Die Wettkampflandschaft in Bayern bietet Triathletinnen und Triathleten die volle Bandbreite an Herausforderungen. Von Angeboten für Einsteiger*innen, über traditionsreiche Veranstaltungen über die Olympische Distanz und die Mitteldistanz, bis hin zur größten Triathlon Langdistanz der Welt, dem Challenge Roth.

Gerade erst konnte Para-Triathlet Martin Schulz seinen zehnten EM Titel in Folge feiern, nun kündigt sich der 32-jährige zweifache Olympiasieger zum Memmert Rothsee Triathlon an. 

Para-Triathlon ist der Teil des Triathlons, in dem Menschen mit Behinderung in verschiedenen Wertungsklassen teilnehmen. Im Fall von Martin Schulz nennt sich die Klasse „PT4 – moderate Beeinträchtigung“. Das bedeutet, dass er eine unterstützende Vorrichtung am Rad nutzen kann, ansonsten aber keine weiteren Hilfsmittel. Martin Schulz fehlt seit Geburt der linke Unterarm. Schon mit sechs kam er zum Schwimmsport, später entwickelte er sich im Triathlon zum Ausnahmesportler und sammelt seither Welt- und Europameistertitel ebenso wie Olympia und zahlreiche weitere Medaillen.

Zu erwarten ist, dass der Sport- und Fitnesskaufmann unter den schnellsten Sportlern der Kurzdistanz aus dem Wasser kommt und auch in der Folge ganz vorne mitmischt. „Ich wollte unbedingt an diesem Wochenende ein Rennen machen. Der Triathlon am Rothsee ist ja sehr bekannt und meistens ist die Konkurrenz dort auch sehr gut, was mir wichtig war. Ich finde die Gegend und den Rothsee sehr schön und die Anreise aus Leipzig ist nicht zu weit!,“ begründet er die Entscheidung. 

Foto: Pitch This GmbH

Die 27. Auflage des Stadttriathlon Erding erwartet Sportler*innen am Sonntag, den 19. Juni 2022. Das Rennen in Oberbayern ist Magnet für Nachwuchssportler*innen ebenso wie für Einsteiger*innen und Ambitionierte. Denn neben den Kinderrennen gibt es eine Volksdistanz, eine Olympische Distanz (1,5 km/ 40 km/ 10 km) und die Bayerischen Altersklassen-Meisterschaften über die Sprintdistanz.

Das Naherholungsgebiet Erding Nord und der Kronthaler Weiher sind Ausgangspunkt für die Wettkämpfe. Eine rasante Wendepunktstrecke wartet in der zweiten Disziplin auf die Startenden, bevor die Laufstrecke hinein in die Innenstadt führt, wo zweifelsohne mit dem belebten Ziel-Areal das Highlight des Tages wartet.

„In diesem Jahr haben wir ein weiteres besonderes Highlight für unsere Athleten, denn sie dürfen das Schwedenlager durchlaufen. Rund alle fünf Jahre spielt die Laienspielgruppe Altenerding den Überfall der Schweden in Erding anno 1642 nach – mitten auf unserer Laufstrecke. Also mussten wir flexibel sein, was für die Läufer letztendlich zu einem einmaligen Erlebnis werden dürfte,“ kündigt Jürgen Feyerabend-Syré, Gesamtkoordinator des Rennens, an.

Anpassung der Strecke für Bayerische Meisterschaft

„Neu ist, dass wir für die Bayerischen Meisterschaften auf der Sprintdistanz die Schwimmstrecke auf 750 Meter verlängert haben. Das ist eine klare Abgrenzung zur Volksdistanz mit 400 Metern und somit eine größere Herausforderung an die Athleten*innen!,“ sagt Martin Schönfelder, Ressortleiter Wechselzone und Teil der Hauptorganisation.

Egal, ob in der BM-Wertung oder nicht, unter allen Finishern wird einer der begehrten Startplätze beim Inferno-Triathlon verlost, denn der Stadttriathlon Erding und Inferno Triathlon Mürren (www.inferno.ch) gehen seit 2018 gemeinsame Wege. „Wir freuen uns sehr, dass uns mit dem Inferno Triathlon in der Schweiz eine dauerhafte Partnerschaft verbindet und wir auch in diesem Jahr einen Gaststarter des Schweizer Triathlons im August zum Warm-up bei uns in Erding beim Stadttriathlon begrüßen können,“ sagt Sirko Papperitz, Geschäftsführer der Trisport Erding Event GmbH.

Die Anmeldung ist noch bis 12. Juni hier möglich.

Foto: Fotografie Riedel

Nur zwei Para-Triathlet*innen fanden ihren Weg zu den Bayerischen Meisterschaften Para-Triathlon im Rahmen des REGIOMED Main Triathlon im Kommunen-Dreieck Altenkunstadt, Burgkunstadt, Weismain. Und doch war das Rennen ein voller Erfolg. Denn die beiden Teilnehmenden erreichten die Ziellinie des Wettkampfes sichtlich begeistert und zeigten eindrucksvoll, dass Triathlon eine Sportart ist, die sich mit (fast) jeder Voraussetzung meistern lässt. Andererseits finishten gemeinsam mit den beiden BM-Teilnehmenden rund 160 weitere Sportler*innen.

Auszeichnung von Helmut Dorsch für seine Verdienste am Triathlonsport

Dass die Veranstaltung nach durchaus schweren und unsicheren Jahren noch existiert, dass gerade ein solch kleines Rennen reizvoll ist und dass dort auch Wertungen zu finden sind, die sonst selten angeboten werden, dafür ist Veranstalter Helmut Dorsch federführend verantwortlich. Dafür und für viele weitere positive Momente im Triathlonsport in Bayern und im Leben von (angehenden) Sportler*innen. 

Eine der herausragenden Qualitäten Helmut Dorschs, so BTV-Präsident Gerd Rucker bei der Auszeichnung, sei seine Fähigkeit Menschen – Sportler*innen, Helfer*innen, Interessierte – zu motivieren. Triathlon Urgestein Gerhard Müller hatte extra zum Anlass sein umfangreiches Archiv durchsucht und hatte das Finisher–Shirt, die Ergebnislisten und einen Zeitungsartikel der allerersten Auflage der Veranstaltung dabei. 

Die Ehrung, die Übergabe des Präsentkorbs und das Umhängen der Medaille nahm Helmut Dorsch gerührt und nahezu sprachlos entgegen. „Die Goldmedaille gebührt nicht mir, sondern genauso all denjenigen, die sich schon seit Jahren mit einsetzen und mich unterstützen“, gibt er die Auszeichnung auch an seine Mitstreiter*innen weiter.

Chris Kolbeck Bayerischer Meister        

Doch zurück zu denen, die an dem Tag sportliche Höchstleistung vollbrachten: Den Titel über die Distanz von 200m Schwimmen, 20km Radfahren und sieben Kilometer Laufen sicherte sich Chris Kohlbeck vom TV Burglengenfeld in 1:36:36. Neben ihm war Para-Sportlerin Susanne Böhme (PS Karlsruhe Triathlon) am Start, die in 2:07:20 finishte.

Das Kurzdistanz-Rennen gewannen Anna-Lena Klee (TSV Mellrichstadt) und Tom Hug (SV Bayreuth). Den ersten Platz im Jedermann Rennen holten Luna Sommerfeld als eine der jüngsten Teilnehmerinnen  und Patrick Kilian (Tristar Regensburg) .

Alle Ergebnisse des Rennens finden Sie hier.

Fotos: Stefan Leidenberger

Seit 2001 gibt es den Triathlon im Kommunaldreieck Burgkurstadt – Altenkurstadt – Weismain. Zwei Jahre lang musste das Rennen nun pausieren, doch dieses Jahr präsentiert Organisator Helmut Dorsch mit seinem Team die zwanzigste Ausgabe des oberfränkischen Wettkampfs. Gemeinsam mit dem Orga Team des TV Strössendorf steht er in den letzten Zügen der Vorbereitung zur Jubiläumsveranstaltung, die auch die Bayerischen Meisterschaften im Para-Triathlon präsentiert.

Würdigung für besondere Verdienste im Triathlonsport

Im Rahmen des Events wird Helmut Dorsch auch für seine Verdienste am Triathlon-Sport durch BTV-Präsidenten Gerd Rucker und Bezirksvorsitzenden Stefan Leidenberger ausgezeichnet.

„Ich kenne Helmut seit etwa zehn Jahren als sehr engagierten Veranstalter und Organisator des Triathlon in Altenkunstadt“, blickt Gerd Rucker zurück. „Viele Bemerkenswerte Momente zeichnen unsere Zusammenarbeit seither aus: Nach dem Aus des Kulmbacher Triathlon 2017 sprang Helmut als Orgaleiter ein und organisierte den „Kapuziner Alkoholfrei Triathlon“ am Trebgaster See mit neuer Radstrecke. Gleichzeitig war diese Veranstaltung der Startschuss für ein weiteres Rennen der 2. Bundesliga Süd in Bayern. Die Verantwortlichen der DTU waren begeistert von dem Rennen, sodass man bis heute dort Halt macht. Als Kommentator für Liga-Wettkämpfe und verschiede Bayerische Meisterschaften fiel mir Helmut immer wieder als Triathlon Experte auf. Zu würdigen ist auch sein Engagement im Behindertensport.“

Die Ehrung erfolgt vor dem Start am Pfingstsonntag.

Was motiviert Menschen wie Helmut Dorsch zu solch außergewöhnlichem Engagement? Wir haben nachgefragt!

Hallo Helmut,

es war, wie für viele andere Rennen, eine lange Durststrecke bis zum Re-Start. Du kannst mit Deinem Team gleich mehrfach motiviert rangehen. Neben dem Jubiläum feiert ihr eine Neuauflage mit neuem Hauptsponsor. Was verbindet euch und wie kamt ihr zusammen?

Der Kontakt kam eigentlich über mehrere Personen Zustande. Dann waren es noch ein paar nette Gespräche mit der Geschäftsführung von REGIOMED und jetzt sind wir Partner.

Auf ein Volksdistanzrennen über 0,5 km Schwimmen, 20 km Radfahren und sieben Kilometer Laufen, eine Olympische Distanz und die seltene Para-Triathlon-Wertung dürfen sich Teilnehmende und Zuschauende am Sonntag, den 5. Juni freuen. Worauf freust Du dich besonders?

Erst einmal, dass wieder Triathlon im Kommunendreieck Burgkunstadt, Altenkunstadt, Weismain möglich ist und dass wieder viele nette engagierte Menschen an diesem Tag zusammen kommen!

Mit der Para-Triathlon-Wertung, die in diesem Jahr Bayerische Meisterschaft ist, habt ihr seit Jahren ein außergewöhnliches Angebot im Programm. Warum bereichert diese Wertung das Event?

Para-Sport, in welchem Bereich auch immer, sollte überall eine Bedeutung finden. Das ist ein Teil unserer Gesellschaft und eine wichtige Botschaft!

Seit 20 Jahren findet euer Rennen am Pfingstsonntag statt. Schwimmen im Weismain, radeln auf einem selektiven Rundkurs, Zieleinlauf mit Musik auf dem Marktplatz. Seit Anbeginn bist Du Orga-Leiter. Worauf blickst du besonders stolz zurück? 

Auf viele tolle Veranstaltungen mit vielen netten Menschen ob Wettkämpfer*innen oder Zuschauer*innen und ganz besonders auf die unzähligen helfenden Hände, die uns seit 20 Jahren begleiten und verbinden.

Was nehmt ihr euch als Orga-Team für die nächsten Jahre vor und welche Projekte möchtet ihr im Rahmen des Rennens gerne noch umsetzen?

Den Triathlonsport weiterhin als Breitensport zu etablieren und die Gesundheit eines jeden Einzelnen damit zu fördern.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg!

2.700 Triathletinnen und Triathleten aus über 30 Nationen gehen beim Audi Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL am Sonntag, 29. Mai 2022, über die drei angebotenen Distanzen (Mittel-, Olympisch, Sprint) an den Start. Auf der Mitteldistanz über 1,9 km Schwimmen, 80 km Radfahren und 20,9 km Laufen werden zudem die Deutschen Meistertitel in der Elite und in den Altersklassen vergeben.

Nach der kompletten Corona-Absage 2020 und der coronabedingten Terminverschiebung im Vorjahr, ist das Rennen nun am angestammten Termin zum Saisonstart zurück. Zudem dürfen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sowie die Fans auf viel Neues freuen. Die Radstrecke führt erstmals in die Ingolstädter Innenstadt und wird zusammen mit der bereits im Vorjahr neu gestalteten Laufstrecke und dem umfangreichen Rahmenprogramm für ein neues Stimmungsnest sorgen. „Es war immer mein Ziel mit dem Triathlon Ingolstadt die Innenstadt wiederzubeleben,“ sagt Veranstaltungschef Gerhard Budy. Neu ist auch das umfangreiche Nachhaltigkeitskonzept, dass zusammen mit dem Institut für angewandte Nachhaltigkeit (inas) entwickelt wurde.

Kann Simon Huckestein seinen Vorjahressieg wiederholen?

Neu werden am Sonntag auch die Gesichter der deutschen Mitteldistanz-Meisterin und des deutschen Mitteldistanz-Meisters sein, da die DM-Titelverteidiger des Vorjahres (die DM fand 2021 in Heilbronn statt) nicht dabei sind. Dabei ist mit Simon Huckestein (raceextract Racing Team) aber der Ingolstadt-Vorjahressieger über die Mitteldistanz. Der Hesse zählt auch diesmal zu den Mitfavoriten. Allerdings ist die Konkurrenz stark besetzt. Jens Frommhold (Triathlon Potsdam), Fabian Reuter (TuS Griesheim), Per van Vlerken (LC Dübener Heide), Niclas Bock (RSC Kempten) und Finn Große-Freese (SV Bayreuth) wollen allesamt im Fight ums DM-Podium mitmischen. Im Rennen um den Gesamtsieg könnte auch der Deutsch-Schweizer Tom Hug (SV Bayreuth), der Anfang Mai zu Vorbereitung an gleicher Stelle den Ingolstädter Halbmarathon gewann, miteingreifen.

Bei den Frauen zählen Franzi Reng (Soprema Team TSV Mannheim), die im Vorjahr in Ingolstadt als Mitteldistanz-Zweite bereits auf dem Podium stand, Laura Chacon (Eintracht Frankfurt) und Maya Betz (SC Ostheim/Röhn), Zehnte der Challenge Roth 2021, zum Kreis der Topfavoriten auf den DM-Titel in der Eliteklasse. Im Fight um den Gesamtsieg dürfte auch Magda Nieuwoudt (Team Sirus Europe) gute Chancen haben. Die Südafrikanerin, die von der dreimaligen Ingolstadt-Siegerin Yvonne van Vlerken trainiert wird, stand in diesem Jahr als Dritte bereits auf dem Podium des Ironman South Africa.

10.125 km Anreise: Triathlon-Pionier aus Ecuador mit dabei

Eine besondere Geschichte bringt Nelson Bolívar Vásquez Reyes mit, der eigens aus Ecuador zum Triathlon nach Ingolstadt kommt, verbunden mit dem Besuch seines hier lebenden Sohnes. Der 60-jährige zählt in Ecuador zu den echten Triathlon-Pionieren und bestreitet seit über 30 Jahren Triathlon-Rennen. 2008 überlebte er im Vorfeld eines Triathlons auf den Galápagos-Inseln sogar einen Hai-Angriff. In Ingolstadt will Vasquez Reyes ein gutes Rennen abliefern und einmal mehr seinem Grundsatz -„das Leben ist zum Leben da“ – folgen.

Wettkampf-Zeitplan

Samstag, 28.05.: 
15:00 Uhr LadiesRUN über 5 km um den Ingolstädter Baggersee, mit Einlauf im Triathlonziel.

Sonntag:

08:00 Uhr: Start Mitteldistanz mit DM – Blockstarts alle 5 min

10:30 Uhr: Start Olympische Distanz – Blockstarts alle 5 min

12:00 Uhr: Start Sprintdistanz – Blockstarts alle 5 min

Weitere Informationen gibt es auf der Website des Triathlon Ingolstadt.

Fotos: Harald Eggebrecht

Die Triathlon-Abteilung der TuS Feuchtwangen stellt seit 2013 das Rennen über 0,5 km Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen auf die Beine. Neben der Volksdistanz gibt es seit 2017 ein Swim&Run Kinderrennen, bei dem es mehr um Spaß, als um Platzierungen geht – jeder ist Gewinner. Alljährlich treffen sich hier außerdem die sportlichsten Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, um das schnellste Oberhaupt zu suchen. 2022 siegt Wolfgang Desel, Sigrid Reinfelder wird als einzige Bürgermeisterin Gesamtdritte.

Mit knapp 150 Starterinnen und Startern gehört der Wettkampf sicherlich zu den familiären Veranstaltungen in Bayern. Das Eventgelände findet sich im schön gelegenen und großen Naturfreibad, in dem Teilnehmende auch nach absolvierten Distanzen gerne verweilen. Den Tagessieg im Sprint holten sich Christian Dürr (TV Ochsenfurt) und Claudia Mai (CIS Amberg). Im Meisterschaftsrennen der Bürgermeister konnte Wolfgang Desel, 1. Bürgermeister der Gemeinde Strullendorf in Oberfranken, in 01:25:06 den Titel erringen. Zweiter wurde Michael Begrab von der Gemeinde Lisberg in 01:26:09. Als einzige weibliche Teilnehmerin wurde Sigrid Reinfelder Gesamtdritte in 01:30:05.

von links nach rechts: Helmut Bauz (Gemeinde Büchenbach) / Jonas Merzbacher (Gemeinde Gundelsheim) / Michael Bergrab (Gemeinde Lisberg) / Wolfgang Desel (Gemeinde Strullendorf) / Sigrid Reinfelder (Gemeinde Breitengrüßbach) / Karl Breitenbücher (3. BGM Bad Neustadt a.d. Saale) 

Insgesamt nahmen an der Meisterschaft sechs Gemeindeoberhäupter teil. Der einzige mittelfränkische Teilnehmer war aus Büchenbach bei Roth, 1. Bürgermeister Helmut Bauz. Bei allen bisherigen Bürgermeister-Meisterschaften war bisher 3. Bürgermeister Karl Breitenbücher aus Bad Neustadt a.d. Saale am Start. Er konnte in seiner Altersklasse (Triathlon-Gesamtwertung) einen dritten Platz erreichen. 

Fotos: TUS Feuchtwangen

Ein Event ganz im Zeichen des Nachwuchssports: Der Cross-Duathlon in Deining bot den Bayerischen Meisterschaften Schüler/ Jugend/ Junioren am gestrigen Samstag einen perfekten Rahmen. Die Stimmung am Sportplatz war eine ganz Besondere: während es für die Bambinis um den Spaß an der Bewegung ging, merkte man den älteren Sportler*innen schon die Anspannung im Kampf um die Titel an. Sie alle – egal ob groß oder klein – wurden von den Betreuenden, Eltern und Freunden des Sports beklatscht und angefeuert. „Ein rundum gelungenes Event“, freute sich Veranstaltervertreterin Christine Waitz.

Das Team rund um Harry Kaunz hatte sich für den Nachwuchs wie immer ins Zeug gelegt: Jede*r bekam ein schönes Startersäckchen, eine Cross-Strecke mit eigens gebauten Hindernissen brachte technischen Anspruch in den Kurs rund um den Sportplatz und ein Helfer*innen-Team war für jedes noch so kleine Problem der Nachwuchssportler*innen da. Die familiäre und ausgelassene Stimmung zeichnete den Wettkampf aus. Natürlich aber auch die Rennen um die Titel: Neben den Bayerischen Meisterschaften wurden die schnellsten Oberpfälzer*innen, die Landkreismeister*innen und Gemeindemeister*innen gesucht. Kein Wunder, dass der heimische FC Deining den Großteil der Startenden stellte.

Bei den Schüler*innen A waren Anita Blersch (TSV Brannenburg) und Joel Westphal (TSV Harburg) siegreich. In der Jugend B setzten sich Josefine Mendler (TSV Zirndorf) und Moritz Kaunz (1. FC Deining) durch. Theresa Beraus (1. FC Deining) und Ludwig Sigl (TV Burglengenfeld) wurden Bayerische Meister*in in der Jugend A. Die Klasse der Ältesten an diesem Tag, der Junioren, entschieden Lena Gömmel (TSV Zirndorf) und Michael Fuchs (TV Burglengenfeld) für sich.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

Der Start in eine reguläre Triathlon-Saison wurde von vielen schwäbischen Triathletinnen und Triathleten, aber auch Gästen, mit Vorfreude erwartet. Zum Auftakt fanden gleich zwei Rennen am 15. Mai statt: im Waldbad Günzburg wurden der 6. Günzburger Alkoholfrei Cross Triathlon und der 4. Günzburger AOK Kinder- und Jugendtriathlon ausgetragen. Zeitgleich fand andernorts der 1. Wemdinger Waldsee Triathlon statt.

Doppelter Triathlon-Spaß in Günzburg

Zwei verschiedene Wettkämpfe gab es in Günzburg. Bei herrlichem Sonnenschein begaben sich 153 Teilnehmer auf die Cross-Triathlon-Distanz von 400 m Schwimmen, 20 km Radfahren und fünf km Laufen. 

Kampfrichter*innen beim Triathlon Günzburg

Bei den Frauen erreichte Susanne Hafner von der TG Augsburg mit einer Gesamtzeit von 01:16:08.97 den ersten Platz vor Sandra Schwally von Mack Team SF Dornstadt (01:22:42.24) und Julia Strobel (01:25:23.19). Den Gesamtsieg der Männer eroberte Swen Lorenz, TSG Söflingen, mit einer Gesamtzeit von 01:10:10.95. Christian Mangold vom Cubestore Lindenberg sicherte sich mit 01:11:13.60 den zweiten Platz vor Thomas Lehner von Bike& More mit 01:13:28.06.
Der Bezirk Schwaben stellte sechs Kampfrichter um allen Teilnehmenden einen fairen und sicheren Wettkampf zu ermöglichen.

Am Kinder- und Jugendtriathlon nahmen 33 Schüler*innen und Jugendliche teil. Die jüngste Teilnehmerin feierte erst am Vortag ihren sechsten Geburtstag. Zahlreiche Helfer*innen unterstützten diesen Wettkampf und sorgten für einen reibungslosen Ablauf.

Erstauflage in Wemding

Die LG Märchenwald/TSV Wemding veranstaltete in diesem Jahr erstmals einen Sprinttriathlon mit 94 Startenden. Siegerin war Theresa Griesbach von der LG Warching. Bei den Herren behauptete sich Lukas Stengel, der sich bis kurz vor der Ziellinie einen Kampf mit seinem Bruder Jonas lieferte. Beide starten für Arriba Göppersdorf. „Die Erstauflage war gut organisiert und verlief bestens,“ berichtet der Bezirksvorsitzende Stefan Rothmeier.

Der neue Partner des Datev Challenge Roth, die Techniker Krankenkasse, wird künftig den Athletinnen und Athleten sowie allen Triathlonfans in der Rennwoche und im ganzen Jahr vielfältige Angebote rund um das Thema Gesundheit näherbringen.

Zum Start der Partnerschaft bietet die Techniker bereits am 31. Mai allen Interessierten ein kostenloses Webinar zum Thema Motivation an. Referent ist kein geringerer als Andreas Niedrig. Der Zugang ist offen für alle. Passend zum Thema Motivation wird im Webinar sogar noch einer der heiß begehrten Staffelplätze für drei Personen für das längst ausverkaufte Rennen verlost. Im Rahmen der Rennwoche bietet die TK allen Besucherinnen und Besuchern in Roth Bike-Coaching, Bike-Fitting, eine aufregende VR-Experience und vieles mehr.

Partnerschaft für Gesundheit

„Zwei Jahre Coronapandemie und mehr Homeoffice haben den Alltag von vielen bewegungsärmer gemacht. Jede und jeder Dritte klagt in einer Umfrage mittlerweile über Verspannungen, Rücken- oder Kopfschmerzen“, sagt Thomas Aderhold, Leiter Kundenservice der TK Nürnberg. „Deshalb wollen wir mit Spaß die Menschen wieder zu mehr gesundheitsfördernder Bewegung motivieren. Damit reduzieren wir gleichzeitig das Risiko für Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislaufbeschwerden oder Übergewicht.“

Renndirektor Felix Walchshöfer zeigt sich begeistert über den Mehrwert, den die neue Partnerschaft mit sich bringt: „Für unsere Athletinnen und Athleten, aber auch für Helferinnen, Helfer oder Zuschauer bietet die Partnerschaft mit der TK unglaublich viel. Ob zum Thema Ernährung, Bewegung oder Verletzungsprävention: Die Techniker schafft viele Angebote, die wir bis dato überhaupt nicht abdecken können, die sich aber für unsere Community sehr lohnen können. Das macht diese Zusammenarbeit ungemein wertvoll, weswegen wir uns sehr freuen, dass wir mit der TK einen Partner gefunden haben, mit dem wir über lange Zeit zusammenarbeiten können.“

Foto: Christoph Raithel

Bei strahlendem Sonnenschein fand am vergangenen Wochenende, 14./15. Mai, nach zwei Jahren coronabedingter Pause der MainCityRun in neuem Gewand als Doppelveranstaltung mit dem neu ins Leben gerufenem MainCityTriathlon statt. 

MainCityRun mobilisiert kleine und große Sportler

Das neue Veranstaltungsgelände am Schweinfurter Baggersee lockte 1600 Teilnehmer an, davon 690 Schülerinnen und Schüler, die sich zum Teil im Klassenverband mit ihren Lehrern auf den Weg machten. Aufgeregt und hochmotiviert gingen die Kinder an den Start, kämpften und verausgabten sich und konnten so stolz auf ihre Leistung sein. Am Nachmittag ging es auf dem Veranstaltungsgelände etwas ruhiger zu, als die etwa 650 Läuferinnen und Läufer auf den 5,4 km, 10 km und 21 km langen Stecken im Schwebheimer Wäldchen unterwegs waren.  

ZF MainCityTriathlon bereits in erster Auflage ein Erfolg

Der einzige Triathlon über die Olympische Distanz im Mai lockte sogar zwei Sportlerinnen aus der Schweiz an den Schweinfurter Baggersee. Dass sich die Reise gelohnt hat, erfuhr man nicht nur von den beiden Schweizerinnen, sondern man sah es in den vielen zufriedenen Gesichtern der Sportler und den hervorragenden Resultaten. Nach 1.500 m Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen kam der Sieger Hannes Butters vom SC Delphin Ingolstadt aus dem Perspektivteam Erdinger Alkoholfrei schon nach 1:49:43 h ins Ziel. Nach nur 16:60 min kam er aus dem Wasser und war damit rund drei Minuten schneller als der Gesamtzweite Kilian Bauer vom SV Wacker Burghausen. Die Siegerin bei den Frauen, Sarah Schönfelder, benötigte für die Gesamtdistanz kaum 14 min mehr als Hannes Butter und gewann mit 2:03:42 h vor Anna-Lena Klee vom TSV Mellrichstadt.

Die Olympische Distanz absolvierten 153 Athletinnen und Athleten, und bei der Jedermann-Distanz waren es 154. Unter ihnen waren auch einige Gelegenheitstriathleten und Sportlerinnen und Sportler, die zum ersten Mal an einem Triathlon teilnahmen. Auch hier wurden bemerkenswerte Leistungen erzielt. So startete der blinde Sportler Wolfgang Tremer vom ZF Team Inklusion zusammen mit seinem Begleiter Matthias Diemer. Matthias übernahm das Schwimmen und begleitete Wolfgang auf dem Rad und beim Laufen. Zusammen kamen sie nach 1:30:34 h ins Ziel.  Gewonnen haben Paul Weigand vom ESV Gemünden bei den Männern mit 0:57:14 h und Denise Hiemann bei den Frauen mit 1:07:19 h.

Gelungenes Zusammenspiel der Helfer und Organisatoren

Das Orga-Team von der Abteilung Laufen Triathlon der TG 48 Schweinfurt um Abteilungsleiter David Kiesel ist nach der gewaltigen Teamleistung an diesem aufregenden und anstrengenden Wochenende sehr zufrieden und bedankt sich ganz herzlich bei allen Beteiligten. An beiden Tagen waren jeweils etwa 200 ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Dazu gehören Mitglieder und Freunde der TG 48, Freiwillige Feuerwehren aus dem Landkreis und das THW. Sie, die zahlreichen Sponsoren, die Rettungsdienste von Wasserwacht und BRK, sowie die Mitarbeiter in den Verwaltungen von Stadt und Landkreis unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Sebastian Remelé und Landrat Florian Töpper machten dieses größte Sportereignis in Schweinfurt und Umgebung möglich.

Text: Elke Huhn; Bilder: Benno Vollert, Christina Appel