Als Breiten-, Gesundheits- und Hobbysport ist Triathlon bestens geeignet, denn er vereint gesunde Ausdauersportart und variable, vielseitige Belastungen zu einem Sport, der sich sowohl alleine, als auch in Gemeinschaft perfekt gestalten lässt. Veranstaltungen und Wettkämpfe gibt es in Bayern für jedes Leistungsniveau.

„Mega Stimmung“, jubelt Dieter Göpfert, Organisator des Mainfranken Triathlon. Am Wochenende begaben sich bei besten Bedingungen knapp 500 Teilnehmende auf die Strecken rund um Kitzingen. Neben Sprintdistanz und Landesliga lockte vor allem die Kurzdistanz mit den Bayerischen Meisterschaften. Die Krone holten sich dort Laura Zimmermann als erste Profi-Dame und Heike Uhl (CIS Amberg) als erste Altersklassenathletin, sowie Lukas Stengel (Arriba Göppersdorf).

„Aufgrund der Starterliste habe ich nach dem dritten Platz im vergangenen Jahr schon mit dem Sieg geliebäugelt“, gibt der spätere Sieger, Lukas Stengel, zu. Der 22-jährige ließ im Rennen dann auch keinen Zweifel an seinen Ambitionen aufkommen. Als Führender ging er auf die Radstrecke, wo er als einziger Athlet unter der Marke von einer Stunde blieb und auch beim Laufen legte er die schnellste Zeit hin. „Das Streckenprofil der Rad- und Laufstrecke entspricht mit den vielen kurven und ein kleinen Anstiegen genau meinen Vorstellungen“, meint er und freut sich über den Erfolg: „Dass es mit dem Sieg dann auch geklappt hat und ich das Rennen mit größerem Vorsprung gewinnen konnte, freut mich natürlich umso mehr. Mir hat der Wettkampf in Kitzingen wie die letzten Jahre gut gefallen, die Atmosphäre am Main und die vielen Zuschauer haben das nochmal unterstrichen.“ 
Hinter ihm blieb Carl Sommer vom SV Würzburg 05 noch unter der Zwei-Stunden-Marke. Auf Platz drei der BM-Wertung folgte Frank Heckel vom TSV Mitterfels.

Man muss in der Ergebnisliste nicht weit schauen, um die erste Frau zu finden – schon auf dem sechsten Rang der BM-Gesamtwertung steht die Würzburger Profi-Athletin Laura Zimmermann. Als erste AK-lerin feierte Heike Uhl nur wenig später ihren Zieldurchlauf. Die weiteren Plätze gingen an die starken Frauen vom SV Würzburg 05 Sarah Karollus und Eleisa Haag.

Die vollständigen Ergebnisse finden Sie hier.

Fotos: Dieter Göpfert

Der Einstieg in den Triathlonsport scheint gar nicht so leicht – während Radeln und Laufen oft kein Problem sind, sind der Auftakt im Wasser und die ungewohnte Kombination der drei Sportarten durchaus respekteinflößend. Die gute Nachricht ist: Mit etwas Vorbereitung und dem richtigen Rennformat zum Beginn, ist das Erlebnis für Jederman und Jederfrau machbar. Das bewiesen vergangenen Wochenende auch wieder zahlreiche Rookies – das sind die „Erstlinge“ in Rennen – beim Zehn Freunde Triathlon in Nürnberg.

Trotz der warmen Temperaturen scheinen einige der Teilnehmer*innen zu zittern. Am Rand des Stadionbads hat sich die Menge an (angehenden) Triathletinnen und Triathleten gesammelt. Noch ist der Respekt groß. Doch sobald sie an der Reihe sind, kann man die Freude in allen Gesichtern festhalten.

Der Zehn Freunde Triathlon ist eines der Formate, die sich ideal für ein erstes Mal eignen. Denn mit etwas Training und kleinem Materialfundus kann man hier gemeinsam mit seinen Freunden oder Kollegen über 380m Schwimmen, 18 Kilometer Radfahren und 4,1km Laufen in den Triathlon hineinschnuppern. Es geht natürlich auch darum gemeinsam die Herausforderung zu meistern. Vor allem aber geht es um den Spaß am Sport.

Ein Team des lokalen Vereins RC Wendelstein war auch am Start. Schon Wochen zuvor begannen die Zehn, die sich zu dem eigens konzipierten Einsteiger-Kurs trafen, ihre Vorbereitungen. Kraulen konnten damals nur Wenige. Die Räder galt es ersteinmal fit zu machen und auch die Radfähigkeiten aufzubauen. Beim Laufen wurde vor allem an der Kondition gearbeitet.

„Haben zehn neue Mitglieder gewonnen“

Tim Feuerlein, Vorstand der Abteilung und Beauftragter für Sportentwicklung im BTV erklärt sein Konzept, Neulinge zum Triathlonsport zu bringen, so: „Ich finde das Format und den Wettkampf beim Zehn Freunde Triathlon sehr spannend. 2018, bei der ersten Auflage, war ich mit meinen Freunden aus dem Team als Helfer dabei. Wir konnten konnten hautnah die Freude der Teilnehmer*innen spüren. Über 90% der Starter sind „Rookies“ und die meisten absolvieren dieses Event komplett im Team – das gibt einen ganz anderen Spirit.

Für mich als Veranstwortlicher für Breitensport im Bereich des Bauftragten für Sportentwicklung ist diese Art von Event sehr wichtig. Die Hemmschwelle ist sehr niedrig und im Mannschafts-Format hat der Sport auch eine andere Dynamik.
Auf genau diese Dynamik haben wir bei uns im Verein gesetzt: Mit einem Konzept zum Einstieg in den Triathlonsport über insgesamt vier Monate haben wir zehn Teilnehmer*innen an das Event herangeführt. Ziel war es, alle für den Sport zu begeistern und bestenfalls neue Mitglieder für unseren Verein zu gewinnen. Am Ende konnten alle Erwartungen erfüllt werden und wir haben acht neue Mitglieder gewonnen. Alle haben die Distanzen am Wettkampftag sehr gut gemeistert und noch viel wichtiger, aus Zehn Teilnehmer*innen wurden am Ende zehn Freunde.“

Und was sagen die Sportler*innen nach überstandener Triathlon-Premiere?

„Verrückt hin oder her – Ich mach das jetzt!“

Im Team herrscht ein anderer Spirit

Andrea Ringer schreibt: „Bis zur letzten Minute vor dem Wettkampf habe ich mich nahezu täglich gefragt, ob ich eigentlich größenwahnsinnig bin. Mich, mit einer zwar regelmäßigen Lauferfahrung, aber nur von maximal sechs Kilometern am Stück, eher im Schneckentempo zurückgelegt, mit einer Radfahrerfahrung, die sich in den letzten Jahren aufs E-Bike-Fahren beschränkte und mit stolzen 47 Jahren auf dem Buckel, zu einem Triathlon anzumelden. Aber nachdem ich im Juli letzten Jahres über das Schwimmtraining zum RC Wendelstein kam, wollte ich das einfach mal versuchen! – Verrückt hin oder her!
Und es war eine super Entscheidung!
Ich hatte wirklich das Gefühl, in allen Disziplinen genau dort abgeholt worden zu sein, wo ich eben gerade so stand. Dank der Schwimmtrainerin konnte ich meine Kraultechnik deutlich verbessern, dank Flo und der Laufgruppe konnte ich mein Lauftempo erhöhen und Heiko hat es sogar geschafft, mir – geboren mit zwei linken Händen – beizubringen, wie man einen Fahrradschlauch wechselt. Auch die Vorbereitung auf das Thema Triathlon und die Förderung des Teamspirits durch Tim waren super. Und unser Team ist das beste Team aller Zeiten!

Und so bin ich, trotz aller Bedenken und trotz der kurvenreichen Radstrecke (das Kuvenfahren hatte ich zuvor leider nicht geübt), sicher und glücklich ins Ziel gekommen! Gerne jederzeit wieder! Vielen Dank an alle Beteiligten!“

„Keiner war Einzelkämpfer“

Ralf Katzer berichtet: „Ich konnte bereits relativ gut kraulen – habe es bereits im Schulsport gut gelernt. Dennoch haben die Tipps von der Schwimmtrainerin meinen Kraulstil verbessert, denn über die Jahre gewöhnt man sich ja doch Eigenheiten an, die nicht effektiv zum ermüdungsfreien bzw. schnellen Schwimmen beitragen. Gut fand ich, dass sich alle Teammitglieder verbessern konnten bzw. sich sicherer fühlten nach den Einheiten – und der Spaß kam auch nie zu kurz.

Das Erreichen des Zieles „erster Triathlon“ war der schönste Aspekt für mich – ALLE haben sich gegenseitig unterstützt, beraten und geholfen – keiner war ein Einzelkämpfer, trotz individueller Stärken. Heiko, Flo und Tim vom Team Optimum haben sich viel Mühe mit uns gegeben.“

„Das Highlight war der Zieleinlauf Hand in Hand“

Doris Kratzer hat trotz Skepsis auch die Schwimmstrecke überwunden.

Doris Katzer gibt folgendes Feedback: „Tage später bin ich immer noch stolz dabei gewesen zu sein – mich trotz dem verhassten Schwimmen angemeldet zu haben. Leider habe ich auch hier das Kraulen nicht erlernen können, aber das Brustschwimmen in 11 Minuten ist absolut zufriedenstellend für mich in diesem Wettbewerb – gerade auch weil ich nie das Gefühl hatte in unserer Gruppe jemanden „aufgehalten“ zu haben. die Schwimmtrainerin hatte volles Verständnis für alle meine Ängste und Bedenken gehabt, mich angenommen und meinen Wunsch sofort respektiert die Technik des Brustschwimmens zu verbessern.

Von Anfang an war es eine Teamleistung und für mich das Highlight der Zieleinlauf Hand in Hand. Es hat Spaß gemacht – ich mag auch die 4. Disziplin die Wechselzone 😉 und jeder der Trainer hat sich Zeit genommen für unsere Fragen und auch individuellen Anliegen oder Wehwehchen. So wie es gefinisht wurde, haben einige Andere jetzt schon Bock 2023 mitzumachen – ganz sicher – also weiter so!“

Seit 2009 startet in Kitzingen alljährlich ein besonderes Rennen: Der Mainfrankentriathlon. Dass jedes Jahr aufs Neue so viele Sportler in die historische Stadt inmitten des unterfränkischen Weinlandkreises kommen, hat viele Gründe. Einer ist jedoch sicherlich die landschaftlich schöne Strecke. In diesem Jahr gibt es noch einen weiteren: Die Bayerische Meisterschaft der Altersklassenathleten über die Kurzdistanz und auch die Athleten der Landesliga gehen an den Start.

Der Startschuss zu dem unterfränkischen Rennen fällt im Main. Danach geht es flussabwärts zum ersten Wechsel am Mainufer. Mit Blick auf das Wasser und auf Kitzingens malerische Weinberge wird geradelt. Auch beim Laufen begleitet Sportler*innen der Main, bis es über eine Brücke hinweg hinein in die historische Altstadt geht. Los geht es für die Landesliga um 13.00 Uhr. Fünf Minuten später springen die Kurzdistanzler*innen in das Wasser. Gegen 13.25 Uhr findet sich zudem eine Sprintdistanz im Rahmenprogramm.

„Ich habe Größten Respekt vor den Leistungen“

„Ich bin gespannt, welche Sportlerinnen und Sportler den Sprung auf das Treppchen schaffen“, sagt Tim Feuerlein, Beauftragter für Sportentwicklung im Bayerischen Triathlon-Verband, der das Thema Breitensport unter sich hat. „Als Altersklassensportler weiß ich selbst, wie viel Zeit man in Training investiert und habe größten Respekt vor den Leistungen. Deshalb hoffe ich auch, dass in den nächsten Jahren die Bayerischen Meisterschaften für Athletinnen und Athleten wieder zum Magneten werden und der Wert der Veranstaltungen und die Wertschätzung für die gezeigten Leistungen steigen!“

Zur Website des Rennens.

Foto: Mainfranken Triathlon

Heiße Kämpfe um den Titel – die gab es bei den Bayerischen Meisterschaften über die Sprintdistanz im wahrsten Sinne des Wortes. Mitte Juni fanden die Wettkämpfe bei dem Traditionsrennen statt. Heute unterhalten wir uns mit dem neuen Bayerischen Meister und der neuen Bayerischen Meisterin. Ein Nachbericht aus Sicht der Sportler*innen.

Das Rennen in Erding ist seit vielen Jahren ein Magnet für Athletinnen und Athleten und Zuschauer*innen gleichermaßen. Mit Schwimmpart am Naherholungsgebiet Kronthaler Weiher, einer rasanten Radstrecke und einer Laufstrecke in die Stadt hinein mit geselligem Zieleinlauf. Die Organisatoren hatten für die Austragung der Bayerischen Meisterschaft extra das Schwimmen von 400 auf 750 Meter erweitert, das aufgrund der warmen Temperaturen dann auch ohne Neoprenanzug statt fand. Wie es war, berichten Fabian Schaffert von der TuS Fürstenfeldbruck e.V. und Margit Elfers (Böhnlein Sports Bamberg).

Hallo Fabian, mit welchen Ambitionen gingst Du in das BM-Rennen und wie verlief der Auftakt für dich?

Ehrlich gesagt war Erding für mich ein spontanes Vorbereitungsrennen. Meine Freundin wollte dort starten und ich habe gute Erfahrungen gemacht, eine Woche vor einer Langdistanz nochmal einen Sprint zu absolvieren. Perfektes Tapertraining eben ;). Ich hatte auch gehofft Punkte für München zu sammeln, habe aber leider erst nach dem Rennen gesehen, dass die Bewerbungsfrist kurz vorher abgelaufen war. Das Rennen ging für mich etwas wild los, ich verlor direkt beim Start die Brille, konnte mich am Rand des Feldes aber schnell wieder einsortieren und kam gut mit bis zum Schwimmausstieg.“ 

Auch Margit Elfers stand nicht mit Fokus auf dem Titel am Start und meint: „Ich hatte eigentlich keinerlei Ambitionen, sondern war einfach nur froh, wieder einen Wettkampf machen zu können, da ich aufgrund eines gebrochenen Fußes aus acht Wochen Pause kam. Wir (Böhnlein Sports Bamberg) haben seit diesem Jahr eine Ligamannschaft und es war toll, zusammen mit dem Team an der Startlinie zu stehen. Das Schwimmen lief dann für meine Verhältnisse sogar richtig gut.“

Margit, die Radstrecke in Erding ist flach und schnell – deine perfekten Bedingungen? Oder wie ging es dir beim Radfahren?

„Leider haben mein Lenkerschrauben geklemmt, sodass ich keine Aeroposition fahren konnte. Auch musste ich bei der Wende kurz absteigen, was die hinter mir fahrenden Jungs mit Humor genommen haben. Jedenfalls war ich heilfroh, als ich das Radfahren überlebt hatte.“

Derweil legte Fabian Schaffert den schnellsten Radsplit hin und ist selbst begeistert: „Flach und Schnell liegt mir! Ein bisschen Überraschung war für mich selber dabei weil ich mich spontan entschlossen hatte mein Rad zu wechseln. Normalerweise wollte ich bis nach meinem Ironman in Frankfurt warten, aber wie es so ist… wenn man was Neues hat, will man es eben gleich nutzen ;). Beim Wechsel aufs Rad habe ich bereits ein paar Plätze gut gemacht und als wir dann aus dem Ort raus fuhren, sah ich auch in Ferne das Führungsmotorrad. Ab da wusste ich, dass ich nicht zu viel Zeit beim Schwimmen liegen gelassen habe. Bis zum Ende der Radstrecke konnte ich dann bis auf Platz zwei vorfahren.“

Wie lief es auf der Laufstrecke?

Margit: „Beim Laufen hatte ich dann einen super-netten Führungssradler. Das hilft mir immer sehr, wenn er mich beruhigt. Ich war auch ziemlich froh, dass die Laufstrecke wirklich schattig war, weil es doch sehr heiß war. Natürlich bin ich nach so einer langen Laufpause nicht in Bestform, umso mehr habe ich mich dann darueber gefreut, dass mich keiner mehr eingeholt hat.“

Fabian: „Beim Wechsel zum Laufen habe ich den Führenden bereits weglaufen sehen. Ich wollte schnell auflaufen und mich dann erstmal dahinter hängen, bemerkte aber direkt, dass mein Tempo deutlich höher war. Somit ging ich nach dem ersten Kilometer vorbei und lief mein eigenes Tempo. Bei der Wende in der Stadt nach drei Kilometern sah ich die Abstände nach hinten und dachte mir, da kommen aber einige sehr schnell an. Es reichte aber dann mein Tempo zu halten und ich konnte ohne Schlusssprint den Zielkanal genießen 🙂

„Ich habe mich in Erding sehr wohl gefühlt, alles war gut organisiert. Die Atmosphäre war sehr familiär und ich hatte einen tollen Tag mit meinem Team“, meint Margit Elfers.

mberDas Team Böhnlein Sports Bamberg mit Margit Elfers

Die Stimmung in Erding ist super“, berichtet auch der neue Bayerische Meister. „Und alles drum rum passt auch. Man kann einfach hinfahren, einchecken und racen. Den ganzen Tag wird etwas geboten und man kommt schnell und umkompliziert überall hin. 
Eine Bayerische Meisterschaft zieht mich immer an, wenn möglich. Also kam nur diese Wertung in Frage und nicht die Volksdistanz. Mich spornt Konkurrenz an und da hat sich das Rennen mit der Landes- und Bayernliga perfekt angeboten, da ich selber auch in der Regionalliga starte und einige bekannte Gesichter dabei waren.“ 

Dass das Rennen genau richtig war, bewies sich eine Woche später, wie Fabian Schaffert verrät: „Mit der Hawaii-Quali beim Ironman in Frankfurt hat es dann übrigens auch geklappt, mit einem 2. Platz in meiner Altersklasse.“

Der BTV wünscht viel Erfolg! 

Bayerische Meister*innen

AK20
Freia Wagner (TV Planegg Krailing)
Luis Steiert (TV Planegg Krailing)

AK25
Margrit Elfers (Böhnlein Sports Bamberg e. V.)
Fabian Schaffert (TuS Fürstenfeldbruck e.V.)

AK30
Lisa-Marie Ott (IfL Hof)
Thomas Tietz (VfL Kaufering)

AK35
Sabrina Plontasch (Böhnlein Sports Bamberg e. V.)
Anton C. Jell (Sportgemeinschaft Poing e.V.)

AK40
Daniela Unger (TRI TV Lauingen)
Marco Benz (TWin Neumarkt)

AK45
Elke Neuner (Ifa nonstop Bamberg)
Thomas Landes (Tri-Team Schongau)

AK50
Birgit Nixdorf (ifePark Max Ingolstadt e.V.)
Oliver Dr. Rau (Sc53 Landshut)

AK55
Simone Lechner (TSV Oettingen)
Stephan Pollert (DJK Pressath)

AK60
Ingrid Patzak (MRRC München)
Josef Bäurle (Triathlon Günzburg)

AK65
Hubert Rauch (SV Grün-Weiß Holzkirchen)

AK70
Manfred Theis (RSC Vilstal)

AK75
Rainer Schlipfinger (WSV Otterskirchen)

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

Der Däne Magnus Ditlev überraschte alle beim Challenge Roth. Mit einer Zeit von 7:35:48 Stunden verpasste er Jan Frodenos Streckenrekord aus dem Jahr 2016 um gerade neun Sekunden. Frodeno selbst musste zu Beginn des Marathons verletzungsbedingt aussteigen. Zweiter wurde Titelverteidiger Patrick Lange in 7:44:52 Stunden, Rainaldo Colucci aus Brasilien blieb als Dritter mit 7:52:36 Stunden ebenfalls noch deutlich unter der Acht-Stunden-Marke. Das Frauenrennen konnte Weltmeisterin Anne Haug nach einer ambitionierten Aufholjagd für sich entscheiden, ihre Zeit: sensationelle 8:22:42 Stunden. Die über lange Zeit führende Britin Fenella Langridge wird am Ende verdiente Zweite, als Drittplatzierte überquert Judith Corachàn aus Spanien die Ziellinie im Rother Triathlon-Stadion.

Während an der Spitze um Rekordzeiten und Platzierungen gekämpft wurde, ging es im Feld oft um das erfolgreiche Finish. Rund 3.000 Einzelstarter*innen und 650 Staffeln probierten es zusammen mit 7.000 Helferinnen und Helfern. Zahlreiche bayerische Athletinnen und Athleten trotzten den warmen Temperaturen und konnten persönliche Erfolge feiern. Einer von ihnen: Konrad Puk (RSLC Holzkirchen, SV Grün-Weiß Holzkirchen). Mit 73 Jahren erreichte der Holzkirchener als zweitältester Teilnehmer nach 16:00:31 Stunden die Ziellinie.

Konrad Puk im Ziel (Foto: Marathonfoto)

„Es ist nie zu spät zu beginnen“

Glücklich, gesund und zufrieden stand Puk im Ziel und meinte: „Ich habe jeden Kilometer genossen!“ Im vollbesetzten Stadion bat man ihn auf das Podium, wo er motivierte: „Leute fangt an euch zu bewegen. Ich war mit 66 Jahren zum ersten Mal in Roth, heute habe ich zum sechsten Mal die Ziellinie hier erreicht. Es ist nie zu spät etwas zu tun und wer nicht anfängt, der hat schon verloren“.

Körperlich und mental war der Tag für den oberbayerischen Athleten natürlich trotz des glücklichen Finishs sehr anstrengend: „Ich hatte meine Höhen und Tiefen“, berichtet er. „Das Schwimmen lief ganz gut, bis die nächste Startwelle von hinten kam, derer noch viele folgen sollten. Immer wieder habe ich mir ruhigere Gewässer gesucht, um dem Getümmel zu entkommen. So war ich heil froh, als ich mit nur kleineren Blessuren wieder festen Boden unter den meinen Füßen hatte und nicht zu viel Kanalwasser verkostet hatte. Beim Radfahren habe ich mich nach Plan versorgt, mein Gel aus der Flasche und Wasser zur Kühlung des Körpers und zum Trinken. An jeder Station habe ich mir von den Helfern Flaschen reichen lassen. Damit kein Körperteil in der Aeroposition verkrampft, waren ein paar Lockerungsübungen sehr hilfreich. Richtig anstrengend waren die Berge, Gredinger Berg, Kränzleinsberg, Solarer Berg, wo mich immer ein phantastisches Publikum mit viel Begeisterung nach oben ‚gebrüllt‘ hat. Für mich war das Gänsehaut pur.“

Besondere Motivation am Streckenrand

Ein ganz besonderer (stiller) Motivator war Michel – einer von tausenden Zuschauern für Konrad Puk. „Er verkleidet sich als Clown mit einer Perücke in den französischen Farben. Jedes Jahr steht er an den gleichen Stellen in Roth und sorgt für Unterstützung und Stimmung. Zufällig hatte ich Michel zuvor bei der „Challenge Woman“ getroffen und mich bei ihm für die Unterstützung in den Vorjahren bedankt. Da erzählte er mir, dass er Marathonläufer war und jetzt 83 Jahre alt ist. Inzwischen weiß ich, dass „Michel on tour“ als „Spaßpräsident“ unterwegs ist und für soziale Projekte Spenden einsammelt. Ein toller Mensch, ein toller Franzose und es war mir eine sehr große Freude so einen Menschen und seine Energie zu spüren.“

Foto: Marathonfoto

Auf der Marathonstrecke ging es für Puk gut voran. „Die Veranstalter haben das alles mit den vielen freundlichen Helfern hervorragend aufbereitet,“ lobt er. „Ab und zu gab es auch ein kleines Schwätzchen, um mich bei den Helfern zu bedanken. Das hat meinen Puls beruhigt und mir neue Energie gegeben. Nach den ersten zehn Kilometern beim Laufen wusste ich, dass ich rechtzeitig ins Ziel kommen kann.“

Am Ende sprang sogar der Sieg in der AK 70 heraus. „Das erste und das letzte Mal“, sagt Puk und fügt schmunzelnd hinzu: „Ach ja, nächstes Jahr komme ich wieder nach Roth, dann in der Altersklasse 75.“

Fotos: Marathonfoto; Privat

Triathlon ist eine Freiluftsportart. Dies mussten viele der 2.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Triathlon Ingolstadt gestern am eigenen Leib erfahren. Eiskalter Regen und kühler Wind sorgte vor allem auf der Mitteldistanz über 1,9 km Schwimmen, 80 km Radfahren und 20,9 km Laufen für extreme Bedingungen. Am besten damit zurechtkamen die Zirndorferin Lena Gottwald (4:03:45 Stunden) und der Hallenser Wilhelm Hirsch (3:30:18 Stunden), die sich die Gesamtsiege und die Deutschen Meistertitel in der Eliteklasse sicherten.

„Ich habe nur gefroren und wollte fast schon aufgeben“

Lena Gottwald machte ihren Sieg im Alleingang perfekt. Die Zirndorferin startete wie die am Ende zweitplatzierte Ungarin Anna Weinhardt aus der zweiten Startgruppe und hatte mit einem starken Schwimmen den fünfminütigen Startrückstand auf die aus der ersten Gruppe startenden Mitfavoritinnen Magda Nieuwoudt (Südafrika) und der Frankfurterin Laura Chacon Biebach fast wettgemacht. Im Halbmarathon blieb Gottwald nach einem wegen der Kälte sehr langsamen Wechsel am Drücker und lief so zum Sieg und DM-Titel. Hinter Weinhardt sicherte sich Laura Chacon Biebach den dritten Platz und Rang zwei in der DM-Elitewertung. Nieuwoudt verpasste als Vierte mit nur sechs Sekunden Rückstand ganz knapp das Podium.

„Es war superhart heute. Ich habe nie gewusst, wo ich liege, denn bei dem Regen auf der Radstrecke hat man gar nicht mehr gesehen, ob dir da Männer oder Frauen entgegenkommen. Allerdings war ich auch mehr mit mir selbst beschäftigt. Auf dem Rad habe ich nur gefroren und wollte fast schon aufgeben. Beim Wechsel hatte ich riesengroße Probleme, da ich den Helm nicht aufbekam und auch nicht richtig in die Schuhe schlüpfen konnte. Nach vier Kilometern bin ich langsam aufgetaut und dann ging es eigentlich richtig gut. Ich bin dann einfach mein Tempo nach Hause gelaufen“, resümierte Lena Gottwald nach dem Rennen und ergänzt: „Dass es für mich sogar zum Titel gereicht hat freut mich umso mehr und ich schöpfe daraus enorm viel Motivation und freue mich auf die kommenden Rennen. Saisoneinstieg geglückt!“

Lena Gottwald im Ziel.

Wilhelm Hirsch kam bereits als Führender aus dem Ingolstädter Baggersee, bevor er bei einsetzendem Regen bald Gesellschaft von Thomas Ott aus Gemünden bekam. Ott ging anschließend mit knappem Vorsprung auf die Laufstrecke. Doch dahinter lauerten schon Hirsch und auch der Bayreuther Finn Große-Freese (2./3:31:57), die auf der zweiten Laufrunde noch an Ott vorbeizogen (3:32:27). „Das Schwimmen war noch das Wärmste heute. Ich kam gut aus dem Wasser. Als dann der Regen einsetzte, konnte ich meine Wattwerte nicht mehr halten und habe dann bewusst etwas rausgenommen. Beim zweiten Wechsel bekam ich wegen der Kälte die Laufschuhe nicht an. Nach ein paar Kilometern war ich dann aber warm und ich konnte die Pace bis zur Finishline richtig hochhalten“, so Wilhelm Hirsch im Ziel. 

Bayerische AK-Erfolge

Aufgrund des zum Beginn des Radfahrens einsetzenden starken Regens, fiel die Lufttemperatur innerhalb kürzester Zeit unter die 10 Grad-Marke. Viele Athletinnen und Athleten hatten die äußerst kühlen Witterungsbedingungen leider unterschätzt und mussten das Rennen unterkühlt und entkräftet aufgeben. Dennoch erkämpften sich zahlreiche bayerische Athletinnen und Athleten Erfolge in ihren Altersklassen. DM-Titel gingen an Eva Schien (Tristar Regensbug, AK20), Birte Rahmsdorf (SCW München Triathlon, AK35), Matthias Ewender (SC 53 Landshut, AK40), Kerstin Hagerer (CIS Amberg, AK45) Tom Weikert (VfL Kaufering Triathlon, AK45), Hanno Nüsslein (TSV Chieming Triathlon, AK50) und Christiane Göttner (TuS Fürstenfeldbruck e.V., AK70).

Thomas Ott auf der Radstrecke

Sonne im Ziel für die Finisher auf der Olympischen und Sprintdistanz

Bei der später gestarteten Olympischen Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10,6 km Laufen) besserte sich das Wetter wieder und so konnten dort nahezu alle gestarteten Athletinnen und Athleten den Jubel an der Finishline genießen. Den Sieg sicherte sich Lokalmatador Andreas Wittmann (2:01:00) vom TSV Gaimersheim, der sich knapp vor den beiden Göppersdorfern Jonas (2:01:22) und Lukas Stengel (2:02:17) durchsetzte. Bei den Frauen ging der Sieg an Katja Schneider (2:21:37/Spiridon Frankfurt), gefolgt von Claudia Mai (2:22:51/CIS Amberg) und Anne Kirsten (2:28:25/Böhnlein Sports Bamberg). 

Eine Sekundenentscheidung gab es bei den Männern auf der Sprintdistanz (0,75 km Schwimmen, 20 km Radfahren, 4,6 km Laufen). Der Kleinostheimer Tobias Erbacher holte sich Dank der besten Laufzeit in 58:17 min den Sieg vor dem Rother Elias Knoll (58:32) und Claudio Schanze (58:41) aus Erlangen. Absolut überlegen war hingegen Maja Gralki (LTC Wangen) unterwegs. Die Westallgäuerin gewann in 1:04:01 Stunden überlegen vor Kristina Kos (1:10:31/TSV Gaimersheim) und Birgit Nixdorf (1:10:39/ToNi-Bike) und konnte ihren Sieg sogar mit etwas Sonnenschein feiern.

Alle Ergebnisse des Audi Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL finden Sie hier.

Bayerische Erfolge der Altersklassen

AK20

2. Platz Herren: GROSSE-FREESE Finn (SV Bayreuth)
3. Platz Herren: OTT Thomas (ESV Gemünden)

1. Platz Damen: SCHIEN Eva (Tristar Regensburg e.V.)

AK25

1. Platz Damen: GOTTWALD Lena (TSV Zirndorf)
3. Platz Damen: BEICHE Conny (LifePark Max Ingolstadt)

AK30

2. Platz Herren: BRAEUTIGAM Tim (Spannrit Team TSG Kleinostheim)

AK35

2. Platz Herren: ZIMMERMANN David (Spannrit Team TSG Kleinostheim)

1. Platz Damen: RAHMSDORF Birte (SCW München Triathlon)

AK40

1. Platz Herren: EWENDER Matthias (SC 53 Landshut)
2. Platz Herren: STRZEZYK Peter (TG 48 Schweinfurt)

2. Platz Damen: HACKL Sonja (Tristar Regensburg

AK45

1. Platz Herren: WEIKERT Tom, VfL Kaufering Triathlon

1. Platz Damen: HAGERER Kerstin (CIS Amberg)
3. Platz Damen: REIDL Susi (TV Planegg Krailling)

AK50

1. Platz Herren: NÜßLEIN Hanno (TSV Chieming Triathlon)

AK55

2. Platz Herren: STILLER Frank (Team Baier Landshut e.V.)
3. Platz Herren: DIEPOLD Josef (SC-Delphin Ingolstadt)

AK65

2. Platz Herren: DITTMAR Volker (TV Fürth 1860)
3. Platz Herren: SCHUR Wolfgang (Geh-Punkt Weißenburg e.V.)

AK70

1. Platz Damen: GÖTTNER Christiane (TuS Fürstenfeldbruck e.V.)

Text: Triathlon Ingolstadt; Anpassungen: Christine Waitz; Fotos: Harald Eggebrecht

„Duathlon ist immer etwas das Stiefkind“, meint Susanne Apfel. „Dabei ist er ja nicht gerade einfacher als Triathlon.“ Dass die Kombination aus Laufen, Radfahren und Laufen nicht so populär ist, könnte gerade daran liegen: Duathlon ist ein intensives und forderndes Sporterlebnis. Dennoch finden sich im Verbandsgebiet einige Sportler*innen, die ihre Leidenschaft für diese Variante des Multisports auch bei internationalen Rennen zeigen – und dabei noch äußerst erfolgreich sind. Susanne Apfel und Sandra Morawitz sind zwei von ihnen.

Während die Triathlon-Saison gerade erst Fahrt aufnimmt, haben die Duathletinnen und Duathleten bereits einige Saisonhighlights hinter sich: Bei den deutschen Meisterschaften über die Duathlon Mitteldistanz in Alsdorf siegten Sandra Morawitz und Susanne Apfel in ihren Altersklassen. Bei der EM in Alsdorf gab es den Vize-Titel für Susanne Apfel und bei der Duathlon Weltmeisterschaft im dänischen Viborg holte sie den Sieg über zehn Kilometer Laufen, 60 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen. Sandra Morawitz schaffte es mit Platz drei auf das Podium.

Wir haben uns mit den beiden Spezialistinnen unterhalten.

Liebe Susanne, liebe Sandra,
was macht für euch den besonderen Reiz des Duathlon-Formats aus?

Susanne: Der Reiz des Duathlons ist für mich, dass man den Sport praktisch ganzjährig betreiben kann und nicht auf für Triathlon entsprechende Infrastruktur (Bäder, passendes Freiwasser) angewiesen ist. Und dass es durchaus fordernd ist mit schon belasteten Beinen aufs Rad zu steigen. 


Sandra: Duathlon macht einfach Spaß. Laufen und Radfahren liegen mir einfach mehr. Ich mag es einfach nicht, so früh morgens in kaltes Wasser zu springen, was beim Triathlon ja der Fall ist – und in Deutschland ist das Wasser nunmal meistens kalt.

Seid ihr trotz eurer Leidenschaft für Duathlon auch im Triathlon unterwegs?

Susanne: Ausflüge in den Triathlon habe ich auch schon gemacht, aber praktisch ohne Schwimmtraining. Das reichte gerade mal zur Stadtmeisterin oder auch mal zum dritten Platz bei der Cross-Triathlon-EM. Es gibt ja viele Triathleten, die nicht besonders gut schwimmen können. Deshalb wundert es mich, dass nicht mehr auf Duathlon umsteigen. Der Grund dafür liegt für mich darin, dass der Duathlon bei uns einfach nicht so populär ist und es auch kaum Angebote gibt.

Sandra: Ja, ich starte neben dem Duathlon auch im Triathlon.

Gerade aufgrund der geringeren Popularität des Duathlons sind nationale und internationale Wettkämpfe ein bisschen wie Familientreffen: Man kennt sich untereinander, man kennt seine direkten Konkurrentinnen. Wie geht ihr damit um – gerade auch, wenn die Vorbereitung einmal nicht so lief?

Susanne: Es stimmt, dass Duathlons wie Familientreffen sind. Man kennt und schätzt sich und freut sich, die anderen wieder zu treffen. Altersklassenübergreifend, deutschlandweit, international. Ich habe zum Beispiel bei der WM 2018 in Odense (Dänemark) eine Sportlerin (Diana Mull) aus Bornhöved (LV Schleswig-Holstein) kennengelernt. Seitdem reisen wir, wenn möglich, zu allen internationalen Meisterschaften gemeinsam. Auch Sandra treffe ich seit Aviles 2016 immer wieder. 

Sandra: Im Duathlon, aber auch im Triathlon kennt man sich. Es ist wie eine große Familie. Man freut sich andere wieder zu treffen. Wie zuletzt in Viborg. Ich habe mich gefreut Maria Buchvoll wieder zu treffen. Wir kennen uns schon aus Alsdorf und Viborg 2019. Wir kämpfen zwar gegeneinander, aber wir gönnen der Anderen auch, wenn sie den besseren Tag erwischt. Es werden auch gemeinsame Fotos gemacht und dann ausgetauscht.
Die „Familie“ merkt man z.B. auch in der Wechselzone. In Viborg war eine sehr aufgeregte Norwegerin dabei. Sie wurde dann einfach durch andere beruhigt und ihr wurde gut zugeredet.

Sandra Morawitz und Maria Buch

Was würdet ihr euch für den Duathlonsport in Bayern, Deutschland und international an Veränderungen und Entwicklung wünschen?

Susanne: Ich würde mir wünschen, dass das Angebot an Duathlon-Rennen mehr wird. International ist es ja ganz ordentlich, aber in Deutschland ist es schon schwierig. Es gibt zum Beispiel aktuell keine Meisterschaft über die Kurzdistanz mehr. 

Sandra: Ich würde mich auch freuen, wenn es mehr Duathlon-Veranstaltungen geben würde. Bislang überwiegen da schon eindeutig die Triathlon-Wettkämpfe.

Vielen Dank für das Interview!

Du hast Bock auf Schwimmen, Radfahren und Laufen? Du wolltest schon immer mal bei einem Wettkampf starten, hast dir das aber alleine bislang nicht zugetraut? Du wünschst dir einen Plan und Gleichgesinnte? Dann bist du beim Rookie-Projekt der DTU genau richtig. Denn die Deutsche Triathlon Union (DTU) und Time2Tri bereiten dich perfekt auf dein Triathlon-Debüt vor.

In 12 Wochen auf den Triathlon in Nürnberg vorbereiten

Du erhältst einen 12-Wochen-Plan, mit dem du zielgerichtet auf deine Premiere hintrainieren kannst. Und dies nicht alleine: Starken Partner wie Trainer*innen oder Ernährungsberater*innen sowie die Community sind immer auf deiner Seite, um dich bestmöglich auf eine Sprint- oder Kurzdistanz deiner Wahl vorzubereiten.

Ein möglicher Wettkampf für dich könnte der Triathlon Nürnberg am 7. August 2022, der auch der Leitwettkampf des Projekts ist. Hier müsstest du Mitte Mai mit dem 12-Wochen-Plan starten.

Mehr Infos findest du hier: https://www.nuernberg-triathlon.de/rookie-projekt

Übrigens bieten auch der BTV und seine Vereine immer wieder Angebote für Einsteiger*innen. Unsere Workshops findest Du hier. Einen Verein in deiner Nähe findest du hier.

Gemeinsam Sport treiben, Fairness und Respekt leben – über Landesgrenzen oder Sprachbarrieren hinweg. Nicht verwunderlich, dass auch im Sport derzeit zahlreiche Aktionen zur Unterstützung für ukrainische Flüchtende entstehen. Zwei dieser Aktionen wurden uns zugetragen und möchten wir euch vorstellen.

Move for Solidarity: Aktionstag in München

Das Organisationskomitee der European Championships Munich 2022 möchte den Sport nutzen, um Solidarität zu zeigen. In Kooperation mit der Münchner Sportjugend und dem BLSV organisiert das Team der EC2022 am 03. April 2022 ein Sportfestival im Olympiapark. Eingeladen sind insbesondere Kinder und Jugendliche, sowohl aus der Ukraine als auch aus anderen Gebieten, die in München angekommen sind. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, durch sportliche und abwechslungsreiche Aktivitäten dem Alltag für einige Momente entfliehen, soziale Kontakte zu knüpfen und sich in München willkommen zu fühlen. Eingeladen sind auch alle Münchener.

Vereine gefragt

Falls Euer Verein, Euer Verband oder Eure Organisation regelmäßig ein integratives Sportprogramm anbietet, kommt vorbei und stellt es im Olympiapark München vor! Plattform und Standfläche stehen kostenfrei zur Verfügung. Voraussetzung ist ein aktives Mitmachprogramm am 03. April 2022.

Das Anmeldeformular muss bis zum 24. März 2022 an countandlast@munich2022.com ergehen. Bei Rückfragen steht Ihnen Lena Bernheine unter +49 160 6157252 gerne zur Verfügung.

Frühlingsfittes Bike gegen Spende für die Ukraine

Der Frühling kommt und wir können relativ sorglos mit dem Fahrrad unterwegs sein. In einem dieser Momente kam Frank Noe die Idee einen Beitrag für die ukrainischen Bevölkerung zu leisten und seiner Leidenschaft zum Radfahren nachzugehen. Ab sofort wird der Sauerlacher an verschiedenen Wochenenden Räder von Freunden und Nachbarn aus seiner Gemeinde für den Frühling fit machen. Frank Noe lädt zu sich ein und führt Kleinreparaturen durch – vom Reifen aufpumpen über Platten flicken bis zum Einstellen der Gangschaltung. Mit einer freiwilligen Spende kann jeder Danke sagen. Die Spenden, deren Höhe jeder selbst bestimmt, gehen dabei zu 100% an die Aktionen

  • Nothilfe Ukraine, Ein Projekt von Aktion Deutschland Hilft – Das Bündnis in Kiew, Ukraine und
  • Hilfe für Kinder aus der Ukraine, Ein Projekt von UNICEF in Kiew.

Nachahmer gesucht

„Was ich kann, können ganz viele Radfahrer und Hobby-Schrauber. Das heißt, überall in Deutschland, in jedem Ort und jeder Stadt kann die Aktion spontan adaptiert werden. „Lasst uns gemeinsam die Fahrräder fit machen und anschließend mehr Rad fahren als in den Jahren zuvor. Denn aktuell und in Zukunft ist jeder an der Tankstelle eingesparte Liter unschätzbar wertvoll.“, sagt Frank Noe. 

Übrigens, wer sein Rad wieder fit macht und regelmäßig nutzt, tut noch mehr Gutes:

  • Spritsparen und damit den Weg aus der Abhängigkeit von Russland unterstützen
  • CO2 einsparen ganz im Sinne von Nachhaltigkeit 
  • Soziale Kontakte stärken nach einer langen Phase der Isolation

Wer sich von Frank Noes Idee inspirieren lassen, mitmachen und teilen möchte, findet hier mehr Informationen.

© Texte: EC2022/Frank Noe; Anpassungen: Christine Waitz; Fotos: (c)DTJ; Mirco Bayer [17.03.2022]

„Rüdiger ist ein engagierter und hilfsbereiter Mensch, Freund, Kollege und fürsorglicher Vater, der immer für andere da ist. Nun braucht er unsere Hilfe“, schreiben seine Freunde auf der Website der DKMS. Rüdiger ist Mitglied des TV 1848 Erlangen Triathlon. Ende 2021 wurde bei ihm akute myeloische Leukämie (ALM) diagnostiziert. Nun ist der Sportler dringend auf eine Stammzellenspende angewiesen.

Jeder kann helfen

Ihm und anderen an ALM erkrankten Menschen kann geholfen werden, indem man sich bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS registrieren lässt. So wird die Zahl der potentiellen Spender erhöht, denn für eine Spende müssen bestimmte Gewebemerkmale mit denen einer Patientin oder eines Patienten übereinstimmen. Nicht jeder Spender passt zu jedem Patienten. Die Registrierung beginnt mit dem Ausfüllen eines Kontakt- und Fragebogens. Als nächstes erhält man ein Testset für einen Wangenabstrich zugeschickt, das dann der Erfassung dient.

Noch kein passender Spender gefunden

Rüdiger, der auf eine Stammzellenspende angewiesen ist, hat noch keinen passenden Spender gefunden. Er kämpft noch um um dass Überleben. Doch die Hoffnung hat er nicht aufgegeben: Mit seinen Kindern, Freunden und Freundinnen hat er bereits eine Alpenüberquerung mit dem Rad geplant.

Sein Freundeskreis hat zusammen mit der DKMS eine Seite (https://www.dkms.de/ruediger) und ein Flugblatt erstellt und hoffen auf zahlreiche Registrierungen und hoffentlich ein Match.

Wir unterstützen und drücken die Daumen für eine erfolgreiche Suche!

© Text: Christine Waitz; Fotos: (c)privat; [16.03.2022]