Mit sieben Jahren begann Simon Henseleit bereits mit dem Triathlonsport. Zuvor war der gebürtige Steingadener schon als Junior-Skifahrer erfolgreich. Sport gehört für den heute 24-jährigen also schon immer dazu. Mit 13 Jahren entschied er sich dann für den Triathlonsport. Als Kadermitglied des Bayerischen Triathlon-Verbandes entwickelte er sich rasant. Bald schon konnte er erste große Erfolge feiern.
2019 schaffte er dann gleich mehrere große Würfe: ein 1. Platz bei der Europameisterschaft in der Mixed Relay der Junioren und ein Deutscher Meister-Titel. Schritt für Schritt arbeitete sich der zielstrebige Sportler weiter voran. 2022 wurde er U23-Europameister. 2023 folgte sein erfolgreistes Jahr mit einem U23-Weltmeister-Titel und dem Team WM-Titel in der Mixed Relay. Zahlreiche weitere Erfolge könnte man hier zusammenstellen. Fest steht: Simon Henseleit gehört zu den erfolgreichsten bayerischen Nachwuchs-Athleten.
Vor kurzem nahm der Wahl-Nürnberger gemeinsam mit Roland Knoll zahlreiche Trainings-Videos auf, um sie nachfolgenden Sportlern und Trainern zur Verfügung zu stellen. Ein neues Betätigungsfeld?
Hallo Simon, seit Neuestem findet man dich in zahlreichen Trainingsvideos gemeinsam mit Roland Knoll, die Sportlern und Trainern methodische Impulse und sinnvolle Übungen an die Hand geben sollen. Wie kam es zu der Idee?
Roland hat sich diesen Herbst dazu entschieden, den Schritt von der Elite-Gruppe in die Nachwuchsarbeit zu gehen. Auf dieser Ebene ist es nicht ganz einfach allen jungen Sportler*innen, die über ganz Bayern verteilt sind, gerecht zu werden. Er fertigt ja bereits sehr detaillierte Trainingspläne inkl. Übungsanleitungen für Lauf- und Schwimmtechnik an, aber eine Bebilderung zum besseren Bewegungsverständnis hat ihm noch gefehlt. Da ich aktuell es mehr Zeit für solche Projekte habe, helfe ich ihm gerne dabei.
Möchtest du auch in der Zukunft im Triathlonsport arbeiten?
Gerade ist bei mir vieles unklar und ich bin mir noch nicht sicher, wo ich einmal landen werde. Sicher ist aber, das ich immer dem Triathlonsport verbunden bleiben werde, da ich durch den Sport selbst enorm viel mitgenommen und gelernt habe. Diese Erfahrung wünsche ich allen Kindern und Jugendlichen und wenn ich einen kleinen Teil dazu beitragen kann, würde mich das ein bisschen glücklicher machen.
Welche Wichtigkeit hatten für dich Trainer und vielleicht auch die Kader-Gemeinschaften in deiner Entwicklung als Sportler und als Mensch?
Ich habe in meiner Zeit im Sport viel lernen dürfen. Eine zentrale Rolle hat dabei sicher mein Trainer Roland gespielt. Aber auch der soziale Umgang in einer Gruppe und mit einzelnen Menschen gehört im täglichen Training dazu. Das Jugendalter kann da seine Herausforderungen mit sich bringen und ich müsste lügen, wenn ich mich im Internat mit jedem immer blendend verstanden hätte. Am Ende kommt es aber, denke ich, darauf an, was man aus den Konfliktsituationen mitnimmt und dass man die richtigen Menschen auf seinem persönlichen Weg findet.
So viel Erfahrung im Sport lässt oft die Liste an Erkenntnissen wachsen. Manchmal führt das dazu, dass man auf seine Anfängerfehler kopfschüttelnd, schmunzelnd, oder auch einigermaßen entsetzt zurückblickt. Was sind Dinge, die Du retroperspektiv anders machen würdest, oder über die Du Dich heute amüsieren kannst?
Definitiv eine schwierige Frage! Ich würde ehrlich gesagt alles wieder genauso machen, da mich alle Fehler auch immer ein Stück weiter gebracht haben. Trotzdem gebe ich immer gerne den Rat, nichts zu überstürzen, langsam und kontinuierlich aufzubauen und im Zweifel lieber mal eine Einheit etwas lockerer anzugehen oder wegzulassen. Ich war immer sehr hart zu mir und enorm ehrgeizig, aber manchmal kommt man schneller voran, wenn man an der richtigen Stelle etwas ruhiger macht und einen guten Trainer hat, dem man auch wirklich vertraut.
Vielen Dank, Simon!
Der Beitrag erschien im Rahmen der Serie „40 Jahre Triathlon in Bayern“. Alle Beiträge finden Sie hier.
„Das ist mein absoluter Traumjob“, titelte einmal die Regionalzeitung und zitierte Ralf Schmiedeke, der zu dieser Zeit gerade Bundestrainer für den Nachwuchs war. Der Wahl-Ingolstädter war bis dahin schon lange als Trainer tätig und ist es auch heute noch.
Seine eigene sportliche Karriere begann im Wasserball in Ingolstadt. Wasserball und Ingolstadt – von dieser Kombination hatte bereits Roland Knoll im Interview berichtet (Link zum Beitrag über Roland Knoll). Nicht allzu überraschend, führten die Bekanntschaft und die Konkurrenz im Team dazu, dass auch Ralf Schmideke sich am Triathlon probierte – und ebenso wie Roland Knoll, dem Sport treu blieb.
1989 stieg er mit 23 Jahren auf der Mitteldistanz ein, wurde 1993 siebter bei den Deutschen Meisterschaften und entwickelte sich hin Richtung Langdistanz. Lange Jahre war er Teil der Triathlonliga Bayern. Nicht nur am aktiven Sport beteiligte sich Ralf Schmiedeke mit Leidenschaft. Der Lehrer fand auch schnell seinen Weg in das Coaching.
1996 übernahm er gemeinsam mit Ramon Gomez-Islinger die Leitung des Triathlon-Kaders im BTV. Zwölf Jahre lang engagierte er sich dort als Landestrainer. Im Dezember 2008 wurde er zum Bundestrainer Nachwuchs bei der Deutschen Triathlon-Union berufen, im Januar 2013 wechselte er in die Position des Projekttrainers Elite und U23, bevor er im Januar 2014 als Projekttrainer Nachwuchs zum Österreichischen Triathlon-Verband wechselte. Dort arbeitete er bis Oktober 2017. Doch auch danach blieb er dem Trainerdasein treu und betreut seither Spitzensportler individuell. Darüber hinaus organisiert er den Halbmarathon in Ingolstadt.
Ralf Schmiedeke als Teilnehmer beim Schliersee Triathlon
Hallo Ralf, Lehrer, Coach und Wettkampforganisator – ein ganz schönes Programm. Machst du selbst noch Sport?
Ja, ich mache noch Sport und es macht mir auch Spaß, auch wenn mir im Alltag oft die Zeit fehlt, mich so auszutoben, wie ich es gerne würde. Das Alter hinterlässt bei mir ebenfalls Spuren, und ich kann das, was ich jetzt leiste, nicht mehr mit früher vergleichen. Allerdings bringen die längeren Regenerationspausen, die man mit zunehmendem Alter braucht, auch Vorteile, wenn der Alltag gut gefüllt ist. Trotzdem bin ich manchmal fast neidisch auf alte Freunde, wenn ich sehe, welche Leistungen sie immer noch erbringen. Der größte Leistungsabfall ist beim Laufen spürbar. Im Training funktionieren Schwimmen und Laufen zwar noch ganz gut, aber auch hier nicht so, dass ich mich wettkampffit fühlen würde. Für eine GA1-Radausfahrt im Flachen mit den Athleten reicht es jedoch immer noch.
Im Nachwuchsbereich begleitest du seit fast 30 Jahren Talente. Was fasziniert dich an dieser Arbeit? Konntest du im Lauf der Zeit Veränderungen feststellen?
Ralf Schmiedeke und Lisa Perterer vor den Olympischen Spielen in Paris
Es macht mir großen Spaß, die Entwicklung von Athleten zu beobachten und zu versuchen, diese mit meiner Erfahrung sowie meinem Wissen positiv zu beeinflussen. Während ich früher physisch viel näher an den Athleten war und durch häufige Lehrgänge und Wettkampfbetreuungen direkt Einfluss nehmen konnte, beschränkt sich meine Arbeit heute oft auf Fernkontakte, gelegentliche Trainingstage und Wettkämpfe. Das liegt auch daran, dass ich mittlerweile vor allem erwachsene Athleten betreue, die viel Eigenverantwortung mitbringen.
Generell hat sich die Trainingslehre deutlich in Richtung Wissenschaft entwickelt. Trotzdem denke ich gelegentlich: „Wer viel misst, misst oft auch viel Mist.“ Es wäre manchmal besser, sich auf den gesunden Menschenverstand zu verlassen. Glücklicherweise handhaben das alle guten Trainer, die ich kenne, genauso.
Junge Sportlerinnen und Sportler zu begleiten erfordert mehr als nur Trainersein. Gerade auf Lehrgängen und Maßnahmen kann es schonmal hoch hergehen. An welche Situationen erinnerst du dich besonders?
Das stimmt! Ich war immer der Meinung, dass man nach hartem und oft entbehrungsreichem Training auch Momente braucht, in denen man loslassen kann. Zu lange Phasen der Askese sind kontraproduktiv, weil sie oft das Gefühl erzeugen, etwas nachholen zu müssen. Wichtig ist aber das richtige Timing und die Art und Weise, wie man solche Momente gestaltet – am Ende der Saison darf es schon mal etwas lockerer und lustiger zugehen.
Was konkrete Beispiele angeht, halte ich mich an die Devise: „Was in Vegas passiert, bleibt in Vegas.“ Vegas steht in diesem Fall für das Ende eines Trainingslagers oder die Feier nach einem Wettkampf. Und wenn man als Trainer das Vertrauen der Athleten genießt, hat man manchmal sogar die Möglichkeit, bei einer Feier dezent regelnd einzugreifen – und dafür zu sorgen, dass am nächsten Tag niemand ein schlechtes Gewissen haben muss.
Vielen Dank, Ralf!
Der Beitrag erschien im Rahmen der Serie „40 Jahre Triathlon in Bayern“. Alle Beiträge finden Sie hier.
Seit Februar 2019 ist Gerd Rucker Präsident des Bayerischen Triathlon-Verbandes. Der sechste Präsident des BTV ist allerdings schon seit 2002 in Bezirk und Verband aktiv. Zunächst war er als Landeskampfrichter, Kampfrichter-Obmann und Bezirksvorsitzender in der Oberpfalz in verschiedenen Ämtern tätig. Im Jahr 2012 wurde er zum Sprecher der Bezirke gewählt und ist seither Mitglied des Präsidiums. 2016 gab er nach der Wahl zum Vizepräsidenten das Amt des Bezirksvorsitzenden ab. Aktive Triathleten kennen den 67-jährigen daneben als Wettkampfrichter bei bayerischen, nationalen und manchmal auch internationalen Rennen.
Im Interview verrät uns der Wahl-Oberpfälzer, warum ihm die ehrenamtliche Arbeit auch nach vielen Jahren noch Spaß macht, ob er selbst schon einmal bei einem Triathlon am Start war und wo seine Begeisterung für den Sport herkommt.
Hallo Gerd,
kannst Du dich an Deine erste Begegnung mit dem Triathlonsport erinnern? Was hat dich damals fasziniert?
2000 und 2001 veranstaltete der TV Vohenstrauß den ersten „Grenzlandman“. In meiner Position als Vorsitzender des Motorradclubs wurde ich nach Kampfrichtertaxis für die Veranstaltung gefragt, der ich persönlich nachkam. Die Kampfrichterin auf meinem Motorrad war die damalige Triathlon Bezirksvorsitzende der Oberpfalz, Uli Hölzl. Fasziniert haben mich von dort an die vielseitigen Aufgaben der Kampfrichter.
Gerd Rucker
Wie kamst Du dazu, dich aktiv am Triathlon-Geschehen zu beteiligen?
2002 wurde mir vom TV Vohenstrauß eine Ausbildung zum BTV-Landeskampfrichter in Seubersdorf angeboten, an der ich dann teilnahm. Mein Ausbilder zum Kampfrichter war Fred Over, der bis dato das Kampfrichterwesen in Bayern aufbaute und prägte. Nach bestandener Prüfung folgte mein erster Einsatz beim Triathlon in Amberg. Seither folgten viele weitere Nationale und Internationale.
Warst Du selbst einmal als Triathlet unterwegs?
Leider bin ich hier der absolute Quereinsteiger. Meine drei Disziplinen sind das Motorradfahren, das Bergwandern (auch gerne ein 3000er) und Ski Alpin.
Gerade heute ist es schwer, Ehrenamt, Beruf und Familie zu vereinen. Wie schaffst Du das seit Jahren?
Es ist sicherlich nicht einfach alles unter einen Hut zu bringen und 20 Stunden, und nicht selten mehr pro Woche, für das Ehrenamt aufzubringen. Heute, im Ruhestand, ist das etwas einfacher – manchal aber immer noch eine Herausforderung. Mein früherer Beruf als freier Handelsvertreter erlaubte es mir auch während der Woche mein Ehrenamt auszuüben. Oft passierte das auf der Fahrt zwischen Kundenterminen per Freisprecheinrichtung aus dem Auto heraus. Bei meiner Familie stoße ich seit jeher auf großes Verständnis, was das Ehrenamt anbelangt. Nicht zuletzt waren es meine Frau (C-Trainerin Triathlon) und meine beiden mittlerweile erwachsenen Kinder, die sich schon früh als Athleten für unseren Sport begeisterten oder heute noch als Trainer, Übungsleiter und Triathlet aktiv sind.
Welche Begegnung im Rahmen Deiner Arbeit im Verband war die, die dir in Erinnerung geblieben bist?
Ein einprägendes Ereignis bleibt mir besonders in Erinnerung, an dem ich maßgeblich beteiligt war: Die Wiederaufnahme des BTV am 12. Januar 2013 (nach dessen Ausschluss aus der DTU im September 2012) in den Dachverband DTU. Ich könnte viele positive Erinnerungen aufzählen, was jedoch hier den Rahmen sprengen würde.
Welche Ziele hast du verfolgt und verfolgst Du nach wie vor gemeinsam mit dem Präsidium?
Mir ist wichtig, mit möglichst vielen Menschen im Verband in Kontakt zu sein. Ich mache zum Beispiel selbst viele Besuche bei Veranstaltern, fahre gerade auch in der Vorbereitung zu neuen Wettkämpfen oder nehme viele Termine der Sportpolitik wahr. Wir, das Präsidium, haben in den letzten Jahren einige Dinge angestoßen und hoffen viele weitere Impulse geben zu können. Dazu gehören:
Die Entwicklung der Jugendarbeit in den Bezirken auch durch die TriPoints, sowie die finanzielle Unterstützung von Jugendveranstaltungen für den Veranstalter.
Die Entwicklung des Breitensports. Wir müssen interessierte Sportler an den Triathlon heranführen. Zum Beispiel mit den BTV Community-Events.
Die Fortführung der Lehrerfortbildung zum C-Trainer, um unseren Sport auch an den Schulen weiter voranzubringen.
Die Erlangung einer gewissen finanziellen Unabhängigkeit von Staatsmitteln. Auch durch den Aus- und Ausbau von Angeboten, Seminaren und Lehrgängen.
Die Unterstützung des Leistungssports, um in naher und ferner Zukunft weitere Erfolge mit unseren Bayerischen Athleten feiern zu können.
Die weitere Vereinfachung von Prozessen mittels Digitalisierung.
Den weiteren Ausbau von Angeboten für Para und Special Olympics Sportler.
Verstärken der Präsenz des Verbandes bei Bayerischen Meisterschaften.
Gerne bin ich als Verbandsrepräsentant bei neu geplanten Veranstaltungen zum Vorbesuch, zur Strecken- und Wettkampfstätten Besichtigung unterwegs und stehe mit Rat und Tat zur Verfügung.
Was mich motiviert, ist die Zusammenarbeit mit einem sehr engagierten Präsidiumsteam und der Geschäftsstellenleitung, die nicht nur Ideen einbringen, sondern auch umsetzen. Ich bin überzeugt dass wir so den Verband weiter nach vorne bringen.
Vielen Dank!
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https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/IMG_5593-1.jpg266480Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2024-12-05 00:17:322024-12-05 05:55:42Gerd Rucker: Über Jahre dem Ehrenamt treu
Verbände und Vereine leben von Menschen, die sich unermüdlich einsetzen, die sich durchsetzen, die Ruhe bewahren, wenn es einmal hoch hergeht und besonders für die da sind, die sie brauchen – junge Sportlerinnen und Sportler. Nicht selten arbeiten sie ein Leben lang für eine Sache und verfolgen ihre Visionen. Roland Knoll ist einer dieser Menschen. Er ist stets da, unterstützt Athleten in ihrer persönlichen und sportlichen Entwicklung, verhilft zu Bestleistungen und bleibt dabei meist im Hintergrund.
Dem Sport seit 40 Jahren treu
Seit 2004 prägt der Triathlet der ersten Stunde und erfolgreiche Profi-Sportler in den 1990er-Jahren die Nachwuchsarbeit im Triathlonsport mit. Roland Knoll war DTU-Nachwuchs- und U23-Bundestrainer sowie Bundestrainer Elite und engagierte sich stets auch in seiner bayerischen Heimat. In dieser Position trug er zur Entwicklung vieler junger Talente bei und bereitete Athletinnen und Athleten auf nationale und internationale Erfolge vor. Zwischen 2007 und 2013 trainierte er Jan Frodeno, coachte den überragenden Athleten, als er Olympiasieger wurde und Weltmeister mit der Mixed Relay.
Dabei ist Roland Knolls Ansatz in der Nachwuchsförderung umfassend und nachhaltig. Er legt Wert auf eine schrittweise Entwicklung junger Athleten, um Potenzial langfristig auszuschöpfen. Allgemeinsportlich und vielseitig sollte sie sein, die Ausbildung im Schüler- und Jugendalter. Sein Fokus liegt nicht nur auf der Leistung, sondern auch darauf, eine Leidenschaft für den Sport zu entwickeln und den Athleten Werte wie Disziplin, Teamarbeit und Fairness zu vermitteln.
Roland Knoll beim Kadertest 2024
Dass dieser Ansatz wirkt, zeigte die Zusammenarbeit mit seiner Tochter Anabel Knoll, die unter seiner Anleitung zur erfolgreichen Triathletin avancierte. Sie nahm an den Olympischen Spielen 2021 in Tokio teil und erreichte dort in der Mixed-Staffel einen starken sechsten Platz. Lange betreute er die Elite-Gruppe im Bayerischen Triathlon-Verband. Seit Oktober 2024 ist Roland Knoll für die Sichtungsgruppe zuständig und widmet sich damit noch mehr der Förderung des Nachwuchssports.
Hallo Roland, du bist von Beginn an im Triathlon dabei. Wie bist du selbst zum Triathlon gekommen?
Durch meinen Wasserballtrainer und einen befreundeten Schwimmer, die mir gesagt haben, ich soll Triathlon probieren. Ich bin damals mit 15-16 Jahren schon regelmäßig 2-3 Mal pro Woche vor dem Schwimmtraining gelaufen, und 3-4 geschwommen. Dazu habe ich Fußball und Wasserball gespielt. So musste ich nicht viel verändern, um Triathlon zu machen. Rad gefahren bin ich damals zwar jeden Tag, aber eben nur zur Schule und ins Training. So bin ich dann 1985 mit zwei Radausfahrten über je 40km bei meinem ersten Triathlon in Eichstätt angetreten.
Ich kam dann auch als erster aus dem Wasser, mit einer Minute Vorsprung über 1000m. Beim Wechsel haben mich dann schon 1-2 Leute überholt, weil ich mich natürlich komplett umgezogen habe. Beim Radfahren überholten mich gefühlt Hunderte, lustigerweise hat schon damals das Windschattfahrverbot in keinster Weise funktioniert. Auf der Laufstrecke habe ich dann wiederum nur Leute überholt und bin schließlich als 49. ins Ziel gelaufen.
Was ist aus deiner Sicht heute der Einstiegspunkt für Nachwuchs?
Dazu muss man verschiedene Zeitpunkte ins Auge fassen. Triathlon versuchen, kann man heute auch als junger Schüler mit 6-7 Jahren. Der Sport hat dann nur noch nichts mit Triathlon als Erstsportart zu tun, und das ist auch gut so.
Bis zum Alter von 13 Jahren sollte der Fokus auf einer allgemeinsportlichen, vielseitigen Ausbildung liegen, bei der Schwimmen sicherlich einen großen Stellenwert hat, aber auch eine turnerische und leichtathletische Ausbildung stattfinden sollte, gepaart mit einer Spielsportart. Weitere Bewegungserfahrungen in (Gleit-)Sportarten wie Eislaufen, Skifahren/-laufen oder Kajak fahren bzw. Rudern sind immer gut. Auch Klettern und Geschicklichkeitssport sind super. Das Motto sollte sein: Einfach alles machen, was Spaß macht! Kinder können auch dann regelmäßig an Wettkämpfen in allen möglichen Sportarten teilnehmen und gerne einige Triathlons machen, trotzdem gilt: Man ist noch kein Triathlet im eigentlichen Sinne. Einzig die „vierte Disziplin“, das Wechseln, kann man schon von Kindesbeinen an üben und perfektionieren, einschließlich dem Auf- und Absteigen vom Rad.
Triathlon als Erstsportart beginnt dann mit 14-16 Jahren. Hier sollte langsam eine gewisse Orientierung eigentlichen Triathlon erfolgen. Wichtig neben der angeführten allgemeinen Ausbildung, ist jetzt schon, dass man eine gewisse Ausdaueraffinität entwickelt hat, und Spaß am Training und an Wettkämpfen hat. Es funktioniert wirklich langfristig nur, wenn beide Dinge gleichermaßen vorhanden sind. Auch muss die Motivation für das regelmäßige und irgendwann zwangsläufig häufige Training von den jungen Menschen selbst kommen, intrinsisch sein. Aber auch die Liebe, sich im Wettkampf mit anderen zu messen und zu kämpfen, muss von den Jugendlichen selbst kommen, wenn sie Triathlon als Leistungssport betreiben wollen.
Mit 17-18 Jahren ist dann ein kompletter Umstieg sinnvoll. Trotzdem kann man weiterhin vielseitig bleiben und Sportarten von früher immer wieder durchführen, wenn auch in kleinerem Ausmaß. Der wirkliche Einstieg in die große Welt des Triathlons beginnt mit dem Wechsel in die U23-Klasse mit 20 Jahren – ab hier wird es interessant. Alle Fertigkeiten und Fähigkeiten müssen gelegt sein und können jetzt zu eine großen Ganzen werden. Dann wird der Sport aber auch sehr, sehr zeitintensiv wird. Drei Sportarten auf hohem Niveau zu betreiben ist am Ende ein(e) Beruf(ung) und oft schwer nebenbei zu bewältigen – darüber muss man sich im Klaren sein, wenn man ganz nach oben will. Manchmal ist es auch sinnvoll einen kleinen Schritt zurückzugehen, eine Ausbildung oder ein Studium zuerst zu beenden und dann den großen Schritt in den Triathlonsport zu wagen.
In den 90er Jahren wurde, wenn es um Training und Material geht, viel probiert, getestet, behalten oder verworfen. Was hat sich aus deiner Sicht besonders in der Förderung des Nachwuchses bewährt?
Bewährt haben sich Dinge, wie fast ganzjährige Nachwuchscup-Veranstaltungen der Landesverbände, Jugendmaßnahmen des Verbandes, in denen Sport, Spaß und Soziales miteinander verbunden werden, regelmäßige Vereinsmaßnahmen und die Aus- und Weiterbildung der Trainer und Übungsleiter in allen Leistungsbereichen. Es braucht viel Kommunikation zwischen Verband, Vereinen, Athleten, Trainern und Eltern. Ein großer Stützpunkt in einem Landesverband hilft sicherlich auch weitere Schritte konsequenter und auch leichter voranzutreiben, hat auch das eine oder andere Mal mit Geld zu tun. Ganz wichtig ist es außerdem, ehemalige (Kader-)Athleten für die Nachwuchs- und Trainerarbeit zu gewinnen und zu motivieren!
Was möchtest du im Sport noch erreichen?
Meine Ziele sind mittlerweile klein. Das betrifft meine eigenen sportlichen Ambitionen – hier geht es eher um Gesundheitssport und Spaß an der Bewegung im Freien. Das betrifft aber auch meine Ziele als Trainer: hier sind die Ansprüche auch eher kleiner geworden. Ich wünsche mir einfach, dass die Arbeit und Energie, die man in die jungen und älteren Athleten steckt, fruchtet, dass sie ihre eigenen (hoffentlich realistischen) Ziele erreichen und man sie bestmöglich unterstützt und führt. Perfekt ist, wenn man dabei viel Freude hat, kreativ bleibt und seinen kleinen Teil zum großen Ganzen beiträgt.
Vielen Dank, Roland!
Der Beitrag erschien im Rahmen der Serie „40 Jahre Triathlon in Bayern“. Alle Beiträge finden Sie hier.
Die TriPoints im Bayerischen Triathlon-Verband e.V. bilden ein starkes Netzwerk zwischen bayerischen Triathlon-Vereinen und -Abteilungen und dem Nachwuchs- und Nachwuchsleistungssport im Verband. Gemeinsam soll ein außergewöhnliches, ganzheitliches und nachhaltiges Fördersystem im Nachwuchssport geschaffen werden. Acht neue TriPoints erhielten in den letzten Tagen eine Material-Box, die den Trainerinnen und Trainern vor Ort ein vielfältiges und kreatives Trainingsangebot erleichtern soll.
Hütchen, Bälle, Hürden, Springseile und zahlreiche verschiedene Bälle. Leuchtend buntes Material findet sich auf der Box, die mit einem individuellen TriPoint-Aufkleber des Vereins gekennzeichnet ist.
Einer der neu ausgezeichneten Vereine ist der SV Bayreuth. Die Tri Kids Vereins trafen sich am Wochenende, wie jeden Sonntag, mit ihrem Lauftrainer Michael Doege zum gemeinsamen Training. Die neue Box wurde dort gleich bestaunt und ausgepackt. „Dank der tollen Trainingstools wird das Training auf jeden Fall nicht langweilig“, lautet der Tenor der Gruppe. „Vielen Dank an den BTV für die tolle Kiste, die allen Sportlern viel Spaß bereitet!“, meint das Trainer-Team.
Gleichzeitig möchte der neue TriPoint sportbegeisterte Kinder einladen, die Lust auf Bewegung und Sport haben – auch bei Wind und Wetter. Die Tri Kids des SV Bayreuth schwimmen zwei bis dreimal wöchentlich und treffen sich einmal pro Woche zum Lauftraining. Bei Interesse können sich Erziehungsberechtigte unter triathlon@svbayreuth.de melden. Weitere Vereine, die schwerpunktmäßig auch Nachwuchsförderung betreiben finden sich unter triathlonbayern.de/tripoints/
Franz Pretzl fand bereits in den 80er Jahren zum Triathlonsport. Zunächst waren es die ersten Wiesen- und Dorftriathlons, die dem Sportbegeisterten Herausforderung boten. Bald jedoch begann die Leidenschaft ihn in die Welt zu ziehen. „Ein Pionier der Multisport-Bewegung! Alles gemacht! Alles Erlebt!“, schreibt Tom Kerner, der heute viel mit seinem ehemaligen Trainer Franz Pretzl unterwegs ist und mit ihm jetzt als Trainergespann beim TV Burglengenfeld zusammenarbeitet.
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/1-Pretzl-Franz-scaled.jpg17702560Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2024-12-03 04:18:062024-12-03 05:26:01Franz Pretzl: Sprachrohr für den Triathlon in der Oberpfalz
Seit Herbst 2024 gibt es im Bayerischen Triathlon-Verband einen Kader für Para Triathletinnen und Triathleten. In den vergangenen Jahrenverzeichnete der Para Bereich immer mehr Zulauf, sodass der BTV in diesem Jahr nun Mitglied im Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband (BVS) Bayern wurde. Am 30. November fand der erste gemeinsame Trainingstag der Para Athleten gemeinsam mit der neuen Para Landestrainerin Julia Fankel statt.
Von links nach rechts : Elena (Guide), Tim Wolf (Guide), Michelle Wagner, Julian Winter, Sarah Steinke und Valentin Hanzer
Bei herrlichem Sonnenschein lernten sich Aktive und Trainer bei einer lockeren Laufeinheit kennen. Anschließen ging es in die Turnhalle, wo ein Athletiktraining absolviert wurde. Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es in die Schwimmhalle. Auf der 50m Bahn des Langwasserbades bot Trainerin Julia Fankel eine 90-minütige Schwimmeinheit.
„Wir haben sie Spitzen-Bedingungen in Nürnberg sehr genossen“, freute sich die Landestrainerin. „Es war ein wirklich gelungener erster kleiner Lehrgang und wir alle schauen positiv auf 2025 und hoffen, dass wir dann mehrere Lehrgänge durchführen können.“
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/image4-1-rotated.jpeg480640Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2024-12-02 06:42:022024-12-02 09:30:05Erster Trainingstag des Para Kaders des Bayerischen Triathlon-Verbandes
Der Bayerische Triathlon-Verband e.V. setzt sich aktiv für die Förderung von Para Triathlon ein – sowohl im Breitensport als auch im Leistungssport. Für Einsteigerinnen und Einsteiger organisiert der BTV zum Beispiel Schnupper- und Inklusionstage sowie offene Trainingsmaßnahmen. Diese Angebote schaffen einen barrierefreien Zugang zum Triathlonsport und ermöglichen Menschen mit Behinderung, die Vielfalt des Sports in einem sicheren und unterstützenden Umfeld zu erleben. Auch im Spitzensport engagiert sich der BTV. Mit dem Landeskader Para bietet der Verband talentierten Athletinnen und Athleten gezielte Fördermöglichkeiten und professionelle Unterstützung, um ihre sportlichen Ziele zu erreichen und den Para Triathlon in Bayern auf höchstem Niveau zu entwickeln. Egal, ob ambitioniert oder neugierig – der BTV lädt alle ein, Teil der inklusiven Triathlon-Community zu werden!
Als Ansprechpartnerin steht seit Oktober Landestrainerin Julia Fankel zur Verfügung. Sie ist in 40 Jahren Triathlon die erste Landestrainerin im Para-Bereich. Wie es dazu kam, haben wir sie gefragt. Julia Fankel war selbst als Schwimmerin aktiv und hat es in Rheinland-Pfalz zu Landesmeisterschaftstiteln geschafft und an Deutschen Jahrgangsmeisterschaften teilgenommen. Sie ist jetzt immer noch in ihrer Freizeit täglich sportlich aktiv. „Sport und Bewegung ist für mich unverzichtbar“, sagt sie. „Ich gehe Schwimmen, Laufen und Radfahren, alleine oder mit der Familie.“
Wie kamst du dazu, Trainerin zu sein, und dich im Bereich Para zu engagieren?
Meine Jugendtrainerin brachte mich auf die Idee und half mir dabei im Bereich Para Schwimmen unterzukommen.
Was sind besondere Erfahrungen, die du im Trainer-Job gemacht hast? Wie beeinflussen sie dich heute?
Zu vielen Sportlern pflege ich noch heute Kontakt und besonders freut es mich, dass ich es geschafft habe, ihnen mit auf den Weg zu geben, dass Sport ein wichtiger Bestandteil im Leben ist. Mit vielen Athleten, die inzwischen erwachsen sind, treffe ich mich heute noch zum gemeinsamen Sport. Sie beeinflussen mich nach wie vor insofern, als es mein Ziel ist, ihnen etwas für das weitere Leben mitzugeben. Mir macht es einfach Spaß die Entwicklung von Menschen zu erleben, sportlich aber auch menschlich.
Was sind deine Ziele als Landestrainerin Para Triathlon?
Ich möchte Nachwuchs finden, ein gemeinsames Team formen, das als Team zusammenhält, individuelle Ziele mit einzelnen Triathleten erreichen (national und international), regelmäßige Lehrgänge und Trainingslager veranstalten, mit den Para Sportlern gemeinsam Kinder suchen und Veranstaltungen ins Leben rufen, die eingeschränkte Kinder für den Sport begeistern. Daneben liegen mir die Gründung eines Stützpunktes und inklusives Arbeiten mit den olympischen Sportlern am Herzen. Die Liste ist lang, Ideen gibt es viele, kleine und große. Wichtig ist mir auch die Beteiligung der Sportler an der Umsetzung. So will ich mich mit ihnen zusammensetzen, um mit ihnen zu besprechen, was sie sich wünschen und vorstellen.
Was würdest du Sport-Bayern wünschen, wen es um Inklusion geht?
Flexible, offene Vereine, die bereit sind, Kinder mit Handicap sofort aufzunehmen und versuchen, sie in den Trainingsbetrieb zu integrieren. Leider ist das nicht immer der Fall. Ich freue mich auf den Weg, der ansteht, und hoffe, dass wir in Zukunft ein Vorbild für andere Bundesländer sein können und Triathlon als junge Sportart auch für Kinder attraktiv gestalten können.
Der Beitrag erschien im Rahmen der Serie „40 Jahre Triathlon in Bayern“. Alle Beiträge finden Sie hier.
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/IMG_8578.jpg8001200Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2024-12-02 04:09:032024-11-25 13:34:17Landestrainerin Para Triathlon Julia Fankel: „Ideen für gute Inklusion gibt es viele“
Erst kürzlich konnte Rudolf Puhe bei der Agegroup Weltmeisterschaft in Torremolinos, Spanien erneut einen Erfolg feiern: Auf der Sprintdistanz erreichte er in der Altersklasse 75-79 den 2. Platz. „Zum Abschluss Vizeweltmeister“ titelte die Lokalzeitung zum Karriereende des Burghausener nach 41 Jahren. Mit 75 Jahren blickt der ehemalige Chemiker auf eine beeindruckende Karriere im Ausdauersport zurück, die geprägt ist von Innovation, Reisen und einem unermüdlichen Kampfgeist.
Dr. Norbert Puhe (2. v. l.) bei den Triathlon-Weltmeisterschaft für Elite und Altersklassen in Torremolinos 2024
Der Beginn einer Leidenschaft
Dr. Rudolf Puhe zog 1977, frisch promoviert und voller Tatendrang, in die bayerische Sportstadt Burghausen. Ursprünglich lockten ihn die Berge und die Nähe zu den Skigebieten, doch aus einem leidenschaftlichen Skifahrer wurde bald ein begeisterter Skilangläufer und später ein Triathlet. „Das lange Chemiestudium ließ kaum Zeit für regelmäßigen Sport“, erinnert er sich. Doch die Wochenenden in den Alpen und die Teilnahme an Langlaufmarathons wie dem Wasalauf in Schweden (1986) legten den Grundstein für seine beeindruckende Ausdauer.
Der entscheidende Wendepunkt kam 1983, als er beim ersten München-Marathon an den Start ging. „Mit nur wenigen Laufkilometern Vorbereitung habe ich es locker ins Mittelfeld geschafft“, erzählt Puhe. Parallel dazu entdeckte er die sogenannten Ausdauer-Vierkämpfe – eine Art Vorläufer des Triathlons – die Disziplinen wie Skilanglauf, Radfahren, Schwimmen und Crosslauf kombinierten. Diese Events weckten seine Begeisterung für den Triathlon, der sechs Jahre nach dem legendären Ironman auf Hawaii auch in Deutschland Fuß fasste.
Sein erstes Triathlonrennen absolvierte er 1984 beim anspruchsvollen Schluchsee-Triathlon im Schwarzwald in Mittteldistanzlänge. „Die Bedingungen waren brutal: eiskaltes Wasser, Gewitter, Regen – und ich stand nur mit Badehose am Start“, erzählt er schmunzelnd. Trotz eines Pannen-Dramas auf der Radstrecke packte ihn der Triathlon-Virus, der ihn bis heute nicht losgelassen hat. „Die Umstellung vom Brustschwimmer zum Langstrecken-Kraulen hat allerdings etwas gedauert“, gibt er zu.
Gerne erinnert er sich aber auch an die in den Anfangsjahren bestens organisierten Triathlons des TV Landau zurück, die teilweise mit bayrischen Meisterschaften verbunden waren.
Pioniergeist und Innovation
Triathleten sind für ihre Experimentierfreude bekannt, und Dr. Puhe bildet da keine Ausnahme. Obwohl seine berufliche Tätigkeit als leitender Angestellter im Chemiebereich wenig Zeit für Materialtüfteleien ließ, erinnert er sich an ein ganz besonderes technisches Highlight. 1994, bei seinem Start beim Ironman auf Hawaii, tauschte er seine herkömmlichen Laufräder gegen damals neuartige Spinergy-Laufräder mit vier aerodynamischen Speichen. „Diese Räder umgingen das Scheibenradverbot auf Hawaii und waren eine echte Innovation“, erzählt er. Die Spinergy-Räder begleiteten ihn noch jahrelang, bis sie aus Sicherheitsgründen bei Wettkämpfen verboten wurden.
Der Ironman auf Hawaii war für Dr. Puhe ein Meilenstein: 1994 wurde er Vizeweltmeister in der Altersklasse 45-49. „Ich wurde nur von einem sehr schnellen US-Schwimmer geschlagen“, berichtet er stolz. Der Weg nach Hawaii führte damals ausschließlich über den Quelle-Ironman in Roth, dem einzigen Qualifikationswettkampf in Europa. Ein unvergessliches Erlebnis, das den Höhepunkt seiner sportlichen Karriere markiert.
Aber auch in anderen Bereichen probierten Triathleten viel, wie sich Puhe erinnert. Wettkampf-Ernährung, beispielsweise, war in den Anfängen noch ein heikles Experimentierfeld: „Ich habe damals mit zähen, hochkonzentrierten Powerbar-Riegeln ‚verdauungstechnisches Lehrgeld‘ bezahlt und habe in Roth den guten Vorsprung nach starkem Radfahren mehrfach auf ‚dem Örtchen sitzend‘ verloren. Heute kann der Routinier über solche Schwierigkeiten schmunzeln.
Besondere Begegnungen und bewegende Momente
41 Jahre Triathlon, der zwar Individualsport ist, aber dennoch kommunikativ, sorgen für viele besondere Begegnungen und bewegende Momente. An zwei erinnert sich Puhe ganz genau: „Eine besondere Begegnung hatte ich auf Hawaii mit Klaus Drescher, einem erfolgreichen deutschen Ausdauersportler“, erzählt er. Als Drescher ihn in einem Tölzer Finishershirt an der Bucht von Kona entdeckte, war seine Freude groß: „Er sagte, er habe immer gehofft, dass dieses Shirt einmal nach Hawaii kommen würde.“
Ein weiteres Highlight war die Begegnung mit Hannes Blaschke, dem ersten Deutschen auf dem Hawaii-Podium und Organisator des Allgäu-Triathlons. „Bei der Siegerehrung in Immenstadt 2018 machte er ein nostalgisches Selfie mit mir – ich trug bewusst meinen alten Pulli mit seinem Logo von 1994“, berichtet Puhe. Für Blaschke eine Erinnerung an seine Anfänge als Triathlet und Reiseveranstalter.
Reisen als Lebenselixier
Die Verbindung von Sport und Reisen ist für Dr. Puhe essenziell. Mit dem Wohnmobil erkundete er Wettkämpfe in ganz Europa – von Frankreich bis Spanien, von den Alpen bis nach Rügen. „Das Motto ‚Der Weg ist das Ziel‘ passt perfekt zu mir“, sagt er. Hawaii blieb sein einziger Übersee-Start, da der Aufwand, das Triathlonrad für Flüge zu zerlegen, enorm war.
Doch es sind nicht nur die großen internationalen Wettkämpfe, die ihn reizen. Oft wählt er gezielt kleinere, aber herausfordernde Veranstaltungen. „Auf Burghausen, meine Wahlheimat, wurde ich oft bei den Siegerehrungen als Altersklassensieger über die Vereinsnennung ‚SV Wacker Burghausen‘ angesprochen. Es ist schön, den Bekanntheitsgrad meiner Stadt auch sportlich zu repräsentieren“, erzählt er.
Das Geheimnis der Langlebigkeit
Auch im hohen Alter lässt Dr. Puhe nicht locker. 2015, mit 66 Jahren, gewann er nach einigen früheren Titeln bei der Deutschen Meisterschaft über die olympische Distanz in Peine trotz orthopädischer Probleme. „Ich bin nur noch hinkend ins Ziel gekommen, aber das Strahlen in meinem Gesicht zeigt, wie glücklich ich war“, erinnert er sich.
Sein Erfolgsgeheimnis? „Eine berg- und ausdauersportaffine Lebenspartnerin, ein sportkundiger Hausarzt und die Freude am Vergleich mit jüngeren Athleten“, fasst er zusammen. Noch mit 67 Jahren ließ er beim Ironman 70.3 auf Rügen zwei Drittel des jüngeren Starterfeldes hinter sich.
Doch mit den Jahren hat er sich durch den orthopädisch bedingten Verschleiß kürzeren Distanzen zugewandt. Die ebenfalls mit einem Vizetitel erfolgreiche Teilnahme an den Europameisterschaften 2023 in Vichy und der Weltmeisterschaft in Torremolinos markierten einen emotionalen Abschluss von 41 Jahren Triathlonsport. „Es war traurig zu sehen, wie in Spanien etliche Athleten in den AKs 75 und älter wegen Zeitüberschreitung trotz massiver Verlängerung der Schwimmstrecke durch sturmbedingtes Abtreiben der Wendebojen gnadenlos sofort aus dem Rennen genommen wurden“, sagt er. Doch die Freude überwiegt: „Es war ein würdiger Abschluss meiner aktiven Wettkampfphase.“
Ein Blick in die Zukunft
Auch wenn die Wettkampfintensität nachlässt, bleibt Dr. Puhe dem Sport treu. „Mit meiner erblichen Veranlagung zu Altersdiabetes muss ich weiterhin in Bewegung bleiben“, erklärt er. Dabei motiviert ihn vor allem der Vergleich mit früheren Zeiten: „Ich analysiere meine Wettkampfzeiten in Excel-Tabellen – das hält den Ehrgeiz wach.“
Dr. Rudolf Puhe ist der Beweis dafür, dass Leidenschaft keine Altersgrenze kennt.
Der Beitrag erschien im Rahmen der Serie „40 Jahre Triathlon in Bayern“. Alle Beiträge finden Sie hier.
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/Dr.-Norbert-Puhe-Rad-e1732348445688.jpg7801267Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2024-12-01 06:37:382024-12-01 09:23:13Ein Leben voller Triathlon: Dr. Rudolf Puhe und seine Leidenschaft für den Ausdauersport
Am ersten Adventssonntag, dem 1. Dezember 2024, öffnet die Anmeldung für den Audi Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL, der im kommenden Jahr am 1. Juni 2025 ausgetragen wird. Um Punkt 8:00 Uhr wird die Online-Anmeldung freigeschaltet.
Wahl zwischen Mittel-, Olympischer und Sprintdistanz
Das Wettkampfprogramm besteht auch 2025 aus den drei angebotenen Wettkampfdistanzen:
Die Mitteldistanz über 1,9 km Schwimmen, 86 km Radfahren und 20 km Laufen, die vor allem viele Triathletinnen und Triathleten in ihrer Saisonplanung haben, die einen ambitionierten Belastungstest für eine im Sommer geplante Langdistanz suchen. Neben der Olympischen Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) lockt die Sprintdistanz (0,75 km Schwimmen, 20 km Radfahren, 5 km Laufen), die vor allem bei Einsteigern und ambitionierten Nachwuchsathleten beliebt ist.
Die Sprintstaffel ist zurück – ideal für Firmenteams
Beim Sprint wird es bei der 2025er Austragung auf Wunsch wieder eine Staffelkonkurrenz geben, als Ergänzung zu den bewährten Staffeln auf der Olympischen und Mitteldistanz. „Die kurze Sprintdistanz ist für jedes Fitnesslevel geeignet und ideal für Einsteiger, die erstmals echtes Triathlon-Feeling erleben wollen. In der Sprintstaffel wird es zudem eine Firmen-Wertung geben, um als Team noch enger zusammenzurücken und neue Motivation zu schöpfen,“ erklärt Veranstaltungschef Gerhard Budy. Insgesamt stehen über alle Distanzen 2300 Einzelstartplätze und 140 Staffelstartplätze zur Verfügung.
Die Startgebühren sind auch diesmal entsprechend des Meldeeingangs gestaffelt. Auf allen drei Distanzen kommen die ersten 200 Meldungen in den Genuss der günstigsten Meldestufe (Rang A).
Zieleinlauf und After-Race-Bereich wieder im historischen Klenzepark
Keine Änderungen wird es beim bewährten Streckenverlauf geben. Geschwommen wird im Ingolstädter Baggersee, bevor die Radstrecken als Wendepunktkurs in westlicher Richtung verlaufen. Auf der Mittel- und Olympischen Distanz geht es bis kurz vor Neuburg an der Donau, wo noch ein kleiner Rundkurs zu bewältigen ist. Nach dem zweiten Wechsel am Baggersee führt die Laufstrecke entlang der Donau in Richtung Ingolstädter Innenstadt. Hier dürfen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder auf den stimmungsvollen Zieleinlauf im historischen Klenzepark freuen. „Das Gelände mit der großen Wiese lädt zum Verweilen nach den Wettbewerben ein und hat sich als ideal für den After-Race-Bereich erwiesen“, blickt Budy auf die gelungene Premiere bei der hochwasserbedingt in den September verlegten Veranstaltung zurück.
Ein Highlight des Rahmenprogramms wird auch 2025 der Goals for Kids Run sein. 2024 war der Lauf mit 700 Kindern im Alter von 5 bis 12 Jahren komplett ausgebucht. Die Startgelder gehen in voller Höhe an den gemeinnützigen Goals for Kids e.V. Verein, der sich in der Region Ingolstadt für in Not geratene Kinder und Jugendliche einsetzt.
https://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/ATI_race24_md_sieger_grosse-freese-scaled.jpg17032560Christine Waitzhttps://triathlonbayern.de/wp-content/uploads/btv_logo.pngChristine Waitz2024-11-28 10:56:232024-11-28 10:56:23Meldestart beim Triathlon Ingolstadt am 1. Dezember
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Simon Henseleit: „Ich bleibe dem Sport verbunden“
40 Jahre Triathlon in Bayern, LeistungssportMit sieben Jahren begann Simon Henseleit bereits mit dem Triathlonsport. Zuvor war der gebürtige Steingadener schon als Junior-Skifahrer erfolgreich. Sport gehört für den heute 24-jährigen also schon immer dazu. Mit 13 Jahren entschied er sich dann für den Triathlonsport. Als Kadermitglied des Bayerischen Triathlon-Verbandes entwickelte er sich rasant. Bald schon konnte er erste große Erfolge feiern.
2019 schaffte er dann gleich mehrere große Würfe: ein 1. Platz bei der Europameisterschaft in der Mixed Relay der Junioren und ein Deutscher Meister-Titel. Schritt für Schritt arbeitete sich der zielstrebige Sportler weiter voran. 2022 wurde er U23-Europameister. 2023 folgte sein erfolgreistes Jahr mit einem U23-Weltmeister-Titel und dem Team WM-Titel in der Mixed Relay.
Zahlreiche weitere Erfolge könnte man hier zusammenstellen. Fest steht: Simon Henseleit gehört zu den erfolgreichsten bayerischen Nachwuchs-Athleten.
Vor kurzem nahm der Wahl-Nürnberger gemeinsam mit Roland Knoll zahlreiche Trainings-Videos auf, um sie nachfolgenden Sportlern und Trainern zur Verfügung zu stellen. Ein neues Betätigungsfeld?
seit Neuestem findet man dich in zahlreichen Trainingsvideos gemeinsam mit Roland Knoll, die Sportlern und Trainern methodische Impulse und sinnvolle Übungen an die Hand geben sollen. Wie kam es zu der Idee?
Roland hat sich diesen Herbst dazu entschieden, den Schritt von der Elite-Gruppe in die Nachwuchsarbeit zu gehen. Auf dieser Ebene ist es nicht ganz einfach allen jungen Sportler*innen, die über ganz Bayern verteilt sind, gerecht zu werden. Er fertigt ja bereits sehr detaillierte Trainingspläne inkl. Übungsanleitungen für Lauf- und Schwimmtechnik an, aber eine Bebilderung zum besseren Bewegungsverständnis hat ihm noch gefehlt. Da ich aktuell es mehr Zeit für solche Projekte habe, helfe ich ihm gerne dabei.
Möchtest du auch in der Zukunft im Triathlonsport arbeiten?
Gerade ist bei mir vieles unklar und ich bin mir noch nicht sicher, wo ich einmal landen werde. Sicher ist aber, das ich immer dem Triathlonsport verbunden bleiben werde, da ich durch den Sport selbst enorm viel mitgenommen und gelernt habe. Diese Erfahrung wünsche ich allen Kindern und Jugendlichen und wenn ich einen kleinen Teil dazu beitragen kann, würde mich das ein bisschen glücklicher machen.
Welche Wichtigkeit hatten für dich Trainer und vielleicht auch die Kader-Gemeinschaften in deiner Entwicklung als Sportler und als Mensch?
Ich habe in meiner Zeit im Sport viel lernen dürfen. Eine zentrale Rolle hat dabei sicher mein Trainer Roland gespielt. Aber auch der soziale Umgang in einer Gruppe und mit einzelnen Menschen gehört im täglichen Training dazu. Das Jugendalter kann da seine Herausforderungen mit sich bringen und ich müsste lügen, wenn ich mich im Internat mit jedem immer blendend verstanden hätte. Am Ende kommt es aber, denke ich, darauf an, was man aus den Konfliktsituationen mitnimmt und dass man die richtigen Menschen auf seinem persönlichen Weg findet.
So viel Erfahrung im Sport lässt oft die Liste an Erkenntnissen wachsen. Manchmal führt das dazu, dass man auf seine Anfängerfehler kopfschüttelnd, schmunzelnd, oder auch einigermaßen entsetzt zurückblickt. Was sind Dinge, die Du retroperspektiv anders machen würdest, oder über die Du Dich heute amüsieren kannst?
Definitiv eine schwierige Frage! Ich würde ehrlich gesagt alles wieder genauso machen, da mich alle Fehler auch immer ein Stück weiter gebracht haben. Trotzdem gebe ich immer gerne den Rat, nichts zu überstürzen, langsam und kontinuierlich aufzubauen und im Zweifel lieber mal eine Einheit etwas lockerer anzugehen oder wegzulassen. Ich war immer sehr hart zu mir und enorm ehrgeizig, aber manchmal kommt man schneller voran, wenn man an der richtigen Stelle etwas ruhiger macht und einen guten Trainer hat, dem man auch wirklich vertraut.
Vielen Dank, Simon!
Der Beitrag erschien im Rahmen der Serie „40 Jahre Triathlon in Bayern“. Alle Beiträge finden Sie hier.
Fotos: Marcel Hilger
Ralf Schmiedeke: Traumjob Trainer
40 Jahre Triathlon in Bayern„Das ist mein absoluter Traumjob“, titelte einmal die Regionalzeitung und zitierte Ralf Schmiedeke, der zu dieser Zeit gerade Bundestrainer für den Nachwuchs war. Der Wahl-Ingolstädter war bis dahin schon lange als Trainer tätig und ist es auch heute noch.
Seine eigene sportliche Karriere begann im Wasserball in Ingolstadt. Wasserball und Ingolstadt – von dieser Kombination hatte bereits Roland Knoll im Interview berichtet (Link zum Beitrag über Roland Knoll). Nicht allzu überraschend, führten die Bekanntschaft und die Konkurrenz im Team dazu, dass auch Ralf Schmideke sich am Triathlon probierte – und ebenso wie Roland Knoll, dem Sport treu blieb.
1989 stieg er mit 23 Jahren auf der Mitteldistanz ein, wurde 1993 siebter bei den Deutschen Meisterschaften und entwickelte sich hin Richtung Langdistanz. Lange Jahre war er Teil der Triathlonliga Bayern. Nicht nur am aktiven Sport beteiligte sich Ralf Schmiedeke mit Leidenschaft. Der Lehrer fand auch schnell seinen Weg in das Coaching.
1996 übernahm er gemeinsam mit Ramon Gomez-Islinger die Leitung des Triathlon-Kaders im BTV. Zwölf Jahre lang engagierte er sich dort als Landestrainer. Im Dezember 2008 wurde er zum Bundestrainer Nachwuchs bei der Deutschen Triathlon-Union berufen, im Januar 2013 wechselte er in die Position des Projekttrainers Elite und U23, bevor er im Januar 2014 als Projekttrainer Nachwuchs zum Österreichischen Triathlon-Verband wechselte. Dort arbeitete er bis Oktober 2017. Doch auch danach blieb er dem Trainerdasein treu und betreut seither Spitzensportler individuell.
Darüber hinaus organisiert er den Halbmarathon in Ingolstadt.
Ralf Schmiedeke als Teilnehmer beim Schliersee Triathlon
Hallo Ralf, Lehrer, Coach und Wettkampforganisator – ein ganz schönes Programm. Machst du selbst noch Sport?
Ja, ich mache noch Sport und es macht mir auch Spaß, auch wenn mir im Alltag oft die Zeit fehlt, mich so auszutoben, wie ich es gerne würde.
Das Alter hinterlässt bei mir ebenfalls Spuren, und ich kann das, was ich jetzt leiste, nicht mehr mit früher vergleichen. Allerdings bringen die längeren Regenerationspausen, die man mit zunehmendem Alter braucht, auch Vorteile, wenn der Alltag gut gefüllt ist. Trotzdem bin ich manchmal fast neidisch auf alte Freunde, wenn ich sehe, welche Leistungen sie immer noch erbringen. Der größte Leistungsabfall ist beim Laufen spürbar. Im Training funktionieren Schwimmen und Laufen zwar noch ganz gut, aber auch hier nicht so, dass ich mich wettkampffit fühlen würde.
Für eine GA1-Radausfahrt im Flachen mit den Athleten reicht es jedoch immer noch.
Im Nachwuchsbereich begleitest du seit fast 30 Jahren Talente. Was fasziniert dich an dieser Arbeit? Konntest du im Lauf der Zeit Veränderungen feststellen?
Ralf Schmiedeke und Lisa Perterer vor den Olympischen Spielen in Paris
Es macht mir großen Spaß, die Entwicklung von Athleten zu beobachten und zu versuchen, diese mit meiner Erfahrung sowie meinem Wissen positiv zu beeinflussen. Während ich früher physisch viel näher an den Athleten war und durch häufige Lehrgänge und Wettkampfbetreuungen direkt Einfluss nehmen konnte, beschränkt sich meine Arbeit heute oft auf Fernkontakte, gelegentliche Trainingstage und Wettkämpfe. Das liegt auch daran, dass ich mittlerweile vor allem erwachsene Athleten betreue, die viel Eigenverantwortung mitbringen.
Generell hat sich die Trainingslehre deutlich in Richtung Wissenschaft entwickelt. Trotzdem denke ich gelegentlich: „Wer viel misst, misst oft auch viel Mist.“ Es wäre manchmal besser, sich auf den gesunden Menschenverstand zu verlassen. Glücklicherweise handhaben das alle guten Trainer, die ich kenne, genauso.
Junge Sportlerinnen und Sportler zu begleiten erfordert mehr als nur Trainersein. Gerade auf Lehrgängen und Maßnahmen kann es schonmal hoch hergehen. An welche Situationen erinnerst du dich besonders?
Das stimmt! Ich war immer der Meinung, dass man nach hartem und oft entbehrungsreichem Training auch Momente braucht, in denen man loslassen kann. Zu lange Phasen der Askese sind kontraproduktiv, weil sie oft das Gefühl erzeugen, etwas nachholen zu müssen. Wichtig ist aber das richtige Timing und die Art und Weise, wie man solche Momente gestaltet – am Ende der Saison darf es schon mal etwas lockerer und lustiger zugehen.
Was konkrete Beispiele angeht, halte ich mich an die Devise: „Was in Vegas passiert, bleibt in Vegas.“ Vegas steht in diesem Fall für das Ende eines Trainingslagers oder die Feier nach einem Wettkampf. Und wenn man als Trainer das Vertrauen der Athleten genießt, hat man manchmal sogar die Möglichkeit, bei einer Feier dezent regelnd einzugreifen – und dafür zu sorgen, dass am nächsten Tag niemand ein schlechtes Gewissen haben muss.
Vielen Dank, Ralf!
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Fotos: private Aufnahmen
Gerd Rucker: Über Jahre dem Ehrenamt treu
40 Jahre Triathlon in BayernSeit Februar 2019 ist Gerd Rucker Präsident des Bayerischen Triathlon-Verbandes. Der sechste Präsident des BTV ist allerdings schon seit 2002 in Bezirk und Verband aktiv. Zunächst war er als Landeskampfrichter, Kampfrichter-Obmann und Bezirksvorsitzender in der Oberpfalz in verschiedenen Ämtern tätig. Im Jahr 2012 wurde er zum Sprecher der Bezirke gewählt und ist seither Mitglied des Präsidiums. 2016 gab er nach der Wahl zum Vizepräsidenten das Amt des Bezirksvorsitzenden ab. Aktive Triathleten kennen den 67-jährigen daneben als Wettkampfrichter bei bayerischen, nationalen und manchmal auch internationalen Rennen.
Im Interview verrät uns der Wahl-Oberpfälzer, warum ihm die ehrenamtliche Arbeit auch nach vielen Jahren noch Spaß macht, ob er selbst schon einmal bei einem Triathlon am Start war und wo seine Begeisterung für den Sport herkommt.
Hallo Gerd,
kannst Du dich an Deine erste Begegnung mit dem Triathlonsport erinnern? Was hat dich damals fasziniert?
2000 und 2001 veranstaltete der TV Vohenstrauß den ersten „Grenzlandman“. In meiner Position als Vorsitzender des Motorradclubs wurde ich nach Kampfrichtertaxis für die Veranstaltung gefragt, der ich persönlich nachkam. Die Kampfrichterin auf meinem Motorrad war die damalige Triathlon Bezirksvorsitzende der Oberpfalz, Uli Hölzl. Fasziniert haben mich von dort an die vielseitigen Aufgaben der Kampfrichter.
Gerd Rucker
Wie kamst Du dazu, dich aktiv am Triathlon-Geschehen zu beteiligen?
2002 wurde mir vom TV Vohenstrauß eine Ausbildung zum BTV-Landeskampfrichter in Seubersdorf angeboten, an der ich dann teilnahm. Mein Ausbilder zum Kampfrichter war Fred Over, der bis dato das Kampfrichterwesen in Bayern aufbaute und prägte. Nach bestandener Prüfung folgte mein erster Einsatz beim Triathlon in Amberg. Seither folgten viele weitere Nationale und Internationale.
Warst Du selbst einmal als Triathlet unterwegs?
Leider bin ich hier der absolute Quereinsteiger. Meine drei Disziplinen sind das Motorradfahren, das Bergwandern (auch gerne ein 3000er) und Ski Alpin.
Gerade heute ist es schwer, Ehrenamt, Beruf und Familie zu vereinen. Wie schaffst Du das seit Jahren?
Es ist sicherlich nicht einfach alles unter einen Hut zu bringen und 20 Stunden, und nicht selten mehr pro Woche, für das Ehrenamt aufzubringen. Heute, im Ruhestand, ist das etwas einfacher – manchal aber immer noch eine Herausforderung. Mein früherer Beruf als freier Handelsvertreter erlaubte es mir auch während der Woche mein Ehrenamt auszuüben. Oft passierte das auf der Fahrt zwischen Kundenterminen per Freisprecheinrichtung aus dem Auto heraus. Bei meiner Familie stoße ich seit jeher auf großes Verständnis, was das Ehrenamt anbelangt. Nicht zuletzt waren es meine Frau (C-Trainerin Triathlon) und meine beiden mittlerweile erwachsenen Kinder, die sich schon früh als Athleten für unseren Sport begeisterten oder heute noch als Trainer, Übungsleiter und Triathlet aktiv sind.
Welche Begegnung im Rahmen Deiner Arbeit im Verband war die, die dir in Erinnerung geblieben bist?
Ein einprägendes Ereignis bleibt mir besonders in Erinnerung, an dem ich maßgeblich beteiligt war: Die Wiederaufnahme des BTV am 12. Januar 2013 (nach dessen Ausschluss aus der DTU im September 2012) in den Dachverband DTU. Ich könnte viele positive Erinnerungen aufzählen, was jedoch hier den Rahmen sprengen würde.
Welche Ziele hast du verfolgt und verfolgst Du nach wie vor gemeinsam mit dem Präsidium?
Mir ist wichtig, mit möglichst vielen Menschen im Verband in Kontakt zu sein. Ich mache zum Beispiel selbst viele Besuche bei Veranstaltern, fahre gerade auch in der Vorbereitung zu neuen Wettkämpfen oder nehme viele Termine der Sportpolitik wahr. Wir, das Präsidium, haben in den letzten Jahren einige Dinge angestoßen und hoffen viele weitere Impulse geben zu können. Dazu gehören:
Was mich motiviert, ist die Zusammenarbeit mit einem sehr engagierten Präsidiumsteam und der Geschäftsstellenleitung, die nicht nur Ideen einbringen, sondern auch umsetzen. Ich bin überzeugt dass wir so den Verband weiter nach vorne bringen.
Vielen Dank!
Der Beitrag erschien im Rahmen der Serie „40 Jahre Triathlon in Bayern“. Alle Beiträge finden Sie hier.
Foto: private Aufnahme
Roland Knoll: Unermüdlicher Förderer des Triathlonnachwuchses
40 Jahre Triathlon in BayernVerbände und Vereine leben von Menschen, die sich unermüdlich einsetzen, die sich durchsetzen, die Ruhe bewahren, wenn es einmal hoch hergeht und besonders für die da sind, die sie brauchen – junge Sportlerinnen und Sportler. Nicht selten arbeiten sie ein Leben lang für eine Sache und verfolgen ihre Visionen. Roland Knoll ist einer dieser Menschen. Er ist stets da, unterstützt Athleten in ihrer persönlichen und sportlichen Entwicklung, verhilft zu Bestleistungen und bleibt dabei meist im Hintergrund.
Dem Sport seit 40 Jahren treu
Seit 2004 prägt der Triathlet der ersten Stunde und erfolgreiche Profi-Sportler in den 1990er-Jahren die Nachwuchsarbeit im Triathlonsport mit. Roland Knoll war DTU-Nachwuchs- und U23-Bundestrainer sowie Bundestrainer Elite und engagierte sich stets auch in seiner bayerischen Heimat. In dieser Position trug er zur Entwicklung vieler junger Talente bei und bereitete Athletinnen und Athleten auf nationale und internationale Erfolge vor. Zwischen 2007 und 2013 trainierte er Jan Frodeno, coachte den überragenden Athleten, als er Olympiasieger wurde und Weltmeister mit der Mixed Relay.
Dabei ist Roland Knolls Ansatz in der Nachwuchsförderung umfassend und nachhaltig. Er legt Wert auf eine schrittweise Entwicklung junger Athleten, um Potenzial langfristig auszuschöpfen. Allgemeinsportlich und vielseitig sollte sie sein, die Ausbildung im Schüler- und Jugendalter. Sein Fokus liegt nicht nur auf der Leistung, sondern auch darauf, eine Leidenschaft für den Sport zu entwickeln und den Athleten Werte wie Disziplin, Teamarbeit und Fairness zu vermitteln.
Roland Knoll beim Kadertest 2024
Dass dieser Ansatz wirkt, zeigte die Zusammenarbeit mit seiner Tochter Anabel Knoll, die unter seiner Anleitung zur erfolgreichen Triathletin avancierte. Sie nahm an den Olympischen Spielen 2021 in Tokio teil und erreichte dort in der Mixed-Staffel einen starken sechsten Platz. Lange betreute er die Elite-Gruppe im Bayerischen Triathlon-Verband. Seit Oktober 2024 ist Roland Knoll für die Sichtungsgruppe zuständig und widmet sich damit noch mehr der Förderung des Nachwuchssports.
Hallo Roland,
du bist von Beginn an im Triathlon dabei. Wie bist du selbst zum Triathlon gekommen?
Was ist aus deiner Sicht heute der Einstiegspunkt für Nachwuchs?
Dazu muss man verschiedene Zeitpunkte ins Auge fassen. Triathlon versuchen, kann man heute auch als junger Schüler mit 6-7 Jahren. Der Sport hat dann nur noch nichts mit Triathlon als Erstsportart zu tun, und das ist auch gut so.
Bis zum Alter von 13 Jahren sollte der Fokus auf einer allgemeinsportlichen, vielseitigen Ausbildung liegen, bei der Schwimmen sicherlich einen großen Stellenwert hat, aber auch eine turnerische und leichtathletische Ausbildung stattfinden sollte, gepaart mit einer Spielsportart. Weitere Bewegungserfahrungen in (Gleit-)Sportarten wie Eislaufen, Skifahren/-laufen oder Kajak fahren bzw. Rudern sind immer gut. Auch Klettern und Geschicklichkeitssport sind super. Das Motto sollte sein: Einfach alles machen, was Spaß macht! Kinder können auch dann regelmäßig an Wettkämpfen in allen möglichen Sportarten teilnehmen und gerne einige Triathlons machen, trotzdem gilt: Man ist noch kein Triathlet im eigentlichen Sinne. Einzig die „vierte Disziplin“, das Wechseln, kann man schon von Kindesbeinen an üben und perfektionieren, einschließlich dem Auf- und Absteigen vom Rad.
Triathlon als Erstsportart beginnt dann mit 14-16 Jahren. Hier sollte langsam eine gewisse Orientierung eigentlichen Triathlon erfolgen. Wichtig neben der angeführten allgemeinen Ausbildung, ist jetzt schon, dass man eine gewisse Ausdaueraffinität entwickelt hat, und Spaß am Training und an Wettkämpfen hat. Es funktioniert wirklich langfristig nur, wenn beide Dinge gleichermaßen vorhanden sind. Auch muss die Motivation für das regelmäßige und irgendwann zwangsläufig häufige Training von den jungen Menschen selbst kommen, intrinsisch sein. Aber auch die Liebe, sich im Wettkampf mit anderen zu messen und zu kämpfen, muss von den Jugendlichen selbst kommen, wenn sie Triathlon als Leistungssport betreiben wollen.
Mit 17-18 Jahren ist dann ein kompletter Umstieg sinnvoll. Trotzdem kann man weiterhin vielseitig bleiben und Sportarten von früher immer wieder durchführen, wenn auch in kleinerem Ausmaß. Der wirkliche Einstieg in die große Welt des Triathlons beginnt mit dem Wechsel in die U23-Klasse mit 20 Jahren – ab hier wird es interessant. Alle Fertigkeiten und Fähigkeiten müssen gelegt sein und können jetzt zu eine großen Ganzen werden. Dann wird der Sport aber auch sehr, sehr zeitintensiv wird. Drei Sportarten auf hohem Niveau zu betreiben ist am Ende ein(e) Beruf(ung) und oft schwer nebenbei zu bewältigen – darüber muss man sich im Klaren sein, wenn man ganz nach oben will. Manchmal ist es auch sinnvoll einen kleinen Schritt zurückzugehen, eine Ausbildung oder ein Studium zuerst zu beenden und dann den großen Schritt in den Triathlonsport zu wagen.
In den 90er Jahren wurde, wenn es um Training und Material geht, viel probiert, getestet, behalten oder verworfen. Was hat sich aus deiner Sicht besonders in der Förderung des Nachwuchses bewährt?
Bewährt haben sich Dinge, wie fast ganzjährige Nachwuchscup-Veranstaltungen der Landesverbände, Jugendmaßnahmen des Verbandes, in denen Sport, Spaß und Soziales miteinander verbunden werden, regelmäßige Vereinsmaßnahmen und die Aus- und Weiterbildung der Trainer und Übungsleiter in allen Leistungsbereichen.
Es braucht viel Kommunikation zwischen Verband, Vereinen, Athleten, Trainern und Eltern.
Ein großer Stützpunkt in einem Landesverband hilft sicherlich auch weitere Schritte konsequenter und auch leichter voranzutreiben, hat auch das eine oder andere Mal mit Geld zu tun. Ganz wichtig ist es außerdem, ehemalige (Kader-)Athleten für die Nachwuchs- und Trainerarbeit zu gewinnen und zu motivieren!
Was möchtest du im Sport noch erreichen?
Vielen Dank, Roland!
Der Beitrag erschien im Rahmen der Serie „40 Jahre Triathlon in Bayern“. Alle Beiträge finden Sie hier.
Fotos: The group movement und Guntram Rudolph
Neue TriPoints bekommen Material für kreative Trainingsreize
TriPointDie TriPoints im Bayerischen Triathlon-Verband e.V. bilden ein starkes Netzwerk zwischen bayerischen Triathlon-Vereinen und -Abteilungen und dem Nachwuchs- und Nachwuchsleistungssport im Verband. Gemeinsam soll ein außergewöhnliches, ganzheitliches und nachhaltiges Fördersystem im Nachwuchssport geschaffen werden. Acht neue TriPoints erhielten in den letzten Tagen eine Material-Box, die den Trainerinnen und Trainern vor Ort ein vielfältiges und kreatives Trainingsangebot erleichtern soll.
Hütchen, Bälle, Hürden, Springseile und zahlreiche verschiedene Bälle. Leuchtend buntes Material findet sich auf der Box, die mit einem individuellen TriPoint-Aufkleber des Vereins gekennzeichnet ist.
Einer der neu ausgezeichneten Vereine ist der SV Bayreuth. Die Tri Kids Vereins trafen sich am Wochenende, wie jeden Sonntag, mit ihrem Lauftrainer Michael Doege zum gemeinsamen Training. Die neue Box wurde dort gleich bestaunt und ausgepackt. „Dank der tollen Trainingstools wird das Training auf jeden Fall nicht langweilig“, lautet der Tenor der Gruppe. „Vielen Dank an den BTV für die tolle Kiste, die allen Sportlern viel Spaß bereitet!“, meint das Trainer-Team.
Gleichzeitig möchte der neue TriPoint sportbegeisterte Kinder einladen, die Lust auf Bewegung und Sport haben – auch bei Wind und Wetter. Die Tri Kids des SV Bayreuth schwimmen zwei bis dreimal wöchentlich und treffen sich einmal pro Woche zum Lauftraining. Bei Interesse können sich Erziehungsberechtigte unter triathlon@svbayreuth.de melden. Weitere Vereine, die schwerpunktmäßig auch Nachwuchsförderung betreiben finden sich unter triathlonbayern.de/tripoints/
Foto: SV Bayreuth
Franz Pretzl: Sprachrohr für den Triathlon in der Oberpfalz
40 Jahre Triathlon in BayernFranz Pretzl fand bereits in den 80er Jahren zum Triathlonsport. Zunächst waren es die ersten Wiesen- und Dorftriathlons, die dem Sportbegeisterten Herausforderung boten. Bald jedoch begann die Leidenschaft ihn in die Welt zu ziehen. „Ein Pionier der Multisport-Bewegung! Alles gemacht! Alles Erlebt!“, schreibt Tom Kerner, der heute viel mit seinem ehemaligen Trainer Franz Pretzl unterwegs ist und mit ihm jetzt als Trainergespann beim TV Burglengenfeld zusammenarbeitet.
Erster Trainingstag des Para Kaders des Bayerischen Triathlon-Verbandes
ParatriathlonVon links nach rechts :
Elena (Guide), Tim Wolf (Guide), Michelle Wagner, Julian Winter, Sarah Steinke und Valentin Hanzer
Bei herrlichem Sonnenschein lernten sich Aktive und Trainer bei einer lockeren Laufeinheit kennen. Anschließen ging es in die Turnhalle, wo ein Athletiktraining absolviert wurde. Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es in die Schwimmhalle. Auf der 50m Bahn des Langwasserbades bot Trainerin Julia Fankel eine 90-minütige Schwimmeinheit.
„Wir haben sie Spitzen-Bedingungen in Nürnberg sehr genossen“, freute sich die Landestrainerin. „Es war ein wirklich gelungener erster kleiner Lehrgang und wir alle schauen positiv auf 2025 und hoffen, dass wir dann mehrere Lehrgänge durchführen können.“
Fotos: Michael Lapp
Landestrainerin Para Triathlon Julia Fankel: „Ideen für gute Inklusion gibt es viele“
40 Jahre Triathlon in Bayern, ParatriathlonDer Bayerische Triathlon-Verband e.V. setzt sich aktiv für die Förderung von Para Triathlon ein – sowohl im Breitensport als auch im Leistungssport. Für Einsteigerinnen und Einsteiger organisiert der BTV zum Beispiel Schnupper- und Inklusionstage sowie offene Trainingsmaßnahmen. Diese Angebote schaffen einen barrierefreien Zugang zum Triathlonsport und ermöglichen Menschen mit Behinderung, die Vielfalt des Sports in einem sicheren und unterstützenden Umfeld zu erleben. Auch im Spitzensport engagiert sich der BTV. Mit dem Landeskader Para bietet der Verband talentierten Athletinnen und Athleten gezielte Fördermöglichkeiten und professionelle Unterstützung, um ihre sportlichen Ziele zu erreichen und den Para Triathlon in Bayern auf höchstem Niveau zu entwickeln. Egal, ob ambitioniert oder neugierig – der BTV lädt alle ein, Teil der inklusiven Triathlon-Community zu werden!
Als Ansprechpartnerin steht seit Oktober Landestrainerin Julia Fankel zur Verfügung. Sie ist in 40 Jahren Triathlon die erste Landestrainerin im Para-Bereich. Wie es dazu kam, haben wir sie gefragt. Julia Fankel war selbst als Schwimmerin aktiv und hat es in Rheinland-Pfalz zu Landesmeisterschaftstiteln geschafft und an Deutschen Jahrgangsmeisterschaften teilgenommen. Sie ist jetzt immer noch in ihrer Freizeit täglich sportlich aktiv. „Sport und Bewegung ist für mich unverzichtbar“, sagt sie. „Ich gehe Schwimmen, Laufen und Radfahren, alleine oder mit der Familie.“
Meine Jugendtrainerin brachte mich auf die Idee und half mir dabei im Bereich Para Schwimmen unterzukommen.
Was sind besondere Erfahrungen, die du im Trainer-Job gemacht hast? Wie beeinflussen sie dich heute?
Zu vielen Sportlern pflege ich noch heute Kontakt und besonders freut es mich, dass ich es geschafft habe, ihnen mit auf den Weg zu geben, dass Sport ein wichtiger Bestandteil im Leben ist. Mit vielen Athleten, die inzwischen erwachsen sind, treffe ich mich heute noch zum gemeinsamen Sport. Sie beeinflussen mich nach wie vor insofern, als es mein Ziel ist, ihnen etwas für das weitere Leben mitzugeben. Mir macht es einfach Spaß die Entwicklung von Menschen zu erleben, sportlich aber auch menschlich.
Was sind deine Ziele als Landestrainerin Para Triathlon?
Ich möchte Nachwuchs finden, ein gemeinsames Team formen, das als Team zusammenhält, individuelle Ziele mit einzelnen Triathleten erreichen (national und international), regelmäßige Lehrgänge und Trainingslager veranstalten, mit den Para Sportlern gemeinsam Kinder suchen und Veranstaltungen ins Leben rufen, die eingeschränkte Kinder für den Sport begeistern. Daneben liegen mir die Gründung eines Stützpunktes und inklusives Arbeiten mit den olympischen Sportlern am Herzen. Die Liste ist lang, Ideen gibt es viele, kleine und große. Wichtig ist mir auch die Beteiligung der Sportler an der Umsetzung. So will ich mich mit ihnen zusammensetzen, um mit ihnen zu besprechen, was sie sich wünschen und vorstellen.
Was würdest du Sport-Bayern wünschen, wen es um Inklusion geht?
Flexible, offene Vereine, die bereit sind, Kinder mit Handicap sofort aufzunehmen und versuchen, sie in den Trainingsbetrieb zu integrieren. Leider ist das nicht immer der Fall. Ich freue mich auf den Weg, der ansteht, und hoffe, dass wir in Zukunft ein Vorbild für andere Bundesländer sein können und Triathlon als junge Sportart auch für Kinder attraktiv gestalten können.
Der Beitrag erschien im Rahmen der Serie „40 Jahre Triathlon in Bayern“. Alle Beiträge finden Sie hier.
Fotos: private Aufnahmen
Ein Leben voller Triathlon: Dr. Rudolf Puhe und seine Leidenschaft für den Ausdauersport
40 Jahre Triathlon in BayernErst kürzlich konnte Rudolf Puhe bei der Agegroup Weltmeisterschaft in Torremolinos, Spanien erneut einen Erfolg feiern: Auf der Sprintdistanz erreichte er in der Altersklasse 75-79 den 2. Platz. „Zum Abschluss Vizeweltmeister“ titelte die Lokalzeitung zum Karriereende des Burghausener nach 41 Jahren. Mit 75 Jahren blickt der ehemalige Chemiker auf eine beeindruckende Karriere im Ausdauersport zurück, die geprägt ist von Innovation, Reisen und einem unermüdlichen Kampfgeist.
Der Beginn einer Leidenschaft
Dr. Rudolf Puhe zog 1977, frisch promoviert und voller Tatendrang, in die bayerische Sportstadt Burghausen. Ursprünglich lockten ihn die Berge und die Nähe zu den Skigebieten, doch aus einem leidenschaftlichen Skifahrer wurde bald ein begeisterter Skilangläufer und später ein Triathlet. „Das lange Chemiestudium ließ kaum Zeit für regelmäßigen Sport“, erinnert er sich. Doch die Wochenenden in den Alpen und die Teilnahme an Langlaufmarathons wie dem Wasalauf in Schweden (1986) legten den Grundstein für seine beeindruckende Ausdauer.
Der entscheidende Wendepunkt kam 1983, als er beim ersten München-Marathon an den Start ging. „Mit nur wenigen Laufkilometern Vorbereitung habe ich es locker ins Mittelfeld geschafft“, erzählt Puhe. Parallel dazu entdeckte er die sogenannten Ausdauer-Vierkämpfe – eine Art Vorläufer des Triathlons – die Disziplinen wie Skilanglauf, Radfahren, Schwimmen und Crosslauf kombinierten. Diese Events weckten seine Begeisterung für den Triathlon, der sechs Jahre nach dem legendären Ironman auf Hawaii auch in Deutschland Fuß fasste.
Sein erstes Triathlonrennen absolvierte er 1984 beim anspruchsvollen Schluchsee-Triathlon im Schwarzwald in Mittteldistanzlänge. „Die Bedingungen waren brutal: eiskaltes Wasser, Gewitter, Regen – und ich stand nur mit Badehose am Start“, erzählt er schmunzelnd. Trotz eines Pannen-Dramas auf der Radstrecke packte ihn der Triathlon-Virus, der ihn bis heute nicht losgelassen hat. „Die Umstellung vom Brustschwimmer zum Langstrecken-Kraulen hat allerdings etwas gedauert“, gibt er zu.
Gerne erinnert er sich aber auch an die in den Anfangsjahren bestens organisierten Triathlons des TV Landau zurück, die teilweise mit bayrischen Meisterschaften verbunden waren.
Pioniergeist und Innovation
Triathleten sind für ihre Experimentierfreude bekannt, und Dr. Puhe bildet da keine Ausnahme. Obwohl seine berufliche Tätigkeit als leitender Angestellter im Chemiebereich wenig Zeit für Materialtüfteleien ließ, erinnert er sich an ein ganz besonderes technisches Highlight. 1994, bei seinem Start beim Ironman auf Hawaii, tauschte er seine herkömmlichen Laufräder gegen damals neuartige Spinergy-Laufräder mit vier aerodynamischen Speichen. „Diese Räder umgingen das Scheibenradverbot auf Hawaii und waren eine echte Innovation“, erzählt er. Die Spinergy-Räder begleiteten ihn noch jahrelang, bis sie aus Sicherheitsgründen bei Wettkämpfen verboten wurden.
Der Ironman auf Hawaii war für Dr. Puhe ein Meilenstein: 1994 wurde er Vizeweltmeister in der Altersklasse 45-49. „Ich wurde nur von einem sehr schnellen US-Schwimmer geschlagen“, berichtet er stolz. Der Weg nach Hawaii führte damals ausschließlich über den Quelle-Ironman in Roth, dem einzigen Qualifikationswettkampf in Europa. Ein unvergessliches Erlebnis, das den Höhepunkt seiner sportlichen Karriere markiert.
Aber auch in anderen Bereichen probierten Triathleten viel, wie sich Puhe erinnert. Wettkampf-Ernährung, beispielsweise, war in den Anfängen noch ein heikles Experimentierfeld: „Ich habe damals mit zähen, hochkonzentrierten Powerbar-Riegeln ‚verdauungstechnisches Lehrgeld‘ bezahlt und habe in Roth den guten Vorsprung nach starkem Radfahren mehrfach auf ‚dem Örtchen sitzend‘ verloren. Heute kann der Routinier über solche Schwierigkeiten schmunzeln.
Besondere Begegnungen und bewegende Momente
Ein weiteres Highlight war die Begegnung mit Hannes Blaschke, dem ersten Deutschen auf dem Hawaii-Podium und Organisator des Allgäu-Triathlons. „Bei der Siegerehrung in Immenstadt 2018 machte er ein nostalgisches Selfie mit mir – ich trug bewusst meinen alten Pulli mit seinem Logo von 1994“, berichtet Puhe. Für Blaschke eine Erinnerung an seine Anfänge als Triathlet und Reiseveranstalter.
Reisen als Lebenselixier
Die Verbindung von Sport und Reisen ist für Dr. Puhe essenziell. Mit dem Wohnmobil erkundete er Wettkämpfe in ganz Europa – von Frankreich bis Spanien, von den Alpen bis nach Rügen. „Das Motto ‚Der Weg ist das Ziel‘ passt perfekt zu mir“, sagt er. Hawaii blieb sein einziger Übersee-Start, da der Aufwand, das Triathlonrad für Flüge zu zerlegen, enorm war.
Doch es sind nicht nur die großen internationalen Wettkämpfe, die ihn reizen. Oft wählt er gezielt kleinere, aber herausfordernde Veranstaltungen. „Auf Burghausen, meine Wahlheimat, wurde ich oft bei den Siegerehrungen als Altersklassensieger über die Vereinsnennung ‚SV Wacker Burghausen‘ angesprochen. Es ist schön, den Bekanntheitsgrad meiner Stadt auch sportlich zu repräsentieren“, erzählt er.
Das Geheimnis der Langlebigkeit
Auch im hohen Alter lässt Dr. Puhe nicht locker. 2015, mit 66 Jahren, gewann er nach einigen früheren Titeln bei der Deutschen Meisterschaft über die olympische Distanz in Peine trotz orthopädischer Probleme. „Ich bin nur noch hinkend ins Ziel gekommen, aber das Strahlen in meinem Gesicht zeigt, wie glücklich ich war“, erinnert er sich.
Sein Erfolgsgeheimnis? „Eine berg- und ausdauersportaffine Lebenspartnerin, ein sportkundiger Hausarzt und die Freude am Vergleich mit jüngeren Athleten“, fasst er zusammen. Noch mit 67 Jahren ließ er beim Ironman 70.3 auf Rügen zwei Drittel des jüngeren Starterfeldes hinter sich.
Doch mit den Jahren hat er sich durch den orthopädisch bedingten Verschleiß kürzeren Distanzen zugewandt. Die ebenfalls mit einem Vizetitel erfolgreiche Teilnahme an den Europameisterschaften 2023 in Vichy und der Weltmeisterschaft in Torremolinos markierten einen emotionalen Abschluss von 41 Jahren Triathlonsport. „Es war traurig zu sehen, wie in Spanien etliche Athleten in den AKs 75 und älter wegen Zeitüberschreitung trotz massiver Verlängerung der Schwimmstrecke durch sturmbedingtes Abtreiben der Wendebojen gnadenlos sofort aus dem Rennen genommen wurden“, sagt er. Doch die Freude überwiegt: „Es war ein würdiger Abschluss meiner aktiven Wettkampfphase.“
Ein Blick in die Zukunft
Auch wenn die Wettkampfintensität nachlässt, bleibt Dr. Puhe dem Sport treu. „Mit meiner erblichen Veranlagung zu Altersdiabetes muss ich weiterhin in Bewegung bleiben“, erklärt er. Dabei motiviert ihn vor allem der Vergleich mit früheren Zeiten: „Ich analysiere meine Wettkampfzeiten in Excel-Tabellen – das hält den Ehrgeiz wach.“
Dr. Rudolf Puhe ist der Beweis dafür, dass Leidenschaft keine Altersgrenze kennt.
Der Beitrag erschien im Rahmen der Serie „40 Jahre Triathlon in Bayern“. Alle Beiträge finden Sie hier.
Fotos: private Aufnahmen
Meldestart beim Triathlon Ingolstadt am 1. Dezember
VeranstaltungenAm ersten Adventssonntag, dem 1. Dezember 2024, öffnet die Anmeldung für den Audi Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL, der im kommenden Jahr am 1. Juni 2025 ausgetragen wird. Um Punkt 8:00 Uhr wird die Online-Anmeldung freigeschaltet.
Wahl zwischen Mittel-, Olympischer und Sprintdistanz
Das Wettkampfprogramm besteht auch 2025 aus den drei angebotenen Wettkampfdistanzen:
Die Mitteldistanz über 1,9 km Schwimmen, 86 km Radfahren und 20 km Laufen, die vor allem viele Triathletinnen und Triathleten in ihrer Saisonplanung haben, die einen ambitionierten Belastungstest für eine im Sommer geplante Langdistanz suchen. Neben der Olympischen Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) lockt die Sprintdistanz (0,75 km Schwimmen, 20 km Radfahren, 5 km Laufen), die vor allem bei Einsteigern und ambitionierten Nachwuchsathleten beliebt ist.
Die Sprintstaffel ist zurück – ideal für Firmenteams
Beim Sprint wird es bei der 2025er Austragung auf Wunsch wieder eine Staffelkonkurrenz geben, als Ergänzung zu den bewährten Staffeln auf der Olympischen und Mitteldistanz. „Die kurze Sprintdistanz ist für jedes Fitnesslevel geeignet und ideal für Einsteiger, die erstmals echtes Triathlon-Feeling erleben wollen. In der Sprintstaffel wird es zudem eine Firmen-Wertung geben, um als Team noch enger zusammenzurücken und neue Motivation zu schöpfen,“ erklärt Veranstaltungschef Gerhard Budy. Insgesamt stehen über alle Distanzen 2300 Einzelstartplätze und 140 Staffelstartplätze zur Verfügung.
Die Startgebühren sind auch diesmal entsprechend des Meldeeingangs gestaffelt. Auf allen drei Distanzen kommen die ersten 200 Meldungen in den Genuss der günstigsten Meldestufe (Rang A).
Zieleinlauf und After-Race-Bereich wieder im historischen Klenzepark
Keine Änderungen wird es beim bewährten Streckenverlauf geben. Geschwommen wird im Ingolstädter Baggersee, bevor die Radstrecken als Wendepunktkurs in westlicher Richtung verlaufen. Auf der Mittel- und Olympischen Distanz geht es bis kurz vor Neuburg an der Donau, wo noch ein kleiner Rundkurs zu bewältigen ist. Nach dem zweiten Wechsel am Baggersee führt die Laufstrecke entlang der Donau in Richtung Ingolstädter Innenstadt. Hier dürfen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder auf den stimmungsvollen Zieleinlauf im historischen Klenzepark freuen. „Das Gelände mit der großen Wiese lädt zum Verweilen nach den Wettbewerben ein und hat sich als ideal für den After-Race-Bereich erwiesen“, blickt Budy auf die gelungene Premiere bei der hochwasserbedingt in den September verlegten Veranstaltung zurück.
Ein Highlight des Rahmenprogramms wird auch 2025 der Goals for Kids Run sein. 2024 war der Lauf mit 700 Kindern im Alter von 5 bis 12 Jahren komplett ausgebucht. Die Startgelder gehen in voller Höhe an den gemeinnützigen Goals for Kids e.V. Verein, der sich in der Region Ingolstadt für in Not geratene Kinder und Jugendliche einsetzt.
Mehr Infos gibt es auf der Website der Veranstaltung (Link).
Foto: Harald Eggebrecht