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Trisport Erding e.V. feiert 30-jähriges Bestehen
Vereine30 Jahre ist es her, dass aus einer Idee einer Handvoll Sportverrückter etwas ganz Großes wurde: der Trisport Erding e.V. wurde geboren. Ganz korrekt ist das nicht, denn die Vision eines Triathlonvereins in Erding, startete zu Beginn als Triathlonabteilung unter dem Dach des TSV Erding. Sieben Jahre später, auch, weil die Gründungsmitglieder der Abteilung langwierigen Absprachen mit dem Hauptverein und endlose Versammlungen im verrauchten Vereinsheim vermeiden wollten, wurde der Trisport Erding als eigenständiger Verein gegründet.
Ausdauersport im Fokus
Dabei war der Triathlonsport nicht ausschließlich das Hauptaugenmerk des Vereins, sondern der Ausdauersport an sich. Es gab schlichtweg noch gar nicht so viele Tritahlonwettkämpfe, sodass das Laufen primär im Fokus stand. „Unsere langen Osterläufe werde ich nie vergessen“, erinnert sich Ilka Rathje-Kübler, die 1992 mit ihrem Mann neu nach Erding kam und über die Suche nach einer Laufgruppe auf Winfried Kretschmer und Alfred Dünhuber stieß. „Die Läufe gingen in mehreren Runden um unser Haus, dort stand auch die Verpflegung mit Tee. An den Wochenenden fuhren wir zum Trainieren gerne in die Jachenau zur Hütte von Winfried und Otti. Er war von Anfang an der Visionär – ohne ihn gäbe es den Verein nicht“, erzählt Ilka.
Ein eigener Triathlon als Meilenstein
Winfried Kretschmer ist neben Ilka-Rathje-Kübler, Ottilie Freund, Bernd Grimm, Günther Emmer, Robert Wimmer, Matthias Neumayr und Karl Pfeiffer Trisportler der ersten Stunde.
Irgendwann kam auch die Idee auf, einen eigenen Triathlon zu veranstalten. „Die Anmeldungen kamen per Post zu mir. Irgendwann hat mich mein Postbote gefragt, ob ich Kettenbriefe verschicke, das wäre nämlich illegal“, erzählt Ilka lachend. Die erste Veranstaltung fand damals noch am Wörther Weiher statt. Sponsoren gab es kaum welche, „nur Dellermilch aus München“, erinnert sich Günther Emmer. Also kam es im Ziel für die Teilnehmer hauptsächlich Milchprodukte wie Frischmilch, Joghurt oder Buttermilch. „Und für die Siegerehrung mussten wir erfinderisch werden. Wir wollten unbedingt etwas „vorweisen“, deshalb haben Winfried und ich die Schilder von Pokalen, die wir selbst mal gewonnen hatten, abgemacht und neue darauf angebracht.“
Mit den Jahren wurde die Veranstaltung immer größer und zog irgendwann vom Wörther an den Kronthaler Weiher und damit in die Erdinger Innenstadt. Und je größer ein Event wird, desto wahrscheinlicher werden Pleiten, Pech und Pannen. „Einmal, das war noch in den Anfangsjahren in Erding, hatten wir am Freitagvormittag vor der Veranstaltung noch keine Genehmigung vorliegen, die aber nach einigen hektischen Telefonaten dann doch noch rechtzeitig eintraf, bevor die Verwaltung in das Wochenende ging.
Das zweite war ein Starkregen kurz vor dem Start am Kronthaler Weiher. Der Niederschlag war so heftig, dass sich über der Wasseroberfläche ein Nebel fein verteilter Wassertröpfchen bildete und die Wasserwacht sagte: Start unmöglich! Da hat sich ad-hoc ein kleines Krisenteam gebildet, das versucht hat, die Situation in den Griff zu bekommen. Ein Anruf von Jürgen bei den Fluglotsen am Flughafen hat dann ergeben, dass die Wetterfront bald durch sein würde. So war es dann auch, und bald konnte regulär gestartet werden“, erzählt Winfried Kretschmer. Und auch die beliebte Zielverpflegung sollte nicht immer vor höherer Gewalt verschont bleiben. „Ein Gewitter zog am frühen Nachmittag auf, Triathleten der Olympischen kamen ins Ziel, eine Böe riss die Pavillons samt Tischen um – Kuchen und Obst fielen zu Boden. Gott sei Dank passierte weiter nichts, keine Verletzung von Sportlern, nur etliche Pavillons waren beschädigt. Und: unser Kuchen reichte gerade noch für die letzten Sportler, die ins Ziel kamen“, erinnert sich Ottilie Freund.
Breites Vereins-Angebot und Sinn für das Miteinander
Doch die großen Sportveranstaltung, dem Stadttriathlon im Juni mit bis zu 1500 Athleten und der Stadtlauf im September, sind nur ein Teil dessen, was den Verein ausmacht. Neben einem aktiven Vereinsleben mit zahlreichen Trainingsangeboten, Workshops, Winterschwimmen, offenen Lauftreffs und Laufeinsteigerkursen (auch für Nichtmitglieder), gemeinsamen Wettkämpfen und Feierlichkeiten, steht der Trisport Erding e.V. für sein soziales Engagement. Wo immer es geht, versucht der Verein zu unterstützen und Menschen, die es weniger gut haben, Freude zu bereiten. Von Spendenläufen für die Tafel und Ukraine-Hilfe, die maßgeblich die TriKids des Vereins organisieren, über Weihnachtspackerl für den Fendsbacher Hof, Christbaumversteigerungen oder die Aktion „Aufrunden“, bei der über die Startgelder beim Triathlon Spenden u.a. für die Brücke Erding gesammelt werden.
„Sport, Soziales und Kultur – das ist die DNA des Vereins“, so Winfried Kretschmer – und das hoffentlich auch über die nächsten 30 Jahre hinaus!
Text: Trisport Erding e.V.
Jenny Stark: „Vor allem die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft schätze ich sehr!“
Breitensport, Vereine2018 entstand bei der SG Reisensburg-Leinheim aus der Breitensportabteilung „Laufen/Radeln/Schwimmen“ die Abteilung Triathlon – eine ganz junge Abteilung, also. Jennifer Stark ist ein Mitglied der kleinen Gruppe und schätzt vor allem das gute Miteinander ohne Leistungsdruck – und das obwohl die Sportlerin erfolgreich unterwegs ist.
Hallo Jenny,
wann und wie kamst Du zum Triathlon?
Seit fast 10 Jahren kenne ich meine Sportkollegen vom SG Reisensburg-Leinheim. Durch meine frühere Tätigkeit im Hallenbad Leipheim lernte ich die Athleten kennen und mittlerweile sind wir auch alle privat sehr gut befreundet. Damals haben mich Sie mich für meinen ersten Triathlon begleitet und motiviert.
In den letzten Jahren konntest du einige Titel auf Landesebene sammeln – was sind deine Ziele?
Ja das stimmt. Neben den Erfolgen auf Landesebene konnte ich auch noch weitere gute Platzierungen erreichen. Besonders stolz bin ich auf meine erste Mitteldistanz (Ironman 70.3) in Duisburg in diesem Jahr, die viel Vorbereitung forderte. Ansonsten entscheide ich meine Ziele und Wettkämpfe immer spontan, im Vordergrund stehen die Freundschaft und sozialen und Kontakte.
Du bist im Verein, dem SG Reisensburg-Leinheim, aktiv. Was macht für dich die Mitgliedschaft aus? Was bekommst du dort, was gibst du zurück?
Mit der SG Reisensburg-Leinheim habe ich einen tollen Verein gefunden. Vor allem die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft meiner Sportkameraden schätze ich sehr. Von den erfahrenen Athleten erhalte ich viele Tipps bei der Trainingsgestaltung. Natürlich versuche ich mich dort, wenn immer es möglich ist, auch aktiv im Ehrenamt einzubringen.
Triathlon ist ein zeitaufwändiger Sport. Hast Du nebenher noch Zeit, dich für andere Dinge zu begeistern?
Das ist ja das Schöne an diesem Verein. Hier werde ich zu nichts gezwungen und entscheide selbst, wieviel und wann ich am Training oder an Wettkämpfen teilnehme. Die wenige Zeit die ich noch erübrigen kann, verbringe ich zum Beispiel mit der Familie, Freunde, privat mit Sportkollegen oder auch mit meiner zweiten Leidenschaft, dem Motorradfahren.
Was bedeutet der Sport für dich und welche wichtigste Lektion hat er dir beigebracht?
Sport ist für mich zwischenzeitlich ein wichtiger Teil geworden. Ich habe viel Spaß dabei und genieße den Ausgleich zum Alltag. Was ich durch den Sport gelernt habe ist:
Vielen Dank für das Interview!
Das Interview ist Teil des Adventskalenders 2022. Mehr starke Frauen gibt es dort.
Link zur Übersichtsseite.
Fotos: Günther Theer
Tina Sendel: „Engagement macht mir so viel Spaß, dass es mir nicht zu viel wird!“
Breitensport, Sportentwicklung, Vereine„Tina Sendel ist immer mit viel Spaß dabei.“ So beschreiben ihre Vereinskameraden die Athletin aus Bayreuth. Dabei sind ihre Leistungen und Errungenschaften aller Ehren wert: 2016 schon war sie Bayerische Meisterin im Marathon, 2018 dann Altersklassen-Europameisterin auf der Langdistanz, in diesem Jahr AK-Europameisterin auf der Mitteldistanz in Bilbao. Schon zwei Mal war sie bei der Ironman WM 70.3 am Start und beim Ironman 70.3 Erker erreichte sie den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Doch das ist nicht der Grund, warum ihr Verein, die MaliCrew e.V., sie für den Adventskalender vorschlug.
„Neben diesen ganzen Titeln und Auszeichnungen Tina mehr als nur eine Einzelsportlerin in unserem kleinen Verein. Sie engagiert sich ebenso mit viel Freude und Herzblut als Supporterin – sie unterstützt nicht nur unsere Mitglieder beim Training, sondern ist auch gern einmal Pacemakerin für jemanden, der sein persönliches Ziel erreichen möchte und Organisatorin – egal ob Nikolausspendenlauf, Vereinswinterlaufserie, Online Adventskalender während Corona oder die Weihnachtsfeier für unsere Kidsgruppe, hier bringt sich Tina immer mit viel Liebe zum Detail ein. Daher ist sie auch unsere engagierte Tina.“
Wir haben uns mit ihr unterhalten.
Hallo Tina,
Donnerstags machst du Kindertraining, mit mittlerweile 20 Kindern, bei Wind und Wetter auf der Laufbahn. Anschließend sind die Erwachsenen dran. Ebenso hilfst und unterstützt du beim Mainauenlauf als Luftballonläuferin für die Kinder, oder hängst auch den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Ziel gern mal die Medaillen um. Wie kamst du zu so viel Engagement im Verein?
Ich bin damals beim 1. Mainauenlauf mitgelaufen und fand es toll, dass so ein kleiner Verein einen so tollen Lauf auf die Beine stellt. Ein paar Tage später habe ich mich mit Flo, dem 1. Vorstand, auf einen Cappuccino getroffen und wollte ein Teil der MaliCrew werden. Es ist wirklich faszinierend, wie viel ehrenamtliches Engagement in dieser Sportgruppe steckt und da wollte ich auch meinen Beitrag leisten. Zunächst leitete ich das Bahntraining für die Erwachsenen. Da ich hauptberuflich Lehrerin bin, aber momentan nur Mathematik unterrichte, hatte ich den Wunsch, Kinder wieder Spaß am Sport zu vermitteln. So entstand dann das Kidstraining. Die Aufgaben beim Mainauenlauf sind auch so nach und nach entstanden. Einfach aber nur, weil sie mir sehr viel Freude bereiten! Oftmals treffe ich Kinder in Bayreuth, deren Eltern dann immer sagen: „Schau mal, weißt du noch beim Mainauenlauf. Das war das Mädel mit den vielen Luftballons!“ Die Kids zeigen dann immer ein breites Grinsen 🙂 Beim Medaillenumhängen ist es einfach auch schön in die erleichterten, meist freudestrahlende Gesichter der Teilnehmer zu sehen. Die Gespräche danach haben immer etwas Positives. Das bereitet einen selber Freude und gibt einem die nötige positive Energie.
Gerade die Arbeit mit dem Nachwuchs ist für Trainer fordernd und schön zugleich. Was gefällt den Kindern besonders gut im Training? An welchen Stellen musst du dich anstrengen?
Ich glaube, den Kindern gefällt vor allem der Spielecharakter unseres Trainings. Wir machen keine Leistungstests oder Wettkämpfe auf der Laufbahn. Manchmal dürfen sich die Kinder auch Spiele wünschen. Wichtig ist vor allem der Spaß an der Bewegung und das soziale Miteinander. Anstrengend wird es eigentlich nur, wenn sich die Kinder beim Spielen mal uneinig sind (z.B. durch ein Foul, unfaires Verhalten, Streit,…) Aber solche Situationen kommen im Leben/ Erwachsenensport auch immer mal vor. Daraus muss man lernen.
Neben der Nachwuchsarbeit supportest du gerne auch mal Sportkameradinnen und -kameraden. Hattest du selbst auch mal Unterstützer*innen? Was kann solch ein persönlicher Support bewirken?
Ja, immer. Ich reise nie wieder alleine zu sportlichen Veranstaltungen. Für mich ist der soziale Aspekt in unserem Sport sehr wichtig. Es ist toll, mit Vereinskollegen zu sporteln und gemeinsam etwas zu erreichen. Das ist für mich das schönste Gefühl! Danach wird etwas gegessen, man erzählt sich, welche Gefühlslagen man auf der Strecke hatte oder was so alles passiert ist. Meistens wird dann auch noch etwas gefeiert, was alleine nicht halbsoviel Spaß machen würde, oder? Also eigentlich gar nicht! Deswegen steht auf meiner „Triathloncheckliste“ an Stelle Nr. 1: Freunde, Crew oder Familie einpacken und nie alleine zu Wettkämpfen reisen!
Freunde sind mir wichtiger als der Sport (= nur der wohl beste positive Nebeneffekt). Ein einziges Mal bin ich zu einem Lauf alleine gefahren. Ich hatte keine Freude daran. Trainieren geht schon öfters mal alleine, aber Veranstaltungen/Wettkämpfe nicht.
Ein Support bewirkt: Sicherheit (Vorbereitung), Energie (Anfeuern auf der Laufstrecke), Spaß (Davor, dabei und danach)
Was machst du, wenn dir all die Jobs auch mal zu viel werden?
Das ist eine gute Frage. Eigentlich macht es mir so viel Spaß, dass ich noch nicht das Gefühl hatte, dass es mir zu viel wird. Es gibt klar mal stressigere Zeiten, aber dann wird es auch wieder ein wenig ruhiger. Meistens ist es mir dann aber auch schon wieder zu ruhig und ich überlege mir schon wieder neue Pläne! 🙂
Vielen Dank für das Interview!
Das Interview ist Teil des Adventskalenders 2022. Mehr starke Frauen gibt es dort.
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Erfolgreiche Duathletinnen in Bayern
Breitensport„Duathlon ist immer etwas das Stiefkind“, meint Susanne Apfel. „Dabei ist er ja nicht gerade einfacher als Triathlon.“ Dass die Kombination aus Laufen, Radfahren und Laufen nicht so populär ist, könnte gerade daran liegen: Duathlon ist ein intensives und forderndes Sporterlebnis. Dennoch finden sich im Verbandsgebiet einige Sportler*innen, die ihre Leidenschaft für diese Variante des Multisports auch bei internationalen Rennen zeigen – und dabei noch äußerst erfolgreich sind. Susanne Apfel und Sandra Morawitz sind zwei von ihnen.
Bei den deutschen Meisterschaften über die Duathlon Mitteldistanz in diesem Jahr siegten Sandra Morawitz und Susanne Apfel in ihren Altersklassen. Bei der EM gab es den Vize-Titel für Susanne Apfel und bei der Duathlon Weltmeisterschaft im dänischen Viborg holte sie den Sieg über zehn Kilometer Laufen, 60 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen. Sandra Morawitz schaffte es mit Platz drei auf das Podium.
Wir haben uns mit den beiden Spezialistinnen unterhalten.
Liebe Susanne, liebe Sandra,
was macht für euch den besonderen Reiz des Duathlon-Formats aus?
Susanne: Der Reiz des Duathlons ist für mich, dass man den Sport praktisch ganzjährig betreiben kann und nicht auf für Triathlon entsprechende Infrastruktur (Bäder, passendes Freiwasser) angewiesen ist. Und dass es durchaus fordernd ist mit schon belasteten Beinen aufs Rad zu steigen.
Sandra: Duathlon macht einfach Spaß. Laufen und Radfahren liegen mir einfach mehr. Ich mag es einfach nicht, so früh morgens in kaltes Wasser zu springen, was beim Triathlon ja der Fall ist – und in Deutschland ist das Wasser nunmal meistens kalt.
Seid ihr trotz eurer Leidenschaft für Duathlon auch im Triathlon unterwegs?
Susanne: Ausflüge in den Triathlon habe ich auch schon gemacht, aber praktisch ohne Schwimmtraining. Das reichte gerade mal zur Stadtmeisterin oder auch mal zum dritten Platz bei der Cross-Triathlon-EM. Es gibt ja viele Triathleten, die nicht besonders gut schwimmen können. Deshalb wundert es mich, dass nicht mehr auf Duathlon umsteigen. Der Grund dafür liegt für mich darin, dass der Duathlon bei uns einfach nicht so populär ist und es auch kaum Angebote gibt.
Sandra: Ja, ich starte neben dem Duathlon auch im Triathlon.
Gerade aufgrund der geringeren Popularität des Duathlons sind nationale und internationale Wettkämpfe ein bisschen wie Familientreffen: Man kennt sich untereinander, man kennt seine direkten Konkurrentinnen. Wie geht ihr damit um – gerade auch, wenn die Vorbereitung einmal nicht so lief?
Susanne: Es stimmt, dass Duathlons wie Familientreffen sind. Man kennt und schätzt sich und freut sich, die anderen wieder zu treffen. Altersklassenübergreifend, deutschlandweit, international. Ich habe zum Beispiel bei der WM 2018 in Odense (Dänemark) eine Sportlerin (Diana Mull) aus Bornhöved (LV Schleswig-Holstein) kennengelernt. Seitdem reisen wir, wenn möglich, zu allen internationalen Meisterschaften gemeinsam. Auch Sandra treffe ich seit Aviles 2016 immer wieder.
Sandra: Im Duathlon, aber auch im Triathlon kennt man sich. Es ist wie eine große Familie. Man freut sich andere wieder zu treffen. Wie zuletzt in Viborg. Ich habe mich gefreut Maria Buchvoll wieder zu treffen. Wir kennen uns schon aus Alsdorf und Viborg 2019. Wir kämpfen zwar gegeneinander, aber wir gönnen der Anderen auch, wenn sie den besseren Tag erwischt. Es werden auch gemeinsame Fotos gemacht und dann ausgetauscht.
Die „Familie“ merkt man z.B. auch in der Wechselzone. In Viborg war eine sehr aufgeregte Norwegerin dabei. Sie wurde dann einfach durch andere beruhigt und ihr wurde gut zugeredet.
Was würdet ihr euch für den Duathlonsport in Bayern, Deutschland und international an Veränderungen und Entwicklung wünschen?
Susanne: Ich würde mir wünschen, dass das Angebot an Duathlon-Rennen mehr wird. International ist es ja ganz ordentlich, aber in Deutschland ist es schon schwierig. Es gibt zum Beispiel aktuell keine Meisterschaft über die Kurzdistanz mehr.
Sandra: Ich würde mich auch freuen, wenn es mehr Duathlon-Veranstaltungen geben würde. Bislang überwiegen da schon eindeutig die Triathlon-Wettkämpfe.
Vielen Dank für das Interview!
Das Interview ist Teil des Adventskalenders 2022. Mehr starke Frauen gibt es dort.
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Sophie Rohr: „Es gibt viele schöne Momente, an die ich mich sehr gerne zurückerinnere“
JugendsportSophie Rohr hat im Sport schon viel erreicht: 2017 war sie Deutsche Meisterin, 2018 war sie Eliteschülerin des Sports in Nürnberg, bestritt national und international hochkarätige Rennen. Mittlerweile studiert sie in Grundschullehramt. Dem Sport ist sie treu geblieben und startet in der 1. Triathlon Bundesliga ebenso wie bei Rennen auf der ganzen Welt. Aber auch ihre sportlichen Wurzeln hat die Sportlerin des WSV Bad Tölz nicht vergessen. Im BTV ist sie als Trainerin bei Jugendcamps aktiv und zu ihrem Heimatverein hält sie immer noch Verbindung.
Hallo Sophie,
Du warst in diesem Jahr bei einigen Nachwuchsveranstaltungen im Verband als Trainerin aktiv. Was gefällt dir an dieser Arbeit?
Allgemein gefällt mir die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sehr gut und es macht mir Spaß ein vielseitiges und kreatives Trainingsprogramm für unterschiedliche Altersgruppen auf die Beine zu stellen. Ich selbst lasse mich auch gerne zum Mitspielen und Mitsporteln begeistern, was, glaube ich, für die Kinder auch ein besonderer Anreiz war, alles zu geben. Ich muss aber auch hervorheben, dass alle Kinder, die an den bisherigen Trainingslagern teilgenommen haben, mit Feuereifer bei der Sache „Sport“ waren, immer (über)pünktlich zu den Trainingseinheiten erschienen und uns Trainern das Leben echt unkompliziert gemacht haben.
Du warst selbst lange Jahre im Nachwuchskader. Was sind die schönsten Erinnerungen an diese Zeit und was hast du für dich mitgenommen, was dich heute noch begleitet?
Es gibt viele schöne Momente, an die ich mich sehr gerne zurückerinnere. Besondere Highlights waren erfolgreiche Wettkämpfe international und national. Aber auch die Trainingslager mit dem/n Kader(n) machten mir immer viel Spaß. Unser „Klassiker“ als Bayernkader war ja zu den deutschen Meisterschaften mit Dirndl und in, Lederhose zu erscheinen. Da war schon unser „Auftritt“ ein tolles Erlebnis. Darüber hinaus bleiben mir noch die unzählig schönen Momente in meiner Internatszeit sowie in der anschließenden Triathlon WG in Nürnberg positiv in Erinnerung. Gemeinsam den Sportalltag zu meistern, erzeugte doch eine große Verbundenheit und führte in vielen Fällen zu guten Freundschaften. Dafür bin ich sehr dankbar.
Mittlerweile wohnst und studierst du in Regensburg, ursprünglich kommst du jedoch aus Bad Tölz. Wie sind ist deine Verbindungen nach Hause und auch zu deinem Heimatverein noch?
Studientechnisch bedingt – alles an einem Standort – wechselte ich in meinem Studium Sport Lehramt von Nürnberg/Erlangen nach Regensburg und habe dort auch eine kleine Trainingsgruppe, mit der ich ab und zu trainiere. Meinem Heimatverein dem WSV Bad Tölz habe ich die gute Förderung in meinen ersten jungen Sportlerjahren zu verdanken. So werde ich auch nächste Saison meinen Verein, der neu in der Bayernliga antritt, gerne unterstützen und für ihn an den Start gehen.
Triathlon bietet dir die Chance viel in der Welt herumzureisen. Was war dein besonderstes Erlebnis?
Ganz besondere Ereignisse waren die beiden Starts bei den Europameisterschaften in Tartu und in Weert. Bei internationalen Wettkämpfen an den Start zu gehen ist ein unbeschreibliches Gefühl und dann 2018 in Tartu auch noch mit dem Mixed Really Team auf dem Podium zu stehen, und die erste Sekt-Dusche für „Silber“ zu feiern, war der Hammer.
Würde dich eine deiner Schülerinnen fragen, warum sich Engagement im Sport – sei es als Athletin oder als Trainerin – lohnt, was würdest du antworten? Schließlich hat man in Kinder- und Jugendjahren, doch auch anderes im Kopf, oder?
Ich würde allen meinen Schüler*innen immer empfehlen viele verschiedene Sportarten auszuprobieren, egal ob Mannschaftssportarten oder Individualsportarten. Meistens entwickeln Kinder selbst ein gutes Gefühl für ihre „richtige Sportart“ und zeigen großen Ehrgeiz und hohe Motivation, sobald sie merken, dass sie in dieser Sportart Erfolg haben. Dass Sport dabei hilft persönliche Ziele zu definieren und zu verfolgen, und insbesondere auch dazu beitragen kann gut mit Erfolgen wie Misserfolgen umzugehen, sind wichtige Punkte im Leben. Darüber hinaus entwickeln Kinder und Jugendliche so nebenbei mit und durch den Sport ein gutes Maß an Fairness sowie ein gesundes Selbstbewusstsein. Natürlich muss bei Kindern und Jugendlichen auch immer der Spaß im Vordergrund stehen und damit auch die Gelegenheit gegeben sein neue Teamkollegen und letztlich auch Freunde kennenzulernen. Dieser spielerischen Herangehensweise an den (Leistungs-)Sport ist einer meiner Schwerpunkte und gilt meine besondere Aufmerksamkeit.
Danke, Sophie!
Das Interview ist Teil des Adventskalenders 2022. Mehr starke Frauen gibt es dort.
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Fotos: Sportograf/ Neubert
Denise Hiemann: „Aus dem Sport schöpfe ich Energie“
Breitensport, SportentwicklungIm Altersklassenbereich spitze: Das kann Denise Hiemann spätestens seit diesem Jahr von sich behaupten. Beim Ironman Frankfurt sicherte sich die Athletin des TV 1848 Coburg einen Vize-Europameisterinnen-Titel – und war zurecht überglücklich. Immerhin war das Rennen zugleich ihr Langdistanz-Debüt! Doch wie bringt man Alltag und Amateursport auf hohem Niveau zusammen? Wir haben die 31-jährige gefragt.
Hallo Denise,
der zweite Altersklassenplatz beim Ironman Frankfurt in diesem Jahr war eines deiner sportlichen Highlights. Was war an diesem Tag besonders?
Es war einfach ein Tag wie man ihn sich als Athlet wünscht. Es hat alles funktioniert, was ich Wochen- und Monatelang trainiert habe, das Wetter war perfekt und die Atmosphäre vorm Start atemberaubend. Ich war selten so aufgereget und gleichzeitig motiviert wie an diesem Morgen. Das Schwimmen lief so gut wie noch nie, beim Wechsel habe ich meine Supporter gesehen, der Wechsel aufs Rad lief gut und ich habe selbst gemerkt wie ich Platzierung für Platzierung nch vorne fahre. Beim Wechsel zum Laufen hatte ich zuerst Angst, da ich etwas überzogen hatte gegen Ende Rades. Aber nach den ersten Schritten aus dem Wechselzelt, war mir klar ich habe super Laufbeine und musste mich regelrecht bremsen um nicht zu schnell loszulaufen. Es waren so viele anfeuerten Zuschauer an der Laufstrecke – das hat einfach nur Spaß gemacht.
Darüber hinaus konntest du beispielsweise in diesem Jahr die Kurzdistanz des Triathlon Schweinfurt gewinnen, der das erste Mal ausgetragen wurde. Was ist der Reiz von Großevents, was der Reiz von Vereinsveranstaltungen?
Ich setze mir gerne ein großes Highlight, meist ein Großevent, in der Saison. Auf diesen ist meine gesamte Saison ausgerichtet. Jedoch finde ich es genauso wichtig die lokalen Vereinsveranstaltungen zu unterstützen. Deswegen setzte ich kleinere Veranstaltungen oft als Vorbereitungswettkämpfe ein. Das schöne daran ist für mich, die familiärere Atmosphäre bei lokalen Wettbewerben und die Tatsache, dass man immer bekannte Leute antrifft. So ein Event zu organisieren ist ein großer Aufwand und ich finde es wichtig, die Vereine zu unterstützen, die so viel Zeit in die Austragung investieren.
Selbst im Amateursport ist Triathlon aufwändig, denn ohne einen gewissen Trainingsumfang geht es nicht. Wie viele Stunden pro Woche trainierst du durchschnitlich und wie schaffst du es, dir diese Zeit einzuplanen?
Das kommt ein bisschen natürlich auf den Zeitpunkt in der Saison an, aber im Schnitt würde ich sagen es sind ca. 15-20h in der Woche. Ich habe das große Glück einen Arbeitgeber zu haben, der mir große Freiheiten gibt und ich kann mir meine Arbeitszeiten sehr flexibel einteilen. Zudem arbeite ich zum Großteil aus dem Home Office, sodass ich mir Wegzeit spare. Dadurch ist es relativ leicht möglich zwei Trainingseinheiten am Tag unterzubekommen. Ca. 20% meiner Tätigkeit bin ich auf Geschäftsreisen. Hier nehme ich mein Rennrad einfach mit und fahre z.B. im Winter abends im Hotel auf der Rolle. Ein Schwimmbad gibt es auch fast überall und Laufen geht sowie immer. Das bedeuted manchmal einen logistischen Extraaufwand, aber bisher habe ich immer einen Weg gefunden meine Trainingseinheiten zu absolvieren.
Beruf, Familie, Sport und der ganz normale Alltagswahnsinn – gibt’s das bei dir nicht? Oder hast du gute Strategien, um alles unter einen Hut zu bringen?
Das gibt es bei mir natürlich genauso. Für mich ist der Sport bzw. die Trainingseinheiten aber keine Belastung, sondern sie tun mir gut. Nach einem sehr stressigen Arbeitstag erhole ich mich super gut bei einem lockeren Lauf oder lockeren Radausfahrt, schöpfe dabei neue Energie und bin danach erholt und ausgeglichen um etwas mit Freunden und Familie zu unternehmen. Allerdings hat auch mein Tag nur 24h und oft müssen Familie oder Freunde zurückstecken. In meinem engeren Freundes- und Familienkreis wissen aber auch alle, dass meine Prio 1 die Arbeit ist, direkt gefolgt vom Sport und danach erst Familie und Freunde kommen. Meine Familie unterstützt mich dabei meine Ziele zu erreichen und mein Freundeskreis hat sich schon etwas reduziert seitdem ich so viele Stunden mit Training verbringe. Aber das ist okay für mich.
Was sind deine Ziele im Sport und im ganz normalen Leben?
Sportlich ist es mein Ziel in den nächsten 1-2 Jahren an den Weltmeisterschaften der Altersklassenathleten auf der Mittel- und Langdistanz teilzunehmen. Meine Leidenschaft ist die Langdistanz und ich hoffe diese Distanz irgendwann in <9h59 zu finishen.
Im normalen Leben möchte ich noch viele schöne Orte mit meinem Freund bereisen, gerne auch in Kombination mit dem einem oder anderen sportlichen Event 😉
Danke, Denise!
Das Interview ist Teil des Adventskalenders 2022. Mehr starke Frauen gibt es dort.
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Fotos: Sportograf
Tatjana Bub: Ein Mal ganz oben stehen
Breitensport, ParatriathlonHeute ist Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung und natürlich haben wir auch in Bayern starke Frauen mit Behinderung. Eine von ihnen ist Tatjana Bub. Die Rotherin gewann in diesem Jahr den Inklusionswettkampf in Moosburg und war bei den Special Olympics in Berlin am Start. Tatjana hat das Down-Syndrom und zeigt schon seit vielen Jahren, dass inklusion im Sport möglich ist.
Vor zehn Jahren machte Tatjana ihren ersten Triathlon am Rothsee. Schon zuvor trainierte sie in der Nachwuchsgruppe ihres Heimatvereins TSG 08 Roth mit. Auf die Frage, was ihr am Triathlon und am Sport am besten gefällt, meint sie: „einfach dabeisein und finishen“ und trifft damit den Nerv des Sports. Ein weiterer Grund: „dass es im Ziel oft Cola gibt“ – so schön können kleine Dinge sein!
In Berlin erfolgreich
Die 22-jährige war dieses Jahr erstmalig bei den Special Olympics in Berlin am Start. Den Wettkampf mit 250m schwimmen, 4,3km Radfahren und 1,7 km Laufen finishte sie als Vierte. Anders als bei den Wettkämpfen, die sie vorher gemacht hatte, durfte sie bei dieses Rennen nicht mit einer Begleitperson gemeinsam absolvieren – schon deshalb war die Leistung besonders stark. Und doch ist ihr tollstes Erlebnis ganz nahe an zu Hause: Auf Nachfrage nennt sie den Junior-Challenge in Roth und strahlt über das ganze Gesicht.
Unterstützt wird die Athletin stets von Familie und Freunden. Und ihr Ziel? „Ein Mal Erste werden!“ Dafür trainiert Tatjana Bub fleißig.
Das Interview ist Teil des Adventskalenders 2022. Mehr starke Frauen gibt es dort.
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Neujahrs-Camp für den Nachwuchs
JugendsportGemeinsam starten wir direkt im neuen Jahr durch! Der Bayerische Triathlon-Verband e.V. bietet für maximal 20 Jugendliche und drei Betreuer*innen ein Camp in der Sportschule Oberhaching an. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf gemeinsamem Trainieren und vor allem viel Spiel & Spaß. Teilnehmen können Jugendliche oder Trainingsgruppen im Alter von 10-14 Jahren.
Zur Ausschreibung des Camps.
Direkt zur Anmeldung.
Foto: Andreas Müller
Hanna Krauß: „Ich will Vereine in ihrer Nachwuchsarbeit unterstützen“
Jugendsport, VereineSeit einiger Zeit ergänzt Hanna Krauß das Trainer-Team des Bayerischen Triathlon-Verbands. Ihre Aufgabe ist eine ganz Besondere. Die 28-jährige Sportwissenschaftlerin arbeitet nicht nur als Coach, sondern insbesondere als Netzwerkerin. Die Bambergerin stellt ausgehend von Nürnberg Verknüpfungen zwischen bayerischen Vereinen, der Verbandsjugend und dem Bundesstützpunkt Triathlon her. Wir haben uns mit ihr unterhalten.
Hallo Hanna,
Du kommst aus dem Leistungssport Schwimmen. Wann und wie hat es Dich zum Triathlon gezogen?
Das Schwimmen hat mich immer sehr erfüllt. Auch als ich wusste, dass mir nicht die große Karriere bevorsteht, hat es mir einfach Spaß gemacht zu trainieren. Mit der Zeit hatte ich dann das Bedürfnis nach einer neuen Herausforderung. Gelaufen bin ich schon immer gerne, was für Schwimmer ja eher untypisch ist. Durch einen Triathleten bei uns im Schwimmverein bin ich dann 2016 zum SSV Forchheim gekommen und direkt bei meinem ersten Rennen in der Bayernliga gestartet. Das war ziemlich schwierig, da ich noch nie Windschatten gefahren bin. Aber es hat mir sehr viel Spaß gemacht und so bin ich dabei geblieben und habe angefangen triathlonspezifisch zu trainieren.
Seine Leidenschaft zum Beruf machen zu können, ist etwas Besonderes. Wann wusstest Du, dass Du im Sport arbeiten willst, und wie war Dein beruflicher Werdegang?
Direkt nach dem Abi hatte ich im Kopf Sportwissenschaften zu studieren. Das habe ich mir jedoch ausreden lassen, da von allen Seiten gesagt wurde, dass man damit schwer einen Job finden würde. Dann bin ich in eine ganz andere Richtung gegangen und habe Medizintechnik studiert. Währenddessen habe ich 2014 begonnen als Übungsleiterin bei der SG Bamberg im Schwimm- und Athletikbereich zu arbeiten. Dabei habe ich gemerkt, dass der Sportbereich wohl doch genau das Richtige für mich ist. Dann habe ich mein Studium abgebrochen und Sportwissenschaften studiert. Nebenbei war ich dauerhaft als Trainerin aktiv und war in verschiedene Projekte involviert.
Seit über einem Jahr gibst Du in Zusammenarbeit mit dem Leistungssport-Team und der Jugend des BTV Vollgas. Was ist das Ziel Deiner Arbeit?
Ich unterstütze die Vereine in ihrer Nachwuchsarbeit und öffne durch die Zusammenarbeit allen Athlet*innen und Trainer*innen in Bayern auch die Türen zum Bundesstützpunkt. Von einem regelmäßigen Austausch können beide Seiten profitieren. Ich bin regelmäßig im Training am Stützpunkt in Nürnberg dabei und sehe die gute Arbeit, die dort vom Trainerteam geleistet wird. Diese Erfahrungen und das Wissen an andere Athleten und Trainer weiter zu geben, und einen gemeinsamen Weg im Nachwuchssport zu gehen, ist, denke ich, ein großer Schritt in die richtige Richtung.
Du hast schon im Vorfeld mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Was nimmst Du besonders mit in die Vereine, mit denen Du zusammenarbeitest?
Ich denke, das Wichtigste ist, den Kindern Spaß an der Bewegung zu vermitteln und ihnen zu zeigen, wie vielseitig man das Triathlontraining gestalten kann.
Vielen Dank für das Interview!
Das Interview ist Teil des Adventskalenders 2022. Mehr starke Frauen gibt es dort.
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Gerd Rucker folgt Einladung des Ministerpräsidenten
Nachrichten des BTVZu Beginn der Woche lud Ministerpräsident Dr. Markus Söder Vertreterinnen und Vertreter der Sportverbände und Vereine sowie verdiente Sportlerinnen und Sportler zu einem festlichen Abendessen in das ehrwürdige Antiquarium der Residenz München. Eingeladen war auch Gerd Rucker, Präsident des Bayerischen TTriathlon-Verbandes e.V.
Ministerpräsident Söder bedankte sich bei den geladenen Gästen für die hervorragende Arbeit, den Zusammenhalt und insbesundere für die Anstrengungen während der Pandemie. Präsident des BLSV, Jörg Ammon, würdigte auch das Engagement der Familie Walchshöfer um den Triathlonsport. Erst kürzlich hatten die Organisatoren des Challenge Roth die Ehrung zum Sportpreis 2022 erhalten und erhielten zum wiederholtem mal die Auszeichnung zum besten Langdistanzrennen nach Wahl der Sportlerinnen und Sportler.