Die Triathlon-Abteilung des TSV Harburg, mit rund 120 Mitgliedern, hat für jede Ambition etwas zu bieten. Die Nachwuchsarbeit findet dort jedoch besondere Beachtung. Neben einem Schüler- und Jugend-Triathlon werden hier auch regelmäßig Tri-Point-Veranstaltungen ausgerichtet. In normalen Jahren gingen die Organisationsvorbereitungen für den Schüler- und Jugendtriathlon in diesen Tagen in den Endspurt. Doch statt die Absage des Wettkampf-Highlights ersatzlos hinzunehmen, beweist man in Harburg gemeinsam Kreativität. Herausgekommen ist ein Projekt, das die gesamte Abteilung in einem Ziel zusammenbringen soll: 3000 Radkilometer für den guten Zweck.

Ergebnis übertraf alle Erwartungen

Insgesamt 80 Radfahrerinnen und Radfahrer aus der Triathlonabteilung des TSV Harburg nahmen an der Veranstaltung teil. Sie sorgten über 24 Stunden hinweg für viel Bewegung auf der Strecke zwischen Harburg und Brünsee und auch dafür, dass mit jedem gefahrenen Kilometer der Spendenstand stieg. Schon früh zeichnete sich ab, dass die Verantwortlichen mit ihren Erwartungen vor dem Event kräftig daneben gelegen hatten. So zeigte der Liveticker nach Ablauf der Zeit 3.916 geradelte Kilometer an. Die Distanz entspricht einer Strecke von Harburg nach Moskau und zurück und lag damit fast 1.000 Kilometer über dem geplanten Ziel. Insgesamt wurde die 5,2 Kilometer lange Wendepunktstrecke 753 Mal bewältigt.

Die jüngsten Vereinsmitglieder wurden oft noch von einem Elternteil begleitet. Die erfahrenen Jungtriathleten und aktiven Sportler versuchten die Strecke in ambitioniertem Tempo zu absolvieren. Eine besondere Herausforderung war für alle die Nacht, in der die Kilometer mit Warnweste und Beleuchtung bewältigt wurden. Einige Minuten vor Ende versammelte Abteilungsleiter Helmut König alle Aktiven und absolvierten mit ihnen zusammen die letzte Runde.

Märker unterstützte die Aktion als Sponsor und gab für jeden gefahrenen Kilometer 25 Cent. Der Erlös von 978,90 Euro ergeht an die heimischen Diakonie.

 


Im Folgenden lesen Sie, was Initiator Jochen Rühl vor der Veranstaltung sagte (Interview vom 25.6.2020).

Hallo Jochen,
„Hoffnungstour“ habt ihr eure abteilungsinterne Marathon-Radfahrt genannt. Wie kamt ihr auf die Idee und auf das Motto?

„Hoffnungstour“ mag vielleicht etwas theatralisch klingen, drückt aber genau den Grundgedanken aus, den wir mit der Veranstaltung bezwecken wollen. Entstanden ist die Idee Mitte April, nachdem sich abzeichnete, dass wir unsern geplanten Triathlon nicht durchführen können. In vielen Gesprächen mit Sportlern konnte ich die Hoffnung auf eine baldige Wiederaufnahme des Trainings- und Wettkampfbetriebes heraushören. Da es aber auch in Harburg einige tragische Krankheitsfälle gab, herrschte gleichzeitig eine große Verunsicherung in der Bevölkerung mit der Hoffnung auf eine rasche Besserung.

Der Nachwuchs des TSV Harburg in Nicht-Corona-Zeiten. Auch die Jüngeren werden sich an der Spendenaktion beteiligen.

Das Konzept habt ihr perfekt auf derzeitige Vorgaben abgestimmt. Wie sieht euer Plan für die 24 Stunden aus?

Unsere Triathlonabteilung wird sich in drei Teams aufteilen. Von jedem Team werden am Samstag, den 4. Juli ab 12 Uhr, immer zwei Radfahrer auf der Strecke sein. Nach einer Stunde wird jeweils gewechselt. Damit befinden sich stets sechs Radfahrer gleichzeitig auf dem Kurs.
Diese Organisationsform hat gleich mehrere Vorteile: Man kann gemeinsam unterwegs sein, kommt sich aber nicht in die Quere. Bei einer Stunde Fahrdauer kann praktisch jeder mitmachen, ohne sich zu überfordern. Und selbst wenn man gerade nicht radelt, fiebert man mit. Bis Sonntag Mittag wollen wir schließlich ein Spendenziel erreichen, je mehr umso besser. Rund 60 Teilnehmende werden sich im Verlauf der 24 Stunden dauernden Aktion einbringen.

Für jeden gefahrenen Kilometer wird euer Partner Märker 25ct spenden. Am Ende sollen so 750 Euro zusammenkommen, die für die Diakonie Harburg bestimmt sind. Kann man sich als Fan am Samstag, den 4. Juli auch einbringen? 

Zuschauer, Gönner und Freunde der Harburger Triathleten dürfen leider nicht vor Ort mitmachen. Wir haben jedoch einen Spendenstand-Tracker eingerichtet, auf dem man in Echtzeit mitverfolgen kann, was unsere Abteilung leistet.

© Text: Christine Waitz; [25.06.2020]; Foto: Karin Haupt

Gewalt hat viele Gesichter und sie betrifft Mädchen und Frauen in besonderem Maße. In der Corona-Krise sind soziale Kontakte eingeschränkt, Konflikte und häusliche Gewalt nehmen zu. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) ruft deshalb Vereine dazu auf, Initiativen gegen Gewalt zu schaffen. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend schreibt er zum fünften Mal den Vereinswettbewerb „Starke Netze gegen Gewalt“ aus. Gewürdigt werden Beispiele besonders gut gelungener Zusammenarbeit im Kampf gegen Gewalt auf lokaler und regionaler Ebene. Bis zu 5.000 Euro können aktive Vereine bei erfolgreicher Bewerbung gewinnen.

Zu erfolgreichen Initiativen können Kooperationen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit zählen (z.B. gemeinsam erstelltes Informationsmaterial, gemeinsame Pressearbeit etc.), langfristige Konzeptionen, die sich für die Sensibilisierung und Enttabuisierung des Themas einsetzen (z.B. Mitarbeit an „Runden Tischen gegen Gewalt“) oder auch Aktionen, die auf Präventions- und Beratungsangebote vor Ort hinweisen (z.B. ein gemeinsamer Aktionstag).

Im Sport Präventionsarbeit leisten

DOSB-Vizepräsidentin Petra Tzschoppe betont, dass der Sport in besonderer Weise geeignet ist, Schutz vor Gewalt zu bieten : “Mit sportlicher Aktivität können Ängste abgebaut und die Gewissheit der eigenen Fähigkeiten gestärkt werden. Sport im Verein kann Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Selbstvertrauen geben und ebenso Vertrauen zu anderen ermöglichen. Fundamental dafür ist ein Klima des gegenseitigen Respekts und der Wertschätzung sowie eine Kultur des Hinsehens.“

BTV unterstützt bei Bewerbungen

„Der Triathlon lebt ein respektvolles und gleichberechtigtes Miteinander. Im Training ebenso, wie im Wettkampf. Wenn es um die Sichtbarkeit unserer Werte geht, unterstützt der Bayerische Triathlon-Verband Vereine bei ihrer Bewerbung im Rahmen der Initiative ‚Starke Netze gegen Gewalt 2020‘,“ sagt die Vizepräsidentin des BTV, Ulla Chwalisz.

Die detaillierte Ausschreibung finden Sie hier (PDF).
Das Bewerbungsformular hier (PDF).

© Text: DOSB; [24.06.2020]; Bild: DOSB

Sportlicher Erfolg setzt sich aus zahlreichen Puzzleteilen zusammen. Franca und Simon Henseleit bringen auf ihrem Weg an die Spitze weitere Steinchen in Position, denn die Sparkasse Nürnberg unterstützt die Geschwister.
Aufgewachsen in Schongau, hat es beide vor einigen Jahren aufgrund der guten Trainingsbedingungen nach Nürnberg gezogen. Hier trainieren sie am Bundesstützpunkt Triathlon in Langwasser: Franca als Schülerin an der Bertolt-Brecht-Schule, Simon als Soldat der Bundeswehr-Sportfördergruppe und Stipendiat des Goldenen Ring. Ihr gemeinsames Ziel: bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris dabei zu sein.
Für die passende, sportliche Infrastruktur sorgt unter anderem die Sparkasse Nürnberg. Gemeinsam mit weiteren Partnern unterstützt sie vor Ort Einrichtungen, die Leistungssport fördern und junge Talente langfristig und systematisch unterstützen – wie die Bertolt-Brecht-Schule oder Initiativen wie den Goldenen Ring.

Porträt am 2. Juli 2020 im Franken Fernsehen

Wer mehr über den Trainingsalltag der Geschwister wissen möchte: Der Regionalsender Franken Fernsehen begleitete die sportlichen Geschwister bei ihren Schwimm-, Rad- und Laufeinheiten. Das Porträt wird am Donnerstag, 2. Juli 2020, ausgestrahlt. Am Montag, 6. Juli 2020 erwartet Philipp Waldmann die Geschwister ab 18:00 Uhr in der „Sportkabine“ als Gäste.

Lesen Sie hier die gesamte Pressemeldung der Sparkassen Nürnberg.

© Text: Sparkasse Nürnberg/ Kürzung Christine Waitz; [30.06.2020]; Fotos: Sparkasse Nürnberg

Für Kinder und Jugendliche, wie für Erwachsene. Für Wettkampf-Schnupperer, für Breitensportler, für Ambitionierte. Der SSV Forchheim bietet seit Jahren ein breites Angebot. In den letzten Monaten war jedoch auch hier alles etwas anders: Statt Stadt-Triathlon gab es in diesem Jahr einen Video-Gruß von Challenge Roth-Sieger Andreas Dreitz. Statt Bundesligarennen in ganz Deutschland, wurden die Höchstleistungen auf dem Heimtrainer abgerufen.
Wie andernorts startet man nun auch in Oberfranken tastend in den Trainingsbetrieb. Wir haben uns dazu mit dem Leiter der Triathlon-Abteilung Michael Stirnweiß unterhalten.

Hallo Michael,
der SSV Forchheim leistet seit Jahren in vielen Bereichen erfolgreiche Arbeit: Ihr organisiert mit dem Swim&Run und dem Stadttriathlon zwei Veranstaltungen, eure Nachwuchsarbeit bringt erfolgreiche Sportler hervor, eure Liga-Teams sind bis in die zweite Bundesliga vertreten, die Breitensportler können aus zahlreiche Angeboten auswählen. Welche Ideen oder Aktionen wurden besonders in den vergangenen Monaten ersonnen und umgesetzt?

Das Home-Workout des SSV Forchheim kam gut an.

In Zeiten eingeschränkter Möglichkeiten ist das Abdecken gerade unseres breiten Angebotsspektrums eine besondere Herausforderung. Es ging uns deshalb während der Beschränkungen zunächst darum, überhaupt den Kontakt zu den Sportlerinnen und Sportlern aufrecht zu erhalten. Wir haben ein virtuelles Trainingsangebot erstellt und uns jeden Dienstag um 20:15 Uhr zum SSV Homeworkout via Skype getroffen. Obwohl es in den letzten Wochen unzählige konkurrierende Trainingsvideos von bekannten Coaches und Profis gab, hatten wir beim virtuellen Training meist mehr Teilnehmer als beim regulären Athletiktraining. Das hat uns gezeigt, wie wichtig der Austausch untereinander ist und wie hochwertig unser Vereinstraining ist, das sich sogar gegenüber prominenten Konkurrenzangeboten behaupten konnte.

Mit Jan Pluta holte im vergangenen Jahr einer eurer Jugend-Sportler den Deutschen Meister-Titel und zeichnete damit auch eure Nachwuchsarbeit aus. Wie konnten die Trainer vor Ort die Jüngsten in den letzten Wochen motivieren?

Wir hatten den Eindruck, dass gerade die Jüngeren gar nicht so viel zusätzliche Motivation brauchten, weil sie sich schnell auf die neue Situation eingestellt hatten. Videotelefonie, online-Kurse oder Tutorials und teilweise auch virtuelle Radausfahrten auf dem Hometrainer – das ist insbesondere für die Jüngeren kein Neuland mehr und wurde in den letzten Wochen natürlich noch viel intensiver genutzt als vorher.

Der Nachwuchs traf sich online zum Radfahren.

Auf was freuen sich eure Mitglieder nach der vorsichtigen Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs besonders und was hat sich möglicherweise verändert?

Sich wieder treffen zu können, wieder persönlichen Kontakt zu haben. Vor und nach dem Training über Familie oder die neuesten Gadgets am Rennrad zu plaudern. Diese Dinge machen das Vereins-Training wirklich zu dem, was es ist und immer war. Auch wenn wir das vor Corona nicht so wahrgenommen haben. Natürlich ist es aber auch toll, sich wieder untereinander zu messen , den Trainingsstand zu überprüfen und Serien, die alleine unendlich erschienen, zusammen durchzustehen.

Es gibt durchaus auch Positives, was wir aus der Krise mitnehmen: Zum Beispiel Teilnehmer- bzw. Anmeldelisten für Trainings. Mit diesen könnte etwa ein Athletiktraining auch einmal online und ggf. verkürzt stattfinden, wenn die Beteiligung an dem konkreten Tag sehr schwach wäre. Oder das Schwimmtraining kann im Vorfeld noch besser geplant und auf die Teilnehmerbedürfnisse abgestimmt werden. Da das jedoch nur erste Eindrücke sind, wird man noch sehen, was sich in Zukunft entwickeltn und umsetzen lässt.

© Text: Christine Waitz; [24.06.2020]; Fotos: SSV Forchheim

Im Rahmen der Präventionsarbeit veröffentlich die NADA regelmäßig Leitfäden, die Themen rund um Anti-Doping kompakt und übersichtlich aufbereiten. Die neueste Veröffentlichung ist ein Flyer, der sich mit dem Thema „Infusionen im Sport“ beschäftigt. Der Flyer kann auf der Seite der NADA hier angesehen und heruntergeladen werden.

Zahlreiche weitere Broschüren und Info-Dokumente finden Sie stets im Download-Bereich der NADA.

Interessierte können sich in diesem Zusammenhang den Termin des DTU-Fortbildungswochenendes mit Anti-Doping-Tag am 18. Oktober 2020 notieren.
Beim Bayerischen Triathlon-Verband steht Ihnen Monika Soder als Anti-Doping-Beauftragte für Fragen zur Verfügung.

© Text: Christine Waitz; [23.6.2020] Bild: NADA

Wenn ganz alltägliche Dinge plötzlich nicht mehr möglich sind, bemerken wir oft erst, was uns an ihnen liegt. Vereinstraining und Beisammensein war in den vergangenen Monaten nicht möglich. So langsam jedoch finden die bayerischen Vereine zurück in den Trainingsbetrieb. Der BTV nimmt die positive Entwicklung zum Anlass und stellt Vereine mit ihren Angeboten und Trainingsideen vor.

30 Vereine sind in der Oberpfalz Mitglied des Bayerischen Triathlon-Verbands. Beispielhaft für viele interessante Angebote im Bezirk lassen wir heute den Ski-Club Schwandorf zu Wort kommen. Wie der Name schon verrät,hat er seine Wurzeln nicht im Dreisport. Seit 2015 wird in der  Abteilung Ausdauersport viel geleistet. Regelmäßige Trainingsangebote für Kinder und Erwachsene gibt es ebenso, wie Sommercamps für den Nachwuchs und durch den Verein organisierte Wettkämpfe. Christian Betzlbacher ist Erster Vorsitzender. Er verrät uns im Interview, wie der Verein auch während der Beschränkungen in den vergangenen Monaten Zusammenhalt bewiesen hat.

Hallo Christian,
auch die rund 90 Mitglieder der Ausdauersportabteilung des Ski-Club Schwandorf freuen sich sicherlich, dass gemeinsames Training mit gegebener Vorsicht wieder möglich ist. Welche Angebote könnt Ihr zum Start in den Trainingsbetrieb machen? 

Seit dem 16. Juni nehmen wir unter Hygiene-Vorgaben in unserem städtischen Stadion das Lauftraining wieder auf. Dort ist der Lauftreff mit seinem abwechslungsreichen Programm wieder anzutreffen. Unsere Triathlon-Trainer bieten zusätzlich unter der Leitung von Dieter Vogl ein Lauftraining zur Verbesserung der Laufökonomie an. Und das wöchentliche Freiwasserschwimmen im Steinberger See startet wieder.

Normalerweise hätten wir jeweils ein zusätzliches Schwimmtraining für Erwachsene und für die seit diesem Winter neue Jugendgruppe. Bisher warten wir noch auf die Öffnung unseres Freibades – aber da soll sich die nächsten Tage etwas tun… Auch in Sachen Radfahren setzen unsere Mitglieder derzeit noch auf private Ausfahrten in Kleingruppen.

Während der Wochen des eingeschränkten Trainingsbetriebs blieben eure Mitglieder vernetzt und haben in einer Aktion Spenden für die Tafeln Schwandorf gesammelt. Wie kam die Idee zustande und wie wurde sie angenommen?

Unsere Abteilungsleitung hatte die Idee, die „eingesparten“ Startgelder – es mussten ja bekanntlich sehr viele Wettkämpfe abgesagt werden – für einen guten Zweck zu verwenden. Daraus ist unsere Spenden-Challenge entstanden. Als Startgeld wurde ein kleiner Betrag erhoben. Die Ergebnisse und Fotos der individuellen Trainings wurden dann in unserer WhatsApp Gruppe veröffentlicht – so blieben wir in Kontakt. Die Idee kam hervorragend an und es konnten rund 900 Euro gesammelt werden. Durch unseren Spendenpartner, die „Laufwerkstatt Betzlbacher“, konnte der Betrag dann sogar noch verdoppelt werden!

Haben sich in den vergangenen Wochen Ideen für neue, möglicherweise wiederholungswerte Angebote entwickelt?

Als weitere Idee steht unsere sogenannte Team-Challenge an, bei der privat von zwei Personen ein Mini-Triathlon absolviert werden kann. Unser Lauftreff initiiert eine Bike&Run-Aktion, die individuell mit der gebotenen Vorsicht durchgeführt wird.
Mit diesen Aktionen versuchen wir, unsere Mitglieder zu Bewegung zu motivieren.

Auch sonst gibt es in eurer Abteilung tolle Ideen, um das Vereinsangebot aufzuwerten. Seit Jahren veranstaltet ihr beispielsweise ein Sommercamp für den Nachwuchs. Wie bewertest Du die Aussichten?

Seit dem vergangenen Herbst haben wir erstmals eine kleine Landkreis-Jugendgruppe, die gemeinsam schwimmt. Die passende Strukturen für den Nachwuchsbereich aufzubauen, erfordert noch viel Arbeit. Deshalb arbeiten wir derzeit an einem guten Netzwerk im Interesse des Nachwuchs.
Wir pflegen Kontakte nach Amberg und Burglengenfeld, wo seit Jahren eine gute Jugendarbeit besteht. Daneben engagiere ich mich mit Harry Kaunz aus Deining in der oberpfälzer Jugendarbeit, um interessierte Kindern und Jugendliche „zusammenzubringen“. So können bestehende Vereinsangebote übergreifend genutzt und die Nachwuchsarbeit gestärkt werden.

Im Rahmen dieses Engagements hätte es dieses Jahr gemeinsame Oberpfalz-Trainingstage und verschiedene Trainingslager geben sollen. Für die Jüngeren im Bayerischen Wald, für die Älteren gemeinsam mit dem CIS Amberg in Kroatien. Wir hoffen momentan, dass Anfang August unser Triathlon-Kids-Camp am Steinberger See stattfinden kann, das eigentlich als Saisonabschluss gedacht war.

In normalen Jahren veranstaltet ihr einen Charity Stadtlauf, einen Firmen- und Familienlauf, sowie den Seenland Triathlon. Letzterer ist einer der wenigen bayerischen Termine, die aufgrund des späten Datums am 13. September derzeit noch Bestand haben. Was ist das besondere an eurem Vereins-Event?

Wir bringen uns seit über zehn Jahren maßgeblich beim Schwandorfer Charity Stadtlauf ein, der perfekt zu unserem Motto „Sporteln & Gutes tun“ passt. Vor einiger Zeit bekamen wir die Chance den bestehenden Firmenlauf bei BMW in Wackersdorf in abgeänderter Weise fortzuführen. Auch dort initiieren wir immer wieder Spendenaktionen, sichern mit dem Erlös aber auch unser Vereinsleben. Bereits zur Gründung unserer Ausdauersparte wurde der Wunsch an mich herangetragen, am tollen Steinberger See den Triathlon wieder aufleben zu lassen. Hier haben wir klein angefangen und konnten mittlerweile weit über 400 Starter begrüßen.
Heuer werden wir alles dafür tun, dass dieser Wettkampf – auch unter Hygienevorgaben – stattfinden kann.

Das besondere an unseren Vereins-Events ist sicherlich das tolle und herzliche Team dahinter – von Sportlern für Sportler…!

© Text: Christine Waitz; [16.06.2020]; Foto: Christian Betzlbacher

Pocking. „Weil es die perfekte Stadt für einen Triathlon ist!“ Mit dieser Aussage begründen Ferdinand Frank und Christian Teringl, die Organisatoren des Triathlon Niederbayern, die Wahl der Stadt Pocking als Austragungsort für den ersten Mitteldistanz-Triathlon im Bezirk.

Der Triathlon findet am 20. Juni 2021 erstmals statt und startet mit dem Schwimmen im Pockinger Badesee. Die anspruchsvolle Radstrecke führt zweimal durch das Rottal, bevor der Halbmarathon in Pocking das Event abschließt. Der Zieleinlauf befindet sich im Pockinger Stadtpark direkt vor der Stadthalle. „Wir wünschen uns für unsere Teilnehmer, dass wir sie nächstes Jahr im Ziel mit einem kühlen Bier und einer Massage verwöhnen dürfen“, hoffen die beiden jungen Veranstalter.

Neben der Mitteldistanz werden beim Triathlon Niederbayern zeitversetzt auch eine Volksdistanz über 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen, sowie eine Kurzdistanz über 1,5 Kilometer Schwimmen, 45 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen ausgetragen. Zudem wird auf allen Distanzen jeweils eine Staffelwertung angeboten. Die Staffel kann zu zweit oder zu dritt absolviert werden.

Registrieren können sich Interessierte bereits ab Samstag, den 20. Juni 2020.

Zur Website der Veranstaltung.

Text: SPOFERAN GmbH/ Überarbeitung Christine Waitz; [19.6.2020] Bild: SPOFERAN GmbH

Gerade im Spitzenfeld auf der Olympischen Distanz sind ein konstant hochwertiges Training und Radbeherrschung wichtige Erfolgsfaktoren. Deshalb bringt sich der Vizepräsident Leistungssport des BTV, Thomas Burger, im Projekt rund um den Bau eines neuen Velodroms in Nürnberg ein. „Hier könnten bayerische Spitzensportlerinnen und Spitzensportler in Zukunft ganzjährig unter noch besseren Bedingungen an ihrer Wettkampfhärte arbeiten,“ zeigt er sich begeistert. Vergangene Woche wurde nun die Baugenehmigung für das Prestigeprojekt auf dem Areal des Sportpark Langwasser erteilt.

Die Sportstätte wird nicht nur für den fränkischen Radsport, sondern für zahlreiche weitere Sportarten im gesamten süddeutschen Raum eine Anlaufstelle sein. Neben dem Herzstück, der Radrennbahn, sind Trainings- und Seminarräume ebenso vorgesehen wie Übernachtungsmöglichkeiten für Sportler. Auch an der Umsetzung einer Hallen-Laufbahn arbeitet das Planungsteam derzeit. „Ein weiterer wichtiger Baustein, um die Rahmenbedingungen für das leistungsbezogene Training zu verbessern,“ betont Thomas Burger.

Einen ausführlichen Bericht zur Pressekonferenz finden Sie bei BR24.

© Text: Christine Waitz; [06.06.2020]; Fotos: Christine Waitz

Auch wenn das Training der Athletinnen und Athleten des Bundesstützpunkt Triathlon in Nürnberg nach wie vor Beschränkungen unterliegt, freuen sie sich darauf, endlich wieder schwimmen zu dürfen. Im Freiwasser lassen sich alle Vorgaben einhalten. Deshalb geht es für die erwachsenen Sportlerinnen und Sportler, mit Neoprenanzug im Gepäck, an die Seen der Region. Bereits seit Anfang des Jahres schwimmen viele von ihnen die Anzüge der Marke Orca. „So viel bin ich noch nie Freiwasser geschwommen,“ sagt Max Sperl. „Wir alle sind deshalb doppelt froh, einen neuen Partner gefunden zu haben.“

Für all diejenigen, die derzeit auch im Freiwasser trainieren, stellen wir euch gemeinsam mit Lukas Bartl, Brand Manager Orca für Deutschland und Österreich, einige Trainings-Tipps zusammen.

 

[tabs titles=“Einen Neo kaufen: Worauf muss ich achten?^Bevor es los geht: Wie bereite ich mich vor?^Den Neoprenanzug anziehen^Orientierung im Freiwasser^Den Neo pflegen“ type=““ type_style=““ sc_id=“sc1279392509796″]Lukas Bartl gibt Infos zum Neokauf: „Wir wissen, dass nicht alle Schwimmer gleich sind. Darum umfasst unser Angebot Neoprenanzüge für jeden Stil und Geldbeutel, um den individuellen Anforderungen jedes Athleten gerecht zu werden. Orca ist und bleibt von Triathleten für Triathleten gemacht. Mit unseren drei Kategorien Natural Swimmer, Total Solution und Progressive Swimmer, versuchen wir die Auswahl so einfach wie möglich zu machen. Die Kategorie „Natural Swimmer“ ist für diejenigen mit sehr guter Wasserlage gedacht. Am anderen Ende finden sich die Anzüge für „Progressive Schwimmer“, die maximale Unterstützung bieten, während die mittlere Kategorie Auftrieb und Flexibilität vereint. 

Übrigens sind in diesem Jahr alle Orca Neoprenanzüge bereits plastikfrei verpackt. 2021 planen wir sogar unsere komplette Kollektion vollständig plastikfrei zu verpacken. 

Nachhaltigkeit ist für uns in allen Bereichen wichtig. Das gilt für unsere Produktion, unseren vertrieb und ebenso für unsere Partnerschaften. Deshalb unterstützen wir die Arbeit des BTV, die ja ebenfalls auf eine nachhaltige Entwicklung der Athleten ausgelegt ist. ^Vor dem Sprung in das Gewässer gilt es stets Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. So macht es Sinn, grundsätzlich mit Partner im vorgegebenen Sicherheitsabstand zu trainieren. Auf jeden Fall sollte jemand wissen, dass Du im Freiwasser schwimmen bist.    

Bevor Du Dich motiviert ins Nass stürzt, solltest Du die Gegebenheiten erfragen oder diese vorsichtig erkunden. Denn jedes offene Gewässer ist anders. Wassertemperatur, Strömungen, Wellengang, Sicht, Untergrund und Ufer sind wichtige Dinge, über die Du Dir im klaren sein solltest.

Im Anschluss kannst Du Deine Wahl der Schwimmbrille überdenken. Besonders bei Einheiten früh am Morgen oder Abend kann es vorkommen, dass die tiefstehende Sonne blendet. In diesem Fall entscheidet man sich besser für eine Brille mit getönten Gläsern. Ist das Wetter eher trüb oder die Sicht im Wasser schlecht, sind durchsichtige Brillengläser besser. Auch gibt es Brillen, die durch gebogene Gläser mit besonders großem Sichtfeld punkten, was sich im See positiv bemerkbar macht. All das hilft übrigens nichts, wenn man eine Sehschwäche hat. Wer mit Kontaktlinsen nicht schwimmen kann oder will, sollte sich deshalb eine Schwimmbrille mit optischen Gläsern zulegen.^Ein Neoprenanzug ist nicht unempfindlich. Mit der richtigen Technik jedoch, lässt er sich leicht anziehen, ohne Schäden zu erleiden. Am besten nutzt Du dünne Stoffhandschuhe während des Anziehens. Diese verhindern, dass die empfindliche Neo-Oberfläche durch Fingernägel Risse erleidet.
Stelle sicher, dass Dein Neo an Armen und Beinen gut sitzt. Ziehe ihn Stück für Stück so weit hoch, bis das Material nicht mehr auf Spannunung ist, aber noch keine großen Falten wirft. Beginne dazu jeweils mit Daumen und Zeigefinger das Material am Knöchel oder Handgelenk zusammenzuschieben und ziehe diese Falte Stück für Stück nach oben.
^Bevor Du ins Wasser steigst, solltest Du Dir zur besseren Orientierung markante Fixpunkte am Ufer merken. Sowohl auf der anderen Uferseite, als auch, für den Rückweg, auf der Seite, auf der Du stehst. Diese vorher ausgesuchten Punkte sollten weithin sichtbar sein, sodass Du sie auch bei Wellengang erkennen und anschwimmen kannst. Ein hoher Baum, Fahnenmast, ein Gebäude oder ähnliche markante Strukturen sind dafür bestens geeignet.
Die Orientierung im Wasser erfolgt durch einen kurzen Blick nach vorne, der in die Kraulbewegung möglichst reibungslos einfließen soll. Es hat sich bewährt, alle fünf bis sechs Züge bei der Atembewegung den Kopf etwas zu heben. Das kannst Du im Training leicht ausprobieren: Beginne die Übung mit abwechselnd einem Stück Wasserballkraul, gefolgt von normalen Kraulzügen. Langsam baust Du die Zuganzahl, die Du im Wasserballstil schwimmst, ab. Irgendwann hast Du eine kurze Zeitspanne übrig, bei der Du Dich nach vorne orientieren kannst.^Nach der Schwimmeinheit solltest Du Deinen Neoprenanzug stets gut mit klarem Wasser auswaschen und an einem dunklen, trockenen Ort auf einem breiten Kleiderbügel trocknen lassen. Hänge ihn nicht in die Sonne – dort leidet das Material und es besteht die Gefahr, dass die Oberfläche an Elastizität einbüßt. Nach der Saison hat der Neo eine große Pflege verdient: Vor dem Einwintern sollte er mit einem speziellen Pflegemittel behandelt werden. Damit ist er auch im nächsten Sommer wieder bereit für das Freiwasserschwimmen.[/tabs]

Zur Website des Partners des Bundesleistungsstützpunkt Nürnberg, Orca.

© Text: Christine Waitz; [12.05.2020]; Fotos: Semmler

 

 

 

 

Nach Rücksprache mit den Veranstaltern der Bayerischen Meisterschaften 2020 beschloss das BTV-Präsidium heute, dass in diesem Jahr keine BM-Wertungen vorgenommen werden.

Einige der geplanten Rennen mussten bereits abgesagt werden. Andere Veranstaltungen können möglicherweise noch stattfinden, verzichten aber auf die Wertung der Bayerischen Meisterschaften. „Unter den gegebenen Umständen sehen wir es weder als sicher noch als fair an, Meisterschaften auszutragen,“ schreibt das Präsidium. Dies gilt insbesondere für das Schwimmen, das angesichts derzeit fehlender Trainingsmöglichkeiten bei allen Athletinnen und Athleten stark ins Hintertreffen geraten ist.

Wertung des BTV Memmert Nachwuchscup ebenfalls ausgesetzt

Wie die Veranstalter der bayerischen Meisterschaften beschlossen auch die Ausrichter des BTV Memmert Nachwuchscup gemeinsam die Wertung in diesem Jahr auszusetzen. „Sollten im Herbst Wettkämpfe durchführbar sein, werden wir versuchen mit den Veranstaltern einzelne Events abzustimmen,“ sagt BTV Jugend-Sportwart Christoph Gawens.“

Triathlon-Liga Bayern verkündet Absage der Wettkampf-Saison

Am 19. Mai 2020 wurde die Absage der Liga-Saison in Abstimmung mit den Verantwortlichen, den Veranstaltern und Mannschaftsführern beschlossen.

Für bayerische Mannschaften der Regional-, Bayern- und Landesliga bedeutet diese Entscheidung

  • dass es dieses Jahr weder Auf- noch Absteiger geben wird,
  • dass es keine Wertung geben wird (und keine Preisgelder),
  • dass keine Ligagebühren eingezogen werden

© Text: Christine Waitz; [4.5.2020] [Ergänzung 20.5.2020]; Bild: BTV