Mit der schnellsten Laufzeit im Frauenfeld sicherte sich Tanja Neubert (TV 48 Erlangen) den Sieg im Africa Cup in Yasmine Hammamet und feierte damit ihren bisher größten internationalen Erfolg. Den dritten Platz sicherte sich die Athletin des Bundesstüzpunkt Triathlon Nürnberg, Bianca Bogen. Ihr Bruder Rico Bogen wurde im Herrenfeld neunter, Magnus Männer 18.

Nicht ganz so entspannt ging es im Rennen für Tanja Neubert zu.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Rennen“, berichtet Tanja Neubert. „Im Schwimmen habe ich es geschafft den Rückstand relativ kleinzuhalten. So war meine Ausgangslage auf dem Rad deutlich besser als in den letzten Rennen. Beim Radfahren konnte ich nach der ersten Runde die Lücke zur Spitzengruppe schließen. So befand ich mich mit Bianca und einer weiteren Athletin bis zum Ende des Radfahrens zu dritt vorne. Auf der Laufstrecke konnte ich dann das Rennen für mich entscheiden und freue mich über meinen ersten Sieg in einem internationalen Rennen.“ Die 750m Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen absolvierte die Athletin des TV 48 Erlangen in 57:39 Minuten. Dabei glänzte sie mit einer Laufzeit von 17:46 Minuten.

Auch das Herrenrennen gewann ein deutscher Athlet. Der Saarländer Chris Ziehmer siegte vor Baptiste Massot (FRA) und Johannes Vogel (Rostock).

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

© Text: Christine Waitz; Bilder: BTV [31.05.2021]

Nach vielen Verschiebungen und Absagen stehen nun die Wettkämpfe für die Saison 2021 des BTV Memmert Nachwuchscups fest. Vier Rennen werden Kindern und Jugendlichen Wettkampfmöglichkeiten bieten: Der Triathlon Erding (Juni), der Triathlon Harburg (Juli), der Triathlon Hof und der Cross Duathlon Deining (beide September). Eine Serienwertung wird jedoch auch in diesem Jahr nicht durchgeführt werden.

Die Termine in der Übersicht

13. Juni Triathlon Erding
25. Juli Triathlon Harburg
18. September Triathlon Hof
25. September Cross Duathlon Deining

Der Triathlon in Erding wird dabei ohne Windschattenfreigabe durchgeführt und Rennräder sind erst ab der Jugend B erlaubt. Voraussichtlich wird ein Rolling Start erfolgen. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Schnell sein lohnt sich, da bei möglichen weiteren Teilnehmerlimits der Anmeldezeitpunkt zählt.
In Harburg wird voraussichltich mit Windschattenfreigabe gestartet und in Hof wird wie bereits im Jahr 2019 ein 2XTri bzw. 3XTri angestrebt. Details zum Ablauf der Wettkämpfe können jeweils über die Websites der Ausrichter erfahren werden, da sich diese durch behördliche Anordnungen auch kurzfristig noch ändern können.

Serienwertung wird ausgesetzt

Im Rahmen des BTV Memmert Nachwuchscups 2021 wird es keine Serienwertung geben. Darauf haben sich die Verantwortlichen von Jugend und Leistungssport in Absprache mit den Veranstaltern geeinigt.

Diese Entscheidung erklärt Christoph Gawens (stellvertretender Jugendwart) folgendermaßen:
“ Wir sind froh über jede Veranstaltung, die in diesem Jahr stattfinden kann, und den Kindern und Jugendlichen eine Möglichkeit bietet wieder vor Ort miteinander und natürlich auch gegeneinander zu wetteifern. Da die Umstände aber weiterhin nicht optimal sind, haben wir uns zu dem Schritt entschieden, die Serienwertung in diesem Jahr auszusetzen. So möchten wir den möglichen Druck von den Kindern und Jugendlichen nehmen, bei vielen oder allen Veranstaltungen des Nachwuchscups starten zu müssen. Durch Teilnehmerlimits und andere Einschränkungen kann ein Start nämlich gar nicht garantiert werden. Daher sehen wir eine faire Serienwertung als nicht umsetzbar an und pausieren diese nochmals.“

Bayerische Meisterschaften

Die Bayerischen Meister der Altersklassen Schüler A bis Junioren werden in einzelnen Tageswettkämpfen ermittelt:

  • BM Triathlon in Harburg
  • BM Mixed Triathlon in Hof
  • BM Cross Duathlon in Deining

Eine Bayerische Meisterschaft Swim & Run wird es ggf. noch gegen Ende des Jahres geben. Eine Bayerische Meisterschaft im Mixed Team Relay muss leider entfallen.

Text: Chris Gawens; Foto: Roland Knoll [28.05.2021]

Nürnberg/ Kienbaum, 26. Mai 2021. Was für die meisten ein ganz normaler Mittwochvormittag gewesen sein dürfte, war für Anabel Knoll ein Meilenstein ihrer sportlichen Karriere. Die gebürtige Ingolstädterin, die in Nürnberg lebt und dort am Bundesstützpunkt Triathlon trainiert, holte sich beim Entscheidungsrennen des Dachverbandes in Kienbaum die Olympia-Qualifikation.

Nur acht Frauen und fünf Männer waren überhaupt zum Vorentscheid geladen. Ohne Wettkampf-Stimmung, ohne Vergleich gingen die Athletinnen und Athleten in Einzelrennen an den Start. Die 300 Meter Schwimmen, 6,8 Kilometer Radfahren und 1,9 Kilometer Laufen absolvierte Knoll in 21:53 Minuten. Damit lag Sie am Ende 13 Sekunden vor ihrer nächsten Verfolgerin. „Allein zu starten, und nicht genau zu wissen, wo sich die Gegnerinnen befinden, ist natürlich ungewohnt. Die Taktik war deshalb, in jeder Sekunde alles zu geben,“ berichtet Anabel Knoll nach dem Rennen. Im Ziel war zunächst warten angesagt, bis die endgültige Entscheidung verkündet wurde. „Im ersten Moment konnte ich es kaum glauben,“ staunt sie im Interview.

On the road to Tokyo

Das Herrenrennen entschied Justus Nieschlag (Saarbrücken) für sich. Ebenfalls am Start war die gebürtige Weidenerin Marlene Gomez-Islinger. Sie wurde Vierte. Bereits im Rahmen des Testevents in Tokio im August 2019 hatten sich Laura Lindemann und Jonas Schomburg für das deutsche Triathlon-Olympiateam qualifiziert.

Die anstehenden deutschen Meisterschaften wird Anabel Knoll wohl aus dem Training heraus absolvieren. „So ganz klar ist der weitere Trainings- und Wettkampfverlauf jedoch noch nicht,“ meint sie. „Vor allem wird es erst einmal darum gehen, die geforderte Mindestpunktzahl von 140 in der Weltrangliste zu halten, die es für die Olympia-Teilnahme braucht.“

„Das Präsidium des BTV gratuliert Anabel Knoll und dem Leistungssport-Team ganz herzlich zu dem Erfolg,“ sagt Präsident Gerd Rucker.

Text: Christine Waitz; Foto: Roland Knoll [26.04.2021]

Der Bezirk Oberfranken bietet Triathlon-Nachwuchs in diesem Jahr erstmals eine virtuelle Rennserie. „Auch wenn die Inzidenzwerte sinken, haben die Veranstalter in Oberfranken keine Möglichkeit Triathlon Wettkämpfe in physischer Form stattfinden zu lassen. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen euch ein virtuelles Motivationsangebot zu bieten“, schreiben die Verantwortlichen.

Die Serie besteht aus fünf Rennen, wobei der letzte Wettkampf Ende September als Präsenz-Veranstaltung beim Swim Run in Bayreuth geplant ist. Zuvor können individuell ein Bike & Run (5./6. Juni), ein Duathlon (19./20. Juni), ein Swim&Run (3./4. Juli) und ein Triathlon (17./18. Juli) absolviert werden. Teilnehmen können Kinder und Jugendliche im Alter von 8 19 Jahren (Jahrgänge 2013 – 2002). Die Anmeldung und der Ergebnisupload erfolgt jeweils auf der Website des Triathlonbezirks Oberfranken.

Mehr Informationen.

Zur Anmeldung.

© Text: Christine Waitz; Fotos: Patrick Pirhala [26.05.2021]

Bei allen Schwierigkeiten, die die Pandemie mit sich bringt: Oft verbergen sich hinter den Hindernissen Ideen und Chancen. Auch, wenn wir auf die ersten Wettkämpfe warten, wollen wir die Interview-Serie mit den Veranstaltern des BTV Memmert Nachwuchscup mit positiven Impulsen abschließen. Was also, hat sich positiv verändert und worauf ist die Vorfreude am größten?

Manchmal bieten ungewollte Änderungen auch Chancen, neue Ideen zu ersinnen und umzusetzen. Habt ihr/ euer Verein/ eure Veranstaltung neue Ansätze für eure Arbeit gefunden?

Olaf Korf, RSC Marktredwitz: Die aus meiner Sicht wichtigste Erkenntnis aus der Pandemie ist, dass man sich wieder auf das Wesentliche besinnen sollte. Sport ist wichtig für unsere physische-, aber auch seelische Gesundheit. Ich kann mir daher durchaus vorstellen, dass wir zukünftig andere Schwerpunkte setzen werden und den Breitensport noch mehr in den Vordergrund stellen werden.

Noah Treptow, CIS Amberg: Dadurch, dass der ausgiebige persönliche Kontakt und gemeinsame Aktionen ausbleiben, muss man natürlich kreativ werden. Wie so vielen anderen kam auch uns die Idee von virtuellen Wettkämpfen, vor allem im Bereich Laufen. Diese sind sehr einfach durchzuführen und da in Zweiergruppen trainiert werden darf, muss sich auch niemand alleine quälen. Die Grundidee, dass jeder bei sich in der Umgebung laufen kann, anstatt eine lange Anfahrt zu haben, ist sehr attraktiv und wird wahrscheinlich auch nach Ende der Pandemie vor allem von den Jüngeren ohne Auto hin und wieder genutzt werden.

Jochen Rühl, TSV Harburg: Das ist ein sehr wichtiger Punkt, den du da ansprichst. Gerade durch die gesetzlich vorgeschriebene Begrenzung der Trainingsteilnehmer haben sich bei uns sehr gute Leistungsgruppen gefunden.

 

Harald Kaunz, Duathlon Deining: Ja, wir haben im Herbst und Winter für unsere Schüler und Jugendlichen ein Online-Radtraining gestartet. Die Resonanz war Klasse, somit wurde das Indoorrad- und Rollentraining nicht ganz so langweilig.

 

Worauf freut ihr euch gemeinsam mit euren Kindern und Jugendlichen besonders, wenn gemeinsames Sporttreiben wieder möglich ist?

Noah Treptow, CIS Amberg: Am meisten freuen wir uns, alle wieder treffen zu können. Auch wenn man im Moment einen Großteil über Zoom etc. erreichen kann, geht doch nichts über den persönlichen Kontakt. Der unmittelbare Umgang miteinander stärkt das Gemeinschaftsgefühl und ist einfach nochmal ein Stück besser als online. Und natürlich freuen wir uns auch wieder auf gemeinsame Fahrten zu Wettkämpfen. Diese sind immer wieder das Highlight für alle, sowohl Betreuer als auch Kinder und Jugendliche.

Olaf Korf, RSC Marktredwitz: Neben den gemeinsamen Trainingseinheiten freue ich mich ganz besonders auf den sozialen Austausch.

 

Jochen Rühl, TSV Harburg: Auf ein gemeinsames Schwimmtraining mit anschließendem Pizzaessen.

 

Harald Kaunz, Duathlon Deining: Darauf, alle wieder zu treffen, Spass zu haben und gemeinsam zu trainieren.

 

 

Im letzten Jahr lernten wir viele, sonst so selbstverständliche Dinge neu zu schätzen.  Welchen Stellenwert hat die Sport-Gemeinschaft für euren Verein und euer Orga-Team und euch persönlich?

Jochen Rühl, TSV Harburg: Der Zusammenhalt und die Bereitschaft sich in das Vereinsleben einzubringen ist enorm groß. Vor allem die Eltern der triathlonbegeisterten Kinder und Jugendlichen sind sehr engagiert und zuverlässig. Ein gutes Beispiel war unser letztjähriges 24 Stunden Radevent für einen guten Zweck, dort waren über 80 Sportler mit dem Bike unterwegs. Sicher ist das alles mit viel Arbeit verbunden, allerdings freut es mich schon sehr die Menschen auf diese Weise zu motivieren.

Noah Treptow, CIS Amberg: Die Gemeinschaft war bei uns schon immer ein großes Thema. Der Verein war schon immer familiär aufgebaut. Doch wie viel es einem persönlich bedeutet, merkt man erst jetzt, wo es einem verwehrt bleibt. Ich denke, dass aus genau diesem Grund in Zukunft vielleicht noch mehr gemeinschaftliche Aktionen geplant und durchgeführt werden und wir hoffen, dass wieder ein mindestens so gutes, wenn nicht sogar ein besseres Miteinander wie vor der Pandemie entsteht.

Harald Kaunz, Duathlon Deining: Unser Verein hat den Slogan „1.FC Deining – mehr als ein Verein.“. Es geht im Sport, egal ob Einzel -oder Mannschafsport, nicht nur um Sport sondern der Spass, das gesellschaftliche Leben, das Team, sich gegenseitig zu helfen. Das zeichnet den Verein und die Mitglieder des 1.FC Deining aus. Wir sind der Meinung, das hat sich mehr als gefestigt.

Olaf Korf, RSC Marktredwitz: Auch wenn die zurückliegenden Monate eine große Herausforderung für viele Vereine war, glaube und hoffe ich, dass das Vereinsleben und der Zusammenhalt in der Sportgemeinschaft in der Zukunft von der Pandemie profitieren kann.

Lesen Sie hier Teil 2 des Interviews.

Lesen Sie hier Teil 1 des Interviews.

© Text: Christine Waitz; Fotos: privat/ Nicolas Keckl [05.05.2021]

Das italienische Küstenstädtchen Caorle bot am Wochenende drei Elite-Athletinnen und -Athleten des BTV die Chance zum Saisonauftakt. Bei dem international besetzten Rennen des Europe Triathlon Cup verpasste Anabel Knoll auf Platz vier das Podium nur knapp. Simon Henseleit sammelte erste und Sophie Rohr weitere Erfahrungen im Elite-Hauptfeld .

Für Anabel Knoll, die am Ende nach der Siegerin Lena Meixner zweitschnellste Deutsche war, sah es lange nicht nach einer guten Platzierung aus. Bereits am Start rutschte sie aus und in der Auftaktdisziplin hatte sie mit dem Wellengang und einer ungünstigen Ausgangsposition zu kämpfen. Im Anschluss setzte die Sportlerin des SC Delphin Ingolstadt jedoch alles auf ihre gute Radform und arbeitete sich Gruppe für Gruppe nach vorne. „Nach zwei Runden konnte ich auf die Führenden aufschließen. Ich habe nicht lange gewartet und habe mich an die Spitze gesetzt. Die restliche Zeit leistete fast ausschließlich ich Führungsarbeit und kam dementsprechend als Erste in die zweite Wechselzone,“ berichtet sie. Auf der Laufstrecke musste die 25-jährige dann drei Konkurrentinnen ziehen lassen und resümiert: „Für mich ist es dennoch ein ziemlich zufriedenstellendes Ergebnis, vor allem für das erste Rennen der Saison.“

Mit Anabel Knoll in der Radgruppe war auch Sophie Rohr auf dem Weg Richtung Spitze. Die Athletin des WSV Bad Tölz verschluckte dann jedoch eine Fliege und rettete sich mit Atemproblemen auf Platz 40 ins Ziel.

Starker Auftakt für Simon Henseleit

„Es war mein erster Wettkampf dieses Jahr und gleichzeitig mein erster Elite-Europacup überhaupt. Ich fühlte mich zwar gut in Form, hatte aber auch Respekt vor den anderen Athleten“, berichtet Simon Henseleit, der bisher in den Nachwuchsklassen erfolgreich war. Am Ende sprang für den Kaderathleten ein starker 15. Platz heraus.
Ein sehr welliges Schwimmen machte es für den Schongauer schwer einen Rhythmus zu finden. So stieg er mit 35 Sekunden Rückstand auf die Spitze aus dem Wasser. Die ersten zwei Radrunden investierte er viel Kraft, um den Kontakt zur Spitzengruppe herzustellen. In Runde drei kam es dann zum Zusammenschluss, was ihm etwas Zeit zur Erholung gab. So stieg er in der Spitzengruppe vom Rad, musste der Aufholjagd dann jedoch etwas Tribut zollen. Sein Fazit: „Insgesamt blicke ich aber zufrieden auf das Rennen zurück und freue mich auf den Rest der Saison! Weiter geht es Anfang Juni mit den Deutschen Meisterschaften in Berlin.“

Nicht an den Start ging Max Sperl.

Alle Ergebnisse des Rennens finden Sie hier.

© Text: Christine Waitz; Fotos: Carla Nagel  [16.05.2021]

Inmitten ihrer Abitur-Prüfungen sicherte sich Franca Henseleit am Freitag mit einem starken Rennen beim DTU-Entscheid in Kienbaum ein EM-Ticket. Am 18. Juni 2021 darf die Athletin des Tri-Team Schongau nun zur Junioren Europameisterschaft in Kitzbühel fahren. „Das war gerade unter Beachtung der Umstände eine beeindruckende Leistung“, bewertet auch Trainer Stephen Bibow den Wettkampf von Franca Henseleit.

Enttäuschend verlief die Qualifikation hingegen für Valentin Krems. Der Athlet des Gealan TriTeam IfL Hof wurde im Schwimmen untergetaucht und konnte so seine gute Form nicht unter Beweis stellen. „Schade ist, dass Valentin seinen derzeitige Leistungsstand, der durchaus für ein Quali-Ticket hätte reichen können, nicht zeigen konnte,“ analysiert Stephen Bibow das Ergebnis, dem eine unfaire und mutwillige Aktion im Rennen vorausgegangen war. Der 18-jährige selbst ist enttäuscht, orientiert sich jedoch schon nach vorne: „Mein Rennen lief von Anfang an schlecht und ich bin natürlich enttäuscht, dass ich nicht die Leistung zeigen konnte, die ich drauf habe. Ich nutze den Wettkampf als wertvolle Erfahrung.“

„Ich freue mich total“

Franca Henseleit resümiert das Rennen so: „Ich freue mich wirklich sehr über meine Qualifikation und kann es noch gar nicht richtig glauben. Die vergangenen Monate waren nicht immer ganz einfach und gerade jetzt steht vorwiegend das Abitur an erster Stelle. Dazu kommt, dass die gesamte Situation in Kienbaum nicht gerade entspannt war. 19 Athlet*innen und alle wollten zur EM, viele Hygienevorschriften, Einzeltische, ein einsames Rennen ohne Zuschauer und nur wenig Wettkampfstimmung.

Franca Henseleit und Valentin Krems

Dennoch lief das Schwimmen schon sehr gut und ich konnte mit knapp zehn Sekunden Vorsprung auf die Radstrecke gehen. Dahinter lagen die Mädels sehr dicht zusammen und es war klar, dass sich eine Gruppe bilden würde. Nach ein paar hundert Metern passierte genau das und wir waren zu viert an der Spitze. Die Gruppe hat wirklich gut funktioniert und so konnten wir uns über eine Minute Vorsprung erarbeiten. Auf der Laufstrecke war mir klar, dass ich bei den ersten beiden Mädels nicht mithalten kann – dafür reicht meine Leistung gerade einfach noch nicht. So war ich von Anfang an auf Position drei und hab diese sicher ins Ziel gebracht. Jetzt stehen noch ein paar stressige Wochen in der Schule an und dann freue ich mich total nach meiner letzten Prüfung direkt nach Kitzbühel fahren zu dürfen!“

© Text: Christine Waitz; Fotos: Stephen Bibow [15.05.2021]

Die bayerischen Kampfrichter bilden sich fort: Für alle steht ein Online-Test bereit, der bis zum 30. Mai 2021 24:00 Uhr absolviert werden muss. In maximal 120 Minuten müssen die Fragen beantwortet werden, die auf Basis der aktuellen Sport- und Kampfrichterordnung konzipiert sind.

Der Ablauf des Tests

  • Allen Kampfrichtern ging ein Link zur Examini-Plattform durch die Bezirkskampfrichterobmänner zu
  • Nach der Registrierung oder dem Einloggen muss durch Klicken rechts oben im Eingabefeld in die Test Teilnehmer*innen Ansicht gewechselt werden
  • den Gruppenschlüssel rechts in das entsprechende Feld einsetzen und auf „verwenden“ klicken
  • im Anschluss sollte eine Information kommen, dass der/ die Teilnehmer*in der Gruppe LV Bayern beigetreten ist
  • Anschließend zurück auf die vorherige Seite navigieren und wieder ausloggen
  • sobald der Test zur Verfügung steht, erhält der/ die Teilnehmer*in eine Email

 

Der Test wird am 16.05 2021 freigeschalten und muss bis zum 30.05.2021 24:00 Uhr absolviert werden

Für den Test stehen 120 Minuten zur Verfügung. Durch Klicken der Rücktaste oben links im Browser kann der Test jederzeit verlassen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder fortgesetzt werden.

Der BTV wünscht viel Erfolg.

© Text: Christine Waitz; Bild (Symbolbild): Helmut Dorsch [15.05.2021]

Wie genau die Triathlon-Saison 2021 aussehen wird, steht noch ein bisschen in den Sternen. Trotzdem absolvierten die TriKids des Trisport Erding e.V. am ersten richtig sommerlichen Wochenende des Jahres hochmotiviert ihr kleines Frühlings-Traininglager. Normalerweise geht es für dieses Highlight mit dem Bus ins bayerische Inzell, doch coronabedingt musste es wie im vergangenen Jahr nochmal zu Hause stattfinden. Was jedoch nicht heißt, dass es weniger anstrengend wurde. Dafür sorgten zumindest die Trainerteams um Florian Leimbeck und Frauke Schönfelder (Schüler) sowie Simone Blumoser (Jugend). Sie hatten sich ein herausforderndes Trainingsprogramm ausgedacht, das für alle direkt nach dem Ende des Homeschoolings am Freitagnachmittag startete. Die Jugend hatte eine Lauf-Rad-Einheit in Zweierteams mit anschließendem Online-Workout und Dehnen, die Schüler begannen erstmal „nur“ mit einer Zoom-Einheit.

Biathlon und olympische Ringe

Am Samstag gab es für die Schüler einen ganz besonderen Programmpunkt. Durch die große Trainerbereitschaft war es möglich, einen Trainingstag „live und in Farbe“ – selbstverständlich unter Beachtung aller geltenden Auflagen – im Stadion abzuhalten. Die Kids konnten in Kleingruppen von maximal 5 Personen plus Trainer zusammen trainieren, übten sich in Biathlon, schwangen sich für eine Radausfahrt in den Sattel und trainierten die vierte Disziplin des Triathlons: Das Wechseln.

Lauftraining mal anders: Die Kinder und Jugendlichen „erliefen“ ein GPS-Bild

Bei der Jugend stand am zweiten Trainingslagertag neben der Kondition vor allem die Kreativität im Vordergrund. Basis der Lauf-Challenge war das Prinzip „Draw with your feet“ (dt: Male mit den Füßen). Die Kids sollten versuchen mit ihrer selbstgewählten Laufstrecke und des damit entstehenden GPS-Tracks laufend ein Bild zu „malen“. Distanz oder Tempo waren bei dieser Aufgabe vollkommen zweitrangig, es ging einfach nur um Spaß und Kreativität. Und davon zeigten die TriKids jede Menge: von den olympischen Ringen, über einen Elefanten bis hin zum Schriftzug „TriKids“ war alles dabei. Ausruhen allerdings nicht, denn im Anschluss wartete noch eine der Lieblingseinheiten von Trainerin Simone – „die dreckigen 300“, ein hochintensives Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht.

Training mit den Müttern

Der letzte Trainingstag war gleichzeitig Muttertag, weshalb die Schüler ihre Mamas mit ins Boot holen durften, zur gemeinsamen Trainings- und Foto-Challenge. Bei der Jugend glühte indessen nicht nur die Sonne vom Himmel, sondern auch die Kurbel ihrer Räder – bei einer mehrstündigen Ausfahrt quer durch den Landkreis.

„Wir Trainer haben uns ins Zeug gelegt, um die Kinder für ein „Inzell Ersatz-Trainingslager“ zu motivieren. Es freut uns sehr, dass dies auch dieses Jahr so toll angenommen wurde. Wir hatten so viel Freude bei der Planung und Umsetzung und durften am Ende in so glückliche Kinderaugen sehen, die wirklich Spaß an der ganzen Sache hatten“, strahlt Simone am Ende des Wochenendes. „Das Trainerteam ist sehr stolz auf ihre TriKids.“

Und die geben das Kompliment sehr gerne an ihre großartigen Trainer zurück. „Schule und Corona, das sind die Themen, an die ein Schüler in 2021 denkt. Doch zum Glück gab es Rettung: Das Inzell-Ersatzwochenende! Bei mir persönlich stand nicht der sportliche Erfolg im Vordergrund, sondern der der Spaß. Und es hat Spaß gemacht! Ganz besonders die Radausfahrt am Sonntag, das Wetter war einfach super“, schwärmt Adam Ahmed.

Und auch wenn der Spaß an erster Stelle stand, hoffen die TriKids und Trainer natürlich sehr, dass die Kinder ihre Form und Motivation am 13. Juni beim 1. Corona-Triathlon endlich in einem echten Wettkampf auf die Strecke bringen können!

© Text: Caroline Cornfine/Trisport Erding e.V.; Bilder: Trisport Erding e.V.  [13.05.2021]

Hinter den Veranstaltern des BTV Memmert Nachwuchscup stehen häufig kleine Vereine, die die Wettkämpfe mit viel Einsatz und Freude an der Sache organisieren. Im zweiten Teil unserer Interview-Serie fragen wir nach, wie es denn in den Gruppen aussieht. Wie motiviert man Kinder am Ball zu bleiben, auch wenn kein regulärer Betrieb möglich ist?

Wie ist die Stimmung in euren Vereins-Nachwuchsgruppen?

Harald Kaunz, Duathlon Deining: Die Stimmung ist ’noch‘ gut. Auch wenn wir, wie alle anderen Sportarten, durch die Pandemie Sportler verloren haben. Aber sobald die Trainings wieder wie gewohnt stattfinden können, hoffen wir, dass wir die Sportlerinnen und Sportler wieder motivieren können.

Jochen Rühl, TSV Harburg: Die Stimmung ist weiterhin gut. Allerdings ist es als Übungsleiter schon sehr nervig, dass man sich mittlerweile vor dem Training mehr mit den aktuellen Corona-Regeln auseinandersetzen muss, als mit Trainingsinhalten.

 

Olaf Korf, RSC Marktredwitz: Unsere Trainingsgruppe hat sich leider vorrangig altersbedingt aufgelöst. Zum Glück sind die meisten dem Ausdauersport treu geblieben. Coronabedingt ist aber vor allem die Nachwuchsgewinnung aktuell nahezu unmöglich. Das ist natürlich schwierig und schade.

Noah Treptow, CIS Amberg: Alle vermissen das Training und die Wettkämpfe natürlich ungemein. Trotzdem ist die Motivation hoch. Sowohl im eigenständigen Training, als auch bei unseren Online-Angeboten.

 

Für Kinder und Jugendliche sind Wettkämpfe ebenso wie für Erwachsene ein großer Motivationsfaktor. Welche Ideen habt ihr euch überlegt, um die Motivation dennoch hoch zu halten und die Kinder und Jugendlichen nicht zu verlieren?

Noah Treptow, CIS Amberg: Das wichtigste ist natürlich in Kontakt zu bleiben. Deshalb machen wir wöchentlich gemeinsam online Stabi-Training. Dazu kommt, dass wir dabei helfen, die Kinder untereinander zusammenzubringen, sodass sie zumindest innerhalb des erlaubten Rahmens miteinander trainieren können. Der zwar sehr eingeschränkte aber dennoch persönliche Kontakt erhält die Motivation am besten.

Jochen Rühl, TSV Harburg: Für mich als Jugendleiter ist es wichtig, dass die Kids sich trotz der Einschränkungen weiterentwickeln. Über eine WhatsApp-Gruppe bekommen die Nachwuchsathleten wöchentlich Trainingsideen kommuniziert, die sie dann allein oder zu zweit durchführen können. Die Rückmeldungen sind meist überwältigend. So war es auch nicht verwunderlich, dass bei unserm ersten gemeinsamen Bahntraining über 30 Kinder anwesend waren. Im Landkreis Donau-Ries waren die Corona-Beschränkungen für einige Wochen relativ niedrig, sodass ein gemeinsames Training möglich war!

Harald Kaunz, Duathlon Deining: Im Winter haben wir zu einer Winterlauf-Challenge und zuletzt, zu einer Osterferien-Challenge aufgerufen. Die Beteiligung war super. Fast alle haben mitgemacht und sich ihre Belohnung oder ihren Preis abgeholt.

 

Lesen Sie hier den ersten Teil der Serie.

Lesen Sie hier den dritten Teil der Serie.

© Text: Christine Waitz; Fotos: privat/ Nicolas Keckl [05.05.2021]