Triathlon ist im Programm von „Jugend trainiert für Olympia“ die am stärksten wachsende Sportart. Wie viele andere wird sie von der Landesstelle für den Schulsport gefördert. Deshalb wachsen die Bestrebungen, die Lehreraus- und fortbildung durchzuführen, um im Nachmittagsunterricht an mehr Schulen präsent zu sein und weitere Sportarbeitsgemeinschaften (SAGs) zu gründen.

Kinder fahren heute nur noch mit E-Scooter und daddeln am Handy? Von wegen! Der HeroKids Triathlon & Swim & Run in Heroldsberg hat einmal mehr gezeigt, wie viel Begeisterung Ausdauersport bei Kindern und Jugendlichen auslösen kann. Rund 250 Kinder und Jugendliche gingen bei besten Bedingungen an den Start und verwandelten das Veranstaltungsgelände in einen Ort wo ehrgeizig gesportelt wurde, aber auch gegenseitige Unterstützung geleistet wurde und am Ende viele strahlende Gesichter zu sehen waren.

Den Auftakt machten mehr als 80 Grundschulkinder beim Swim & Run. Über 100 Meter Schwimmen und 400 Meter Laufen sammelten viele von ihnen ihre ersten Wettkampferfahrungen. Im Anschluss standen rund 170 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Eckental sowie der Mittelschule Eckental beim Triathlon an der Startlinie. Sie absolvierten 200 Meter Schwimmen, vier Kilometer Radfahren und einen Kilometer Laufen. Dabei spielte es keine Rolle, ob bereits Vereinserfahrung vorhanden war oder der erste Triathlon auf dem Programm stand – im Mittelpunkt standen das gemeinsame Erlebnis und die Freude an der Bewegung.

Dass die Veranstaltung so reibungslos ablief, war dem Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher zu verdanken. Sie betreuten die Startunterlagenausgabe, die Wechselzone und die Wettkampfstrecken und sorgten gemeinsam mit der Wasserwacht für einen sicheren Ablauf. Das Tech-Team des Gymnasiums Eckental übernahm die Veranstaltungstechnik, während Jan’s Radstand vor dem Start alle Fahrräder einem Sicherheitscheck unterzog. Viele kleine Beiträge griffen ineinander und machten deutlich, wie viel Gemeinschaft hinter einer solchen Veranstaltung steckt. Möglich wurde das Event überhaupt nur durch die enge Zusammenarbeit der Grundschule Heroldsberg, des Gymnasiums Eckental, der Mittelschule Eckental, des Bayerischen Triathlon-Verbands und des Marktes Heroldsberg. Als ausrichtender Verein verantwortete der 1. FCN Schwimmen die organisatorische und sportrechtliche Durchführung. Gemeinsam verfolgen alle Beteiligten ein Ziel: Kindern den Triathlonsport näherzubringen und ihnen unabhängig von ihrer sportlichen Erfahrung ein positives Wettkampferlebnis zu ermöglichen.

Unterstützt wurde der HeroKids Triathlon zudem von zahlreichen Partnern und Sponsoren. Als Hauptsponsor engagierte sich die VR Bank. Für die Verpflegung sorgten Edeka Gradl und Rewe Kneuer. Darüber hinaus unterstützten Endurance Shop, Endress, Faber-Castell, Schreibwaren Reinfelder, Café Kraft, Boulderia, Neostylers und Orca Brau die Veranstaltung mit Sachpreisen und weiterem Engagement.

Fotos: Dieter Kaletsch

Blick in ein Freibad mit Kindern

Der inklusive Schüler-Triathlon in Kelheim hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einer echten Erfolgsgveranstaltung entwickelt. Bei der zweiten Auflage verwandelten rund 240 Kinder und Jugendliche das Gelände rund um das Stadion am Rennweg und das Keldorado in eine große Triathlonarena. Damit konnte die Teilnehmerzahl gegenüber der Premiere im vergangenen Jahr deutlich gesteigert werden.

Organisiert wurde die Veranstaltung von den Schülerinnen und Schülern des P-Seminars der 11. Jahrgangsstufe des Donau-Gymnasiums Kelheim. Mit viel Engagement und Liebe zum Detail sorgten sie dafür, dass vom Check-in über die Wettkämpfe bis hin zur Siegerehrung alles reibungslos funktionierte. Unterstützt wurden sie dabei von zahlreichen Helferinnen und Helfern sowie vielen Partnern aus der Region.

Der inklusive Gedanke war dabei an jeder Stelle spürbar. Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gingen gemeinsam an den Start und zeigten eindrucksvoll, wie selbstverständlich Sport Menschen verbindet. Ergänzt wurde der Wettkampf durch zahlreiche Mitmachangebote, bei denen die Teilnehmenden unter anderem Blindenbaseball ausprobieren oder einen Rollstuhlparcours absolvieren konnten. So wurde Inklusion nicht nur thematisiert, sondern aktiv erlebt. Für einen besonderen Auftakt sorgte Simon Henseleit. Der U23-Triathlon-Weltmeister von 2022, der inzwischen beim BTV als Trainer arbeitet, brachte die jungen Athletinnen und Athleten beim gemeinsamen Warm-up auf Betriebstemperatur.

Dabei was schon am frühen Vormittag die Vorfreude überall spürbar. Im Schwimmbecken wurden die letzten Bahnen gezogen, auf der Radstrecke herrschte reges Treiben und entlang der Laufstrecke feuerten Betreuerinnen, Betreuer und Zuschauer den Nachwuchs lautstark an. Ob als Einzelstarterin oder Einzelstarter oder gemeinsam im Team – im Mittelpunkt standen nicht Bestzeiten, sondern die Freude an der Bewegung, der Teamgeist und das gemeinsame Erlebnis. Natürlich wurden bei der abschließenden Siegerehrung auch die schnellsten Einzelstarterinnen und Einzelstarter sowie die erfolgreichsten Teams ausgezeichnet. Medaillen gab es für die Siegerinnen und Sieger der verschiedenen Alters- und Wertungsklassen. Den passenden Rahmen gestaltete die Tanzgruppe des Cabrini-Zentrums Offenstetten mit einer mitreißenden Aufführung.

Nach dem großen Zuspruch dürfte deshalb schon jetzt klar sein: Die dritte Auflage des inklusiven Schüler-Triathlons in Kelheim ist schon gesetzt.

Der bayerische Schultriathlon boomt: Bei den Qualifikationswettkämpfen „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ in Weiden und Grafing gingen insgesamt 530 Schülerinnen und Schüler an den Start – so viele wie noch nie zuvor. Mit 270 Starterinnen und Startern beim Qualifikationswettkampf Nord in Weiden und weiteren 260 Teilnehmenden beim Qualifikationswettkampf Süd in Grafing wurde ein neuer Melderekord erreicht. Das große Ziel der qualifizierten Teams ist nun das Landesfinale am 15. Juli in Ingolstadt.

Ein besonderer Dank gilt den engagierten Ausrichterschulen und ihren Organisatorinnen und Organisatoren. In Weiden sorgte die Lobkowitz-Realschule mit Ramon Gomez-Islinger für eine hervorragende Durchführung des Wettkampftages. Die Qualifikation Süd in Grafing wurde mit großem Einsatz von der Realschule Ebersberg unter der Leitung von Birgitt Schemmel ausgerichtet.

In spannenden Wettkämpfen wurden die begehrten Plätze für das Landesfinale vergeben. Die jeweils drei erstplatzierten Schulen der Wettkampfklassen III Mixed sowie IV männlich und IV weiblich konnten sich für das Landesfinale in Ingolstadt qualifizieren. Die Wettkampfklasse III endet mit der Qualifikation, sodass hier die besten Teams ihre Saison erfolgreich abschließen konnten.

Im Juli werden im Freistaat an einigen Orten an einigen Terminen die Klassenzimmer leer werden: Denn die DTU Triathlon-Schultour macht Station in triathlonbayern. Zwischen Ingolstadt, Deggendorf, Fürstenried und Nürnberg reiht sich ein Wettbewerb an den nächsten und bringt damit Bewegung in die letzten Tage des Schuljahres. Die zahlreichen Termine der DTU Triathlon-Schultour presented by SUZUKI in Bayern zeigen auch, wie breit aufgestellt und vielfältig Triathlon in der Schullandschaft hier ist.

Den Auftakt macht am 7. Juli der 7. Swim&Run des Gnadenthal-Gymnasiums in Ingolstadt. Eingebettet in die sportliche Tradition der Schule wird hier nicht nur geschwommen und gelaufen – es ist ein Einstieg in die Welt des Triathlons für viele junge Talente. Gerade die tolle Atmosphäre sorgt dafür, dass auch Einsteiger ihre ersten Wettkampferfahrungen sammeln können.
Nur wenige Tage später, am 10. Juli, folgt mit der 10. Deggendorfer Schulmeisterschaft im Triathlon bereits ein Jubiläum. Am Comenius-Gymnasium hat sich der Wettkampf längst etabliert. Die Strecken bieten beste Bedingungen und sorgen Jahr für Jahr für große Begeisterung bei Teilnehmenden und Zuschauern gleichermaßen.
Mit dem Sommertriathlon am 20. Juli am Gymnasium Fürstenried wird die Tour dann auch im Münchner Raum erlebbar. Für die Klasse mit den meisten Teilnehmenden ist dort sogar ein Sonderpreis ausgeschrieben.

Dann geht es Schlag auf Schlag weiter: Am 21. Juli lädt das Gymnasium Höchstadt zum Schülertriathlon. Der Schüler-Triathlon dort ist ein Großprojekt von allen beteiligten Schulen, der Stadt Höchstadt und dem Verein ESC Höchstadt und dessen Triathlon-Abteilung.
Der 22. Juli bringt gleich zwei Highlights: In Eckental findet der HeroKids Schüler-Triathlon statt, der seinem Namen alle Ehre macht. Parallel dazu läuft in Fürth der 21. Fürther Schultriathlon aus – eine Veranstaltung mit Tradition.
Am 24. Juli teilt sich die Aufmerksamkeit erneut: In Aschaffenburg geht der Triathlon am Kronberg-Gymnasium über die Bühne. Gleichzeitig findet in Erlangen bereits die 36. Auflage des Schüler-Triathlons des TV 1848 Erlangen statt – ein echtes Urgestein im bayerischen Schultriathlon, das mit Erfahrung, Professionalität und ganz viel Begeisterung punktet.
Zum Monatsende wird es dann noch einmal richtig actionreich: Am 28. Juli bringt der 6. Nürnberger Schülertriathlon an der Peter-Vischer-Schule frischen Wind in die Serie. Die noch junge Veranstaltung hat sich schnell einen Namen gemacht und steht exemplarisch für die tolle Entwicklung der Schultour in Bayern.
Den Schlusspunkt setzt am 29. Juli eine Premiere: Beim 1. Bike&Run des Gymnasiums Gaimersheim wird gesportelt und gejubelt.

„Wir freuen uns sehr über die zahlreichen Termine der DTU Triathlon-Schultour presented by SUZUKI in Bayern“, sagt Vizepräsident Leistungssport Thomas Burger, der sich stark für Triathlon als Schulsport einsetzt. „Insbesondere, da es ja noch einige Rennen mehr in bayerischen Schulen gibt! An dieser Stelle gilt mein Dank allen Lehrerinnen und Lehrern, die diese Projekte mit viel Engagement umsetzen und den Kindern so ganz besondere Erlebnisse ermöglichen.“

Foto: Sophie Dowkes

Blick in ein Freibad mit Kindern

Triathlon ist ein idealer Sport für jede und jeden. Denn die drei Disziplinen sind nicht nur gesund, sie lassen sich auch relativ einfach überall umsetzen. Nicht verwunderlich also, dass Triathlon auch in Schulen immer beliebter wird. Damit der Sport dort jedoch kind- und schulgerecht umgesetzt wird, braucht es Fachwissen und gute Anleitung. Eine der Schlüsselfiguren, die eben das in Schulen bringt, ist Hanna Krauss. Als Triaktivistin des Bayerischen Triathlon-Verbandes (BTV) sorgt sie dafür, dass Lehrkräfte einfach umsetzbare Inhalte für Triathlon in der Schule mitbekommen und der Sport in der Folge für alle Kinder erlebbar wird. Besonders deutlich wird ihre Arbeit in Kelheim: Dort unterstützt sie die Kooperation zwischen dem Donau-Gymnasium und der Cabrini-Schule Offenstetten und ist so Teil eines Inklusionsprojekts, das weit über den bloßen Wettkampftag hinausreicht.

Lehrerausbildung als Erfolgsmodell

Die Grundlage für solche Erfolgsprojekte legt der BTV bereits in der Lehrerfortbildung. Seit 2023 bildet der Verband Sportlehrkräfte gezielt zu C-Trainern für den Schulsport aus. Denn Triathlon in Schulen zu bringen, hat oft bürokratische Hürden: Viele Pädagogen sind zwar Profis in Leichtathletik und Schwimmen, dürfen aber mangels spezifischer Ausbildung mit Schülergruppen nicht im öffentlichen Raum Rad fahren. In einer intensiven fünftägigen Ausbildung schließt der BTV diese Lücke. Das Ziel ist die Gründung von Sportarbeitsgemeinschaften (SAG) oder die Organisation von Schultriathlons durch die speziell geschulten Lehrkräfte. Dass dieses Konzept aufgeht, beweisen die inzwischen über 100 ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer, die das Programm durchlaufen haben.

Einer von ihnen ist Christoph Heide, Fachschaftsleiter Sport am Donau-Gymnasium Kelheim. Nach seiner Ausbildung im Jahr 2024 setzte er das Gelernte unmittelbar um und organisierte 2025 den ersten inklusiven Schultriathlon Bayerns. Insgesamt 138 Teilnehmende, ca. ein Drittel davon Schülerinnen und Schüler an Förderzentren für geistige Entwicklung, gingen gemeinsam an den Start. Was damals ein Pilotprojekt war, hat sich 2026 zu einem sportlichen Leuchtturmprojekt entwickelt. In diesem Jahr geht die Initiative noch einen Schritt weiter: Ziel sind 300 bis 400 Begeisterte, das Cabrini-Zentrum Offenstetten ist als Co-Organisator eingebunden und auch die Vorbereitung findet nun gemeinsam statt. Hanna Krauss unterstützt einige Trainingseinheiten an der Cabrini-Schule und verzahnt so die Zusammenarbeit der verschiedenen Schulformen schon vor dem Wettkampf eng miteinander.

Gruppe von Menschen unter Zeltdach

Team beim ersten inbklusiven Schultriathlon Kehlheim

Effekte weit über Schulsport hinaus

Dieser Einsatz vor Ort ist der Motor für eine Entwicklung, die mittlerweile auch die Lokalpolitik und Wirtschaft vor Ort erfasst hat. Die Stadt Kelheim steht hinter dem Projekt, stellt mit dem Staädtischen Stadion am Rennweg und dem Freibad Keldorado die notwendige Infrastruktur zur Verfügung, während das P-Seminar des Gymnasiums beeindruckende 10.000 Euro an Spenden- und Sponsorengeldern akquirieren will. Unterstützung kommt zudem vom Bayerischen Behindertensportverband (BVS) und natürlich vom BTV, der das Event finanziell bezuschusst und die nötigen Kampfrichter stellt.

Und Hanna Krauss zeigt als Triaktivistin, als Ansprechpartnerin und Unterstützerin im Vorfeld und am Renntag, dass der Verband nicht nur Urkunden verteilt, sondern die Basisarbeit aktiv mitgestaltet. „Ich habe super viel Spaß an dem Projekt und freue mich darüber, dass die Entwicklung so positiv ist!“

Eindrücke von dem inklusiven Event findet ihr im Video (Link).

Fotos: Team Triathlon Kehlheim

Mit dem April beginnt für Bayerns Triathletinnen und Triathleten die Phase, in der endlich Wettkampfluft weht. Vor den Aktiven steht eine Saison, die mit über 80 Rennen, Meisterschaften und Höhepunkten für alle das etwas bereithält.

Während im BTV Memmert Nachwuchscup in Würzburg, Coburg und Nürnberg bereits die ersten Swim & Runs absolviert wurden, steht der nächste Test für die Talente am 12. April in Rothenburg ob der Tauber an. Auch der Kampf um die bayerischen Meistertitel startet bereits am 26. April beim Duathlon in Krailling. Kurz darauf rückt Schweinfurt in den Fokus des Geschehens: Der MainCity Triathlon am 17. Mai beheimatet die BM im Sprint und Para-Triathlon und bietet den Rahmen für die DACH-Meisterschaft der Para-Athleten.

Vom Weltklasse-Event bis zur ersten Triathlon-Erfahrung

In den Folgemonaten verdichtet sich das Programm merklich. Während Ingolstadt Mitte Juni  die BM Kurzdistanz ausrichtet, folgt am 5. Juli das internationale Spitzenrennen mit Weltklasse-Starterfeld: Der Challenge Roth.

Kurz darauf verlangt der Wettkampf in Hof echtes Teamplay bei den Meisterschaften der Team Relay. Die Mitteldistanz-Spezialisten kommen am 26. Juli beim Triathlon Niederbayern auf ihre Kosten, während die Entscheidung im Gelände traditionell später fällt: Ende September ermittelt „Jag de Wuidsau“ in Burglengenfeld die bayerischen Meister im Cross Duathlon.

Flankiert wird dieses Programm von der Liga-Saison. Die fünf verschiedenen bayerischen Ligen versprechen rasante Rennen, während die Gastspiele der Bundesliga für nationales Spitzenniveau sorgen. Immenstadt im Allgäu ist Schauplatz der 1. Bundesliga, während die zweite Liga am Rothsee und in Trebgast gastiert.

Besonders bemerkenswert sind zudem schon jetzt die Meldezahlen bei den Schultriathlons in Bayern. Hier bahnt sich ein Rekordjahr an.

Foto: Elea Bayreuther

Der bayerische Triathlon-Nachwuchs steuert schon jetzt auf Topform zu. So freuen sich die Verantwortlichen über einen absoluten Melderekord beim Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ (JtfO). Insgesamt 184 Teams haben sich für die diesjährigen Wettbewerbe angemeldet – ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr, als 157 Teams gemeldet waren.

Konsequente Förderung zeigt Erfolge

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In der Vorentscheidung Nord gehen 100 Teams mit insgesamt 472 Kindern an den Start, während im Süden 84 Teams mit 400 jungen Sportlerinnen und Sportlern um die Qualifikation kämpfen. Diese gute Resonanz ist auch das Ergebnis einer konsequenten Verbandsarbeit. Der Bayerische Triathlon-Verband engagiert sich seit Jahren intensiv im schulischen Bereich, sei es durch spezielle C-Trainer-Ausbildungen für Lehrkräfte oder die Unterstützung bei der Bildung von Sportarbeitsgemeinschaften (SAGs).

„Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung“, so die Verantwortliche für den Schulsport im BTV, Ina Al-Sultan. „Es zeigt, dass Triathlon immer besser im Schulsport ankommt und die Begeisterung bei den Jugendlichen stetig wächst.“ Als Anerkennung für den sportlichen Einsatz hält der BTV für jedes Kind ein besonderes Präsent bereit: Ein hochwertiges Stirnband im exklusiven Design wartet auf alle Finisher.

Road to Ingolstadt: Das Landesfinale

Das große Ziel der Schulteams ist das Landesfinale in Ingolstadt am 15. Juli 2026. Dort entscheidet sich, wer Bayern beim Bundesfinale vertreten darf. Doch auch abseits von JtfO ist der Kalender prall gefüllt. Der Sommer 2026 bietet bayernweit zahlreiche Gelegenheiten für Schülerinnen und Schüler, Wettkampfluft zu schnuppern . Den Auftakt macht dabei ein besonderes inklusives Event in Kelheim.

Die bayerischen Schultriathlon-Termine 2026 im Überblick:

  • 11.06.2026 JtfO Quali Nord (Weiden)
  • 18.06.2026 JtfO Quali Süd (Grafing)
  • 15.07.2026 JtfO Landesfinale (Ingolstadt)

 

  • 17.06.2026 Inklusiver Schultriathlon Kelheim
  • 14.07.2026 Apian Schultriathlon
  • 21.07.2026 Schülertriathlon Höchstadt
  • 22.07.2026 Fürther Schul-Triathlon
  • 22.07.2026 Heroldsberg Schüler-Triathlon
  • 22.07.2026 Nürnberger Schul-Triathlon
  • 24.07.2026 Erlanger Schüler-Triathlon

 

  • Deggendorfer Schul-Triathlon

Im März 2026 verwandelt sich die Sportschule Oberhaching wieder in ein kleines Triathlon-Zentrum: Der Bayerische Triathlon-Verband bietet eine kompakte Lehrerfortbildung an, die Sportlehrkräften die Tür in die spannende Welt des Schul-Triathlons öffnet. Ziel der Fortbildung ist es, Lehrkräfte fit für differenzierten Sportunterricht zu machen und ihnen die Leitung von Triathlon-SAGs oder Stützpunkten zu ermöglichen. Am Ende der Woche halten Teilnehmende nicht nur jede Menge Praxisideen, sondern auch die C-Trainer-Lizenz Triathlon in den Händen.

Jede Menge Praxis

Das Programm ist abwechslungsreich und praxisnah. Im Mittelpunkt stehen die typischen Wechsel vom Schwimmen zum Radfahren und vom Radfahren zum Laufen – schließlich machen sie den Triathlon erst so besonders. Dazu kommen Einblicke in den Einsatz des Mountainbikes im Unterricht, kreative Spiel- und Wettkampfformen, die triathlonspezifisch angepasst sind, sowie eine kompakte Regelkunde. Theorie und Praxis greifen dabei eng ineinander, sodass die Lehrkräfte das Gelernte direkt erproben und reflektieren können.

Teilnehmen können Sportlehrkräfte mit Unterrichtsberechtigung – egal ob vertieft oder nicht vertieft – an Gymnasien, Realschulen oder Mittelschulen. Wichtig: Das Didaktikfach Sport ist nicht zugelassen. Die entsprechenden Nachweise müssen mit der Anmeldung eingereicht werden; die Bestätigung erfolgt über die Geschäftsstelle des BTV.

Die Fortbildung findet vom 16. bis 20. März 2026 in der Sportschule Oberhaching statt. Maximal 18 Lehrkräfte können teilnehmen, wobei pro Schule nur ein Platz vergeben wird. Für Übernachtung und Vollverpflegung liegt die Teilnahmegebühr bei 300 Euro, wer ohne Übernachtung dabei ist und lediglich das Mittagessen bucht, zahlt 150 Euro.

Rahmendaten

  • Termin: 16.03.2026 (10 Uhr) – 20.03.2026 (16 Uhr)
  • Ort: Sportschule Oberhaching
  • Teilnehmerzahl: max. 18 (pro Schule nur eine Lehrkraft)
  • Kosten: 300 € inkl. Übernachtung & Verpflegung / 150 € ohne Übernachtung mit Mittagessen
  • Ferienlehrgang: nein
  • Durchführung: Ausbildungsteam des Bayerischen Triathlon-Verbandes e.V.

Die Anmeldung läuft ausschließlich über FIBS (https://fibs.alp.dillingen.de/lehrgangssuche)

„Berlin calling“ hieß es in diesem Jahr erstmalig für das Apian-Gymnasium aus Ingolstadt. Das Team trat beim Herbst-Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ an, wo Ende September die besten Schul-Triathletinnen und -triathleten Deutschlands im Olympiapark aufeinandertrafen. Für die Schule hatte der Weg dorthin zuvor über die Regionalentscheide geführt: die Teams qualifizierten sich im Nordbayernfinale in Hilpoltstein oder im Südbayernfinale (Erding) sowie im bayerischen Landesfinale in Ingolstadt, bei dem das Apian-Team ganz oben stand.

Für das Apian-Gymnasium war die Teilnahme ein echter Meilenstein: Zum ersten Mal durfte die Ingolstädter Mannschaft Bayern beim Bundesfinale vertreten. Die „Apianer“ gaben alles – auch wenn sie in Berlin leider nicht vom Glück verfolgt waren. Schon am ersten Wettkampftag kam es knüppeldick: Einer der stärksten Athleten stürzte unglücklich auf dem Rad und fiel dadurch für beide Wettbewerbe – Einzel wie Staffel – aus. Dazu kam eine 10-Sekunden-Penalty wegen vermeintlich verspäteten Absteigens beim Radwechsel. Dennoch hielt sich das Team nach den Einzelläufen mit Platz 8 in der Gesamtwertung in einer guten Ausgangsposition für die Staffel-Entscheidung am zweiten Tag.

Viel Pech dabei

Jugend trainiert für Olympia (Triathlon) am 23. September 2025 in Berlin

Doch auch dieser verlief nicht wie erhofft. Die erste Staffel wurde nach einem Missverständnis disqualifiziert: Ein Athlet fuhr durch ein Handzeichen eines Kampfrichters verunsichert eine Runde zu wenig Rad und bog zu früh in die Wechselzone ab. Das Ergebnis war bitter – die Staffel erhielt die langsamste Zeit plus 90 Sekunden Strafe, wodurch das Ziel einer einstelligen Platzierung unerreichbar wurde.

Trotz all dieser Rückschläge bewies das Team Moral und kämpfte bis zum letzten Meter. In der Endabrechnung belegte das Apian-Gymnasium den 12. Platz mit einer Gesamtzeit von 3:13:22. Bei den Einzelstarts waren Jakob Sengl (Platz 13), Jan Walter (Platz 18) und Felix Dachs (Platz 19) die bestplatzierten; auch die Mädchen schlugen sich bei der Premiere auf nationalem Parkett wacker (u. a. Greta Hanselmann Platz 11, Sophia Frank Platz 35, Paulina Heuschmid Platz 38).

Den Sieg sicherte sich die CJD Christophorusschule Rostock, die ihren Vorjahreserfolg eindrucksvoll wiederholte. Für das Apian-Gymnasium bleibt trotz aller Pechsträhne ein klar positives Fazit: Die Premiere auf Bundesebene war eine wertvolle Erfahrung, das Team hat Charakter bewiesen und gezeigt, dass es mit den besten Sportklassen Deutschlands mithalten kann. Zudem machte die Reise nach Berlin spürbar Lust auf mehr – auch wenn die ältesten Jahrgänge (2010) im kommenden Jahr nicht mehr startberechtigt sind, ist die Motivation im Team groß, neue Talente heranzuführen und 2026 vielleicht erneut den berühmten Satz zu hören: „Wir fahren nach Berlin.“

Für die Erlanger Schülerinnen und Schüler ist es jedes Jahr ein ganz besonderer Tag. Denn wer es sich zutraut den Schüler-Triathlon zu meistern, bekommt nicht nur eine coole Finisher-Medaille sonder sogar einen Tag schulfrei! 1024 Nachwuchs-Triathleten der Jahrgänge 2017 bis 2009 aus den Erlanger Grund- und Mittelschulen, den Realschulen, der Erlanger Wirtschaftsschule und der Erlanger Gymnasien hatten sich seit April für die 35. Ausgabe des Triathlons angemeldet. Und wieder waren die Startplätze so schnell vergeben, dass sogar eine Nachrücker-Liste eingerichtet wurde für den Fall, daß Kinder abgemeldet wurden.

Kind schiebt Fahrrad

Die Räder werden in der Wechselzone bis zur Aufstiegslinie geschoben und dann geht’s los auf die Radstrecke Richtung Kanal…

 

Alle helfen mit

Das Konzept der erfolgreichen Nachwuchs-Veranstaltung steht seit vielen Jahren: Geschwommen wird im Erlanger Westbad, die Radstrecke verläuft entlang des Main-Donau-Kanals und die Laufstrecke am Kanal und im Waldgebiet der Mönau endet mit einem großen Ziel-Einlauf im TV48-Stadion.
Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein ging es schon  früh los: das Westbad war voll und die Stimmung leicht angespannt. Aber das legte sich schnell! 16 Startgruppen waren geplant und vor jedem Start sorgte ein gemeinsames Aufwärm-Programm mit Musik für viel Spaß und gute Laune bei allen. Da durfte das „Turnerla“, das vereinseigene Maskottchen, natürlich nicht fehlen und hüpfte fleißig mit.

Außerdem im Einsatz: rund 60 Lehrkräfte und 200-Schüler-Helfer sowie viele weitere ehrenamtliche Helfer – verteilt an den Strecken sowie im Start- und Ziel-Bereich, denn nur so lässt sich eine solche Groß-Veranstaltung reibungslos “wuppen”. Für die Sicherheit der Athletinnen und Athleten sorgten  zudem Einsatzkräfte der Polizei, des BRK und der Wasserwacht. „Vielen herzlichen Dank an das gesamte Helfer-Team!“, betont Steffi Guillon vom Gastgeberverein  TV 1848 Erlangen.

Blick in Freibad mit vielen Menschen

Ein volles Freibad: alle machen mit beim gemeinsamen Aufwärm-Programm

Gewinnen wie die Großen

Das große Ziel-Tor, durch das auch die Athleten des M-net Erlanger-Triathlons am Sonntag laufen, wird für die Schülerwettbewerbe extra schonfrüher  aufgebaut, damit auch die Nachwuchs-Athleten in den Genuss dieses Ziel-Einlaufs kommen. 916 Schülerinnen und Schüler schafften es stolz ins Ziel und erhielten ihre Finisher-Medaille, viele davon überreichte das Turnerla. Danach hieß es erst einmal: relaxen und die leeren Speicher mit kühlen Getränken, Obst und Kuchen füllen.

Organisiert wurde der Wettkampftag dieses Jahr zum ersten Mal von einem neuen Lehrer-Trio. Drei Grundschullehrerinnen der Max-und-Justine-Elsner Grundschule – Bruck, der Adalbert-Stifter Grundschule und der Mönau-Grundschule, die mit großem Engagement und viel Herzblut schon bei den Vorplanungen dabei waren, und maßgeblich zum Erfolg dieser Veranstaltung beitrugen, waren am Ende froh, dass alles gut verlief.
Der Erlanger Schüler-Triathlon war übrigens zum zweiten Mal Teil der DTU Triathlon-Schul-Tour.

Ein großes Dankeschön geht an die Partner des Schüler-Triathlos sowie die Justine Elsner Stiftung, die den Wettkampf nicht nur finanziell sondern auch mit Material, Wissen und Zeit unterstützt haben!

Text: Steffi Guillon; Fotos: Uwe Friedrich