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Zwei Veranstaltungstage mit zahlreichen Starts, vielen Helferinnen und Helfern sowie mehreren Teilnehmendenrekorden prägten das Wochenende in Schweinfurt. Der MainCityRun und der MainCityTriathlon am Schweinfurter Baggersee waren erneut ein voller Erfolg. Neben den DACH Meisterschaften im Para Triathlon war insbesondere die BM Sprint ein Highlight.

Schon der Samstag stand ganz im Zeichen des Laufsports. Bereits am Morgen gingen die Teilnehmenden über zehn Kilometer und die Halbmarathondistanz an den Start. Bei noch kühlen Temperaturen herrschte früh eine gute Stimmung auf dem Gelände. Besonders erfolgreich verlief das Rennen über 10 Kilometer für die TG 48 Schweinfurt: Jana Vollert gewann die Frauenwertung in 37:15 Minuten, Ahmed Hussein Nur setzte sich bei den Männern in 32:46 Minuten durch. Im Anschluss rückten die Schülerläufe in den Mittelpunkt. Mehr als 700 Kinder der ersten bis vierten Klassen absolvierten die 1,3 Kilometer lange Strecke. Bei den älteren Jahrgängen gingen nahezu ebenso viele Schülerinnen und Schüler über 3,1 Kilometer an den Start. Dazwischen sorgte der Bambini-Lauf erneut für einen besonderen Moment auf dem Eventgelände. Zum Abschluss des Lauftages wurde beim Firmenlauf über 5,3 Kilometer ein neuer Teilnehmendenrekord verzeichnet. Rund 1200 Läuferinnen und Läufer gingen auf die Strecke.

Multisport-Sonntag mit mehreren Highlights

Der Sonntag brachte den Wechsel zum Multisport beim MainCityTriathlon. Trotz der niedrigen Temperaturen wurde das Schwimmen planmäßig ausgetragen.

Bei den bayerischen Meisterschaften auf der Sprintdistanz (500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen) wurden die Titel in den Altersklassen vergeben. Bei der weiblichen Jugend A siegte Dana Schörner (IfL Hof) mit einer Endzeit von 1:06:08 Stunden vor Katharina Lorenz (TSG 08 Roth) in 1:08:09 Stunden und Andrea Gradl (1.FC Deining), die nach 1:26:30 Stunden das Podium komplettierte. Die Altersklasse 20 der Frauen entschied Charlotte Doseth (SV Würzburg 05) in 1:04:56 Stunden für sich; hier belegte die Schweinfurterin Pia Diemer den zweiten Platz, während Julia Sterk (SV Würzburg 05) in 1:09:39 Stunden Rang drei erreichte. In der AK 25 blieb Antonia Sommer (SV Würzburg 05) mit einer Zeit von 1:08:22 Stunden ohne Konkurrenz auf dem Podium. Ein ähnliches Bild zeigte sich in der AK 30, die Lea Cagol (SV Würzburg 05) in 1:04:39 Stunden vor Susanne Wachter (TB Erlangen, 1:24:04 Stunden) gewann.

In den höheren Klassen der Frauen waren die Felder dünner besetzt, was die erbrachten Leistungen bei den kühlen Bedingungen jedoch nicht schmälert. In der AK 45 war Indira Leyk (TS Herzogenaurach) die einzige Starterin und finishte nach 1:24:43 Stunden. Auch in der AK 50 gab es mit Astrid Zunner (Twin Neumarkt) nur eine Athletin im Ziel, die eine Zeit von 1:10:07 Stunden vorlegte. Die AK 55 ging an Petra Sticker (TS Herzogenaurach) in 1:19:48 Stunden, gefolgt von Sabine Schörner (IfL Hof) in 1:23:47 Stunden. Drei Finisherinnen verzeichnete die AK 60: Christine Schrenker-Schöpf (TV 1848 Coburg) holte sich den Klassensieg in 1:21:59 Stunden vor Walburga Dieterich (TB Erlangen, 1:25:13 Stunden) und Annette Hofmann (TS Herzogenaurach, 1:30:32 Stunden).

Frau und Mann auf Rad vor grünem Hintergrund

Auch die Titel in den Männerklassen waren heiß umkämpft. Bei den Junioren setzte sich Moritz Kaunz (1.FC Deining) in 1:00:21 Stunden durch, während die Plätze zwei und drei an das Duo des TSV Zirndorf gingen, namentlich Tim Dudziak (1:05:04 Stunden) und Noah Hopf (1:06:53 Stunden). Ein einsames Rennen an der Spitze der AK 20 lief Georg Schneider (TV 1848 Erlangen), der nach 58:01 Minuten ins Ziel kam. Die AK 25 brachte die Tagesbestzeit des gesamten Meisterschaftsfeldes hervor: Carl Sommer (SV Würzburg 05) siegte in 56:39 Minuten vor Alber Maximilian von der TG 48 Schweinfurt (58:59 Minuten) und Nicolas Albrecht (BSV Flughafen München, 1:11:02 Stunden). Nur knapp dahinter sortierte sich der Sieger der AK 30 ein: Thomas Wittmann (Twin Neumarkt) benötigte 56:54 Minuten und verwies Manuel Stottele (TC Hofheim, 1:07:06 Stunden) sowie Jan Teigelkötter (TV Schweinheim 1885, 1:14:05 Stunden) auf die Plätze zwei und drei. In der AK 35 gab es eine knappe Entscheidung, die Florian Ziegler (TSV Hawaii Gerbrunn) in 1:11:51 Stunden mit lediglich fünf Sekunden Vorsprung vor Michael Spick (SSV Forchheim, 1:11:56 Stunden) für sich entschied; Dritter wurde hier Florian Döll (TSV Karlstadt-Triathlon) in 1:13:03 Stunden.

Die AK 40 sah Dominic Wimmer (Post SV Weilheim) in 1:03:08 Stunden ganz vorne, gefolgt von Patrick Göll (SG Poing, 1:05:08 Stunden) und Frank Weber (La Carrera TriTeam Rothsee, 1:06:05 Stunden). Ein größeres Feld bot die AK 45, in der Florian Bock (TG Kitzingen) nach 1:03:16 Stunden den Titel gewann. Roman Binner (TV 1848 Erlangen) folgte auf dem zweiten Platz in 1:04:15 Stunden, während Schramm Sören (TSV Katzwang 05) mit einer Zeit von 1:06:07 Stunden Rang drei belegte. Steffen Kunkel (SV Dachau) sicherte sich den Sieg in der AK 50 nach 1:04:01 Stunden vor Albrecht Waschke (SV Herschfeld, 1:06:26 Stunden) und Martin Woerner (SG Poing, 1:08:24 Stunden). In der AK 55 reichten zwei Starter für das Klassement: Geirg Harbauer (LG Würzburg) gewann in 1:11:25 Stunden vor Andreas Roos (TV Haibach, 1:16:34 Stunden).

In den älteren Klassen setzten sich die Routiniers durch. Christian Wolfarth (Twin Neumarkt) entschied die AK 60 in 1:09:00 Stunden für sich, deutlicher vor Martin Seitz (TV Haibach, 1:20:46 Stunden) und Thomas Heid (Ski-Club Rothenberg Schnaittach e.V., 1:24:51 Stunden). Hans-Eberhard Wolff (TS Lichtenfels) war in der AK 65 alleiniger Finisher in 1:13:33 Stunden. In der AK 70 gewann Theo Däxl (TSV Eintracht Karlsfeld) in 1:19:45 Stunden vor Dieter Seewald (TSV 1860 Staffelstein, 1:42:45 Stunden). Die AK 75 verzeichnete drei Athleten auf dem Podium: Joachim Masatz (ESC Höchstadt/Aisch) siegte in 1:25:20 Stunden vor Dieter Nußgräber (ASV Triathlon Kulmbach, 1:32:06 Stunden) und Wolfgang Janisch (SV Langenbach, 1:39:09 Stunden). Den Erfolg mit den meisten Jahren und wahrscheinlich meisten gefinishten Rennen erzielte schließlich Gerhard Müller (TDM-Franken), der in der AK 80 nach 2:02:47 Stunden das Ziel erreichte.

„Ein besonderer Dank gilt allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die sowohl an den Veranstaltungstagen als auch in der Vorbereitung im Einsatz waren. Ebenso trugen das Technische Hilfswerk, die Freiwillige Feuerwehr Schonungen, das BRK und die Wasserwacht zum reibungslosen Ablauf bei. Auch die Sponsoren leisteten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Veranstaltung“, betonen die Organisatoren.

Altersklassensieger:innen BM Sprint

Frauen

  • Jugend A: Dana Schörner – IfL Hof
  • AK 20: Charlotte Doseth – SV Würzburg 05
  • AK 25: Antonia Sommer – SV Würzburg 05
  • AK 30: Lea Cagol – SV Würzburg 05
  • AK 45: Indira Leyk – TS Herzogenaurach
  • AK 50: Astrid Zunner – Twin Neumarkt
  • AK 55: Petra Sticker – TS Herzogenaurach
  • AK 60: Christine Schrenker-Schöpf – TV 1848 Coburg

Männer

  • Junioren: Moritz Kaunz – 1.FC Deining
  • AK 20: Georg Schneider – TV 1848 Erlangen
  • AK 25: Carl Sommer – SV Würzburg 05
  • AK 30: Thomas Wittmann – Twin Neumarkt
  • AK 35: Florian Ziegler – TSV Hawaii Gerbrunn
  • AK 40: Dominic Wimmer – Post SV Weilheim
  • AK 45: Florian Bock – TG Kitzingen
  • AK 50: Steffen Kunkel – SV Dachau
  • AK 55: Geirg Harbauer – LG Würzburg
  • AK 60: Christian Wolfarth – Twin Neumarkt
  • AK 65: Hans-Eberhard Wolff – TS Lichtenfels
  • AK 70: Theo Däxl – TSV Eintracht Karlsfeld
  • AK 75: Joachim Masatz – ESC Höchstadt/Aisch
  • AK 80: Gerhard Müller – TDM-Franken

Fotos: TG48 Schweinfurt

Ein perfekter Tag für die Duathlon-BM: Bei frischen Temperaturen am Morgen und zunehmend angenehmen Bedingungen im Tagesverlauf präsentierte sich der Duathlon in Krailling einmal mehr als früher Formtest mit spannenden Titelkämpfen. Die 32. Auflage des Rennens bot dabei wie so oft hochklassige Leistungen aber auch einige organisatorische Neuerungen. Am Ende feierte die Favoritin Cornelia Griesche einen hauchdünnen Sieg und Titelverteidiger Max Hoffmanns Pläne wurden von Tom Hug durchkreuzt.

Im Frauenrennen entwickelte sich von Beginn an ein spannender Zweikampf an der Spitze. Vanessa Aberham diktierte gleich im ersten Lauf das Tempo und konnte sich zunächst leicht von Cornelia Griesche absetzen. „Anfangs habe ich versucht, Anschluss zu halten, musste sie nach etwa fünf Kilometern aber ziehen lassen und mein eigenes Tempo finden – der Wettkampf war ja noch lang“, schilderte Griesche später.
Auf dem Rad wendete sich dann das Blatt: Mit starker Leistung holte die Athletin des TSV Gaimersheim den Rückstand nach rund zehn Kilometern wieder auf und suchte ihrerseits die Entscheidung. Doch Aberham ließ sich nicht abschütteln. Es entwickelte sich ein  Duell mit mehreren Führungswechseln, das beiden Athletinnen sichtlich Kraft abverlangte. „Die ständigen Antritte kosteten viel Energie, deshalb habe ich mich entschieden, mit etwas Abstand hinter ihr zu bleiben“, so Griesche. Gemeinsam erreichten sie schließlich die zweite Wechselzone.

Frau läuft vor grüner Wiese

Cornelia Griesche erkämpfte sich den Sieg

Auch auf dem abschließenden Lauf blieb das Rennen lange offen. Aberham forcierte erneut das Tempo, Griesche heftete sich an ihre Fersen und hielt den Kontakt. Erst auf dem letzten Kilometer konnte sich Aberham kurz lösen, ehe Griesche auf den finalen Metern noch einmal alles mobilisierte. Mit einem starken Schlussspurt fing sie ihre Konkurrentin tatsächlich noch ab und sicherte sich in 1:57:39 Stunden den Sieg sowie – nach 2023 und 2025 – erneut den Titel der Bayerischen Meisterin. Nur drei Sekunden dahinter lief Aberham (TSG 08 Roth) über die Ziellinie. Rang drei ging an Lokalmatadorin Helen Graf (TV Planegg-Krailling).

„Insgesamt lief das Rennen doch etwas anders, als ich es mir im Vorfeld vorgestellt hatte“, gab die Siegerin im Nachgang zu und ergänzt: „aber wenn man am Ende als erstes die Ziellinie überquert, ist der Rest Nebensache. Zwischenzeitlich hatte ich den Sieg auch nicht mehr für möglich gehalten, aber es ist ein gutes Gefühl, wenn man über seine Grenzen gehen kann und dafür belohnt wird.“

Titelverteidigung wurde durchkreuzt

Titelverteidiger Maximilian Hoffmann ging im Rennen der Männer als einer der Favoriten ins Rennen. Doch schon beim ersten Lauf ließ sich erahnen, dass mit Tom Hug an diesem Tag ein ernsthafter Konkurrent am Start war. Der Profi setzte sich früh an die Spitze und legte gleich zu Beginn mit der schnellsten Laufzeit den Grundstein für seinen späteren Erfolg. Hug dominierte auch auf dem Rad und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Auch im abschließenden Lauf ließ er nichts mehr anbrennen und brachte seinen Vorsprung von am Ende über drei Minuten souverän ins Ziel. Dahinter zeigte Wolfgang Teuchner als schnellster Athlet der Altersklasse M40 eine starke Leistung und lief auf Rang drei der Gesamtwertung.

Sieger und Bayerischer Meister Tom Hug

„Der Duathlon in Krailling war mein erstes Rennen, nachdem ich vor gut einem Jahr einen schweren Radunfall hatte“, berichtet Sieger Tom Hug. „Entsprechend schwierig war es für mich einzuschätzen, wo ich aktuell stehe. Ich habe mir im Vorfeld bewusst nicht zu viel Druck gemacht und wollte das Rennen einfach solide und vor allem schmerzfrei durchbringen – und endlich wieder Wettkampfatmosphäre aufsaugen. Dass mein Comeback letztendlich so gut gelungen ist, macht mich natürlich umso glücklicher. Besonders gefreut hat mich außerdem, so viele bekannte Gesichter am Streckenrand zu sehen. Während meiner Zeit in München habe ich regelmäßig mit dem TV Planegg-Krailling trainiert. Damit hat es sich für mich fast wie ein Heimspiel angefühlt.“

Die Siegerehrung wurde erstmals in die Veranstaltungshalle verlegt und bot ein schönes Ambiente. Ein besonderer Moment war die Ehrung von Konrad Puk, der als ältester Starter des Feldes den Ehrenpreis „Legende des Rennens“ erhielt.

Alle Ergebnisse des Rennens sind hier zu finden.

Altersklassensiegerinnen

AK20: 1. Franziska Seifert (SSV Forchheim)
AK25: 1. Vanessa Aberham (TSG 08 Roth e.V.)
AK30: 1. Cornelia Griesche (TSV Gaimersheim)
AK35: 1. Nadine Reißner (TG Viktoria Augsburg)
AK40: 1. Katrin Esefeld (LG Mettenheim)
AK45: 1. Patricia Popp (MTV Pfaffenhofen)
AK50: 1. Nicole Kufner (SVG Ruhstorf)
AK55: 1. Claudia Bregulla-Linke (SC Riederau)
AK60: 1. Christine Schrenker-Schöpf (TV 1848 Coburg)
AK65: 1. Susanne Sommer (SVG Ruhstorf)

Altersklassensieger

AK18-19: 1. Ferdinand Van Aaken (TV Planegg-Krailling)
AK20: 1. Alexander Rieckmann (ATSV Kirchseeon)
AK25: 1. Tom Hug (SV Grün-Weiß Holzkirchen)
AK30: 1. Maximilian Hoffmann (TSG 08 Roth e.V.)
AK35: 1. Christian Schwarz (LC Buchendorf)
AK40: 1. Wolfgang Teuchner (TuS Fürstenfeldbruck e.V.)
AK45: 1. Christian Jais (TuS Fürstenfeldbruck e.V.)
AK50: 1. Alexander Kirsch (TSV Grünwald)
AK55: 1. Hermann Schmaderer (Schwimmverein Straubing)
AK60: 1. Thomas Blum (TV 1860 Immenstadt)
AK65: 1. Andreas Büttner (TSV Ottobrunn)
AK70: 1. Werner Fendt (RSC Aichach 1977 e.V.)
AK75: 1. Konrad Puk (SV Grün-Weiß Holzkirchen)

Fotos: private Aufnahmen

Was für ein Finale! Beim letzten Stopp des BTV Memmert Nachwuchscups ging es in Harburg noch einmal richtig heiß her – nicht nur wettertechnisch. Die Bayerischen Meisterschaften im Triathlon der Nachwuchsklassen Schüler A, Jugend B und Jugend A brachten spannende Rennen, eine ereignisreiche Saison und viel Sport-Begeisterung mit sich. „Nach einer langen Saison mit Bewerben von Anfang Februar bis Ende Juli stehen die Podiumsplatzierten der einzelnen Klassen fest – herzlichen Glückwunsch an alle Medalliengewinner. Aber auch an alle sonstigen Teilnehmer die den Cup in der Wertung beendet haben, denn sechs Monate konsequent durchzuhalten mit Training und Wettkämpfen im Schüler- und Jugendalter ist auf alle Fälle eine tolle und anerkennenswerte Leistung“, lobt Landestrainer Roland Knoll.

Meister wurden über Serienwertung ermittelt

In den vergangenen Monaten sammelten die jungen Athletinnen und Athleten bei bis zu sechs Wertungsrennen eifrig Punkte. Gewertet wurden die drei besten Ergebnisse aus maximal vier Teilnahmen – die mit der geringsten Punktzahl kürten schließlich die Bayerischen Meisterinnen und Meister. Und wie eng es dabei zuging, zeigte sich einmal mehr im Finalranking.

Bei den Schülern A setzte sich Lukas Mundt (LV Deggendorf) souverän an die Spitze. Der junge Deggendorfer zeigte über die Saison hinweg beeindruckende Konstanz. Hinter ihm folgten Ole Steinbuß (TV48 Erlangen) und Max Schedel (TV 1848 Coburg).
Bei den Mädchen feierte Mathilda Zapf (SV Bayreuth) einen eindeutigen Erfolg. Mit schnellen Beinen und cleverer Einteilung sicherte sie sich den Titel der Bayerischen Meisterin vor dem Geimersheimer Duo Jana Maas und Zoé Thoulouze.

Kinder mit Urkunden auf dem Podium

In der Jugend B ließ Alexander Tresselt (Volllast Tri-Team Schongau) nichts anbrennen. Der Allgäuer dominierte bei allen angetretenen Cup-Rennen und krönte sich zum Landesmeister vor Lando Spielberger (DAV Triathlon Hersbruck) und Joel Westphal (TSV Harburg).
Bei den Mädels zeigte Frederike Bülck (TV 1884 Erlangen), dass an ihr kein Weg vorbei geht – sie gewann mit einer starken Vorstellung den Titel der Bayerischen Meisterin. Das Treppchen ergänzten Luisa Zenk (SG Reisensburg-Leinheim) und Nora Nora vom TSV Brannenburg e.V.

Bei den ältesten Nachwuchstriathleten triumphierte Max Schweinberger (TSV Eintracht Karlsfeld). Die Krone der Jugend A weiblich sicherte sich Julia Weiland (TSV Harburg). Sie setzte sich gegen die Konkurrenz Raija Pollermann vom SV Postbauer und Elisabeth Haupt (TSV Harburg) durch.

Übersicht der Cup-Gewinnerinnen und Gewinner

  • Schüler A: Lukas Mundt (LV Deggendorf)
  • Schülerinnen A: Mathilda Zapf (SV Bayreuth)
  • Jugend B: Alexander Tresselt (Volllast Tri-Team Schongau)
  • Jugend B: Frederike Bülck (TV 1884 Erlangen)
  • Jugend A: Max Schweinberger (TSV Eintracht Karlsfeld)
  • Jugend A: Julia Weiland (TSV Harburg)

Planungen für 2026 laufen bereits

Roland Knoll und das gesamte Team im Hintergrund haben bereits eine Analyse der vergangenen Saison durchgeführt und planen die neue Runde: „Insgesamt hatten wir eine gute Aufteilung der Wettkämpfe des Nachwuchscups. Es gab die Swim&Run-Bewerbe im Winter und Frühjahr, den Cross-Duathlon zum Übergang in die Freiluftsaison mit seinen fahrtechnischen Herausforderungen und die anschließende Triathlonsaison. Es gab einen stimmungsvollen Abschlüss und Höhepunkte mit der Mixed Team Relay und der Single Mixed Relay im Juli. Noch einmal einen herzlichen Dank an die Veranstalter, ohne die es nicht möglich wäre eine solche Verbandsserie anzubieten.“

Doch auch Entwicklungspotenzial sieht Roland Knoll: „Insgesamt würde ich mir noch mehr Teilnehmer in allen Klassen wünschen. Wichtig ist zu sagen, dass man nicht alle Wettbewerbe machen muss, um in die Wertung zum Memmert BTV Nachwuchscup zu kommen. Auch gilt es mehr Kids von den jetzt zahlreichen Schultriathlons durch aktive Nachwuchsarbeit in den Triathlonvereinen in den Nachwuchscup überzuführen.“

„Ein weiteres unserer Ziele ist, die Radstrecken der Triathlonveranstaltungen technisch anspruchsvoller zu gestalten – hier sind wir bereits in einem guten Kontakt mit den Veranstaltern. Zusätzlich versuchen wir im kommenden Jahr die Termine möglichst sinnvoll zwischen den einzelnen Trainingsangeboten des BTV in den Jugendcamps, den Leistungssportmassnahmen und in den älteren Jahrgängen auch unter Berücksichtigung der DTU Jugendcuptermine zu intergrieren. Gewisse Überschneidungen speziell mit letzterem lassen sich allerdings nicht vermeiden.“

Fotos: Theresa Zipf

Bayerns Crossduathlon- und Triathlon-Elite gab sich auf dem Burglengenfelder Lanzenanger ein Stelldichein. In einem wie immer anspruchsvollen und spannenden Rennen durch Gelände und über Hindernisse sicherten sich Tobias König (MSC Miesenbach) und Cornelia Griesche (TSV Gaimersheim) wie bereits im Vorjahr den Titel und dürfen sich erneut „Wuidsaukönige“ nennen.

Nach der Austragung der Deutschen Meisterschaften 2022 und 2023 erhielt der TV Burglengenfeld in diesem Jahr den Zuschlag für die Bayerischen Titelkämpfe. Der dritte Bürgermeister Sebastian Bösl, der in Vertretung des Schirmherrn Thomas Gesche anwesend war, zeigte sich beeindruckt vom Event auf dem heimischen Lanzenanger. BTV-Präsident Gerd Rucker lobte in seinem Grußwort die langjährige, hervorragende Arbeit der TV-Triathlongruppe. Immerhin sorgten wieder über 100 Ehrenamtliche gemeinsam mit der Stadt Burglengenfeld, der BRK-Bereitschaft, den Feuerwehren und den Abteilungen Triathlon, Radsport und Leichtathletik des TV Burglengenfeld für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

Siegerbild

Die Bayerischen Meisterinnen und Meister im Crossduathlon 2025

Spannende Rennen auf anspruchsvoller Strecke

Um 12:15 Uhr fiel der Startschuss zur „Fischer Fußfit Wuidsaujagd“ – der Bayerischen Meisterschaft über 6,0 km Laufen, 22,8 km Mountainbiken und abschließend 3,6 km Laufen. Dreh- und Angelpunkt war der Lanzenanger, wo Zuschauer Start, Ziel, den Hindernisparcours „Fuchsbau“ und die spektakuläre Röhrendurchfahrt hautnah miterleben konnten. Besonders der neue Rollenhindernis-Parcours sorgte für Stimmung und begeisterte Fans und Familien gleichermaßen.

Bei den Herren legte Marathonprofi Erik Hille (TV Burglengenfeld) ein hohes Anfangstempo vor. Doch der amtierende Weltcup-Dritte im Crosstriathlon, Sebastian Neef (TSG Roth), erreichte bereits mit 30 Sekunden Vorsprung die Wechselzone und übernahm in der ersten MTB-Runde die Führung. Dann zeigte Tobias König, Gesamtsieger der MTB-Bundesliga 2025, seine Klasse: Mit einem starken Auftritt auf dem Bike setzte er sich ab und verteidigte den Vorsprung bis ins Ziel – erneut mit der Wuidsaumaske als Trophäe. Als erster bayerischer Athlet lief Sebastian Neef auf Gesamtrang zwei über die Ziellinie. Michi Fuchs beeindruckte mit einer starken Radleistung und sicherte sich nach hartem Kampf auf dem Schlusslauf den dritten Gesamtrang und BM-Vize-Titel vor seinem Vereinskollegen Erik Hille.

Auch das Damenrennen bot Hochspannung: Cornelia Griesche kam mit rund zwei Minuten Vorsprung vor Paula Leupold (TV Burglengenfeld) in die Wechselzone. Trotz Krämpfen zeigte Leupold auf dem Mountainbike eine beeindruckende Leistung und startete mit 1:30 Minuten Vorsprung auf den letzten Laufabschnitt. Auf den letzten 400 Metern lief Griesche jedoch wieder auf und hatte im Zielsprint die besseren Reserven – mit neun Sekunden Vorsprung verteidigte sie ihren Titel. Vanessa Baumeister (TG Augsburg) komplettierte mit der zweitschnellsten Laufzeit das Podium.

Ergebnisse 

Männer:

1. Platz: Tobias König (MSC Wiesenbach) 1.34.21
2. Platz: Sebastian Neef (TSG Roth) 1.35.01 (1. Platz BM),
3. Platz: Michael Fuchs (TV Burglengenfeld) 1.37.10  (2. Platz BM)
4. Platz: Erik Hille (TV Burglengenfeld) 1.41.26
5. Platz: Sven Zurawask (TV Erlangen) 1.41.43 (3. Platz BM)

Frauen:
1. Platz: Cornelia Griesche (TSV Gaimersheim) 1.53.40 (1. Platz BM)
2. Platz: Paula Leupold (TV Burglengenfeld) 1.53.49 (2. Platz BM)
3. Platz: Vanessa Baumeister (TG Augsburg) 1.1.56.21,
4. Platz: Laetitia Birner (Team Oberpfalz) 2.07.16 (3. Platz BM)
5. Platz: Magdalena Lechner (Twin Neumarkt) 2.15.58

Link zu den Ergebnissen.

Fotos: Franz Pretzl

Nun geht sie endgültig zuende, die Triathlon-Saison 2025. Aber halt, ein echtes Highlight wartet noch auf die, die immer noch Power in den Beinen haben: Die Bayerische Meisterschaft Cross-Duathlon „Jag de Wuidsau“ in Burglengenfeld am 11. Oktober. Das traditionsreiche Event bietet Offroad-Action mitten in der Oberpfalz. Das Orga-Team setzt zudem verstärkt auf Familienfreundlichkeit und organisiert ein nachhaltiges Rennen, das vom BTV ausgezeichnet ist.

Schüler- und Jugendrennen feiern Premiere

Zum zwölften Mal gibt es das „Wuidsaujagd“-Hauprennen mit der vollen Cross-Herausforderung sowie die Schnupperjagd für all diejenigen, die sich ausprobieren möchten. Zum ersten Mal können in diesem Jahr auch Schülerinnen, Schüler sowie Jugend A und B (12–17 Jahre) Crossduathlon-Luft schnuppern. Damit erweitert sich das Programm, das bislang mit dem beliebten „Frischlingsrun“ für die Jüngsten bereits über 200 Starter begeisterte. Selbstverständlich bleibt der Frischlingsrun auch in diesem Jahr ein fester Bestandteil. Die

„Wuidsau“ entwickelt sich damit von einem reinen Sportevent zu einem Breitensport- und Familienevent. Unter dem Motto „von Familien für Familien“ wird das Veranstaltungsgelände am Lanzenanger mit beheiztem Festzelt zum Treffpunkt für Groß und Klein. Vormittags können die Kids an den Start gehen, nachmittags die Erwachsenen. Die Burglengenfelder bieten damit einen Sporttag für die ganze Familie mit bayerischer Meisterschafts-Atmosphäre und packendem Cross-Duathlon! Dabeisein lohnt sich.

Die Favoritinnen und Favoriten für den BM-Titel

Der Top Starter in diesem Jahr ist Letztjahressieger und Cross Country-Profi Tobias König. Dazu kommt natürlich auch Sebastian Neef, der zuletzt im XTERRAWeltcup Gesamtdritter wurde. Nicht zu unterschätzen wird auch in diesem Jahr Lokalmatador Michi Fuchs sein, der frischgebackene Vize-Weltmeister und Gesamtsechste im XTERRA Crosstriahtlon in Molveno in seiner Altersklasse. Er möchte vor heimischen Publikum seine Form unter Beweis stellen. Ein interessantes Debüt wird Marathonprofi Erik Hille vom TV Burglengenfeld geben, der erst kürzlich den Jungfrau Bergmarathon in der Schweiz gewann und mit 2.13.03 Stunden aus 2024 eine Topzeit vorweisen kann. Er versucht seine Fähigkeiten nun auch in einer anderen Disziplin unter Beweis zu stellen.

Bei den Damen wird die Siegerin aus 2024, Cornelia Griesche, ihren Titel verteidigen wollen. Außerdem wird Triathlonprofi Lorena Erl an der Startlinie stehen. Aus Sicht des TV Burglengenfeld ist Lokalmatadorin Paula Leupold, frischgebackene XTERRA Amateurweltmeisterin aussichtsreiche Starterin und geht voll motiviert an den Start.

Mehr Informationen und Anmeldung unterjagdewuidsau.de/

Bei der Bayerischen Meisterschaft über die Kurzdistanz kämpften Athletinnen und Athleten in schönster Umgebung beim Mainfranken Triathlon um Sekunden, Titel und Ruhm. Während manche bereits beim Schwimmstart ihre Konkurrenten im Wasserschatten verfolgten, wurden auf der doch selektiven Radstrecke mit zwei Anstiegen Wattwerte ausgespielt, bevor es auf der zuschauerfreundlichen Laufstrecke entlang des Mains richtig ernst wurde.

Bei den Männern setzte sich mit Blick auf die BM-Wertung Marco Sahm (IfA Nonstop Bamberg) in 2:01:15 Stunden durch. Der Routinier aus der TM50-Altersklasse schlug sich stark gegen die jüngere Konkurrenz. Mit 2:05:03 Stunden folgte bei seinem Heimspiel Florian Bock (TG Kitzingen), der sich zugleich den Titel in der TM40 sicherte. Rang drei ging an Matthias Ries (Herrieder Aquathleten, 2:05:54), ebenfalls TM40, der insbesondere mit einer schnellen Schlussrunde auf sich aufmerksam machte. Schnellster Mann an diesem Tag war Lukas Stengel von der Arriba Göppersdorf, der jedoch nicht für die BM gemeldet war.
Marco Sahm war deshalb auch etwas erstaunt über den Titelgewinn: „Der Erfolg in Kitzingen kam, ehrlich gesagt, total überraschend für mich“, berichtet der neue Bayerische Meister. „Ich hatte in dem Rennen über die Olympische Distanz, an dem auch die Athleten der Landesliga Nord teilnahmen, insgesamt ja ’nur‘ die siebtschnellste Zeit. Als Starter der AK 50 habe ich mich über dieses Top-Ten Ergebnis im Ziel ebenso wie über den Sieg in der Altersklasse natürlich riesig gefreut. Weil die ersten beiden der Olympischen Distanz als Nachmelder und auch die vier Liga-Starter, die vor mir waren nicht für die Bayerische Meisterschaft gewertet wurden, bin ich dann bei der Siegerehrung zu meinem großen Erstaunen sogar in der Gesamtwertung zum Bayerischen Meister overall geehrt worden.“

Ein schnelles Schwimmen mit der Strömung des Mains bestimmte das Rennen. Auf der anfangs flachen Radstrecke formierte sich hinter den Führenden Landesliga-Sportlern, die nicht in der BM gewertet werden, nach etwa zehn Kilometern vierköpfige Verfolgergruppe. Mehrere Führungswechsel im anspruchsvollen Streckenteil hielten die Spannung hoch. Anfangs positionierte sich der spätere Meister Marco Sahm beim abschließenden Lauf noch auf Rang 5, musste dann aber zwei schnellere Läufer vorbeiziehen lassen und erreichte das Ziel als Siebter im Gesamteinlauf.

Sportler läuft

Florian Bock beim Mainfranken Triathlon

Auch der BM zweite, Florian Bock, berichtet: „Als Kitzinger kenne ich natürlich jeden Zentimeter der Strecke, was mir hier sicherlich zugute kommt. Auf der Schwimmstrecke schwammen viele Athleten bei der Streckenhälfte weit links am Rand. Ich wählte eher eine Linie in der Mitte, da dort die größte Strömung ist, was mir ein, zwei Plätze brachte. Für mich ebenfalls positiv war, dass das Wasser mit etwa 20°C für diese Jahreszeit eher kühl war. Auf dem Rad wollte ich kontrolliert angehen, denn es stehen im Verlauf der Radstrecke erst ein langgezogener und dann noch ein sehr steiler Berg an, an denen ich immer etwa zwei Plätze gut machen konnte. Aber es war draußen ziemlich windig, so dass man gerade beim Gegenwind zu Beginn des Radkurses schon ordentlich drücken musste. Beim Lauf waren die Bedingungen top. Auf dem Stadtkurs war es leicht windig bei Temperaturen um die 25°C. Auf den zwei Runden muss man vier mal den Main über Brücken queren, was der Laufmuskulatur etwas Abwechslung verschaffte. Ein Wiesenstück, Pflaster und Treppen machen den Laufkurs nicht zum Highspeed-Kurs, aber abwechslungsreich und schön in der Stadt gelegen. Hier gelang mir meine beste Laufzeit bisher beim Mainfrankentriathlon, sodass insgesamt ein 5. Platz, 2. Platz bei den Bayerischen Meisterschaften und jeweils AK-Siege insgesamt und in der BM herauskam.“

BM-Titel als große Motivation

Vier Frauen mit SiegeruhrkundenAuch in der Frauenkonkurrenz war eine nicht BM-Starterin die Tagesschnellste. Laura Mederer von der TSG 08 Roth gewann. Den BM-Titel holte Anne Schmidhuber (TSV 1928 Essleben e. V.). Die 21-Jährige war in 2:06:58 Stunden die Schnellste der Wertung.“Auch wenn ich auf dem Rad nicht ganz die Leistung abrufen konnte, die ich mir vorgenommen hatte, war ich dennoch solide unterwegs“, rekapituliert sie ihr Rennen. „Beim Laufen bin ich gut in meinen Rhythmus gekommen und konnte auf den ersten Kilometern ein solides Tempo anschlagen. Gegen Ende des Laufs habe ich das Rennen sogar richtig genießen können – die Stimmung an der Strecke und die Unterstützung der Zuschauer haben für einen besonders schönen Abschluss gesorgt. Die Gesamtsiegerin Laura Mederer, die sich kurzfristig nachgemeldet hatte, war an diesem Tag leider außerhalb meines Blickfelds – umso mehr freue ich mich aber, den bayerischen Meistertitel mit nach Hause zu nehmen. Es ist ein besonderer Moment und ein weiterer motivierender Schritt auf meinem Weg.“

Platz zwei belegte Anna Liepold (TSV Gaimersheim, 2:14:48), dicht gefolgt von Marie Pöllinger (Tristar Regensburg, 2:16:16). Die Vizemeisterin musste vor allem auf der Laufstrecke nochmal beißen: „Beim Laufen, meiner stärksten Disziplin hieß es Zähne zusammenbeißen. Die Beine waren schwer, aber ich wusste, dass ich vorne mit dabei bin, was mich noch einmal motivierte. Die letzten Kilometer waren hart, aber ich kam schließlich als Vierte des gesamten Rennens und bayerische Vizemeisterin ins Ziel und alle Anstrengung war vergessen.“

Auch jenseits der Spitzenplatzierungen überzeugte das gesamte Feld mit beherzten Leistungen und fairen Positionskämpfen. Die Meisterschaft profitierte von einer reibungslosen Organisation und zahlreichen Helferinnen und Helfern, die für sichere Strecken und motivierende Unterstützung sorgten. Das bayerische Triathlon-Präsidium zeigte sich mit dem Ablauf rundum zufrieden und gratulierte allen Titelträgerinnen und Titelträgern.

Alle Ergebnisse sind hier zu finden (Link).

Foto: Marco Sahm, Anne Schmidthuber

Seit 2009 startet in Kitzingen alljährlich ein besonderes Rennen: Der Mainfrankentriathlon. Dass jedes Jahr aufs Neue so viele Sportler in die historische Stadt inmitten des unterfränkischen Weinlandkreises kommen, hat viele Gründe. Einer ist jedoch sicherlich die landschaftlich schöne Strecke. In diesem Jahr gibt es noch einen weiteren: Die Bayerische Meisterschaft der Altersklassenathleten über die Kurzdistanz und auch die Athleten der Landesliga Nord gehen an den Start. In der wohl außergewöhnlichsten Wertung kämpfen deutsche Bürgermeister um den Meistertitel.

Der Startschuss zu dem unterfränkischen Rennen fällt im Main. Danach geht es flussabwärts zum ersten Wechsel am Mainufer. Mit Blick auf das Wasser und auf Kitzingens malerische Weinberge wird geradelt. Auch beim Laufen begleitet Sportler*innen der Main, bis es über eine Brücke hinweg hinein in die historische Altstadt geht. Los geht es für die Landesliga und Kurzdistanz um 13.00 Uhr. Gegen 13.25 Uhr findet sich zudem eine Sprintdistanz im Rahmenprogramm.

„Ich habe Größten Respekt vor den Leistungen“

„Ich bin gespannt, welche Sportlerinnen und Sportler den Sprung auf das Treppchen schaffen“, sagt Tim Feuerlein, Beauftragter für Sportentwicklung im Bayerischen Triathlon-Verband, der das Thema Breitensport unter sich hat. „Als Altersklassensportler weiß ich selbst, wie viel Zeit man in Training investiert und habe größten Respekt vor den Leistungen.“

Nachhaltige Veranstaltung

Der Mainfranken Triathlon zählt zu den ersten bayerischen Triathlon-Events, das erfolgreich das Nachhaltigkeits-Label des Bayerischen Triathlon-Verbands erhalten hat. Schon in früheren Jahren wurde konsequent auf eine ressourcenschonende Organisation gesetzt – so kam das Orga-Team während der Covid-Jahre mit gerade einmal drei Müllsäcken aus, und Müllvermeidung ist bis heute ein zentrales Element des Konzepts. Zu den weiteren Maßnahmen zählen u. a. Förderung der Teilnehmer zur Fahrgemeinschaftsbildung , Verzicht auf Einwegtrinkbecher und Nutzung regionaler Verpflegung (Kuchen vom Blech, Obst aus der Region). Die Auszeichnung verdeutlicht das kontinuierliche Bestreben der Veranstalter, Nachhaltigkeit im Sport sichtbarer zu machen – und als Impulsgeber für andere Events in Bayern voranzugehen.

Zur Website des Rennens.

Foto: Mainfranken Triathlon

 

Der Triathlon Hof gehört seit jeher zu den Veranstaltungen, die für wirklich jeden etwas bieten. Vom Kinder-, über das Hobby-Rennen bis hin zum zweitägigen Liga-Highlight. Letzteres wurde in diesem Jahr erneut durch den Wettkampf der Bayerischen Meisterschaft Team Relay aufgewertet und damit zum packenden Rennen um Sekunden.

Samstag: Spannendes Staffelrennen bei nasskaltem Wetter

Der Samstag forderte die Athletinnen und Athleten sportlich und mental: Bei 13 °C und anhaltendem Nieselregen herrschten harte Bedingungen. Dennoch traten in zwei Startgruppen insgesamt 55 Teams über die Team-Relay-Distanz (0,2 km Schwimmen, 5,1 km Radfahren, 1,5 km Laufen) an. Den Auftakt machten die Frauen-Teams der Regionalliga und Bayernliga (je 10 bzw. 15 Teams), gefolgt von den Männern (jeweils 15 Teams in beiden Ligen).

In der Regionalliga der Frauen legte Laura Mederer (TSG 08 Roth) einen furiosen ersten Abschnitt hin. Die Siegerin des Rothsee-Triathlons von vor drei Wochen übergab mit deutlichem Vorsprung auf die Konkurrenz. Doch bereits im zweiten Lauf übernahm der SV Würzburg 05 in der Besetzung Josefine Doseth, Lea Cagol undCharlotte Doseth das Kommando und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. Die TSG 08 Roth sicherte sich Rang zwei, gefolgt vom TSV Harburg. In exakt dieser Reihenfolge wurde auch die Bayerische Meisterschaft in der Team Relay vergeben – eine starke Teamleistung der Würzburgerinnen, die an diesem Wochenende Bestform zeigten.

In der Bayernliga der Frauen setzte sich der Munich Triathlon Club (Johanna Lorenz|Anne Seifen|Katrin Reischmann) durch und verwies die SG Allgäu-Chiemgau sowie SV Würzburg II auf die Plätze zwei und drei.

Männerstaffeln: Hochspannung, Stürze und ein packendes Finish

Bei den Männern zeichnete sich in der Regionalliga schnell eine Spitzengruppe ab: Die Teams von Jahn Freising, TSG 08 Roth, TWIN Neumarkt und La Carrera TriTeam Rothsee dominierten den Wettkampf. Mehrfach wechselte die Führung, was das Rennen extrem spannend gestaltete. Überschattet wurde der Wettbewerb von mehreren Radstürzen – am schwersten traf es Tim Frisch (La Carrera TriTeam Rothsee), der mit einem Schlüsselbeinbruch das Rennen vorzeitig beenden musste.
Im packenden Finale auf den letzten 500 Metern überholte Thomas Wittmann (TWIN Neumarkt) den bis dahin führenden Kilian Bauer (TSG 08 Roth) und sicherte seinem Team ( Tobias Ulbrich|Gabriel Noderer|Thomas Wittmann) den Sieg. Rang drei ging an den MRRC München. In der gesonderten Wertung zur Bayerischen Meisterschaft, in der nur Teams mit ausschließlich Athleten mit Erststartrecht berücksichtigt wurden, setzte sich ebenfalls TWIN Neumarkt durch, gefolgt von MRRC und Viktoria Augsburg. Die Lokalmatadoren vom IfL Hof verpassten das Podest nur knapp.

In der Bayernliga der Männer zeigte das Team des TSV Harburg mit Simon Naschwitz, Stefan Richter und Leo Österlein erneut seine gute Form und gewann vor dem Munich Triathlon Club und SV Würzburg III.

Sonntag: Einzelrennen bei besseren Bedingungen

Der Sonntag brachte bessere äußere Bedingungen: Bei trockener Witterung und bis zu 22 °C, herrschten gute Voraussetzungen für die Kurzdistanz mit Windschattenfreigabe der Ligen. Die Wassertemperatur von 20,7 °C bedeutete allerdings ein Neoverbot. Der Startschuss für die Regionalliga Männer fiel bereits früh um 08:30 Uhr – ein straffer Zeitplan war notwendig, um alle Rennen unterzubringen.

Kilian Bauer (TSG 08 Roth) zeigte sich gut erholt vom Vortag und gewann das Einzelrennen der Regionalliga Männer vor Niklas Ludwig (Jahn Freising) und Tobias Heining (Post SV Nürnberg). In der Teamwertung setzte sich die TSG 08 Roth souverän durch, gefolgt von TWIN Neumarkt und MRRC.

Der TSV Harburg zeigte auch im Einzelrennen Konstanz und wiederholte seinen Tagessieg vom Samstag. Auf Platz zwei landete erneut der Munich Triathlon Club, Rang drei ging wie am Vortag an SV Würzburg III.

Regionalliga Frauen: Mederer dominiert erneut – Würzburg holt Mannschaftssieg

Laura Mederer (TSG 08 Roth) war einmal mehr die dominierende Athletin im Feld der Regionalliga Frauen. Mit einem eindrucksvollen Solo-Sieg verwies sie Eleisa Haag (SV Würzburg 05) und Cornelia Grische (TSV Gaimersheim) deutlich auf die Plätze. In der Teamwertung setzte sich diesmal der SV Würzburg 05 durch, gefolgt von TSV Gaimersheim und der TSG 08 Roth.

In der Bayernliga der Frauen ließ der Munich Triathlon Club nichts anbrennen und gewann die Teamwertung. Böhnlein Sports Bamberg folgte auf Platz zwei, Rang drei sicherte sich das zweite Team des SV Würzburg.

Den Sieg beim traditionellen Rennen der Kurzdistanz ohne Windschattenfreigabe holte sich Lokalmatador Sebastian Marx vom GEALAN Tri Team IfL Hof vor Max Blank und Marcel Ottiger. Das Rennen der Frauen entschied Julia Skala (Team P3) vor Maja Betz (SC Ostheim/Rhön) und Markéta Musilová für sich.

Alle Ergebnisse sind hier zu finden.

Foto: Elea Bayreuther

Es wird ein Veranstaltungswochenende zum Mitmachen und Miterleben, das für Jeden etwas bereithält: Der Triathlon in Hof ist mit seinen 42 Jahren nicht nur die älteste Veranstaltung Bayerns, sondern auch die Zweitälteste in Deutschland. Die Ehrenamtlichen des Ifl Hof und aus der Umgebung organisieren das Rennen immer noch mit voller Leidenschaft. Besonderes Highlight am Wochenende ist erneut die BM Team Relay – die Meisterschaft für Vereins-Mannschaften.

Zwei Tage volles Programm

Am Samstag gibt es zum Auftakt des großen Wochenendes den Kinder- und Schülertriathlon. Es folgt das BM-Rennen für die Mixed Team Relay, in dem auch Bayern- und Regionalliga an den Start gehen. Drei Team-Mitglieder müssen möglichst schnell 200m Schwimmen im kristallklaren Wasser des Hofer Untreusees, 15km radeln auf einem selektiven Radrundkurs, und 1,5 Kilometer laufen auf einer flachen Wendepunktstrecke. Im Zuschauerbad des Sonnenhügels entscheidet sich dann, wer das schnellste bayerische Vereins-Team ist. 

Am Sonntag geht es weiter mit Einsteigertriathlon, Sprintdistanz, Olympischer Distanz, erneut mit Beteiligung der Bayerischen Triathlonligen.

Link zur Website der Veranstaltung.

Fotos: Elea Bayreuther

Am 22. Juni 2025 wird der triathlon.de CUP Landshut erstmals Austragungsort der Bayerischen Meisterschaft über die Triathlon-Mittel-Distanz. Damit rückt die niederbayerische Stadt in den Fokus der bayerischen Triathlon-Szene. Die Strecke rund um das Naherholungsgebiet Gretlmühle bietet dafür ideale Voraussetzungen: abwechslungsreich, anspruchsvoll und landschaftlich reizvoll. Kein Wunder, dass das Starterfeld längst ausgebucht ist.

Läufer auf Feldweg

Auch landschaftlich hat die Bayerische Meisterschaft über die Mittel-Distanz in diesem Jahr viel zu bieten.

„Dass wir die Teilnehmerzahl innerhalb eines Jahres fast verdoppeln konnten, zeigt, wie gut unser Konzept ankommt – sportlich anspruchsvoll, aber gleichzeitig familiär, nahbar und professionell organisiert. Das motiviert uns ungemein, den triathlon.de CUP in Landshut weiterzuentwickeln und als festen Bestandteil im bayerischen Triathlonkalender zu etablieren“, sagt Ralph Schick, Renndirektor und Geschäftsführer von triathlon.de. Bereits bei der Premiere 2024 nahmen 500 Starterinnen und Starter teil – nun steht ein neuer Meilenstein bevor: Über 900 Athletinnen und Athleten sind bereits angemeldet, mit Nachmeldungen werden rund 1.000 Teilnehmer an der Gretlmühle erwartet.

Schnupper-, Volks-, Olympische und Mittel Distanz im Programm

Das Rennen bietet ein breites Spektrum an Distanzen für Einzelstarter und Staffeln. Die Athleten der Landesliga Süd absolvieren ihr drittes Liga-Rennen in diesem Jahr über die Volksdistanz im Rahmen des Triathlon Landshut. In diesem Jahr steht jedoch vor allem die BM auf der Mitteldistanz im Fokus: Der Wettkampf beginnt mit 1,9 Kilometern Schwimmen im klaren Wasser der Gretlmühle. Geschwommen wird über zwei Runden mit Landgang direkt an der Liegewiese.  Anschließend geht es auf die 80 Kilometer lange Radstrecke, die in vier Runden zu je 20 Kilometern gefahren wird. Dank kleinerer Veränderungen ist der Kurs in diesem Jahr etwas anspruchsvoller als bisher. Jede Runde fordert die Radfahrer mit rund 200 Höhenmetern, insgesamt sind also etwa 800 Höhenmeter zu bewältigen. Aber keine Sorge: durch die mehrfache Durchfahrt der Zuschauerzonen gibt es regelmäßig zusätzliche Motivation.
Die abschließende Laufstrecke führt über vier flache Runden vom Wechselgarten in Richtung des Isar-Stausees Altheim, dann entlang des Ufers zurück zur Wechselzone. Der Laufkurs ist nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch zuschauerfreundlich gestaltet, sodass Athletinnen und Athleten auch hier immer wieder Motivation tanken können.

Rund 70 Starterinnen und Starter sind für das Meisterschaftsrennen gemeldet. Sie werden sich unter die vollständig ausgebuchte Konkurrenz mischen. Im vergangenen Jahr sicherten sich der Bayreuther Finn Große-Freese und Dajana Pechtl aus München die Titel. In Abwesenheit des Titelverteidigers dürfte der frisch gebackene Deutsche Meister auf der Distanz, Maximilian Hoffmann von der TSG 08 Roth, auch beste Aussichten auf diesen Titel haben. Es wäre nach der BM Duathlon schon der Zweite in diesem Jahr. Auch bei den Frauen ist die Vorjahressiegerin nicht am Start und es dürfte ein spannendes Rennen geben.

Fotos: triathlon.de/ Claus Zettl