Die Wettkampflandschaft in Bayern bietet Triathletinnen und Triathleten die volle Bandbreite an Herausforderungen. Von Angeboten für Einsteiger*innen, über traditionsreiche Veranstaltungen über die Olympische Distanz und die Mitteldistanz, bis hin zur größten Triathlon Langdistanz der Welt, dem Challenge Roth.

Am 4. August 2024 wird der Oettinger Triathlon bereits zum 36. Mal stattfinden. Eine echte Traditionsveranstaltung. Trotz aller Routine – oder gerade deshalb, wie Organisatorin Simone Lechner betont – geht man bei der schwäbischen Veranstaltung auch immer wieder neue Wege. Zum Beispiel im Bereich der Nachhaltigkeit. Die Initiativen des kleinen Orga-Teams waren so engagiert, dass der Veranstaltung nun das Nachhaltigkeits-Label des BTV verliehen wurde. Sie ist der neunte Wettbewerb in Bayern mit der Auszeichnung.

Wir haben uns mit Simone Lechner aus dem Orga-Team unterhalten.

HalloDer Oettinger Triathlon hat eine lange Tradition. Wie schafft man es, gerade bei traditionsreichen Veranstaltungen Änderungen zu bewirken und warum habt ihr euch dem Thema Nachhaltigkeit zugewandt?

Wir haben das große Glück, ein funktionierendes Orga Team, bestehend aus fünf bis sechs Personen, zu haben. Und gerade weil wir auf so viele Jahre Erfahrung zurückblicken können und viele Dinge sich schon gut eingespielt haben, bleibt uns immer ein Spielraum für neue Ideen.

Nachdem mir persönlich das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit sehr am Herzen liegt, wurde ich beim Schweinfurter Triathlon auf das Label aufmerksam und habe mich zuerst mit den Organisatoren dort unterhalten und mich dann auf eurer BTV-Seite schlau gemacht. Wir hoffen dadurch auch andere Organisatoren und Athleten sensibilisieren zu können.

Blick in einen Biergarten
Beim Oettinger Triathlon werden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um Nachhaltigkeit zu erhöhen. Zum Beispiel werden die Holzbuden der Stadt als temporäre Bauten genutzt.

Die herausragende Initiative in eurer Bewerbung ist der Versuch Fahrgemeinschaften direkt bei der Anmeldung zu bilden. Wie soll das funktionieren?

Nachdem es dafür noch keine optimale EDV-gestützte Lösung gibt, planen wir im Moment, dass alle Interessenten einer Fahrgemeinschaft die Kontaktdaten von den Mitinteressenten erhalten. Es wird dazu in unserem Anmeldeportal die Möglichkeit geben, einen Haken zu setzen, für Interesse an einer Mitfahrgemeinschaft und gleichzeitig mit der Einwilligung der Veröffentlichung der Kontaktdaten. Vielleicht können wir gemeinsam mit dem Zeitnehmer das ganze noch nach Postleitzahlen optimieren. Ich könnte mir gut vorstellen, dass unser Zeitnehmer die Idee aufgreift und sie dann auch bei anderen Veranstaltungen angeboten werden kann.

Wie kamt ihr auf die Idee?

Auf die Idee zur Bildung von Fahrgemeinschaften kam ich deshalb, weil unser Hauptorganisator gleichzeitig auch im DAV aktiv ist und dort eine Erhebung zum Thema Nachhaltigkeit gemacht wurde. Das Ergebnis: Der überwiegende CO2 Ausstoß bei den Veranstaltungen resultiert aus den Fahrten zum Veranstaltungsort. Nachdem zum Triathlon doch immer sehr viele Athleten einzeln anreisen, bietet es sich an, hier Hilfestellung zu leisten, und es über die Bereitstellung von Kontaktdaten zu ermöglichen, dass Fahrgemeinschaften gebildet werden können. 

Welche Maßnahmen liegen euch darüber hinaus besonders am Herzen?

Weiter schwebt uns noch vor, einen Mehrwegbecher zum Beispiel aus Edelstahl als Finishergeschenk auszugeben, der dann im Zielbereich als Getränkebecher verwendet werden kann. 

Vielen Dank für euer Engagement!

Mehr Infos rund um nachhaltige Veranstaltungen finden sie hier (Link zur Seite).

Fotos: Tina Schramm

Nach der 21. Ausgabe ist Schluss. Der TV Strössendorf hat sich entschlossen den Triathlon am Obermain zu beenden. Die sinkenden Athleten-, Helfer- und Besucherzahlen nach Corona sind nur ein Grund für die Entscheidung. Gestiegene Kosten, verbunden mit erweiterten Vorgaben von Verwaltung und Verbänden sowie sinkende Einnahmen stehen einer Fortführung im Wege. „Wir hören auf, wenn´s am schönsten ist“, sagt der Organisationsleiter Helmut Dorsch.

Viele schöne Geschichten bleiben in Erinnerung

„Nach 21 Wettkämpfen ist mir die Entscheidung sehr schwergefallen. Jedoch bleiben so die vielen einmaligen, schönen und emotionalen Geschichten in positiver Erinnerung.“ Eine ist sicherlich die der DACH-Meisterschaften im Para Triathlon, die noch in diesem Jahr das Rennprogramm bereichert hatte. Zwanzig Athletinnen und Athleten mit Handicap waren am Start und von dem Rennen begeistert.

Bisher hat sich der Triathlon wirtschaftlich noch getragen, aber die Prognosen zeigen keine Verbesserungen für das kommende Jahr. Saskia Rühr, 1. Vorsitzende des TV 1928 Strössendorf e.V. fügt hinzu: „Wir sind stolz, dass wir den Triathlon über so viele Jahre am Obermain halten konnten. Als Vorsitzende des Vereins sind für mich auch die wirtschaftlichen Interessen des Vereins wichtig.“

Dank an Orga und Helfer

Der Geschäftsführer der REGIOMED Kliniken, Michael Musick, bedankt sich bei den Organisatoren und Helfern: „Wir haben erst zwei Ausgaben des Triathlons begleitet. Es war eine vertrauensvolle und reibungslose Zusammenarbeit. Gerne hätten wir noch weiter gemacht, können die Beweggründe der Veranstalter aber gut nachvollziehen.“

Ein herzlicher Dank geht an die Gemeinden Altenkunstadt, Burgkunstadt und Weismain, die den Triathlon in den letzten 22 Jahren ermöglicht haben. Zudem dankt das Orga-Team allen Vereinen, Sponsoren und Helfern, die pünktlich jedes Jahr am Pfingstsonntag bereitstanden, um den Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten.

Foto: Oliver Schmidt

Graues Herbstwetter ist doch genau die richtige Gelegenheit, um die Wettkampfsaison 2024 zu planen, oder? Viele Veranstaltungen sind bereits im Wettkampfkalender (Link) eingetragen, einige kommen sicher noch dazu. Fest stehen derweil auch schon die Rennen, in deren Rahmen 2024 die Bayerischen Meisterschaften ausgetragen werden. „Wir haben wieder versucht, eine gute Mischung aus großen Events, Traditionsrennen und kleineren Wettkämpfen zusammenzustellen“, meint Veranstaltervertreterin Christine Waitz zu der Auswahl. „So dürfte für jeden etwas dabei sein.“

Los geht es, wie schon so oft im BM-Kalender, beim Kraillinger Duathlon, der 30-jähriges Jubiläum feiert. Das junge Event des MainCity Triathlon in Schweinfurt ist Gastgeber für die BM der Para Triathleten. Am selben Tag finden in Ingolstadt die Titelkämpfe über die Mitteldistanz statt. Ende Juni gibt es eine BM-Premiere beim traditionsreichen Rothsee Triathlon in Hilpoltstein auf der Kurzdistanz. Mit gleich zwei Meisterschaften lockt im Juli der Triathlon Hof Teams und Mannschaften an: die Mixed Team Relay und Team Relay sucht in windschattenfreien Rennen die Vereins-Meister. Den Abschluss der Triathlon-Saison macht im September der Seenland Triathlon mit dem Rennen über die Sprintdistanz.

Die BM-Termine und Orte in der Übersicht

Duathlon 30. Kraillinger Duathlon 28. April 2024 Link zur Website.
Para Triathlon MainCity Triathlon Schweinfurt 9. Juni 2024 Link zur Website.
Triathlon Mitteldistanz Audi Triathlon Ingolstadt powered by Büchl 9. Juni 2024 Link zur Website.
Triathlon Kurzdistanz Memmert Rothsee Triathlon 23. Juni 2024 Link zur Website.
Triathlon Mixed-Relay als Bayerische Vereinsmeisterschaft windschattenfrei GEALAN Triathlon Hof 13. Juli 2024 Link zur Website.
Triathlon Team-Relay als Bayerische Vereinsmeisterschaft windschattenfrei GEALAN Triathlon Hof 13. Juli 2024 Link zur Website.
Triathlon Sprintdistanz Seenland Triathlon Steinberg am See 8. September 2024 Link zur Website.
       

Foto: Elea Bayreuther; GEALAN Triathlon Hof

Am 18. August 2024 kehrt das Breitensport-Rennen im Rahmen des DATAGROUP Triathlon Nürnberg wieder in die Frankenmetropole zurück, um hunderte Sportlerinnen und Sportler zu begeistern.

Die Online-Anmeldung öffnet bereits am 1. November 2023 um 12:00 Uhr.

Die Schnellsten im Anmeldeprozess profitieren von günstigeren Konditionen. Sobald die ersten 100 Startplätze vergeben sind, greift die nächste Preisstufe.

Erneut wird das City-Rennen mit dem Ziel Hauptmarkt auf zwei Distanzen ausgetragen. Die SUZUKI Sprintdistanz, die besonders Triathlon-Neulinge anspricht, geht über 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen.

Das nächste Level stellt die Kurzdistanz dar: hier darf jeweils die doppelte Distanz absolviert werden (1,5 Kilometer, 40 Kilometer und 9,6 Kilometer).

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, über beide Distanzen mit einer Staffel zu starten; ebenso wird auch das Format der Familienstaffel angeboten.

Weitere Informationen rund um den DATAGROUP Triathlon Nürnberg stehen auf der Veranstaltungswebsite (Link zur Website) zur Verfügung.

Text: DTU Bild: DTU/Raphael Schmitt

Bei schönstem Wetter starten rund 400 Teilnehmer beim 27. Alzenauer Triathlon auf der Sprintdistanz. Traditionell treten bei diesem familiären Event zum Saisonabschluss neben einigen Profis überwiegend Hobbysportler an.

Silas Schmitt (mitte) siegt vor Jan Kühne (links) und Lukas Bugar (rechts)

Der Vorjahres-Gesamtsieger, Silas Schmitt vom TV 1897 Goldbach e.V., konnte seinen Titel mit einer Zeit von 0:55:24 Stunden erfolgreich vor Jan Kühne von der Eintracht Frankfurt (0:58:46) und Lukas Bugar vom VfL Münster REACard Triathlon Team (0:58:53) verteidigen. Bei den Frauen siegte Lisa Diener von der LuT Aschaffenburg in 1:08:43 vor Marie Schwoeppe von der TSG Kleinostheim 1908 (1:10:56) und Carolin Anna Lappöhn vom TriTeam Gießen (1:13:16).

In der Staffelwertung überzeugte das Team vom Spessart-Gymnasium Alzenau mit Wim Heumann, Michael Schrauder und Pascal Träger in einer Zeit von 1:05:22 Stunden.

Anpassungen haben sich bewährt

Auch aus Veranstaltersicht ist der 27. Alzenauer Triathlon sehr gut verlaufen. Es gab dieses Jahr zwei wesentliche Änderungen: Die am schnellsten gemeldeten Triathleten durften dieses Jahr als erstes in Wasser. Dadurch war es notwendig auch die Streckenführung anzupassen. Die neue Streckenführung erntete von allen Seiten – insbesondere von den BTV-Kampfrichtern und den Athleten – positives Feedback. Das vom Veranstalter verfolgte Ziel, dass sich der Wettkampf entzerrt und weniger Überholvorgänge besonders im Wasser und auf der Radstrecke stattfinden, ist voll aufgegangen.

Ebenfalls eine Premiere hatte Holger Waschkowski, der vor drei Jahren einen schweren Fahrrad-Unfall hatte und in Alzenau seinen ersten Triathlon als Para-Triathlet mit 1:48:42 Stunden erfolgreich absolvierte. BTV und Veranstalter haben zuvor die Freigabe für die Teilnahme erteilt und dafür gesorgt, dass er optimale Bedingungen für sich und seinen Helfer hatte und die anderen Triathleten nicht behinderte.

Das Fazit: Eine rundum gelungene Veranstaltung, so dass sich Veranstalter und Teilnehmer schon auf den 28. Alzenauer Triathlon am 15. September 2024 freuen können.

Text und Fotos: Triathlon Alzenau

Die Deutsche Triathlon Union (DTU) hat den Großteil der Deutschen Meisterschaften für 2024 vergeben. Zwischen April und August nächsten Jahres warten auf die Triathletinnen und Triathleten sowie die Ausdauermehrkampfsportlerinnen und –sportler in Deutschland spannende nationale Titelkämpfe.

Den DM-Reigen eröffnen am 21. April die Deutschen Meisterschaften im Duathlon auf der Sprintdistanz (Altersklassen), die im Rahmen des GISAduathlon Halle ausgetragen werden. 

Zwei Wochen später, am 5. Mai, folgen dann beim POWERMAN Alsdorf die Deutschen Meisterschaften über die Duathlon Mitteldistanz für Elite und Altersklassen.
Erstmals im Triathlon rund geht es am 23. Juni, wenn in Münster (Westfalen) die nationalen Titelkämpfe auf der Kurzdistanz (Elite/Altersklassen) anstehen.

Im August warten dann Titelkämpfe im Wochenrhythmus auf die Athletinnen und Athleten: Um Medaillen geht es am 4. August beim OstseeMan in Glücksburg über die Mitteldistanz (Elite/Altersklassen), am 11. August in Halle (Saale) im Swim and Run (Altersklassen), am 17. August in Zittau bei der O-See Challenge im Crosstriathlon (Elite/Altersklassen) und am 24. August beim Viernheimer V-Card-Triathlon über die Sprintdistanz (Altersklassen).

Zwei Para-Meisterschaften vergeben

In Viernheim finden am 24. August erneut auch die Deutschen Para-Meisterschaften im Supersprint statt. Die Para-Titelkämpfe auf der Sprintdistanz werden, wie bereits in den vergangenen beiden Jahren, im Rahmen der DACH-Meisterschaft ausgetragen, im kommenden Jahr am 7. Juli in der Schweizer Gemeinde Nottwil.
„Wir sind froh, dass wir bereits zu solch einem frühen Zeitpunkt einen Großteil der DM-Veranstaltungen vergeben konnten. So haben die Athletinnen und Athleten frühzeitig die Möglichkeit, die Titelkämpfe in ihrer Saisonplanung zu berücksichtigen“, sagt Rüdiger Sauer, Leiter Veranstaltungswesen bei der Deutschen Triathlon Union (DTU). 

Jugend-Termine ebenfalls fixiert

Außerdem bestätigte die DTU die Termine für die Wettbewerbe des Triathlon-Jugendcups sowie die Deutschen Meisterschaften der Jugend als auch Juniorinnen und Junioren.

Der DTU-Jugendcup besteht 2024 aus vier Rennen, beginnend mit dem Wettbewerb in Halle (Saale) am 20. und 21. April. Es folgen die Wettkämpfe in Forst am 12. Mai und in Rothsee am 22. Juni. Den Abschluss bilden die Deutschen Nachwuchs-Meisterschaften am 10./11. August in Jena, wo neben den Einzelrennen erstmals seit 2019 auch wieder nationale Nachwuchs-Meisterehren in der Mixed Relay vergeben werden.

In aussichtsreichen Gesprächen befindet sich die DTU mit einem Ausrichter für die DM Langdistanz. Hier soll möglichst zeitnah der Termin veröffentlicht werden.
Noch nicht vergeben sind die Titelkämpfe im Crossduathlon sowie Para-Triathlon Kurzdistanz und Mixed Team Relay.

Sofern Interesse zur Ausrichtung einer dieser Deutschen Meisterschaften besteht, kann direkt mit dem Veranstaltungsmanagement der DTU Kontakt aufgenommen werden: sauer@triathlondeutschland.de. Weitere Informationen finden sich auch auf der DTU-Website.

Foto: Tom Mayer

„Ein echtes Highlight“, beurteilten Eltern und Betreuer den Abschluss des BTV Memmert Nachwuchscup in Wendelstein. Die, um die es ging, der sportliche Nachwuchs, waren im Moment der Unterhaltung noch beschäftigt, Simon Henseleit mit Fragen zu löchern. Denn die Abschlussveranstaltung der diesjährigen Serie beim RC Wendelstein hatte viel mehr zu bieten, als einen Crossduathlon.

Camp zum Aufwärmen

Bereits am Freitag begann ein weiteres Nachwuchs-Camp der BTV-Jugend. Auch, wenn es beim Turnhallen-Camping schon ganz schön frisch war, waren die teilnehmenden Kids wieder begeistert. Das Programm reichte von Spielen, über Schwimmen, bis hin zu Koordinations-Trainings. Auch der Pizza-Besuch am Abend durfte nicht fehlen. „Es ist wirklich toll zu sehen, welch eine Gemeinschaft zwischen den Kindern und Jugendlichen aus verschiedensten Vereinen entstanden ist“, schreibt ein Elternteil im Nachgang. „Die Unterstützung für die lokalen Vereine und der Mehrwert für den Triathlonsport in Bayern sind großartig.“

Gelungene Duathlon Premiere

Für das kleine und junge „Team Optimum“, das beim RC Wendelstein erstmalig den Duathlon organisierte, war es ein Mammut-Projekt, das jedoch durchwegs positiv aufgenommen wurde. Im Erwachsenenrennen ging es oft um den gelungenen Saisonabschluss und im Nachwuchsbereich kämpften Kinder und Jugendliche um die letzten Cup-Punkte. „Tolle Veranstaltung, vor allem die schnelle Radstrecke war einfach klasse!“, war nur eine von zahlreichen positiven Bewertungen.

Am Ende des Tages waren Franziska Richartz (DAV Triathlon Hersbruck) vor Sonja Müller (TSV Katzwang 05) und Tamara Zeltner (CIS Amberg) sowie Jonas Wechsler (TSG 08 Roth Triathlon e.V.) vor Bernd Hagen (Team twenty.six e.V. Roth) und Tim Freitag (Arriba Göppersdorf) am schnellsten. Doch bei toller Atmosphäre und bestem Spätsommerwetter kam es nicht unbedingt auf die Platzierung an.

In den Schüler- und Jugendklassen ging es mit dem Mountainbike beim Cross-Duathlon über Stock und Stein. Als Sieger durften sich feiern lassen: Moritz Kaunz (FC Deining) und Alba Warter Rubio (TV 48 Erlangen) in der Jugend A, Leopold Sigl (TV 1875 Burglengenfeld) und Annika Bernhuber (IfL Hof) in der Jugend B, Hellena Hugenberg (TV Bad Mergentheim) und Alexander Tresselt (Tri-Team Schongau) bei den Schülern A, Mathilda Kujala (TV 1879 Hilpoltstein) und Manolo Klingsporn (SV Postbauer Kettenritter) bei den Schülern B, Leonard Thomann (Team Stegaurach) und Eva Satsevich (TV Fürth 1860) bei den Schülern C und Lorenz Thomann (Team Stegaurach) und Clara Gerdes (Post-SV Nürnberg) bei den Jüngsten.

Henseleit und Robisch als Promi-Gäste

Auf den Nachwuchs wartete auch nach nach der Anstrengung noch eine Überraschung. Mit Simon Henseleit und Rebecca Robisch standen zwei international erfolgreiche Sportler Rede und Antwort. Profi Simon Henseleit zu der Veranstaltung: “ Ich komme immer gerne zu regionalen Triathlon Veranstaltungen und diese sind in meinen Augen enorm wichtig für den Nachwuchs! Ohne Wettkämpfe macht das Training nur halb so viel Spaß und diese Rennen haben auch mir sehr dabei geholfen, dabei zu bleiben und einen gesunden Ehrgeiz zu entwickeln. Ich hoffe ich konnte den Kids eine Freude bereiten und etwas Motivation für das nächste Jahr mitgeben.“

Die Ergebnisse des BTV Memmert Nachwuchscup sind hier zu finden. Link zur Ergebnis-Seite.

Fotos: Foto-Gold

Eine Menge an Sportlern mit Neoprenanzug und Bademütze

Vor 30 Jahren sah Triathlon noch etwas anders aus: Nur wenige wagten sich damals an den außergewöhnlichen Sport heran und das Material war alles andere als spezialisiert. Erfinderreichtum war gefragt. In Bamberg, besser gesagt Breitengüßbach, gab es damals eine Premiere. Nach einigen Umzügen wird in diesem Jahr Jubiläum in Ebing gefeiert. Der Verein der IfA Bamberg organisiert mit Herzblut und wenige Tage vor dem Rennen haben wir uns mit ihnen unterhalten.

Wie viele Starter waren bei der ersten Auflage dabei? Wie viele sind es heute?

Bei der ersten Auflage – damals gab es nur eine Olympische Distanz – waren 38 Leute am Start. Es wurde am Baggersee in Breitengüßbach gestartet. Später zogen wir mit dem Rennen nach Bamberg um, zwischenzeitlich mussten wir nach Baunach ausweichen. Dann waren wir wieder in Bamberg im Hain, bis dort ein seltener Vogel zu brüten begann. Zwei Mal war die Veranstaltung dann auf dem Gelände der Landesgartenschau in Bamberg. Zum 30. Triathlon ziehen wir nun erstmals nach Ebing in den Landkreis. Wir rechnen mit ca. 250 Teilnehmern am Sonntag zur Olympischen Distanz und zum Sprint. Zu Spitzenzeiten, als wir auch die Regionalliga und Bayernliga am Start hatten und Kinderrennen ausrichteten, hatten wir bis zu 600 Teilnehmer im Rennen.

Was hat sich im Unterschied zur Premierenveranstaltung verändert?

Die Unterschiede zu heute sind gar nicht so groß: Allerdings wurde in den Anfängen die Zeit noch mit Stoppuhren gemessen. Einer sagt die Zeiten durch, der zweite die Startnummern, der dritte notiert das alles auf einem Zettel. Und die Gänge am Fahrrad wurden noch am Rahmen geschaltet. Neoprenanzüge waren auch selten, viele starteten in Badehosen oder bunten Badeanzügen. Triathlon damals war exotisch.         

Ein See mit einer Gruppe von Schwimmern

Was zeichnet euer Rennen aus?

Unser Triathlon ist keine kommerzielle Veranstaltung. Wir haben keinen Namens-Sponsor, wir werden in der Regel von kleinen, regionalen Firmen unterstützt. Unser Verein hat ca. 130 Mitglieder, am Wettkampftag sind sehr viele von ihnen als Helfer dabei. Wir sind ein familiärer Verein. Wir sind vor allem immer wieder stolz auf das Feedback unserer Teilnehmer, die unsere Organisation und die Strecken loben.

Worauf legt ihr besonders wert/ worauf seid ihr stolz?

Obwohl wir im Gegensatz zur lokalen „Konkurrenz“ unseren Mitgliedern keinen finanziellen Anreiz bieten bei uns zu sein, haben wir doch beachtliche sportliche Erfolge vorzuweisen. Zum Beispiel konnten unsere Mitglieder dieses Jahr drei Bayerische Meister-Titel in ihren AKs Erlangen holen. Wir sind auch stolz auf zwei Deutsche Meister-Titel in der AK im Triathlon und Duathlon durch Marko Sahm oder den 3. Gesamtplatz durch Felix Hentschel beim Challenge Roth 2021.   

Vielen Dank und viel Erfolg!

Die diesjährige Triathlon-Saison in Oberbayern hat schon ein paar Highlights gesehen – und doch kommt im September ein neues hinzu: der 1. SwimRun in Poing am 10. September. Zum ersten Mal findet diese Veranstaltung im Osten von München statt und wir haben Organisator Patrick Göll eine Woche vor dem Event gebeten, uns ein paar Fragen zu beantworten:

Was hat Dich zu dieser neuen Veranstaltung motiviert?

Unsere Trainingsgruppe der SG Poing hat sich in den letzten Jahren immer mal wieder an kleinen Wettrennen ausprobiert. Das machte uns so viel Spaß, dass wir auf die Idee kamen, ein offizielles Sport-Event zu planen. Zum Einstieg veranstalten wir nun einen SwimRun und können es kaum erwarten, dass es endlich soweit ist! Wir wollen damit den Interessierten aus der Umgebung zeigen, wie viel Spaß unser Sport macht – und natürlich auch für unsere tolle Trainingsgruppe der SG Poing werben 🙂

Wie lief die Vorbereitung?

Da es unsere erste offizielle Veranstaltung ist, haben wir uns im Vorfeld viel Zeit für die Planung genommen und uns langsam herangetastet. Jetzt kann das Event kommen!

Beschreibe die Strecke: ist sie anspruchsvoll, hast Du sie selbst verprobt?

Den Bergfeldsee nutzen viele unserer Triathleten regelmäßig im Training. Da der See nicht so groß ist, kann man sich gut orientieren und die Wassertemperatur ist gerade im Hochsommer perfekt fürs Training. Die Laufstrecke führt um den See herum. Die ist natürlich auch bestens von uns erprobt und auch immer wieder Teil unseres Lauftrainings.

Zum Setting des Bewerbs: was ist das Highlight, warum soll man unbedingt teilnehmen?

Die SG Poing ist noch ein eher kleiner Verein – jeder kennt jeden – und genau diese familiäre Atmosphäre wird es auch bei unserem SwimRun geben: Klein aber fein! Wir wollen gemeinsam mit allen Teilnehmenden Spaß haben und einen schönen Sporttag verbringen.

Für wen ist das Format besonders gut geeignet?

Unser SwimRun ist ein Familienevent, d.h. es ist für jeden etwas dabei: für Kinder haben wir einen Wettlauf mit Wasserhindernis, für die, die es einfach mal ausprobieren wollen, eine Volksdistanz und für die Ambitionierten das Hauptrennen.

Zur Belohnung haben wir leckeres Essen und Trinken und für die kleinen Gäste wird es eine Hüpfburg geben.

Soll das Event jedes Jahr stattfinden?

Wir hoffen, dass wir Teilnehmende und Gäste mit unserem SwimRun begeistern und wir die Veranstaltung dann nächstes Jahr wiederholen können. Vielleicht bauen wir den SwimRun auch zum Triathlon aus und werden zu einem festen Bestandteil im Rennkalender vieler SwimRun- bzw. Tri-Athleten.

Vielen Dank, Patrick. Eure Begeisterung ist wirklich spürbar und nun regnet es hoffentlich reichlich Anmeldungen. Hier gibt’s die Infos zum SwimRun am 10.09.2023 in Poing.

Mehr als 500 Triathletinnen und Triathleten haben sich beim Triathlon Nürnberg am 13. August der sportlichen Herausforderung gestellt. Dieses Jahr nicht wie üblich in drei Disziplinen, sondern in Form eines Duathlons. Die finale Überprüfung der Wasserqualität des Wöhrder Sees hatte ergeben, dass einer der drei Richtwerte die vom Triathlon-Weltverband vorgegebenen Standards nicht mehr erfüllte. Folglich kam Plan B ins Spiel: auf der Kurzdistanz begann das Rennen mit 10 Kilometern Laufen, bevor 40 Kilometer auf dem Rad bewältigt wurden, um abschließend noch einmal 5 Kilometer zu laufen. 

„Ich wollte unbedingt hier starten!“

Um 9:10 Uhr begann der Wettkampf in der Norikusbucht. Die Sportlerinnen und Sportler gaben alles und zeigten eine leidenschaftliche Performance. Über den Sieg freuten sich schließlich Franziska Richartz (DAV Triathlon Hersbruck) und Matteo Wiedemann. Letztgenannter erreichte den Nürnberger Hauptmarkt mit einer Zeit von 1:58:56 Stunden. „Es ist mein erster Sieg bei einem Triathlon-Wettbewerb. Es ist wirklich sehr cool. Ich hätte nicht geglaubt, dass es heute passieren wird“, so Wiedemann.
Der Jura-Student aus Passau konnte trotz Krämpfen auf dem Rad die Strecke in der Frankenmetropole sehr genießen: „Die Zuschauer hier waren super. So konnte ich nochmal das letzte Quäntchen aus mir herausholen.“ 

Das Podium teilt er sich mit Lars Pelke (1:59:04 Stunden/POST SV Nürnberg Triathlon) und Stefan Rothdach (1:59:25 Stunden/SV Würzburg 05).

Die Siegerin auf der Kurzdistanz Franziska Richartz hatte bereits im vergangenen Jahr gute Erfahrungen mit dem Wettbewerb in Nürnberg gemacht: „Ich habe 2022, bei meinem zweiten Triathlon überhaupt, die Sprintdistanz gewonnen und wollte mich diesmal auf der Kurzdistanz ausprobieren.“  Mit einer Zeit von 2:08:37 Stunden kam die 25-Jährige fast 15 Minuten vor der Zweitplatzierten Franziska Geigl (2:23:32) ins Ziel. Das Treppchen komplettierte Sophie Arzberger (2:24:44/TSV Jahn Freising 1861). Dabei war ein heutiger Start für Richartz zunächst ungewiss: „Ich habe gestern noch überlegt, ob ich das Rennen absolviere, da ich mich nicht ganz fit gefühlt habe, aber ich wollte unbedingt, weil es beim letzten Mal so cool war.“

Die weiteren Ergebnisse sind hier zu finden.

Gaidamak und Digel gewinnen auf der Sprintdistanz

Ein paar Minuten später applaudierten die Zusehenden erneut einer jubelnden Gewinnerin. Johanna Gidamak (1:06:16/RSC AUTO BROSCH Kempten) war auf der Sprintdistanz (5 Kilometer Laufen, 20 Kilometer Radfahren, 2,5 Kilometer Laufen) die Schnellste. Platz zwei und drei belegten Anne Neidhardt (1:06:28 / Karlsruher Lemminge) sowie Jana Schmidt (1:09:18/ Datagroup & Friends).

In der Männer-Konkurrenz triumphierte Patrick Digel (0:57:54/MRRC München / Sugar and Pain). Der Silberrang ging an Amaury Parrot (0:58:20/Adidas), während Stefan Wachter (1:01:02/RSC AUTO BROSCH Kempten) sich Position drei sicherte.

Die weiteren Ergebnisse sind hier zu finden.

Neben der Altersklasse gingen die Aktiven (Ergebnisse Frauen und Ergebnisse Männer) der 2. Triathlon-Bundesliga Süd ebenso in Nürnberg an den Start und trugen ihr viertes Saison-Rennen aus. 

Text & Fotos: DTU/Raphael Schmidt