2019 war ein erfolgreiches Jahr für Franca Henseleit: In Grimma konnte sie ihren Deutschen Meistertitel verteidigen und empfahl sich für die Junioren-EM in Wert. Dort wurde sie Achte im Einzel und holte in der Mixed Team Relay Gold. Auch die erste WM-Teilnahme der 17-jährigen verlief erfolgreich. Trotz einer Verletzung im Vorfeld wurde sie im August in Lausanne 17. Eine ganz besondere Auszeichnung wird die Sportlerin des Tri-Team Schongau aber beim Neujahresempfang des DOSB entgegennehmen: Die Auszeichnung zur Eliteschülerin des Jahres der Bertolt-Brecht-Schule.
Nicht nur sportliche Leistungen, sondern auch Zielstrebigkeit, ein professionelles Engagement und gute schulische Leistungen sind Kriterien für die Auszeichnung „Eliteschüler des Sports“. Für andere Schülerinnen und Schüler sollen die Eliteschüler des Sports vor allem Vorbilder sein.
2018 wechselte Franca Henseleit an die Bertolt-Brecht-Schule Nürnberg. In kürzester Zeit fand sie sich dort ein und lernt seither in direkter Nähe zu den Trainingsstätten des Bundesstützpunkt Triathlon. Dort wird sie von den Landestrainern Roland Knoll und Stephen Bibow betreut.
Doch wie fühlt es sich an, mit 16 weit weg vom heimischen Steingaden zu leben? Wie geht man mit der Vorbildfunktion um? Wir haben Franca Henseleit gefragt.
Hallo Franca,
als Internatsschülerin und Triathletin bist du viel unterwegs. Konntest Du Weihnachten mit Deiner Familie zu Hause verbringen? Hat sich, seitdem du in Nürnberg lebst, die Wertschätzung für diese Stunden mit der Familie verändert?
Das stimmt, durch den Sport bin ich das ganze Jahr über sehr viel unterwegs. Wirklich ruhige Tage mit der Familie zu Hause gibt es sehr wenige. Deswegen freue ich mich sehr auf Weihnachten. Dann wird das auf jeden Fall nachgeholt, denn die Feiertage verbringe ich natürlich mit der Familie. Insgesamt schätze ich die Zeit mit meiner Familie sehr und die Unterstützung das Jahr über bedeutet mir extrem viel. Seit ich in Nürnberg im Internat wohne, ist mir bewusst geworden, wie wichtig Familie ist und wie bedeutend es ist, wenn sie uns Sportlern zur Seite steht.
Du konntest 2019 zahlreiche Erfolge erringen. Wie schaust du selbst auf das vergangene Jahr zurück? Was war für dich ein großes, was ein kleines Highlight?
Insgesamt bin ich wirklich sehr zufrieden und glücklich über meinen Saisonverlauf 2019. Gerade mein Start bei der JEM in Weert (Niederlande) mit meinem achten Platz und der Goldmedaille in der Mixed Team Relay waren sicherlich eine meiner Lieblingsmomente.
Besonders war jedoch die Deutsche Jugend- und Juniorenmeisterschaft in Grimma. Das Rennen hat leider mit einem eher schlechten Schwimmen angefangen, lief dann aber immer besser. Gerade das Durchkämpfen von einer anfangs eher schlechteren Ausgangsposition, bis hin zu einem Top-Rennen hat mich sehr motiviert und mir viel Erfahrung eingebracht.

Franca Henseleit während einer Aquajogging-Einheit. Foto: privat
Sicherlich auch ein großes Highlight der Saison war mein erster Start bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Lausanne. Leider war ich in der Vorbereitungsphase verletzt und musste ganze sechs Wochen mit dem Laufen pausieren. Somit blieben mir nur noch zwei Wochen Vorbereitungszeit auf die WM. Die Zwangspause war anfangs nicht leicht zu akzeptieren. Doch ich hatte keine Wahl und musste meinem Körper die nötige Zeit geben, um sich zu regenerieren. Also habe ich meinen Fokus in der Vorbereitungsphase vermehrt aufs Schwimmen gelegt, da ich anfangs auch nicht Radfahren durfte. Die viele Schwimmerei hat sich bei der WM zum Glück bezahlt gemacht und auch meine vielen Athletik- und Aquajoggingeinheiten haben sicherlich dazu beigetragen, ein ganz gutes Rennen in Lausanne anzuliefern. Natürlich lief es durch meinen großen Trainingsrückstand nicht perfekt. Aber die Erfahrung gemacht zu haben, dort starten zu dürfen, war sehr wertvoll für mich und mit meinem Rennen bin ich auch zufrieden.
Im Januar wirst du die Auszeichnung als Eliteschülerin des Sports erhalten. Der DOSB vergibt diesen Titel an Junge Menschen, die für Andere auch ein Vorbild sein sollen. Wer sind deine eigenen Vorbilder und was möchtest Du anderen gerne vorleben?
Um ehrlich zu sein habe ich nicht ein „großes Vorbild“. Vielmehr inspirieren mich viele Weltklasseathleten verschiedener Sportarten. Hinter jedem Erfolg steht ein langer Weg, der bei vielen sicherlich nicht ganz einfach war. Trotzdem haben sie es bis an die Spitze geschafft und das zeigt, dass es möglich ist. Das motiviert mich.
Mir ist es wichtig anderen zu vermitteln, dass man den Sport und seine Leidenschaft an aller erster Stelle für sich selbst macht, und nicht irgendjemand anderem zu Liebe. Natürlich ist es nicht immer einfach und alles macht Spaß. Aber es gehört einfach dazu, zu lernen sich durchzubeißen und für seine Ziele zu kämpfen.

Franca und Simon Henseleit. Foto: Jo Kleindl
Dein Bruder Simon hat in diesem Jahr ebenso zahlreiche nationale und internationale Erfolge gefeiert. Ist er Vorbild, Rivale oder beides?
Ganz klar Vorbild. Simon hatte in den vergangenen vier Jahren immer wieder mit schweren Verletzungen zu kämpfen und hatte nie die Möglichkeit wirklich zu zeigen, was er drauf hat. Dieses Jahr lief es das erste Mal wieder richtig gut, also ohne jegliche Verletzungen. Simon hat einen sehr großen Kampfgeist. Für seine Motivation, all die Jahre nicht aufzugeben, sondern immer weiter zu kämpfen, bewundere ich ihn sehr.
Auch 2020 wirst du am Bundesleistungsstützpunkt Triathlon in Nürnberg trainieren. Worauf freust du dich besonders? Was sind Deine Ziele für das neue Jahr?
Jetzt, in der Vorbereitungsphase, freue ich mich immer besonders auf all unsere Trainingslager. Ich finde es einfach schön, Zeit mit dem Team zu verbringen, sich gemeinsam zu pushen und etwas zu erleben. Und ganz ehrlich, es hat schon manchmal seine Vorzüge im Februar auf Mallorca im Warmen trainieren zu dürfen, während hier in Deutschland nicht einmal dran zu denken, ist in kurzer Hose vor die Haustüre zu gehen.
Dann fangen auch schon ziemlich schnell die Wettkämpfe an und darauf freue ich mich auf jeden Fall. Nicht nur auf die Wettkämpfe selbst, sondern auch auf die ganzen Erfahrungen und Erlebnisse, die damit verbunden sind. In den letzten beiden Jahren bin ich durch die Rennen schon ganz gut herumgekommen und darf so auch neben dem Sport sehr viel mitnehmen und erleben.
Mein größtes Ziel für die kommende Saison ist es, unverletzt zu bleiben und mich richtig gut auf die Wettkämpfe vorbereiten zu können. Eine Verletzung vor einem großen Wettkampf ist einfach super-ärgerlich und schade. Deswegen wünsche ich mir eine möglichst verletzungsfreie Saison. Wenn dabei dann auch wieder eine Qualifikation für die JEM und die JWM, die nächstes Jahr in Edmonton (Kanada) stattfindet, rausspringt und ich dort fit an den Start gehen könnte, wäre das natürlich richtig toll!
Vielen Dank für das Interview! Der BTV ist stolz auf die herausragenden Leistungen der Athleten.
© Text: Christine Waitz; [17.12.2019]; Fotos: Jo Kleindl
Franca Henseleit ist Eliteschülerin des Sports 2019
Leistungssport2019 war ein erfolgreiches Jahr für Franca Henseleit: In Grimma konnte sie ihren Deutschen Meistertitel verteidigen und empfahl sich für die Junioren-EM in Wert. Dort wurde sie Achte im Einzel und holte in der Mixed Team Relay Gold. Auch die erste WM-Teilnahme der 17-jährigen verlief erfolgreich. Trotz einer Verletzung im Vorfeld wurde sie im August in Lausanne 17. Eine ganz besondere Auszeichnung wird die Sportlerin des Tri-Team Schongau aber beim Neujahresempfang des DOSB entgegennehmen: Die Auszeichnung zur Eliteschülerin des Jahres der Bertolt-Brecht-Schule.
Nicht nur sportliche Leistungen, sondern auch Zielstrebigkeit, ein professionelles Engagement und gute schulische Leistungen sind Kriterien für die Auszeichnung „Eliteschüler des Sports“. Für andere Schülerinnen und Schüler sollen die Eliteschüler des Sports vor allem Vorbilder sein.
2018 wechselte Franca Henseleit an die Bertolt-Brecht-Schule Nürnberg. In kürzester Zeit fand sie sich dort ein und lernt seither in direkter Nähe zu den Trainingsstätten des Bundesstützpunkt Triathlon. Dort wird sie von den Landestrainern Roland Knoll und Stephen Bibow betreut.
Doch wie fühlt es sich an, mit 16 weit weg vom heimischen Steingaden zu leben? Wie geht man mit der Vorbildfunktion um? Wir haben Franca Henseleit gefragt.
Hallo Franca,
als Internatsschülerin und Triathletin bist du viel unterwegs. Konntest Du Weihnachten mit Deiner Familie zu Hause verbringen? Hat sich, seitdem du in Nürnberg lebst, die Wertschätzung für diese Stunden mit der Familie verändert?
Das stimmt, durch den Sport bin ich das ganze Jahr über sehr viel unterwegs. Wirklich ruhige Tage mit der Familie zu Hause gibt es sehr wenige. Deswegen freue ich mich sehr auf Weihnachten. Dann wird das auf jeden Fall nachgeholt, denn die Feiertage verbringe ich natürlich mit der Familie. Insgesamt schätze ich die Zeit mit meiner Familie sehr und die Unterstützung das Jahr über bedeutet mir extrem viel. Seit ich in Nürnberg im Internat wohne, ist mir bewusst geworden, wie wichtig Familie ist und wie bedeutend es ist, wenn sie uns Sportlern zur Seite steht.
Du konntest 2019 zahlreiche Erfolge erringen. Wie schaust du selbst auf das vergangene Jahr zurück? Was war für dich ein großes, was ein kleines Highlight?
Insgesamt bin ich wirklich sehr zufrieden und glücklich über meinen Saisonverlauf 2019. Gerade mein Start bei der JEM in Weert (Niederlande) mit meinem achten Platz und der Goldmedaille in der Mixed Team Relay waren sicherlich eine meiner Lieblingsmomente.
Besonders war jedoch die Deutsche Jugend- und Juniorenmeisterschaft in Grimma. Das Rennen hat leider mit einem eher schlechten Schwimmen angefangen, lief dann aber immer besser. Gerade das Durchkämpfen von einer anfangs eher schlechteren Ausgangsposition, bis hin zu einem Top-Rennen hat mich sehr motiviert und mir viel Erfahrung eingebracht.
Franca Henseleit während einer Aquajogging-Einheit. Foto: privat
Sicherlich auch ein großes Highlight der Saison war mein erster Start bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Lausanne. Leider war ich in der Vorbereitungsphase verletzt und musste ganze sechs Wochen mit dem Laufen pausieren. Somit blieben mir nur noch zwei Wochen Vorbereitungszeit auf die WM. Die Zwangspause war anfangs nicht leicht zu akzeptieren. Doch ich hatte keine Wahl und musste meinem Körper die nötige Zeit geben, um sich zu regenerieren. Also habe ich meinen Fokus in der Vorbereitungsphase vermehrt aufs Schwimmen gelegt, da ich anfangs auch nicht Radfahren durfte. Die viele Schwimmerei hat sich bei der WM zum Glück bezahlt gemacht und auch meine vielen Athletik- und Aquajoggingeinheiten haben sicherlich dazu beigetragen, ein ganz gutes Rennen in Lausanne anzuliefern. Natürlich lief es durch meinen großen Trainingsrückstand nicht perfekt. Aber die Erfahrung gemacht zu haben, dort starten zu dürfen, war sehr wertvoll für mich und mit meinem Rennen bin ich auch zufrieden.
Im Januar wirst du die Auszeichnung als Eliteschülerin des Sports erhalten. Der DOSB vergibt diesen Titel an Junge Menschen, die für Andere auch ein Vorbild sein sollen. Wer sind deine eigenen Vorbilder und was möchtest Du anderen gerne vorleben?
Um ehrlich zu sein habe ich nicht ein „großes Vorbild“. Vielmehr inspirieren mich viele Weltklasseathleten verschiedener Sportarten. Hinter jedem Erfolg steht ein langer Weg, der bei vielen sicherlich nicht ganz einfach war. Trotzdem haben sie es bis an die Spitze geschafft und das zeigt, dass es möglich ist. Das motiviert mich.
Mir ist es wichtig anderen zu vermitteln, dass man den Sport und seine Leidenschaft an aller erster Stelle für sich selbst macht, und nicht irgendjemand anderem zu Liebe. Natürlich ist es nicht immer einfach und alles macht Spaß. Aber es gehört einfach dazu, zu lernen sich durchzubeißen und für seine Ziele zu kämpfen.
Franca und Simon Henseleit. Foto: Jo Kleindl
Dein Bruder Simon hat in diesem Jahr ebenso zahlreiche nationale und internationale Erfolge gefeiert. Ist er Vorbild, Rivale oder beides?
Ganz klar Vorbild. Simon hatte in den vergangenen vier Jahren immer wieder mit schweren Verletzungen zu kämpfen und hatte nie die Möglichkeit wirklich zu zeigen, was er drauf hat. Dieses Jahr lief es das erste Mal wieder richtig gut, also ohne jegliche Verletzungen. Simon hat einen sehr großen Kampfgeist. Für seine Motivation, all die Jahre nicht aufzugeben, sondern immer weiter zu kämpfen, bewundere ich ihn sehr.
Auch 2020 wirst du am Bundesleistungsstützpunkt Triathlon in Nürnberg trainieren. Worauf freust du dich besonders? Was sind Deine Ziele für das neue Jahr?
Jetzt, in der Vorbereitungsphase, freue ich mich immer besonders auf all unsere Trainingslager. Ich finde es einfach schön, Zeit mit dem Team zu verbringen, sich gemeinsam zu pushen und etwas zu erleben. Und ganz ehrlich, es hat schon manchmal seine Vorzüge im Februar auf Mallorca im Warmen trainieren zu dürfen, während hier in Deutschland nicht einmal dran zu denken, ist in kurzer Hose vor die Haustüre zu gehen.
Dann fangen auch schon ziemlich schnell die Wettkämpfe an und darauf freue ich mich auf jeden Fall. Nicht nur auf die Wettkämpfe selbst, sondern auch auf die ganzen Erfahrungen und Erlebnisse, die damit verbunden sind. In den letzten beiden Jahren bin ich durch die Rennen schon ganz gut herumgekommen und darf so auch neben dem Sport sehr viel mitnehmen und erleben.
Mein größtes Ziel für die kommende Saison ist es, unverletzt zu bleiben und mich richtig gut auf die Wettkämpfe vorbereiten zu können. Eine Verletzung vor einem großen Wettkampf ist einfach super-ärgerlich und schade. Deswegen wünsche ich mir eine möglichst verletzungsfreie Saison. Wenn dabei dann auch wieder eine Qualifikation für die JEM und die JWM, die nächstes Jahr in Edmonton (Kanada) stattfindet, rausspringt und ich dort fit an den Start gehen könnte, wäre das natürlich richtig toll!
Vielen Dank für das Interview! Der BTV ist stolz auf die herausragenden Leistungen der Athleten.
© Text: Christine Waitz; [17.12.2019]; Fotos: Jo Kleindl
Edith und Rainer Kotthaus gehören zu den ältesten Startpassinhabern in Bayern
BreitensportEdith und Rainer Kotthaus betreiben Triathlon. Nun ist es nicht selten, dass Partner eine gemeinsame sportliche Leidenschaft pflegen. Die beiden Sportler des TV Planegg-Krailling nehmen im Bayerischen Triathlon-Verband jedoch einen besonderen Rang ein. Edith Kotthaus ist mit 75 Jahren älteste BTV-Startpassinhaberin, Rainer Kotthaus ist mit 78 Jahren der Viertälteste. Wir haben uns mit ihnen unterhalten.
Hallo Frau Kotthaus,
hallo Herr Kotthaus,
2019 hatten Sie Wettkampf-Pech: der Tegernseer Triathlon musste wegen eines Unwetters abgesagt werden und die Deutschen Meisterschaften in Beilngries mussten Sie krankheitsbedingt ausfallen lassen. Dennoch waren Sie aktiv. Beim Gröbenzeller Familienlauf über zehn Kilometer beispielsweise errangen Sie beide den Altersklassensieg in 1:04:03 (Frau Kotthaus) und 1:02:13 (Herr Kotthaus). Welche Ziele setzen Sie sich für das neue Jahr?
Als „Oldies“ planen wir nicht gerne weit voraus. Wir hoffen, dass wir gesund bleiben, und wenn das „Trainingslager“ (Urlaub hat man ja als Rentner nicht mehr) im Mai auf Korsika wirksam ist, werde ich (Rainer) Ende Juni den Tölzer Triathlon mitmachen und wir gemeinsam später im Jahr den Tegernseer und eventuell den Alpentriathlon am Schliersee. Edith ist in die neue Altersklasse W75 gekommen. Da lockt die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft über die Kurzdistanz in Bremen.
Edith und Rainer Kotthaus bei der Siegerehrung Tölzer Triathlon 2017
Seit wann machen Sie Triathlon und wie fanden Sie zum Sport?
Zum Triathlon kamen wir Anfang der 1990er Jahre durch Freunde in Norddeutschland. Rainers erster Wettkampf war 1992 ein Sprint-Duathlon in Otterndorf bei Cuxhaven. Gemeinsam nahmen wir ab 1993 an verschiedenen Jedermann-Veranstaltungen im bayerischen Raum teil. Dabei fiel Ediths Talent dem damaligen Leiter Peter Caspari der Triathlonabteilung des TV Planegg-Krailling auf, der eine dritte Frau für die Damenmannschaft suchte, die an der Deutschen Meisterschaft in Trier teilnehmen sollte. So kamen wir 1997 zum TV Planegg-Krailling, und Edith wurde gleich im ersten Jahr der Vereinszugehörigkeit Deutsche Meisterin.
Im Triathlon können Athletinnen und Athleten jeden Alters gemeinsam trainieren und Wettkämpfe absolvieren. Wie sieht Ihr Trainings-Alltag aus?
Leider trainieren wir kaum gemeinsam mit den übrigen Triathleten unseres Vereins TV Planegg Krailing. Wir wohnen im Münchner Nordwesten. Da bietet es sich an, zum Radtraining ins Dachauer Hinterland zu fahren. Laufen können wir vor der Haustür oder in der Aubinger Lohe bei Lochhausen. Zum Schwimmen gehen wir ins nahegelegene Dantebad.
Frau Kotthaus, 2009 finishten Sie den Ironman Hawaii. Herr Kotthaus, 2012 wurden Sie bei den ETU Europameisterschaften im Rahmen des Challenge Roth Europameister. Nicht selten standen Sie gemeinsam auf dem Podium ganz oben. An welche Momente denken Sie besonders gerne zurück?
Natürlich ist es immer schön, gemeinsam auf dem Stockerl zu stehen. Die nachhaltigsten Momente aber waren unsere Zieleinläufe 2007 von Rainer und 2009 von Edith beim IRONMAN auf Hawaii. Selbst, wenn man dort als Frau mit „You are an IRONMAN“ begrüßt wird.
Vielen Dank für das Interview!
© Text: Christine Waitz; [10.12.2019]; Fotos: privat
Interview mit Andreas Dreitz: „2020 ist ein neues Jahr und eine neue Chance – vor allem eine neue Chance auf Hawaii“
LeistungssportNach 7:59:02 Stunden war es so weit: Am ersten Juli-Sonntag 2019 lief Andreas Dreitz als erster fränkischer Sieger im Rother Stadtgarten über die Ziellinie des Challenge Roth. Der gebürtige Lichtenfelser hatte sich gegen den Schweden Jesper Svensson und den Australier Cameron Wurf durchgesetzt und durfte einen furiosen Sieg bei dem Traditionsrennen feiern. Dabei war der Wettbewerb hochkarätig besetzt: Sechs der besten zehn Männer des Ironman Hawaii 2018 waren am Start. Mit ihnen bestritten 3.500 Einzelstarter und Teilnehmer von 650 Staffeln die Herausforderung.
Besonders im Leistungssport muss selbst der erfolgreichste Athlet mit gelegentlichen Rückschlägen umgehen. Die großen und berechtigten Ambitionen für weitere Weltklasseleistungen sowohl bei der Ironman 70.3 WM in Nizza, als auch beim Ironman Hawaii, musste der Michelauer nach einem Radsturz beim Ironman 70.3 Nizza begraben. Doch schon kurz nach dem Sturz verkündete er „Ich komme zurück.“
Wir haben uns mit ihm über ein Jahr mit Höhen und Tiefen unterhalten.
Hallo Andreas,
die wohl wichtigste Frage vorweg: Wie geht es dir? Konntest Du die Folgen des Sturz bei der Ironman 70.3 WM in den Griff bekommen?
Danke, sehr gut. Die äußerlichen Wunden sind zum Glück alle wieder gut verheilt und auch die Schulter ist wieder voll belastbar. Es bleiben natürlich die unbefriedigenden Rennresultate mit meinen DNFs in Nizza und Hawaii.
https://www.instagram.com/p/BzxTBmniNED/?utm_source=ig_web_copy_link
2019 hast Du Höhen und Tiefen erlebt: Der Triumph vor heimischem Publikum in Roth, dann Sturz-Pech und der verletzungsbedingte Ausstieg auf Hawaii. Welche Momente auch abseits der Rennstrecke diesen Jahres werden dir besonders in Erinnerung bleiben?
Roth war gigantisch – da bin ich zu Hause und da fühl ich mich wohl. Auch schon die Tage vor dem Rennen sind Gänsehautfeeling pur und mit meinem Sieg habe ich mir einen Traum erfüllen können. Doch besonders in schweren Momenten, wie bei und nach meinem Sturz in Nizza, kommt es darauf an ein starkes Team um einen zu haben, die auch in schweren Zeiten für einen da sind. Zunächst war ich sehr optimistisch, dass ich es nach Hawaii wieder rechtzeitig in einen vernünftigen Zustand schaffe, doch weitere Rückschläge brachten mich an meine Grenzen.
Nach dem Sieg beim Ironman Italien bei deiner Langdistanz-Premiere 2017 war Roth dein zweiter Sturm auf das oberste Podiums-Treppchen. Was ist das Schwierigste daran, im Rennen ganz vorne zu sein und wie gehst Du damit um?
Ein Rennen anzuführen ist ein unglaublich schönes Gefühl – doch leider wollen das viele. Ich gestalte gerne meine Rennen aktiv und versuche meine Konkurrenten unter Druck zu setzen. In Roth war mein Ziel den Solarer Berg als Erster hochzufahren. Da muss man dann aber auch aufpassen, dass man nicht komplett durchdreht und nicht alle seine Körner verschießt. Eine große Hilfe sind die Zwischenzeiten auf meine Konkurrenten, damit man eine kleine Übersicht vom Rennen hat, denn als Athlet selbst hat man nur sehr limitierte Informationen über das Renngeschehen, besonders wenn man in Führung liegt.
Andreas Dreitz
Als Spitzensportler ist man häufig auch Vorbild für Breitensportler und Motivationsquelle. Bei den Erdinger Team Tagen trainierst Du mit ihnen. Welche Fragen werden Dir am häufigsten gestellt?
Diesmal war es über mein allgemeines Wohlbefinden nach dem Sturz in Nizza und wie ich mich danach noch für Hawaii motivieren konnte.
Wer oder was motiviert dich?
Die großartigen Leistungen meiner Konkurrenten und dass ich mitspielen darf.
Der Jahreswechsel ist für Viele ein Zeitpunkt um Fazit zu ziehen, aber auch voraus zu blicken. Was stellst Du dir für 2020 vor?
2020 ist ein neues Jahr und eine neue Chance – vor allem eine neue Chance auf Hawaii. Doch bis dahin wird es sicher noch das ein oder andere Highlight geben 😉
Vielen Dank für das Interview!
© Text: Christine Waitz; [18.12.2019]; Fotos: privat
Interview mit Maximilian Schwarzhuber: Der Parasportler hat große Ziele
ParatriathlonAm 11. Oktober finishte Maximilian Schwarzhuber den München Marathon. Für einen Großteil der über 4.200 Läufer dürfte der Marathonlauf im übertragenen Sinne ein Hürdenlauf aus Herausforderungen im Vorfeld und im Rennen selbst sein. Der 26-jährige musste aber besonders viele und sicherlich auch besonders hohe Hürden meistern. Denn vor gerade einmal zwei Jahren lief er seinen ersten Zehn-Kilometer-Lauf als Parasportler. Heute macht er Triathlon, genießt den Sport und berichtet bei Vorträgen und Seminaren seine außergewöhnliche Geschichte.
Dieser Weg begann für ihn schon im Alter von zwei Jahren. Nach einem Mittagsschlaf wachte er mit gelähmten Füßen auf. Es folgte eine lange und aufwändige Suche nach Ursachen und Genesungsmöglichkeiten – erfolglos. 2017 entschloss sich der Wolnzacher dann dazu, sich beide Unterschenkel amputieren zu lassen. Der 14. Februar ist für ihn seither ein ganz besonderes Datum. Seitdem nämlich, kann er sich unter anderem begeistert dem Sport widmen. Schon während der Reha hatte er begonnen zu laufen. Ohne spezielle Prothesen kämpfte er sich über die ersten Kilometer und nur wenige Monate später lief er besagten Zehn-Kilometer-Lauf.
Die neu gewonnene Freiheit lotet er mittlerweile in vollen Zügen aus: Radtouren über die Alpen gehören ebenso zu den selbstgesetzten Zielen, wie ein Triathlon.
Wir haben uns mit ihm unterhalten.
Hallo Maximilian,
kurz vor dem Startschuss in das neue Jahr hat ein ehrgeiziger Mensch wie du bestimmt schon die neuen Ziele definiert. Verrätst du uns diese?
Worauf ihr euch aber sowas von verlassen könnt (lacht). Natürlich teile ich euch meine Ziele sehr gerne mit. Ich finde es wichtig, über seine gesetzten Ziele zu sprechen. Dann steigt der Druck, diese auch wirklich zu erreichen. Ich plane am Berlin Halbmarathon, am Triathlon Ingolstadt, am Beilngries Triathlon über die Olympische Distanz und am Berlin Marathon teilzunehmen. Außerdem stehen eine Alpenüberquerung mit dem Rennrad von München nach Venedig in 24 Stunden und das Durchschwimmen des Chiemsees über zehn Kilometer an. Ausserdem möchte ich 2020 mein Buch fertig schreiben und als Redner vor insgesamt 25.000 Menschen sprechen. Es gibt also ordentlich etwas zu tun.
Als Kind und als Jugendlicher konntest Du aufgrund der Lähmungen keinen Sport machen. Rollstuhl und Krücken gehörten zu deinem Alltag. Was bedeutet es heute für Dich, Dich schmerzfrei und uneingeschränkt bewegen zu können?
Das Gefühl kann ich nur mit tiefer Dankbarkeit beschreiben. Unfassbar, was ich heute machen kann und wie weit ich gekommen bin.
Noch vor drei Jahren erschien mir meine heutige Lebensqualität unerreichbar. Ein Grund für mich, diese Dankbarkeit jeden Tag aufzuschreiben. „Für was kann ich heute dankbar sein?“ Stell dir diese Frage jeden Tag, wenn du besser werden willst.
Maximilian Schwarzhuber; Foto: Marathon Photos
In deinen Seminaren und Vorträgen teilst Du Dein Wissen und Deine Erfahrungen mit den Menschen. Was ist Deine wichtigste Botschaft an die, die gerade eine schwierige Zeit – in welcher Hinsicht auch immer – durchmachen?
„Akzeptiere es oder ändere etwas. Aber hör mit dem Gejammer auf!“ – Nicht die Umstände bestimmen dein Leben, sondern die Antworten, die du darauf gibst. Es ist nicht eine Frage des Könnens. Es ist eine Frage des Wollens. Immer! Du möchtest aus deinen schlimmen Umständen ein Meisterwerk machen? Mit dem von mir entwickelten „Antwort-Prinzip“ wirst du es schaffen. Akzeptieren, verändern oder jammern. Du allein entscheidest. Was ist deine Antwort? Das oben erwähnte Buch wird sich genau von diesem „Antwort-Prinzip“ handeln.
In diesem Jahr hast Du gleich mehrere Meilensteine passiert. Du hast deinen ersten Marathon gefinisht und zuvor bereits die Herausforderung Triathlon gemeistert. Wie war es, das erste Mal drei Sportarten nonstop in einem Wettkampf zu bestreiten?
Ein Wechselbad der Gefühle. Auf der Schwimmstrecke habe ich einen ordentlichen Schlag ins Gesicht abbekommen. Als ich dann etwas benommen aus dem Wasser kam, bin ich gleich mal gestürzt. Aber kein Problem. Auf dem Fahrrad ging es mir deutlich besser. Ein befreiendes Gefühl, durch das Ingolstädter Hinterland zu rauschen. Beim Absteigen vom Rad, hat es mich dann gleich zum zweiten Mal ordentlich geschmissen. Dabei habe ich mir den Brustkorb geprellt. Das habe ich aber erst nach dem Wettkampf gespürt. Das Laufen fiel mir anfangs unerwartet leicht. Das hielt aber nicht lange an. Die letzten drei Kilometer musste ich mich ziemlich quälen.
Nach so vielen Hochs und Tiefs dann ins Ziel zu laufen, ist unbeschreiblich. Wirklich. Man muss es tatsächlich selbst erlebt haben. Ich würde es als einen Cocktail an Euphorie, Erleichterung, Dankbarkeit und Stolz beschreiben. Es ist schon lustig: Dein Körper ist völlig am Ende aber dein Geist erlebt wahre Höhenflüge. Sehr empfehlenswert kann ich nur sagen. Einfach selber ausprobieren. 😉
Viele Wege geht man nicht allein. Hast Du im Sport einen Verein, Trainingskameraden oder Begleiter gefunden?
Tatsächlich trainiere ich am liebsten alleine. Schon allein deshalb, weil ich mein Training oft spontan an meinen beruflichen Alltag anpassen muss. Der Sport ist für mich eine tolle Möglichkeit um abzuschalten. Mir neue Ideen durch den Kopf gehen zu lassen. Ein fast meditativer Zustand, kann man sagen. Ich habe aber einen hervorragenden Trainer. „Mr. Triathlon“ – Gerhard Budy. Ein äußerst erfahrener Triathlet und mehrfacher Ironman. Von Anfang an hat mich Gerhard enorm unterstützt. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Er schreibt mir meine Trainingspläne und beantwortet meine unzähligen Fragen. Ein Vollzeitjob für ihn. So viele Fragen wie ich immer habe. Unser gemeinsames Ziel: Meine Teilnahme am Ironman Hawaii 2021.
Vielen Dank für das Interview!
© Text: Christine Waitz; [11.12.2019] Fotos: Dominik Pfau/ Marathon Photo
Der BTV-Jahresrückblick: 6 Interviews aus allen Bereichen
Nachrichten des BTVNicht immer findet jedes besondere Ereignis und jede herausragende Leistung ihren Weg an die Öffentlichkeit. Auch ein ausführlicher Jahresrückblick könnte es nicht schaffen, das positive und facettenreiche Engagement abzubilden. Zur Abwechlung kommt ein etwas anderer BTV-Jahresrückblick 2019, nämlich in Interviewform.
In den folgenden sechs Tagen sprechen wir mit einer kleinen Auswahl Akteuren aus dem Verbandsgebiet. Aus ihrer Perspektive geben sie einen Einblick in die Bandbreite der hervorragenden Leistungen, die intensive Arbeit von Sportlerinnen und Sportlern, und insbesondere das Engagement in Vereinen, in den Bezirken und bei Veranstaltungen.
Die Interviews und Rückblicke
* Die jeweiligen Links öffnen sich am Tag der Veröffentlichung
© Text: Christine Waitz; [17.12.2019] Foto: inalpinus Design
Anne Haug und Jan Frodeno starten beim Challenge Roth
Leistungssport„Riesenfreude in Roth,“ beginnt das Team Challenge die Ankündigung der beiden Topstars für das Rennen 2020. Zu Beginn der Woche hatte Weltmeister Jan Frodeno sein Kommen angekündigt. Wenig später verriet die amtierende Triathlon-Weltmeisterin Anne Haug, dass sie ebenfalls in der Triathlonhochburg starten wird. Damit stehen am 5. Juli 2020 die zwei deutschen Hawaii-Sieger an der Startlinie des DATEV Challenge Roth.
Anne Haug wird das erste Mal das Rennen in der fränkischen Heimat absolvieren. „Ich freue mich riesig, endlich beim DATEV Challenge Roth an den Start gehen zu dürfen! Für mich als Bayreutherin ist es ja quasi mein Heimrennen und stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste, aus einem ganz besonderen Grund: Roth war der erste Triathlon, den ich live gesehen habe und der mein Triathlon-Fieber entfacht hat. Das Rennen ist eines der wichtigsten und bekanntesten Langdistanzen weltweit und hat einen Ruf wie Donnerhall. Hier einmal auf dem Treppchen zu stehen, ist ein riesengroßer Traum von mir, für den ich in dieser Saison alles gebe!,“ lässt die 36-jährige in der Pressemeldung des DATEV Challenge Roth verlauten.
“Die beiden Triathlon-Weltmeister gleichzeitig hier bei uns in Roth zu sehen, ist eine Premiere für den DATEV Challenge Roth und ich kann heute schon versprechen: Der Wettkampf am 5. Juli wird in die Triathlon-Geschichte eingehen,“ sagt Felix Walchshöfer im Zuge der spektakulären Ankündigung.
© Text: DATEV Challenge Roth/Christine Waitz; [21.12.2019] Foto: DATEV Challenge Roth
Anne Haug wird Zweite bei der Wahl zur „Sportlerin des Jahres“
LeistungssportDer Medien-Marathon für Anne Haug ist längst nicht vorüber. Am vergangenen Wochenende war die gebürtige Bayreutherin bei der großen ZDF-Gala in Baden-Baden geladen. Die 3.000 Mitglieder des Verbandes Deutscher Sportjournalisten hatten zuvor aus den Vorschlagslisten der internationalen Sport-Korrespondenz gewählt. Kriterien der Wahl sollen, laut Veranstaltungswebsite, nicht nur herausragende Leistungen sein, sondern ebenso Haltung, Fairplay und Rekorde.
Das sportartenübergreifende Rennen machten 2019 Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo und Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul. Dahinter platzierten sich mit Anne Haug und Jan Frodeno die zwei deutschen Hawaii-Champions. Rang drei erreichten die Leichtathletin Gesa Felicitas Krause und Skispringer Markus Eisenbichler.
Übrigens hatten zuvor bereits zwei Triathlon-Herren den Titel „Sportler des Jahres“ errungen. 2015 ging die Auszeichnung an Jan Frodeno und im vergangenen Jahr wurde Patrick Lange für seine Leistungen geehrt.
Der BTV gratuliert Anne Haug zu dieser Auszeichnung.
© Text: Christine Waitz; [17.12.2019] Foto: Pressefoto Rudel
Die schwäbische Triathlonjugend startet in die neue Saison
SchwabenDer Einladung des schwäbischen Triathlonverband zum TriPoint in Harburg folgten 23 sportbegeisterte Jugendliche.
Durch die Aufteilung in Gruppen, konnte auf die unterschiedlichen Fähigkeiten der Nachwuchsathleten zwischen Jahrgang 2004 bis 2010 besser eingegangen werden.
So legt der TSV Harburg großen Wert auf die Beherrschung des Fahrrads. Verschiedene Übungen mit dem MTB, wie z. B. ein Up- und Downhill Parallelslalom oder das Befahren von Singletrails standen am Vormittag im Vordergrund.
Aber auch die koordinativen Fähigkeiten wurden mit Spielen in der Halle und im Freien geübt.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Harburger Sportheim ging es in die Schwimmhalle.
Da die Stadt Harburg das ganze Bad zur Verfügung stellte, konnte auch hier in verschiedenen Gruppen geschwommen werden. Die Nachwuchstriathleten konnten sich zwei Stunden im Wasser „austoben“, das Ende der Schwimmeinheit bildete ein „Cross-Swimming-Kurs“, der bei den Kindern mit Begeisterung mehrfach absolviert wurde.
Den Abschluss bildete eine gemeinsame Gymnastik- und Cool-Down-Stunde.
Parallel zu den sportlichen Tätigkeiten der Kinder, wurde für die anwesenden Eltern ein Vortrag zum Thema „Regelkunde“ vom BTV Wettkampfrichter Stefan Göttler abgehalten.
Mit Wünschen für eine besinnliche und erkrankungsfreie Vorweihnachtszeit wurden die Kinder verabschiedet.
© Text & Foto: Jochen Rühl [10.12.2019]
DTU-Kader für das Olympiajahr 2020 steht fest: 3 bayerische Athleten dabei
LeistungssportDer Bundeskader der Deutschen Triathlon Union (DTU) für die Olympiasaison 2020 umfasst 26 Athletinnen und Athleten. Diese hat der Verband entsprechend der gültigen Nominierungskriterien und nach Rücksprache mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) berufen. Simon Henseleit (Nürnberg) gehört 2020 dem Perspektivkader (früher B-Kader) an. Mit Gabriel Allgayer und Franca Henseleit finden sich zwei weitere Sportler aus Nürnberg im Nachwuchskader 1.
6 im Olympia-, 8 im Perspektiv-, 12 im Nachwuchskader
Dem Olympiakader (früher A-Kader) gehören im kommenden Jahr sechs Sportler an. Neben den vier Vize-Weltmeistern im Mixed Relay, Laura Lindemann (Potsdam), Valentin Wernz (Saarbrücken), Nina Eim (Itzehoe) und Justus Nieschlag (Lehrte), sind das auch Anja Knapp (Dettingen/Erms) und Jonas Schomburg (Langenhagen).
Franca Henseleit (hinten) mit im Nachwuchskader 1
Dem Perspektivkader (früher B-Kader) gehören 2020 Jonas Breinlinger und Tim Hellwig (beide Saarbrücken), Simon Henseleit (Nürnberg), Lasse Lührs (Alicante), Eric Diener (Freiburg), Lena Meißner (Saarbrücken), Caroline Pohle (Leipzig) und Philipp Wiewald (Potsdam) an. Der Nachwuchskader I umfasst zwölf Sportler.
„Die große Anzahl an Olympiakader-Athleten zeigt, dass die Qualität unserer Sportler in der Breite sehr hoch ist“, sagt DTU-Bundestrainer Faris Al-Sultan und fügt an: „Dadurch haben wir eine große Auswahl an Athleten für die Mixed-Relay-Staffel, konnten hier über die diversen Rennen des Jahres rotieren und haben trotzdem vorzeitig die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio geschafft. Was mich ebenfalls freut, ist die Qualität der U23-Athleten, sodass einige schon vorzeitig in den Perspektivkader aufrücken konnten.“
Die Kader in der Übersicht (Profile zu den einzelnen Sportlern finden Sie auf der Webseite der DTU unter www.dtu-info.de
Olympiakader
Perspektivkader
Nachwuchskader I
Text: DTU; [29.11.2019] Fotos: Nick Ziegler
Nachwuchscup des Bayerischen Triathlon Verbands mit neuem Hauptsponsor
Nachwuchscup2020 wird der Nachwuchscup des Bayerischen Triathlon-Verbands Kindern und Jugendlichen erneut ein attraktives und passendes Wettkampfprogramm bieten. Egal ob Triathlon-Neuling oder bereits junger Routinier, die zehn Rennen im Verbandsgebiet sind für den gesamten Nachwuchs gleichermaßen attraktiv.
Mit Swim & Run, Duathlon, Triathlon, Mixed Team Relay und 2xTri- bzw. 3xTri bieten fünf verschieden Formate Abwechslung und bringen den Reiz des Triathlonsports facettenreich nahe. Das macht einerseits Spaß und fördert die Vielseitigkeit. Andererseits bereiten die Varianten auch ambitioniertere Kinder und Jugendliche auf die modernen Anforderungen von Triathlon vor und dienen der Talentsichtung.
Memmert unterstützt Kinder- und Jugendsport
Erstmalig hat sich für den Nachwuchscup ein Namensgeber gefunden. 2020 wird die Serie unter dem Namen „BTV Memmert Nachwuchscup“ auf den zehn Wettkampfstationen in ganz Bayern auftreten. „Uns ist es eine Herzensangelegenheit, den Kinder- und Jugendsport zu fördern“, sagt Matthias Grosser, Techn. Geschäftsleitung der Schwabacher Firma, die bereits seit Jahren Sportprojekte fördert.
Ebenso positiv sieht die Entwicklung Jugendsportwart Christoph Gawens: „Wir haben uns in der Verbandsjugend die Förderung des Nachwuchssports in der Breite und der Spitze auf die Fahnen geschrieben und sind froh, dass sich mit der Firma Memmert ein Partner gefunden hat, der das ebenso sieht.“ Der Auftritt und das Erscheinungsbild der Nachwuchscup-Rennen können damit im kommenden Jahr weiter verbessert werden.
Zehn Rennen zwischen 16. Februar und 26. Juli umfasst der BTV Memmert Nachwuchscup 2020. Den Auftakt der Serie macht der Swim & Run in Würzburg, gefolgt von Wettkämpfen in Amberg, Nürnberg, Hilpoltstein, Hof, Erding, Brannenburg, Marktredwitz und Harburg.
Wie bereits in diesem Jahr werden die Seriensieger und damit auch Bayerischen Meisterinnen und Meister im Rahmen des TriDays am 03. Oktober 2020 in Nürnberg geehrt.
Die Termine
+ Siegerehrung BM S&R
Die Durchführungsbestimmungen für die Saison 2020 sind hier zu finden.
© Text: Christine Waitz; [21.11.2019] Foto: Schönberger