Der OstseeMan in Glücksburg ist bekannt für seine Langdistanz. In diesem Jahr zog jedoch das ebenfalls stattfindende Mitteldistanzrennen die Aufmerksamkeit auf sich. Am Start waren die besten Sportlerinnen und Sportler Deutschlands mit dem Ziel, nationale Titel zu holen. Auch, wenn die Anreise für süddeutsche Athleten lang war, lohnte sie sich. Finn Große-Freese (SV Bayreuth) bewältigte die 1,9 Kilometer schwimmen, 90 Kilometer Rad fahren und 21,1 Kilometer laufen in 3:44:18 Stunden und wurde damit neuer Deutscher Meister.
„Ich bin klar mit dem Ziel, das Rennen gewinnen zu wollen, an den Start gegangen“, sagt der Bayreuther Sportler. Das Schwimmen fand in der Ostsee statt. Beim Radfahren absolvierten die Konkurrenten einen schnellen Rundkurs und das Laufen führte entlang der Ostseeküste. Ein Highlight: Die zuschauerbepackte Promenade von Glücksburg.
Finn Große-Freese beim Ostseeman Glücksburg
Der Tag begann gut für Finn Große-Freese. Er kam mit der Spitze aus dem Wasser und konnte sich auf dem Rad mit Lennart Sievers und Nils Huckschlag als Führungs-Trio vom Rest des Feldes absetzen. Gemeinsam kamen die drei in den zweiten Wechsel – es würde auf eine Laufentscheidung hinauslaufen, das war klar. „Ich wusste um meine Laufstärke und konnte mich dann auch nach vier Kilometern an die Spitze des Feldes setzen.“ Von da an wuchs der Vorsprung stetig. Und obwohl der Bayer in der letzten Runde seinen Vorsprung verwaltete, standen am Ende über drei Minuten Vorsprung auf den Darmstädter Lennart Sievers zu Buche. „Ich bin happy mit meinem Rennen und dass mein Plan so aufgegangen ist. Die Form stimmt und jetzt liegt voller Fokus auf den Ironman Frankfurt in knapp zwei Wochen, wo das Ziel eine vordere Platzierung ist“, freut sich der Sieger.
Disqualifikation für Viktoria Fürst
Bei den Damen gab es ein weniger glückliches Gesicht: Noch in der Pressemeldung des Dachverbandes wurde Viktoria Fürst vom ASV Cham mit einer Zielzeit von 4:41:54 Stunden als Dritte im Gesamtklassement geführt. Es folgte jedoch eine Disqualifikation im Nachgang, laut der Sportlerin, aufgrund einer angenommenen gereichten Hand bei einem Stolpern im Zieleinlauf. In der korrigierten Ergebnisliste rutschte damit Justine Jendro (TV Burglengenfeld) auf Platz vier und ist damit schnellste gewertete Bayerin.
Die Ergebnisse des Rennens finden sich hier (Link).
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/IMG_4530-scaled-e1722944782770.jpeg12111706Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2024-08-07 05:28:452024-08-07 05:30:16Glück und Pech bei DM Mitteldistanz in Glückburg
Die Saison neigt sich langsam dem Ende zu. Doch das ist noch kein Grund das Wettkampfequipment einzuwintern. Im August warten im Verbandsgebiet noch einige Wettkampfperlen auf die, die ein schönes Erlebnis zur Urlaubszeit suchen. Allen voran sticht der traditionsreiche Allgäu Triathlon heraus. Fast so viel Triathlon-Jahre bringen die Veranstaltungen in Regensburg, Öttingen und Neustadt a.d. Aisch mit. Und es sind noch mehr Events, die zur Auswahl stehen.
Seit 2009 startet in Kitzingen alljährlich ein besonders reizvolles Rennen: der Mainfrankentriathlon. Dass jedes Jahr aufs Neue so viele Sportler in die historische Stadt inmitten des unterfränkischen Weinlandkreises kommen, hat viele Gründe. Einer ist jedoch sicherlich die landschaftlich schöne Strecke. Am 3. August geht es in der unterfränkischen Idylle über Sprint- und Kurzdistanz.Damit es auch so idyllisch bleibt, engagiert sich der Veranstalter für eine nachhaltige Veranstaltung und wurde mit dem BTV Nachhaltigkeits-Label ausgezeichnet. Zu Gast sind zudem sowohl die Landesliga, als auch – und das ist besonders – die Meisterschaft deutscher Bürgermeister.
Am Tag darauf, den 4. August bietet der 36. Oettinger Triathlon über 500 m schwimmen, 25 km Radfahren und 5 km Laufen. Die Auftaktdisziplin, das 500 m lange Schwimmen, findet im Oettinger-Fluss-Freibad statt, bevor es auf die Radstrecke im Flusstal geht. Der Lauf findet auf einem flachen Rundkurs im Wörnitzbad statt. Das Traditionsrennen hat übrigens in diesem Jahr das BTV Nachhaltigkeits-Label erhalten. Die herausragende Initiative in der Bewerbung war der Versuch, Sportler direkt bei der Anmeldung zur Bildung Fahrgemeinschaften zu motivieren.
Schwimmstart des Oettinger Triathlons; Foto: Tina Schramm
Zeitgleich findet der 33. Regensburger Triathlon statt. Der Wettkampf in der historischen oberpfälzer Stadt ist schon ausgebucht. Das volle Feld wird über Sprint- und Kurzdistanz auf die Strecke geschickt. Dieses Jahr gibt es als kleines Highlight eine gesonderte Bergwertung am Schelmengraben.
Das Wochenende darauf ist einzig vom 3MUC Triathlon München belegt. Am 11. August geht es an der Ruderregattastrecke vor den Toren Münchens über Volks- und Olympische Distanz. Die Volksdistanz ist ausgebucht, bei der Olympischen Distanz gibt es noch Reststartplätze.
Zwei Rennen in Nürnberg, mit dem Triathlon Nürnberg, und dem legendären Allgäu Triathlon laden am 18. August zum Wettkampf ein und bieten beide die perfekte Möglichkeit Sport und einen Kurzurlaub zu verbinden. Während in der Frankenmetropole auf Sprint- und Kurzdistanz noch Startplätze frei sind, ist das Rennen im Allgäu über Kurz- und Mitteldistanz bereits ausgebucht.
Den Abschluss zum Monatsende am 25. August macht der 35. Aischgrund Triathlon. Der kleine und feine Triathlon bietet sowohl Einsteigern als auch Ambitionierten eine schöne Volksdistanz.
Wir wünschen allen Veranstaltern, Startern und Beteiligten viel Spaß und viel Erfolg!
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/MFT-Schwimmen-im-Main-01-1024x576-1.jpg5761024Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2024-08-03 00:41:002024-08-01 05:55:21Rennen im August: Jetzt noch für Wettkampfperlen melden
Für die Erlanger Schülerinnen und Schüler ist es jedes Jahr wieder ein Highlight zum Ende des Schuljahres: 1028 Nachwuchs-Triathleten aus den Erlanger Grund- und Mittelschulen, den Realschulen, der Erlanger Wirtschaftsschule und der Erlanger Gymnasien hatten sich seit April für den 34. Erlanger Schüler-Triathlon angemeldet. Und dieses Jahr musste man schnell sein: denn bei der Online-Anmeldung gab es nur ein festes Kontingent an Startplätzen… und die waren ruck-zuck weg!
So ging es am Freitag, den 19. Juli 2024 schon recht früh los: Über 200 Helfer (Lehrer, Eltern + Schüler) hatten seit Donnerstag alles perfekt vorbereitet, denn bereits ab 8:00 Uhr war das Westbad voll mit aufgeregten Kindern und nervösen Eltern. Das gemeinsame Aufwärm-Programm für jede Startgruppe machte wie immer viel Spaß und sorgte für gute Laune bei allen. Um 9 Uhr erfolgte dann der erste Start der Grundschüler.
Der Ablauf des Wettkampfs hat sich seit vielen Jahren bewährt: Geschwommen wir im Erlanger Westbad, die Radstrecke verläuft entlang des Main-Donau-Kanals und die Laufstrecke am Kanal und im Waldgebiet der Mönau endet mit einem großen Ziel-Einlauf im Stadion des TV 1848. Die Sonne meinte es extrem gut mit den Beteiligten: Aufgrund der hohen Temperaturen wurden die Laufstrecken für die älteren Starter dieses Jahr gekürzt.
Bewähre Kooperation
Der TV 1848 war dieses Jahr erneut Veranstalter dieser schulartübergreifenden Schulveranstaltung. Organisiert wurde der Wettkampftag wieder von dem bewährten Schülertriathlon-Organisationsteam aus der Loschge-Grundschule, der Werner-von-Siemens Realschule und dem Ohm-Gymnasium. Der Erlanger Schüler-Triathlon war zum ersten Mal Teil der DTU Triathlon-Schul-Tour. 902 Schülerinnen und Schüler konnten stolz im Ziel einlaufen und erhielten ihre Finisher-Medaillen. Da durfte das Turnerla, das blaue TV-Maskottchen natürlich nicht fehlen. Für die älteres Jahrgänge gab es sogar noch eine Siegerehrung. Im Ziel angekommen, konnte sich jeder mit kühlen Getränken, Obst und Kuchen stärken und sich von seinem Fan-Club feiern lassen. Der Erlanger Schüler-Triathlon war wieder ein gelungener Auftakt für das große Triathlon-Wochenende in Erlangen!
Zahlreiche Schul-Triathlons in ganz Bayern
Während man in Erlangen bereits 34 Jahre Erfahrung mit dem Schultriathlon hat, ist diese Form von Angebot andernorts noch nicht so lange etabliert. Und doch gibt es in Bayern zahlreiche weitere Schultriathlons, die Kinder zum Sport bringen sollen. Auch nehmen Schulen in Triathlon-Bayern seit vielen Jahren an „Jugend trainiert für Olympia“ teil.
Jugend trainiert für Olympia Nord in Weiden mit ca 250 Kindern
Jugend trainiert für Olympia Süd in Weiden mit ca. 250 Kindern
Schultriathlon Gerolshofen
Schultriathlon Deggendorf mit ca. 400 Kindern
Schultriathlon Höchstadt mit ca. 700 Kindern
Schultriathlon Herzogenaurach mit ca. 500 Kindern
Schultriathlon Fürth mit ca. 1400 Kindern
Schultriathlon Erlangen mit ca. 1100 Kindern
Schultriathlon Roth
Schultriathlon Ingolstadt mit ca. 300 Kindern
Jugend trainiert für Olympia Landesfinale Ingolstadt mit ca. 300 Kindern
Schultriathlon Nürnberg mit ca. 500 Kindern
Ansprechpartnerin für den Bereich Schule ist Ina Al-Sultan (Link zum Kontakt).
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/Schuelertriathlon2024_201_klein-Kopie-scaled.jpg17062560Veranstaltervertreterhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngVeranstaltervertreter2024-08-02 04:38:002024-08-02 05:52:14Schultriathlon: Highlights zum Ende des Schuljahres
Am 28. August beginnen die Paralympischen Spiele in Paris mit einem Mega-Event, das die Aufmerksamkeit auf Sport mit Handicap legt. Schon am 18. August 2024 will genau das eine Staffel aus bayerischen Sportlerinnen und Sportlern beim Triathlon Nürnberg erreichen. Lilli Jungkuntz, Matteo Fabrizi und Michelle Wagner treten gemeinsam mit ihren Guides Daniel Miller, Bernhard Nuss und Lunel van der Merwe auf der Sprintdistanz an.
Schwimmerin sammelt neue Erfahrungen
Para Schwimmerin Lilli Jungkuntz
Lilli Jungkuntz wird die Auftaktdisziplin meistern. Die 19-Jährige wurde mit einer Augenerkrankung geboren. Bereits im Alter von wenigen Wochen wurde sie zum ersten Mal an den Augen operiert. Heute sind es schon über 30 operative Eingriffe. Nichtsdestotrotz: Im September beginnt die Nürnbergerin das zweite Jahr ihrer Physiotherapie-Ausbildung. Zum Sport kam sie durch Michael Heuer, der im Internat der bbs, das Lilli Jungkuntz besucht, das Freizeitzentrum leitet. 2022 begann sie so mit dem Sportschwimmen. Mittlerweile trainiert sie achtmal in der Woche im Verein und ihr größter Erfolg bisher ist der sechste Platz in der offenen Wertung bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften im Para Schwimmen in Berlin.
Als Guide unterstützt sie der gebürtige Allgäuer Daniel Miller. Er bestritt in der Vergangenheit viele Freiwasser-Wettkämpfe für den TV Immenstadt und wurde deshalb kurzerhand gefragt, ob er beim Triathlon aushelfen kann. „Da ich für den TVI viele Freiwasser-Wettkämpfe bestritten habe, habe ich zugesagt. Für mich ist es eine neue und spannende Erfahrung, als Guide im Wasser zu sein“, freut er sich auf die Aufgabe.
Routiniers auf der Radstrecke
Für Matteo Fabrizi und sein Guide Bernhard Nuss ist es nicht der erste gemeinsame Wettkampf. Bernhard Nuss setzt sich als Gründer des Vereins Never Walk Alone Nürnberg e.V. an vielen Stellen für inklusiven Sport ein und betreibt unter anderem eine inklusive Lauf-Gruppe. Dort wird auch kontinuierlich für Wettkämpfe in der Region trainiert. Der Guide ist als erfahrener Ausdauer-Athlet aber ebenso stark auf dem Rad unterwegs und wird seinem Staffel-Partner im Tandem über die Strecke führen
Deutsche Para Triathlon-Vizemeisterin auf der Laufstrecke
Michelle Wagner sammelt in ihrer ersten Triathlon-Saison zahlreiche neue Erfahrungen. Erst vor wenigen Wochen wurde sie deutsche Vize-Meisterin im Para Triathlon. Die 23-Jährige lebt von Geburt an mit meiner Seheinschränkung, ist aber schon seit der Kindheit in diversen Sportarten inklusiv unterwegs. Seit zweieinhalb Jahren ist sie im Berufsalltag angekommen, ist im kaufmännischen Bereich tätig und meint: „Zum Ausgleich ist der Sport für mich ein wichtiger Bestandteil. Über den Start der Triathlonstaffel in Nürnberg freue ich mich, und hoffe, den Fokus und die Aufmerksamkeit verstärkt auf den Para Bereich bringen zu können.“
Ebenso empfindet ihr Guide Lunel van der Merwe: „Es ist schön, das Bewusstsein für den Para Sport etwas zu wecken und anderen Sportlern zu zeigen, dass auch Menschen mit Behinderungen Sport machen können. Auf den Triathlon in Nürnberg freue ich mich, weil es ein Wettkampf bei uns zu Hause ist und wir bisher immer weiter wegfahren mussten, um an den Start zu gehen.“
Der Bayerische Triathlon-Verband wünscht den Athletinnen und Athleten viel Spaß und viel Erfolg!
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/20240707_0840400-scaled.jpg19202560Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2024-08-01 13:56:482024-07-31 05:46:47Bayerische Para Staffel will beim Triathlon Nürnberg für Aufmerksamkeit sorgen
In der fortgeschrittenen Saison stehen für den starken bayerischen Nachwuchs noch einige Highlights an. In Vorbereitung auf die Junioren Europameisterschaften starteten Jan Semmler und Carlotta Bülck beim Junioren Europacup in Tabor. Die Reise lohnte sich: Die beiden Kaderathleten waren die schnellsten aus dem deutschen Aufgebot. Stephen Bibow, leitender Stützpunkttrainer, analysiert nach dem Rennen: „Wir sind ziemlich zufrieden mit den Ergebnissen von Carlotta und Jan.“
Vor allem Jan Semmler zeigte ein Spitzen-Rennen. Der für den TV Erlangen startende Athlet kam unter den besten Zehn aus dem Wasser und versuchte direkt auf dem Rad den führenden Franzosen einzuholen. Lange lag er auf Platz zwei, musste sich dann jedoch in die nachfolgende Gruppe zurückfallen lassen. Beim Laufen hielt er sich auf Platz drei und musste nur im Endspurt noch zwei Konkurrenten ziehen lassen. Der Franzose Pao Millo gewann. „Er hat super das umgesetzt, was wir trainiert hatten, und der fünfte Platz ist deshalb eine sehr gute Leistung“, freut sich der Trainer.
Carlotta Bülck; Foto: DTU/ Jan Papenfuss
Auch Carlotta Bülck zeigte einen sehr guten Vorbereitungswettkampf für die EM. Sie verpasste zwar knapp die erste Radgruppe mit den drei Führenden, Stephen Bibow ist dennoch zufrieden: „Insgesamt hat sie dann auf dem Rad und vor allem beim Laufen ein sehr gutes Rennen gemacht.“ Am Ende stand ein guter vierter Platz zu Buche. „Wir blicken damit positiv auf das anstehende EM-Rennen!“ Bei den Frauen siegte Lucile Merrien aus Frankreich.
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/Jan-Semmler-Jena-DTUJan-Papenfuss-scaled.jpg17042560Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2024-07-31 12:07:002024-07-31 11:30:13Voller Erfolg für bayerischen Nachwuchs beim Junioren Europacup in Tabor
Alleine im Rennen vom Rad abzuspringen erfordert schon viel Übung. Doch im Gleichklang zu zweit von einem Tandem herunterzukommen, das ist alles andere als einfach. Für Anja Renner und Maria Paulig war das vergangene Jahr geprägt von der Arbeit, Synchronisationsprozesse zu optimieren, als Team zusammenzufinden. Das hat so gut geklappt, dass die beiden bayerischen Athletinnen von null auf Paralympics durchstarteten.
Am 21. Mai 2023 gingen die beiden das erste Mal gemeinsam auf die Rennstrecke. Mit dem Africa Paratriathlon Cup Sharm El Sheikh ging es gleich um internationale Punkte. Das Wagnis lohnte sich, denn das Tandem schwamm, fuhr und lief direkt zum Sieg. Von da an ging es Schlag auf Schlag: Schon in der nächsten Woche gab es einen weiteren Erfolg, insgesamt acht erfolgreiche internationale Rennen kamen 2023 zusammen. Anfang 2024 folgte dann in der World Triathlon Para Series (WTPS) in Devonport (Australien) der erste Sieg. Damit stand die Qualifikation für Paris fest.
Und wie fühlt man sich in so einem Steilflug hin zu einem der größten sportlichen Events? Wir haben Anja und ihren Guide Maria gefragt.
Hallo Anja,
Für dich geht in wenigen Wochen der Traum von der Teilnahme an den Olympischen Spielen in Erfüllung. Wie fühlt sich das aktuell an?
Momentan stehe ich zwischen Freude und Aufregung. Gerade erst, als ich die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele verfolgte, habe ich richtig realisiert, dass ich auch dabei sein werde. Es fühlt sich toll an, es ist aufregend. Ich bin stolz, dass ich den Weg bis hierhin so geschafft habe!
Du bist schon viele Jahre im Sport und doch ging es im letzten Jahr sehr schnell: Erster Weltcup-Start, erste Siege und nun die Paralympics. Was war dein Highlight auf dem Weg?
Mein Highlight auf dem Weg war definitiv im letzten Jahr der Sieg beim Paralympischen Testevent in Paris. Es war ja das erste Rennen, das ich mit Maria als Guide gemacht habe. Für mich war das auch die Bestätigung, dass es die richtige Entscheidung war, noch einen Guide zu suchen. Dass wir das Rennen dann gleich gewinnen konnten, war schon richtig cool. Ein weiteres Highlight war die Teilnahme an der WM. Auch wenn wir bei dem Wettkampf nicht ganz zufrieden waren, hat uns das Ergebnis zum Sprung in den Bundeskader verholfen, was einiges erleichtert hat.
Ging’s wirklich nur bergauf oder gab es auch Situationen, in denen du weitere Hindernisse überwinden musstest?
Natürlich gab es auch Hindernisse. Ich hatte ja von der Idee bis hin zu den Spielen einen sehr straffen Zeitplan. In weniger als eineinhalb Jahren musste ich viel Drumherum organisieren, musste Punkte für die Weltrangliste und das paralympische Ranking sammeln, brauchte ein Tandem, musste Guides suchen, Lizenzen und Zertifizierungen besorgen. Dazu kam, dass ich ohne Kaderstatus alle Reisen selbst geplant habe und mir dann schon genau überlegen musste, bei welchen Rennen ich starte. Mein erster Guide, Delia, begann mit mir die Reise. Es zeigte sich dann aber schnell, dass ich mit ihr das Ziel nicht erreichen würde. Ich war also gezwungen einen neuen Guide zu suchen, der näher an meinen Leistungen war. Und schlussendlich blieb auch ich von Verletzungen nicht verschont. Bei all dem einen kühlen Kopf zu bewahren und das Beste aus der Situation zu machen, das war wirklich nicht leicht.
Was wünschst du dir für die Spiele?
In erster Linie möchte ich die Atmosphäre dort genießen und Spaß haben. Ich wünsche mir, dass ich auch das Drumherum mitnehmen kann: andere Sportarten erleben, die Schönheit der Stadt genießen, die Energie aufnehmen. Dann wünsche ich mir, dass wir eine tolle Leistung zeigen können und beweisen, wofür wir hart trainiert haben.
Hallo Maria,
Du warst zwar zuvor schon erfolgreich im Triathlon, aber die Olympischen Spiele hattest du nicht im Visier. Wie fühlt es sich nun an, als Guide nach Paris zu den Paralympics zu fahren?
Manchmal kann ich es immer noch nicht glauben, dass wir in wenigen Wochen in den Flieger nach Paris steigen werden, denn erst vor circa einem Jahr begann unser gemeinsamer Weg. Ich fühle eine große Verantwortung, Anja begleiten zu dürfen und bin ihr unglaublich dankbar, dass sie mir vertraut. Ich bin aufgeregt, neugierig, motiviert, in voller Vorfreude, auf alles was kommt und stolz auf uns als Team.
Im Video sieht man, wie eingespielt euer Team sein muss, um Bestleistungen zu erzielen. Wie lief euer Team-Prozess ab? Was fiel leicht, was fiel schwerer?
Seit letztem Jahr sehen wir uns immer wieder regelmäßig zum Training: gemeinsames Laufen, Bahn-Training, Tandem-Fahren, Wechsel-Training, Freiwasserschwimmen, Techniktraining mit dem Rad oder auch mal ein Testwettkampf. Manchmal machen wir kleine Kurztrainingslager bei Anja daheim oder Anfang des Jahres waren wir beispielsweise zusammen auf Lanzarote. Im März waren wir auf einer längeren Wettkampfreise. Wir sprechen viel über die Abläufe, probieren neue Sachen aus und versuchen uns als Team zu optimieren. Auch über Fehler sprechen wir und analysieren, was nicht gut lief, um daraus zu lernen. Anfangs fiel uns das gemeinsame Schwimmen schwer, aber wir arbeiten viel daran, um besser zu werden.
Hat die Zusammenarbeit mit Anja, deinen Blick auf den Sport verändert?
Sehr! Auf der einen Seite weiß ich die Gesundheit noch mehr zu schätzen, die es mir ermöglicht jeden Tag ohne Einschränkungen das zu tun, wonach mir ist (nicht nur in sportlicher Hinsicht) – denn das ist nicht selbstverständlich. Auf der anderen Seite zeigt mir Anja (und der Rest der Parasportwelt) was trotz Handicap möglich ist. Für mich steckt in jedem einzelnen Parasportler ein Vorbild in Sachen Kampfgeist, Motivation und Willensstärke. Für mich bedeutet ein erfolgreiches Einzelrennen viel, aber sich – wie in unserem Fall – zusammen über einen Sieg zu freuen verdoppelt die Freude.
Noch mehr zu der Vorbereitung der beiden gibt’s in der Dokumentantion:
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/97489278-AWAG5540-e1701417778322.jpg5701115Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2024-07-31 04:54:002024-07-31 07:31:45Auf dem Weg zu den Paralympics: Anja Renner und Maria Paulig geben Einblicke in ihre Zusammenarbeit
Gemeinsam mit Spaß an der Sache trainieren und sich ganz nebenbei noch ein paar Mountainbike „Skills“ und Tipps für die Deutsche Meisterschaft im Crossduathlon abholen. Das BTV Community Event des TV Burglengendfeld war ein schönes gemeinschaftliches Erlebnis und gleichermaßen eine ideale Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft, die am 12. Oktober in der Oberpfalz stattfindet.
Orga Chef Thomas Kerner begrüßte die Teilnehmenden höchstpersönlich. Bei den actionliebenden Burglengenfeldern wird jedoch nicht lang gezaudert und es ging direkt rein in das fürs Mountainbiken so wichtige Training der technischen Grundlagen. Zwei Fahrtechniktrainer der Radsportabteilung erklärten die Grundpositionen und mit spielerischen Übungen erprobten die Sportler das gelernte. Danach ging es Schritt für Schritt an die Hindernisse des „Holzbau Semmler Fuchsbaus“ – eines der Hindernisse, die am Renntag am 12. Oktober vielleicht die Entscheidung bringen. Dabei ist eine kleine Holzrampe zu überwinden, die Sportler wie im Pumptrack fordert. Es folgen ein Wurzelteppich, ein Slalom und eine Rampe auf einen Anhänger hinauf, an dessen Ende ein kleiner Sprung, Drop, wie es im MTB-Jargon heißt, hinunter wartet. Alle Hindernisse wurden erklärt und ein demonstriert, sodass die Teilnehmer sich ein Bild davon machen konnten und sich dann selber mit der frisch erlernten Technik probieren konnten.
Nachdem alle Hindernisse geschafft waren, ging es noch mit der ganzen Gruppe auf die „Wildsau Strecke“. Auch hier wurden technische Passagen erklärt und die Ideallinie von den ortskundigen Profis vorgeführt.
So viel Neues und forderndes Training erfordert natürlich das Auffüllen der Speicher und etwas Erholung. Deshalb gab es im Anschluss ein entspanntes Treffen, Gegrilltes und Zeit, sich über Erfahrungen auszutauschen. Kein Wunder, dass die Teilnehmer sich am Abend mit positivem Fazit verabschiedeten.
BTV Community-Events geförderte Veranstaltungen, die in Kooperation zwischen dem BTV und mit Vereinen und Veranstaltern durchgeführt werden. Mit den Events sollen besonders Neulinge und Einsteiger angesprochen werden und so Zugang zum Triathlonsport finden. Der BTV unterstützt Vereine oder Veranstalter, die solche Angebote machen, finanziell.
BTV Community-Events sollen niedrigschwellige und offene Trainings-Angebote mit Schnupper- oder Kennenlern-Charakter sein, z.B. ein Schnupper-Training, ein Einsteiger-Workshop, ein Strecken-Check oder eine Veranstaltung rund um Triathlon (Basar, Vortrag, Tag der offenen Tür). Die Angebote sollen in Vereinen und rund um Veranstaltungen dezentral in ganz Bayern stattfinden, kostenfrei sein und keine Vereins-Zugehörigkeit der Teilnehmenden erfordern.
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/IMG_5298-scaled-e1722317183997.jpeg14121920Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2024-07-30 07:31:282024-07-30 14:14:14BTV Community-Event bereitet auf DM bei „Jag de Wuidsau“ vor
Seit 2017 kümmert sich der Ski-Club Schwandorf um den den Seenland Triathlon. Die Formulierung ist bewusst gewählt, denn der kleine Verein, der noch gar nicht so lange eine Ausdauersport-Abeilung hat, legt viel Herzblut in die Veranstaltung, die zuvor schon viele Jahre als Steinberger See-Triathlon bekannt war. Das Engagement des Vereins wird in diesem Jahr mit der Austragung der Bayerischen Meisterschaft im Sprint-Triathlon gewürdigt. Am 8. September 2024 bietet sich in dem schön gelegenen oberpfälzer Naherholungsgebiet die Chance auf einen schnellen Saisonabschluss und vielleicht einen Meister-Titel.
Tolles Rennen in schönster Umgebung
Konstant war der Wettkampf in den letzten Jahren gewachsen und war auch schon Gastgeber der Gehörlosen-Meisterschaft. „Auch deshalb haben wir die BM dorthin vergeben“, meint Veranstaltervertreterin des BTV, Christine Waitz. Ein weiterer Grund ist die attraktive Umgebung, die durchaus eine Reise wert ist. In dem ehemaligen Kohle-Abbaugebiet findet sich neben dem Steinberger See die große, begehbare Holzkugel. Rund um diese findet sich das Event-Gelände mit Start und Ziel. Nach dem Schwimmen in klarem Wasser geht es auf die Wendepunktstrecke durch die kleinen Dörfer der Region, immer umgeben von grünen Wiesen und Wäldern. Auch die Laufstrecke im Grünen und entlang des Sees ist malerisch.
Von Athleten für Athleten“, lautet das Motto der Organisatoren Christian Betzlbacher und Dieter Vogl auch in diesem Jahr. Neben der BM Sprint wird übrigens auch eine Super-Sprint-Wertung angeboten.
Der BTV Bezirk Oberfranken veranstaltet ab September 2024 einmal im Monat einen Trainingstag in Bayreuth. Das Training findet jeweils samstags von 15 Uhr bis 18 Uhr statt. Geplant sind Lauf-/Radeinheiten, Stabi-Training und ab 16 Uhr Schwimmtraining im SVB Hallenbad in Bayreuth. Im Winter wird je nach Schneelage auch ein Langlauftraining angeboten.
Treffpunkt ist das SVB Schwimmbad in Bayreuth. Es sind alle Kinder ab Jahrgang 2014 bis 2006 willkommen, die sich für Triathlon als Wettkampfsport interessieren. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Kinder begrenzt. Ziel ist es, vor allem die Kinder aus dem Bezirk Oberfranken zu fördern und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich mit Gleichgesinnten auch außerhalb der Wettkampfsaison zu treffen und zu messen.
Es wird ein Unkostenbeitrag von 10 € pro Kind erhoben. Voraussetzung ist sicheres Schwimmen und Mitgliedschaft in einem Verein, der beim BLSV eingetragen ist.
Folgende Termine für 2024 sind festgelegt:
14.09.2024
12.10.2024
16.11.2024
14.12.2024
Die Termine für 2025 folgen zum Jahresende.
Anmeldungen bitte per Mail an nachwuchs-ofr@triathlonbayern.de.
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/04.jpg20481536Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2024-07-26 06:02:502024-11-25 08:45:39Monatliche Trainingstage des Bezirks Oberfranken für Kinder und Jugendliche ab September 2024
Ein rundum gelungenes Finale für die Wettkämpfe der Bayern- und Regionalliga bot der Schongau Triathlon. 18 Grad Wassertemperatur, statt des vorhergesagten Unwetters heißes Triathlon-Wetter und ein weitestgehend reibungsloses Rennen: Sie Vorsitzende der Triathlon Liga Bayern, Andrea Becker-Pennrich, schaut zufrieden auf die Rennen zurück. Am Ende sicherten sich die Regionalliga-Frauen des MRRC München und die Herren des Gealan Tri Team IfL Hof den Saison-Sieg. Auch in der Bayernliga hatten die Frauen des MRRC München II die Nasen vorne. Bei den Herren gewann das Team des WSV Bad Tölz.
Spannendes Finale
„Es war eines der spannendsten Finale, die ich je erlebt habe“, sagt Moderator Andreas Groß, der immerhin eben 25-jähriges Jubiläum feierte (wir berichteten). Vor dem Saisonabschluss in Schongau konnte in keiner der Ligen, weder bei den Frauen, noch bei den Männern, ein klarer Favorit ausgemacht werden. Teilweise herrschte sogar Punktgleichstand bei den Mannschaften. In der Woche zuvor, beim Rennen in Hof, hatte es im Doppelwettkampf mit Einzelrennen und Team Relay noch einige Platzwechsel gegeben. Wie genau die Tabelle dann aussah, war zudem lange nicht ganz klar – der Zeitnehmer in Hof hatte Schwierigkeiten gehabt und im Nachgang musste noch viel ausgewertet werden.
MRRC feiert Doppelsieg
Das neue und junge Orga-Team in Schongau stand seinem Vorgänger in nichts nach und bot Athletinnen und Athleten ein perfekt organisiertes Rennen mit vielen guten Ideen. Auf dem Volksfestplatz am Ufer des Lechs war der Überblick über die Rennsituation für Zuschauer perfekt und für die Sportler war der Ort ein idealer Ausgangspunkt auf die selektive Rad- und übersichtliche Laufstrecke.
Bei den Männern der Regionalliga führte das Team aus Hof an diesem Tag schon in der zweiten Disziplin das Rennen an. Die Verfolger, das Fischer Automobile TWin Team aus Neumarkt, konnten sich zwar auf der Laufstrecke noch mit einem Mann auf Platz vier zwischen einen geschlossenen Team-Sieg schieben, am Mannschaftserfolg der Hofer änderte das jedoch nichts mehr. Platz drei der Tageswertung ging an den TV Planegg-Krailling. Bei den Frauen kam das Team des MRRC geschlossen ins Ziel und feierte seinen Erfolg knapp vor dem RSC Kempten und dem TSV Gaimersheim.
In der Bayernliga ging der Sieg mit klarem Vorsprung an die Frauen des MRRC München II. Dahinter gab es einen knappen Kampf, den TWin Neumarkt vor RSC Kempten II gewann. Bei den Männern triumphierte der WSV Bad Tölz mit einer knappen halben Minute Vorsprung vor dem Post SV Weilheim. Es folgte das Team SV Würzburg 05 III.
„Das war ein toller Saisonabschluss und wir hoffen, nächstes Jahr wiederkommen zu dürfen“, sagt Andrea Becker Pennrich. Ihr, und auch ihrer Vorsitz-Kollegin Theresa Grasskamp, wünscht indes Moderator Andreas Groß, stellvertretend für alle Ligabeteiligten, alles Gute und sagt Danke für die perfekte Organisation auch in diesem Jahr: „Beide haben es so getimed, dass sie vom Ligafinale fast direkt in den Kreißsaal wechseln.“
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/WhatsApp-Image-2024-07-23-at-07.09.30-3-scaled.jpeg19202560Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2024-07-23 14:40:172024-07-24 11:05:23Perfektes Finale der Bayern- und Regionalliga in Schongau
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Glück und Pech bei DM Mitteldistanz in Glückburg
BreitensportDer OstseeMan in Glücksburg ist bekannt für seine Langdistanz. In diesem Jahr zog jedoch das ebenfalls stattfindende Mitteldistanzrennen die Aufmerksamkeit auf sich. Am Start waren die besten Sportlerinnen und Sportler Deutschlands mit dem Ziel, nationale Titel zu holen. Auch, wenn die Anreise für süddeutsche Athleten lang war, lohnte sie sich. Finn Große-Freese (SV Bayreuth) bewältigte die 1,9 Kilometer schwimmen, 90 Kilometer Rad fahren und 21,1 Kilometer laufen in 3:44:18 Stunden und wurde damit neuer Deutscher Meister.
„Ich bin klar mit dem Ziel, das Rennen gewinnen zu wollen, an den Start gegangen“, sagt der Bayreuther Sportler. Das Schwimmen fand in der Ostsee statt. Beim Radfahren absolvierten die Konkurrenten einen schnellen Rundkurs und das Laufen führte entlang der Ostseeküste. Ein Highlight: Die zuschauerbepackte Promenade von Glücksburg.
Der Tag begann gut für Finn Große-Freese. Er kam mit der Spitze aus dem Wasser und konnte sich auf dem Rad mit Lennart Sievers und Nils Huckschlag als Führungs-Trio vom Rest des Feldes absetzen. Gemeinsam kamen die drei in den zweiten Wechsel – es würde auf eine Laufentscheidung hinauslaufen, das war klar. „Ich wusste um meine Laufstärke und konnte mich dann auch nach vier Kilometern an die Spitze des Feldes setzen.“ Von da an wuchs der Vorsprung stetig. Und obwohl der Bayer in der letzten Runde seinen Vorsprung verwaltete, standen am Ende über drei Minuten Vorsprung auf den Darmstädter Lennart Sievers zu Buche. „Ich bin happy mit meinem Rennen und dass mein Plan so aufgegangen ist. Die Form stimmt und jetzt liegt voller Fokus auf den Ironman Frankfurt in knapp zwei Wochen, wo das Ziel eine vordere Platzierung ist“, freut sich der Sieger.
Disqualifikation für Viktoria Fürst
Bei den Damen gab es ein weniger glückliches Gesicht: Noch in der Pressemeldung des Dachverbandes wurde Viktoria Fürst vom ASV Cham mit einer Zielzeit von 4:41:54 Stunden als Dritte im Gesamtklassement geführt. Es folgte jedoch eine Disqualifikation im Nachgang, laut der Sportlerin, aufgrund einer angenommenen gereichten Hand bei einem Stolpern im Zieleinlauf.
In der korrigierten Ergebnisliste rutschte damit Justine Jendro (TV Burglengenfeld) auf Platz vier und ist damit schnellste gewertete Bayerin.
Die Ergebnisse des Rennens finden sich hier (Link).
Fotos: Ruben Best
Rennen im August: Jetzt noch für Wettkampfperlen melden
VeranstaltungenDie Saison neigt sich langsam dem Ende zu. Doch das ist noch kein Grund das Wettkampfequipment einzuwintern. Im August warten im Verbandsgebiet noch einige Wettkampfperlen auf die, die ein schönes Erlebnis zur Urlaubszeit suchen. Allen voran sticht der traditionsreiche Allgäu Triathlon heraus. Fast so viel Triathlon-Jahre bringen die Veranstaltungen in Regensburg, Öttingen und Neustadt a.d. Aisch mit. Und es sind noch mehr Events, die zur Auswahl stehen.
Seit 2009 startet in Kitzingen alljährlich ein besonders reizvolles Rennen: der Mainfrankentriathlon. Dass jedes Jahr aufs Neue so viele Sportler in die historische Stadt inmitten des unterfränkischen Weinlandkreises kommen, hat viele Gründe. Einer ist jedoch sicherlich die landschaftlich schöne Strecke. Am 3. August geht es in der unterfränkischen Idylle über Sprint- und Kurzdistanz.Damit es auch so idyllisch bleibt, engagiert sich der Veranstalter für eine nachhaltige Veranstaltung und wurde mit dem BTV Nachhaltigkeits-Label ausgezeichnet. Zu Gast sind zudem sowohl die Landesliga, als auch – und das ist besonders – die Meisterschaft deutscher Bürgermeister.
Am Tag darauf, den 4. August bietet der 36. Oettinger Triathlon über 500 m schwimmen, 25 km Radfahren und 5 km Laufen. Die Auftaktdisziplin, das 500 m lange Schwimmen, findet im Oettinger-Fluss-Freibad statt, bevor es auf die Radstrecke im Flusstal geht. Der Lauf findet auf einem flachen Rundkurs im Wörnitzbad statt. Das Traditionsrennen hat übrigens in diesem Jahr das BTV Nachhaltigkeits-Label erhalten. Die herausragende Initiative in der Bewerbung war der Versuch, Sportler direkt bei der Anmeldung zur Bildung Fahrgemeinschaften zu motivieren.
Zeitgleich findet der 33. Regensburger Triathlon statt. Der Wettkampf in der historischen oberpfälzer Stadt ist schon ausgebucht. Das volle Feld wird über Sprint- und Kurzdistanz auf die Strecke geschickt. Dieses Jahr gibt es als kleines Highlight eine gesonderte Bergwertung am Schelmengraben.
Das Wochenende darauf ist einzig vom 3MUC Triathlon München belegt. Am 11. August geht es an der Ruderregattastrecke vor den Toren Münchens über Volks- und Olympische Distanz. Die Volksdistanz ist ausgebucht, bei der Olympischen Distanz gibt es noch Reststartplätze.
Zwei Rennen in Nürnberg, mit dem Triathlon Nürnberg, und dem legendären Allgäu Triathlon laden am 18. August zum Wettkampf ein und bieten beide die perfekte Möglichkeit Sport und einen Kurzurlaub zu verbinden. Während in der Frankenmetropole auf Sprint- und Kurzdistanz noch Startplätze frei sind, ist das Rennen im Allgäu über Kurz- und Mitteldistanz bereits ausgebucht.
Den Abschluss zum Monatsende am 25. August macht der 35. Aischgrund Triathlon. Der kleine und feine Triathlon bietet sowohl Einsteigern als auch Ambitionierten eine schöne Volksdistanz.
Wir wünschen allen Veranstaltern, Startern und Beteiligten viel Spaß und viel Erfolg!
Schultriathlon: Highlights zum Ende des Schuljahres
Schulsport, VeranstaltungenFür die Erlanger Schülerinnen und Schüler ist es jedes Jahr wieder ein Highlight zum Ende des Schuljahres: 1028 Nachwuchs-Triathleten aus den Erlanger Grund- und Mittelschulen, den Realschulen, der Erlanger Wirtschaftsschule und der Erlanger Gymnasien hatten sich seit April für den 34. Erlanger Schüler-Triathlon angemeldet. Und dieses Jahr musste man schnell sein: denn bei der Online-Anmeldung gab es nur ein festes Kontingent an Startplätzen… und die waren ruck-zuck weg!
So ging es am Freitag, den 19. Juli 2024 schon recht früh los: Über 200 Helfer (Lehrer, Eltern + Schüler) hatten seit Donnerstag alles perfekt vorbereitet, denn bereits ab 8:00 Uhr war das Westbad voll mit aufgeregten Kindern und nervösen Eltern. Das gemeinsame Aufwärm-Programm für jede Startgruppe machte wie immer viel Spaß und sorgte für gute Laune bei allen. Um 9 Uhr erfolgte dann der erste Start der Grundschüler.
Der Ablauf des Wettkampfs hat sich seit vielen Jahren bewährt: Geschwommen wir im Erlanger Westbad, die Radstrecke verläuft entlang des Main-Donau-Kanals und die Laufstrecke am Kanal und im Waldgebiet der Mönau endet mit einem großen Ziel-Einlauf im Stadion des TV 1848. Die Sonne meinte es extrem gut mit den Beteiligten: Aufgrund der hohen Temperaturen wurden die Laufstrecken für die älteren Starter dieses Jahr gekürzt.
Bewähre Kooperation
Der TV 1848 war dieses Jahr erneut Veranstalter dieser schulartübergreifenden Schulveranstaltung. Organisiert wurde der Wettkampftag wieder von dem bewährten Schülertriathlon-Organisationsteam aus der Loschge-Grundschule, der Werner-von-Siemens Realschule und dem Ohm-Gymnasium. Der Erlanger Schüler-Triathlon war zum ersten Mal Teil der DTU Triathlon-Schul-Tour.
902 Schülerinnen und Schüler konnten stolz im Ziel einlaufen und erhielten ihre Finisher-Medaillen. Da durfte das Turnerla, das blaue TV-Maskottchen natürlich nicht fehlen. Für die älteres Jahrgänge gab es sogar noch eine Siegerehrung. Im Ziel angekommen, konnte sich jeder mit kühlen Getränken, Obst und Kuchen stärken und sich von seinem Fan-Club feiern lassen. Der Erlanger Schüler-Triathlon war wieder ein gelungener Auftakt für das große Triathlon-Wochenende in Erlangen!
Zahlreiche Schul-Triathlons in ganz Bayern
Während man in Erlangen bereits 34 Jahre Erfahrung mit dem Schultriathlon hat, ist diese Form von Angebot andernorts noch nicht so lange etabliert. Und doch gibt es in Bayern zahlreiche weitere Schultriathlons, die Kinder zum Sport bringen sollen. Auch nehmen Schulen in Triathlon-Bayern seit vielen Jahren an „Jugend trainiert für Olympia“ teil.
Ansprechpartnerin für den Bereich Schule ist Ina Al-Sultan (Link zum Kontakt).
Text: Stefanie Guillon/ Ergänzungen Christine Waitz
Fotos: Uwe Friedrich
Bayerische Para Staffel will beim Triathlon Nürnberg für Aufmerksamkeit sorgen
ParatriathlonAm 28. August beginnen die Paralympischen Spiele in Paris mit einem Mega-Event, das die Aufmerksamkeit auf Sport mit Handicap legt. Schon am 18. August 2024 will genau das eine Staffel aus bayerischen Sportlerinnen und Sportlern beim Triathlon Nürnberg erreichen. Lilli Jungkuntz, Matteo Fabrizi und Michelle Wagner treten gemeinsam mit ihren Guides Daniel Miller, Bernhard Nuss und Lunel van der Merwe auf der Sprintdistanz an.
Schwimmerin sammelt neue Erfahrungen
Lilli Jungkuntz wird die Auftaktdisziplin meistern. Die 19-Jährige wurde mit einer Augenerkrankung geboren. Bereits im Alter von wenigen Wochen wurde sie zum ersten Mal an den Augen operiert. Heute sind es schon über 30 operative Eingriffe. Nichtsdestotrotz: Im September beginnt die Nürnbergerin das zweite Jahr ihrer Physiotherapie-Ausbildung. Zum Sport kam sie durch Michael Heuer, der im Internat der bbs, das Lilli Jungkuntz besucht, das Freizeitzentrum leitet. 2022 begann sie so mit dem Sportschwimmen. Mittlerweile trainiert sie achtmal in der Woche im Verein und ihr größter Erfolg bisher ist der sechste Platz in der offenen Wertung bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften im Para Schwimmen in Berlin.
Als Guide unterstützt sie der gebürtige Allgäuer Daniel Miller. Er bestritt in der Vergangenheit viele Freiwasser-Wettkämpfe für den TV Immenstadt und wurde deshalb kurzerhand gefragt, ob er beim Triathlon aushelfen kann. „Da ich für den TVI viele Freiwasser-Wettkämpfe bestritten habe, habe ich zugesagt. Für mich ist es eine neue und spannende Erfahrung, als Guide im Wasser zu sein“, freut er sich auf die Aufgabe.
Routiniers auf der Radstrecke
Für Matteo Fabrizi und sein Guide Bernhard Nuss ist es nicht der erste gemeinsame Wettkampf. Bernhard Nuss setzt sich als Gründer des Vereins Never Walk Alone Nürnberg e.V. an vielen Stellen für inklusiven Sport ein und betreibt unter anderem eine inklusive Lauf-Gruppe. Dort wird auch kontinuierlich für Wettkämpfe in der Region trainiert. Der Guide ist als erfahrener Ausdauer-Athlet aber ebenso stark auf dem Rad unterwegs und wird seinem Staffel-Partner im Tandem über die Strecke führen
Deutsche Para Triathlon-Vizemeisterin auf der Laufstrecke
Michelle Wagner sammelt in ihrer ersten Triathlon-Saison zahlreiche neue Erfahrungen. Erst vor wenigen Wochen wurde sie deutsche Vize-Meisterin im Para Triathlon. Die 23-Jährige lebt von Geburt an mit meiner Seheinschränkung, ist aber schon seit der Kindheit in diversen Sportarten inklusiv unterwegs. Seit zweieinhalb Jahren ist sie im Berufsalltag angekommen, ist im kaufmännischen Bereich tätig und meint: „Zum Ausgleich ist der Sport für mich ein wichtiger Bestandteil. Über den Start der Triathlonstaffel in Nürnberg freue ich mich, und hoffe, den Fokus und die Aufmerksamkeit verstärkt auf den Para Bereich bringen zu können.“
Ebenso empfindet ihr Guide Lunel van der Merwe: „Es ist schön, das Bewusstsein für den Para Sport etwas zu wecken und anderen Sportlern zu zeigen, dass auch Menschen mit Behinderungen Sport machen können. Auf den Triathlon in Nürnberg freue ich mich, weil es ein Wettkampf bei uns zu Hause ist und wir bisher immer weiter wegfahren mussten, um an den Start zu gehen.“
Der Bayerische Triathlon-Verband wünscht den Athletinnen und Athleten viel Spaß und viel Erfolg!
Fotos: private Aufnahmen
Voller Erfolg für bayerischen Nachwuchs beim Junioren Europacup in Tabor
Bundesstützpunkt, LeistungssportIn der fortgeschrittenen Saison stehen für den starken bayerischen Nachwuchs noch einige Highlights an. In Vorbereitung auf die Junioren Europameisterschaften starteten Jan Semmler und Carlotta Bülck beim Junioren Europacup in Tabor. Die Reise lohnte sich: Die beiden Kaderathleten waren die schnellsten aus dem deutschen Aufgebot. Stephen Bibow, leitender Stützpunkttrainer, analysiert nach dem Rennen: „Wir sind ziemlich zufrieden mit den Ergebnissen von Carlotta und Jan.“
Vor allem Jan Semmler zeigte ein Spitzen-Rennen. Der für den TV Erlangen startende Athlet kam unter den besten Zehn aus dem Wasser und versuchte direkt auf dem Rad den führenden Franzosen einzuholen. Lange lag er auf Platz zwei, musste sich dann jedoch in die nachfolgende Gruppe zurückfallen lassen. Beim Laufen hielt er sich auf Platz drei und musste nur im Endspurt noch zwei Konkurrenten ziehen lassen. Der Franzose Pao Millo gewann. „Er hat super das umgesetzt, was wir trainiert hatten, und der fünfte Platz ist deshalb eine sehr gute Leistung“, freut sich der Trainer.
Auch Carlotta Bülck zeigte einen sehr guten Vorbereitungswettkampf für die EM. Sie verpasste zwar knapp die erste Radgruppe mit den drei Führenden, Stephen Bibow ist dennoch zufrieden: „Insgesamt hat sie dann auf dem Rad und vor allem beim Laufen ein sehr gutes Rennen gemacht.“ Am Ende stand ein guter vierter Platz zu Buche. „Wir blicken damit positiv auf das anstehende EM-Rennen!“ Bei den Frauen siegte Lucile Merrien aus Frankreich.
Zu den Ergebnissen geht es hier.
Fotos: DTU/ Jan Papenfuss
Auf dem Weg zu den Paralympics: Anja Renner und Maria Paulig geben Einblicke in ihre Zusammenarbeit
ParatriathlonAlleine im Rennen vom Rad abzuspringen erfordert schon viel Übung. Doch im Gleichklang zu zweit von einem Tandem herunterzukommen, das ist alles andere als einfach. Für Anja Renner und Maria Paulig war das vergangene Jahr geprägt von der Arbeit, Synchronisationsprozesse zu optimieren, als Team zusammenzufinden. Das hat so gut geklappt, dass die beiden bayerischen Athletinnen von null auf Paralympics durchstarteten.
Am 21. Mai 2023 gingen die beiden das erste Mal gemeinsam auf die Rennstrecke. Mit dem Africa Paratriathlon Cup Sharm El Sheikh ging es gleich um internationale Punkte. Das Wagnis lohnte sich, denn das Tandem schwamm, fuhr und lief direkt zum Sieg. Von da an ging es Schlag auf Schlag: Schon in der nächsten Woche gab es einen weiteren Erfolg, insgesamt acht erfolgreiche internationale Rennen kamen 2023 zusammen. Anfang 2024 folgte dann in der World Triathlon Para Series (WTPS) in Devonport (Australien) der erste Sieg. Damit stand die Qualifikation für Paris fest.
Und wie fühlt man sich in so einem Steilflug hin zu einem der größten sportlichen Events? Wir haben Anja und ihren Guide Maria gefragt.
Hallo Anja,
Für dich geht in wenigen Wochen der Traum von der Teilnahme an den Olympischen Spielen in Erfüllung. Wie fühlt sich das aktuell an?
Momentan stehe ich zwischen Freude und Aufregung. Gerade erst, als ich die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele verfolgte, habe ich richtig realisiert, dass ich auch dabei sein werde. Es fühlt sich toll an, es ist aufregend. Ich bin stolz, dass ich den Weg bis hierhin so geschafft habe!
Du bist schon viele Jahre im Sport und doch ging es im letzten Jahr sehr schnell: Erster Weltcup-Start, erste Siege und nun die Paralympics. Was war dein Highlight auf dem Weg?
Mein Highlight auf dem Weg war definitiv im letzten Jahr der Sieg beim Paralympischen Testevent in Paris. Es war ja das erste Rennen, das ich mit Maria als Guide gemacht habe. Für mich war das auch die Bestätigung, dass es die richtige Entscheidung war, noch einen Guide zu suchen. Dass wir das Rennen dann gleich gewinnen konnten, war schon richtig cool. Ein weiteres Highlight war die Teilnahme an der WM. Auch wenn wir bei dem Wettkampf nicht ganz zufrieden waren, hat uns das Ergebnis zum Sprung in den Bundeskader verholfen, was einiges erleichtert hat.
Ging’s wirklich nur bergauf oder gab es auch Situationen, in denen du weitere Hindernisse überwinden musstest?
Natürlich gab es auch Hindernisse. Ich hatte ja von der Idee bis hin zu den Spielen einen sehr straffen Zeitplan. In weniger als eineinhalb Jahren musste ich viel Drumherum organisieren, musste Punkte für die Weltrangliste und das paralympische Ranking sammeln, brauchte ein Tandem, musste Guides suchen, Lizenzen und Zertifizierungen besorgen. Dazu kam, dass ich ohne Kaderstatus alle Reisen selbst geplant habe und mir dann schon genau überlegen musste, bei welchen Rennen ich starte.
Mein erster Guide, Delia, begann mit mir die Reise. Es zeigte sich dann aber schnell, dass ich mit ihr das Ziel nicht erreichen würde. Ich war also gezwungen einen neuen Guide zu suchen, der näher an meinen Leistungen war.
Und schlussendlich blieb auch ich von Verletzungen nicht verschont. Bei all dem einen kühlen Kopf zu bewahren und das Beste aus der Situation zu machen, das war wirklich nicht leicht.
Was wünschst du dir für die Spiele?
In erster Linie möchte ich die Atmosphäre dort genießen und Spaß haben. Ich wünsche mir, dass ich auch das Drumherum mitnehmen kann: andere Sportarten erleben, die Schönheit der Stadt genießen, die Energie aufnehmen. Dann wünsche ich mir, dass wir eine tolle Leistung zeigen können und beweisen, wofür wir hart trainiert haben.
Hallo Maria,
Du warst zwar zuvor schon erfolgreich im Triathlon, aber die Olympischen Spiele hattest du nicht im Visier. Wie fühlt es sich nun an, als Guide nach Paris zu den Paralympics zu fahren?
Manchmal kann ich es immer noch nicht glauben, dass wir in wenigen Wochen in den Flieger nach Paris steigen werden, denn erst vor circa einem Jahr begann unser gemeinsamer Weg. Ich fühle eine große Verantwortung, Anja begleiten zu dürfen und bin ihr unglaublich dankbar, dass sie mir vertraut. Ich bin aufgeregt, neugierig, motiviert, in voller Vorfreude, auf alles was kommt und stolz auf uns als Team.
Im Video sieht man, wie eingespielt euer Team sein muss, um Bestleistungen zu erzielen. Wie lief euer Team-Prozess ab? Was fiel leicht, was fiel schwerer?
Seit letztem Jahr sehen wir uns immer wieder regelmäßig zum Training: gemeinsames Laufen, Bahn-Training, Tandem-Fahren, Wechsel-Training, Freiwasserschwimmen, Techniktraining mit dem Rad oder auch mal ein Testwettkampf. Manchmal machen wir kleine Kurztrainingslager bei Anja daheim oder Anfang des Jahres waren wir beispielsweise zusammen auf Lanzarote. Im März waren wir auf einer längeren Wettkampfreise. Wir sprechen viel über die Abläufe, probieren neue Sachen aus und versuchen uns als Team zu optimieren. Auch über Fehler sprechen wir und analysieren, was nicht gut lief, um daraus zu lernen. Anfangs fiel uns das gemeinsame Schwimmen schwer, aber wir arbeiten viel daran, um besser zu werden.
Hat die Zusammenarbeit mit Anja, deinen Blick auf den Sport verändert?
Sehr! Auf der einen Seite weiß ich die Gesundheit noch mehr zu schätzen, die es mir ermöglicht jeden Tag ohne Einschränkungen das zu tun, wonach mir ist (nicht nur in sportlicher Hinsicht) – denn das ist nicht selbstverständlich. Auf der anderen Seite zeigt mir Anja (und der Rest der Parasportwelt) was trotz Handicap möglich ist. Für mich steckt in jedem einzelnen Parasportler ein Vorbild in Sachen Kampfgeist, Motivation und Willensstärke. Für mich bedeutet ein erfolgreiches Einzelrennen viel, aber sich – wie in unserem Fall – zusammen über einen Sieg zu freuen verdoppelt die Freude.
Noch mehr zu der Vorbereitung der beiden gibt’s in der Dokumentantion:
Mehr Infos zu Anja Renner und ihrer Karriere gibt es auf ihrer Website https://anja-renner.com und auf ihrem Insta-Kanal https://www.instagram.com/anja_renner_paratriathlon/
Foto: World Triathlon/ Tommy Zaferes, Simon Sturzaker, private Aufnahmen
BTV Community-Event bereitet auf DM bei „Jag de Wuidsau“ vor
BTV Community-EventsGemeinsam mit Spaß an der Sache trainieren und sich ganz nebenbei noch ein paar Mountainbike „Skills“ und Tipps für die Deutsche Meisterschaft im Crossduathlon abholen. Das BTV Community Event des TV Burglengendfeld war ein schönes gemeinschaftliches Erlebnis und gleichermaßen eine ideale Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft, die am 12. Oktober in der Oberpfalz stattfindet.
Orga Chef Thomas Kerner begrüßte die Teilnehmenden höchstpersönlich. Bei den actionliebenden Burglengenfeldern wird jedoch nicht lang gezaudert und es ging direkt rein in das fürs Mountainbiken so wichtige Training der technischen Grundlagen. Zwei Fahrtechniktrainer der Radsportabteilung erklärten die Grundpositionen und mit spielerischen Übungen erprobten die Sportler das gelernte. Danach ging es Schritt für Schritt an die Hindernisse des „Holzbau Semmler Fuchsbaus“ – eines der Hindernisse, die am Renntag am 12. Oktober vielleicht die Entscheidung bringen. Dabei ist eine kleine Holzrampe zu überwinden, die Sportler wie im Pumptrack fordert. Es folgen ein Wurzelteppich, ein Slalom und eine Rampe auf einen Anhänger hinauf, an dessen Ende ein kleiner Sprung, Drop, wie es im MTB-Jargon heißt, hinunter wartet. Alle Hindernisse wurden erklärt und ein demonstriert, sodass die Teilnehmer sich ein Bild davon machen konnten und sich dann selber mit der frisch erlernten Technik probieren konnten.
Nachdem alle Hindernisse geschafft waren, ging es noch mit der ganzen Gruppe auf die „Wildsau Strecke“. Auch hier wurden technische Passagen erklärt und die Ideallinie von den ortskundigen Profis vorgeführt.
So viel Neues und forderndes Training erfordert natürlich das Auffüllen der Speicher und etwas Erholung. Deshalb gab es im Anschluss ein entspanntes Treffen, Gegrilltes und Zeit, sich über Erfahrungen auszutauschen. Kein Wunder, dass die Teilnehmer sich am Abend mit positivem Fazit verabschiedeten.
Zur Website von Jag de Wuidsau.
Über BTV Community Events
BTV Community-Events geförderte Veranstaltungen, die in Kooperation zwischen dem BTV und mit Vereinen und Veranstaltern durchgeführt werden. Mit den Events sollen besonders Neulinge und Einsteiger angesprochen werden und so Zugang zum Triathlonsport finden. Der BTV unterstützt Vereine oder Veranstalter, die solche Angebote machen, finanziell.
BTV Community-Events sollen niedrigschwellige und offene Trainings-Angebote mit Schnupper- oder Kennenlern-Charakter sein, z.B. ein Schnupper-Training, ein Einsteiger-Workshop, ein Strecken-Check oder eine Veranstaltung rund um Triathlon (Basar, Vortrag, Tag der offenen Tür). Die Angebote sollen in Vereinen und rund um Veranstaltungen dezentral in ganz Bayern stattfinden, kostenfrei sein und keine Vereins-Zugehörigkeit der Teilnehmenden erfordern.
Mehr Infos zu den Community Events.
Fotos: TV Burglengenfeld/ Martin Reinstein
Bayerische Meisterschaft Sprintdistanz: Schneller Saison-Ausklang am Steinberger See
VeranstaltungenSeit 2017 kümmert sich der Ski-Club Schwandorf um den den Seenland Triathlon. Die Formulierung ist bewusst gewählt, denn der kleine Verein, der noch gar nicht so lange eine Ausdauersport-Abeilung hat, legt viel Herzblut in die Veranstaltung, die zuvor schon viele Jahre als Steinberger See-Triathlon bekannt war. Das Engagement des Vereins wird in diesem Jahr mit der Austragung der Bayerischen Meisterschaft im Sprint-Triathlon gewürdigt. Am 8. September 2024 bietet sich in dem schön gelegenen oberpfälzer Naherholungsgebiet die Chance auf einen schnellen Saisonabschluss und vielleicht einen Meister-Titel.
Tolles Rennen in schönster Umgebung
Konstant war der Wettkampf in den letzten Jahren gewachsen und war auch schon Gastgeber der Gehörlosen-Meisterschaft. „Auch deshalb haben wir die BM dorthin vergeben“, meint Veranstaltervertreterin des BTV, Christine Waitz. Ein weiterer Grund ist die attraktive Umgebung, die durchaus eine Reise wert ist. In dem ehemaligen Kohle-Abbaugebiet findet sich neben dem Steinberger See die große, begehbare Holzkugel. Rund um diese findet sich das Event-Gelände mit Start und Ziel. Nach dem Schwimmen in klarem Wasser geht es auf die Wendepunktstrecke durch die kleinen Dörfer der Region, immer umgeben von grünen Wiesen und Wäldern. Auch die Laufstrecke im Grünen und entlang des Sees ist malerisch.
Von Athleten für Athleten“, lautet das Motto der Organisatoren Christian Betzlbacher und Dieter Vogl auch in diesem Jahr. Neben der BM Sprint wird übrigens auch eine Super-Sprint-Wertung angeboten.
Link zur Anmeldung des Events.
Fotos: Seenland Triathlon
Monatliche Trainingstage des Bezirks Oberfranken für Kinder und Jugendliche ab September 2024
Bezirke, Jugendsport, OberfrankenDer BTV Bezirk Oberfranken veranstaltet ab September 2024 einmal im Monat einen Trainingstag in Bayreuth. Das Training findet jeweils samstags von 15 Uhr bis 18 Uhr statt. Geplant sind Lauf-/Radeinheiten, Stabi-Training und ab 16 Uhr Schwimmtraining im SVB Hallenbad in Bayreuth. Im Winter wird je nach Schneelage auch ein Langlauftraining angeboten.
Treffpunkt ist das SVB Schwimmbad in Bayreuth. Es sind alle Kinder ab Jahrgang 2014 bis 2006 willkommen, die sich für Triathlon als Wettkampfsport interessieren. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Kinder begrenzt. Ziel ist es, vor allem die Kinder aus dem Bezirk Oberfranken zu fördern und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich mit Gleichgesinnten auch außerhalb der Wettkampfsaison zu treffen und zu messen.
Es wird ein Unkostenbeitrag von 10 € pro Kind erhoben. Voraussetzung ist sicheres Schwimmen und Mitgliedschaft in einem Verein, der beim BLSV eingetragen ist.
Folgende Termine für 2024 sind festgelegt:
14.09.2024
12.10.2024
16.11.2024
14.12.2024
Die Termine für 2025 folgen zum Jahresende.
Anmeldungen bitte per Mail an nachwuchs-ofr@triathlonbayern.de.
Foto: Patrick Pirhala
Perfektes Finale der Bayern- und Regionalliga in Schongau
LigaEin rundum gelungenes Finale für die Wettkämpfe der Bayern- und Regionalliga bot der Schongau Triathlon. 18 Grad Wassertemperatur, statt des vorhergesagten Unwetters heißes Triathlon-Wetter und ein weitestgehend reibungsloses Rennen: Sie Vorsitzende der Triathlon Liga Bayern, Andrea Becker-Pennrich, schaut zufrieden auf die Rennen zurück. Am Ende sicherten sich die Regionalliga-Frauen des MRRC München und die Herren des Gealan Tri Team IfL Hof den Saison-Sieg. Auch in der Bayernliga hatten die Frauen des MRRC München II die Nasen vorne. Bei den Herren gewann das Team des WSV Bad Tölz.
Spannendes Finale
„Es war eines der spannendsten Finale, die ich je erlebt habe“, sagt Moderator Andreas Groß, der immerhin eben 25-jähriges Jubiläum feierte (wir berichteten). Vor dem Saisonabschluss in Schongau konnte in keiner der Ligen, weder bei den Frauen, noch bei den Männern, ein klarer Favorit ausgemacht werden. Teilweise herrschte sogar Punktgleichstand bei den Mannschaften. In der Woche zuvor, beim Rennen in Hof, hatte es im Doppelwettkampf mit Einzelrennen und Team Relay noch einige Platzwechsel gegeben. Wie genau die Tabelle dann aussah, war zudem lange nicht ganz klar – der Zeitnehmer in Hof hatte Schwierigkeiten gehabt und im Nachgang musste noch viel ausgewertet werden.
MRRC feiert Doppelsieg
Das neue und junge Orga-Team in Schongau stand seinem Vorgänger in nichts nach und bot Athletinnen und Athleten ein perfekt organisiertes Rennen mit vielen guten Ideen. Auf dem Volksfestplatz am Ufer des Lechs war der Überblick über die Rennsituation für Zuschauer perfekt und für die Sportler war der Ort ein idealer Ausgangspunkt auf die selektive Rad- und übersichtliche Laufstrecke.
Bei den Männern der Regionalliga führte das Team aus Hof an diesem Tag schon in der zweiten Disziplin das Rennen an. Die Verfolger, das Fischer Automobile TWin Team aus Neumarkt, konnten sich zwar auf der Laufstrecke noch mit einem Mann auf Platz vier zwischen einen geschlossenen Team-Sieg schieben, am Mannschaftserfolg der Hofer änderte das jedoch nichts mehr. Platz drei der Tageswertung ging an den TV Planegg-Krailling. Bei den Frauen kam das Team des MRRC geschlossen ins Ziel und feierte seinen Erfolg knapp vor dem RSC Kempten und dem TSV Gaimersheim.
In der Bayernliga ging der Sieg mit klarem Vorsprung an die Frauen des MRRC München II. Dahinter gab es einen knappen Kampf, den TWin Neumarkt vor RSC Kempten II gewann. Bei den Männern triumphierte der WSV Bad Tölz mit einer knappen halben Minute Vorsprung vor dem Post SV Weilheim. Es folgte das Team SV Würzburg 05 III.
„Das war ein toller Saisonabschluss und wir hoffen, nächstes Jahr wiederkommen zu dürfen“, sagt Andrea Becker Pennrich. Ihr, und auch ihrer Vorsitz-Kollegin Theresa Grasskamp, wünscht indes Moderator Andreas Groß, stellvertretend für alle Ligabeteiligten, alles Gute und sagt Danke für die perfekte Organisation auch in diesem Jahr: „Beide haben es so getimed, dass sie vom Ligafinale fast direkt in den Kreißsaal wechseln.“
Zu den Saison-Tabellen 2024 (Link).
Zu den Ergebnissen des Schongau Triathlon (Link).
Fotos: Triathlon Liga Bayern