Triathlon ist im Programm von „Jugend trainiert für Olympia“ die am stärksten wachsende Sportart. Wie viele andere wird sie von der Landesstelle für den Schulsport gefördert. Deshalb wachsen die Bestrebungen, die Lehreraus- und fortbildung durchzuführen, um im Nachmittagsunterricht an mehr Schulen präsent zu sein und weitere Sportarbeitsgemeinschaften (SAGs) zu gründen.

Schwimmen, Radfahren, Laufen – drei Sportarten, die Kindern und Jugendlichen vertraut sind und sich hervorragend miteinander verbinden lassen. Trotzdem ist Triathlon im Schulalltag längst nicht selbstverständlich. Genau hier setzt das Schulsportprojekt „TriAktivisten“ der Deutschen Triathlon Union an. Seit 2026 ist auch der Bayerische Triathlon Verband dabei: Hanna Krauß ist als Schulsport TriAktivistin die Ansprechpartnerin für Schulen, Lehrkräfte, Vereine und Veranstalter und bringt damit den Triathlon noch näher an die Kinder und Jugendlichen.

Die DTU hat das Projekt 2024 gemeinsam mit ihren Landesverbänden und mit Unterstützung des Generalsponsors SUZUKI gestartet. In der ersten Phase ging es zunächst darum, Strukturen kennenzulernen, Kontakte aufzubauen und herauszufinden, welche Voraussetzungen der Schulsport in den einzelnen Bundesländern mitbringt. Seit 2026 geht es um den nächsten Schritt: Aus den aufgebauten Netzwerken sollen konkrete Angebote und dauerhafte Verbindungen entstehen.

Für Bayern bedeutet das vor allem, dort anzusetzen, wo viele Kinder unabhängig von ihren sportlichen Vorerfahrungen erreicht werden können: in der Schule. „Es geht nicht darum, aus jedem Kind einen Triathleten zu machen“, sagt Hanna Krauß. „Viel wichtiger ist, dass Kinder Triathlon als Sport kennenlernen und erleben, dass sie die drei Disziplinen schaffen können.“

Klein anfangen und großen Spaß haben

Ein Beispiel dafür sind die zahlreichen Schultriathlons im Freistaat. Krauß unterstützt Schulen und Veranstalter bei der Vorbereitung und Durchführung und begleitet Veranstaltungen wie den ersten inklusiven Schultriathlon in Kelheim, die Schultriathlons in Deggendorf, Heroldsberg, Höchstadt, Fürth, Ingolstadt und Nürnberg sowie weitere Wettbewerbe im Rahmen der DTU Triathlon-Schultour. Deren Konzept ist bewusst niedrigschwellig: kurze, altersgerechte Strecken, vertraute Fahrräder und vor allem die Freude an der Bewegung stehen im Vordergrund. Nicht die schnellste Einzelzeit soll entscheidend sein, sondern das gemeinsame Erlebnis und möglichst viele Kinder, die das Ziel erreichen. Gleichzeitig sollen aus den Schulveranstaltungen langfristige Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen entstehen.

Dass Schulsport dabei nicht nur aus möglichst vielen Breitensportangeboten besteht, zeigt „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“. Auch hier ist Hanna Krauß eingebunden. Bei den beiden bayerischen Qualifikationsveranstaltungen gingen 2026 insgesamt 184 Mannschaften an den Start – 100 Teams bei der Qualifikation Nord in Hilpoltstein und 84 bei der Qualifikation Süd in Erding. Beim Landesfinale am Apian-Gymnasium in Ingolstadt trafen schließlich die jeweils besten acht Mannschaften jeder Altersklasse aufeinander. Das Apian-Gymnasium qualifizierte sich für das Bundesfinale in Berlin.

Blick auf ein Schwimmbad mit bunten Luftballons und jungen Sportlern

Schultriathlon in Kehlheim

Damit Kinder den Triathlon auch im Unterricht kennenlernen können, braucht es allerdings vor allem eines: Lehrkräfte, die sich mit der Sportart auskennen und sie gerne vermitteln. Deshalb gehört die Lehrerfortbildung zu den wichtigen Bausteinen der Arbeit. Einmal im Jahr werden in einer fünftägigen Fortbildung in der Sportschule Oberhaching 20 Sportlehrerinnen und Sportlehrer zum C-Trainer Triathlon Schule ausgebildet.

Von der Schule führt der Weg dann idealerweise weiter in den Verein. Genau an dieser Schnittstelle liegt eine weitere Aufgabe von Hanna Krauß. Die Zusammenarbeit mit den  BTV-TriPoints soll intensiviert und der Kontakt zwischen Schulen und Vereinen erleichtert werden. Denn ein Schultriathlon kann ein erster Kontakt mit der Sportart sein – nachhaltig wird er vor allem dann, wenn Kinder anschließend eine Möglichkeit haben, weiterzumachen.

Dafür gibt es in Bayern bereits ein breites Angebot. Neben den Schulveranstaltungen gehören auch der BTV Memmert Nachwuchscup mit zwölf Veranstaltungen pro Jahr und sechs Jugendcamps pro Saison zum Umfeld, in dem Kinder und Jugendliche den Triathlonsport kennenlernen und weiterentwickeln können. Über einen Verteiler mit rund 90 Lehrerkontakten und 174 weiteren Kontakten aus Elternschaft, Vereinen und Trainerkreis werden zudem regelmäßig Informationen zu Trainingsangeboten und Veranstaltungen weitergegeben.

Ein Netzwerk für den Nachwuchs

So entsteht Stück für Stück ein Netzwerk, das Schule und Triathlon enger miteinander verbindet. Hanna Krauß bewegt sich dabei zwischen ganz unterschiedlichen Bereichen: Sie ist Ansprechpartnerin für Lehrkräfte, unterstützt Veranstalter, knüpft Kontakte zu Vereinen und begleitet Kinder bei ihren ersten Erfahrungen mit dem Ausdauerdreikampf. Das ist der auch Kern des Schulsport TriAktivisten-Projekts der DTU: Impulse in der Schule setzen und daraus möglichst dauerhafte Wege in den Sport entstehen lassen.

Fotos: BTV

Es war ein gelungener Auftakt in das Erlanger Triathlon-Wochenende: Bereits am Freitag, 24. Juli, stand beim Erlanger Schüler-Triathlon der Nachwuchs im Mittelpunkt. Und die Nachfrage war auch in diesem Jahr enorm: Für die 36. Auflage meldeten sich 1.088 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 2018 bis 2010 aus Erlanger Grund- und Mittelschulen, Realschulen, der Wirtschaftsschule sowie den Gymnasien an. Die Startplätze waren innerhalb kürzester Zeit vergeben. Zudem war der Erlanger Schüler-Triathlon  erneut Teil der DTU Triathlon-Schul-Tour, die bundesweit Kinder und Jugendliche für Bewegung und den Triathlonsport begeistert.

Beim ersten Start um 8:50 Uhr war es noch angenehm kühl, doch strahlender Sonnenschein sorgte von Beginn an für beste Bedingungen. Vor jedem der insgesamt 17 Starts lockerte ein gemeinsames Warm-up die Stimmung auf. Mit Musik, Bewegung und jeder Menge guter Laune verflog die anfängliche Nervosität schnell – natürlich mit dem Turnerla, das auch in diesem Jahr mittendrin statt nur dabei war. Das Veranstaltungskonzept hat sich über viele Jahre etabliert: Geschwommen wird im Erlanger Westbad, anschließend führt die Radstrecke entlang des Main-Donau-Kanals. Danach wartet die Laufstrecke am Kanal und durch das Waldgebiet der Mönau, ehe der große Zieleinlauf im TV48-Stadion folgt – für viele der unvergessliche Höhepunkt des Tages. Der große Zielbogen des M-net Erlangen Triathlons wird bereits vor dem Hauptwettkampf aufgebaut, damit auch der Nachwuchs seinen großen Auftritt genießen kann. Unter dem Applaus von Eltern, Geschwistern, Großeltern und zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern erreichten 978 Kinder und Jugendliche das Ziel und nahmen stolz ihre Finisher-Medaille entgegen – viele davon persönlich überreicht vom Turnerla. Anschließend konnten sich alle bei Getränken, Obst und Kuchen stärken.

Das TV48-Vereinsmaskottchen, das Turnerla, feuert kräftig an.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom TV 1848 Erlangen in Zusammenarbeit mit den Sportlehrkräften im Auftrag des Staatlichen Schulamts. Bereits zum zweiten Mal lag die Wettkampfleitung in den Händen des Lehrerinnen-Trios Anna Moseberg, Julia Zitarosa und Sandra Zink, das mit großem Engagement und viel Organisationsgeschick maßgeblich zum Gelingen des Tages beitrug. „Ein großer Dank gilt den zahlreichen Helferinnen und Helfern. Rund 60 Lehrkräfte, etwa 250 Schülerhelferinnen und Schülerhelfer sowie viele ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer waren bereits beim Aufbau am Vortag und während des gesamten Wettkampftages im Einsatz. Ob an der Strecke, in der Wechselzone, im Zielbereich oder bei der Verpflegung – überall wurde engagiert mit angepackt. Für die Sicherheit sorgten zudem die Einsatzkräfte von Polizei, BRK und Wasserwacht. Ein herzliches Dankeschön geht außerdem an die Partner des Schüler-Triathlons sowie an die Justine-Elsner-Stiftung, die die Veranstaltung finanziell und mit großem persönlichem Engagement unterstützt haben“, berichtet Steffi Guillon vom TV 1848 Erlangen. Für die Organisatorin war es bereits der fünfte Schüler-Triathlon in verantwortlicher Rolle. Ihr Fazit fällt entsprechend positiv aus: „Jahr für Jahr entwickelt sich die Veranstaltung weiter. Der Erlanger Schüler-Triathlon verbindet Schulen, Verein und Ehrenamt zu einem Gemeinschaftserlebnis, das viele Kinder lange in Erinnerung behalten werden.“

Und wenn am Ende hunderte strahlende Gesichter unter dem großen Zielbogen ins Stadion laufen, fühlt sich das für einen Moment tatsächlich fast ein bisschen an wie in Roth – oder sogar auf Hawaii.

Fotos: Jonathan Lorenz

Mit ganz viel Einsatz, einer aufreibenden Vorbereitung aber dafür großer Begeisterung hat die Grund- und Mittelschule Ebersdorf bei Coburg ihren ersten Schultriathlon erfolgreich durchgeführt. Das neue Event brachte viele Schülerinnen und Schüler in Bewegung und zeigte auch hier, wie sich Triathlon im Schulalltag erlebbar machen lässt. Am Ende stand dann auch nicht die Platzierung im Mittelpunkt, sondern das gemeinsame Erlebnis.

Die Idee für die Veranstaltung entstand bereits vor rund zwei Jahren. Nach einer langen Vorbereitungsphase, der Unterstützung durch die Gemeinde sowie zahlreichen engagierten Helferinnen und Helfern konnte das Projekt nun umgesetzt werden. Mehr als 50 Ehrenamtliche aus der Schulfamilie, dem TV 1848 Coburg und dem Ausdauersportverein Hütt’n Hüh unterstützten die Organisation und sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Unterstützt wurde das Projekt unter anderem durch den Förderverein der Schule, private Förderer, den Bayerischen Triathlon-Verband sowie die Deutsche Triathlon Union. Prominenter Pate der Veranstaltung war zudem der ehemalige Profi-Triathlet Andi Dreitz. Der Mittelfranke, der erst vor Kurzem seine Profi-Karriere beendet hat, verfolgte das Geschehen vor Ort und zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Schule und der Qualität der Organisation. Sein Fazit: Ein Schultriathlon sei eine wertvolle Möglichkeit, Kinder frühzeitig für den Ausdauersport zu begeistern.

Volles Engagement der Organisatoren wurde unterstützt durch den ehemaligen Triathlon Profi Andreas Dreitz.

Bereits einige Wochen vor dem Wettkampftag hatten die Kinder bei einem Testlauf Gelegenheit, Wechselabläufe, Regeln und den Umgang mit den drei Disziplinen kennenzulernen. So gingen die Schülerinnen und Schüler bestens vorbereitet an den Start und konnten sich ganz auf den Wettkampf konzentrieren.

Da das Lehrschwimmbecken der Schule derzeit saniert wird, fanden die Schwimmwettbewerbe im Freibad Sonnefeld statt. Um dennoch möglichst viel Wettkampfatmosphäre aufkommen zu lassen, wurde auf dem Schulgelände zusätzlich eine Wechselzone mit einem aufgebauten Pool eingerichtet. So konnten die Teilnehmenden den typischen Wechsel vom Schwimmen auf das Rad „wie in echt“ erleben – inklusive nasser Kleidung. Die jüngeren Jahrgänge absolvierten 50 Meter Schwimmen, fünf Kilometer Radfahren und 300 Meter Laufen. Für die älteren Schülerinnen und Schüler standen 100 Meter Schwimmen, vier Kilometer Radfahren und 900 Meter Laufen auf dem Programm. Gestartet werden konnte sowohl einzeln als auch in Staffelteams. Und das Beste: Alle Kinder erhielten mit dem Finish eine wohlverdiente Medaille, die Siegerinnen und Sieger der Einzel- und Staffelwertungen wurden zusätzlich mit Pokalen ausgezeichnet. Ein Wanderpokal ging an die teilnehmerstärkste Klasse. Am Ende waren sich alle einig: Die Veranstaltung machte Lust auf mehr und könnte sich durchaus langfristig als fester Bestandteil des Schullebens etablieren.

Fotos: Max Lachner

Kinder fahren heute nur noch mit E-Scooter und daddeln am Handy? Von wegen! Der HeroKids Triathlon & Swim & Run in Heroldsberg hat einmal mehr gezeigt, wie viel Begeisterung Ausdauersport bei Kindern und Jugendlichen auslösen kann. Rund 250 Kinder und Jugendliche gingen bei besten Bedingungen an den Start und verwandelten das Veranstaltungsgelände in einen Ort wo ehrgeizig gesportelt wurde, aber auch gegenseitige Unterstützung geleistet wurde und am Ende viele strahlende Gesichter zu sehen waren.

Den Auftakt machten mehr als 80 Grundschulkinder beim Swim & Run. Über 100 Meter Schwimmen und 400 Meter Laufen sammelten viele von ihnen ihre ersten Wettkampferfahrungen. Im Anschluss standen rund 170 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Eckental sowie der Mittelschule Eckental beim Triathlon an der Startlinie. Sie absolvierten 200 Meter Schwimmen, vier Kilometer Radfahren und einen Kilometer Laufen. Dabei spielte es keine Rolle, ob bereits Vereinserfahrung vorhanden war oder der erste Triathlon auf dem Programm stand – im Mittelpunkt standen das gemeinsame Erlebnis und die Freude an der Bewegung.

Dass die Veranstaltung so reibungslos ablief, war dem Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher zu verdanken. Sie betreuten die Startunterlagenausgabe, die Wechselzone und die Wettkampfstrecken und sorgten gemeinsam mit der Wasserwacht für einen sicheren Ablauf. Das Tech-Team des Gymnasiums Eckental übernahm die Veranstaltungstechnik, während Jan’s Radstand vor dem Start alle Fahrräder einem Sicherheitscheck unterzog. Viele kleine Beiträge griffen ineinander und machten deutlich, wie viel Gemeinschaft hinter einer solchen Veranstaltung steckt. Möglich wurde das Event überhaupt nur durch die enge Zusammenarbeit der Grundschule Heroldsberg, des Gymnasiums Eckental, der Mittelschule Eckental, des Bayerischen Triathlon-Verbands und des Marktes Heroldsberg. Als ausrichtender Verein verantwortete der 1. FCN Schwimmen die organisatorische und sportrechtliche Durchführung. Gemeinsam verfolgen alle Beteiligten ein Ziel: Kindern den Triathlonsport näherzubringen und ihnen unabhängig von ihrer sportlichen Erfahrung ein positives Wettkampferlebnis zu ermöglichen.

Unterstützt wurde der HeroKids Triathlon zudem von zahlreichen Partnern und Sponsoren. Als Hauptsponsor engagierte sich die VR Bank. Für die Verpflegung sorgten Edeka Gradl und Rewe Kneuer. Darüber hinaus unterstützten Endurance Shop, Endress, Faber-Castell, Schreibwaren Reinfelder, Café Kraft, Boulderia, Neostylers und Orca Brau die Veranstaltung mit Sachpreisen und weiterem Engagement.

Fotos: Dieter Kaletsch

Blick in ein Freibad mit Kindern

Der inklusive Schüler-Triathlon in Kelheim hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einer echten Erfolgsgveranstaltung entwickelt. Bei der zweiten Auflage verwandelten rund 240 Kinder und Jugendliche das Gelände rund um das Stadion am Rennweg und das Keldorado in eine große Triathlonarena. Damit konnte die Teilnehmerzahl gegenüber der Premiere im vergangenen Jahr deutlich gesteigert werden.

Organisiert wurde die Veranstaltung von den Schülerinnen und Schülern des P-Seminars der 11. Jahrgangsstufe des Donau-Gymnasiums Kelheim. Mit viel Engagement und Liebe zum Detail sorgten sie dafür, dass vom Check-in über die Wettkämpfe bis hin zur Siegerehrung alles reibungslos funktionierte. Unterstützt wurden sie dabei von zahlreichen Helferinnen und Helfern sowie vielen Partnern aus der Region.

Der inklusive Gedanke war dabei an jeder Stelle spürbar. Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gingen gemeinsam an den Start und zeigten eindrucksvoll, wie selbstverständlich Sport Menschen verbindet. Ergänzt wurde der Wettkampf durch zahlreiche Mitmachangebote, bei denen die Teilnehmenden unter anderem Blindenbaseball ausprobieren oder einen Rollstuhlparcours absolvieren konnten. So wurde Inklusion nicht nur thematisiert, sondern aktiv erlebt. Für einen besonderen Auftakt sorgte Simon Henseleit. Der U23-Triathlon-Weltmeister von 2022, der inzwischen beim BTV als Trainer arbeitet, brachte die jungen Athletinnen und Athleten beim gemeinsamen Warm-up auf Betriebstemperatur.

Dabei was schon am frühen Vormittag die Vorfreude überall spürbar. Im Schwimmbecken wurden die letzten Bahnen gezogen, auf der Radstrecke herrschte reges Treiben und entlang der Laufstrecke feuerten Betreuerinnen, Betreuer und Zuschauer den Nachwuchs lautstark an. Ob als Einzelstarterin oder Einzelstarter oder gemeinsam im Team – im Mittelpunkt standen nicht Bestzeiten, sondern die Freude an der Bewegung, der Teamgeist und das gemeinsame Erlebnis. Natürlich wurden bei der abschließenden Siegerehrung auch die schnellsten Einzelstarterinnen und Einzelstarter sowie die erfolgreichsten Teams ausgezeichnet. Medaillen gab es für die Siegerinnen und Sieger der verschiedenen Alters- und Wertungsklassen. Den passenden Rahmen gestaltete die Tanzgruppe des Cabrini-Zentrums Offenstetten mit einer mitreißenden Aufführung.

Nach dem großen Zuspruch dürfte deshalb schon jetzt klar sein: Die dritte Auflage des inklusiven Schüler-Triathlons in Kelheim ist schon gesetzt.

Der bayerische Schultriathlon boomt: Bei den Qualifikationswettkämpfen „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ in Weiden und Grafing gingen insgesamt 530 Schülerinnen und Schüler an den Start – so viele wie noch nie zuvor. Mit 270 Starterinnen und Startern beim Qualifikationswettkampf Nord in Weiden und weiteren 260 Teilnehmenden beim Qualifikationswettkampf Süd in Grafing wurde ein neuer Melderekord erreicht. Das große Ziel der qualifizierten Teams ist nun das Landesfinale am 15. Juli in Ingolstadt.

Ein besonderer Dank gilt den engagierten Ausrichterschulen und ihren Organisatorinnen und Organisatoren. In Weiden sorgte die Lobkowitz-Realschule mit Ramon Gomez-Islinger für eine hervorragende Durchführung des Wettkampftages. Die Qualifikation Süd in Grafing wurde mit großem Einsatz von der Realschule Ebersberg unter der Leitung von Birgitt Schemmel ausgerichtet.

In spannenden Wettkämpfen wurden die begehrten Plätze für das Landesfinale vergeben. Die jeweils drei erstplatzierten Schulen der Wettkampfklassen III Mixed sowie IV männlich und IV weiblich konnten sich für das Landesfinale in Ingolstadt qualifizieren. Die Wettkampfklasse III endet mit der Qualifikation, sodass hier die besten Teams ihre Saison erfolgreich abschließen konnten.

Im Juli werden im Freistaat an einigen Orten an einigen Terminen die Klassenzimmer leer werden: Denn die DTU Triathlon-Schultour macht Station in triathlonbayern. Zwischen Ingolstadt, Deggendorf, Fürstenried und Nürnberg reiht sich ein Wettbewerb an den nächsten und bringt damit Bewegung in die letzten Tage des Schuljahres. Die zahlreichen Termine der DTU Triathlon-Schultour presented by SUZUKI in Bayern zeigen auch, wie breit aufgestellt und vielfältig Triathlon in der Schullandschaft hier ist.

Den Auftakt macht am 7. Juli der 7. Swim&Run des Gnadenthal-Gymnasiums in Ingolstadt. Eingebettet in die sportliche Tradition der Schule wird hier nicht nur geschwommen und gelaufen – es ist ein Einstieg in die Welt des Triathlons für viele junge Talente. Gerade die tolle Atmosphäre sorgt dafür, dass auch Einsteiger ihre ersten Wettkampferfahrungen sammeln können.
Nur wenige Tage später, am 10. Juli, folgt mit der 10. Deggendorfer Schulmeisterschaft im Triathlon bereits ein Jubiläum. Am Comenius-Gymnasium hat sich der Wettkampf längst etabliert. Die Strecken bieten beste Bedingungen und sorgen Jahr für Jahr für große Begeisterung bei Teilnehmenden und Zuschauern gleichermaßen.
Mit dem Sommertriathlon am 20. Juli am Gymnasium Fürstenried wird die Tour dann auch im Münchner Raum erlebbar. Für die Klasse mit den meisten Teilnehmenden ist dort sogar ein Sonderpreis ausgeschrieben.

Dann geht es Schlag auf Schlag weiter: Am 21. Juli lädt das Gymnasium Höchstadt zum Schülertriathlon. Der Schüler-Triathlon dort ist ein Großprojekt von allen beteiligten Schulen, der Stadt Höchstadt und dem Verein ESC Höchstadt und dessen Triathlon-Abteilung.
Der 22. Juli bringt gleich zwei Highlights: In Eckental findet der HeroKids Schüler-Triathlon statt, der seinem Namen alle Ehre macht. Parallel dazu läuft in Fürth der 21. Fürther Schultriathlon aus – eine Veranstaltung mit Tradition.
Am 24. Juli teilt sich die Aufmerksamkeit erneut: In Aschaffenburg geht der Triathlon am Kronberg-Gymnasium über die Bühne. Gleichzeitig findet in Erlangen bereits die 36. Auflage des Schüler-Triathlons des TV 1848 Erlangen statt – ein echtes Urgestein im bayerischen Schultriathlon, das mit Erfahrung, Professionalität und ganz viel Begeisterung punktet.
Zum Monatsende wird es dann noch einmal richtig actionreich: Am 28. Juli bringt der 6. Nürnberger Schülertriathlon an der Peter-Vischer-Schule frischen Wind in die Serie. Die noch junge Veranstaltung hat sich schnell einen Namen gemacht und steht exemplarisch für die tolle Entwicklung der Schultour in Bayern.
Den Schlusspunkt setzt am 29. Juli eine Premiere: Beim 1. Bike&Run des Gymnasiums Gaimersheim wird gesportelt und gejubelt.

„Wir freuen uns sehr über die zahlreichen Termine der DTU Triathlon-Schultour presented by SUZUKI in Bayern“, sagt Vizepräsident Leistungssport Thomas Burger, der sich stark für Triathlon als Schulsport einsetzt. „Insbesondere, da es ja noch einige Rennen mehr in bayerischen Schulen gibt! An dieser Stelle gilt mein Dank allen Lehrerinnen und Lehrern, die diese Projekte mit viel Engagement umsetzen und den Kindern so ganz besondere Erlebnisse ermöglichen.“

Foto: Sophie Dowkes

Blick in ein Freibad mit Kindern

Triathlon ist ein idealer Sport für jede und jeden. Denn die drei Disziplinen sind nicht nur gesund, sie lassen sich auch relativ einfach überall umsetzen. Nicht verwunderlich also, dass Triathlon auch in Schulen immer beliebter wird. Damit der Sport dort jedoch kind- und schulgerecht umgesetzt wird, braucht es Fachwissen und gute Anleitung. Eine der Schlüsselfiguren, die eben das in Schulen bringt, ist Hanna Krauss. Als Triaktivistin des Bayerischen Triathlon-Verbandes (BTV) sorgt sie dafür, dass Lehrkräfte einfach umsetzbare Inhalte für Triathlon in der Schule mitbekommen und der Sport in der Folge für alle Kinder erlebbar wird. Besonders deutlich wird ihre Arbeit in Kelheim: Dort unterstützt sie die Kooperation zwischen dem Donau-Gymnasium und der Cabrini-Schule Offenstetten und ist so Teil eines Inklusionsprojekts, das weit über den bloßen Wettkampftag hinausreicht.

Lehrerausbildung als Erfolgsmodell

Die Grundlage für solche Erfolgsprojekte legt der BTV bereits in der Lehrerfortbildung. Seit 2023 bildet der Verband Sportlehrkräfte gezielt zu C-Trainern für den Schulsport aus. Denn Triathlon in Schulen zu bringen, hat oft bürokratische Hürden: Viele Pädagogen sind zwar Profis in Leichtathletik und Schwimmen, dürfen aber mangels spezifischer Ausbildung mit Schülergruppen nicht im öffentlichen Raum Rad fahren. In einer intensiven fünftägigen Ausbildung schließt der BTV diese Lücke. Das Ziel ist die Gründung von Sportarbeitsgemeinschaften (SAG) oder die Organisation von Schultriathlons durch die speziell geschulten Lehrkräfte. Dass dieses Konzept aufgeht, beweisen die inzwischen über 100 ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer, die das Programm durchlaufen haben.

Einer von ihnen ist Christoph Heide, Fachschaftsleiter Sport am Donau-Gymnasium Kelheim. Nach seiner Ausbildung im Jahr 2024 setzte er das Gelernte unmittelbar um und organisierte 2025 den ersten inklusiven Schultriathlon Bayerns. Insgesamt 138 Teilnehmende, ca. ein Drittel davon Schülerinnen und Schüler an Förderzentren für geistige Entwicklung, gingen gemeinsam an den Start. Was damals ein Pilotprojekt war, hat sich 2026 zu einem sportlichen Leuchtturmprojekt entwickelt. In diesem Jahr geht die Initiative noch einen Schritt weiter: Ziel sind 300 bis 400 Begeisterte, das Cabrini-Zentrum Offenstetten ist als Co-Organisator eingebunden und auch die Vorbereitung findet nun gemeinsam statt. Hanna Krauss unterstützt einige Trainingseinheiten an der Cabrini-Schule und verzahnt so die Zusammenarbeit der verschiedenen Schulformen schon vor dem Wettkampf eng miteinander.

Gruppe von Menschen unter Zeltdach

Team beim ersten inbklusiven Schultriathlon Kehlheim

Effekte weit über Schulsport hinaus

Dieser Einsatz vor Ort ist der Motor für eine Entwicklung, die mittlerweile auch die Lokalpolitik und Wirtschaft vor Ort erfasst hat. Die Stadt Kelheim steht hinter dem Projekt, stellt mit dem Staädtischen Stadion am Rennweg und dem Freibad Keldorado die notwendige Infrastruktur zur Verfügung, während das P-Seminar des Gymnasiums beeindruckende 10.000 Euro an Spenden- und Sponsorengeldern akquirieren will. Unterstützung kommt zudem vom Bayerischen Behindertensportverband (BVS) und natürlich vom BTV, der das Event finanziell bezuschusst und die nötigen Kampfrichter stellt.

Und Hanna Krauss zeigt als Triaktivistin, als Ansprechpartnerin und Unterstützerin im Vorfeld und am Renntag, dass der Verband nicht nur Urkunden verteilt, sondern die Basisarbeit aktiv mitgestaltet. „Ich habe super viel Spaß an dem Projekt und freue mich darüber, dass die Entwicklung so positiv ist!“

Eindrücke von dem inklusiven Event findet ihr im Video (Link).

Fotos: Team Triathlon Kehlheim

Mit dem April beginnt für Bayerns Triathletinnen und Triathleten die Phase, in der endlich Wettkampfluft weht. Vor den Aktiven steht eine Saison, die mit über 80 Rennen, Meisterschaften und Höhepunkten für alle das etwas bereithält.

Während im BTV Memmert Nachwuchscup in Würzburg, Coburg und Nürnberg bereits die ersten Swim & Runs absolviert wurden, steht der nächste Test für die Talente am 12. April in Rothenburg ob der Tauber an. Auch der Kampf um die bayerischen Meistertitel startet bereits am 26. April beim Duathlon in Krailling. Kurz darauf rückt Schweinfurt in den Fokus des Geschehens: Der MainCity Triathlon am 17. Mai beheimatet die BM im Sprint und Para-Triathlon und bietet den Rahmen für die DACH-Meisterschaft der Para-Athleten.

Vom Weltklasse-Event bis zur ersten Triathlon-Erfahrung

In den Folgemonaten verdichtet sich das Programm merklich. Während Ingolstadt Mitte Juni  die BM Kurzdistanz ausrichtet, folgt am 5. Juli das internationale Spitzenrennen mit Weltklasse-Starterfeld: Der Challenge Roth.

Kurz darauf verlangt der Wettkampf in Hof echtes Teamplay bei den Meisterschaften der Team Relay. Die Mitteldistanz-Spezialisten kommen am 26. Juli beim Triathlon Niederbayern auf ihre Kosten, während die Entscheidung im Gelände traditionell später fällt: Ende September ermittelt „Jag de Wuidsau“ in Burglengenfeld die bayerischen Meister im Cross Duathlon.

Flankiert wird dieses Programm von der Liga-Saison. Die fünf verschiedenen bayerischen Ligen versprechen rasante Rennen, während die Gastspiele der Bundesliga für nationales Spitzenniveau sorgen. Immenstadt im Allgäu ist Schauplatz der 1. Bundesliga, während die zweite Liga am Rothsee und in Trebgast gastiert.

Besonders bemerkenswert sind zudem schon jetzt die Meldezahlen bei den Schultriathlons in Bayern. Hier bahnt sich ein Rekordjahr an.

Foto: Elea Bayreuther

Der bayerische Triathlon-Nachwuchs steuert schon jetzt auf Topform zu. So freuen sich die Verantwortlichen über einen absoluten Melderekord beim Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ (JtfO). Insgesamt 184 Teams haben sich für die diesjährigen Wettbewerbe angemeldet – ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr, als 157 Teams gemeldet waren.

Konsequente Förderung zeigt Erfolge

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In der Vorentscheidung Nord gehen 100 Teams mit insgesamt 472 Kindern an den Start, während im Süden 84 Teams mit 400 jungen Sportlerinnen und Sportlern um die Qualifikation kämpfen. Diese gute Resonanz ist auch das Ergebnis einer konsequenten Verbandsarbeit. Der Bayerische Triathlon-Verband engagiert sich seit Jahren intensiv im schulischen Bereich, sei es durch spezielle C-Trainer-Ausbildungen für Lehrkräfte oder die Unterstützung bei der Bildung von Sportarbeitsgemeinschaften (SAGs).

„Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung“, so die Verantwortliche für den Schulsport im BTV, Ina Al-Sultan. „Es zeigt, dass Triathlon immer besser im Schulsport ankommt und die Begeisterung bei den Jugendlichen stetig wächst.“ Als Anerkennung für den sportlichen Einsatz hält der BTV für jedes Kind ein besonderes Präsent bereit: Ein hochwertiges Stirnband im exklusiven Design wartet auf alle Finisher.

Road to Ingolstadt: Das Landesfinale

Das große Ziel der Schulteams ist das Landesfinale in Ingolstadt am 15. Juli 2026. Dort entscheidet sich, wer Bayern beim Bundesfinale vertreten darf. Doch auch abseits von JtfO ist der Kalender prall gefüllt. Der Sommer 2026 bietet bayernweit zahlreiche Gelegenheiten für Schülerinnen und Schüler, Wettkampfluft zu schnuppern . Den Auftakt macht dabei ein besonderes inklusives Event in Kelheim.

Die bayerischen Schultriathlon-Termine 2026 im Überblick:

  • 11.06.2026 JtfO Quali Nord (Weiden)
  • 18.06.2026 JtfO Quali Süd (Grafing)
  • 15.07.2026 JtfO Landesfinale (Ingolstadt)

 

  • 17.06.2026 Inklusiver Schultriathlon Kelheim
  • 14.07.2026 Apian Schultriathlon
  • 21.07.2026 Schülertriathlon Höchstadt
  • 22.07.2026 Fürther Schul-Triathlon
  • 22.07.2026 Heroldsberg Schüler-Triathlon
  • 22.07.2026 Nürnberger Schul-Triathlon
  • 24.07.2026 Erlanger Schüler-Triathlon

 

  • Deggendorfer Schul-Triathlon