Als Breiten-, Gesundheits- und Hobbysport ist Triathlon bestens geeignet, denn er vereint gesunde Ausdauersportart und variable, vielseitige Belastungen zu einem Sport, der sich sowohl alleine, als auch in Gemeinschaft perfekt gestalten lässt. Veranstaltungen und Wettkämpfe gibt es in Bayern für jedes Leistungsniveau.

Die TG 48 Schweinfurt blickt schon jetzt auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Im Mai ging die neue Triathlon-Veranstaltung, die nun das bereits angestammte Lauf-Event ergänzt, gut über die Bühne. Abteilungsleiter David Kiesel war damals froh und bedankte sich bei allen Helfer*innen. Auf den Schweinfurter, der dieses Jahr in Roth die 9-Stunden-Marke unterbot, wartet am 8. Oktober ein weiteres Highlight des Jahres. Er geht beim Ironman Hawaii an den Start. Neben ihm steht dann Vereinskamerad Christian Albert. „Schon am Start zu stehen ist ein großer Erfolg“, sind sich die beiden einig.

Sportliche Erfolge im Triathlon lassen sich kaum ohne immensen Trainingsfleiß, Disziplin und Durchhaltevermögen erzielen. Oft hat dabei eine gute Vereins-Gemeinschaft einen Anteil – gemeinsam trainiert sich einfach besser. Wie ist das bei euch?

David Kiesel: „Ich bestätige das absolut! Trainingsfleiß, Disziplin und Durchhaltevermögen sind Eigenschaften, die unglaublich wichtig sind – vor allem auf der Langdistanz. Oftmals haben wir das ganze Jahr über hohe Trainingsumfänge. Da kommt dem Vereinstraining eine große Bedeutung zu. Bei uns gibt es zum Beispiel pro Woche fünf Schwimmtrainingszeiten, zu denen wir gemeinsam trainieren. Gerade beim Schwimmen ist es schön, wenn man mit der richtigen Gruppe trainieren kann. Auch beim Radfahren und Laufen versuchen wir viel zusammen zu machen. Klar, jeder hat etwas andere Ziele und so trainiert man auch mal alleine, aber Vereinsgemeinschaft ist schon sehr, sehr wichtig.“

Christian Albert: „Unser Verein, die TG48 Schweinfurt, bietet ein breites Spektrum an Trainingsangeboten. Speziell das Schwimmangebot mit einem Trainer nutze ich sehr gerne. Ebenfalls verbindet das Vereinsleben und bereichert den Trainingsalltag. In der Gruppe motiviert man sich gegenseitig und kann neue Reize setzen.“

Während sich David nach erfolgreicher Quali in Italien 2021 schon ein Jahr lang auf die lange Reise freuen und vorbereiten konnte, konnte Christian erst im August nach dem Ironman  Gdynia in die Planungen gehen. Wie unterschiedlich war demnach eure Vorbereitung?

David Kiesel: „Wir hatten schon unterschiedliche Vorbereitungen. Nach meiner Quali hatte ich viel Ruhe und Zeit meinen Aufbau neu zu beginnen und dann im Frühling verschiedene Trainingszyklen zu durchlaufen. Für mich war von vorne herein klar, dass in diesem Jahr der Ironman Hawaii mein großes Ziel ist. Darauf war auch alles ausgerichtet. Auf der anderen Seite musste der lange Zeitraum auch mit einem Zwischenziel überbrückt werden. Das sollte dann der Challenge Roth mit dem Fokus auf einer Sub9-Zeit sein. Das Ziel habe ich erreicht, und das war auch wichtig für mich, um nicht ein Jahr lang dahintrainieren zu müssen.
Christian im Gegenzug hat wirklich neun Wochen ganz fokussiert und spezifisch auf das Rennen hintrainiert. Die Entscheidung, das Qualirennen zu machen, fiel auch recht spontan nach einem gemeinsamen Trainingslager in Südtirol. Wir sind beste Freunde und dass die Quali bei ihm dann geklappt hat, ist natürlich grandios!“

Christian Albert: „Für mich erfüllte sich mit der Qualifikation in Gdynia ein Traum, der zunächst auf der Kippe stand, da ich einen Trainingsunfall hatte. Ein Auto hatte mir bei einer Radausfahrt die Vorfahrt genommen und ich stürzte. Da zwischen Qualifikation und dem Ironman auf Hawaii nicht so viel Zeit liegt, lag der Fokus zunächst auf Regeneration und liegt nun seit ein paar Wochen wieder auf dem Formaufbau. Die Form ist aus meiner Sicht recht gut und ich denke, dass ich eine solide Leistung zeigen kann. Jetzt heißt es, gestärkt an den Start zu gehen und hoffen, dass man sich keine Erkrankung oder dergleichen einfängt…

Erstmalig hat euer Verein dieses Jahr ein Triathlon-Event organisiert. Wie wirkt sich solch eine eigene Veranstaltung auf die Motivation aus?

Christian Albert: „Wir waren mit der Erstauflage des ZF-MainCityTriathlons sehr zufrieden und es motiviert natürlich ungemein. Man fiebert mit den Athleten mit und freut sich über die strahlenden Gesichter. Ebenfalls bekommt man am Start Gänsehaut und möchte am liebsten direkt mit starten! Mit diesen positiven Eindrücken startete auch meine Triathlonsaison, da dies in diesem Jahr die erste Veranstaltung war, bei der ich anwesend war.“

David Kiesel: „Klar, mein eigener Antrieb ist immer da. Ich liebe und lebe Triathlon seit zehn Jahren. Nichts desto trotz war es für unsere sehr aktive Triathlon-Abteilung ein Ziel in der Region eine Triathlon-Veranstaltung zu etablieren. Das war eine Herzensangelegenheit. Als Vollbluttriathleten wissen wir auch, worauf es bei einer Triathlonveranstaltung ankommt. Entsprechend sind wir bei der Organisation herangegangen und haben geschaut, dass wir den Athletinnen und Athleten ein bestmögliches Flair bieten. Ich glaube, alle waren sehr glücklich und zufrieden. Das wiederum sorgt bei uns für Motivation!“

Was sind eure Ziele für den 8. Oktober?

David Kiesel: “ Mein Ziel ist ins Ziel zu kommen. Das steht bei solch einem Tag, solch Investitionen und solch hohem Aufwand, den man dafür auch in Kauf nimmt, über allem. Meine ganze Familie ist mit dabei. Sie alle haben in den vergangenen Wochen und Monaten viel auf mich verzichtet. Ihnen möchte ich an dem Tag etwas zurückgeben. Ich wünsche mir natürlich das Rennen meines Lebens. Wenn alles top läuft, und ich alles abrufen kann, wäre eine Top10 bis Top20 Platzierung ein absoluter Traum, auch wenn das nicht zu planen ist.“

Christian Albert: „Das primäre Ziel liegt auf einem soliden finish. Geplant ist, im unteren Leistungsbereich zu starten und zu fühlen, wie man mit den Bedingungen Vorort klar kommt. Sollte ich gegen Ende, noch über Reserven verfügen, kann ich ab dem Halbmarathon versuchen das Tempo zu steigern. Ob das möglich sein wird, wird sich zeigen. Ich freue mich auf jeden Fall, dass ich den IM auf Hawaii wahrnehmen kann und werde versuchen die Atmosphäre auch etwas zu genießen.“

Wir wünschen euch viel Erfolg!

Foto: Axel Kort

Als Einziger trat er in der Klasse der Gehörlosen am vergangenen Wochenende bei den Bayerischen Meisterschaften an. „Ich wollte gar nicht auf das Sieger-Treppchen, aber man hat mich dennoch aufgerufen“, berichtet Volker Marks. Dabei waren die Bayerischen Meisterschaften der Gehörlosen im Rahmen des Seenland-Triathlons ein wichtiger Schritt für seine Vorbereitung auf den Ironman Hawaii.

Drei Jahre lang hatte der Unterschleißheimer um die Qualifikation für die Weltmeisterschaften gekämpft. Einmal reichte es knapp nicht. Dann funkte Corona dazwischen und kaum lief der Rennbetrieb wieder an, wurde er beim Lauftraining von hinten von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Aufgeben war für den 54-jährigen jedoch keine Option. Beim Ironman Kalmar im vergangenen Monat klappte es dann endlich. Marks, der von Geburt an gehörlos ist, holte sich den Quali-Platz. Nun gilt die gesamte Konzentration dem Rennen im Oktober.

Hallo Volker,
nur noch wenige Wochen, bis du dir deinen großen Traum vom Start in Kona verwirklichen darfst. Wie fühlst Du Dich?

Natürlich richtig gut 😉Ich habe immer an mich geglaubt und dafür wirklich sehr hart trainiert. Dass es dann auch geklappt hat, ist so ein tolles Gefühl und es zeigt wirklich, dass es klappen kann, wenn man an sich glaubt und dafür hart kämpft.

Volker Marks am Seenland Triathlon

Wenn man sich jahrelang auf solch ein Ereignis vorbereitet hat, was würdest du rückblickend anders oder genauso wieder machen?

Ich denke, dass ich alles richtig gemacht habe. Vor 14 Jahren fing ich mit Triathlon an, war einige Jahre nur auf der Volksdistanz und Kurzdistanz unterwegs. 2015 dann meine erste Mittel- und Langdistanz. Da habe ich gemerkt, dass meine Stärke die Langdistanz ist. So wuchs dann auch der Traum, einmal bei der Weltmeisterschaft auf Hawaii dabei zu sein.

Ich wusste, dass es nicht einfach sein wird, dann kam noch Corona dazu. Dann die große Verletzung letztes Jahr und trotzdem habe ich es durchgezogen. Da bin ich jetzt selber sehr stolz auf mich.

Ja, ich habe alles richtig gemacht!!!!!

Durch ein Hörimplantat kannst Du recht uneingeschränkt den Alltag absolvieren. Welche Hindernisse gibt es besonders auf solchen Reisen dennoch?

So ganz uneingeschränkt kann ich den Alltag nicht absolvieren. Das Hörgerät ist eine große Erleichterung, aber trotzdem versteht man nicht alles. Probleme gibt es z.B., wenn viele durcheinander reden. Dann hört man so, als ob alle Stimmen durcheinander gewürfelt wären und man hat nur noch Geräusche-„Salat“. Bei der Wettkampfbesprechung ist es so zum Beispiel nicht so ganz einfach alles zu verstehen. Daher lese ich immer sorgfältig den Athletenguide durch. Beim Wettkampf darf man dann kein Hörgerät tragen und daher sind meine „Augen„ gleichzeitig meine Ohren. 

Ich nehme dann alles visuell wahr, beobachte und erkenne Menschen an der Strecke sofort. Das funktioniert auch ganz gut!

Was ist Dein Ziel für das Rennen auf Big Island?

Es wird auf Hawaii viel von Athleten abverlangt, wegen der Hitze, Luftfeuchtigkeit und Wind und trotzdem freue ich mich drauf! Natürlich möchte ich ins Ziel kommen, aber wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht nur einfach ins Ziel kommen will, sondern auch da meine beste Leistung abrufen will.

Wir wünschen Dir viel Erfolg!

Danke

Fotos: privat

Der Powerman Zofingen war am vergangenen Sonntag Austragungsort der Powerman Long Distance Duathlon World Championships. Der Duathlon im Schweizer Kanton Aargau steht traditionell für anspruchsvolle Rennen: Auf den ersten zehn Lauf-Kilometern gilt es 219 Höhenmeter, auf der darauffolgenden Radstrecke knapp 1800 Höhenmeter zu absolvieren. Als Höhepunkt folgt zum Abschluss eine Laufstrecke über 30 Kilometer mit extremen Anstiegen und insgesamt 600 Höhenmetern auf überwiegend schottrigem Untergrund. Das Wetter passte perfekt am Wettkampftag: trocken, sonnig, Temperaturen um die zwanzig Grad Celsius – anders als im Vorjahr, als bei Dauerregen und Temperaturen unter der zweistelligen Marke 40 Prozent der Teilnehmer den Wettkampf aufgeben mussten.

Über die 9,2 km Laufen, 144 km Radfahren und 30 km Laufen verpassten Anja Kobs (TSV Alling) und Katrin Esefeld (LG Mettenheim) das Podium der Elite-Wertung nur knapp. Medaillen gab es für zahlreiche Altestklassensportler: Werner Fendt (Radsport-Club Aichach 1977 e.V.) siegte in der AK 65, Oliver Popp (AK55; MaliCrew e.V.) und Konrad Puk (AK70; SV Grün-Weiß Holzkirchen) holten Bronze.

Oliver Popp kämpft sich zurück aufs Podium

Exakt um 9.02 Uhr fiel der Startschuss der Duathlon-Weltmeisterschaft über die Langdistanz für die Altersklassenathleten. In der Schweiz geschieht dies traditionell durch drei Alphornbläser. Es folgte der erste Lauf mit einem langen Anstieg hoch in den Wald, von dort aus geht es auf Schotterwegen hinab in die Zofinger Arena. Der Kurs ist zweimal zu durchlaufen. Oliver Popp absolvierte die erste Laufdisziplin in 35:02,2 Minuten. Er ging damit als Führender seiner Altersklasse auf die Radstrecke, und nahm einen Vorsprung von knapp 50 Sekunden auf den Zweitplatzierten Luxemburger mit auf die Strecke. Für die 150 Kilometer benötigte er dann 4:59:15,4 Stunden, verlor jedoch seine Führungsposition und rutschte auf den vierten Rang. Eine halbe Stunde Rückstand auf den nun führenden Briten summierte sich. Doch bereits kurz nach Beginn der zweiten Laufdisziplin kämpfte sich Popp zurück und schob sich hinter dem Luxemburger Konkurrenten auf die dritte Position, die er bis ins Ziel beibehält. Der Zieleinlauf in der Zofinger Arena wurde zum Triumph. „Mit dem Gewinn der Bronzemedaille, hätte ich zuvor niemals gerechnet. Das war einer der härtesten Wettkämpfe, die ich je absolviert habe!,“ kommentiert er den Erfolg.

Konrad Puk beim Zieleinlauf

Mit 74 Jahren beim 100. Rennen

Der 74-jährige Konrad Puk war zum fünften Mal in Zofingen am Start. Es feierte sein persönliches Jubiläum mit 100 Starts in sportlichen Wettbewerben. Nach einem guten ersten Lauf ging es auch für ihn auf das Rad. „Die 1. Runde lief ganz gut, die Zuschauer am Streckenrand sorgten für den nötigen Ansporn. In der 2. und 3. Runde konnte ich nicht mehr so kraftvoll treten“, berichtet er. Auch beim Laufen war es nicht leicht: „Nach dem Radfahren fiel mir der steile Anstieg so schwer, dass ich gehen musste, um meine Herzfrequenz in einem tolerablen Bereich zu halten. Mir hat da sehr geholfen, dass mir bekannte und unbekannte Athleten entgegen gekommen sind. Sie haben mich angefeuert, haben meine bisherige Leistung gelobt. Das und das Lachen der Zuschauer gab mir immer wieder Impulse weiter zu machen.“ Dennoch: Nach 11:36:38 erreichte er glücklich und gesund das Ziel und sicherte sich den Bronze-Rang. „Bei der sich anschließenden Siegerehrung im Stadtsaal von Zofingen konnte ich ohne Probleme auf das Podest steigen“, lacht der Holzkirchener.

Foto: alphafoto/ Oliver Popp; privat

Im slowakischen Samorin fanden die ITU-Weltmeisterschaften über die Triathlon-Langdistanz, im Aquathlon und auf der Aquabike-Langdistanz statt. Drei Gold-, zwei Silber- und eine Bronze-Medaille gingen dabei an Athletinnen und Athleten aus Bayern.

Thomas Geiger auf der Laufstrecke
Thomas Geiger

In der AK 60 gelang Thomas Geiger der Sprung auf das höchste Treppchen. „Zur Einstimmung war es klasse am Vortag die gesamte Triathlon-Weltelite zu sehen“, sagt Goldmedaillengewinner Thomas Geiger. „Wir hatten großes Glück mit dem Wetter. Es war für das komplette Wochenende Regen und Sturm vorhergesagt, am Samstag stand sogar eine Absage des Schwimmens im Raum. Es blieb zu unserem Glück trocken. Lediglich hoher Wellengang beim Schwimmen und extremer Wind beim Radfahren machte uns das Leben schwer. In Samorin werden Startnummern nach Altersklassen vergeben und zeitgleich gestartet, so kann man schon nach dem Schwimmen sehen, wo man liegt. Ich wusste damit, dass mein Hauptkonkurrent Miro Kregar aus Slowenien bereits auf der Radstrecke war. Nach 13 Minuten konnte ich ihn stellen. Ich wusste um seine Laufstärke und fuhr so schnell es ging. Nach 2:09:41 wechselte ich zum Laufen. In meiner Umgebung war noch kein Rad eingehängt, so wusste ich, dass ich in Führung lag. Den abschließenden Lauf über die 18 Kilometer in 1:27:04 Std. brachte ich kontrolliert zu Ende und gewann somit meine AK mit zwei Minuten Vorsprung.“

Familienprojekt mit Gold veredelt

Für Gabi und Samuel Keck sollte der Aquabike-Wettkampf über 2 km Schwimmen und 80 km Radfahren der gemeinsame Saisonhöhepunkt sein. Für die Sulzbach-Rosenbergerin war das große Ziel die Titelverteidigung des WM-Titels aus dem Jahr 2021 in Almere. Ohne große Vorerwartungen ging Sohn Samuel an sein erstes längeres internationales Rennen heran.

Das Familienprojekt begann bereits im Frühjahr auf Mallorca, wo beide im Trainingslager den Grundstock für die Saison legten. „Längere Radeinheiten und das Schwimmtraining im Freiwasser konnten wir gut zusammen absolvieren,“ berichtet Gabi Keck. Der Einsatz wurde belohnt: „Als etwas besonderes empfanden wir beide, als Mutter und Sohn den WM-Titel nach Bayern gebracht zu haben! Uns beiden hat dieses Familienprojekt zudem sehr viel Spaß gemacht und wir hoffen auf weitere gemeinsame Rennen. Der Rest der Familie unterstützt uns dabei perfekt!“ Während Samuel Keck nun in die Saisonpause geht, wird Mutter Gabi im September nochmals in Bilbao bei der Aquabike-EM an den Start gehen. „Im Jahr 2023 steht sicherlich die WM auf Ibiza als Höhepunkt auf dem Plan,“ schaut die Sportlerin jetzt schon voraus.

Ebenfalls mit Gold krönte Thomas Geiger (ASC Kronach) sein Rennen auf der ITU-Langdistanz. Im gleichen Wettbewerb erreichte Frederic Funk im Profiklassement einen starken dritten Rang. Zwei Silbermedaillen im Aquathlon durch Christian Dürr und Oliver Rau komplettierten das gute Abschneiden.

Ergebnisse im Überblick

Langdistanz

  • Gold
    • Thomas Geiger; AK60; 04:20:12
  • Bronze
    • Frederic Funk; Elite; 03:15:40

Aquabike

  • Gold
    • Samuel Keck; AK20; 02:47:35
    • Gabriele Keck; AK 50; 1 03:00:09
  • Silber
    • Christian Dürr; AK35; 02:39:27
    • Oliver Rau; AK50; 02:43:44

Die bayerischen Starter*innen sind Spitze im Cross-Triathlon. Den Beweis dafür lieferten sie bei der Deutschen Meisterschaft am O-See in Zittau. Überragende 12 aus 21 Titeln gingen in den Süden. Alleine drei davon zum TV Burglengenfeld und je zwei zum TSV Katzwang 05 und SC Delfin Ingolstadt. Wir haben in den vermeintlichen Cross-Hochburgen nachgefragt: Was macht die Triathlon-Variante über Stock und Stein so attraktiv?

Vielschichtige Anforderungen machen den Sport interessant

„Die Ausübung des Triathlonsports in den schönen, interessanten Landschaften sowie die ungezwungene, ja fast schon familiäre, Stimmung vor und nach dem Wettkampf. Dazu kommt die technische Komponente mit der Abstimmung des Bikes auf die unterschiedlichen Strecken z.B. loser oder fester Untergrund oder die technischen Abfahrten über große Steinblöcke“, erklärt Winfried Forster vom SC Delfin Ingolstadt den Reiz des Crosstriathlons. In Ingolstadt sind die Medaillenträger derzeit die Einzigen, die sich der Ausdauersportvariante widmen. „Das Interesse steigt aber“, berichtet Forster.

„Man muß Radfahren und Laufen können bergauf und ab – und das auf Trails. Da herrscht Adrenalin pur und man muss immer zu 100 Prozent bei der Sache sein“, fasst man in Burglengenfeld die Faszination zusammen.

Teilnehmer des SC Delfin Ingolstadt beim Crosslauf

Auch für Silvia und Martin Gebhard ist es die Vielschichtigkeit, die Cross-Triathlon interessant macht: „Es gibt ja nur wenige Crosstriathlon-Veranstaltungen und häufig verbindet man die Wettkämpfe – auch außerhalb Deutschlands – mit einem Kurzurlaub. Des Weiteren finden die Rennen meist in einzigartiger Naturkulisse statt und man ist durch das Format viel mehr mit den Elementen konfrontiert und ihnen ausgesetzt. Im Gegensatz zum Straßentriathlon, bei dem man sich vornehmlich auf sich und sein eigenes Rennen konzentriert, ist beim Crosstriathlon mehr Taktik und Strategie gefragt. Es ist nicht damit getan nur zu treten oder zu laufen, sondern man muss sich permanent zu 100% konzentrieren u.a. bei der Linienwahl. Schon der kleinste Fehler kann zum Sturz oder Platten führen. Das macht die Rennen und die direkten Zweikämpfe spannender. Das Schöne ist aber auch, dass man sich innerhalb der überschaubaren Crosstriathlon-Szene kennt und die gemeinsamen Feiern nach den Wettkämpfen sind ein fester Bestandteil.“
Dabei sind die beiden auch in ihrem Verein noch die Exoten: „Es gibt beim TSV Katzwang 05 Kameradinnen und Kameraden, die ebenfalls auf „Abwegen“ unterwegs sind, sprich gerne mal Trail-Läufe oder auch ein Mountainbike- Rennen bestreiten. Allerdings sind wir –bisher – die Einzigen, die dies in Kombination tun.“

Team-Erlebnis für den TV Burglengenfeld

Beim TV Burglengenfeld feiert man dieses Jahr das 10-Jährige in Sachen Triathlon. Seit Coach Franz Pretzl, selbst ehemaliger Crosstriathlet, mit zwei Athleten die Sache ins Rollen brachte, wuchs die Abteilung beständig. Schwerpunkte sind Crosstriathlon und Wintertriathlon. „Vor allem liegt der Fokus aber auf dem Motto ‚Gemeinsam geht alles besser'“, sagt Trainer Franz Prezl. „Sei es im Training oder im Wettkampf oder auch  bei der eigenen Veranstaltung, dem Crossduathlon Jag de Wuidsau am 8. Oktober dieses Jahres.“

Die Reise zur DM nach Zittau oder auch nach Schalkenmehren letztes Jahr, ist beim TV Burglengenfeld mittlerweile ein Ausflug der ganzen Truppe und somit ein echtes Teamerlebnis. So starteten dieses Jahr 18 Athletinnen und Athleten in Zittau. Neun davon bei der DM. Insgesamt umfasste die TV-Gemeinschaft 35 Personen von Jung bis Alt, die in einer riesigen Zelt -bzw. Wagenburg am Campingplatz weilte.

Mit wenigen spezifischen Einheiten zum Crosstriathlon

Wie aber bereitet man sich am besten auf ein Cross-Format vor? Winfried Forster meint: „Die Grundlagenarbeit entspricht der der längeren Triathlon-Distanzen – die machen wir auch auf dem Renn- und Triathlonrad. Ansonsten eignet sich unsere Heimat im Altmühltal mit den vielen Trails und Schotterwegen sehr gut für das Training mit den MTBs, sowie für das Trail-Laufen. Für die intensiveren und technischen Einheiten trainieren wir in den bekannten MTB-Revieren wie z.B. dem nördliche Gardasee. Außerdem ist zum Kennenlernen der doch sehr unterschiedlichen Kurse eine frühe Anreise von Vorteil.“

Die Gebhards standen auch eher spontan, mit unspezifischer Vorbereitung am Start – geklappt hat es dennoch: „Eigentlich hatten wir für dieses Jahr keine XTERRA-Teilnahme geplant. Nachdem wir das Event in guter Erinnerung hatten, haben wir uns erst zwei Wochen vorher angemeldet, mit dem Vorhaben, einfach Mal zu schauen und Spaß zu haben.“

Silvia und Martin Gebhard

Durch Schlamm und Matsch zur Medaille

Als es für die Frauen auf die Radstrecke ging, hatte bereits heftiger Regen eingesetzt und die Strecke war von Anfang an rutschig, schlammig und nass von allen Seiten. Für Silvia Gebhard, die einen schweren Auftakt beim Schwimmen hatte, war schnell klar, dass sie auf dem MTB nicht volles Risiko fahren möchte. Zurückhaltend absolvierte sie die 37 km und 1100 Höhenmeter bei ca. 15 Grad. Dabei sah sie die ein oder andere Konkurrentin bereits aus dem Rennen aussteigen. Ehe es auf den 10km Trailrun ging, musste zunächst das Wasser aus den überfluteten Laufschuhen gekippt werden. Trotz Krämpfen beim Lauf kämpfte sie sich durch und wurde mit dem 1. Platz in ihrer AK belohnt.

Martin Gebhard ging nervös und voller Erwartungen auf die Strecke. Als Gewinner der Altersklassen-EM auf diesem Kurs im Vorjahr, hatte er sich entsprechende Zeiten gesetzt. Auf der technischen MTB Strecke war er in seinem Element, jedoch spielten von Beginn an die Beine nicht wie gewollt mit. Trotz Rückstand im Bezug auf seine geplanten Zeiten kam er auf einer guten Position liegend auf die Laufstrecke. Nach einigen Stürzen auf dem rutschigen Boden und einem verlorenen Schuh in einem überfluteten Bach kam er überraschend als Sieger der AK30 der Deutschen Meisterschaft ins Ziel. „Durch die gute Platzierung im XTERRA Gesamtfeld haben wir beide uns für die Weltmeisterschaft im Oktober in Italien qualifiziert“, freuen sich die beiden.

Die Ergebnisse sind hier zu finden.

Fotos: privat

Ergebnisse im Überblick

AK18/19: Michael Fuchs (TV Burglengenfeld); Paula Leupold (TV Burglengenfeld)

AK 25: Hannes Spahn (RV 1889 Schweinfurt)                   

AK 30: Martin Gebhard (TSV Katzwang 05)                       

AK 35: Silvia Gebhard (TSV Katzwang 05)

AK 40: Pamela Mittermeier (TV Burglengenfeld)

AK 45: Olaf Borsutzky (TSV Gaimersheim)                          

AK 50: Georg Harbauer (LG Würzburg); Gabi Schmid (TSV Bad Endorf)

AK 55: Josef Diepold (SC Delphin Ingolstadt); Claudia Bregulla-Linke (SC Riederau)

AK 60: Winfried Forster (SC Delphin Ingolstadt)               

Seit 1983 zieht der Allgäu Triathlon in Immenstadt Triathletinnen und Triathleten an. Damit ist er die traditionsreichste Veranstaltung in Bayern und Deutschland. Viel hat man am Alpsee und drumherum schon ausprobiert – vom Cross-Triathlon bis hin zur ITU-Langdistanz. Das beständigste Format ist jedoch die Mitteldistanz, über die in diesem Jahr auch die Bayerischen Meister*innen gesucht wurden.

Hat man in all den Jahren schon sämtliche Wetterbedingungen erlebt, freuten sich Starter*innen und alle Beteiligten dieses Mal über ideale Triathlon-Voraussetzungen. Nach anfänglichem Nebel gab es später Sonnenschein. Den genossen insbesondere die neuen bayerischen Meister: Maria Paulig vom Team Icehouse e.V. erreichte mit souveränen 14 Minuten Vorsprung vor Sophia Ramsauer (Post SV Nürnberg) und Katrin Esefeld (LG Mettenheim) das Ziel. Den Gesamtsieg des Tages holte sich die Essenerin Daniela Bleymehl.

Im Männerrennen lief mit Thomas Ott vom Team Erdinger Alkoholfrei / ESV Gemünden ein in Nürnberg wohnhafter Athlet als Erster durch den Zielbogen. Den BM-Titel trug Julian Müller vom SV Würzburg 05 davon. Er hatte sich in packendem Finish hauchdünn gegen Kilian Bauer (SV Wacker Burghausen) durchgesetzt. Rang drei ging an Carl Sommer (SV Würzburg 05).

Foto: Lisa Heinrichs

Spannender Kampf um den BM-Titel

„Ich bin mehr als zufrieden mit meiner Leistung und dem Rennausgang“, freut sich Julian Müller. „Mein Ziel war ein Podiumsplatz bei der BM, aber mit dem Gesamttitel habe ich überhaupt nicht gerechnet.“ Mit leichten Problemen den Schwimmrhythmus zu finden, startete er in das Rennen. Auf dem Rad kämpfte er sich meist alleine über die selektive Strecke, bis es am Ende der Laufstrecke zum spannenden Showdown kam: „Auch beim Laufen war ich erst einmal komplett alleine. Vor und nach der Wende hatte man einen guten Überblick über das Feld und ich wusste, dass ich aktuell Führender bei der BM war.“ Doch der laufstarke Kilian Bauer hatte nur rund zwei Minuten Rückstand, die er knapp vier Kilometer vor dem Ziel abgearbeitet hatte. „Er ist dann direkt an mir vorbeigegangen“, berichtet Müller „Ich habe aber gemerkt, dass ich noch nicht komplett am Anschlag bin, konnte nach kurzer Zeit die Lücke wieder schließen und habe versucht gleich vorbei zu laufen.“ Kilian Bauer jedoch zog erneut vorbei. Eine weitere Attacke des Würzburgers rund einen Kilometer vor dem Ziel brachte dann den nötigen kleinen Vorsprung: „Das war ein großer Kampf und einer meiner härtesten Schlusskilometer,“ schüttelt Julian Müller den Kopf.

Kilian Bauer schildert den Kampf so: „Zum Ende der ersten Radrunde musste ich meine Gruppe fahren lassen und fand mich für die zweite Runde nahezu alleine wieder. Immer wieder kamen Athleten von hinten aufgefahren, bei denen ich mit schwindender Kraft jedoch nie erfolgreich mitfahren konnte, was natürlich stark an der Motivation zehrte. So stieg ich als 20. vom Rad und musste an der ersten Verpflegungsstelle erst einmal mit viel Iso und Cola meinen Salz- und Energiespeicher Auffüllen. Nach drei Kilometern fand ich wieder Motivation und Energie, um ins Renngeschehen einzugreifen. Mit einem relativ konstanten Lauf konnte ich bis zum Kuhsteig auf Julian auflaufen und ihn zuerst im Bergabstück distanzieren. Kurz danach konnte er die Lücke jedoch wieder schließen und es folgte ein Kopf an Kopf Rennen bis Kilometer 19, als ich Seitenstechen bekam und die finale Tempoverschärfung von Julian nicht mehr mitgehen konnte.“

Maria Paulig sammelt weiteren Titel

Maria Paulig; Foto: Tom Mayer

„Ich hatte mir für den Allgäu Triathlon vorgenommen, das erste Mal auf einer Mitteldistanz zu starten“, sagt die neue Bayerische Meisterin und analysiert: „Beim Schwimmen hat sich eine kleine, gute Gruppe gebildet und wir konnten solide mit 1,5 Minuten Rückstand zur Spitze aus dem Wasser steigen. Das Radfahren bin ich bewusst sehr defensiv angegangen und habe einige Mitstreiterinnen ziehen lassen, weil ich mein eigenes Rennen machen wollte. Gegen Ende der Radstrecke hatte ich eine Gruppe an Mädels wieder eingesammelt und einiges an Kraft für das Laufen als Reserve. Von Beginn der Laufstrecke an hatte ich richtig gute Beine und konnte völlig nach Plan laufen. Mein Ernährungsplan ging auf, bei einer unglaublich guten Stimmung an der Strecke und purer Freude über das schöne Rennen konnte ich vier Kilometer vor dem Ziel noch auf den dritten Gesamtrang vorlaufen.“ Nach dem letztjährigen bayerischen Elitemeistertitel über die olympische Distanz und dem selbigen über die Sprintdistanz dieses Jahr in Trebgast, durfte sich die Athletin des Team Icehouse e.V. jetzt auch über den bayerischen Meistertitel auf der Mitteldistanz freuen.

Sofia Ramsauer auf der Laufstrecke; Foto: Lasse Ibert

Vize-Meisterin Sofia Ramsauer beurteilt ihr Rennen so: „Ich bin mit meinem Rennen sehr zufrieden. Das Schwimmen lief besonders gut und ich konnte zusammen mit Maria Paulig und Verena Walter als erste Verfolgergruppe nach den Profis Daniela Bleymehl und Els Visser auf die Radstrecke wechseln. Den anspruchsvollen Radkurs kannte ich bereits aus dem Vorjahr und bin besonders stolz auf meine Radzeit, die ich dieses Jahr um über zehn Minuten verbessern konnte. Auf der Laufstrecke musste ich noch ein paar starke Läuferinnen ziehen lassen, kam aber sehr zufrieden auf Platz 10 gesamt ins Ziel. Der Bayerischen Vizemeistertitel machte diesen Tag dann fast perfekt!“

Bayerische Athleten dominieren die Olympische Distanz

Ganz und gar bayerisch dominiert war die Olympische Distanz: Der Sieg hier ging an Fabian Kraft (Erlangen), der sich gegen Lukas Stengel (Göppersdorf) durchsetzte. Der für Ingolstadt startende Neilan Kempmann komplettierte das Podium. Alle drei Athleten sind auf den kurzen Strecken keine Unbekannten und duellieren sich sonst in der Triathlon Bundesliga.

Foto: Dominik Berchtold (Titelbild); Lisa Heinrichs, Tom Mayer, Lasse Ibert

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

Ergebnisse Bayerische Meisterschaft

AK 20

  1. Platz: Kilian Bauer (SV Wacker Burghausen); 04:12:09
  2. Platz: Carl Sommer (SV Würzburg 05); 04:19:48
  3. Platz: Andreas Feldmayer (Post SV Weilheim); 04:52:17

AK 25

  1. Platz: Julian Müller (SV Würzburg 05); 04:12:06
  2. Platz: Lukas Michels (Wasserfreunde Pullach); 04:20:38
  3. Platz: Fabian Schaffert (TuS Fürstenfeldbruck e.V.); 04:22:32
  1. Platz: Maria Paulig (Team Icehouse e.V.); 04:37:55
  2. Platz: Sophia Ramsauer (Post SV Nürnberg); 04:52:12
  3. Platz: Lisa Heinrichs (SV Würzburg 05); 05:03:41

AK 30

  1. Platz: Sven Pollert (SG Poing); 04:20:20
  2. Platz: Andreas Sichert (Arriba Göppersdorf); 04:22:00
  3. Platz: Franz Vogel (SV Marienstein); 04:24:45
  1. Platz: Theresa Griesbach (La Carrera TriTeam Rothsee); 4:59:36

AK35

  1. Platz: Benedikt Bauer (VfL Kaufering); 04:46:13
  2. Platz: Dominik Stelzig (SV Marienstein); 04:46:16
  3. Platz: Benjamin Triebs (TSV 1909 Gersthofen); 04:47:33
  1. Platz: Elke Obermeier (Tri Famila); 5:33:38

AK40

  1. Platz: Darren Alcock (TV Memmingen); 04:35:31
  2. Platz: Michael Mayer (MRRC München); 04:41:33
  3. Platz: Dominik Renninger (TG 48 Schweinfurt); 04:46:33
  1. Platz: Katrin Esefeld (LG Mettenheim); 04:58:22
  2. Platz: Katja Schmiede (Team Icehouse e. V.); 05:47:36
  3. Platz: Doris Jambor (Triathlon Günzburg); 06:30:07

AK45

  1. Platz: Alfred Ledermann (RSC AUTO BROSCH Kempten); 04:35:28
  2. Platz: Roman Binner (TV 1848 Erlangen); 04:59:00
  3. Platz: Marco Gasparetto (Team Oberpfalz); 05:10:45
  1. Platz: Susi Reidl (TV Planegg-Krailling); 06:23:46
  2. Platz: Simone Rödel (IfL Hof); 06:35:54

AK50

  1. Platz: Dieter Asböck (TSV Eintracht Karlsfeld – Triathlon); 04:46:27
  2. Platz: Hermann Schmaderer (Schwimmverein Straubing); 04:56:47
  3. Platz: Theo Feneberg (ASV Hegge); 05:00:47

AK55

  1. Platz: Norbert Höschel (MTV 1862 Pfaffenhofen); 05:14:10
  2. Platz: Bernhard Rehle (TV Immenstadt); 05:15:03
  3. Platz: Detlef Engelhardt (Team Klinikum Nürnberg); 05:24:52
  1. Platz: Claudia Heindl (TV 1848 Erlangen); 5:18:10
  2. Platz: Sabine Höschel (MTV 1862 Pfaffenhofen); 06:14:16

AK60

  1. Platz: Willi Schweiger (TV Immenstadt); 04:46:30
  2. Platz: Lothar Slaby (Trisport Erding e. V.); 05:55:27
  3. Rudi Schädler (TSV Jahn Freising 1861 – Triathlon); 05:59:18
  1. Platz: Beate Uebel (TB Erlangen); 6:43:17

AK65

  1. Platz: Johannes Bergmann (TSV 1860 Rosenheim); 6:58:17

AK75

  1. Platz: Gerhard Müller (TDM-Franken); 7:57:17

Die Triathlon-Saison neigt sich dem Ende zu. Auf bayerische Altersklassensportler*innen wartet jedoch noch ein Highlight: Beim Allgäu Triathlon geht es um die Bayerischen Meistertitel auf der Mitteldistanz. „Wir freuen uns ganz besonders diese Wertung beim ältesten Rennen Deutschlands austragen zu dürfen“, sagt BTV-Präsident Gerd Rucker.

Das „Kult“-Rennen startet am Sonntag im Alpsee. Fast 200 Athletinnen und knapp 1.000 Athleten sind insgesamt gemeldet. Vorentschieden wird das Rennen sicherlich auf der selektiven Radstrecke durch das Voralpenvorland. 1.230 Höhenmeter, darunter zwei Mal der legendäre Kalvarienberg, sind zu überwinden. Ob der Vorsprung dann schon reicht, zeigt sich natürlich erst auf den 21 Laufkilometern am Alpsee. 

Allgäu Triathlon 2021 in Immenstadt. Fahrrad Gruppe Anstieg Kalvarienberg mit Publikum.
Der legendäre Anstieg Kalvarienberg

Cross Duathlon BM im Oktober

Mit dem Wettkampf findet die BM-Triathlon-Saison 2022 ihren Abschluss. Die Sieger auf der Sprint-Distanz wurden im Rahmen des Triathlon Erding im Juni ermittelt und heißen Margit Elfers und Fabian Schaffert. Auf der Kurzdistanz wurde beim Mainfrankentriathlon in Kitzingen um die Plätze gekämpft. Heike Uhl/Laura Zimmermann (Pro) und Lukas Stengel entschieden das Rennen für sich.

Freundinnen und Freunde des Multisports kommen am 9. Oktober noch beim Crossduathlon im oberpfälzer  Burglengenfeld auf ihre Kosten. Gehörlose Sportler*innen finden ihre Meister*innen am Steinberger See am 4. September

Fotos: ueberall.eu / Allgäu Triathlon/ Dominik Berchtold

Über 200 deutsche Triathletinnen und Triathleten konnten im Rahmen der Altersklassen-Sprint-Europameisterschaft in München EM-Luft schnuppern. Mit insgesamt 27 von 90 möglichen Medaillen, darunter elf Goldene, überzeugte das Team der Deutschen Triathlon Union nicht nur mit der größten deutschen Mannschaft, die jemals bei internationalen Altersklassen-Wettkämpfen teilgenommen hat, sondern auch mit entsprechenden Resultaten. Auch BTV-Athletinnen und Athleten stachen mit ihren Leistungen heraus.

Die Europameisterschaft auf der Triathlon-Sprintdistanz der Altersklassen fand über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen statt. Geschwommen wurde im Karlsfelder See im Nordwesten von München. Von dort ging es mit dem Rad Richtung Olympiapark, wo der abschließende Lauf rund um das olympische Areal von 1972 führte.

Renate Forstner (Mitte) bei den Europameisterschaften in München im Rahmen der European Championships 2022

Renate Forstner siegt in ihrer AK

Die Rosenheimerin Renate Forstner, seit Jahrzehnten im Triathlon so aktiv wie erfolgreich, ließ sich das Fast-Heimspiel nicht nehmen. In der AK 45 bis 49 siegte sie in 1:11:03 Stunden. „Das Rennen lief super, vom Start weg gab es keine Probleme“, berichtet sie. „Nach dem Ausstieg aus dem Wasser war ich Erste und hatte dann ab Kilometer fünf mit Sione und Lena eine gute Radgruppe, bei der auch alle gut arbeiteten. Ich kenne Sione als spitzen Radlerin aus meiner Elitezeit und dachte mir schon vorher, dass sie auf mich aufschließen würde. Beim Laufen konnte ich sie dann aber bei Kilometer drei überholen und den knappen Vorsprung bis ins Ziel halten. Die selektive Laufstrecke fand ich sehr gut und fair für alle. Ich hatte den Wunsch unter die besten Drei zu kommen, da ich München und den Olympiapark durch mein Sportstudium dort gut kenne. Deshalb wollte ich mein Bestes geben – aber einen Sieg zu planen geht nie. Die Atmosphäre war grandios und die Zuschauer an der Strecke gaben eine riesige Motivation.“

Jannik Hoffmann

Jannik Hoffmann – von der 2. Bundesliga auf’s EM-Treppchen

Jannik Hoffmann (TV 1848 Erlangen) gelang im Gesamttableau der Männer mit einer Zeit von 59:59 Minuten der Sprung auf das Treppchen. Er wurde hinter dem Tschechen Lukáš Juránek (AK 20-24; 59:31) und dem Belgier Pieter Vanderhenst (AK 20-24; 59:56) Dritter.

„Es war meine erste Teilnahme bei einem internationalen Rennen,“ berichtet der Sportler. „Sonst starte ich eigentlich nur 2. Bundesliga Süd für das Team Erlangen. Ich hatte keine Ahnung wie das Niveau bei einer Age-Group-EM sein würde. Mit meinem Trainer Thomas Voit habe ich mich deshalb sehr gut auf das Rennen vorbereitet. In der aktuellen Saison konnte ich auch schon gute Resultate einfahren und somit liebäugelte ich mit einem Podiumsplatz. Von Anfang an lief es dann solide. Ich kam weit vorne aus dem Wasser. und da ich einer der Wenigen war, der keinen Neoprenanzug anhatte, konnte ich sehr schnell wechseln. So konnte ich mit einem Tschechen noch die Lücke auf den Ersten zufahren. Zu dritt bildeten wir dann eine Radgruppe. Leider hat das Radfahren in der Gruppe nicht so gut harmoniert, sodass ich sehr viel Führungsarbeit gemacht habe. Dementsprechend waren meine Beine dann beim Laufen erschöpft. Erst auf dem letzten Drittel musste ich meine Kontrahenten ziehen lassen. Mit dem 3. Platz in der AK und in der Gesamtwertung bin ich dennoch zufrieden. – Mal schauen, ob ich in Hamburg bei der Age Group WM an den Start gehe.“

Auf die Frage, wie er die Atmosphäre des Rennens empfand, antwortet er: „Am Beeindruckendsten fand ich auf jeden Fall den Zieleinlauf auf dem Blauen-Teppich, wie bei der Elite. Und die anspruchsvolle Laufstrecke mit der ‚Besteigung‘ des Olympiaberges, die mit einem tollen Ausblick belohnt wurde, den ich aber leider nicht so lange genießen konnte. Eine besondere Atmosphäre entstand auch durch die Teilnahme vieler Nationen.“

„Eine gelungene Veranstaltung“

„Allgemein finde ich die European Championships eine rundum gelungene Veranstaltung, mit den verschiedenen Hotspots in München verteilt“, meint Jannik Hoffmann. Natürlich ist das Eventgelände im Olympiapark ein Highlight. Hier habe ich ein Teil des Frauen Elite Triathlon-Rennen verfolgen können. Dadurch, dass die Rundkursstrecken sehr kurzgehalten sind, kommen die Athletinnen öfter vorbei, was das ganze sehr Zuschauerfreundlich macht. Sehr gut gefiel mir auch, dass die Strecken von Schwimmen, Radfahren und Laufen so eng beieinander lagen, dass man als Zuschauer fast nicht sein Platz wechseln musste und so alle drei Disziplinen von einem Ort beobachten konnte.“

Hier finden Sie alle Ergebnisse.

Fotos: DTU/ Oliver Kraus

Einmal fühlen wie die Weltklassesportler*innen bei der Triathlon Europameisterschaft – das durften gestern einige Athletinnen und Athleten auf dem EC2022-Kurs in München. Um der Elite in den folgenden Tagen ein perfektes Rennen bieten zu können, wurde auf den Original-Strecken rund um das Olympiastadion ein Testrennen veranstaltet. Die Starter*innen, die sich im Vorfeld beworben hatten, waren begeistert.

„Es war ein super Erlebnis“, schwärmt Patrick Göll. „Wir waren vier Athleten der SG Poing und haben die Veranstaltung sehr genossen. Schließlich bekommt man so eine Chance nicht alle Tage, so nah bei den Profis zu sein und dieses super schöne Drumherum zu erleben. – Einfach super!“

„Manche fanden die Wassertemperatur recht warm, aber ich fand, alles war super organisiert. Damit ist wirklich alles bereit für das große EM-Rennen!“, meldet Leon Pfeiffer.

Besonderes Rennen zum 100. Triathlon

„Es war auf jeden Fall eine große Ehre und Freude, das Rennen mit komplettem Profi-Setup von Anfang bis Ende selbst als Teilnehmer miterleben zu können“, berichtet Niki Abel vom TSV Altenfurt. „Ich bin mit dem Zug und Rad angereist und schon vorher kurz auf der abgesperrten Radstrecke zum Olympiapark gefahren. Spätestens, wenn man dann die Brücke über den See, den blauen Teppich, die Zuschauertribüne und die ganzen Schilder mit European Championships Munich 2022 sieht, beginnt es zu kribbeln und die Vorfreude steigt ins Unermessliche. Die Strecken sind toll und machen Spaß, und dass es dann auch noch ein richtiges Rennen wurde und ich nicht jeder aufgrund zu großer Leistungsunterschiede alleine unterwegs war, tat noch sein Übriges. Für mich war es sowieso ein besonderes Rennen da es mein 100. Triathlon war. Einen besseren Rahmen hätte ich mir nicht vorstellen können und das wird ewig in Erinnerung bleiben.“

Martin Müller (Triathlon Günzburg e.V.) stimmt dem nur zu: „Es war natürlich etwas Besonderes, die Wettkampfstrecken der Elite testen zu dürfen. Der Kurs ist auch sehr beeindruckend und toll: Die Schwimmstrecke im Olympiasee lässt sich gut schwimmen. Die Radstrecke auf breiten Straßen ist ein schneller Kurs und das Laufen über den Olympiaberg ist das anstrengende Highlight, wo sich das Rennen der Profis möglicherweise entscheiden wird. Zum Zieleinlauf vor der Tribüne kann ich nur sagen: spektakulär! Insgesamt also ein tolles Rennen – dennoch gut, dass wir noch ein Testrennen gemacht haben, denn die Orga hatte noch einiges zu klären – einen Fehlstart zum Beispiel.

Fotos: privat

„Mega Stimmung“, jubelt Dieter Göpfert, Organisator des Mainfranken Triathlon. Am Wochenende begaben sich bei besten Bedingungen knapp 500 Teilnehmende auf die Strecken rund um Kitzingen. Neben Sprintdistanz und Landesliga lockte vor allem die Kurzdistanz mit den Bayerischen Meisterschaften. Die Krone holten sich dort Laura Zimmermann als erste Profi-Dame und Heike Uhl (CIS Amberg) als erste Altersklassenathletin, sowie Lukas Stengel (Arriba Göppersdorf).

„Aufgrund der Starterliste habe ich nach dem dritten Platz im vergangenen Jahr schon mit dem Sieg geliebäugelt“, gibt der spätere Sieger, Lukas Stengel, zu. Der 22-jährige ließ im Rennen dann auch keinen Zweifel an seinen Ambitionen aufkommen. Als Führender ging er auf die Radstrecke, wo er als einziger Athlet unter der Marke von einer Stunde blieb und auch beim Laufen legte er die schnellste Zeit hin. „Das Streckenprofil der Rad- und Laufstrecke entspricht mit den vielen kurven und ein kleinen Anstiegen genau meinen Vorstellungen“, meint er und freut sich über den Erfolg: „Dass es mit dem Sieg dann auch geklappt hat und ich das Rennen mit größerem Vorsprung gewinnen konnte, freut mich natürlich umso mehr. Mir hat der Wettkampf in Kitzingen wie die letzten Jahre gut gefallen, die Atmosphäre am Main und die vielen Zuschauer haben das nochmal unterstrichen.“ 
Hinter ihm blieb Carl Sommer vom SV Würzburg 05 noch unter der Zwei-Stunden-Marke. Auf Platz drei der BM-Wertung folgte Frank Heckel vom TSV Mitterfels.

Man muss in der Ergebnisliste nicht weit schauen, um die erste Frau zu finden – schon auf dem sechsten Rang der BM-Gesamtwertung steht die Würzburger Profi-Athletin Laura Zimmermann. Als erste AK-lerin feierte Heike Uhl nur wenig später ihren Zieldurchlauf. Die weiteren Plätze gingen an die starken Frauen vom SV Würzburg 05 Sarah Karollus und Eleisa Haag.

Die vollständigen Ergebnisse finden Sie hier.

Fotos: Dieter Göpfert