Das Ressort Sportentwicklung kümmert sich um Belange des Breitensports.
Dabei geht es neben der Interessenvertretung für Vereine und den Paratriathlon auch darum, aktuelle Fragen von Prävention und Gesundheit, Gleichstellung, Folgen des demographischen Wandels und Herausforderungen der Integration und des Umweltschutzes zu beantworten.

Der Para-Kader des Bayerischen Triathlon-Verbands absolvierte in Bayreuth einen intensiven Trainingsblock. Unter der Leitung von Trainerin Julia Fankel standen dabei nicht nur umfangreiche Einheiten, sondern vor allem auch gezielte Maßnahmen zur individuellen Leistungsentwicklung im Mittelpunkt.

Bei guten äußeren Bedingungen wurde zum Auftakt eine fordernde Radeinheit über 78 Kilometer durch die fränkische Landschaft und das Wiesenttal absolviert. Im Anschluss ging es für die Athletinnen und Athleten noch ins Wasser, sodass ein abwechslungsreicher und anspruchsvoller Trainingstag erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Auch der darauffolgende Tag war voll: Zunächst stand eine Laufeinheit mit Laktatmessungen auf dem Programm, die wichtige Erkenntnisse zur Belastungssteuerung lieferte. Direkt im Anschluss sollte eigentlich eine weitere Radeinheit folgen, das April-Wetter machte diesem Plan jedoch einen Strich durch die Rechnung. Auch, wenn es dann nicht auf’s Rad ging, wurde es so noch einmal nass. Die Alternative war nämlich eine weitere Schwimmeinheit.

Unterstützt wurde der Lehrgang von workhouse endurance. Mit vor Ort war Lukas Scherl, der die Gruppe begleitete, die Radstrecken auswählte und die leistungsdiagnostischen Tests im Laufbereich durchführte. Die Kombination aus praxisorientiertem Training und fundierter Diagnostik bot für alle Beteiligten einen deutlichen Mehrwert – vor allem mit Blick auf die individuelle Trainingsplanung in den kommenden Wochen.

Mit dabei in Bayreuth waren unter anderem Michelle Wagner mit Guide Hannah Rossmann, Sarah Steinke, Lukas Reißig, Lars Konek, Annalena Tank sowie Lasse Hasselbring mit Guide Timm Spörlein. Zudem wurde die Trainingsgruppe durch Gastathletin Lena Herrmann ergänzt.

Foto: Julia Fankel

Im Rahmen der Multisport-Veranstaltung „Die Finals“ werden vom 23. bis 26. Juli in Hannover in 25 Sportarten die nationalen Meisterinnen und Meister ermittelt. Doch nur eine Disziplin bietet Breitensportlerinnen und -sportlern die Möglichkeit, auf denselben Streckenabschnitten und Wettkampfstätten anzutreten wie die Elite: der Triathlon. Die Anmeldung für das Amateurrennen und die DM Sprintdistanz der Altersklassen startet am 15. April 2026.

Teilnehmende des Sprint Triathlons Steinhuder Meer können am Samstag, 25. Juli, zwischen dem Einzelrennen (750 m Schwimmen, 18 km Radfahren, 5 km Laufen) und einer Sprintstaffel wählen, bei der jeweils ein Teammitglied eine der drei Disziplinen absolviert. Ambitionierte Starterinnen und Starter können am Sonntag, 26. Juli, zudem bei den DTU Deutschen Meisterschaften Sprintdistanz der Altersklassen selbst um nationale Titel kämpfen. Voraussetzung ist der Besitz eines gültigen Startpasses der Deutschen Triathlon Union (DTU) sowie die deutsche Staatsbürgerschaft.

Geschwommen wird im Steinhuder Meer, bevor die Strecke auf einem abwechslungsreichen Radkurs entlang des Ufers des Steinhuder Meers führt – bis zum Hagenburger Kanal und durch das Naturschutzgebiet zurück in Richtung Altenhagen. Anschließend geht es weiter nach Wunstorf und durch den Ort Steinhude wieder zu den Strandterrassen. Die Laufstrecke verläuft zunächst durch den Ortskern von Steinhude und anschließend entlang der Promenade – ein stimmungsvolles Highlight für Aktive und Zuschauer gleichermaßen, zumal die Amateurinnen und Amateure mit Ausnahme des Naturschutzgebietes und einer etwas größeren Laufrunde auf identischen Strecken wie die Profis unterwegs sind.

DTU Veranstaltungsdirektor Oliver Schiek betont: „Der Triathlon nimmt bei den Finals eine besondere Rolle ein: Keine andere Sportart öffnet ihr Eventformat so konsequent für Amateurinnen und Amateure. Wer hier startet, erlebt den Spirit eines Multisport-Festivals aus nächster Nähe – auf größtenteils denselben Kursen, im selben Setting. Das macht unseren Sport einzigartig.“

Die Amateurrennen finden am Samstag, 25. Juli 2026, im Vorfeld des Eliterennens statt. Am Sonntag, 26. Juli 2026, werden – ebenfalls unmittelbar vor dem Elite-Wettbewerb – die DTU Deutschen Meisterschaften der Altersklassen ausgetragen. Der Start ist jeweils in Wellen zwischen 7:00 bis 7:45 Uhr geplant.

Die Anmeldung für das Triathlon-Highlight in der Region Hannover startet am 15. April 2026. Informationen zu Teilnahmebedingungen und Abläufen stehen hier zur Verfügung. Die Anmeldung ist hier möglich.

Foto: © DTU/Petko Beier

Kaum in die Saison gestartet, wartete in Deutschland schon das erste Highlight auf Sportlerinnen und Sportler. Die Duathlon-Europameisterschaft über die Mitteldistanz (10 km Laufen, 60 km Radfahren, 10 km Laufen) im nordrhein-westfälischen Alsdorf bot nationale und internationale Klasse. Während Merle Brunnée aus Baden-Württemberg ihren EM-Titel in der Elite verteidigen konnte, zeigten im Altersklassen-Rennen die Athletinnen aus dem Freistaat, dass die Form bereits stimmt. Parallel zur EM wurden auch die DM-Titel vergeben.

Comeback für Susanne Sommer nach schwerem Unfall

Ein überzeugendes Rennen lieferte Susanne Sommer ab. In der Altersklasse 65 ließ sie der internationalen Konkurrenz keine Chance und finishte nach 3:37:07 Stunden. Damit geht einer der begehrten EM-Titel direkt nach Bayern. Die Sportlerin der SVG Ruhstorf war als Dritte nach dem ersten Lauf schnell gewechselt, überzeugte mit einer starken Radleistung und ließ sich die so errungene Spitzenposition auch auf dem abschließenden Lauf nicht mehr nehmen. „Nach fast dreijähriger Verletzungspause war ich extrem nervös, weil ich meine Leistungsfähigkeit nicht einschätzen konnte“, berichtet die Erfolgsathletin. „Zwar wusste ich, dass ich auf dem Rad gut bin, aber das Laufen ist einfach noch in der Aufbauphase. So wollte ich beim ersten Lauf keines Falls überziehen, war aber dann doch schneller als gedacht. Ich kam auf Platz drei in die Wechselzone mit knappem Vorsprung auf Vier – das war ok. ‚Meine Zeit kommt in den nächsten 60 Kilometern, hoffentlich‘, dachte ich. Und tatsächlich setzte ich mich bereits nach sieben Kilometern an die Spitze, konnte den Vorsprung aber doch nur marginal ausbauen. Hinter mir gab es einen harten Positionskampf. Der zweite Wechsel war wieder recht gut. Ich hörte in meine Beine hinein – besser als erwartet. Kilometer um Kilometer spulte ich recht gleichmäßig ab, wurde von meinem Mann unterwegs mit den nötigen Informationen versorgt und wusste in der letzten von den vier Laufrunden, dass mir der Sieg nicht mehr zu nehmen ist.
Was für ein Gefühl! Gequält habe ich mich bis zum Schluss, aber es war Genuss pur. So ein Comeback ist ein Traum, nachdem mir nach meinem schweren Radunfall mit zertrümmertem Sprunggelenk und Wirbelbruch eher das Ende meiner sportlichen Laufbahn prophezeit wurde. Aber Aufgeben war keine Option. Meine Motivation liegt wohl genau darin. Und dieses Flair rund um die Wettkämpfe, zu Freunden gewordene Sportler von überall wieder zu sehen, sind für mich etwas ganz Wertvolles.“

In der Altersklasse 25 musste Vanessa Aberham (TSG 08 Roth) nur der Britin Olivia Harrod den Vortritt lassen. Die Athletin aus der Triathlonhochburg Roth bewältigte die selektive Strecke in einer Gesamtzeit von 2:53:20 Stunden. Mit diesem Ergebnis sicherte sie sich nicht nur die Silbermedaille in der Europameisterschaftswertung, sondern kürte sich gleichzeitig zur Deutschen Meisterin ihrer Klasse.

Rita Steger schaffte ebenfalls den Sprung aufs EM-Treppchen. In der AK 40 bis 44 setzte sie sich in einem spannenden Duell um die Bronzemedaille durch. In der DM-Wertung reichte es dann zum vierten Platz für die Athletin des SSV Forchheim.

Die Ergebnisse der bayerischen Starter führt Marco Sahm vom IfA Nonstop Bamberg an. Er holte in der AK 50 bis 54 den Bronzerang und wurde in der DM-Wertung Zweiter.

Im Feld der Elite-Frauen hielt Maja Betz (SC Ostheim) die bayerischen Farben hoch. In einem kleinen aber feinen internationalen Feld belegte sie in 2:51:59 Stunden den fünften Rang.

Während sich der Frühling in Mittelfranken am vergangenen Wochenende eine Auszeit nahm, stand für die bayerischen Para-Triathleten beim BTV Memmert Nachwuchscup in Nürnberg die erste wichtige Standortbestimmung an. Im Rennen um die Bayerische Meisterschaft Para im Swim & Run ging es nicht nur um Zeiten und Platzierungen, sondern vor allem um den aktuellen Leistungsstand nach den Wintermonaten. Dabei erforderten die Bedingungen sowohl in der Schwimmhalle als auch auf der Laufstrecke echtes Stehvermögen.

Bestzeiten und internationale Ambitionen

Michelle Wagner unterstrich ihre Ambitionen für die kommende Saison mit einer deutlichen Leistungssteigerung. Begleitet von ihrer Guidin absolvierte sie die 400 Meter im Becken in 09:54,2 Minuten und ließ auf der 3000-Meter-Laufstrecke eine Zeit von 13:03,9 Minuten folgen. Beide Zeiten sind neue persönliche Bestmarken für die Athletin, die ihren Blick dieses JAhr auch auf internationale Rennen gerichtet hat.

Neue Gesichter und die Rückkehr zur Form

Mit Lukas Reissig präsentierte sich ein neues Gesicht im Para Triathlon. Reissig, der aktuell noch vorläufig klassifiziert ist, zeigte sich mit seinem Debüt (Gesamtzeit 19:38,4) zufrieden. Eine endgültige Einstufung seiner Startklasse wird bei der DACH-Meisterschaft in Schweinfurt erfolgen.

Dass der Weg zurück zur Bestform oft über mentale Hürden führt, zeigte Julian Winter. Nach einem Motivationsloch im Vorfeld präsentierte er sich in Nürnberg frisch motiviert. Das Comeback gibt ihm den nötigen Schwung für die geplanten Starts in Schweinfurt und  Hamburg.

Der Spagat zwischen Alltag und Leistungssport

Die Realität des Amateursports wurde bei Annalena Tank und Sarah Steinke deutlich. Tank, die derzeit durch ihr Referendariat beruflich stark beansprucht ist, konnte ihre Laufleistung zwar stabilisieren, kämpft jedoch aufgrund der zeitlichen Belastung mit Defiziten im Schwimmtraining. Dennoch blickt sie optimistisch auf die Starts in Schweinfurt und Hamburg. Sarah Steinke hingegen trug noch die Folgen einer Schulterverletzung aus ihrem Urlaub mit sich herum. Während das Schwimmen verletzungsbedingt noch nicht auf dem gewohnten Niveau verlief, lieferte sie eine solide Laufleistung ab und konzentriert sich nun ebenfalls auf die Vorbereitung für Schweinfurt.

Gelebte Inklusion

Landestrainerin Para, Julia Fankel, zog trotz der widrigen Temperaturen ein positives Fazit, das über die reinen nackten Zahlen hinausgeht. Besonders die Atmosphäre am Streckenrand hob sie hervor: „Die Akzeptanz innerhalb des gesamten Starterfeldes ist spürbar gewachsen.“ Dass die letzte Läuferin des Feldes vom nachfolgenden Lauf lautstark angefeuert wurde, wertete Fankel als wichtiges Zeichen für den richtigen Weg, den der Verband eingeschlagen hat. Die Para-Sparte wächst weiter; ein weiterer Schwimmer bereitet sich aktuell Schritt für Schritt auf seinen ersten Triathlon-Start vor.

Der nächste Meilenstein für das Team ist der Kaderlehrgang im April in Bayreuth. Gemeinsam mit einer Gaststarterin aus Nordrhein-Westfalen stehen dort Radausfahrten, Lauftests und spezifische Schwimmeinheiten auf dem Programm, um den Grundstein für eine erfolgreiche Freiluftsaison zu legen.

Foto: Julia Fankel

Der Weißhauswald in Trier bot die Kulisse für die diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Crossduathlon, die im Rahmen des 18. Int. X-Duathlon ausgetragen wurden. Während an der Spitze des Gesamtfeldes Linda Detering (1:34:33 Stunden) und Julius Drees (1:22:07 Stunden) die Titel einfuhren, waren die bayerischen Athleten in den Altersklassen-Wertungen erfolgreich.

Reinhard Joas

Das Rennen verlangte den Startern auf den 5 Kilometern Crosslauf, den anschließenden 23,2 Kilometern auf dem Mountainbike und dem finalen 2,5-Kilometer-Lauf alles ab. Besonders in den erfahrenen Klassen finden sich Sportler aus bayerischen Vereinen an der Spitze.
Reinhard Joas von den Herrieder Aquathleten sicherte sich in der Klasse M75 souverän den deutschen Meistertitel. „Damit war ich zufrieden, zumal durch das schlechte Wetter im Vorfeld schwierige Trainingsbedingungen herrschten und ich das Radtraining oftmals auf die Rolle und das Lauftraining auf dem Laufband absolvieren musste.“ Mit einer Endzeit von 2:24:03 Stunden bewies der Senior dennoch einmal mehr seine Ausdauer auf dem Mountainbike und den anspruchsvollen Laufstrecken.

Endlich Gold!

Ebenfalls ganz oben auf dem Podium stand Thomas Blum vom TV 1860 Immenstadt. Er holte sich den Titel in der M60 mit einer Zeit von 1:46:42 Stunden und fasste das Rennen so zusammen: „Nach einem zweiten und dritten Platz in den vergangenen Jahren sollte es dieses Mal endlich mit dem Titel in der AK 60 klappen. Schon beim Start habe ich gemerkt, dass die Form stimmt. Auf dem Rad konnte ich das Tempo in den vier Runden stetig steigern, und der abschließende Lauf verging wie im Flug. Ein tolles Gefühl, im Ziel zu stehen und zu wissen: Es hat gereicht! Ein großes Lob an den Veranstalter für die super Stimmung und die perfekte Organisation.“

Auch der Nachwuchs aus dem Freistaat zeigte sich gut in Form. In der hart umkämpften M20 sicherte sich Ludwig Sigl vom TV Burglengenfeld 1875 e.V. den dritten Platz. Nach 1:36:49 Stunden überquerte er die Ziellinie und komplettierte damit das bayerische Erfolgsergebnis in Trier.

Alle Ergebnisse des Rennens sind hier zu finden.

Foto: DTU/Ingo Kutsche

Während sich die meisten Triathleten hierzulande auf die ersten Radausfahrten im Freien vorbereiten, ging es für eine kleine bayerische Delegation am vergangenen Wochenende noch einmal in den Winter. Im italienischen Padola, auf 1.200 Metern Höhe in den Belluneser Dolomiten gelegen, suchten die Wintertriathleten ihre Weltmeister. Für die Sportlerinnen und Sportler aus dem Bayerischen Triathlon-Verband wurde die Reise nach Venetien zu einem vollen Erfolg: Ein guter Teil der 14 deutschen Medaillen ging auf das Konto der Athletinnen und Athleten aus dem Freistaat.

Elite-Bronze für das bayerische Duo

Das Highlight aus bayerischer Sicht lieferten Lorena Erl und Sebastian Neef im 2×2-Mixed-Relay-Wettbewerb. Das Duo bewies auf dem anspruchsvollen Kurs aus Laufen, Mountainbiken und Skilanglauf Nervenstärke. Nach 1:08:25 Stunden sicherten sie sich hinter den Teams aus Italien und der Slowakei die Bronzemedaille.

Besonders bemerkenswert: Sebastian Neef, der eigentlich nach der XTERRA-WM im vergangenen Herbst seinen Rückzug aus dem Elite-Sport angekündigt hatte, gab für dieses Event noch einmal alles und bewies mit Rang sechs im Einzel sowie dem Staffel-Edelmetall, dass er dem Sport treu bleibt. Er resümiert nach dem Rennen: „Dass ich mich ohne Druck und Plan vorbereitet habe, war mein größter Vorteil. Nach zwölf Jahren im Leistungssport habe ich gelernt, auf mein Körpergefühl zu hören. Mit der Medaille in dieser Multisportart schließt sich für mich nun auch ein Kreis: Ich habe nun in der Elite sowohl im Straßen- als auch im Cross- und Wintertriathlon Medaillen bei Meisterschaften geholt. Darauf bin ich stolz – so kann man guten Gewissens einen Gang zurückschalten… was auch immer das bei mir genau heißt, wird sich dann dieses Jahr zeigen.“

Auch Lorena Erl bestätigte ihre Form mit einem starken fünften Platz im Einzelrennen, bei dem sie nur knapp an den Medaillenrängen vorbeischrammte. Michael Fuchs rundete das gute Abschneiden der bayerischen Elite mit einem sechsten Platz in der U23-Wertung (18. Gesamtrang) ab.

Starke Rennen in den Altersklassen

In den Agegroup-Rennen waren die bayerischen Starterinnen und Starter ebenfalls erfolgreich. Die Strecken in der Region Val Comelico verlangten den Teilnehmern technisch alles ab – insbesondere die MTB-Passagen auf festgetretenem Schnee und die schnellen Skating-Runden forderten volle Konzentration.

Gertrud Härer (AK 65–69) und Wolfgang Leonhard (AK 70–74) zeigten sich in bester Form und sicherten sich gleich doppeltes Gold: Beide gewannen sowohl im Wintertriathlon als auch im Winterduathlon ihre Altersklassen souverän. Erfolgsgarantin Claudia Bregulla-Linke (AK 55–59), sicherte sich den Weltmeistertitel im Duathlon und steuerte im Triathlon mit Bronze eine weitere Medaille bei.

Für die Athleten geht es nun mit reichlich Rückenwind in die Vorbereitung auf die Sommersaison – die Medaillen aus den Dolomiten dürften dabei für die nötige Motivation sorgen.

Die Ergebnisse der Rennen finden Sie hier.

Foto: Franz Pretzl

Der Bayerische Triathlon-Verband setzt sich aktiv für Nachhaltigkeit im Sport ein und unterstützt Veranstalterinnen und Veranstalter mit einem speziellen Leitfaden, der praxisnahe Empfehlungen für umweltfreundliche Events bietet. Dabei stehen zentrale Themen wie Mobilität, Materialauswahl, Catering und Abfallmanagement im Fokus, um Veranstaltungen ressourcenschonend und zukunftsorientiert zu gestalten.

Ein besonderes Angebot des BTV ist das Nachhaltigkeits-Label, das an Veranstaltungen vergeben wird, die sich durch ein nachhaltiges Konzept auszeichnen. Interessierte können eine Checkliste ausfüllen, die verschiedene Kriterien umfasst, darunter die Förderung klimafreundlicher An- und Abreise, die Nutzung wiederverwendbarer Materialien oder die Bereitstellung von regionalen und vegetarischen Speisen. Das Label dient Sportlerinnen und Sportlern als Orientierung und stärkt zugleich die positive Außenwirkung der Events.

14 Veranstaltungen bereits ausgezeichnet

Nachhaltigkeitslabel des BTV

Das Nachhaltigkeitslabel des BTV

Bereits 14 Triathlonveranstaltungen in Bayern wurden mit dem Label ausgezeichnet. Der IfA Nonstop Bamberg Triathlon überzeugte mit kurzen Wegen zwischen den Veranstaltungsorten und dem konsequenten Einsatz wiederverwendbarer Materialien. Der traditionsreiche Wörthsee-Triathlon bewies, dass nachhaltige Konzepte und langjährige Event-Geschichte sich nicht ausschließen. Beim Triathlon Ingolstadt wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandte Nachhaltigkeit ein umfangreiches Konzept zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks entwickelt.

Der BTV ruft alle Veranstalterinnen und Veranstalter dazu auf, sich um das Nachhaltigkeits-Label zu bewerben und ein Zeichen für nachhaltige Sportveranstaltungen zu setzen. Der Leitfaden sowie die Checkliste stehen auf der BTV-Website zum Download bereit. Mit dem Nachhaltigkeits-Label bietet der Bayerische Triathlon-Verband eine wertvolle Orientierungshilfe für umweltfreundliche Events und setzt damit ein klares Zeichen für eine nachhaltige Zukunft im Sport.

Kontakt für Rückfragen:
Tim Feuerlein
Beauftragter für Sportentwicklung
E-Mail: sportentwicklung@triathlonbayern.de
Mobil: 0152 31 98 85 89

Der Startschuss für das Sportjahr ist auch beim Para Kader des Bayerischen Triathlon-Verbandes gefallen: Das Team traf sich am vergangenen Wochenende in Nürnberg zur ersten gemeinsamen Trainingsmaßnahme des Jahres. Unter der Leitung von Para-Landestrainerin Julia Fankel legten die Athletinnen und Athleten mit Fokus auf technischem Feinschliff und neuen Reizen im Athletikbereich den Grundstein für eine spannende Saison.

Auch wenn die Grippewelle vor dem Kader nicht Halt machte und das Team krankheitsbedingt etwas kleiner ausfiel als ursprünglich geplant, tat dies der Motivation der Anwesenden keinen Abbruch. Im Gegenteil: Die intensive Betreuung in der kleineren Gruppe ermöglichte eine besonders individuelle Arbeit an den sportlichen Grundlagen.

Fokus im Wasser und auf athletischer Vielseitigkeit

Unter den wachsamen Augen von Julia Fankel stand vor allem das Element Wasser im Mittelpunkt. Insgesamt drei Schwimmeinheiten absolvierten die Athletinnen und Athleten im Nürnberger Becken. Dabei ging es nicht nur um das Sammeln von Kilometern, sondern vor allem um die technische Präzision. Gerade im Para-Sport, wo individuelle körperliche Voraussetzungen maßgeschneiderte Lösungen erfordern, ist diese Arbeit essenziell.

Doch Triathlon besteht nicht nur aus Ausdauer. Um die Belastungen der kommenden Monate verletzungsfrei und leistungsstark bewältigen zu können, setzte Julia Fankel gezielte Schwerpunkte im Bereich der Kräftigung. In den Athletik-Sessions wurden „neue Reize“ gesetzt. Ergänzt wurde das Programm durch Grundlagenarbeit im Laufen, bei der das Team trotz der winterlichen Temperaturen die Basis für diese Disziplin legte.

Den Blick nach vorne gerichtet: Bayreuth und Schweinfurt im Visier

„Es ist wichtig, früh im Jahr zusammenzukommen, um den Teamgeist zu stärken und die Marschroute für die kommenden Monate festzulegen“, resümierte die Landestrainerin zufrieden. Der Lehrgang in Nürnberg war dabei erst der Auftakt einer strukturierten Vorbereitung.

Die Planung für das Frühjahr steht bereits: Im April zieht es den Kader zu einer weiteren Trainingsmaßnahme nach Bayreuth. Dort wird der Fokus auf dem Radfahren liegen, um nach den Wintermonaten auf der Rolle endlich wieder die nötige Sicherheit und Druck auf die Pedale im Freien zu gewinnen.

Ein besonderes Highlight wartet zudem kurz vor den DACH-Meisterschaften in Schweinfurt: Hier plant der Verband einen gezielten Trainingstag zum Thema Wechseltraining. Da im Para-Triathlon der reibungslose Ablauf in der Wechselzone – oft unter Einsatz von Prothesen oder speziellen Hilfsmitteln – über wichtige Sekunden entscheiden kann, soll dieser Tag den Athleten die nötige Routine und Gelassenheit geben.

Werde Teil des Teams!

Der bayerische Para-Triathlon wächst. Wer selbst eine körperliche Beeinträchtigung hat und den Sport ausprobieren möchte, egal ob Einsteiger oder ambitionierter Sportler, ist herzlich eingeladen, sich zu melden. Der BTV bietet ein starkes Netzwerk, kompetente Trainer und eine Gemeinschaft, in der Inklusion und sportliche Leidenschaft Hand in Hand gehen.

Interessierte können sich jederzeit direkt beim Verband melden, um Informationen zu den kommenden Maßnahmen und Einstiegsmöglichkeiten zu erhalten.

Der Bayerische Triathlon-Verband (BTV) lädt alle Mitgliedsvereine ein, sich für die Förderung von Community-Events 2026 zu bewerben. Die Initiative bietet die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Triathlon-Begeisterten das Vereinsleben zu stärken, den Sport weiterzuentwickeln und die bayerische Triathlon-Community nachhaltig zu fördern.

Was sind Community-Events?

Community-Events sollen Menschen zusammenbringen, die Leidenschaft für den Triathlon wecken und Vereinsstrukturen stärken. Egal ob ihr neue Mitglieder gewinnen möchtet, bestehende Athlet*innen motivieren oder spezielle Zielgruppen ansprechen wollt – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die Events können so vielfältig sein wie die Vereine selbst: von Schnuppertagen über Trainingsevents bis hin zu innovativen Formaten, die das Gemeinschaftsgefühl in den Mittelpunkt stellen.

Spezielle Community-Events:

  1. Förderung von Vereins-Kooperationen: Wenn ihr zusammen mit einem oder mehreren anderen Vereinen ein Community-Event organisiert, könnt ihr die doppelte Fördersumme beantragen! Das soll nicht nur größere Events ermöglichen, sondern auch den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Vereinen fördern. Nutzt die Chance, eure Kräfte zu bündeln und gemeinsam etwas Einzigartiges für eure Region zu schaffen!
  2. Pro-Events für ambitionierte Athlet*innen Neben den klassischen Community-Events, die sich an Neulinge und Einsteiger*innen richten, gibt es die Community Pro-Events. Diese richten sich speziell an routinierte und ambitionierte Triathlet*innen, die sich fortbilden und weiterentwickeln möchten. Hier sind Events gefragt, die gezielt auf die Bedürfnisse fortgeschrittener Athlet*innen eingehen, z. B.:
    • Technik- und Leistungsschulungen (z. B. Kraultechnik, Radtraining)
    • Workshops zu Ernährung, Trainingsplanung oder Wettkampfstrategien
    • Info-Tage zu Themen wie Sportpsychologie oder Verletzungsprävention Maximal die Hälfte der Fördersumme des BTV kann für Community Pro-Events aufgewandt werden.

Was bietet der BTV?

Der Bayerische Triathlon-Verband unterstützt euch mit finanziellen Mitteln, Fachwissen und der passenden Plattform, um eure Ideen erfolgreich umzusetzen.

  • Fördersummen: Die Höhe der Unterstützung orientiert sich an euren Projektzielen und dem Umfang eures Events. Maximal können pro Verein/ Jahr 500€ Fördergelder beantragt werden
  • Beratung und Begleitung: Der BTV steht euch bei der Planung und einigen organisatorischen Grundelementen (zB. Anmeldung) zur Seite.
  • Vernetzung: Nutzt die Gelegenheit, euch mit anderen Vereinen und Akteur*innen in der Triathlon-Community auszutauschen.

So funktioniert die Beantragung

  1. Informieren: Alle Details zu den Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten findet ihr auf der Website unter BTV Community-Events.
  2. Planen: Entwickelt eine kreative Idee für ein Community-Event oder Pro-Event. Überlegt, wie ihr möglichst viele Menschen ansprechen oder neue Zielgruppen einbinden könnt.
  3. Beantragen: Reicht euren Antrag rechtzeitig ein und beschreibt darin, was ihr vorhabt und welche Unterstützung ihr benötigt.

Warum mitmachen?

Community-Events sind eine einzigartige Gelegenheit, um:

  • die Begeisterung für Triathlon in eurer Region zu steigern,
  • eure Vereinsarbeit sichtbarer zu machen,
  • neue Mitglieder zu gewinnen und bestehende Athlet*innen zu motivieren,
  • die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen zu stärken,
  • und das bayerische Triathlon-Jahr 2025 gemeinsam mitzugestalten.

Jetzt Infos lesen und beantragen unter BTV Community-Events.

Ein Industriegebiet irgendwo in Město Touškov, Tschechien. Kein großes Firmenschild, kein Schaufenster, das sofort verrät, was sich hier verbirgt. Was von außen unscheinbar wirkt, entpuppt sich hinter den Mauern als die Fahrradmanufaktur Duratec. Präsident Gerd Rucker und Vizepräsident Leistungssport Thomas Burger mussten ein paar Schritte mehr gehen und sehr genau hinschauen, bevor sie sicher waren: Hier sind sie richtig, um die neuen Tandems des BTV in Empfang zu nehmen.

Die beiden Räder, die anschließend ihren Weg nach Nürnberg antreten sollten, sind echte Maßanfertigungen – handmade und custom made, exakt abgestimmt auf ihre künftigen Einsatzzwecke. Bei Duratec wird gebaut, geschweißt und angepasst, alles in Handarbeit und jedes Stück ein Unikat. Entsprechend verlief auch die Übergabe: persönlich, herzlich und ganz im Sinne der Manufaktur.

Para Triathlon noch besser fördern

Angeschafft wurden die beiden Rennrad-Tandems, um interessierten Menschen mit Beeinträchtigung einen offenen und unkomplizierten Zugang zum Triathlonsport zu ermöglichen und ihnen die Chance zu geben, diese Sportart aktiv und gemeinschaftlich zu erleben. Ein Exemplar wird zunächst leihweise an den blinden Athleten Julian Winter aus Nürnberg übergeben, der damit künftig im Training und bei Wettkämpfen unterwegs sein wird. Das zweite Rad steht für Trainingsangebote sowie Schnuppermaßnahmen bereit, damit Menschen mit Einschränkungen den Einstieg in den Triathlonsport ausprobieren können.

Ermöglicht wurde die Anschaffung durch engagierte Förderer: Das erste Rad konnte mit Unterstützung von Aktion Mensch realisiert werden, das zweite mithilfe der Zukunftsstiftung der Sparkasse Nürnberg. Dafür sagen wir an dieser Stelle herzlichen Dank. Mit den neuen Tandems erweitert Triathlon Bayern seine Möglichkeiten, die Para-Sport-Förderung weiter auszubauen.