Dass ein Herz richtig funktioniert, ist die Grundvoraussetzung nicht nur für sportliche Aktivität, sondern für das gesamte Leben. Doch was passiert, wenn dieses zentrale Organ schwer erkrankt? In manchen Fällen kann nur noch eine Herztransplantation helfen. Eine solche Operation bedeutet medizinisch wie emotional einen tiefen Einschnitt in das Leben von Betroffenen. Aber sie kann auch der Beginn eines neuen Kapitels sein, geprägt von Lebensqualität, neuer Energie und sogar sportlichen Erfolgen. Regina Richtmann ist ein Beispiel dafür. Die Starnbergerin erhielt vor rund zwei Jahren nach langer Krankheitsgeschichte ein Spenderherz – und hat sich seitdem Schritt für Schritt zurück ins aktive Leben und in den Wettkampfsport gekämpft.

Schon als Neugeborene wurde bei ihr eine Verdickung des Herzmuskels diagnostiziert, es folgten Jahre voller medizinischer und körperlicher Einschränkungen. 2022 kam sie auf die Hochdringlichkeitsliste, wenig später wurde sie transplantiert. Nur ein Jahr später nahm sie bereits beim Organspendelauf teil. 2025 ging sie bei weiteren Wettbewerben an den Start, unter anderem der Organspendenlauf in München sowie dem Sprintdistanz Triathlon der World Transplant Games in Dresden über 500 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen.

Das ist eine immense persönliche Leistung. Die Geschichte zeigt aber auch, dass Leistungssport nicht nur Medaillen bedeutet: Er kann neue Energie schenken, Struktur geben und Perspektiven eröffnen, gerade nach einschneidenden Erlebnissen wie einer Organtransplantation. Wir haben uns mit ihr unterhalten.

Regina, wie würdest du deinen Weg von der Diagnose bis zu deiner Rückkehr in den Sport zusammenfassen?

Sportlerin und Sportler mit Medaille

Regina Richtmann mit Felix Friedrich aus Starnberg, ein lebertranspantierter Triathlet, der bei den World Transplant Games in seiner Altersklasse Gold holen konnte.

Der Weg von der Diagnose bis zu meiner Rückkehr in den Sport war eine Gratwanderung zwischen Leben und Tod – begleitet von Angst, Unsicherheit und Momenten tiefer Verzweiflung. Immer wieder bin ich gestolpert, habe Kraft verloren und musste mich neu aufrichten. Doch dank meiner Familie, medizinischem Fachpersonal und meinen Freunden hatte ich Menschen an meiner Seite, die mich getragen und mir Mut gegeben haben, wenn ich selbst keinen mehr hatte.
Ohne diese Unterstützung hätte ich diesen Weg nicht bis ans Ziel geschafft. Heute, nach meiner Transplantation, blicke ich mit Dankbarkeit und Stolz zurück. Ich habe gelernt, dass wahre Stärke nicht bedeutet, alles allein zu schaffen, sondern weiterzugehen – trotz Rückschlägen.
Mit meinem Spenderherz lebe ich nicht nur für mich, sondern auch für meine*n Spender*in. Ich treibe Sport, um meine Gesundheit zu stärken, aber auch, um anderen zu zeigen: Es gibt immer Hoffnung – und es lohnt sich, niemals aufzugeben.

Was hat dich motiviert, so schnell wieder sportlich aktiv zu werden?

Als ich selbst keinen Sport machen konnte, habe ich immer die Menschen bewundert, die Sport treiben. Ich habe zu ihnen aufgeschaut und mir gesagt, dass ich eines Tages auch ohne Ängste und Sorgen in völliger Freiheit Sport machen kann. Jetzt, wo es so weit ist, möchte ich für die, die es selbst nicht mehr können, Schwimmen, Radeln und Laufen.

Plötzlich klingelt das Telefon. Jetzt geht es los. Welche Gedanken gingen dir durch den Kopf, als du die Nachricht von der Transplantation erhalten hast?

Durch die Wartezeit von drei Jahren und vier Monaten dachte ich, dass ich mich gut auf den Zeitpunkt vorbereiten konnte. Doch als der Moment kam und mir nach vier Monaten auf Intensivstation in der Nacht um 3:30 gesagt wurde, dass ein Spenderherz für mich da ist, konnte ich nicht anders als in Tränen auszubrechen. Der Moment, auf den ich so viele Jahre hoffte, war greifbar nah. Plötzlich traute ich mich wieder darüber nachzudenken, wie es wohl sein wird, dank meines Spenderherzens zu laufen, Treppen zu steigen, ohne Pausen nach jeder Stufe einlegen zu müssen oder einfach mit meiner Familie im See zu schwimmen. Ich hatte viele Träume als es für mich in den OP ging, aber das größte war es, 10 Meter am Stück zu laufen, ohne Angst um mein Leben haben zu müssen. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass ich nur eineinhalb Jahre später meinen ersten Triathlon mache.

Triathlon mit Spenderherz – geht das überhaupt? Welche medizinischen Rahmenbedingungen musst du heute im Training besonders beachten?

Als ich meine Kardiologin aus der Transplantationsambulanz fragte, auf was ich beim Sport – insbesondere Leistungssport – achten sollte, lächelte sie mich verschmitzt an und sagte: „Wenn sie nicht mehr können, werden sie das schon merken.“ Nach dem Motto mache ich Sport – also eigentlich so wie jede*r andere auch.
In unserer Gesellschaft besteht leider nach wie vor der Irrglaube, dass man ein transplantiertes Organ schonen muss. Ganz im Gegenteil aber kann der Sport wie eine Art Medizin für Transplantierte angesehen werden. Jede Art von Bewegung – egal in welchem Ausmaß und Rhythmus – sind wichtig für unseren Körper und das Spenderorgan.
Im Fall der Herztransplantation werden die Nerven zum Herz gekappt, was bedeutet, dass die Kommunikation zwischen Hirn und Spenderherz nicht funktioniert. Erst durch Adrenalin, das der Körper zum Beispiel beim Sport ausschüttet, merkt das Herz, dass es schneller schlagen muss. Durch Sport werden also regelmäßig Impulse an das Spenderherz gegeben, was dazu führen kann, dass die Nervenbahnen zwischen Gehirn und Spenderherz teilweise wiederhergestellt werden können. Sportmediziner und Kardiologen sind sich in meinem Fall einig, da mein Puls so schnell ansteigt, dass zumindest ein paar Nerven wiederhergestellt sein müssen, was wahrhaftig ein Wunder ist.

Radfahrerin

Regina Richtmann beim Tegernsee Triathlon © www.sportshot.de

Welche sportlichen Ziele hast du dir für die nächsten Jahre gesetzt?

Die meisten ambitionierten Sportler arbeiten auf eine Medaille oder eine neue Bestzeit hin und da möchte ich mich nicht ausschließen. Natürlich versuche auch ich meine Zeiten zu optimieren und eventuell die ein oder andere Medaille mit nach Hause zu nehmen. Aber selbst wenn ich das nicht schaffe, bin ich nicht enttäuscht, denn wenn ich ehrlich bin, trage ich die wertvollste Medaille schon eine Weile in meiner Brust.
Mein größtes Ziel für die nächsten Jahre ist es zu zeigen, dass wir Transplantierte nicht wie ein rohes Ei behandelt werden müssen, sondern auch ein ganz normales Leben führen können. Ich möchte eine Motivation für Wartepatienten oder bereits Transplantierte sein und den verbliebenen Angehörigen verschiedenster Spenderfamilien zu zeigen, dass ihre Entscheidung zur Organfreigabe nicht umsonst war. Deshalb steht für mich als nächstes eine Mitteldistanz an, auf die ich mich schon fleißig vorbereite.

Was bedeutet dir der Sport heute im Vergleich zu der Zeit vor deiner Transplantation?

Der Sport bedeutet für mich Freiheit und lebendig sein. Vor meiner Transplantation wäre nicht ansatzweise an Sport – geschweige denn Leistungssport – zu denken gewesen. Jetzt kann ich, wann immer ich möchte, ohne Einschränkungen Sport treiben und diese Freiheit in vollen Zügen genießen, die mir meine ganze Kindheit und Jugend verwehrt blieb.
Früher war der Begriff Sport für mich etwas Unerreichbares, was ich immer nur bei anderen sehen konnte, aber nie selbst erleben durfte. Dank meines Spenders/ meiner Spenderin darf ich nicht nur mein zweites Leben genießen, sondern auch erfahren, wie sich der Körper anfühlt, wenn man an sein Limit geht und alles gibt.
Vor der Transplantation bedeutete ein Puls von über 120 Angst vor dem nächsten Kammerflimmern, Angst vor dem Tod, dem ich so viele Male nur knapp entkommen bin. Deshalb gibt es kein größeres Geschenk als das Spenderherz in meinem Kopf schlagen zu spüren, das mir zeigt: ich bin am Leben.

Lächelnde Sportlerin

Regina Richtmann beim Tegernsee Triathlon 2025 © www.sportshot.de

Welche Botschaft möchtest du anderen Menschen mit auf den Weg geben, die selbst gesundheitliche Herausforderungen meistern müssen?

Gesundheitliche Herausforderungen zwingen uns oft neu zu denken – über das Leben, über uns selbst und über das, was wirklich zählt. Ich wünsche jeder Person, die gerade kämpft, dass sie nicht den Mut verliert. Es ist okay, schwach zu sein, es ist okay, Hilfe anzunehmen und es ist völlig in Ordnung, neue Wege zu gehen. Es gibt immer Hoffnung und manchmal beginnt die Stärke genau dort, wo wir dachten, keine mehr zu haben.

Vielen Dank und weiterhin viel Freude am Sport!

Fotos: ©️WTG2025/YesVideography, ©www.sportshot.de und private Aufnahme

Mehr als 100 junge Triathletinnen und Triathleten aus ganz Bayern stellten sich am vergangenen Wochenende beim Kadertest des Bayerischen Triathlon-Verbands den sportlichen Herausforderungen. Auf dem Programm standen Schwimm- und Laufdisziplinen, bei denen die Nachwuchsathletinnen und -athleten ihre Form unter Beweis stellen konnten.

Von den jüngsten Schülern bis hin zur Jugend B wurden sowohl im Wasser als auch auf der Laufbahn gute Leistungen erzielt. Besonders stark präsentierten sich unter anderem Lotte Fankel (Schüler B; SV Bayreuth), Enzo Thoulouze (Schüler B; TSV Gaimersheim), Zoé Thoulouze (Schüler A; TSV Gaimersheim), Mika Fankel (Schüler A; SV Bayreuth), Josephine Kujala (Jugend B; La Carrera Tri Team Rothsee) und Konstantin Koop (Jugend B; TV Eintracht Karlsfeld), die in ihren Altersklassen ganz vorne lagen. Auch in den Jugend A-Wertungen zeigten etwa Tom Kaebel (TV 1848 Coburg) und Magdalena Mayer (TG Viktoria Augsburg) hervorragende Ergebnisse.

Mann mit Hut neben Frau mit Klemmbret in der Hand

Ideale Bedingungen

Die Bedingungen für den Test waren nahezu ideal: angenehme Temperaturen, gute Stimmung und eine reibungslose Organisation. Dank der akribischen Vorbereitung von Roland und Teresa Knoll, die die schwerpunktmäßig die Schüler- und Jugendklassen betreuen, lief der Kadertest rundum perfekt ab. Unterstützt von zahlreichen Helferinnen und Helfern funktionierte das Zusammenspiel zwischen Zeitnahme, Material, Aufwärmorganisation und Testdurchführung reibungslos – beste Voraussetzungen für aussagekräftige Leistungen. Auch für Verpflegung war gesorgt, dank des Engagements des Partyservice Caterina.

Inklusion im Fokus: Para-Triathleten am Start

Auch die bayerischen Para-Triathletinnen und -Triathleten absolvierten ihre Tests mit großem Engagement und Erfolg. Für den sehbehinderten Florian Ramer fand sich sogar spontan noch kurz vor dem Start ein Guide: Florian Loos, dessen Tochter bei den Schülern B antrat, sprang zehn Minuten vor Testbeginn ein und unterstützte ihn hervorragend. Eltern und Sportler halfen zudem spontan beim sogenannten „Tapping“ – einer Technik, mit der blinde Athleten beim Schwimmen sicher geführt werden.

Gruppenbild

Die Para Triathletinnen und Triathleten beim Kadertest mit BTV-Maskottchen Sepp

Mit Hilfe des Guide-blinden-Netzwerks konnte Lasse Hasselbrink an den Start gehen. Stefan Marshall begleitete ihn über die drei Kilometer Laufstrecke. Lunel van der Merwe war gemeinsam mit Michelle Wagner unterwegs. Die beiden konnten sich über eine neue Bestzeit freuen, ebenso wie Sarah Steinke. Auch Julian Winter, der den Kadertest inmitten seines regulären Trainings absolvierte, zeigte sich mit seinen Leistungen sehr zufrieden. Besonders erfreulich: Lars Konek war erstmals beim Kadertest mit dabei und überzeugte gleich mit einem gelungenen Einstand.

Fotos: Julia Fankel, Guntram Rudolph

 

Bayerns Crossduathlon- und Triathlon-Elite gab sich auf dem Burglengenfelder Lanzenanger ein Stelldichein. In einem wie immer anspruchsvollen und spannenden Rennen durch Gelände und über Hindernisse sicherten sich Tobias König (MSC Miesenbach) und Cornelia Griesche (TSV Gaimersheim) wie bereits im Vorjahr den Titel und dürfen sich erneut „Wuidsaukönige“ nennen.

Nach der Austragung der Deutschen Meisterschaften 2022 und 2023 erhielt der TV Burglengenfeld in diesem Jahr den Zuschlag für die Bayerischen Titelkämpfe. Der dritte Bürgermeister Sebastian Bösl, der in Vertretung des Schirmherrn Thomas Gesche anwesend war, zeigte sich beeindruckt vom Event auf dem heimischen Lanzenanger. BTV-Präsident Gerd Rucker lobte in seinem Grußwort die langjährige, hervorragende Arbeit der TV-Triathlongruppe. Immerhin sorgten wieder über 100 Ehrenamtliche gemeinsam mit der Stadt Burglengenfeld, der BRK-Bereitschaft, den Feuerwehren und den Abteilungen Triathlon, Radsport und Leichtathletik des TV Burglengenfeld für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

Siegerbild

Die Bayerischen Meisterinnen und Meister im Crossduathlon 2025

Spannende Rennen auf anspruchsvoller Strecke

Um 12:15 Uhr fiel der Startschuss zur „Fischer Fußfit Wuidsaujagd“ – der Bayerischen Meisterschaft über 6,0 km Laufen, 22,8 km Mountainbiken und abschließend 3,6 km Laufen. Dreh- und Angelpunkt war der Lanzenanger, wo Zuschauer Start, Ziel, den Hindernisparcours „Fuchsbau“ und die spektakuläre Röhrendurchfahrt hautnah miterleben konnten. Besonders der neue Rollenhindernis-Parcours sorgte für Stimmung und begeisterte Fans und Familien gleichermaßen.

Bei den Herren legte Marathonprofi Erik Hille (TV Burglengenfeld) ein hohes Anfangstempo vor. Doch der amtierende Weltcup-Dritte im Crosstriathlon, Sebastian Neef (TSG Roth), erreichte bereits mit 30 Sekunden Vorsprung die Wechselzone und übernahm in der ersten MTB-Runde die Führung. Dann zeigte Tobias König, Gesamtsieger der MTB-Bundesliga 2025, seine Klasse: Mit einem starken Auftritt auf dem Bike setzte er sich ab und verteidigte den Vorsprung bis ins Ziel – erneut mit der Wuidsaumaske als Trophäe. Als erster bayerischer Athlet lief Sebastian Neef auf Gesamtrang zwei über die Ziellinie. Michi Fuchs beeindruckte mit einer starken Radleistung und sicherte sich nach hartem Kampf auf dem Schlusslauf den dritten Gesamtrang und BM-Vize-Titel vor seinem Vereinskollegen Erik Hille.

Auch das Damenrennen bot Hochspannung: Cornelia Griesche kam mit rund zwei Minuten Vorsprung vor Paula Leupold (TV Burglengenfeld) in die Wechselzone. Trotz Krämpfen zeigte Leupold auf dem Mountainbike eine beeindruckende Leistung und startete mit 1:30 Minuten Vorsprung auf den letzten Laufabschnitt. Auf den letzten 400 Metern lief Griesche jedoch wieder auf und hatte im Zielsprint die besseren Reserven – mit neun Sekunden Vorsprung verteidigte sie ihren Titel. Vanessa Baumeister (TG Augsburg) komplettierte mit der zweitschnellsten Laufzeit das Podium.

Ergebnisse 

Männer:

1. Platz: Tobias König (MSC Wiesenbach) 1.34.21
2. Platz: Sebastian Neef (TSG Roth) 1.35.01 (1. Platz BM),
3. Platz: Michael Fuchs (TV Burglengenfeld) 1.37.10  (2. Platz BM)
4. Platz: Erik Hille (TV Burglengenfeld) 1.41.26
5. Platz: Sven Zurawask (TV Erlangen) 1.41.43 (3. Platz BM)

Frauen:
1. Platz: Cornelia Griesche (TSV Gaimersheim) 1.53.40 (1. Platz BM)
2. Platz: Paula Leupold (TV Burglengenfeld) 1.53.49 (2. Platz BM)
3. Platz: Vanessa Baumeister (TG Augsburg) 1.1.56.21,
4. Platz: Laetitia Birner (Team Oberpfalz) 2.07.16 (3. Platz BM)
5. Platz: Magdalena Lechner (Twin Neumarkt) 2.15.58

Link zu den Ergebnissen.

Fotos: Franz Pretzl

Das Sportjahr 2025 brachte für den Bundesstützpunkt Nürnberg und den Bayerischen Triathlon-Verband eine Reihe beachtlicher Ergebnisse auf nationaler und internationaler Ebene. Besonders auf der Welt- und Europabühne zeigte sich, dass die Athletinnen und Athleten aus Nürnberg zu den stärksten im deutschen Triathlon gehören. Bei der Weltmeisterschaft stellten sie vier der insgesamt sechs deutschen Starterinnen und Starter: Am Start waren Charlotta Bülck, Kjara Reckmann, Luis Rühl und Moritz Hägel. Auch auf europäischer Ebene setzte sich dieser Trend fort: Bei der EM kamen vier der acht deutschen Starter vom BSP Nürnberg. Das Mixed-Relay-Team erreichte dort den zweiten Platz, hinzu kamen zwei Top-5- und eine Top-10-Platzierung in den Einzelrennen.

Im Junioren-Europacup konnten die Nachwuchsathletinnen und -athleten ebenfalls überzeugen. Moritz Hägel und Chiara Göttler feierten jeweils einen Sieg, Charlotta Bülck, Luis Rühl und Sarah Walter standen drei weitere Male auf dem Podium. Auch abseits der Medaillenränge gab es zahlreiche starke Auftritte und solide Top-Platzierungen, die das Leistungsniveau des Teams unterstrichen. Bei der Jugend-Europameisterschaft in Kitzbühel belegte Josefine Doseth im Finale Platz 21 und erreichte gemeinsam mit dem Team im Mixed Relay Rang zehn. Nina Mayer kämpfte sich im B-Finale auf Platz 26.

Junge Läuferin in Bayern-Wettkampfanzug

Carlotta Bülck bei der DM Junioren 2025

National gesehen war die Bilanz nach Trainerwechsel und einigen Athleten-Abgängen ebenfalls gut. Drei der vier möglichen Deutschen Mannschaftsmeistertitel gingen an den BTV beziehungsweise den Bundesstützpunkt – in den Kategorien Jugend A weiblich, Junioren und Juniorinnen. In den Einzelwertungen sicherte sich Charlotta Bülck einen Sieg, Kjara Reckmann und Moritz Hägel standen zudem auf dem Podium. Luis Rühl, Moritz Hartmann, Chiara und Giulia Göttler, Annika Bernhuber, Josefine Jozwiak und Sarah Walter schafften den Sprung in die Top 10.

Die Neuzugänge im Kader für die Saison 2025/26 konnten sich in den Vergangenen Wochen bereits etwas einleben. Begrüßt wurden Frederike Bülck, Eva Rauscher, Joel Westphal, Alexander Tresselt, Leon Jóźwiak, Lando Spielberger und Konstantin Koop.

Foto: DTU/ Winni Penno

Mit Beginn des neuen Schuljahres darf der Bayerische Triathlon-Verband ein neues Gesicht begrüßen: Chiara Göttler verstärkt das Team im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres in der Geschäftsstelle. Die 18-Jährige bringt nicht nur frischen Wind und tatkräftige Unterstützung in die tägliche Verbandsarbeit, sondern verfolgt parallel auch ihre sportliche Laufbahn als Triathletin am Bundesstützpunkt Nürnberg.

2025 war schon jetzt ein besonderes Jahr: Die Harburgerin sicherte sich beim Europe Triathlon Junior Cup in Tabor souverän den Sieg und lieferte auch sonst starke Ergebnisse im nationalen Wettkampfzirkus.
Schon früh entdeckte sie ihre Begeisterung für den Triathlon und konnte sich über regionale und bayerische Erfolge stetig weiterentwickeln. Zu ihren bisherigen Highlights zählen Podiumsplätze bei bayerischen Meisterschaften sowie Starts auf nationaler Ebene, bei denen sie sich regelmäßig in der Spitze behauptete. Durch ihr Training am Bundesstützpunkt Nürnberg arbeitet Chiara gezielt an ihrem nächsten Karriereschritt und bringt die Leidenschaft für den Sport auch abseits der Wettkampfstätten mit in ihre Arbeit beim Verband ein. Wir haben nochmal nachgehakt.

Chiara, willkommen im Team! Warum hast du dich für ein Freiwilliges Soziales Jahr entschieden – und warum gerade beim BTV?

Danke! Ich habe mich für ein Freiwilliges Soziales Jahr entschieden, weil ich gerne etwas Praktisches machen wollte, bevor ich ein Studium anfange. Ich wollte Erfahrungen sammeln und einfach mal sehen, wie der Alltag im Sportbereich aussieht – vor allem hinter den Kulissen. Beim BTV hat mich besonders angesprochen, dass ich meine Leidenschaft für den Triathlon mit der Arbeit verbinden kann. Ich finde es cool, Teil eines Teams zu sein, das den Sport fördert und organisiert, und gleichzeitig selbst aktiv bleiben zu können.

Kannst du uns kurz erzählen, wie du zum Triathlon gekommen bist?

Ich komme aus der Nähe von Harburg, wo jedes Jahr der allbekannte Dorflauf stattfindet. Schon ein paar Wochen vor dem Lauf traf sich dort immer eine große Gruppe von Kindern in meinem Alter – die Triakids vom TSV Harburg. Sie haben sich gemeinsam aufgewärmt, gespielt und die Strecke abgelaufen. Das hat mich begeistert, und ich wollte unbedingt auch mitmachen. Aber unsere Mama meinte, ohne Training wird das nichts. Also sind wir zu den Triakids gegangen und haben beim Vorbereitungstraining mitgemacht und sind danach immer mal wieder zum Triathlontraining, was mir dann nach einer Zeit richtig viel Spaß gemacht hat.

Läuferin auf Weg entlang eines Sees

Chiara Göttler beim Rothsee Triathlon 2025

Welche deiner bisherigen sportlichen Erfolge sind dir besonders in Erinnerung geblieben?

Einer meiner schönsten Erfolge war dieses Jahr der Sieg beim Europacup – vor allem, weil ich völlig ohne Erwartungen an den Start gegangen bin. Dann so ein Ergebnis zu erzielen, war einfach ein wahnsinnig gutes Gefühl, besonders gegen internationale Athleten. Auch der Sieg mit der Mixed Team Relay letztes Jahr war etwas ganz Besonderes. Die Stimmung und Atmosphäre waren genial, und das ganze Team hat einen angefeuert und unterstützt – das hat richtig motiviert und stark gemacht.

Du trainierst am Bundesstützpunkt Nürnberg – wie sieht ein typischer Trainingstag bei dir aus?

Jeder Tag läuft ein bisschen anders ab, aber meistens startet er schon früh – gegen 7:30 Uhr – mit der ersten Trainingseinheit, entweder Schwimmen oder Laufen. Danach gibt’s erst mal ein ordentliches Frühstück, bevor es später Mittagessen gibt. Am Nachmittag steht dann die zweite Einheit des Tages an, und manchmal kommt sogar noch eine weitere dazu.

Welche Ziele hast du dir für die kommende Saison gesteckt?

Ich möchte vor allem an meiner Schwimmform arbeiten, damit ich mich bei internationalen Rennen schon zu Beginn im vorderen Feld positionieren kann. Außerdem will ich meine Stärken weiter ausbauen und mit noch mehr Kraft und Leistungsfähigkeit an den Start gehen, um gute Ergebnisse bei internationalen Wettkämpfen und in der 1. Triathlon-Bundesliga zu erreichen.

Wie schaffst du es, die Doppelbelastung aus Arbeit und Training unter einen Hut zu bringen?

Wichtig ist für mich, dass ich meine Aufgaben gut organisiere und erledige, wenn gerade Zeit ist – und sie nicht bis zur letzten Minute aufschiebe. So vermeide ich eine Menge Stress. Außerdem versuche ich, mich immer auf eine Sache zu konzentrieren. Dadurch kann ich sie schneller und besser erledigen, ohne ständig abgelenkt zu sein. Oft ist das Training für mich aber auch eine Art Pause zwischen der Arbeit – eine willkommene Ablenkung, um den Kopf freizubekommen.

Wo siehst du dich sportlich und beruflich in ein paar Jahren?

Sportlich sehe ich mich auf jeden Fall weiterhin im Leistungssport. Eines meiner größten Ziele ist es natürlich, es in den Perspektivkader der Deutschen Triathlon Union zu schaffen und ganz vorne mit dabei zu sein. Beruflich sehe ich mich im Studium – oder vielleicht sogar schon kurz vor dem Abschluss. In welche Richtung es genau gehen soll, weiß ich allerdings noch nicht so ganz.

Foto: Malte Kreibich

Als ich von Bundestrainer Tom Kosmehl erfahren habe, dass ich mich für die Weltmeisterschaften in Wollongong (Australien) qualifiziert habe – und dass auch von seiner Seite die Nominierung erfolgen würde – konnte ich es kaum fassen. Ich hätte niemals gedacht, dass ich bereits in meiner ersten Saison als Elite-Athlet zur WM fahren würde. Ein unglaubliches Gefühl und gleichzeitig das Startsignal, den Fokus nochmal komplett auf dieses neue, große Ziel zu richten.

Vorbereitung in Kienbaum

Somit ging es nur eine Woche nach dem Wettkampf in Alhandra für mich ins Trainingslager nach Kienbaum, wo sich das deutsche Paratriathlon-Team gemeinsam mit den Junior:innen auf die Weltmeisterschaften vorbereitete. Auf dem Plan standen viele spezifische Einheiten: Multikoppel-Training, Open-Water-Sessions und Wechseltraining. Der Fokus lag klar auf Qualität statt Quantität – jede Einheit sollte sitzen, damit wir in Australien top vorbereitet an der Startlinie stehen.

Athlet auf Indoor-Bike

Valentin Hanzer im Trainingslager in Kienbaum

Es hat mir riesigen Spaß gemacht, mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Para-Kader zu trainieren. Wir haben uns gegenseitig gepusht, voneinander gelernt und dabei echt gute Stimmung im Team gehabt. Trotzdem blieb genug Raum um sich auszuruhen – denn nur wer gut regeneriert, kann in den wichtigen Einheiten alles geben.

Ein absolutes Highlight in Kienbaum war für mich die Kältekammer. Nach den härtesten Einheiten ging es dort direkt hinein – bei minus 110 Grad! Die ersten 30 Sekunden merkt man die Kälte kaum, weil sie sehr trocken ist, aber nach 1:30 Minuten ist man dann trotzdem sehr froh, wenn die Tür wieder aufgeht. Der Effekt ist echt beeindruckend: Man fühlt sich gleich danach viel entspannter – perfekt, um am nächsten Tag wieder Gas zu geben.

Letzte Vorbereitungen

Nach zwei intensiven Wochen im Trainingslager ging es nochmal zurück nach Hause, um die letzten Vorbereitungen zu treffen: Koffer packen, Material checken, das Fahrrad für den Flug vorbereiten. Jetzt steigt langsam die Vorfreude – und auch ein bisschen die Aufregung.

Nächste Woche geht es dann endlich los nach Australien! Ich bin gespannt auf die vielen neuen Eindrücke, das Klima, die Strecke – und natürlich auf den Wettkampftag selbst. Am 19. Oktober heißt es dann: alles geben und versuchen das abzurufen, wofür ich die letzten Monate gearbeitet habe.

Im März 2026 verwandelt sich die Sportschule Oberhaching wieder in ein kleines Triathlon-Zentrum: Der Bayerische Triathlon-Verband bietet eine kompakte Lehrerfortbildung an, die Sportlehrkräften die Tür in die spannende Welt des Schul-Triathlons öffnet. Ziel der Fortbildung ist es, Lehrkräfte fit für differenzierten Sportunterricht zu machen und ihnen die Leitung von Triathlon-SAGs oder Stützpunkten zu ermöglichen. Am Ende der Woche halten Teilnehmende nicht nur jede Menge Praxisideen, sondern auch die C-Trainer-Lizenz Triathlon in den Händen.

Jede Menge Praxis

Das Programm ist abwechslungsreich und praxisnah. Im Mittelpunkt stehen die typischen Wechsel vom Schwimmen zum Radfahren und vom Radfahren zum Laufen – schließlich machen sie den Triathlon erst so besonders. Dazu kommen Einblicke in den Einsatz des Mountainbikes im Unterricht, kreative Spiel- und Wettkampfformen, die triathlonspezifisch angepasst sind, sowie eine kompakte Regelkunde. Theorie und Praxis greifen dabei eng ineinander, sodass die Lehrkräfte das Gelernte direkt erproben und reflektieren können.

Teilnehmen können Sportlehrkräfte mit Unterrichtsberechtigung – egal ob vertieft oder nicht vertieft – an Gymnasien, Realschulen oder Mittelschulen. Wichtig: Das Didaktikfach Sport ist nicht zugelassen. Die entsprechenden Nachweise müssen mit der Anmeldung eingereicht werden; die Bestätigung erfolgt über die Geschäftsstelle des BTV.

Die Fortbildung findet vom 16. bis 20. März 2026 in der Sportschule Oberhaching statt. Maximal 18 Lehrkräfte können teilnehmen, wobei pro Schule nur ein Platz vergeben wird. Für Übernachtung und Vollverpflegung liegt die Teilnahmegebühr bei 300 Euro, wer ohne Übernachtung dabei ist und lediglich das Mittagessen bucht, zahlt 150 Euro.

Rahmendaten

  • Termin: 16.03.2026 (10 Uhr) – 20.03.2026 (16 Uhr)
  • Ort: Sportschule Oberhaching
  • Teilnehmerzahl: max. 18 (pro Schule nur eine Lehrkraft)
  • Kosten: 300 € inkl. Übernachtung & Verpflegung / 150 € ohne Übernachtung mit Mittagessen
  • Ferienlehrgang: nein
  • Durchführung: Ausbildungsteam des Bayerischen Triathlon-Verbandes e.V.

Die Anmeldung läuft ausschließlich über FIBS (https://fibs.alp.dillingen.de/lehrgangssuche)

Am 8. November 2025 lädt der Bayerische Triathlon-Verband e.V. zum Verbandstag nach Ingolstadt ein. Veranstaltungsort ist die Bezirkssportanlage Nord-Ost (Wirffelstraße 25, 85055 Ingolstadt). Eingeladen sind die Delegierten der Bezirke, Vereine, Veranstalter, Kampfrichterinnen und Kampfrichter, Triathletinnen und Triathleten sowie alle Interessierten. Ein zentrales Thema des diesjährigen Verbandstags sind die Neuwahlen des Präsidiums, die wichtige Weichen für die Zukunft unseres Verbands stellen. Wie im vergangenen Jahr ist der Verbandstag in einen Thementag eingebettet, der insbesondere Vereinsvertretern und Veranstaltern, aber auch allen Triathlon-Interessierten neue Anregungen und Impulse für ihre Arbeit bietet. Wir freuen uns auf eure Teilnahme, den gemeinsamen Austausch und eine konstruktive Gestaltung der Zukunft des Triathlons in Bayern.

 

Parkplätze sind direkt an der Anlage kostenfrei verfügbar.
Anreise per ÖPNV: Mit dem Zug zum Nordbahnhof Ingolstadt, dann am Ausgang West die Buslinie 20 zur Gutenbergstraße. Von dort aus zu Fuß 1km.

Um Anmeldung wird gebeten (Link zur Anmeldung).

Zum PDF der Einladung

Rahmenprogramm

Bei Besuch von zwei Veranstaltungen ist das Mittagessen kostenfrei.

Bei Besuch von zwei Vorträgen können 4UE für Trainerfortbildungen angerechnet werden.

    • 9:00 bis 10:15 Uhr
      • Thema 1 (Ulf Thaler): Modernes Sportmarketing | Interaktive Fan-Momente: Mehrwert für Veranstalter Fans und Sponsoren
        Fan-Momente im Triathlon schaffen über Social Media und Medienkanäle messbare Interaktionen erhöhen die Reichweite und generieren wertvolle Leads. Mit interaktiven Elementen und Gamification entsteht ein neues Sponsorenpaket das das magische Dreieck zwischen Veranstalter Fan und Sponsor nachhaltig stärkt

      • Thema 2 (Christian Teringl): Effiziente Einsatzplanung für Kampfrichter:innen – von der Theorie zur Praxis
        Dieser Vortrag richtet sich an KR Level 1 und zeigt, wie die digitale Einsatzplanung nicht nur die Organisation vereinfachen, sondern auch die Zusammenarbeit im Kampfrichterteam verbessern kann. Anhand praxisnaher Szenarien sehen wir gemeinsam, wie Schichten, Rollen und Aufgaben optimal auf unterschiedliche Weise angelegt werden können. Ziel ist es, den Zeitaufwand für die Verantwortlichen EL zu minimieren und gleichzeitig maximale Transparenz und Übersicht im ganzen Team zu schaffen.
       
      • 10:15 bis 10.30 Uhr           Pause
      • 10:30 bis 12:45 Uhr           Verbandstag mit Neuwahlen
      • 12:45 bis 13:30 Uhr           Mittagspause mit Mittagessen

      • 13:30 bis 14:45 Uhr
        • Thema 1 (Katja Bartsch): Peri-/postmenopause im Sport – aktueller Forschungsüberblick und Strategien für die Praxis
          Der menopausale Übergang repräsentiert für viele Frauen eine Zeit großer Umstellung. Insbesondere Östrogen-Schwankungen und -Mangel können zu körperlichen und mentalen Symptomen führen – von muskuloskelettalen Beschwerden wie z.B. Schmerzen, Muskelschwund und Osteoporose, bis hin zu Hitzewallungen, Schlafproblemen und Depressionen. Dabei gibt es große Unterschiede im individuellen Erleben der Peri-/Postmenopause. Um informiert und selbstbestimmt Entscheidungen über mögliche Trainings- und Lebensstilinterventionen treffen zu können, ist nicht nur Verständnis über die zugrundeliegenden physiologischen Mechanismen, sondern auch Wissen über wissenschaftlich fundierte Strategien essenziell. Der Vortrag beleuchtet menopausale Veränderungen, fasst die aktuelle Studienlage zu physischer Aktivität zusammen und thematisiert evidenzbasierte Implikationen für Training und Lebensstilinterventionen. 

        • Thema 2 (Christian Teringl): Innovation im Sportverein: Was Sportvereine von Start-ups lernen können
          Wie können Sportvereine von den Methoden erfolgreicher Start-ups profitieren? In diesem Workshop zeigt Christian Teringl, ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Entrepreneurship & Innovation und Mitgründer vom Sportnetzwerk SPOFERAN, wie Vereine mit einfachen Werkzeugen wie Design Thinking, Lean Start-up und Canvas-Methoden neue Ideen entwickeln, Mitglieder besser einbinden und Projekte mit minimalem Aufwand testen können. Anhand praxisnaher Beispiele aus der Vereinswelt wird deutlich: Innovation ist kein Buzzword, sondern eine Chance für mehr Freude, Engagement und Effizienz im Vereinsalltag der Gegenwart und Zukunft.

        • Thema 3 (Hanna Krauss): Motivation im Kinder- und Jugendtriathlon: Zwischen Spaß und Wettkampf
          Viele Kinder bewegen sich kaum, andere trainieren schon früh sehr leistungsorientiert. Wie können wir als TrainerInnen und Vereine beide Seiten abholen? Der Vortrag zeigt, wie TrainerInnen Training und Wettkämpfe so gestalten, dass sie Spaß machen, motivieren und zugleich Entwicklung ermöglichen – mit praktischen Ideen für den Umgang mit Kindern und Eltern.
  •  
    • 15:00 bis 15:30 Uhr           Pause
  • 15:30 bis 17:00 Uhr          
    • Veranstaltertreffen: Best Practice – Zusammenarbeit mit Behörden, Einsatzkräften, Helfern 
      Wie gelingt die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Veranstaltern, Behörden, Einsatzkräften und Helfern? Wie überwindet man gemeinsam Differenzen und schafft ein sicheres und positives Erlebnis für alle Beteiligten? In dieser Diskussionsrunde berichten Praktikerinnen und Praktiker von ihren Erfahrungen und geben wertvolle Tipps für eine reibungslose Organisation und sichere Veranstaltungen.

    • Kampfrichter-Get-Together: Rückblick & Ausblick
      In entspannter Atmosphäre möchten wir alle Kampfrichter zu einem lockeren Austausch einladen. Neben einem gemeinsamen Rückblick auf die vergangene Saison gibt es Raum für Feedback, Wünsche und Ideen für die Zukunft. Das Treffen soll Gelegenheit bieten, Erfahrungen zu teilen, Anregungen einzubringen und die Gemeinschaft zu stärken.

Verbandstag

Die vorläufige Tagesordnung beinhaltet alle satzungsgemäßen Punkte mit Berichten des Präsidiums und der Ressorts. Ergänzende Anträge zur nachstehenden Tagesordnung können bis 25. Oktober 2025 bei der Geschäftsstelle des BTV mit dem entsprechenden Formular (als Formular digital bearbeitbar nach Download) eingereicht werden. Das PDF mit der offiziellen Einladung können sie hier herunterladen.

Um Anmeldung wird gebeten (Link zur Anmeldung).

 

VORLÄUFIGE TAGESORDNUNG

  •  
  • TOP 1 – Eröffnung und Feststellung ordnungsgemäßen Einberufung/ Genehmigung der Tagesordnung
  • TOP 2 – Bericht des Präsidenten
  • TOP 3 – Bericht des Vizepräsidenten Finanzen
  • TOP 4 – Bericht des Vizepräsidenten Leistungssport
  • TOP 5 – Bericht der Regelbeauftragten
  • TOP 6 – Bericht des Beauftragten für Sportentwicklung
  • TOP 7 – Bericht des Jugendleiters
  • TOP 8 – Bericht des Sprechers der Bezirke
  • TOP 9 – Bericht der Veranstaltervertreterin
  • TOP 10 – Aussprachen zu TOP 2 -TOP 9

  • TOP 11 – Ehrungen
  • TOP 12 – Bericht des Lehrwartes
  • TOP 13 – Bericht der Schulsportbeauftragten
  • TOP 14 – Bericht der Ligabeauftragten
  • TOP 15 – Bericht der Beauftragten für Presse- und Medienarbeit
  • TOP 16 – Aussprachen zu TOP 12 – TOP 15

  • TOP 17 – Bericht des Kassenprüfers
  • TOP 18 – Entlastung des Präsidiums

  • TOP 19 – Anträge
  • TOP 20 – Feststellen der stimmberechtigten Mitglieder und ­­Beschlussfähigkeit, Ausgabe der Wahlunterlagen
  • TOP 21 – Bestellung eines Wahlausschusses
  • TOP 22 – Neuwahl des Präsidiums
  • TOP 23 – Neuwahl der Disziplinarkommission
  • TOP 24 – Neuwahl des Verbandsgerichts
  • TOP 25 – Neuwahl der Kassenprüfer
  • TOP 26 – Neuwahl des Lehrwartes
  • TOP 27 – Neuwahl des Anti-Doping-Beauftragten
  • TOP 28 – Neuwahl des Schulsportbeauftragten
  • TOP 29 – Neuwahl des Ligabeauftragten
  • TOP 30 – Neuwahl des Aktivensprechers

  • TOP 31 – Termin- und Ortsbestimmung des Verbandstages 2026
  • TOP 32 – Verschiedenes

Nun geht sie endgültig zuende, die Triathlon-Saison 2025. Aber halt, ein echtes Highlight wartet noch auf die, die immer noch Power in den Beinen haben: Die Bayerische Meisterschaft Cross-Duathlon „Jag de Wuidsau“ in Burglengenfeld am 11. Oktober. Das traditionsreiche Event bietet Offroad-Action mitten in der Oberpfalz. Das Orga-Team setzt zudem verstärkt auf Familienfreundlichkeit und organisiert ein nachhaltiges Rennen, das vom BTV ausgezeichnet ist.

Schüler- und Jugendrennen feiern Premiere

Zum zwölften Mal gibt es das „Wuidsaujagd“-Hauprennen mit der vollen Cross-Herausforderung sowie die Schnupperjagd für all diejenigen, die sich ausprobieren möchten. Zum ersten Mal können in diesem Jahr auch Schülerinnen, Schüler sowie Jugend A und B (12–17 Jahre) Crossduathlon-Luft schnuppern. Damit erweitert sich das Programm, das bislang mit dem beliebten „Frischlingsrun“ für die Jüngsten bereits über 200 Starter begeisterte. Selbstverständlich bleibt der Frischlingsrun auch in diesem Jahr ein fester Bestandteil. Die

„Wuidsau“ entwickelt sich damit von einem reinen Sportevent zu einem Breitensport- und Familienevent. Unter dem Motto „von Familien für Familien“ wird das Veranstaltungsgelände am Lanzenanger mit beheiztem Festzelt zum Treffpunkt für Groß und Klein. Vormittags können die Kids an den Start gehen, nachmittags die Erwachsenen. Die Burglengenfelder bieten damit einen Sporttag für die ganze Familie mit bayerischer Meisterschafts-Atmosphäre und packendem Cross-Duathlon! Dabeisein lohnt sich.

Die Favoritinnen und Favoriten für den BM-Titel

Der Top Starter in diesem Jahr ist Letztjahressieger und Cross Country-Profi Tobias König. Dazu kommt natürlich auch Sebastian Neef, der zuletzt im XTERRAWeltcup Gesamtdritter wurde. Nicht zu unterschätzen wird auch in diesem Jahr Lokalmatador Michi Fuchs sein, der frischgebackene Vize-Weltmeister und Gesamtsechste im XTERRA Crosstriahtlon in Molveno in seiner Altersklasse. Er möchte vor heimischen Publikum seine Form unter Beweis stellen. Ein interessantes Debüt wird Marathonprofi Erik Hille vom TV Burglengenfeld geben, der erst kürzlich den Jungfrau Bergmarathon in der Schweiz gewann und mit 2.13.03 Stunden aus 2024 eine Topzeit vorweisen kann. Er versucht seine Fähigkeiten nun auch in einer anderen Disziplin unter Beweis zu stellen.

Bei den Damen wird die Siegerin aus 2024, Cornelia Griesche, ihren Titel verteidigen wollen. Außerdem wird Triathlonprofi Lorena Erl an der Startlinie stehen. Aus Sicht des TV Burglengenfeld ist Lokalmatadorin Paula Leupold, frischgebackene XTERRA Amateurweltmeisterin aussichtsreiche Starterin und geht voll motiviert an den Start.

Mehr Informationen und Anmeldung unterjagdewuidsau.de/

„Berlin calling“ hieß es in diesem Jahr erstmalig für das Apian-Gymnasium aus Ingolstadt. Das Team trat beim Herbst-Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ an, wo Ende September die besten Schul-Triathletinnen und -triathleten Deutschlands im Olympiapark aufeinandertrafen. Für die Schule hatte der Weg dorthin zuvor über die Regionalentscheide geführt: die Teams qualifizierten sich im Nordbayernfinale in Hilpoltstein oder im Südbayernfinale (Erding) sowie im bayerischen Landesfinale in Ingolstadt, bei dem das Apian-Team ganz oben stand.

Für das Apian-Gymnasium war die Teilnahme ein echter Meilenstein: Zum ersten Mal durfte die Ingolstädter Mannschaft Bayern beim Bundesfinale vertreten. Die „Apianer“ gaben alles – auch wenn sie in Berlin leider nicht vom Glück verfolgt waren. Schon am ersten Wettkampftag kam es knüppeldick: Einer der stärksten Athleten stürzte unglücklich auf dem Rad und fiel dadurch für beide Wettbewerbe – Einzel wie Staffel – aus. Dazu kam eine 10-Sekunden-Penalty wegen vermeintlich verspäteten Absteigens beim Radwechsel. Dennoch hielt sich das Team nach den Einzelläufen mit Platz 8 in der Gesamtwertung in einer guten Ausgangsposition für die Staffel-Entscheidung am zweiten Tag.

Viel Pech dabei

Jugend trainiert für Olympia (Triathlon) am 23. September 2025 in Berlin

Doch auch dieser verlief nicht wie erhofft. Die erste Staffel wurde nach einem Missverständnis disqualifiziert: Ein Athlet fuhr durch ein Handzeichen eines Kampfrichters verunsichert eine Runde zu wenig Rad und bog zu früh in die Wechselzone ab. Das Ergebnis war bitter – die Staffel erhielt die langsamste Zeit plus 90 Sekunden Strafe, wodurch das Ziel einer einstelligen Platzierung unerreichbar wurde.

Trotz all dieser Rückschläge bewies das Team Moral und kämpfte bis zum letzten Meter. In der Endabrechnung belegte das Apian-Gymnasium den 12. Platz mit einer Gesamtzeit von 3:13:22. Bei den Einzelstarts waren Jakob Sengl (Platz 13), Jan Walter (Platz 18) und Felix Dachs (Platz 19) die bestplatzierten; auch die Mädchen schlugen sich bei der Premiere auf nationalem Parkett wacker (u. a. Greta Hanselmann Platz 11, Sophia Frank Platz 35, Paulina Heuschmid Platz 38).

Den Sieg sicherte sich die CJD Christophorusschule Rostock, die ihren Vorjahreserfolg eindrucksvoll wiederholte. Für das Apian-Gymnasium bleibt trotz aller Pechsträhne ein klar positives Fazit: Die Premiere auf Bundesebene war eine wertvolle Erfahrung, das Team hat Charakter bewiesen und gezeigt, dass es mit den besten Sportklassen Deutschlands mithalten kann. Zudem machte die Reise nach Berlin spürbar Lust auf mehr – auch wenn die ältesten Jahrgänge (2010) im kommenden Jahr nicht mehr startberechtigt sind, ist die Motivation im Team groß, neue Talente heranzuführen und 2026 vielleicht erneut den berühmten Satz zu hören: „Wir fahren nach Berlin.“