Das Ressort Sportentwicklung kümmert sich um Belange des Breitensports.
Dabei geht es neben der Interessenvertretung für Vereine und den Paratriathlon auch darum, aktuelle Fragen von Prävention und Gesundheit, Gleichstellung, Folgen des demographischen Wandels und Herausforderungen der Integration und des Umweltschutzes zu beantworten.

Noch ist es ruhig am Pockinger Baggersee. Das Wasser liegt spiegelglatt, Helfer ziehen letzte Absperrbänder straff und in der Wechselzone stehen die Radständer schon sauber aufgereiht. Noch deutet wenig darauf hin, dass hier bald hunderte Athletinnen und Athleten einen Triathlon-Tag in Angriff nehmen werden. Wenn am Sonntag der Startschuss fällt, werden auf dem Gelände rund um das Pockinger Naturfreibad so viele Starter wie nie zuvor ins Wasser springen. Zudem ist der Triathlon Niederbayern erstmals Gastgeber der Bayerischen Meisterschaft über die Mitteldistanz.

Mit viel Engagement und Liebe zum Detail entwickelten die Organisatoren um Christian Teringl und Ferdinand Frank in den letzten Jahren eine Veranstaltung, die sich schnell einen Namen gemacht hat. Das Rennen, damals die erste Mitteldistanz in Niederbayern, wuchs mit jedem Jahr weiter. Ein familiäres Umfeld, professionelle Organisation und eine Strecke mit viel Tempo, aber auch landschaftlichem Reiz sprechen sich herum.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht am Sonntag natürlich die Mitteldistanz. Spannend verspricht vor allem der Kampf um die Titel zu werden. Die Vorjahressieger Maximilian Hoffmann und Antonia Reich, stehen in diesem Jahr nicht auf der Startliste. Damit ist der Weg frei für zwei neue Bayerische Meister. Ein klarer Favorit ist im Vorfeld weder bei den Männern noch bei den Frauen auszumachen.

 

Neben dem Meisterschaftsrennen stehen Sprint- und Kurzdistanz sowie Staffelwettbewerbe auf dem Programm. Geschwommen wird im Naturbad am Rottal-Stadion, ehe die Radstrecke durch das leicht wellige niederbayerische Umland führt. Sie gilt als schnell, verlangt aber mit ihren ständigen Rhythmuswechseln mehr Aufmerksamkeit, als das Streckenprofil zunächst vermuten lässt. Der abschließende Lauf führt mehrfach durch den Zielbereich. Für die Zuschauer entstehen dadurch immer wieder Begegnungen mit den Athletinnen und Athleten, während diese sich von der Stimmung tragen lassen können – gerade auf den letzten Kilometern ein nicht zu unterschätzender Faktor. Überhaupt lebt der Triathlon Niederbayern von seiner besonderen Atmosphäre. Viele Helferinnen und Helfer stammen aus den örtlichen Vereinen, Familien begleiten die Rennen entlang der Strecke und der Zielbereich entwickelt sich Jahr für Jahr zum Treffpunkt für Aktive und Zuschauer gleichermaßen.

„Wir freuen uns unglaublich darüber, dass so viele Athletinnen und Athleten aus Bayern und darüber hinaus nach Pocking kommen“, meint Organisator Christian Teringl mit Blick auf den neuen Teilnehmerrekord, der erwartet wird. „Für uns ist das eine große Chance, nicht nur einen schönen Wettkampf zu organisieren, sondern die ganze Region mit ihrer Sportbegeisterung, ihrer Gastfreundschaft und ihrer besonderen Lage sichtbar zu machen.“

Fotos: Triathlon Niederbayern

Mit der World Triathlon Para Series (WTPS) machte am Wochenende erstmals die höchste internationale Rennserie im Para Triathlon Station in Deutschland. Bei dem Rennen beim World Triathlon Hamburg gingen auch zwei Athletinnen und Athleten aus Bayern an den Start. Zu Buche standen am Ende ein Podestplatz für Anja Renner und Guide Maria Paulig und eine weitere Top-Fünf-Platzierung für Valentin Hanzer.

Gemeinsam mit ihrer Guide Maria Paulig belegte Anja Renner in der Klasse der sehbeeinträchtigten Athletinnen (PTVI) den zweiten Platz. In 1:05:06 Stunden mussten sich die beiden lediglich der Spanierin Susana Rodriguez geschlagen geben. Damit stand Renner nach ihrem zweiten Platz in Montreal erneut auf dem Podium der World Triathlon Para Series und schloss die diesjährige Rennserie mit einem weiteren starken Ergebnis ab.

Im Ziel zeigte sich die Bayerin entsprechend zufrieden. Vor allem mit Blick auf die unterschiedlichen Startklassen ordnete sie das Rennen so ein: „Ich bin sehr zufrieden. Platz eins ist immer schwer zu erreichen aufgrund der „Compensation Time“ der B1-Athleten. Wir starten 3:21 Minuten hinter den B1-Athleten. Das auf der Sprintdistanz aufzuholen, da muss vorne schon ordentlich was schiefgehen. Im B2-B3-Feld waren wir die Schnellsten. Das ist das Minimalziel, was wir erreichen konnten. Ich bin megastolz, dass wir das geschafft haben.“

Für Valentin Hanzer endete das Rennen in der Klasse PTS3 auf Rang fünf. Der Bayer erreichte nach 1:08:02 Stunden das Ziel und sammelte damit weitere wichtige internationale Erfahrung. Erst Ende Juni war ihm in Montreal mit Platz drei in der World Triathlon Para Series ein beachtliches Ergebnis gelungengelungen.

Den deutschen Tag prägte außerdem Martin Schulz. Der zweimalige Paralympics-Sieger gewann die Konkurrenz der Klasse PTS5 in 57:39 Minuten und sicherte dem deutschen Team den einzigen Sieg beim Heimrennen. Insgesamt erreichte das sechsköpfige Aufgebot der Deutschen Triathlon Union zwei Podestplätze.

Mit dem Rennen in Hamburg ging zugleich die diesjährige World Triathlon Para Series zu Ende. Für Renner und Hanzer richtet sich der Blick nun auf die weiteren internationalen Höhepunkte der Saison, allen voran die Weltmeisterschaften im spanischen Pontevedra im September.

Foto: private Aufnahme

Was passiert, wenn aus Fremden ein Team wird? Wenn Geschwindigkeit und Können keine Rolle spielt, dafür gegenseitige Unterstützung umso mehr? Der inklusive TriDay in Hilpoltstein hat gezeigt, wie Sport Menschen verbindet und Inklusion ganz selbstverständlich erlebbar macht.

Eine Kooperation des Bildungsbüros des Landkreises Roth mit dem Bayerischen Triathlon-Verband, der Realschule Hilpoltstein und Regens Wagner machte es möglich: Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung kamen in Hilpoltstein zusammen. Es war ein Dienstagmorgen, im Stadtbad herrschte die Ruhe eines bedeckten, aber durchaus schönen Sommertages. Unter denen, die sich im Eingangsbereich versammelten waren zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Regens-Wagner-Einrichtung Zell sowie die Mountainbikeklasse der Anton-Seitz-Schule Hilpoltstein, aber auch Gäste.

Bald schon war die Morgenruhe im Freibad vorbei. Die Kinder und Jugendlichen waren doch etwas aufgeregt, genossen den etwas anderen Schulmorgen und selbstverständlich stieg der Lärmpegel. Nur einen Teil der Teilnehmenden störte das. Der andere Teil hatte für das Schwimmen die oft vorhandenen Hörimplantate bereits trocken verstaut und wurde von da an mit Gebärden über den Ablauf informiert.

Zunächst wurden die Realschülerinnen und Schüler mit den Teilnehmenden von Regens Wagner und den Gästen in Zweier- oder auch mal Dreierteams eingeteilt. In diesen gemischten Teams sollten die drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen gemeistert werden. Gemeinsam und immer mit dem Ziel, aufeinander zu achten.

Dabei ging es nicht um Bestzeiten oder Wettkampf. Viel wichtiger war, sich kennenzulernen, Vertrauen aufzubauen und die Stärken jedes Einzelnen einzubringen. Zusammen entscheiden, gegenseitig motivieren, Rücksicht nehmen und Erfolge teilen – genau diese Erfahrungen machten den TriDay zu etwas Besonderem.

„Inklusion gelingt dort, wo Menschen sich begegnen und gemeinsam aktiv werden. Der TriDay schafft genau diesen Raum. Hier erleben Kinder und Jugendliche, dass Unterschiedlichkeit kein Hindernis ist, sondern eine Bereicherung für das Miteinander“, sagt Bildungskoordinatorin Christine Waitz.

Ob auf dem Fahrrad, dem Roller oder dem Kettkart – jede und jeder fand den passenden Weg, um Teil des Teams zu sein. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch David Matheisl mit der Mountainbikeklasse der Realschule Hilpoltstein, vom TV Hilpoltstein, dem Bayerischen Triathlon-Verband mit Thomas Burger und Team und dem Team von Regens Wagner mit Ines Kretschmer. Ihr Engagement trug dazu bei, dass alle Teilnehmenden die Freude an der Bewegung und am gemeinsamen Erleben in den Mittelpunkt stellen konnten.

Wie schnell Inklusion dann klappen kann, zeigte sich ganz am Ende der Veranstaltung am Mittag. Fast noch wäre die Stimmung gekippt, als die Schülerinnen und Schüler bemerkten, dass sie die Gelegenheit verpasst hatten, sich von „ihren“ Partnern zu verabschieden. Kurzerhand hielten die Busse von Regens Wagner nochmals am Sammelpunkt der Realschüler, um auch den Abschied noch zelebrieren zu können.

Die Veranstaltung wurde unterstützt durch den BVS Bayern, den Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband, sowie das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.“

Blick in ein Freibad mit Kindern

Der inklusive Schüler-Triathlon in Kelheim hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einer echten Erfolgsgveranstaltung entwickelt. Bei der zweiten Auflage verwandelten rund 240 Kinder und Jugendliche das Gelände rund um das Stadion am Rennweg und das Keldorado in eine große Triathlonarena. Damit konnte die Teilnehmerzahl gegenüber der Premiere im vergangenen Jahr deutlich gesteigert werden.

Organisiert wurde die Veranstaltung von den Schülerinnen und Schülern des P-Seminars der 11. Jahrgangsstufe des Donau-Gymnasiums Kelheim. Mit viel Engagement und Liebe zum Detail sorgten sie dafür, dass vom Check-in über die Wettkämpfe bis hin zur Siegerehrung alles reibungslos funktionierte. Unterstützt wurden sie dabei von zahlreichen Helferinnen und Helfern sowie vielen Partnern aus der Region.

Der inklusive Gedanke war dabei an jeder Stelle spürbar. Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gingen gemeinsam an den Start und zeigten eindrucksvoll, wie selbstverständlich Sport Menschen verbindet. Ergänzt wurde der Wettkampf durch zahlreiche Mitmachangebote, bei denen die Teilnehmenden unter anderem Blindenbaseball ausprobieren oder einen Rollstuhlparcours absolvieren konnten. So wurde Inklusion nicht nur thematisiert, sondern aktiv erlebt. Für einen besonderen Auftakt sorgte Simon Henseleit. Der U23-Triathlon-Weltmeister von 2022, der inzwischen beim BTV als Trainer arbeitet, brachte die jungen Athletinnen und Athleten beim gemeinsamen Warm-up auf Betriebstemperatur.

Dabei was schon am frühen Vormittag die Vorfreude überall spürbar. Im Schwimmbecken wurden die letzten Bahnen gezogen, auf der Radstrecke herrschte reges Treiben und entlang der Laufstrecke feuerten Betreuerinnen, Betreuer und Zuschauer den Nachwuchs lautstark an. Ob als Einzelstarterin oder Einzelstarter oder gemeinsam im Team – im Mittelpunkt standen nicht Bestzeiten, sondern die Freude an der Bewegung, der Teamgeist und das gemeinsame Erlebnis. Natürlich wurden bei der abschließenden Siegerehrung auch die schnellsten Einzelstarterinnen und Einzelstarter sowie die erfolgreichsten Teams ausgezeichnet. Medaillen gab es für die Siegerinnen und Sieger der verschiedenen Alters- und Wertungsklassen. Den passenden Rahmen gestaltete die Tanzgruppe des Cabrini-Zentrums Offenstetten mit einer mitreißenden Aufführung.

Nach dem großen Zuspruch dürfte deshalb schon jetzt klar sein: Die dritte Auflage des inklusiven Schüler-Triathlons in Kelheim ist schon gesetzt.

Mit Rückenwind von den Europameisterschaften und ihrem ersten Start in der diesjährigen Serie überzeugte das deutsche Para Duo Anja Renner und Valentin Hanzer beim Stopp der World Triathlon Para Series (WTPS) im kanadischen Montreal.

Anja Renner (PTVI) sicherte sich beim dritten Rennen der Para Serie gemeinsam mit Guide Maria Paulig die Silbermedaille. In einer Zeit von 1:05:51 Stunden zeigte das Duo ein starkes Rennen: Nach Platz vier im Schwimmen arbeiteten sich Renner und Paulig insbesondere auf dem Rad entscheidend nach vorne und wurden wie im Vorjahr Zweite. Den Sieg in der Klasse PTVI sicherte sich Susana Rodriguez (Spanien) in 1:03:48 Stunden. Platz drei ging an die US-Amerikanerin McClain Hermes (1:06:07).

Valentin Hanzer (PTS3) überzeugte bei seinem ersten Auftritt in Montreal ebenfalls: Souverän wurde der Perspektivkader-Athlet in seiner Klasse Dritter (1:08:07). In der PTS3-Konkurrenz stand Hanzer gemeinsam mit dem Franzosen Cedric Denuziere (1:06:42), der das Rennen gewann, sowie dem Griechen Stylianos Malakopoulos (1:07:34) auf dem Podium.

Foto: Julia Fankel

Der 37. Memmert Rothsee Triathlon stand am vergangenen Wochenende auch im Zeichen der DM-Titelkämpfe. Bei hochsommerlichen Bedingungen wurden bei dem bayerischen Triathlon-Klassiker die Deutschen Meisterschaften der Altersklassen über die Kurzdistanz ausgetragen. Über die Distanzen von 1,5 Kilometer Schwimmen, 42 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen setzten sich Jonas Wechsler und Laura Mederer als Tagesschnellste durch und sicherten sich die begehrten Meistertitel.

Im Rennen der Männer zeigte Lokalmatador Jonas Wechsler (TSG 08 Roth) eine beeindruckende Leistung vor heimischem Publikum. Bereits beim Schwimmen distanzierte er die Konkurrenz und stieg mit einem komfortablen Vorsprung von rund eineinhalb Minuten aus dem Rothsee. Auf dem Rad baute der Rother seine Führung kontinuierlich aus und ließ auch auf der abschließenden Laufstrecke am Kanal nichts mehr anbrennen. Nach 1:56:09 Stunden überquerte er die Ziellinie als neuer Deutscher Meister. „Mega cooles Rennen heute – ich habe mich von Anfang an richtig gut gefühlt und konnte mein Ding durchziehen. Dass am Ende der Sieg dabei rauskommt, macht es natürlich nochmal extra schön“, meinte er im Nachgang. Den zweiten Gesamtplatz sicherte sich Felix Schiller (Team Ausdauercoach). Das Gesamtopodiuum komplettierte Matthias Betz (TG 48 Schweinfurt) in 2:01:50 Stunden.

Bei den Frauen entwickelte sich ein taktisch geprägtes Rennen, das Laura Mederer (TSG 08 Roth) auf dem Rad zu ihren Gunsten entschied. Nach dem Schwimmen noch auf Rang drei liegend, drückte sie auf der Radstrecke mächtig aufs Tempo und übernahm die Spitzenposition. Mit einem kontrollierten Zehn-Kilometer-Lauf verteidigte sie ihren Vorsprung und krönte sich nach 2:12:56 Stunden zur nationalen Championess. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Theresa Lowinus (Tri Team Freiburg; 2:15:31 Stunden) und Eva Estler (Post SV Tübingen; 2:16:03 Stunden).

Laura Mederer triumphierte bei ihrem Heimrennen

Die Siegerin nach dem Rennen: „Auf den Rothsee-Triathlon hatte ich mich schon lange gefreut – und es war wieder ein besonderer Tag. Das Schwimmen ist zwar nach wie vor nicht meine Paradedisziplin, aber die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr zeigt, dass die Entwicklung stimmt. Auf dem Rad habe ich mich sehr wohlgefühlt und konnte meine Stärken ausspielen. Als klar wurde, dass ich in Führung liege, hat mir das zusätzlich Rückenwind gegeben. Die Stimmung entlang der Strecke mit den vielen Zuschauern, Freunden und Familienmitgliedern war wie immer großartig. Die Hitze hat das Rennen allerdings extrem anspruchsvoll gemacht und vor allem auf dem Lauf viel Kraft gekostet. Umso mehr freue ich mich über das gute Gefühl, wieder mittendrin zu sein und mit viel Freude und Motivation auf die kommenden Wettkämpfe zu blicken.“

Zahlreiche bayerische Altersklassen-Champions

Neben den Gesamtsiegen im Elite-Feld spiegelte sich die bayerische Dominanz auch in den einzelnen Altersklassenwertungen wider. Zahlreiche Athleten aus dem Freistaat nutzten den Heimvorteil am Rothsee und sicherten sich die Goldmedaille in ihren Kategorien.

Bei den Männern gingen fast alle Titel im jüngeren und mittleren Alterssegment nach Bayern: Moritz Kaunz (1. FC Deining) siegte in der AK 18–19 mit einer Zeit von 2:11:12 Stunden. Jonas Wechsler (TSG 08 Roth) gewann neben dem Gesamtsieg auch die AK 20. In der AK 30 triumphierte Jonas Endres vom La Carrera TriTeam Rothsee in 2:04:09 Stunden, dicht gefolgt von Bastian Glockshuber (TSV 1862 Neuburg), der die AK 35 in 2:04:15 Stunden für sich entschied. Matthias Grosser (TSG 08 Roth; 2:10:22 Stunden) in der AK 40, Niki Abel (TSV Altenfurt; 2:10:48 Stunden) in der AK 45 und Volker Dittmar (TSV Zirndorf; 2:59:36 Stunden) in der AK 70 komplettierten die starke bayerische Bilanz der Männer.

Auch bei den Frauen blieben viele Meistertitel im Freistaat. Anna Liepold (TSV Gaimersheim) holte Gold in der AK 20 mit einer Endzeit von 2:29:52 Stunden. Gesamtsiegerin Laura Mederer (TSG 08 Roth) stand zeitgleich in der AK 25 ganz oben auf dem Podest. In der AK 30 setzte sich Sophia Ibert (Post SV Nürnberg) in 2:21:57 Stunden durch. Weitere bayerische Titelträgerinnen des Wochenendes sind Rita Stegler (SSV Forchheim; 2:29:02 Stunden) in der AK 40, Renate Forstner (TSV 1860 Rosenheim; 2:31:09 Stunden) in der AK 45 sowie Astrid Zunner (Twin Neumarkt; 2:36:05 Stunden) in der AK 50.

Alle Ergebnisse gibt es hier (Link).

 

Nachwuchs begeistert am Rothsee – starke Leistungen beim BTV Memmert Nachwuchscup

Doch der Rothsee Triathlon bot nicht nur den Erwachsenen eine große Bühne – auch der bayerische Triathlon-Nachwuchs zeigte beim BTV Memmert Nachwuchscup eindrucksvoll sein Können. Bei großartiger Atmosphäre entlang der Strecke kämpften die jungen Athletinnen und Athleten in den Altersklassen Schüler B bis hin zu den Juniorinnen und Junioren um jede Sekunde.

Mit viel Begeisterung und beeindruckendem Einsatz gingen die Schülerinnen und Schüler B an den Start. Bei den Jungen setzte sich in der Altersklasse Lasse Müller (TSV Katzwang 05) souverän durch. Dahinter komplettierten Enzo Thoulouze (TSV Gaimersheim) und Matteo Malavolta (TSV Gaimersheim) das Podium.
Bei den Mädchen war Lara Loos (SSV Forchheim) die Schnellste der Altersklasse. Lotte Fankel (SV Bayreuth Triathlon) und Lena Sitta (TSV Oettingen) sicherten sich die weiteren Podestplätze.

In der Schüler-A-Klasse wurde bereits deutlich, wie hoch das Niveau im bayerischen Nachwuchstriathlon ist. Bei den Jungen gewann Mika Fankel (SV Bayreuth Triathlon) knapp vor Jasim Al Sultan (SC Wfr. München) und Timo Stecher (TV 1848 Erlangen). I
Bei den Mädchen sicherte sich Mathilda Kujala (La Carrera TriTeam Rothsee) den Sieg vor Zoé Thoulouze (TSV Gaimersheim) und Leni Arthofer (TSV Eintracht Karlsfeld).

Bei den Jungen der Jugend B entwickelte sich ein spannendes Rennen, das Lando Spielberger (Sektion Hersbruck des DAV e.V.) knapp vor Konstantin Koop (TSV Eintracht Karlsfeld) gewann. Maximilian Rudolph (TSG 08 Roth e.V.) sicherte sich Rang drei.
Bei den Mädchen ließ Sophia Grießemer (TSV Katzwang 05) nichts anbrennen und gewann vor Josephine Kujala (La Carrera TriTeam Rothsee). Inara Zeiner (TV 1848 Erlangen) komplettierte das Podium.

Die Jugend-A-Athleten zeigten starke Rennen. Bei den Jungen setzte sich Alexander Tresselt (Tri-Team Schongau) durch. Joel Westphal (TSV Harburg) und Kilian Wanninger (TV 1881 Furth im Wald) folgten auf den weiteren Podestplätzen.
Bei den Mädchen gewann Maja Zidek (Tri-Team Schongau) mit einer starken Gesamtleistung. Raija Pollermann und Franca Pollermann, beide vom TWin Neumarkt, belegten die Plätze zwei und drei.

Den Abschluss des BTV Memmert Nachwuchscups bildeten die Rennen der Juniorinnen und Junioren, die bereits mit viel Rennerfahrung und hohem Tempo unterwegs waren. Bei den Juniorinnen gewann Sophia Bäuml vor Josefine Mendler (TSV Zirndorf) und Lilly Hiebinger (La Carrera TriTeam Rothsee).
Bei den Junioren setzte sich Noah Hopf (TSV Zirndorf) durch. Jonas Beyer (TV Planegg-Krailling) und Leander Träger (SV Postbauer) erreichten die Plätze zwei und drei.

Fotos: Guntram Rudolph

Ein noch etwas kühler Sommermorgen, dafür aber eine perfekt vorbereitete Olympische Distanz und ein hochklassig besetztes Starterfeld: Beim Audi Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL wurden am 14. Juni die Bayerischen Meisterschaften über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen ausgetragen. Über den Tag hinweg entwickelte sich ein Rennen, in dem vor allem an der Spitze starke Leistungen zu sehen waren.

Bei den Männern gelang Alexander Richter von der TSG 08 Roth ein nahezu perfekter Wettkampf. Bereits nach dem Wechsel auf die Radstrecke etablierte er sich in der Spitzengruppe und ließ der Konkurrenz im weiteren Rennverlauf keine Möglichkeit mehr, entscheidend heranzukommen. Mit einer Gesamtzeit von 1:51:25 Stunden sicherte er sich souverän den Gesamtsieg der Bayerischen Meisterschaften.
„Ingolstadt war zwar nicht mein Saisonhighlight“, gab der Sieger zu, „aber eines meiner Lieblingsrennen – und die Chance auf den bayerischen Meistertitel wollte ich nutzen. Mit einer normalen Trainingswoche in den Beinen musste ich beim Laufen zwar kämpfen, freue mich aber besonders über den ersten Platz nach dem Schwimmen. Das motiviert mich, weiter an meiner Schwimmstärke zu arbeiten, um künftig auch in Profi-Feldern den Anschluss an die Führungsgruppe zu schaffen.“

Hinter ihm entwickelte sich ein spannender Kampf um die weiteren Podestplätze. Philipp Meyer von der TG Viktoria Augsburg behauptete sich und erreichte nach 1:56:09 Stunden als Zweiter das Ziel. Den dritten Platz sicherte sich Michael Victor vom SSV Ulm 1846 Triathlon, der nach 2:00:41 Stunden noch unter der Zwei-Stunden-Marke blieb. Dahinter folgte ein dicht gestaffeltes Verfolgerfeld mit Bastian Glockshuber (TSV 1862 Neuburg) und Florian Schaar (TSV Chieming Triathlon), die ebenfalls mit schnellen Zeiten überzeugten.

Heimsieg für Griesche

Auch im Frauenrennen gab es eine klare Entscheidung an der Spitze. Cornelia Griesche vom TSV Gaimersheim zeigte einen konstant starken Wettkampf über alle drei Disziplinen und gewann die Gesamtwertung der Frauen in 2:13:00 Stunden. Damit setzte sie sich deutlich gegen ihre Verfolgerinnen durch und holte nach dem BM-Sieg in Krailling schon den zweiten Titel der Saison.

„Der Sieg auf der Olympischen Distanz und der Gewinn der Bayerischen Meisterschaft bei meinem Heimrennen bedeuten mir unglaublich viel“, freut sich Griesche. „Es war einer dieser Tage, an denen nahezu alles zusammengepasst hat. Nach einem guten Schwimmen konnte ich auf dem Rad trotz schwieriger Windverhältnisse meinen Rhythmus finden und beim Laufen schließlich die Führung übernehmen. Besonders die Unterstützung von Familie, Freunden, Vereinskollegen und den vielen Zuschauern entlang der Strecke hat mich getragen. Als ich auf die Zielgerade einbog, wusste ich, dass mir der Sieg nicht mehr zu nehmen war und konnte die letzten Meter richtig genießen. Für einen besonders schönen Moment sorgte dann das Zielband: Da ich über zwei Minuten schneller war als im Vorjahr, war es noch nicht gespannt. Weil mein Vorsprung groß genug war, ging ich kurzerhand ein paar Schritte zurück und durfte anschließend als Siegerin doch noch durch das Zielband laufen – und wurde dabei gleich ein zweites Mal von den Zuschauern gefeiert.“

Cornelia Griesche auf der Laufstrecke

Den Silber-Rang sicherte sich Elena Heinloth vom Post SV Weilheim. Nach 2:15:39 Stunden erreichte sie das Ziel, 2:39 Minuten hinter der Siegerin und hielt damit den Abstand zur Spitze in Grenzen. Das Podium komplettierte Anna Liepold vom TSV Gaimersheim in 2:18:16 Stunden. Mit zwei Athletinnen auf dem Treppchen war der TSV Gaimersheim damit auch im Frauenrennen der erfolgreichste Verein des Tages.

Ausgebuchte Rennen auch abseits der Bayerischen Meisterschaft

Neben der Kurzdistanz bot der Audi Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL auch auf den weiteren Strecken hochklassigen Sport. Auf der Mitteldistanz stellte Finn Große-Freese (SV Bayreuth), der kurzfristig gemeldet hatte, in 3:32:04 Stunden einen neuen Streckenrekord auf. Der deutsche Langdistanz-Rekordhalter dominierte das Rennen von Beginn an und gewann mit mehr als sieben Minuten Vorsprung.

Bei den Frauen setzte sich Nathalie Krause (TG Victoria Augsburg) in 4:19:26 Stunden durch. Die seit dieser Saison mit Profilizenz startende Athletin machte ihren Sieg auf der Laufstrecke perfekt.

Auf der Sprintdistanz siegten Tim Mahl (TG Victoria Augsburg) und Franka Fleckenstein (ESV Gemünden/VfL Münster ReaCard). Für besondere Stimmung sorgte zudem der „Goals for Kids Run“, bei dem über 500 Kinder für den guten Zweck an den Start gingen.

Podest Gesamtwertung BM Männer

Alexander Richter – TSG 08 Roth e.V. – 1:51:25 Stunden
Philipp Meyer – TG Viktoria Augsburg – 1:56:09 Stunden
Michael Victor – SSV Ulm 1846 Triathlon – 2:00:41 Stunden

Podest Gesamtwertung BM Frauen

Cornelia Griesche – TSV Gaimersheim – 2:13:00 Stunden
Elena Heinloth – Post SV Weilheim – 2:15:39 Stunden
Anna Liepold – TSV Gaimersheim – 2:18:16 Stunden

Podestplätze Bayerische Meisterschaften AK 2026

Junioren

  1. Platz: Leonard Hammerer – TSV 1862 Neuburg

Juniorinnen

  1. Platz: Antonia Knoll – Arriba Göppersdorf

AK 20 männlich

  1. Platz: Jan Fischer – TSV Gaimersheim
  2. Platz: Maximilian Zech – TSV Gaimersheim
  3. Platz: Tom Benker – Arriba Göppersdorf

AK 20 weiblich

  1. Platz: Elena Heinloth – Post SV Weilheim
  2. Platz: Anna Liepold – TSV Gaimersheim
  3. Platz: Theresa Beraus – 1. FC Deining

AK 25 männlich

  1. Platz: Alexander Richter – TSG 08 Roth e.V.
  2. Platz: Philipp Meyer – TG Viktoria Augsburg
  3. Platz: Florian Schaar – TSV Chieming Triathlon

AK 25 weiblich

  1. Platz: Emily Eckstein – TV 1848 Erlangen
  2. Platz: Lisa-Marie Karl – Munich Triathlon Club
  3. Platz: Anja Poferl – Triathlon Augsburg

AK 30 männlich

  1. Platz: Marc Bernreuther – MRRC München
  2. Platz: Lucas Speck – TSV Gaimersheim
  3. Platz: Thomas Knodt – TSV Gaimersheim

AK 30 weiblich

  1. Platz: Cornelia Griesche – TSV Gaimersheim
  2. Platz: Conny Beiche – SC Delphin Ingolstadt
  3. Platz: Nienke Buters – Sportgemeinschaft Poing

AK 35 männlich

  1. Platz: Bastian Glockshuber – TSV 1862 Neuburg
  2. Platz: Alexander Saul – TSV Gaimersheim
  3. Platz: Thomas Kirstein – SC Delphin Ingolstadt

AK 35 weiblich

  1. Platz: Barbara Hirsch – TSV 1862 Neuburg
  2. Platz: Elise Devaux – MTV 1879 München e.V.
  3. Platz: Nadja Dietz – TG Viktoria Augsburg

AK 40 männlich

  1. Platz: Stephan Nuck – SC Delphin Ingolstadt
  2. Platz: Martin Brandl – Sportgemeinschaft Poing
  3. Platz: Dominic Wimmer – Post SV Weilheim

AK 40 weiblich

  1. Platz: Christina Hauf – Schwimmerbund BAYERN 07 e.V.
  2. Platz: Stefanie Peinkofer – LV Deggendorf

AK 45 männlich

  1. Platz: Florian Bock – TG Kitzingen
  2. Platz: Stefan Rupprecht – TSV 1862 Neuburg
  3. Platz: Thomas Legominski – TV 1848 Erlangen

AK 45 weiblich

  1. Platz: Marie Schwagerova – TB Erlangen
  2. Platz: Paula Creamer – MTV 1879 München e.V.
  3. Platz: Lisa Harrison – Turnerschaft Herzogenaurach

AK 50 männlich

  1. Platz: Olaf Borsutzky – TSV Gaimersheim
  2. Platz: Markus Blatt – SV Marienstein
  3. Platz: Ingo Schneider – Post SV Nürnberg

AK 50 weiblich

  1. Platz: Alex Dech – HALBERHAI E.V.
  2. Platz: Katinka Temme – TG Viktoria Augsburg
  3. Platz: Annette Radauer – WSV Otterskirchen

AK 55 männlich

  1. Platz: Andreas Klem – TSV Gaimersheim
  2. Platz: Benno Beckstein – run & bike Kelheim e.V.
  3. Platz: Holger Ewen – TV Fürth 1860

AK 55 weiblich

  1. Platz: Petra Sticker – Turnerschaft Herzogenaurach
  2. Platz: Beate Meilinger – SC Delphin Ingolstadt

AK 60 männlich

  1. Platz: Peter Bochenek – RSC Kelheim
  2. Platz: Reinhold Schweiger – TV Fürth 1860
  3. Platz: Heinz Krenn – WSV Otterskirchen

AK 60 weiblich

  1. Platz: Karin Braun – ASC Tria Ingolstadt
  2. Platz: Sabine Stölzle – ASV Hegge

AK 65 männlich

  1. Platz: Bernhard Schröppl – TSV Bad Gögging
  2. Platz: Rudi Schädler – TSV Jahn Freising 1861
  3. Platz: Peter Schechtl – LG Mettenheim

AK 70 männlich

  1. Platz: Theo Däxl – TSV Eintracht Karlsfeld
  2. Platz: Bertram Wehner – Sektion Hersbruck des DAV
  3. Platz: Dieter Seewald – TSV 1860 Staffelstein

AK 70 weiblich

  1. Platz: Christiane Göttner – TuS Fürstenfeldbruck e.V.

Fotos: Audi Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL/ Harald Eggebrecht

Bei den Para-Triathlon-Europameisterschaften im spanischen Tarragona hat sich der bayerische Para-Triathlet Valentin Hanzer mit einer starken Vorstellung die Bronzemedaille gesichert. In einem Rennen, das bis zur Ziellinie von engen Abständen und spannenden Positionskämpfen geprägt war, bewies der Deutsche, der erst seit kurzem im internationalen Triathlon unterwegs ist, Klasse. Für eine weitere deutsche Bronzemedaille sorgte Anja Renner gemeinsam mit ihrer Guide Maria Paulig in der Klasse PTVI.

Bei hochsommerlichen Bedingungen präsentierte sich Hanzer über die gesamte Renndistanz auf Augenhöhe mit der europäischen Spitze. Nach 750 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen stoppte die Uhr für den Bayern nach 1:06:52 Stunden. Damit sicherte er sich hinter dem Briten Henry Urand (1:05:55 Stunden) und dem Spanier Daniel Molina (1:06:09 Stunden) den dritten Platz. Besonders bemerkenswert: Das Rennen blieb von Beginn an offen und umkämpft, sodass jede Disziplin über die Medaillenvergabe entschied. Umso größer war die Zufriedenheit bei Hanzer im Ziel: „Das war das erste Rennen, das richtig Bock gemacht hat, weil alle sehr eng beisammen waren.“

Renner trotz Verletzung auf Podest

Die Paralympics-Dritte von Paris 2024 trotzte den schwierigen Bedingungen in Tarragona und erreichte nach 1:08:23 Stunden den dritten Rang. Besonders bemerkenswert: Renner war angeschlagen in die Europameisterschaft gereist, nachdem sie sich kurz vor der Abreise einen Kapselabriss am Zeh zugezogen hatte. „Wir haben ein gutes Resultat erzielt. Wir können stolz auf uns sein“, sagte Renner der DTU nach dem Rennen. „Es war wirklich sehr heiß, aber Maria hat einen guten Job gemacht, ich musste mich nur an sie halten. Beim Laufen habe ich allerdings gut gelitten.“

Im Nachgang des Rennens haben wir uns mit Newcomer Valentin Hanzer unterhalten.

Valentin Hanzer

Hallo Valentin,
Du hast gesagt, dass es das erste Rennen war, das „richtig Bock gemacht hat“. Was hat dieses Rennen für dich so besonders gemacht?

Die Leistungsdichte war extrem hoch, fast alle Athleten aus meiner Startklasse waren auch im Oktober bei der WM dabei. Diesmal konnte ich beim Radfahren länger an der Spitzengruppe dranbleiben und somit auf einer guten Position in den Lauf starten. Es hat besonders Spaß gemacht, die Gegner sowohl auf der Rad als auch auf der Laufstrecke sehen zu können. Das hat mich unheimlich motiviert und am Ende dazu geführt, dass ich mich beim Laufen auf den letzten drei Kilometern von Platz 5 auf Platz 3 vorarbeiten konnte.

Wenn du auf deine Entwicklung der vergangenen Monate blickst: Was hat dich auf dieses Niveau gebracht?

Auf jeden Fall die mentale Arbeit und die Stärkung des Mindsets. Ich habe in keiner der Disziplinen riesige Sprünge gemacht, aber meine beste Leistung in dieser Weise im Wettkampf abrufen zu können, hat am Ende zu diesem Ergebnis geführt.

Was planst du für deinen weiteren Saisonverlauf?

Jetzt heißt es Kopf nach vorne und voller Fokus. Die Saison ist noch lang und die nächsten Wochen werden nicht einfach: Am 27.06. steht das World Triathlon Para Series Rennen in Montreal, Kanada, an und zwei Wochen danach schon das World Triathlon Para Series Rennen in Hamburg. Ich hoffe, dass ich hier weiterhin Punkte sammeln kann, um mir somit den Traum der WM-Quali auch dieses Jahr erfüllen zu können.

Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg!

Zwei Veranstaltungstage mit zahlreichen Starts, vielen Helferinnen und Helfern sowie mehreren Teilnehmendenrekorden prägten das Wochenende in Schweinfurt. Der MainCityRun und der MainCityTriathlon am Schweinfurter Baggersee waren erneut ein voller Erfolg. Neben den DACH Meisterschaften im Para Triathlon war insbesondere die BM Sprint ein Highlight.

Schon der Samstag stand ganz im Zeichen des Laufsports. Bereits am Morgen gingen die Teilnehmenden über zehn Kilometer und die Halbmarathondistanz an den Start. Bei noch kühlen Temperaturen herrschte früh eine gute Stimmung auf dem Gelände. Besonders erfolgreich verlief das Rennen über 10 Kilometer für die TG 48 Schweinfurt: Jana Vollert gewann die Frauenwertung in 37:15 Minuten, Ahmed Hussein Nur setzte sich bei den Männern in 32:46 Minuten durch. Im Anschluss rückten die Schülerläufe in den Mittelpunkt. Mehr als 700 Kinder der ersten bis vierten Klassen absolvierten die 1,3 Kilometer lange Strecke. Bei den älteren Jahrgängen gingen nahezu ebenso viele Schülerinnen und Schüler über 3,1 Kilometer an den Start. Dazwischen sorgte der Bambini-Lauf erneut für einen besonderen Moment auf dem Eventgelände. Zum Abschluss des Lauftages wurde beim Firmenlauf über 5,3 Kilometer ein neuer Teilnehmendenrekord verzeichnet. Rund 1200 Läuferinnen und Läufer gingen auf die Strecke.

Multisport-Sonntag mit mehreren Highlights

Der Sonntag brachte den Wechsel zum Multisport beim MainCityTriathlon. Trotz der niedrigen Temperaturen wurde das Schwimmen planmäßig ausgetragen.

Bei den bayerischen Meisterschaften auf der Sprintdistanz (500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen) wurden die Titel in den Altersklassen vergeben. Bei der weiblichen Jugend A siegte Dana Schörner (IfL Hof) mit einer Endzeit von 1:06:08 Stunden vor Katharina Lorenz (TSG 08 Roth) in 1:08:09 Stunden und Andrea Gradl (1.FC Deining), die nach 1:26:30 Stunden das Podium komplettierte. Die Altersklasse 20 der Frauen entschied Charlotte Doseth (SV Würzburg 05) in 1:04:56 Stunden für sich; hier belegte die Schweinfurterin Pia Diemer den zweiten Platz, während Julia Sterk (SV Würzburg 05) in 1:09:39 Stunden Rang drei erreichte. In der AK 25 blieb Antonia Sommer (SV Würzburg 05) mit einer Zeit von 1:08:22 Stunden ohne Konkurrenz auf dem Podium. Ein ähnliches Bild zeigte sich in der AK 30, die Lea Cagol (SV Würzburg 05) in 1:04:39 Stunden vor Susanne Wachter (TB Erlangen, 1:24:04 Stunden) gewann.

In den höheren Klassen der Frauen waren die Felder dünner besetzt, was die erbrachten Leistungen bei den kühlen Bedingungen jedoch nicht schmälert. In der AK 45 war Indira Leyk (TS Herzogenaurach) die einzige Starterin und finishte nach 1:24:43 Stunden. Auch in der AK 50 gab es mit Astrid Zunner (Twin Neumarkt) nur eine Athletin im Ziel, die eine Zeit von 1:10:07 Stunden vorlegte. Die AK 55 ging an Petra Sticker (TS Herzogenaurach) in 1:19:48 Stunden, gefolgt von Sabine Schörner (IfL Hof) in 1:23:47 Stunden. Drei Finisherinnen verzeichnete die AK 60: Christine Schrenker-Schöpf (TV 1848 Coburg) holte sich den Klassensieg in 1:21:59 Stunden vor Walburga Dieterich (TB Erlangen, 1:25:13 Stunden) und Annette Hofmann (TS Herzogenaurach, 1:30:32 Stunden).

Frau und Mann auf Rad vor grünem Hintergrund

Auch die Titel in den Männerklassen waren heiß umkämpft. Bei den Junioren setzte sich Moritz Kaunz (1.FC Deining) in 1:00:21 Stunden durch, während die Plätze zwei und drei an das Duo des TSV Zirndorf gingen, namentlich Tim Dudziak (1:05:04 Stunden) und Noah Hopf (1:06:53 Stunden). Ein einsames Rennen an der Spitze der AK 20 lief Georg Schneider (TV 1848 Erlangen), der nach 58:01 Minuten ins Ziel kam. Die AK 25 brachte die Tagesbestzeit des gesamten Meisterschaftsfeldes hervor: Carl Sommer (SV Würzburg 05) siegte in 56:39 Minuten vor Alber Maximilian von der TG 48 Schweinfurt (58:59 Minuten) und Nicolas Albrecht (BSV Flughafen München, 1:11:02 Stunden). Nur knapp dahinter sortierte sich der Sieger der AK 30 ein: Thomas Wittmann (Twin Neumarkt) benötigte 56:54 Minuten und verwies Manuel Stottele (TC Hofheim, 1:07:06 Stunden) sowie Jan Teigelkötter (TV Schweinheim 1885, 1:14:05 Stunden) auf die Plätze zwei und drei. In der AK 35 gab es eine knappe Entscheidung, die Florian Ziegler (TSV Hawaii Gerbrunn) in 1:11:51 Stunden mit lediglich fünf Sekunden Vorsprung vor Michael Spick (SSV Forchheim, 1:11:56 Stunden) für sich entschied; Dritter wurde hier Florian Döll (TSV Karlstadt-Triathlon) in 1:13:03 Stunden.

Die AK 40 sah Dominic Wimmer (Post SV Weilheim) in 1:03:08 Stunden ganz vorne, gefolgt von Patrick Göll (SG Poing, 1:05:08 Stunden) und Frank Weber (La Carrera TriTeam Rothsee, 1:06:05 Stunden). Ein größeres Feld bot die AK 45, in der Florian Bock (TG Kitzingen) nach 1:03:16 Stunden den Titel gewann. Roman Binner (TV 1848 Erlangen) folgte auf dem zweiten Platz in 1:04:15 Stunden, während Schramm Sören (TSV Katzwang 05) mit einer Zeit von 1:06:07 Stunden Rang drei belegte. Steffen Kunkel (SV Dachau) sicherte sich den Sieg in der AK 50 nach 1:04:01 Stunden vor Albrecht Waschke (SV Herschfeld, 1:06:26 Stunden) und Martin Woerner (SG Poing, 1:08:24 Stunden). In der AK 55 reichten zwei Starter für das Klassement: Geirg Harbauer (LG Würzburg) gewann in 1:11:25 Stunden vor Andreas Roos (TV Haibach, 1:16:34 Stunden).

In den älteren Klassen setzten sich die Routiniers durch. Christian Wolfarth (Twin Neumarkt) entschied die AK 60 in 1:09:00 Stunden für sich, deutlicher vor Martin Seitz (TV Haibach, 1:20:46 Stunden) und Thomas Heid (Ski-Club Rothenberg Schnaittach e.V., 1:24:51 Stunden). Hans-Eberhard Wolff (TS Lichtenfels) war in der AK 65 alleiniger Finisher in 1:13:33 Stunden. In der AK 70 gewann Theo Däxl (TSV Eintracht Karlsfeld) in 1:19:45 Stunden vor Dieter Seewald (TSV 1860 Staffelstein, 1:42:45 Stunden). Die AK 75 verzeichnete drei Athleten auf dem Podium: Joachim Masatz (ESC Höchstadt/Aisch) siegte in 1:25:20 Stunden vor Dieter Nußgräber (ASV Triathlon Kulmbach, 1:32:06 Stunden) und Wolfgang Janisch (SV Langenbach, 1:39:09 Stunden). Den Erfolg mit den meisten Jahren und wahrscheinlich meisten gefinishten Rennen erzielte schließlich Gerhard Müller (TDM-Franken), der in der AK 80 nach 2:02:47 Stunden das Ziel erreichte.

„Ein besonderer Dank gilt allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die sowohl an den Veranstaltungstagen als auch in der Vorbereitung im Einsatz waren. Ebenso trugen das Technische Hilfswerk, die Freiwillige Feuerwehr Schonungen, das BRK und die Wasserwacht zum reibungslosen Ablauf bei. Auch die Sponsoren leisteten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Veranstaltung“, betonen die Organisatoren.

Altersklassensieger:innen BM Sprint

Frauen

  • Jugend A: Dana Schörner – IfL Hof
  • AK 20: Charlotte Doseth – SV Würzburg 05
  • AK 25: Antonia Sommer – SV Würzburg 05
  • AK 30: Lea Cagol – SV Würzburg 05
  • AK 45: Indira Leyk – TS Herzogenaurach
  • AK 50: Astrid Zunner – Twin Neumarkt
  • AK 55: Petra Sticker – TS Herzogenaurach
  • AK 60: Christine Schrenker-Schöpf – TV 1848 Coburg

Männer

  • Junioren: Moritz Kaunz – 1.FC Deining
  • AK 20: Georg Schneider – TV 1848 Erlangen
  • AK 25: Carl Sommer – SV Würzburg 05
  • AK 30: Thomas Wittmann – Twin Neumarkt
  • AK 35: Florian Ziegler – TSV Hawaii Gerbrunn
  • AK 40: Dominic Wimmer – Post SV Weilheim
  • AK 45: Florian Bock – TG Kitzingen
  • AK 50: Steffen Kunkel – SV Dachau
  • AK 55: Geirg Harbauer – LG Würzburg
  • AK 60: Christian Wolfarth – Twin Neumarkt
  • AK 65: Hans-Eberhard Wolff – TS Lichtenfels
  • AK 70: Theo Däxl – TSV Eintracht Karlsfeld
  • AK 75: Joachim Masatz – ESC Höchstadt/Aisch
  • AK 80: Gerhard Müller – TDM-Franken

Fotos: TG48 Schweinfurt

Am Montagmittag rollte ein auffällig sportlichesRad in  das Haus der Kunden der Sparkasse Nürnberg am Lorenzer Platz. Zwei Athleten des Bayerischen Triathlon-Verbandes begleiteten diese etwas andere Tour: Para-Triathlet Julian Winter und Para-Triathletin Michelle Wagner präsentierten in der Hauptstelle des Kreditinstituts ein Renn-Tandem, das künftig für Training und Wettkampf im Para-Triathlon eingesetzt wird.

Beide starten in der Klasse PTVI für blinde und sehbehinderte Sportler und sind dabei auf ihre Guides angewiesen. Im Wettkampf sitzen sie gemeinsam mit ihren Begleitpersonen auf dem Tandem — ein Sportgerät, das im Para-Triathlon unverzichtbar, gleichzeitig aber kostenintensiv ist. Möglich gemacht wurde die Anschaffung des speziellen Rades durch die Zukunftsstiftung der Sparkasse Nürnberg, die den Kauf mit 10.000 Euro unterstützt hat. Dr. Michael Kläver, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse Nürnbergließ sich von den Para-Athleten und Thomas Burger, Vizepräsident Leistungssport des Bayerischen Triathlon-Verbandes die Besonderheiten des Sportgefährts erklären Zum Beispiel hat das Tandem verstärkte Bremsscheiben, um das Gewicht von zwei Fahrern abbremsen zu können.

Für den BTV ist das Rad weit mehr als nur neues Material. Denn gerade im Para-Sport entscheiden geeignete Trainingsmöglichkeiten oft darüber, ob sportliche Entwicklung überhaupt möglich wird. Tandems in wettkampftauglicher Ausstattung sind teuer, zugleich aber unverzichtbar für sehbehinderte und blinde Athleten.

Wie wichtig leistungsfähiges Material ist, zeigte sich erst tags zuvor bei den D-A-CH-Meisterschaften und den Bayerischen Meisterschaften im Para Sprint beim MainCityTriathlon Schweinfurt. Bereits zum dritten Mal war Bayern Gastgeber der internationalen Meisterschaften. Aus bayerischer Sicht verlief das Wochenende äußerst erfolgreich. In der Klasse PTVI erzielte Julian Winter vom Post SV Nürnberg gemeinsam mit Guide Tim die schnellste Zeit des Tages und gewann seine Klasse souverän. Michelle Wagner, begleitet von Guide Delia Bleass, holte ebenfalls Gold.

Konkurrenzfähig dank idealem Setup

Julian Winter und Michelle Wagner freuen sich über das neue Tandem

Entsprechend groß war die Freude über das neue Tandem in Nürnberg. Julian Winter zeigte sich besonders begeistert von den technischen Details: „Das neue Tandem ist super. Besonders gefällt mir die maßangefertigte Geometrie und das große Kettenblatt“, erklärte er bei der Übergabe. Das verlängerte Oberrohr ermögliche dem Piloten eine aerodynamischere Position, das Kettenblatt sei auf die hohen Geschwindigkeiten im Tandemsport ausgelegt. „Dadurch werden die Einstiegshürden in den Parasport erheblich reduziert und wir können uns auch international mit konkurrenzfähigem Material mit anderen Tandemteams messen.“

Auch für Michelle Wagner bedeutet die Unterstützung deutlich mehr als nur bessere Trainingsbedingungen. „Der Sport ist ein wichtiger Bestandteil in meinem Alltag“, sagte sie. „Hier habe ich den perfekten Ausgleich zu meiner Arbeit im Büro.“ Gleichzeitig werde so ein Raum geschaffen, in dem nicht die Einschränkung im Mittelpunkt stehe, sondern die eigene Leistung. Die materielle Unterstützung sei deshalb enorm wertvoll: „Dadurch habe ich die Möglichkeit, Trainings, Lehrgänge und Wettkämpfe gemeinsam mit meiner Guidein durchzuführen und mich bestmöglich auf internationale Wettbewerbe vorzubereiten.“

Der Para-Triathlon hat in Bayern in den vergangenen Jahren spürbar an Aufmerksamkeit gewonnen — nicht zuletzt durch den Paralympics-Erfolg von Anja Renner und Guide Maria Paulig in Paris, zwei Athletinnen, die vom Der GOLDENE RING e. V. – ebenfalls einer Sparkassen-Initiative – gefördert werden. Mit dem neuen Tandem soll nun ein weiterer Beitrag geleistet werden, um inklusive Strukturen im Triathlon nachhaltig auszubauen und Athleten den Zugang zum Leistungssport zu erleichtern.

Das Tandem wird künftig in Nürnberg stationiert sein und dort Para-Sportlern für Training und Wettkämpfe zur Verfügung stehen.

 

Fotos: Sparkasse Nürnberg