Die Bayerische Triathlonjugend ist für die Belange von Kindern und Jugendlichen verantwortlich. Ihre Ausrichtung ist breitensportlicher Natur und orientiert sich in ihrem Leitbild an den Vorgaben der Deutschen Sportjugend (dsj). Zu den Aufgaben zählt die Förderung der sportlichen Jugendarbeit, die Wahrnehmung überfachlicher Aufgaben der Jugendbildung, -erziehung und -hilfe, sowie die Vertretung gemeinsamer Interessen im Sinne der Satzung des BTV.

Wasser ist Dein Element? Oder du möchtest dich im Schwimmen verbessern? Dann ist der Jugend-Lehrgang in Würzburg am 18. Dezember 2021 genau das Richtige für Dich! Für maximal 20 Jugendliche und zwei Betreuende bieten der BTV und der SV Würzburg einen Tag mit zwei Schwimmeinheiten und einem Athletikprogramm. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf Spaß beim gemeinsamen Trainieren.  Teilnehmen können Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren.

In der Übersicht:

Wann?
18. Dezember 2021

Wo?
Treffpunkt: Wolfgang-Adami-Bad, Oberer Bogenweg 1, 97074 Würzburg

Wer?
max. 20 Jugendliche zwischen 12-16 Jahren und 2 Betreuende

Kosten:
Die Kosten des Lehrgangs werden vom Bayerischen Triathlonverband e.V. getragen.

Anmeldung:
Die Anmeldung erfolgt ausschließlich online hier und gilt erst dann als abgeschlossen, wenn der unterschriebene Elternvertrag an die zuständige Mitarbeiterin des BTV übermittelt wurde (coachthecoach@triathlonbayern.de).
Eine Meldebestätigung erhalten Sie nach Anmeldeschluss.

Zur vollständigen Ausschreibung mit Elternvertrag.

Zur Online-Anmeldung.

© Text: Christine Waitz; Foto: Christine Waitz [15.11.2021]

So startet das neue Jahr richtig gut: Der Bayerische Triathlon-Verband e.V. bietet für maximal 20 Jugendliche und zwei Betreuende ein Winter-Camp mit sportlichem Programm in der Sportschule Oberhaching. Der Fokus der Ferientage liegt auf Spaß am gemeinsamen Spielen und Trainieren. Dabei wird neben einigen Einheiten im Schwimmbad viel Zeit in der Natur beim gemeinsamen Mountainbike fahren und Wandern, je nach Wetter Schnee-Wandern oder auch Skilanglauf verbracht werden.

Teilnehmen können Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren. Die Unterbringung erfolgt in der Sportschule Oberhaching, der Unkostenbeitrag beträgt 50 Euro pro Teilnehmer*in.

In der Übersicht:

Wann?
03.-06.Januar 2022

Wo?
Sportschule Oberhaching; Im Loh 2; 82041 Oberhaching

Wer?
max. 20 Jugendliche zwischen 12-16 Jahren und 2 Betreuende

Kosten:
50€ pro Teilnehmer; Inbegriffen: Unterkunft in der Sportschule, alle Mahlzeiten inkl. Getränke und Snacks

Anmeldung:

Die Anmeldung erfolgt ausschließlich online hier und gilt erst dann als abgeschlossen, wenn der gesamte Teilnehmerbetrag auf dem Konto des Bayerischen Triathlon-Verband unter Bayerischer Triathlon Verband e.V. eingegangen (IBAN: DE39700202700046716094 ; Zahlungsgrund „Jugend-Wintercamp“) ist und der unterschriebene Elternvertrag an die zuständige Mitarbeiterin des BTV übermittelt wurde (coachthecoach@triathlonbayern.de).
Eine Meldebestätigung erhalten Sie nach Anmeldeschluss.

Zur vollständigen Ausschreibung mit Elternvertrag.

Zur Online-Anmeldung.

© Text: Christine Waitz; Foto: Theresa Baumgärtel  [1.11.2021]

 

Beim Verbandsjugendtag in Hof wurde Sofia Warter Rubio zur Stellvertreterin des Jugendleiters Henrik Jörgens gewählt. Die 22-jährige hatte sich zuvor mit einem ungewöhnlichen Schritt für das Amt empfohlen: Mit einer Initiativbewerbung. Wir haben uns mit der Erlangenerin unterhalten.

Hallo Sofia, deine Heimat Erlangen hast du noch für die nächsten vier Monate gegen die Wahlheimat Spanien getauscht. Nun bist Du 2500 Kilometer entfernt. Warum hast Du dennoch Interesse daran, dich im bayerischen Triathlonsport zu engagieren?

Sofia Warter-Rubio

Als Athletin, die Triathlon seit Jugendzeiten betreibt, und Trainerin, konte ich verschiedene Perspektiven des Sports bereits kennenlernen. Als Jugendliche habe ich selber an Trainingscamps, Feriencamps und natürlich den BTV Jugendcups teilgenommen. Das hilft, um zu verstehen, worauf es dabei ankommt. Als Trainerin beim TV Erlangen habe ich Kontakt zu vielen jungen Sportlern und hoffe, jetzt ihre Interessen in Bayern vertreten zu können und auf Sie einzugehen. Ab Februar bin ich wieder zu Hause, bis dahin werde ich mich hauptsächlich „digital“ aus der Ferne einbringen können.

Ich bin neugierig auf das, was auf mich zukommt, und freue mich auf neue Herausforderungen!

Du hast vorbildliche Vereins- und Verbandsarbeit selbst erfahren: Beim TV 1848 Erlangen wurde und wird seit jeher viel Engagement in die Ausbildung des Triathlon-Nachwuchs investiert. Später warst du Kaderathletin im Bayerischen Triathlon-Verband. Was hast Du aus dieser Zeit für dich an wertvollen Erfahrungen mitgenommen?

Ich denke die Eindrücke aus dem eigenen Training, sowohl von meinem ersten Trainer im Verein, wie dann auch von Roland Knoll und Ute Schäfer, und die Erfahrungen, die ich als Trainerin im Verein gemacht habe, haben mich auf jeden Fall geprägt. Vieles bekomme ich auch über meinen Vater mit, der als Jugendleiter der Jugendabteilung des TV Erlangen sehr viel Zeit in Organisation und Planung investiert. Man merkt aber auch direkt, dass gute Arbeit sich auszahlt. Wichtig ist ein strukturiertes Vorgehen, am besten, ohne dass es die jungen Triathleten merken. Für Sie sollen der Spaß und die Freude am Sport im Vordergrund stehen. 

Wie möchtest Du diese Erfahrungen nun in deine Arbeit einbringen?

Ich hoffe natürlich, dass ich meine Erfahrungen einbringen kann und ich dann in der Lage sein werde, mich für die Triathlon-Jugend gut einzusetzen. Ich habe viel erlebt, was sehr gut funktioniert hat und bei den Kids und Jugendlichen auch immer gut angekommen ist. Egal, ob es Trainingscamps oder Wettkämpfe waren. Aber natürlich gab es auch schlechte Beispiele, aus denen man besonders viel lernen kann. Das muss man dann nicht wiederholen. 

Du bist selbst noch sportlich aktiv. Erst in den letzten Wochen konntest Du bei der Triathlon EM in Valencia eine Top-Ten-Platzierung erreichen. Welchen Stellenwert hat Sport heute noch für Dich?

Seitdem ich 2013 vom Leistungsturnen zum Triathlon gewechselt bin, habe ich auch nicht mehr damit aufgehört. Sport steht also schon immer ziemlich weit oben auf meiner Liste. Vor allem die Coronapandemie, als ich auf einmal wieder mehr Zeit hatte, hat mich extrem motiviert wieder strukturiert zu trainieren. Das hatte dann natürlich auch Auswirkungen auf die Wettkämpfe und so konnte ich auch mal wieder einen Top 10 Platz in der 2. Bundelisga abrufen. Hier in Sevilla trainiere ich jetzt mehrmals täglich beim 1. Ligateam Isbilya mit und hoffe möglichst fit über den Winter zu kommen und neue Impulse zu bekommen. Bis jetzt scheint das ganz gut zu klappen.

Welche ist die schönste sportliche Erfahrung, an die Du Dich gerne zurückerinnerst?

Da gibt es Einige die ich nennen könnte… Meine Teilnahme am Junior Europacup in Kitzbühel 2016 fällt mir spontan ein, wo ich zum ersten Mal im Internationalen Feld an den Start gegangen bin, mit großen Namen wie zum Beispiel Taylor Knibb. Das Grand Final in Rotterdam, wo ich selbst als AK-Sportlerin gestartet bin, aber auch die eine Woche beim Bundesfinale in Berlin mit der Schulmannschaft des Ohmgymnasiums Erlangen, wo ich das Team begleiten und betreuen durfte.

Vielen Dank für das Interview! Wir wünschen Dir viel Erfolg als Stellvertretende Jugendleiterin!

Danke schön!

© Text: Christine Waitz; Fotos: Sofia Warter-Rubio [17.10.2021]

Von 1. bis 5. November bietet der BWTV ein Herbstcamp für jugendliche Nichtkader-Athleten im Alter von 12 – 16 Jahren mit dem Ziel, fit für die neue Saison zu werden, an. Neben dem Schwerpunkt Schwimmen stehen Laufen, Radfahren und Athletik sowie Spaß und Gemeinschaft auf dem Programm. Das JUFA Hotel in Kempten bietet mit seinem Umfeld beste Bedingungen für die geplanten Aktivitäten. Das Camp wird als landesverbandsübergreifender Lehrgang angeboten, Athleten aus Bayern und anderen Landesverbänden sind also herzlich willkommen.

Kosten: 280 Euro (VP im JuFa-Hotel, Training, Betreuung)
Meldeschluss: Sonntag, 17.10.

Details zu dem Camp sind der PDF-Ausschreibung zu entnehmen.

© Text: BWTV; Bild: BWTV [14.10.2021]

Abschied nehmen, hieß es beim diesjährigen Jugendverbandstag: Jugendwart Christoph Gawens hatte sich in seinem Amt nicht mehr zur Wiederwahl gestellt. Zur Verfügung stand Jugendleiter Henrik Jörgens, der sich auch weiterhin für die Belange des Nachwuchs im BTV einsetzen wird. Ihm zur Seite steht ab sofort die Erlangenerin Sofia Warter-Rubio, die ihr Interesse an einem Engagement im Vorfeld des Jugendverbandstags mit einer Initiativbewerbung an das Gremium herangetragen hatte.

Mit einer Zusammenfassung seiner vielfältigen Arbeit in den vergangenen Jahren verabschiedete sich Chris Gawens von den Anwesenden im Hofer Sportheim. Der Memminger, der besonders im Memmert Nachwuchscup viele Veränderungen bewirkte, sich aber auch in der Durchführung von Camps und Trainingsangeboten, den TriDays und Fortbildungsmaßnahmen engagierte, muss auch aufgrund der gestiegenen beruflichen Belastung etwas kürzertreten. Weiterhin wird er sich im Bereich der Trainerausbildung engagieren.

„Ich sage Danke für die immer zuverlässige Arbeit und die zahlreichen Ideen und Impulse, die zu großartigen Veranstaltungen geführt haben!“, sagte Henrik Jörgens.

Ehemalige Kader-Athletin wird zur Stellvertreterin gewählt

Nicht persönlich vorstellen konnte sich Jörgens‘ neu newählte Stellvertreterin Sofia Warter-Rubio. Die 22-jährige absolviert derzeit ein Auslands-Semester in Spanien. Dass ihr Triathlon-Herz dennoch immer mit zu Hause verbunden ist, machte die Initiativbewerbung der ehemaligen BTV-Kaderathletin sichtbar: „Wie wichtig Nachwuchsarbeit ist, durfte ich selbst erleben“, berichtet sie. „Immer auch war mir die Arbeit im Verein wichtig, freute ich mich, wenn ich meine Erfahrung Jüngeren weitergeben konnte.“

In Zukunft wird die junge Triathletin Henrik Jörgens besonders in den Bereichen Kommunikation, Veranstaltungen und Memmert Nachwuchscup unterstützen. Der Münchener wird im nächsten Jahr seinen Heimvorteil nutzen und seine Arbeit vor allem auf die BTV-Präsenz im Rahmen der European Championships 2022 in München konzentrieren.

Weitere Themen: TriPoints und SAGs

Daneben wurden auf dem Verbandstag die aktuellen Projekte vorgestellt, die sich mit der Verbandsjugendarbeit beschäftigen. Hanna Kraus, die das Tripoint und Coach-the-Coach-Projekt betreut, stellte Ihre Arbeit vor. Stellvertretend für Ina Al-Sultan berichtete Präsidiumsmitglied Thomas Burger von den attraktiven Möglichkeiten der Schul-Arbeits-Gemeinschaften (SAGs), deren Anträge bis Ende des Monats eingegangen sein müssen (wir berichteten).

„Ich freue mich auf das Highlight der EC2022“, sagt Henrik Jörgens, „und auch auf die Zusammenarbeit mit meiner neuen Stellvertreterin Sofia Warter-Rubio. Ich bin gespannt welche frischen Ideen sie in die Nachwuchsarbeit mitbringt!“

Zum Protokoll.

© Text: Christine Waitz; Bild: BTV [4.10.2021]

Die DTU lädt zum Multisport-Event des Jahres 2022 in München. Neun Europameisterschaften an einem Ort – und Triathlon ist dabei! Zwischen 10.-18. August 2022 warten internationale Atmosphäre, Sport, Musik, Kunst und Lifestyle im Olympiapark auf den Nachwuchs, der sich ab sofort für die Teilnahme am Camp bewerben kann. Mitmachen können Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren.

Das hat die DTU geplant:

  • Besuch verschiedener Wettkämpfe und Medaillenentscheidungen (Triathlon, BMX, Klettern,….)
  • Workshops zu Themen, wie z.B. Sport-Events, social media, Nachhaltigkeit und Mobilität
  • München zu Fuß, by bike und auf dem Wasser erkunden
  • Eigenes Sportprogramm

Zur Ausschreibung der DTU mit Anmeldeformular.

© Text: DTU; Anpassungen: Christine Waitz; Foto: Beyer [4.10.2021]

Zu Wochenbeginn stellten Jonathan Zipf und Stephen Bibow einer Gruppe von rund 20 Trainerinnen und Trainern Rahmentrainingspläne vor. Die Pläne für B-Jugendliche können in Vereinen kostenfrei als Leitfaden durch die Saison eingesetzt werden. Die Initiative ist Teil des TriPoint Projekts, das Nachwuchsförderung in ganz Bayern erleichtern, Erfahrungsaustausch unter Clubs, Trainer*innen und dem Verband ermöglichen und den Kontakt zum BTV-Leistungssport-Team verbessern soll. Wir haben uns mit den Trainern des Bundes- und Landesstützpunkt Triathlon unterhalten.

Johnny Zipf

Hallo Johnny, als Stützpunkt-Trainer bist du seit rund einem Jahr aktiv und konntest Deine sportlichen Erfahrungen auch in den Plan einbringen. Welcher ist der Punkt, der dir besonders am Herzen lag?

Zuerst muss ich sagen, dass der Umstieg von der Athleten- zur Trainerseite natürlich auch für mich kein leichter war und immer noch ein laufender Prozess ist. Rückblickend betrachtet bin ich aber sehr zufrieden, wie wir mittlerweile alle im „Stützpunkt-Team“ und auch darüber hinaus zusammenarbeiten. Ich konnte, denke ich, meinen Platz im Team finden und sehe mich als gute, praktische Ergänzung zu Stephens schier unendlichem Wissensschatz.
Ich kann gar keinen konkreten Punkt nennen, der mir besonders am Herzen liegt, es gibt aber genügend Situationen, in denen ich meine Meinung und Erfahrung einbringen kann, da ich nahezu alles im sportlichen Bereich bereits erlebt oder miterlebt habe.

Der leitende Landestrainer Stephen Bibow

Stephen, Du arbeitest als Sportwissenschaftler seit vielen Jahren im Bereich Leistungsdiagnostik, Analyse, Planung und Entwicklung. Was, würdest Du sagen, waren im Bereich des Nachwuchstrainings die für dich wichtigsten Erkenntnisse?

Mich interessiert die Sportwissenschaft mit all ihren Teildisziplinen sehr und wir können und sollen uns als Nachwuchstrainer auch an einigen Erkenntnissen bedienen. Nur geht es auch und vor allem darum, als Nachwuchstrainer  Nachwuchsathlet*innen als heranwachsende Persönlichkeiten, als Schüler*innen, als triathlonbegeisterte junge Sportler*innen wahrzunehmen, langfristig zu fördern und das Feuer für den Leistungssport am Leben zu halten oder sogar weiter zu entfachen. Ich möchte nicht nur Triathlon lehren, sondern auch etwas für’s Leben mitgeben. Es gab eine Zeit, da hatten meine Trainer*innen deutlich mehr Einfluss auf mich, als beispielsweise meine Lehrer oder Eltern. Das lernt man natürlich nicht im Labor für Leistungsdiagnostik.

Johnny, was sind die Ziele des Rahmentrainingsplans und für wen ist er konzipiert?

Der Rahmentrainingsplan richtet sich an die Altersgruppe Jugend B, kann aber auch in darauffolgenden Altersgruppen leicht angepasst werden. Er soll die Arbeit der Vereine, Eltern und Trainer*innen erleichtern, Hilfestellung und Ideen geben, wie ein komplexes Nachwuchstraining im Triathlon aussehen kann.

Stephen, wie unterscheidet sich der Rahmentrainingsplan von einem Trainingsplan, den erwachsene Triathlet*innen vielleicht aus ihrem eigenen Training kennen und warum ist es wichtig einen Unterschied zu machen?

Quantitativ ist der größte Unterschied sicherlich der Belastungsumfang und auch die Umfänge von intensiven Intervallen. Außerdem ist es im Nachwuchstraining so, dass wir unsere Trainingszeiten primär nach den Unterrichtszeiten der (Sport-)schule ausrichten und bei einem erwachsenen Profi-Athleten ist die Trainingszeit fast gleichzustellen mit einer (fiktiven) Arbeitszeit. Inhaltlich ist das Nachwuchstraining deutlich spielerischer, koordinativer und vielseitiger, ganz nach dem Motto: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!“. Ansonsten gelten natürlich die allgemeinen Trainingsprinzipien wie zum Beispiel ein harmonisches Verhältnis aus Be- und Entlastung.

Das Training sollte stets spielerisch aufgebaut sein.

Stephen, auch die Nomenklatur unterscheidet sich von der, die Vielen bekannt ist. Warum?

Ich bin einfach nicht von der bekannten Nomenklatur, welche vieles von Wettkampfstrecken und Wettkampfgeschwindigkeiten, also vom Anforderungsprofil ableitet, überzeugt. Das Anforderungsprofil des Wettkampfes ist eine wichtige Informationsgrundlage, aber es sagt zunächst nicht viel über den Körper aus. Zudem neigt man bei dieser Perspektive dazu tendenziell Wettkampfinhalte im Training abzubilden.
Bei unserer Nomenklatur, welche im Übrigen von Dr. Olbrecht übernommen und modifiziert wurde, geht es primär darum, die geplanten Trainingseinheiten nach etwaigen biologischen Prozessen zu klassifizieren. So behalten Trainer*innen und Athlet*innen die Übersicht, was sie durch die Trainingseinheiten primär ausbilden wollen. Außerdem neigt man als Trainer dazu, mehr sogenannte Basisfähigkeiten auszubilden, was im Nachwuchstraining auch als Voraussetzungstraining beschrieben werden kann, und meiner Meinung nach das Kernstück des langfristigen Leistungsaufbaus sein sollten.

Johnny Zipf: Auffällig ist, dass besonders viel Schwimmtraining im Plan steht. Doch für Vereine ist es oft schwer Wasserzeiten zu bekommen. Was tun, wenn nur ein oder zwei Mal die Chance besteht, Training abzuhalten?

Im RTP steckt unsere Vision der idealen Trainingsgestaltung im Verein. Uns ist klar, dass diese teilweise nicht leicht umzusetzen ist. Wenn ich im Verein weniger Wasserzeiten zur Verfügung habe, dann versuche ich jeweils mehr unterschiedliche Reize in die einzelnen Einheiten zu packen. Allerdings muss man auch so ehrlich sein und wissen, dass man nicht Fünf einfach durch zwei andere Einheiten ersetzen kann, um ein Beispiel zu nennen. Ganz groß gedacht, sollte es ein langfristiges Ziel sein, überall mehr Schwimmtraining und mehr Schwimmeinheiten zu ermöglichen. Es gibt natürlich immer Ausnahmen, aber aufgrund der technischen Komplexität erlernt sich schwimmen in jungen Jahren am einfachsten.

TriDay Bad Slider

Schwimmtraining ist vor allem aufgrund der technischen Komplexität ein wichtiger Teil des Trainingsplans.

Johnny Zipf: Athletiktraining ist nicht nur für erwachsene Triathlet*innen, sondern auch für den Nachwuchs die eher ungeliebte Disziplin. Wie können Trainer*innen dennoch für die nötigen Impulse in diesem Bereich sorgen?

Im Jugend B Bereich sollte unserer Meinung nach das Athletiktraining sehr abwechslungsreich sein und auch spielerisch aufgebaut werden. Ich denke Spiel, Spaß, Koordination und Sprintfähigkeit sind hier die Zauberwörter.

 

 


Jonathan Zipf ist seit 2020 Trainer am Stützpunkt Nürnberg 17 Jahre lang war Johnny Zipf Profisportler. Zu seinen größten Erfolgen zählten der Vize-WM Titel in der Juniorenklasse 2005 und die Deutschen Meister-Titel im Triathlon (2013) und Duathlon (2017). Während seiner Zeit als Profi sammelte er zahlreiche Erfahrungen in der deutschen und französischen Triathlon Bundesliga und im internationalen Spitzensport. Dieses Wissen will der 35-jährige Triathlon B-Trainer, der bereits seit 2018 in der Metropolregion Nürnberg zu Hause ist, an den Nachwuchs weitergeben.


Stephen Bibow ist begeisterter Sportler (Schwimmen, Triathlon, Radsport, Sportspiele, Wandern) und Sportwissenschaftler sowie Schwimmtrainer (A-Trainer Leistungssport) und Triathlontrainer (A-Trainer Leistungssport). Parallel zum Studium an der Uni Leipzig arbeitete er als wissenschaftliche Hilfskraft in der Leistungsdiagnostik am Institut für angewandte Trainingswissenschaft, am Bundesstützpunkt Schwimmen und baute mit Trainerkollegen eine kleine Triathlon Trainingsgruppe auf, bevor er als Assistenztrainer von Roland Knoll nach Nürnberg kam. Nach zwei Jahren wurde er leitender Landestrainer und fokussiert am Stützpunkt die Schwerpunkte Nachwuchs.

 

© Text: Christine Waitz; Fotos: BTV [5.10.2021]

Der Bayerische Triathlon-Verband e.V. bietet für maximal 20 Jugendliche und zwei Betreuende einen Tag mit sportlichem Programm in Ingolstadt an. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf Spaß beim gemeinsamen Trainieren. Teilnehmen können Jugendliche oder Trainingsgruppen im Alter von 12 bis 16 Jahren.

Treffpunkt ist das Sportbad in der Jahnstraße. Dort findet zum Auftakt des Tages ein Schwimmtraining statt. Nach einer Mittagspause, die im Aufenthaltsraum der Schwimmhalle verbracht werden kann, geht es weiter mit einem Training voller Koordination, Spiel und Spaß in der Turnhalle. Gegen 16:30 Uhr ist das Ende der Veranstaltung geplant.

Die Anmeldung erfolgt ausschließlich online hier.

Die vollständige Ausschreibung des Lehrgangs finden Sie hier.

© Text: BTV; Fotos: Christine Waitz [6.10.2021]

Gemeinsam sporteln, neue Impulse für das Training bekommen, vor allem aber Spaß an der Bewegung haben. Der erste TriDay nach coronabedingter Pause war ein voller Erfolg. Über 70 Kinder und Jugendliche kamen aus vielen bayerischen Vereinen nach Nürnberg. Gemeinsam mit ihnen besuchten auch einige Trainer*innen das Angebot des BTV, um vom Erfahrungsaustausch zu profitieren.

Hauptsache Spaß an der Bewegung

Die große Halle des Langwasserbad bot ausreichend Platz für ein gemeinsames Aufwärmen. Der ehemalige Vize-Weltmeister und BTV Nachwuchstrainer Johnny Zipf sorgte dafür, dass die jungen Athlet*innen bereit für den sportlichen Tag waren. An verschiedenen Stationen wurde im Anschluss gruppenweise trainiert. Wobei das Training alles andere als eintönig war: Beim Turmspringen wurde vom Kopfsprung bis zum Salto alles ausprobiert, bei der Staffel wurden im Team Hindernisse überschwommen oder durchtaucht, beim Würfelspiel brauchte es neben sportlichem Geschick auch etwas Glück.

Auch am Nachmittag zeigte das Trainer-Team mit Stephen Bibow, Hanna Kraus, Johnny Zipf, Tom Voit, Theresa Baumgärtel und Andrea Runte, dass das spielerische Herangehen an Sport nicht nur Freude macht, sondern auch gute Trainingseffekte bringt. Auf dem Hindernis-Parcours wurden alle Elemente der Koordination geschult. Auf dem Sportplatz ging es in Spielen um Teamfähigkeit und Schnelligkeit, aber auch um Lauftechnik.

Während gerannt, gesprungen und balanciert wurde, erklärte Chris Gawens den Trainer*innen warum gerade das koordinativ anspruchsvolle und abwechslungsreiche Herangehen für den Nachwuchs wichtig ist und Spaß macht.

 

So zogen alle Beteiligte am Ende des Tages das Fazit: „Gut, dass gemeinsames Sporttreiben endlich wieder in Präsenz möglich ist.“

© Text: Christine Waitz; Fotos: Christine Waitz [4.10.2021]

Am kommenden Montag stellt das Leistungssport-Team des BTV den angekündigten Rahmentrainingsplan für die Nachwuchsarbeit in Vereinen in einem Online-Vortrag vor. Ab 18:00 werden interessierten Trianer*innen die Grundlagen des Plans, Chancen und Möglichkeiten vorgestellt. „Das gesammelte Wissen und die Erfahrungen der Trainer des Bundesstützpunkt Triathlon Nürnberg ist in diesen Plan eingeflossen“, berichtet Jonathan Zipf, der maßgeblich an der Erstellung des Plans beteiligt war. „Uns geht es darum, neue Impulse und Ideen zu liefern, um das Nachwuchstraining sinnvoll und abwechslungsreich zu gestalten.“ Der Plan soll im Anschluss Sportler*innen und Trainer*innen in bayerischen Vereinen als Leitfaden durch die Saison dienen.

Termin: Montag, 4. Oktober 2021
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Online via Zoom

Interessierte können sich bis Montag Mittag bei Hanna Kraus unter coachthecoach@triathlonbayern.demelden, um einen Zugangslink zu erhalten.

Folgende Infos müssen enthalten sein:

  • Name des Athleten/des Trainers/des Vereins
  • Jahrgang/Jahrgänge des/der Athleten
  • für Athleten und Vereine: Name des Trainers
  • Anzahl der Athleten im Verein

Die Initiative ist ein Teil der Idee, die Verbindung zwischen Vereinen, dem BTV-Nachwuchs und dem BTV Leistungssport zu stärken und ein aktives Netzwerk aufzubauen.

© Text: Christine Waitz; Foto: E. Möllers; Video: Johnny Zipf   [1.10.2021]