Gleich fünf bayerische Triathletinnen und ein Triathlet brachten Medaillen von den Weltmeisterschaften auf der ITU-Langdistanz und im Aquabike in Almere mit nach Hause. Felix Mitterbauer vom TSV Ottobrunn lief als Zweiter der M20 mit einer Zeit unter zehn Stunden über die Ziellinie. Anja Kobs (TSV Alling) holte in der AK45 den Weltmeistertitel auf der Langdistanz und Heike Uhl (CIS Amberg) wurde Vizeweltmeisterin. Neue Weltmeisterin im Aquabike ist Gabi Keck (CIS Amberg). In der gleichen Disziplin wurden Anja Kern (Team Twenty Six) Zweite und Claudia Bregulla-Linke (SC Riederau) Dritte. Wir haben uns mit einigen ambitionierten Altersklassenathletinnen unterhalten.

Endlich wieder internationale Meisterschaften – wie habt ihr euch auf die WM in Almere vorbereitet?

Gabi Keck: Da ich die WM in Almere als Saisonhöhepunkt 2021 anvisiert hatte, lag mein Trainingsschwerpunkt natürlich in den Sommermonaten. Durch eine Verletzung wurde ich bis März eh ausgebremst, so dass mir der späte Termin im September stark entgegen kam. Die EM am Walchsee im Juni diente schon zur ersten Orientierung. Mein Platz 2 deutete auf einen guten Formaufbau hin und ich freue mich, dass es wirklich geklappt hat!

Claudia Bregulla-Linke: Mit vielen Rad- und Schwimmkilometern natürlich. Außerdem war die EM am Walchsee im Aquabike die perfekte Vorbereitung. Dort war ich allerdings mit der Holzmedaille in meiner Gruppe nicht zufrieden. Außerdem bin ich mit meinem Sohn Tobias im August in vier Tagen mit dem Rennrad von Dresden nach Kössen in Österreich geradelt. Die langen Radfahrten trainieren die Sitz- und Haltemuskulatur natürlich sehr gut für die Langdistanz – das half sicher auch.

Für Heike Uhl war es die erste Langdistanz. „Ich kann mir vorstellen, dass es nicht die Einzige bleibt.“

Heike Uhl: Die Vorbereitung für die Langdistanz hat aufgrund von Corona ausschließlich zu Hause stattgefunden. Durch die langen Einheiten kenne ich meine Heimat samt Umland jetzt sehr genau 🙂 Dass ich in der WM-Wertung gestartet bin, war eher eine spontane Entscheidung. Ich war zunächst für die offene Wertung angemeldet, da es meine erste Langdistanz war.

Anja Kobs: Ich bereitete mich seit knapp 2 Jahren auf meine dritte Langdistanz vor, weil es ja Gut werden sollte ???? Als Vorbereitungswettkampf waren mir die EM am Walchsee (Vize-Titel) und der 70.3 in Graz (AK Sieg) perfekt gelungen.

Als Altersklassenathletinnen müsst Ihr den Sport immer auch in euren Alltag integrieren. Wie schafft ihr das? Besonders unter dem Hinblick, dass ihr mit Starts bei internationalen Meisterschaften ambitioniert unterwegs seid?

Claudia Bregulla-Linke

Claudia Bregulla-Linke: Als Vollzeitberufstätige am Staatsinstitut in Augsburg, wo ich angehende Sportlehrer ausbilde, bin ich immer in Bewegung und versuche so gut es geht, die Trainingseinheiten mit den Unterrichtszeiten zu vereinbaren. Sehr oft schaffe ich so auch eine Motivation für meine angehenden Lehrer einen Triathlon mal auszuprobieren. Einige Studierende konnte ich sogar langfristig für diesen Sport begeistern.
Als Staatsbeamtin muss aber auch jeder Sonderurlaub für die Wettkämpfe außerhalb der Ferien beantragt werden und das ist manchmal in Prüfungszeiten gar nicht möglich. Also müssen die Wettkämpfe sorgfältig ausgewählt und lange vorher beantragt werden.

Heike Uhl: Da ich Vollzeit als Physiotherapeutin arbeite, habe ich die langen Trainingseinheiten ausschließlich am Wochenende absolviert. Zudem habe ich große Unterstützung durch meinen Lebenspartner und meine Familie erhalten.

Anja Kobs: Das ist bei mir weniger das Problem. Ich arbeite 33 bis 35 Stunden in der Woche, habe aber als Hospizbegleiterin noch ein Ehrenamt. Allerdings keine Kinder und familiäre Verpflichtungen und kann daher „mein Ding“ machen.

Gabi Keck: Mein Mann und meine beiden Kinder ( 13 und 19 Jahre ) unterstützen mich seit Jahren. Viele Radeinheiten absolviere ich mit meinem Sohn Samuel. Besonders bei den harten Einheiten ist er ein großer Motivator! Die Schwimmeinheiten werden sogar mit der Tochter und dem Sohn praktiziert. Dazu kommt noch: Auf Wettkampfreisen begleiten sie mich meistens.

Was geht einem durch den Kopf, wenn man eine WM-Medaille überreicht bekommt?

Heike Uhl: Ich war in erster Linie glücklich darüber, dass ich meine erste Langdistanz so gut ins Ziel gebracht habe. Dass es in der WM-Wertung zu einem zweiten Platz gereicht hat, war für mich das I-Tüpfelchen. Die Medaille bekommt auf alle Fälle einen besonderen Platz 🙂

Anja Kobs

Anja Kobs: Für mich ging ein sehr, sehr langer Traum in Erfüllung: Mal bei einem großen Rennen den WM Titel zu erreichen! Dass das dann auch noch genau bei der Königsdisziplin gelang, dazu mit einer Fabelzeit und dem 6. Platz gesamt aller AGies, ist schon der absolute Wahnsinn.

Claudia Bregulla-Linke: Freude, Stolz, Respekt und eine tiefe Zufriedenheit, einen Wettkampf und die Distanz unfallfrei und erfolgreich bestanden zu haben.

Gabi Keck:  Stolz und Zufriedenheit! Denn die Mühen und Strapazen haben sich gelohnt. Jetzt erstmal die Füße hochlegen…und Motivation für die nächste Saison sammeln!

Was sind eure nächsten Ziele?

Anja Kobs: Für mich sind Meisterschaften nicht immer unbedingt das Ziel. Wenn es reinpasst super, wenn nicht, gibt es genug anderes. Das erste große Ziel für 2022 wird nochmal der Marathon unter drei Stunden mit Bestzeit sein (02.55-02.57) und dann der Ironman in Frankfurt. Im Herbst fliege ich nach USA zur  70.3 WM.

Gabi Keck: DM, EM oder WM auf jeden Fall. Meisterschaften geben mir besondere Anreize und Ziele…

Claudia Bregulla-Linke: Meine große Leidenschaft ist der Wintertriathlon 2022 und ich hoffe sehr meinen Weltmeistertitel verteidigen zu können. Dann in einer neuen Altersklasse ????.

Heike Uhl: Derzeit habe ich noch keine konkreten Ziele. Zunächst einmal lege ich die Beine etwas hoch und mache Saisonpause. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass es nicht bei dieser einen Langdistanz bleibt, da es mir großen Spaß gemacht hat.

© Text: Christine Waitz; [15.09.2021]; Fotos: privat

Die Deutsche Triathlon Union (DTU) veranstaltet am Donnerstag, den 16. September um 18 Uhr einen Instagram-Live-Talk mit dem Paralympics-Sieger Martin Schulz. Unter anderem wird sich das Gespräch über seinen Erfolg in Tokio, seine Ziele für die Zukunft und den Stellenwert des Parasports drehen. Auch Zuschauer*innen haben die Gelegenheit, über die Chatfunktion Fragen an Martin zu richten.

Wie könnt ihr dabei sein?

Voraussetzung ist ein Konto bei Instagram. Wie man ein Konto bei Instagram eröffnet, erfährt man hier. Folgt der Deutschen Triathlon Union (@triathlondeutschland) auf Instagram und öffnet am Donnerstag um 18 Uhr Instagram. Dann könnt ihr oben in der Story-Leiste sehen, dass die Deutsche Triathlon Union ein Livevideo zeigt. Draufklicken – und schon ist man live dabei.

© Text: DTU/ Anpassungen: Christine Waitz; [15.09.2021]; Foto: World Triathlon

Eine spektakuläre Kulisse im Olympiapark, rasante Rennen und zwei bayerische Starter. Die deutsche Premiere der Super League mit internationaler Topbesetzung war ein echtes Highlight im Triathlonkalender – auch, wenn nicht viele Zuschauer vor Ort sein konnten. Dafür übertrug das Bayerische Fernsehen das Spektakel mit den ungewöhnlichen und spannenden Formaten live.

Nachwuchs erleben Stars hautnah

Zu den wenigen, die vor Ort sein konnten, gehörte auch eine Gruppe bayerischer Jugendlicher, die ein Nachwuchs-Camp der BTV-Triathlon-Jugend besuchten. Neben gemeinsamen Trainingseinheiten und Freizeitangeboten war der Besuch des Profirennens das Highlight des Wochenendes. Die jungen Triathletinnen und Triathleten aus den Vereinen des Verbandsgebiets konnten sogar zwei Vorbilder aus den eigenen Reihen bewundern. Denn Olympiateilnehmerin Anabel Knoll und Nationalkaderathlet Simon Henseleit waren unter den Profis aus aller Welt. „Die Jugendlichen haben ein vollgepacktes Wochenende in München mit Fahrrad-Sightseeing-Tour, Burgeressen, Besuch der Mobilitäsmesse IAA und weiteren sportlichen Aktivitäten erlebt. In den Räumlichkeiten des TV Planegg-Krailling waren wir dabei super untergebacht. Die Rennen der Super League hautnah zu erleben und die bayerischen Athleten, sowie die Weltelite anzufeuern, war für die Kinder aber auch uns Betreuer ein krönender Abschluss für ein gelungenes Wochenende“, resümiert Initiator des Camps Christoph Gawens.

Jede Sekunde zählt

„Eaqualizer“ nennen die Macher das Zeitfahren, das den Auftakt der knallharten Wettkämpfe bedeutete. 2,4 Kilometer wurden im zehnsekündigen Abstand unter die Räder genommen. Im Anschluss wurde der erste Triathlon von 300 Metern Schwimmen, 2,4 Kilometern Radfahren und 1,8 Kilometer laufen auf Grundlage der zuvor erzielten Platzierung und Rückstandes gestartet. Im abschließenden dritten Rennen ging es dann über die selbse Triathlon-Distanz um den Sieg und lohnende Preisgelder. Jessica Learmonth (Großbritannien) und Vincent Luis (Frankreich) räumten die Siege an diesem Tag ab.

Für die bayerischen Starter*innen hieß es am Ende Platz 9 (Anabel Knoll) und Platz 12 (Simon Henseleit). „Over and out – ich denke, das war das härteste Rennen, das ich je gemacht habe.“, schrieb die Ingolstädterin Anabel Knoll am Abend. Der Schongauer Nachwuchsstar kommentierte: „Die Superleague-Rennen enttäuschen nie – ich konnte mir heute wieder richtig tolle Rangkämpfe mit den Jungs liefern und bin zufrieden mit dem 12. Rang.“

© Text: Christine Waitz; [13.09.2021]; Fotos: Christoph Gawens

Der Oberpfälzer Seenland Triathlon war am Wochenende Schauplatz der Bayerischen Meisterschaften der Gehörlosen. Eingebettet in das Sprint-Rennen der Oberpfälzer Veranstaltung ging es über 750 Meter Schwimmen im Steinberger See, 24 Rad- und fünf Laufkilometer um die Titel.

„Der Triathlon war absolut gelungen und Dank unseres tollen Teams war es eine Freude, den Wettkampf veranstalten zu können!“ schwärmt Organisator Christian Betzlbacher. Insgesamt waren rund 400 Startende auf der Sprint- und Supersprint-Distanz unterwegs. Darunter acht Gehörlose und auch ein Paratriathlet. „Die Inklusion war traumhaft“, berichtet Alexandra Götz, Fachwartin Triathlon im Bayerischen Gehörlosen Sportverband. „Wir fühlten uns sehr gut aufgehoben. Zum Beispiel war auf der Laufstrecke weniger „Verkehr“ und mehr Platz als bei unseren vorhergehenden Meisterschaften, was für Gehörlose ganz wichtig ist. Auch erklärte die Moderation, wie Klatschen für Gehörlose aussieht und die Leute machten begeistert mit!“

„Wir kommen gerne wieder“

Der Sieg auf der Sprintdistanz ging an Leo Kreuzer (run & bike Kelheim e.V.) vor Jonas Stengel (Arriba Göppersdorf) und Patrick Kilian (Tristar Regensburg). Den BM-Titel der Gehörlosen sicherte sich Volker Marks (GBF München / GSV Landshut), der noch in der Vorwoche die Langdistanz beim Triathlon Podersdorf gemacht hatte. „Auf der Langdistanz fühle ich mich zwar wohler“, sagte er, „aber vor allem beim Laufen war ich richtig gut drauf und freue mich über das Ergebnis.“

Verena Dormehl lief als erste Frau vor Ines Bradshaw (Tristar Regensburg) und Miriam Vetter über die Ziellinie. Claudia Platzeck (GSV Bayreuth), die sonst ebenfalls bevorzugt auf der Langdistanz unterwegs ist, wurde Bayerische Meisterin vor Barbara Brummer (GBF München) und Alexandra Götz (GSV Bayreuth/Team Oberpfalz).

Nicht nur für Alexandra Götz war die inklusive Veranstaltung ein Highlight „zu dem wir gerne wiederkommen“, sondern auch für die Veranstalter. „Es war toll, denn die gehörlosen Starterinnen und Starter haben sich sichtbar wohl gefühlt. Auch das Rennen des Para-Triathleten Chris Kolbeck lief richtig gut und das freut uns sehr!“

Zu den Ergebnissen des Rennens.

© Text: Christine Waitz; [14.09.2021]; Fotos: Seenland Triathlon

In den Landeskadern des Bayerischen Triathlon-Verbands werden talentierte Jugendliche ab 13 Jahren versammelt und unter professioneller Anleitung gefördert. Nachwuchssportler können sich beim alljährlichen Kadertest für die Aufnahme empfehlen.

Förderung in zwei Stufen

Der Bayerische Triathlon Verband führt zwei Kader. Der LK2-Kader richtet sich an die Athleten im Alter von 13 bis 16 Jahren. Voraussetzungen für die Aufnahme sind einerseits technische und leistungsmäßige Fähigkeiten der Aspiranten und andererseits normalerweise die Teilnahme an Veranstaltungen des BTV Nachwuchscups und des DTU-Jugendcups. Im LK1-Kader versammeln sich etwas ältere Athleten zwischen 15 und 19 Jahren. Sie erfüllen die Voraussetzungen, um mit großer Wahrscheinlichkeit in höhere Kader aufzusteigen und eine internationale Wettkampfkarriere beginnen zu können.

Am 10. Oktober findet der diesjährige Herbsttest des BTV am Bundesleistungsstützpunkt in Nürnberg statt. Ab 8:45 Uhr beginnen die Schwimm-Tests. Nachmittag geht es voraussichtlich am Sportplatz mit den Laufentscheidungen weiter.

Anmeldung bis 4. Oktober

Die Veranstaltungen finden unter Beachtung aller Hygiene und Sicherheitsmaßnahmen statt. Eltern und Betreuer werden deshalb gebeten den Wettbewerben soweit wie möglich fern zu bleiben! Der detaillierte Zeitplan wird eine Woche vor der Veranstaltung veröffentlicht werden.

Die Anmeldung zum Kadertest muss bis 4. Oktober ausschließlich unter diesem Formular erfolgen.

Die Ausschreibung zum Kadertest finden Sie hier.

© Text: Christine Waitz; [14.9.2020] Bild: BTV

Der immense Aufwand hat sich gelohnt: Nach Terminverschiebung im Sommer konnte am Sonntag der Triathlon Ingolstadt stattfinden. Ein großer Erfolg, denn die Auflagen machten eine Umsetzung alles andere als einfach. „Zufriedene Athleten und ein super Helferteam, die wirklich das Beste tun – was will man mehr. Letzteren gilt mein Dank und natürlich auch allen Sponsoren und Unterstützern der Stadt, deren Vertreter alle da waren“, sagt Organisator Gerhard Budy.

Rund 2000 Startende konnten auf Sprint-, Olympischer- und Mitteldistanz wunderbarstes Spätsommerwetter und die neue Laufstrecke mit Zieleinlauf in der Innenstadt genießen.

Titelverteidiger ließ sich von Vorbelastung nicht beeindrucken

In der Männerkonkurrenz führte der Titelverteidiger Tobias Heining das Feld nach dem Radfahren mit knappem Vorsprung an. Der Nürnberger, dem noch der Challenge Roth in den Beinen steckte, musste dann aber seine Führung wieder abgeben. Der Athlet des Post SV Nürnberg meinte nach dem Rennen: „So schnell wieder am Start zu stehen ist zwar definitiv nicht empfehlenswert, aber toll war es dennoch!“ Vor ihm triumphierte Simon Huckestein (Triathlon Wetterau-Friedberg e.V.) mit dreieinhalb Minuten Vorsprung nach starker Laufleistung – er legte einen Halbmarathon in 1:10 Stunden hin.

Der vorletzte BM-Titel der Saison ging an den Gesamt-Dritten Tom Hohenadl vom RSC Auto Brosch Kempten. Er beendete das Rennen nach 3:34:50 Stunden.

Den zweiten BM-Platz erreichte Nico Wittmann (TSV Gaimersheim), der bereits Bayerischer Vizemeister auf der Kurzdistanz ist. Sven Pollert (SG Poing) wurde Dritter.

Illeditsch holt Sieg auf der Laufstrecke

Lange offen war auch das Frauenrennen. Elena Illeditsch nahm nach dem Radfahren nur einen knappen Vorsprung vor der Mannheimerin Franzi Reng und Sarah Schönfelder (Triathlon Grassau) mit auf die Laufstrecke. Auch Illeditsch war in der Vorwoche in Roth am Start. Von müden Beinen war bei der Athletin des TSV Greding jedoch nichts zu sehen. „Es war hart, aber ich bin überrascht, dass es so gut ging. Viel länger hätte es heute aber nicht mehr sein dürfen.“ Mit der besten Laufzeit setzte sich Illeditsch endgültig von ihren Mitstreiterinnen ab und triumphierte In 3:53:43 Stunden vor Reng und Schönfelder, die sich den Bayerischen Meistertitel sicherte. Christine Pietzner (Triastar Regensburg) und Lisa Heinrichs (SV Würzburg 05) komplettierten das Meister-Podium.

Auf der Kurzdistanz waren Stargast Maurice Clavel und Sophia Ramsauer (Team Memmert e.V.), auf der Sprintdistanz Lennart Fallart und Anna-Lena Wittmann (TSV Greding) erfolgreich.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

Altersklassen-Ergebnisse der Bayerischen Meisterschaft Mitteldistanz

Junioren
Moritz Henk (Tri-Team Triftern)

AK20
Sarah Schönfelder (Triathlon Grassau e.V.
Johannes Denner (MRRC München)

AK25
Christine Pietzner (Tristar Regensburg)
Tom Hohenadl (RSC AUTO BROSCH Kempten)

AK30
Claudia Mai (CIS Amberg)
Sebastian Mahr (SC Delphin Ingolstadt e.V.)

AK35
Katrin Esefeld (LG Mettenheim)
Daniel Eitler (Tri Team FFB)

AK40
Julia Jaenicke (Team Icehouse e.V.)
Frank Heckel (TSV Mitterfels

AK50
Michaela Trabert-Rehm (SV Marienstein)
Christian Schwab (SC 1997 Memmelsdorf)

AK55
Christa Zilman (TSV 1862 Friedberg)
Bernhard Lustig (HVB Club München)

AK60
Beate Übel (TB Erlangen)
Rudi Schädler (TSV Jahn Freising 1861)

AK65
Walter Ulrich (Team Klinikum Nürnberg)

AK70
Anton Reilhofer (SV Wacker Burghausen Triathlon)

Alle BM-Ergebnisse finden Sie hier.

© Text: Triathlon Ingolstadt/ Anpassungen Christine Waitz; [13.09.2021]; Fotos: Harald Eggebrecht

Mit dem Bewegungsförderungsprogramm des Bayerischen Staatsministeriums soll eine flächendeckende Bewegungsförderung von Schulkindern der ersten bis vierten Jahrgangsstufe sichergestellt werden. Durch eine finanzielle Unterstützung im Aktionszeitraum soll der Beitritt zu einem Verein erleichtert und damit die Bewegungsförderung unterstützt werden.

Die Eckdaten zum Programm lauten:

  • Aktionszeitraum: 14.09.2021 bis einschl. 13.09.2022
  • Gutscheinhöhe: 30,00 EUR/Schülerin bzw. Schüler
  • gilt für Grundschüler der Klassen 1 bis 4
  • Voraussetzung ist der Vereinseintritt in einen BLSV-Mitgliedsverein

Unter folgendem Link stellt der BLSV eine ausführliche Programmbeschreibung sowie umfangreiche FAQs zur Verfügung. Darin finden BLSV-Mitgliedsvereine auch alle Hinweise zur Abwicklung und Abrechnung der Gutscheine:

FAQ Bewegungsförderungsprogramm „Vereinsgutscheine“

© Text: BLSV; Anpassungen Christine Waitz [09.09.2021]; Bild: T. Baumgärtel

Im bayerischen Wettkampfkalender geht es auch zu diesem späten Zeitpunkt der Saison Schlag auf Schlag. Ursprünglich bereits im Juni geplant, findet der Triathlon Ingolstadt mit den Rennen über die Sprint-, Olympische- und Mitteldistanz, nun am kommenden Wochenende statt. Auf der Mitteldistanz werden im Rahmen des beliebten Events die Bayerischen Meister*innen gesucht.

Neue Laufstrecke mit Ziel in der Stadt

Eine lang ersehnte Neuerung stellte der Organisator des Rennens, Gerhard Budy, bereits vor einigen Wochen stolz vor: Das Ziel des Triathlon Ingolstadt kommt mitten in die Stadt. Vom Naherholungsgebiet am Baggersee ausgehend, wo sich weiterhin Start- und Zielbereich sowie die Wechselzone befinden, geht es in Laufschuhen in Richtung Innenstadt. Der neue Kurs führt anschließend über die Konrad-Adenauer-Brücke, vorbei am Rathausplatz, dem Viktualienmarkt und dem Theaterplatz. Auf der Mitteldistanz geht es außerdem auf zwei Stadtrunden noch in den nahen Klenzepark, mit seinen historischen Festungsanlagen. Im nächsten Jahr, so hofft Gerhard Budy, soll sich das Rennen dann vollständig in der Stadt abspielen.
Eine eher unfreiwillige Kursänderung aufgrund von Bauarbeiten musste zudem an der Radstrecke vorgenommen werden.

Die Titel werden nach 2019 übrigens neu vergeben, denn sowohl Titelverteidigerin Insa Schacht, als auch Titelverteidiger Roman Deisenhöfer sind nicht am Start.

Zäher Organisationsmarathon

Wie alle Veranstalter musste das gesamte Orga-Team des Triathlon Ingolstadt in den letzten zwei Jahren einen langen Atem beweisen. Dass die Großveranstaltung jetzt stattfinden kann ist nicht nur für die Sportlerinnen und Sportler ein Highlight, sondern für den Fortbestand der Veranstaltung wichtig. Während der Corona-Einschränkungen musste sich auch Veranstalter Gerhard Budy ein alternatives Betätigungsfeld suchen. Ihn brachte der Aufbau eines Schwimmkanals in Ingolstadt durch die Zeit. „Wenn am Sonntag der erste Startschuss fällt, fällt mir dennoch sicherlich ein Stein vom Herzen. Denn der Triathlon Ingolstadt ist für mich und mein gesamtes Team einfach ein Event, das wir nicht verlieren wollen“, sagt er.

Das Corona-Hygienekonzept: Es gilt die 3G-Regel – 87 % der Teilnehmer vollständig geimpft

Eine Herausforderung war für Budy und sein Organisationsteam die Umsetzung der Corona-Hygienemaßnahmen. Diese sehen vor, dass für eine Teilnahme die 3G-Regel gilt. Teilnehmen dürfen nur Athletinnen und Athleten, die entweder vollständig geimpft, genesen oder tagesaktuell einen negativen Corona-Test vorweisen können. Zudem gilt für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem ausgewiesenen Eventgelände (Start- und Zielbereich, Wechselzone, Ausgabe Startunterlagen) weiter eine Maskenpflicht. Der Veranstalter hält im Ziel FFP2-Masken bereit.

In einer anonymen Umfrage unter den gemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern gaben 87 % an, am Wettkampftag einen vollständigen Corona-Impfschutz zu haben.

Zur Website des Triathlon Ingolstadt.

© Text: Christine Waitz; [05.09.2021]; Foto: Harald Eggebrecht

Patrick Lange und Anne Haug heißen die Gewinner des diesjährigen Challenge Roth. Das Traditionsrennen wurde unter Corona-Einschränkungen mit verringertem Teilnehmerfeld, mit leicht kürzerer Strecke, aber bei perfektem Spätsommerwetter ausgetragen. In strahlendem Sonnenschein überraschte vor allem Einer: Der ehemalige Hürdenläufer Felix Hentschel aus Bamberg wurde nach 7:31:12 Stunden Dritter hinter Patrick Lange und Nils Frommhold.

Im Feld der Frauen konnte die Bayreutherin Anne Haug ihre Konkurrenz regelrecht deklassieren: Die Zweitplatzierte Britin Laura Siddall hatte im Ziel einen Rückstand von mehr als 31 Minuten. Haug kommentierte die Nachfrage des Kommentators auf den großen Abstand trocken: „Langsamer Laufen bringt auch nichts – dann dauert es schließlich noch länger.“ Fenella Langridge, ebenfalls Britin, lief als Drittplatzierte ins Ziel.

„Es war einfach nur noch herrlich“

Felix Hentschel neben Nils Frommhold und Sieger Patrick Lange

„Ich habe sicherlich davon geträumt so ein Rennen hinzubekommen und die Trainingsleistungen in der letzten Zeit haben mir auch immer wieder gezeigt, dass der Traum nicht unrealistisch ist. Aber natürlich ist es dann noch einmal etwas anderes, wenn man den Tag dann genau so erwischt und die Leistung abrufen kann“, berichtet Felix Hentschel nach dem Rennen.

Den Rennverlauf schildert er so: „Für mich als eher schwachen Schwimmer, hatte ich gleich zu Beginn ein positives Erlebnis, als ich sah, dass ich mit Sebi Kienle und Franz Löschke in der Gruppe war. Entsprechend gut war die Ausgangssituation für das Radfahren.“
Etwas mehr als eine Runde konnte er so in der großen Verfolgergruppe verbringen, bevor er sich gemeinsam mit Franz Löschke daraus lösen konnte. „Ich hatte im Vorfeld damit gerechnet, dass ich viele Stunden auf dem Rad alleine sein muss. Trotz der regelkonformen Abstände konnte ich mir so natürlich wichtige Energie für meinen Lauf sparen. In dem Moment, als ich den ersten Fuß auf den Boden gesetzt hatte, habe ich schon gemerkt, dass die Beine nicht schlecht sind.“ Bis Kilometer 38 arbeitete sich der Bamberger mit starker Laufleistung zum Podiumsrang vor. „Ab dem Moment, an dem ich auf Platz drei lag, war es dann einfach nur noch herrlich. Der Weg ins Stadion hat sich zwar auch noch etwas gezogen, aber es waren definitiv die genussvollsten letzten Kilometer, die ich seit langem gelaufen bin.“

Bayerische Starter erfolgreich

Für bayerische Altersklassenathletinnen und -athleten war das Rennen trotz der ungewöhnlich spärlichen Zuschauerbeteiligung ein schönes Heimspiel, bei dem sechs Deutsche Meistertitel heraussprangen: Tim Freitag triumphierte in der AK20 und holte sich zudem den Titel des Europameisters. DM-Goldmedaillen gingen an Amelie Dornberger in der AK25, Marco Sahm (AK45) und Marion Sünkel (AK50). Beate Uebel (AK60) und Gerhard Müller feierten jeweils DM/EM Doppelerfolge. Übrigens liefen mit Konrad Puk (SVGW Holzkirchen) in der AK70 und Gerhard Müller in der AK75 mit die ältesten Teilnehmenden aus Bayern über die Ziellinie.

Deutsche Meister aus Bayern

AK20: Tim Freitag (TEAM TWENTY.SIX E.V.)
AK25: Amelie Dornberger (SV ALTENSCHÖNBACH);
AK45: Marco Sahm (IFA NONSTOP BAMBERG)
AK50: Marion Sünkel (TEAM KLINIKUM NÜRNBERG)
AK60: Beate Uebel (TB ERLANGEN)
AK75: Gerhard Müller (TDM-FRANKEN)

ETU Europameister aus Bayern

AK20: Tim Freitag (TEAM TWENTY.SIX E.V.)
AK60: Beate Uebel (TB ERLANGEN)
AK75: Gerhard Müller (TDM-FRANKEN)

© Text: Christine Waitz; [05.09.2021]; Fotos: DATEV Challenge Roth/Christoph Raithel

Moritz Göttler holte bei den Deutschen Nachwuchsmeisterschaften am Sonntag in Jena den Vizemeister-Titel. In der „Saisonverlängerung“ erkämpfte sich der Sportler, der seit knapp zwei Jahren in Nürnberg lebt und trainiert, den Platz in der Laufentscheidung. Die Wettkämpfe in Jena waren kurzfristig, nach wetterbedingter Absage der DM Rennen in Schongau im Juli, auf Anfang September verschoben worden. Auch die Trainingskameraden des 17-jährigen lieferten gute Ergebnisse ab: Ben Kaufmann (Gealan TriTeam Hof) wurde Sechster, Justus Oeckl (CIS Amberg) wurde Achter, Jan Semmler (TV 1848 Erlangen) folgte ihm auf Platz neun. Für die A-Jugendlichen bedeuteten die Leistungen den Sieg in der Teamwertung.

„Die Vorbereitung war ziemlich kurz“

Das Feld ging fast gemeinsam auf die Laufstrecke.

„Nach der Verlegung der DM in den September, habe ich in Absprache mit meinen Coaches wie geplant drei Wochen Saisonpause gemacht, bevor das Training Mitte August mit einer Bikepacking-Tour mit Freunden wieder los ging“, berichtet Moritz Göttler. „Danach habe ich mich noch zwei Wochen etwas spezifischer in meiner Heimat Heidelberg vorbereitet und den Trainingsblock mit einem Testwettkampf in Saarbrücken abgeschlossen. Ich habe die Saison also eigentlich gar nicht verlängert, sondern kurzfristig wieder neu aufgebaut.“

Der Rennverlauf war, so erzählt er, ziemlich chaotisch. „Es sah erst einmal nicht so gut für mich aus.“ Nach einer guten ersten Schwimmrunde, verlor der Heidelberger beim Landgang den Anschluss und kam mit etwa zehn Sekunden Rückstand an Position vier aus dem Wasser. Auch der Wechsel verlief holprig, sodass er sich in der Verfolgergruppe wiederfand. Im Laufe des Rennens fuhren dann etwa 25 Athleten zu einer großen Spitzengruppe zusammen und eine Laufentscheidung stand an. Dort konnte er sich im Zielsprint den zweiten Platz sichern. „Damit kann ich sehr zufrieden sein“, zog er Bilanz, „vor allem, da ich mich mit dem Ergebnis für den NK1 qualifiziert habe. Das war von Anfang an mein Saison-Hauptziel.“

Weitere Plätze unter den besten Zehn ihrer Altersklasse sicherten sich Franca Henseleit (Tri-Team Schongau) bei den Junioren mit Platz acht und Isabel Altendorfer mit Platz neun in der Jugend A.

Team-Bild nach dem Rennen mit Juliane Möllers, , Jule Resselberger und Isabel Altendorfer.

Jugend B

Platz 26; Chiara Göttler
Platz 32; Alba Warter Rubio

Platz 29; Benedikt Müller

Jugend A

Platz 9; Isabel Altendorfer
Platz 12; Jule Resselberger
Platz 16; Juliane Möllers

Platz 2; Moritz Göttler
Platz 6; Ben Kaufmann
Platz 8; Justus Oeckl
Platz 9; Jan Semmler
Platz 11; Manuel Lessing
Platz 25; Tim Semmler
Platz 40; Sebastian Marx
Platz 56; Ludwig Sigl

Junior*innenen

Platz 8; Franca Henseleit
Platz 20; Amelie Hanf
Platz23; Cosima Rau

Platz 15; Valentin Hofmann
Platz 20; Leo Kreuzer
Platz 22; Valentin Krems
Platz 37; Maximilian Filipp

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

© Text: Christine Waitz; [02.09.2021]; Fotos: Eberhard Möllers