Die Bayerische Triathlonjugend ist für die Belange von Kindern und Jugendlichen verantwortlich. Ihre Ausrichtung ist breitensportlicher Natur und orientiert sich in ihrem Leitbild an den Vorgaben der Deutschen Sportjugend (dsj). Zu den Aufgaben zählt die Förderung der sportlichen Jugendarbeit, die Wahrnehmung überfachlicher Aufgaben der Jugendbildung, -erziehung und -hilfe, sowie die Vertretung gemeinsamer Interessen im Sinne der Satzung des BTV.

Am vierten Tag unseres Triathlon-Adventskalenders wartet ein echter Bewegungs-Boost auf euch: Ein abwechslungsreicher Lauf- und Konditionsparcours, der Koordination, Kraft, Schnelligkeit und Geschicklichkeit in einer spielerischen Runde vereint.

Die Einheit

Der Parcours besteht aus mehreren Kurzstationen, die im Kreislauf absolviert werden. Jede Station setzt andere Bewegungsschwerpunkte – mal kraftbetont, mal koordinativ, mal mit Ballgefühl oder Körperspannung. Durch die Kombination entsteht ein dynamisches Ganzkörpertraining, das ständig fordert, aber dennoch viel Spaß macht.

Hier die Stationen mit exakter Ausführung:

  • ParcoursMinihürden oder X-Blocks – Kniehebelauf: In hohem Kniehub über 3 kleine Hindernisse laufen. Zwischen jeder Hürde 1–2 schnelle Zwischenschritte.
  • Rollevorwärts und rückwärts:Auf einer Matte zuerst eine kontrollierte Rolle vorwärts, direkt danach eine Rolle rückwärts. Kinn auf die Brust, runder Rücken, aus der Hocke abrollen. Schult Koordination, Beweglichkeit und Körperkontrolle.
  • Minihürden oder X-Blocks – Kniehebelauf: Siehe oben.
  • Einbeinig springen – links/rechts: Auf einem Bein über die Matte springen. Wechsel in der Mitte.
  • Bälle an die Wand werfen und fangen: Verschiedene Ballgrößen und Ballarten stehen zur Verfügung. 1–2 Meter Abstand zur Wand. Ball kraftvoll an die Wand werfen und direkt wieder fangen – je nach Ballart verändert sich das Reaktionsverhalten. Variation möglich: einhändig werfen und fangen / Hände wechseln / Tempo steigern.
  • Slalom mit Seitsteps: Variationen: rückwärts, überkreuz usw.
  • Koordinationsleiter – 2er/3er-Schrittfolgen: Klassische Lauf-ABC-Bewegungen durch die Leiter: 2er-Schrittfolge: Zwei schnelle Schritte pro Feld./ 3er-Schrittfolge: Drei schnelle Schritte pro Feld.
  • Krabbe“ rücklings seitwärts über Kegel: Start in rücklings gekrümmter Stützposition (Hände hinter dem Körper, Bauch nach oben). Seitliches „Krabbeln“ über mehrere Kegelreihen.
  • Minihürden oder X-Blocks – Kniehebelauf: Siehe oben.
  • Beidbeinige Sprünge/Doppelschrittfolge über Kastenteile: Explosive, aber kontrollierte beidbeinige Sprünge über Kastenteile wechselnd mit Doppelschrittfolge
  • Liegestützposition – seitliches Wandern: Start im stabilen Liegestütz (Hände unter den Schultern, Körper in Linie). Seitlich über zwei Matten wandern. Zwischen den Kegeln je ein Liegestütz.

 

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Na, ihr hattet gestern richtig viel Spaß bei der bewegten Variante unseres Spiels? Dann zieht heute eure schnellen Schuhe an. Zum dritten Tag unseres Adventskalenders geht’s raus aus der Athletikzone und hinein ins Lauf-ABC. Es wird spielerisch, abwechslungsreich und perfekt für jede Hallengruppe. Das Leiterspiel verbindet Klassiker aus der Laufschule mit dem Spaßfaktor eines Gesellschaftsspiels. Perfekt, um Technik, Koordination und schnelle Füße zu trainieren

Die Einheit

Beim Leiterspiel Lauf treten Einzelpersonen oder Teams gegeneinander an und würfeln sich über das Spielfeld. Die Augenzahl entscheidet aber nicht nur über den nächsten Spielzug: Sie gibt gleichzeitig vor, welche/ wie viele Laufbahnen absolviert werden. So entsteht ein spannendes und unberechenbares Rennen.

Aufgebaut sind drei verschiedene Laufbahnen, die jeweils ein typisches Element der Lauftechnik schulen:

  • Laufbahn 1 – Koordinationsleiter / Reifenbahn
    Zwei Schritte ins Feld, einer raus – schnell, präzise und mit kurzen Bodenkontakten. Eine Sequenz, um Rhythmusgefühl und Fußgelenksarbeit zu verbessern.
  • Laufbahn 2 – Minihürden / X-Blocks / Kegel
    Seitlicher Kniehebelauf mit schnellen Zwischenschritten sorgt für Mobilität, Dynamik und eine aktive Fußarbeit. Die Übungen fördern unter anderem sauberen Kniehub.
  • Laufbahn 3 – Slalomkurs
    Seitsteps durch die Kegelreihe. Diese Bahn trainiert Wendigkeit, Orientierung, koordinative Vielfalt und ein gutes Zusammenspiel zwischen Rumpf und Füßen.

Alle Bahnen können in ihrer Schwierigkeit leicht variiert werden, sodass sowohl Einsteiger als auch erfahrene Athleten gefordert werden. Und wie immer entscheidet am Ende nicht nur die Lauftechnik, sondern auch ein wenig Würfelglück, wer als erster das Ziel erreicht.

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Der Startschuss für den BTV Nachwuchscup 2026 rückt näher. Erneut wartet auf Bayerns Triathlon-Nachwuchs eine Saison, die Vielfalt, Spannung und sportliche Entwicklung verbinden soll. Die landesweite Wettkampfserie bleibt dabei ihrer Linie treu: Sie soll jungen Athletinnen und Athleten nicht nur den Weg in den Leistungssport ebnen, sondern vor allem eines vermitteln: Spaß am Ausdauersport.

Die Saison wird bunt und abwechslungsreich: Die Swim-&-Run-Wettbewerbe im Frühjahr dienen wie gewohnt als Testfelder zum Jahresbeginn, bevor Duathlons und Triathlons in ganz Bayern folgen und die Athletinnen und Athleten quer durchs Land führen. Ob im Hallenbad, auf schnellen Straßenkursen oder auf anspruchsvollen Cross-Strecken: Der Cup bleibt ein Magnet für alle, die den Mix aus Schwimmen, Radfahren und Laufen lieben.

Besonders im Fokus steht auch in diesem Jahr der Teamgedanke. Die Staffel- und Mixed-Formate bringen die Nachwuchssportler enger zusammen und sorgen für emotionale Höhepunkte. Denn wenn Jugendliche aus verschiedenen Vereinen gemeinsam antreten, zeigt sich der wahre Spirit des Nachwuchscups in Zusammenarbeit, Motivation und Fairplay.
Natürlich geht es auch um Titel: Die Bayerischen Meisterschaften im Triathlon und Duathlon sind wichtige Wegmarken auf dem Weg durch die Saison. Doch ebenso wichtig wie Medaillen und Platzierungen ist der pädagogische Wert der Serie. Die jungen Sportler sollen lernen, mit Wettkampfsituationen umzugehen, Verantwortung zu übernehmen und Rücksicht zu zeigen.

Am Ende der Saison wartet dann traditionell die große Siegerehrung beim Kadertest im Herbst.

Die Rennen, Durchführungsbestimmungen und alle weiteren Infos können ab sofort unter triathlonbayern.de/btv-nachwuchscup einzusehen.

Zum zweiten Tag unseres Adventskalenders haben wir eine Herausforderung für alle Gruppen, die Spaß an Bewegung, Wettkampf und spielerischen Challenges haben: das Leiterspiel mit Athletik-Aufgaben! Es verbindet klassisches Würfelspiel mit Staffel-Elementen und sechs Athletik-Aufgaben – ideal für Kinder, Jugendliche und alle, die ihr Training mit einer Portion Spielfreude aufpeppen möchten.

Die Einheit

Spielplan-ÜbersichtBeim Leiterspiel treten Einzelpersonen oder Teams gegeneinander an. Gewürfelt wird nicht nur für den Spielfortschritt – jede Augenzahl löst zusätzlich eine kurze Aufgabe an einer der Stationen aus. So entsteht ein lebendiger Mix aus Glück, Schnelligkeit und Athletik, bei dem niemand lange warten muss.

Aufgebaut werden sechs Stationen, die Kraft, Körperspannung, Stabilität und koordinative Fähigkeiten schulen: vom vereinfachten Liegestütz an der Bank über Unterarmstütz-Varianten bis hin zu „Schwimmer“, Seitstütz, Dips und Kniebeugen. Je nach Alter und Leistungsstand können Wiederholungszahlen und Varianten flexibel angepasst werden, sodass alle gleichermaßen gefordert werden.

Besonders reizvoll ist die Kombination aus Spiel und Training: Wer vorankommen will, muss die Übungen sauber und konzentriert ausführen, gleichzeitig aber den Überblick behalten, denn zum Sieg braucht es auch das nötige Würfelglück. Durch die Mischung aus kurzen Belastungen, klaren Bewegungsanforderungen und dem spielerischen Wettkampfformat entsteht eine Trainingsatmosphäre, die motiviert und für viel Bewegung sorgt.

Morgen gibt’s mehr

Das Leiterspiel zeigt, wie vielseitig und aktiv Hallentraining gestaltet werden kann. Morgen haben wir noch eine Variante dieses Spiels für euch!

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Zum Start in unseren Triathlon-Adventskalender gibt es gleich vier spielerische Trainingsideen, die besonders für Kinder- und Jugendgruppen geeignet sind, aber auch Erwachsene kommen dabei in Schwung. Alle Varianten drehen sich um die Turmbau-Staffel, eine Mischung aus Tempo, koordinativen Herausforderungen und Teamgeist.

Die Einheit

Die klassische Turmbau-Staffel richtet sich an alle, die Spaß an kurzen, schnellen Aufgaben im Team haben. Ziel ist es, auf lockere und spielerische Weise Schnelligkeit, Orientierung und Teamgeist zu schulen.

In der Variante mit Übungsaufbauzusätzlichen Geräten wird es vielseitiger. Jede Runde gibt’s eine neue Herausforderung. Diese Form fördert die Bewegungsvielfalt, Balance und Geschicklichkeit und sorgt für ein Training, das garantiert nicht langweilig wird.

Wer mehr Action möchte, findet in der Hindernis-Version genau das Richtige. Ein kleiner Parcours mit Balancieren, Springen, Rollen und Slalom sorgt für Abenteuer in der Halle und fordert ein bisschen Mut, Athletik und Körperbeherrschung. Damit eignet sich diese Variante besonders gut für Sportler, die Herausforderungen lieben und Spaß daran haben, neue Bewegungsformen auszutesten.

Die vierte Variante schließlich spricht Gruppen an, die Teamgeist schulen und gleichzeitig Elemente aus dem Triathlon-Alltag einbauen wollen. Partneraufgaben und ein spielerischer „Wechselzonen“-Moment vereinen Zusammenarbeit, Geschick und Triathlon-Feeling. Das Ziel dieser Variante ist es, Teamwork zu stärken und erste Wechselroutinen ganz ohne Druck auszuprobieren.

Morgen gibt’s mehr

Wir wünschen euch einen perfekten Auftakt in die Adventszeit!

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Der Winter ist da, die Tage sind kurz, die Trainingsmotivation gelegentlich eingeschneit. Doch genau jetzt beginnt die beste Zeit, um an Kraft, Technik und Teamgeist zu feilen. Deshalb gibt’s bei uns dieses Jahr etwas ganz Besonderes: Während andere Plätzchen zählen, zählen wir Wiederholungen! Mit dem BTV Adventskalender für Trainingsgruppen, TriKids, YoungStars, Masters schenken wir euch Impulse für das nächste Vereinstraining.

Hinter jedem Türchen wartet ein kleiner Trainings-Booster mit Übungsvorschlägen für euer Vereinstraining. Mal spielerisch, mal technikorientiert, mal richtig knackig. Perfekt für den Nachwuchs, aber auch ideal für Erwachsene, die etwas Schwung in ihren Trainings-Trott bringen möchten.

Viele der Einheiten stammen aus keinem geringeren Werk als dem Trainings-Büchlein von Roland Knoll – randgefüllt mit jahrzehntelanger Erfahrung. Und wer noch mehr kreative Trainingsimpulse erwartet, darf sich freuen: Auch Trainerin Hanna Krauss und einige Vereine haben ihre besten Ideen beigesteuert.

Also: Schuhe binden, Trikot überziehen und los geht es – jeden Tag eine neue Einheit, direkt nutzbar für euer Wintertraining.
Das sind eure Türchen:

  1. Dezember: 1. Adventskalender-Türchen: Vier kreative Trainingsformen für dein Hallentraining aus Roland Knolls Ideen-Kiste
  2. Dezember: 2. Adventskalender-Türchen: Leiterspiel mit Athletik-Aufgaben
  3. Dezember: 3. Adventskalender-Türchen: Leiterspiel mit Lauf-Aufgaben
  4. Dezember: 4. Adventskalender-Türchen: Lauf- und Konditionsparcours
  5. Dezember: 5. Adventskalender-Türchen: Karlsfelder 6-Tage-Rennen
  6. Dezember: 6. Adventskalender-Türchen: Ausdauer- & Koordinationsparcours
  7. Dezember: 7. Adventskalender-Türchen: Langbankzirkel
  8. Dezember: 8. Adventskalender-Türchen: Trampolin-Parcours
  9. Dezember: 9. Adventskalender-Türchen: Reifen-Parcours
  10. Dezember: 10. Adventskalender-Türchen: Synchronspringen
  11. Dezember: 11. Adventskalender-Türchen: Memory-Staffel
  12. Dezember: 12. Adventskalender-Türchen: Formel 1 in der Halle
  13. Dezember: 13. Adventskalender-Türchen: Orientierungssprint
  14. Dezember: 14. Adventskalender-Türchen: Hockey-Parcours
  15. Dezember: 15. Adventskalender-Türchen: Reaktions- und Jonglierparcours
  16. Dezember: 16. Adventskalender-Türchen: Ballzirkel
  17. Dezember: 17. Adventskalender-Türchen: Partnerübungen für das Schwimmtraining
  18. Dezember: 18. Adventskalender-Türchen: Perfektioniere Deinen Brustbeinschlag
  19. Dezember: 19. Adventskalender-Türchen: Piraten-Abenteuer
  20. Dezember: 20. Adventskalender-Türchen: Trockenübung für deine erste Rollwende
  21. Dezember: 21. Adventskalender-Türchen: Dschungel-Abenteuer
  22. Dezember: 22. Adventskalender-Türchen: Balance-Battle
  23. Dezember: 23. Adventskalender-Türchen: (Fast) alles, was ihr für euer Nachwuchstraining braucht
  24. Dezember: 24. Adventskalender-Türchen: Bringt eure Ideen in das nächste Training ein!

 

Kinder, die sich kaum bewegen, und andere, die schon im Grundschulalter hart trainieren – beide Extreme sind im Sportalltag Realität. Wie schaffen es Trainerinnen, Trainer und Vereine, junge Athletinnen und Athleten langfristig für den Triathlon zu begeistern, ohne den Spaß aus den Augen zu verlieren? Beim Verbands- und Thementag des Bayerischen Triathlon-Verbandes e.V. widmet sich Hanna Krauss dieser zentralen Frage. Die Trainerin und Inhaberin eines Kinder-Sport-Clubs berichtet aus jahrelanger Erfahrung, wie der Spagat zwischen Freude, Motivation und Leistungsorientierung im Kinder- und Jugendtriathlon gelingen kann.

Im Vortrag zeigt sie, wie Trainings- und Wettkampfgestaltung kindgerecht, motivierend und entwicklungsfördernd gelingen kann. Zum Mitnehmen gibt es viele praktischen Beispiele und Ideen für den Umgang mit Kindern und Eltern. Denn Motivation entsteht nicht durch Druck, sondern durch Erfolgserlebnisse, Gemeinschaft und Begeisterung. Ziel ist es, Kinder dort abzuholen, wo sie stehen – egal, ob sie einfach Spaß an Bewegung haben oder ambitioniert Ziele verfolgen.

Hanna, was hat dich dazu gebracht, dich mit Motivation im Kinder- und Jugendtriathlon zu beschäftigen?

Sportwissenschaftlerin Hanna Krauß

Ich habe über die Jahre gemerkt, dass Kinder eine ganz andere Motivation haben als Erwachsene. Sie trainieren nicht, um fit zu bleiben oder gesund zu leben – sie trainieren, um sich zu messen, etwas zu erleben, sich zu beweisen. Kinder lieben Wettkämpfe, und das gilt nicht nur für die Schnellsten. Auch Kinder, die vielleicht nicht die sportlich Besten sind, messen sich gern – wenn sie die Chance bekommen, auch mal Erfolg zu erleben. Genau das liegt in der Verantwortung der Trainer: das Training so zu gestalten, dass jedes Kind seine Erfolgsmomente hat. Es geht nicht darum, wer der oder die Schnellste ist, sondern darum, dass jedes Kind merkt: Ich kann etwas schaffen. Diese Mischung aus Freude, Ziel und Erlebnis hat mich dazu gebracht, mich intensiver mit kindlicher Motivation im Triathlon zu beschäftigen.

Welche typischen Fehler passieren im Umgang mit kindlicher Motivation und wie kann man sie vermeiden?

Ein häufiger Fehler ist, kindliche Wettkampflust entweder zu unterdrücken oder zu übertreiben. Viele Erwachsene haben Angst, dass Kinder zu sehr unter Druck geraten – andere wiederum legen zu viel Gewicht auf Ergebnisse. Beides ist schädlich. Kinder brauchen Herausforderungen, die erreichbar sind, und die Erfahrung, dass Anstrengung sich lohnt. Motivation entsteht, wenn Kinder sich gesehen fühlen, Fortschritte wahrnehmen und Erfolge feiern dürfen – ganz egal, ob sie auf dem Podest stehen oder einfach eine persönliche Hürde gemeistert haben. Wenn wir das schaffen, bleibt der Spaß erhalten und die Motivation wächst von innen heraus.

Warum ist das Thema gerade heute so wichtig?

In einer Zeit, in der Bewegung oft zu kurz kommt und viele Kinder Schwierigkeiten haben, sich langfristig für Sport zu begeistern, ist Motivation entscheidend. Leistungssport hat für viele Eltern einen negativen Beigeschmack bekommen – zu Unrecht, finde ich. Denn richtig gestaltet, kann leistungsorientiertes Training Kindern unglaublich viel geben: Disziplin, Teamgeist, Selbstvertrauen, Umgang mit Rückschlägen und das Erleben, dass Anstrengung sich lohnt. Diese Werte sind heute wichtiger denn je und gehen im Alltag oft verloren. Kindgerechter Leistungssport ist also nicht das Problem – er ist ein Teil der Lösung.

Vielen Dank! Mehr zu dem Thema gibt es am 8. November in Ingolstadt.

Mehr zum Verbandstag und Anmeldung.

Foto: Guntram Rudolph

Was für ein Finale! Beim letzten Stopp des BTV Memmert Nachwuchscups ging es in Harburg noch einmal richtig heiß her – nicht nur wettertechnisch. Die Bayerischen Meisterschaften im Triathlon der Nachwuchsklassen Schüler A, Jugend B und Jugend A brachten spannende Rennen, eine ereignisreiche Saison und viel Sport-Begeisterung mit sich. „Nach einer langen Saison mit Bewerben von Anfang Februar bis Ende Juli stehen die Podiumsplatzierten der einzelnen Klassen fest – herzlichen Glückwunsch an alle Medalliengewinner. Aber auch an alle sonstigen Teilnehmer die den Cup in der Wertung beendet haben, denn sechs Monate konsequent durchzuhalten mit Training und Wettkämpfen im Schüler- und Jugendalter ist auf alle Fälle eine tolle und anerkennenswerte Leistung“, lobt Landestrainer Roland Knoll.

Meister wurden über Serienwertung ermittelt

In den vergangenen Monaten sammelten die jungen Athletinnen und Athleten bei bis zu sechs Wertungsrennen eifrig Punkte. Gewertet wurden die drei besten Ergebnisse aus maximal vier Teilnahmen – die mit der geringsten Punktzahl kürten schließlich die Bayerischen Meisterinnen und Meister. Und wie eng es dabei zuging, zeigte sich einmal mehr im Finalranking.

Bei den Schülern A setzte sich Lukas Mundt (LV Deggendorf) souverän an die Spitze. Der junge Deggendorfer zeigte über die Saison hinweg beeindruckende Konstanz. Hinter ihm folgten Ole Steinbuß (TV48 Erlangen) und Max Schedel (TV 1848 Coburg).
Bei den Mädchen feierte Mathilda Zapf (SV Bayreuth) einen eindeutigen Erfolg. Mit schnellen Beinen und cleverer Einteilung sicherte sie sich den Titel der Bayerischen Meisterin vor dem Geimersheimer Duo Jana Maas und Zoé Thoulouze.

Kinder mit Urkunden auf dem Podium

In der Jugend B ließ Alexander Tresselt (Volllast Tri-Team Schongau) nichts anbrennen. Der Allgäuer dominierte bei allen angetretenen Cup-Rennen und krönte sich zum Landesmeister vor Lando Spielberger (DAV Triathlon Hersbruck) und Joel Westphal (TSV Harburg).
Bei den Mädels zeigte Frederike Bülck (TV 1884 Erlangen), dass an ihr kein Weg vorbei geht – sie gewann mit einer starken Vorstellung den Titel der Bayerischen Meisterin. Das Treppchen ergänzten Luisa Zenk (SG Reisensburg-Leinheim) und Nora Nora vom TSV Brannenburg e.V.

Bei den ältesten Nachwuchstriathleten triumphierte Max Schweinberger (TSV Eintracht Karlsfeld). Die Krone der Jugend A weiblich sicherte sich Julia Weiland (TSV Harburg). Sie setzte sich gegen die Konkurrenz Raija Pollermann vom SV Postbauer und Elisabeth Haupt (TSV Harburg) durch.

Übersicht der Cup-Gewinnerinnen und Gewinner

  • Schüler A: Lukas Mundt (LV Deggendorf)
  • Schülerinnen A: Mathilda Zapf (SV Bayreuth)
  • Jugend B: Alexander Tresselt (Volllast Tri-Team Schongau)
  • Jugend B: Frederike Bülck (TV 1884 Erlangen)
  • Jugend A: Max Schweinberger (TSV Eintracht Karlsfeld)
  • Jugend A: Julia Weiland (TSV Harburg)

Planungen für 2026 laufen bereits

Roland Knoll und das gesamte Team im Hintergrund haben bereits eine Analyse der vergangenen Saison durchgeführt und planen die neue Runde: „Insgesamt hatten wir eine gute Aufteilung der Wettkämpfe des Nachwuchscups. Es gab die Swim&Run-Bewerbe im Winter und Frühjahr, den Cross-Duathlon zum Übergang in die Freiluftsaison mit seinen fahrtechnischen Herausforderungen und die anschließende Triathlonsaison. Es gab einen stimmungsvollen Abschlüss und Höhepunkte mit der Mixed Team Relay und der Single Mixed Relay im Juli. Noch einmal einen herzlichen Dank an die Veranstalter, ohne die es nicht möglich wäre eine solche Verbandsserie anzubieten.“

Doch auch Entwicklungspotenzial sieht Roland Knoll: „Insgesamt würde ich mir noch mehr Teilnehmer in allen Klassen wünschen. Wichtig ist zu sagen, dass man nicht alle Wettbewerbe machen muss, um in die Wertung zum Memmert BTV Nachwuchscup zu kommen. Auch gilt es mehr Kids von den jetzt zahlreichen Schultriathlons durch aktive Nachwuchsarbeit in den Triathlonvereinen in den Nachwuchscup überzuführen.“

„Ein weiteres unserer Ziele ist, die Radstrecken der Triathlonveranstaltungen technisch anspruchsvoller zu gestalten – hier sind wir bereits in einem guten Kontakt mit den Veranstaltern. Zusätzlich versuchen wir im kommenden Jahr die Termine möglichst sinnvoll zwischen den einzelnen Trainingsangeboten des BTV in den Jugendcamps, den Leistungssportmassnahmen und in den älteren Jahrgängen auch unter Berücksichtigung der DTU Jugendcuptermine zu intergrieren. Gewisse Überschneidungen speziell mit letzterem lassen sich allerdings nicht vermeiden.“

Fotos: Theresa Zipf

„Berlin calling“ hieß es in diesem Jahr erstmalig für das Apian-Gymnasium aus Ingolstadt. Das Team trat beim Herbst-Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ an, wo Ende September die besten Schul-Triathletinnen und -triathleten Deutschlands im Olympiapark aufeinandertrafen. Für die Schule hatte der Weg dorthin zuvor über die Regionalentscheide geführt: die Teams qualifizierten sich im Nordbayernfinale in Hilpoltstein oder im Südbayernfinale (Erding) sowie im bayerischen Landesfinale in Ingolstadt, bei dem das Apian-Team ganz oben stand.

Für das Apian-Gymnasium war die Teilnahme ein echter Meilenstein: Zum ersten Mal durfte die Ingolstädter Mannschaft Bayern beim Bundesfinale vertreten. Die „Apianer“ gaben alles – auch wenn sie in Berlin leider nicht vom Glück verfolgt waren. Schon am ersten Wettkampftag kam es knüppeldick: Einer der stärksten Athleten stürzte unglücklich auf dem Rad und fiel dadurch für beide Wettbewerbe – Einzel wie Staffel – aus. Dazu kam eine 10-Sekunden-Penalty wegen vermeintlich verspäteten Absteigens beim Radwechsel. Dennoch hielt sich das Team nach den Einzelläufen mit Platz 8 in der Gesamtwertung in einer guten Ausgangsposition für die Staffel-Entscheidung am zweiten Tag.

Viel Pech dabei

Jugend trainiert für Olympia (Triathlon) am 23. September 2025 in Berlin

Doch auch dieser verlief nicht wie erhofft. Die erste Staffel wurde nach einem Missverständnis disqualifiziert: Ein Athlet fuhr durch ein Handzeichen eines Kampfrichters verunsichert eine Runde zu wenig Rad und bog zu früh in die Wechselzone ab. Das Ergebnis war bitter – die Staffel erhielt die langsamste Zeit plus 90 Sekunden Strafe, wodurch das Ziel einer einstelligen Platzierung unerreichbar wurde.

Trotz all dieser Rückschläge bewies das Team Moral und kämpfte bis zum letzten Meter. In der Endabrechnung belegte das Apian-Gymnasium den 12. Platz mit einer Gesamtzeit von 3:13:22. Bei den Einzelstarts waren Jakob Sengl (Platz 13), Jan Walter (Platz 18) und Felix Dachs (Platz 19) die bestplatzierten; auch die Mädchen schlugen sich bei der Premiere auf nationalem Parkett wacker (u. a. Greta Hanselmann Platz 11, Sophia Frank Platz 35, Paulina Heuschmid Platz 38).

Den Sieg sicherte sich die CJD Christophorusschule Rostock, die ihren Vorjahreserfolg eindrucksvoll wiederholte. Für das Apian-Gymnasium bleibt trotz aller Pechsträhne ein klar positives Fazit: Die Premiere auf Bundesebene war eine wertvolle Erfahrung, das Team hat Charakter bewiesen und gezeigt, dass es mit den besten Sportklassen Deutschlands mithalten kann. Zudem machte die Reise nach Berlin spürbar Lust auf mehr – auch wenn die ältesten Jahrgänge (2010) im kommenden Jahr nicht mehr startberechtigt sind, ist die Motivation im Team groß, neue Talente heranzuführen und 2026 vielleicht erneut den berühmten Satz zu hören: „Wir fahren nach Berlin.“

Der TriDay Nürnberg war ein voller Erfolg bei bestem Wetter. Rund 50 Kinder nahmen teil und konnten einen ganzen Tag lang Triathlon spielerisch und abwechslungsreich erleben. Unterstützt wurden sie dabei von den zahlreichen Trainerinnen und Trainern des Bayerischen Triathlon-Verbandes, aber auch von acht Hospitantinnen und Hospitanten, die engagiert Gruppenleitungen übernahmen und Stationen betreuten.

Am Vormittag drehte sich an der Bertolt-Brecht-Schule alles um Rad, Lauf und Athletik. In fünf alters- und leistungsgerecht eingeteilten Gruppen absolvierten die Kinder und Jugendlichen insgesamt fünf Stationen: zwei mit dem Rad und drei mit Lauf, Athletik und Spiel. So war für jede Menge Abwechslung gesorgt, bevor es zur Mittagspause Pizza gab.

Kinder mit dem Mountainbike

Beim TriDay Nürnberg konnte spielerisch die richtige Technik eingeübt werden.

Gestärkt ging es dann am Nachmittag ins Langwasserbad. Dort warteten erneut fünf Stationen. Diesmal wurde es jedoch nass: Technikübungen, Tauchen, Koordination, Wasserball und Bojenschwimmen standen auf dem Programm. Mit viel Spaß probierten die Kinder alles aus und konnten ihre Fähigkeiten im Element Wasser erweitern.

Das Feedback der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprach für sich: „Es war total toll, so viele verschiedene Dinge auszuprobieren“, meinte ein Kind begeistert. Aber auch der Vizepräsident Leistungssport, Thomas Burger war zufrieden: „Die Gruppengrößen waren ideal und auch dank des Einsatzes unseres tollen Teams und der Hospitantinnen und Hospitanten, lief alles bestens. Freude und Motivation waren spürbar und das ist genau das, was den Triday ausmacht.“

Gleich anmelden

Der nächste TriDay steht übrigens schon in den Startlöchern! Auch dann warten wieder spannende Stationen, viel Abwechslung und jede Menge Spaß auf alle Kinder und Jugendlichen, die Lust haben, Triathlon spielerisch zu entdecken. Also: 19. November; 8.30 bis 16.45 Uhr in Ingolstadt vormerken, dabei sein und Triathlon von seiner vielseitigsten Seite erleben! Link zur Anmeldung.

Fotos: Hanna Krauss