Die Goldbach Werkstatt Nürnberg, als Werkstätte für Menschen mit und ohne Assistenzbedarf im Nürnberger Stadtteil Zerzabelshof, hat für den Bayerischen Triathlon-Verband e.V. ein Therapiebrett zur Aktivierung und Mobilisierung der Füße hergestellt. In Handarbeit und mit viel Liebe entstand aus Holz, Kork und Klettverschlüssen ein Tool, auf dessen Herstellung alle Beteiligten stolz sind.

Die Goldbach Werkstatt bietet Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung, die wegen Art und Schwere der Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können, einen Arbeitsplatz an. In Zerzabelshof arbeiten etwa 50 Menschen in den handwerklichen Berufen der Töpferei, Schreinerei, Weberei und Schneiderei und produzieren Gebrauchsgegenstände als auch individuelle Auftragsarbeiten. Aus Naturmaterialien entstehen hier Holzobjekte, Teppiche, Geschirr, Taschen und vieles mehr – sogar eine Fahrradwerkstatt steht zur Verfügung. Die produzierten, stets mit einem individuellen Hauch gefertigten Produkte, können im Werkstattladen, der auch ein Café und ein Bistro beinhaltet, erworben werden.

Lange Vorarbeit notwendig

Olivier Jean Feit, der Leiter der Schreinerei, plante und fertigte mit dem Arzt und Sportwissenschaftler Thomas Voit über Monate von der ersten Idee, über verschiedene Rohlinge und Prototypen hinweg bis zum Endprodukt an dem Therapiebrett für die Sportler. Ziel war es, mit natürlichen Materialien ein Produkt zu entwerfen, das langlebig, funktional und in der Fertigung für die Schreinereimitarbeiter zu realisieren ist.

„Im März 2021 habe in der Goldbach Werkstatt das erste Mal von meiner Idee berichtet und war nach dem ersten Treffen mit Olivier Jean bereits fest entschlossen dieses Projekt mit den begeisterten und fröhlichen Menschen dort anzugreifen“, so Thomas Voit. Die Therapiebretter sollen die Sportler des Bayerischen Triathlon-Verbands in Nürnberg bei der Vor- und Nachbereitung von Trainingseinheiten unterstützen. „Ein weiterer Einsatzbereich ist die rehabilitative und präventive Nutzung. Unsere Sportler üben mit Schwimmen, Radfahren und Laufen zwar eine Sportart mit einem relativ ausgeglichenem Belastungsprofil aus, ihre Füße sind im Schul- und Trainingsalltag jedoch hohen Belastungen ausgesetzt und oftmals in enge Schuhe eingesperrt“ erzählt Thomas Voit, seines Zeichens zuständig für Verletzungen sowie deren Prävention und Rehabilitation am Bundesstützpunkt Triathlon in Nürnberg.

Mehr Informationen finden Sie unter www.goldbach-werkstatt.de

© Text: Thomas Voit; Foto: Thomas Voit [8.11.2021]

Triathletinnen und Triathleten des TV Burglengenfeld trumpfen bei den deutschen Crossduathlonmeisterschaften in Schleiden auf. Drei AK-Titel, erkämpft durch Junior Michi Fuchs, Emma Roidl (W20) und Pam Mittermeier (W40) gingen in die Oberpfalz. Nur Hannes Spahn vom RV 1889 Schweinfurt konnte sich als weiterer bayerischer Vertreter noch eine Goldmedaille erkämpfen. Mit großem Teamgeist holten sie sich die Burglengenfelder dann auch den zweiten Mannschaftstitel der Saison.

Weiterer Team-Erfolg

Eine immerhin rund 500 Kilometer weite Fahrt nahmen die Starterinnen und Starter in Kauf. Besonders die erfolgreichen Burglengenfelder Cross-Sportler reisten mit Ambitionen an. Nach dem Startschuss platzierte sich das TV-Quartett mit Michl Schaller, Felix Wagner, Michi Fuchs und Martin Reinstein in der rund 10-köpfigen Spitzengruppe. Philipp Filchner, Tobi Zeller und Sascha Kellner folgten. Der frisch gebackene Europameister Michl Schaller sprang als Fünfter mit der besten Wechselzeit auf das Mountainbike. Auf dem glitschigen, welligen und nicht ungefährlichen Parcours galt es die Konkurrenz in Schach zu halten und dennoch sicher zu fahren.
Felix Wagner kam nach 2.17.17 Stunden als Gesamtsechster und schnellster Burglengenfelder ins Ziel. Damit durfte er sich über die Vizemeisterschaft in der M20 freuen. „Ich fand einfach keinen Rhythmus“, lautete das Bike Fazit von Michl Schaller. Und doch stürmte er als Gesamtsiebter durchs Ziel, was ihm die Vizemeisterschaft in der M25 sicherte. 30 Sekunden dahinter finishte Martin Reinstein.

Mit diesen Ergebnissen war den Burglengenfeldern der Titel in der Teamwertung nicht zu nehmen. Mit satten 29 Minuten Vorsprung gehörte die zweite deutsche Mannschaftsmeisterschaft nach dem Triathlon-Titel im Sommer den Oberpfälzern.

Erfolgreiche Gold-Gewinner*innen

Michi Fuchs

„Endlich Rang 1, nach den zwei Vizetiteln im Vorfeld“, zeigt sich der 18-jährige Michi Fuchs erleichtert. Nach zwei starken Dritteln ließ er auch im dritten Teil nichts mehr anbrennen und gewann als Gesamtzehnter den Junioren-DM-Titel. Mit einer gesamtstarken Leistung holte Hannes Spahn vom Radverein 1889 Schweinfurt den DM-Titel der AK20: Mit der Spitze auf das Rad, dort eine der besten Leistungen liefern, und den Sieg dann nach Hause laufen.

Emma Roidl

„Ich habe alles gegeben“, berichtet die 21-jährige Studentin Emma Roidl. Nach dem 10km Trailrun überraschte sie in der Wechselzone und auf dem MTB, wo sie mit zwei Tagesbestzeiten auftrumpfte. Trotz Krämpfe und zweier Stürze lief sie als Gesamtsechste ins Ziel und sicherte sich den Titel in der W20. Auch Pam Mittermeier kämpfte hart auf dem MTB und lief „mega zufrieden“ zu ihrem ersten deutschen Meistertitel in der W40.

Alle Ergebnisse des Rennens.

© Text: Franz Pretzl und Christine Waitz; Foto: Franz Pretzl [3.11.2021]

Vom 28. bis 31. Oktober haben neun neue C-Trainer*innen ihre Lizenz im Rahmen der diesjährigen Ausbildung des BTV erworben. Der zweite Teil des Lehrgangs fand bei schönstem Herbstwetter in Garmisch-Partenkirchen statt.

Neben den Prüfungen mit Praxis-Lehrprobe und Theorieklausur standen auch verschiedenste Inhalte aus den Bereichen Schwimmen, Rad, Laufen und Kraft/Athletiktraining auf dem Programm. Wir gratulieren allen neuen C-Trainer*innen zur erfolgreichen Teilnahme am Lehrgang. Die Termine für die nächste C-Ausbildung im Jahr 2022 werden im Laufe des Novembers veröffentlicht.

© Text: Philipp Peter; Foto: Philipp Peter  [3.11.2021]

So startet das neue Jahr richtig gut: Der Bayerische Triathlon-Verband e.V. bietet für maximal 20 Jugendliche und zwei Betreuende ein Winter-Camp mit sportlichem Programm in der Sportschule Oberhaching. Der Fokus der Ferientage liegt auf Spaß am gemeinsamen Spielen und Trainieren. Dabei wird neben einigen Einheiten im Schwimmbad viel Zeit in der Natur beim gemeinsamen Mountainbike fahren und Wandern, je nach Wetter Schnee-Wandern oder auch Skilanglauf verbracht werden.

Teilnehmen können Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren. Die Unterbringung erfolgt in der Sportschule Oberhaching, der Unkostenbeitrag beträgt 50 Euro pro Teilnehmer*in.

In der Übersicht:

Wann?
03.-06.Januar 2022

Wo?
Sportschule Oberhaching; Im Loh 2; 82041 Oberhaching

Wer?
max. 20 Jugendliche zwischen 12-16 Jahren und 2 Betreuende

Kosten:
50€ pro Teilnehmer; Inbegriffen: Unterkunft in der Sportschule, alle Mahlzeiten inkl. Getränke und Snacks

Anmeldung:

Die Anmeldung erfolgt ausschließlich online hier und gilt erst dann als abgeschlossen, wenn der gesamte Teilnehmerbetrag auf dem Konto des Bayerischen Triathlon-Verband unter Bayerischer Triathlon Verband e.V. eingegangen (IBAN: DE39700202700046716094 ; Zahlungsgrund „Jugend-Wintercamp“) ist und der unterschriebene Elternvertrag an die zuständige Mitarbeiterin des BTV übermittelt wurde (coachthecoach@triathlonbayern.de).
Eine Meldebestätigung erhalten Sie nach Anmeldeschluss.

Zur vollständigen Ausschreibung mit Elternvertrag.

Zur Online-Anmeldung.

© Text: Christine Waitz; Foto: Theresa Baumgärtel  [1.11.2021]

 

Roth, 23. Oktober 2021. Durch 33 Tagesordnungspunkte arbeiteten sich die Verantwortlichen des BTV und die erschienenen Vereinsvertreter*innen am vergangenen Samstag beim Verbandstag. In knapp drei Stunden waren alle Punkte abgehakt, alle Ämter besetzt und zahlreiche Änderungen beschlossen.
Gerd Rucker wurde mit über 90 Prozent Zustimmung erneut zum Präsidenten gewählt. Mehrere Änderungen im Bereich der Präsidiumspositionen schaffen unter anderem einen neuen Schwerpunkt. Gebührenerhöhungen sollen für mehr Professionalisierung und in Zukunft mehr Mitglieder für Vereine und mehr Startende bei Rennen sorgen. Erstmals konnte der Verbandstag, der in Roth stattfand, auch online im Livestream oder via Zoom verfolgt werden.

Neuaufstellung des Präsidiums

Neben der Wiederwahl des Präsidenten stimmten die Anwesenden für mehrere Veränderungen im Präsidium: Nachdem Max Dachauer, der das Amt des Vizepräsidenten Finanzen über viele Jahre hinweg bekleidete, nicht mehr zur Wahl stand, wurde der bisherige Vizepräsident Philipp Heider für diese Position gewählt. Dem Antrag, das Amt des Vizepräsidenten zu streichen und die Stellvertretung in der Satzung neu zu regeln, wurde stattgegeben.
Eine neugeschaffene Position soll in Zukunft den zahlreichen und umfassenden Themen rund um Breiten- und Gesundheitssport mehr Gewicht im Präsidium verschaffen. Den Bereich der „Sportentwicklung“, wie es ihn auch bei der DTU gibt, wird Tim Feuerlein vom RC Wendelstein aufbauen und entwickeln. Er hatte sich in der Wahl überraschend deutlich gegen den bisherigen Beauftragten für Breitensport, Stefan Pohl, durchgesetzt. „Ich freue mich wahnsinnig über die Wahl und habe schon viele Ideen, die ich angehen möchte,“ sagt der aktive Triathlet.
Eine personelle Veränderung gab es im Amt des Sprechers der Bezirke. Der Bezirksobmann Oberfranken, Stefan Leidenberger, übernimmt das Amt von Michael Reiwe (Mittelfranken). Dem Antrag der Bezirksobmänner, in die Präsidiumssitzungen auch einen Stellvertreter aus den eigenen Reihen entsenden zu können, wurde stattgegeben.

Organisatorische Entlastung der Veranstalter

Die lange diskutierte und nun beschlossene Änderung der Veranstaltergebühren sieht eine Erhöhung derselben vor. Gleichzeitig jedoch übernimmt in Zukunft der BTV die anfallenden Kampfrichtergebühren, sodass Veranstalter nur noch eine einzige Überweisung nach dem Rennen ausführen müssen, statt zahlreicher Einzelerstattungen. In diesem Zuge wurde auch eine bessere Honorierung der Kampfrichter*innen-, TD und EL-Einsätze beschlossen.

Nach rund zehn Jahren ohne Erhöhung wurde zudem den Anträgen zur Erhöhung der Mitgliedsbeiträge und Tageslizenzen stattgegeben. Die Gebühren liegen nach der Erhöhung im mittleren Bereich der Gebühren der anderen Landesverbände. Mit den Mehreinnahmen sollen einige Schlüsselstellen professionalisiert werden, die ehrenamtliche Impulsgeber im Verband unterstützen. Das Ziel ist es, durch den Ausbau von Angeboten und der Unterstützung von Vereinen und Veranstaltern, mehr Menschen für Triathlon in Bayern zu faszinieren.

Fragen aus dem Publikum beschäftigten sich mit dem Thema Triathlon als Schulsport und Nachhaltigkeit. „In beiden Bereichen sind bereits gute Konzepte und Pläne da, die in naher Zukunft umgesetzt werden“, sagt Präsident Gerd Rucker. „Zudem werden gerade die neuen Bereiche im Verband, wie das Ressort Sportentwicklung oder auch das gerade gestartete Projekt ‚Tripoints‘ und ‚Coach the Coach‘, sicher Impulse für weitere Entwicklungen geben.“

© Text: Christine Waitz; Fotos: Theresa Baumgärtel [25.10.2021]

 

Beim Verbandsjugendtag in Hof wurde Sofia Warter Rubio zur Stellvertreterin des Jugendleiters Henrik Jörgens gewählt. Die 22-jährige hatte sich zuvor mit einem ungewöhnlichen Schritt für das Amt empfohlen: Mit einer Initiativbewerbung. Wir haben uns mit der Erlangenerin unterhalten.

Hallo Sofia, deine Heimat Erlangen hast du noch für die nächsten vier Monate gegen die Wahlheimat Spanien getauscht. Nun bist Du 2500 Kilometer entfernt. Warum hast Du dennoch Interesse daran, dich im bayerischen Triathlonsport zu engagieren?

Sofia Warter-Rubio

Als Athletin, die Triathlon seit Jugendzeiten betreibt, und Trainerin, konte ich verschiedene Perspektiven des Sports bereits kennenlernen. Als Jugendliche habe ich selber an Trainingscamps, Feriencamps und natürlich den BTV Jugendcups teilgenommen. Das hilft, um zu verstehen, worauf es dabei ankommt. Als Trainerin beim TV Erlangen habe ich Kontakt zu vielen jungen Sportlern und hoffe, jetzt ihre Interessen in Bayern vertreten zu können und auf Sie einzugehen. Ab Februar bin ich wieder zu Hause, bis dahin werde ich mich hauptsächlich „digital“ aus der Ferne einbringen können.

Ich bin neugierig auf das, was auf mich zukommt, und freue mich auf neue Herausforderungen!

Du hast vorbildliche Vereins- und Verbandsarbeit selbst erfahren: Beim TV 1848 Erlangen wurde und wird seit jeher viel Engagement in die Ausbildung des Triathlon-Nachwuchs investiert. Später warst du Kaderathletin im Bayerischen Triathlon-Verband. Was hast Du aus dieser Zeit für dich an wertvollen Erfahrungen mitgenommen?

Ich denke die Eindrücke aus dem eigenen Training, sowohl von meinem ersten Trainer im Verein, wie dann auch von Roland Knoll und Ute Schäfer, und die Erfahrungen, die ich als Trainerin im Verein gemacht habe, haben mich auf jeden Fall geprägt. Vieles bekomme ich auch über meinen Vater mit, der als Jugendleiter der Jugendabteilung des TV Erlangen sehr viel Zeit in Organisation und Planung investiert. Man merkt aber auch direkt, dass gute Arbeit sich auszahlt. Wichtig ist ein strukturiertes Vorgehen, am besten, ohne dass es die jungen Triathleten merken. Für Sie sollen der Spaß und die Freude am Sport im Vordergrund stehen. 

Wie möchtest Du diese Erfahrungen nun in deine Arbeit einbringen?

Ich hoffe natürlich, dass ich meine Erfahrungen einbringen kann und ich dann in der Lage sein werde, mich für die Triathlon-Jugend gut einzusetzen. Ich habe viel erlebt, was sehr gut funktioniert hat und bei den Kids und Jugendlichen auch immer gut angekommen ist. Egal, ob es Trainingscamps oder Wettkämpfe waren. Aber natürlich gab es auch schlechte Beispiele, aus denen man besonders viel lernen kann. Das muss man dann nicht wiederholen. 

Du bist selbst noch sportlich aktiv. Erst in den letzten Wochen konntest Du bei der Triathlon EM in Valencia eine Top-Ten-Platzierung erreichen. Welchen Stellenwert hat Sport heute noch für Dich?

Seitdem ich 2013 vom Leistungsturnen zum Triathlon gewechselt bin, habe ich auch nicht mehr damit aufgehört. Sport steht also schon immer ziemlich weit oben auf meiner Liste. Vor allem die Coronapandemie, als ich auf einmal wieder mehr Zeit hatte, hat mich extrem motiviert wieder strukturiert zu trainieren. Das hatte dann natürlich auch Auswirkungen auf die Wettkämpfe und so konnte ich auch mal wieder einen Top 10 Platz in der 2. Bundelisga abrufen. Hier in Sevilla trainiere ich jetzt mehrmals täglich beim 1. Ligateam Isbilya mit und hoffe möglichst fit über den Winter zu kommen und neue Impulse zu bekommen. Bis jetzt scheint das ganz gut zu klappen.

Welche ist die schönste sportliche Erfahrung, an die Du Dich gerne zurückerinnerst?

Da gibt es Einige die ich nennen könnte… Meine Teilnahme am Junior Europacup in Kitzbühel 2016 fällt mir spontan ein, wo ich zum ersten Mal im Internationalen Feld an den Start gegangen bin, mit großen Namen wie zum Beispiel Taylor Knibb. Das Grand Final in Rotterdam, wo ich selbst als AK-Sportlerin gestartet bin, aber auch die eine Woche beim Bundesfinale in Berlin mit der Schulmannschaft des Ohmgymnasiums Erlangen, wo ich das Team begleiten und betreuen durfte.

Vielen Dank für das Interview! Wir wünschen Dir viel Erfolg als Stellvertretende Jugendleiterin!

Danke schön!

© Text: Christine Waitz; Fotos: Sofia Warter-Rubio [17.10.2021]

Leben, lernen und trainieren – 11 Athletinnen und Athleten tun das aktuell am Bundesstützpunkt Triathlon in Nürnberg. Die Sportlerinnen und Sportler zwischen 15 und 17 Jahren wohnen im Internat des Bertolt-Brecht-Gymnasiums. Sie besuchen die Sportförderklassen der Stufen 8 bis 13 und werden betreut von den hochqualifizierten Trainern Stephen Bibow, Roland Knoll und Jonathan Zipf, sowie einem fachkundigen Leistungssport-Team.

Doch wie ist es so, fern von zu Hause sich vollkommen auf Schule und Sport zu konzentrieren? Diese Frage möchte das Stützpunkt-Team in einer Online-Veranstaltung beantworten. Das Angebot soll der Auftakt einer Reihe an Themen sein, die den Stützpunkt Triathletinnen und Triathleten in Bayern nahebringt.

Am 01. Dezember um 19.00 Uhr begrüßt Landestrainer Jugend und Junioren, Stephen Bibow, eine*n Verantwortliche*n der Berthold-Brecht-Schule, einen Athleten oder eine Athletin des BSP und einen Elternteil, sowie interessierte Zuhörer*innen auf Zoom. Der erste Talk der Reihe wird das Leben im Internat und am Bundesstützpunkt Triathlon Nürnberg aus verschiedenen Perspektiven zeigen. „Wir wollen damit interessierten Nachwuchs aus Bayern und vor allem die Eltern aktiv informieren“, sagt Stephen Bibow. „Sicherlich gibt es das ein oder andere Vorurteil, die ein oder anderen Bedenken gegenüber so einer außergewöhnlichen Schullaufbahn.“

Athleten, Eltern, Trainer, sowie Interessierte sind herzlich willkommen.

Die Anmeldung erfolgt hier bis spätestens 28. November. Gerne können bereits im Vorfeld bei der Anmeldung Fragen eingereicht werden.

© Text: Christine Waitz; Bilder: Christine Waitz [14.10.2021]

Von 1. bis 5. November bietet der BWTV ein Herbstcamp für jugendliche Nichtkader-Athleten im Alter von 12 – 16 Jahren mit dem Ziel, fit für die neue Saison zu werden, an. Neben dem Schwerpunkt Schwimmen stehen Laufen, Radfahren und Athletik sowie Spaß und Gemeinschaft auf dem Programm. Das JUFA Hotel in Kempten bietet mit seinem Umfeld beste Bedingungen für die geplanten Aktivitäten. Das Camp wird als landesverbandsübergreifender Lehrgang angeboten, Athleten aus Bayern und anderen Landesverbänden sind also herzlich willkommen.

Kosten: 280 Euro (VP im JuFa-Hotel, Training, Betreuung)
Meldeschluss: Sonntag, 17.10.

Details zu dem Camp sind der PDF-Ausschreibung zu entnehmen.

© Text: BWTV; Bild: BWTV [14.10.2021]

Im Rahmen des Triathlon Ingolstadt werden im kommenden Jahr zum wiederholten Mal Deutsche Meistertitel vergeben, das verkündeten die DTU und der Veranstalter heute.

„Es freut uns sehr, dass wir wieder eine Deutsche Meisterschaft ausrichten dürfen. Mit dem Termin am 29. Mai 2022 liegt der Triathlon Ingolstadt zudem ideal, um sich für die großen Langdistanz-Rennen, wie die Challenge Roth, in Wettkampfform zu bringen“, sagt Veranstaltungschef Gerhard Budy, der sich auch bei der Verwirklichung des City-Triathlon auf einem guten Weg sieht. „Die neue Laufstrecke kam sehr gut an und es ist der ausdrückliche Wunsch der Stadtspitze, dass der Triathlon Ingolstadt in Zukunft noch mehr durch die Innenstadt verläuft.“ Die genaue Streckenführung für die 2022er-Auflage wird in den kommenden Wochen ausgearbeitet.

Sehr erfreut zeigt man sich auch bei der DTU. „2020 und 2021 konnten wir den Triathletinnen und Triathleten pandemiebedingt leider nicht viele Deutsche Meisterschaften bieten. Umso mehr freue ich mich, dass wir für 2022 wieder einen vollen DM-Kalender haben. Ich möchte mich ganz besonders bei den Veranstaltern bedanken, die sich um die Deutschen Meisterschaften beworben haben“, sagt Rüdiger Sauer, Leiter Veranstaltungswesen bei der DTU.

Die Anmeldung für den Triathlon Ingolstadt 2022 wird ab dem 1. Dezember 2021 möglich sein.

© Text: Harald Eggebrecht; Foto: Harald Eggebrecht [12.10.2021]

Beste Stimmung herrschte dank der erlaubten Zuschauer beim Crossduathlon Jag de Wuidsau „powered by Zurich“ auf dem Lanzenanger in Burglengenfeld. Seriensiegerin Claudia Mai (CIS Amberg) gelang erneut der Sprung ganz oben aufs Podest. Der weit gereiste Scott Anderson (SC Bayer 05 Uerdingen) legte einen Start-Ziel-Sieg hin.

Für die richtige Einstimmung an dem sonnigen Herbsttag sorgten knapp 160 quirlige Beine der Jungen und Mädels beim „Frischlingsrun“. Bei dem rund 1.5 Kilometer langen Hindernislauf jagten die Nachwuchsathlet*innen die ihnen vorauseilende zweibeinige Wuidsau.

Der Sieger läuft traditionell mit der Wildsau-Maske ins Ziel.

So schon richtig in Stimmung, preschten die Wuidsaujäger des Hauptlaufs hinaus in die Flur. Vom Start weg ließ der diesjährige XTERRA Europameister Scott Anderson aus Uerdingen nichts anbrennen. Mit zweifacher Laufbestzeit und zweitbester MTB-Zeit stürmte er mit der Wuidsaumaske als Erster ins Ziel. Nur der stark fahrende MTB-Spezialist Tobias König (MSC Wiesenbach) kam ihm auf dem dreimal zu fahrenden Parcours nahe. Er holte sich Rang 2. Einen harten Zweikampf lieferten sich die beiden TV-Burglengenfeldler Felix Wagner und Michi Fuchs: Auf dem MTB Kurs fuhr der erst 18-jährige Fuchs den 30 sekündigen Laufvorsprung Wagners zu. So entschied erst der letzte Part über den freien Platz auf dem Treppchen. Mit einem starken Finish lief Wagner knapp vor dem Vierten Fuchs aufs Siegerpodest und holte damit den Titel des bayerischen Meisters nach Burglengenfeld. Weiter freute sich der ausrichtende Verein TV Burglengenfeld über den M35 AK-Titel von Philipp Filchner und der Vizemeisterschaft von Tobi Zeller in der M25. Einen hart umkämpften Sieg erarbeitete sich der Schwandorfer Karl Fischer in der M65.

Laufentscheidung auch bei den Damen

Schaute es bei den Damen nach dem ersten Lauf nach einem leichten Sieg von Dauersiegerin Claudia Mai vom CIS Amberg aus, so überraschte die Newcomerin Emma Roidl vom TV Burglengenfeld mit starker Radleistung. Nach der zweiten Runde hatte sie den über einminütigen Laufvorsprung zugefahren. So kam es auch bei den Damen zur Laufentscheidung. Hier setzte sich die routiniertere Claudia Mai dann klar durch. Emma Roidl finishte als Zweitschnellste und holte sich hinter Mai die bayerische Vizemeisterschaft. Auf dem Bronzeplatz stürmte die vereinslose Verena Dormehl vor der dritten bayerischen Meisterin Katherina Nübler vom CIS Amberg ins Ziel.

Bei den Staffeln ließ das Duo Jakob Schimeck und Florian Zeibig ihren Gegnern keine Chance und gewannen die Konkurrenz mit 15 Minuten Vorsprung vor Thomas Weigert und Jan Schneidewind.

Die Bayerischen Meister 2021

Der diesjährige M20 Europameister im Crossduathlon, Hannes Spahn, von der RV Schweinfurt zeigte trotz Verletzung seine Klasse und dominierte den kürzeren „Asklepios-Klinik Jagdsprint“. Stark in Szene setzte sich der erst 16-jährige Ludwig Sigl vom TV Burglengenfeld, der auf Rang 2 vor Richard Gottschalk vom Team Oberpfalz preschte.
Kaderbikerin Paula Leupold vom TV Burglengenfeld beherrschte bei den Damen ebenso sicher das Renngeschehen vor der Zweiten Maria Griesbeck und Nadine Zöller RSG Kleinostheim. Die Herrenstaffel gewannen die „Weißwurstraketen“ Nele Leibelt / Stefan Plank. Die Damenkonkurrenz gewannen die „Peppex Wuidsaujägerinnen“ Gabi und Eva Mehrl.

Alle Ergebnisse finden Sie unter http://jagdewuidsau.de/

Die Bayerischen Meister*Innen im Cross Duathlon

AK20

ROIDL Emma, TV Burglengenfeld
WAGNER Felix, TV Burglengenfeld

AK25

NÜBLER Katharina, CIS Amberg
HEILMANN Manuel, SSV Forchheim

AK30

MAI Claudia, CIS Amberg
KLIMEK Alexander, TG Viktoria Augsburg

AK35

FILCHNER Philipp, TV Burglengenfeld

AK40

MITTERMEIER Pamela, TV Burglengenfeld

AK45

SCHNEIDER Anika, Exathlon München von 2008 e. V.
BORSUTZKY Olaf, TSV Gaimersheim

AK50

BREGULLA-LINKE Claudia, SC Riederau
THOMA Jochen, 1. FC Beilngries

AK55

BLUM Thomas, TV 1860 Immenstadt

AK60

ELFLEIN Georg, run & bike kelheim

AK65

SCHMID Josef, run & bike kelheim

© Text: Franz Pretzl; Anpassungen: Christine Waitz; Fotos: Franz Pretzl [11.10.2021]