bei Jugend A und B mussten die geplanten 2x bzw 3x Rennen etwas abgeändert werden: zuerst wurde die volle Schwimmdistanz geschwommen und danach ein 2x bzw 3x bike-run angehängt.
In der Altersklasse Schüler A setzte sich bei den Jungen Ole Steinbuß vom TV 1848 Erlangen mit einer Zeit von 28:45 Minuten souverän durch. Ihm folgten Lukas Mundt (LV Deggendorf) in 28:58 Minuten und Max Schedel (TV 1848 Coburg) in 29:11 Minuten. Bei den Mädchen dominierte Jana Maas vom TSV Gaimersheim das Feld in 30:36 Minuten, vor Mathilda Zapf (SV Bayreuth, 31:00 Min) und Lena Glanz (LaFaCe-Team Weiden, 31:57 Min).
Auch die Schüler B zeigten starke Leistungen. Mika Fankel vom SV Bayreuth war bei den Jungen nicht zu schlagen und gewann in 19:53 Minuten vor Enzo Thoulouze (TSV Gaimersheim, 20:14 Min) und Leonard Thomann (Team Stegaurach, 20:20 Min). Bei den Mädchen war Magdalena Doege (SV Bayreut) mit 20:51 Minuten erfolgreich. Mia Schöffel vom SV Postbauer (21:47 Min) und Elisabeth Ramian (TSV Eintracht Karlsfeld, 22:07 Min) komplettierten das Podium.
In der Jugend B (Jahrgang 2010/2011) setzte sich bei den Jungen Alexander Tresselt vom Tri-Team Schongau mit einer Zeit von 35:51 Minuten durch. Joel Westphal (TSV Harburg) und Lando Spielberger (DAV Hersbruck) folgten auf den Plätzen zwei und drei. Bei den Mädchen siegte Laura Binder (LV Deggendorf) souverän in 40:55 Minuten. Luisa Zenk (SG Reisensburg-Leinheim, 41:45 Min) und Josephine Kujala (LaCarrera TriTeam, 42:30 Min) zeigten ebenfalls starke Leistungen.
In der ältesten Nachwuchsklasse, der Jugend A (Jahrgang 2008/2009), war Simon Naschwitz vom TSV Harburg in 55:17 Minuten der Schnellste bei den Jungen, gefolgt von Jonas Beyer (TV Planegg-Krailling, 57:40 Min) und Linus Morbach (TV 1848 Erlangen, 59:10 Min). Jennifer Bilz vom TV 1848 Coburg gewann das Rennen der Mädchen in 1:19:04 Stunden. Bei den Junioren siegten Lena Fischer und David Wölfel (beide TV1848 Coburg).
Ein echtes Highlight des Tages war das Rennen der Landesliga Nord über die Sprintdistanz. Bei den Männern setzte sich Jonas Stengel (Arriba Göppersdorf II) in 56:42 Minuten an die Spitze, dicht gefolgt von Lukas Scherl (SV Bayreuth, 57:49 Min) und Tim Wolf (Team Icehouse Bayreuth, 59:01 Min).
Fotos: Guntram Rudolph
Die Ergebnisse in der Übersicht:
Schüler A
Jungen: 1. Ole Steinbuß, 2. Lukas Mundt, 3. Max Schedel
Mädchen: 1. Jana Maas, 2. Mathilda Zapf, 3. Lena Glanz
Schüler B
Jungen: 1. Mika Fankel, 2. Enzo Thoulouze, 3. Leonard Thomann
Mädchen: 1. Magdalena Doege, 2. Mia Schöffel, 3. Elisabeth Ramian,
Jugend B
Jungen: 1. Alexander Tresselt, 2. Joel Westphal, 3. Lando Spielberger
Mädchen: 1. Laura Binder, 2. Luisa Zenk, 3. Josephine Kujala
Jugend A
Jungen: 1. Simon Naschwitz, 2. Jonas Beyer, 3. Linus Morbach
Mädchen: 1. Jennifer Bilz
Landesliga Nord
Männer: 1. Jonas Stengel, 2. Lukas Scherl, 3. Tim Wolf
Alle Ergebnisse sind unter diesem Link zu finden.