Die Wettkampflandschaft in Bayern bietet Triathletinnen und Triathleten die volle Bandbreite an Herausforderungen. Von Angeboten für Einsteiger*innen, über traditionsreiche Veranstaltungen über die Olympische Distanz und die Mitteldistanz, bis hin zur größten Triathlon Langdistanz der Welt, dem Challenge Roth.

Riesengroß ist die Vorfreude auf den Audi Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL am 1. Juni 2025. Fast 2.000 Athletinnen und Athleten aus 28 Nationen sind knapp zwei Monate vor dem Renntag über die drei angebotenen Distanzen in den Einzelkonkurrenzen und in den Staffeln bereits gemeldet. Nach der hochwasserbedingten Absage im Vorjahr und der mit großem Aufwand geglückten Verlegung an das Saisonende 2024 laufen aktuell die Vorbereitungen nach Plan. „Die Vorfreude ist schon jetzt zu spüren, dass das Event bald da ist“, sagt Veranstaltungschef Gerhard Budy.

Die Teilnehmenden dürfen sich dabei wieder auf den sehr stimmungsvollen Zieleinlauf im Klenzepark freuen. „Der Zielbereich wird allerdings noch etwas verändert, damit die Fans und die Betreuenden ihre Athletinnen und Athleten auf den letzten Metern zur Finishline noch besser verfolgen können“, fügt Budy an.

So gelingt das erste Triathlon-Finish: „Einfach rausgehen und machen“

Von den drei angebotenen Distanzen – der Mittel- (1,9 km Schwimmen, 86 km Radfahren, 20 km Laufen), der Olympischen (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) und der Sprintdistanz (0,75 km Schwimmen, 20 km Radfahren, 5 km Laufen) – steht aktuell der Sprint hoch im Kurs. Insbesondere die wieder ins Programm aufgenommene Sprint-Staffel erfreut sich großer Beliebtheit. „Die kurzen Strecken eignen sich ideal, um in den Triathlonsport hineinzuschnuppern“, sagt auch Sofie Nixdorf, die in der Audi Four Rings – Three Sports-Staffel vom Titelsponsor Audi den Schwimmpart übernimmt. Nixdorf hat für alle Triathlon-Rookies, die beim Training immer wieder vom inneren Schweinehund ausgebremst werden, noch folgenden Tipp parat: „Man darf nicht so viel überlegen. Einfach rausgehen und machen.“

Profirennen mit PTO Bronze-Status: Viermalige Ironman-Siegerin Svenja Thoes auf Punktejagd

Neben dem wichtigen Breitensportgedanken wird es bei der 15. Veranstaltungsausgabe auch eine Aufwertung für die Elite geben. Erstmals gehört der Audi Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL zum Rennkalender der Professional Triathletes Organisation (PTO). Auf der Mitteldistanz werden im Elitefeld Punkte für das PTO-World Ranking vergeben. Mit der Dotierung von 10.000 EUR Preisgeld hat das Rennen den PTO Bronze-Status. Für die Siegerin und den Sieger winken 2.500 EUR, für Rang zwei und drei gibt es 1.500 bzw. 1.000 EUR.

Svenja Thoes Portrait

Svenja Thoes

Das Aushängeschild des Frauenrennens wird dabei Svenja Thoes sein. Die Saarländerin, die in ihrer Profikarriere bisher vier Ironman-Rennen gewinnen konnte, wäre eigentlich schon im Vorjahr in Ingolstadt an der Startlinie gestanden, doch dann fiel das Rennen aufgrund des Hochwassers aus. Zudem erlitt die 32-Jährige im Spätsommer beim Radtraining einen schweren Unfall, der das vorzeitige Saisonaus bedeutete. „Dieses Jahr steht alles auf Go. Es ist super, dass die Profis jetzt in Ingolstadt wertvolle Punkte für das PTO World Ranking sammeln können“, freut sich Svenja Thoes auf ihren Start in Ingolstadt.

In der Männerkonkurrenz wird Alexander Richter sein Debüt als Profiathlet geben. Der 27-Jährige, der aus der Triathlon-Hochburg Roth stammt, ist seit vielen Jahren Stammgast in Ingolstadt und gewann 2024 in beeindruckender Manier über die Olympische Distanz. „Ich bin sehr froh, hier in Ingolstadt die Chance auf meinen ersten Start als Profi zu haben. Hier passt einfach alles“, sagt Alexander Richter, der im vergangenen Dezember noch als Amateur bei der Ironman-70.3-WM im neuseeländischen Taupo startete und dort Dritter in der Agegroup 25–29 und bester deutscher Amateur wurde.

Trumer Triathlon wird Partnerevent

Eine weitere Neuerung ist die Eventkooperation mit dem Trumer Triathlon. So werden in Zukunft gemeinsame Aktionen mit der Veranstaltung im Salzburger Land durchgeführt. Aktuell wird es für 2025 den Austausch und die Verlosung von Startplätzen geben. Für 2026 ist eine Kombiwertung geplant.

Das Meldeportal des Audi Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL ist noch bis zum 15. Mai 2025 geöffnet

Zur Website der Veranstaltung (Link).

Fotos: Harald Eggebrecht

Der April hält für Triathlon- und Ausdauersportbegeisterte in Bayern einige spannende Wettkämpfe bereit. Die Veranstaltungen bieten sowohl Anfängern als auch ambitionierten Athleten die Chance, sich sportlich zu betätigen und die Vielfalt des Ausdauersports in Bayern zu erleben. Ob als Teilnehmer oder Zuschauer – spannende Wettkämpfe und eine mitreißende Atmosphäre sind garantiert.

Swim&Run-Tradition in Forchheim

Am 5. April 2025 findet der 22. Forchheimer Swim & Run statt, organisiert von der Triathlon-Abteilung des SSV Forchheim e.V. Die traditionsreiche Veranstaltung bietet sowohl erfahrenen Athleten als auch Neueinsteigern die Möglichkeit, ihre Frühjahrsform zu testen und erste Multisport-Erfahrungen zu sammeln.Der Wettkampf beginnt um 9:30 Uhr mit dem Einlass ins Königsbad Forchheim. Um 10:00 Uhr finden dort die Wettkampf-Besprechungen statt, gefolgt vom Schwimmstart um 10:15 Uhr. Nach einer Pause und einem Ortswechsel zur Sportinsel Forchheim wird der Lauf um 13:00 Uhr gestartet. Die Siegerehrungen sind für 14:00 Uhr (Kinder) und 15:00 Uhr geplant. Nachmeldungen sind nicht möglich.

kleiner Junge mit Startnummer läuft

Swim&Run Rothenburg; Foto: Andreas Weigel

Swim&Run-Serie geht ins Finale

Am 6. April, lädt der TSV 2000 Rothenburg gemeinsam mit racesolution Sportzeitnahme zum dritten Mal zum racesolution Swim & Run ein. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Nachwuchs, als auch an Einsteiger und erfahrene Athleten. Neben einer Jedermann-Distanz, die 500 Meter Schwimmen und sechs Kilometer Laufen umfasst, findet auf altersgerechten Distanzen für Schüler und Jugendliche das Finale der Swim&Run-Serie des BTV Memmert Nachwuchscups statt. Die jüngsten Teilnehmer absolvieren 50 Meter Schwimmen und 200 Meter Laufen, während ältere Nachwuchssportler bis zu 400 Meter Schwimmen und drei Kilometer Laufen bewältigen. Geschwommen wird im Hallenbad Rothenburg auf 25-Meter-Bahnen, während die Laufstrecke direkt neben dem Schwimmbad verläuft und sowohl befestigte als auch unbefestigte Abschnitte umfasst. Eine Nachmeldung vor Ort ist leider nicht möglich.

Österlicher Duathlon-Spaß

Der Osterduathlon in Heilsbronn findet am 12. April zum zweiten Mal statt und richtet sich insbesondere an Einsteiger und Familien. Die Veranstaltung zeichnet sich durch eine familiäre Atmosphäre aus, bei der die Freude am Sport und das Miteinander wichtiger sind als der Wettkampfgedanke. Die Zeitnahme des Cross Duathlons erfolgt per Handstoppung, und nach jedem Rennen findet eine Siegerehrung mit Urkundenvergabe statt. Für das leibliche Wohl der Teilnehmer und Zuschauer ist mit Musik und Kuchen bestens gesorgt.

Der Osterduathlon in Heilsbronn bietet eine entspannte Gelegenheit, in den Duathlonsport hineinzuschnuppern oder die eigene Form zu testen. Die Kombination aus sportlicher Herausforderung und geselligem Beisammensein macht diese Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis für alle Teilnehmer und Zuschauer.

Foto: Duathlon Heilsbronn

In nur wenigen Monaten auf die Beine gestellt, kamen zum 1. Indersdorfer Swim & Run am 22.3.2025 auf dem Gelände der Mittelschule schon über 100 Athletinnen und Athleten aus ganz Oberbayern.

Blick in ein Hallenbad mit Menschen

Nach dem Schwimmen im Hallenbad der Schule ging es per Jagdstart auf die Laufstrecke. Aus dem Schulgelände Richtung Wald waren für die älteren LäuferInnen anspruchsvolle 4 km auf Landwirtschaftswegen zu bewältigen. Bei schönstem Frühlingswetter sagten die zufriedenen und strahlenden Gesichter im Ziel eigenlich schon alles: „Was für eine schöne Veranstaltung“ schwärmten die Teilnehmenden aller Altersklassen, wie auch die Gäste und sogar das Orga- und das Helferteam waren mehr als zufrieden.

Viele Menschen

Tim Hayo von der SG Indersdorf bedankte sich herzlich bei seinen Unterstützern vom TSV Indersdorfer Haie und der Wasserwacht Dachau, die einen nahezu reibungslosen Ablauf möglich gemacht haben. So kann man auf eine 2. Auflage des Indersdorfer Swim & Run im nächten Jahr hoffen.

Fotos: Wolfgang Klinger/ Ulla Chwalisz

Der BTV Memmert Nachwuchscup geht in die nächste Runde! Am 6. April 2025 haben junge Triathletinnen und Triathleten die Möglichkeit, sich in Rothenburg ob der Tauber beim vierten Rennen der Saison zu messen. Neben den sportlichen Herausforderungen erwartet Kinder und Jugendliche am gesamten Wochenende eine großartige Atmosphäre, in der Fairness, Spaß und der Teamgeist des Triathlonsports im Mittelpunkt stehen.

Formtest oder Schnupper-Rennen?

Egal ob Teilnehmende schon Erfahrung im Triathlon haben oder erst in die Welt des Ausdauersports eintauchen – das Rennen in Rothenburg ist eine gute Gelegenheit, die aktuellen Fähigkeiten im Schwimmen und Laufen unter Beweis zu stellen. In verschiedenen Altersklassen treten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über unterschiedliche Distanzen an. Von den Jüngsten, die 50 Meter schwimmen und 200 Meter laufen, bis hin zu den älteren Jahrgängen, die sich auf bis zu 400 Meter Schwimmen und 3 Kilometer Laufen freuen dürfen – hier ist für jeden etwas dabei. Auch für Einsteiger und Hobbysportler gibt es mit der Jedermann-Kategorie eine spannende Möglichkeit, Wettkampfluft zu schnuppern.

kleiner Junge mit Startnummer läuftJugend-Camp bereitet perfekt vor

Wer noch mehr aus dem Wochenende herausholen möchte, hat die Chance, am BTV Jugend-Camp teilzunehmen. Vom 4. bis 6. April können junge Sportlerinnen und Sportler im Alter von 10 bis 15 Jahren unter professioneller Anleitung trainieren, ihre Technik verbessern und wertvolle Tipps für den Wettkampf bekommen. Das Camp beinhaltet nicht nur gezielte Trainingseinheiten, sondern auch die gemeinsame Teilnahme am Swim & Run.

Zur Camp-Anmeldung.

Zur Website der Veranstaltung.

Fotos: Andreas Weigel

Der Bayerische Triathlon-Verband setzt sich aktiv für Nachhaltigkeit im Sport ein und unterstützt Veranstalterinnen und Veranstalter mit einem speziellen Leitfaden, der praxisnahe Empfehlungen für umweltfreundliche Events bietet. Dabei stehen zentrale Themen wie Mobilität, Materialauswahl, Catering und Abfallmanagement im Fokus, um Veranstaltungen ressourcenschonend und zukunftsorientiert zu gestalten.

Ein besonderes Angebot des BTV ist das Nachhaltigkeits-Label, das an Veranstaltungen vergeben wird, die sich durch ein nachhaltiges Konzept auszeichnen. Interessierte können eine Checkliste ausfüllen, die verschiedene Kriterien umfasst, darunter die Förderung klimafreundlicher An- und Abreise, die Nutzung wiederverwendbarer Materialien oder die Bereitstellung von regionalen und vegetarischen Speisen. Das Label dient Sportlerinnen und Sportlern als Orientierung und stärkt zugleich die positive Außenwirkung der Events.

14 Veranstaltungen bereits ausgezeichnet

Nachhaltigkeitslabel des BTV

Das Nachhaltigkeitslabel des BTV

Bereits 14 Triathlonveranstaltungen in Bayern wurden mit dem Label ausgezeichnet. Der IfA Nonstop Bamberg Triathlon überzeugte mit kurzen Wegen zwischen den Veranstaltungsorten und dem konsequenten Einsatz wiederverwendbarer Materialien. Der traditionsreiche Wörthsee-Triathlon bewies, dass nachhaltige Konzepte und langjährige Event-Geschichte sich nicht ausschließen. Beim Triathlon Ingolstadt wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandte Nachhaltigkeit ein umfangreiches Konzept zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks entwickelt.

Der BTV ruft alle Veranstalterinnen und Veranstalter dazu auf, sich um das Nachhaltigkeits-Label zu bewerben und ein Zeichen für nachhaltige Sportveranstaltungen zu setzen. Der Leitfaden sowie die Checkliste stehen auf der BTV-Website zum Download bereit. Mit dem Nachhaltigkeits-Label bietet der Bayerische Triathlon-Verband eine wertvolle Orientierungshilfe für umweltfreundliche Events und setzt damit ein klares Zeichen für eine nachhaltige Zukunft im Sport.

Kontakt für Rückfragen:
Tim Feuerlein
Beauftragter für Sportentwicklung
E-Mail: sportentwicklung@triathlonbayern.de
Mobil: 0152 31 98 85 89

Jedes Jahr verwandelt sich das Städtchen Velburg in der Oberpfalz in ein kleines Zentrum des Ausdauersports, wenn der traditionelle Kirchweihtriathlon stattfindet. Die Veranstaltung lockt zahlreiche Athleten aus der Region und darüber hinaus an, die sich messen. Am 19. Juli ist es in diesem Jahr so weit: Der Trunverein und alle Gäste feiern 40 Jahre Kirchweihtriathlon in Velburg. Ganz stolz ist Vereinsvorstand Willi Graf, dass sein kleiner, familiärer Triathlon in der Oberpfalz diese lange Tradition hat.

Der Triathlon bietet verschiedene Distanzen und Wettkampfformate, sodass sowohl erfahrene Triathleten als auch Einsteiger und der Nachwuchs auf ihre Kosten kommen. Am Vormittag starten die Kinder und Jugendlichen beim Cross Triathlon, welcher heuer zum ersten Mal auch Teil des BTV Memmert Nachwuchscups ist. Am Nachmittag wird für die Erwachsenen eine Olympische Distanz und eine Sprintdistanz ausgetragen.

Kirchweihtriathlon Velburg

Besonders die landschaftlich reizvolle Strecke durch die hügelige Oberpfalz macht den Wettkampf zu einem Erlebnis. Neben dem sportlichen Ehrgeiz steht in Velburg vor allem das Gemeinschaftsgefühl im Mittelpunkt. Die Veranstaltung wird von zahlreichen Helfern und lokalen Vereinen unterstützt, die für eine reibungslose Organisation und beste Bedingungen für die Athleten sorgen. Zuschauer entlang der Strecke feuern die Sportler begeistert an und sorgen für eine tolle Atmosphäre.

Der Kirchweihtriathlon in Velburg ist längst mehr als nur ein Wettkampf – er ist ein sportliches Highlight, das den Teamgeist, die Herausforderung und die Freude am Triathlon vereint.

Fotos: Kirchweihtriathlon Velburg

Wecken die ersten Sonnenstrahlen auch bei dir die Wettkampf-Lust? Im März stehen im Verbandsgebiet des Bayerischen Triathlon-Verbandes schon drei Wettkämpfe überwiegend für Kinder und Jugendliche auf dem Programm. Ein neues Rennen bietet auch eine Jedermann-Wertung an.

Beim 1. Indersdorfer Swim & Run 2025, der am 8. März 2025 stattfindet, dürfen sich die Teilnehmer auf ein aufregendes Format freuen: Swim & Run kombiniert die Disziplinen Schwimmen und Laufen zu einem intensiven Wettkampf, der sowohl Schnelligkeit als auch Ausdauer erfordert. Bisher vor allem für den Nachwuchs attraktiv, können hier auch Erwachsene in einer Jedermann-Wertung teilnehmen! Die Veranstaltung ist nicht nur für erfahrene Athletinnen und Athleten interessant, sondern auch für Einsteiger, die sich erstmals in einem Wettkampf dieser Art ausprobieren möchten. Link zur Ausschreibung.

Für alle Nachwuchssportler, die die Herausforderung im Cross-Duathlon suchen, ist der 14. Süwag Energie Cross Duathlon ein Muss. Der Duathlon, der am 15. März 2025 stattfindet, führt die Teilnehmer über einen 3km-Rundkurs auf Asphalt und Waldwegen. Der Wettkampf wird von der TSG Ausdauersport organisiert und lockt jedes Jahr zahlreiche Sportler zwischen Schüler D und Junioren. Der Wettkampf ist ideal, um die eigene Form zu testen und sich auf die bevorstehende Triathlon-Saison vorzubereiten. Link zur Ausschreibung.

Auch der  BTV Memmert Nachwuchscup geht in die nächste Runde. Bereits am 16. März 2025 findet in Nürnberg der dritte Swim and Run statt, der gleichzeitig als wichtiger Kadertest dient. Hier haben junge Triathlontalente die Gelegenheit, sich unter Wettkampfbedingungen zu beweisen und ihre Leistungsentwicklung zu zeigen. Mit dabei sind auch bayerische Para Triathletinnen und Triathleten. Alle Infos gibt es im separaten Beitrag (Link).

Burglengenfeld – Das etablierte Event „Jag de Wuidsau“, das deutschlandweit aus Dietldorf bekannt ist und bereits zwei deutsche Meisterschaften im Crossduathlon ausgerichtet hat, wird in diesem Jahr zum ersten Mal ein Familienevent.

Schüler- und Jugendrennen feiern Premiere

Erstmals wird es Rennen für Schülerinnen und Schüler sowie Jugend (A und B) geben. Damit können nun auch die Jüngsten (12 bis 17 Jahre) die „Wuidsau-Luft“ schnuppern. Nach den großartigen Erfolgen des „Frischlingsruns“ mit über 200 Teilnehmern erweitern die Veranstalter den Wettkampfkalender um einen Crossduathlon für die jeweilige Altersklasse. Der Ehrenreich Massivhaus Frischlingsrun für die Jüngsten bleibt natürlich weiterhin bestehen und die Wuidsau darf weiterhin gejagt werden.

 

Kinder hinter Startlinie eines Kinderlaufs

Den Frischlingsrun wird es auch weiterhin geben.

Vom Sportevent zum Familienspaß

Die „Wuidsau“ entwickelt sich somit von einem reinen Sportevent zu einem familienfreundlichen Breitensport-Event weiter. Der neue Slogan der Veranstalter wird nun mehr „von Sportlern für Sportler“, um „von Familien für Familien“ erweitert. Das Veranstaltungsgelände am Lanzenanger inklusive des beheizten Zeltes lässt Volksfeststimmung aufkommen. So können sich die Kids am Vormittag austoben und die Eltern am Nachmittag im Rahmen der Erwachsenen-Wettkämpfe sportlich noch betätigen. Für Unterhaltung sowie Verpflegung wird gesorgt.

Sporttag für die ganze Familie

Wer also einen Sporttag für die ganze Familie sucht und dabei noch deutschen Spitzensport sehen möchte, ist herzlich eingeladen, am 11. Oktober bei der „Wuidsau“ dabei zu sein. Die Strecken werden derzeit noch erarbeitet und sind ab Anfang Juni auf der Website zu finden. Anfang Juni wird auch die Anmeldung geöffnet. Die Veranstalter planen zudem im Vorfeld ein Community-Event inklusive Fahrtechniktraining, so dass sich auch jeder ermutigt fühlt, die Strecken zu schaffen.

Link zur Website des Veranstalters.

Fotos: Jag de Widsau

Eine solide Sponsorenstrategie ist entscheidend für Triathlon-Veranstaltungen, Vereinsabteilungen oder Liga-Mannschaften. Doch oft bleibt ungenutztes Potenzial liegen. Dann könnte das Coaching-Programm „SponsorenMagnet“ genau das Richtige sein! Sponsoring-Expertin Julia Wiedemann bietet Mitgliedern im BTV ein erfolgsversprechendes Programm zum Sonderpreis. Drei Plätze für den Beginn im März sind exklusiv für Verbandsmitglieder reserviert.

Was erwartet Teilnehmer im Coaching-Programm?

Von März bis August 2025 sorgen Julia Wiedemann und die Teilnehmer gemeinsam dafür, dass sich Sponsoring-Bemühungen wirklich auszahlen. In sechs Monaten wird eine maßgeschneiderte Sponsoring-Strategie entwickelt, mit der Sponsoren gezielt angesprochen und Verhandlungen auf Augenhöhe geführt werden– für hochpreisige, langfristige Partnerschaften. Das Ziel: Insgesamt mindestens 10.000 € Sponsoring sichern – mit Sponsoren, die jeweils 3.000 € oder mehr zahlen.

Teilnehmende erhalten bewährte Strategien, Leitfäden und Vorlagen, individuelle Unterstützung durch die Expertin und direkte Ergebnisse. Ziel ist es, schon während des Coachings hochwertige und hochpreisige Sponsoren zu gewinnen. „Teilnehmer*innen meines Coachings haben es bereits geschafft, innerhalb von nur sechs Monaten Sponsoren für bis zu mittlere fünfstellige Beträge pro Saison zu gewinnen – sowohl durch neue Partner als auch durch deutlich höhere Beträge von bestehenden Sponsoren“, berichtet Julia Wiedemann.

Warum solltet ihr teilnehmen?

Julia Wiedemann ist seit Jahren als Sponsoring-Expertin in zahlreichen Sportverbänden tätig, u. a. für den Bayerischen Landessportverband (BLSV), den Landessportverband NRW und den Freiburger Kreis. Im letzten Herbst war sie auch als Referentin auf dem Verbandstag des Bayerischen Triathlon-Verbands eingeladen.

Viele Vereine stehen vor der Herausforderung, Sponsoren zu finden, wissen aber nicht genau, wo sie anfangen sollen oder wie sie höhere Beträge erzielen können. Genau hier setzt das Coaching an – es gibt einen klaren Plan und die nötige Unterstützung, um Sponsoring endlich erfolgreich und profitabel umzusetzen. Mehr Infos gibt es unter www.juliawiedemann.de

Exklusiver Verbandsvorteil & begrenzte Plätze

Der Bayerische Triathlon-Verband hat für seine Mitglieder einen exklusiven Spezialpreis ausgehandelt: Regulär kostet das Coaching 2.999 €. Für Verbandsmitglieder beträgt der Preis nur 1.999 €

Schon mit einem einzigen Sponsor über 2.000 € hat sich die Teilnahme finanziell gelohnt – und das ist erst der Anfang. Erfahrungsgemäß erzielen viele Teilnehmer*innen deutlich höhere Beträge!

Start bereits im März

Interessierte melden sich noch im Februar bei Veranstaltervertreterin Christine Waitz unter veranstaltervertreter(at)triathlonbayern.de. Das Coaching-Programm startet im März.

Foto: Julia Wiedemann

Sportler rennt ins Wasser

„Eine Gemeinschaft für Kinder, Jugendliche und Breitensportler schaffen.“ Mit diesem Gedanken wurde Ende 1987 nicht nur die Triathlonabteilung des damaligen SC Roth 1952 gegründet, sondern auch die Idee zum Rothsee-Triathlon geboren.

Knapp eineinhalb Jahre arbeiteten die sechs Gründungsmitglieder daraufhin mit Abteilungsleiter Dietmar Schuster daran, den ersten Triathlon umzusetzen. „Dabei war unser Anspruch, wie die Veranstaltung abzulaufen hatte, und was sie den Teilnehmern bieten solle, hoch“, erinnert sich Dietmar Schuster heute.

Premiere mit 300 Teilnehmenden

Während Dietmar Schuster selbst bereits einige Triathlonrennen absolviert hatte, wussten sowohl Mitorganisatoren, als auch Helfer noch nicht im Detail, was ‚Triathlon‘ eigentlich bedeutet. „Vielleicht bekamen die Meisten noch hin, welche Sportarten zu absolvieren sind. Spätestens jedoch, bei der Frage nach der Reihenfolge, hätten viele keine Antwort mehr gehabt.“

Entsprechend gefordert war der Orga-Leiter als einziger Ansprechpartner vor der Premiere: Am Main-Donau-Kanal, der Schwimmstätte, die zu der Zeit noch im Bau war, gab es weder Trinkwasser-, noch Stromversorgung. Das benötigte Material, wie Radständer, war im Vorfeld selbst ausgeklügelt und gemeinsam gebaut worden. Das Team musste angelernt werden.

Sportliche Herausforderung und Neugierde zogen im Sommer 1989 schließlich 330 Mutige an. Sogar internationale Beteiligung aus Amerika, den Niederlanden, der DDR und Polen gab es. Über die Leistung der Teilnehmer war ebenfalls wenig bekannt – Favoriten gab es nicht. So siegte der junge Stephan Bormann aus der zweiten Startgruppe vor SC Mitglied Thomas Bernreuther. Bei den Damen gewann Claudia Hiereth (heute Dorr).

Die Auswertung lief übrigens auch damals bereits digital ab: mit einer Commodore 64 Spielekonsole und 64KB Arbeitsspeicher. „Wir sahen häufiger die Sanduhr, als die Ergebnisse auf dem Bildschirm“, kann Dietmar Schuster heute über die Schwierigkeiten im Premierenjahr lachen. Urkunden gab es für jeden Finisher handgeschrieben. Am Ende saß der Orga-Leiter „fix und fertig“ im Ziel. Doch das Niveau der Veranstaltung sprach sich schnell herum. So war der Grundstein für den Rothsee-Triathlon erfolgreich gelegt.

Als ob ein Rennen nicht genug Aufregung bedeutet hätte: Neben dem Rothsee-Triathlon wagte sich das Team direkt bei der Erstauflage auch an einen Schüler- und Schnupper-Triathlon heran, der mit 125 Startenden als gleich zu deutschlands größter Nachwuchsveranstaltung aufstieg.

Rothsee-Triathlon ohne Rothsee

Obwohl der Rothsee-Triathlon von Beginn an diesen Namen für sich beanspruchte, wurde das Rennen in den ersten acht Jahren im Main-Donau-Kanal gestartet. Der Rothsee war zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertiggestellt: Erstmals voll geflutet war das Gewässer, das als  Zwischenspeicher der Donau-Main-Überleitung künstlich angelegt wurde, im Herbst 1993. Das Orga-Team des SC Roth jedoch, hatte den Umzug in den Rothsee von Beginn an im Blick.

Ein besonderes Jahr in Sachen Schwimmen war 1991, erinnert sich Orga-Leiter Dietmar Schuster. Im Kanal, der damals noch nicht für den Schiffsverkehr freigegeben war, hatten sich Algen ausgebreitet, die bis an die Wasseroberfläche wuchsen. Während sich die Schwimmerinnen und Schwimmer des „Ironman Europe“ zwei Wochen zuvor noch durch das Wassergewächs wühlten und mit grünem Behang aus dem Wasser kletterten, wurde das Team des SC Roth 1952 kreativ. Kurzerhand organisierte ein Mitglied zwei Traktoren. Diese fuhren auf beiden Seiten der Wasserstraße und „mähten“ die Algen mit einem langen Stahlseil. Ein weiterer Trupp fischte das Gewächs aus dem Wasser und transportierte es mit einem Schlauchboot an das Ufer. Die Teilnehmer schätzten den Einsatz. Nicht so begeistert war hingegen das Wasserwirtschaftsamt, das im Nachgang den Abtransport und die Entsorgung der Algenmassen forderte.

Jaques Cousteau gibt Startschuss

Fast schon wie eine Belohnung wirkt da der Besuch des berühmten Meeresbiologen Jaques-Yves Cousteau im gleichen Jahr. Der Franzose war mit seinem Forschungsschiff „Calypso“ auf dem Weg zum Schwarzen Meer. Als er von dem bevorstehenden Triathlonrennen erfuhr, unterbrach er diese Reise und besucht den Schüler- und Schnupper-Triathlon. Bereitwillig gibt er nicht nur den Startschuss von einem kleinen Motorboot aus, sondern gibt auch Autogramme und Interviews, während er von seinem Begleitteam gefilmt wird.

Neben dem Rummel um den interessierten Wissenschaftler zogen zwei weitere prominente Gäste die Aufmerksamkeit auf sich: Roths Bürgermeister Hans Weiß und der Showmaster Harry Wijnvoord lösten ein Versprechen ein und gingen selbst an den Start.

Schwimmer im Freiwasser

Der Rothsee-Triathlon macht seinem Namen alle Ehre

1994 war es dann erstmalig so weit: Der Rothsee-Triathlon machte seinem Namen alle Ehre. 763 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stürzten sich das erste Mal in das Wasser des Großem Rothsees. Obwohl der Start nur wenige hundert Meter vom angestammten Ort entfernt lag, war der Umzug nicht so einfach zu bewerkstelligen, wie man meinen mag. „Die Behörden waren vor der ersten Auflage am Rothsee sehr vorsichtig. Genaue Lagepläne bis ins Detail mussten erstellt werden“, berichtet Dietmar Schuster und meint weiter, „Dabei hat man bei der Ortsbegehung immer erst einmal eine grobe Vorstellung und muss sich diese während des Aufbaus erarbeiten.“

Mit Tennisschläger zur Aeroposition

In den Anfangsjahren des Triathlon gab es noch kein passendes Material. Aus den einzelnen Disziplinen wurden Badehosen, Rennräder und Laufschuhe mitgebracht. Stück für Stück überlegten sich findige Sportler jedoch spezifische Verbesserungen der „normalen“ Sportgeräte. Wie das dann aussah, beweist Dietmar Schuster, der den Rothsee-Triathlon zwischen 1989 und 2008 federführend plante und durchführte, mit einem Foto. Auf der vergilbten Aufnahme sieht man das Rad des Triathlon-Urgesteins Kurt Einsiedel neben dem einiger Konkurrenten stehen. Während bei den anderen Rädern bereits weit ausladende Lenker mit Bogen nach vorne zu sehen sind, hat sich der Wendelsteiner Kurt Einsiedel mit einem hölzernen Tennisschläger beholfen. Sehnen wurden entfernt, der Griff abgesägt und das Rund kurzerhand auf dem normalen Rennlenker fixiert. Fertig war der Aerolenker.

Am Triathlon-Limit

Neben solchen Ereignissen gibt es zahlreiche Anekdoten.
In einer alten Ergebnisliste, erinnert sich Dietmar Schuster, findet sich beispielsweise „Max Mustermann“. Selbstverständlich hieß der Sportler, der sich dahinter verbarg, anders. „Damals kam der Athlet nach dem Rennen zum Ergebnisdienst und bat darum, aus der Ergebnisliste gestrichen zuwerden“, berichtet der Orga-Leiter. „Als man ihm erklärte, dass das nicht so einfach wäre, erzählte er, dass sein ‚Triathlon-Limit‘ von fünf Rennen pro Saison bereits überschritten wäre und seine Frau auf keinen Fall von seinem Start erfahren dürfe. Dann haben wir eben nach einer Lösung gesucht.“

Fahrräder auf Wiese

Mikro gegen Neo getauscht

Ebenfalls unerkannt wäre 1996 gerne Musiker Joey Kelly geblieben. Der Teenie-Schwarm absolvierte damals seinen ersten Triathlon – nicht ohne Hindernisse. Spätestens jedoch, als Kelly sich des viel zu großen Neoprenanzugs entledigen musste, und er daraufhin die bereits begonnene Schwimmstrecke mit Verzögerung nochmals in Angriff nahm, lag die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf dem Star. Bis zum Schluss fieberten sie mit ihm mit. Das abschließende Stück der Laufstrecke wurde er dann sogar von einer Helferin und Fan begleitet. Sie holte sich direkt im Ziel ein Autogramm ab

„Die ursprüngliche Idee bei der Gründung der Triathlonabteilung, eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten zu schaffen, ist an vielen Stellen noch spürbar, auch, wenn sich der Sport stark weiterentwickelt hat.
„Wir sind Unterstützern, unseren Helferinnen und Helfern und den Teilnehmern unglaublich dankbar. Für viele Situationen, die wir nur in Schlaglichtern darstellen können, die wir jedoch Jahr für Jahr erleben. Wir freuen uns auf 2025“, sagt Matthias Fritsch als einer der Orga-Leiter des Rothsee Triathlon Festivals.

Der Beitrag erschien im Rahmen der Serie „40 Jahre Triathlon in Bayern“. Alle Beiträge finden Sie hier.

Fotos: Memmert Rothsee Triathlon