Zwei Veranstaltungstage mit zahlreichen Starts, vielen Helferinnen und Helfern sowie mehreren Teilnehmendenrekorden prägten das Wochenende in Schweinfurt. Der MainCityRun und der MainCityTriathlon am Schweinfurter Baggersee waren erneut ein voller Erfolg. Neben den DACH Meisterschaften im Para Triathlon war insbesondere die BM Sprint ein Highlight.
Schon der Samstag stand ganz im Zeichen des Laufsports. Bereits am Morgen gingen die Teilnehmenden über zehn Kilometer und die Halbmarathondistanz an den Start. Bei noch kühlen Temperaturen herrschte früh eine gute Stimmung auf dem Gelände. Besonders erfolgreich verlief das Rennen über 10 Kilometer für die TG 48 Schweinfurt: Jana Vollert gewann die Frauenwertung in 37:15 Minuten, Ahmed Hussein Nur setzte sich bei den Männern in 32:46 Minuten durch. Im Anschluss rückten die Schülerläufe in den Mittelpunkt. Mehr als 700 Kinder der ersten bis vierten Klassen absolvierten die 1,3 Kilometer lange Strecke. Bei den älteren Jahrgängen gingen nahezu ebenso viele Schülerinnen und Schüler über 3,1 Kilometer an den Start. Dazwischen sorgte der Bambini-Lauf erneut für einen besonderen Moment auf dem Eventgelände. Zum Abschluss des Lauftages wurde beim Firmenlauf über 5,3 Kilometer ein neuer Teilnehmendenrekord verzeichnet. Rund 1200 Läuferinnen und Läufer gingen auf die Strecke.
Multisport-Sonntag mit mehreren Highlights
Der Sonntag brachte den Wechsel zum Multisport beim MainCityTriathlon. Trotz der niedrigen Temperaturen wurde das Schwimmen planmäßig ausgetragen.
Bei den bayerischen Meisterschaften auf der Sprintdistanz (500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen) wurden die Titel in den Altersklassen vergeben. Bei der weiblichen Jugend A siegte Dana Schörner (IfL Hof) mit einer Endzeit von 1:06:08 Stunden vor Katharina Lorenz (TSG 08 Roth) in 1:08:09 Stunden und Andrea Gradl (1.FC Deining), die nach 1:26:30 Stunden das Podium komplettierte. Die Altersklasse 20 der Frauen entschied Charlotte Doseth (SV Würzburg 05) in 1:04:56 Stunden für sich; hier belegte die Schweinfurterin Pia Diemer den zweiten Platz, während Julia Sterk (SV Würzburg 05) in 1:09:39 Stunden Rang drei erreichte. In der AK 25 blieb Antonia Sommer (SV Würzburg 05) mit einer Zeit von 1:08:22 Stunden ohne Konkurrenz auf dem Podium. Ein ähnliches Bild zeigte sich in der AK 30, die Lea Cagol (SV Würzburg 05) in 1:04:39 Stunden vor Susanne Wachter (TB Erlangen, 1:24:04 Stunden) gewann.
In den höheren Klassen der Frauen waren die Felder dünner besetzt, was die erbrachten Leistungen bei den kühlen Bedingungen jedoch nicht schmälert. In der AK 45 war Indira Leyk (TS Herzogenaurach) die einzige Starterin und finishte nach 1:24:43 Stunden. Auch in der AK 50 gab es mit Astrid Zunner (Twin Neumarkt) nur eine Athletin im Ziel, die eine Zeit von 1:10:07 Stunden vorlegte. Die AK 55 ging an Petra Sticker (TS Herzogenaurach) in 1:19:48 Stunden, gefolgt von Sabine Schörner (IfL Hof) in 1:23:47 Stunden. Drei Finisherinnen verzeichnete die AK 60: Christine Schrenker-Schöpf (TV 1848 Coburg) holte sich den Klassensieg in 1:21:59 Stunden vor Walburga Dieterich (TB Erlangen, 1:25:13 Stunden) und Annette Hofmann (TS Herzogenaurach, 1:30:32 Stunden).

Auch die Titel in den Männerklassen waren heiß umkämpft. Bei den Junioren setzte sich Moritz Kaunz (1.FC Deining) in 1:00:21 Stunden durch, während die Plätze zwei und drei an das Duo des TSV Zirndorf gingen, namentlich Tim Dudziak (1:05:04 Stunden) und Noah Hopf (1:06:53 Stunden). Ein einsames Rennen an der Spitze der AK 20 lief Georg Schneider (TV 1848 Erlangen), der nach 58:01 Minuten ins Ziel kam. Die AK 25 brachte die Tagesbestzeit des gesamten Meisterschaftsfeldes hervor: Carl Sommer (SV Würzburg 05) siegte in 56:39 Minuten vor Alber Maximilian von der TG 48 Schweinfurt (58:59 Minuten) und Nicolas Albrecht (BSV Flughafen München, 1:11:02 Stunden). Nur knapp dahinter sortierte sich der Sieger der AK 30 ein: Thomas Wittmann (Twin Neumarkt) benötigte 56:54 Minuten und verwies Manuel Stottele (TC Hofheim, 1:07:06 Stunden) sowie Jan Teigelkötter (TV Schweinheim 1885, 1:14:05 Stunden) auf die Plätze zwei und drei. In der AK 35 gab es eine knappe Entscheidung, die Florian Ziegler (TSV Hawaii Gerbrunn) in 1:11:51 Stunden mit lediglich fünf Sekunden Vorsprung vor Michael Spick (SSV Forchheim, 1:11:56 Stunden) für sich entschied; Dritter wurde hier Florian Döll (TSV Karlstadt-Triathlon) in 1:13:03 Stunden.
Die AK 40 sah Dominic Wimmer (Post SV Weilheim) in 1:03:08 Stunden ganz vorne, gefolgt von Patrick Göll (SG Poing, 1:05:08 Stunden) und Frank Weber (La Carrera TriTeam Rothsee, 1:06:05 Stunden). Ein größeres Feld bot die AK 45, in der Florian Bock (TG Kitzingen) nach 1:03:16 Stunden den Titel gewann. Roman Binner (TV 1848 Erlangen) folgte auf dem zweiten Platz in 1:04:15 Stunden, während Schramm Sören (TSV Katzwang 05) mit einer Zeit von 1:06:07 Stunden Rang drei belegte. Steffen Kunkel (SV Dachau) sicherte sich den Sieg in der AK 50 nach 1:04:01 Stunden vor Albrecht Waschke (SV Herschfeld, 1:06:26 Stunden) und Martin Woerner (SG Poing, 1:08:24 Stunden). In der AK 55 reichten zwei Starter für das Klassement: Geirg Harbauer (LG Würzburg) gewann in 1:11:25 Stunden vor Andreas Roos (TV Haibach, 1:16:34 Stunden).
In den älteren Klassen setzten sich die Routiniers durch. Christian Wolfarth (Twin Neumarkt) entschied die AK 60 in 1:09:00 Stunden für sich, deutlicher vor Martin Seitz (TV Haibach, 1:20:46 Stunden) und Thomas Heid (Ski-Club Rothenberg Schnaittach e.V., 1:24:51 Stunden). Hans-Eberhard Wolff (TS Lichtenfels) war in der AK 65 alleiniger Finisher in 1:13:33 Stunden. In der AK 70 gewann Theo Däxl (TSV Eintracht Karlsfeld) in 1:19:45 Stunden vor Dieter Seewald (TSV 1860 Staffelstein, 1:42:45 Stunden). Die AK 75 verzeichnete drei Athleten auf dem Podium: Joachim Masatz (ESC Höchstadt/Aisch) siegte in 1:25:20 Stunden vor Dieter Nußgräber (ASV Triathlon Kulmbach, 1:32:06 Stunden) und Wolfgang Janisch (SV Langenbach, 1:39:09 Stunden). Den Erfolg mit den meisten Jahren und wahrscheinlich meisten gefinishten Rennen erzielte schließlich Gerhard Müller (TDM-Franken), der in der AK 80 nach 2:02:47 Stunden das Ziel erreichte.
„Ein besonderer Dank gilt allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die sowohl an den Veranstaltungstagen als auch in der Vorbereitung im Einsatz waren. Ebenso trugen das Technische Hilfswerk, die Freiwillige Feuerwehr Schonungen, das BRK und die Wasserwacht zum reibungslosen Ablauf bei. Auch die Sponsoren leisteten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Veranstaltung“, betonen die Organisatoren.
Altersklassensieger:innen BM Sprint
Frauen
- Jugend A: Dana Schörner – IfL Hof
- AK 20: Charlotte Doseth – SV Würzburg 05
- AK 25: Antonia Sommer – SV Würzburg 05
- AK 30: Lea Cagol – SV Würzburg 05
- AK 45: Indira Leyk – TS Herzogenaurach
- AK 50: Astrid Zunner – Twin Neumarkt
- AK 55: Petra Sticker – TS Herzogenaurach
- AK 60: Christine Schrenker-Schöpf – TV 1848 Coburg
Männer
- Junioren: Moritz Kaunz – 1.FC Deining
- AK 20: Georg Schneider – TV 1848 Erlangen
- AK 25: Carl Sommer – SV Würzburg 05
- AK 30: Thomas Wittmann – Twin Neumarkt
- AK 35: Florian Ziegler – TSV Hawaii Gerbrunn
- AK 40: Dominic Wimmer – Post SV Weilheim
- AK 45: Florian Bock – TG Kitzingen
- AK 50: Steffen Kunkel – SV Dachau
- AK 55: Geirg Harbauer – LG Würzburg
- AK 60: Christian Wolfarth – Twin Neumarkt
- AK 65: Hans-Eberhard Wolff – TS Lichtenfels
- AK 70: Theo Däxl – TSV Eintracht Karlsfeld
- AK 75: Joachim Masatz – ESC Höchstadt/Aisch
- AK 80: Gerhard Müller – TDM-Franken
Fotos: TG48 Schweinfurt
Einladung zum BTV Verbandstag mit Thementag am 09.11.2024 in Ingolstadt
Nachrichten des BTVAm 9. November 2024 findet der Verbandstag des Bayerischen Triathlon-Verbands e.V. in Ingolstadt statt. Eingeladen sind Delegierte der Bezirke, Vereine, Veranstalter, Kampfrichter, Triathleten und Interessierte. Wie im vergangenen Jahr ist der Verbandstag eingebettet in einen Thementag, der insbesondere Vereinsvertretern und Veranstaltern, aber auch allen Interessierten neue Impulse für ihre Arbeit geben soll. Die Veranstaltung findet statt in der Bezirkssportanlage Nord-Ost Ingolstadt (Wirffelstraße 25, 85055 Ingolstadt).
Parkplätze sind direkt an der Anlage kostenfrei verfügbar.
Anreise per ÖPNV: Mit dem Zug zum Nordbahnhof Ingolstadt, dann am Ausgang West die Buslinie 20 zur Gutenbergstraße. Von dort aus zu Fuß 1km.
Um Anmeldung wird gebeten (Link zur Anmeldung).
Zum PDF der Einladung
Rahmenprogramm
Bei Besuch von zwei Veranstaltungen ist das Mittagessen kostenfrei.
Gute Vereinsarbeit und hochwertige Sportevents kosten Geld. Aus diesem Grund ist Sponsoring für Vereine und Veranstalter ein wichtiges Mittel, um zusätzliche Einnahmen zu generieren und die Ausgaben zu decken. Doch Sponsoren zu finden, vor allem für kleine und lokale Vereine und Veranstaltungen, ist meist nicht so leicht. Wie Vereinsverantwortliche und Veranstalter das Thema Sponsoring professionell angehen können, um das Interesse von potenziellen Sponsoren zu erhöhen, erfahren Sie in diesem Impulsvortrag.
In dieser interaktiven Schulung möchten wir euch zeigen, wie ihr als Einsatzleiterinnen und Einsatzleiter das digitale Planungstool des BTV noch besser für eure Einsätze nutzen könnt. Gemeinsam werden wir durch die verschiedenen Funktionen gehen – von der optimalen Planung über den Einsatz der Wartelisten bis hin zur effektiven Kommunikation und Abrechnung. Mit diesen Einblicken und dem gewonnen Verständnis für die Funktionsweise des Tools wird es euch noch leichter fallen, eure Prozesse zu optimieren und die Arbeit einfacher und schneller zu gestalten.
Nach einem Impulsvortrag über Konflikte und Lösungsmechanismen von Konflikten halte geht es voll in die Sport-Praxis. Wo gibt es typische Situationen, die in ihrer Vergangenheit zu Konflikten geführt haben? Welche Möglichkeiten gibt es, wie man diese Situationen im Eifer der Veranstaltung besser und konfliktfrei angeht?
Sponsoring ist eine wichtige Einnahmequelle für Sportvereine und Veranstaltungen. Trotz gutem Sponsoren-Konzept und ausgefeilter Sponsorenmappe gelingt es oftmals nicht, lokale Unternehmen auf Anhieb für eine Zusammenarbeit zu begeistern. Welche Fehler Sie bei der Erstellung Ihrer Sponsorenmappe vermeiden sollten, und wie Sie zukünftig das Interesse eines potenziellen Sponsors gewinnen, erfahren Sie im Workshop „Sponsorenmappe 2.0“
Verbandstag
Die vorläufige Tagesordnung beinhaltet alle satzungsgemäßen Punkte mit Berichten des Präsidiums und der Ressorts. Ergänzende Anträge zur nachstehenden Tagesordnung können bis 25. Oktober 2024 bei der Geschäftsstelle des BTV mit dem entsprechenden Formular (als Formular digital bearbeitbar nach Download) eingereicht werden. Das PDF mit der offiziellen Einladung können sie hier herunterladen.
Um Anmeldung wird gebeten (Link zur Anmeldung).
VORLÄUFIGE TAGESORDNUNG
Ausschreibung zur Vergabe der bayerischen Meisterschaften 2023
VeranstaltungenDie Wettkämpfe zur Vergabe der bayerischen Meisterschaften sind für Athleten aus dem gesamten Verbandsgebiet alljährlich ein Highlight im Wettkampfkalender. Der Bayerische Triathlon-Verband macht sich noch in der laufenden Saison Gedanken darüber, wo die Titel 2023 vergeben werden. Entscheidend für einen Zuschlag sind mehrere Kriterien: Unter anderem werden eine hohe sportliche und organisatorische Qualität der Veranstaltung und zuschauerfreundliche Wettkampfstrecken gefordert.
„Für uns nehmen die Wettkämpfe um die Meistertitel natürlich eine wichtige Position im bayerischen Wettkampfkalender ein“, sagt BTV-Präsident Gerd Rucker. „Wir freuen uns auf Bewerbungen aus dem gesamten Verbandsgebiet.“
Vergeben werden folgende BM-Rennen:
Vergeben werden folgende Liga-Formate:
Vergeben werden folgende BM-Rennen im Nachwuchs-Bereich:
Die Bewerbung erfolgt digital hier. Die Bewerbungsfrist endet am 01.10.2022.
Foto: Julian Rohn
Der BTV sucht Unterstützung
Nachrichten des BTVZwei offene Positionen bieten die Chance sich im Team des Bayerischen Triathlon-Verbandes einzubringen. Ab sofort sucht der BTV eine*n Mitarbeiter*in auf 450 Euro-Basis, die/der die zahlreichen laufenden Change-Prozesse im Verband begleitet. Daneben bietet der BTV engagierten Nachwuchssportler*innen die Chance im Rahmen einer Bundesfreiwilligenstelle von optimalen Trainingsbedingungen am Bundesstützpunkt Nürnberg zu profitieren.
Hier geht es zur Ausschreibung
„UNTERSTÜTZUNG IN DER UMSETZUNG VON CHANGE-PROZESSEN auf 450€ Basis“
Hier geht es zur Ausschreibung
„BUNDESFREIWILLIGENSTELLE„
Rekordfeld beim Triathlon Ingolstadt
VeranstaltungenEin Rekordstartfeld von über 2800 Athletinnen und Athleten ist für den Audi Triathlon powered by BÜCHL am 14. Juni 2026 gemeldet. „Wir können einen neuen Anmelderekord vermelden“, sagt Veranstaltungschef Gerhard Budy. „Auch weiterhin erreichen uns Anfragen. Frei gewordene Startplätze versuchen wir direkt weiterzuvermitteln.“ Insbesondere die Nachfrage nach der Olympischen Distanz war für die 2026er Auflage so groß wie nie zuvor. „Wir haben hier extra noch um 150 Plätze aufgestockt“, beschreibt Budy die sehr erfreuliche Tendenz.
Der Vorjahressieger und die Vorjahressiegerin sind wieder mit dabei
Doch nicht nur die Quantität beeindruckt – auch die Qualität des Startfeldes verspricht spannende Rennen. So kehrt der Darmstädter Nils Huckschlag (DSW12 Darmstadt Triathlon) zurück, um über die Mitteldistanz seinen Vorjahressieg zu wiederholen. Bei den Frauen gilt die Kroatin Dajana Pechtl (MRRC München), die vor zwei Jahren auf der Mitteldistanz erfolgreich war, als heiße Siegkandidatin.
Auf der Olympischen Distanz, auf der die Bayerischen Meistertitel vergeben werden, will die Lokalmatadorin Cornelia Griesche (TSV Gaimersheim) ihren Vorjahreserfolg wiederholen. Ihre aktuelle Topform hat sie gerade erst mit den Siegen beim Halbmarathon Ingolstadt und der Bayerischen Duathlon-Meisterschaft unter Beweis gestellt. In der Männerkonkurrenz führt der Weg zum Sieg wohl nur über Alexander Richter (TSG 08 Roth). Der Mittelfranke, der in der zweiten Saison mit einer Profilizenz startet, zählt zu den Stammgästen in Ingolstadt und siegte bereits 2024 über die Olympische Distanz.
Auf ein spannendes Meisterschaftsrennen freut sich auch Gerd Rucker, Präsident des Bayerischen Triathlon-Verbands: „Der Audi Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL ist ein verlässiger Partner des BTV. Für uns war es deshalb eine Ehre, die Bayerische Meisterschaft nach Ingolstadt zu vergeben.“
Triathlon als Lifetime-Sport: Ältester Teilnehmer ist Ü80
Doch auch jenseits von Topathleten und Meisterehren hat die Veranstaltung in diesem Jahr viel zu bieten. 39 Nationen sind vertreten. Die Ehre des ältesten Teilnehmers wird in diesem Jahr dem Schweizer Urs Benz zuteil, der im Alter von 81 Jahren die Sprintdistanz in Angriff nehmen wird. Auch der Ingolstädter Günther Maxien (Jahrgang 1950) lässt sich die diesjährige Auflage nicht entgehen.
Goals for Kids Run und Livestream mit Dirk Froberg
Ein weiteres Highlight ist der Goals for Kids Run, der Lauf, bei dem Kinder für benachteiligte Kinder in der Region laufen. „Wir hoffen erneut auf rund 500 teilnehmende Kinder“, sagen Stefanie Büchl und Steffi Praunsmändtl vom Goals for Kids-Organisationsteam. Mitmachen können die Jahrgänge 2014–2021. Die Jüngsten laufen 750 m, die etwas Größeren 1.500 m durch den Klenzepark inklusive des Original-Triathlon-Zieleinlaufs.
Freuen dürfen sich die Triathlon-Fans zudem auf den erneut angebotenen Livestream. Die bisher unkommentierten Bilder bekommen diesmal eine Stimme. Dirk Froberg, der für das HR-Fernsehen u.a. die Liveübertragungen von den Ironman-Weltmeisterschaften kommentiert, wird vom Schwimmstart am Baggersee bis zum Zieleinlauf im Klenzepark die Livebilder kommentieren.
Bevor es am 14. Juni ernst wird, besteht am 24. Mai (Pfingstsonntag) die Möglichkeit, die Wettkampfstrecken im Rahmen des Triday-Streckenchecks mit erfahrenen Guides kennenzulernen.
Alle Informationen zu dem Rennen gibt es auf der Website.
Fotos: Harald Eggebrecht
Triathlon-Bayern im Juni: Der Kalender läuft heiß
VeranstaltungenIm Juni nimmt die Wettkampfsaison in Triathlonbayern vollends Fahrt auf. In kaum einem anderen Monat bieten sich so viele unterschiedliche Formate, traditionsreiche Veranstaltungen und Nachwuchsrennen auf engem Raum. Das Spektrum reicht vom familiären Kinder-Crosstriathlon bis hin zu Liga-Events und etablierten Volkstriathlons. Dabei bieten sich für Einsteigerinnen und Einsteiger zahlreiche Möglichkeiten sich auszuprobieren und für Routiniers einige Chancen, den letzten Test vor den ganz großen Rennen durchzuführen.
Den Auftakt macht am 6. Juni der Schongauer Kinder-Crosstriathlon. Während andernorts vor allem die Erwachsenen im Fokus stehen, gehört die Bühne hier ganz bewusst dem Nachwuchs. Das Team rund um Ramona Breunig zeigt, wie wichtig engagierte Nachwuchsarbeit für den Triathlonsport ist. Gerade Crosstriathlon-Wettbewerbe bieten für den Nachwuchs wichtige Erfahrungsfelder und die Möglichkeit Technik und Geschick zu schulen. Daneben macht genau dieser Anspruch den Reiz für viele junge Athletinnen und Athleten aus. Nur einen Tag später geht es mit gleich mehreren Veranstaltungen quer durch Bayern weiter. Der Triathlon Lauingen gehört seit Jahren zu den festen Größen im schwäbischen Rennkalender und feiert Jubiläum (wir berichteten bereits ausführlich). Parallel dazu steht in Bamberg der IFA Nonstop Triathlon auf dem Programm. Es ist die bereits 32. Ausgabe und in diesem Jahr erneut auch Anlaufpunkt für Teilnehmende des BTV Memmert Nachwuchscups und die Mannschaften der Landesliga Nord.
Eine Woche später richtet sich der Blick zunächst nach Kallmünz. Der traditionsreiche Kallmünzer Triathlon geht bereits in seine 39. Auflage und gehört damit zu den ältesten Veranstaltungen im Freistaat. Die malerische Lage am Zusammenfluss von Naab und Vils sorgt seit Jahrzehnten für eine besondere Atmosphäre. Wer einmal in Kallmünz gestartet ist, erinnert sich meist nicht nur an die Strecke, sondern auch an das charakteristische Ortsbild und die große Begeisterung entlang der Strecke. Kaum ein Rennen verbindet Triathlon und bayerische Landschaft so eindrucksvoll.
Am 14. Juni dürfte vielen die Wahl besonders schwerfallen: In Forchheim lädt der StadtTriathlon auf eine schnelle und publikumsnahe Strecke, die auch dem Mannschaftswettkampf der Landesliga Nord einen perfekten Rahmen bietet. Die Veranstaltung ist mit dem BTV Nachhaltigkeitslabel ausgezeichnet. Zeitgleich gehen Sportlerinnen und Sportler beim Würzburg Triathlon an den Start.
Auch Ingolstadt ist an diesem Wochenende wieder fest im Triathlonfieber. Die professionelle Organisation, schnelle Strecken und die große Resonanz machen den Wettkampf zu einem frühen Saisonhöhepunkt und damit auch zum idealen Rennen für die Bayerische Meisterschaft auf der Kurzdistanz. Aber auch für alle anderen Leistungsniveaus gibt es dortpassende Formate und das Rennen zieht damit sowohl ambitionierte Agegrouper als auch Einsteiger an. Auch hier wird auf Nachhaltigkeit Wert gelegt und deshalb gab’s das BTV Nachhaltigkeits-Label.
Nicht weit entfernt feiert Erding seine 31. Auflage des Stadttriathlons. Die oberbayerische Veranstaltung gehört seit vielen Jahren zu den beliebtesten Rennen der Region. Zu den zahlreichen Rennen und Formaten zählen zudem Wertungsläufe des BTV Memmert Nachwuchscups, der Landesliga Süd der Männer und der Landesliga Frauen sowie die Deutsche Meisterschaft der Gehörlosen. Und trotz der Menge an Startenden wird hier ebenfalls auf nachhaltige Event-Gestaltung Wert gelegt. Ebenfalls am 14. Juni steht der Feuchtwanger Triathlon auf dem Programm. Die Veranstaltung bietet in diesem Jahr erstmalig auch einen Schüler- und Jugend Crosstriathlon an (wir berichteten ausführlich).
Nur zwei Tage später geht es in Herzogenaurach weiter: Beim Schülertriathlon sammeln Kids erste Wettkampferfahrungen. Gerade diese Veranstaltungen bilden oft den Einstieg in eine lange sportliche Laufbahn und sind damit ein wichtiger Baustein der bayerischen Triathlonlandschaft. Am 17. Juni folgt mit dem Inklusiven Schüler-Triathlon in Kelheim ein Wettbewerb, der über diesen sportlichen Gedanken sogar noch hinausgeht. Hier steht das gemeinsame Erleben des Sports noch zentraler im Mittelpunkt.
Die 2. Triathlon Bundesliga kommt an den Rothsee.
Das dritte Juni-Wochenende hält anschließend einige besondere Höhepunkte bereit. Der Rothsee Triathlon bietet über zwei Tage hinweg Triathlon pur. Egal ob Einsteiger oder mit hoher Ambition – hier gibt’s schonmal einen Vorgeschmack auf den Triathlon-Wahnsinn im Landkreis Roth. Als eines der Highlights macht die 2. Triathlon Bundesliga wieder Halt im fränkischen Triathlon-Mekka. Daneben gibt’s auch Rennen des BTV Memmert Nachwuchscups. Einem besonderen Blick gebührt am 21. Juni aber dem Mainaudtathlon in Miltenberg. Die Veranstaltung feiert 2026 ihr erstes kleines Jubiläum mit der fünften Ausgabe. Ebenfalls lädt an diesem Tag der Tölzer Triathlon nach Oberbayern ein.
Zum Monatsende wird es noch einmal besonders abwechslungsreich. Beim Neustädter Kinderrtriathlon steht erneut der Nachwuchs im Mittelpunkt, während der Kinder- & Jugend Drachentriathlon in Furth im Wald mit seinem ungewöhnlichen Namen längst Kultstatus genießt. Die Drachenstadt verbindet ihre regionale Identität dabei charmant mit dem Triathlonsport. Am Tag darauf geht’s dort für alle Erwachsenen beim Drachentriathlon um Sekunden und Minuten oder einfach einen schönen, sportlichen Tag. Mit dem Unterallgäuer Triathlon steht am 27. Juni zudem ein echter Klassiker auf dem Programm, der zudem 35. Jubiläum feiert.
Der letzte Juni-Samstag entwickelt sich schließlich zu einem weiteren Event-Marathon. Beim Wemdinger Waldsee Triathlon geht es traditionell naturnah und familiär zu, während der Triathlon Trebgast wieder einmal Masse und Klasse vereint: Die Regionalliga ist hier ebenso am Start wie zahlreiche Studentinen und Studenten und Hochschulangehörige, die ihre deutschen Meister suchen. Auch Herzogenaurach ist mit dem Herzoman erneut Wettkampf-Schauplatz ebenso wie die Neustädter Triathlon Sprintdistanz.
Zum dritten Mal startet der triathlon.de CUP in Landshut mit vollem Programm vom Nachwuchs-, über Sprint- und Kurzdistanzrennen bis hin zur Mitteldistanz. Auch die Bayernliga ist dort am Start. Und schließlich bietet der Hersbrucker Volkstriathlon noch die Chance auf ein tolles Wettkampf-Erlebnis.
Ganz schön was los! Wir wünschen allen Starterinnen und Startern einen tollen Triathlon-Monat!
Titelfoto: triathlon.de/ Claus Zettl; Foto: Sportshot
Bundesstützpunkt Triathlon Nürnberg: Gemeinsam wachsen, gemeinsam erfolgreich sein – Suche nach weiteren Talenten
BundesstützpunktWenn morgens um sieben die ersten Bahnen im Becken gezogen werden, draußen langsam die Sonne über Nürnberg aufgeht und kurze Zeit später die Räder Richtung Reichswald rollen, beginnt am Bundesstützpunkt Triathlon Nürnberg der Alltag einer Trainingsgruppe, die in den kommenden Jahren wieder zu einer festen Größe im deutschen Nachwuchs- und U23-Triathlon werden soll.
Der fränkische Standort hat sich zu einer Talentschmiede entwickelt. Denn die Kombination aus guten Trainingsbedingungen, sportfreundlicher Umgebung, kurzen Wegen und Angeboten des BTV, wie dem „Haus der Athleten“, schafft ein Umfeld, das junge Sportlerinnen und Sportler auf den Leistungssport vorbereitet. Viele Talente haben hier bereits den Sprung auf die internationale Bühne geschafft. Daran soll nun angeknüpft werden.
Im Mittelpunkt der Entwicklungsarbeit der Verantwortlichen steht dabei die U23-Gruppe am Bundesstützpunkt. Mit Tim Semmler, Jan Semmler, Chiara Göttler, Luis Rühl, Leann Dietzel und Matteo Kozka trainieren aktuell mehrere vielversprechende Athletinnen und Athleten gemeinsam in Nürnberg. Ziel ist es, noch weitere Talente zu begeistern, um eine starke Trainingsgruppe entwickeln, die sich gegenseitig täglich fordert und gemeinsam den nächsten Schritt Richtung internationale Spitze macht.
Mit viel Erfahrung angeleitet
Verantwortlich für die Arbeit am Stützpunkt sind die Bundesstützpunkttrainer Johnny Zipf und Simon Henseleit. Beide kennen als ehemalige Profiathleten die Anforderungen des internationalen Triathlons aus eigener Erfahrung. „Eine starke Trainingsgruppe ist im Triathlon unglaublich wichtig“, erklärt Johnny Zipf. „Gerade im U23-Bereich entscheidet oft das tägliche Umfeld darüber, wie sich Athletinnen und Athleten entwickeln. Wir wollen hier wieder eine Gruppe formen, in der man sich gegenseitig mitzieht, voneinander lernt und gemeinsam besser wird.“ Auch Simon Henseleit sieht darin einen entscheidenden Faktor: „Die Mischung passt aktuell sehr gut. Wir haben unterschiedliche Charaktere und verschiedene Stärken in der Gruppe. Genau daraus entsteht Dynamik. Jeder profitiert vom anderen.“
Dass diese Entwicklung bereits sichtbar wird, zeigen die Ergebnisse der vergangenen Monate. Die Athletinnen und Athleten des Bundesstützpunkts vertreten regelmäßig die deutschen Farben bei internationalen Wettkämpfen und sammeln wichtige Erfahrungen auf europäischer Ebene. Chiara Göttler schätzt vor allem das tägliche Miteinander: „Man hat hier nie das Gefühl, alleine zu trainieren. Egal ob harte Laufeinheit oder lange Ausfahrt – die Gruppe trägt einen mit. Das motiviert extrem.“
Ähnlich sieht es Jan Semmler: „Das Umfeld in Nürnberg ist einfach professionell. Gleichzeitig hilft man sich gegenseitig. Gerade an schwierigen Tagen macht das einen riesigen Unterschied.“
„Eigengewächse“ sollen nachfolgen
Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Nachwuchsarbeit. Roland Knoll und Teresa Knoll kümmern sich um die Zuführung junger Talente an den Bundesstützpunkt und begleiten viele Athletinnen und Athleten über Jahre hinweg auf ihrem Weg in den Leistungssport. Hanna Krauss arbeitet noch enger an der Basis und ist in Schulen und Vereinen unterwegs, um junge Menschen für den Sport zu begeistern und mit den Vereinen der Region zu verknüpfen.
Neben dem sportlichen bietet Nürnberg auch infrastrukturell ideale Voraussetzungen. Die jüngeren Athleten können im Internat der Sportschule unterkommen. Im „Haus der Athleten“ wohnen ältere Talente unter einem Dach. Schule oder Studium, Training und Regeneration lassen sich dadurch optimal miteinander verbinden. Gleichzeitig entsteht ein Teamgefühl, das weit über die Trainingseinheiten hinausgeht.
Genau diese Mischung macht den Bundesstützpunkt Nürnberg aktuell wieder besonders attraktiv – nicht nur für bayerische Talente, sondern auch darüber hinaus. Mit Matteo Kozka trainiert derzeit beispielsweise auch ein Athlet aus Baden-Württemberg am Standort. Doch dieses Konzept soll und darf weiter wachsen. Oder wie Johnny Zipf es formuliert: „Wir wollen nicht einfach nur gute Einzelathleten entwickeln. Unser Ziel ist es, eine Trainingskultur zu schaffen, in der langfristig Spitzenleistungen entstehen können.“
Trebgast wird zur Bühne der Deutschen Hochschulmeisterschaften
VeranstaltungenTrebgast wird Ende Juni wieder zum Treffpunkt der bayerischen Triathlon-Szene und bekommt dabei auch aus der ganzen Nation sportlichen Besuch aus dem Hochschulsport: Denn im Programm des Tennet Power Triathlon Trebgast finden sich am 28. Juni auch die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Triathlon. Ausrichter der Titelkämpfe ist die Universität Bayreuth.
Damit rückt einer der traditionsreichsten Triathlon-Standorte in Oberfranken in den Fokus der bundesweiten Hochschulsportlandschaft. Wer den Trebgaster Badesee kennt, weiß, dass die Kulisse beste Bedingungen für einen Sommertag im Wettkampfmodus liefert. Für die Athletinnen und Athleten der Hochschulen bedeutet das: Schwimmen im Badesee, eine anspruchsvolle Radstrecke durch die oberfränkische Landschaft und ein Lauf rund um den See entlang der Zuschauerbereiche, in denen erfahrungsgemäß ordentlich Stimmung aufkommt. Genau diese Mischung macht den Triathlon in Trebgast seit Jahren zu einem festen Termin im Kalender vieler Altersklassen- und Nachwuchsathleten.
Startplätze für die Hochschulmeisterschaften sind aktuell noch zu haben, der Meldeschluss liegt allerdings bereits am 31. Mai 2026. Dabei bietet der Wettkampf für Studierende durchaus attraktive Rahmenbedingungen – auch über den Sport hinaus. Die Anmeldung erfolgt über die offizielle Anmeldeseite sowie zusätzlich über die jeweilige Hochschulsporteinrichtung. Zudem unterstützen viele Hochschulen ihre Studierenden finanziell. In zahlreichen Fällen werden sowohl Startgelder als auch Reisekosten ganz oder teilweise übernommen.
Alle Informationen zur Ausschreibung und Anmeldung finden sich hier: https://www.adh.de/kalender/details/dhm-triathlon-4/
Lauinger Jubiläums-Triathlon mit Rekordbeteiligung – Veranstaltung wird 20 Jahre alt
Schwaben, VeranstaltungenDer Lauinger Triathlon darf heuer auf ein Jubiläum blicken, das mit einer Rekordbeteiligung gefeiert wird. Über 900 Ausdauersportler- und Sportlerinnen haben sich für das Event am 6./7. Juni angemeldet. Da wundert sich selbst Erich Gruber, der Chef der Lauinger Triathleten. Er hatte bereits im vergangenen Herbst nicht ohne Bedenken den Termin wegen Terminkollisionen mit anderen Triathlon Events um zwei Wochen vorverlegen müssen. „Das hat uns aber nicht geschadet“, freut er sich heute.
Sportlicher Höhepunkt in Schwaben
In den vergangenen zwei Dekaden hat sich der Lauinger Triathlon stetig zu einem Dreikampf-Magneten in Schwaben entwickelt. Schon 2019 verbuchte man 800 Anmeldungen, doch dann kam Corona. „Das hat Vieles kaputt gemacht“, erinnert sich Erich Gruber. Mit viel Initiative, Engagement und ausgefallenen Ideen wie einem „virtuellen Triathlon“ konnte man die Veranstaltung über diese schwierige Zeit retten. Mitgeholfen habe auch der alljährlichen Dreikönigslauf, quasi als Werbeaktion im Vorfeld des Triathlons.
Was einst klein begann, ist heute ein sportlicher Höhepunkt in Schwaben. Die Mischung aus familiärer Atmosphäre, anspruchsvollen Strecken und der besonderen Kulisse rund um Auwaldsee, historischem Marktplatz und Schimmelturm zieht Teilnehmer aus ganz Deutschland an.
Viele kommen immer wieder – nicht nur wegen des Sports, sondern wegen des besonderen Flairs. Kein Wunder, dass es auch Triathlon-Legenden und Hawaii-Ironman-Sieger wie Thomas Hellriegel, Normann Stadler, Faris Al-Sultan oder Weltmeister Daniel Unger und Ironwoman Nicole Leder nach Lauingen zog. Auch das unterstreicht die sportliche Bedeutung des Events.
Großes Sportprogramm
So hat sich die Veranstaltung in Lauingen zu einem wichtigen Triathlon-Wettbewerb entwickelt, dessen Ruf weit über Schwaben hinausreicht. Zum Erfolg trage auch die Unterstützung durch die Stadt Lauingen und den Landkreis Dillingen bei, ohne die es laut Erich Gruber bei der Organisation eines derartigen Großevents nicht gehen würde.
Die meisten Teilnehmer zum Jubiläums-Triathlon reisen aus ganz Süddeutschland an, übernachten zum Teil in der Stadt und im Landkreis, nutzen die Gastronomie und stellen so auch einen kleinen Wirtschaftsfaktor dar, meint Erich Gruber. Stark vertreten sind erneut alle Nachbarlandkreise, ob aus dem Bayerischen und dem Württembergischen.
Der 20. VR-Triathlon bietet wie jedes Jahr das volle Programm, vom Jugend- und Volkstriathlon (0,4 Kilometer Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen) über Kurzdistanz (1,4/40/10) bis zur Mitteldistanz (2,1/80/20) mit Schwäbischer Meisterschaft. Bereits am Samstag, 6. Juni findet am Auwaldsee der Kindertriathlon statt, ebenso das 3. VR-Langstreckenschwimmen (1,5 und 3 Kilometer). Das i-Tüpfelchen ist dann noch der Schwaben-Hero Wettbewerb für die ganz Harten, bei dem Langstreckenschwimmen und Triathlon zusammen gewertet werden.
Alle Infos gibt es unter triathlon.tvl.de
Bayerische Sprint-Meisterschaften und breites Starterfeld beim MainCity-Wochenende in Schweinfurt
BreitensportZwei Veranstaltungstage mit zahlreichen Starts, vielen Helferinnen und Helfern sowie mehreren Teilnehmendenrekorden prägten das Wochenende in Schweinfurt. Der MainCityRun und der MainCityTriathlon am Schweinfurter Baggersee waren erneut ein voller Erfolg. Neben den DACH Meisterschaften im Para Triathlon war insbesondere die BM Sprint ein Highlight.
Schon der Samstag stand ganz im Zeichen des Laufsports. Bereits am Morgen gingen die Teilnehmenden über zehn Kilometer und die Halbmarathondistanz an den Start. Bei noch kühlen Temperaturen herrschte früh eine gute Stimmung auf dem Gelände. Besonders erfolgreich verlief das Rennen über 10 Kilometer für die TG 48 Schweinfurt: Jana Vollert gewann die Frauenwertung in 37:15 Minuten, Ahmed Hussein Nur setzte sich bei den Männern in 32:46 Minuten durch. Im Anschluss rückten die Schülerläufe in den Mittelpunkt. Mehr als 700 Kinder der ersten bis vierten Klassen absolvierten die 1,3 Kilometer lange Strecke. Bei den älteren Jahrgängen gingen nahezu ebenso viele Schülerinnen und Schüler über 3,1 Kilometer an den Start. Dazwischen sorgte der Bambini-Lauf erneut für einen besonderen Moment auf dem Eventgelände. Zum Abschluss des Lauftages wurde beim Firmenlauf über 5,3 Kilometer ein neuer Teilnehmendenrekord verzeichnet. Rund 1200 Läuferinnen und Läufer gingen auf die Strecke.
Multisport-Sonntag mit mehreren Highlights
Der Sonntag brachte den Wechsel zum Multisport beim MainCityTriathlon. Trotz der niedrigen Temperaturen wurde das Schwimmen planmäßig ausgetragen.
Bei den bayerischen Meisterschaften auf der Sprintdistanz (500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen) wurden die Titel in den Altersklassen vergeben. Bei der weiblichen Jugend A siegte Dana Schörner (IfL Hof) mit einer Endzeit von 1:06:08 Stunden vor Katharina Lorenz (TSG 08 Roth) in 1:08:09 Stunden und Andrea Gradl (1.FC Deining), die nach 1:26:30 Stunden das Podium komplettierte. Die Altersklasse 20 der Frauen entschied Charlotte Doseth (SV Würzburg 05) in 1:04:56 Stunden für sich; hier belegte die Schweinfurterin Pia Diemer den zweiten Platz, während Julia Sterk (SV Würzburg 05) in 1:09:39 Stunden Rang drei erreichte. In der AK 25 blieb Antonia Sommer (SV Würzburg 05) mit einer Zeit von 1:08:22 Stunden ohne Konkurrenz auf dem Podium. Ein ähnliches Bild zeigte sich in der AK 30, die Lea Cagol (SV Würzburg 05) in 1:04:39 Stunden vor Susanne Wachter (TB Erlangen, 1:24:04 Stunden) gewann.
In den höheren Klassen der Frauen waren die Felder dünner besetzt, was die erbrachten Leistungen bei den kühlen Bedingungen jedoch nicht schmälert. In der AK 45 war Indira Leyk (TS Herzogenaurach) die einzige Starterin und finishte nach 1:24:43 Stunden. Auch in der AK 50 gab es mit Astrid Zunner (Twin Neumarkt) nur eine Athletin im Ziel, die eine Zeit von 1:10:07 Stunden vorlegte. Die AK 55 ging an Petra Sticker (TS Herzogenaurach) in 1:19:48 Stunden, gefolgt von Sabine Schörner (IfL Hof) in 1:23:47 Stunden. Drei Finisherinnen verzeichnete die AK 60: Christine Schrenker-Schöpf (TV 1848 Coburg) holte sich den Klassensieg in 1:21:59 Stunden vor Walburga Dieterich (TB Erlangen, 1:25:13 Stunden) und Annette Hofmann (TS Herzogenaurach, 1:30:32 Stunden).
Auch die Titel in den Männerklassen waren heiß umkämpft. Bei den Junioren setzte sich Moritz Kaunz (1.FC Deining) in 1:00:21 Stunden durch, während die Plätze zwei und drei an das Duo des TSV Zirndorf gingen, namentlich Tim Dudziak (1:05:04 Stunden) und Noah Hopf (1:06:53 Stunden). Ein einsames Rennen an der Spitze der AK 20 lief Georg Schneider (TV 1848 Erlangen), der nach 58:01 Minuten ins Ziel kam. Die AK 25 brachte die Tagesbestzeit des gesamten Meisterschaftsfeldes hervor: Carl Sommer (SV Würzburg 05) siegte in 56:39 Minuten vor Alber Maximilian von der TG 48 Schweinfurt (58:59 Minuten) und Nicolas Albrecht (BSV Flughafen München, 1:11:02 Stunden). Nur knapp dahinter sortierte sich der Sieger der AK 30 ein: Thomas Wittmann (Twin Neumarkt) benötigte 56:54 Minuten und verwies Manuel Stottele (TC Hofheim, 1:07:06 Stunden) sowie Jan Teigelkötter (TV Schweinheim 1885, 1:14:05 Stunden) auf die Plätze zwei und drei. In der AK 35 gab es eine knappe Entscheidung, die Florian Ziegler (TSV Hawaii Gerbrunn) in 1:11:51 Stunden mit lediglich fünf Sekunden Vorsprung vor Michael Spick (SSV Forchheim, 1:11:56 Stunden) für sich entschied; Dritter wurde hier Florian Döll (TSV Karlstadt-Triathlon) in 1:13:03 Stunden.
Die AK 40 sah Dominic Wimmer (Post SV Weilheim) in 1:03:08 Stunden ganz vorne, gefolgt von Patrick Göll (SG Poing, 1:05:08 Stunden) und Frank Weber (La Carrera TriTeam Rothsee, 1:06:05 Stunden). Ein größeres Feld bot die AK 45, in der Florian Bock (TG Kitzingen) nach 1:03:16 Stunden den Titel gewann. Roman Binner (TV 1848 Erlangen) folgte auf dem zweiten Platz in 1:04:15 Stunden, während Schramm Sören (TSV Katzwang 05) mit einer Zeit von 1:06:07 Stunden Rang drei belegte. Steffen Kunkel (SV Dachau) sicherte sich den Sieg in der AK 50 nach 1:04:01 Stunden vor Albrecht Waschke (SV Herschfeld, 1:06:26 Stunden) und Martin Woerner (SG Poing, 1:08:24 Stunden). In der AK 55 reichten zwei Starter für das Klassement: Geirg Harbauer (LG Würzburg) gewann in 1:11:25 Stunden vor Andreas Roos (TV Haibach, 1:16:34 Stunden).
In den älteren Klassen setzten sich die Routiniers durch. Christian Wolfarth (Twin Neumarkt) entschied die AK 60 in 1:09:00 Stunden für sich, deutlicher vor Martin Seitz (TV Haibach, 1:20:46 Stunden) und Thomas Heid (Ski-Club Rothenberg Schnaittach e.V., 1:24:51 Stunden). Hans-Eberhard Wolff (TS Lichtenfels) war in der AK 65 alleiniger Finisher in 1:13:33 Stunden. In der AK 70 gewann Theo Däxl (TSV Eintracht Karlsfeld) in 1:19:45 Stunden vor Dieter Seewald (TSV 1860 Staffelstein, 1:42:45 Stunden). Die AK 75 verzeichnete drei Athleten auf dem Podium: Joachim Masatz (ESC Höchstadt/Aisch) siegte in 1:25:20 Stunden vor Dieter Nußgräber (ASV Triathlon Kulmbach, 1:32:06 Stunden) und Wolfgang Janisch (SV Langenbach, 1:39:09 Stunden). Den Erfolg mit den meisten Jahren und wahrscheinlich meisten gefinishten Rennen erzielte schließlich Gerhard Müller (TDM-Franken), der in der AK 80 nach 2:02:47 Stunden das Ziel erreichte.
„Ein besonderer Dank gilt allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die sowohl an den Veranstaltungstagen als auch in der Vorbereitung im Einsatz waren. Ebenso trugen das Technische Hilfswerk, die Freiwillige Feuerwehr Schonungen, das BRK und die Wasserwacht zum reibungslosen Ablauf bei. Auch die Sponsoren leisteten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Veranstaltung“, betonen die Organisatoren.
Altersklassensieger:innen BM Sprint
Frauen
Männer
Fotos: TG48 Schweinfurt
Spitzen Teamleistung und mehrere Podestplätze: Nachwuchs überzeugt beim DTU Jugendcup in Forst
LeistungssportBeim DTU Jugendcup in Forst präsentierte sich das „Team Bayern“ über alle Altersklassen hinweg in guter Form. Besonders auffällig: die Dichte an Spitzenplatzierungen und die geschlossene Mannschaftsleistung, mit der sich die bayerischen Athletinnen und Athleten immer wieder weit vorne im Feld behaupteten. Dass der Wettkampftag aufgrund der niedrigen Temperaturen kurzfristig angepasst werden musste – während die Jugend B im Duathlon-Format startete, konnten die übrigen Klassen ihren Jugendcup als Triathlon absolvieren – änderte nichts am hohen Niveau der Rennen.
„Einer der wichtigsten Punkte am Wochenende war in allen Rennen die erste Disziplin“, zieht Trainer Johnny Zipf Bilanz. „Im Schnitt sind ‚wir‘ noch nie so gut aus dem Wasser gekommen, was der Grundstein für die durchwegs guten Ergebnisse war. Wir haben im Wasser viel Investiert und es ist vor allem für die Athletinnen und Athleten schön zu sehen, dass sich das jetzt auch in der Renngestaltung und den Ergebnissen bemerkbar macht.“
Moritz Hägel vom IfL Hof lief bei den Junioren auf Rang zwei und musste sich nur dem Hessen Christian Ache geschlagen geben. Kleiner Wermutstrotpfen: Das EM Ticket wurde an diesem Tag nicht vergeben, da kein Sportler die Schwimmnorm erreichte. Damit bleibt es jedoch für die DM in Lübeck spannend. Dort nämlich geht das Ticket definitiv raus. Hinter Hägel platzierte sich mit Moritz Hartmann ein weiterer Bayer auf Rang acht. Tom Kaebel wurde Zehnter, Vincent Weiß Elfter und Lasse Reusch 16. Mit fünf Athleten unter den besten 16 stellte Team Bayern eines der stärksten Teams des Wochenendes. Corbinian Meier auf Rang 22 und Luca Schreitmüller als 28. sorgten zusätzlich für ein geschlossenes Mannschaftsergebnis.
Bei den Juniorinnen schafften es ebenfalls drei junge Frauen unter die besten zehn Platz: Carlotta Bülck wurde Dritte, Annika Bernhuber 5. und Giulia Göttler 9.
Moritz Hägel
Ebenfalls stark präsentierte sich Team Bayern in der Jugend A männlich. Alexander Tresselt kämpfte sich in einem hochklassigen Rennen auf Platz drei und damit aufs Podium. Nur wenige Sekunden dahinter bestätigte Lennart Walter mit Rang vier die geschlossene Stärke der Bayern. Joseph Hof als Achter und Jonas Seling auf Platz zehn sorgten dafür, dass gleich vier bayerische Athleten unter den besten 10 landeten. Simeon Funck als 21., Joel Westphal (36.) und Paul Steurer (44.) rundeten das Mannschaftsergebnis ab.
Noch eindrucksvoller fiel das Ergebnis der weiblichen Jugend A aus. Matylda Jozwiak sicherte sich als schnellste deutsche Athletin den Sieg in der Jugend-A-Wertung. Gemeinsam mit Josefine Doseth auf Rang zwei und Eva-Maria Rauscher auf Platz vier stellte Team Bayern drei Athletinnen unter den besten vier des DTU-Jugendcups. Nina Mayer komplettierte das starke Mannschaftsergebnis mit Rang sieben. Die Siegerin berichtet nach dem Rennen: „Beim Start bin ich leider nicht optimal weggekommen, konnte aber schon beim Schwimmen ein gutes Rennen zeigen und mit meiner Radgruppe zur Spitze aufschließen. Nach einem starken Wechsel habe ich mich auf der Laufstrecke von Beginn an weit vorne positioniert und meine Platzierung bis ins Ziel verteidigt. Dass ich am Ende den Sieg in der Jugend A holen konnte, freut mich riesig – ich bin sehr zufrieden mit dem Wettkampf und kann es ehrlich gesagt immer noch kaum glauben. Jetzt heißt es volle Konzentration auf die Deutsche Meisterschaft in Lübeck.“
Auch Josefine Doseth blickte differenziert auf ihr Rennen zurück: „Nach einem etwas schwierigen Start ins Schwimmen fand ich schnell meinen Rhythmus und konnte mir eine gute Position im Rennen sichern. Nach einem schnellen ersten Wechsel fand ich mich zusammen mit Carlotta Bülck und Jara Banka in der Ausreißergruppe wieder. Gemeinsam, irgendwann ohne Jara Banka, versuchten wir den Vorsprung zur zweiten Radgruppe möglichst groß zu halten. Kurz vor T2 wurden wir jedoch von der recht großen Verfolgergruppe eingeholt. Beim Laufen merkte ich die harte Arbeit auf dem Rad deutlich und durch eine zusätzliche Zehn-Sekunden-Zeitstrafe konnte ich die entscheidende Lücke am Ende nicht mehr schließen. Trotz des etwas bitteren Rennverlaufs bin ich stolz auf meine Leistung und freue mich über den zweiten Platz.“
In der männlichen Jugend B sorgte Lando Spielberger für das beste bayerische Einzelresultat des Tages. Der Nachwuchsathlet aus Henfenfeld lief in 25:59 Minuten auf Rang zwei und musste sich nur dem Hessen Felix Veith geschlagen geben. Direkt dahinter unterstrich Team Bayern seine mannschaftliche Stärke: Konstantin Koop belegte Platz sechs, Maximilian Rudolph wurde Zwölfter und Florian Dormeier 18. Damit platzierten sich gleich vier bayerische Athleten unter den besten 20 eines 65-köpfigen Feldes. Auch in der Breite war das Team stark vertreten: Julius Doseth (30.), Leon Jozwiak (34.), Ole Steinbuß (48.), Max Schedel (49.) und Ludwig Ramian (50.) sammelten wichtige Wettkampferfahrung auf nationalem Niveau.
Spielberger schilderte nach dem Rennen einen äußerst turbulenten Wettkampfverlauf: „Bereits direkt nach dem Start des ersten Laufabschnitts kam es zu einem Sturz, wodurch ich weit im Feld zurückfiel und zwischenzeitlich kaum noch an eine vordere Platzierung glaubte. Dennoch gelang es mir, mich in den beiden Laufrunden bis auf Rang zwei nach vorne zu arbeiten. Im weiteren Rennverlauf bildete sich gemeinsam mit einem Schweizer Athleten und dem Führenden zunächst eine Spitzengruppe, die später jedoch von einer größeren Verfolgergruppe eingeholt wurde. Vor allem die zahlreichen 180-Grad-Wenden sorgten im Radabschnitt für ein sehr hektisches Rennen, sodass ich nur als Zehnter in den abschließenden Lauf wechselte. Dort konnte ich jedoch erneut meine Laufstärke ausspielen und mich bis auf Platz zwei nach vorne kämpfen. Das Rennen hat einmal mehr gezeigt, dass man niemals aufgeben darf.“
In der weiblichen Jugend B war Sophia Grießemer als 18. beste Bayerin, dahinter folgten Josephine Kujala auf Rang 27 und Lena Glanz auf Platz 29. Luisa Zenk belegte Rang 30. Inara Zeiner und Mathilda Zapf komplettierten das bayerische Aufgebot.
Fotos: DTU/ Winni Penno
Neues Tandem für den Para-Triathlon in Nürnberg übergeben
ParatriathlonAm Montagmittag rollte ein auffällig sportlichesRad in das Haus der Kunden der Sparkasse Nürnberg am Lorenzer Platz. Zwei Athleten des Bayerischen Triathlon-Verbandes begleiteten diese etwas andere Tour: Para-Triathlet Julian Winter und Para-Triathletin Michelle Wagner präsentierten in der Hauptstelle des Kreditinstituts ein Renn-Tandem, das künftig für Training und Wettkampf im Para-Triathlon eingesetzt wird.
Beide starten in der Klasse PTVI für blinde und sehbehinderte Sportler und sind dabei auf ihre Guides angewiesen. Im Wettkampf sitzen sie gemeinsam mit ihren Begleitpersonen auf dem Tandem — ein Sportgerät, das im Para-Triathlon unverzichtbar, gleichzeitig aber kostenintensiv ist. Möglich gemacht wurde die Anschaffung des speziellen Rades durch die Zukunftsstiftung der Sparkasse Nürnberg, die den Kauf mit 10.000 Euro unterstützt hat. Dr. Michael Kläver, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse Nürnbergließ sich von den Para-Athleten und Thomas Burger, Vizepräsident Leistungssport des Bayerischen Triathlon-Verbandes die Besonderheiten des Sportgefährts erklären Zum Beispiel hat das Tandem verstärkte Bremsscheiben, um das Gewicht von zwei Fahrern abbremsen zu können.
Für den BTV ist das Rad weit mehr als nur neues Material. Denn gerade im Para-Sport entscheiden geeignete Trainingsmöglichkeiten oft darüber, ob sportliche Entwicklung überhaupt möglich wird. Tandems in wettkampftauglicher Ausstattung sind teuer, zugleich aber unverzichtbar für sehbehinderte und blinde Athleten.
Wie wichtig leistungsfähiges Material ist, zeigte sich erst tags zuvor bei den D-A-CH-Meisterschaften und den Bayerischen Meisterschaften im Para Sprint beim MainCityTriathlon Schweinfurt. Bereits zum dritten Mal war Bayern Gastgeber der internationalen Meisterschaften. Aus bayerischer Sicht verlief das Wochenende äußerst erfolgreich. In der Klasse PTVI erzielte Julian Winter vom Post SV Nürnberg gemeinsam mit Guide Tim die schnellste Zeit des Tages und gewann seine Klasse souverän. Michelle Wagner, begleitet von Guide Delia Bleass, holte ebenfalls Gold.
Konkurrenzfähig dank idealem Setup
Julian Winter und Michelle Wagner freuen sich über das neue Tandem
Entsprechend groß war die Freude über das neue Tandem in Nürnberg. Julian Winter zeigte sich besonders begeistert von den technischen Details: „Das neue Tandem ist super. Besonders gefällt mir die maßangefertigte Geometrie und das große Kettenblatt“, erklärte er bei der Übergabe. Das verlängerte Oberrohr ermögliche dem Piloten eine aerodynamischere Position, das Kettenblatt sei auf die hohen Geschwindigkeiten im Tandemsport ausgelegt. „Dadurch werden die Einstiegshürden in den Parasport erheblich reduziert und wir können uns auch international mit konkurrenzfähigem Material mit anderen Tandemteams messen.“
Auch für Michelle Wagner bedeutet die Unterstützung deutlich mehr als nur bessere Trainingsbedingungen. „Der Sport ist ein wichtiger Bestandteil in meinem Alltag“, sagte sie. „Hier habe ich den perfekten Ausgleich zu meiner Arbeit im Büro.“ Gleichzeitig werde so ein Raum geschaffen, in dem nicht die Einschränkung im Mittelpunkt stehe, sondern die eigene Leistung. Die materielle Unterstützung sei deshalb enorm wertvoll: „Dadurch habe ich die Möglichkeit, Trainings, Lehrgänge und Wettkämpfe gemeinsam mit meiner Guidein durchzuführen und mich bestmöglich auf internationale Wettbewerbe vorzubereiten.“
Der Para-Triathlon hat in Bayern in den vergangenen Jahren spürbar an Aufmerksamkeit gewonnen — nicht zuletzt durch den Paralympics-Erfolg von Anja Renner und Guide Maria Paulig in Paris, zwei Athletinnen, die vom Der GOLDENE RING e. V. – ebenfalls einer Sparkassen-Initiative – gefördert werden. Mit dem neuen Tandem soll nun ein weiterer Beitrag geleistet werden, um inklusive Strukturen im Triathlon nachhaltig auszubauen und Athleten den Zugang zum Leistungssport zu erleichtern.
Das Tandem wird künftig in Nürnberg stationiert sein und dort Para-Sportlern für Training und Wettkämpfe zur Verfügung stehen.
Fotos: Sparkasse Nürnberg
Starkes Team Bayern bei Para-Meisterschaften in Schweinfurt
ParatriathlonBereits zum dritten Mal war Bayern Gastgeber der D-A-CH-Meisterschaften im Para-Triathlon. Daneben wurden auch die bayerischen Meister im Para Sprint gesucht. Beim MainCityTriathlon Schweinfurt trafen dazu beste Organisation, sportliche Qualität und ideale Bedingungen aufeinander. Ein bisschen Glück war auch dabei: Der Regen blieb aus, die Temperaturen passten, lediglich das Wasser zeigte sich noch frisch und der Neopren war deshalb Pflicht.
Insgesamt gingen 36 Para Starterinnen und Starter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ins Rennen.
Aus deutscher und bayerischer Sicht verlief das Wochenende besonders erfolgreich. Die bayerischen Athletinnen und Athleten prägten viele der Rennen und sorgten bei den internationalen Meisterschaften für gute Resultate: In der PTVI-Kategorie legte Julian Winter vom Post SV Nürnberg mit Guide Tim Wolf in 1:00:02 Stunden die schnellste Zeit des Tages hin und gewann seine Klasse souverän. Ebenfalls Gold holten Valentin Hanzer (PTS3), Chris Kolbeck (PTS4) und Michelle Wagner in der Klasse PTVI. Wagner wurde von Delia Bleass begleitet. Lukas Reissig, der erst kürzlich in die Klasse PTS3 klassifiziert wurde, belegte bei den Deutschen Meisterschaften Rang zwei seiner Klasse und wurde bei den Bayerischen Meisterschaften Vizemeister. Matthias Schindler komplettierte als Dritter das starke bayerische Ergebnis in der PTS3.
Bayerisches Para Team zufrieden
Im Team Bayern war die Stimmung über das gesamte Wochenende spürbar gut. Der Austausch unter den Athletinnen und Athleten funktionierte und erfahrene Sportler unterstützten die unerfahreneren Starter. Mit Matthias Schindler und Chris Kolbeck gehören inzwischen zwei erfolgreiche und erfahrene Para-Athleten fest zum Team Bayern. Auch Landestrainerin Julia Fankel zog nach dem Wochenende ein positives Fazit: „Die Organisation war gut, wir hatten top Wetter und gute Leistungen.“ Gleichzeitig machte sie deutlich, wie viel Engagement hinter der Entwicklung des Para-Triathlons steckt: „Ich glaube, wir kommen gut voran.“
Alle Ergebnisse sind hier zu finden.
Fotos: Julia Fankel
„Ich habe dem Triathlon alles gegeben“ – Anne Haug über ihren Weg zur Weltspitze und den Abschied vom Profisport
LeistungssportAnne Haug ist zweifelsohne eine der prägendsten Persönlichkeiten des deutschen Frauentriathlons der letzten Jahre. Ihre Geschichte ist vor allem deshalb so bemerkenswert, weil sie eine untypische Laufbahn hinlegte. Erst mit 20 Jahren lernte die Bayreutherin das Kraulschwimmen. Viele Hürden hatte sie zu überwinden, bis sie es in das deutsche Olympia-Team schaffte. Von der Kurzdistanz, auf der sie 2012 und 2016 bei den Olympischen Spielen startete, schaffte sie später den Sprung zur Langdistanz-Weltspitze. Der Höhepunkt ihrer Karriere war sicherlich ihr Sieg beim Ironman Hawaii im Jahr 2019, womit sie als erste deutsche Frau den „Lavathron“ bestieg. Im Juli 2024 untermauerte sie dann ihren Ausnahmestatus erneut, als sie beim Challenge Roth mit einer Zeit von 8:02:38 Stunden eine neue Weltbestzeit aufstellte.
Im letzten Jahr überraschte sie mit einem emotionalen Karriereende, das sie am 22. Juli verkündete. Nach einem Rennabbruch beim Ironman Vitoria-Gasteiz erklärte die Bayreutherin offen, dass ihr mentaler Akku leer und ihr Wille, sich über extreme Schmerzen hinwegzusetzen, erschöpft sei.
Ihr Buch „Ironmade“, das am 19. Mai erscheint, reflektiert ihren Weg – vom späten Einstieg über die großen Triumphe bis hin zu der mutigen Entscheidung, den Profisport hinter sich zu lassen.
Hallo Anne,
In deinem Buch „Ironmade“ beschreibst du deinen Weg an die Spitze. Wenn du auf deine Anfänge in Bayreuth zurückblickst – was war damals der wichtigste Impuls, der dich trotz des „späten“ Starts mit 20 Jahren daran glauben ließ, dass du es bis ganz nach oben schaffen kannst?
Naja, man fängt natürlich erstmal an, sich kleine Ziele zu setzen. Nachdem ich mir Schwimmen beigebracht habe, wollte ich es in die 2. Bundesliga schaffen. Das war mein Traum und dann sind sie immer größer geworden und ich wollte immer mehr. Sicherlich war mir stets bewusst, dass ich eine gute dritte Disziplin, das Laufen, habe, mit der ich Rennen gewinnen kann. Aber nach dem Schwimmen in einer aussichtsreichen Position zu sein, damit ich meine Stärke ausspielen kann, war immer eine Herkulesaufgabe für mich.
Der Titel „Ironmade“ lässt sich zweifach lesen: als „vom Ironman geformt“ oder als „aus Eisen gemacht“. Wie viel von der Profisportlerin Anne Haug steckt heute noch in der Privatperson, und gab es Momente beim Schreiben des Buches, in denen du selbst über deine eigene Widerstandsfähigkeit gestaunt hast?
Ich denke, dass mich meine Zeit auf der Kurzdistanz wirklich „hart“ gemacht hat. Mental sowie körperlich. Ich musste so viele Niederlagen einstecken und immer und immer wieder aufstehen, gegen alle Widerstände und Zweifler. Da musst du wirklich sehr gut dein „Warum“ kennen, um immer an dich zu glauben und sich nicht von seinem Traum abhalten zu lassen, auch wenn der vielleicht Lichtjahre entfernt zu sein scheint.
Das Buch war sowohl wie eine Art „Therapie“, als auch ein wirklich cooler Rückblick auf 20 Jahre Hochleistungssport. Wenn man so in seinem Film ist, dann schaut man nie wirklich zurück; ist immer nur auf „höher, schneller, weiter“ fokussiert. Das Ganze mal mit Abstand zu betrachten/reflektieren war schon krass und macht mich unheimlich dankbar für jeden Tag, den ich meinen Traum leben durfte. Ich habe es immer als ein großes Privileg betrachtet und mehr erreicht, als ich mir je zu träumen gewagt hätte. Jetzt kann ich mit absoluter Sicherheit sagen: „Mehr wäre nicht drin gewesen. Ich habe dem Triathlon alles gegeben, was ich zu geben hatte und bereue keine einzige Entscheidung. Ich habe fertig :)“
Nach all den Jahren, in denen dein Leben exakt durchgetaktet war, genießt du nun die Zeit ohne den extremen Leistungsdruck. Welche neuen Projekte oder Träume stehen nach der Buchveröffentlichung für dich im Fokus?
Ich habe das große Glück, viele Sachen ausprobieren zu dürfen und mich breit aufzustellen. Neben dem Buchprojekt, dass mich jetzt über ein halbes Jahr beschäftigt hat, gebe ich Impulsvorträge bei großen Firmen und gebe gerne mein Wissen und meine Erfahrung weiter. Als diplomierte Sportwissenschaftlerin schaffe ich mir auch ein Standbein in meiner zweiten Heimat Lanzarote und biete dort im Bikefitting Studio meines Freundes und im Club La Santa Leistungsdiagnostiken, individuelle Trainingsbetreuung, Beratungsgespräche und Vorträge zu sportwissenschaftlichen Themen an.
Foto: Frank Übelhack