Leistungssport und Talentförderung ist ein wichtiger Teil der Arbeit im Bayerischen Triathlon-Verband e.V. Der BTV unterhält zudem in Nürnberg einen Bundesstützpunkt Triathlon.

Simon Henseleit konnte in diesem Jahr einen großen Schritt machen. Denn in den Jugend- und Juniorenklassen Erfolge zu feiern ist eine Sache, diese starken Leistungen in den Elite-Klassen fortzusetzen, eine ganz andere. Am vergangenen Wochenende bewies der 21-jährige, dass mit ihm auch auf der Kurzdistanz zu rechnen ist. Bei der U23-Weltmeisterschaft im kanadischen Edmonton schaffte er bei seinem ITU-Premierenrennen über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen den Sprung unter die besten Zehn. Wir haben uns mit dem Athleten des Tri Team Schongau unterhalten.

Hallo Simon,

wie fühlst Du Dich nach deiner ersten Olympischen Distanz im obersten internationalen Rennzirkus?

Ziemlich erledigt! Unmittelbar nach dem Wettkampf konnte ich kaum gehen, weil meine Waden bei jedem Schritt gekrampft haben. Dazu kam dann noch die lange Rückreise, die mich ganz schön geschlaucht hat. Aber es überwiegt natürlich das gute Gefühl, denn mit meinem zehnten Platz bin ich sehr zufrieden!

Sich in Zeiten von Corona auf solch einen Übergang von Jugend- und Juniorenrennen rein in die U23 und Elite vorbereiten –  hat das Vor- oder eher Nachteile?

Die Vorbereitung an sich bringt aktuell sicherlich keine Nachteile mit sich. Mein Trainingsumfeld hat sich durch die Pandemie kaum verändert und auch die Wettkämpfe im Elitebereich finden wie gewohnt statt. Problematischer ist das im Nachwuchsbereich. Hier sind durch Corona, vor allem letztes Jahr, fast alle Nachwuchsrennen ausgefallen und gerade in diesen Jahren entscheidet es sich, ob man den Sprung in den Elitebereich schafft oder nicht. Wenn ich 2019 nicht die Möglichkeit gehabt hätte, internationale Meisterschaften zu starten, würde ich jetzt vielleicht meinen Fokus auf das Studium legen. Ich kann mich also sehr glücklich schätzen noch ein gutes letztes Juniorenjahr gehabt zu haben.

Hattest Du im Vorfeld Bedenken? Was geht einem vor dem Rennen durch den Kopf?

Ich war schon ein bisschen nervöser als vor den letzten Wettkämpfen. Zum einen ist es eine Weltmeisterschaft, da ist man immer etwas angespannter, und zum anderen war es meine erste richtige olympische Distanz. Ich habe dann versucht an meine guten letzten Einheiten im Training zu denken und mich nicht verrückt zu machen.

Wenn Du an Deinen ersten Triathlon zurück denkst –  welche Ratschläge würdest Du Dir selbst aus heutiger Sicht mit auf den Weg geben?

Da würde ich mich der Standardantwort auf eine solche Frage anschließen. Als Kind oder Jugendlicher sollte immer der Spaß am Training und dem Wettkampf im Vordergrund stehen. Natürlich war ich schon immer ehrgeizig und ich denke das ist auch in jeder Hinsicht förderlich. Man sollte aber nie zu verbissen an die ganze Sache rangehen und vor allem geduldig mit sich selbst sein. Um im Triathlon langfristig erfolgreich zu sein ist das meiner Meinung nach der richtige Weg.

Was sind deine Ziele nach dem erfolgreichen Auftakt in der U23 Klasse?

Aktuell steht bei mir einfach die weitere Entwicklung im Vordergrund. Natürlich will ich auch bei den letzten Wettkämpfen in dieser Saison gut performen, aber danach stehen dann auch relativ schnell der Winter und die neue Saisonvorbereitung vor der Tür. Wenn man hier eine gute Grundlage für die nächste Saison legen kann, sollte diese dann im Normalfall auch gut laufen. Hier ist es dann mein Ziel, bei Europa – und Weltcups vorne mitzukämpfen und vielleicht auch mein erstes WTCS Rennen zu machen.

Ebenfalls in Edmonton am Start war Anabel Knoll, die 23. wurde.

Zu den Ergebnissen.

© Text: Christine Waitz; [27.08.2021]; Fotos: Baumgärtel, Carla Nagel

Der Leistungssportnachwuchs des Bundesstützpunkt Triathlon in Nürnberg kann dank der Unterstützung der Zukunftsstiftung der Sparkasse Nürnberg nun noch professioneller trainieren. Möglich macht dies die Anschaffung eines AlterG Anti-Schwerkraft-Laufbands, mit dem unter anderem Verletzungen vermieden werden können. Nun wurde das Trainingsgerät, das Sportlerinnen und Sportlern im Rehazentrum Valznerweiher zur Verfügung steht, offiziell übergeben.

Verletzungen vermeiden

Spitzentriathletin Anabel Knoll, gerade eben aus Tokio zurück, und Nachwuchstalent Simon Henseleit stehen im Rehazentrum Valznerweiher um ein imposantes Gerät. Ausnahmsweise haben nicht die beiden Sportler, die durch das Förderprogramm des Goldenen Rings der Sparkasse Nürnberg gefördert werden, Sportschuhe an. Dafür hat Mathias Bauer, Direktor Stiftungen bei der Sparkasse Nürnberg, den Anzug gegen die Trainingshose getauscht.

Unter Anleitung von Axel Fischlein, dem Chef des Rehazentrums, steigt er nun in die spezielle Konstruktion des AlterG-Laufbandes. Ein klein bisschen Skepsis meint man zu spüren, als das Gerät lautstark beginnt zu arbeiten. Diese jedoch wird von Jung-Star Simon Henseleit direkt ausgeräumt. Er erklärt die Funktionsweise: „Nun wird der Luftdruck in dem dichten Gehäuse des Laufbands verändert. So kann das eigene Körpergewicht schrittweise reduziert werden.“ Bald schon schwebt Mathias Bauer leichtfüßig über das Band und läuft noch dazu ganz entspannt ein hohes Tempo. „Uns Athleten dient das Anti-Schwerkraft-Laufband vor allem dazu, im Falle einer Verletzung einen schonenden Wiedereinstieg zu schaffen“, erzählt Anabel Knoll.

Auch Axel Fischlein ist froh um das Gerät in seinen Räumen: „Wir sind schon länger Teil des ‚Back-to-Competition‘-Programms, das Leistungssportlern nach Verletzungen den Weg zurück ebnet. Gerade dort ist das Gerät natürlich hilfreich. Aber auch präventiv lässt es sich gut einsetzen, um Überlastungen zu vermeiden. Bei uns findet es außerdem in der Rehabilitation nach operativen Eingriffen an den unteren Extremitäten Anwendung.“

„Nachwuchs motivieren“

Mathias Bauer indes, läuft und läuft. Nach knapp 15 Minuten steigt er von dem Gerät und ist überzeugt: „Das Laufband passt sehr gut in die Förderphilosophie der Zukunftsstiftung, weil es ein Gewinn für den Leistungssport in Nürnberg ist und die Trainingsmethoden verbessert. Durch Erfolge von Spitzensportlern wie Anabel Knoll und Simon Henseleit werden Kinder und Jugendliche dazu motiviert, ebenfalls Sport zu treiben.“

Für Anabel Knoll und Simon Henseleit geht es schon in der nächsten Woche weiter in das kanadische Edmonton zur Triathlon Weltmeisterschaft. Gut vorbereitet sind die beiden, das ist sicher. „Da bleibt uns eigentlich nur das Daumendrücken“, sagen Mathias Bauer und ebenso Benjamin Jung, als 2. Vorstand des Goldenen Rings.

Zur Website des Rehazentrums Valznerweiher.

© Text: Christine Waitz; [08.08.2021]; Foto: Christine Waitz

 


Informationen zur Zukunftsstiftung der Sparkasse Nürnberg
Die Zukunftsstiftung der Stadtsparkasse Nürnberg hat das Gemeinwohl der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger im Blick. Als Stifter schafft sie in nachhaltiger und vielfältiger Weise Lebensqualität. Vergangene Projekte unterstützten Sport, kulturelle Einrichtungen, Umweltinitiativen und Heimatpflege.

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Informationen zum GOLDENEN RING e. V.
Der GOLDENE RING unterstützt Nürnbergs Topathlet*innen aus olympischen und paralympischen Sportarten finanziell und in der Kommunikation. So will der Verein die Sportstars von Morgen in der Region halten. Denn erfolgreiche Sportler stiften regionale Identifikation und sind wichtige Botschafter für die Metropolregion.

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Die Mannschaften des EJOT Teams TV Buschhütten gewannen heute das dritte Rennen der Saison der 1. Triathlon-Bundesliga in Nürnberg. Das Meisterschaftsrennen bleibt drei Wochen vor dem Saisonfinale in Saarbrücken allerdings offen.

Die Frauen des EJOT-Teams gewannen vor Triathlon Potsdam und der SG Triathlon one Witten. Die Männer aus dem Siegerland setzten sich vor dem Hylo Team Saar und dem Triathlon Team DSW Darmstadt durch.

Hart umkämpfter Titel

Die Buschhüttenerinnen Lisa Tertsch, Zsanett Bragmeyer und Annika Koch erreichten als Zweite, Dritte und Fünfte das Ziel und waren mit Platzziffer zehn, also der Addition der Einzelergebnisse, relativ nahe dran am Optimalergebnis von Platzziffer sechs. Potsdam stellte zwar die Einzelsiegerin Jolanda Annen und die Viertplatzierte Selina Klamt, hatte mit Platzziffer 22 jedoch einen deutlichen Rückstand auf die Buschhüttenerinnen.

In der Gesamtwertung liegt Buschhütten nun einen Zähler vor Potsdam und hat zudem die deutlich bessere Platzziffer (36 zu 62). „Es geht mega eng im Rennen um den Titel zu. Wir wussten, dass Nürnberg ein ganz entscheidendes Rennen wird. Das Ziel war zu gewinnen, das haben die Athletinnen gut umgesetzt“, sagte Rainer Jung, Sportdirektor Triathlon beim EJOT Team TV Buschhütten.

Die SG Triathlon Witten verteidigte durch Rang drei in Nürnberg den dritten Platz im Gesamtklassement, den auch der Vierte von Nürnberg, das Triathlon Team DSW Darmstadt, und der Fünfte, das ProAthletes KTT 01, noch erreichen können.

Einzelsieg an Jolanda Annen

Jolanda Annen (Triathlon Potsdam) gehörte auf der Radstrecke der Spitzengruppe an, konnte sich beim Laufen von Tertsch absetzen und sicherte sich so den Einzelsieg. Da sich hinter ihr mit Tertsch und Bragmayer zwei Buschhüttenerinnen platzierten, legte der Serienmeister somit die Grundlage für den Teamerfolg.

Einzelsieg geht nach Frankreich

Bei den Männern stellte Buschhütten auch den Einzelsieger. Der Franzose Anthony Pujades setzte sich in einem spannenden Finish gegen Lasse Priester (Hylo Team Saar) durch, die beide nach dem Radfahren zur ersten Gruppe gehört hatten, und sicherte den vierten Bundesliga-Einzelerfolg seiner Karriere. Dritter wurde Mika Noodt aus Darmstadt, der das mit Abstand beste Resultat seiner Karriere in der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga erzielte und „vergoldete“ so seinen Tag mit Podestplatzierungen im Einzel und mit dem Team.

Durch die Einzelergebnisse von Pujades, Mark Devay (Fünfter), Stefan Zachäus (Sechster) und Simon Westermann (Siebter) erzielte Buschhütten deutlich mehr Spitzenergebnisse als das Hylo Team Saar und setzte sich so mit Platzziffer 19 vor den Saarländern (38) durch, bei denen neben Priester auch Jannik Schaufler als Vierter und Chris Ziehmer als Zehnter Top-Ten-Ergebnisse erzielten.

Buschhütten hat in der Gesamtwertung nun einer Zähler mehr als das Hylo Team Saar bei gleicher Platzziffer, sodass die Mannschaft, die sich in Saarbrücken vor dem Konkurrenten im Meisterschaftsrennen platziert, der neue Titelträger sein wird. „Es wird erst in Saarbrücken abgerechnet, auch wenn es gut aussieht“, sagte Rainer Jung: „Aber uns reicht ein zweiter Platz in Saarbrücken vermutlich nicht.“

Spannend bleibt auch der Kampf um Rang drei, wo Darmstadt nun eine Top-Ausgangssituation hat. Auf Rang vier und fünf folgen die Mannschaften aus Berlin und Süßen.

© Text: Thorsten Eisenhofer; [08.08.2021]; Foto: DTU/Marcel Hilger

Spannend wie selten geht es in der 1. Triathlon-Bundesliga vor dem dritten Rennen der Saison, das am Sonntag (8. August) in Nürnberg über die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen) stattfindet, zu. Nicht nur im Kampf um die Meisterschaft ist es bei Männern und Frauen so eng wie nur möglich. Im Kampf um Rang drei mischen jeweils noch vier Mannschaften mit. Das Rennen der Frauen beginnt um 10.15 Uhr, das der Männer um 12 Uhr. Viel spannender kann es im Rennen um den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters nicht zugehen: bei Männern und Frauen liegen jeweils zwei Mannschaften nach zwei Rennen punktgleich mit 39 Zählern auf Rang eins und zwei, getrennt nur durch die Platzziffer, also die Addition der Einzelergebnisse der jeweiligen Rennen.

Bei den Männern ist das Hylo Team Saar Spitzenreiter. Die Mannschaft aus dem Saarland hat diese Saison erstmals die Chance, den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters zu gewinnen, kann aber in Nürnberg nicht in Bestbesetzung antreten, da einige Athleten schon auf dem Weg zum Rennen der World Triathlon Championship Series in Montreal am Wochenende darauf sind. Auch der Titelverteidiger, das EJOT Team TV Buschhütten, muss auf seine deutschen Topstars um den Olympiastarter Justus Nieschlag verzichten. Für den Serienmeister starten unter anderem der Olympiateilnehmer Stefan Zachäus (Luxemburg) und der Franzose Anthony Pujades, der bereits drei Bundesligarennen gewinnen konnte.

Bei den Frauen hat sich die Mannschaft aus Buschhütten durch den Sieg im zweiten Saisonrennen in Potsdam knapp am Auftaktsieger Triathlon Potsdam vorbeigeschoben, nun also die etwas bessere Ausgangssituation im Titelrennen und auch die – vom Papier her – etwas stärke Aufstellung für Nürnberg gewählt. Unter anderem sind die Deutsche Meisterin Lisa Tertsch, die Olympiazwölfte Zsannett Bragmayer (Ungarn) und Annika Koch dabei. Potsdam hat die Olympiateilnehmerin Jolanda Annen (Schweiz) sowie die starken deutschen Nachwuchsathletinnen Julia Bröcker und Selina Klamt gemeldet.

Spannung auch im Kampf um Rang drei

Nicht nur der Kampf um Rang eins ist spannend. Auch Rang drei ist heiß umkämpft. Bei den Männern sind das hep Team Neckarsulm, das Triathlon Team DSW Darmstadt und das Team Berlin mit jeweils 33 Zählern punktgleich. Das WMF BKK-Team AST Süßen als Sechster ist mit 30 Punkten noch in Lauerstellung zum Podium.

Nicht weniger knapp geht es bei den Frauen zu. Auch hier haben noch vier Mannschaften gute Chancen, die Saison auf dem Podium abzuschließen: die SG Triathlon one Witten (34 Punkte), das Triathlon Team DSW Darmstadt (33), das ProAthletes KTT 01 und das SSF Bonn Triathlon Team (jeweils 32). Es wird spannend zu verfolgen, ob sich eine Mannschaft im Kampf um Rang drei in Nürnberg schon einen entscheidenden Vorteil erarbeiten kann.

Fünf Tokio-Teilnehmer*innen am Start

Gerecht wird die 1. Triathlon-Bundesliga in Nürnberg wieder ihrem Ruf als eine der stärksten Triathlonligen der Welt, in der sich hoffnungsvolle deutsche Nachwuchsathlet*innen mit Weltklassesportler*innen messen können. Mit Jolanda Annen, Jorik van Egdom (beide Triathlon Potsdam), Zsannet Bragmayer, Stefan Zachäus (beide EJOT Team TV Buschhütten) und Petra Kurikova (Triathlon one Witten) sind fünf Athlet*innen in Nürnberg dabei, die eine Woche zuvor noch bei den Olympischen Spielen in Tokio gestartet sind.

Mit ihnen messen sich unter anderem drei der vier deutschen Teilnehmer*innen der U23-WM im kanadischen Edmonton am 21. August (Lisa Tertsch, Annika Koch, Simon Henseleit) und neun der zehn deutschen Starter*innen der Junioren-Europameisterschaften in Kitzbühel im Juni, unter anderem die zweifache Europameisterin Jule Behrens.

Der Meister bei Männern beziehungsweise Frauen darf sich am Ende der Saison in einer der stärksten Triathlon-Ligen der Welt mit dem Titel Deutscher Mannschaftsmeister 2021 schmücken. Die Auf- und Abstiegsregelungen wurden für diese Saison aufgrund der ungleichen Trainingsbedingungen infolge der Corona-Pandemie außer Kraft gesetzt.

Die Rennen der Frauen und Männer sind auf dem Instagram-Live-Kanal der 1. Triathlon-Bundesliga ab dem Line up vor dem Rennen live zu verfolgen. Die Übertragung des Rennens der Frauen beginnt gegen 10 Uhr, die Übertragung des Wettbewerbs der Männer gegen 12 Uhr. Es wird Livebilder von allen drei Disziplinen geben, mitkommentiert von aktuellen Bundesligaathlet*innen sowie Zielinterviews.

© Text: 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga; Foto: Jörg Schüler [5.08.2021]

Im Mai 2021 holte die Ingolstädterin Anabel Knoll, die in Nürnberg lebt und dort am Bundesstützpunkt Triathlon trainiert, beim Entscheidungsrennen des Dachverbandes in Kienbaum die Olympia-Qualifikation. Die 25-jährige ist damit eine von zwei deutschen Damen, die in Tokio antreten dürfen. Hier tragen wir Links, Informationen und Nachrichten rund um Anabel Knoll und ihr Olympia-Rennen zusammen.

Wir wünschen viel Erfolg!

Aktuelles aus Tokio

Beim Rennwochenende im ungarischen Tiszaujvaros konnte sich Simon Henseleit in zwei Rennen die WM-Qualifikation erkämpfen. Der 21-jährige darf nach einem starken sechsten Platz im Endranking im August nach Edmonton reisen und sich dort dem internationalen Spitzenfeld bei den Weltmeisterschaften stellen.

Am Samstag wurden zunächst Halbfinalrennen über die Sprintdistanz ausgetragen. Im Feld der Elite-Frauen erreichte Tanja Neubert (TV 48 Erlangen) Platz 16. Sie hatte damit den Einzug in das Finale geschafft. Sophie Rohr und Rico Bogen schieden nach den Halbfinalrennen leider aus. Für Simon Henseleit hingegen klappte der Auftakt perfekt: „Im ersten Rennen ging mein Plan voll auf und ich befand mich nach einem schnellen Schwimmen in einer achtköpfigen Spitzengruppe am Rad. Am Ende qualifizierte ich mich mit Platz vier fürs Finale.“

Hitzeschlacht Teil 2

Auch am Sonntag, dem Tag des Finales, stieg das Thermometer über 30°C. Simon Henseleit wurde beim Schwimmen an einer Boje getaucht und ausgebremst, konnte jedoch auf dem Rad seine Stärke beweisen. Nach einem guten Wechsel schaffte er es als Erster auf den Laufkurs zu gehen. Auf den abschließenden fünf Laufkilometern quälte die Hitze, doch der Kaderathlet biss sich durch und freute sich am Ende über Platz sechs und die beste Platzierung der deutschen Athleten. „Sicher kein perfektes Rennen, vor allem mit dem wirklich schlechten Schwimmen, aber die From ist definitiv da, und ich bin enorm happy mit dem Ausgang des Rennens!“, zieht der Sportler des Tri-Team Schongau nach dem Wochenende Bilanz.

Tanja Neubert belegte im Finale der Frauen Platz 21.

Die Ergebnisse des Rennens finden Sie hier.

© Text: Christine Waitz; Foto: T. Baumgärtel [20.07.2021]

Viele Nachwuchsathletinnen und -athleten aus Bayern haben in den vergangenen 18 Monaten Durchhaltewillen und Trainingseifer gezeigt. Am vergangenen Wochenende wurde dieser besonders für einige junge Sportler*innen belohnt. Ein großes BTV-Team ging beim Woogsprint Triathlon in Darmstadt an den Start. Dabei zeigte sich auch, dass Wettkampfroutine Übung braucht. Trotzdem sprangen gute Leistungen bei der Generalprobe für die Deutschen Meisterschaften am 18. Juli in Schongau heraus.

Zugegeben, die Wettkampfroutine musste durchaus aufgrund der angepassten Durchführung etwas nachjustiert werden. Statt Massenstart gab es Jagdstart, statt Radfahren im Pulk wurde das Rennen mit Windschattenverbot ausgetragen.

Vor dem Rennen: BTV-Athleten im Teamdress

Ein knappes Rennen um Platz Zwei entschied Luis Rühl (TSV Harburg) für sich. Besonders stark zeigte sich Isabel Altendorfer. Die Kaderathletin, die ursprünglich vom Laufen kommt, überzeugte bereits auf dem Rad und legte so den Grundstein für einen starken zweiten Platz. Ebenfalls in der zweiten Disziplin unschlagbar war Moritz Göttler, der sich im Folgenden den Silberrang sicherte In der Klasse der U23-jährigen gingen gleich die ersten zwei Treppchenplätze an bayerische Sportler: Fabian Kraft (TV 1848 Erlangen) siegte und Neilan Kempmann (SC Delphin Ingolstadt) wurde Zweiter.

Das Fazit des begleitenden Trainers Johnny Zipf lautete: „Insgesamt bin ich auch aus Trainersicht zufrieden. Ein Großteil der Athlet*innen konnten überzeugen und ihre Trainingsleistungen abrufen. Auch Leichtsinns- oder Wechselfehler blieben nahezu aus, was im Hinblick auf Schongau sehr wichtig ist. Der Wettkampf sollte so einiges an Sicherheit und Selbstvertrauen für die jungen Sportler*innen gebracht haben. Neben den Podiumsplatzierungen sind auch noch Jan und Tim Semmler mit Platz 4 und 5 sehr positiv aufgefallen. Ebenso Justus Oeckl, der mit großem Kämpferherz die zweitbeste Laufzeit über alle Altersklassen hinweg auf die Strecke zauberte und Cosima Rau, die ihren allerersten Triathlon unter den besten Zehn beendete.“

Der leitende Landestrainer Stephen Bibow lobte die gesamte Mannschaft: „Die Stimmung im Kader war richtig gut und trotz des anspruchsvollen Rennens, mit schlechtem Wetter und Windschattenverbot, war der Leistungs- und Kampfeswillen sehr groß! Für mich war auch entscheidend, dass das Team insgesamt hervorragende Arbeit geleistet hat. Mit den Trainern und Betreuenden Johnny Zipf, Thomas Voit und Hanna Kraus herrschte die perfekte Balance zwischen professionell sein und locker bleiben, zwischen Erfahrung und frischem Wind.“

Ergebnisse Jugend B

  • Sara Walter: 11. Platz
  • Lena Morraw: DNF nach Defekt
  • Luis Rühl: 2. Platz
  • Elias Wirths: 8. Platz

Ergebnisse Jugend A

  • Isabel Altendorfer: 2. Platz
  • Juliane Möllers: 8. Platz
  • Jule Resselberger: 9. Platz
  • Moritz Göttler: 2. Platz
  • Jan Semmler: 4. Platz
  • Tim Semmler: 5. Platz
  • Justus Oeckl: 9. Platz
  • Manuel Lessing: 11. Platz
  • Ben Kaufmann: 12. Platz
  • Jan Pluta 14. Platz
  • Mark Bittner: 19. Platz

Ergebnisse Junior*innen

  • Amelie Hanf: 4. Platz
  • Cosima Rau: 9. Platz
  • Valentin Krems: 9. Platz
  • Valentin Hofmann: DNF

Ergebnisse U23

  • Fabian Kraft: 1. Platz
  • Neilan Kempmann: 2. Platz

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

© Text: Christine Waitz; Bilder: BTV/Tom Voit [13.07.2021]

Am Sonntag, den 18. Juli 2021 finden in Schongau die Deutschen Meisterschaften der Jugend- und Juniorenklassen statt. Eine begrenzte Anzahl von bayerischen Athletinnen und Athleten hat die Chance dort an den Start zu gehen. Eine Bewerbung ist ab sofort möglich.

Normalerweise erfolgte die Nominierung auf Basis der zuvor erfolgten Starts bei BTV Memmert Nachwuchscup.
Aufgrund der fehlenden Ergebnisse werden die begrenzten Plätze in diesem Jahr unter Berücksichtigung einzureichender Test-Zeiten über 400m Schwimmen und 3000m Laufen vergeben. Als Grundlage zur Beurteilung dienen die Normzeiten des BTV-Kaders, die Entscheidung obliegt dem Leistungssportausschuss des BTV.

Bewerbungsschluss ist der 01.07.2021.

Die Bewerbung erfolgt ausschließlich über das Formular.

© Text: Christine Waitz; Foto: Mirco Beyer, DTU [25.06.2021]

Deutsche Athletinnen und Athleten feierten ein erfolgreiches Wochenende bei den Triathlon-Europameisterschaften über die Supersprintdistanz in Kitzbühel: Jule Behrens und Henry Graf (beide Darmstadt) holten Junioren-EM-Titel, Laura Lindemann (Potsdam) siegte in der Elitewertung, die deutsche Junioren Mixed Relay-Mannschaft holte Gold und das Elite-Team Silber. Franca und Simon Henseleit zogen ein Fazit mit gemischten Gefühlen für Ihre Rennen. Anabel Knoll wird 18.

Über 500m Schwimmen, 12 Kilometer Radfahren und 3,1km Laufen wurden die Rennen in mehreren Läufen ausgetragen. Während sich Annabel Knoll und Franca Henseleit jeweils für das A-Finale qualifizieren konnten, musste sich Simon Henseleit mit dem Start im B-Finale zufrieden geben: „Das lief nicht ganz nach meinen Erwartungen“, sagt der 21-jährige im Nachgang. „In den letzten Wochen fühlte ich mich schon nicht bei 100% und das änderte sich leider im Halbfinale am Freitag auch nicht. Vor allem beim Laufen musste ich auf diesem hohen Niveau Tribut zollen und verpasste die Finalqualifikation um sechs Sekunden knapp. Für das B-Finale am Samstag versuchte ich mich noch einmal zu motivieren und mir etwas Selbstvertrauen wiederzuholen. Am Start kam ich dann auch gleich gut weg und war auch am Rad von Anfang an vorne mit dabei. Hier gab es leider wenig Bereitschaft zur Zusammenarbeit und so musste ich mich auf eine Laufentscheidung einstellen. Umso zufriedener bin ich am Ende mit einem soliden vierten Platz und insgesamt dem 13. Platz in der U23 Wertung. Nach zwei harten Renntagen freue ich mich jetzt auf etwas Ruhe, bevor die Vorbereitung für die zweite Saisonhälfte startet.“

Schwester Franca schaffte den Einzug ins A-Finale, war jedoch mit dem 21. Platz am Ende auch nicht ganz zufrieden: „Beide Rennen waren ein ziemlicher Kampf für mich. Meine Laufpause direkt in der Vorbereitungsphase der EM habe ich ganz schön zu spüren bekommen und so musste ich leider einige Athletinnen ziehen lassen. Trotzdem hab ich für mich zwei gute Rennen gemacht und es durchgezogen“, berichtet sie.

Anabel Knoll wurde im A-Finale der Elite-Damen 18.

Alle Ergebnisse der Rennen finden Sie hier.

© Text: Christine Waitz; Foto: Baumgärtel  [21.06.2021]

Neben dem neu initiierten Tripoint und Coach-the-Coach-Projekt bietet das Leistungssport-Team des Bayerischen Triathlon-Verbands allen interessierten Nachwuchsathlet*innen und Trainer*innen ab sofort auf Anfrage einen Rahmentrainingsplan (RTP). Der Plan soll Sportler*innen und Trainer*innen in bayerischen Vereinen als Leitfaden durch die Saison dienen.

„Das gesammelte Wissen und die Erfahrungen der Trainer des Bundesstützpunkt Triathlon Nürnberg ist in diesen Plan eingeflossen“, berichtet Jonathan Zipf, der maßgeblich an der Erstellung des Plans beteiligt war. „Uns geht es darum, neue Impulse und Ideen zu liefern, um das Nachwuchstraining sinnvoll und abwechslungsreich zu gestalten.“

Die Initiative ist ein Teil der Idee, die Verbindung zwischen Vereinen, dem BTV-Nachwuchs und dem BTV Leistungssport zu stärken und ein aktives Netzwerk aufzubauen.

Interessierte können Ihre Anfrage per E-Mail an coachthecoach@triathlonbayern.de senden.

Folgende Infos müssen zum Erhalt des RTP enthalten sein:

  • Name des Athleten/des Trainers/des Vereins
  • Jahrgang/Jahrgänge des/der Athleten
  • für Athleten und Vereine: Name des Trainers
  • Anzahl der Athleten im Verein

Hinweis zum Datenschutz

Ziel dieser Abfrage ist es, Athlet*innen und Trainer*innen aus Vereinen passgenaue Unterstützung zukommen zu lassen. Die Antworten werden durch das Leistungssport-Team und Jugend-Team des Bayerischen Triathlon-Verbands ausgewertet. Informationen werden nicht weitergegeben oder ohne Einwilligung veröffentlicht.

Gemäß Datenschutz haben Sie das Recht auf Auskunft sowie Löschung Ihrer personenbezogenen Daten. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit widerrufen. Schreiben Sie dazu eine E-Mail an geschaeftsstelle@triathlonbayern.de. Nach erfolgtem Widerruf werden Ihre Daten gelöscht.

© Text: Christine Waitz; Foto: Theresa Baumgärtel; Video: Johnny Zipf   [11.06.2021]