Die Wettkampflandschaft in Bayern bietet Triathletinnen und Triathleten die volle Bandbreite an Herausforderungen. Von Angeboten für Einsteiger*innen, über traditionsreiche Veranstaltungen über die Olympische Distanz und die Mitteldistanz, bis hin zur größten Triathlon Langdistanz der Welt, dem Challenge Roth.

Wo sonst eine unscheinbare Wiese an der Wörnitz liegt, fand sich am vergangenen Sonntag ein Spektakel für den Triathlon-Nachwuchs. Der TSV Harburg richtete zum mittlerweile achten Mal den Harburger Schüler- und Jugendtriathlon aus. Das eingespielte Organisationsteam um Leiter Jochen Rühl hatte im Vorfeld ganze Arbeit geleistet, wieder ein professionelles Rennen für den bayerischen Triathlon-Nachwuchs vorzubereiten. Die jungen Triathleten konnten dort weitere wertvolle Punkte für den BTV-Nachwuchscup und die bayerische Meisterschaft im Triathlon sammeln. Im letzten Triathlon in der diesjährigen Rennserie gaben die Nachwuchstalente entsprechend noch einmal alles, um sich in der Gesamtwertung gut zu platzieren.

Trotz eines heftigen, einstündigen Regenschauers vor dem Start blieb die Stimmung unter den Athleten und mitgereisten Familien, Trainern und Betreuern exzellent. Zur offiziellen Messung um 09:15 Uhr zeigte das Thermometer dann zwar eine kühle Lufttemperatur von 18 Grad, demgegenüber stand jedoch ein überraschend warmer Wörnitz-Fluss mit einer Wassertemperatur von 23 Grad. Obwohl das Reglement aufgrund der Luftwerte das Tragen von Neoprenanzügen gestattet hätte, verzichteten alle Athletinnen und Athleten darauf.

Nachdem der Regen schließlich aufgehört hatte, gingen die Junioren und die Jugend A um 10:30 Uhr mit einer kleinen Verzögerung gemeinsam an den Start. Es entwickelte sich ein hochspannendes Rennen über 400 m Schwimmen, 12 km Radfahren (3 Runden) und 3 km Laufen (2 Runden) mit extrem schnellen Radzeiten auf der noch nassen Straße. Bei den Junioren siegten Josefine Mendler (TSV Zirndorf) und Corbinian Meier (TSV 1860 Rosenheim) gefolgt von Leo Österlein (TSV Harburg) und Noah Hopf (TSV Zirndorf).

Die Wertung der Jugend A entschieden Josefine Doseth (SV Würzburg 05) und Lennart Walter (La Carrera TriTeam Rothsee) für sich gefolgt von Nina Mayer (TSV Harburg) und Alexander Tresselt (Tri-Team Schongau). Rang 3 belegten Magdalena Penkert (TSG 08 Roth) und Joel Westphal (TSV Harburg).

Im Anschluss folgten die weiteren Starts Schlag auf Schlag: Die Jugend B und Schüler A starteten ab 11:20 Uhr über 250 m Schwimmen, 7 km Radfahren (2 Runden) und 1,6 km Laufen (2 Runden). Das Rennen der Jugend B entschieden Sophia Grießemer (TSV Katzwang 05) und Lando Spielberger (Sektion Hersbruck des DAV e.V.) für sich, gefolgt von Jana Maas (TSV Gaimersheim) und Maximilian Rudolph (TSG 08 Roth). Bronze sicherten sich Mathilda Zapf (SV Bayreuth) und Lukas Mundt (LV Deggendorf). In dieser Altersklasse gab es einen Radsturz beim Abstieg. Der gestürzte Athlet wurde vor Ort umgehend erstversorgt und anschließend zur Routineüberprüfung ins Krankenhaus gebracht. Wir wünschen gute Besserung!

Nach Freigabe der Strecke starteten die Schüler A. Gold ging an Mathilda Kujala (LaCarrera Tri Team Rothsee) und Tom Weinbrenner (ohne Verein). Silber sicherten sich Zoe Thoulouze (TSV Gaimersheim) und Hugo Seidel (1. FCN Schwimmen). Rang 3 belegten Fabiana Grünelt (SV Bayreuth) und Hendrik Gerdes (Post SV Nürnberg).

Die Schüler B absolvierten um 13:10 Uhr jeweils eine Runde (150 m Schwimmen, 3 km Radfahren, 800 m Laufen). Es siegten Lena Sitta (TSV Oettingen) und Enzo Thoulouze (TSV Gaimersheim) vor Clara Gerdes (Post SV Nürnberg) und Dominik Bayerle (TSV Oettingen). Das Podium komplettierten Sophia Schaffer (TSV Oettingen) und Mika Rüger (ASC Marktrodach).

Den Abschluss der Einzelstarts machten die jüngsten Teilnehmer (Jahrgang 2015 – 2016) in der Altersklasse Schülern C um 13:40 Uhr (100 m Schwimmen, 2,5 km Radfahren in 2 Runden, 400 m Laufen). Hier zeigte sich die starke Nachwuchsarbeit des Trainerteams um Jugendwart Robert Rieger des TSV Harburg. Bereits nach 14:27,21 Minuten konnte Hannah Richter im Ziel als Siegerin beglückwünscht werden. Ihr Teamkollege Jonas Bauer erreichte als erster der Jungs das Ziel. Über Platz 2 freuten Mira Anna Dorothea Liepold (SC Delphin) und Fabian Lindner (TSV Harburg). Bronze erreichten Bernadette Blaar (TSV Harburg) und Valentin Meyr (TSV Oettingen).

Single Mixed Relay – Staffelformat mit hoher Spannung

Ein absolutes Highlight bildete um 15:00 Uhr das Rennen der Single Mixed Relay. Insgesamt 35 Staffeln gingen hier an den Start und sorgten für ein extrem spannendes, dynamisches und sehr zuschauerfreundliches Format, das das Publikum hautnah mitfiebern ließ. Ein Team bestand aus einem Mädchen und einem Jungen, die abwechselnd jeweils zweimal die Distanz von 75 m Schwimmen, 1,5 km Radfahren und 400 m Laufen absolvierten.

In der Kategorie Schüler B & A – Jugend B waren 24 Staffeln am Start. Es siegte das Team SV Bayreuth / TV 1848 Coburg mit Mathilda Zapf und Lando Spielberger. Rang zwei ging an das Team TSV Katzwang 05 / TSG 08 Roth e.V. mit Sophia Grießemer und Maximilian Rudolph. Auf Rang drei folgte das Team LV Deggendorf / TSV Eintracht Karlsfeld mit Leni Arthofer und Lukas Mundt. Staffeln TSV Harburg: Platz 12 Laura Rieger und Quinn Ellrich, Platz 13 Melek Erdogan und Levin Gentner sowie Platz 23 Laura Reinsch und Julian Bock.

In der Kategorie Jugend B & A – Junioren waren 11 Staffeln am Start. Gold ging an das Team SV Würzburg 05 mit Josefine Doseth und Lennart Walter. Silber holte sich das seit Jahren eingespielte Team der beiden Harburger Landeskaderathleten Nina Mayer und Joel Westphal. Bronze ging an das Team TV 1848 Erlangen / TSV Harburg mit Inara Zeiner und Leo Österlein. Auf Platz 4 folgte das Team Harburg 1.3 mit Julia Weiland und Simon Naschwitz.

Mit der Siegerehrung ging ein langer, aber sehr erfolgreicher Wettkampftag zu Ende. Jochen Rühl resümiert: „Die fleißigen Helfer haben Unglaubliches geleistet. Dass der Regen uns kurz vor dem Start erwischt hat, tat der Stimmung keinen Abbruch. Der 8. Harburger Schüler- und Jugendtriathlon war ein voller Erfolg.“

Fotos: Karin Haupt

Wenn in Amberg am Kurfürstenbad die große, schwarze Piratenflagge gehisst wird, ist eins klar: Bald geht er los, der Amberger Piratentriathlon. Bei der 24. Ausgabe überzeugte der Nachwuchs des CIS Amberg einmal mehr mit starken, sportlichen Leistungen. Trotz sommerlicher Temperaturen von rund 30 Grad gingen insgesamt 102 Sportler an den Start.

Viele Eltern und Zuschauer waren an die Strecke gekommen, um spannende Rennen zu erleben und die jungen Athleten anzufeuern. Geschwommen wurde im Kurfürstenbad, danach ging es raus zur Bleichwiese in die Wechselzone. Dort mussten die Kids so schnell wie möglich rein in die Laufschuhe, Helm aufsetzen, Startnummer nicht vergessen, rauf aufs Rad und ab ins Landesgartenschaugelände. Zurück in der Wechselzone musste das Rad im richtigen Ständer abgestellt werden und dann ging es auch schon auf die Wendepunkt-Laufstrecke in Richtung Stadtgraben und zuletzt über die Ziellinie.

Neben den Gesamtwertungen in den einzelnen Altersklassen wurde in diesem Jahr erstmals auch die Amberger Stadtmeisterschaft ausgetragen. Der CIS-Nachwuchs überzeugte dabei mit zahlreichen Siegen und Podestplätzen. Besonders erfreulich: Gleich acht Stadtmeistertitel gingen an das Team des CIS Amberg. Über den Titel freuen durften sich Jona Dirschl, Marie Stobizer, Leonie Schardt, Elias Demleitner, Laurenz Dirschl, Frida Haberl, Guilherme Ferreira und Veronika Nehrei.

Auch abseits der sportlichen Erfolge war die Veranstaltung ein besonderes Erlebnis. Alle Finisher erhielten unmittelbar im Ziel eine Erinnerungsmedaille. Wer sich einen Podestplatz erkämpft hatte, wurde bei der Siegerehrung zusätzlich mit einer großen Medaille ausgezeichnet. Zudem bekam jeder Teilnehmer ein Piratentriathlon Shirt, die neuen Stadtmeister zusätzlich ein exklusives Stadtmeister Shirt. Den gelungenen Abschluss bildete eine Tombola, an der alle Finisher teilnahmen.

Weitere Ergebnisse sind auf der Homepage des CIS-Amberg zu finden (www.cis-amberg.de).

Fotos: Piratentriathlon Amberg

Das Gelände rund um den Untreusee bei Hof verwandelte sich am vergangenen Wochenende zwei Tage lang in einen Treffpunkt für Bayerns Triathlonfamilie. Das XXL-Triathlon-Wochenende wartete mit der Bayerischen Meisterschaft Team Relay, Liga-Rennen, dem BTV Memmert Nachwuchscup und Rennen für Jedermann und -frau aus. Bei der Bayerischen Meisterschaft Team Relay wurde aus drei Einzelrennen eine gemeinsame Leistung und auch der Nachwuchs demonstrierte eindrucksvoll, dass Triathlon weit mehr ist als eine Einzelsportart. Am Sonntag verlagerte sich der Fokus dann auf die Liga-Wettkämpfe und offene Rennen.

Bayerische Meisterschaft Team Relay: Sekunden entscheiden über Gold

Am Samstag standen die Bayerischen Meisterschaften im Team Relay im Mittelpunkt des Programms. Drei Athletinnen beziehungsweise Athleten pro Mannschaft absolvierten nacheinander einen kompletten Supersprint – jeder Wechsel musste sitzen, jeder Fehler kostete wertvolle Sekunden. Entsprechend eng und taktisch geprägt verliefen die Entscheidungen.

Bei den Männern sicherte sich Timeless Planet TG Viktoria Augsburg in 55:08 Minuten den Bayerischen Meistertitel. Felix Schiller, Philipp Meyer und Maximilian Lippert setzten sich mit einer konstant starken Mannschaftsleistung gegen den Post SV Nürnberg (Nick Wolfarth, Tobias Heining, Henning Hubbert) durch. Bronze ging an den TSV Harburg mit Simon Naschwitz, Joel Westphal und Leo Österlein.

Auch das Frauenrennen bot Spannung. Bayerische Meisterinnen wurde das Team des RSC AUTO BROSCH Kempten. Anna Weizenegger, Julia Heim und Sandra Echteler gewannen nach drei nahezu fehlerfreien Einzelrennen in 1:04:53 Stunden vor dem TV Planegg-Krailling und dem TSV Harburg. Gut 30 Sekunden trennten Gold und Silber.

Klassische Triathlon-Formate am Sonntag

Nach dem Relay am Samstag rückten am Sonntag wieder die klassischen Ligaformate in den Mittelpunkt.

In der Regionalliga der Männer sicherte sich Kilian Bauer (TSG 08 Roth II by guttenberger lichtwerbung) den Tagessieg vor Philipp Meyer (Timeless Planet TG Viktoria Augsburg) und Tian Densa (TV Planegg-Krailling). Den Sieg in der Mannschaftswertung holte sich jedoch Timeless Planet TG Viktoria Augsburg. Mit den Einzelplatzierungen zwei, vier, sechs, acht und neun zeigte das Team Ausgeglichenheit und verwies die TSG 08 Roth II sowie den Post SV Nürnberg auf die weiteren Podestplätze.

Auch die Regionalliga der Frauen stand ganz im Zeichen einer starken Teamleistung. Laura Mederer (TSG 08 Roth I) setzte sich vor ihrer Teamkollegin Anne Schmidhuber (TSG 08 Roth I) durch und machte den Doppelsieg für die Mittelfränkinnen perfekt. Rang drei ging an Pia Gutsmiedl (TV Planegg-Krailling). Mit den Plätzen eins, zwei und acht war der Tagessieg in der Mannschaftswertung für die TSG 08 Roth I ungefährdet. Der TV Planegg-Krailling belegte Rang zwei vor dem RSC AUTO BROSCH Kempten.

Ebenso spannend verliefen die Entscheidungen in der Bayernliga. Bei den Männern setzte sich die MainzlGroup TriTeam TSV 1860 Rosenheim dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung durch. Zwar gewann Noah Treptow (TWin Neumarkt II) die Einzelwertung, doch mit den Plätzen zwei, drei und elf sammelten die Rosenheimer die entscheidenden Punkte für den Mannschaftserfolg. Der TWin Neumarkt II wurde Zweiter, während sich der TSV Gaimersheim und der SV Bayreuth mit jeweils 38 Team-Punkten punktgleich Rang drei teilten – es geht eng zu, in der Bayernliga.

Die Wettbewerbe der Bayernliga Frauen rundeten das umfangreiche Ligaprogramm in Hof ab. Hier siegte Larissa Bauer vom TRISTAR Regensburg II vor Elena Heinloth ‚(Post SV Weilheim) und Teamkameradin Clara-Maria Bader. Der Team-Sieg ging an den Post SV Nürnberg vor den Frauen Würzburg.

Nachwuchs einzeln und im Team stark

Mindestens ebenso sehenswert waren die Rennen des BTV Memmert Nachwuchscups. In allen Altersklassen wurden vom ersten Meter an offensiv und mutig die Rennen gestaltet.

Bei den Schülerinnen A setzte sich Mathilda Kujala (La Carrera TriTeam Rothsee) vor Zoé Thoulouze (TSV Gaimersheim) und Norah Adler (TV 1875 Burglengenfeld) durch. Das Rennen der Schüler A gewann Mika Fankel (SV Bayreuth Triathlon) vor Maximilian Tack (SC Wasserfreunde München) und Tom Weinbrenner.

Enzo Thouluze (TSV Gaimersheim gewann bei den Schülern B klar vor Mika Rüker (ASC Marktrodach) und Jonah Unden (SSV Forchheim). Bei den Schülerinnen B feierte Lotte Fankel (SV Bayreuth Triathlon) einen ungefährdeten Sieg vor Lara Loos (SSV Forchheim) und Clara Gerdes (Post SV Nürnberg).

In der Jugend B behauptete sich Sophia Grießemer (TSV Katzwang 05) vor Jana Maas (TSV Gaimersheim) und Inara Zeiner (TV 1848 Erlangen). Bei den Jungen machte Lando Spielberger (Sektion Hersbruck des DAV e. V.) das Rennen vor Konstantin Koop vom TSV Eintracht Karlsfeld und Maximilian Rudolph (TSG 08 Roth).

Bei den Jugend-A-Mädchen führte kein Weg an Annika Fink (SV Straubing) vorbei. Dahinter belegten Viktoria Meier-Schnabel (1. FC Deining) und Andrea Gradl (1. FC Deining) die weiteren Podiumsplätze. Alexander Tresselt vom Tri Team Schongau setzte sich gegen Joel Westphal und Kilian Wanninger durch.

Als ein Highlight der Nachwuchsrennen sorgte die Mixed Team Relay für beste Stimmung. Jede Sekunde zählte, auch für die jungen Sportlerinnen udn Sportler, die sich ein bisschen fühlen durften, wie ihre Vorbilder, die am Tag darauf in Hamburg ihr Rennen machen sollten. Besonders eng verlief das Rennen der Altersklassen Schüler A und Jugend B. Gerade einmal 23 Sekunden trennten am Ende die beiden besten Staffeln. Den Sieg holte sich das Team „GUTE KÄSE“ mit Julius Wöhler, Josephine Kujala, Lando Spielberger und Inara Zeiner. Platz zwei sicherten sich die „RENNSCHNECKEN“ mit Maximilian Rudolph, Mathilda Kujala, Ben Dyker und Sophia Grießemer, Rang drei ging an „TEAM PULS 180“ mit Ludwig Ramian, Mathilda Zapf, Lukas Mundt und Lia Sophie Fuchs. Auch bei den älteren Nachwuchsathletinnen und -athleten fiel die Entscheidung denkbar knapp aus. Die TRIRITTER ROTHSEE mit Tizian Träger, Elisabeth Poplawski, Leander Träger und Viktoria Meier setzten sich nach einem spannenden Staffelrennen vor LECH-DONAU-XTREME mit Alexander Tresselt, Alicia Tresselt, Silas Ott und Andrea Gradl durch. Lediglich zwölf Sekunden lagen zwischen beiden Teams.

Nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch war das Wochenende rundum gelungen. Rund 1.000 Starterinnen und Starter sorgten an beiden Wettkampftagen für ein volles Gelände rund um den Untreusee. Erstmals wurde die Versorgungszone aus der Wechselzone heraus verlegt, wodurch die Abläufe entzerrt und Kreuzungspunkte auf der Strecke reduziert wurden. Veranstaltungsleiter Helmut Dorsch zog bereits während des Rennwochenendes ein positives Fazit und lobte insbesondere das Zusammenspiel der zahlreichen Helferinnen und Helfer von DLRG, BRK, THW, Feuerwehr und Polizei.

Fotos: Guntram Rudolph

 

Am 3. und 4. Juli war das Freizeitbad Roth erneut Schauplatz der Challenge-forAll sowie der Junior-Challenge Roth. Bereits zum 22. Mal bot die Veranstaltung Nachwuchs-, Hobby- und Breitensportlerinnen und -sportlern die Möglichkeit, im Rahmen des Challenge-Wochenendes Wettkampfluft zu schnuppern. Vom Bambini-Rennen bis zum Sprinttriathlon fanden Teilnehmende aller Alters- und Leistungsklassen passende Wettbewerbe.

Den Auftakt machte am Freitag der Challenge-SprintDay. Am Samstag gehörte die Bühne dann beim Challenge-FamilyDay den Kindern, Jugendlichen und Hobbysportlerinnen und -sportlern, die auf den verschiedenen Distanzen an den Start gingen.

Eine Neuerung gab es in diesem Jahr beim Schwimmen: Erstmals wurde im Rolling-Start gestartet. Dabei gingen die Athletinnen und Athleten in kurzen Zeitabständen nacheinander ins Wasser. Das entzerrte das Teilnehmerfeld von Beginn an, sorgte für mehr Platz auf der Schwimmstrecke und trug zu einem ruhigen sowie sicheren Wettkampfstart bei.

Die Challenge-forAll hat sich längst als fester Bestandteil des Challenge-Roth-Wochenendes etabliert. Neben dem sportlichen Wettbewerb zeichnet die Veranstaltung vor allem ihre familiäre Atmosphäre aus. Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten entlang der Strecke für Stimmung und unterstützten die Teilnehmenden bis ins Ziel – ein Markenzeichen des Triathlon-Wochenendes in Roth.

Foto: Challenge for All

Kaum eine Veranstaltung vereint so viele Facetten des Triathlonsports wie der 43. GEALAN Triathlon der IfL Hof. Wenn am 11. und 12. Juli das große Triathlon-Wochenende an den Untreusee lockt, stehen Bayerische Meisterschaften, Ligawettkämpfe, Nachwuchsrennen und Breitensport auf dem Programm. Für die Zuschauer bedeutet das zwei Tage voller abwechslungsreicher Rennen, für die Athletinnen und Athleten geht es um Titel, Ligapunkte, Cupwertungen und persönliche Bestleistungen.

Den sportlichen Höhepunkt des Samstags bildet die Bayerische Meisterschaft Team Relay. Das rasante Staffel-Format zählt zu den zuschauerfreundlichsten Varianten des Triathlonsports: Drei Athletinnen beziehungsweise drei Athleten eines Vereins absolvieren nacheinander einen kurzen, intensiven Triathlon, ehe sie ihre Teamkollegin oder ihren Teamkollegen auf die Strecke schicken. Schnelle Wechsel, Windschattenfreigabe auf der Radstrecke und ständig wechselnde Rennsituationen garantieren Spannung bis zum Schluss. Für die Vereine geht es dabei nicht nur um die Meistertitel, sondern auch um Prestige in einer Disziplin, in der Teamgeist und taktisches Geschick ebenso gefragt sind wie individuelle Stärke.

Für die Mannschaften der Regional- und Bayernliga markiert das Staffelrennen gleichzeitig den Auftakt eines harten Doppelrennens. Die Ergebnisse der Team Relay fließen gemeinsam mit der Kurzdistanz am Sonntag in die Ligawertung ein. Dieses Format verlangt den Teams einiges ab: Während am Samstag Geschlossenheit und perfekt abgestimmte Wechsel gefragt sind, entscheidet am Sonntag auf der Kurzdistanz über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen die Leistung jedes einzelnen Teammitglieds. Erst die Kombination beider Rennen ergibt das Gesamtergebnis – und macht Hof seit Jahren zu einer besonderen Herausforderung im bayerischen Ligakalender.

BM Team Relay in Hof

Nicht weniger spannend wird es am Samstag für den Triathlon-Nachwuchs. Der BTV Memmert Nachwuchscup macht erneut Station in Oberfranken und bringt Bayerns beste jungen Triathletinnen und Triathleten an den Untreusee. Für die Schülerinnen und Schüler sowie die Jugendklassen geht es um wichtige Punkte in der Cupwertung. Auch für sie gibt es das Programm mit Team-Relay, bei der ebenfalls Teamgeist und Renndynamik im Mittelpunkt stehen, und Einzelwettkampf.

Traditionell gehören natürlich auch die Jedermann-Wettbewerbe zu den tragenden Säulen der Veranstaltung in Hof. Ob Kinderrennen, oder Erwachsene auf der Volks-, Sprint- oder Kurzdistanz, als Einzelstarter oder in der Staffel – das Wettkampfangebot richtet sich immer auch an ambitionierte Hobbytriathletinnen und Hobbytriathleten sowie an Einsteiger, die erstmals Wettkampfluft schnuppern möchten.

Fotos: Elea Bayreuther

Der Brombachseetriathlon ist weiter auf Erfolgskurs: Bereits mehrere Wochen vor dem Start am 30. August sind alle Startplätze für die zweite Auflage vergeben. Mehr als 1.100 Athletinnen und Athleten werden im Seezentrum Allmannsdorf bei Pleinfeld erwartet. Sowohl die Einzelstarts als auch die Staffelwettbewerbe sind vollständig ausgebucht.

Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr war das Interesse groß. Die Mitteldistanz mit 1,9 Kilometern Schwimmen, 90 Kilometern Radfahren und einem abschließenden Halbmarathon hat sich innerhalb kurzer Zeit als fester Termin im bayerischen Triathlon-Kalender etabliert. „Die Vorfreude auf die zweite Ausgabe war überall deutlich spürbar. Dass wir erneut Wochen vor dem Start komplett ausgebucht sind und mehr als 1.100 Athletinnen und Athleten begrüßen dürfen, freut uns riesig. Das zeigt, dass unser Konzept in der Triathlon-Community sehr gut ankommt“, sagt Stefan Schwenk vom Organisationsteam.

Auch Pleinfelds Bürgermeister Stefan Frühwald blickt mit großer Freude auf das bevorstehende Event: „Die überwältigende Nachfrage nach der zweiten Auflage des Brombachseetriathlons bei uns in Pleinfeld erfüllt mich mit Stolz und Freude. Es zeigt, wie sehr dieser Wettkampf nicht nur die Athletinnen und Athleten, sondern auch die gesamte Region begeistert. Ich bin überzeugt, dass wir wieder ein unvergessliches Sportereignis inmitten unserer einzigartigen Seenlandschaft erleben werden.“

Triathlon im fränkischen Seenland

Geschwommen wird im Großen Brombachsee. Die Radstrecke führt durch das Fränkische Seenland, bevor der Halbmarathon entlang des Seeufers zurück ins Ziel verläuft. Start, Wechselzone und Ziel befinden sich erneut im Seezentrum Allmannsdorf und bieten kurze Wege sowie beste Bedingungen für Aktive und Zuschauer.

Für das Organisationsteam ist der Rückhalt in der Region ein entscheidender Erfolgsfaktor. „Eine Veranstaltung dieser Größenordnung ist nur mit dem Verständnis und der Unterstützung der Anwohner möglich“, betont Stefan Schwenk. „Deshalb möchten wir uns bereits jetzt herzlich für die Geduld und das Verständnis für die notwendigen Verkehrs- und Zufahrtseinschränkungen am Veranstaltungstag bedanken. Dieses Miteinander trägt wesentlich dazu bei, den Brombachseetriathlon sicher und erfolgreich durchführen zu können.“

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie die Möglichkeit zur Eintragung in die Warteliste gibt es unter www.brombachseetriathlon.de.

Foto: Baboons/ Ingo Kutsche

Der Juli ist und bleibt das Herzstück der bayerischen Triathlonsaison. Es gibt kein Wochenende, an dem nicht irgendwo im Freistaat gestartet, angefeuert, gefinisht und sportlich gefeiert wird. Zwischen Weltklasse-Events, Liga-Rennen, Nachwuchsformaten und traditionsreichen Jedermannveranstaltungen zeigt sich die ganze Bandbreite des Sports.

Auftakt im Frankenland mit großer Bühne in Roth

Den Auftakt macht das fränkische Triathlon-Mekka Roth bereits am 3. Juli mit der Challenge for All und der Junior Challenge, die als feste Säulen der weltberühmten Challenge-Woche insbesondere Familien und Einsteigern eine Bühne bieten. Nur einen Tag später blickt der Altmühltriathlon Leutershausen auf sein 35-jähriges Bestehen zurück und punktet in Mittelfranken mit ehrenamtlicher Herzlichkeit. Das sportliche Hauptaugenmerk des Wochenendes liegt jedoch zweifellos auf der legendären Langdistanz des Challenge Roth, bei der Hunderttausende Zuschauer die Athleten am Solaren Berg, am Kanal und im Stadion zu Höchstleistungen peitschen. Zeitgleich zieht der Tegernsee Triathlon mit seinem anspruchsvollen Streckenprofil vor einer imposanten Alpenkulisse die Sportler in den Süden.

Volles Programm in Hof

Am darauffolgenden Wochenende verlagert sich das Geschehen unter anderem an den Ammersee, wo die 26. Auflage des Triathlons in Riederau nicht nur mit einer Uferstrecke aufwartet, sondern auch wichtige Punkte für die Landesligen bereithält. Wer es abseits des Asphalts mag, findet am selben Tag beim 11. Wuggi-Triathlon ein knackiges Cross-Format, während in der Oberpfalz die jüngsten Sportler beim Piratentriathlon Amberg spielerisch gefordert werden. Der Sonntag gehört dann dem traditionsreichen 43. GEALAN Triathlon der IfL Hof. In Oberfranken kreuzen sich die Wege der Bayerischen Triathlonliga und des BTV Memmert Nachwuchscups, zudem werden auf der schnellen Strecke die Bayerischen Meistertitel im Team Relay vergeben. Abgerundet wird dieses vollgepackte Wochenende durch den Churfranken Triathlon in Niedernberg sowie den Cross-Triathlon in Karlstadt.

Für jeden etwas am dritten Juli-Wochenende

In Velburg verschmelzen zur Monatsmitte beim 39. Kirchweihtriathlon sportlicher Ehrgeiz und bayerisches Brauchtum, flankiert von einem Crossduathlon und Crosstriathlon für Jugendliche. Natur- und Landschaftsgenießer kommen zeitgleich beim familiären Triathlon am Höglwörther See in Oberbayern auf ihre Kosten. Die Jugendförderung steht im schwäbischen Harburg beim 8. Schüler- und Jugendtriathlon im Fokus, wo zudem wichtige Punkte für den BTV Memmert Nachwuchscup vergeben werden. Eine Premiere feiert das erste Schüler- und Jugend-Swim & Run im oberbayerischen Flintsbach. Ein echtes Kontrastprogramm im Münchner Umland liefert schließlich der 36. Karlsfelder Triathlon am 19. Juli, der auf seinen flachen Strecken sowohl Bestzeitenjäger als auch Neulinge anlockt.

BM Mitteldistanz zum Monatsende

Zum Monatsende schlägt zunächst die Stunde der Schulen und Vereine: Der Schülertriathlon in Höchstadt, der HeroKids Schüler-Triathlon in Eckental, der Fürther Schultriathlon und der 36. Erlanger Schüler-Triathlon führen tausende Kinder an den Ausdauersport heran. Das finale Juli-Wochenende bündelt dann noch einmal hochkarätige Entscheidungen und große Jubiläen. Während der 33. Hofheimer Triathlon Aktive in den Naturpark Haßberge lockt, kämpfen Athletinnen und Athleten beim Triathlon Niederbayern um die Bayerischen Meisterschaften auf der Mitteldistanz. Gleich zwei bayerische Urgesteine feiern zeitgleich Geburtstag: Der 40. Wörthsee-Triathlon blickt auf vier Jahrzehnte Historie zurück und gilt, ebenso wie der zeitgleich stattfindende 35. M-net Erlanger Triathlon, als absoluter Vorreiter für ökologische Nachhaltigkeit und ressourcenschonende Organisation im Sport.

Wir wünschen allen Starterinnen und Startern viel Erfolg!

Foto: Elea Bayreuther

Blick in ein Freibad mit Kindern

Der inklusive Schüler-Triathlon in Kelheim hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einer echten Erfolgsgveranstaltung entwickelt. Bei der zweiten Auflage verwandelten rund 240 Kinder und Jugendliche das Gelände rund um das Stadion am Rennweg und das Keldorado in eine große Triathlonarena. Damit konnte die Teilnehmerzahl gegenüber der Premiere im vergangenen Jahr deutlich gesteigert werden.

Organisiert wurde die Veranstaltung von den Schülerinnen und Schülern des P-Seminars der 11. Jahrgangsstufe des Donau-Gymnasiums Kelheim. Mit viel Engagement und Liebe zum Detail sorgten sie dafür, dass vom Check-in über die Wettkämpfe bis hin zur Siegerehrung alles reibungslos funktionierte. Unterstützt wurden sie dabei von zahlreichen Helferinnen und Helfern sowie vielen Partnern aus der Region.

Der inklusive Gedanke war dabei an jeder Stelle spürbar. Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gingen gemeinsam an den Start und zeigten eindrucksvoll, wie selbstverständlich Sport Menschen verbindet. Ergänzt wurde der Wettkampf durch zahlreiche Mitmachangebote, bei denen die Teilnehmenden unter anderem Blindenbaseball ausprobieren oder einen Rollstuhlparcours absolvieren konnten. So wurde Inklusion nicht nur thematisiert, sondern aktiv erlebt. Für einen besonderen Auftakt sorgte Simon Henseleit. Der U23-Triathlon-Weltmeister von 2022, der inzwischen beim BTV als Trainer arbeitet, brachte die jungen Athletinnen und Athleten beim gemeinsamen Warm-up auf Betriebstemperatur.

Dabei was schon am frühen Vormittag die Vorfreude überall spürbar. Im Schwimmbecken wurden die letzten Bahnen gezogen, auf der Radstrecke herrschte reges Treiben und entlang der Laufstrecke feuerten Betreuerinnen, Betreuer und Zuschauer den Nachwuchs lautstark an. Ob als Einzelstarterin oder Einzelstarter oder gemeinsam im Team – im Mittelpunkt standen nicht Bestzeiten, sondern die Freude an der Bewegung, der Teamgeist und das gemeinsame Erlebnis. Natürlich wurden bei der abschließenden Siegerehrung auch die schnellsten Einzelstarterinnen und Einzelstarter sowie die erfolgreichsten Teams ausgezeichnet. Medaillen gab es für die Siegerinnen und Sieger der verschiedenen Alters- und Wertungsklassen. Den passenden Rahmen gestaltete die Tanzgruppe des Cabrini-Zentrums Offenstetten mit einer mitreißenden Aufführung.

Nach dem großen Zuspruch dürfte deshalb schon jetzt klar sein: Die dritte Auflage des inklusiven Schüler-Triathlons in Kelheim ist schon gesetzt.

Bei der dritten Ausgabe des triathlon.de CUP Landshut herrschten außergewöhnliche Bedingungen. Bei Temperaturen bis zu 40 Grad stellten sich knapp 1.000 Athletinnen und Athleten den Herausforderungen auf den Strecken rund um das Naherholungsgebiet Gretlmühle bei Landshut. Trotz oder gerade wegen der herausfordernden Bedingungen herrschte entlang den Wettkampfstrecken eine hervorragende Stimmung. Zahlreiche Zuschauer sorgten an den verschiedenen Hotspots für lautstarke Unterstützung und trugen zu einer mitreißenden Atmosphäre bei. Die Begeisterung entlang der Strecke motivierte viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu, auch in den entscheidenden Rennphasen noch einmal alles aus sich herauszuholen.

Besonders anspruchsvoll präsentierte sich erneut die Radstrecke mit dem berüchtigten „Maximal Mountain“ mit bis zu 16% Steigung. Je nach Wettkampfdistanz musste dieser Anstieg bis zu vier Mal bewältigt werden. Die hohen Temperaturen verlangten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf allen Streckenabschnitten alles ab und machten eine kluge Renneinteilung sowie eine optimale Verpflegung zu entscheidenden Erfolgsfaktoren.

Keine Vorkommnisse dank durchdachtem Hitzekonzept

Dank des im Vorfeld ausgearbeiteten Hitzekonzepts des Veranstalters und der klugen Renneinteilung der Athleten verlief der Veranstaltungstag komplett reibungslos. In enger Abstimmung mit dem Sanitätsdienst konnten alle Wettkämpfe sicher für alle Athleten und Zuschauer durchgeführt werden. Medizinische Vorfälle blieben komplett aus.

Entlang der Strecken standen den Athletinnen und Athleten jederzeit ausreichend Wasser und große Mengen Eis zur Verfügung, sodass eine kontinuierliche Versorgung gewährleistet war. Für zusätzliche Erfrischung sorgte eine Sprinkleranlage auf der Laufstrecke, die von den Teilnehmenden dankbar angenommen wurde und angesichts der hohen Temperaturen für willkommene Abkühlung sorgte. Insgesamt zeigte sich, dass die umfangreichen Maßnahmen zum Schutz der Sportlerinnen und Sportler hervorragend griffen und maßgeblich zum erfolgreichen Verlauf der Veranstaltung beitrugen.

Beeindruckende Siegerzeiten auf der Mitteldistanz

Trotz extremer Temperaturen und der aus Sicherheitsgründen von vier auf drei Laufrunden verkürzten Laufstrecke lieferten die Athletinnen und Athleten auf der Mitteldistanz beeindruckende Leistungen ab. Bei den Männern setzte sich Lukas Michels (TSV Hohenbrunn) in starken 3:38:27 Stunden durch. Die Plätze zwei und drei gingen an Tim Koniarski (3:42:26 Stunden) und Thomas Angerer (Tri Team Hallein, 3:42:50 Stunden).

Bei den Frauen triumphierte Judith Weghofer in beeindruckenden 4:08:50 Stunden und gewann mit einem deutlichen Vorsprung von rund 36 Minuten auf Kristina Facius (FTZ Mühldorf Team Siebzehnrübel, 4:44:46 Stunden). Rang drei sicherte sich Julia Zeller in 4:55:18 Stunden.

Foto: Laura Damnitz

 

Manche Triathlonveranstaltungen beeindrucken durch ihre Größe. Andere durch ihre Geschichte. Der Altmühltriathlon in Leutershausen schafft beides auf seine ganz eigene Weise. Wer Anfang Juli ins westmittelfränkische Altmühltal kommt, findet keinen riesigen Eventpark, keine kilometerlangen Expo-Meilen und keine Großveranstaltung. Stattdessen erlebt man einen Wettkampf, der seit Jahrzehnten vom Engagement eines Vereins getragen wird und gerade deshalb eine treue Fangemeinde besitzt.

2026 steht bereits die 35. Auflage auf dem Programm – ein schönes Jubiläum für eine Veranstaltung, die sich über all die Jahre ihren ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Veranstalter ist der TV 1862 Leutershausen, der den Wettkampf seit vielen Jahren mit großer Leidenschaft organisiert.

Wo Triathlon noch familiär ist

Der Altmühltriathlon gehört zu jenen Rennen, bei denen viele Teilnehmer die Organisatoren persönlich kennen. Wer einmal gestartet ist, kommt oft wieder. Das liegt nicht zuletzt an der besonderen Atmosphäre rund um das Altmühlbad, das seit Jahrzehnten Start- und Zielpunkt der Veranstaltung ist. Hier trifft man Vereinskameraden, Konkurrenten und Freunde des Sports oft schon vor dem Start und später wieder bei der Siegerehrung.

Mit einer Teilnehmerbegrenzung von rund 120 Startern und Staffeln bleibt die Veranstaltung klein. Und so sind die Startplätze stets schnell vergeben. Dieses Jahr innerhalb von einer Stunde!

Schwimmen im Flussbad – eine Seltenheit in Bayern

Das eigentliche Herzstück des Altmühltriathlons ist jedoch seine Wettkampfstrecke. Bereits der Auftakt hebt das Rennen von vielen anderen Veranstaltungen ab. Geschwommen wird nicht in einem See und auch nicht in einem Freibad, sondern in der Altmühl selbst – genauer gesagt im traditionsreichen Altmühlbad von Leutershausen.

Damit gehört der Wettkampf zu den wenigen Triathlons in Bayern, bei denen das Schwimmen in einem Flussbad stattfindet. Die 500 Meter lange Schwimmstrecke sorgt Jahr für Jahr für Gesprächsstoff. Mal präsentiert sich die Altmühl angenehm temperiert, mal erinnert sie die Teilnehmer daran, dass Freiwasserwettkämpfe ihren eigenen Charakter haben. Die Veranstalter scherzen seit Jahren über den Ruf ihres Rennens als „härtester Triathlon nach Hawaii“ – eine augenzwinkernde Anspielung auf legendäre Austragungen, bei denen Athleten entweder mit eisigem Wasser oder sommerlicher Hitze kämpfen mussten.

Blick über einen Fluss mit Schwimmern

Nach dem Schwimmen geht es auf die rund 22 Kilometer lange Radstrecke. Auf den ersten Blick wirkt das Gelände rund um Leutershausen eher sanft. Wer die Region kennt, weiß jedoch, dass die Ausläufer der Frankenhöhe durchaus anspruchsvolle Passagen bereithalten.

Die Strecke führt durch die fränkische Kulturlandschaft mit ihren kleinen Dörfern, Feldern und Wäldern. Sie verlangt weniger reine Kletterqualitäten als vielmehr einen gleichmäßigen Rhythmus und ein gutes Gespür für Tempo. Wind spielte in der Geschichte des Rennens immer wieder eine entscheidende Rolle. Mehr als einmal wurde das Feld auf der Radstrecke von kräftigen Böen gefordert.

Anschließend folgt der fünf Kilometer lange Lauf entlang der Altmühl. Gerade hier zeigt sich der besondere Charme des Wettkampfs. Die Strecke ist überschaubar, die Zuschauer nah an den Athleten und das Ziel am Altmühlbad nie wirklich weit entfernt. Für viele Teilnehmer entsteht genau daraus jene Atmosphäre, die den Altmühltriathlon so besonders macht.

Dass der Altmühltriathlon heute seine 35. Auflage feiern kann, ist keineswegs selbstverständlich. Die Veranstaltung hat verschiedene Entwicklungen des Triathlonsports erlebt: den Boom der 1990er Jahre, die Professionalisierung vieler Rennen und den Wandel von kleinen Vereinsveranstaltungen zu großen Eventformaten.

In Leutershausen entschied man sich bewusst für einen anderen Weg. Statt immer größer zu werden, blieb man den eigenen Wurzeln treu. Der Wettkampf entwickelte sich weiter, ohne seine Identität zu verlieren. Ein Beispiel dafür war die Anpassung der Radstrecke im Jahr 2019, als unter neuer Organisationsleitung einzelne Abläufe modernisiert und die Strecke an aktuelle Vorgaben angepasst wurden.

Das Erfolgsgeheimnis: Ehrenamt

Wer mit Organisatoren und langjährigen Teilnehmern spricht, hört immer wieder denselben Grund für den Erfolg der Veranstaltung: die Menschen dahinter. Rund 120 freiwillige Helfer sorgen Jahr für Jahr dafür, dass das Rennen funktioniert. Unterstützt werden sie von der Stadt, der Wasserwacht, dem Altmühlbadverein und zahlreichen weiteren Partnern aus der Region.

Gerade diese Verwurzelung in der Vereinsgemeinschaft hat über die Jahre zahlreiche Geschichten hervorgebracht, die den besonderen Charakter des Rennens bis heute prägen. Vielleicht beginnt die bemerkenswerteste bereits bei der Entstehung des Triathlons selbst. Obwohl der TV Leutershausen bis heute keine eigene Triathlonabteilung besitzt, wird die Veranstaltung seit jeher gemeinsam von mehreren Sparten getragen. Gegründet wurde der Wettkampf 1990 sogar von Erolf Bock, der damals aus der Tischtennisabteilung heraus die Initiative ergriff und später erster Vorsitzender des Hauptvereins wurde. Bis heute packen Leichtathleten, Fußballer, Tennisspieler und Tischtennisspieler gemeinsam mit an, wenn Anfang Juli der Startschuss fällt.

Besonders groß ist die Identifikation der Leutershäuser mit „ihrem“ Triathlon. Seit vielen Jahren wird ein Wanderpokal für die schnellste Teilnehmerin und den schnellsten Teilnehmer aus Leutershausen vergeben – unabhängig davon, ob sie für den TVL starten oder in der Gemeinde wohnen. Zum Jubiläumsrennen 2026 werden allein rund 30 Athletinnen und Athleten aus Leutershausen an den Start gehen.

Sportler läuft durch das Ziel

Auch sportlich hat die Veranstaltung ihre eigenen Legenden hervorgebracht. Eine davon schrieb Dr. Florian Holzinger am 5. Juli 2008. Nach mehreren Anläufen gelang ihm beim 19. Altmühltriathlon erstmals der Sprung unter die magische Marke von einer Stunde. Seine Zeit von 59:05 Minuten auf der damaligen, noch 25 Kilometer langen Radstrecke galt lange als Maßstab. Erst nach der späteren Streckenanpassung wurde diese Bestmarke unterboten. Der aktuelle Streckenrekord liegt seit 2023 bei 57:03 Minuten und wird von Tim Frisch gehalten.

Fast schon ein Anachronismus in Zeiten elektronischer Chipsysteme ist die Zeitmessung. In Leutershausen wird bis heute von Hand gestoppt. Möglich macht dies ein eingespieltes Team, dessen Mitglieder teilweise seit mehr als zwei Jahrzehnten gemeinsam im Einsatz sind. Die Genauigkeit leidet darunter keineswegs – vielmehr gehört auch diese Tradition für viele Teilnehmer zum unverwechselbaren Charakter der Veranstaltung.

Eine besondere Rolle spielt zudem die enge Freundschaft zum Triathlon in Oettingen. Die Veranstalter des TSV Oettingen, die in der Wörnitz ebenfalls einen traditionsreichen Flussbad-Triathlon organisieren, begleiten den Altmühltriathlon seit seinen Anfängen. Jahr für Jahr reisen zahlreiche Athleten aus Oettingen nach Leutershausen und sorgen damit für eine Verbundenheit, die über den sportlichen Wettbewerb hinausgeht.

Vielleicht ist genau das das Geheimnis des Altmühltriathlons: Rekorde und Platzierungen gehören dazu, doch in Erinnerung bleiben vor allem die Menschen, die diesen Wettkampf seit Jahrzehnten tragen. Nach 35 Austragungen ist der Altmühltriathlon deshalb weit mehr als nur ein Rennen. Er ist ein Stück Leutershäuser Sportgeschichte – und für viele Teilnehmer längst eine lieb gewonnene Tradition.

Zur Website des Rennens.

Fotos: TV 1862 Leutershausen e. V.