Am Mittwoch, den 24.05. dürfen sich rund 40 Schüler*innen des Ohm-Gymnasiums Erlangen auf eine besondere Trainings-Einheit freuen: Das Nachwuchs-Team des Bayerischen Triathlon-Verbandes kommt in die Schule und sorgt für 90 Minuten Sport-Spaß. Triathlon in der Schule? Das ist man dort gewohnt. Schon seit Jahren vertreten Schüler*innen die Schule erfolgreich bei „Jugend trainiert für Olympia“ und neuerdings darf sich das Gymnasium sogar „Partnerschule für den Sommersports“ nennen.

Am Schulsportplatz an der Hartmannstraße werden sich die Schüler*innen mit den Trainerinnen Hannah Krauss und Sofia Warter treffen. In zwei Gruppen werden ein koordinatives Lauftraining und ein Rad-Parcours absolviert. Die Räder sind dabei Leihräder, die in der Schule jedem zur Verfügung stehen, der sich für Triathlon interessiert. So wird die Einstiegs-Hürde gesenkt. Zum Abschluss gibt es eine Duathlon-Staffel, bei der jede*r seine Wechsle-Fähigkeiten unter Beweiß stellen darf.

Erfolgreiche Arbeit zahlt sich aus

Das Ohm-Gymnasium ist seit vielen Jahren Stützpunktschule Triathlon und eine Hochburg im Schultriathlon. In zehn Jahren wurde die Schule acht Mal bayerischer Meister im Mixed-Format und durfte damit auch acht Mal in Berlin bei den JTFO-Entscheidungen starten. Heraus kamen ein erster, ein zweiter und drei dritte Plätze. Die erfolgreiche Arbeit zahlt sich nicht nur bei Ergebnissen in Schulsport-Wettbewerben aus. „Wir haben eine intensive Zusammenarbeit und viele Sportarbeitsgemeinschaften mit dem Partnerverein TV 1848 Erlangen, organisiert durch den Jugendleiter Constantin Warter“, berichtet Lehrer Manfrad Reinhard. Es überrascht also nicht, dass gerade aus dem TV 1848 Erlangen immer wieder Talente hervorgehen.

Nun darf sich die Schule noch „Partnerschule für den Sommersports“ nennen. Nach dem Vorbild „Partnerschule des Wintersports“, die es schon seit Jahren gibt, soll auch für olympische Sommersportarten ein Fördermodell aufgebaut werden. Im ersten Jahr 2023/24 sind in Bayern zehn Schulen für das Pilotprojekt zugelassen. An den „Partnerschulen des Sommersports“ werden Talente an wenigen, vom Bayerischen Triathlonverband ausgewählten Standorten in den Jahrgangsstufen 5 bis 8 heimatortnah gefördert. Ab der Jahrgangsstufe 9 wird dann die Bündelung herausragender Nachwuchssportler*innen an den beiden Eliteschule des Sommersports in Nürnberg oder München angestrebt. So sollen verheißungsvolle Talente schonend und in Vereinbarkeit mit schulischen Pflichten aufgebaut werden.

Foto: Hanna Krauss

Bereits zum fünften Mal verwandelte sich der Sportplatz im beschaulichen oberpfälzer Örtchen Deining zum Duathlon-Magneten für Nachwuchssportler*innen aus Bayern. Fast 200 Kinder, Jugendliche und deren Familien und Betreuende machten den Cross Duathlon Deining erneut zu einem erfolgreichen Event. Sieger waren alle, die durch das Ziel liefen. Einige Meister-Titel wurden jedoch auch vergeben: Die Bayerischen Meister*innen wurden ebenso ausgezeichnet, wie die Oberpfalz-, Landkreis- und Gemeindemeister*innen.

„Es war wieder eine tolle Veranstaltung“, schwärmt Orga-Leiter Harry Kaunz, der gemeinsam mit dem großen Team an Ehrenamtlichen des FC Deining das Ereignis auf die Beine stellte. „Trotz des Regenwetters beim Aufbau konnte ein erstklassiger Cross Duathlon durchgeführt werden.“ Von den Kleinsten bei den Bambini-Läufen, bis hin zu den Juniorinnen udn Junioren war für jede*n das passende dabei. So ist es auch nicht verwunderlich, dass in diesem Jahr ein Teilnehmerrekord erzielt wurde: Erstmalig waren über 200 Starter*innen dabei. Alle kamen zudem ins Ziel.

Ab der Klasse der Schüler*innen A wurde in Laufschuhen und auf dem Mountainbike um die Ränge und Titel zur Bayerischen Meisterschaft gekämpft. Die jüngste Titelträgerin heißt Emilia Kreuzer vom TWin Neumarkt. Bei den Schülern gewann Joel Westphal. In der Jugend B setzten sich Paula Kleindienst (TRI Club Lindenberg) und Tizian Träger (TWin Neumarkt) durch. Die nächst-ältere Klasse entschied der Nachwuchs aus Erlangen für sich Alba Warter-Rubio und Lennard Heinrich waren vorne (beide TV 1848 Erlangen). Über eine Minute Vorsprung hatte Juniorin Lena Gömmel vom SSV Forchheim. Für Junior Aaron Drechsler (SV Brannenburg) lohnte sich die lange Anreise aus Oberbayern.

Der Crossduathlon war daneben Wertungslauf für den BTV Memmert Nachwuchscup. Das nächste Rennen der Serie findet am 18. Juni in Erding statt.

Fotos: Dana Haußner

Bayerische Meister*innen

Schüler*innen A

  1. Platz: Emilia Kreuzer (TWin Neumarkt)
  1. Platz: Joel Westphal (TSV Harburg)

Jugend B

  1. Platz: Paula Kleindienst (TRI Club Lindenberg)
  1. Platz: Tizian Träger (TWin Neumarkt)

Jugend A

  1. Platz: Alba Warter-Rubio (TV 1848 Erlangen)
  1. Platz: Lennard Heinrich (TV 1848 Erlangen)

Junior*innen

  1. Platz: Lena Gömmel (SSV Forchheim)
  1. Platz: Aaron Drechsler (SV Brannenburg)

Link zu allen Ergebnissen.

Der DTU Jugendcup in Forst gilt als wichtiges Saisonziel. Schon im letzten Jahr zeigten dort bayerische Athletinnen und Athleten ihre Stärke. Auch dieses Mal glänzten sie. Allen voran Carlotta Bülck in der Jugend A und Isabel Altendorfer bei den Juniorinnen. Beide siegten. Herauszuheben sind zudem die Ergebnisse von Annika Bernhuber und Josefine Doseth, die in der Jugend B Rang drei und vier belegten. „Wir hatten ein sehr gutes Wochenende“, zeigt sich auch Trainer Johnny Zipf zufrieden.

Nicht ganz so, wie erwartet, begann der Renntag. Die Rennen der Junioren starteten zuerst und mit Justus Oeckl war ein Favorit am Start. Er jedoch erwischte, ebenso wie seine Teamkameraden, die erste Radgruppe nicht. Mit der besten Laufzeit arbeitete sich der Athlet des CIS Amberg noch auf Platz vier vor. „Es war trotzdem ein gutes Rennen“, analysiert Johnny Zipf.
Ebenso stark für die Rennumstände zeigten sich Ben Kaufmann und Sebastian Marx auf Rang sechs und sieben. „Die erste Radgruppe ohne bayerische Beteiligung arbeitete einfach auch perfekt zusammen, denn sie wussten um die Laufstärke unserer Athleten“, erklärt Zipf den Ausgang. Jonas Wechsler kämpfte sich trotz eines Schlages auf den Kopf beim Schwimmen ins Ziel.

Als nächste Startgruppe gingen die A-Jugendlichen an den Start. „Moritz und Moritz haben sehr gute Rennen gemacht“, sagt der Stützpunkttrainer zu den Ergebnissen von Moritz Hägel (5. Platz) und Moritz Hartmann (9. Platz). „Sie präsentierten sich in der zweiten Radgruppe gut, schlossen mit starkem Lauf ab und erzielten damit eine gute Steigerung im Vergleich zum letzten Jahr.“

In der Jugend B erreichte Joseph Hof mit Platz sieben ein gutes Ergebnis.

Athletinnen räumten Podiumsplätze ab

Die Top-Ergebnisse an diesem Tag kamen jedoch von den Nachwuchssportlerinnen: Isabel Altendorfer setzte sich bei den Juniorinnen durch und feierte den Sieg. „Toll, dass der Anschluss beim Schwimmen nun geklappt hat“, freut sich der leitende Trainer Stephen Bibow. Die Athletin selbst ist besonders in Anbetracht der Vorbereitung zufrieden: „Das Rennen lief ganz gut. Ich war direkt nach dem Schwimmen in der ersten Radgruppe. Leider hat Diese aber nicht wirklich gut funktioniert.“ Auch, wenn es am Ende für den Sieg reichte, sieht die Sportlerin des FC Seeshaupt besonders beim Laufen noch Potenzial: „Meine Vorbereitungen liefen teilweise nicht optimal. Im Februar hatte ich Corona und im Trainingslager habe ich mir den Zeh gebrochen. Dafür war das Laufen dann ganz solide.“ Dazu kommt, dass Isabel Altendorfer mitten in den Abitur-Prüfungen steckt. „Ich bin also schon zufrieden, dass ich den ersten Platz machen konnte“, schließt sie die Analyse ab. Ihr nächster Wettkampf ist in Jena, wo sie auf jeden Fall auch vorne mitspielen möchte.

In der Jugend A gab es insgesamt starke Resultate der Bayerinnen: Carlotta Bülck triumphierte vor Chiara Göttler. „Das war eine herausragende Leistung“, lobt Stephen Bibow Carlotta Bülck. „Da bin ich sehr stolz drauf! Und auch Chiara, die seit acht Monaten am Stützpunkt trianiert, hat sich stark verbessert.“
Auf den Plätzen sechs, neun und elf folgten Anna Brugger, Charlotte Doseth und Sarah Walter. „Es freut mich, dass fast alle den Sprung in die erste Radgruppe geschafft haben. Das zeigt, dass auch im Training viel gut funktioniert hat“, zeigt sich der Trainer begeistert.

Und auch bei den B-Jugendlichen gab es ein Treppchen: Annika Bernhuber erreichte den dritten Platz. „Das Rennen lief aus meiner Sicht besser als gedacht“, berichtet sie selbst. „Ich durfte mir beim Schwimmstart den Platz aussuchen, was mir einen sehr guten Start ermöglichte, also keine Waschmaschine 🙂 Nach dem Wechsel schaffte ich es dann in die erste Radgruppe, in der ich mich mit meinen Kaderkolleginnen (Josefine und Giulia) und drei weiteren Athletinnen gut in der Führungsarbeit abwechseln konnte. Beim Laufen hatte ich von Beginn an gute Beine und konnte das Tempo am Ende des Rennens nochmals erhöhen, wodurch ich mir am Ende den dritten Platz sichern konnte.“ Auf die Frage, ob sie mit einem Treppchenplatz gerechnet hätte, antwortet die Athletin: „Ich konnte während der Wintermonate insgesamt gut und regelmäßig trainieren. Vorallem bei den Kader-Lehrgängen mit Teresa (Knoll) konnte ich die Wechsel intensiv üben und auch eine zunehmende Sicherheit auf dem Rad gewinnen. Nachdem ich bei den bisherigen Swim&Run-Wettkämpfen schon gute Ergebnisse erzielen konnte, ging ich entsprechend zuversichtlich und gut erholt in das Rennen in Forst. Mein Ziel war es, meinen 16. Platz aus dem Vorjahr zu verbessern.“

Gleich hinter ihr folgte Josefine Doseth. Guilia Göttler wurde Sechste.

Fotos: DTU/Jan Papenfuss

Ergebnisse in der Übersicht

Jugend B weiblich

3. Platz: Annika Bernhuber (IfL Hof)

4. Platz: Josefine Doseth (SV Würzburg)

6. Platz: Guilia Göttler (TSV Harburg)

16. Platz: Matylda Jozwiak (TSV Brannenburg)

23. Platz: Julia Weiland (TSV Harburg)

26. Platz: Anita Blersch (TSV Brannenburg)

Jugend B männlich

7. Platz: Joseph Hof (TV 1848 Erlangen)

25. Platz: Tom Kaebel (TV 1848 Coburg)

33. Platz: Luca Schreitmüller (TSV Harburg)

34. Platz: Mark Knabe (TSV Brannenburg)

43. Platz: Marty Silzle (Tri Team Landau)

Jugend A weiblich

1. Platz: Carlotta Bülck (TV 1848 Erlangen)

2. Platz: Chiara Göttler (TSV Harburg)

6. Platz: Anna Brugger (ASV Triathlon Kulmbach)

9. Platz: Charlotte Doseth (SV Würzburg)

11. Platz: Sarah Walter (TSV Brannenburg)

30. Platz: Milla Rudolph (Trisport Erding)

Jugend A männlich

5. Platz: Moritz Hägel (IfL Hof)

9. Platz: Moritz Hartmann (Post SV Weilheim)

19. Platz: Luis Rühl (TSV Harburg)

39. Platz: Benedikt Müller (Schwimmverein Straubing)

43. Platz: Frederik Fröhner (CIS Amberg)

Juniorinnen

1. Platz: Isabell Altendorfer (FC Seeshaupt)

11. Platz: Juliane Möllers (TV 1848 Erlangen)

Junioren

4. Platz: Justus Oeckl (CIS Amberg)

6. Platz: Ben Kaufmann (SSV Forchheim)

7. Platz: Sebastian Marx (IfL Hof)

12. Platz: Mark Bittner (Trisport Erding)

14. Platz: Luis Höra (TSG 08 Roth e.V.)

30. Platz: Jonas Wechsler (TSG 08 Roth e.V.)

Link zu allen Ergebnissen.

Es ist alles angerichtet für den Triathlon Ingolstadt am Sonntag, 21. Mai 2023. An die 2.200 Triathletinnen und Triathleten aus insgesamt 44 Nationen kommen in die Donaustadt und gehen auf den drei angebotenen Distanzen, von der Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen, 81,2 km Radfahren, 20,5 km Laufen ), über die Olympische (1,5 km Schwimmen, 42,6 km Radfahren, 10,5 km Laufen), bis zur Sprintdistanz (0,75 km Schwimmen, 19 km Radfahren, 5 km Laufen) an den Start.

Vielversprechende Wettervorhersage steigert die Vorfreude 

Entsprechend groß ist die Vorfreude bei Organisationsleiter Gerhard Budy und seinem Helferteam. Erstmals befindet sich das Ziel direkt in der historischen Ingolstädter Altstadt, wo die Finisher am Paradeplatz vor dem Neuen Schloss empfangen werden. Nach dem sehr unbeständigen Wetter der vergangenen Wochen dürfen sich am Sonntag laut der aktuellen Vorhersage die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch endlich auf sonniges Frühsommerwetter freuen. 

Sportlich wird es auf allen drei Wettkampfdistanzen richtig zur Sache gehen, wobei vor allem auf der Mittel- und Olympischen Distanz einige bekannte Namen der Szene an der Startlinie stehen werden.

Felix Hentschel feiert Comeback – Elena Illeditsch zurück in Ingolstadt 

So hat sich auf der Mitteldistanz der Bamberger Felix Hentschel (Ifa nonstop Bamberg) angekündigt, der 2021 bei der Challenge Roth mit einer sensationellen Marathonzeit noch aufs Podium lief. Konkurrenz bekommt Hentschel bei seinem Comeback nach längerer Verletzungspause von Finn Große-Freese (SV Bayreuth). Der Bayreuther war im Vorjahr in Ingolstadt bei der Mitteldistanz-DM bereits Zweiter und will nun den Sieg ins Visier nehmen. Dass seine Form stimmt, zeigte er gerade erst in Ingolstadt mit Rang drei beim Ingolstädter Halbmarathon. Mit Spannung erwartet wird auch der Auftritt des Nachwuchstalents Nicklas Ludwig (TSV Jahn Freising 1861). Der 20-Jährige, der eine Profikarriere anpeilt, war zuletzt bei der Challenge Gran Canaria bester Amateur und hat als großes Saisonziel die Ironman 70.3 WM in Lahti im Blick. Mit der Startnummer 1 darf allerdings TV- und Hörfunk-Moderator Florian Weiss ins Rennen gehen. Weitere Prominenz aus der Medien-Szene gibt’s durch den niederländischen Sky-Fußballexperten Erik Meijer. 

Elena Illeditsch

Bei den Frauen ist mit Elena Illeditsch (Team Dormero) die Siegerin von 2021 wieder mit dabei und geht als Topfavoritin ins Rennen. Die Profiathletin aus Neumarkt, im Vorjahr 26. beim Ironman Hawaii, musste zum Saisoneinstand beim Ironman 70.3 Lanzarote vorzeitig aufgeben. Entsprechend motiviert wird die 32-Jährige am Sonntag in Ingolstadt an den Start gehen. 

Auf der Olympischen Distanz geht Andreas Wittmann (TSV Gaimersheim) als Titelverteidiger ins Rennen. Gejagt wird der Lokalmatador u. a. von Tom Hohenadl (RSC AUTO BROSCH Kempten), Timo Schmitz (TSV Oettingen) und Timo Hackenjos (Sport-Union Neckarsulm).

Internationales Feld – umfangreiches Rahmenprogramm in der Innenstadt

Unter den 44 vertretenen Nationen sind auch Athletinnen und Athleten aus den Ingolstädter Partnerstädten Györ (Ungarn) und Grasse (Frankreich) dabei. Vor allem die mehrmalige französische Meisterin Céline Bousrez und der ebenfalls aus Grasse stammende Jeremy Beaudi, im Vorjahr Sieger der Militärwertung beim Ironman Hawaii, dürften auf der Mitteldistanz eine Rolle spielen.

Für die Fans, Zuschauer und Familienangehörigen gibt es in der Innenstadt (Innenhof des Neuen Schlosses, Paradeplatz und Rathausplatz) ein umfangreiches Rahmenprogramm. 

Die Startzeiten des Audi Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL (Baggersee Ingolstadt) 

  • 8:00: Mitteldistanz – 5 Startgruppen – Starts alle 5 min
  • 10:30: Olympische Distanz – 4 Startgruppen – Starts alle 5 min
  • 12:00: Sprintdistanz – 3 Startgruppen – Starts alle 5 min 
  • Zieleinläufe am Paradeplatz ab ca. 11:20 Uhr (zuvor findet dort um 10:00 Uhr der „Goals for Kids“ Lauf statt, der mit 300 teilnehmenden Kindern komplett ausgebucht ist). 

Fotos: Harald Eggebrecht

Es war schon vor dem Start ein Erfolg: Vier bayerische Athleten stellten einen Großteil der deutschen Vertretung beim Europe Junior Cup in Caorle. Dass das Rennen dann vor allem lehrreich, und nicht so erfolgreich wie gehofft war, ließ Trainer und Sportler umso motivierter zurück. Die nächste Chance für die EM-Qualifikation bietet sich beim DTU Jugend-Cup in Jena.

„Die Analyse des Rennens“, so Trainer Stephen Bibow,“ ist nicht ganz einfach. Vier Vorläufe mit je 30 Startenden im Super-Sprint-Format waren zu begleiten. Das Besondere: Jeder europäische Verband musste seine WM-Quotenplätze dort bestätigen bzw. sich erarbeiten. „Es fühlte sich an, wie eine vorgezogene Europameisterschaft und das Leistungsniveau war extrem hoch“, berichtet der leitende Landestrainer, der mit vor Ort war.

Wer die erste Radgruppe verpasst, ist raus

Letztendlich gestaltete sich die Renndynamik bei allen vier Vorläufen ähnlich: Knapp zehn Athleten setzten sich schon beim Schwimmen mit rund bis zu 12 Sekunden zur Hauptgruppe ab und machten daraufhin die Vergabe der Plätze für den Finallauf unter sich aus. Je sieben Athleten kamen weiter. „Unsere Sportler waren leider nicht dabei“, bringt es Stephen Bibow auf den Punkt.

Nichts desto trotz ist er mit der Leistung von Jan und Tim Semmler, Jan Pluta und Moritz Göttler zufrieden: Alle waren in der ersten Verfolgergruppe sehr gut platziert. So war es ein sehr großer Lerneffekt für uns alle, was wir machen müssen und wo wir hinkommen müssen: Beim Schwimmen müssen wir es schaffen das Niveau zu erhöhen. Das Zweite ist, auch der Nachwuchs muss schon mehr bei Europacups starten. Und zuletzt muss Freiwasserschwimmen im Meer geübt werden.“

„Um es noch einmal deutlich zu machen“, sagt Bibow, „alle Vier haben ein sehr gutes Rennen gemacht. Sie haben alles auf den Tisch gelegt, haben keine groben Fehler gemacht und professionell abgeliefert. Sie haben trotz der schwierigen Situation eine kämpferische Einstellung gezeigt und bis zur letzten Sekunde gekämpft. Darauf bin ich stolz.“

Neubert auf elf, Henseleit auf zwölf

Im Rennen der Elite belegten die für den TV 1848 Erlangen startende Tanja Neubert Rang elf. Simon Henseleit sicherte sich den zwölften Platz. Auch sein Rennverlauf war ähnlich dem der jüngeren Kollegen: Er verpasste die erste Schwimmgruppe ganz knapp und kam auf dem Rad nicht mehr nach vorne. Dank guter Strategie auf dem Rad konnte er noch eine sehr gute Laufleistung zeigen.

Fotos: Heike Neubert





Am Wochenende war im Bayerischen Triathlon Verband einiges los. Insgesamt sechs Wettkämpfe standen auf dem Kalender.

Im Bezirk Schwaben wurden der Wemdinger Waldsee Triathlon und der 7. Günzburger Alkoholfrei Cross- Triathlon ausgetragen.

Trotz niedriger Temperaturen gingen in Günzburg 225 Athleten an den Start und trotzten dem Wettergott. Etwa 50 Mütter durften sich am Muttertag über ihre aktiven Sprößlinge freuen und besonders stolz sein. Auf Grund der kühlen Außentemperatur musste der Schüler-Triathlon zwar zu einem Duathlon gewandelt werden, aber das tat der Freude am Sport keinen Abbruch.

Alle Wettkampf- Ergebnisse könnt ihr auf der Homepage der Veranstalter einsehen.

Für den Bezirk Schwaben geht es am 11. Juni in Lauingen weiter.

Am Sonntag wurde bei strahlendem Sonnenschein der Ausdauer- Event „Run Bike Rock“ in Illertissen ausgetragen. Über 2100 Sporter*innen kämpften auf verschiedenen Wettbewerben um die Medaillen. Erstmalig wurde der Duathlon 10 km Lauf- 39 km Rad- 5 km Lauf unter der Aufsicht der BTV Kampfrichter durchgeführt.

In der Wechselzone am Marktplatz standen hochwertige Triathlon Zeiträder neben Mtb’s mit Vollausstattung. Beim Run Bike Rock gehen ambitionierte Sportler genauso gerne an den Start wie Hobbysportler und Familien. Bereits nach 1:58 erreichte Thorsten Bauer von MaTriDu Gefrees unter großem Beifall das Ziel. Bei den Frauen gewann Victoria Halt vom Mack Team SF Dornstadt mit 2:16 den 1. Platz.

Die eingesetzten Kampfrichter waren sich am Ende einig, dass diese Veranstaltung viel Potential hat. Besonders hervorzuheben sind das Engagement des Organisationsteams und unzähliger ehrenamtlicher Helfer.

Am 07. Oktober 2023 findet in Burglengenfeld die einzigartige Cross-Veranstaltung „Jag De Wuidsau“ statt, bei der auch die Deutsche Meisterschaft im Cross Duathlon ausgetragen wird. Die diesjährige Veranstaltung des TV Burglengenfelds bietet für jede*n etwas – vom Hobby-Sportler bis zum Profi-Sportler, vom jüngsten Frischling bis zur ältesten Wuidsau, vom interessierten Zuschauer bis zum Szene-Kenner. Eine veränderte Streckenführung beim Schnupper-Wettkampf und ein breites Rahmenprogramm werten den etablierten Wettkampf auf.

Mit der Mannschaft zum Meistertitel

Das Event erfreut sich großer Beliebtheit bei Sportbegeisterten und ist eine der bedeutendsten Veranstaltungen im Bereich Cross Duathlon in Bayern. Die Streckenführung bleibt beim Hauptrennen der Wuidsaujagd – und somit der DM – altbewährt, mit knackigen Anstiegen und flowigen Trails rund um den Kreuzberg auf der Lauf- sowie auf der Bike-Strecke. Nicht neu, aber eher unbekannt, ist die Mannschaftswertung der Deutschen Meisterschaften. Eine Mannschaft bilden entweder drei Frauen oder drei Männer aus demselben Verein. Besonders interessant dürfte dies für bayerische Vereine sein, die sich hier präsentieren können. Wird sich hier der Veranstalter die Butter vom Brot nehmen lassen?

Trailrun im Rahmenprogramm


Neben dem Hauptrennen gibt es auch einige Änderungen im Rahmenprogramm. Erstmalig findet ein Trail-Run statt, der sich an reine Läufer richtet. Auf 7,5 Kilometern geht es auf den flowigen Spuren der Wuidsau mit Blick auf die Burglengenfelder und Kallmünzer Burg. Für die jungen Wuiden gibt es den Frischlingsrun, der heuer bereits zum fünften Mal stattfindet. Für viele Kinder ist der Spaß-Lauf mit den Hindernissen ein absolutes Jahres-Highlight.

Einsteiger*innen willkommen

Der Jagdsprint wird durch die Schnupperjagd ersetzt, die ideal für Einsteiger*innen ist. Die Strecken sind mit 2,4 flachen Kilometern im ersten Laufpart und einer 11 Kilometer langen, flowigen Bikestrecke am Lanzenanger nach Greinhof einfach zu bewältigen. Die flache, 1,2 Kilometer lange Laufstrecke bildet den Abschluss.

Das Rahmenprogramm zu den Deutschen Meisterschaften ist ebenfalls breit gefächert. Die Dietldorfer Blaskapelle wird zum Start aufspielen und die Teilnehmer*innen mit bayerischer Blasmusik einheizen. Im beheizten Bierzelt werden die Sportler*innen unmittelbar nach Zieleinlauf begrüßt und für die mitgereisten Fans und einheimischen Zuschauer*innen wird es eine breite Auswahl an Verpflegung geben. Auch ein musikalisches Rahmenprogramm ist geplant, an dem die Organisatoren derzeit noch arbeiten.

Fotos: TV Burglengenfeld

Neben dem großen Triathlonwochenende in Rothenburg fand auch in Bayreuth am 29. April ein oberfränkischer Bezirkstrainingstag statt.

Das Gelände rund um das Hallenbad hatte sich schon im letzten Jahr als ein idealer Trainingsort herausgestellt, um besonders das Radfahren und Schwimmen in Kombination an einem Tag zu trainieren. Die jungen Nachwuchstriathlet*innen wurden zu Beginn in vier verschiedene Leistungsgruppen eingeteilt, wobei die ältesten mit dem Rennrad und Trainer Rainer Skutschik eine größere Tour unternahmen und die jüngeren mit dem MTB über den Pump Trail auf dem Gelände der Landesgartenschau herum rasten. Besonders wichtig war es dem Trainerteam um Julia Skutschik beim Radfahren das korrekte Schalten, sowie Koordination und Radbeherrschung zu schulen und gleichzeitig in spielerischen Settings Spaß und Freude am Outdoorsport zu vermitteln. Nach dem Radfahren ging es in den Keller des Hallenbads zum Athletiktraining. Mit kleinen Partnerwettbewerben zur Kräftigung der Rumpfstabi und einem Dehnen, um die Mittagspause einzuläuten, wurde der Vormittag dann beendet.

Nachdem die Speicher wieder gefüllt waren, ging es noch für knappe eineinhalb bis zwei Stunden ins Wasser. Angeführt von Schwimmtrainerin Julia Fankel standen verschiedene Programme für unterschiedliche Leistungsniveaus auf dem Plan. Spielerische Formen zur spezifischen Koordination im Schwimmen und mehrere 50er Serien waren Teil des Programms für die jüngeren Talente, damit Wasserlage und Technik auf einem möglichst hohen Niveau bleiben. Die Ermüdung durch den Vormittag ging bei dem ein oder anderen Teilnehmer zwar nicht spurlos vorbei, aber am Ende gab es bei selbstgebackenen Keksen und Kuchen jede Menge grinsende Gesichter.

Fotos: Patrick Pirhala

Nur eine Woche nach der Duathlon Kurzdistanz wurden auch im Sprint die Bayerischen Meister*innen gesucht. Beim Traditionsrennen in Krailling setzten sich Finn Sattler vom RSC Kempten und Nelly Rassmann als Lokalmatadorin durch.

Die Bayerische Vize-Meisterin auf der Kurzdistanz krönte sich bei einem Heimspiel zur Meisterin auf der Sprintdistanz: Nelly Rassmann war in der Vorwoche noch Zweite in Hörmannsdorf und holte sich dieses Mal den Titel. „Das Wetter war ja super – gerade im Vergleich zu Hörmannsdorf eine Woche vorher“, lacht sie. Auch sonst hat die junge Athletin gut lachen – immerhin betrug der Vorsprung auf die nächste Konkurrentin und Teamkameradin Helen Graf fast zwei Minuten. „Ich gehe immer mit einer gewissen Anspannung bzw. Nervosität an den Start, weil ja immer auch weitere super-gute Mädels dabei sind“, gibt die Siegerin zu, „aber bei mir ging es recht gut. Durch die Ausrichtung des Rennens durch den eigenen Verein hatte ich auch einen super Streckensupport.“ Den dritten Platz belegte Sofia Warter Rubio (TV 1848 Erlangen).

Mit Strategie zum Sieg

Im letzten Jahr musste sich Finn Sattler als einer der jüngsten Athleten im Feld noch Manuel Maier geschlagen gegeben. Dieses Mal hatte sich der Athlet des RSC Kempten eine andere Strategie zurechtgelegt: „Dieses Mal hatte ich mir vorgenommen, das Laufen defensiver anzugehen, um mehr Kraft für das Radfahren zu haben“, berichtet er. „Dennoch war mein Plan direkt vorne mitzulaufen.“ Der Plan ging auf: Zu Beginn platzierte der Youngster sich an der zweiten Position. Erst als es in Richtung ersten Wechsel ging, übernahm er das Ruder und wechselte als Erster auf das Rad. „Dort wechselte mein Gefühl im Minutentakt zwischen mega gut oder mega schlecht,“ schüttelt er den Kopf. „Kurz nach der ersten von zwei Runden wurde ich dann überholt. Ich wusste jedoch, wenn ich nicht zu viel Zeit verliere, dann werde ich gewinnen, weil ich schneller laufe.“ Schon der zweite Wechsel brachte dann eine Vorentscheidung und Sattler setzte sich vor Thomas Tietz und Armin Reif an die Spitze des Feldes. Nach weniger als einem Kilometer hatte er die Verfolger bereits distanziert und brachte den Sieg mit gutem Vorsprung nach Hause. „Ich hatte schon mit diesem Szenario gerechnet. Ich wusste, wenn kein absoluter Überläufer dabei ist, gehe ich zumindest mit der Spitzengruppe aufs Rad. Dort war eine kleine Wundertüte, die aber ganz gut funktioniert hat. Und ich wusste auch um meine Laufstärke nach dem Radeln“, beurteilt er seine Chancen im Nachgang.

Zu den Ergebnissen.

Fotos: Henrik Jörgens

Die Bayerischen Meister*innen der Altersklassen (Sprint)

GESAMTSIEGER*innen

  1. Platz: Finn Sattler (RSC Kempten)
  2. Platz: Thomas Tietz (VfL Kaufering Triathlon) 
  3. Platz: Armin Reif (TV Zwiesel)

  1. Platz: Nelly Rassmann (TV Planegg-Krailling)
  2. Platz: Helen Graf (TV Planegg-Krailling)
  3. Platz: Sofia Warter Rubio (TV 1848 Erlangen)

AK 18-19

Aaron Drechsler (TSV Brannenburg)

AK 20

Sofia Warter Rubio (TV 1848 Erlangen)

Finn Sattler (RSC Kempten)

AK 25 

Nelly Rassmann (TV Planegg-Krailling)

Patrick Ansmann (TV Planegg-Krailling)

AK30

Verena Dormehl (TG Viktoria Augsburg)

Thomas Tietz (VfL Kaufering Triathlon) 

AK 35

Patrick Digel (MRRC München)

AK40

Patricia Popp (MTV Pfaffenhofen)

Christoph Feldner (TG Viktoria Augsburg)

AK 45

Astrid Zunner (Twin Neumarkt)

AK 50

Benno Beckstein (run & bike Kelheim e.V.)

AK 55       

Claudia Bregulla-Linke (SC Riederau)

Christian Wolfarth (Twin Neumarkt)

AK 60

Susanne Apfel (SVG Ruhstorf)

Josef Bäurle (Triathlon Günzburg)

AK 65

Eva Ansmann (TSV Unterpfaffenhofen-Germering)

Werner Fendt (Radsport-Club Aichach 1977 e.V.)

AK 70

Eugen Johann Kanzi (Forstenrieder SC)

AK 75

Wolfgang Janisch (SV Langenbach)

AK80

Lutz Tauchmann (WSV Bad Tölz)

Reinhard Joas (Herrieder Aquathleten)