Das Ressort Sportentwicklung kümmert sich um Belange des Breitensports.
Dabei geht es neben der Interessenvertretung für Vereine und den Paratriathlon auch darum, aktuelle Fragen von Prävention und Gesundheit, Gleichstellung, Folgen des demographischen Wandels und Herausforderungen der Integration und des Umweltschutzes zu beantworten.

Bei der Deutschen Meisterschaft im Duathlon Sprint in Halle stellten sich Athleten aus ganz Deutschland dem kurzen aber intensiven Rennen über 5 km Laufen, 21 km Radfahren und 3 km Laufen. Aus bayerischer Sicht gab es mehrere erfreuliche Ergebnisse: Insgesamt vier Altersklassensiege, ein zweiter und zwei dritte Plätze sprangen im Altersklassenrennen heraus.

Erfolgreicher DM Debütant Ben Czirnich

Florian Puchta (IfL-Hof) überzeugte mit einem starken Wettkampf und sicherte sich in der Altersklasse M30 den Sieg. Mit einer konstanten Leistung über alle drei Disziplinen zeigte er eine der besten bayerischen Tagesleistungen. Ebenfalls ganz oben auf dem Podium stand Ben Czirnich (TV Schweinheim), der die Jugendklasse (MJA) für sich entscheiden konnte. Besonders auf der Radstrecke konnte er sich entscheidend positionieren. Im Nachgang resümiert der Nachwuchssportler: „Ich bin sehr zufrieden mit dem gesamten Rennverlauf, weil die Dinge, die ich mir vorgenommen hatte sehr gut geklappt haben. Ich wollte einen kontrollierten ersten Lauf machen, saubere Wechsel hinlegen und unfallfreies Fahren in einer hoffentlich starken Gruppe. Für den abschließenden zweiten Lauf habe ich ein bisschen auf meine Laufstärke gesetzt. Insgesamt bin ich sehr glücklich, dass mein Debüt bei einer Deutschen Meisterschaft dieses tolle Ergebnis gebracht hat.“
Reinhard Joas (Herrieder Aquathleten) gewann bereits zum dritten Mal souverän die Altersklasse M75 und unterstrich damit seine Erfahrung und Ausdauer. Wolfgang Janisch (SV Langenbach) rundete das bayerische Ergebnis mit Rang drei in dieser Altersklasse ab.

Bei den Frauen zeigte harlotte Doseth (SV Würzburg 05) ein herausragendes Rennen und sicherte sich in der Altersklasse AK20 souverän den Deutschen Meistertitel. Mit der starken Gesamtleistung war sie zudem die viertschnellste Athletin des Tages.

Stefan Doseth (SV Würzburg 05) sicherte sich nach 1:14:20 Stunden mit Rang zwei in der Altersklasse M55 die einzige Silbermedaille aus bayerischer Sicht.

Auch in der Altersklasse AK50 gab es Grund zur Freude: Nadine Zidek (Tristar Regensburg) belegte einen starken dritten Platz und erreichte damit den einzigen bayerischen Podiumsrang drei.

Felix Bydkiewski (Team Oberpfalz) zeigte in der Altersklasse M65 eine engagierte Leistung und belegte Rang sieben. Martin Holler (Laufteam Fürth 2010) erreichte in der Altersklasse M55 einen sechsten Platz, Bastian Metz (TV1848 Erlangen) erreichte in der stark besetzten Altersklasse M20 einen soliden achten Platz.

Alle Ergebnisse sind hier zu finden.

Foto: © DTU/Winni Penno

Ein perfekter Tag für die Duathlon-BM: Bei frischen Temperaturen am Morgen und zunehmend angenehmen Bedingungen im Tagesverlauf präsentierte sich der Duathlon in Krailling einmal mehr als früher Formtest mit spannenden Titelkämpfen. Die 32. Auflage des Rennens bot dabei wie so oft hochklassige Leistungen aber auch einige organisatorische Neuerungen. Am Ende feierte die Favoritin Cornelia Griesche einen hauchdünnen Sieg und Titelverteidiger Max Hoffmanns Pläne wurden von Tom Hug durchkreuzt.

Im Frauenrennen entwickelte sich von Beginn an ein spannender Zweikampf an der Spitze. Vanessa Aberham diktierte gleich im ersten Lauf das Tempo und konnte sich zunächst leicht von Cornelia Griesche absetzen. „Anfangs habe ich versucht, Anschluss zu halten, musste sie nach etwa fünf Kilometern aber ziehen lassen und mein eigenes Tempo finden – der Wettkampf war ja noch lang“, schilderte Griesche später.
Auf dem Rad wendete sich dann das Blatt: Mit starker Leistung holte die Athletin des TSV Gaimersheim den Rückstand nach rund zehn Kilometern wieder auf und suchte ihrerseits die Entscheidung. Doch Aberham ließ sich nicht abschütteln. Es entwickelte sich ein  Duell mit mehreren Führungswechseln, das beiden Athletinnen sichtlich Kraft abverlangte. „Die ständigen Antritte kosteten viel Energie, deshalb habe ich mich entschieden, mit etwas Abstand hinter ihr zu bleiben“, so Griesche. Gemeinsam erreichten sie schließlich die zweite Wechselzone.

Frau läuft vor grüner Wiese

Cornelia Griesche erkämpfte sich den Sieg

Auch auf dem abschließenden Lauf blieb das Rennen lange offen. Aberham forcierte erneut das Tempo, Griesche heftete sich an ihre Fersen und hielt den Kontakt. Erst auf dem letzten Kilometer konnte sich Aberham kurz lösen, ehe Griesche auf den finalen Metern noch einmal alles mobilisierte. Mit einem starken Schlussspurt fing sie ihre Konkurrentin tatsächlich noch ab und sicherte sich in 1:57:39 Stunden den Sieg sowie – nach 2023 und 2025 – erneut den Titel der Bayerischen Meisterin. Nur drei Sekunden dahinter lief Aberham (TSG 08 Roth) über die Ziellinie. Rang drei ging an Lokalmatadorin Helen Graf (TV Planegg-Krailling).

„Insgesamt lief das Rennen doch etwas anders, als ich es mir im Vorfeld vorgestellt hatte“, gab die Siegerin im Nachgang zu und ergänzt: „aber wenn man am Ende als erstes die Ziellinie überquert, ist der Rest Nebensache. Zwischenzeitlich hatte ich den Sieg auch nicht mehr für möglich gehalten, aber es ist ein gutes Gefühl, wenn man über seine Grenzen gehen kann und dafür belohnt wird.“

Titelverteidigung wurde durchkreuzt

Titelverteidiger Maximilian Hoffmann ging im Rennen der Männer als einer der Favoriten ins Rennen. Doch schon beim ersten Lauf ließ sich erahnen, dass mit Tom Hug an diesem Tag ein ernsthafter Konkurrent am Start war. Der Profi setzte sich früh an die Spitze und legte gleich zu Beginn mit der schnellsten Laufzeit den Grundstein für seinen späteren Erfolg. Hug dominierte auch auf dem Rad und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Auch im abschließenden Lauf ließ er nichts mehr anbrennen und brachte seinen Vorsprung von am Ende über drei Minuten souverän ins Ziel. Dahinter zeigte Wolfgang Teuchner als schnellster Athlet der Altersklasse M40 eine starke Leistung und lief auf Rang drei der Gesamtwertung.

Sieger und Bayerischer Meister Tom Hug

„Der Duathlon in Krailling war mein erstes Rennen, nachdem ich vor gut einem Jahr einen schweren Radunfall hatte“, berichtet Sieger Tom Hug. „Entsprechend schwierig war es für mich einzuschätzen, wo ich aktuell stehe. Ich habe mir im Vorfeld bewusst nicht zu viel Druck gemacht und wollte das Rennen einfach solide und vor allem schmerzfrei durchbringen – und endlich wieder Wettkampfatmosphäre aufsaugen. Dass mein Comeback letztendlich so gut gelungen ist, macht mich natürlich umso glücklicher. Besonders gefreut hat mich außerdem, so viele bekannte Gesichter am Streckenrand zu sehen. Während meiner Zeit in München habe ich regelmäßig mit dem TV Planegg-Krailling trainiert. Damit hat es sich für mich fast wie ein Heimspiel angefühlt.“

Die Siegerehrung wurde erstmals in die Veranstaltungshalle verlegt und bot ein schönes Ambiente. Ein besonderer Moment war die Ehrung von Konrad Puk, der als ältester Starter des Feldes den Ehrenpreis „Legende des Rennens“ erhielt.

Alle Ergebnisse des Rennens sind hier zu finden.

Altersklassensiegerinnen

AK20: 1. Franziska Seifert (SSV Forchheim)
AK25: 1. Vanessa Aberham (TSG 08 Roth e.V.)
AK30: 1. Cornelia Griesche (TSV Gaimersheim)
AK35: 1. Nadine Reißner (TG Viktoria Augsburg)
AK40: 1. Katrin Esefeld (LG Mettenheim)
AK45: 1. Patricia Popp (MTV Pfaffenhofen)
AK50: 1. Nicole Kufner (SVG Ruhstorf)
AK55: 1. Claudia Bregulla-Linke (SC Riederau)
AK60: 1. Christine Schrenker-Schöpf (TV 1848 Coburg)
AK65: 1. Susanne Sommer (SVG Ruhstorf)

Altersklassensieger

AK18-19: 1. Ferdinand Van Aaken (TV Planegg-Krailling)
AK20: 1. Alexander Rieckmann (ATSV Kirchseeon)
AK25: 1. Tom Hug (SV Grün-Weiß Holzkirchen)
AK30: 1. Maximilian Hoffmann (TSG 08 Roth e.V.)
AK35: 1. Christian Schwarz (LC Buchendorf)
AK40: 1. Wolfgang Teuchner (TuS Fürstenfeldbruck e.V.)
AK45: 1. Christian Jais (TuS Fürstenfeldbruck e.V.)
AK50: 1. Alexander Kirsch (TSV Grünwald)
AK55: 1. Hermann Schmaderer (Schwimmverein Straubing)
AK60: 1. Thomas Blum (TV 1860 Immenstadt)
AK65: 1. Andreas Büttner (TSV Ottobrunn)
AK70: 1. Werner Fendt (RSC Aichach 1977 e.V.)
AK75: 1. Konrad Puk (SV Grün-Weiß Holzkirchen)

Fotos: private Aufnahmen

Der Para-Kader des Bayerischen Triathlon-Verbands absolvierte in Bayreuth einen intensiven Trainingsblock. Unter der Leitung von Trainerin Julia Fankel standen dabei nicht nur umfangreiche Einheiten, sondern vor allem auch gezielte Maßnahmen zur individuellen Leistungsentwicklung im Mittelpunkt.

Bei guten äußeren Bedingungen wurde zum Auftakt eine fordernde Radeinheit über 78 Kilometer durch die fränkische Landschaft und das Wiesenttal absolviert. Im Anschluss ging es für die Athletinnen und Athleten noch ins Wasser, sodass ein abwechslungsreicher und anspruchsvoller Trainingstag erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Auch der darauffolgende Tag war voll: Zunächst stand eine Laufeinheit mit Laktatmessungen auf dem Programm, die wichtige Erkenntnisse zur Belastungssteuerung lieferte. Direkt im Anschluss sollte eigentlich eine weitere Radeinheit folgen, das April-Wetter machte diesem Plan jedoch einen Strich durch die Rechnung. Auch, wenn es dann nicht auf’s Rad ging, wurde es so noch einmal nass. Die Alternative war nämlich eine weitere Schwimmeinheit.

Unterstützt wurde der Lehrgang von workhouse endurance. Mit vor Ort war Lukas Scherl, der die Gruppe begleitete, die Radstrecken auswählte und die leistungsdiagnostischen Tests im Laufbereich durchführte. Die Kombination aus praxisorientiertem Training und fundierter Diagnostik bot für alle Beteiligten einen deutlichen Mehrwert – vor allem mit Blick auf die individuelle Trainingsplanung in den kommenden Wochen.

Mit dabei in Bayreuth waren unter anderem Michelle Wagner mit Guide Hannah Rossmann, Sarah Steinke, Lukas Reißig, Lars Konek, Annalena Tank sowie Lasse Hasselbring mit Guide Timm Spörlein. Zudem wurde die Trainingsgruppe durch Gastathletin Lena Herrmann ergänzt.

Foto: Julia Fankel

Im Rahmen der Multisport-Veranstaltung „Die Finals“ werden vom 23. bis 26. Juli in Hannover in 25 Sportarten die nationalen Meisterinnen und Meister ermittelt. Doch nur eine Disziplin bietet Breitensportlerinnen und -sportlern die Möglichkeit, auf denselben Streckenabschnitten und Wettkampfstätten anzutreten wie die Elite: der Triathlon. Die Anmeldung für das Amateurrennen und die DM Sprintdistanz der Altersklassen startet am 15. April 2026.

Teilnehmende des Sprint Triathlons Steinhuder Meer können am Samstag, 25. Juli, zwischen dem Einzelrennen (750 m Schwimmen, 18 km Radfahren, 5 km Laufen) und einer Sprintstaffel wählen, bei der jeweils ein Teammitglied eine der drei Disziplinen absolviert. Ambitionierte Starterinnen und Starter können am Sonntag, 26. Juli, zudem bei den DTU Deutschen Meisterschaften Sprintdistanz der Altersklassen selbst um nationale Titel kämpfen. Voraussetzung ist der Besitz eines gültigen Startpasses der Deutschen Triathlon Union (DTU) sowie die deutsche Staatsbürgerschaft.

Geschwommen wird im Steinhuder Meer, bevor die Strecke auf einem abwechslungsreichen Radkurs entlang des Ufers des Steinhuder Meers führt – bis zum Hagenburger Kanal und durch das Naturschutzgebiet zurück in Richtung Altenhagen. Anschließend geht es weiter nach Wunstorf und durch den Ort Steinhude wieder zu den Strandterrassen. Die Laufstrecke verläuft zunächst durch den Ortskern von Steinhude und anschließend entlang der Promenade – ein stimmungsvolles Highlight für Aktive und Zuschauer gleichermaßen, zumal die Amateurinnen und Amateure mit Ausnahme des Naturschutzgebietes und einer etwas größeren Laufrunde auf identischen Strecken wie die Profis unterwegs sind.

DTU Veranstaltungsdirektor Oliver Schiek betont: „Der Triathlon nimmt bei den Finals eine besondere Rolle ein: Keine andere Sportart öffnet ihr Eventformat so konsequent für Amateurinnen und Amateure. Wer hier startet, erlebt den Spirit eines Multisport-Festivals aus nächster Nähe – auf größtenteils denselben Kursen, im selben Setting. Das macht unseren Sport einzigartig.“

Die Amateurrennen finden am Samstag, 25. Juli 2026, im Vorfeld des Eliterennens statt. Am Sonntag, 26. Juli 2026, werden – ebenfalls unmittelbar vor dem Elite-Wettbewerb – die DTU Deutschen Meisterschaften der Altersklassen ausgetragen. Der Start ist jeweils in Wellen zwischen 7:00 bis 7:45 Uhr geplant.

Die Anmeldung für das Triathlon-Highlight in der Region Hannover startet am 15. April 2026. Informationen zu Teilnahmebedingungen und Abläufen stehen hier zur Verfügung. Die Anmeldung ist hier möglich.

Foto: © DTU/Petko Beier

Kaum in die Saison gestartet, wartete in Deutschland schon das erste Highlight auf Sportlerinnen und Sportler. Die Duathlon-Europameisterschaft über die Mitteldistanz (10 km Laufen, 60 km Radfahren, 10 km Laufen) im nordrhein-westfälischen Alsdorf bot nationale und internationale Klasse. Während Merle Brunnée aus Baden-Württemberg ihren EM-Titel in der Elite verteidigen konnte, zeigten im Altersklassen-Rennen die Athletinnen aus dem Freistaat, dass die Form bereits stimmt. Parallel zur EM wurden auch die DM-Titel vergeben.

Comeback für Susanne Sommer nach schwerem Unfall

Ein überzeugendes Rennen lieferte Susanne Sommer ab. In der Altersklasse 65 ließ sie der internationalen Konkurrenz keine Chance und finishte nach 3:37:07 Stunden. Damit geht einer der begehrten EM-Titel direkt nach Bayern. Die Sportlerin der SVG Ruhstorf war als Dritte nach dem ersten Lauf schnell gewechselt, überzeugte mit einer starken Radleistung und ließ sich die so errungene Spitzenposition auch auf dem abschließenden Lauf nicht mehr nehmen. „Nach fast dreijähriger Verletzungspause war ich extrem nervös, weil ich meine Leistungsfähigkeit nicht einschätzen konnte“, berichtet die Erfolgsathletin. „Zwar wusste ich, dass ich auf dem Rad gut bin, aber das Laufen ist einfach noch in der Aufbauphase. So wollte ich beim ersten Lauf keines Falls überziehen, war aber dann doch schneller als gedacht. Ich kam auf Platz drei in die Wechselzone mit knappem Vorsprung auf Vier – das war ok. ‚Meine Zeit kommt in den nächsten 60 Kilometern, hoffentlich‘, dachte ich. Und tatsächlich setzte ich mich bereits nach sieben Kilometern an die Spitze, konnte den Vorsprung aber doch nur marginal ausbauen. Hinter mir gab es einen harten Positionskampf. Der zweite Wechsel war wieder recht gut. Ich hörte in meine Beine hinein – besser als erwartet. Kilometer um Kilometer spulte ich recht gleichmäßig ab, wurde von meinem Mann unterwegs mit den nötigen Informationen versorgt und wusste in der letzten von den vier Laufrunden, dass mir der Sieg nicht mehr zu nehmen ist.
Was für ein Gefühl! Gequält habe ich mich bis zum Schluss, aber es war Genuss pur. So ein Comeback ist ein Traum, nachdem mir nach meinem schweren Radunfall mit zertrümmertem Sprunggelenk und Wirbelbruch eher das Ende meiner sportlichen Laufbahn prophezeit wurde. Aber Aufgeben war keine Option. Meine Motivation liegt wohl genau darin. Und dieses Flair rund um die Wettkämpfe, zu Freunden gewordene Sportler von überall wieder zu sehen, sind für mich etwas ganz Wertvolles.“

In der Altersklasse 25 musste Vanessa Aberham (TSG 08 Roth) nur der Britin Olivia Harrod den Vortritt lassen. Die Athletin aus der Triathlonhochburg Roth bewältigte die selektive Strecke in einer Gesamtzeit von 2:53:20 Stunden. Mit diesem Ergebnis sicherte sie sich nicht nur die Silbermedaille in der Europameisterschaftswertung, sondern kürte sich gleichzeitig zur Deutschen Meisterin ihrer Klasse.

Rita Steger schaffte ebenfalls den Sprung aufs EM-Treppchen. In der AK 40 bis 44 setzte sie sich in einem spannenden Duell um die Bronzemedaille durch. In der DM-Wertung reichte es dann zum vierten Platz für die Athletin des SSV Forchheim.

Die Ergebnisse der bayerischen Starter führt Marco Sahm vom IfA Nonstop Bamberg an. Er holte in der AK 50 bis 54 den Bronzerang und wurde in der DM-Wertung Zweiter.

Im Feld der Elite-Frauen hielt Maja Betz (SC Ostheim) die bayerischen Farben hoch. In einem kleinen aber feinen internationalen Feld belegte sie in 2:51:59 Stunden den fünften Rang.

Während sich der Frühling in Mittelfranken am vergangenen Wochenende eine Auszeit nahm, stand für die bayerischen Para-Triathleten beim BTV Memmert Nachwuchscup in Nürnberg die erste wichtige Standortbestimmung an. Im Rennen um die Bayerische Meisterschaft Para im Swim & Run ging es nicht nur um Zeiten und Platzierungen, sondern vor allem um den aktuellen Leistungsstand nach den Wintermonaten. Dabei erforderten die Bedingungen sowohl in der Schwimmhalle als auch auf der Laufstrecke echtes Stehvermögen.

Bestzeiten und internationale Ambitionen

Michelle Wagner unterstrich ihre Ambitionen für die kommende Saison mit einer deutlichen Leistungssteigerung. Begleitet von ihrer Guidin absolvierte sie die 400 Meter im Becken in 09:54,2 Minuten und ließ auf der 3000-Meter-Laufstrecke eine Zeit von 13:03,9 Minuten folgen. Beide Zeiten sind neue persönliche Bestmarken für die Athletin, die ihren Blick dieses JAhr auch auf internationale Rennen gerichtet hat.

Neue Gesichter und die Rückkehr zur Form

Mit Lukas Reissig präsentierte sich ein neues Gesicht im Para Triathlon. Reissig, der aktuell noch vorläufig klassifiziert ist, zeigte sich mit seinem Debüt (Gesamtzeit 19:38,4) zufrieden. Eine endgültige Einstufung seiner Startklasse wird bei der DACH-Meisterschaft in Schweinfurt erfolgen.

Dass der Weg zurück zur Bestform oft über mentale Hürden führt, zeigte Julian Winter. Nach einem Motivationsloch im Vorfeld präsentierte er sich in Nürnberg frisch motiviert. Das Comeback gibt ihm den nötigen Schwung für die geplanten Starts in Schweinfurt und  Hamburg.

Der Spagat zwischen Alltag und Leistungssport

Die Realität des Amateursports wurde bei Annalena Tank und Sarah Steinke deutlich. Tank, die derzeit durch ihr Referendariat beruflich stark beansprucht ist, konnte ihre Laufleistung zwar stabilisieren, kämpft jedoch aufgrund der zeitlichen Belastung mit Defiziten im Schwimmtraining. Dennoch blickt sie optimistisch auf die Starts in Schweinfurt und Hamburg. Sarah Steinke hingegen trug noch die Folgen einer Schulterverletzung aus ihrem Urlaub mit sich herum. Während das Schwimmen verletzungsbedingt noch nicht auf dem gewohnten Niveau verlief, lieferte sie eine solide Laufleistung ab und konzentriert sich nun ebenfalls auf die Vorbereitung für Schweinfurt.

Gelebte Inklusion

Landestrainerin Para, Julia Fankel, zog trotz der widrigen Temperaturen ein positives Fazit, das über die reinen nackten Zahlen hinausgeht. Besonders die Atmosphäre am Streckenrand hob sie hervor: „Die Akzeptanz innerhalb des gesamten Starterfeldes ist spürbar gewachsen.“ Dass die letzte Läuferin des Feldes vom nachfolgenden Lauf lautstark angefeuert wurde, wertete Fankel als wichtiges Zeichen für den richtigen Weg, den der Verband eingeschlagen hat. Die Para-Sparte wächst weiter; ein weiterer Schwimmer bereitet sich aktuell Schritt für Schritt auf seinen ersten Triathlon-Start vor.

Der nächste Meilenstein für das Team ist der Kaderlehrgang im April in Bayreuth. Gemeinsam mit einer Gaststarterin aus Nordrhein-Westfalen stehen dort Radausfahrten, Lauftests und spezifische Schwimmeinheiten auf dem Programm, um den Grundstein für eine erfolgreiche Freiluftsaison zu legen.

Foto: Julia Fankel

Der Weißhauswald in Trier bot die Kulisse für die diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Crossduathlon, die im Rahmen des 18. Int. X-Duathlon ausgetragen wurden. Während an der Spitze des Gesamtfeldes Linda Detering (1:34:33 Stunden) und Julius Drees (1:22:07 Stunden) die Titel einfuhren, waren die bayerischen Athleten in den Altersklassen-Wertungen erfolgreich.

Reinhard Joas

Das Rennen verlangte den Startern auf den 5 Kilometern Crosslauf, den anschließenden 23,2 Kilometern auf dem Mountainbike und dem finalen 2,5-Kilometer-Lauf alles ab. Besonders in den erfahrenen Klassen finden sich Sportler aus bayerischen Vereinen an der Spitze.
Reinhard Joas von den Herrieder Aquathleten sicherte sich in der Klasse M75 souverän den deutschen Meistertitel. „Damit war ich zufrieden, zumal durch das schlechte Wetter im Vorfeld schwierige Trainingsbedingungen herrschten und ich das Radtraining oftmals auf die Rolle und das Lauftraining auf dem Laufband absolvieren musste.“ Mit einer Endzeit von 2:24:03 Stunden bewies der Senior dennoch einmal mehr seine Ausdauer auf dem Mountainbike und den anspruchsvollen Laufstrecken.

Endlich Gold!

Ebenfalls ganz oben auf dem Podium stand Thomas Blum vom TV 1860 Immenstadt. Er holte sich den Titel in der M60 mit einer Zeit von 1:46:42 Stunden und fasste das Rennen so zusammen: „Nach einem zweiten und dritten Platz in den vergangenen Jahren sollte es dieses Mal endlich mit dem Titel in der AK 60 klappen. Schon beim Start habe ich gemerkt, dass die Form stimmt. Auf dem Rad konnte ich das Tempo in den vier Runden stetig steigern, und der abschließende Lauf verging wie im Flug. Ein tolles Gefühl, im Ziel zu stehen und zu wissen: Es hat gereicht! Ein großes Lob an den Veranstalter für die super Stimmung und die perfekte Organisation.“

Auch der Nachwuchs aus dem Freistaat zeigte sich gut in Form. In der hart umkämpften M20 sicherte sich Ludwig Sigl vom TV Burglengenfeld 1875 e.V. den dritten Platz. Nach 1:36:49 Stunden überquerte er die Ziellinie und komplettierte damit das bayerische Erfolgsergebnis in Trier.

Alle Ergebnisse des Rennens sind hier zu finden.

Foto: DTU/Ingo Kutsche

Während sich die meisten Triathleten hierzulande auf die ersten Radausfahrten im Freien vorbereiten, ging es für eine kleine bayerische Delegation am vergangenen Wochenende noch einmal in den Winter. Im italienischen Padola, auf 1.200 Metern Höhe in den Belluneser Dolomiten gelegen, suchten die Wintertriathleten ihre Weltmeister. Für die Sportlerinnen und Sportler aus dem Bayerischen Triathlon-Verband wurde die Reise nach Venetien zu einem vollen Erfolg: Ein guter Teil der 14 deutschen Medaillen ging auf das Konto der Athletinnen und Athleten aus dem Freistaat.

Elite-Bronze für das bayerische Duo

Das Highlight aus bayerischer Sicht lieferten Lorena Erl und Sebastian Neef im 2×2-Mixed-Relay-Wettbewerb. Das Duo bewies auf dem anspruchsvollen Kurs aus Laufen, Mountainbiken und Skilanglauf Nervenstärke. Nach 1:08:25 Stunden sicherten sie sich hinter den Teams aus Italien und der Slowakei die Bronzemedaille.

Besonders bemerkenswert: Sebastian Neef, der eigentlich nach der XTERRA-WM im vergangenen Herbst seinen Rückzug aus dem Elite-Sport angekündigt hatte, gab für dieses Event noch einmal alles und bewies mit Rang sechs im Einzel sowie dem Staffel-Edelmetall, dass er dem Sport treu bleibt. Er resümiert nach dem Rennen: „Dass ich mich ohne Druck und Plan vorbereitet habe, war mein größter Vorteil. Nach zwölf Jahren im Leistungssport habe ich gelernt, auf mein Körpergefühl zu hören. Mit der Medaille in dieser Multisportart schließt sich für mich nun auch ein Kreis: Ich habe nun in der Elite sowohl im Straßen- als auch im Cross- und Wintertriathlon Medaillen bei Meisterschaften geholt. Darauf bin ich stolz – so kann man guten Gewissens einen Gang zurückschalten… was auch immer das bei mir genau heißt, wird sich dann dieses Jahr zeigen.“

Auch Lorena Erl bestätigte ihre Form mit einem starken fünften Platz im Einzelrennen, bei dem sie nur knapp an den Medaillenrängen vorbeischrammte. Michael Fuchs rundete das gute Abschneiden der bayerischen Elite mit einem sechsten Platz in der U23-Wertung (18. Gesamtrang) ab.

Starke Rennen in den Altersklassen

In den Agegroup-Rennen waren die bayerischen Starterinnen und Starter ebenfalls erfolgreich. Die Strecken in der Region Val Comelico verlangten den Teilnehmern technisch alles ab – insbesondere die MTB-Passagen auf festgetretenem Schnee und die schnellen Skating-Runden forderten volle Konzentration.

Gertrud Härer (AK 65–69) und Wolfgang Leonhard (AK 70–74) zeigten sich in bester Form und sicherten sich gleich doppeltes Gold: Beide gewannen sowohl im Wintertriathlon als auch im Winterduathlon ihre Altersklassen souverän. Erfolgsgarantin Claudia Bregulla-Linke (AK 55–59), sicherte sich den Weltmeistertitel im Duathlon und steuerte im Triathlon mit Bronze eine weitere Medaille bei.

Für die Athleten geht es nun mit reichlich Rückenwind in die Vorbereitung auf die Sommersaison – die Medaillen aus den Dolomiten dürften dabei für die nötige Motivation sorgen.

Die Ergebnisse der Rennen finden Sie hier.

Foto: Franz Pretzl

Der Bayerische Triathlon-Verband setzt sich aktiv für Nachhaltigkeit im Sport ein und unterstützt Veranstalterinnen und Veranstalter mit einem speziellen Leitfaden, der praxisnahe Empfehlungen für umweltfreundliche Events bietet. Dabei stehen zentrale Themen wie Mobilität, Materialauswahl, Catering und Abfallmanagement im Fokus, um Veranstaltungen ressourcenschonend und zukunftsorientiert zu gestalten.

Ein besonderes Angebot des BTV ist das Nachhaltigkeits-Label, das an Veranstaltungen vergeben wird, die sich durch ein nachhaltiges Konzept auszeichnen. Interessierte können eine Checkliste ausfüllen, die verschiedene Kriterien umfasst, darunter die Förderung klimafreundlicher An- und Abreise, die Nutzung wiederverwendbarer Materialien oder die Bereitstellung von regionalen und vegetarischen Speisen. Das Label dient Sportlerinnen und Sportlern als Orientierung und stärkt zugleich die positive Außenwirkung der Events.

14 Veranstaltungen bereits ausgezeichnet

Nachhaltigkeitslabel des BTV

Das Nachhaltigkeitslabel des BTV

Bereits 14 Triathlonveranstaltungen in Bayern wurden mit dem Label ausgezeichnet. Der IfA Nonstop Bamberg Triathlon überzeugte mit kurzen Wegen zwischen den Veranstaltungsorten und dem konsequenten Einsatz wiederverwendbarer Materialien. Der traditionsreiche Wörthsee-Triathlon bewies, dass nachhaltige Konzepte und langjährige Event-Geschichte sich nicht ausschließen. Beim Triathlon Ingolstadt wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandte Nachhaltigkeit ein umfangreiches Konzept zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks entwickelt.

Der BTV ruft alle Veranstalterinnen und Veranstalter dazu auf, sich um das Nachhaltigkeits-Label zu bewerben und ein Zeichen für nachhaltige Sportveranstaltungen zu setzen. Der Leitfaden sowie die Checkliste stehen auf der BTV-Website zum Download bereit. Mit dem Nachhaltigkeits-Label bietet der Bayerische Triathlon-Verband eine wertvolle Orientierungshilfe für umweltfreundliche Events und setzt damit ein klares Zeichen für eine nachhaltige Zukunft im Sport.

Kontakt für Rückfragen:
Tim Feuerlein
Beauftragter für Sportentwicklung
E-Mail: sportentwicklung@triathlonbayern.de
Mobil: 0152 31 98 85 89

Der Startschuss für das Sportjahr ist auch beim Para Kader des Bayerischen Triathlon-Verbandes gefallen: Das Team traf sich am vergangenen Wochenende in Nürnberg zur ersten gemeinsamen Trainingsmaßnahme des Jahres. Unter der Leitung von Para-Landestrainerin Julia Fankel legten die Athletinnen und Athleten mit Fokus auf technischem Feinschliff und neuen Reizen im Athletikbereich den Grundstein für eine spannende Saison.

Auch wenn die Grippewelle vor dem Kader nicht Halt machte und das Team krankheitsbedingt etwas kleiner ausfiel als ursprünglich geplant, tat dies der Motivation der Anwesenden keinen Abbruch. Im Gegenteil: Die intensive Betreuung in der kleineren Gruppe ermöglichte eine besonders individuelle Arbeit an den sportlichen Grundlagen.

Fokus im Wasser und auf athletischer Vielseitigkeit

Unter den wachsamen Augen von Julia Fankel stand vor allem das Element Wasser im Mittelpunkt. Insgesamt drei Schwimmeinheiten absolvierten die Athletinnen und Athleten im Nürnberger Becken. Dabei ging es nicht nur um das Sammeln von Kilometern, sondern vor allem um die technische Präzision. Gerade im Para-Sport, wo individuelle körperliche Voraussetzungen maßgeschneiderte Lösungen erfordern, ist diese Arbeit essenziell.

Doch Triathlon besteht nicht nur aus Ausdauer. Um die Belastungen der kommenden Monate verletzungsfrei und leistungsstark bewältigen zu können, setzte Julia Fankel gezielte Schwerpunkte im Bereich der Kräftigung. In den Athletik-Sessions wurden „neue Reize“ gesetzt. Ergänzt wurde das Programm durch Grundlagenarbeit im Laufen, bei der das Team trotz der winterlichen Temperaturen die Basis für diese Disziplin legte.

Den Blick nach vorne gerichtet: Bayreuth und Schweinfurt im Visier

„Es ist wichtig, früh im Jahr zusammenzukommen, um den Teamgeist zu stärken und die Marschroute für die kommenden Monate festzulegen“, resümierte die Landestrainerin zufrieden. Der Lehrgang in Nürnberg war dabei erst der Auftakt einer strukturierten Vorbereitung.

Die Planung für das Frühjahr steht bereits: Im April zieht es den Kader zu einer weiteren Trainingsmaßnahme nach Bayreuth. Dort wird der Fokus auf dem Radfahren liegen, um nach den Wintermonaten auf der Rolle endlich wieder die nötige Sicherheit und Druck auf die Pedale im Freien zu gewinnen.

Ein besonderes Highlight wartet zudem kurz vor den DACH-Meisterschaften in Schweinfurt: Hier plant der Verband einen gezielten Trainingstag zum Thema Wechseltraining. Da im Para-Triathlon der reibungslose Ablauf in der Wechselzone – oft unter Einsatz von Prothesen oder speziellen Hilfsmitteln – über wichtige Sekunden entscheiden kann, soll dieser Tag den Athleten die nötige Routine und Gelassenheit geben.

Werde Teil des Teams!

Der bayerische Para-Triathlon wächst. Wer selbst eine körperliche Beeinträchtigung hat und den Sport ausprobieren möchte, egal ob Einsteiger oder ambitionierter Sportler, ist herzlich eingeladen, sich zu melden. Der BTV bietet ein starkes Netzwerk, kompetente Trainer und eine Gemeinschaft, in der Inklusion und sportliche Leidenschaft Hand in Hand gehen.

Interessierte können sich jederzeit direkt beim Verband melden, um Informationen zu den kommenden Maßnahmen und Einstiegsmöglichkeiten zu erhalten.