Die Wettkampflandschaft in Bayern bietet Triathletinnen und Triathleten die volle Bandbreite an Herausforderungen. Von Angeboten für Einsteiger*innen, über traditionsreiche Veranstaltungen über die Olympische Distanz und die Mitteldistanz, bis hin zur größten Triathlon Langdistanz der Welt, dem Challenge Roth.

Der 37. Memmert Rothsee Triathlon stand am vergangenen Wochenende auch im Zeichen der DM-Titelkämpfe. Bei hochsommerlichen Bedingungen wurden bei dem bayerischen Triathlon-Klassiker die Deutschen Meisterschaften der Altersklassen über die Kurzdistanz ausgetragen. Über die Distanzen von 1,5 Kilometer Schwimmen, 42 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen setzten sich Jonas Wechsler und Laura Mederer als Tagesschnellste durch und sicherten sich die begehrten Meistertitel.

Im Rennen der Männer zeigte Lokalmatador Jonas Wechsler (TSG 08 Roth) eine beeindruckende Leistung vor heimischem Publikum. Bereits beim Schwimmen distanzierte er die Konkurrenz und stieg mit einem komfortablen Vorsprung von rund eineinhalb Minuten aus dem Rothsee. Auf dem Rad baute der Rother seine Führung kontinuierlich aus und ließ auch auf der abschließenden Laufstrecke am Kanal nichts mehr anbrennen. Nach 1:56:09 Stunden überquerte er die Ziellinie als neuer Deutscher Meister. „Mega cooles Rennen heute – ich habe mich von Anfang an richtig gut gefühlt und konnte mein Ding durchziehen. Dass am Ende der Sieg dabei rauskommt, macht es natürlich nochmal extra schön“, meinte er im Nachgang. Den zweiten Gesamtplatz sicherte sich Felix Schiller (Team Ausdauercoach). Das Gesamtopodiuum komplettierte Matthias Betz (TG 48 Schweinfurt) in 2:01:50 Stunden.

Bei den Frauen entwickelte sich ein taktisch geprägtes Rennen, das Laura Mederer (TSG 08 Roth) auf dem Rad zu ihren Gunsten entschied. Nach dem Schwimmen noch auf Rang drei liegend, drückte sie auf der Radstrecke mächtig aufs Tempo und übernahm die Spitzenposition. Mit einem kontrollierten Zehn-Kilometer-Lauf verteidigte sie ihren Vorsprung und krönte sich nach 2:12:56 Stunden zur nationalen Championess. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Theresa Lowinus (Tri Team Freiburg; 2:15:31 Stunden) und Eva Estler (Post SV Tübingen; 2:16:03 Stunden).

Laura Mederer triumphierte bei ihrem Heimrennen

Die Siegerin nach dem Rennen: „Auf den Rothsee-Triathlon hatte ich mich schon lange gefreut – und es war wieder ein besonderer Tag. Das Schwimmen ist zwar nach wie vor nicht meine Paradedisziplin, aber die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr zeigt, dass die Entwicklung stimmt. Auf dem Rad habe ich mich sehr wohlgefühlt und konnte meine Stärken ausspielen. Als klar wurde, dass ich in Führung liege, hat mir das zusätzlich Rückenwind gegeben. Die Stimmung entlang der Strecke mit den vielen Zuschauern, Freunden und Familienmitgliedern war wie immer großartig. Die Hitze hat das Rennen allerdings extrem anspruchsvoll gemacht und vor allem auf dem Lauf viel Kraft gekostet. Umso mehr freue ich mich über das gute Gefühl, wieder mittendrin zu sein und mit viel Freude und Motivation auf die kommenden Wettkämpfe zu blicken.“

Zahlreiche bayerische Altersklassen-Champions

Neben den Gesamtsiegen im Elite-Feld spiegelte sich die bayerische Dominanz auch in den einzelnen Altersklassenwertungen wider. Zahlreiche Athleten aus dem Freistaat nutzten den Heimvorteil am Rothsee und sicherten sich die Goldmedaille in ihren Kategorien.

Bei den Männern gingen fast alle Titel im jüngeren und mittleren Alterssegment nach Bayern: Moritz Kaunz (1. FC Deining) siegte in der AK 18–19 mit einer Zeit von 2:11:12 Stunden. Jonas Wechsler (TSG 08 Roth) gewann neben dem Gesamtsieg auch die AK 20. In der AK 30 triumphierte Jonas Endres vom La Carrera TriTeam Rothsee in 2:04:09 Stunden, dicht gefolgt von Bastian Glockshuber (TSV 1862 Neuburg), der die AK 35 in 2:04:15 Stunden für sich entschied. Matthias Grosser (TSG 08 Roth; 2:10:22 Stunden) in der AK 40, Niki Abel (TSV Altenfurt; 2:10:48 Stunden) in der AK 45 und Volker Dittmar (TSV Zirndorf; 2:59:36 Stunden) in der AK 70 komplettierten die starke bayerische Bilanz der Männer.

Auch bei den Frauen blieben viele Meistertitel im Freistaat. Anna Liepold (TSV Gaimersheim) holte Gold in der AK 20 mit einer Endzeit von 2:29:52 Stunden. Gesamtsiegerin Laura Mederer (TSG 08 Roth) stand zeitgleich in der AK 25 ganz oben auf dem Podest. In der AK 30 setzte sich Sophia Ibert (Post SV Nürnberg) in 2:21:57 Stunden durch. Weitere bayerische Titelträgerinnen des Wochenendes sind Rita Stegler (SSV Forchheim; 2:29:02 Stunden) in der AK 40, Renate Forstner (TSV 1860 Rosenheim; 2:31:09 Stunden) in der AK 45 sowie Astrid Zunner (Twin Neumarkt; 2:36:05 Stunden) in der AK 50.

Alle Ergebnisse gibt es hier (Link).

 

Nachwuchs begeistert am Rothsee – starke Leistungen beim BTV Memmert Nachwuchscup

Doch der Rothsee Triathlon bot nicht nur den Erwachsenen eine große Bühne – auch der bayerische Triathlon-Nachwuchs zeigte beim BTV Memmert Nachwuchscup eindrucksvoll sein Können. Bei großartiger Atmosphäre entlang der Strecke kämpften die jungen Athletinnen und Athleten in den Altersklassen Schüler B bis hin zu den Juniorinnen und Junioren um jede Sekunde.

Mit viel Begeisterung und beeindruckendem Einsatz gingen die Schülerinnen und Schüler B an den Start. Bei den Jungen setzte sich in der Altersklasse Lasse Müller (TSV Katzwang 05) souverän durch. Dahinter komplettierten Enzo Thoulouze (TSV Gaimersheim) und Matteo Malavolta (TSV Gaimersheim) das Podium.
Bei den Mädchen war Lara Loos (SSV Forchheim) die Schnellste der Altersklasse. Lotte Fankel (SV Bayreuth Triathlon) und Lena Sitta (TSV Oettingen) sicherten sich die weiteren Podestplätze.

In der Schüler-A-Klasse wurde bereits deutlich, wie hoch das Niveau im bayerischen Nachwuchstriathlon ist. Bei den Jungen gewann Mika Fankel (SV Bayreuth Triathlon) knapp vor Jasim Al Sultan (SC Wfr. München) und Timo Stecher (TV 1848 Erlangen). I
Bei den Mädchen sicherte sich Mathilda Kujala (La Carrera TriTeam Rothsee) den Sieg vor Zoé Thoulouze (TSV Gaimersheim) und Leni Arthofer (TSV Eintracht Karlsfeld).

Bei den Jungen der Jugend B entwickelte sich ein spannendes Rennen, das Lando Spielberger (Sektion Hersbruck des DAV e.V.) knapp vor Konstantin Koop (TSV Eintracht Karlsfeld) gewann. Maximilian Rudolph (TSG 08 Roth e.V.) sicherte sich Rang drei.
Bei den Mädchen ließ Sophia Grießemer (TSV Katzwang 05) nichts anbrennen und gewann vor Josephine Kujala (La Carrera TriTeam Rothsee). Inara Zeiner (TV 1848 Erlangen) komplettierte das Podium.

Die Jugend-A-Athleten zeigten starke Rennen. Bei den Jungen setzte sich Alexander Tresselt (Tri-Team Schongau) durch. Joel Westphal (TSV Harburg) und Kilian Wanninger (TV 1881 Furth im Wald) folgten auf den weiteren Podestplätzen.
Bei den Mädchen gewann Maja Zidek (Tri-Team Schongau) mit einer starken Gesamtleistung. Raija Pollermann und Franca Pollermann, beide vom TWin Neumarkt, belegten die Plätze zwei und drei.

Den Abschluss des BTV Memmert Nachwuchscups bildeten die Rennen der Juniorinnen und Junioren, die bereits mit viel Rennerfahrung und hohem Tempo unterwegs waren. Bei den Juniorinnen gewann Sophia Bäuml vor Josefine Mendler (TSV Zirndorf) und Lilly Hiebinger (La Carrera TriTeam Rothsee).
Bei den Junioren setzte sich Noah Hopf (TSV Zirndorf) durch. Jonas Beyer (TV Planegg-Krailling) und Leander Träger (SV Postbauer) erreichten die Plätze zwei und drei.

Fotos: Guntram Rudolph

Über 1.000 Starterinnen und Starter, eine neue Bergwertung und Triathlon-Action rund um die Gretlmühle: Der triathlon.de CUP Landshut zählt mittlerweile zu den großen Rennen in Bayern. Am 28. Juni wartet in Niederbayern wieder ein vielseitiger Wettkampftag auf Startende, inklusive einer Premiere am „Maximal Mountain“.

Nach dem Sprung über die Marke von 1.000 Starterinnen und Startern im Vorjahr knüpft das Rennen auch dieses Jahr an das starke Wachstum an. Teilnehmende aus ganz Deutschland werden rund um die Gretlmühle erwartet und sorgen für ein buntes Starterfeld vom Einsteiger bis zum erfahrenen Langdistanz-Athleten. Mit vier Wettbewerben bietet der triathlon.de CUP Landshut für sie erneut ein breites Angebot auf unterschiedlichen Leistungsniveaus: Von der Schnupperdistanz über Volks- und Olympische Distanz bis hin zur Mitteldistanz reicht das Programm. Geschwommen wird in der Gretlmühle, ehe die Athletinnen und Athleten auf die Radstrecke Richtung Niederaichbach und anschließend auf die Laufstrecke gehen.

Neue Herausforderung mit Steigung

Eine Neuerung sorgt in diesem Jahr für zusätzliche Spannung: Erstmals wird die sogenannte K.O.M.M. Challenge (King Of Maximal Mountain) ausgetragen. Im Mittelpunkt steht der Anstieg nach Zaitzkofen – unter Athletinnen und Athleten längst als „Maximal Mountain“ bekannt. Je nach Wettkampfdistanz muss der Anstieg unterschiedlich oft bewältigt werden: einmal auf der Volksdistanz, zweimal auf der Olympischen Distanz und viermal auf der Mitteldistanz.
Für die Sonderwertung wird die Zeit vom Fuß des Anstiegs bis zum höchsten Punkt gemessen. Die schnellste Athletin und der schnellste Athlet über alle Wettbewerbe hinweg dürfen sich am Ende „King“ beziehungsweise „Queen of Maximal Mountain“ nennen.

Auch für Zuschauerinnen und Zuschauer soll der Wettkampf erneut besondere Erlebnisse bieten. Vor allem der Maximal Mountain gilt als einer der zentralen Hotspots an der Strecke, wo Moderation, Musik und zahlreiche Fans traditionell für besondere Stimmung sorgen. Um den Zugang zu erleichtern, richtet das Organisationsteam erneut kostenlose Shuttlebusse zwischen Gretlmühle, Ta.la und dem Zuschauerbereich am Anstieg ein.

Kurzentschlossene können sich noch anmelden: Nach Angaben des Veranstalters sind bei der Startunterlagenausgabe am 27. und 28. Juni noch Plätze in allen Wettkampfformaten verfügbar.

Alle Infos gibt es unter www.triathlon-landshut.de

Foto: triathlon.de/ Claus Zettl

Das Allgäu gilt seit jeher als eine der Hochburgen des Triathlonsports. Zwischen Bergen, Seen und saftigen Wiesen wurde schon geschwommen, geradelt und gelaufen, als Triathlon noch längst nicht überall bekannt war. Kein Wunder also, dass sich hier einige echte Traditionsveranstaltungen etabliert haben. Eine davon ist der Unterallgäuer Triathlon in Ottobeuren, der in diesem Jahr sein 35. Jubiläum feiert.

Seit über drei Jahrzehnten treffen sich hier ambitionierte Athletinnen und Athleten, motivierte Einsteiger, Staffelteams und leidenschaftliche Hobbysportler, um sich den drei klassischen Disziplinen zu stellen. Mit etwas mehr als 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hat sich die Veranstaltung dabei ihren familiären Charme bewahrt. Hier kennt man sich, feuert sich an und findet selbst im Zielbereich noch Zeit für einen Plausch – sofern die Beine mitspielen.

Der Unterallgäuer Triathlon ist gelebte Vereinskultur und längst zu einem Gemeinschaftsprojekt des gesamten Vereins geworden. Hinter der Veranstaltung steht seit jeher die Triathlonabteilung des TSV Ottobeuren, unterstützt von einer beeindruckenden Zahl ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer. Seit vielen Jahren sind so zahlreiche Abteilungen des TSV Ottobeuren fest in die Organisation eingebunden und leisten ihren Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung. Ob Streckenposten, Verpflegung, Auf- und Abbau oder Betreuung der Athleten – der Unterallgäuer Triathlon zeigt Jahr für Jahr, was möglich ist, wenn ein Verein gemeinsam an einem Strang zieht. Viele von ihnen sind seit Jahren dabei, einige sogar seit den Anfängen. Sie haben Regen, Hitze, organisatorische Herausforderungen und vermutlich auch die ein oder andere kreative Ausrede für einen platten Reifen erlebt. Ihr Engagement macht den Wettkampf zu dem, was er heute ist: eine Veranstaltung, bei der sich Athleten und Zuschauer gleichermaßen willkommen fühlen.

Ein Triathlon, der perfekt ins Allgäu passt

Von Anfang an war der Unterallgäuer Triathlon für alle gedacht – und genau das macht ihn bis heute aus. Auf dem Programm stehen die Sprintdistanz mit 500 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen sowie die Olympische Distanz über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen. Wer die Herausforderung lieber gemeinsam angeht, kann in der Staffelwertung antreten.

Triathlon soll für alle erlebbar bleiben, das war in Ottobeuren schon immer ein wichtiger Grundgedanke. Deshalb werden die Startgebühren seit Jahren bewusst fair und familienfreundlich gehalten. Denn die Begeisterung für den Sport soll nicht am Geldbeutel scheitern. Gerade Einsteiger und Nachwuchsathleten finden hier ideale Bedingungen, um ihre ersten Erfahrungen im Triathlonsport zu sammeln.

Auch landschaftlich zeigt sich der Wettkampf von seiner schönsten Seite. Der Startschuss fällt an den Baggerseen bei Attenhausen. Dort geht es zunächst ins Wasser, bevor die Athletinnen und Athleten auf die Radstrecke durch das Unterallgäu wechseln. Sanfte Hügel, weite Wiesen und idyllische Ortschaften sorgen für echtes Allgäu-Panorama. Wobei „sanfte Hügel“ natürlich eine sehr freundliche Umschreibung ist. Wer die Region kennt, weiß: Das Allgäu hat eine ganz eigene Vorstellung von flach. Auf der olympischen Distanz summieren sich die Höhenmeter auf rund 475 – genug, um die Oberschenkel daran zu erinnern, dass Triathlon kein Spaziergang ist. Anschließend führt die Laufstrecke nach Ottobeuren. Vom Stadion am Galgenberg geht es hinaus ins Grüne und wieder zurück. Besonders auf den letzten Metern entsteht jene Atmosphäre, die viele Teilnehmer Jahr für Jahr zurückkehren lässt: Zuschauer am Streckenrand, lautstarke Anfeuerungen, glückliche Gesichter und das unbeschreibliche Gefühl, es geschafft zu haben.

 

Frau mit Fahrrad fährt an Zuschaern vorbei

Mehr als nur ein Rennen

Der Unterallgäuer Triathlon hat sich so über die Jahre hinweg einen Namen gemacht. Er ist Treffpunkt für die Triathlonfamilie, Bühne für den Nachwuchs, Motivation für Erststarter und sportliche Herausforderung für erfahrene Athletinnen und Athleten gleichermaßen.

Gleichzeitig steht die Veranstaltung für Werte, die weit über den Sport hinausgehen. Aus den Erlösen werden soziale Projekte unterstützt und gesellschaftliches Engagement gefördert. Darüber hinaus fließt der Reinerlös der Veranstaltung konsequent in die Jugendarbeit des TSV Ottobeuren. Jeder Start, jede Anmeldung und jede helfende Hand trägt somit dazu bei, junge Menschen für Sport, Bewegung und Gemeinschaft zu begeistern.

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Erfolgsgeschichte sind auch die zahlreichen Sponsoren und Partner aus der Region. Viele von ihnen begleiten den Unterallgäuer Triathlon bereits seit vielen Jahren und sind zu verlässlichen Wegbegleitern geworden. Diese enge Verbundenheit mit lokalen Unternehmen zeigt, wie tief die Veranstaltung in der Region verwurzelt ist und welche Wertschätzung sie genießt.

Stillstand war dabei nie eine Option. Trotz der langen Tradition entwickelt sich der Unterallgäuer Triathlon kontinuierlich weiter. Jahr für Jahr werden Abläufe optimiert, neue Ideen umgesetzt und die Qualität der Veranstaltung weiter gesteigert. Das Ziel ist dabei immer dasselbe geblieben: den Athletinnen und Athleten ein bestmögliches Wettkampferlebnis zu bieten und gleichzeitig den familiären Charakter zu bewahren, der den Unterallgäuer Triathlon seit 35 Jahren auszeichnet.

Vielleicht ist genau das das Geheimnis, warum der Unterallgäuer Triathlon nach 35 Jahren noch immer so lebendig ist wie am ersten Tag:

35 Jahre Unterallgäuer Triathlon bedeuten 35 Jahre Leidenschaft, unzählige Geschichten, tausende absolvierte Kilometer und vermutlich ebenso viele müde Beine. Vor allem aber stehen sie für eine Gemeinschaft, die den Triathlonsport im Herzen des Allgäus mit Begeisterung lebt.

35 Jahre bedeuten Ehrenamt, Zusammenhalt, Innovation, Nachwuchsförderung und die Unterstützung von Menschen und Projekten weit über den Sport hinaus. Sie stehen für einen Verein, eine Region und viele engagierte Persönlichkeiten, die gemeinsam etwas Besonderes geschaffen haben.

Auf die nächsten 35 Jahre Unterallgäuer Triathlon Ottobeuren!

Zur Website des Rennens.

Fotos: Unterallgäuer Triathlon

 

Am Sonntag, 21. Juni, stehen gleich zwei Deutsche Meisterschaften im Triathlon auf dem Programm: Während in Schleswig die Titelkämpfe über die Mitteldistanz für Elite und Altersklassen ausgetragen werden, gehen am Rothsee die Athletinnen und Athleten der Altersklassen über die Kurzdistanz an den Start.

Kampf um Gold am Rothsee
Nachdem bereits am Vortag die 2. Triathlon-Bundesliga Süd im Rahmen des 37. Memmert Rothsee Triathlons zu Gast war, folgen am Sonntag die Wettbewerbe der Altersklassen über die Kurzdistanz – und damit zugleich die Deutschen Meisterschaften.

Der Wettkampf beginnt mit einer 1,5 Kilometer langen Schwimmstrecke im Rothsee, die in einer Runde mit zwei Bojen absolviert wird. Nach dem Wechsel aufs Rad erwartet die Teilnehmenden ein 42 Kilometer langer Radkurs mit einigen Anstiegen und Abfahrten. Die abschließende Laufstrecke von 5 Kilometer muss zwei Mal durchlaufen werden, ehe die Athletinnen und Athleten ins Ziel kommen.

Der erste Startschuss für die Altersklassen fällt um 9:00 Uhr, die nächste Startgruppe folgt um 9:10 Uhr.

Die Teilnehmerlisten sind online einsehbar..

Parallel dazu gastiert die Deutsche Meisterschaft über die Mitteldistanz beim 5. Viking Triathlon in Schleswig.

Ein Rekordstartfeld von über 2800 Athletinnen und Athleten ist für den Audi Triathlon powered by BÜCHL am 14. Juni 2026 gemeldet. „Wir können einen neuen Anmelderekord vermelden“, sagt Veranstaltungschef Gerhard Budy. „Auch weiterhin erreichen uns Anfragen. Frei gewordene Startplätze versuchen wir direkt weiterzuvermitteln.“ Insbesondere die Nachfrage nach der Olympischen Distanz war für die 2026er Auflage so groß wie nie zuvor. „Wir haben hier extra noch um 150 Plätze aufgestockt“, beschreibt Budy die sehr erfreuliche Tendenz.

Der Vorjahressieger und die Vorjahressiegerin sind wieder mit dabei

Doch nicht nur die Quantität beeindruckt – auch die Qualität des Startfeldes verspricht spannende Rennen. So kehrt der Darmstädter Nils Huckschlag (DSW12 Darmstadt Triathlon) zurück, um über die Mitteldistanz seinen Vorjahressieg zu wiederholen. Bei den Frauen gilt die Kroatin Dajana Pechtl (MRRC München), die vor zwei Jahren auf der Mitteldistanz erfolgreich war, als heiße Siegkandidatin.

Auf der Olympischen Distanz, auf der die Bayerischen Meistertitel vergeben werden, will die Lokalmatadorin Cornelia Griesche (TSV Gaimersheim) ihren Vorjahreserfolg wiederholen. Ihre aktuelle Topform hat sie gerade erst mit den Siegen beim Halbmarathon Ingolstadt und der Bayerischen Duathlon-Meisterschaft unter Beweis gestellt. In der Männerkonkurrenz führt der Weg zum Sieg wohl nur über Alexander Richter (TSG 08 Roth). Der Mittelfranke, der in der zweiten Saison mit einer Profilizenz startet, zählt zu den Stammgästen in Ingolstadt und siegte bereits 2024 über die Olympische Distanz.

Auf ein spannendes Meisterschaftsrennen freut sich auch Gerd Rucker, Präsident des Bayerischen Triathlon-Verbands: „Der Audi Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL ist ein verlässiger Partner des BTV. Für uns war es deshalb eine Ehre, die Bayerische Meisterschaft nach Ingolstadt zu vergeben.“

Triathlon als Lifetime-Sport: Ältester Teilnehmer ist Ü80

Doch auch jenseits von Topathleten und Meisterehren hat die Veranstaltung in diesem Jahr viel zu bieten. 39 Nationen sind vertreten. Die Ehre des ältesten Teilnehmers wird in diesem Jahr dem Schweizer Urs Benz zuteil, der im Alter von 81 Jahren die Sprintdistanz in Angriff nehmen wird. Auch der Ingolstädter Günther Maxien (Jahrgang 1950) lässt sich die diesjährige Auflage nicht entgehen.

Goals for Kids Run und Livestream mit Dirk Froberg

Ein weiteres Highlight ist der Goals for Kids Run, der Lauf, bei dem Kinder für benachteiligte Kinder in der Region laufen. „Wir hoffen erneut auf rund 500 teilnehmende Kinder“, sagen Stefanie Büchl und Steffi Praunsmändtl vom Goals for Kids-Organisationsteam. Mitmachen können die Jahrgänge 2014–2021. Die Jüngsten laufen 750 m, die etwas Größeren 1.500 m durch den Klenzepark inklusive des Original-Triathlon-Zieleinlaufs.

Freuen dürfen sich die Triathlon-Fans zudem auf den erneut angebotenen Livestream. Die bisher unkommentierten Bilder bekommen diesmal eine Stimme. Dirk Froberg, der für das HR-Fernsehen u.a. die Liveübertragungen von den Ironman-Weltmeisterschaften kommentiert, wird vom Schwimmstart am Baggersee bis zum Zieleinlauf im Klenzepark die Livebilder kommentieren.

Bevor es am 14. Juni ernst wird, besteht am 24. Mai (Pfingstsonntag) die Möglichkeit, die Wettkampfstrecken im Rahmen des Triday-Streckenchecks mit erfahrenen Guides kennenzulernen.

Alle Informationen zu dem Rennen gibt es auf der Website.

Fotos: Harald Eggebrecht

Im Juni nimmt die Wettkampfsaison in Triathlonbayern vollends Fahrt auf. In kaum einem anderen Monat bieten sich so viele unterschiedliche Formate, traditionsreiche Veranstaltungen und Nachwuchsrennen auf engem Raum. Das Spektrum reicht vom familiären Kinder-Crosstriathlon bis hin zu Liga-Events und etablierten Volkstriathlons. Dabei bieten sich für Einsteigerinnen und Einsteiger zahlreiche Möglichkeiten sich auszuprobieren und für Routiniers einige Chancen, den letzten Test vor den ganz großen Rennen durchzuführen.

Den Auftakt macht am 6. Juni der Schongauer Kinder-Crosstriathlon. Während andernorts vor allem die Erwachsenen im Fokus stehen, gehört die Bühne hier ganz bewusst dem Nachwuchs. Das Team rund um Ramona Breunig zeigt, wie wichtig engagierte Nachwuchsarbeit für den Triathlonsport ist. Gerade Crosstriathlon-Wettbewerbe bieten für den Nachwuchs wichtige Erfahrungsfelder und die Möglichkeit Technik und Geschick zu schulen. Daneben macht genau dieser Anspruch den Reiz für viele junge Athletinnen und Athleten aus. Nur einen Tag später geht es mit gleich mehreren Veranstaltungen quer durch Bayern weiter. Der Triathlon Lauingen gehört seit Jahren zu den festen Größen im schwäbischen Rennkalender und feiert Jubiläum (wir berichteten bereits ausführlich). Parallel dazu steht in Bamberg der IFA Nonstop Triathlon auf dem Programm. Es ist die bereits 32. Ausgabe und in diesem Jahr erneut auch Anlaufpunkt für Teilnehmende des BTV Memmert Nachwuchscups und die Mannschaften der Landesliga Nord.

Eine Woche später richtet sich der Blick zunächst nach Kallmünz. Der traditionsreiche Kallmünzer Triathlon geht bereits in seine 39. Auflage und gehört damit zu den ältesten Veranstaltungen im Freistaat. Die malerische Lage am Zusammenfluss von Naab und Vils sorgt seit Jahrzehnten für eine besondere Atmosphäre. Wer einmal in Kallmünz gestartet ist, erinnert sich meist nicht nur an die Strecke, sondern auch an das charakteristische Ortsbild und die große Begeisterung entlang der Strecke. Kaum ein Rennen verbindet Triathlon und bayerische Landschaft so eindrucksvoll.
Am 14. Juni dürfte vielen die Wahl besonders schwerfallen: In Forchheim lädt der StadtTriathlon auf eine schnelle und publikumsnahe Strecke, die auch dem Mannschaftswettkampf der Landesliga Nord einen perfekten Rahmen bietet. Die Veranstaltung ist mit dem BTV Nachhaltigkeitslabel ausgezeichnet. Zeitgleich gehen Sportlerinnen und Sportler beim Würzburg Triathlon an den Start.
Auch Ingolstadt ist an diesem Wochenende wieder fest im Triathlonfieber. Die professionelle Organisation, schnelle Strecken und die große Resonanz machen den Wettkampf zu einem frühen Saisonhöhepunkt und damit auch zum idealen Rennen für die Bayerische Meisterschaft auf der Kurzdistanz. Aber auch für alle anderen Leistungsniveaus gibt es dortpassende Formate und das Rennen zieht damit sowohl ambitionierte Agegrouper als auch Einsteiger an. Auch hier wird auf Nachhaltigkeit Wert gelegt und deshalb gab’s das BTV Nachhaltigkeits-Label.
Nicht weit entfernt feiert Erding seine 31. Auflage des Stadttriathlons. Die oberbayerische Veranstaltung gehört seit vielen Jahren zu den beliebtesten Rennen der Region. Zu den zahlreichen Rennen und Formaten zählen zudem Wertungsläufe des BTV Memmert Nachwuchscups, der Landesliga Süd der Männer und der Landesliga Frauen sowie die Deutsche Meisterschaft der Gehörlosen. Und trotz der Menge an Startenden wird hier ebenfalls auf nachhaltige Event-Gestaltung Wert gelegt. Ebenfalls am 14. Juni steht der Feuchtwanger Triathlon auf dem Programm. Die Veranstaltung bietet in diesem Jahr erstmalig auch einen Schüler- und Jugend Crosstriathlon an (wir berichteten ausführlich).

Nur zwei Tage später geht es in Herzogenaurach weiter: Beim Schülertriathlon sammeln Kids erste Wettkampferfahrungen. Gerade diese Veranstaltungen bilden oft den Einstieg in eine lange sportliche Laufbahn und sind damit ein wichtiger Baustein der bayerischen Triathlonlandschaft. Am 17. Juni folgt mit dem Inklusiven Schüler-Triathlon in Kelheim ein Wettbewerb, der über diesen sportlichen Gedanken sogar noch hinausgeht. Hier steht das gemeinsame Erleben des Sports  noch zentraler im Mittelpunkt.

Frauen im Pulk auf dem Rennrad

Die 2. Triathlon Bundesliga kommt an den Rothsee.

Das dritte Juni-Wochenende hält anschließend einige besondere Höhepunkte bereit. Der Rothsee Triathlon bietet über zwei Tage hinweg Triathlon pur. Egal ob Einsteiger oder mit hoher Ambition – hier gibt’s schonmal einen Vorgeschmack auf den Triathlon-Wahnsinn im Landkreis Roth. Als eines der Highlights macht die 2. Triathlon Bundesliga wieder Halt im fränkischen Triathlon-Mekka. Daneben gibt’s auch Rennen des BTV Memmert Nachwuchscups. Einem besonderen Blick gebührt am 21. Juni aber dem Mainaudtathlon in Miltenberg. Die Veranstaltung feiert 2026 ihr erstes kleines Jubiläum mit der fünften Ausgabe. Ebenfalls lädt an diesem Tag der Tölzer Triathlon nach Oberbayern ein.

Zum Monatsende wird es noch einmal besonders abwechslungsreich. Beim Neustädter Kinderrtriathlon steht erneut der Nachwuchs im Mittelpunkt, während der Kinder- & Jugend Drachentriathlon in Furth im Wald mit seinem ungewöhnlichen Namen längst Kultstatus genießt. Die Drachenstadt verbindet ihre regionale Identität dabei charmant mit dem Triathlonsport. Am Tag darauf geht’s dort für alle Erwachsenen beim Drachentriathlon um Sekunden und Minuten oder einfach einen schönen, sportlichen Tag. Mit dem Unterallgäuer Triathlon steht am 27. Juni zudem ein echter Klassiker auf dem Programm, der zudem 35. Jubiläum feiert.
Der letzte Juni-Samstag entwickelt sich schließlich zu einem weiteren Event-Marathon. Beim Wemdinger Waldsee Triathlon geht es traditionell naturnah und familiär zu, während der Triathlon Trebgast wieder einmal Masse und Klasse vereint: Die Regionalliga ist hier ebenso am Start wie zahlreiche Studentinen und Studenten und Hochschulangehörige, die ihre deutschen Meister suchen. Auch Herzogenaurach ist mit dem Herzoman erneut Wettkampf-Schauplatz ebenso wie die Neustädter Triathlon Sprintdistanz.
Zum dritten Mal startet der triathlon.de CUP in Landshut mit vollem Programm vom Nachwuchs-, über Sprint- und Kurzdistanzrennen bis hin zur Mitteldistanz. Auch die Bayernliga ist dort am Start. Und schließlich bietet der Hersbrucker Volkstriathlon noch die Chance auf  ein tolles Wettkampf-Erlebnis.

Ganz schön was los! Wir wünschen allen Starterinnen und Startern einen tollen Triathlon-Monat!

Titelfoto: triathlon.de/ Claus Zettl; Foto: Sportshot

Trebgast wird Ende Juni wieder zum Treffpunkt der bayerischen Triathlon-Szene und bekommt dabei auch aus der ganzen Nation sportlichen Besuch aus dem Hochschulsport: Denn im Programm des Tennet Power Triathlon Trebgast finden sich am 28. Juni auch die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Triathlon. Ausrichter der Titelkämpfe ist die Universität Bayreuth.

Damit rückt einer der traditionsreichsten Triathlon-Standorte in Oberfranken in den Fokus der bundesweiten Hochschulsportlandschaft. Wer den Trebgaster Badesee kennt, weiß, dass die Kulisse beste Bedingungen für einen Sommertag im Wettkampfmodus liefert. Für die Athletinnen und Athleten der Hochschulen bedeutet das: Schwimmen im Badesee, eine anspruchsvolle Radstrecke durch die oberfränkische Landschaft und ein Lauf rund um den See entlang der Zuschauerbereiche, in denen erfahrungsgemäß ordentlich Stimmung aufkommt. Genau diese Mischung macht den Triathlon in Trebgast seit Jahren zu einem festen Termin im Kalender vieler Altersklassen- und Nachwuchsathleten.

Startplätze für die Hochschulmeisterschaften sind aktuell noch zu haben, der Meldeschluss liegt allerdings bereits am 31. Mai 2026. Dabei bietet der Wettkampf für Studierende durchaus attraktive Rahmenbedingungen – auch über den Sport hinaus. Die Anmeldung erfolgt über die offizielle Anmeldeseite sowie zusätzlich über die jeweilige Hochschulsporteinrichtung. Zudem unterstützen viele Hochschulen ihre Studierenden finanziell. In zahlreichen Fällen werden sowohl Startgelder als auch Reisekosten ganz oder teilweise übernommen.

Alle Informationen zur Ausschreibung und Anmeldung finden sich hier: https://www.adh.de/kalender/details/dhm-triathlon-4/

Der Lauinger Triathlon darf heuer auf ein Jubiläum blicken, das mit einer Rekordbeteiligung gefeiert wird. Über 900 Ausdauersportler- und Sportlerinnen haben sich für das Event am 6./7. Juni angemeldet. Da wundert sich selbst Erich Gruber, der Chef der Lauinger Triathleten. Er hatte bereits im vergangenen Herbst nicht ohne Bedenken den Termin wegen Terminkollisionen mit anderen Triathlon Events um zwei Wochen vorverlegen müssen. „Das hat uns aber nicht geschadet“, freut er sich heute.

Sportlicher Höhepunkt in Schwaben

In den vergangenen zwei Dekaden hat sich der Lauinger Triathlon stetig zu einem Dreikampf-Magneten in Schwaben entwickelt. Schon 2019 verbuchte man 800 Anmeldungen, doch dann kam Corona. „Das hat Vieles kaputt gemacht“, erinnert sich Erich Gruber. Mit viel Initiative, Engagement und ausgefallenen Ideen wie einem „virtuellen Triathlon“ konnte man die Veranstaltung über diese schwierige Zeit retten. Mitgeholfen habe auch der alljährlichen Dreikönigslauf, quasi als Werbeaktion im Vorfeld des Triathlons.

Was einst klein begann, ist heute ein sportlicher Höhepunkt in Schwaben. Die Mischung aus familiärer Atmosphäre, anspruchsvollen Strecken und der besonderen Kulisse rund um Auwaldsee, historischem Marktplatz und Schimmelturm zieht Teilnehmer aus ganz Deutschland an.
Viele kommen immer wieder – nicht nur wegen des Sports, sondern wegen des besonderen Flairs. Kein Wunder, dass es auch Triathlon-Legenden und Hawaii-Ironman-Sieger wie Thomas Hellriegel, Normann Stadler, Faris Al-Sultan oder Weltmeister Daniel Unger und Ironwoman Nicole Leder nach Lauingen zog. Auch das unterstreicht die sportliche Bedeutung des Events.

Großes Sportprogramm

So hat sich die Veranstaltung in Lauingen zu einem wichtigen Triathlon-Wettbewerb entwickelt, dessen Ruf weit über Schwaben hinausreicht. Zum Erfolg trage auch die Unterstützung durch die Stadt Lauingen und den Landkreis Dillingen bei, ohne die es laut Erich Gruber bei der Organisation eines derartigen Großevents nicht gehen würde.
Die meisten Teilnehmer zum Jubiläums-Triathlon reisen aus ganz Süddeutschland an, übernachten zum Teil in der Stadt und im Landkreis, nutzen die Gastronomie und stellen so auch einen kleinen Wirtschaftsfaktor dar, meint Erich Gruber. Stark vertreten sind erneut alle Nachbarlandkreise, ob aus dem Bayerischen und dem Württembergischen.

Der 20. VR-Triathlon bietet wie jedes Jahr das volle Programm, vom Jugend- und Volkstriathlon (0,4 Kilometer Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen) über Kurzdistanz (1,4/40/10) bis zur Mitteldistanz (2,1/80/20) mit Schwäbischer Meisterschaft. Bereits am Samstag, 6. Juni findet am Auwaldsee der Kindertriathlon statt, ebenso das 3. VR-Langstreckenschwimmen (1,5 und 3 Kilometer). Das i-Tüpfelchen ist dann noch der Schwaben-Hero Wettbewerb für die ganz Harten, bei dem Langstreckenschwimmen und Triathlon zusammen gewertet werden.

Alle Infos gibt es unter triathlon.tvl.de

Schon zum fünften Mal versammelt sich am 17. Mai die Triathlon-Szene in Schweinfurt beim MainCity Triathlon. Dabei wird das Rennen zur Bühne gleich mehrerer Titelkämpfe: Neben der Bayerischen Meisterschaft über die Sprintdistanz und der Bayerischen Meisterschaft im Para-Triathlon Sprint ist das Team der TG 48 Schweinfurt auch Gastgeber für die DACH-Meisterschaft im Para Triathlon. Der Zuschlag kam unerwartet, nachdem die Meisterschaft ursprünglich in Österreich hätte stattfinden sollen. Dass sie nun bereits zum zweiten Mal nach Unterfranken geht, ist kein Zufall, sondern ehrt das große Engagement des gesamten Orga-Teams.

Mit viel Herzblut organisiert

Denn seit jeher gelingt es den Schweinfurtern, eine Spitzenveranstaltung mit dem gewissen Etwas auf die Beine zu stellen. Das zeigt sich auch in den Starterzahlen zum kleinen Jubiläum: Fast alle Plätze der Sprint- und Kurzdistanz sind vergeben, rund 800 Athletinnen und Athleten werden Mitte Mai erwartet. „Als Starter habe ich eine Reihe von Namen aus dem Vorjahr wiedergefunden – auch mit längerer Anfahrt, zum Beispiel aus der Schweiz. Und die Deutsche Behinderten Sportjugend kommt zur Teilnahme am Staffelwettbewerb. Das wird ebenfalls ein Wiedersehen in Schweinfurt“, freut sich einer der Orga-Leiter,Norbert Huhn.

Von Beginn an haben sich die Verantwortlichen zudem dem Thema Inklusion verschrieben. Breite, voll gesperrte Strecken, barrierefreie Wechselzonen und durchdachte Abläufe ermöglichen es auch Para-Athletinnen und -Athleten, unter fairen und sicheren Bedingungen zu starten. Oft sind es dabei die kleinen Dinge, die den Unterschied machen: „Es ist immer wieder spannend, auch mit welchen Kleinigkeiten wir Inklusion einfacher machen können. Das fängt bei Bänken am Schwimmausstieg und in der Wechselzone an und geht bis hin zu einer kleinen Rampe für den Bordstein auf der Laufstrecke“, erklärt Andreas Vollert, der im Verein als Ideengeber und Ansprechpartner für inklusive Lösungen gilt.

Dass dieser Weg nicht selbstverständlich ist, beschreibt auch Elke Huhn, die das Organisationsteam koordiniert: „Natürlich gab und gibt es Berührungsängste, einfach weil Para-Sport auf vielen Veranstaltungen nicht stattfindet. Für uns war es anfangs neu, Rennrollstühle oder Laufprothesen zu sehen – und wenn Hilfe angefragt wird, auch mit anzufassen.“ Gerade diese Offenheit hat jedoch dazu beigetragen, dass sich der MainCity Triathlon zu einer festen Größe im inklusiven Sportkalender entwickelt hat.

Auch innerhalb des Teams wächst mit jeder Ausgabe die Begeisterung für den Para-Sport. „Erst einmal sind wir alle Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten“, sagt Martin Ackermann, Abteilungsleiter und verantwortlich für die Zeitnahme. „Welche Leistungen im Para-Triathlon zu erleben sind, ist beeindruckend – ich denke da an das Tempo der Handbikes oder das Vertrauen der sehbeeinträchtigten Athletinnen und Athleten mit ihren Guides beim Schwimmen, auf dem Tandem und beim Laufen.“

Bayern stark vertreten

Mit insgesamt neun Para-Starterinnen und -Startern stellt Bayern in Schweinfurt  ein starkes Aufgebot. Für den BTV gehen Annalena Tank (PTS2, LLC Marathon Regensburg), Michelle Wagner mit Guide Delia Bless (PTVI B1, Post SV Nürnberg), Valentin Hanzer (PTS3, 1. FCN Schwimmen), Matthias Schindler (PTS3, 1. FCN Schwimmen), Christopher Kolbeck (PTS4, TV Burglengenfeld), Lukas Reissig (PTS4, Arriba Göppersdorf) und Lars Konek (PTS5, Tri-Team Schongau) an den Start. In den sehbeeinträchtigten Klassen vertreten zudem Julian Winter gemeinsam mit Guide Tim Wolf sowie Lasse Hasselbring mit Guide Torben Liebers (beide PTVI B3, Post SV Nürnberg) die bayerischen Farben.

Wie selbstverständlich das Miteinander inzwischen geworden ist, zeigt sich auch in vielen persönlichen Geschichten rund um die Veranstaltung. „Mein Mann nimmt jedes Jahr mit seinem sehbehinderten Freund als Staffel teil, übernimmt das Schwimmen und sitzt dann vorne auf dem Tandem“, erzählt Birgit Diemer, die im Vorfeld Anfragen beantwortet und bei der Startnummernausgabe unterstützt. „Ich finde es großartig, dass wir Para-Sportler einfach mit einbeziehen können – und dass so viele von ihnen diese Gelegenheit nutzen. Darauf freue ich mich jedes Jahr.“

Sportlich verspricht die diesjährige Ausgabe Spannung auf schnellen Strecken. Der Baggersee, eingebettet in ein stadtnahes Freizeitareal, sorgt für kurze Wege, Übersicht und eine besondere Atmosphäre. Start, Wechselzone und Ziel liegen eng beieinander. Die flache, komplett gesperrte Radstrecke mit Wendepunkt lädt zum Tempo machen ein, bevor der abschließende Fünf-Kilometer-Lauf entlang des Sees und über befestigte Wege zurück ins Ziel führt. Was den MainCity Triathlon am Ende auszeichnet, ist die Mischung aus sportlicher Qualität und familiärer Atmosphäre. Viele Teilnehmende sprechen von einem „Wettkampf von Sportlern für Sportler“, getragen von Ehrenamt und Liebe zum Detail. Zusammen mit dem MainCityRun am Vortag entsteht so ein ganzes Wochenende im Zeichen des Ausdauersports.

Alle Infos zu dem Rennen gibt es hier.

Foto: Benno Vollert

Der VitaPULS Triathlon im Donaubad Neu-Ulm geht am 16. Mai 2026 in seine zweite Runde und verzeichnet bereits im Vorfeld ein deutliches Wachstum. Während bei der Premiere im Jahr 2025 noch 75 Teilnehmer an den Start gingen, ist das diesjährige Kontingent von 250 Plätzen innerhalb von sechs Wochen ausgebucht worden. Mit einer Warteliste von aktuell rund 145 Personen stößt die Veranstaltung an ihre Kapazitätsgrenzen, was das Interesse an dem speziellen Wettkampfformat auf jeden Fall unterstreicht.

Das Konzept ist nämlich durchaus ungewöhnlich: Es setzt auf eine Kombination aus Freibad-Wettbewerb und stationären Elementen. Die Athleten absolvieren zunächst 750 Meter Schwimmen im Donau-Freibad, bevor sie für die 20 Kilometer lange Radstrecke auf Indoor-Cycling-Bikes wechseln. Der abschließende 5-Kilometer-Lauf findet wieder im Freien statt. „Dieses Format bietet vor allem zwei Vorteile“, findet der Organisator Vincenzo La Blunda: „Die Radstrecke ist unabhängig von Verkehrsregeln oder Witterungseinflüssen, und das Rennen bleibt kompakt auf dem Gelände des Donaubads konzentriert.“

Lachende Frau mit Startnummer

Triathlon etwas anders: Beim VitaPuls Triathlon wird auf stationären Rädern geradelt.

Ein neuer Bestandteil des Programms ist der Nachwuchswettbewerb. Beim Kindertriathlon, unterstützt von der AOK Bayern, liegt der Fokus bewusst nicht auf der klassischen Ausdauerleistung. Stattdessen werden koordinative und motorische Fähigkeiten in den Vordergrund gestellt. In Parcours, die Elemente wie Springen, Kriechen oder Sackhüpfen enthalten, sollen Kinder spielerisch an sportliche Bewegung herangeführt werden, ohne den Druck eines reinen Zeitnahme-Wettkampfs.

Rund um die Wechselzone wird das Donaubad zum Treffpunkt. In der Expo-Area geht es dabei weniger um Schaufensterbummel als um handfeste Unterstützung für den Renntag: Bei Laufsinn können Kurzentschlossene Neoprenanzüge direkt einem Härtetest unterziehen, während die Recovery-Boots von VitaPULS und das Inhalationsangebot von Kinderluft Neu-Ulm darauf warten, die beanspruchte Muskulatur wieder auf Kurs zu bringen. Für die nötige Verpflegung sind die Devils Neu-Ulm zuständig. Die gute Laune auf dem Gelände wird von Radio Sunray FM akustisch untermalt.

Alle Infos zu dem Rennen gibt es hier.

Fotos: TriathlonVitaPuls