Das Ressort Sportentwicklung kümmert sich um Belange des Breitensports.
Dabei geht es neben der Interessenvertretung für Vereine und den Paratriathlon auch darum, aktuelle Fragen von Prävention und Gesundheit, Gleichstellung, Folgen des demographischen Wandels und Herausforderungen der Integration und des Umweltschutzes zu beantworten.

Das familiäre Rennen in Obernzenn bot einen neuen und passenden Rahmen für die Bayerischen Meisterschaften auf der Sprintdistanz. Jeweils recht eindeutig setzten sich Sofia Warter-Rubio vom TV 48 Erlangen und Thomas Wittmann vom TWIN Neumarkt durch.

„Ich hatte einfach nach einem Triathlon in der Nähe gesucht, wo ich mich mit meiner kleinen Schwester Alba messen wollte“, verrät Sofia Warter-Rubio ihre Motivation zum Start bei der BM. Aus dem Familienduell wurde dann jedoch nichts: „Leider wurde meine Schwester am Vortag krank.“ So sah es zwar nach dem Schwimmen noch nach einem umkämpften Sieg aus: Nach 7:50 Minuten stieg die Erlangenerin als Zweite hinter Anna-Lena Klee auf das Rad. Dort jedoch übernahm sie die Führung und sollte sie auch nicht mehr hergeben. 1:10:05 standen am Ende auf der Uhr. Über eineinhalb Minuten später folgte Franziska Richartz (DAV Triathlon Hersbruck). Dritte wurde Katharina Schmidt vom SV Würzburg 05.
„Es war auf  jeden Fall eine schöne und gut organisierte Veranstaltung“, zieht die neue Bayerische Meisterin Resümee. „Ich entschied mich die 500m ohne Neo zu schwimmen, was sich auszahlte. Ich konnte trotzdem vorne mitschwimmen und dann beim Wechsel Zeit viel Zeit herausholen. Beim Radfahren lief es „trotz Rennrad“ richtig gut, sodass ich das Laufen ganz entspannt angehen konnte.“

Wittmann erneut ganz oben

Für Thomas Wittmann bedeutet der Sieg bei der BM Kurzdistanz-Duathlon bereits den zweiten Titel in diesem Jahr. Der Neumarkter machte den Erfolg zwar erst auf der Laufstrecke klar. Am Ende standen dennoch immerhin fast zwei Minuten Vorsprung vor Julian Müller und drei Minuten vor dem drittplatzierten Jan Eyring (beide SV Würzburg 05 ).

Link zu den Ergebnissen.

Die Bayerischen Meister*innen der Altersklassen (Kurzdistanz)

GESAMTSIEGER*innen

  1. Platz: Thomas Wittmann (TWin Neumarkt)
  2. Platz: Julian Müller (SV Würzburg 05)
  3. Platz: Jan Eyring (SV Würzburg 05)
  1. Platz: Sofia Warter-Rubio (TV 48 Erlangen)
  2. Platz: Franziska Richartz (DAV Triathlon Hersbruck)
  3. Platz: Katharina Schmidt (SV Würzburg 05)

AK 20

Sofia Warter-Rubio (TV 48 Erlangen)

Lukas Lucas (Volllast TriTeam Schongau)

AK 25 

Franziska Richartz (DAV Triathlon Hersbruck)

Thomas Wittmann (TWin Neumarkt)

AK30

Cornelia Griesche (TSV Gaimersheim)

Patrick Mayr (RC Allgäu)

AK 35

Andreas Lassauer (TSV 2000 Rothenburg ob der Tauber)

AK40

Anna-Lena Klee (TSV Mellrichstadt)

Przemyslaw Czamara (TSV Ottobrunn)

AK 45

Astrid Zunner (Twin Neumarkt)

Steffen Kunkel (SV Dachau)

AK 50

Marion Sünkel (Team Klinikum Nürnberg)

Steffen Lietzmann (Post SV Nürnberg)

AK 55       

Sabine Höschel (MTV 1862 Pfaffenhofen)

Marcus Schattner (TSG 08 Roth)

AK 60

Hannelore Vogel (SV Marienstein)

Karl Heinz Koss (Team twenty.six Roth e.V.)

AK 65

Brigitte Bärnreuther (TV 1848 Erlangen)

Karl-Heinz Oberhuber (RC Germania Weißenburg)

AK 70

Dieter Nußgräber (ASV-Triathlon Kulmbach)

AK 75

Wolfgang Janisch (SV Langenbach)

Seit Jahren feiert Altersklassensportlerin Christiane Göttner auf regionaler, nationaler und auch internationaler Ebene Erfolge. Am vergangenen Wochenende startete die Athletin der TuS Fürstenfeldbruck bei den Kurzdistanz Europameisterschaften in Madrid und sicherte sich gleich den EM-Vizetitel in der AK 70. Wir haben uns mit ihr unterhalten.

Hallo Christiane,

du sammelst schon über ein Jahrzehnt Medaillen und Auszeichnungen auf nationalen ebenso wie internationalen Rennen. Was motiviert dich dazu, Jahr für Jahr am Ball zu bleiben?

Zuerst einmal möchte ich fit bleiben und dem Alter, so weit wie möglich, ein Schnippchen schlagen. Die Anmeldung für ein so wichtiges Event wie Europameisterschaften motiviert natürlich auch, regelmäßig zu trainieren. Da ich mittlerweile Rentnerin bin, habe ich glücklicherweise genügend Zeit für meinen Sport. Wettkämpfe sind für mich außerdem eine Art Abenteuer. Und bei internationalen Veranstaltungen sind auch mehr Konkurrentinnen in meinem Alter dabei, was zusätzlich motiviert.

Die EM in Madrid war für dich, die auch im Laufsport aktiv ist, sicher ein Glücksfall. Schließlich musste aufgrund zu schlechter Wasserqualität auf das Schwimmen verzichtet und ein Duathlon-Rennen ausgetragen werden. Wie lief es?

Na ja, am Triathlon reizen mich ja gerade die drei sehr verschiedenen  Sportarten. Deshalb war ich erst einmal enttäuscht, dass in Madrid ein Duathlon angesagt war. Allerdings war der See wegen der vorangegangenen Regenfälle wirklich zu schmutzig. Bei näherem Hinsehen war ich erleichtert, nicht in dieser Dreckbrühe schwimmen zu müssen.

In höherem Alter noch so viel Sport, fragt sich vielleicht der ein oder andere. Wie siehst Du das?

Radfahren und schwimmen machen mir sehr viel Spaß. Mit dem Laufen geht es mir genauso wie sicher vielen anderen, dass das die anstrengendste Disziplin ist. Aber da ich seit vielen Jahren regelmäßig laufe – wenn auch lange nicht mehr so schnell wie früher – geht das auch noch ganz gut. Daneben halte ich Gymnastik und Kraftsport für sehr wichtig, besonders, wenn man älter wird. In Fürstenfeldbruck haben wir dazu die sehr renommierte Sportschule FFB-Puch, die zum Beispiel auch ein Angebot für Senioren hat.

Hast Du neben dem Sport noch Hobbys?

Ich kümmere mich ehrenamtlich um die Hausaufgabenbetreuung der Schulkinder im örtlichen Flüchtlingsheim, damit sie in Deutschland gute Chancen haben.

Gemeinsam mit meinem Mann reise ich gerne mehrere Wochen mit den Fahrrädern (ich mit dem Tourenrad, mein Mann mit dem E-Bike ) durch Europa. Nachlesen kann man diese Reisen auch unter herbertradl2022.blogspot.com. Wenn man die Jahreszahl verändert, findet man auch noch andere Reisen, zum Beispiel die durch Tunesien.

Wir sind auch mit dem VW-Bus zur EM nach Madrid gefahren und lassen uns nun mehrere Wochen Zeit für die Rückreise.

Vielen Dank für das Interview!

Zwanzig Para Triathletinnen und Triathleten haben am Pfingstsonntag die Chance genutzt, sich im deutsch-österreichisch-schweizerischen Vergleich bei der 2. D-A-CH Meisterschaften Para zu messen und auszutauschen. Im Rahmen des 21. Regiomed Main Triathlon wurden darüber hinaus auch die jeweils nationalen Meisterschaften über die Sprintdistanz (500 Meter Schwimmen, 20 km Radfahren und 7 km Laufen) im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels ausgetragen.

Als Schnellster bewältigte Flo Brungraber (AUT; 1:05:06; PTWC1) bei sonnig-heißen Temperaturen die Gesamtdistanz von Altenkunstadt nach Weismain, dicht gefolgt vom Schweizer Arnaud Margot (1:05:28; PTS5). Auf Rang drei kam als bester deutscher Para Triathlet Kim Cremer (1:17:14) ins Ziel, der sich dementsprechend den deutschen Meistertitel in der Klasse PTS4 sicherte.

Die weiteren nationalen Titelträgerinnen und Titelträger wurden:
– Wolfgang Probst (1:18:48; PTS5)
– Julian Winter (1:21:17; PTVI)
– Max Gelhaar (1:24:53; PTS3)
– Lena Dieter (1:30:44; PTVI) – schnellste Frau im Feld
– Elke van Engelen (1:33:39; PTS4)
– Jan Froede (1:47:32; PTWC2)
– Neele Ludwig (1:51:45; PTS2)
– Andrea Thamm (1:53:41; PTS5)
– Tina Deeken (2:05:18; PTWC2)

Die komplette Ergebnisliste steht hier zur Verfügung.

Die dritte Auflage der D-A-CH Meisterschaften wird in der Schweiz durchgeführt. Am 7. Juli 2024 ist Nottwil, am Sempachersee im Kanton Luzern gelegen, Austragungsort. Die Premiere hatte vergangenes Jahr im niederösterreichischen St. Pölten stattgefunden.

Text & Foto: DTU/Oliver Kraus

Nachdem im vergangenen Jahr erstmals eine gemeinsame Veranstaltung von Para Triathletinnen und Triathleten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erfolgreich in der niederösterreichischen Landeshautstadt St. Pölten umgesetzt worden ist, finden die D-A-CH Meisterschaften Para 2023 in Altenkunstadt statt. In diese sind auch die Deutschen Meisterschaften Para Sprint integriert.

Im Rahmen des REGIOMED Main Triathlons treten am 28. Mai insgesamt 20 Para Sportlerinnen und Sportler über die Sprintdistanz an. Ab 12:30 Uhr sind am Pfingstsonntag 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und ein abschließender 7 Kilometer-Lauf zu bewältigen.

Teilnehmende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Geschwommen wird im Main in Altenkunstadt selbst, der dort – da nahezu stehend – eher einem ruhenden Gewässer gleich. Die Radstrecke wird auf einem zwei Mal zu befahrenden, durchaus selektiven Rundkurs zurückgelegt, der vorbei an Baiersdorf nach Weismain und über Prügel zurück zur Wechselzone führt. Der finale Abschnitt des Ausdauer-Dreikampfs führt ebenfalls nach Weismain, wo der Para Triathlon auf dem Marktplatz endet.

Das Feld der Teilnehmenden umfasst primär deutsche Aktive, die im Rahmen des internationalen Aufeinandertreffens die DM-Titel Sprint unter sich ausmachen. Aber auch fünf Para Triathletinnen und Triathleten aus Österreich beziehungsweise zwei aus der Schweiz haben gemeldet.

Bekannteste Vertretende der Deutschen Triathlon Union sind Max Gelhaar aus Leipzig sowie Elke van Engelen.

Der WM-Dritte 2022, der in der Klasse PTS3 an den Start gehen wird, hat Anfang Mai mit einem Sieg beim zweiten Rennen der World Triathlon Para Series im japanischen Yokohama seine Ambitionen auf einen Startplatz bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris unterstrichen.

Die EM-Dritte von 2022 wird hingegen in der Klasse PTS4 angreifen und ihren ersten internationalen Wettkampf der neuen Saison bestreiten.

Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es auf der Website des Rennens. 

Link zur Website des Regiomed Main Triathlons

Foto: Christine Waitz

Erstmalig war der SV Hörmannsdorf Gastgeber der Bayerische Meisterschaft im Duathlon auf der Kurzdistanz. Regnerisches Wetter begleitete die Premiere, die außerdem Auftakt der BM-Rennen der Saison 2023 war. Die Sportlerinnen und Sportler hatten dennoch Spaß. Neue Bayerische Meister über die Kurzdistanz sind Cornelia Griesche (TSV Gaimersheim) und Thomas Wittmann (TWin Neumarkt). Das Rennen der Herren gewann Profi-Triathlet Sebastian Neef.

„Das Rennen lief eigentlich fast so wie ich es erwartet hatte,“ berichtet der neue Bayerische Meister Thomas Wittmann. „Ich wusste das ich meine Laufstärke ausspielen musste, da ich Sebastian Neef von der TSG 08 Roth sowie Jonas Stengl (Arriba Göppersdorf) als stärkere Radfahrer einschätzte.“ Der Athlet des TWin Neumarkt holte bis zum ersten Wechsel so gut eine halbe Minute Vorsprung heraus und konnte auch auf dem Rad lange die Führung behaupten. Krämpfe und technische Schwierigkeiten führten dann dazu, dass Profiathlet Sebastian Neef und auch Jonas Stengel aufschließen konnten. „Beim abschließenden Lauf konnte ich aber wieder meine Laufstärke ausspielen und zumindest Jonas auf Distanz halten“, freut sich Wittmann. Auch auf Sebastian Neef machte er zwar noch Zeit gut, für den Tagessieg reichte es dennoch nicht mehr, wohl aber für den Titel, der unter den Altersklassenathleten vergeben wird.

Woher der Oberpfälzer um seine gute Laufform wusste? „Ich habe im Vorfeld schon Laufwettkämpfe bestritten, zum einen waren dies die Bayrischen Crosslauf Meisterschaften sowie 5.000m Oberpfalzmeisterschaften und ein 10km Straßenlauf in Kallmünz. Ich konnte die 5.000m auf 15:37 laufen sowie den Straßenlauf auf 32:30 Minuten“, verrät er im Gespräch. „Ich war daher schon zuversichtlich, dass eine Top 3 Platzierung möglich wäre.“

Thomas Wittmann auf dem Weg zur Bayerischen Meisterschaft

„Konnte endlich an meine alten Erfolge anknüpfen“

„Es war definitiv härter als ich es mir vorgestellt hatte, aber als ich als Siegerin über die Ziellinie lief, war ich überglücklich und stolz auf meine Leistung“, freut sich die Siegerin, Cornelia Griesche. „Ich bin mit dem Ziel ins Rennen gegangen, dieses zu gewinnen, aber da es mein erster Duathlon war und ich die Konkurrenz nicht gut kannte, wusste ich vor dem Rennen nicht, wie realistisch dies ist. 2018 hatte ich in der Leichtathletik über 10.000 meinen letzten Bayerischen Meistertitel feiern können und konnte nun endlich wieder dort anknüpfen.“

Mit 15 Sekunden Rückstand auf die zu diesem Zeitpunkt Führende Nelly Rassmann ging die Athletin des TSV Gaimersheim nach dem ersten Lauf in die Wechselzone. Nach rund fünf Kilometern auf der Radstrecke konnte sie die Führung übernehmen. Der immer stärker werdende Regen und die vielen Höhenmeter forderten Cornelia Griesche jedoch: „Meine Hände und Füße waren vor Kälte taub, weshalb ich in der Wechselzone dann etwas Probleme hatte, meine Schnalle vom Helm zu öffnen und in meine nassen Laufschuhe zu schlüpfen. Das ging aber vielen Teilnehmern genauso.“ Zu Beginn des Laufs lag die Zweitplatzierte ca. 20 Sekunden zurück. „Ich hab mich einfach durchgebissen und darauf vertraut, dass mich meine Beine ins Ziel tragen werden“, berichtet die Duathlon-Debütantin und neue Meisterin. „Dieses Jahr möchte ich im Triathlon vor allem Wettkampferfahrung sammeln. In meiner 1. Triathlonsaison letztes Jahr konnte ich verletzungsbedingt nur bei einem Wettkampf starten. Daher ist für mich vieles noch neu im Triathlon.“

Cornelia Griesche läuft durch das Ziel
Cornelia Griesche holt bei ihrem ersten Duathlon BM-Titel

Lob für die Veranstalter gab es vom Präsidenten des Bayerischen Triathlon-Verbandes, Gerd Rucker: „Ein sehr engagiertes Helferteam sorgte für einen problemlosen Ablauf der Veranstaltung. In zahlreichen Gesprächen mit Athletinnen und Athleten kam zudem viel Lob, was die selektive Lauf- und Radstrecke anbelangte.“

Zu den Ergebnissen.

Fotos: Daniel Reindl.

Die Bayerischen Meister*innen der Altersklassen (Kurzdistanz)

GESAMTSIEGER*innen

  1. Platz: Thomas Wittmann (TWin Neumarkt)
  2. Platz: Jonas Stengel (Arriba Göppersdorf) 
  3. Platz: Tim Freitag (Arriba Göppersdorf)

  1. Platz: Cornelia Griesche (TSV Gaimersheim)
  2. Platz: Nelly Rassmann (TV Planegg-Krailling)
  3. Platz: Katrin Esefeld (LG Mettenheim)

AK18/19

Paula Leupold (TV Burglengenfeld)

Michael Schoyerer (TV Burglengenfeld)

AK 20

Noah Treptow (CIS Amberg)

AK 25 

Nelly Rassmann (TV Planegg-Krailling)

Thomas Wittmann (TWin Neumarkt)

AK30

Cornelia Griesche (TSV Gaimersheim)

Roland Ziegaus (Team Oberpfalz)

AK 35

Aristides Schneider (Arriba Göppersdorf)

AK40

Katrin Esefeld (LG Mettenheim)

Matthias Ries (Herrieder Aquathleten)

AK 45

Doris Jambor (Triathlon Günzburg)

Bernd Hagen (Team twenty.six e.V. Roth)

AK 50

Marion Sünkel (Team Klinikum Nürnberg)

Matthias Müller (Tri-Team Frankenalb)

AK 55       

Monika Soder (TWin Neumarkt)

Ireneus Bohn (Ski-Club Schwandorf)

AK 60

Stephan Pollert (DJK Pressath)

AK 65

()

Werner Fendt (RSC Aichach)

AK 70

Josef Schmid (run & bike Kelheim)

AK 75

Reinhard Joas (Herrieder Aquathleten)

Die lange Anreise nach Norwegen zahlte sich für Claudia Bregulla-Linke (SC Riedaerau) am vergangenen Wochenende mehr als aus. Bei den Weltmeisterschaften im Winterduathlon und Wintertriathlon holte sie gleich zwei Mal Gold in ihrer Altersklasse. Wir haben uns mit der Weltmeisterin unterhalten. „Es war ein spannendes Rennen in Skeikampen“, berichtet sie. „Die Aufholjagd auf Gold verlief mit dem super gewachsten Ski und einer sehr guten Technik erwartungsgemäß gut. Die Kälte von -16 Grad am Start war bereits beim Laufen schon vergessen und der Schnee im Langlaufeldorado Skeikampen perfekt!“

Neben der Athletin des SC Riederau war auch Wolfgang Leonhard (SC Buchendorf, AK65) auf der Winter-Duathlon-Sprintdistanz erfolgreich.

Im Rennen der Elite-Starter*innen lieferte Lorena Erl (Tristar Regensburg) mit Rang sechs im Winterduathlon ein starkes Ergebnis ab. Am Tag darauf sicherte sie sich gemeinsam mit Sebastian Neef Erl (Tristar Regensburg) einen fünften Rang in der 2×2 Mixed Relay.

Hallo Claudia,

Duathlon und Triathlon verbindet man sonst eher mit warmem Wetter und einigermaßen milden Temperaturen. Norwegen im März und die Winter-Variante der Ausdauersportarten scheinen dagegen eher unwirtlich. Was fasziniert dich dennoch daran?

Es ist die einzigartige Kombination der Winterausdauersportarten im Outdoorbereich schlechthin und ein gutes Grundlagentraining für den Sommertriathlon. Wettkampfziele im Winter machen Spaß und setzen neue Reize. Ich liebe das Mountainbikenbiken auf dem Schnee, es ist koordinativ sehr anspruchsvoll und härtet ab für die manchmal kalten Rennen im Sommer. Aber meine absolute Lieblingssportart im Winter ist das Langlaufen. Gleiten durch die Winterlandschaft macht den Kopf frei und ist wirklich besser als Couchsurfen.  

Zwei WM-Titel auf einen Streich: Du warst im Duathlon und Triathlon gleichermaßen erfolgreich. Hattest du dir solche Erfolgsaussichten im Vorfeld ausgemalt?

Im letzten Jahr in Andorra hatte ich ebenfalls Doppelgold erreicht und da hängen die Ziele schon immer sehr hoch. Dankbar und glücklich bin ich über jeden Wettkampf, bei dem ich gesund und fröhlich an der Startlinie stehen darf.

Welche besonderen Anforderungen haben Winter-Duathlon und Triathlon und was würdest Du Einsteigern*innen in diesem Bereich zur Vorbereitung raten?

Freude an den Winteraktivitäten und ein wenig Langlaufen sollte man schon trainieren. Ansonsten herzlich Willkommen in unserer Familie, wir sind ein kleines, herzliches Team. 

Nun ist das Frühjahr auf dem Vormarsch. Planst Du weitere Saisonhöhepunkte ohne Schnee?

Im Sommer habe ich Kalmar als Langdistanz geplant und die Multisports EM Mitteldistanz in Belgien.

Vielen Dank für das Interview!

Foto: Petko Beier, World Triathlon

Langsam macht sich in unseren Breiten die Vorfreude auf die Saison bemerkbar. Währenddessen ist andernorts das Wettkampfgeschehen bereits in vollem Gange. Im italienischen Caorle, beispielsweise, fand am vergangenen Wochenende die Duathlon Europameisterschaft statt. Einige bayerische Athletinnen und Athlethen nahmen den Weg dorthin auf sich und waren zudem erfolgreich. Zwei Mal AK-Gold und zwei Mal Silber gab es auf der Kurzdistanz zu feiern.

Sendel und Joas auf der Kurzdistanz vorne

„Das Rennen verlief erstaunlich gut“, berichtet Tina Sendel (MaliCrew e.V.), die noch zwei Wochen vor dem Rennen eine corona-bedingte Pause einlegen musste. „Trotz eines schnellen Starts konnte ich das Tempo auf den zehn Kilometern gut halten. Auf meinem Rad fühle ich mich schon seit letztem Jahr so richtig wohl und ich konnte auf der flachen Strecke wirklich gut Gas geben. Es hat einfach Spaß gemacht. Die letzten fünf Kilometer Laufen waren dann wirklich sehr sehr hart. Nachdem ich im Rad einige Frauen eingesammelt hatte, musste ich beim zweiten Lauf sehen, dass ich nicht wieder eingeholt wurde. Am Ende musste ich sogar sprinten, um nicht von einer Britin überholt zu werden. Doch zum Glück hatte ich genügend Vorsprung!“ Damit ging der Sieg an die Starterin der AK35.

Gabriele Heigl im Ziel

Vize-EM-Titel gingen ging an Gabriele Heigl (TV Planegg-Krailling, AK 65, 2:53:17) und Armin Reif (TV Zwiesel, AK 30, 1:58:51). Gabriele Heigl berichtet:“Für mich lief das Rennen sehr gut, ich habe mich fit und stark gefühlt. Ich konnte bereits beim ersten Laufpart einen kleinen Vorsprung gegenüber der späteren Drittplatzierten herauslaufen und dann auf dem Rad sogar noch ausbauen und sicher ins Ziel bringen.“ Auf die Nachfrage, ob sie mit dem Erfolg gerechnet habe, meint sie:“Ich habe mir tatsächlich Hoffnungen auf einen Podestplatz gemacht, da beim Duathlon das Schwimmen als meine schwächste Disziplin durch Laufen als meine stärkste ersetzt ist! Im Vorfeld war ich leider längere Zeit krank, aber dann in der direkten Vorbereitung konnte ich auf Fuerteventura sehr gut mit dem Rennrad und das Laufen trainieren, so dass ich optimistisch ins Rennen ging. Meine nächsten Ziele sind die Bayerische Meisterschaft im Sprint Duathlon in Krailling Anfang Mai und dann natürlich die Triathlon Heim-WM in Hamburg im Juli. Dort möchte ich im Einzel-Sprint und im Supersprint Mixed Relay starten.“

Einen dritten Rang sicherte sich Benno Beckstein (LV run & bike Kelheim e.V., AK 50) in 2:06:13 Stunden. Sandra Morawitz (ASK München-Süd e.V., AK 45, 2:26:24) wurde Fünfte ihrer Altersklasse.

Weitere Platzierungen auf der Kurzdistanz:

  • 12. Platz: Johannes Seidenspinner (TSG Kleinostheim, AK 40)

Weitere Platzierungen im Sprint:

  • 6. Platz: Josef Schmid (run & bike Kelheim e.V., AK 70, 1:21:20)
  • 10. Platz: Albert Hinterstoisser (SC Anger, AK 50, 1:07:23)
  • Platz: Johannes Seidenspinner (TSG Kleinostheim, AK 40, 1:09:06)
  • 15. Platz: Stefan Riederle (Triathlon Günzburg, AK 60, 1:28:04)

Fotos: private Athletenbilder

Der Inklusions-Triathlon-Tag in Hilpoltstein versammelt am 19. März 2023 von 11.00 bis 16.00 Uhr alle am Auhof, die Triathlon und Sport lieben. Ganz nach dem Motto „Zusammen unschlagbar“ der Special Olympics, wird jede*r mitmachen können, der Spaß am Sport hat. 

So bieten der Auhof, der Bayerische Triathlon-Verband und die Bildungsregion Mitmachstationen im Schwimmen, Radfahren, Laufen. Am Ende des Tages überqueren alle gemeinsam die Ziellinie. Teilnehmer*Innen, Betreuer*Innen, Trainer*Innen und Zuschauer*Innen können mitfiebern und ins Gespräch kommen. Für Kinder haben zwei Spielplätze geöffnet. Für Essen und Trinken ist ebenfalls gesorgt.

Herzlich ein geladen sind

  • Sportler*Innen mit und ohne geistiger oder körperlichen Behinderung
  • Sportvereine und Sport-Gruppen
  • Trainer*Innen
  • und alle Sport- und Triathlon-Interessierten

Die Veranstaltung will Menschen mit und ohne Behinderung den Spaß und die Freude an einem Triathlon vermitteln, Inklusion fördern, Menschen, die am Auhof leben, ein barrierefreies Erlebnis ermöglichen und die Zusammenarbeit von Institutionen und Vereinen im Landkreis Roth stärken, sowie Sport als Türöffner für weitergehende Kooperationen nutzen.

Link zur Anmeldung.

Link zum Info-Flyer.

Auch wenn Triathlon und andere Sportarten mit hohem Material- und Reiseaufwand verbunden sind, wollen der Bayerische Triathlon-Verband e.V., Veranstalter*innen und Sportler*innen gemeinsam Umweltschutz und Nachhaltigkeit mehr in den Fokus rücken. Seit kurzer Zeit können sich Veranstalter*innen um das Nachhaltigkeits-Label des BTV bewerben.

Nachhaltigkeitslabel des BTV
Das Nachhaltigkeitslabel des BTV

Über 70 Kriterien bieten Übersicht, Orientierung und Ansatzpunkte für Optimierungen im Sinne einer möglichst nachhaltigen Veranstaltungsorganisation. Der Katalog orientiert sich an einem Leitfaden des Bundesumweltamtes. „Vollkommen klar ist“, sagt der Beauftragte für Sportentwicklung, Tim Feuerlein, „dass kein Rennen alle Kriterien erfüllen kann. Vielmehr ist uns wichtig, dass sich alle Involvierten Gedanken zu dem Thema machen und die vielfältigen Denkanstöße umzusetzen, oder auch an Gegebenheiten anpassen.“

TenneT Power Triathlon Kulmbach als erstes Rennen ausgezeichnet

Gleich die erste Bewerbung für das Label begeisterte: Maurice van Tongeren schickte für den ATS Kulmbach, Veranstalter des TenneT Power Triathlon, neben der bearbeiteten Checkliste zu jedem Punkt einen Zusatz. Unter „Was soll noch gemacht/ verbessert werden“, dachte das Team über Möglichkeiten nach, die sich vor Ort realistisch in Zukunft umsetzen lassen. 

„Den Leitfaden sehen wir als flexibles Dokument, das wir gemeinsam mit Veranstaltern und Sportlern weiterentwickeln wollen“, betont Tim Feuerlein. „Irgendwann können beispielsweise Kriterien, die zum Standard wurden, entfallen, wohingegen an anderer Stelle neue Punkte dazukommen können.“

Ebenfalls unter den ersten Bewerbern ist der Main-Post Mainfrankentriathlon von Organisator Dieter Göpfert. „Wir haben uns in Kitzingen schon letztes Jahr Gedanken zur Nachhaltigkeit gemacht und danach gehandelt. Ich freue mich, dass wir das für Sportler*innen und auch Sponsoren mit dem Label nun noch sichtbarer machen können!“

Eine Übersicht aller ausgezeichneten Veranstaltungen und den Leitfaden finden Sie unter diesem Link.

Die zweite Auflage der D-A-CH Para Meisterschaften finden in Deutschland statt. Nach der letztjährigen, erfolgreichen Premiere im österreichischen St. Pölten ist dieses Jahr das bayerische Altenkunstadt Ausrichter der gemeinsamen Veranstaltung von Deutscher Triathlon Union (DTU), Österreichischem Triathlonverband (ÖTRV) und Swiss Triathlon. Im Vorjahr waren insgesamt 43 Teilnehmende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz am Start. 

Am 28. Mai 2023 finden im Rahmen des Regiomed Main Triathlons die jeweiligen nationalen Meisterschaften der mitwirkenden Verbände sowie ein internationaler Vergleich über die Paralympische Distanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen) statt.

Durch die Zusammenarbeit der drei Dachverbände soll den Teilnehmenden nicht nur ein Start in einem quantitativ größeren und qualitativ stärkeren Starterinnen- beziehungsweise Starterfeld ermöglicht, sondern auch die Chance zum Austausch geboten werden.

Tom Kosmehl, Bundestrainer Para Triathlon sagt über die Kooperation der drei D-A-CH-Verbände: „Die erste Veranstaltung im vergangenen Jahr war rundum gelungen, weil die Organisation vor allem an den Teilnehmenden orientiert war. Wir wollen in diesem Jahr daran anknüpfen und wenn möglich, noch mehr Teilnehmende zu einem Start animieren, von dem am Ende alle Athletinnen und Athleten profitieren werden.“

Text: DTU; Foto: Christine Waitz