Die Wettkampflandschaft in Bayern bietet Triathletinnen und Triathleten die volle Bandbreite an Herausforderungen. Von Angeboten für Einsteiger*innen, über traditionsreiche Veranstaltungen über die Olympische Distanz und die Mitteldistanz, bis hin zur größten Triathlon Langdistanz der Welt, dem Challenge Roth.

Ein perfekter Tag für die Duathlon-BM: Bei frischen Temperaturen am Morgen und zunehmend angenehmen Bedingungen im Tagesverlauf präsentierte sich der Duathlon in Krailling einmal mehr als früher Formtest mit spannenden Titelkämpfen. Die 32. Auflage des Rennens bot dabei wie so oft hochklassige Leistungen aber auch einige organisatorische Neuerungen. Am Ende feierte die Favoritin Cornelia Griesche einen hauchdünnen Sieg und Titelverteidiger Max Hoffmanns Pläne wurden von Tom Hug durchkreuzt.

Im Frauenrennen entwickelte sich von Beginn an ein spannender Zweikampf an der Spitze. Vanessa Aberham diktierte gleich im ersten Lauf das Tempo und konnte sich zunächst leicht von Cornelia Griesche absetzen. „Anfangs habe ich versucht, Anschluss zu halten, musste sie nach etwa fünf Kilometern aber ziehen lassen und mein eigenes Tempo finden – der Wettkampf war ja noch lang“, schilderte Griesche später.
Auf dem Rad wendete sich dann das Blatt: Mit starker Leistung holte die Athletin des TSV Gaimersheim den Rückstand nach rund zehn Kilometern wieder auf und suchte ihrerseits die Entscheidung. Doch Aberham ließ sich nicht abschütteln. Es entwickelte sich ein  Duell mit mehreren Führungswechseln, das beiden Athletinnen sichtlich Kraft abverlangte. „Die ständigen Antritte kosteten viel Energie, deshalb habe ich mich entschieden, mit etwas Abstand hinter ihr zu bleiben“, so Griesche. Gemeinsam erreichten sie schließlich die zweite Wechselzone.

Frau läuft vor grüner Wiese

Cornelia Griesche erkämpfte sich den Sieg

Auch auf dem abschließenden Lauf blieb das Rennen lange offen. Aberham forcierte erneut das Tempo, Griesche heftete sich an ihre Fersen und hielt den Kontakt. Erst auf dem letzten Kilometer konnte sich Aberham kurz lösen, ehe Griesche auf den finalen Metern noch einmal alles mobilisierte. Mit einem starken Schlussspurt fing sie ihre Konkurrentin tatsächlich noch ab und sicherte sich in 1:57:39 Stunden den Sieg sowie – nach 2023 und 2025 – erneut den Titel der Bayerischen Meisterin. Nur drei Sekunden dahinter lief Aberham (TSG 08 Roth) über die Ziellinie. Rang drei ging an Lokalmatadorin Helen Graf (TV Planegg-Krailling).

„Insgesamt lief das Rennen doch etwas anders, als ich es mir im Vorfeld vorgestellt hatte“, gab die Siegerin im Nachgang zu und ergänzt: „aber wenn man am Ende als erstes die Ziellinie überquert, ist der Rest Nebensache. Zwischenzeitlich hatte ich den Sieg auch nicht mehr für möglich gehalten, aber es ist ein gutes Gefühl, wenn man über seine Grenzen gehen kann und dafür belohnt wird.“

Titelverteidigung wurde durchkreuzt

Titelverteidiger Maximilian Hoffmann ging im Rennen der Männer als einer der Favoriten ins Rennen. Doch schon beim ersten Lauf ließ sich erahnen, dass mit Tom Hug an diesem Tag ein ernsthafter Konkurrent am Start war. Der Profi setzte sich früh an die Spitze und legte gleich zu Beginn mit der schnellsten Laufzeit den Grundstein für seinen späteren Erfolg. Hug dominierte auch auf dem Rad und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Auch im abschließenden Lauf ließ er nichts mehr anbrennen und brachte seinen Vorsprung von am Ende über drei Minuten souverän ins Ziel. Dahinter zeigte Wolfgang Teuchner als schnellster Athlet der Altersklasse M40 eine starke Leistung und lief auf Rang drei der Gesamtwertung.

Sieger und Bayerischer Meister Tom Hug

„Der Duathlon in Krailling war mein erstes Rennen, nachdem ich vor gut einem Jahr einen schweren Radunfall hatte“, berichtet Sieger Tom Hug. „Entsprechend schwierig war es für mich einzuschätzen, wo ich aktuell stehe. Ich habe mir im Vorfeld bewusst nicht zu viel Druck gemacht und wollte das Rennen einfach solide und vor allem schmerzfrei durchbringen – und endlich wieder Wettkampfatmosphäre aufsaugen. Dass mein Comeback letztendlich so gut gelungen ist, macht mich natürlich umso glücklicher. Besonders gefreut hat mich außerdem, so viele bekannte Gesichter am Streckenrand zu sehen. Während meiner Zeit in München habe ich regelmäßig mit dem TV Planegg-Krailling trainiert. Damit hat es sich für mich fast wie ein Heimspiel angefühlt.“

Die Siegerehrung wurde erstmals in die Veranstaltungshalle verlegt und bot ein schönes Ambiente. Ein besonderer Moment war die Ehrung von Konrad Puk, der als ältester Starter des Feldes den Ehrenpreis „Legende des Rennens“ erhielt.

Alle Ergebnisse des Rennens sind hier zu finden.

Altersklassensiegerinnen

AK20: 1. Franziska Seifert (SSV Forchheim)
AK25: 1. Vanessa Aberham (TSG 08 Roth e.V.)
AK30: 1. Cornelia Griesche (TSV Gaimersheim)
AK35: 1. Nadine Reißner (TG Viktoria Augsburg)
AK40: 1. Katrin Esefeld (LG Mettenheim)
AK45: 1. Patricia Popp (MTV Pfaffenhofen)
AK50: 1. Nicole Kufner (SVG Ruhstorf)
AK55: 1. Claudia Bregulla-Linke (SC Riederau)
AK60: 1. Christine Schrenker-Schöpf (TV 1848 Coburg)
AK65: 1. Susanne Sommer (SVG Ruhstorf)

Altersklassensieger

AK18-19: 1. Ferdinand Van Aaken (TV Planegg-Krailling)
AK20: 1. Alexander Rieckmann (ATSV Kirchseeon)
AK25: 1. Tom Hug (SV Grün-Weiß Holzkirchen)
AK30: 1. Maximilian Hoffmann (TSG 08 Roth e.V.)
AK35: 1. Christian Schwarz (LC Buchendorf)
AK40: 1. Wolfgang Teuchner (TuS Fürstenfeldbruck e.V.)
AK45: 1. Christian Jais (TuS Fürstenfeldbruck e.V.)
AK50: 1. Alexander Kirsch (TSV Grünwald)
AK55: 1. Hermann Schmaderer (Schwimmverein Straubing)
AK60: 1. Thomas Blum (TV 1860 Immenstadt)
AK65: 1. Andreas Büttner (TSV Ottobrunn)
AK70: 1. Werner Fendt (RSC Aichach 1977 e.V.)
AK75: 1. Konrad Puk (SV Grün-Weiß Holzkirchen)

Fotos: private Aufnahmen

Mit dem 1. Feuchtwanger Schüler- und Jugend-Cross-Triathlon am 14. Juni 2026 wächst in Mittelfranken ein Rennen heran, das auf bewährten Strukturen aufbaut. Parallel zur mittlerweile 12. Auflage des Feuchtwanger Triathlons für Erwachsene erweitert das Organisationsteam sein Angebot in Richtung Nachwuchs und bleibt dabei seiner Linie treu: Dem „Triathlon für alle“.

Der gesamte Wettkampftag steht im Zeichen eines Familienevents. Freier Eintritt ins Freibad sorgt für Stimmung, während ein reich bestücktes Obst- und Kuchenbuffet die nötige Energie liefert – natürlich nur für die Aktiven. Dazu kommen Preise für alle Altersklassen, sodass am Ende alle Teilnehmenden im Mittelpunkt stehen.

Doch zunächst zum Wettkampf: Geschwommen wird im 50-Meter-Becken des Freibads, was gerade Einsteigern Sicherheit gibt und gleichzeitig echtes Wettkampffeeling aufkommen lässt. Direkt im Anschluss geht es auf die Cross-Radstrecke: Rund zwei Kilometer lang, über unbefestigte Wege und Wiesen führend und je nach Altersklasse mehrfach zu absolvieren. Zugelassen sind ausschließlich Mountainbikes oder vergleichbare Räder. Die Laufstrecke bleibt kompakt und zuschauerfreundlich. Auf einer etwa 500 Meter langen Wendepunktstrecke durch das Freibadgelände sammeln die Athletinnen und Athleten ihre Laufkilometer

„Wir freuen uns darauf, dass unser Event nun wirklich für die ganze Familie Möglichkeiten der Teilnahme wird“, meint Robert Schebesta aus dem Orga-Team.

Alle Infos zu dem Event gibt es unter www.triathlon-feuchtwangen.de

Foto: Feuchtwanger Triathlon

Der Duathlon in Krailling ist für bayerische Athletinnen und Athleten traditionell der erste Formtest der Saison. Denn wenn am 26. April gestartet wird, geht es nicht nur um einen gelungenen Einstieg in das Wettkampfjahr, sondern direkt um die Bayerischen Meistertitel über die Duathlon Kurzdistanz. Viel Zeit zum „Reinkommen“ bleibt also nicht.

Das Rennen selbst ist bekannt und ein bisschen gefürchtet. Die 10 Kilometer zum Auftakt sind schnell und wer den Anschluss verpasst, läuft dem Rennen meist schon früh hinterher. Danach geht es auf den Radkurs, der auf den ersten Blick simpel wirkt: Wendepunkt, flach, komplett gesperrt. In der Praxis heißt das aber vor allem: Druck, Tempo, keine Pause. Und wenn der Wind ins Spiel kommt, wird es schnell selektiv. Der abschließende 5-Kilometer-Lauf ist dann wahrlich der erste Formtest.

Meistertitel als klarer Fokus

Auch wenn der Duathlon Krailling seit jeher ein breitensportlich geprägtes Event ist, rückt auch deses Jahr die Bayerische Meisterschaft in den Mittelpunkt. Rund 180 Athletinnen und Athleten werden allein auf der Kurzdistanz erwartet – einige davon mit klarem Blick auf die Podestplätze.

Eine konkrete Favoritenrolle lässt sich in diesem Jahr schwer vergeben – zu ausgeglichen präsentiert sich das Feld. Viel spricht jedoch dafür, dass der Sieger aus einer kleinen Gruppe von Allroundern kommen wird, die sowohl im ersten Lauf als auch auf dem Rad keine Schwächen zeigen. Chancen auf den Tital dürfte jedoch Vanessa Aberham von der TSG 08 Roth haben, die kürzlich bei der Duathlon EM in Alsdorf Silber holte. Mit in das Geschehen eingreifen könnten die Routiniers Katrin Esefeld oder auch Sandra Morawitz.
Bei den Männern fehlt Titelverteidiger Maximilian Hoffmann bisher in der Meldeliste, dafür dürfte der Zweite des letzten Jahres, Jakob Heindl, seine Chance wittern. Mit Stefan Wiessner ist auch der Letztjahresdritte vertreten.

Alle Infos zu dem Rennen gibt es auf www.tv-planegg-krailling.de/event/duathlon

15 Jahre Rennspaß, oft matschig, immer voller Energie und Nachwuchsbegeisterung: Der Süwag Energie Cross-Duathlon in Kleinostheim hat sich über die Zeit vom kleinen Frühjahrstest zu einem festen Termin im bayerischen Rennkalender entwickelt. Was heute routiniert wirkt, begann ganz überschaubar mit einem engagierten Team der TSG Kleinostheim, einigen Dutzend Kindern und Jugendlichen und einer Strecke durch Wald und Wiesen. Daraus ist nach und nach eine kleine, aber feine Bühne für den Cross-Sport entstanden.

Jahr für Jahr wurde an Details gefeilt, wurden Abläufe verbessert und das Format behutsam erweitert. Aus dem familiären Format entwickelte sich ein verlässlicher Treffpunkt für Sportbegeisterte in Unterfranken, der zuletzt rund 80 Teilnehmende angezogen hat. Im Kern ist sich die Veranstaltung aber treu geblieben: erst laufen, dann aufs Rad, dann wieder laufen – Cross-Duathlon pur. Und das ausschließlich für den Nachwuchs. Nun steht die 15. Ausgabe an. Am 25. April 2026 geht es in Kleinostheim erneut auf die Strecke. Besonders ist dabei vor allem die Atmosphäre: Junge Einsteiger stehen neben Nachwuchstalenten, alle probieren sich aus, wachsen über sich hinaus und erleben den Wettkampf gemeinsam. Vielleicht liegt genau darin das Geheimnis, warum sich das Rennen über so viele Jahre behauptet hat.

Kinder rennen auf Feldweg

Zum kleinen Jubiläum richtet sich der Blick auch hinter die Kulissen. Denn ohne das Organisationsteam, das jedes Jahr mit viel Einsatz Strecke, Ablauf und Stimmung gestaltet, wäre dieser Termin längst nicht das, was er heute ist. Spannend ist dabei die Frage, wann eigentlich der Moment kam, in dem klar wurde: Das hier hat Zukunft. Wir haben nachgefragt und Orga-Leiter Niklas hat geantwortet.

15 Jahre Süwag Energie Cross-Duathlon – was war rückblickend der Moment, an dem ihr gemerkt habt: Das hier bleibt?

Einen einzelnen Moment gab es eigentlich gar nicht, vielmehr war es eine Entwicklung über die Jahre. Da wir bewusst eine überschaubare Veranstaltung sind, kennen wir viele der teilnehmenden Kinder persönlich und sehen, dass sie Jahr für Jahr wiederkommen. Das ist für uns die schönste Bestätigung, weiterzumachen. Gleichzeitig zeigt uns die langjährige Unterstützung durch unseren Hauptverein, die vielen engagierten Helferinnen und Helfer sowie unsere Sponsoren, dass wir etwas auf die Beine gestellt haben, das Bestand hat.

Was hat sich in all den Jahren am stärksten verändert – Organisation, Teilnehmerfeld oder Anspruch der Rennen?

Am stärksten verändert hat sich eine Mischung aus Organisation und Anspruch – sowohl bei uns als Veranstalter als auch bei den Teilnehmenden. Ein gutes Beispiel ist die Zeitnahme: Während wir anfangs noch per Hand gestoppt haben, arbeiten wir inzwischen mit elektronischer Zeitnahme via Transponder und dieses Jahr erstmals sogar mit Splitzeiten. Auch im Organisationsteam gibt es immer wieder Veränderungen – ich selbst bin beispielsweise erst im ersten Jahr in der Hauptverantwortung. Das bringt Herausforderungen mit sich, aber mindestens genauso viele neue Ideen.

Gruppe von Menschen in gelben Warnwesten

Ohne das Orga-Team läuft natürlich nichts.

Wie gelingt euch der Spagat zwischen Einsteigerfreundlichkeit und sportlicher Herausforderung?

Das gelingt vor allem über die Streckenlängen und die Gestaltung der Kurse. Wir achten darauf, dass die Distanzen altersgerecht sind und niemand überfordert wird, gleichzeitig aber genügend Anspruch vorhanden ist, damit auch erfahrenere Teilnehmende gefordert werden. Ganz entscheidend ist dabei die Atmosphäre: Die soll bewusst offen, entspannt und familiär bleiben.

Blick auf Feldweg mit drei Menschen

Familiär und für alle – das ist das große Ziel der Veranstalter.

Gibt es eine Anekdote oder Szene, die für euch typisch für das Rennen ist?

Ja, die gibt es auf jeden Fall. Da viele Vereine mit mehreren Altersklassen bei uns starten, stehen oft Kinder am Streckenrand und feuern ihre Freundinnen und Freunde lautstark an – und zwar unabhängig von der Platzierung. Grundsätzlich wird hier wirklich jede und jeder angefeuert, auch aus anderen Vereinen. Diese Stimmung ist etwas ganz Besonderes und davon könnten sich so manche Erwachsene manchmal durchaus eine Scheibe abschneiden.

Worauf freut ihr euch bei der 15. Ausgabe am meisten?

Am meisten freuen wir uns auf das Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern, von Teilnehmenden über Eltern bis zu Trainerinnen und Trainern anderer Vereine, und auf glückliche, zufriedene Teilnehmende im Ziel. Und ganz ehrlich: Vielleicht auch auf den Moment danach – wenn alles reibungslos gelaufen ist, abgebaut wurde und man am Abend gemeinsam noch ein Stück Kuchen genießen kann.

Danke! Wir wünschen auch für die nächsten 15 Jahre gutes Gelingen.

Der BTV Memmert Nachwuchscup geht in die nächste Runde! Am 12. April 2026 haben junge Triathletinnen und Triathleten die Möglichkeit, sich in Rothenburg ob der Tauber beim vierten Rennen der Saison zu messen. Neben den sportlichen Herausforderungen erwartet Kinder und Jugendliche am gesamten Wochenende eine tolle Atmosphäre, in der Fairness, Spaß und Teamgeist im Mittelpunkt stehen.

Formtest oder Schnupper-Rennen?

Egal ob Teilnehmende schon Erfahrung im Triathlon haben oder erst in die Welt des Ausdauersports eintauchen – das Rennen in Rothenburg ist eine gute Gelegenheit, die aktuellen Fähigkeiten im Schwimmen und Laufen unter Beweis zu stellen. In verschiedenen Altersklassen treten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über unterschiedliche Distanzen an. Auch für Einsteiger und Hobbysportler gibt es mit der Jedermann-Kategorie eine spannende Möglichkeit, Wettkampfluft zu schnuppern.

kleiner Junge mit Startnummer läuftJugend-Camp bereitet perfekt vor

Wer noch mehr aus dem Wochenende herausholen möchte, hat die Chance, am BTV Jugend-Camp teilzunehmen. Vom 10. bis 12. April können junge Sportlerinnen und Sportler im Alter von 10 bis 15 Jahren unter professioneller Anleitung trainieren, ihre Technik verbessern und wertvolle Tipps für den Wettkampf bekommen. Das Camp beinhaltet nicht nur gezielte Trainingseinheiten, sondern auch die gemeinsame Teilnahme am Swim & Run.

Zur Camp-Anmeldung.

Zur Website der Veranstaltung.

Fotos: Andreas Weigel

Mit dem April beginnt für Bayerns Triathletinnen und Triathleten die Phase, in der endlich Wettkampfluft weht. Vor den Aktiven steht eine Saison, die mit über 80 Rennen, Meisterschaften und Höhepunkten für alle das etwas bereithält.

Während im BTV Memmert Nachwuchscup in Würzburg, Coburg und Nürnberg bereits die ersten Swim & Runs absolviert wurden, steht der nächste Test für die Talente am 12. April in Rothenburg ob der Tauber an. Auch der Kampf um die bayerischen Meistertitel startet bereits am 26. April beim Duathlon in Krailling. Kurz darauf rückt Schweinfurt in den Fokus des Geschehens: Der MainCity Triathlon am 17. Mai beheimatet die BM im Sprint und Para-Triathlon und bietet den Rahmen für die DACH-Meisterschaft der Para-Athleten.

Vom Weltklasse-Event bis zur ersten Triathlon-Erfahrung

In den Folgemonaten verdichtet sich das Programm merklich. Während Ingolstadt Mitte Juni  die BM Kurzdistanz ausrichtet, folgt am 5. Juli das internationale Spitzenrennen mit Weltklasse-Starterfeld: Der Challenge Roth.

Kurz darauf verlangt der Wettkampf in Hof echtes Teamplay bei den Meisterschaften der Team Relay. Die Mitteldistanz-Spezialisten kommen am 26. Juli beim Triathlon Niederbayern auf ihre Kosten, während die Entscheidung im Gelände traditionell später fällt: Ende September ermittelt „Jag de Wuidsau“ in Burglengenfeld die bayerischen Meister im Cross Duathlon.

Flankiert wird dieses Programm von der Liga-Saison. Die fünf verschiedenen bayerischen Ligen versprechen rasante Rennen, während die Gastspiele der Bundesliga für nationales Spitzenniveau sorgen. Immenstadt im Allgäu ist Schauplatz der 1. Bundesliga, während die zweite Liga am Rothsee und in Trebgast gastiert.

Besonders bemerkenswert sind zudem schon jetzt die Meldezahlen bei den Schultriathlons in Bayern. Hier bahnt sich ein Rekordjahr an.

Foto: Elea Bayreuther

Der 2. Indersdorfer Swim & Run bot oberbajerischen Sportlern einen perfekten Auftakt in die neue Wettkampfsaison, allerdings bei durchaus herausfordernden Wetterbedingungen. Bei kühlen 5 °C, spürbarem Wind, aber immerhin trockenem Wetter fanden sich deutlich mehr Athletinnen und Athleten ein als im Vorjahr.

Nach der gelungenen Premiere 2025 mit 125 Teilnehmenden verzeichnete die Veranstaltung, die von der SG Indersdorf zusammen mit der Wasserwacht Dachau und dem TSV Indersdorf, Abt. Schwimmen ausgetragen wird, in diesem Jahr einen weiteren Zuwachs: über 200 Sportlerinnen und Sportler ab 8 Jahren standen an den Startlinien und sorgten für volle Starterfelder im Hallenbad wie auf der Laufstrecke rund um Indersdorf. Besonders erfreulich war das große Nachwuchs-Starterfeld mit über 130 Teilnehmern.

Nachwuchs im Fokus

Ein Highlight war die erstmalige Austragung einer Oberbayerischen Kids Cup Wertung. Gewertet wurden die Nachwuchsklassen von Schüler C bis Jugend A aus der Region Oberbayern, sodass vor allem junge Talente eine zusätzliche sportliche Bühne erhielten. Der Indersdorfer Swim & Run stellt damit den ersten von insgesamt sechs Wettkämpfen im Rahmen des Obb.-Kids Cups dar.
Als Schmankerl verloste der Veranstalter unter allen Nachwuchsathleten ein MTB, das von einem großzügigen Sponsor bereitgestellt wurde.

Insgesamt präsentierte sich der zweite Auflage des Events als gelungener Mix aus motivierendem Nachwuchssport, engagierter Organisation und einer Atmosphäre, die trotz des kalten Frühjahrswetters für viel Begeisterung bei Teilnehmenden, Helfern und Zuschauern sorgte.

Am kommenden Samstag wird es voll im Nürnberger Langwasserbad: Mit über 160 gemeldeten Kindern und Jugendlichen verzeichnet der Swim&Run einen neuen Teilnehmerrekord. Bemerkenswert sind dabei vor allem die ausgeglichene Geschlechterverteilung sowie die Teilnahme von Para-Sportlern. Hinter dem Ansturm steht bei dem einen oder anderen mehr als nur Spaß am gegenseitigen Messen; denn die Veranstaltung ist einerseits der dritte Wertungslauf im BTV Memmert Nachwuchscup und dank gleichzeitig durchgeführter Sichtung auch Messinstrument für die sportliche Entwicklung im Freistaat.

Die Athleten erwarten zwei getrennte Wettkampfteile, deren Ergebnisse am Ende zusammengeführt werden. Am Vormittag finden zunächst die Schwimmwettbewerbe statt. Dabei geht es für die jüngeren Altersklassen nicht nur um reine Geschwindigkeit, sondern im Rahmen des integrierten Wasserkomplextests auch um technische Fertigkeiten im Wasser. Nach einer Pause verlagert sich das Geschehen für den zweiten Teil des Rennens auf das Gelände der Bertolt-Brecht-Schule. Der Lauf wird dort im Massenstart auf der Laufbahn ausgetragen.

Aktive Nachwuchsarbeit zahlt sich aus

Thomas Burger, Vizepräsident Leistungssport des BTV, sieht in der Resonanz eine Bestätigung der bisherigen Arbeit des gesamten Teams: „Die Teilnehmendenzahlen zeigen, dass unsere breit aufgestellte Arbeit in Nürnberg, an weiteren Stützpunkten sowie in den Vereinen und Schulen in ganz Bayern Früchte trägt. Damit unterstreicht die Veranstaltung, dass der bayerische Weg, Talente frühzeitig und vielseitig zu fördern, die nötige Tiefe erreicht hat, um den Sport nachhaltig in der Fläche zu verankern.“

Interessierte können die Wettbewerbe am 14. März vor Ort verfolgen, wenn die Athleten ab den Vormittagsstunden im Wasser und am Nachmittag auf der Laufbahn um wertvolle Punkte für die Cup-Wertung kämpfen.

Der Bayerische Triathlon-Verband setzt sich aktiv für Nachhaltigkeit im Sport ein und unterstützt Veranstalterinnen und Veranstalter mit einem speziellen Leitfaden, der praxisnahe Empfehlungen für umweltfreundliche Events bietet. Dabei stehen zentrale Themen wie Mobilität, Materialauswahl, Catering und Abfallmanagement im Fokus, um Veranstaltungen ressourcenschonend und zukunftsorientiert zu gestalten.

Ein besonderes Angebot des BTV ist das Nachhaltigkeits-Label, das an Veranstaltungen vergeben wird, die sich durch ein nachhaltiges Konzept auszeichnen. Interessierte können eine Checkliste ausfüllen, die verschiedene Kriterien umfasst, darunter die Förderung klimafreundlicher An- und Abreise, die Nutzung wiederverwendbarer Materialien oder die Bereitstellung von regionalen und vegetarischen Speisen. Das Label dient Sportlerinnen und Sportlern als Orientierung und stärkt zugleich die positive Außenwirkung der Events.

14 Veranstaltungen bereits ausgezeichnet

Nachhaltigkeitslabel des BTV

Das Nachhaltigkeitslabel des BTV

Bereits 14 Triathlonveranstaltungen in Bayern wurden mit dem Label ausgezeichnet. Der IfA Nonstop Bamberg Triathlon überzeugte mit kurzen Wegen zwischen den Veranstaltungsorten und dem konsequenten Einsatz wiederverwendbarer Materialien. Der traditionsreiche Wörthsee-Triathlon bewies, dass nachhaltige Konzepte und langjährige Event-Geschichte sich nicht ausschließen. Beim Triathlon Ingolstadt wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandte Nachhaltigkeit ein umfangreiches Konzept zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks entwickelt.

Der BTV ruft alle Veranstalterinnen und Veranstalter dazu auf, sich um das Nachhaltigkeits-Label zu bewerben und ein Zeichen für nachhaltige Sportveranstaltungen zu setzen. Der Leitfaden sowie die Checkliste stehen auf der BTV-Website zum Download bereit. Mit dem Nachhaltigkeits-Label bietet der Bayerische Triathlon-Verband eine wertvolle Orientierungshilfe für umweltfreundliche Events und setzt damit ein klares Zeichen für eine nachhaltige Zukunft im Sport.

Kontakt für Rückfragen:
Tim Feuerlein
Beauftragter für Sportentwicklung
E-Mail: sportentwicklung@triathlonbayern.de
Mobil: 0152 31 98 85 89

Die Termine der 1. Triathlon-Bundesliga stehen fest: fünf Rennen zwischen Mai und September, verteilt über ganz Deutschland. Alle bayerischen Triathlonfreunde sollten ihren Blick ins Allgäu richten. Dort macht die Liga am 21. August Station beim legendären Allgäu Triathlon und freut sich auf einen spektakulären Kurs mit ganz eigener Dynamik.

Doch von vorne: Ende Mai startet die höchste deutsche Liga im Kraichgau in Ubstadt-Weiher. Im Juli folgen Tübingen und das Rennen im Rahmen von „Die Finals“ am Steinhuder Meer. Anfang September fällt dann die Entscheidung um die Meistertitel am Maschsee in Hannover. Doch bevor es dort um alles geht, macht der Tross im Allgäu halt.

Was den „Kult Triathlon“ im Bundesliga-Kalender so interessant macht, ist die Mischung aus anspruchsvollem Profil und Traditionsrennen. Im Alpsee steigt wie gewohnt der Auftakt über die 750m der Sprintdistanz. Auf den 19,4 Radkilometern zeigt sich dann, welche Teams ihren Plan durchziehen können und spätestens am Kuhsteig wird deutlich, wer das stärkste Team hat.

Wer Bundesliga-Atmosphäre erleben möchte, sollte sich den Termin vormerken.

Weitere Informationen zur 1. Triathlon-Bundesliga stehen online zur Verfügung.

Foto: Tom Mayer